Ratgeber für den stationären Aufenthalt - Knappschaftskrankenhaus ...

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Ratgeber für den stationären Aufenthalt - Knappschaftskrankenhaus ...

medizinisches netz Klinik für Urologie und Kinderurologie Chefarzt Dr. med. Ralf Thiel Ratgeber für den stationären Aufenthalt Knappschaftskrankenhaus Dortmund


Sehr geehrte Patientin, sehr geehrter Patient, das gesamte Team der Klinik für Urologie und Kinderurologie des Knappschaftskrankenhauses Dortmund möchte Sie herz- lich willkommen heissen. Was auch immer der Grund für die Notwendigkeit Ihrer statio- nären Behandlung ist, wir sind bestrebt, Ihnen den Aufenthalt so angenehm und kurz wie möglich zu gestalten. Sie werden schnell feststellen, dass es im Krankenhausalltag immer wie- derkehrende Abläufe gibt, die letztlich zu einem möglichst reibungslosen und kurzen Aufenthalt beitragen sollen. Im Folgenden möchten wir Ihnen eine Orientierung über einige Abläufe in unserer Klinik anbieten: AUFNAHMETAG Chefarzt Dr. med. Ralf Thiel Bitte melden Sie sich, soweit nicht anders besprochen, am Aufnahmetag um 8.00 Uhr auf der urologischen Station A 1 im 1. Stock. Der Aufnahmetag beginnt mit der Erfassung Ihrer persönlichen Daten. Außerdem muss vom Stationsarzt erneut festgestellt werden, ob die stationäre Aufnahme erforderlich


ist und alle Bedingungen hierfür erfüllt sind. Manchmal reicht auch eine ambulante Behandlung aus oder die stationäre Behandlung muss aus verschiedenen Gründen verschoben werden (z. B. Absetzung von Medikamenten erforderlich). Zur regulären Aufnahme sollten Sie einen Einweisungsschein Ihres Arztes mitbringen, der uns über Ihre Krankheit und die vorgeschlagene Therapie informiert. Bitte bringen Sie auch wichtige Befunde (Röntgenaufnahmen, Berichte, Allergiepass, Patientenverfügung, Medikamente usw.) mit. Ausgenommen hiervon sind selbstverständlich Notfälle. Die Schwestern und Pfl eger der Station werden sich dann ein Bild von Ihrer individuellen Pfl egebedürftigkeit machen. Auch die erste Blutentnahme fi ndet bereits früh am Morgen statt. Dazu brauchen Sie in der Regel nicht nüchtern zu sein. Nur falls vereinbart wurde, dass Sie noch am gleichen Tag operiert werden, müssen Sie nüchtern erscheinen. Da alle Patienten nicht gleichzeitig aufgenommen werden können, kann es gerade in den Morgenstunden schon mal zu Wartezeiten kommen. Wir bitten Sie hier um etwas Geduld. Im Laufe des Tages erfolgen die ärztliche Aufnahmeuntersu- chung sowie die ausführliche Patientenaufklärung über Diag- nose und Therapie. Hier sollten Sie sich nicht scheuen, Fragen zu stellen. Bitte teilen Sie uns alle wichtigen Vorerkrankungen und Allergien, aber auch Medikamente mit. die Sie derzeit einnehmen oder in den letzten Wochen eingenommen haben. Vor allem wichtig für uns ist die Einnahme von Marcumar oder von Tabletten, die Acetylsalicylsäure enthalten, wie viele Schmerzmittel oder Blutgerinnungshemmer (z.B. Aspirin, ASS, etc.). Eine geplante Operation müßte bei Einnahme


dieser Medikamente evtl. verschoben werden, da es sonst zu Blutungen kommen kann. Sollten Sie operiert werden müssen, wird je nach Eingriff, Alter und Vorerkrankungen im Laufe des Tages noch ein EKG geschrieben und eventuell die Lunge geröntgt. Nachmittags werden Sie noch von einem Narkosearzt untersucht und beraten. Mahlzeiten Damit wir Ihre Speisewünsche ausreichend berück- sichtigen können, besprechen wir diese bereits am Aufnah- metag anhand eines Wochenplans mit Ihnen. Besonderheiten wie Moslemkost, vegetarische Kost oder Diabetikerkost fi n- den ebenso Berücksichtigung, wie die Vorliebe für bestimmte Wurst- und Käsesorten. Auf Ihren besonderen Wunsch kann eine individuelle Ernährungsberatung veranlasst werden. Zusätzlich können Sie sich in unsrer Cafeteria im Erdgeschoss mit Kaffee und Kuchen verwöhnen lassen oder dort Zeit- schriften etc. erwerben: Frühstück: ca. 8.00 Uhr Mittagessen: ca. 12.15 Uhr Abendessen: ca. 17.30 Uhr


