Deutschlands höchste Riester-Rente: DWS ... - LARANSA AG

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Deutschlands höchste Riester-Rente: DWS ... - LARANSA AG

Newsletter

Ausgabe 4/2009


EDITORIAL

Verbessern sich die Chancen an den Kapitalmärkten oder steigen

die Gefahren? Anleger, die klare Vorstellungen über ihr Privatvermögen

entwickeln, müssen nicht auf die Beantwortung dieser

Frage warten.

Wer die Zukunft gestalten will, braucht klare Vorstellungen. So gesehen führt bei der

Geldanlage kein Weg an einer durchdachten Strukturierung des Gesamtvermögens

vorbei. Dabei kann es nicht nur um die Fragen gehen, was mit dem Festgeld passieren

soll oder welche Maßnahmen ergriffen werden müssen, um den Depotstand vor

der Krise wieder zu erreichen. Vielmehr geht es darum, sich einen Überblick über

das gesamte Vermögen zu verschaffen und eine Idee zu entwickeln, was mit diesem

Vermögen geschehen soll. Private Vermögen bestehen in der Regel aus fünf Posten:

Rentenansprüche bzw. private Kapitallebensversicherung, Festgeldkonten, Eigenheim

und dem Wertpapierdepot. Der Immobilienbesitz stellt dabei in den meisten

privaten Vermögen die mit Abstand größte Position dar.

Immobilien müssen differenziert betrachtet werden

Die Präferenz für Immobilien bei deutschen Anlegern ist leicht zu erklären. Fast ein

halbes Jahrhundert stiegen die Preise für Wohn- und Gewerbeimmobilien mit nur

kleinen Unterbrechungen. Ausschlaggebend hierfür war die Knappheit von Grund

und Boden aufgrund des Nachholbedarfs im zerstörten Deutschland und dem Wirtschafts-

und Bevölkerungswachstum seit Beginn der 50er Jahre. Heute sehen wir

nur noch ein geringes Wirtschaftswachstum und bestenfalls eine Stagnation der

Bevölkerung. Immobilien müssen heute daher sehr differenziert betrachtet werden

und sollten in der langfristigen Vermögensplanung nicht mehr automatisch die aus

der Vergangenheit abgeleitete exponierte Rolle spielen. Auf der anderen Seite sollten

Rohstoffe und Gold stärker in die private Vermögensstruktur einbezogen werden,

als dies derzeit in der Regel der Fall ist. In Zeiten stabilen Geldwertes ist Gold eine

Ware, in Zeiten der Inflation ist Gold Geld. Vor diesem Hintergrund steigt der Goldpreis

bereits seit mehreren Monaten, weil immer weniger Anleger daran glauben,

dass das Papiergeld seine Kaufkraft auf Dauer erhalten kann.

Breite Diversifizierung des Vermögens senkt die Gefahren

Eine sinnvolle Verteilung des privaten Vermögens ohne Berücksichtigung der gesetzlichen

oder privaten Rentenansprüche könnte wie folgt aussehen:

5 Prozent in Tages- bzw. Festgeld, 35 Prozent in Immobilien und 60 Prozent in einem

Wertpapierdepot bestehend aus Anleihen, Aktien, Alternativen Investments,

Rohstoffen und Gold. Eine solch breite Diversifizierung des Vermögens bietet dem

Anleger neben der Chance auf eine attraktive Entwicklung des Vermögens auch den

Vorteil, dass die Gefahren für das Vermögen sinken. Bleibt nur noch das Risiko der

fehlenden Disziplin des Anlegers, weil die Jagd nach tollen Anlagen und fantastischen

Renditen in aller Regel zu keinem Erfolg führt.

