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Geschäftsbericht 1998 - VIG

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<strong>Geschäftsbericht</strong><br />

ALLGEMEINE VERSICHERUNG AKTIENGESELLSCHAFT<br />

<strong>1998</strong>


Kennzahlen<br />

Wiener Städtische (Einzelabschluß) <strong>1998</strong>/ATS 1997/ATS<br />

Abgegrenzte Bruttoprämien (Mio.) 17.709 17.430<br />

e 1.287,0<br />

– Schaden- und Unfallversicherung (Mio.) 8.406 8.612<br />

e 610,9<br />

– Krankenversicherung (Mio.) 3.201 3.178<br />

e 232,6<br />

– Lebensversicherung (Mio.) 6.102 5.640<br />

e 443,4<br />

Combined Ratio (Schaden- und Unfallversicherung) (%) 102,9 99,5<br />

Finanzergebnis (Mio.) 5.051 4.594<br />

e 367,1<br />

Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit (Mio.) 784 750<br />

e 57,0<br />

Kapitalanlagen (Mio.) 80.124 71.908<br />

e 5.822,8<br />

Technische Rückstellung (Mio.) 67.305 62.863<br />

e 4.891,2<br />

Eigenmittel (Mio.) 10.084 9.610<br />

e 732,8<br />

Personalstand 4.096 4.085<br />

– Innendienst 2.045 2.064<br />

– Außendienst 2.051 2.021<br />

Anzahl der Außenstellen 171 170


Inhalt<br />

Vorwort 2<br />

Organe der Gesellschaft 4<br />

Lagebericht<br />

Wirtschaftliches Umfeld <strong>1998</strong> 9<br />

Wiener Städtische <strong>1998</strong> 12<br />

Schaden- und Unfallversicherung 16<br />

Krankenversicherung 18<br />

Lebens- /Pensionsversicherung 20<br />

Rückversicherung 25<br />

Kapitalveranlagung 26<br />

Wesentliche Beteiligungen 28<br />

Personal- und Sozialbericht 34<br />

Ausblick und Gewinnverwendung 37<br />

Bericht des Aufsichtsrates 41<br />

Jahresabschluß<br />

Bilanz 44<br />

Gewinn- und Verlustrechnung 50<br />

Gesonderte Erfolgsrechnung für die<br />

Kraftfahrzeug-Haftpflichtversicherung 57<br />

Anhang 59<br />

Ihre Ansprechpartner 78<br />

Impressum 80<br />

98 1


Vorwort<br />

2 98<br />

Die Versicherungswirtschaft zählt international<br />

seit Jahren zu den sich am schnellsten verändernden<br />

Wirtschaftsbereichen. Fusionen und<br />

Übernahmen, neue Modelle des Risikotransfers<br />

bzw. der Risikofinanzierung, branchenfremde<br />

Mitbewerber und mündigere Kunden sind einige<br />

der aktuellen strategischen Herausforderungen<br />

von Versicherungsunternehmen. In diesem<br />

schwierigen Umfeld kann die Wiener Städtische<br />

auf ein erfolgreich verlaufenes Geschäftsjahr<br />

<strong>1998</strong> zurückblicken.<br />

Die Lebens-/Pensionsversicherung hat sich in<br />

den letzten Jahren als Wachstumsmotor am<br />

heimischen Versicherungsmarkt herauskristallisiert.<br />

Seit 1990 konnte das Prämienvolumen<br />

mehr als verdoppelt werden. Dennoch hat im<br />

internationalen Vergleich der österreichische<br />

Lebens-/Pensionsversicherungsmarkt weiterhin<br />

Wachstumspotential. Gemessen am Bruttoinlandsprodukt<br />

pro Einwohner liegt Österreich<br />

auf Platz 8 der OECD-Staaten; gemessen an den<br />

Prämien pro Einwohner nur auf Platz 17.<br />

Aber auch im Bereich der Lebens-/Pensionsversicherung<br />

hat sich der Wettbewerb verstärkt.<br />

Zunehmend werden Produkte mit ökonomisch<br />

nicht immer nachvollziehbaren Renditeversprechen<br />

angepriesen. Über damit verbundene<br />

Risken wird allerdings weniger gesprochen. Die<br />

Lebens-/Pensionsversicherungen der Wiener<br />

Städtischen bieten im Gegensatz dazu hohe<br />

Rendite und große Sicherheit zugleich. Dies ist<br />

nicht zuletzt durch die hohe Eigenkapitalausstattung<br />

möglich. Auch wenn von 1990 bis<br />

heute die Rendite festverzinslicher Wertpapiere<br />

von mehr als 8% auf unter 4% gesunken ist,<br />

blieb die Verzinsung bei einer Lebens-/ Pensionsversicherung<br />

der Wiener Städtischen im gleichen<br />

Zeitraum nahezu unverändert und lag im Jahr<br />

<strong>1998</strong> bei 6,75 %. Wie in zahlreichen Wirtschaftsmagazinen<br />

nachzulesen ist, hat unser<br />

Unternehmen seine Gewinnprognosen nicht nur<br />

stets eingehalten, sondern sogar noch übertroffen.<br />

Die demographische Entwicklung zeigt die<br />

Grenzen der Sozialversicherung als einziges<br />

Instrument der Altersvorsorge deutlich auf. Die<br />

Alterspyramide kippt. Im Jahr 2035 werden auf<br />

100 Personen im Alter zwischen 15 und<br />

60 Jahren bereits 66 Personen entfallen, die<br />

60 Jahre oder älter sind. Es wird damit immer<br />

schwieriger werden, den Generationenvertrag<br />

aufrechtzuerhalten. Eine <strong>1998</strong> durchgeführte<br />

IFES-Fessel-GFK-Studie hat deutlich aufgezeigt,<br />

daß das Vertrauen der Österreicher in das staatliche<br />

Pensionssystem getrübt ist. Nur jeder zweite<br />

glaubt, daß seine Pension für die nächsten<br />

zehn Jahre gesichert ist. Daß die Pensionen im<br />

Jahr 2030 im gegenwärtigen Ausmaß gesichert<br />

sein werden, darauf vertraut gar nur noch jeder<br />

zehnte. Fast 60% der Befragten gaben an, daß<br />

entweder eine „große“ oder „radikale“ Reform<br />

notwendig wäre. Die gesetzliche Pensionsversicherung<br />

wird die soziale Sicherheit für alle<br />

nicht mehr alleine aufrechterhalten können.<br />

Zuverlässige Partner für die langfristige Finanzierbarkeit<br />

der Alterspensionen sind notwendig.<br />

Neben der gesetzlichen Pensionsversicherung<br />

existieren in Österreich mehrere Modelle der<br />

institutionalisierten privaten Altersvorsorge. Dazu<br />

zählen Privatversicherungen, überbetriebliche<br />

bzw. betriebliche Pensionskassen sowie Gruppenrentenversicherungen.<br />

Während Lebens-/<br />

Pensionsversicherungen bereits seit vielen Jahrzehnten<br />

am Markt sind, sind Pensionskassen und<br />

Gruppenrentenversicherungen jüngeren Ursprungs.<br />

Die unterschiedliche steuerliche Be-


Von links nach rechts: Gen.-Dir. Dkfm. Dr. Siegfried Sellitsch, Gen.-Dir.-Stv. Dr. Günter Geyer, Gen.-Dir.-Stv. Dr. Franz Lauer,<br />

Vorst.-Dir. Dkfm. Karl Fink, Vorst.-Dir. Heinz Jaindl, Vorst.-Dir. Dkfm. Hans Raumauf.<br />

handlung der verschiedenen Modelle ist historisch<br />

gewachsen, sachlich jedoch nicht mehr<br />

argumentierbar. Die Attraktivität der einzelnen<br />

Instrumente wird dadurch wettbewerbsstörend<br />

verzerrt.<br />

Obwohl das Interesse für Pensionsversicherungsverträge<br />

steigt – immer mehr jüngere<br />

Menschen entscheiden sich für diese Variante<br />

der Altersvorsorge – wird die private Altersvorsorge<br />

gegenüber der staatlichen Pension und<br />

der betrieblichen Pensionsvorsorge stiefmütterlich<br />

behandelt. Die Lebens-/Pensionsversicherer<br />

erwarten sich vom Staat die Anerkennung und<br />

Behandlung der privaten Pensionsversicherung<br />

als ein gleichwertiges Instrument.<br />

Die Bedeutung der privaten Altersvorsorge hat in<br />

dem von der Regierung präsentierten Gesetzesentwurf<br />

zur Steuerreform – sie soll noch vor dem<br />

Sommer beschlossen und in ihren wesentlichen<br />

Teilen am 1. Jänner 2000 in Kraft treten – nun<br />

auch politisch Anerkennung gefunden. Die geplante<br />

„prämienbegünstigte Pensionsvorsorge“<br />

(Pensionszusatzversicherung) ist ein erster<br />

Schritt in Richtung einer gleichberechtigten privaten<br />

Altersvorsorge in Österreich. Das neue Produkt<br />

genießt eine staatliche Förderung in Höhe<br />

von 4,5 % der Versicherungsprämie. Die maximale<br />

Förderung beträgt 619 Schilling pro Jahr und<br />

ist ein guter Kompromiß zwischen staatlichem<br />

Förderungswillen und budgetären Vorgaben.<br />

Damit weist der Gesetzgeber erstmals auf die<br />

Notwendigkeit der privaten als Ergänzung zur<br />

staatlichen und betrieblichen Altersvorsorge hin.<br />

Die stetigen Mahnungen der Versicherungswirtschaft<br />

im Bereich der Altersvorsorge, die Sicherheit<br />

der Renten in den Vordergrund zu stellen,<br />

wurden damit berücksichtigt. Die Versicherungs-<br />

unternehmen erwarten von der Steuerreform<br />

2000 insgesamt positive Effekte für die Lebens-/<br />

Pensionsversicherung.<br />

Mit dem vorliegenden <strong>Geschäftsbericht</strong> dürfen<br />

wir Sie im folgenden über die Geschäftsentwicklung<br />

der Wiener Städtischen Allgemeine<br />

Versicherung Aktiengesellschaft sowie ihrer inund<br />

ausländischen Beteiligungen im Geschäftsjahr<br />

<strong>1998</strong> informieren. Gleichzeitig möchten wir<br />

diese Gelegenheit aber auch zum Anlaß nehmen,<br />

unseren Aktionären, Kunden und Geschäftspartnern<br />

für ihr entgegengebrachtes Vertrauen<br />

und ihre Treue herzlichen Dank auszusprechen.<br />

Ebenso wollen wir allen Mitarbeiterinnen und<br />

Mitarbeitern der Wiener Städtischen danken,<br />

deren Einsatz und Kompetenz zu den Erfolgen<br />

des abgelaufenen Jahres wesentlich beigetragen<br />

haben.<br />

Der Vorstand<br />

WIENER STÄDTISCHE<br />

ALLGEMEINE VERSICHERUNG<br />

AKTIENGESELLSCHAFT<br />

98 3


Organe<br />

der Gesellschaft<br />

4 98<br />

Aufsichtsrat<br />

Vorsitzender:<br />

Präsident Komm.-Rat Karl Samstag,<br />

Generaldirektor-Stv. der Bank Austria AG<br />

Vorsitzender-Stellvertreter:<br />

Komm.-Rat Dkfm. Klaus Stadler,<br />

Generaldirektor der Wiener Holding AG<br />

Mitglieder:<br />

Abt Präses Dr. Clemens Lashofer, Stift Göttweig<br />

Norbert Grinninger, Vorsitzender-Stv. der<br />

Gewerkschaft der Gemeindebediensteten<br />

Dr. Alfred Holoubek, Generaldirektor i.R.<br />

Ing. Werner Kasztler, Generaldirektor der<br />

Telekom Austria AG<br />

Dipl.-Ing. Guido Klestil<br />

Dkfm. Helmut Mayr<br />

Komm.-Rat Walter Nettig, Präsident der<br />

Wirtschaftskammer Wien<br />

Wolfgang Radlegger, Generaldirektor-Stv. der<br />

Bausparkasse Wüstenrot AG<br />

Dr. Johann Sereinig, Vorstandsdirektor der<br />

Österreichischen Elektrizitätswirtschafts AG<br />

(Verbundgesellschaft)<br />

Dr. Karl Skyba, Obersenatsrat, Generaldirektor<br />

der Wiener Stadtwerke<br />

Arbeitnehmervertreter:<br />

Paul Ambrozy, Gmünd<br />

Renate Doringer, Linz<br />

Sylvia Fiedler, Wien, 1. Stellvertreterin des ZBR-<br />

Vorsitzenden<br />

Peter Grimm, Graz, 2. Stellvertreter des ZBR-<br />

Vorsitzenden<br />

Heinz Neuhauser, Wien<br />

Franz Urban, Wien, ZBR-Vorsitzender<br />

Treuhänder gemäß §22 Abs.1 VAG<br />

Robert Freitag, Generaldirektor-Stv. der<br />

Pensionsversicherungsanstalt der Angestellten<br />

Stellvertreter:<br />

Ernestine Graßberger, Bezirksvorsteherin Wien-<br />

Ottakring


Vorstand<br />

Dkfm. Dr. Siegfried Sellitsch<br />

Generaldirektor<br />

Vorstandsmitglied seit 1979,<br />

Vorsitzender des Vorstandes seit 1989<br />

Zuständigkeitsbereich:<br />

Strategische Planung, Konzernfragen,<br />

Finanzwesen, Veranlagung, Beteiligungen,<br />

Public Relations, internationale Beziehungen<br />

Dr. Günter Geyer<br />

Generaldirektor-Stellvertreter<br />

Vorstandsmitglied seit 1988<br />

Zuständigkeitsbereich:<br />

Personalwesen, Werbung, Informationswesen<br />

und Betriebsorganisation, Liegenschaftsverwaltung<br />

und Bauangelegenheiten<br />

Dr. Franz Lauer<br />

Generaldirektor-Stellvertreter<br />

Vorstandsmitglied seit 1986<br />

Zuständigkeitsbereich:<br />

Haftpflicht-, Rechtsschutz- und Kfz-<br />

Versicherung, Sachversicherungs-<br />

Breitengeschäft<br />

Dkfm. Karl Fink<br />

Vorstandsdirektor<br />

Vorstandsmitglied seit 1987<br />

Zuständigkeitsbereich:<br />

Industrie- und Großkundenversicherung,<br />

Rückversicherung<br />

Heinz Jaindl<br />

Vorstandsdirektor<br />

Vorstandsmitglied seit 1992<br />

Zuständigkeitsbereich:<br />

Lebens-, Kranken- und Unfallversicherung<br />

Dkfm. Hans Raumauf<br />

Vorstandsdirektor<br />

Vorstandsmitglied von 1991 bis 30.6. 1999<br />

Zuständigkeitsbereich:<br />

Marketing, Verkauf, Landesdirektionen<br />

Ing. Mag. Robert Lasshofer<br />

Vorstandsdirektor<br />

Vorstandsmitglied ab 1.7. 1999<br />

Zuständigkeitsbereich:<br />

Marketing, Verkauf, Landesdirektionen<br />

Erweiterte Geschäftsleitung<br />

Die Mitglieder des Vorstandes sowie<br />

Kurt Ebner<br />

Mitglied des Vorstandes der<br />

Union Versicherungs-Aktiengesellschaft<br />

Dr. Rudolf Ertl<br />

Mitglied des Vorstandes der<br />

Donau Allgemeine Versicherungs-<br />

Aktiengesellschaft<br />

Dr. Hans-Peter Hagen<br />

Mitglied des Vorstandes der Kooperativa<br />

Prag und Brünn<br />

Mag. Gerald Hasler<br />

Mitglied des Vorstandes der Kapital&Wert<br />

Vermögensverwaltung AG<br />

98 5


Lagebericht


Wirtschaftliches Umfeld<br />

<strong>1998</strong><br />

Überblick<br />

Die Rahmenbedingungen der Weltwirtschaft des<br />

Jahres <strong>1998</strong> waren von hoher Volatilität auf den<br />

Aktienmärkten, krisenhaften Entwicklungen in<br />

einzelnen Ländern und generell niedrigen Zinsen<br />

geprägt.<br />

Die österreichische Wirtschaft kann trotzdem von<br />

einem erfolgreichen Jahr sprechen. Das<br />

Wachstum des realen Bruttoinlandsproduktes<br />

betrug nach letzten Schätzungen 3,3 % und<br />

übertraf den EU-Durchschnitt von 3 % damit<br />

deutlich.<br />

Krisen des weltweiten Finanzsystems<br />

Ausgehend von der schweren Krise der „Tiger-<br />

Staaten“ in Südostasien, die sich in Kursstürzen<br />

an den Aktienbörsen, Währungsabwertungen<br />

und dem Zusammenbruch ganzer Regierungen<br />

manifestierte, kam es zu schweren Turbulenzen<br />

im weltweiten Finanzsystem. Auf die Freigabe<br />

des Rubels folgte der Sturz der russischen<br />

Regierung und im Herbst griff diese Entwicklung<br />

auch auf Lateinamerika über. Die sinkende<br />

Nachfrage in Asien führte zu niedrigen Rohstoffpreisen<br />

und so zu Turbulenzen für die<br />

Wirtschaft dieser Länder.<br />

Bewährungsprobe für den Euro<br />

Die Probleme der Emerging Markets führten auch<br />

an den Börsen Europas und der USA zu kurzfristig<br />

starken Kursverlusten und in Folge zu hohen<br />

Volatilitäten an den Wertpapiermärkten. Sowohl die<br />

Währungen der Mitgliedsländer der Europäischen<br />

Währungsunion als auch deren Volkswirtschaften<br />

erwiesen sich jedoch als stabil. Der Euro hat somit<br />

die erste Bewährungsprobe noch vor seiner<br />

Einführung bestanden. Nach seiner Einführung<br />

am 1. 1. 1999 präsentierte sich die gemeinsame<br />

europäische Währung gegenüber dem US-Dollar<br />

eher schwach. Diese Entwicklung dürfte aber<br />

eher auf die strukturelle Schwäche der europäischen<br />

Volkswirtschaften zurückzuführen sein, als<br />

auf das Konzept der Einheitswährung oder den<br />

Euro selbst.<br />

Österreichs Wirtschaft <strong>1998</strong><br />

Die internationalen Krisen führten in Österreich<br />

zu einer Abschwächung des Exportvolumens, der<br />

aber eine Belebung des privaten Konsums<br />

gegenüberstand. Die verstärkte Kaufkraft ist<br />

einerseits auf verminderte Rohstoff- und Energiepreise,<br />

aber auch auf eine bessere Beschäftigungslage<br />

und eine niedrige Inflation<br />

zurückzuführen. Die Verbraucherpreise stiegen<br />

<strong>1998</strong> um lediglich 0,9%. Berücksichtigt man die<br />

Zusammensetzung des Verbraucherpreisindex,<br />

so kann in Österreich in manchen Bereichen<br />

bereits von einer deflationären Entwicklung<br />

gesprochen werden.<br />

in % Ö EU OECD USA Japan<br />

BIP-Veränderung real + 3,3 + 3,0 + 2,0 + 3,5 - 2,5<br />

Arbeitslosenquote 4,4 10,0 7,0 4,5 4,1<br />

Inflationsrate 0,9 1,8 3,7 1,6 0,7<br />

Quelle: Wifo<br />

Wirtschaftliches Umfeld in Zentraleuropa<br />

Erstmals seit 1992 mußte Tschechien im vergangenen<br />

Jahr einen Rückgang der Wirtschaft im<br />

Ausmaß von 2,3% hinnehmen. Anzeichen eines<br />

raschen Aufschwungs sind derzeit nicht in Sicht.<br />

Obwohl die Gründe dafür vielfältig sind, trugen<br />

vor allem die freizügigen Kreditvergaben der<br />

Banken an insolvente Unternehmen der<br />

Schwerindustrie und der damit verbundene<br />

Zusammenbruch einiger Kreditinstitute maßgeblich<br />

zur augenblicklichen Situation bei.<br />

98 9


in %<br />

120<br />

110<br />

100<br />

90<br />

80<br />

70<br />

60<br />

10 98<br />

Markante Preissteigerungen bei Mieten, Strom<br />

und Gas hatten einen nicht unbeträchtlichen<br />

Kaufkraftverlust der Bevölkerung zur Folge.<br />

Ehrgeizige Projekte, wie der Bau von Autobahnen<br />

und des Atomkraftwerks Mochovce, trugen<br />

maßgeblich zum Wachstum der slowakischen<br />

Wirtschaft im vergangenen Jahr bei. Trotz der<br />

Steigerung des Bruttoinlandsprodukts um über<br />

5 % hat sich die finanzielle Situation der slowakischen<br />

Unternehmen aufgrund der hohen<br />

Zinssätze verschlechtert. Das ist mit ein Grund<br />

für die langsame Restrukturierung der slowakischen<br />

Industrie. Auf unverändert hohem Niveau<br />

befindet sich die Arbeitslosenrate (15,6%).<br />

Die Parlamentswahl brachte einen Regierungswechsel<br />

und damit verbunden eine Neuausrichtung<br />

des Landes. Die Schwerpunkte der<br />

kommenden Jahre liegen in der Reform der<br />

Verfassung, einer liberaleren Wirtschaftspolitik<br />

und einer stärkeren Ausrichtung am Westen.<br />

Die polnische Währung, der Zloty, hat sich trotz<br />

Rußlandkrise als erstaunlich stabil erwiesen.<br />

Maßgeblich dazu beigetragen hat die restriktive<br />

Fiskalpolitik der Regierung. Die industrielle<br />

Ausgewählte Aktienindizes <strong>1998</strong> (1. 1. – 31. 12. <strong>1998</strong>)<br />

• Dow Jones • ATX Hang Seng (Hong Kong)<br />

•<br />

Produktion sowie der Verkauf landwirtschaftlicher<br />

Produkte litten beträchtlich unter der<br />

schwachen in- und ausländischen Nachfrage<br />

sowie den steigenden Importen. Während sich<br />

die Arbeitslosenrate auf dem EU-Schnitt stabilisiert<br />

hat, sorgten die schwache Nachfrage, gute<br />

Ernteerträge, niedrige Rohölpreise, der starke<br />

Zloty und die steigenden Importe für eine<br />

Eindämmung der Inflation. Der Verbraucherpreisindex<br />

stieg nur um 8,6% (statt der prognostizierten<br />

9,5%).<br />

Mit einer 5 %igen Steigerung des BIP bleibt<br />

Ungarn auf Wachstumskurs. Die Rußlandkrise<br />

hat keine nachhaltigen Auswirkungen auf die<br />

Wirtschaft des Landes gezeigt. Treibende Kraft<br />

des Aufschwungs bleiben die Exporte. Aufgrund<br />

steigender Produktion sank auch die Arbeitslosenquote<br />

erstmals seit der Ost-Öffnung unter<br />

10 %. Ebenso erfreulich gestaltet sich die<br />

Inflation, welche nach 18,3% <strong>1998</strong> nur noch<br />

14,3 % betrug.<br />

Der österreichische Versicherungsmarkt<br />

Die österreichische Versicherungswirtschaft<br />

verzeichnete <strong>1998</strong> im Vergleich zu 1997 ein<br />

Prämienwachstum von 3,1% auf S 139,7 Mrd.<br />

Die psychologischen wie auch steuerlichen Auswirkungen<br />

des Sparpaketes scheinen damit<br />

überwunden. Die Versicherungsleistungen beliefen<br />

sich <strong>1998</strong> auf S 100,7 Mrd. Dies bedeutet<br />

gegenüber dem Vorjahr eine Steigerung um<br />

3,7 %.<br />

Vorsorge als Motor<br />

Die öffentliche Diskussion um die private<br />

Altersvorsorge brachte Wachstumseffekte für<br />

den Bereich der Lebens-/Pensionsversicherungen,<br />

wobei sowohl fondsgebundene als auch<br />

klassische Varianten profitieren konnten. Die


Lebens-/Pensionsversicherungen verzeichneten<br />

in Summe einen Zuwachs von rund 9%, die<br />

Versicherungsnehmer zahlten etwa S 55 Mrd. an<br />

Prämien ein. Dies unterstreicht die Bewußtseinsänderung,<br />

die hinsichtlich der 3. Säule der<br />

Altersvorsorge in der Bevölkerung eingesetzt hat.<br />

In diesem Bereich sind auch zukünftig starke Impulse<br />

zu erwarten.<br />

In der Krankenversicherung entsprach das<br />

Prämienaufkommen im wesentlichen dem des<br />

Vorjahres. Die österreichischen Versicherer haben<br />

die aufgrund des Verfassungsgerichtshofurteils<br />

vom März 1995 rückläufigen Sonderklassezahlungen<br />

in Form von Prämienreduktionen an<br />

die Versicherten weitergegeben. Die Prämien<br />

erreichten im Jahr <strong>1998</strong> S 15,4 Mrd. In den nächsten<br />

Jahren werden aber auch hier wieder<br />

Prämiensteigerungen in Höhe von 2% erwartet.<br />

Anhaltender Preiswettbewerb in der Schadenund<br />

Unfallversicherung<br />

In der Schaden- und Unfallversicherung kam es<br />

zu einem Rückgang der Versicherungsprämien<br />

auf ein Niveau von knapp unter S 70 Mrd.<br />

Die Versicherungsleistungen stiegen dagegen um<br />

7,8 %. Ein Prämienminus von 6,5% wurde dabei<br />

am noch immer stark umkämpften Kfz-Haftpflichtmarkt<br />

verzeichnet. Anhaltend intensives<br />

Konkurrenzverhalten in diesem Segment läßt auch<br />

zukünftig einen stagnierenden Markt erwarten.<br />

in Mrd. S<br />

Verrechnete Veränderung Leistungen Veränderung<br />

Prämien zu 1997 zu 1997<br />

Gesamt 139,7 + 3,1 % 100,7 + 3,7 %<br />

Schaden/Unfall 68,9 - 0,3 % 51,3 + 7,8 %<br />

Kranken 15,4 - 0,1 % 11,7 + 2,6 %<br />

Leben 55,4 + 8,6 % 37,7 - 1,2 %<br />

Der österreichische Versicherungsmarkt <strong>1998</strong><br />

Quelle: Verband der Versicherungsunternehmen Österreichs<br />

98 11


Wiener Städtische<br />

<strong>1998</strong><br />

Der Geschäftsverlauf <strong>1998</strong> war vor allem durch<br />

drei Entwicklungen gekennzeichnet:<br />

1. erfolgreiche Vertriebsanstrengungen, vor allem<br />

in der Lebens-/Pensionsversicherung,<br />

2. steigende Schadensbelastung in der Sachversicherung<br />

und<br />

3. das beste Finanzergebnis in der Geschichte<br />

der Wiener Städtischen.<br />

Unter insgesamt schwierigen Rahmenbedingungen<br />

konnte das Ergebnis der gewöhnlichen<br />

Geschäftstätigkeit (EGT) gegenüber 1997 um<br />

4,5 % auf S 784 Mio. erhöht werden.<br />

Boom der privaten Vorsorge<br />

Der Trend zur privaten Vorsorge hielt weiter an.<br />

67 % der Österreicher geben an, sich regelmäßig<br />

Gedanken über die Sicherheit der staatlichen<br />

Pension zu machen. Die Wiener Städtische<br />

konnte <strong>1998</strong> diese Entwicklung für sich nutzen<br />

und mit einem Wachstum von 8,8 % in der<br />

Lebens-/Pensionsversicherung deutlich zulegen.<br />

in Mio. S <strong>1998</strong><br />

12 98<br />

Veränderung<br />

zu 1997<br />

Abgegrenzte Bruttoprämien 17.709 + 1,6 %<br />

Aufwendungen für Versicherungsfälle 15.291 + 3,3 %<br />

Ergebnis der gewöhnlichen<br />

Geschäftstätigkeit 784 + 4,5 %<br />

Kapitalanlagen 80.124 + 11,4 %<br />

Wesentliche Kennzahlen der Wiener Städtischen<br />

Zuwächse in der Krankenversicherung<br />

In der Krankenversicherung erhöhte die Wiener<br />

Städtische trotz Prämiensenkungen und entgegen<br />

dem rückläufigen Markttrend ihr Prämienvolumen.<br />

Das Neugeschäft ist um mehr als 2%<br />

gestiegen. Dazu beigetragen hat unter anderem<br />

auch der neue „Tag für Tag Geld“-Tarif. Das neue<br />

Produkt bietet mehr Leistungen bei längeren<br />

Spitalsaufenthalten, Prämienerlaß im Krankheitsfall<br />

und Auslandszusatzschutz für Reisen.<br />

Intensiver Wettbewerb in der Schaden- und<br />

Unfallversicherung<br />

Intensiver Wettbewerb kennzeichnete die<br />

Schaden- und Unfallversicherung. Die deutliche<br />

Steigerung im Schadenaufwand ist auf Großschäden<br />

zurückzuführen, die weitgehend durch<br />

Rückversicherung abgedeckt sind. Im Bereich<br />

des Industrie- und Großgeschäftes ist der Druck<br />

ausländischer Versicherer gewachsen. In der Kfz-<br />

Versicherung konnte die Zahl der Verträge um<br />

2,8 % auf rund 527.000 erhöht werden. Aber<br />

auch in dieser Sparte belasten steigende<br />

Schadensaufwendungen das Ergebnis. Dennoch<br />

sinkt das Preisniveau am Markt weiterhin.<br />

In der Unfallversicherung trug der neue Unfallrententarif<br />

„Multi-Schutz“ wesentlich zur<br />

Prämiensteigerung bei. Der „Multi-Schutz“<br />

beinhaltet neben einer Barleistung unmittelbar<br />

nach einem Unfall erstmals auch eine Unfallrente.<br />

Darüber hinaus können auch Assistance-<br />

Leistungen eingeschlossen werden.<br />

Bestes Finanzergebnis<br />

Der Wiener Städtischen ist es gelungen, die<br />

Volatilität der Finanzmärkte optimal zu nutzen und<br />

das Finanzergebnis durch Tradinggewinne um<br />

9,9% auf S 5.051 Mio. zu steigern. Da das versicherungstechnische<br />

Ergebnis <strong>1998</strong> unter dem<br />

starken Wettbewerbsdruck rückläufig war, ist die<br />

Ergebnisverbesserung im EGT auf das Finanzergebnis<br />

zurückzuführen. Durch die stark<br />

schwankenden Rahmenbedingungen auf den<br />

Kapitalmärkten wird das Finanzergebnis den<br />

Unternehmensgewinn auch in Zukunft stark beeinflussen.