Visiten Jeden Morgen fi ndet um 7.30 Uhr eine Chefarztvisite mit allen Abteilungsärzten statt, bei der wir uns einen kurzen Überblick über den aktuellen Gesundheitszustand der Patien- ten verschaffen. Zusätzlich wird der diensthabende Stations- arzt in den Nachmittagsstunden nochmals eine ausführliche Visite aller Patienten durchführen. Zu diesem Zeitpunkt teilen wir Ihnen auch den OP-Verlauf und Untersuchungsergebnisse mit. Bitte bleiben Sie zu den Visitenzeiten (meist gegen 15:00 bis 17:00 Uhr) im Zimmer oder auf der Station. Am Mittwoch gegen 15:00 Uhr fi ndet noch eine Oberarztvisite statt. Sollten zudem noch wichtige Fragen offen bleiben, so stehen Ihnen das Pfl egepersonal und die Ärzte geme zur Verfügung. Haben Sie jedoch bitte Verständnis dafür, dass bei den straff organisierten Arbeitsabläufen in einer großen Klinik nicht jede Frage sofort beantwortet werden kann, da die Ärzte tags- über meistens im OP oder in der Ambulanz beschäftigt sind. Die Wochenendvisiten sind gegen 10:00 Uhr. Untersuchungen/Behandlungen Wir möchten Sie so früh wie möglich über anstehende Untersuchungen unterrichten. Einige Untersuchungen fi nden in anderen Fachabteilungen statt. Im Bedarfsfalle bringen wir Sie direkt zur Untersuchung. Es ist daher vorteilhaft, wenn wir wissen, wo Sie zu erreichen sind. Für einige Untersuchun- gen werden keine festen Termine vergeben, sondern sie erfol- gen auf Abruf. Sagen Sie uns daher bitte, wenn Sie die Station z.B. für einen Spaziergang im Park verlassen wollen.


Ähnliches gilt für den Besuch von Krankengymnasten oder Sozialarbeitern (z.B. für Vereinbarung einer Anschlussheilbe- handlung) auf der Station. Besuch In unserer Klinik gibt es keine festen Besuchszeiten. Wir dürfen Sie und Ihre Besucher jedoch bitten, besonders auf die Belange Ihrer Zimmernachbarn Rücksicht zu nehmen und hier eine besondere Sensibilität zu entwickeln. Beachten Sie bitte, dass Topfpfl anzen in den Krankenzimmern nicht erlaubt sind. Die offi zielle Nachtruhe beginnt um 20.00 Uhr. Operationen Röntgenuntersuchung Die Durchführung einer notwendigen Operation möchten wir in Ihrem Interesse möglichst frühzeitig vorneh- men. Die Reihenfolge der Eingriffe wird daher in einem engen Rahmen festgelegt, wobei wir organisatorische, medizini- sche und individuelle Belange der Patienten berücksichtigen müssen. Wir dürfen Sie daher um Verständnis bitten, wenn wir Ihnen nicht immer sagen können. um wieviel Uhr genau


Ihre Operation durchgeführt wird. In der Regel planen wir die Eingriffe jedoch so, dass gegen 14.00 Uhr der letzte Eingriff begonnen werden kann. Da wir täglich auch unvorhersehbare Notfälle behandeln, kann es in sehr seltenen Fällen vorkom- men, dass Ihr Eingriff verschoben werden muss. Dies ist jedoch die Ausnahme. Am Abend vor einer Narkose dürfen Sie ab 24:00 Uhr nicht mehr essen, trinken oder rauchen. Entlassung Die Entlassung der Patienten wird bereits einige Tage vorher geplant und Ihnen dies auch mitgeteilt. Der genaue Termin kann sich aber immer noch verschieben und ändert sich gelegentlich sogar noch am vorgesehen Entlassungstag. Da wir uns hier nach den aktuellen medizinischen Gegeben- heiten richten müssen, bitten wir um Verständnis, dass die Planung nicht immer so eingehalten werden kann, wie von allen Seiten gewünscht. In Zeiten großer Patientenzahlen kann es erforderlich werden, dass Sie schon am Morgen des Entlassungstages Ihr Bett verlassen müssen. Sie können jedoch trotzdem noch auf Ihrem Zimmer bleiben. Frühstücken Sie in aller Ruhe und warten Sie die Visite ab. Da wir unseren Patienten die bereits fertiggestellten Prostataentfernungen mit Nerverhalt