Viel Spaß beim Lesen wünscht

Andreas Leckelt

Vorstandsvorsitzender der LARANSA AG

2


Laransa Newsletter 4 / 2009

2 Editorial

3 Inhalt

4 AufgeKOCHT! / Keine Schaumschläger bitte!

5 Sachwerte / Milliarden für ein Brötchen

8 Im Gespräch / Börsen-Doppelpass

12 Internationale Aktien / Die Welt ist nicht genug

15 Aufstrebende Märkte im Fokus / Allianz Emerging Markets Bond Fund

18

9 Osteuropa / Metzler Eastern Europe Fonds

Altersvorsorge

/ Inside Riester

23 Interview / Robeco European MidCap Equities Fonds

27 Schlussnotiz / Märkte brauchen neue Perspektiven

3


Auf einer Kundenveranstaltung der LARANSA AG

in der VIP-Lounge des Berliner Olympiastadions

analysierte TV-Börsenexperte Markus Koch mit

Andreas Schmidt und Andreas Leckelt

(LARANSA AG) die aktuelle Lage an den Aktienmärkten.

(Foto: Patrick Jentsch)

AufgeKOCHt!

Die Rezession ist tot, lang lebe der Auf-

schwung! Wie dauerhaft dieser sein wird,

ist jedoch unklar, so Joseph Stiglitz von

der Columbia University. Die Wahrscheinlichkeit

eines neuen Rückschlags sei nicht

gering, erklärt der Wirtschaftsnobelpreisträger.

Auch Milliardär und Hedgefonds-

Manager Paul Tudor Jones warnt vor zwischenzeitlichen

Kursrückgängen. Zeit, sich

eines in Erinnerung zu rufen: Die globale

Finanzkrise war und ist mehr als nur ein

kleines Störfeuer. Sie ist die tiefste Rezession

seit der großen Depression und hinterlässt

schlimme Wunden. Fast sieben

Millionen Jobs gingen in den USA verloren.

Mit 9,7 Prozent erreicht dort die Arbeitslosigkeit

das höchste Niveau seit 1983.

Wenn man diejenigen berücksichtigt, die

die Arbeitssuche aufgegeben haben oder

zwangsläufi g als Teilzeitkraft arbeiten, liegt

KEINE SCHAUM-

SCHLÄGER, BITTE!

/ Das fulminante Comeback der Aktienmärkte

überrascht. Wie tragfähig und beständig ist

jedoch der Aufschwung? /

die Quote bei rund 16 Prozent. Bei mehr

als der Hälfte der arbeitenden US-Bevölkerung

wurden zudem die Löhne eingefroren

oder reduziert, schätzt Professor Thomas

Kochan, der zu Barack Obamas Beraterstab

gehört. Das Ergebnis: Frust. Dass der S&P-

500-Index seit dem Tief im März zwischenzeitlich

um mehr als 50 Prozent zulegen

konnte, lindert den Schmerz der Amerikaner

nur bedingt. Die Nettovermögen sind

gesunken, die Schuldenlast ist auf ein ungesundes

Niveau gestiegen. Familien müssen

ihre Haushaltskassen genesen lassen.

Das benötigt Zeit und bedarf einer höheren

Sparrate. Konsum und Konjunktur haben da

zunächst das Nachsehen. Wer sich vor diesem

Hintergrund hinstellt und behauptet,

die Finanzwelt sei nach der Krise schöner

und heiler denn je zuvor, ist wohl lediglich

ein Schaumschläger.

4


SACHWERTE

MILLIARDEN FÜR

EIN BRÖTCHEN

/ Die Finanzkrise und die Reaktionen darauf verunsichern.

Droht nun Infl ation oder Defl ation? Anleger sollten sich

gegen beide Szenarien wappnen. /

1) FAZ, 19. 08. 2009.

2) Helmut Braun, Infl ation,

1914 –1923 in: Historisches

Lexikon Bayerns.

3) Statistisches Bundesamt,

August 2009.

4) FTD, 10. 09. 2009.

Als die Geldbriefträger im Herbst 1923 durch

die Straßen Berlins liefen, lauerten die

Hausfrauen bereits an den Fenstern. Noch

vor der Türe schnappten sie das Geld und

rannten in die umliegenden Geschäfte. Jede

Mark wurde sofort ausgegeben.

Den wenigen Waren in den Regalen stand

eine – durch überschwänglichen Gelddruck

angeschwollene – riesige Geldmenge gegenüber.