in %<br />

140<br />

130<br />

120<br />

110<br />

100<br />

90<br />

14 98<br />

Erhöhte Betriebsaufwendungen<br />

Die Betriebsaufwendungen stiegen <strong>1998</strong> um 4,7%<br />

auf S 4.375,5 Mio. Ausschlaggebend dafür waren<br />

einmalige Sonderprojekte, wie die Euro-Umstellung,<br />

Vorbereitungen auf das Jahr 2000 und die<br />

Privatisierung der Kfz-Zulassung. Die Kostensteigerung<br />

ist auch auf die höheren Provisionszahlungen<br />

zurückzuführen, die den Verkaufserfolg einzelner<br />

Produkte und die Verlagerung der Vertriebsstruktur<br />

hin zum Maklergeschäft widerspiegeln.<br />

Prämienentwicklung der Wiener Städtischen 1990–<strong>1998</strong><br />

1990 1991 1992 1993 1994 1995 1996 1997 <strong>1998</strong><br />

• Leben • Nicht Leben • Gesamt<br />

Strategische Investments im Inland<br />

Im November beteiligte sich die Wiener<br />

Städtische mit 50,3% an der Kapital & Wert<br />

Vermögensverwaltung AG. Dieser Einstieg ermöglicht<br />

der Wiener Städtischen, ihre Aktivitäten<br />

im Wachstumsmarkt der privaten Vermögensbildung<br />

auszuweiten. Mit der Übernahme von<br />

50 % der CA Versicherung beteiligte sich die<br />

Wiener Städtische an einem der größten Banken-<br />

Versicherer Österreichs. Die CA Versicherung ist<br />

österreichweit der größte Anbieter von fondsgebundenen<br />

Lebensversicherungen. Die Wiener<br />

Städtische verfolgt kontinuierlich ihre Strategie,<br />

sich im Rahmen der Veranlagung als Kernaktionär<br />

an börsennotierten österreichischen Unternehmen<br />

zu beteiligen und hält unter anderem Anteile an der<br />

Burgenland Holding, Flughafen Wien, Wienerberger<br />

und OMV. Vor diesem Hintergrund ist auch<br />

der Erwerb von 24,3% an der Semperit Aktiengesellschaft<br />

Holding im Juni <strong>1998</strong> zu sehen.<br />

Engagement in Europa<br />

Die Wiener Städtische ist außerhalb Österreichs<br />

bereits in sechs europäischen Ländern<br />

(Tschechien, Slowakei, Ungarn, Deutschland,<br />

Italien, Polen) operativ tätig und hat für eine<br />

Reihe weiterer Länder (Belgien, Frankreich,<br />

Griechenland, Großbritannien, Irland, Liechtenstein,<br />

Luxemburg, Niederlande und Schweden)<br />

den Dienstleistungsverkehr angemeldet. <strong>1998</strong><br />

beteiligte sie sich an der polnischen Heros, die<br />

als Sachversicherer vor allem im kleinen und<br />

mittleren Gewerbebereich erfolgreich ist. 1999<br />

soll der Marktauftritt in Italien durch eine eigene<br />

Niederlassung in Mailand verstärkt werden.<br />

Service & Beratung als Herausforderungen<br />

In 3.000 Problemsituationen konnte die Wiener<br />

Städtische <strong>1998</strong> mit ihren Assistance-Leistungen<br />

schnell helfen. Die Serviceleistungen der Kfz-Versicherung<br />

nutzten rund 2.500 Kunden. 80% von<br />

ihnen haben sich nach einer Panne und 20% nach<br />

einem Autounfall an die Wiener Städtische gewandt.<br />

Unter der Rufnummer 0800/202800 erhalten<br />

Kunden der Wiener Städtischen rund um die Uhr<br />

kompetente Unterstützung auch in der Unfallversicherung<br />

und der Haushalts- und Eigenheimversicherung.<br />

Die Wiener Städtische organisiert darüber<br />

hinaus ein Handwerkerservice oder eine<br />

Haushaltshilfe bei Krankheit und trägt die Kosten<br />

nach versicherten Schadensfällen.<br />

Großen Wert legt die Wiener Städtische auf<br />

bestens ausgebildete Mitarbeiter und qualifizierte<br />

Beratung. 243 Mitarbeiter haben <strong>1998</strong> die<br />

Prüfung des Bildungswerks der österreichischen


Versicherungswirtschaft (BÖV) absolviert. Seit<br />

Einführung dieser Fachprüfung im Herbst<br />

1996 haben bereits 450 Mitarbeiter das Zertifikat<br />

erhalten, 75% von ihnen mit ausgezeichnetem<br />

Prüfungsabschluß. Jeder zweite Außendienstmitarbeiter<br />

hat zusätzlich eine Prüfung nach den<br />

Bestimmungen des Wertpapieraufsichtsgesetzes<br />

abgelegt und sich damit für die Beratung bei<br />

Fondsprodukten qualifiziert.<br />

Auch im Bereich der Maklerbetreuung wurden<br />

<strong>1998</strong> neue Akzente gesetzt. Entwickelt wurde im<br />

Berichtsjahr der neue Maklerdatensatz BRAIN, der<br />

1999 bereits zum Einsatz kommt. Makler können<br />

ihre Betreuer schnell und einfach per E-Mail erreichen.<br />

Diese neue EDV-Einrichtung bietet einen entscheidenden<br />

Zeit- und Informationsvorsprung.<br />

Wiener Städtische-Vorzugsaktie<br />

Internationale Finanzmärkte im Jahr <strong>1998</strong><br />

Die Turbulenzen in Asien, die Krise in Rußland<br />

und Lateinamerika und das Fiasko des Long<br />

Term Capital Management Funds machten <strong>1998</strong><br />

zu einem Jahr, das den internationalen Investoren<br />

sicher noch länger in Erinnerung bleiben wird.<br />

Das internationale Finanzsystem wurde auf eine<br />

harte Probe gestellt. Trotzdem schlossen die meisten<br />

Börsen mit Ausnahme von Wien und Tokio<br />

über dem Niveau des Jahres 1997.<br />

Der österreichische Aktienmarkt<br />

Entgegen dem europäischen Trend konnte der<br />

Wiener Aktienmarkt die Verluste der Jahresmitte<br />

nicht mehr aufholen und schloß mit einem Minus<br />

von 13,5 % im Vergleich zum Ultimo 1997. Das<br />

zwischen der Wiener Börse und der Frankfurter<br />

Börse geschlossene Abkommen zur Einführung<br />

der gemeinsamen Handelsplattform „Xetra“ in<br />

Wien sollte dem Kassamarkt der Wiener Börse<br />

aber Impulse geben und läßt einen Einstieg am<br />

Wiener Markt langfristig interessant erscheinen.<br />

Wiener Städtische-Vorzugsaktie als<br />

attraktives Investment<br />

Die Vorzugsaktie der Wiener Städtischen konnte im<br />

Gegensatz zum Gesamtmarkt eine positive Kursentwicklung<br />

verzeichnen. Ein Investor, der sich bei der<br />

Emission im Jahr 1994 für eine Vorzugsaktie der<br />

Wiener Städtischen entschied, kann sich über Wertzuwachs<br />

und eine steigende Dividende freuen.<br />

Die Wertsteigerung dieses Investments seit 1994<br />

liegt inklusive Dividende bei über 10% pro Jahr.<br />

Investor Relations<br />

Auch im Jahr <strong>1998</strong> bemühte sich die Wiener<br />

Städtische um den persönlichen und regelmäßigen<br />

Kontakt zu ihren Aktionären. Dieser<br />

Kontakt wurde durch Roadshows im In- und Ausland,<br />

die Teilnahme an diversen Veranstaltungen<br />

und nicht zuletzt durch regelmäßige Aussendungen<br />

an die interessierte Öffentlichkeit<br />

noch intensiviert. Das allgemein große Interesse<br />

zeigt, wie ungemein wichtig direkte und schnelle<br />

Information aus erster Hand ist.<br />

Punkte<br />

1.800<br />

1.600<br />

1.400<br />

1.200<br />

1.000<br />

800<br />

• Wiener Städtische-Vorzugsaktie • ATX<br />

Wiener Städtische-Vorzugsaktie vs. ATX<br />

Jan. 98<br />

Feb. 98<br />

Mär. 98<br />

Apr. 98<br />

Mai 98<br />

Jun. 98<br />

Jul. 98<br />

Aug. 98<br />

Sep. 98<br />

Okt. 98<br />

Nov. 98<br />

Dez. 98<br />

Jan. 99<br />

Feb. 99<br />

Mär. 99<br />

98 15


Schaden- und<br />

Unfallversicherung<br />

Margendruck im Industriegeschäft<br />

Anhaltend aggressiver Verdrängungswettbewerb<br />

und weltweiter Prämienverfall kennzeichneten<br />

das Geschäftsfeld Industrie und Großkunden im<br />

Berichtsjahr. Die Wiener Städtische konnte sich<br />

in diesem Umfeld als Industrieversicherer gut behaupten<br />

und ihre Position am europäischen<br />

Markt verstärken. 47% des Prämienvolumens in<br />

den Sachsparten ohne Kfz entfallen bereits auf<br />

das Industrie- und Großkundengeschäft mit den<br />

Schwerpunkten Feuer-, Haftpflicht-, Transportund<br />

Kunstversicherung sowie technische Versicherungen.<br />

in Mio. S <strong>1998</strong><br />

16 98<br />

Veränderung<br />

zu 1997<br />

Abgegrenzte Bruttoprämien 8.406 - 2,4 %<br />

Aufwendungen für Versicherungsfälle 6.011 - 0,7 %<br />

Aufwendungen für den<br />

Versicherungsbetrieb 2.635 + 4,5 %<br />

Ergebnis der gewöhnlichen<br />

Geschäftstätigkeit 158 - 71,1 %<br />

Vertragsanzahl 1.691.053 - 2,2 %<br />

Kennzahlen der Bilanzabteilung Schaden- und Unfallversicherung<br />

Im Rahmen von EU-weiten Ausschreibungen<br />

konnte die Wiener Städtische <strong>1998</strong>, neben anderen<br />

neuen Kundenbeziehungen, einen großen<br />

europäischen Anbieter im Bereich schienengebundener<br />

Fahrzeuge als wichtigen Neukunden gewinnen.<br />

Desgleichen ist es der Wiener Städtischen<br />

gelungen, Mitversicherer einer großen<br />

europäischen Kommune im Bereich der technischen<br />

Versicherungen zu werden.<br />

In Österreich wurde die Wiener Städtische zum<br />

führenden Versicherer im expandierenden Markt<br />

der Telekommunikation und zählt Anbieter von<br />

Mobilkommunikations- bzw. Festnetzdiensten zu<br />

ihren neuen Kunden.<br />

Von einem weltweiten Konzern der Papierindustrie<br />

wurde die Wiener Städtische für alle<br />

europäischen Werke als Versicherer ausgewählt.<br />

Österreichische Industriekunden, die zunehmend<br />

grenzüberschreitend tätig sind, können sich auf<br />

eine rasche und unbürokratische Schadensabwicklung<br />

vor Ort verlassen. Grundlage dafür ist<br />

ein dichtes Netz an Kooperationspartnern. Ihre<br />

schnelle und kundenfreundliche Schadenserledigung<br />

hat die Wiener Städtische auch wieder<br />

bei der Abwicklung einiger großer Feuerschäden<br />

im Jahr <strong>1998</strong> unter Beweis stellen können.<br />

Steigende Kundenzahlen in der<br />

Kfz-Versicherung<br />

Der anhaltend intensive Wettbewerb in der<br />

Kfz-Versicherung führte zu einem weiteren Prämienverfall<br />

bei steigenden Schadensaufwendungen.<br />

Durch die Nutzung zusätzlicher<br />

Vertriebswege entwickelte sich das Kfz-Haftpflichtgeschäft<br />

der Wiener Städtischen besser<br />

als im Branchenschnitt. Die Zahl der Verträge<br />

konnte um 2,8 % auf rund 527.000 erhöht werden.<br />

Neue, noch besser an die Kundenwünsche<br />

angepaßte Kasko-Produkte tragen zu dieser<br />

positiven Entwicklung des Vertragsbestandes<br />

bei. Die Zahl der Kasko-Versicherungen stieg um<br />

6,5 % auf rund 150.000. Für rund 85.000 Kunden<br />

besteht bei der Wiener Städtischen eine<br />

Insassen-Unfall-Versicherung.<br />

Der „Auslands-Zusatz-Schutz“ – als opitmale<br />

Ergänzung der Kfz-Versicherung – wurde seit seiner<br />

Einführung im Jänner <strong>1998</strong> bereits rund<br />

2.000 mal verkauft. Das innovative Produkt bietet<br />

rasche und effiziente Problemlösung bei Kfz-<br />

Unfällen im Ausland. Wer im Ausland bei einem<br />

Unfall verletzt wird und Schadenersatzansprüche<br />

geltend machen will, wendet sich an die Wiener<br />

Städtische. Die Ansprüche werden nach öster-


eichischem Recht abgegolten, unabhängig davon,<br />

ob der Versicherte am Unfall schuld ist oder<br />

nicht.<br />

Die Vorbereitungen für die Privatisierung der Kfz-<br />

Zulassung wurden im Berichtsjahr <strong>1998</strong> abgeschlossen.<br />

Die Wiener Städtische bietet gemeinsam<br />

mit Donau und VJV ein flächendeckendes<br />

Service. Am 1. Februar 1999 ist der<br />

Probebetrieb erfolgreich angelaufen. Im ersten<br />

Monat konnten bereits 1.081 Geschäftsfälle erledigt<br />

werden.<br />

Besserer Versicherungsschutz für<br />

den Privatkunden<br />

Bereits <strong>1998</strong> entwickelte die Wiener Städtische<br />

ein neues Produkt im Bereich der Haushalt- und<br />

Eigenheimversicherung. Die Eigenheimversicherung<br />

„System Plus“ bietet umfassenden Schutz<br />

bei Hochwasser, Überschwemmungen, Erdbeben<br />

und Lawinen. Die Lawinenkatastrophen Anfang<br />

1999 haben bestätigt, wie notwendig ein derartiger<br />

Versicherungsschutz ist.<br />

Die neue Haushaltsversicherung wurde durch die<br />

Erweiterung der Privathaftpflichtversicherung auf<br />

weltweite Deckung verbessert. Mehr als 13.500<br />

Kunden entschieden sich <strong>1998</strong> für den attraktiven<br />

Zusatznutzen „Die rasche Hilfe“, die 1997<br />

eingeführten Assistance-Leistungen in der Haushalts-<br />

und Eigenheimversicherung.<br />

Im Mai <strong>1998</strong> brachte die Wiener Städtische den<br />

Unfalltarif „Multi-Schutz“ auf den Markt, der der<br />

veränderten Risikosituation der Bevölkerung<br />

Rechnung trägt. Seit 1986 ist die Zahl der Unfälle<br />

mit bleibenden Körperschäden um 16% gestiegen.<br />

Der „Multi-Schutz“ beinhaltet neben einer<br />

Barleistung nach einem Unfall erstmals auch eine<br />

Unfallrente. Darüber hinaus kann auch eine Reihe<br />

in %<br />

140<br />

130<br />

120<br />

110<br />

100<br />

90<br />

Kfz-Haftpflicht Prämien (Markt) vs. Verbraucherpreisindex<br />

1990 1991 1992 1993 1994 1995 1996 1997 <strong>1998</strong><br />

• Kfz-Haftpflicht Prämie • VPI<br />

von Assistance-Leistungen, wie zum Beispiel die<br />

Organisation einer Haushaltshilfe oder Essenszustellung,<br />

eingeschlossen werden. Die hervorragenden<br />

Verkaufsergebnisse dieses neuen<br />

Produkts trugen wesentlich zur Steigerung des<br />

gesamten Prämienvolumens in der Unfallversicherung<br />

um 4,6% auf S 647 Mio. bei.<br />

Weltweite Schadensbearbeitung<br />

Dem steigenden Bedarf nach weltweiter Schadensbearbeitung<br />

kommt die Wiener Städtische mit Hilfe<br />

von über 50 Vertragspartnern innerhalb Europas<br />

nach. Auch die Kleinschadenerledigung direkt beim<br />

Kunden – die Quote liegt bei rund 33% – wird laufend<br />

intensiviert. In weit über 100 Geschäftsstellen<br />

im ganzen Bundesgebiet werden Kleinschäden<br />

rasch und unbürokratisch vor Ort erledigt.<br />

Insgesamt betrug die Anzahl der Schäden im<br />

Jahr <strong>1998</strong> rund 350.000. Davon entfielen 122.000<br />

auf den Kfz-Bereich. Bei rund 250 Arbeitstagen<br />

im Jahr werden von den Mitarbeitern in den<br />

Leistungsabteilungen der Zentrale und den<br />

Geschäftsstellen alleine im Bereich der Schadenund<br />

Unfallversicherung daher 1.400 Schäden pro<br />

Tag bearbeitet.<br />

98 17


Krankenversicherung<br />

Prämienniveau geringer als 1993<br />

<strong>1998</strong> führten Verhandlungen der Wiener<br />

Städtischen mit Spitalserhaltern und Ärzten neuerlich<br />

zu einer Reduzierung der Spitalsgebühren.<br />

Wie in den beiden Jahren davor gab die Wiener<br />

Städtische daraus entstandene Kostenvorteile<br />

ohne Verzögerung an ihre Kunden weiter. In den<br />

meisten Bundesländern senkte sie ihre Prämien<br />

um bis zu 2%. Durch die Prämienreduktionen der<br />

letzten drei Jahre lag das Prämienniveau <strong>1998</strong><br />

sogar unter dem des Jahres 1993. Im gleichen<br />

Zeitraum stieg der Verbraucherpreisindex um<br />

etwa 13 %, das Durchschnittseinkommen um<br />

rund 18 %. Mit der Fortsetzung der Prämienreduzierung<br />

ist es der Wiener Städtischen im<br />

Geschäftsjahr <strong>1998</strong> erneut gelungen, die Sonderklasseversicherung<br />

für ihre Kunden noch erschwinglicher<br />

zu machen. Trotz Tarifsenkung<br />

erhöhte sich das Prämienvolumen um 0,7% auf<br />

insgesamt S 3.200 Mio. Damit konnte die Wiener<br />

Städtische entgegen dem rückläufigen Markttrend<br />

<strong>1998</strong> bei ihren Prämieneinnahmen zulegen.<br />

Das Neugeschäft hat sich <strong>1998</strong> gut entwickelt.<br />

Durch neu abgeschlossene Versicherungsverträge<br />

konnten Prämieneinnahmen von S 160 Mio.<br />

erzielt werden.<br />

Monatsprämie in S Prämiensenkung in der Krankenversicherung<br />

1.500<br />

1.460<br />

1.420<br />

1.380<br />

1.340<br />

1.300<br />

1993 1994 1995 1996 1997 <strong>1998</strong><br />

Prämie berechnet für eine Frau, ASVG versichert, Geburtsjahr 1959,<br />

Beitritt mit 33 Jahren, Zusatzversicherung für die Sonderklasse Zweibettzimmer,<br />