Entlassungsbriefe persönlich mitgeben möchten, dürfen wir Sie um ein wenig Geduld bitten. Ab 9.30 Uhr können Sie dann in aller Regel mit dem Brief und den Empfehlungen an Ihren Arzt die Klinik verlassen. Bitte nehmen Sie die mitgebrachten Röntgenaufnahmen wieder mit zu Ihrem Arzt. Personal Sie werden auf der urologischen Station A 1 von 7 Ärzten und 13 Schwestern und Pfl egern rund um die Uhr betreut. Die Klinik wird geführt von Herrn Chefarzt Dr. Thiel, 2 Oberärzten und Stationsschwester Hildegard Keil. Über die weiteren Ärzte und das Pfl egepersonal gibt die Namenstafel im Stationsfl ur Auskunft. In der Urologischen Ambulanz (1. Etage, Mittelbau) treffen Sie auf die Pfl eger Herrn Michalo- witz und Herrn Neuland sowie die Schwestern Sr. Daniela und Sr. Helga. Dort befi ndet sich das Sekretariat der Urologischen Klinik mit der Chefarztsekretärin Frau Medini. Leistungsspektrum In der Klinik für Urologie und Kinderurologie des Knappschaftskrankenhauses wird das gesamte Spektrum der Urologie angeboten. Es umfaßt die Erkennung und Behandlung der Erkrankungen der Nieren, Blase, Prostata und männlichen Geschlechtsorgane. Die häufi gsten Krankheitsbil- der sind Harnsteine, Prostatavergrößerung, Infektionen und vor allem Tumoren der genannten Organe. Ein Schwerpunkt ist die Behandlung des Prostatakrebses. Hier werden eine


Fülle von Behandlungsmöglichkeiten angeboten. Sie reichen von der medikamentösen Therapie bis hin zur kompletten Entfernung der Prostata („Radikale Prostatektomie“). Alle Eingriffe werden auch durch die sogenannte „Schlüsselloch- Therapie“ (Laparoskopie) angeboten. Bei der gutartigen Pros- tatavergrößerung bieten wir besonders schonende Laserme- thoden („Greenlight-Laser“) an. Eine überregionale Bedeutung kommt der Brachytherapie zu („Bestrahlung von innen“), die in enger Zusammenarbeit mit der Klinik für Strahlentherapie im Hause durchgeführt wird. Aber auch Funktionsstörungen wie Inkontinenz (Urin kann nicht gehalten werden) und Im- potenz werden in unserer Klinik behandelt. Bitte wenden Sie sich bei allen Fragen und Problemen vertrauensvoll an unsere Mitarbeiter. Die Behandlung von Kindern erfolgt meistens ambulant. Bei stationärer Therapie kann ein Elternteil mit aufgenommen werden. Weitere Informationen erhalten Sie auch auf unserer Homepage (www.kk-dortmund.de). Im OP-Saal


Verbesserungsvorschläge Wir möchten Sie ausdrücklich zur Kritik auffordern. Ihre Meinung hilft uns, die Angebote und Ablaufe im Sinne der Patienten zu verbessern. Wir sind standig darauf bedacht, die Qualitat unserer Dienstleistung zu erfassen und weiter zu entwickeln (Qualitätsmanagement). Sie können Ihre Kritik (positiv wie negativ) anonym weiterleiten, direkt ausspre- chen oder dem Patientenfürsprecher zukommen lassen. Im Stationsfl ur hängt ein entsprechender Kasten für den Einwurf anonymer Kritik. Abschließend wünschen wir Ihnen gute Besserung und einen möglichst kurzen Krankenhausaufenthalt.


Kleine Erklärung der Fachbegriffe: Mittelstrahlurin: Für eine Urinuntersuchung wird zunächst etwas Urin in die Toilette gelassen und dann in einen Becher gelassen. Urofl ow: Messung des Harnstrahles durch Wasserlassen in einen Trichter (volle Blase!) Restharn: Urinmenge, die nach dem Wasserlassen in der Blase bleibt; Messung durch Ultraschall Sonographie: Ultraschalluntersuchung; keine Strahlen- belastung IVP: Röntgenuntersuchung der Nieren, Harnleiter und Blase mit Kontrastmittel (in eine Vene) CT: Computertomographie; „Schichtröntgen“ MRT: Magnet-Resonanz-Tomographie; ebenfalls Schichtuntersuchungen ohne Röntgenstrahlen ING: Isotopennephrographie = Funktionsunter- suchung der Nieren PDD: Photodynamische Diagnostik: Markierung von Blasentumoren durch „leuchtende“ Farbstoffe Laser: besonders schonendes Verfahren zur Behand- lung der Prostatavergrößerung Zystoskopie: Blasenspiegelung Zystogramm: Blasenröntgen (Kontastmittel über Katheter) Urethrogramm: Röntgenuntersuchung der Harnröhre Laparoskopie: Bauchspiegelung durch kleine Öffnungen Spülung: Wasser läuft in einen Blasenkatheter und wieder heraus (entfernt Blut und Sekrete) DK: Blasen-Dauerkatheter durch die Harnröhre Zystofi x: Blasenkatheter durch die Bauchdecke ESWL: Extrakorporale Stoßwellenlithotripsie = Zertrümmerung von Nierensteinen von außen Seeds: kleine radioaktive Stifte, die beim Prostatakrebs in die Prostata eingebracht werden (=Brachytherapie)


Knappschaftskrankenhaus Dortmund Klinik für Urologie und Kinderurologie Chefarzt Dr. med. Ralf Thiel Wieckesweg 27, 44309 Dortmund Telefon Sekratariat 0231 992-1701 Telefon Station A 1 0231 992-1811 Fax 0231 922-1709 E-mail: ralf.thiel@kk-dortmund.de Internet: www.kk-dortmund.de

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