Logische Folge: Die Preise kletterten

– 1923 um mehrere Tausend Prozent

pro Monat! 1 Der Auslöser damals: Kriegs-

Horrende Summen für ein Brötchen

zu Zeiten der Hyperinfl ation. Aktuell

fallen die Preise in Deutschland eher

kosten. Der Bargeldumlauf betrug 1913

rund 13 Milliarden Mark, zum Ende des

Ersten Weltkriegs 1918 waren es bereits

60 Milliarden. 2

Auch in den zurückliegenden Monaten ist

die Geldmenge in die Höhe geschnellt (siehe

auch Chart Seite 16). Bringen Nullzinspolitik

und ausufernde Staatsschulden die

galoppierende, Geld vernichtende Infl ation

zurück? Oder werden wir in der Folge der

Wirtschaftskrise das genaue Gegenteil erleben,

die nicht minder schädliche Abwärtsspirale

der Defl ation? Für beide Szenarien

gibt es gute Argumente.

ERST MAL ABWÄRTS

Die Finanzkrise hat vor allem in den USA

und Europa Konsumenten verschreckt. Der

Absatz stockte, auf Überkapazitäten antworteten

zahlreiche Unternehmen mit Preissenkungen,

und Öl verbilligte sich von fast

150 Dollar je 159-Liter-Fass auf weniger als

40 Dollar. In der Folge lag in Deutschland

im Juli 2009 die Infl ationsrate bei minus

0,6 Prozent – der erste negative Wert seit

22 Jahren. 3 Vorboten einer Defl ation?

Tatsächlich konnte die wirtschaftliche

Vollbremsung der Infl ation kurzzeitig den

Schrecken nehmen. Bei einer Erholung, wie

sie das Kieler Wirtschaftsforschungsinstitut

IfW im September 2009 attestiert hat, droht

ein Comeback. 4 Das Preisniveau stabilisierte

sich in Deutschland bereits im August

wieder. Ohne die zum Vorjahr vergleichsweise

niedrigen Energiekosten wäre es sogar

gestiegen. Viele Volkswirte fürchten, infolge

der Konjunktur-Rettungsmaßnahmen

könnte mehr Geld in Umlauf kommen, als

reale Werte in Form von Gütern und Dienstleistungen

gegen überstehen. Der Startschuss

für Infl ation?

5


Obwohl eine Erholung im Gange zu sein

scheint, verharrt der während der Krise

gestiegene Goldpreis auf hohem Niveau.

Anscheinend sichern sich viele Anleger

mit Hilfe der »Quasi-Währung« gegen eine

Geldentwertung ab. Auch andere Sachwerte

sind en vogue, weil sie sich in der Vergangenheit

bei einer Geldentwertung bewähren

konnten. Zum Beispiel »Betongold«: Die

Renditekurve von Immobilien verläuft fast

parallel zur Infl ationsrate. Egal wie hoch die

Infl ationsrate im untersuchten Zeitraum von

1978 bis 2008 war, die Rendite lag stets ein

paar Prozentpunkte darüber. 5

TEUERUNGSRATE

ALLE JAHRZEHNTE WIEDER

Eine Hyperinfl ation, wie in den 20er-Jahren in Deutschland

erlebt, halten viele Experten für ausgeschlossen. Doch Thomas

Straubhaar, Chef des Hamburgischen WeltWirtschafts-

Teuerungsrate

in %

8

6

4

2

+ 7,0 %

1948

EINFÜHRUNG

D-MARK

Defl ation und Infl ation

in den Anfangsjahren

Auch mit infl ationsindexierten Anleihen kann

die Chance auf eine reale Rendite wahrgenommen

werden. Anders als bei Immobilien

ist hier die Verzinsung direkt mit der Infl ationsrate

verknüpft. Steigt diese, werden die

Zinsen und der Nominalwert der Anleihen angepasst.

Ebenfalls ein sinnvoller Baustein: Aktien.

Eine Untersuchung der Investmentbank

J. P. Morgan belegt, dass bei einer moderaten

Infl ation in der Regel die Dividenden

entsprechend steigen. 6 Wichtige Voraussetzung:

Die Unternehmen müssen über

Preismacht verfügen und höhere Kosten an

die Kunden weitergeben können. >

+ 6,4 %

1973

Quelle: Statistisches Bundesamt, September 2009. 1948 – 1990 = früheres Bundesgebiet. 1) Associated Press, 12. 09. 2009.