Bundesland: Wien (entspricht Österreich)<br />

18 98<br />

12.000 mal „Tag für Tag Geld“<br />

Wesentlich dazu beigetragen hat der im Mai <strong>1998</strong><br />

neu eingeführte Krankenhaustaggeld-Tarif „Tag<br />

für Tag Geld“. <strong>1998</strong> konnten bereits mehr als<br />

12.000 Verträge abgeschlossen werden. Das<br />

neue Produkt deckt Einkommensverluste im<br />

Krankheitsfall ab und bietet bei langen Spitalsaufenthalten<br />

bedeutend mehr Leistung. Darüber<br />

hinaus ist auch eine Auslandsreisekrankenversicherung<br />

im Tarif inkludiert.<br />

Spitalsaufenthalte steigen<br />

In den letzten zwei Jahren verzeichnete die<br />

Wiener Städtische bei ihren Versicherungsnehmern<br />

österreichweit um durchschnittlich 4%<br />

mehr Krankenhausaufenthalte pro Jahr. In der<br />

Folge sind die Versicherungsleistungen der<br />

Wiener Städtischen <strong>1998</strong> trotz Preissenkungen<br />

und kürzerer Verweildauer in den Spitälern um<br />

beinahe 2 % gestiegen. Die Erhöhung der<br />

Spitalsfrequenzen ist auf den medizinischen<br />

Fortschritt, teilweise aber auch auf die<br />

Einführung der leistungsorientierten Krankenanstaltenfinanzierung<br />

am 1. Jänner 1997 zurückzuführen.<br />

Insbesondere aufgrund dieser Entwicklung<br />

kommt es 1999 zu einer Erhöhung der<br />

Prämien um etwa 2,5%. Die Wiener Städtische<br />

wird aber auch in Zukunft alles daransetzen, die<br />

Versicherungsprämien in einer für ihre Kunden<br />

erschwinglichen Höhe halten zu können.<br />

Partner in der Gesundheitsvorsorge<br />

In den im Jahr 1997 durchgeführten Volkszählungen<br />

in Österreich wurde festgestellt, daß<br />

die Lebenserwartung der Bevölkerung immer<br />

weiter ansteigt. Entscheidend für die immer<br />

größer werdende Lebensspanne ist mit<br />

Sicherheit der Fortschritt in der Medizin. Dieser,<br />

in Verbindung mit einem fairen und gerechten<br />

Zugang der Bevölkerung zur medizinischen


Versorgung auch im Bereich der Spitzenmedizin,<br />

bewirkt, daß immer mehr Menschen in sehr hohe<br />

Altersbereiche hineinwachsen. Dieser Umstand<br />

findet seinen Niederschlag in der altersmäßigen<br />

Zusammensetzung unseres Bestandes an<br />

Versicherten.<br />

Der Fortschritt in der Medizin hat es mit sich<br />

gebracht, daß nicht nur neue und aufwendige<br />

Operationstechniken erforscht wurden, sondern<br />

es ist auch gelungen, diese bei hochbetagten<br />

Patienten anzuwenden. Das hat zur Folge, daß<br />

die Intensität und die Frequenz der Behandlung<br />

älterer Menschen weit stärker gestiegen ist, als<br />

es anteilsmäßig zu erwarten gewesen wäre.<br />

Die Auswirkung der stetig steigenden Lebenserwartung<br />

läßt sich an einem Beispiel drastisch<br />

demonstrieren. Ausgehend von der Lebenserwartung<br />

eines 60jährigen, wie sie im Jahr 1950<br />

gegeben war, waren für seine verbleibende<br />

Lebensspanne im Durchschnitt noch<br />

7 Spitalsfälle zu erwarten. Berücksichtigt man<br />

die jetzt gegebene Lebenserwartung, so muß<br />

man mit 9 Spitalsfällen rechnen.<br />

Die steigende Lebenserwartung als Folge der<br />

sich weiter entwickelnden Medizin hat große wirtschaftliche<br />

Bedeutung im Hinblick auf deren<br />

Kosten. Diesem Umstand muß auch die private<br />

Krankenversicherung Rechnung tragen.<br />

Ausblick 1999<br />

Vorrangiges Ziel der Versicherungsunternehmen<br />

ist es, sich mit den Wiener Gemeindespitälern<br />

über die Höhe der Sonderklassegebühren für das<br />

Jahr 1999 zu einigen. Zwar gibt es einerseits mit<br />

der Wiener Ärztekammer und den Wiener Privatspitälern<br />

bereits eine Übereinkunft über die Höhe<br />

der Spitalspreise 1999, jedoch hat andererseits<br />

in % Krankenhausaufenthalte 1990–<strong>1998</strong> (Indexjahr 1990)<br />

140<br />

130<br />

120<br />

110<br />

100<br />

90<br />

80<br />

1990 1991 1992 1993 1994 1995 1996 1997 <strong>1998</strong><br />

• Spitalsaufenthalte • Aufenthaltsdauer • Kosten/Aufenthalt<br />

die Gemeinde Wien ohne Einvernehmen mit den<br />

privaten Krankenversicherern die Sonderklassegebühren<br />

in einer Höhe festgesetzt, die eindeutig<br />

den durch die Grundsatzentscheidung des Verfassungsgerichtshofes<br />

aus dem Jahr 1995 vorgegebenen<br />

Rahmen überschreitet.<br />

Die Wiener Städtische ist aber nach wie vor<br />

bemüht, eine Einigung zu erzielen. Ihre Kunden<br />

können natürlich weiterhin die Sonderklasse in<br />

den Wiener Gemeindespitälern in Anspruch nehmen.<br />

Die Wiener Städtische verpflichtet sich wie<br />

bisher durch Abgabe einer Kostenverpflichtungserklärung<br />

zur direkten Verrechnung.<br />

Anfang 1999 erweiterte die Wiener Städtische ihr<br />

Angebot um den „Bonustarif“. Dieser Tarif bietet<br />

eine attraktive Prämienrückvergütung im Falle<br />

der Leistungsfreiheit des Kunden und einen<br />

Prämienerlaß im Krankheitsfall sowie im Falle der<br />

Arbeitsunfähigkeit. Außerdem wird ab Sommer<br />

ein neues Produkt angeboten, das Gesundenuntersuchungen,<br />

Aufenthalte in Wellness-Hotels<br />

und Fitnessaktivitäten beinhaltet.<br />

98 19


Lebens-/<br />

Pensionsversicherung<br />

Pensionsvorsorge boomt weiter<br />

Der Trend zur privaten Altersvorsorge war auch<br />

<strong>1998</strong> ungebrochen. Die Hälfte der österreichischen<br />

Bevölkerung hat bereits vorgesorgt. Laut<br />

einer IFES-Fessel-GFK-Studie haben 1991 45%<br />

der Befragten im Alter von 20 bis 54 Jahren Maßnahmen<br />

zur Eigenvorsorge getroffen. 1997 waren<br />

es schon 56%. Auch junge Menschen setzen<br />

sich verstärkt mit der Problematik um die staatliche<br />

Pension auseinander.<br />

in Mio. S <strong>1998</strong><br />

20 98<br />

Veränderung<br />

zu 1997<br />

Abgegrenzte Bruttoprämien 6.102 + 8,2 %<br />

Aufwendungen für Versicherungsfälle<br />

inkl. Deckungsrückstellung 6.276 + 8,3 %<br />

Aufwendungen für den Versicherungsbetrieb 1.287 + 6,0 %<br />

Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 631 + 173,9 %<br />

Vertragsanzahl 1.577.196 - 2,5 %<br />

Kennzahlen der Bilanzabteilung Lebens-/Pensionsversicherung<br />

Bei den Anlagepräferenzen der Österreicher<br />

zeichnet sich ein Trend in Richtung längerfristige<br />

Wertanlagen ab. Nach einer Umfrage des<br />

Meinungsforschungsinstituts Spectra beabsichtigen<br />

die Österreicher, verstärkt in Lebens-<br />

in Mio. S Veränderung der Provisionsstruktur<br />

200<br />

150<br />

100<br />

50<br />

0<br />

1996 1997 <strong>1998</strong><br />

•<br />

•<br />

Provisionen hauptberufliche Mitarbeiter<br />

Provisionen Makler und sonstiger alternativer Vertrieb<br />

versicherungen, Wertpapiere, Grundstücke und<br />

Immobilien zu investieren. Dies bestätigt sich<br />

auch in der spektakulären Entwicklung der fondsgebundenen<br />

Lebensversicherung. Bei den fünf<br />

Versicherern, die die fondsgebundene Lebensversicherung<br />

entweder ausschließlich oder sehr<br />

erfolgreich anbieten – darunter insbesondere die<br />

CA Versicherung – zeigt sich eine Prämiensteigerung<br />

von fast 40%. Für die restlichen Versicherer<br />

verbleibt eine Prämiensteigerung von<br />

7,2 %.<br />

Auch im traditionellen Markt der Altersvorsorge<br />

konnte sich die Wiener Städtische weiterhin<br />

erfolgreich behaupten. <strong>1998</strong> betrug der Marktanteil<br />

in der Lebens-/Pensionsversicherung<br />

10,5 %. 85 % der Neuabschlüsse wurden als<br />

Vorsorge für die Pension abgeschlossen. Jeder<br />

zweite Neukunde in der Pensionsversicherung<br />

war 30 Jahre oder jünger.<br />

Insgesamt verzeichnete die Wiener Städtische im<br />

vergangenen Jahr in der Lebens-/Pensionsversicherung<br />

ein Plus von 8,2%. Die laufenden<br />

Prämien für langfristige Vorsorgeprodukte konnten<br />

um 4,2% auf S 4.427 Mio. gesteigert werden.<br />

Bei den Einmalerlägen legte die Wiener<br />

Städtische sogar um 26,1% zu.<br />

Ihren lebensversicherten Kunden zahlte die<br />

Wiener Städtische im vergangenen Jahr mehr als<br />

S 4,9 Mrd. Er- und Ablebensleistungen aus. Die<br />

Versicherungssumme aller abgeschlossenen<br />

Lebens-/Pensionsversicherungen im Bestand<br />

belief sich zum 31.12.<strong>1998</strong> auf S 121,2 Mrd.<br />

Sicherheit und Rentabilität<br />

In den Medien werden zunehmend Kapitalanlagen<br />

mit hohen Renditeerwartungen angepriesen,<br />

ohne auf die Risiken aufmerksam zu


22 98<br />

machen. Eine Lebens-/Pensionsversicherung der<br />

Wiener Städtischen bietet hohe Rendite und<br />

Sicherheit zugleich. Während die Rendite festverzinslicher<br />

Wertpapiere seit 1990 von 8% auf<br />

knapp 4% gesunken ist, blieb die Verzinsung bei<br />

einer Lebens-/Pensionsversicherung im selben<br />

Zeitraum beinahe gleich. Sie lag <strong>1998</strong> bei 6,75%,<br />

wird aber aufgrund der aktuellen Zinslandschaft<br />

auf den Kapitalmärkten sinken. Wie in zahlreichen<br />

Wirtschaftsmagazinen nachzulesen ist, hat<br />

sich die Wiener Städtische jedoch bemüht, ihre<br />

Gewinnprognosen nicht nur einzuhalten, sondern<br />

sogar noch zu übertreffen.<br />

in % Renditevergleich<br />

9<br />

8<br />

7<br />

6<br />

5<br />

4<br />

3<br />

1990 1991 1992 1993 1994 1995 1996 1997 <strong>1998</strong><br />

•<br />

Rendite festverzinslicher Wertpapiere<br />

Verzinsung Lebensversicherung<br />

Nettorendite der LV-Kapitalanlagen<br />

Steigerung der Lebenserwartung als<br />

Herausforderung<br />

„Die Steigerung der Lebenserwartung bei<br />

Männern ist beängstigend, Frauen nähern sich<br />

überhaupt der Unsterblichkeit.“ Dieses Zitat von<br />

Univ.-Prof. Dr. Walter Schachermayer verdeutlicht<br />

am besten den höchst erfreulichen<br />

Fortschritt in der Lebenserwartung, den die<br />

österreichische Bevölkerung im letzten Jahr-<br />

hundert erreicht hat. Während noch im Jahr 1900<br />

die mittlere Lebenserwartung eines männlichen<br />

Neugeborenen bei 40,7 Jahren lag, so ist diese<br />

heute schon bei 72,5 Jahren. Frauen werden im<br />

Schnitt sogar 79,1 Jahre alt.<br />

Diese Lebenserwartung besagt, daß ein 1990<br />

geborenes männliches Kind im Durchschnitt<br />

72,5 Jahre lang leben wird, es bedeutet aber keinesfalls,<br />

daß heute ein Mann im Alter von<br />

71 Jahren nur mehr ein einziges Jahr zu leben<br />

hätte. Aus der auf die Lebenserwartung reduzierten<br />

Sicht dieses Mannes spielen all jene Geschlechtsgenossen,<br />

die vor Vollendung des<br />

71. Lebensjahres verstorben sind, keine Rolle<br />

mehr. Seine fernere Lebenserwartung errechnet<br />

sich als Durchschnitt aller noch lebenden 71jährigen<br />

Männer.<br />

Betrachtet man – ausgehend von 1.000 Österreicherinnen<br />

im Alter von 55 Jahren und 1.000<br />

Österreichern im gleichen Alter – zum Beispiel das<br />

Alter von 80 Jahren, so zeigt sich, daß noch<br />

43,7% der Männer bzw. 62,1% der Frauen leben.<br />

Hält die Verringerung der Sterblichkeit in jedem<br />

Alter, insbesondere aber ab dem 60. Lebensjahr,<br />

auch in Zukunft an, so ist die mittlere Lebenserwartung<br />

eines im Jahr 1990 geborenen Österreichers<br />

noch wesentlich höher als in dem obigen<br />

Beispiel angeführt. Noch plakativer ist die<br />

Steigerung der ferneren Lebenserwartung für<br />

eine 55jährige Frau. Konnte sie 1900 noch mit<br />

16,3 weiteren Lebensjahren rechnen, so ist im<br />

Jahr 1990 diese Zahl auf 26,6 gestiegen.<br />

Mit Blickrichtung auf die mittlere Zukunft kann<br />

man wegen des rasanten Fortschritts in der Medizin<br />

davon ausgehen, daß sich insbesondere die<br />

Sterblichkeit im höheren Alter verringern wird.


Ein weiterer Faktor für die Dauer des Bezugs<br />

einer Alterspension ist neben der Lebenserwartung<br />

der Zeitpunkt des Pensionsantritts. Im<br />

Zeitraum von 1970 bis 1990 ist das effektive<br />

Pensionsalter von 63 Jahren auf 58 Jahre gesunken.<br />

Es hat sich zwar am Regelpensionsalter 65<br />

für Männer bzw. 60 für Frauen nichts geändert,<br />

aber der Trend zum vorzeitigen Antritt der<br />

Alterspension bleibt ungebrochen. Als nahezu<br />

wirkungslos haben sich dabei auch die als<br />

Gegenmaßnahmen zum frühzeitigen Pensionsantritt<br />

gedachten Novellen zum ASVG gezeigt.<br />

Aufgrund der oben beschriebenen Erhöhung der<br />

Lebenserwartung führt dies zu einer Steigerung<br />

der durchschnittlichen Bezugsdauer der Alterspension<br />

von 14 Jahren im Jahr 1970 auf 23 Jahre<br />

im Jahr 1990. Logische Konsequenz ist damit<br />

das Fortsetzen der Reduktion der Alterspensionen<br />

nach dem ASVG. Der Anstieg der<br />

Pensionslücke – gemeint ist dabei das Verhältnis<br />

der umlagefinanzierten Sozialversicherungspension<br />

zum letzten Aktiveinkommen vor dem<br />

Pensionsantritt – wird den Trend zur privaten<br />

kapitalgedeckten Altersvorsorge noch weiter<br />

stärken.<br />

Wachsende Kundentreue<br />

Das Bemühen der Wiener Städtischen, Qualität<br />

und Service ständig zu verbessern, wurde im<br />

vergangenen Jahr mit wachsender Kundentreue<br />

belohnt. Im Vergleich zum Vorjahr haben um<br />

rund 10 % weniger Kunden ihre Versicherung vorzeitig<br />

aufgelöst. Weiters wurden die auslaufenden<br />

Lebens-/Pensionsversicherungen zu einem<br />

hohen Prozentsatz verlängert.<br />

Ausblick<br />

Seit Jänner 1999 bietet die Wiener Städtische<br />

auch eine Risikoversicherung an, die gesund-<br />

26<br />

24<br />

22<br />

20<br />

18<br />

16<br />

14<br />

12<br />

10<br />

Fernere Lebenserwartung für einen Mann im Alter von 60<br />

und eine Frau im Alter von 55<br />

1900 1910 1920 1930 1940 1950 1960 1970 1980 1990<br />

• Frau im Alter von 55 Mann im Alter von 60<br />

•<br />

heitsbewußtes Verhalten fördert: Nichtraucher<br />

erhalten einen 65%igen Prämienbonus, der fünf<br />

Jahre lang garantiert wird.<br />

Im Februar 1999 hat die Wiener Städtische die<br />

umfassendste fondsgebundene Lebensversicherung<br />

in Österreich auf den Markt gebracht:<br />

United Funds of Success ® kombiniert hohe<br />

Ertragschancen mit hoher Flexibilität für Kundenwünsche<br />

und einem einzigartigen Versicherungsschutz<br />

im Ablebensfall.<br />

Kürzere Lebensarbeitszeit, höhere Lebenserwartung<br />

und die sinkende Geburtenrate in Österreich<br />

gefährden zunehmend den Generationenvertrag.<br />

Im Jahr 2000 wird jeder Dritte bereits in Pension<br />

sein. Das wachsende Problembewußtsein der<br />

jungen Menschen läßt eine zunehmende Bedeutung<br />

der privaten Altersvorsorge erwarten.<br />

98 23


Rückversicherung<br />

Rückversicherung international<br />

Der weltweite Rückversicherungsmarkt war auch<br />

<strong>1998</strong> von Fusionen und Übernahmen gekennzeichnet.<br />

Die Häufung von Naturkatastrophen Anfang<br />

der 90er Jahre führte einerseits zu Insolvenzen<br />

oder Marktaustritten, andererseits zu einer qualitätsbewußten<br />

Auswahl von Rückversicherungspartnerschaften.<br />

Beide Faktoren verstärkten den<br />

Konzentrationsprozeß auf dem weltweiten Rückversicherungsmarkt.<br />

Rückversicherungsaktivitäten<br />

Die Wiener Städtische hat ihr Rückversicherungsprogramm<br />

<strong>1998</strong> nach qualitativen Kriterien<br />

neu geordnet und optimiert: Schwerpunkt dabei<br />

war eine Konzentration auf wenige internationale<br />

Rückversicherer höchster Bonität. Große Anteile<br />

werden unter anderem an Swiss Re, Kölnische<br />

Rück, Münchner Rück, Bayerische Rück und ERC-<br />

Frankona abgegeben. Eine wichtige Steuerungsfunktion<br />

wird von einer Schwestergesellschaft der<br />

Wiener Städtischen, der MuVi Re, wahrgenommen.<br />

Die Rückversicherungsverträge wurden weiter<br />

an die Erfordernisse der einzelnen Versicherungssparten<br />

angepaßt. Strategisches Ziel war und ist<br />

die langfristige Stabilisierung des Eigenbehaltsergebnisses.<br />

Aus dem aktiven Rückversicherungsgeschäft<br />

hat sich die Wiener Städtische weitgehend<br />

zurückgezogen, um sich auf ihren<br />

Kernbereich, das direkte Versicherungsgeschäft,<br />

zu konzentrieren. Sie fungiert aber als Berater und<br />

auch als aktiver Rückversicherungspartner ihrer<br />

Tochterfirmen im In- und Ausland. Diese Kooperationen<br />

sind ein wesentlicher Bestandteil und<br />

ein wichtiger Faktor für den Erfolg der Versicherungstöchter<br />

der Wiener Städtischen.<br />

Ergebnis Rückversicherung<br />

Die Rückversicherung der Wiener Städtischen ist<br />

fast ausschließlich auf die Sachversicherung beschränkt.<br />

Im Gegensatz zu ausländischen Mitbewerbern<br />

wurde im Bereich der Personenversicherung<br />

kaum Rückversicherung abgegeben. Damit<br />

trägt bei der Wiener Städtischen die gesamte<br />

Lebensversicherung zur Wertschöpfung bei. Im<br />

passiven Rückversicherungsgeschäft kam es zu<br />

einer Prämienabgabe von S 970,3 Mio. bei einem<br />

für die Wiener Städtische positiven Ergebnis von S<br />

258,9 Mio. (Verlust der Rückversicherer). Ursache<br />

für das negative Ergebnis der Rückversicherer sind<br />

vor allem Großschäden, welche mit hohen Anteilen<br />

rückversichert waren.<br />

in Mrd. USD (zu Preisen 1997)<br />

25<br />

20<br />

15<br />

10<br />

5<br />

0<br />

70 72 74 76 78 80 82 84 86 88 90 92 94 96 98<br />

Quelle: Sigma, Nr. 9/<strong>1998</strong><br />

Zunehmende Bedeutung von<br />

Katastrophenschäden 1970–1997<br />

Das Ergebnis aus der aktiven Rückversicherung<br />

betrug S -2,6 Mio. Im aktiven Rückversicherungsgeschäft<br />

nahm die Wiener Städtische Prämien in<br />

der Höhe von S 549,6 Mio. ein. Sie agierte dabei im<br />

Sinne der Fokussierung ihrer Geschäftsinteressen<br />

primär als Rückversicherer ihrer Tochterunternehmen.<br />

In den angeführten Zahlen wurde jener Teil der<br />

abgegebenen Rückversicherung (i.w.S.) nicht<br />

berücksichtigt, der sich aus dem seit 1996 vorgeschriebenen<br />

Ausweis des IWD-Beteiligungsgeschäfts<br />

als Rückversicherung ergibt.<br />

98 25


Kapitalveranlagung<br />

26 98<br />

Engagement im Wohnbaubereich<br />

Niedrige Zinsen und hohe Volatilität an den<br />

Aktienmärkten waren das Umfeld für die Kapitalveranlagung<br />

im Jahr <strong>1998</strong>. Ausgehend von einem<br />

bereits sehr niedrigen Niveau hielt der Trend fallender<br />

Zinsen für Darlehen weiter an. Dies bei<br />

ebenfalls sehr niedriger und stetig sinkender<br />

Inflationsrate. Die Verbraucherpreise stiegen<br />

1996 noch um 1,9%, im Jahr darauf nur mehr um<br />

1,3 % und <strong>1998</strong> betrug die Steigerung gar nur<br />

mehr 0,9 %.<br />

Bundesdarlehen – ihr Anteil an den gesamten<br />

Darlehensforderungen beträgt rund zwei Drittel –<br />

waren bei der Neuveranlagung im vergangenen<br />

Jahr daher von geringerer Bedeutung. Die Wiener<br />

Städtische investierte weiterhin in die Wohnbaufinanzierung<br />

und konzentrierte ihre Darlehensvergabe<br />

auf den Sektor der gemeinnützigen<br />

Wohnbaugesellschaften.<br />

Weiterer Anstieg des Aktienportfolios<br />

Ihr Aktienportfolio hat die Wiener Städtische im<br />

vergangenen Jahr weiter ausgebaut. Durch das<br />

historisch niedrige Zinsniveau und die nachlassende<br />

Stabilität der Weltwirtschaft sind die<br />

Aktienmärkte derzeit sehr volatil. Die Wiener<br />

Städtische wird diese Volatilität auch in Hinkunft<br />

verstärkt zur Erzielung von Tradinggewinnen nützen.<br />

Bei Beachtung der nötigen Diversifikation ist<br />

die Veranlagung in Aktien langfristig eine rentable<br />

und auch sichere Wahl.<br />

US-Tr. DM Bd. S Bd. hfl Bd. 3Mo. 3Mo. 3Mo.<br />

30 J. 10 J. 10 J. 15 J. VIBOR FIBOR LIBOR<br />

30. 12. 97 5,97 5,33 5,40 5,42 3,78 3,64 5,81<br />

30. 12. 98 5,10 3,84 4,01 4,08 3,25 3,25 5,07<br />

Zinsniveau Österreich/EU/USA<br />

Investment im EURO-Raum<br />

Durch die einheitliche europäische Währung entsteht<br />

auch ein erweiterter „Heimmarkt“ für<br />

Veranlagungen. Die Wiener Städtische gewinnt<br />

damit neue Chancen, erwartet aber auch stärkere<br />

Konkurrenz in allen Bereichen.<br />

Um eine noch bessere Performance zu erzielen<br />

und gleichzeitig durch Diversifikation die Sicherheit<br />

zu erhöhen, strebt die Wiener Städtische<br />

auch eine Ausweitung des Nicht-Euro-Anteiles<br />

am Portfolio an. Insbesondere das Engagement<br />

in USD-Anlagen wird verstärkt werden.<br />

Innovative Finanzierungsformen<br />

<strong>1998</strong> hat die Wiener Städtische die erste Euro-<br />

Wandelanleihe der österreichischen Versicherungsbranche<br />

auf Aktien eines anderen<br />

Unternehmens begeben. Die Anleihe im Nominale<br />

von DM 100 Mio. ist innerhalb der Laufzeit von<br />

fünf Jahren auf Stammaktien der Semperit<br />

Holding AG wandelbar und wurde in Österreich,<br />

Deutschland und der Schweiz plaziert. Das aufgebrachte<br />

Kapital soll zur Finanzierung des<br />

wachsenden internationalen Engagements beitragen.<br />

Aktien der Semperit Holding AG im<br />

Ausmaß einer 24%igen Beteiligung waren im<br />

1. Halbjahr <strong>1998</strong> von der CA erworben worden.<br />

Wiener Städtische als zentraleuropäischer<br />

Versicherer<br />

Im Jahr <strong>1998</strong> hat die Wiener Städtische strategische<br />

Beteiligungen im Finanz- und Versicherungssektor<br />

erworben, um ihre Position in<br />

Österreich und in Mitteleuropa nachhaltig zu stärken.<br />

Im ersten Halbjahr <strong>1998</strong> wurde ein<br />

50 %-Anteil an der CA Versicherung erworben.<br />

Die CA Versicherung ist ein sehr erfolgreicher<br />

Lebensversicherer mit einem jährlichen Prämienvolumen<br />

von über S 1 Mrd. und verfügt über ein


österreichweites Filialnetz. Die bereits bestehende<br />

Kooperation mit Wüstenrot wurde durch den<br />

Erwerb eines 3 %-Anteils an der Bausparkasse<br />

Wüstenrot AG ausgebaut.<br />

Weiters hat sich die Wiener Städtische mit 50,3%<br />

an der Kapital & Wert Vermögensverwaltung AG<br />

beteiligt und gewinnt damit ein zusätzliches<br />

Standbein am Wachstumsmarkt der privaten<br />

Vermögensbildung. Die Produkte und<br />

Dienstleistungen des Unternehmens sind eine<br />

wichtige Ergänzung des Angebotes der Wiener<br />

Städtischen. Kapital & Wert bietet darüber hinaus<br />

für innovative Produkte eine zusätzliche Vertriebsschiene<br />

mit hochqualifizierter Beratungsleistung<br />

für die private Vermögensbildung.<br />

Gleichzeitig können durch die Entwicklung<br />

gemeinsamer Produkte Synergiepotentiale genützt<br />

werden.<br />

Das erfolgreiche Engagement in Tschechien<br />

wurde durch Kapitalerhöhungen bei den Kooperativa-Gesellschaften<br />

in Brünn und Prag weiter<br />

ausgebaut. Mit der besseren Kapitalausstattung<br />

soll u.a. eine optimale Vorbereitung auf die bevorstehende<br />

Demonopolisierung der Kfz-Haftpflichtversicherung<br />

gewährleistet werden. 1999<br />

ist die Fusion der beiden Unternehmen geplant.<br />

<strong>1998</strong> übernahm die Wiener Städtische auch die<br />

Mehrheit am polnischen Sachversicherer Heros.<br />

Die Wiener Städtische hält insgesamt 122.045<br />

Aktien an der Heros. Das entspricht 69,7% des<br />

Kapitals und 62,3% der Stimmrechte.<br />

Erworben wurde eine knapp 10 %ige Beteiligung<br />

an der börsennotierten polnischen Bank<br />

Powszechny Bank Kredytowy, für deren mehrheitliche<br />

Übernahme der Bank Austria/CA-<br />

Gruppe 1999 die Genehmigung der polnischen<br />

Behörden erteilt wurde. Damit verfügt die Wiener<br />

Städtische am polnischen Markt für sich selbst<br />

und auch für die Heros über einen wichtigen<br />

Bankpartner.<br />

Im Zuge der Konzentration auf den europäischen<br />

Markt wurde <strong>1998</strong> die Beteiligung an der<br />

Folksamerica Versicherung in den USA gewinnbringend<br />

veräußert.<br />

Investition in die Zukunft<br />

Die Infrastruktur rund um den Businesspark<br />

„campus 21“ im Süden Wiens konnte <strong>1998</strong> fast<br />

zur Gänze fertiggestellt werden. Der „campus 21“<br />

kombiniert Büros, Labors und Lagerflächen zu<br />

einer funktionalen Einheit und bietet seinen<br />

Mietern eine optimale Verkehrsanbindung,<br />

modernste Technologie und ein Höchstmaß an<br />

Gestaltungsfreiheit und Service. Ende 1999 wird<br />

der erste Bauabschnitt fertiggestellt.<br />

In Wien beteiligt sich die Wiener Städtische am<br />

„Haus der Musik“. Es wird Touristen und Musikliebhabern<br />

ab dem Jahr 2000 nicht nur Wissen<br />

und besondere Klangerlebnisse vermitteln, sondern<br />

auch eine zentrale Informationsstelle für<br />

Musikveranstaltungen sein.<br />

29%<br />

10%<br />

35%<br />

9%<br />

0%<br />

11%<br />

1%<br />

12%<br />

12%<br />

26%<br />

31%<br />

24%<br />

• Liegenschaften<br />

• Anleihen<br />

nicht festverzinsliche WP<br />

• Beteiligungen<br />

• Darlehen<br />

• Bankguthaben<br />

Innerer Kreis: Kapitalveranlagung ‘95<br />

Äußerer Kreis: Kapitalveranlagung ‘98<br />

98 27


Wesentliche<br />

Beteiligungen<br />

Donau Allgemeine Versicherungs AG<br />

Mit 1,4 % Gesamtwachstum erreichte die Donau<br />

<strong>1998</strong> ein Prämienvolumen von S 5,6 Mrd. Die<br />

Geschäftsschwerpunkte des Unternehmens<br />

liegen traditionell im Bereich der Privatkunden,<br />

der Landwirtschaft und des Gewerbes. Besondere<br />

Beziehung besteht seitens der Donau<br />

zum österreichischen Sparkassensektor. Die<br />

Donau agiert als Sachversicherer dieses Sektors<br />

und ist auch gesellschaftsrechtlich mit der<br />

S-Versicherung verbunden.<br />

In der Schaden- und Unfallversicherung gingen<br />

die Einnahmen um 1% geringfügig zurück. Die<br />

bezahlten Leistungen stiegen aufgrund von Großschäden<br />

in der Feuerversicherung um 7,7%.<br />

Durch ihre selektive Risikopolitik konnte die<br />

Donau in der Kfz-Haftpflicht deutlich besser abschneiden<br />

als die Branche. In der Lebens-/<br />

Pensionsversicherung stiegen die Prämieneinnahmen<br />

entsprechend dem Markttrend um<br />

8,3 % auf insgesamt S 1,5 Mrd. Mit ihren innovativen<br />

Produkten konnte die Donau auch <strong>1998</strong> im<br />

Bereich der privaten Altersvorsorge gute Erfolge<br />

erzielen. Bereits zum zweiten Mal seit der Markteinführung<br />

wurde der Leistungsumfang der<br />

Lebensqualitäts-Versicherung erheblich ausge-<br />

in % Marktanteile der inländischen Beteiligung der Wiener Städtischen<br />

25<br />

20<br />

15<br />

10<br />

5<br />

0<br />

Schaden/Unfall Leben Kranken<br />

28 98<br />

•<br />

Wiener Städtische<br />

• Donau<br />

• VJV<br />

• Union<br />

• CA Versicherung<br />

• Montan<br />

baut. Dabei handelt es sich um eine Lebensversicherung,<br />

die schon bei bestimmten schweren<br />

Krankheiten zur Auszahlung führt. Auch in der<br />

fondsgebundenen Lebensversicherung wurde<br />

das Angebot erweitert.<br />

Volksfürsorge-Jupiter<br />

Allgemeine Versicherungs AG<br />

Die VJV erzielte <strong>1998</strong> ein Prämienvolumen von<br />

S 3,3 Mrd. Das entspricht einem Zuwachs von<br />

rund 3 % gegenüber dem Vorjahr. Dieser Anstieg<br />

war geprägt durch ein 16 %iges Wachstum in der<br />

Lebens-/Pensionsversicherung. In der Schaden-<br />

Unfallversicherung mußte aufgrund des rückläufigen<br />

Prämienvolumens und gestiegener Aufwendungen<br />

eine Verschlechterung des Schadensatzes<br />

hingenommen werden.<br />

Die Kapitalanlagen stiegen um 9,6% auf S 9,3Mrd.<br />

Die daraus erzielten Bruttoerträge beliefen sich<br />

auf S 590 Mio. Dies entspricht einer mittleren<br />

Rendite von fast 7%.<br />

<strong>1998</strong> brachte die VJV wieder eine Reihe neuer<br />

Versicherungsprodukte auf den Markt. Ein<br />

besonders innovatives Produkt ist das Produkt<br />

„FreeLife“, eine Lebensversicherung mit variabler<br />

Prämienzahlung.<br />

Für den Kfz-Bereich wurde zur Kundengewinnung<br />

und Kundenbindung der „fun and ride“<br />

Kundenclub gegründet.<br />

Union Versicherungs AG<br />

<strong>1998</strong> steigerte die Union ihr Prämienvolumen von<br />

S 2.282 Mio. im Jahr 1997 auf S 2.299 Mio.<br />

Davon entfielen S 2.252 Mio. auf die Lebensversicherung<br />

und S 47 Mio. auf die Schaden- und<br />

Unfallversicherung. Das zu Jahreswechsel <strong>1998</strong><br />

eingeführte Produkt „PensionsManagement“


30 98<br />

75,0 %<br />

47,7 %<br />

33,3 %<br />

50,0 %<br />

78,5 %<br />

Die meistbesungene Versicherung<br />

VERSICHERUNGS-AKTIENGESELLSCHAFT<br />

mmontan montan<br />

VERSICHERUNG AKTIENGESELLSCHAFT<br />

Die Versicherungsbeteiligungen der Wiener Städtischen<br />

wurde vom Markt gut angenommen. Es bietet die<br />

Möglichkeit eines individuellen und flexiblen<br />

Vermögensaufbaus für die Altersvorsorge. Auch<br />

die Union war <strong>1998</strong> mit der Weiterentwicklung<br />

der fondsgebundenen Lebensversicherung<br />

befaßt. Besonderes Augenmerk lag im Angebot<br />

von Zusatzleistungen, die sicherstellen, daß der<br />

Kunde auch bei Arbeitslosigkeit oder Krankheit<br />

das angestrebte Sparziel erreicht.<br />

Montanversicherung AG<br />

Die Montan konnte <strong>1998</strong> ihre Position in dem<br />

durch aggressiven Preiskampf gekennzeichneten<br />

ALLGEMEINE VERSI<br />

VERSICHERUNGS-AG<br />

Kooperativa poistóvna a.s.<br />

(Bratislava)<br />

Ceská<br />

Kooperativa poistóvna a.s.<br />

(Prag)<br />

Moravskoslezká<br />

Kooperativa poistóvna a.s.<br />

(Brünn)<br />

45,8 %<br />

87,0 %<br />

82,3 %<br />

83,2 %<br />

49,0 %<br />

69,7 %<br />

Versicherungssegment der Industrieversicherung<br />

weiter ausbauen. Das Bruttoprämienaufkommen<br />

stieg gegenüber dem Vorjahr um 8 % auf<br />

S 308 Mio. Dieser Zuwachs liegt deutlich über<br />

dem Marktdurchschnitt. Dieses Ergebnis<br />

bestätigt die strategische Ausrichtung der<br />

Montanversicherung als nationalen wie auch<br />

internationalen Qualitätsversicherer. Die<br />

Synergiepotentiale durch die Einbindung der<br />

Montanversicherung in den Konzern der<br />

Wiener Städtische-Gruppe bewirkten eine<br />

Stabilisierung der Kosten auf dem Niveau des<br />

Vorjahres.


