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Die bAV-Kompetenz – entscheidend für Arbeitgeber

bei der Anbieterauswahl

Der Haftungsaspekt

Arbeitgeber entscheiden sich bei der Wahl eines

bAV-Produkts vor allem für den Anbieter, der das Risiko

einer Haftung minimiert. Dem Haftungsaspekt

gilt es daher in einer Analyse maßgeblich Rechnung

zu tragen. Im IVFP-Rating gilt daher: je umfassender

ein Versicherer Arbeitgeber bzw. Finanzdienstleister

darin unterstützt, eine Haftung auszuschließen,

desto besser schneidet er in diesem Untersuchungsbereich

ab. Haftungsvermeidung lässt sich

in der Praxis daran erkennen, ob beispielsweise ein

„Prüfkatalog“ zum Einsatz kommt. Auch der Umfang

des Katalogs fließt mit in die Bewertung ein.

Darin enthaltene Aspekte können sein: Angaben

zu bereits bestehender bAV, zu tarifvertraglichen

Besonderheiten, Gestaltung der bAV, Informationsbereitstellung

für Arbeitnehmer, Handhabung und

Umsetzung von steuerlichen, arbeits- und sozialversicherungsrechtlichen

Sachverhalten, Erfüllung der

Arbeitgeberpflichten etc. Neben der Protokollierung

der Angaben aus dem „Prüfkatalog“, sollten Versicherungsnehmer

von Anbietern auch entsprechend

aufgeklärt werden, etwa über die volle Steuerpflicht

einer über § 3 Nr. 63 EStG geförderten BU in der

Leistungsphase – am besten in Form verständlicher

Steuerinformationen und -merkblätter.

Die Wahrscheinlichkeit, dass ein Arbeitnehmer

heutzutage ein Leben lang bei ein und demselben

Arbeitgeber bleibt, ist eher unwahrscheinlich. Was

jedoch passiert mit seinem bAV-Vertrag, wenn er

das Unternehmen verlässt? Bleibt der einstige Mitarbeiter

weiterhin in der Gruppe, wenn der bAV-

Vertrag Teil eines Kollektivs ist? Wie verhält es sich

zudem mit den Zusagearten? Klärt hier der Anbieter

entsprechend auf? Ist die gewählte Zusageart konkret

ausgewiesen und deutlich erkennbar? Weist

der Anbieter den Arbeitgeber bereits bei Vertragsschluss

auf die Voraussetzungen zur Anwendung

des § 2 BetrAVG (versicherungsvertragliche Lösung)

bei vorzeitigem Ausscheiden des Arbeitnehmers hin?

Das A und O bei der Haftungsvermeidung ist daher

Aufklärung – nur wer umfassend informiert ist,

kann einen Haftungsfall ausschließen.

Nicht minder wichtig: kompetente Beratung

Beratung und Haftung stehen in einem sehr en-

FACHBEITRÄGE | bAV 2012

gen Verhältnis. Während bei der Haftung der Fokus

mehr auf Aufklärung beruht und daher primär im

Vorfeld der Vertragsunterzeichnung von Bedeutung

ist, ist Beratung ein dauerhafter Prozess – über die

ganze Vertragslaufzeit hinweg. Daher ist es wichtig,

in einer Analyse sein Augenmerk auch auf die

Beratung zu richten. Es gilt also zu erfragen, ob

der Anbieter über ein bAV-Kompetenzcenter oder

spezielle bAV-Geschäftsbereiche verfügt. Weiterhin

sollte die Qualität der Beratungssoftware sowie Art

und Umfang weiterer wichtiger Informationen zur

bAV geprüft werden.

Service und Verwaltung

Schließt ein Arbeitgeber eine bAV-Versicherung

ab, so bindet er sich in der Regel über viele Jahre

hinweg an einen Anbieter. Umso wichtiger ist es,

dass dieser bereits von Beginn an einen auf die individuellen

Bedürfnisse des Kunden ausgerichteten

Service bereitstellt. Der Serviceaspekt ist daher der

dritte Pfeiler, der genauer betrachtet werden sollte.

Neben der Flexibilität fällt unter diesen Bereich auch

die Bereitstellung von Informationen bzw. deren

Quellen durch den bAV-Versicherer. So können sich

hier Fragestellungen finden wie: Wird dem Arbeitgeber

ein bAV-spezifischer Ansprechpartner zur Seite

gestellt? Wie verhält es sich mit den Kosten für

Serviceleistungen? Gibt es Informationsmaterial für

Arbeitgeber und Arbeitnehmer?

Von Bedeutung ist auch der Bereich Verwaltung.

Denn: Eine optimale Verwaltung bietet (nachhaltig)

Rechtssicherheit in der bAV, sichert den Bestand und erhöht

die Akzeptanz bzw. Nachfrage im Unternehmen.

Gegenwärtig befindet sich das IVFP mitten in seinem

zweiten Kompetenz-Rating. Da es sich hier um eine

sehr umfangreiche und aufwendige Untersuchung

handelt, werden die Ergebnisse voraussichtlich (erst)

gegen Jahresende vorliegen.

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