5) BVI, 2009.

6) J. P. Morgan, Juni 2009.

Instituts (HWWI), erwartet nach 2010 Infl ationsraten von

bis zu zehn Prozent im Jahr. »Die Geldentwertung wird so

stark ausfallen wie seit Anfang der 90er-Jahre nicht mehr.« ¹

+ 6,0 %

1980

2. ÖLKRISE

Die Revolution im Iran

und der Erste Golfkrieg

(Irak-Iran-Krieg)

führten zu steigenden

Preisen

+ 4,9 %

2002

EINFÜHRUNG

EURO

Trotz Skepsis: Der Euro ist

bislang eine stabile Währung

– 2

1. ÖLKRISE

Mit dem Ölpreis stiegen

auch die Infl ationsraten

1990

DEUTSCHE

– 4

EINHEIT

Konsumrausch und

– 6

Bauboom ließen mit

der Wiedervereini gung

– 8

die Preise klettern

1949 1959 1969 1979 1989 1999 2009

6


LIQUIDITÄTSSCHWEMME

Durch die Stützungsmaßnahmen der Notenbanken hat sich in den vergangenen Monaten

in Ländern wie den USA die Geldmenge steil nach oben bewegt. Basis für eine infl ationäre

Entwicklung?

Entwicklung der Geldmenge M1 in den USA (in Milliarden US-Dollar)

1700

1650

1600

1550

1500

1450

1400

1350

1300

Lehman-Pleite

06/04 06/05 06/06 06/07 06/08 06/09

Quelle: Thomson Reuters Datastream. Stand: 15. 06. 2009.

FONDS

FLEXIBEL UND SACHLICH

Die Historie lehrt: Infl ation ist nicht gleich

Infl ation und auf eine Phase der Geldentwertung

kann immer auch Defl ation folgen. Daher

ist der Fonds DWS Sachwerte vor allem auf

Flexibilität ausgelegt.

Gold (und andere Rohstoffe), Immobilien,

infl ationsindexierte Anleihen und

Aktien – der neue Fonds DWS Sachwerte

bündelt vier Vermögensklassen.

Durch die breite Streuung ist das

Fonds management je nach Preisentwicklung

stets in der Lage, das Port-

Für alle vier Bausteine (Gold und andere

Rohstoffe, Immobilien, infl ationsindexierte

Anleihen sowie Aktien) gilt: Anleger sollten

fl exibel bleiben. Wenn Geld in einem infl ationären

Umfeld an Wert verliert, ist die Flucht

in Sachwerte meist eine clevere Strategie.

Selbst wenn es nicht zu einer Konsumgüter-

Infl ation kommt, sondern nur die Preise der

Vermögenswerte anziehen, stehen Sachwerte-Investoren

auf der richtigen Seite.

Praktisch: Mit Fonds fi nden gebündelt auch

schwer zugängliche Vermögensklassen den

Weg ins Anleger-Portfolio (siehe Kasten).

folio neu auszurichten. Wichtig: Mit der

Möglichkeit, auch in Geldmarktinstrumente

zu investieren, kann in defl ationären

Zeiten gegengesteuert werden.

So wird in solchen Phasen die Chance

gewahrt, angemessene Renditen zu erzielen.

Das macht den DWS Sachwerte

zu einer möglichen Basisanlage für

Inves toren, die ihr Depot ein Stück weit

gegen beide Szenarien wappnen wollen.

Ein weiteres historisches Beispiel zeigt aber,

in welchem Umfeld Sachwerte meist nicht

sinnvoll sind. Kippt der Trend und kommt es

zu einer Defl ation wie in den 30er-Jahren in

den USA, verlieren Sachwerte an Wert. Nur

Geld selbst behauptet sich in diesem Umfeld.

Fonds sollten daher unbedingt in der

Lage sein, auch in geldmarktnahe Anlagen

zu wechseln. Substanzwerte, breit gestreut,

fl exibel – so ausgestattet eignen sich Sachwerte-Fonds

sogar als Basis investment.

RICHTUNG EGAL

Die Infl ation der 20er-Jahre hat sich ins

deutsche Kollektivgedächtnis gebrannt,

die Defl ation der 30er in das der Amerikaner.