Bank Austria AG<br />

<strong>1998</strong> wurde die bewährte Kooperation der Bank<br />

Austria mit der Wiener Städtischen fortgesetzt.<br />

Die Zusammenarbeit konzentrierte sich vor allem<br />

auf den Vertrieb von Versicherungsprodukten und<br />

Finanzdienstleistungen (VISA-Karten, Investmentzertifikate)<br />

und den Bereich Kfz-Leasing.<br />

Trotz ungünstiger Rahmenbedingungen auf den<br />

internationalen Finanzmärkten erreichte die Bank<br />

Austria-Gruppe <strong>1998</strong> das gute Betriebsergebnis<br />

des Jahres 1997. Es belief sich auf S 13,4 Mrd.<br />

Im Privatkundenbereich betreut die Bank Austria-<br />

Gruppe rund 1,6 Mio. Kunden. Damit hält sie ein<br />

Fünftel am Gesamtmarkt.<br />

CA Versicherung AG<br />

An der CA Versicherung ist die Wiener Städtische<br />

seit Mitte des Berichtsjahres mit 50% beteiligt.<br />

Das vergangene Jahr stand vor allem im Zeichen<br />

einer rasanten Entwicklung der fondsgebundenen<br />

Lebensversicherung. Die CA Versicherung steigerte<br />

ihre Prämieneinnahmen aus der fondsgebundenen<br />

Lebens-/Pensionsversicherung um 204 % auf<br />

S 660 Mio. In der klassischen Lebens-/Pensionsversicherung<br />

war vor allem in der Privatpension<br />

eine Steigerung von 9% zu verzeichnen. Die abgegrenzten<br />

Bruttoprämien in der Lebens/Pensionsversicherung<br />

betrugen <strong>1998</strong> S 1.278 Mio. und in<br />

der Sparte Schaden- und Unfallversicherung<br />

S 9 Mio. Insgesamt ergibt sich daraus eine<br />

Steigerung gegenüber 1997 um 41,2 %.<br />

Kapital & Wert Vermögensverwaltung AG<br />

Die Wiener Städtische beteiligte sich Ende des<br />

Jahres <strong>1998</strong> mit 50,3% an der Kapital & Wert<br />

Vermögensverwaltung AG. Die Kapital & Wert beschäftigt<br />

sich mit Unternehmensfinanzierungen<br />

und der Entwicklung und dem Vertrieb von Vermögensveranlagungsprodukten<br />

– insbesondere<br />

von Immobilien- und Wertpapierfonds sowie<br />

fondsgebundenen Lebensversicherungen. Die<br />

Gesellschaft konnte <strong>1998</strong> ihre Geschäftsergebnisse<br />

steigern und bei rund 30.000 Anlegern<br />

ein Veranlagungsvolumen von insgesamt<br />

S 12,8 Mrd. plazieren. Im Geschäftsjahr 1997/98<br />

wurde ein Reingewinn von S 88 Mio. erzielt. Im<br />

Vergleich zur Vorperiode bedeutet dies eine<br />

Steigerung um 15,6%.<br />

Ceská Kooperativa, pojist’ovna, a.s., Praha<br />

und Moravskoslezská Kooperativa<br />

pojist’ovna, a.s., Brno<br />

Die Kooperativa-Gesellschaften in Prag und<br />

Brünn sind mit einem Marktanteil von gemeinsam<br />

13,8 % unangefochten die Nummer zwei am<br />

tschechischen Markt hinter dem ehemaligen<br />

staatlichen Monopolversicherer. <strong>1998</strong> wurden<br />

Vorbereitungen zur Fusionierung der beiden<br />

tschechischen Gesellschaften getroffen, die im<br />

Jahr 1999 durchgeführt werden soll. Durch diese<br />

Maßnahme wird die neue Gesellschaft gemessen<br />

am Prämienvolumen deutlich größer sein als der<br />

drittplazierte Versicherer am tschechischen Markt.<br />

Die Kooperativa Prag verzeichnete im Berichtsjahr<br />

Prämieneinnahmen von CZK 5.106 Mio. Das<br />

entspricht einem Wachstum von 11,6 %. Die<br />

Kooperativa Brünn konnte um 12,1 % auf<br />

CZK 2.077 Mio. zulegen. Wie im Vorjahr erzielten<br />

BIP-Veränderung<br />

Marktprämien-<br />

Veränderung<br />

Österreich 6,9 27,1<br />

Tschechien 14,9 40,2<br />

Slowakei 10,8 34,7<br />

Ungarn 1,6 69,4<br />

Polen 30,6 89,9<br />

Prozentuelle Entwicklung 1992 zu 1996 in Landeswährung<br />

98 31


32 98<br />

beide Gesellschaften in der Lebensversicherung<br />

hohe Zuwachsraten und konnten den Ausbau zu<br />

Allspartenversicherern vorantreiben. Die bevorstehende<br />

Demonopolisierung der Kfz-Haftpflichtversicherung<br />

in Tschechien Anfang des Jahres<br />

2000 soll genutzt werden, um die gute Position<br />

im Kfz-Kaskogeschäft auf das gesamte Kfz-<br />

Versicherungsgeschäft auszudehnen.<br />

Kooperativa, poist’ovna a.s., Bratislava<br />

Hohe Prämienzuwächse verzeichnete die<br />

Kooperativa Preßburg auch <strong>1998</strong>. Im Berichtsjahr<br />

belief sich der Marktanteil auf 8,2%. Damit ist sie<br />

das größte private Versicherungsunternehmen in<br />

der Slowakei. Das Prämienvolumen stieg um<br />

21,3 % auf SKK 1.680 Mio. SKK 1.334 Mio. des<br />

Prämienaufkommens entfielen auf die Nicht-<br />

Leben-Sparten.<br />

Prämie/Einwohner 1996 Prämienwachstum 1995/96<br />

(in S) (in %)<br />

Österreich 8.790 0,4<br />

Deutschland 9.490 0,2<br />

Schweden 5.250 - 2,5<br />

England 7.730 - 6,5<br />

Frankreich 9.490 - 1,1<br />

Polen 50 26,2<br />

Slowakei 230 21,1<br />

Tschechien 420 10,2<br />

Ungarn 180 4,1<br />

Slowenien 2.620 6,1<br />

Ausgewählte Versicherungsmärkte (Nicht-Lebensversicherung)<br />

InterRisk Internationale Versicherungsholding<br />

GmbH, Wien<br />

Die InterRisk Holding hat <strong>1998</strong> ihre bisherige<br />

Mehrheitsbeteiligung an der Freiburger Allgemeine<br />

Versicherung Aktiengesellschaft in der Schweiz an<br />

den bisherigen Minderheitsaktionär, die Coop<br />

Lebensversicherungs-Genossenschaft Basel, verkauft.<br />

Aufrecht blieb die 100%-Beteiligung an der<br />

InterRisk Versicherung AG Wiesbaden.<br />

Die InterRisk Versicherung AG erwirtschaftete<br />

<strong>1998</strong> ein Prämienvolumen von S 578 Mio., davon<br />

S 392 Mio. in der Unfallversicherung, der Kernsparte<br />

der Gesellschaft.<br />

Ende <strong>1998</strong> wurde die InterRisk Lebensversicherungs-AG<br />

als Tochter der InterRisk gegründet,<br />

um den Vertriebspartnern der InterRisk-<br />

Gruppe auch Lebensversicherungs-Produkte<br />

anbieten zu können. Die notwendigen Investitionen<br />

konnten aus dem Verkaufserlös der<br />

Freiburger Beteiligung finanziert werden.<br />

Glória-Swiss Life Svájci-Magyar<br />

Biztositó Rt., Budapest<br />

Seit 1996 ist die Wiener Städtische an der Glória-<br />

Swiss Life beteiligt, die stark im Lebensversicherungsbereich<br />

verankert ist. Nach einer<br />

1997 durchgeführten Kapitalerhöhung hat die<br />

Glória im Vorjahr ihre Position am ungarischen<br />

Versicherungsmarkt gestärkt und erzielte<br />

Prämieneinnahmen von HUF 1.576 Mio.<br />

(+ 37,9 %). 1999 wird die Glória ihre Angebotspalette<br />

erweitern und Privatkunden auch<br />

verstärkt Sachversicherungen anbieten.<br />

Bankowe towarzystwo ubezpieczen<br />

i reasekuracji Heros S.A., Warschau<br />

<strong>1998</strong> beteiligte sich die Wiener Städtische mehrheitlich<br />

am polnischen Sachversicherer Heros.<br />

Die Heros ist vor allem im gewerblichen und<br />

industriellen Bereich am Markt verankert und<br />

verfügt über ein dichtes Vertriebsnetz. Sie<br />

erwirtschaftete <strong>1998</strong> Prämien in der Höhe von


PLZ 67 Mio. (+11,1 %). Mit der Beteiligung an der<br />

polnischen Heros erschließt sich ein interessanter<br />

Versicherungsmarkt mit 40 Mio. Einwohnern.<br />

In Polen wurden nach letzten vorliegenden<br />

Daten durchschnittlich pro Einwohner S 50<br />

für Versicherungen ausgegeben, in Österreich<br />

S 8.790 pro Kopf. Ziel der Wiener Städtischen ist<br />

der Umbau der Heros zu einer schwerpunktmäßig<br />

im Privatkundengeschäft tätigen Versicherung.<br />

Dazu wurde bereits Ende <strong>1998</strong> eine<br />

„Familienpolizze“ auf den Markt gebracht. Sie<br />

umfaßt eine Haushalt- und Eigenheimversicherung,<br />

eine Unfallversicherung für die ganze<br />

Familie, eine Kfz-Versicherung und eine<br />

Berufshaftpflichtversicherung.<br />

Ringturm KAG<br />

Die Ringturm KAG, an der die Wiener Städtische<br />

51 % hält, feierte im Berichtsjahr ihr 10jähriges<br />

Bestehen. Die Ringturm KAG ist die sechstgrößte<br />

Kapitalanlagegesellschaft in Österreich und die<br />

einzige, die nicht im mehrheitlichen Besitz einer<br />

Bank steht. Sie bietet drei Spezialfonds und vier<br />

Publikumsfonds an. Das Flaggschiff der Ringturm<br />

KAG ist der Vorsorge Rentenfonds, der ausschließlich<br />

in österreichische Rentenwerte investiert.<br />

Über die letzten 10 Jahre erwirtschaftete<br />

der Fonds eine durchschnittliche Performance<br />

von 8,1 %. Der VIF (Versicherung International<br />

Fonds) hat im Jahr <strong>1998</strong> eine Performance von<br />

23 % erreicht. Er ist weltweit der einzige Fonds,<br />

der ausschließlich in internationale Versicherungsaktien<br />

investiert. Über eine Periode von<br />

10 Jahren konnte er eine Performance von<br />

11,8 % pro Jahr erwirtschaften.<br />

<strong>1998</strong> gelang es der Ringturm KAG, ihr Volumen<br />

um 108 % auf S 23,8 Mrd. zu steigern und ihren<br />

Anteil am Gesamtmarkt von 2,0% auf 3,2 % zu<br />

erhöhen. Die Ringturm KAG wurde <strong>1998</strong> vom<br />

in % Wertentwicklung des VIF-Fonds und des Vorsorge Rentenfonds<br />

300<br />

250<br />

200<br />

150<br />

100<br />

50<br />

0<br />

1995 1996 1997 <strong>1998</strong> 1999<br />

• VIF-Fonds Vorsorge Rentenfonds<br />

•<br />

internationalen Finanzdienstleister Standard &<br />

Poor’s für ihr erfolgreiches Fondsmanagement<br />

ausgezeichnet. Sie erreichte bei der Vergabe des<br />

„Micropal Award ‘98“ für die erfolgreichsten<br />

internationalen Fondsgesellschaften den 2. Platz<br />

im 5-Jahres-Vergleich und ist damit die Nr. 1 der<br />

österreichischen KAGs.<br />

98 33


Personal- und<br />

Sozialbericht<br />

34 98<br />

Gemeinsam zum Erfolg<br />

Ende <strong>1998</strong> beschäftigte die Wiener Städtische<br />

insgesamt 4.096 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.<br />

Damit hat sich der Personalstand seit<br />

Jahresbeginn um elf Personen erhöht. Gleichzeitig<br />

wurde im Verhältnis zwischen Außen-<br />

(inklusive der Lehrlinge) und Innendienst zum<br />

ersten Mal eine Quote von 1:1 erreicht.<br />

Dem branchenweiten Trend entsprechend, arbeiteten<br />

im vergangenen Jahr im Verwaltungsbereich<br />

mit 2.045 Personen um 19 weniger als im<br />

Jahr davor. Dieser Rückgang ist hauptsächlich<br />

auf den natürlichen Abgang im Zuge von<br />

Pensionsübertritten und ausgebliebenen Nachbesetzungen<br />

zurückzuführen. Im Bereich der<br />

Kundenbetreuung vor Ort blieb das Team mit<br />

1.914 Mitarbeitern in etwa gleich.<br />

<strong>1998</strong><br />

Veränderung<br />

zu 1997<br />

Gehälter und Löhne (in Mio. S) 1.670 + 0,6 %<br />

Personalstand 4.096 + 11 Personen<br />

Verwaltung 2.045 - 19 Personen<br />

Vertrieb 1.914 - 3 Personen<br />

Lehrlinge 137 + 33 Personen<br />

Zeitgemäße Lehrlingsausbildung<br />

Nach dem Motto „Karriere mit Lehre“ bietet die<br />

Wiener Städtische jungen Leuten eine Chance, in<br />

einer zukunftsreichen Branche Fuß zu fassen. So<br />

nahm die Anzahl der Lehrlinge seit Jahresbeginn<br />

um 33 (+ 32 %) zu, sodaß zum 31.12. <strong>1998</strong> insgesamt<br />

137 Jugendliche ihre dreijährige Lehre zur<br />

Versicherungskauffrau bzw. zum Versicherungskaufmann<br />

absolvierten. Damit ist der Anteil der<br />

Wiener Städtischen an der Lehrlingsausbildung<br />

doppelt so hoch wie ihr Marktanteil in der öster-<br />

reichischen Versicherungswirtschaft. Zur Ausbildung<br />

für erfolgreiche Lehrlinge zählt auch ein<br />

Sprachaufenthalt in England.<br />

135 Mitarbeiter, die gemäß dem Bescheid des<br />

Bundessozialamtes zum Kreis der begünstigten<br />

Behinderten zählen, waren im vergangenen Jahr<br />

im Unternehmen tätig. Die Tatsache, daß die<br />

Wiener Städtische auch in diesem Berichtsjahr<br />

keine Ausgleichstaxe zu zahlen hatte, zeigt, wie<br />

ernst sie ihre soziale Verantwortung nimmt.<br />

Auszeichnungen<br />

Der Verband der Akademikerinnen Österreichs<br />

zeichnete die Wiener Städtische <strong>1998</strong> für besonders<br />

frauen- und familienfreundliche Unternehmensführung<br />

mit der „Rose der Anerkennung“<br />

aus. Außerdem wurde die Wiener<br />

Städtische von der Arbeiterkammer Tirol zum<br />

frauen- und familienfreundlichsten Betrieb unter<br />

rund 1.300 teilnehmenden Unternehmen des<br />

Landes gewählt.<br />

Mitarbeiter mit Qualitätssiegel<br />

Mit Einführung der BÖV-Zertifizierung für Versicherungsvermittler<br />

wurde in Österreich ein<br />

Qualitätsstandard für die Beratung von Versicherungskunden<br />

gesetzt. Mittlerweile haben<br />

mehr als 450 Außendienstmitarbeiter der Wiener<br />

Städtischen diese Fachprüfung des Bildungswerkes<br />

der österreichischen Versicherungswirtschaft<br />

(BÖV) erfolgreich abgeschlossen. Das<br />

ist in der österreichischen Versicherungslandschaft<br />

eine klare Spitzenposition. Drei von<br />

vier Kandidaten der Wiener Städtischen haben<br />

dieses „Gütesiegel“ der Versicherungswirtschaft<br />

mit einer Auszeichnung erworben.<br />

Auch wenn die BÖV-Prüfung nur für neu eintretende<br />

Mitarbeiter verpflichtend ist, stellt sich


auch eine große Anzahl arrivierter Außendienstmitarbeiter<br />

der Wiener Städtischen dieser<br />

Herausforderung. Damit beweisen sie nicht nur<br />

ihre hohe Fach- und Beratungskenntnis, sondern<br />

auch ihren Willen zu qualitativ hochstehender<br />

Kundenberatung und Serviceleistung.<br />

Job und Sicherheit<br />

In ihrer Tochtergesellschaft Produktiva bietet die<br />

Wiener Städtische weiterhin ein neues<br />

Arbeitsplatzmodell an, das sich besonders an<br />

Neu- und Wiedereinsteigerinnen richtet. Es<br />

umfaßt eine zweijährige Ausbildung mit begleitender<br />

Berufspraxis. Ein fixes Grundgehalt und<br />

flexible Arbeitszeiten garantieren volle soziale<br />

Absicherung. Die Produktiva beschäftigte <strong>1998</strong><br />

28 Frauen. Das ist rund die Hälfte aller<br />

Mitarbeiter.<br />

Highlights der Personalentwicklung<br />

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus Fach- und<br />

Schadensbereichen werden seit <strong>1998</strong> im Ausbildungszentrum<br />

der Service Line im telefonischen<br />

Kundenkontakt weitergebildet.<br />

Die Verkaufs- und Beratungsausbildung neuer<br />

Mitarbeiter im Außendienst wurde im Jahr <strong>1998</strong><br />

erweitert. Dabei wurde insbesondere auf eine<br />

kundengerechte Bedarfsanalyse und kompetente<br />

Beratung im Bereich der privaten Altersvorsorge<br />

Wert gelegt. Besonderer Schwerpunkt war <strong>1998</strong><br />

die Schulung über Investmentfonds und fondsgebundene<br />

Lebensversicherungen. Die Zahl der<br />

qualifiziert ausgebildeten Versicherungsberater<br />

für diese Dienstleistungsprodukte konnte dadurch<br />

erheblich gesteigert werden.<br />

Anzahl der Mitarbeiter Altersstruktur der Mitarbeiter<br />

1.200<br />

1.000<br />

800<br />

600<br />

400<br />

200<br />

0<br />

bis 20 21–30 31–40 41–50 51–60<br />

98 35


Ausblick und<br />

Gewinnverwendung<br />

Die Verunsicherung auf den internationalen<br />

Finanzmärkten und die davon ausgehende<br />

Verlangsamung des Wachstums der Weltwirtschaft<br />

hinterlassen auch in Österreich deutliche<br />

Spuren. Das Institut für höhere Studien (IHS) hat<br />

für 1999 ein BIP-Wachstum von + 2,4% prognostiziert,<br />

für das Jahr 2000 eine Abflachung auf<br />

+ 1,9 %. Trotzdem können nach Einschätzung<br />

des Verbandes der Versicherungsunternehmen<br />

Österreichs die Assekuranzen mit einem weiteren<br />

Prämienanstieg in der Lebens-/Pensionsversicherung<br />

rechnen. Da laut IHS-Prognose der<br />

gegenwärtige Zinszyklus im Jahr 1999 seinen<br />

Tiefpunkt erreichen wird, jedoch weiterhin eine<br />

hohe Nachfrage nach privater Altersvorsorge<br />

besteht, hat die Lebens-/Pensionsversicherung<br />

ein erhebliches Wachstumspotential.<br />

Immer mehr Anleger bevorzugen jedoch auch<br />

individuelle Anlagevarianten – ein Trend, der die<br />

wachsende Kompetenz der Kunden und ihren<br />

Wunsch nach einer Vielzahl an Wahlmöglichkeiten<br />

widerspiegelt. So hat sich die<br />

Nachfrage nach fondsgebundenen Lebensversicherungen<br />

in Österreich von 1997 auf <strong>1998</strong> verdoppelt.<br />

Das Neugeschäft für fondsgebundene<br />

Lebensversicherungen belief sich im Vorjahr auf<br />

eine Prämiensumme von mehr als S 2,4 Mrd. Der<br />

steigenden Nachfrage nach fondsgebundenen<br />

Lebensversicherungen entsprechend hat die<br />

Wiener Städtische mit United Funds of Success ®<br />

ein in Österreich neuartiges Produkt auf den<br />

Markt gebracht. Das Ertragspotential 36 erstklassiger<br />

Investmentfonds wird mit hoher Flexibilität<br />

für Kundenwünsche und einem einzigartigen<br />

Versicherungsschutz im Ablebensfall kombiniert.<br />

In der Kundenberatung werden speziell geschulte<br />

Außendienstmitarbeiter eingesetzt, die für den<br />

Kunden ein persönliches Veranlagungsprofil entwickeln.<br />

Gänzlich anders fällt hingegen die Prognose des<br />

Verbandes der Versicherungsunternehmen<br />

Österreichs für den Kfz-Bereich aus. Der steigende,<br />

phasenweise fast irrationale Wettbewerbsdruck<br />

führte in den letzten Jahren zu einem<br />

Rückgang der Prämieneinnahmen. Der Schadensaufwand<br />

stieg kontinuierlich und bedingte<br />

gemeinsam mit den sinkenden Prämien eine Erhöhung<br />

des Schadensatzes. Dieser Trend wird in<br />

der österreichischen Versicherungslandschaft<br />

zumindest auch im Jahr 1999 anhalten. Ziel der<br />

Wiener Städtischen ist es daher, durch gezielte<br />

Maßnahmen, wie verstärkte Neugeschäftsakquisition<br />

und Stornobekämpfung, das Prämienniveau<br />

zu halten.<br />

in %<br />

150<br />

140<br />

130<br />

120<br />

110<br />

100<br />

90<br />

• Leben<br />

• Kranken<br />

• Schaden-Unfall<br />

<strong>1998</strong> 1999 2000 2001 2002 2003<br />

• Kfz-Haftpflicht<br />

• Gesamt<br />

Prognostizierte Prämienentwicklung<br />

des österreichischen Versicherungsmarktes<br />

Zur Unterstützung des Neukundengeschäfts hat<br />

sich die Wiener Städtische an der Bank Austria<br />

Kfz Leasing GmbH mit 50% beteiligt. Unter dem<br />

Firmennamen „Bank Austria Wiener Städtische<br />

Kfz Leasing GmbH“ wird das gesamte Leistungsspektrum<br />

rund um die Kfz-Leasingfinanzierung<br />

angeboten. Dieser Marktauftritt nimmt einen<br />

98 37


38 98<br />

wichtigen Stellenwert in den Marketing- und Vertriebsaktivitäten<br />

der Wiener Städtischen ein.<br />

Darüber hinaus sollen aber auch bestehende Geschäftsbeziehungen<br />

zum heimischen Autohandel<br />

in der Absatzfinanzierung für Impulse sorgen.<br />

Bei den Beteiligungsgesellschaften in Tschechien,<br />

der Slowakei, Polen und Ungarn ist ein<br />

weiterer Ausbau der Marktposition das Ziel für<br />

1999. Dieses Wachstum soll durch die Einführung<br />

und den Vertrieb von Sachversicherungen für die<br />

privaten Haushalte sowie Lebensversicherungen<br />

erreicht werden. Die Struktur des Prämienaufkommens<br />

der ausländischen Töchter muß<br />

sich von den Industrie- und Großgeschäftsrisiken<br />

weg zum Privatkundengeschäft entwickeln. Die<br />

qualitativ hochstehenden Lebensprodukte der<br />

Wiener Städtischen sollen auch den<br />

Privatkunden im oberitalienischen Raum angeboten<br />

werden.<br />

Die Fusion der beiden im Besitz der Wiener<br />

Städtischen stehenden Gesellschaften in<br />

Tschechien, die 1999 umgesetzt wird, soll die<br />

Marktposition der gemeinsamen Töchter stärken<br />

und durch Nutzung von Synergieeffekten die<br />

Wettbewerbsfähigkeit langfristig ausbauen.<br />

in Mrd. S Solvabilität<br />

10<br />

8<br />

6<br />

4<br />

2<br />

0<br />

1993 1994 1995 1996 1997 <strong>1998</strong><br />

• Anrechenbare Eigenmittel • Vorgeschriebene Eigenmittel<br />

Unter diesen Rahmenbedingungen erwartet die<br />

Wiener Städtische für 1999 eine differenzierte<br />

Prämienentwicklung in den einzelnen Sparten.<br />

Ein Wachstum von rund 2% in der Schaden- und<br />

Unfallversicherung sollte vom Konsumentengeschäft<br />

in den Massensparten und durch das<br />

Industriegeschäft getragen werden. Voraussetzung<br />

für das Erreichen dieser Ziele ist die<br />

Stabilisierung des Prämienniveaus in der<br />

Kfz-Versicherung. Auch in der Krankenversicherung<br />

sollte durch entsprechendes Neugeschäft<br />

ein Prämienwachstum von rund 2 %<br />

möglich sein.<br />

Im Bereich der Lebens-/Pensionsversicherung,<br />

die auch 1999 Wachstumsmotor Nummer eins<br />

sein wird, hat sich die Wiener Städtische ihre<br />

Ziele hoch gesteckt. So soll das geplante Neugeschäft<br />

gegen laufende Prämie, das sich im<br />

Jahr <strong>1998</strong> auf rund S 500 Mio. produzierte<br />

Jahresprämie belief, um S100 Mio. oder 20%<br />

wachsen.<br />

Unter diesen Annahmen sollten sich die abgegrenzten<br />

Prämien im direkten Geschäft 1999 auf<br />

rund S 17,3 Mrd. (+ 3 %) belaufen, wobei der<br />

Erfolg neuer Produkte, wie United Funds of<br />

Success ®, noch nicht voll abschätzbar ist.<br />

Durch Neuveranlagungen und Umstrukturierungen<br />

im Portfeuille werden sich die gesamten<br />

Kapitalanlagen von S 80 Mrd. auf S 85 Mrd.<br />

erhöhen. Dabei wird der Anteil der Aktien auf bis<br />

zu 8 % der gesamten Kapitalanlagen ausgeweitet<br />

werden, während aufgrund der Marktlage die<br />

Darlehen weiter abnehmen werden.<br />

Die Volatilität der Finanzmärkte läßt hingegen<br />

noch keine realistische Prognose des Finanzergebnisses<br />

– und damit des Jahresergebnisses –<br />

zum jetzigen Zeitpunkt zu.


Die Wiener Städtische Allgemeine Versicherung<br />

Aktiengesellschaft hat das Geschäftsjahr <strong>1998</strong><br />

mit einem Bilanzgewinn von S 285.280.684,83<br />

abgeschlossen. Der Vorstand schlägt der ordentlichen<br />

Hauptversammlung der Wiener<br />

Städtischen nachstehende Gewinnverwendung<br />

vor:<br />

Die Stammaktien der Wiener Städtischen Allgemeine<br />

Versicherung Aktiengesellschaft im Nennbetrag<br />

von S 1.098.680.000,00 erhalten eine<br />

unveränderte Dividende von 20 %. Insgesamt<br />

Der Vorstand:<br />

Dkfm. Dr. Sellitsch<br />

Dr. Geyer Dr. Lauer<br />

Dkfm. Fink Jaindl Dkfm. Raumauf<br />

Wien, im März 1999<br />

erfolgt eine Ausschüttung von S 219.736.000,00<br />

auf Stammaktien. Die Vorzugsaktien der Wiener<br />

Städtischen Allgemeine Versicherung Aktiengesellschaft<br />

im Nennbetrag von S 135.000.000,00<br />

erhalten eine Dividende von 30 %. Dazu kommt<br />

ein Jubiläumsbonus von 2 %. Insgesamt erfolgt<br />

eine Ausschüttung von S 43.200.000,00 auf<br />

Vorzugsaktien.<br />

Der verbleibende Bilanzgewinn des Geschäftsjahres<br />

<strong>1998</strong> in der Höhe von S 22.344.684,83 soll<br />

auf neue Rechnung vorgetragen werden.<br />

98 39


Bericht des<br />

Aufsichtsrates<br />

Der Aufsichtsrat hat den um den Anhang erweiterten<br />

Jahresabschluß <strong>1998</strong> und den<br />

Lagebericht vom Vorstand entgegengenommen,<br />

eingesehen und sorgfältig geprüft. Als Ergebnis<br />

dieser Prüfung hat der Aufsichtsrat den einstimmigen<br />

Beschluß gefaßt, den vom Vorstand aufgestellten<br />

Jahresabschluß zu billigen und sich<br />

mit dem Vorschlag des Vorstandes für die<br />

Gewinnverwendung einverstanden zu erklären.<br />

Der Jahresabschluß <strong>1998</strong> ist somit festgestellt.<br />

Der Aufsichtsrat berichtet weiter, daß er sowohl<br />

als Ganzes als auch fallweise durch seinen Vorsitzenden<br />

und dessen Stellvertreter Gelegenheit<br />

genommen hat, die Geschäftsführung der Gesellschaft<br />

zu überprüfen. Diesem Zweck dienten<br />

auch wiederholte Besprechungen mit den Mitgliedern<br />

des Vorstandes, welche an Hand von<br />

Der Aufsichtsrat stellt daher an die Hauptversammlung den<br />

Antrag,<br />

daß sie über die Gewinnverwendung gemäß dem Vorschlag des Vorstandes<br />

beschließe und dem Vorstand sowie dem Aufsichtsrat die Entlastung erteile.<br />

Wien, im Mai 1999<br />

Der Aufsichtsrat:<br />

Karl Samstag<br />

(Vorsitzender)<br />

Büchern und Schriften erschöpfende Erklärungen<br />

und Nachweise über die Geschäftsführung<br />

erteilten.<br />

Im Jahr <strong>1998</strong> fanden eine ordentliche Hauptversammlung<br />

sowie vier Aufsichtsratssitzungen<br />

statt.<br />

Der Aufsichtsrat teilt der Hauptversammlung ferner<br />

mit, daß der Jahresabschluß <strong>1998</strong> und der Lagebericht<br />

vom Abschlußprüfer, der KPMG Austria<br />

Wirtschaftsprüfungs-Gesellschaft m.b.H., geprüft<br />

wurden, daß der Prüfungsbericht vom Aufsichtsrat<br />

entgegengenommen, eingesehen und<br />

erörtert wurde und daß diese Prüfung nach ihrem<br />

abschließenden Ergebnis keinen Anlaß zu Beanstandungen<br />

gegeben hat. Der Aufsichtsrat erklärt<br />

seinerseits, daß er dem Prüfungsbericht des Abschlußprüfers<br />

nichts hinzuzufügen hat.<br />

98 41


Jahresabschluß


Bilanz zum 31. Dezember <strong>1998</strong><br />

Aktiva<br />

A. Immaterielle Vermögensgegenstände<br />

I. Sonstige immaterielle Vermögensgegenstände<br />

B. Kapitalanlagen<br />

I. Grundstücke und Bauten<br />

II. Kapitalanlagen in verbundenen Unternehmen und Beteiligungen<br />

1. Anteile an verbundenen Unternehmen<br />

2. Darlehen an verbundene Unternehmen<br />

3. Beteiligungen<br />

4. Schuldverschreibungen von und Darlehen an Unternehmen,<br />

mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht<br />

III. Sonstige Kapitalanlagen<br />

1. Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere<br />

2. Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere<br />

3. Hypothekenforderungen<br />

4. Vorauszahlungen auf Polizzen<br />

5. Sonstige Ausleihungen<br />

6. Guthaben bei Kreditinstituten<br />

IV. Depotforderungen aus dem übernommenen<br />

Rückversicherungsgeschäft<br />

Summe Kapitalanlagen<br />

C. Kapitalanlagen der fondsgebundenen Lebensversicherung<br />

D. Forderungen<br />

I. Forderungen aus dem direkten Versicherungsgeschäft<br />

1. an Versicherungsnehmer<br />

2. an Versicherungsvermittler<br />

3. an Versicherungsunternehmen<br />

II. Abrechnungsforderungen aus dem Rückversicherungsgeschäft<br />

III. Sonstige Forderungen<br />

Summe Forderungen<br />

E. Anteilige Zinsen und Mieten<br />

F. Sonstige Vermögensgegenstände<br />

I. Sachanlagen (ausgenommen Grundstücke und Bauten) und Vorräte<br />

II. Laufende Guthaben bei Kreditinstituten und Kassenbestand<br />

III. Andere Vermögensgegenstände<br />

Summe sonstige Vermögensgegenstände<br />

G. Rechnungsabgrenzungsposten<br />

I. Fehlbetrag gem. Art. X Abs. 3 und 4 RLG<br />

II. Sonstige Rechnungsabgrenzungsposten<br />

Summe Rechnungsabgrenzungsposten<br />

H. Verrechnungsposten zwischen den Abteilungen<br />

Bilanzsumme<br />

44 98<br />

Schaden-Unfall ATS Kranken ATS<br />

2.327.939.476,12<br />

215.849.862,00<br />

2.230.978.775,55<br />

98.611.338,00<br />

4.821.923.752,19<br />

1.730.263.795,23<br />

2.564.711.017,00<br />

411.403.117,00<br />

31.591.594,01<br />

439.113.850,46<br />

58.188.551,00<br />

99.786.444,91<br />

24.389.163,00<br />

2.762.639.528,28<br />

4.873.379.451,67<br />

9.559.893.275,43<br />

26.149.289,61<br />

17.222.061.544,99<br />

597.088.846,37<br />

849.110.432,36<br />

662.841.559,33<br />

2.109.040.838,06<br />

113.431.549,59<br />

311.487.542,42<br />

603.541.339,33<br />

175.822.153,64<br />

1.090.851.035,39<br />

300.833.600,00<br />

182.203.850,66<br />

483.037.450,66<br />

-469.041,89<br />

21.042.342.539,80<br />

535.458.132,80<br />

201.500.006,00<br />

1.311.088.185,49<br />

1.079.380.684,23<br />

944.896.851,00<br />

1.343.015.704,00<br />

78.624.363,75<br />

2.542.387,75


98 45<br />

Leben ATS Gesamtgeschäft <strong>1998</strong> ATS 1997 ATS<br />

492.923.936,00<br />

2.180.012.308,80<br />

1.916.682.669,31<br />

14.709.662.065,33<br />

14.389.345.802,56<br />

1.250.617.283,00<br />

201.385.233,00<br />

15.127.978.470,00<br />

199.178.516,43<br />

840.861,47<br />

5.380.249,10<br />

417.569,00<br />

4.468.557.405,22<br />

4.589.618.914,11<br />

45.678.988.853,89<br />

959.649.094,81<br />

55.696.814.268,03<br />

31.083.793,27<br />

205.399.627,00<br />

34.449.553,52<br />

160.416.181,83<br />

400.265.362,35<br />

1.257.893.216,87<br />

17.334.572,80<br />

187.814.352,88<br />

31.996.688,85<br />

237.145.614,53<br />

107.802.085,00<br />

4.347.009,00<br />

112.149.094,00<br />

- 4.810.223,71<br />

57.730.958.694,34<br />

33.982.793,00<br />

7.753.838.995,97<br />

1.693.780.957,41<br />

81.400.000,00<br />

4.350.383.177,63<br />

2.906.384.183,40<br />

9.848.895.806,08<br />

21.336.304.899,62<br />

4.454.418.723,00<br />

153.664.958,00<br />

18.076.184.799,00<br />

320.944.848,19<br />

932.151.489,47<br />

71.908.352.837,77<br />

13.571.803,87<br />

647.661.982,31<br />

43.256.451,56<br />

142.237.929,38<br />

386.856.939,42<br />

2.365.219.823,58<br />

3.585.233.126,25<br />

1.594.706.403,22<br />

291.128.535,33<br />

1.821.936.654,04<br />

132.064.742,03<br />

2.245.129.931,40<br />

542.455.903,00<br />

169.753.918,26<br />

712.209.821,26<br />

0,00<br />

80.093.186.716,77<br />

2.820.863.412,12<br />

215.849.862,00<br />

4.946.449.217,15<br />

2.216.794.013,31<br />

20.842.674.003,01<br />

17.198.990.282,02<br />

4.760.225.151,00<br />

201.385.233,00<br />

16.882.397.291,00<br />

31.591.594,01<br />

716.916.730,64<br />

59.029.412,47<br />

107.709.081,76<br />

40.988.012,00<br />

9.018.432.134,27<br />

10.199.956.504,58<br />

59.917.263.554,04<br />

988.121.428,42<br />

80.123.773.621,31<br />

31.083.793,27<br />

883.655.224,87<br />

887.733.324,88<br />

984.306.251,66<br />

2.755.694.801,41<br />

1.441.271.488,84<br />

335.971.555,22<br />

848.006.866,58<br />

255.146.175,49<br />

1.439.124.597,29<br />

476.111.584,00<br />

186.550.859,66<br />

662.662.443,66<br />

0,00<br />

86.494.598.757,78<br />

16.181.280,00<br />

1.787.235.200,77<br />

736.958.138,80<br />

4.678.381.424,72<br />

2.323.044,00<br />

7.204.897.808,29<br />

81.166.751,50<br />

4.173.339,00<br />

161.048.510,50<br />

246.388.601,00<br />

69.946.722,38<br />

7.149.440,00<br />

56.651.174,37<br />

47.327.333,00<br />

111.127.947,37<br />

67.475.899,00<br />

67.475.899,00<br />

5.279.265,60<br />

7.721.297.523,64


Bilanz zum 31. Dezember <strong>1998</strong><br />

Passiva<br />

A. Eigenkapital<br />

I. Grundkapital<br />

1. Nennbetrag<br />

II. Kapitalrücklagen<br />

1. Gebundene<br />

III. Gewinnrücklagen<br />

1. Freie Rücklagen<br />

IV. Bilanzgewinn<br />

davon Gewinnvortrag<br />

Summe Eigenkapital<br />

B. Unversteuerte Rücklagen<br />

I. Risikorücklage gem. § 73a VAG<br />

II. Bewertungsreserve aufgrund von Sonderabschreibungen<br />

III. Sonstige unversteuerte Rücklagen<br />

Summe Rücklagen<br />

C. Versicherungstechnische Rückstellungen im Eigenbehalt<br />

I. Prämienüberträge<br />

1. Gesamtrechnung<br />

2. Anteil der Rückversicherer<br />

II. Deckungsrückstellung<br />

1. Gesamtrechnung<br />

2. Anteil der Rückversicherer<br />

III. Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle<br />

1. Gesamtrechnung<br />

2. Anteil der Rückversicherer<br />

IV. Rückstellung für erfolgsunabhängige Prämienrückerstattung<br />

1. Gesamtrechnung<br />

2. Anteil der Rückversicherer<br />

V. Rückstellung für erfolgsabhängige Prämienrückerstattung bzw.<br />

Gewinnbeteiligung der Versicherungsnehmer<br />

1. Gesamtrechnung<br />

2. Anteil der Rückversicherer<br />

VI. Schwankungsrückstellung<br />

VII. Sonstige versicherungstechnische Rückstellungen<br />

1. Gesamtrechnung<br />

2. Anteil der Rückversicherer<br />

Summe technische Rückstellungen<br />

D. Versicherungstechnische Rückstellungen<br />

der fondsgebundenen Lebensversicherung<br />

Übertrag<br />

46 98<br />

Schaden-Unfall ATS Kranken ATS<br />

1.052.475.237,10<br />

- 35.083.902,99<br />

8.981.532.934,93<br />

- 567.265.984,20<br />

109.430.184,00<br />

0,00<br />

190.747.993,36<br />

0,00<br />

175.444.159,81<br />

- 8.361.635,04<br />

616.840.000,00<br />

1.783.481.875,00<br />

953.795.167,00<br />

102.367.072,45<br />

38.649.166,23<br />

3.456.484.114,45<br />

291.894.453,00<br />

739.413.917,01<br />

306.504.199,00<br />

1.337.812.569,01<br />

1.017.391.334,11<br />

8.414.266.950,73<br />

109.430.184,00<br />

190.747.993,36<br />

995.995.178,00<br />

167.082.524,77<br />

10.894.914.164,97<br />

15.689.210.848,43<br />

7.154.534,00<br />

0,00<br />

5.053.067.420,00<br />

- 8.733.112,00<br />

530.590.513,00<br />

- 3.169.031,00<br />

119.000.000,00<br />

0,00<br />

49.552.388,58<br />

0,00<br />

5.878.828,00<br />

0,00


Leben ATS Gesamtgeschäft <strong>1998</strong> ATS 1997 ATS<br />

663.304.682,67<br />

-13.500.848,53<br />

48.276.889.898,14<br />

-503.071.129,38<br />

161.183.941,00<br />

-290.800,00<br />

2.036.746.659,71<br />

-300.000,00<br />

4.335.000,00<br />

0,00<br />

370.104.000,00<br />

1.368.278.973,20<br />

766.640.033,00<br />

265.879.038,58<br />

6.579.398,65<br />

2.770.902.044,78<br />

246.363.106,00<br />

998.279.314,12<br />

108.523.768,00<br />

1.353.166.188,12<br />

649.803.834,14<br />

47.773.818.768,76<br />

160.893.141,00<br />

2.036.446.659,71<br />

4.335.000,00<br />

50.625.297.403,61<br />

31.083.793,27<br />

54.780.449.429,78<br />

1.233.680.000,00<br />

3.756.784.801,00<br />

1.495.702.845,00<br />

277.428.090,44<br />

47.612.676,06<br />

6.763.595.736,44<br />

661.224.077,00<br />

1.608.125.373,10<br />

576.654.427,00<br />

2.846.003.877,10<br />

1.738.367.924,14<br />

-41.272.759,56<br />

49.848.580.064,56<br />

-485.862.975,97<br />

9.249.423.467,90<br />

-743.695.431,64<br />

211.504.214,00<br />

0,00<br />

2.111.537.091,65<br />

-260.000,00<br />

866.622.960,00<br />

100.183.528,81<br />

-5.916.388,04<br />

62.849.211.695,85<br />

13.571.803,87<br />

72.472.383,113,26<br />

1.722.934.453,77<br />

-48.584.751,52<br />

53.329.957.318,14<br />

-511.804.241,38<br />

9.673.307.388,93<br />

-570.725.815,20<br />

228.430.184,00<br />

0,00<br />

2.277.047.041,65<br />

-300.000,00<br />

185.657.987,81<br />

-8.361.635,04<br />

1.233.680.000,00<br />

3.756.784.801,00<br />

1.803.744.303,00<br />

285.280.684,83<br />

17.192.090,44<br />

7.079.489.788,83<br />

669.347.233,00<br />

1.891.234.954,37<br />

443.370.401,00<br />

3.003.952.588,37<br />

1.674.349.702,25<br />

52.818.153.076,76<br />

9.102.581.573,73<br />

228.430.184,00<br />

2.276.747.041,65<br />

995.995.178,00<br />

177.296.352,77<br />

67.273.553.109,16<br />

31.083.793,27<br />

77.388.079.279,63<br />

246.736.000,00<br />

605.023.952,80<br />

83.309.103,00<br />

- 82.965.426,20<br />

- 28.036.474,44<br />

852.103.629,60<br />

131.089.674,00<br />

153.541.723,24<br />

28.342.434,00<br />

312.973.831,24<br />

7.154.534,00<br />

5.044.334.308,00<br />

527.421.482,00<br />

119.000.000,00<br />

49.552.388,58<br />

5.878.828,00<br />

5.753.341.540,58<br />

6.918.419.001,42<br />

98 47


Bilanz zum 31. Dezember <strong>1998</strong><br />

Passiva<br />

Übertrag<br />

E. Nichtversicherungstechnische Rückstellungen<br />

I. Rückstellungen für Abfertigungen<br />

II. Rückstellungen für Pensionen<br />

III. Steuerrückstellungen<br />

IV. Sonstige Rückstellungen<br />

Summe andere Rückstellungen<br />

F. Depotverbindlichkeiten aus dem abgegebenen<br />

Rückversicherungsgeschäft<br />

G. Sonstige Verbindlichkeiten<br />

I. Verbindlichkeiten aus dem direkten Versicherungsgeschäft<br />

1. an Versicherungsnehmer<br />

2. an Versicherungsvermittler<br />

3. an Versicherungsunternehmen<br />

II. Abrechnungsverbindlichkeiten aus dem Rückversicherungsgeschäft<br />

III. Anleiheverbindlichkeiten (mit Ausnahme des Ergänzungskapitals)<br />

IV. Verbindlichkeiten gegen Kreditinstitute<br />

V. Andere Verbindlichkeiten<br />

Summe Verbindlichkeiten<br />

H. Rechnungsabgrenzungsposten<br />

Bilanzsumme<br />

48 98<br />

Die in der Lebensversicherung zum 31. Dezember<br />

<strong>1998</strong> unter der Position Deckungsrückstellung<br />

ausgewiesene Summe von S 47.773.818.768,76<br />

enthält die Deckungsrückstellung des eigenen<br />

Geschäfts von S 47.333.812.149,00 und des in<br />

Rückversicherung übernommenen Geschäfts von<br />

S 943.077.749,14 abzüglich des dem Rückversicherer<br />

abgegebenen Anteils von S 503.071.129,38.<br />

Die unter der Position Prämienüberträge ausgewiesene<br />

Summe von S 649.803.834,14 enthält<br />

die Prämienüberträge des eigenen Geschäfts von<br />

S 589.588.406,00 und des in Rückversicherung<br />

übernommenen Geschäfts von S 73.716.276,67<br />

Schaden-Unfall ATS Kranken ATS<br />

427.094.173,63<br />

163.855.480,32<br />

15.244.289,67<br />

15.689.210.848,43<br />

591.477.670,03<br />

2.123.435.166,69<br />

19.289.261,00<br />

360.606.180,15<br />

3.094.808.277,87<br />

1.242.266,90<br />

606.193.943,62<br />

100.677.628,48<br />

707.057.700,00<br />

149.807.580,98<br />

683.428.715,43<br />

2.247.165.568,51<br />

9.915.578,09<br />

21.042.342.539,80<br />

abzüglich des dem Rückversicherer abgegebenen<br />

Anteils von S 13.500.848,53. Ich bestätige, daß die<br />

Deckungsrückstellung und die Prämienüberträge<br />

des eigenen Geschäfts nach den hiefür geltenden<br />

Vorschriften und versicherungsmathematischen<br />

Grundlagen berechnet sind.<br />

Wien, am 29. März 1999 Jaindl<br />

57.018.934,16<br />

2.216.882,00


6.918.419.001,42<br />

130.688.639,56<br />

474.607.419,38<br />

72.084.211,26<br />

677.380.270,20<br />

2.323.044,00<br />

59.235.816,16<br />

59.610.149,33<br />

118.845.965,49<br />

4.329.242,53<br />

7.721.297.523,64<br />

Leben ATS Gesamtgeschäft <strong>1998</strong> ATS 1997 ATS<br />

151.458.162,03<br />

2.866.865,34<br />

1.179.583,93<br />

54.780.449.429,78<br />

277.728.106,41<br />

885.257.033,93<br />

161.388.360,00<br />

193.221.603,21<br />

1.517.595.103,55<br />

505.271.202,91<br />

155.504.611,30<br />

13.331.615,04<br />

706.109.665,11<br />

874.945.891,45<br />

52.697.066,65<br />

57.730.958.694,34<br />

Die in der Krankenversicherung zum 31. Dezember<br />

<strong>1998</strong> unter der Position Deckungsrückstellung<br />

ausgewiesene Summe von S 5.044.334.308,00<br />

enthält die Deckungsrückstellung des eigenen<br />

Geschäfts von S 5.053.067.420,00 abzüglich des<br />

dem Rückversicherer abgegebenen Anteils von<br />

S 8.733.112,00. Die unter der Position Prämienüberträge<br />

ausgewiesene Summe von S 7.154.534,00<br />

enthält die Prämienüberträge des eigenen<br />

Geschäfts. Ich bestätige, daß die Deckungsrück-<br />

635.571.269,82<br />

166.722.345,66<br />

18.640.755,60<br />

77.388.079.279,63<br />

999.894.416,00<br />

3.483.299.620,00<br />

180.677.621,00<br />

625.911.994,62<br />

5.289.783.651,62<br />

508.836.513,81<br />

820.934.371,08<br />

114.009.243,52<br />

707.057.700,00<br />

149.807.580,98<br />

1.449.148.529,87<br />

3.240.957.425,45<br />

66.941.887,27<br />

86.494.598.757,78<br />

stellung und die Prämienüberträge des eigenen<br />

Geschäfts nach den hiefür geltenden Vorschriften<br />

und versicherungsmathematischen Grundlagen<br />

berechnet sind.<br />

Wien, am 29. März 1999 Jaindl<br />

Ich bestätige, daß die Anlage der Deckungsstockwerte<br />

den hiefür geltenden Vorschriften<br />

entspricht. Wien, am 29. März 1999 Freitag<br />

72.472.383,113,26<br />

941.174.189,00<br />

3.385.140.863,00<br />

326.515.898,00<br />

512.230.119,06<br />

5.165.061.069,06<br />

481.152.690,94<br />

540.186.666,61<br />

165.320.874,06<br />

18.734.375,84<br />

48.195.544,47<br />

41.334.089,19<br />

1.029.831.759,35<br />

1.843.603.309,52<br />

130.986.533,99<br />

80.093.186.716,77<br />

98 49


Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1.1. bis 31.12.<strong>1998</strong><br />

Schaden- und Unfallversicherung<br />

Versicherungstechnische Rechnung:<br />

1. Abgegrenzte Prämien<br />

Verrechnete Prämien<br />

Gesamtrechnung<br />

Abgegebene Rückversicherungsprämien<br />

Veränderung durch Prämienabgrenzung<br />

Gesamtrechnung<br />

Anteil der Rückversicherer<br />

Summe Prämien<br />

2. Kapitalerträge des technischen Geschäfts<br />

3. Sonstige versicherungstechnische Erträge<br />

4. Aufwendungen für Versicherungsfälle<br />

Zahlungen für Versicherungsfälle<br />

Gesamtrechnung<br />

Anteil der Rückversicherer<br />

Veränderung der Rückstellung für noch<br />

nicht abgewickelte Versicherungsfälle<br />

Gesamtrechnung<br />

Anteil der Rückversicherer<br />

Summe Versicherungsfälle<br />

5. Erhöhung von versicherungstechnischen Rückstellungen<br />

Sonstige versicherungstechnische Rückstellungen<br />

Gesamtrechnung<br />

Anteil der Rückversicherer<br />

Summe Erhöhung versicherungstechnische Rückstellungen<br />

6. Aufwendungen für die erfolgsunabhängige<br />

Prämienrückerstattung<br />

7. Aufwendungen für die erfolgsabhängige<br />

Prämienrückerstattung<br />

8. Aufwendungen für den Versicherungsbetrieb<br />

Aufwendungen für den Versicherungsabschluß<br />

Sonstige Aufwendungen für den Versicherungsbetrieb<br />

Rückversicherungsprovisionen und Gewinnanteile aus<br />

Rückversicherungsabgaben<br />

Summe Betriebsaufwendungen<br />

9. Sonstige versicherungstechnische Aufwendungen<br />

10. Veränderung der Schwankungsrückstellung<br />

Versicherungstechnisches Ergebnis (Übertrag)<br />

50 98<br />

8.388.637.538,40<br />

-1.114.431.525,29<br />

17.719.476,82<br />

5.435.837,34<br />

5.545.850.748,94<br />

-1.047.902.687,82<br />

465.573.590,81<br />

-35.876.981,73<br />

118.659.438,00<br />

138.750,00<br />

<strong>1998</strong> ATS 1997 ATS<br />

7.274.206.013,11<br />

23.155.314,16<br />

7.297.361.327,27<br />

4.580.568,34<br />

24.065.219,42<br />

4.497.948.061,12<br />

429.696.609,08<br />

-4.927.644.670,20<br />

118.798.188,00<br />

-118.798.188,00<br />

-40.667.761,00<br />

-33.000.000,00<br />

1.920.830.988,12<br />

714.003.958,65<br />

-298.355.863,10<br />

-2.336.479.083,67<br />

-191.250.678,52<br />

-129.372.218,00<br />

-451.205.484,36<br />

7.120.881.941,75<br />

-26.599.524,12<br />

7.094.282.417,63<br />

2.526.995,34<br />

29.889.967,48<br />

4.317.333.280,13<br />

919.253.378,64<br />

-5.236.586.658,77<br />

7.990.688,00<br />

-7.990.688,00<br />

-48.529.546,00<br />

-25.000.000,00<br />

1.841.224.151,66<br />

680.116.022,42<br />

-517.047.504,94<br />

-2.004.292.669,14<br />

-242.357.749,69<br />

214.917.390,00<br />

-223.140.541,15


Schaden- und Unfallversicherung<br />

Versicherungstechnisches Ergebnis (Übertrag)<br />

Nichtversicherungstechnische Rechnung:<br />

1. Erträge aus Kapitalanlagen und Zinsenerträge<br />

Erträge aus Beteiligungen<br />

Erträge aus Grundstücken und Bauten<br />

Erträge aus sonstigen Kapitalanlagen<br />

Gewinne aus dem Abgang von Kapitalanlagen<br />

Sonstige Erträge aus Kapitalanlagen und Zinsenerträge<br />

Summe Kapitalerträge<br />

2. Aufwendungen für Kapitalanlagen und Zinsenaufwendungen<br />

Aufwendungen für die Vermögensverwaltung<br />

Abschreibungen von Kapitalanlagen<br />

Zinsenaufwendungen<br />

Verluste aus dem Abgang von Kapitalanlagen<br />

Sonstige Aufwendungen für Kapitalanlagen<br />

Summe Kapitalaufwendungen<br />

3. In die versicherungstechnische Rechnung übertragene Kapitalerträge<br />

4. Sonstige nichtversicherungstechnische Erträge<br />

5. Sonstige nichtversicherungstechnische Aufwendungen<br />

Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit Schaden und Unfall<br />

<strong>1998</strong> ATS 1997 ATS<br />

- 451.205.484,36<br />

133.177.885,47<br />

116.192.306,44<br />

485.709.212,06<br />

611.123.364,65<br />

62.973.523,40<br />

1.409.176.292,02<br />

42.416.609,40<br />

546.954.390,01<br />

47.762.161,61<br />

2.347.147,98<br />

154.191.694,44<br />

-793.672.003,44<br />

- 4.580.568,34<br />

3.580.352,47<br />

- 4.871.857,58<br />

158.426.730,77<br />

- 223.140.541,15<br />

114.458.892,11<br />

86.862.478,97<br />

543.748.722,37<br />

394.816.544,29<br />

63.888.086,59<br />

1.203.774.724,33<br />

42.343.072,92<br />

373.778.434,56<br />

2.418.490,03<br />

525.000,00<br />

15.937.324,90<br />

- 435.002.322,41<br />

- 2.526.995,34<br />

6.057.538,45<br />

-1.660.491,30<br />

547.501.912,58<br />

98 51


Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1.1. bis 31.12.<strong>1998</strong><br />

Krankenversicherung<br />

Versicherungstechnische Rechnung:<br />

1. Abgegrenzte Prämien<br />

Verrechnete Prämien<br />

Gesamtrechnung<br />

Abgegebene Rückversicherungsprämien<br />

Veränderung durch Prämienabgrenzung<br />

Gesamtrechnung<br />

Anteil der Rückversicherer<br />

Summe Prämien<br />

2. Kapitalerträge des technischen Geschäfts<br />

3. Sonstige versicherungstechnische Erträge<br />

4. Aufwendungen für Versicherungsfälle<br />

Zahlungen für Versicherungsfälle<br />

Gesamtrechnung<br />

Anteil der Rückversicherer<br />

Veränderung der Rückstellung für noch<br />

nicht abgewickelte Versicherungsfälle<br />

Gesamtrechnung<br />

Anteil der Rückversicherer<br />

Summe Versicherungsfälle<br />

5. Erhöhung von versicherungstechnischen Rückstellungen<br />

Summe Erhöhung versicherungstechnische Rückstellungen<br />

6. Aufwendungen für die erfolgsunabhängige<br />

Prämienrückerstattung<br />

7. Aufwendungen für den Versicherungsbetrieb<br />

Aufwendungen für den Versicherungsabschluß<br />

Sonstige Aufwendungen für den Versicherungsbetrieb<br />

Rückversicherungsprovisionen und Gewinnanteile<br />

aus Rückversicherungsabgaben<br />

Summe Betriebsaufwendungen<br />

8. Sonstige versicherungstechnische Aufwendungen<br />

Versicherungstechnisches Ergebnis (Übertrag)<br />

52 98<br />

3.201.364.973,20<br />

- 10.520.397,00<br />

- 1.324.764,00<br />

0,00<br />

2.524.857.722,69<br />

- 14.017.993,00<br />

10.871.201,00<br />

- 369.574,00<br />

<strong>1998</strong> ATS 1997 ATS<br />

3.190.844.576,20<br />

- 1.324.764,00<br />

3.189.519.812,20<br />

390.701.581,86<br />

1.044.243,81<br />

2.510.839.729,69<br />

10.501.627,00<br />

- 2.521.341.356,69<br />

- 467.583.431,00<br />

- 113.157.668,70<br />

280.625.476,21<br />

173.269.506,52<br />

-1.426.632,00<br />

- 452.468.350,73<br />

- 31.639.799,88<br />

- 4.924.969,13<br />

3.170.359.989,89<br />

- 2.662.121,50<br />

3.167.697.868,39<br />

345.377.522,90<br />

2.433.543,96<br />

2.460.651.704,49<br />

- 7.099.093,00<br />

- 2.453.552.611,49<br />

- 488.717.358,00<br />

- 116.657.967,30<br />

262.129.746,18<br />

181.866.186,82<br />

-1.115.898,00<br />

- 442.880.035,00<br />

- 41.181.855,99<br />

- 27.480.892,53


Krankenversicherung<br />

Versicherungstechnisches Ergebnis (Übertrag)<br />

Nichtversicherungstechnische Rechnung:<br />

1. Erträge aus Kapitalanlagen und Zinsenerträge<br />

Erträge aus Beteiligungen<br />

Erträge aus Grundstücken und Bauten<br />

Erträge aus sonstigen Kapitalanlagen<br />

Gewinne aus dem Abgang von Kapitalanlagen<br />

Sonstige Erträge aus Kapitalanlagen und Zinsenerträge<br />

Summe Kapitalerträge<br />

2. Aufwendungen für Kapitalanlagen und Zinsenaufwendungen<br />

Aufwendungen für die Vermögensverwaltung<br />

Abschreibungen von Kapitalanlagen<br />

Zinsenaufwendungen<br />

Sonstige Aufwendungen für Kapitalanlagen<br />

Summe Kapitalaufwendungen<br />

3. In die versicherungstechnische Rechnung übertragene Kapitalerträge<br />

4. Sonstige nichtversicherungstechnische Erträge<br />

5. Sonstige nichtversicherungstechnische Aufwendungen<br />

Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit Kranken<br />

<strong>1998</strong> ATS 1997 ATS<br />

-4.924.969,13<br />

12.977.591,54<br />

73.371.543,27<br />

324.654.100,71<br />

182.093.723,11<br />

25.728.395,65<br />

618.825.354,28<br />

13.895.285,52<br />

195.554.875,66<br />

135.333,00<br />

18.538.278,24<br />

-228.123.772,42<br />

-390.701.581,86<br />

42.624,05<br />

-1.255,62<br />

-4.883.600,70<br />

98 53<br />

-27.480.892,53<br />

6.934.876,34<br />

69.904.581,88<br />

325.085.601,12<br />

40.681.510,45<br />

22.463.396,16<br />

465.069.965,95<br />

12.751.539,14<br />

105.721.823,90<br />

0,00<br />

1.219.080,01<br />

-119.692.443,05<br />

-345.377.522,90<br />

9.600,00<br />

-3.512,36<br />

-27.474.804,89


Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1.1. bis 31.12.<strong>1998</strong><br />