Wohl auch ein Grund, warum US-Ökonomen

meist stärker vor der Defl ation, die

Deutschen eher vor einer Infl ation warnen.

Für Anleger indes gilt: vor beidem in Acht

nehmen!

> Wahre Werte

Zum Start des DWS Sachwerte bilden Gold /Rohstoffe,

Immobilien, infl ationsindexierte Anleihen

und Aktien die Schwerpunkte im Portfolio.

Edelmetalle 10 %

Rohstoffe 5 %

Aktien 25 %

in % des

Fondsvermögens

infl ationsindexierte

Anleihen /

Geldmarkt 35 %

Immobilien 25 %

Quelle: DWS. Aufteilung des Portfolios bei Fondsaufl egung.

Stand: 31. 08. 2009.

7


» IM GESPRÄCH

BÖRSEN-DOPPELPASS

/ Torwartlegende Nr. 1 Oliver Kahn und Klaus Kalde morgen, Top-Fondsmanager

der Nr. 1*, im Gespräch über die waghalsigen Aktionen der Zentralbanken

und die Frage, warum fallende Preise auf breiter Front kein Segen sind. /

Oliver Kahn: In den Medien wird hitzig

diskutiert: Infl ation oder Defl ation

– was wird uns ereilen?

Klaus Kaldemorgen: Ich denke, das

ist ein Prozess. Während kurzfristig

Preisstabilität zu verzeichnen ist,

überwiegen langfristig die Infl ationsrisiken.

Oliver Kahn: Vor allem die US-Zentralbank

scheint wild entschlossen

Defl ation zu verhindern – und ris kiert

mit den Gegenmaßnahmen eine

Geldentwertung. Auch in Euro pa

wachsen die Staatsschulden drastisch.

Sind fallende Preise nicht besser?

> Oliver Kahn sammelte früher Titel und

kommentiert jetzt für das ZDF Fußballspiele.

Für den DFB ist er als Botschafter tätig

Klaus Kaldemorgen: Die Amerikaner

haben nicht nur aus historischen

Gründen eine Abneigung gegen

Defl ation. Fallende Preise – das

klingt verlockend, ist aber gefährlich.

Verbraucher verschieben Käufe,

weil die Waren bald billiger werden.

Produzenten verkaufen nichts mehr,

müssen Leute freisetzen, weitere

Preissenkungen folgen. Ein Teufelskreis.

Bei Infl ation verliert dagegen

das Geldvermögen an Wert – nur

für Netto-Schuldner eine reizvolle

Situation.

Oliver Kahn: Das klingt, als könne

man nur verlieren.

Klaus Kaldemorgen: Sachwerte wie

Gold oder Immobilien haben sich

historisch bei Infl ation bewährt. Bei

*) Die DWS/DB-Gruppe ist nach verwaltetem Fondsvermögen der größte deutsche Anbieter von Publikumsfonds. Quelle: BVI, Stand Juli 2009.

Defl ation müssen Anleger aber wieder

näher ans Geld ran. Sie kommen

nicht umhin, fl exibel zu bleiben.

Oliver Kahn: Aber das bleibt man

nicht, wenn man ein Haus kauft oder

Goldbarren in den Keller legt.

Klaus Kaldemorgen: Das übernehmen

Sachwerte-Fonds, die auf

Infl ation, Preisstabilität und Defl ation

reagieren können – durch ein aktives

Management, das seine Stärken

zum Beispiel auch bei internationalen

Aktienfonds seit Jahren ausspielen

konnte. [Siehe auch Seiten 12 bis

1 4,

A. d. R.]

> Klaus Kaldemorgen ist DWS-Geschäftsführer

und unter anderem Manager des

Aktienfonds-Klassikers DWS Akkumula

8


Osteuropa

Metzler Eastern Europe Fonds

/ Auch nach der Kursrally haben die Aktien aus dieser Region noch reichlich Luft nach oben /

Mit Wertentwicklungen bis zu 100 % im bisherigen

Jahresverlauf zeigten die osteuropäischen

Märkte, welches enorme Aufholpotenzial

in dieser Region steckt. Auch der

Metzler Eastern Europe Fonds hat in diesem

Jahr bereits ein Plus von knapp 90 %* erwirtschaft

und konnte damit seinen Index

Nomura CEE weit hinter sich lassen.