Lebensversicherung<br />

Versicherungstechnische Rechnung:<br />

1. Abgegrenzte Prämien<br />

Verrechnete Prämien<br />

Gesamtrechnung<br />

Abgegebene Rückversicherungsprämien<br />

Veränderung durch Prämienabgrenzung<br />

Gesamtrechnung<br />

Anteil der Rückversicherer<br />

Summe Prämien<br />

2. Kapitalerträge des technischen Geschäfts<br />

3. Nicht realisierte Gewinne aus Kapitalanlagen gemäß<br />

Posten C. der Aktiva (fondsgebundene Lebensversicherung)<br />

4. Sonstige versicherungstechnische Erträge<br />

5. Aufwendungen für Versicherungsfälle<br />

Zahlungen für Versicherungsfälle<br />

Gesamtrechnung<br />

Anteil der Rückversicherer<br />

Veränderung der Rückstellung für<br />

noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle<br />

Gesamtrechnung<br />

Anteil der Rückversicherer<br />

Summe Versicherungsfälle<br />

6. Erhöhung von versicherungstechnischen Rückstellungen<br />

Deckungsrückstellung<br />

Gesamtrechnung<br />

Anteil der Rückversicherer<br />

Sonstige versicherungstechnische Rückstellungen<br />

Gesamtrechnung<br />

Anteil der Rückversicherer<br />

Summe Erhöhung versicherungstechnische Rückstellungen<br />

7. Aufwendungen f. d. erfolgsabhängige Prämienrückerstattung<br />

bzw. Gewinnbeteiligung der Versicherungsnehmer<br />

Gesamtrechnung<br />

Anteil der Rückversicherer<br />

Summe Gewinnbeteiligung<br />

8. Aufwendungen für den Versicherungsbetrieb<br />

Aufwendungen für den Versicherungsabschluß<br />

Sonstige Aufwendungen für den Versicherungsbetrieb<br />

Rückversicherungsprovisionen und Gewinnanteile aus<br />

Rückversicherungsabgaben<br />

Summe Betriebsaufwendungen<br />

9. Nicht realisierte Verluste aus Kapitalanlagen gemäß Posten C.<br />

der Aktiva (fondsgebundene Lebensversicherung)<br />

10. Sonstige versicherungstechnische Aufwendungen<br />

Versicherungstechnisches Ergebnis (Übertrag)<br />

54 98<br />

6.111.626.851,91<br />

-93.513.740,86<br />

-9.160.330,85<br />

2.262.002,97<br />

4.975.156.782,47<br />

-47.274.194,18<br />

- 3.926.665,00<br />

88.000,00<br />

1.304.527.528,54<br />

- 31.937.166,62<br />

- 38.500.000,00<br />

0,00<br />

1.926.300.000,00<br />

- 300.000,00<br />

<strong>1998</strong> ATS 1997 ATS<br />

6.018.113.111,05<br />

- 6.898.327,88<br />

6.011.214.783,17<br />

4.044.539.729,72<br />

1.241.546,22<br />

2.817.392,43<br />

4.927.882.588,29<br />

-3.838.665,00<br />

-4.924.043.923,29<br />

1.272.590.361,92<br />

- 38.500.000,00<br />

-1.234.090.361,92<br />

1.926.000.000,00<br />

-1.926.000.000,00<br />

928.129.599,33<br />

358.664.126,14<br />

-13.984.964,46<br />

-1.272.808.761,01<br />

-78.489,28<br />

-73.041.331,08<br />

629.750.584,96<br />

5.518.539.826,21<br />

26.569.218,52<br />

5.545.109.044,73<br />

3.480.278.716,56<br />

791.666,20<br />

1.867.073,26<br />

4.802.395.405,51<br />

45.235.972,82<br />

-4.847.631.378,33<br />

863.060.191,70<br />

38.500.000,00<br />

-901.560.191,70<br />

1.753.000.000,00<br />

-1.753.000.000,00<br />

851.420.960,18<br />

362.890.715,61<br />

-11.430.080,65<br />

-1.202.881.595,14<br />

-161.812,24<br />

-92.609.264,95<br />

230.202.258,39


Lebensversicherung<br />

Versicherungstechnisches Ergebnis (Übertrag)<br />

Nichtversicherungstechnische Rechnung:<br />

1. Erträge aus Kapitalanlagen und Zinsenerträge<br />

Erträge aus Beteiligungen<br />

Erträge aus Grundstücken und Bauten<br />

Erträge aus sonstigen Kapitalanlagen<br />

Gewinne aus dem Abgang von Kapitalanlagen<br />

Sonstige Erträge aus Kapitalanlagen und Zinsenerträge<br />

Summe Kapitalerträge<br />

2. Aufwendungen für Kapitalanlagen und Zinsenaufwendungen<br />

Aufwendungen für die Vermögensverwaltung<br />

Abschreibungen von Kapitalanlagen<br />

Zinsenaufwendungen<br />

Verluste aus dem Abgang von Kapitalanlagen<br />

Sonstige Aufwendungen für Kapitalanlagen<br />

Summe Kapitalaufwendungen<br />

3. In die versicherungstechnische Rechnung übertragene Kapitalerträge<br />

4. Sonstige nichtversicherungstechnische Erträge<br />

5. Sonstige nichtversicherungstechnische Aufwendungen<br />

Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit Leben<br />

<strong>1998</strong> ATS 1997 ATS<br />

629.750.584,96<br />

48.602.642,80<br />

236.864.676,82<br />

3.037.477.431,79<br />

1.292.837.904,88<br />

102.929.619,90<br />

4.718.712.276,19<br />

40.716.641,69<br />

553.030.049,05<br />

0,00<br />

6.334.098,02<br />

74.091.757,71<br />

-674.172.546,47<br />

-4.044.539.729,72<br />

912.664,68<br />

-70.430,61<br />

630.592.819,03<br />

230.202.258,39<br />

41.528.890,00<br />

261.872.277,32<br />

3.029.463.130,50<br />

807.690.031,77<br />

43.151.642,81<br />

4.183.705.972,40<br />

36.070.866,14<br />

649.721.946,92<br />

16.939.295,89<br />

0,00<br />

695.146,89<br />

-703.427.255,84<br />

-3.480.278.716,56<br />

49.924,53<br />

-3.691,38<br />

230.248.491,54<br />

98 55


Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1.1. bis 31.12.<strong>1998</strong><br />

Schaden-Unfall + Kranken + Leben = Gesamtgeschäft<br />

Versicherungstechnisches Ergebnis (Übertrag)<br />

Nichtversicherungstechnische Rechnung:<br />

1. Erträge aus Kapitalanlagen und Zinsenerträge<br />

Erträge aus Beteiligungen<br />

Erträge aus Grundstücken und Bauten<br />

Erträge aus sonstigen Kapitalanlagen<br />

Gewinne aus dem Abgang von Kapitalanlagen<br />

Sonstige Erträge aus Kapitalanlagen und Zinsenerträge<br />

Summe Kapitalerträge<br />

2. Aufwendungen für Kapitalanlagen und Zinsenaufwendungen<br />

Aufwendungen für die Vermögensverwaltung<br />

Abschreibungen von Kapitalanlagen<br />

Zinsenaufwendungen<br />

Verluste aus dem Abgang von Kapitalanlagen<br />

Sonstige Aufwendungen für Kapitalanlagen<br />

Summe Kapitalaufwendungen<br />

3. In die versicherungstechnische Rechnung übertragene Kapitalerträge<br />

4. Sonstige nichtversicherungstechnische Erträge<br />

5. Sonstige nichtversicherungstechnische Aufwendungen<br />

6. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit<br />

7. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag<br />

8. Jahresüberschuß<br />

9. Auflösung von Rücklagen<br />

Auflösung der Bewertungsreserve aufgrund von Sonderabschreibungen<br />

Auflösung sonstiger unversteuerter Rücklagen<br />

Summe Rücklagenauflösung<br />

10. Zuweisung an Rücklagen<br />

Zuweisung an die Risikorücklage gemäß § 73a VAG<br />

Zuweisung an die Bewertungsreserve aufgrund von Sonderabschreibungen<br />

Zuweisung an sonstige unversteuerte Rücklagen<br />

Zuweisung an freie Rücklagen<br />

Summe Rücklagenzuweisung<br />

11. Jahresgewinn<br />

12.<br />

Gewinnvortrag<br />

Bilanzgewinn<br />

56 99 98<br />

<strong>1998</strong> ATS 1997 ATS<br />

173.620.131,47<br />

194.758.119,81<br />

426.428.526,53<br />

3.847.840.744,56<br />

2.086.054.992,64<br />

191.631.538,95<br />

6.746.713.922,49<br />

97.028.536,61<br />

1.295.539.314,72<br />

47.897.494,61<br />

8.681.246,00<br />

246.821.730,39<br />

-1.695.968.322,33<br />

-4.439.821.879,92<br />

4.535.641,20<br />

-4.943.543,81<br />

784.135.949,10<br />

-112.643.941,44<br />

671.492.007,66<br />

46.738.357,14<br />

264.959.351,00<br />

311.697.708,14<br />

8.123.156,00<br />

329.847.938,41<br />

68.888.569,00<br />

308.241.458,00<br />

-715.101.121,41<br />

268.088.594,39<br />

17.192.090,44<br />

285.280.684,83<br />

-20.419.175,29<br />

162.922.658,45<br />

418.639.338,17<br />

3.898.297.453,99<br />

1.243.188.086,51<br />

129.503.125,56<br />

5.852.550.662,68<br />

91.165.478,20<br />

1.129.222.205,38<br />

19.357.785,92<br />

525.000,00<br />

17.851.551,80<br />

-1.258.122.021,30<br />

-3.828.183.234,80<br />

6.117.062,98<br />

-1.667.695,04<br />

750.275.599,23<br />

-334.683.796,02<br />

415.591.803,21<br />

113.421.091,60<br />

258.066.165,00<br />

371.487.256,60<br />

6.474.362,00<br />

119.492.405,43<br />

75.907.716,00<br />

355.389.162,00<br />

-557.263.645,43<br />

229.815.414,38<br />

47.612.676,06<br />

277.428.090,44


Kraftfahrzeug-Haftpflichtversicherung<br />

Gesonderte Erfolgsrechnung,<br />

direktes inländisches Geschäft:<br />

1. Abgegrenzte Prämien<br />

Verrechnete Prämien<br />

Gesamtrechnung<br />

Abgegebene Rückversicherungsprämien<br />

Veränderung durch Prämienabgrenzung<br />

Gesamtrechnung<br />

Anteil der Rückversicherer<br />

Summe Prämien<br />

2. Sonstige versicherungstechnische Erträge<br />

3. Aufwendungen für Versicherungsfälle<br />

Zahlungen für Versicherungsfälle<br />

Gesamtrechnung<br />

Anteil der Rückversicherer<br />

Veränderung der Rückstellung für noch nicht abgewickelte<br />

Versicherungsfälle<br />

Gesamtrechnung<br />

Anteil der Rückversicherer<br />

Summe Versicherungsfälle<br />

4. Aufwendungen für die erfolgsunabhängige<br />

Prämienrückerstattung<br />

5. Aufwendungen für den Versicherungsbetrieb<br />

Aufwendungen für den Versicherungsabschluß<br />

Sonstige Aufwendungen für den Versicherungsbetrieb<br />

Rückversicherungsprovisionen und Gewinnanteile aus<br />

Rückversicherungsabgaben<br />

Summe Betriebsaufwendungen<br />

6. Sonstige versicherungstechnische Aufwendungen<br />

7. Veränderung der Schwankungsrückstellung<br />

Versicherungstechnisches Ergebnis Kfz<br />

2.060.780.069,00<br />

-23.663.264,47<br />

9.483.693,00<br />

162.625,38<br />

1.450.570.625,00<br />

-717.159,70<br />

108.667.985,00<br />

-10.698.169,95<br />

<strong>1998</strong> ATS 1997 ATS<br />

2.037.116.804,53<br />

9.646.318,38<br />

2.046.763.122,91<br />

1.673.199,00<br />

1.449.853.465,30<br />

97.969.815,05<br />

- 1.547.823.280,35<br />

- 1.338.829,00<br />

410.658.284,97<br />

222.626.434,31<br />

- 633.356,09<br />

- 632.651.363,19<br />

- 49.779.362,00<br />

- 51.909.496,00<br />

- 235.066.008,63<br />

1.800.403.069,13<br />

- 6.959.328,59<br />

1.793.443.740,54<br />

1.783.630,00<br />

1.327.282.690,90<br />

200.892.619,95<br />

- 1.528.175.310,85<br />

- 2.565.358,00<br />

387.682.858,26<br />

214.117.456,00<br />

- 226.506.991,27<br />

- 375.293.322,99<br />

- 69.038.370,00<br />

108.186.542,00<br />

- 71.658.449,30<br />

98 57


Anhang<br />

I. Allgemeine Angaben zu den<br />

Bilanzierungs- und<br />

Bewertungsmethoden<br />

Der Jahresabschluß wurde unter Beachtung der<br />

Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung<br />

sowie unter Beachtung der Generalnorm, ein<br />

möglichst getreues Bild der Vermögens-, der<br />

Finanz- und der Ertragslage des Unternehmens<br />

zu vermitteln, aufgestellt.<br />

Dem Grundsatz der Vorsicht wurde dadurch<br />

entsprochen, daß nur die am Bilanzstichtag verwirklichten<br />

Gewinne ausgewiesen wurden und<br />

alle erkennbaren Risiken und drohenden Verluste<br />

bilanzmäßig erfaßt worden sind. Die Zahlenangaben<br />

erfolgen grundsätzlich in TS = tausend<br />

Schilling. Vorjahreswerte sind als solche bezeichnet<br />

bzw. in Klammer gesetzt.<br />

II. Bilanzierungs- und<br />

Bewertungsgrundsätze<br />

Grundstücke werden zu Anschaffungskosten,<br />

Bauten werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten,<br />

vermindert um planmäßige<br />

Abschreibungen, bewertet. Instandsetzungsaufwendungen<br />

für Wohngebäude, die an nicht<br />

betriebszugehörige Personen vermietet sind,<br />

werden grundsätzlich auf zehn Jahre verteilt.<br />

Die Kapitalanlagen der fondsgebundenen<br />

Lebensversicherung sind nach dem<br />

Tageswertgrundsatz bewertet. Die Kapitalanlage<br />

in der fondsgebundenen Lebensversicherung<br />

erfolgt in folgenden Fonds: Vorsorge Rentenfonds<br />

(Ringturm-Kapitalanlagegesellschaft,<br />

Wien), DekaRent-International (DEKA-Kapitalanlagegesellschaft,<br />

Deutschland), FONDIS<br />

(ADIG-Investmentgesellschaft, Deutschland)<br />

sowie Fidelity Growth, Fidelity Moderate und<br />

Fidelity Global (Fidelity Investments Luxembourg<br />

S.A., Luxemburg).<br />

Alle übrigen Wertpapiere einschließlich der<br />

Anteile an verbundenen Unternehmen und der<br />

Beteiligungen sind nach dem strengen Niederstwertgrundsatz<br />

bewertet; die außerplanmäßigen<br />

Abschreibungen betrugen im Geschäftsjahr<br />

TS 904.770 (TS 840.071).<br />

Hypothekenforderungen und sonstige Ausleihungen<br />

einschließlich jener an verbundene<br />

Unternehmen und an Unternehmen, mit denen<br />

ein Beteiligungsverhältnis besteht, werden<br />

grundsätzlich mit dem Nennbetrag der aushaftenden<br />

Forderungen bewertet. Ein Zuzählungsdisagio<br />

wird auf die Laufzeit der Darlehen verteilt<br />

und auf der Passivseite der Bilanz unter den<br />

Rechnungsabgrenzungsposten ausgewiesen.<br />

Zu Forderungen, deren Einbringlichkeit zweifelhaft<br />

ist, werden ausreichende Einzelwertberichtigungen<br />

gebildet, die von den Nennbeträgen<br />

abgezogen werden. Die Bewertung der Sachanlagen<br />

(ausgenommen Grundstücke und<br />

Bauten) erfolgt zu Anschaffungskosten, vermindert<br />

um planmäßige Abschreibungen. Geringwertige<br />

Vermögensgegenstände werden im<br />

Zugangsjahr zur Gänze abgeschrieben. Zuschreibungen<br />

zu Vermögensgegenständen wurden<br />

nicht vorgenommen.<br />

Die Prämienüberträge in der Schaden- und<br />

Unfallversicherung werden im wesentlichen zeitanteilig<br />

unter Abzug eines Kostenabschlages in<br />

Höhe von TS 157.313 (TS 161.350) berechnet. In<br />

der Lebensversicherung werden Prämienüberträge<br />

in der im Geschäftsplan vorgeschriebenen<br />

Höhe gebildet, wobei keine Kostenabschläge in<br />

98 59


60 98<br />

Abzug gebracht werden. In der Krankenversicherung<br />

werden die Prämienüberträge ohne<br />

Kostenabschlag zeitanteilig berechnet.<br />

Die Deckungsrückstellung wird nach den<br />

Berechnungsformeln, die in den durch die<br />

Versicherungsaufsichtsbehörde genehmigten<br />

oder der Versicherungsaufsichtsbehörde vorgelegten<br />

Geschäftsplänen festgelegt sind, unter<br />

Verwendung der geschäftsplanmäßigen Rechnungsgrundlagen<br />

berechnet.<br />

Die Rückstellung für noch nicht abgewickelte<br />

Versicherungsfälle im direkten Geschäft der<br />

Schaden- und Unfallversicherung und der<br />

Lebensversicherung wird für die bis zum Bilanzstichtag<br />

gemeldeten Schäden durch Einzelbewertung<br />

der noch nicht erledigten Schadensfälle<br />

bemessen und um pauschale Sicherheitszuschläge<br />

für nicht erkennbare, größere Schäden<br />

ergänzt. Für Spätschäden werden nach den<br />

Erfahrungen der Vergangenheit bemessene Pauschalrückstellungen<br />

gebildet.<br />

In der Krankenversicherung werden die Rückstellungen<br />

für die noch nicht abgewickelten<br />

Versicherungsfälle mit pauschalen Prozentsätzen<br />

der im Geschäftsjahr geleisteten<br />

Zahlungen für Versicherungsfälle bemessen. Die<br />

Prozentsätze blieben im Vergleich zum Vorjahr<br />

unverändert.<br />

Im indirekten Geschäft beruhen die Rückstellungen<br />

für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle<br />

überwiegend auf den Meldungen<br />

der Zedenten zum Stichtag 31. Dezember 1997<br />

bzw. 31. Dezember <strong>1998</strong>. Die gemeldeten Beträge<br />

wurden um Zuschläge ergänzt, wenn dies<br />

nach den Erfahrungen der Vergangenheit für<br />

erforderlich gehalten wurde.<br />

Die Schwankungsrückstellung wird nach den<br />

Vorschriften der Verordnung des Bundesministers<br />

für Finanzen BGBl. Nr. 545/1991 in der<br />

Fassung BGBl. II Nr. 66/1997 berechnet.<br />

Die Rückstellung für erfolgsabhängige Prämienrückerstattung<br />

bzw. Gewinnbeteiligung<br />

der Versicherungsnehmer enthält die Beträge,<br />

die aufgrund der Geschäftspläne und der<br />

Satzung für Prämienrückerstattungen den Versicherungsnehmern<br />

gewidmet wurden und über<br />

die am Bilanzstichtag noch keine Verfügung<br />

getroffen war.<br />

Die Rückstellungen für Abfertigungen betragen<br />

50 % bzw. für Mitarbeiter, die zum Bilanzstichtag<br />

das fünfzigste Lebensjahr vollendet<br />

haben, 60 % der fiktiven gesetzlichen und kollektivvertraglichen<br />

Abfertigungsverpflichtungen am<br />

Bilanzstichtag. Eine zum Stichtag 31. Dezember<br />

<strong>1998</strong> nach versicherungsmathematischen Grundsätzen<br />

vorgenommene Berechnung des Dekkungskapitals<br />

der Abfertigungsverpflichtungen<br />

(Rechnungszinssatz 6 %, Teilwertverfahren) hat<br />

einen Betrag von TS 1.130.457 (TS 1.103.794) =<br />

62,5% der fiktiven Abfertigungsverpflichtungen<br />

ergeben.<br />

Die in der Bilanz ausgewiesenen Rückstellungen<br />

sind um TS 130.563 (TS 162.620) niedriger als<br />

das versicherungsmathematisch berechnete<br />

Rückstellungserfordernis.<br />

Die in der Bilanz zum 31. Dezember <strong>1998</strong> ausgewiesenen<br />

Rückstellungen für Pensionen von<br />

TS 3.483.300 (TS 3.385.141) setzen sich aus den<br />

nach den Vorschriften des § 14 in Verbindung mit<br />

§ 116 EStG berechneten Pensionsrückstellungen<br />

von TS 2.980.593 (TS 2.816.090), einem versteuerten<br />

Betrag von TS 26.595 (TS 26.595) und dem<br />

Fehlbetrag gemäß Artikel X Abs. 3 und 4 RLG von<br />

TS 476.111 (TS 542.456), der unter den aktiven<br />

Rechnungsabgrenzungsposten gesondert ausgewiesen<br />

wird, zusammen; der Fehlbetrag verminderte<br />

sich im Jahr <strong>1998</strong> um TS 66.345<br />

(TS 69.481).<br />

Die Pensionsrückstellungen sind um TS 189.375<br />

(TS 245.223) niedriger als die Summe aus dem<br />

mit einem Rechnungszinssatz von 6% (Tafelwerk


Ettl-Pagler) nach dem Teilwertverfahren berechneten<br />

Deckungskapital der Pensionsanwartschaften<br />

und dem Barwert der flüssigen<br />

Pensionen von insgesamt TS 3.007.188<br />

(TS 3.630.364).<br />

Die auf fremde Währung lautenden Beträge<br />

werden zum Devisen-Mittelkurs vom Bilanzstichtag<br />

bzw. zur festgelegten EURO-Parität in<br />

Schillingwährung umgerechnet.<br />

Die technischen Posten des übernommenen<br />

Rückversicherungsgeschäftes und die damit<br />

zusammenhängenden Retrozessionsabgaben<br />

werden in der Lebensversicherung und in der<br />

Schaden- und Unfallversicherung teilweise ein<br />

Jahr zeitversetzt in den Jahresabschluß aufgenommen.<br />

Zu den nicht in der Bilanz ausgewiesenen<br />

Haftungsverhältnissen werden folgende<br />

Erläuterungen gegeben: Es besteht eine<br />

Patronatserklärung zu Gunsten der Business<br />

Park Brunn Entwicklungs GmbH in Höhe von<br />

TS 32.000 (TS 29.000) sowie eine Garantieerklärung<br />

zu Gunsten der APC-Geschäftscenter<br />

Betriebsgesellschaft m.b.H. in Höhe von<br />

TS 13.000 (TS 0). Weiters besteht eine solidarische<br />

Haftung für Kredite, die von der Country Inn<br />

VIC Hotelerrichtungs- und Betriebsgesellschaft<br />

m.b.H. bis zu einem Gesamtbetrag von TS<br />

143.000 (TS 143.000) aufgenommen wurden. Das<br />

Unternehmen haftet für in der Bauphase aufgenommene<br />

Kredite der „THG“ Thermenzentrum<br />

Geinberg Errichtungs-GmbH bis zu einem<br />

Gesamtbetrag von TS 43.000 (TS 43.000). Für die<br />

Rückzahlung von Kreditverbindlichkeiten der<br />

PFG Parkflächenbewirtschaftung GmbH besteht<br />

eine anteilige Haftung in Höhe von TS 77.984<br />

(TS 0). Ferner haftet das Unternehmen für<br />

Darlehensrückzahlungen der Angestellten an die<br />

Spar- und Vorschußkasse der Angestellten der<br />

„Wiener Städtischen Allgemeine Versicherung<br />

Aktiengesellschaft“ reg.Gen.m.b.H. mit TS 2.570<br />

(TS 3.233).<br />

III. Erläuterungen zu Posten der<br />

Bilanz<br />

Immaterielle Vermögensgegenstände, die von<br />

verbundenen Unternehmen erworben wurden,<br />

sind mit einem Bilanzwert von TS 3.835 (TS 8.853)<br />

enthalten.<br />

Die Grundwerte der bebauten und unbebauten<br />

Grundstücke betrugen am 31. Dezember<br />

<strong>1998</strong> TS 2.070.295 (TS 1.819.974).<br />

Der Bilanzwert der selbst genutzten Grundstücke<br />

beträgt TS 1.077.545 (TS 1.110.706).<br />

Die Sonstigen Ausleihungen, die nicht durch<br />

einen Versicherungsvertrag gesichert sind, gliedern<br />

sich wie folgt auf: Darlehen an die Republik<br />

Österreich in Höhe von TS 13.324.910 (TS<br />

14.088.553), Darlehensforderungen an übrige<br />

Körperschaften des öffentlichen Rechts in Höhe<br />

von TS 1.891.004 (TS 1.922.893) und Darlehensforderungen<br />

an andere Darlehensnehmer in Höhe<br />

von TS 1.666.483 (TS 2.064.739).<br />

Die Zeitwerte der Kapitalanlagen, ausgenommen<br />

Grundstücke und Bauten, für die der<br />

Zeitwert erstmalig im Jahresabschluß 1999 zu<br />

veröffentlichen ist, betragen:<br />

Posten nach § 81 c Abs. 2 VAG Zeitwert Zeitwert<br />

Beträge in TS 31. 12. 98 31.12.97<br />

Anteile an verbundenen Unternehmen 3.280.641 2.074.460<br />

Darlehen an verbundene Unternehmen 215.850 81.400<br />

Beteiligungen<br />

Schuldverschreibungen von und Darlehen<br />

an Unternehmen, mit denen ein<br />

5.398.465 4.964.127<br />

Beteiligungsverhältnis besteht<br />

Aktien und andere nicht<br />

2.314.069 3.008.129<br />

festverzinsliche Wertpapiere<br />

Schuldverschreibungen und<br />

21.903.706 10.849.250<br />

andere festverzinsliche Wertpapiere 18.248.429 22.540.903<br />

Hypothekenforderungen 4.760.225 4.454.419<br />

Vorauszahlungen auf Polizzen 201.385 153.665<br />

Sonstige Ausleihungen 16.882.397 18.076.185<br />

Guthaben bei Kreditinstituten 31.592 320.945<br />

73.236.759 66.523.483<br />

98 61


62 98<br />

Die Anteile an verbundenen Unternehmen und<br />

die Beteiligungen wurden zu Börsenkursen<br />

bewertet. Wo solche nicht bestehen, wurden sie<br />

mit den Anschaffungskosten, gegebenenfalls<br />

vermindert um außerplanmäßige Abschreibungen<br />

bzw. mit den höheren offen ausgewiesenen<br />

anteiligen Eigenmitteln des letztvorliegenden<br />

Jahresabschlusses, bewertet. Die Aktien und die<br />

übrigen Wertpapiere wurden zu Börsenkursen,<br />

wo solche nicht bestehen, wurden sie zu Anschaffungskosten,<br />

gegebenenfalls vermindert um<br />

außerplanmäßige Abschreibungen, bewertet. Die<br />

übrigen Kapitalanlagen wurden zu Nennwerten,<br />

gegebenenfalls vermindert um außerplanmäßige<br />

Abschreibungen, bewertet.<br />

In der Krankenversicherung erfolgt die Berechnung<br />

der Deckungsrückstellung in allen<br />

Bestandsgruppen nach den im Geschäftsplan<br />

festgelegten und von der Versicherungsaufsichtsbehörde<br />

genehmigten Grundsätzen.<br />

In der Einzelversicherung erfolgt die Berechnung<br />

der Deckungsrückstellung ausschließlich für<br />

jeden einzelnen Vertrag. Dies gilt auch für den<br />

von der Novelle 1994 des Versicherungsvertragsgesetzes<br />

betroffenen Neuzugang in der Gruppenversicherung.<br />

In der restlichen Gruppenversicherung<br />

wird eine pauschale Deckungsrückstellung<br />

gebildet.<br />

Die Berechnung der Deckungsrückstellung<br />

erfolgt ausschließlich nach der prospektiven<br />

Methode. Die Berechnung der Deckungsrückstellung<br />

berücksichtigt, daß bei vorzeitiger<br />

Vertragskündigung oder Tod der versicherten<br />

Person die Deckungsrückstellung des jeweiligen<br />

Vertrages zugunsten der Versichertengemeinschaft<br />

verfällt.<br />

Als versicherungsmathematische Grundlagen für<br />

die Berechnung der Deckungsrückstellung stammen<br />

die Schadenshäufigkeiten überwiegend aus<br />

Auswertungen des eigenen Schadensbestandes.<br />

Die Sterblichkeiten wurden der Österreichischen<br />

allgemeinen Sterbetafel/Männer 1949/51 entnommen.<br />

In Übereinstimmung mit der Prämienkalkulation<br />

wird die Deckungsrückstellung größtenteils<br />

mit einem Rechnungszins von 3 % p.a.<br />

berechnet.<br />

In der Lebensversicherung erfolgt die Berechnung<br />

der Deckungsrückstellung nach den<br />

im Geschäftsplan festgelegten und von der<br />

Versicherungsaufsichtsbehörde genehmigten<br />

Grundsätzen bzw. nach den der Versicherungsaufsichtsbehörde<br />

zur Kenntnis gebrachten<br />

Grundlagen.<br />

Die Deckungsrückstellung wird für jeden einzelnen<br />

Fall individuell berechnet, dabei wird fast<br />

ausschließlich die prospektive Methode angewandt.<br />

Die wichtigsten verwendeten Wahrscheinlichkeitstafeln<br />

sind:<br />

für Kapitalversicherungen:<br />

DM 24/26, ÖVM 80/82, ÖVM 90/92<br />

für Rentenversicherungen:<br />

EROM/EROF, AVÖ 1996 R<br />

Für den überwiegenden Teil des Bestandes wird<br />

die Deckungsrückstellung mit einem Rechnungszins<br />

von 3 % p.a. berechnet, bei einem Teil der<br />

neueren Tarife unterliegt die Berechnung der<br />

Deckungsrückstellung einem Rechnungszinssatz<br />

von 4 % p.a.<br />

Erläuterungen zu den Pensionsrückstellungen<br />

und Abfertigungsrückstellungen sind unter<br />

Punkt II des Anhanges dargestellt.<br />

Von dem im Posten Andere Verbindlichkeiten<br />

enthaltenen Betrag, entfallen auf Verbindlichkeiten<br />

aus Steuern TS 319.584 (TS 638.978)<br />

und auf Verbindlichkeiten im Rahmen der<br />

sozialen Sicherheit TS 49.577 (TS 48.077).


Nachstehende Bilanzposten entfallen auf verbundene Unternehmen und auf Unternehmen, mit<br />

denen ein Beteiligungsverhältnis besteht:<br />

Beträge in TS Verbundene Unternehmen<br />

Guthaben bei Kreditinstituten<br />

Hypothekenforderungen<br />

Depotforderungen<br />

Forderungen aus dem direkten<br />

Versicherungsgeschäft<br />

Abrechnungsforderungen aus dem<br />

Rückversicherungsgeschäft<br />

Sonstige Forderungen<br />

Verbindlichkeiten aus dem direkten<br />

Versicherungsgeschäft<br />

Abrechnungsverbindlichkeiten aus dem<br />

Rückversicherungsgeschäft<br />

Verbindlichkeiten gegen Kreditinstitute<br />

Andere Verbindlichkeiten<br />

Immaterielle<br />

Vermögensgegenstände<br />

Grundstücke<br />

und Bauten<br />

<strong>1998</strong><br />

0<br />

862.649<br />

62.216<br />

1.867<br />

8.697<br />

519.478<br />

1.916<br />

10.444<br />

0<br />

69.635<br />

1997<br />

0<br />

817.041<br />

68.052<br />

16.986<br />

33.364<br />

1.108.916<br />

1)<br />

Anteile an Darlehen an<br />

verbundenen verbundene<br />

Unternehmen Unternehmen<br />

3.408<br />

3.555<br />

0<br />

15.653<br />

Unternehmen, mit denen ein<br />

Beteiligungsverhältnis besteht<br />

<strong>1998</strong><br />

2.500<br />

60.862<br />

572.847<br />

577<br />

173.575<br />

90.798<br />

1.703<br />

22.299<br />

0<br />

110.565<br />

1997<br />

102.529<br />

62.881<br />

492.257<br />

184<br />

100.550<br />

94.446<br />

3.154<br />

15.544<br />

1.037<br />

109.825<br />

Die Bilanzwerte der Immateriellen Vermögensgegenstände, Grundstücke und Bauten sowie<br />

Kapitalanlagen in verbundenen Unternehmen und Beteiligungen haben sich wie folgt entwickelt:<br />

Beträge in TS<br />

Beteiligungen Schuldverschreibungen<br />

von und Darlehen an<br />

Unternehmen, mit denen<br />

ein Beteiligungsverhältnis<br />

besteht<br />

Stand am<br />

31. Dez. 1997 33.983 7.753.839 1.693.781 81.400 4.350.383 2.906.384<br />

Zugänge 24.627 1.085.076 1.158.283 95.000 1.061.202 45.000<br />

Abgänge 0 21.101 56.121 55.550 267.175 637.000<br />

Umbuchungen 0 571.292 80.738 95.000 80.738 95.000<br />

Abschreibungen<br />

Stand am<br />

17.622 370.674 55.818 0 117.223 2.591<br />

31. Dez. <strong>1998</strong> 40.988 9.018.432 2.820.863 215.850 4.946.449 2.216.793<br />

1) Darin enthalten sind Abgänge in Höhe von TS 52.142 aus der Verschmelzung mit der Seniorenresidenz Mirabell, der Landstraßer Hauptstraße 71<br />

Realbesitz GmbH Wien, der PLAZA Hotel am Schottenring Betriebsgesellschaft m.b.H. Wien und der Projektbau Ges.m.b.H. Salzburg.<br />

98 63


64 98<br />

IV. Erläuterungen zu Posten der Gewinn- und Verlustrechnung<br />

Die verrechneten Prämien, die abgegrenzten Prämien, die Aufwendungen für Versicherungsfälle,<br />

die Aufwendungen für den Versicherungsbetrieb und der Rückversicherungssaldo<br />

in der Schaden- und Unfallversicherung gliedern sich im Jahr <strong>1998</strong> wie folgt<br />

auf:<br />

Gesamtrechnung<br />

Beträge in TS<br />

Direktes Geschäft<br />

Verrechnete<br />

Prämien<br />

Abgegrenzte<br />

Prämien<br />

Aufwendungen<br />

für<br />

Versicherungsfälle<br />

Aufwendungen<br />

für den<br />

Versicherungsbetrieb<br />

Rückversicherungssaldo<br />

Feuer- und Feuerbetriebsunterbrechungsversicherung<br />

971.370 987.951 1.010.525 320.289 378.891<br />

Haushaltsversicherung 765.670 761.927 385.139 244.418 – 719<br />

Sonstige Sachversicherungen 1.026.568 1.019.562 677.816 339.790 – 25.904<br />

Kraftfahrzeug-Haftpflichtversicherung 2.060.780 2.070.264 1.559.239 633.285 – 11.452<br />

Sonstige Kraftfahrzeugversicherungen 951.713 944.002 707.642 282.609 – 11.734<br />

Unfallversicherung 647.157 647.617 321.664 209.330 – 4.001<br />

Haftpflichtversicherung 738.348 743.229 542.119 253.832 6.556<br />

Rechtsschutzversicherung 267.875 267.363 136.528 84.271 33<br />

See-, Luftfahrt- und Transportversicherung 187.284 188.679 147.383 52.772 – 905<br />

Kredit- und Kautionsversicherung 447 466 67 98 – 226<br />

Sonstige Versicherungen 82.172 81.546 52.169 27.085 – 25.225<br />

7.699.384 7.712.606 5.540.291 2.447.779 305.314<br />

Vorjahreswerte 7.674.690 7.644.540 5.146.884 2.336.898 – 259.860<br />

Indirektes Geschäft<br />

See-, Luftfahrt- und Transportversicherung 30.055 29.907 14.914 13.642 – 1.847<br />

Sonstige Versicherungen 659.198 663.844 456.219 173.413 – 30.327<br />

689.253 693.751 471.133 187.055 – 32.174<br />

Vorjahreswerte 966.394 967.822 905.321 184.442 74.446<br />

Direktes und indirektes<br />

Geschäft insgesamt 8.388.637 8.406.357 6.011.424 2.634.834 273.140<br />

Vorjahreswerte 8.641.084 8.612.362 6.052.205 2.521.340 – 185.414


Die verrechneten Prämien für Krankenversicherungen gliedern sich im Jahr <strong>1998</strong> wie folgt:<br />

Beträge in TS<br />

Direktes Geschäft<br />

Einzelversicherungen<br />

Gruppenversicherungen<br />

Indirektes Geschäft<br />

Einzelversicherungen<br />

Gruppenversicherungen<br />

Die verrechneten Prämien für Lebensversicherungen gliedern sich im Jahr <strong>1998</strong> wie folgt:<br />

Beträge in TS<br />

Direktes Geschäft<br />

Indirektes Geschäft<br />

Für Lebensversicherungen setzen sich die Prämien im direkten Geschäft wie folgt zusammen:<br />

Beträge in TS<br />

Einzelversicherungen<br />

Gruppenversicherungen<br />

Verträge mit Einmalprämien<br />

Verträge mit laufenden Prämien<br />

Verträge mit Gewinnbeteiligung<br />

Verträge ohne Gewinnbeteiligung<br />

Verträge fondsgebundene Lebensversicherung<br />

Der Rückversicherungssaldo der Lebensversicherung<br />

war im Jahr <strong>1998</strong> mit TS 22.665<br />

(TS 22.142) negativ. Der Rückversicherungssaldo<br />

der Krankenversicherung war im Jahr<br />

<strong>1998</strong> mit TS 5.457 (TS 8.596) positiv. Die<br />

abgegrenzten Prämien im indirekten Geschäft<br />

der Schaden- und Unfallversicherung von<br />

<strong>1998</strong><br />

2.201.468<br />

995.499<br />

270<br />

4.128<br />

3.201.365<br />

<strong>1998</strong><br />

5.904.938<br />

206.689<br />

6.111.627<br />

<strong>1998</strong><br />

5.400.422<br />

504.516<br />

5.904.938<br />

1.489.277<br />

4.415.661<br />

5.904.938<br />

5.760.759<br />

124.618<br />

19.561<br />

5.904.938<br />

1997<br />

2.190.992<br />

987.523<br />

0<br />

1.531<br />

3.180.046<br />

1997<br />

5.429.008<br />

184.953<br />

5.613.961<br />

1997<br />

5.055.678<br />

373.330<br />

5.429.008<br />

1.180.606<br />

4.248.402<br />

5.429.008<br />

5.296.919<br />

126.902<br />

5.187<br />

5.429.008<br />

TS 693.751 (TS 967.822) wurden teilweise um ein<br />

Jahr zeitversetzt in die Gewinn- und Verlustrechnung<br />

aufgenommen. Von den abgegrenzten<br />

Prämien im indirekten Geschäft der Lebensversicherung<br />

von TS 203.144 (TS 181.788) wurden<br />

TS 5.332 (TS 5.214) um ein Jahr zeitversetzt in<br />

die Gewinn- und Verlustrechnung aufgenommen.<br />

98 65


66 98<br />

Von den in der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesenen Erträgen aus Beteiligungen und<br />

Erträgen aus sonstigen Kapitalanlagen entfallen auf verbundene Unternehmen folgende Beträge:<br />

Beträge in TS<br />

Erträge aus Beteiligungen:<br />

Schaden- und Unfallversicherung<br />

Krankenversicherung<br />

Lebensversicherung<br />

Gesamt<br />

Erträge aus sonstigen Kapitalanlagen:<br />

Schaden- und Unfallversicherung<br />

Krankenversicherung<br />

Lebensversicherung<br />

Gesamt<br />

Die gesamten Erträge aus der Kapitalveranlagung<br />

in der Lebensversicherung und in<br />

der Krankenversicherung wurden in die technische<br />

Rechnung übertragen, da die Kapitalerträge<br />

in diesen beiden Bereichen einen Bestandteil<br />

In den Posten Aufwendungen für Versicherungsfälle, Aufwendungen für den Versicherungsbetrieb,<br />

Sonstige versicherungstechnische Aufwendungen, Aufwendungen für Kapitalanlagen<br />

und Sonstige nichtversicherungstechnische Aufwendungen sind enthalten:<br />

Beträge in TS<br />

Gehälter und Löhne<br />

Aufwendungen für Abfertigungen<br />

Aufwendungen für Altersversorgung<br />

Aufwendungen für gesetzlich vorgeschriebene Sozialabgaben<br />

sowie vom Entgelt abhängige Abgaben und Pflichtbeiträge<br />

Sonstige Sozialaufwendungen<br />

Im direkten Versicherungsgeschäft fielen im<br />

Geschäftsjahr <strong>1998</strong> Provisionen in Höhe von<br />

TS 1.188.705 (TS 1.091.592) an.<br />

<strong>1998</strong><br />

64.165<br />

0<br />

1.355<br />

65.520<br />

57.723<br />

14.247<br />

10.175<br />

82.145<br />

<strong>1998</strong><br />

1.669.774<br />

156.452<br />

384.960<br />

544.116<br />

26.691<br />

1997<br />

62.787<br />

0<br />

1.355<br />

64.142<br />

49.766<br />

15.675<br />

8.987<br />

74.428<br />

der technischen Kalkulationen bilden. In der<br />

Schaden- und Unfallversicherung wurden lediglich<br />

die Depotzinsenerträge für das indirekte<br />

Geschäft in die technische Rechnung übertragen.<br />

1997<br />

1.659.034<br />

141.815<br />

479.380<br />

528.156<br />

28.830<br />

Die Verluste aus dem Abgang von Kapitalanlagen<br />

betrugen im Geschäftsjahr <strong>1998</strong><br />

TS 8.681 (TS 525).


Die in der Bilanz zum 31. Dezember <strong>1998</strong> ausgewiesene Bewertungsreserve aufgrund steuerlicher<br />

Sonderabschreibungen und die Zuweisungen und Auflösungen im Geschäftsjahr gliedern<br />

sich wie folgt nach Posten des Anlagevermögens auf:<br />

Beträge in TS<br />

zu Grundstücken und Bauten 1.020.083 309.262 24.552 0 735.373<br />

zu Anteilen an verbundenen Unternehmen 114.385 0 167 0 114.552<br />

zu Beteiligungen<br />

zu Schuldverschreibungen von<br />

Unternehmen, mit denen ein<br />

498.328 0 8.916 0 507.244<br />

Beteiligungsverhältnis besteht<br />

zu Schuldverschreibungen und anderen<br />

0 0 0 - 17.764 17.764<br />

festverzinslichen Wertpapieren<br />

zu Aktien und anderen nicht<br />

0 0 9.805 - 223.387 233.192<br />

festverzinslichen Wertpapieren 241.151 0 0 241.151 0<br />

zu immateriellen Vermögensgegenständen 17.288 20.586 3.298 0 0<br />

Die in der Bilanz zum 31. Dezember <strong>1998</strong> ausgewiesenen Sonstigen unversteuerten Rücklagen und<br />

die Zuweisungen und Auflösungen dieser Rücklagen im Geschäftsjahr gliedern sich wie folgt auf:<br />

Beträge in TS<br />

aus 1990 11.139.697,00<br />

aus 1991 21.082.525,00<br />

aus 1992 15.425.047,00<br />

aus 1993 66.185.047,00<br />

aus 1994 89.419.801,00<br />

aus 1995 71.499.089,00<br />

aus 1996 60.839.126,00<br />

aus 1997 31.088.154,00<br />

aus <strong>1998</strong> 67.473.821,00<br />

Stand am<br />

31. 12. <strong>1998</strong><br />

Beträge in S Investitionsfreibeträge gemäß § 10 EStG<br />

Zuweisung Auflösung Umgliederung Stand am<br />

31. 12. 1997<br />

Stand am<br />

31. 12. <strong>1998</strong><br />

Zuweisung Auflösung Stand am<br />

31. 12. 1997<br />

Investitionsfreibeträge gemäß § 10 EStG 434.153 68.888 68.845 434.110 1)<br />

Mietzinsrücklagen gemäß § 11 EStG 9.217 0 147.114 156.331<br />

Übertragungsrücklagen gemäß § 12 EStG 0 0 49.000 49.000<br />

1) davon Umbuchung TS 62.787 aus der Fusion Seniorenresidenz Mirabell und Landstraßer Hauptstraße 71 Realbesitz GmbH Wien in der Wiener<br />

Städtischen Allgemeinen Versicherungen AG.<br />

Die in der Bilanz zum 31. Dezember <strong>1998</strong> ausgewiesene Rücklage gemäß § 10 EStG gliedert sich<br />

wie folgt nach Jahrgängen auf:<br />

Durch die Bildung und Auflösung von unversteuerten<br />

Rücklagen veränderte sich der Aufwand für<br />

Steuern vom Einkommen und vom Ertrag im<br />

Geschäftsjahr um TS 52.727 (TS 13.905).<br />

Der gemäß § 198 Abs. 10 HGB aktivierbare<br />

Betrag wurde nicht in die Bilanz aufgenommen.<br />

Die voraussichtliche Steuerentlastung der nachfolgenden<br />

Geschäftsjahre beträgt TS 44.828<br />

(TS 59.094).<br />

98 67


68 98<br />

V. Gewinnbeteiligung<br />

Die Berechnung der Gewinnbeteiligung<br />

erfolgt nach folgenden Grundsätzen:<br />

Schaden- und Unfallversicherung<br />

Die Gewinnausschüttung in der Wohnhaus-<br />

Gesamtversicherung beträgt für alle Sparten 10 %<br />

einer Jahresprämie. Der Gewinnanteil wird auf jede<br />

in der Zeit von 1. August 1999 bis 31. Juli 2000 fällige<br />

Jahresprämie angerechnet. Von der Gewinnausschüttung<br />

sind Versicherungen gegen feste<br />

Prämie oder mit spartenübergreifenden Gewinnvereinbarungen<br />

ausgenommen.<br />

Krankenversicherung<br />

Alle nach den Tarifen AK 1, 2, AV 12, 22, 32, AS<br />

2, OS 1, 2, 3, MS 0, 1, 2, 3, 4, 5, 7, 77, MO 5, BV<br />

0, 1, 2, 4, 5, 7, VA 3, GW 0, 1, 2, 4, 5, TS 1, 2, 3,<br />

4, 5, 7, HV 11, 21, 31, 12, 22, 32, 13, 23, 33, HS<br />

1, 2, 3, HZ 11, 12, 13, 14, 15, 17, MB 11 und ML<br />

1 abgeschlossenen Versicherungsverträge erhalten<br />

zum 31. Dezember 1999 einen Sondergewinnanteil,<br />

soferne ihre Prämie bei der Prämienanpassung<br />

<strong>1998</strong> nicht im versicherungstechnisch<br />

erforderlichen Ausmaß erhöht wurde.<br />

Die Höhe des jeweiligen Gewinnanteils entspricht<br />

der Einmalprämie, die für diese der Entlastung<br />

älterer Krankenversicherter dienende Maßnahme<br />

notwendig ist.<br />

Lebensversicherung<br />

Gewinnverband A<br />

1. Alle Versicherungsverträge des Gewinnverbandes<br />

A, welche dem Abrechnungsverband 92<br />

angehören, erhalten gemäß den den Verträgen<br />

zugrundeliegenden Versicherungsbedingungen<br />

Gewinnanteile in folgender Höhe:<br />

a) Zinsgewinnanteil in Höhe von 3,5 % der<br />

geschäftsplanmäßigen Deckungsrückstellung am<br />

Beginn des laufenden Versicherungsjahres.<br />

b) Summengewinnanteil in Höhe von 2,5 ‰ der<br />

Versicherungssumme auf den Todesfall für<br />

Verträge mit aufrechtem Anpassungsbrief, in<br />

Höhe von 1 ‰ für alle übrigen Verträge.<br />

c) Schlußgewinnanteil bei Fälligkeit des Erlebenskapitals<br />

im Jahre 2000 in Höhe eines Zinsgewinnanteils<br />

laut Punkt a) vom gesamten fälligen Kapital.<br />

2. Alle Versicherungsverträge des Gewinnverbandes<br />

A, welche dem Abrechnungsverband<br />

96 angehören (Versicherungen gegen Einmalprämie),<br />

erhalten gemäß den den Verträgen<br />

zugrundeliegenden Versicherungsbedingungen<br />

Gewinnanteile in folgender Höhe: Zinsgewinnanteil<br />

in Abhängigkeit vom Versicherungsbeginn:<br />

3/1996 – 4/1997: 3,5 %<br />

5/1997 – 12/<strong>1998</strong>: 2,25 %<br />

der geschäftsplanmäßigen Deckungsrückstellung<br />

am Beginn des laufenden Versicherungsjahres.<br />

3. Alle Versicherungsverträge des Gewinnverbandes<br />

A – ausgenommen Verträge der Abrechnungsverbände<br />

92 und 96 – erhalten gemäß den<br />

den Verträgen zugrundeliegenden Versicherungsbedingungen<br />

Gewinnanteile in folgender Höhe:<br />

a) Zinsgewinnanteil in Höhe von 3,5 % der<br />

geschäftsplanmäßigen Deckungsrückstellung am<br />

Beginn des laufenden Versicherungsjahres.<br />

b) Summengewinnanteil in Höhe von 3,5 ‰ der<br />

Versicherungssumme auf den Todesfall für<br />

Verträge mit aufrechtem Anpassungsbrief, in<br />

Höhe von 2 ‰ für alle übrigen Verträge.<br />

c) Schlußgewinnanteil bei Fälligkeit des Erlebenskapitals<br />

im Jahre 2000 in Höhe eines Zinsgewinnanteils<br />

laut Punkt a) vom gesamten fälligen Kapital.


Gewinnverband B<br />

Alle Versicherungsverträge, welche dem Gewinnverband<br />

B angehören, erhalten gemäß den den<br />

Verträgen zugrundeliegenden Versicherungsbedingungen<br />

Gewinnanteile in Höhe von 15 % der<br />

Jahresprämie.<br />

Großlebensversicherungen mit einer Versicherungssumme<br />

von mindestens S 10.000,– und<br />

einer Versicherungsdauer von mindestens<br />

12 Jahren, welche dem Gewinnverband B angehören,<br />

erhalten überdies bei Fälligkeit der Versicherungssumme<br />

im Erlebensfall im Jahre 2000<br />

einen Schlußgewinnanteil von 20 % der Versicherungssumme.<br />

Die in den Jahren 1983 und<br />

1984 beschlossenen Sondergewinnanteile werden<br />

auf diesen Schlußgewinnanteil angerechnet.<br />

Gewinnverband R<br />

1. Alle Versicherungsverträge des Gewinnverbandes<br />

R – ausgenommen Verträge mit bereits<br />

laufender Rentenzahlung – erhalten gemäß den<br />

den Verträgen zugrundeliegenden Versicherungsbedingungen<br />

Gewinnanteile in folgender Höhe:<br />

a) Gewinnanteil in Höhe von 3,5 % der geschäftsplanmäßigen<br />

Deckungsrückstellung am Beginn<br />

des laufenden Versicherungsjahres.<br />

b) Zusatzgewinnanteil in Höhe von 1 ‰ des<br />

Rentenkapitalwertes bzw. der Erlebenssumme.<br />

c) Schlußgewinnanteil bei Fälligkeit des Erlebenskapitals<br />

im Jahre 2000 in Höhe eines Gewinnanteils<br />

laut Punkt a) vom gesamten fälligen Kapital.<br />

2. Für Versicherungsverträge mit bereits laufender<br />

Rentenzahlung, welche dem Gewinnverband R angehören<br />

und sich frühestens im zweiten Jahr der<br />

laufenden Rentenzahlung befinden, erfahren die<br />

bereits laufenden Renten ab 1.Jänner 2000 eine Erhöhung<br />

um 3,5 %, bei Bonusrentenvereinbarung<br />

um 1,5 % der zuletzt gezahlten Rente.<br />

Gewinnverband WV<br />

Alle lebenslangen Ablebensversicherungsverträge,<br />

welche dem Gewinnverband WV<br />

angehören, erhalten gemäß den Bestimmungen<br />

des aufsichtsbehördlich genehmigten Gewinnplanes<br />

Gewinnanteile in folgender Höhe:<br />

a) Zinsgewinnanteil in Höhe von 3,5 % der geschäftsplanmäßigen<br />

Deckungsrückstellung am<br />

Beginn des laufenden Versicherungsjahres.<br />

b) Überschußgewinnanteile aus dem Risikoergebnis<br />

in Höhe von 5 ‰ der Differenz der vertraglichen<br />

Versicherungssumme am Stichtag der<br />

Gewinnzuweisung und der dafür am Beginn des<br />

laufenden Versicherungsjahres geltenden<br />

geschäftsplanmäßigen Deckungsrückstellung<br />

(„Risikokapital“).<br />

c) Überschußgewinnanteile aus dem Kostenergebnis<br />

in Höhe von 3 ‰ des „Risikokapitals“<br />

gemäß Definition im Punkt b) für Versicherungsverträge<br />

mit einer Mindestversicherungssumme<br />

von S 15.000,–.<br />

Gewinnverband WVN<br />

Alle lebenslangen Ablebensversicherungsverträge,<br />

welche dem Gewinnverband WVN<br />

angehören, erhalten gemäß den den Verträgen<br />

zugrundeliegenden Versicherungsbedingungen<br />

Gewinnanteile in folgender Höhe:<br />

a) Zinsgewinnanteil in Höhe von 3,5 % der<br />

geschäftsplanmäßigen Deckungsrückstellung am<br />

Beginn des laufenden Versicherungsjahres.<br />

b) Zusatzgewinnanteil in Höhe von 25 % der in<br />

der Gesamtprämie des laufenden Versicherungsjahres<br />

enthaltenen Risikoprämie.<br />

Gewinnverband K<br />

1. Alle Risikoversicherungen mit gleichbleibender<br />

Versicherungssumme gegen laufende Prämienzahlung<br />

des Gewinnverbandes K, welche dem<br />

Abrechnungsverband 99 angehören, erhalten<br />

98 69


70 98<br />

gemäß den den Verträgen zugrundeliegenden<br />

Versicherungsbedingungen einen Prämienbonus<br />

in Höhe von 65 % der Prämie, die für die in den<br />

Jahren 1999 und 2000 beginnenden Versicherungsjahre<br />

vorgeschrieben wird.<br />

2. Alle Risikoversicherungen mit gleichbleibender<br />

Versicherungssumme gegen laufende Prämienzahlung<br />

und Risikozusatzversicherungen des<br />

Gewinnverbandes K – ausgenommen Verträge<br />

des Abrechnungsverbandes 99 – erhalten gemäß<br />

den den Verträgen zugrundeliegenden Versicherungsbedingungen<br />

einen Prämienbonus in Höhe<br />

von 25 % der Prämie, die für das im Jahr 2000<br />

beginnende Versicherungsjahr vorgeschrieben<br />

wird.<br />

Gewinnverband D<br />

Alle Versicherungsverträge des Gewinnverbandes<br />

D erhalten gemäß den den Verträgen<br />

zugrundeliegenden Versicherungsbedingungen<br />

Gewinnanteile in folgender Höhe:<br />

a) Zinsgewinnanteil in Höhe von 2,5 % der<br />

geschäftsplanmäßigen Deckungsrückstellung am<br />

Beginn des laufenden Versicherungsjahres.<br />

b) Summengewinnanteil in Höhe von 2 ‰ der<br />

Versicherungssumme auf den Todesfall für<br />

Verträge mit aufrechtem Anpassungsbrief, in<br />

Höhe von 1 ‰ für alle übrigen.<br />

c) Schlußgewinnanteil bei Fälligkeit des Erlebenskapitals<br />

im Jahre 2000 in Höhe eines<br />

Zinsgewinnanteils laut Punkt a) vom gesamten<br />

fälligen Kapital.<br />

Gewinnverband FLV<br />

Alle Verträge des Gewinnverbandes FLV erhalten<br />

gemäß den den Verträgen zugrundeliegenden<br />

Versicherungsbedingungen Gewinnanteile in folgender<br />

Höhe:<br />

a) Verträge gegen laufende Prämienzahlung:<br />

Gewinnanteil in Höhe von 3 % der Prämie, die für<br />

das im Jahr 2000 beginnende Versicherungsjahr<br />

vorgeschrieben wird.<br />

b) Verträge gegen einmalige Prämie: Gewinn-<br />

anteil in Höhe von 3 ‰ der Einmalprämie der<br />

Stammversicherung am Beginn des in das Jahr<br />

2000 fallenden Versicherungsjahres.<br />

VI. Sonstige Angaben<br />

Das Grundkapital in Höhe von S 1.233,680.000,–<br />

setzt sich aus 10,986.800 auf den Inhaber lautende<br />

Stammaktien im Nennbetrag von je S 100,–<br />

und 1,350.000 auf den Inhaber lautende Vorzugsaktien<br />

ohne Stimmrecht im Nennbetrag von<br />

je S 100,– zusammen. Die Vorzugsaktien sind<br />

zum Amtlichen Handel an der Wiener Börse<br />

zugelassen.<br />

Aufgrund der von der Hauptversammlung am<br />

22. Juni <strong>1998</strong> beschlossenen Ermächtigung ist<br />

der Vorstand bis längstens 31. Mai 2003 berechtigt,<br />

das Grundkapital um bis zu Nominale<br />

S 266,320.000,– durch Ausgabe von 2,663.200<br />

auf Namen oder Inhaber lautende Aktien im<br />

Nominale von je S 100,– gegen Bar- oder<br />

Sacheinlage zu erhöhen. Über den Inhalt der<br />

Aktienrechte, den Ausschluß des Bezugsrechtes<br />

und die sonstigen Bedingungen der Aktienausgabe<br />

entscheidet der Vorstand mit Zustimmung<br />

des Aufsichtsrates. Dabei können<br />

auch Vorzugsaktien ohne Stimmrecht ausgegeben<br />

werden, die den Rechten aus bereits bestehenden<br />

Vorzugsaktien vorgehen oder gleichstehen.<br />

Die Ausgabepreise von Stamm- und<br />

Vorzugsaktien können verschieden hoch sein.


Am 31. Dezember <strong>1998</strong> bestanden Beteiligungen an folgenden Unternehmen:<br />

Übersicht über die Beteiligungen<br />

Anteil am Kapital Eigenkapital Jahresüberschuß/ letzter<br />

-fehlbetrag Jahresinsgesamt<br />

direkt ATS ATS abschluß<br />

1. Verbundene Unternehmen<br />

ARITHMETICA Versicherungs- und Finanzmathematische<br />

Beratungs-Gesellschaft m.b.H., Wien<br />

Bankowe Towarzystwo Ubezpieczen i<br />

100,00 % 75,00 % 6.050.663 1.718.007 <strong>1998</strong><br />

Reasekuracji „Heros“ S.A., Warschau 62,27 % 62,27 % 72.556.614 107.537 1997<br />

Business Park Brunn Entwicklungs AG, Wien 97,50 % 97,50 % 71.246.726 - 78.888 1997<br />

Center Hotel Holding GmbH, Wien 75,00 % 55,00 % 309.012 - 71.433 <strong>1998</strong><br />

Center Hotelbetriebs GmbH, Wals 100,00 % 100,00 % - 883.571 - 38.725 1997<br />

DIRECT-LINE Direktvertriebs-GmbH, Wien<br />

DONAU Allgemeine Versicherungs-<br />

100,00 % 100,00 % 604.612 75.587 <strong>1998</strong><br />

Aktiengesellschaft, Wien<br />

DVS Donau-Versicherung Vermittlungs-<br />

75,00 % 75,00 % 1.232.373.226 127.984.241 <strong>1998</strong><br />

und Service-Gesellschaft m.b.H., Wien 100,00 %<br />

RD-BETEILIGUNGS-AKTIENGESELLSCHAFT, Wien<br />

EXPERTA Schadenregulierungs-<br />

80,00 %<br />

Gesellschaft m.b.H., Wien<br />

HORIZONT Personal-, Team- und<br />

100,00 % 25,00 % 3.613.590 833.613 <strong>1998</strong><br />

Organisationsentwicklung GmbH, Wien 76,00 % 52,00 % 1.465.981 315.794 1997<br />

Humanocare Betriebsgesellschaft m.b.H., Wien<br />

Kapital & Wert Vermögensverwaltung<br />

75,00 % 75,00 % 33.242 16.581 1997<br />

Aktiengesellschaft, Wien 50,30 % 50,30 % 392.568.877 87.405.628 <strong>1998</strong><br />

KOOPERATIVA, poist’ovna a.s., Preßburg 82,32 % 75,80 % 154.957.614 8.352.474 1997<br />

Ceskà Kooperativa pojistòvna, a.s., Prag 94,89 % 39,69 % 267.060.251 12.539.432 1997<br />

Celetná, s.r.o. 100,00 %<br />

Ceská Kooperativa Londy´ n Ltd., London 100,00 %<br />

IF KIP, a.s., Prag 83,86 %<br />

Kámen Ostromer, s.r.o, Ostromer 100,00 %<br />

Klara-sklárská hut’, s.r.o. 91,67 %<br />

Prago-Immobilien, a.s., Prag 51,00 %<br />

Sanatorium Astoria, a.s., Karlsbad 75,06 %<br />

Spec. ústav pro rek.pam., a.s., Prag 70,40 %<br />

Unigeo, a.s., Ostrava 70,25 %<br />

Moravskoslezská Kooperativa pojist’ovna, a.s., Brünn 89,26 % 55,23 % 100.158.043 6.153.512 1997<br />

LVP Holding GmbH, Wien<br />

„Grüner Baum“ Errichtungs- und<br />

100,00 % 100,00 % 497.787.320 - 36.114.876 <strong>1998</strong><br />

Verwaltungsges.m.b.H., Innsbruck 66,66 %<br />

Brunn am Gebirge Realbesitz GmbH, Wien<br />

HOTEL EUROPA SALZBURG Realbesitz<br />

85,00 %<br />

Aktiengesellschaft, Wien 100,00 %<br />

HOTEL EUROPA WIEN Realbesitz GmbH, Wien 100,00 %<br />

MAP Bürodienstleistung Gesellschaft m.b.H., Wien 100,00 %<br />

Neue Heimat Oberösterreich Holding GmbH, Wien<br />

REAL-TECH Immobilienverwaltung Gesell-<br />

100,00 %<br />

schaft m.b.H., Wien<br />

Senioren Residenz Fultererpark<br />

76,00 %<br />

Errichtungs- und Verwaltungs GmbH, Innsbruck<br />

Seniorenresidenzen Gemeinnützige<br />

66,60 %<br />

Betriebs GmbH, Wien 100,00 %<br />

Von der Ausnahmeregelung gem. § 241 Abs. 2 Z. 2 HGB wurde Gebrauch gemacht.<br />

98 71


Übersicht über die Beteiligungen<br />

SH Sicherheits-Beratung und -Dienstleistungen<br />

GmbH, Wien 100,00 %<br />

TECH GATE VIENNA Wissenschafts- und<br />

Technologiepark GmbH, Wien 60,00 %<br />

Vösendorf Realbesitz GmbH, Wien 100,00 %<br />

Altstadt Hotelbetriebs GmbH, Salzburg 100,00 %<br />

Metropolitan Datenservicegesellschaft<br />

m.b.H., Wien 100,00 % 100,00 % 41.423.966 9.553.498 1997<br />

DEVÍN Vermögensverwaltungs- und<br />

Beteiligungs-Genossenschaft, Preßburg 100,00 %<br />

Metropolitan Rechenzentrum-Betriebs-GmbH, Wien 100,00 %<br />

Pict & Byte Computeranwendung-Entwicklung<br />

und Handelsgesellschaft, Wien 70,00 %<br />

PVK Versicherungs-Vermittlungsgesellschaft<br />

m.b.H., Wien 100,00 %<br />

Capitol a.s., Preßburg 100,00 %<br />

Kapitol pojist’ovací a financni poradenství, a.s., Brünn 100,00 %<br />

Montanversicherung Aktiengesellschaft, Wien 78,61 % 78,61 % 149.924.854 55.485.581 <strong>1998</strong><br />

PFG Parkflächenbewirtschaftungs GesmbH, Salzburg 85,00 % 60,00 % 4.205.302 3.281.167 <strong>1998</strong><br />

PRODUKTIVA Versicherungsvermittlungsund<br />

Finanzierungsberatungs GmbH, Wien 100,00 % 100,00 % 4.686.046 -313.954 1997<br />

PROGRESS Beteiligungsges.m.b.H., Wien 60,00 % 60,00 % 35.540.250 10.069.808 <strong>1998</strong><br />

Projektbau Ges.m.b.H., Wals 85,00 % 60,00 % -6.462.125 - 5.524.262 1997<br />

Realitätenverwaltungs- und Restaurantbetriebs-<br />

Gesellschaft m.b.H., Wien 96,00 % 94,00 % 6.421.517 2.366.242 <strong>1998</strong><br />

APC-Geschäftscenter Betriebsgesellschaft<br />

m.b.H., Wien 100,00 %<br />

Ringturm Kapitalanlagegesellschaft m.b.H., Wien 51,00 % 51,00 % 16.630.852 3.348.619 <strong>1998</strong><br />

RISK CONSULT Sicherheits- und Risiko-Managementberatung<br />

Gesellschaft m.b.H., Wien 100,00 % 60,00 % 1.988.872 375.753 <strong>1998</strong><br />

RISK-SERVICE Versicherungsmakler und<br />

-betreuungsgesellschaft m.b.H., Wien 100,00 % 100,00 % 2.130.436 1.341.290 <strong>1998</strong><br />

SECURIA majetkovosparávna a podielová<br />

s.r.o., Preßburg 100,00 % 100,00 % 24.104.884 24.534 1997<br />

Senioren Residenz Veldidenapark Errichtungs-<br />

und Verwaltungs GmbH, Innsbruck 66,70 % 66,70 % 169.744.617 - 6.344.052 <strong>1998</strong><br />

VLTAVA majetkovosprávní a podílová spol.s.r.o., Prag 100,00 % 100,00 % 30.095.230 58.090 1997<br />

Wiener Verein Bestattungs- und Versicherungsservice<br />

Gesellschaft m.b.H., Wien 100,00 % 100,00 % 13.768.579 850.269 <strong>1998</strong><br />

Von der Ausnahmeregelung gem. § 241 Abs. 2 Z. 2 HGB wurde Gebrauch gemacht.<br />

72 98<br />

Anteil am Kapital Eigenkapital Jahresüberschuß/ letzter<br />

-fehlbetrag Jahresinsgesamt<br />

direkt ATS ATS abschluß


Übersicht über die Beteiligungen<br />

2. Direkte Beteiligungen ab 20 %<br />

Audatex Österreich Gesellschaft m.b.H., Wien 49,00 % 39,00 % 11.524.199 8.130.530 1997<br />

CA Versicherung Aktiengesellschaft, Wien 50,00 % 50,00 % 161.762.581 16.929.972 <strong>1998</strong><br />

CROWN-WSF spol.s.r.o., Prag 30,00 % 30,00 % - 1.499.108 - 1.015.079 1997<br />

DATATRAK Projektentwicklung GmbH, Wien 50,00 % 50,00 % 362.724 - 137.276 1997<br />

GLÓRIA-SWISS LIFE Svájci-Magyar Biztositó Rt., Budapest 49,00 % 49,00 % 149.455.279 - 21.117.567 1997<br />

Humanomed Krankenhaus Management<br />

Gesellschaft m.b.H., Wien 25,00 % 25,00 % 4.095.337 2.731.763 1997<br />

IMPERIAL-Székesfehérvar, Ingatlankezelési, Kft. Kistarcsa 25,00 % 25,00 % 7.905.776 - 4.561.094 1997<br />

InExCo a.s., Preßburg 50,00 % 25,00 % 1.598.577 - 695.528 1997<br />

InterRisk Internationale Versicherungsholding GmbH, Wien 50,00 % 33,33 % 279.973.174 141.621.082 <strong>1998</strong><br />

ÖBV-DIREKT Versicherungsservice GmbH, Wien 33,33 % 33,33 % - 1.358.451 - 1.999.033 1997<br />

PKB Privatkliniken Beteiligungs-GmbH, Wien 25,00 % 25,00 % 59.674.714 8.973.995 1997<br />

Privatklinik Wehrle Gesellschaft m.b.H., Salzburg 20,00 % 20,00 % 14.921.812 - 4.731.857 1997<br />

Ruster Hotel Bau- und Betriebsgesellschaft m.b.H., Wien 49,90 % 49,90 % 539.634 577 1997<br />

Ruster Hotel Bau- und Betriebsgesellschaft<br />

m.b.H. & Co KG, Wien 47,86 % 47,86 % -53.438.225 5.542.898 1997<br />

Union Versicherungs-Aktiengesellschaft, Wien 33,33 % 33,33 % 537.823.221 70.600.655 <strong>1998</strong><br />

VBÖ VERSICHERUNGSVERMITTLUNG<br />

GESELLSCHAFT M.B.H., Wien 50,00 % 50,00 % 654.254 23.807 1997<br />

Vereinigte Pensionskasse Aktiengesellschaft, Wien 30,12 % 30,12 % 122.182.460 2.030.069 1997<br />

Volksfürsorge-Jupiter Allgemeine Versicherungs-<br />

Aktiengesellschaft, Wien 47,67 % 47,67 % 566.209.154 34.089.455 <strong>1998</strong><br />

Wiener Porzellanmanufaktur Augarten-Beteiligungsverwaltungsgesellschaft<br />

m.b.H., Wien 50,00 % 50,00 % 2.324.414 - 23.734 1997<br />

2a. Direkte Beteiligungen unter 20 %<br />

gemeinsam mit einem verbundenen Unternehmen<br />

SOLIDARITA, a.s., Preßburg 47,00 % 17,00 %<br />

Von der Ausnahmeregelung gem. § 241 Abs. 2 Z. 2 HGB wurde Gebrauch gemacht.<br />

Anteil am Kapital Eigenkapital Jahresüberschuß/ letzter<br />

-fehlbetrag Jahresinsgesamt<br />

direkt ATS ATS abschluß<br />

98 73


Übersicht über die Beteiligungen<br />

3. Sonstige Beteiligungen an Versicherungen<br />

und Finanzinstituten<br />

ALLNATIONS, INC., Columbus, Ohio 0,01 % 0,01 %<br />

Bank Austria Aktiengesellschaft, Wien*) 5,03 % 4,80 %<br />

Cesk ´y penzijní fond, a.s, Prag 23,73 %<br />

Horizonte Enterprise Development Company B.V., ED Heiloo 14,03 % 14,03 %<br />

InterRisk Lebensversicherung-Aktiengesellschaft Wiesbaden 45,83 %<br />

InterRisk Versicherungs-Aktiengesellschaft, Wiesbaden 45,83 %<br />

Investmentfonds Quantum AG 23,99 %<br />

Investmentgesellschaft SOLIDINVEST, AG 17,29 %<br />

Kapital-Beteiligungs Aktiengesellschaft, Wien 10,00 % 10,00 %<br />

Kölnische Rück Wien Rückversicherungs-<br />

Aktiengesellschaft, Wien 15,00 % 15,00 %<br />

OESTERREICHISCHE NATIONALBANK, Wien 0,47 % 0,47 %<br />

Österreichische Investitionskredit<br />

Aktiengesellschaft, Wien 7,82 % 7,82 %<br />

Österreichische Kreditversicherungs-Aktiengesellschaft, Wien 14,83 % 14,83 %<br />

Powszechny Bank Kredytowy S.A., Warschau 9,88 % 9,88 %<br />

PRISMA Kreditversicherungs-Aktiengesellschaft, Wien 2,80 % 2,80 %<br />

Sparkassen Versicherung Aktiengesellschaft, Wien 18,75 %<br />

Venture Finanzierungsgesellschaft m.b.H., Wien 1,16 % 1,16 %<br />

Wüstenrot Versicherungs-Aktiengesellschaft, Salzburg 15,00 % 15,00 %<br />

Wüstenrot Wohnungswirtschaft registrierte Genossenschaft<br />

mit beschränkter Haftung, Salzburg 0,12 % 0,12 %<br />

Wüstenrot a.s., Prag 5,28 %<br />

*) wechselseitige Beteiligung<br />

Von der Ausnahmeregelung gem. § 241 Abs. 2 Z. 2 HGB wurde Gebrauch gemacht.<br />

74 98<br />

Anteil am Kapital Eigenkapital Jahresüberschuß/ letzter<br />

-fehlbetrag Jahresinsgesamt<br />

direkt ATS ATS abschluß


Übersicht über die Beteiligungen<br />

4. Sonstige Beteiligungen an anderen Unternehmen<br />

„TBG“ Thermenzentrum Geinberg<br />

Betriebsgesellschaft m.b.H.,Linz<br />

„THG“ Thermenzentrum Geinberg<br />

Errichtungs-GmbH, Linz<br />

92.9 RTL Radio Wien GmbH, Wien<br />

AKL Sanatorium Betriebsgesellschaft m.b.H., Wien<br />

AKL Sanatorium Betriebsgesellschaft<br />

m.b.H. & Co KG, Wien<br />

Ambulatorien Betriebsgesellschaft m.b.H., Wien<br />

Ambulatorien Betriebsgesellschaft m.b.H.<br />

Ärzte- und Laborbedarf Vertriebs KG, Wien<br />

ARWAG Holding-Aktiengesellschaft, Wien<br />

Avance Hotel GmbH, Bad Tatzmannsdorf<br />

Badgasteiner Kur- und Kongreßbetriebs-<br />

Gesellschaft m.b.H., Badgastein<br />

BUCHBINDER KFZ FULL SERVICE GesmbH, Wien<br />

Casinos Austria Aktiengesellschaft, Wien<br />

COUNTRY INN VIC Hotelerrichtungs- und Betriebsgesellschaft,<br />

Wien<br />

DM servis, druzstvo, Prag<br />

Gesundheitspark Wien-Oberlaa<br />

Gesellschaft m.b.H., Wien<br />

Gewista-Werbegesellschaft m.b.H., Wien<br />

Golf resort Karlovy Vary, a.s., Karlsbad<br />

HAUSGARAGE BRIGITTENAUER LÄNDE-BETRIEBS-<br />

GESELLSCHAFT M.B.H., Wien<br />

Kapital & Risk Kapital-Anlage-Beratung Ges.m.b.H., Wien<br />

Medial Beteiligungs-Gesellschaft m.b.H., Wien<br />

Minet, a.s., Prag<br />

New Europe Insurance Ventures, Edinburgh<br />

Von der Ausnahmeregelung gem. § 241 Abs. 2 Z. 2 HGB wurde Gebrauch gemacht.<br />

Österreichisches Verkehrsbüro Aktiengesellschaft, Wien<br />

PKM Handels- und Beteiligungsgesellschaft m.b.H., Graz<br />

Privatklinik Josefstadt GmbH, Wien<br />

Privatklinik Villach Gesellschaft m.b.H. & Co.KG, Klagenfurt<br />

Privatklinik Villach Gesellschaft m.b.H., Klagenfurt<br />

Privatklinik Wehrle Realbesitz GmbH, Wien<br />

RW Beteiligungsgesellschaft institutioneller Anteilseigner mbH,<br />

Düsseldorf<br />

Sanatorium Döbling Betriebsführungs GmbH Nfg KEG, Wien<br />

Sanatorium Maria Hilf GmbH, Klagenfurt<br />

Semperit Aktiengesellschaft Holding, Wien<br />

SHD Komes, a.s., Most<br />

SILURUS Handels- und Beteiligungs GmbH, Wien<br />

Solitér, a.s., Jablonec/Nisou<br />

VFG Vorsorge-Finanzierungsconsulting-GesmbH, Wien<br />

Wagramer Straße Hotel-Betriebs-GmbH, Wien<br />

WED Donau-City Gesellschaft m.b.H., Wien<br />

WED Holding Gesellschaft mbH., Wien<br />

WED Kastor Liegenschaftsbesitz GmbH, Wien<br />

WED Orion Liegenschaftsbesitz GmbH, Wien<br />

WED Planungs- und Errichtungs-Gesellschaft mbH, Wien<br />

WED Saturn Liegenschaftsbesitz GmbH, Wien<br />

WED Wiener Entwicklungsgesellschaft für den<br />

Donauraum Aktiengesellschaft, Wien<br />

Wiener Holding Aktiengesellschaft, Wien<br />

Wiener Messen & Congreß Gesellschaft m.b.H., Wien<br />

Wiener Porzellanmanufaktur Augarten<br />

Gesellschaft m.b.H., Wien<br />

98 75


76 98<br />

Der Aufsichtsrat setzte sich im Geschäftsjahr<br />

aus folgenden Personen zusammen:<br />

Vorsitzender:<br />

Komm.-Rat Karl Samstag<br />

Vorsitzender-Stellvertreter:<br />

Komm.-Rat Dkfm. Klaus Stadler<br />

Mitglieder:<br />

Abt Präses Dr. Clemens Lashofer<br />

Norbert Grinninger<br />

Dr. Alfred Holoubek<br />

Ing. Werner Kasztler<br />

Dipl.-Ing. Guido Klestil<br />

Dkfm. Helmut Mayr<br />

Komm.-Rat Walter Nettig<br />

Wolfgang Radlegger<br />

Dr. Johann Sereinig<br />

Dr. Karl Skyba<br />

Arbeitnehmervertreter:<br />

Paul Ambrozy<br />

Renate Doringer<br />

Sylvia Fiedler<br />

Peter Grimm<br />

Heinz Neuhauser<br />

Franz Urban<br />

Im Geschäftsjahr gehörten folgende Personen<br />

dem Vorstand an:<br />

Vorsitzender:<br />

Dkfm. Dr. Siegfried Sellitsch<br />

Mitglieder:<br />

Dr. Günter Geyer<br />

Dr. Franz Lauer<br />

Dkfm. Karl Fink<br />

Heinz Jaindl<br />

Dkfm. Hans Raumauf<br />

Die durchschnittliche Zahl der Arbeitnehmer<br />

betrug (einschließlich Reinigungspersonal) 4.253<br />

(4.217). Von den 4.091 (4.048) Angestellten waren<br />

2.036 (1.972) in der Geschäftsaufbringung mit<br />

einem Personalaufwand von TS 919.065<br />

(TS 888.327) und 2.055 (2.076) im Betrieb mit<br />

einem Personalaufwand von TS 1.862.928<br />

(TS 1.948.888) tätig.<br />

Bei Mitgliedern des Vorstandes haften am<br />

31. Dezember <strong>1998</strong> Kredite in Höhe von TS 1.068<br />

(TS 1.188) aus; im Jahr <strong>1998</strong> erfolgten keine<br />

Zuzählungen. Die Kredite werden mit 6,5 % p.a.<br />

verzinst. Die Laufzeit der Kredite erstreckt sich<br />

bis zum Jahr 2005.<br />

Mitglieder des Aufsichtsrates erhielten im Jahr<br />

<strong>1998</strong> keine Kredite.<br />

Haftungen für Mitglieder des Vorstandes und<br />

des Aufsichtsrates bestanden am 31. Dezember<br />

<strong>1998</strong> nicht.<br />

Von den Aufwendungen für Abfertigungen und<br />

Pensionen in Höhe von insgesamt TS 541.412<br />

(TS 621.195) entfallen im Jahr <strong>1998</strong> TS 34.855<br />

(TS 37.430) auf Abfertigungs- und Pensionsaufwendungen<br />

für Vorstandsmitglieder und leitende<br />

Angestellte gemäß § 80 Abs. 1 AktG.<br />

Den Mitgliedern des Vorstandes flossen im<br />

Jahr <strong>1998</strong> für ihre Tätigkeit Vergütungen, gekürzt<br />

um an Beteiligungsunternehmen weiterverrechnete<br />

Anteile, in Höhe von TS 23.864<br />

(TS 24.600) zu. Davon entfallen TS 683 (TS 669)<br />

auf Vergütungen von verbundenen Unternehmen.<br />

Die Gesamtbezüge der früheren Mitglieder<br />

des Vorstandes (einschließlich der Hinterbliebenen)<br />

betrugen im Jahr <strong>1998</strong> TS 14.427<br />

(TS 14.137).


Die Bezüge der Mitglieder des Aufsichtsrates<br />

für ihre Tätigkeit für die Gesellschaft beliefen sich<br />

im Jahr <strong>1998</strong> auf TS 1.073 (TS 1.090).<br />

Die WIENER STÄDTISCHE Allgemeine Versicherung<br />

Aktiengesellschaft ist in den von der<br />

Die Buchführung und der Jahresabschluß entsprechen<br />

nach unserer pflichtgemäßen Prüfung<br />

den gesetzlichen Vorschriften. Der Jahresabschluß<br />

vermittelt unter Beachtung der Grund-<br />

Der Vorstand:<br />

Wiener Städtischen Wechselseitigen Versicherungsanstalt-Vermögensverwaltung<br />

mit Sitz in<br />

Wien aufgestellten Konzernabschluß einbezogen.<br />

Der offengelegte Konzernabschluß liegt in den<br />

Geschäftsräumen dieses Unternehmens in 1010<br />

Wien, Schottenring 30, auf.<br />

Dkfm. Dr. Sellitsch<br />

Dr. Geyer Dr. Lauer<br />

Dkfm. Fink Jaindl Dkfm. Raumauf<br />

Wien, am 29. März 1999<br />

KPMG Austria<br />

Wirtschaftsprüfungs-Gesellschaft mbH<br />

sätze ordnungsmäßiger Buchführung ein möglichst<br />

getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und<br />

Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht<br />

steht im Einklang mit dem Jahresabschluß.<br />

Dr. Knirsch DDr. Zöchling<br />

beeidete Wirtschaftsprüfer<br />

und Steuerberater<br />

Wien, am 8. April 1999<br />

98 77


Ihre Ansprechpartner<br />

78 98<br />

Generalsekretariat<br />

Mag. Gerald Hasler, Generalsekretär<br />

Schadenversicherung<br />

Kraftfahrzeugversicherung<br />

Heinz Mandl, Abteilungsdirektor<br />

Helmut Lassl, Prokurist<br />

Haftpflicht- und Rechtsschutzversicherung<br />

Dr. Alfred Biegl, Prokurist<br />

Eigenheim-, Wohn-, Betriebsgebäude-, Haushalts-<br />

und Einbruch-/Diebstahl-Versicherung<br />

Heinrich Herbst, Prokurist<br />

HUK-Leistungsabteilung<br />

Dr. Wolfgang Reisinger, Oberprokurist<br />

Feuerversicherung, Transportversicherung und<br />

technische Versicherungszweige<br />

Mag. Dr. Walter Bauer, Prokurist<br />

Leistungsabt. Feuer-, Transportversicherung und<br />

technische Versicherungszweige<br />

Günter Tozzer, Oberprokurist<br />

Haftpflichtversicherung, Industrie- und<br />

Großkundengeschäft<br />

Dr. René Kempf, Prokurist<br />

Krankenversicherung<br />

Dr. Walter Leonhartsberger-Schrott,<br />

Abteilungsdirektor<br />

Lebens- und Unfallversicherung<br />

Gerhard Ernst, Abteilungsdirektor<br />

Bestattungsversicherung<br />

Peter Skyba, Direktor<br />

Rudolf Durstmüller, Verkaufsdirektor<br />

Rückversicherung<br />

Dr. Peter Hagen, Prokurist<br />

Internationaler Bereich<br />

Dr. Peter Hagen, Prokurist<br />

Zentraler Verkauf<br />

Zentrale Verkaufsleitung Stammorganisation<br />

Dr. Helmut Zeglovits, Verkaufsdirektor<br />

Alternativer Vertrieb<br />

Mag. Gerhard-Walter Jeidler, Verkaufsdirektor<br />

Direktionsgeschäft Großkunden<br />

Hans Wolf, Verkaufsdirektor<br />

Vermögensveranlagung<br />

Beteiligungsmanagement, Darlehen<br />

Dr. Martin Simhandl, Prokurist<br />

Projekt- und Liegenschaftsbeteiligungen<br />

Mag. Anton Werner, Handlungsbevollmächtigter<br />

Wertpapiere und Fonds, Investor Relations,<br />

Ringturm-Kapitalanlageges.m.b.H.<br />

Dr. Peter Strobl, Direktor<br />

Allgemeine Unternehmensfunktionen<br />

Finanz- und Rechnungswesen<br />

Dieter Leichtfried, Direktor<br />

Recht, Steuern und Verbände<br />

Dr. Sven Teichmeister, Direktor<br />

Interne Revision<br />

Leopold Tuma, Abteilungsdirektor<br />

Werbung<br />

Elfriede Tozzer, Abteilungsdirektor<br />

Personalwesen<br />

Robert Bilek, Prokurist<br />

Betriebsorganisation<br />

Peter Sandhoff, Handlungsbevollmächtigter<br />

Metropolitan Rechenzentrum Betriebsges.m.b.H.<br />

Walter Seybal, Direktor<br />

Emmerich Weber, Geschäftsführer<br />

Metropolitan Datenservice Ges.m.b.H.<br />

Geschäftsführung:<br />

Dr. Franz Kosyna<br />

Franz Schneeberger<br />

Franz Simböck


Realitätenverwaltungs- und Restaurantbetriebs-<br />

Gesellschaft m.b.H.<br />

Geschäftsführung:<br />

Mag. Johann Fahrnberger<br />

Ing. Herbert Halbauer<br />

Franz Jappel<br />

Chefarzt Personenversicherung und<br />

Ambulatorium<br />

Dr. med. Alfred Heiter<br />

Die Wiener Städtische ist bundesweit mit 171<br />

Geschäftsstellen am heimischen Versicherungsmarkt<br />

präsent. Mehr als 4.000 Mitarbeiter und<br />

Mitarbeiterinnen sind stets bereit, Kundenanfragen<br />

rasch und unbürokratisch zu beantworten.<br />

Egal welche Fragen gestellt werden, die regionalen<br />

Direktionen kennen den dafür zuständigen<br />

und kompetenten Gesprächspartner.<br />

Generaldirektion<br />

1010 Wien, Schottenring 30, Ringturm<br />

Tel.: (01) 531 39-0, Fax: (01) 535 34 37<br />

E-Mail: mail-us@wr-staedtische.co.at<br />

Internet: http://www.staedtische.co.at<br />

Landesdirektion Wien<br />

1020 Wien, Obere Donaustraße 53<br />

Tel.: (01) 211 29-0, Fax: (01) 211 29-3135<br />

Max Windhager, Landesdirektor<br />

Landesdirektion Niederösterreich<br />

1020 Wien, Franz Hochedlinger-Gasse 6-8<br />

Tel.: (01) 211 39-2092, Fax: (01) 211 39-3143<br />

Helmut Maurer, Landesdirektor<br />

Landesdirektion Oberösterreich<br />

4010 Linz, Untere Donaulände 40<br />

Tel.: (0732) 76 31-0, Fax: (0732) 76 31-292<br />

Dr. Manfred Mahrle,<br />

Landesdirektor (bis 30. 6. 1999)<br />

Franz Meingast,<br />

Landesdirektor-Stv. (ab 1. 7. 1999)<br />

Verantwortlicher Aktuar<br />

Heinz Jaindl, Vorstandsdirektor,<br />

Lebens- und Krankenversicherung<br />

Stellvertreter:<br />

Franz Oppel, Direktionssekretär,<br />

Lebensversicherung<br />

Mag. Dr. Klaus Wegenkittl,<br />

Handlungsbevollmächtigter<br />

Krankenversicherung<br />

Landesdirektion Steiermark<br />

8021 Graz, Gürtelturmplatz 1<br />

Tel.: (0316) 989-0, Fax: (0316) 989-210<br />

Hans Zechner, Landesdirektor<br />

Landesdirektion Kärnten und Osttirol<br />

9010 Klagenfurt, St. Veiter-Ring 13<br />

Tel.: (0463) 58 52-0, Fax: (0463) 58 52-350<br />

Erich Obertautsch, Landesdirektor<br />

Landesdirektion Salzburg<br />

5021 Salzburg, Max Ott-Platz 3<br />

Tel.: (0662) 889 66-0, Fax: (0662) 889 66-454<br />

Peter Köpf, Landesdirektor<br />

Landesdirektion Tirol<br />

6020 Innsbruck, Südtiroler Platz 4<br />

Tel.: (0512) 595 69-0, Fax: (0512) 56 21 45<br />

Ida Wander, Landesdirektorin<br />

Landesdirektion Vorarlberg<br />

6800 Feldkirch, Reichsstraße 173<br />

Tel.: (05522) 34 84-0, Fax: (05522) 34 84-32<br />

Walter Kopf, Landesdirektor<br />

Landesdirektion Burgenland<br />

7000 Eisenstadt, Kalvarienbergplatz 7<br />

Tel.: (02682) 604-0, Fax: (02682) 641-13<br />

Josef Habeler, Landesdirektor<br />

98 79


Hotline 0800/201 800<br />

80 98<br />

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