Die Frage, ob sich ein Einstieg auf dem aktuellen

Niveau noch lohnt, scheint berechtigt.

Markus Brück, Senior-Portfoliomanager

für osteuropäische Werte bei Metzler Asset

Management, beantwortet diese Fragen jedoch

eindeutig mit "Ja".

Markus Brück

Senior- Portfoliomanager

Metzler Eastern Europe

Warum er auch weiterhin an Osteuropa

glaubt, wo er die größten Chancen dieser

Anlageregion sieht und wie er diese im Metzler

Eastern Europe gewichtet, erläutert er im

Interview:

Im Jahr 2008 schnitten die osteuropäischen

Börsen mit Kursverlusten von bis

zu 80 % mit am schlechtesten ab. In diesem

Jahr setzten die osteuropäischen

Aktienmärkte zu einer fulminanten Aufholjagd

an. Ist das eine normale Reaktion auf

die vorangegangenen Einbrüche?

Es ist durchaus eine normale Reaktion auf

eine vorangegangene irrationale Übertreibung

nach unten, deren Hauptgrund in der

enormen Risikoaversion der Investoren lag.

Dass zudem die osteuropäischen Banken in

dem beschriebenen Abwärtstrend überproportional

abgestraft wurden, war fundamental

nicht nachvollziehbar, da anders als bei

vielen westeuropäischen Banken das Thema

Subprime zu keiner Zeit eine wichtige Rolle

spielte.

In einem „normalen“ Konjunkturzyklus wären

sowohl der Rückgang als auch die jetzige

erste Gegenbewegung deutlich moderater

ausgefallen. Man sollte in diesem Zusammenhang

auch nicht vergessen, dass es sich

bei diesen Ländern vorwiegend um Mitgliedsstaaten

der Europäischen Union handelt

und keine klassischen Schwellenländer

mit all ihren Risiken auf der politischen und

gesetzlichen Ebene.

Welche Rolle spielen Russland und der

Ölpreis?

Russland ist und bleibt ein wichtiger Wachstumstreiber

für Osteuropa, aber aus unserer

Sicht nur einer der wichtigen Bausteine in

der Fondsausrichtung. Der Ölpreis bzw. die

Rohstoffpreise generell werden weiterhin die

russische Börse am stärksten beeinflussen.

9


Das knappe Angebot bei vielen Rohstoffen und

ein weltweit zu erwartender deutlicher Anstieg

der Inflation im nächsten Konjunkturzyklus werden

Anlagen in Rohstoffen und damit auch die

russische Börse positiv beeinflussen.

Wie beurteilen Sie die Entwicklung bei den

anderen osteuropäischen Big Playern wie

Polen, Tschechien und Ungarn?

Polen wird als einziges Land innerhalb der Europäischen

Union im Jahr 2009 ein positives

BIP-Wachstum ausweisen – und zwar von mehr

als 1 %. In Tschechien und Ungarn hatte die

Rezession ebenfalls nicht die befürchteten negativen

Auswirkungen. Der private Konsum

blieb bislang in allen drei Staaten resistenter

als erwartet. Ungarns Wirtschaft leidet aufgrund

seines Zwillingsdefizits jedoch erwartungsgemäß

stärker unter der Rezession und wird sich

auch im nächsten Jahr nur moderat erholen. In

Polen und Tschechien sehen wir das BIP-

Wachstum im Jahr 2010 über der 3-%-Marke.

Im Juni kam es an vielen osteuropäischen

Aktienmärkten zu Kurskorrekturen, die allerdings

bereits im Juli wieder kompensiert

wurden. Sind solche Rücksetzer noch häufiger

zu erwarten?

Nach einer Phase, in der die Kurse an den osteuropäischen

Aktienmärkten zwischen 50 und

100 % zugelegt haben, sind Rücksetzer in Form

von Gewinnmitnahmen durchaus normal und

können auch bis zum Jahresende jederzeit

wieder auftreten. Wir empfehlen, solche Phasen

konsequent zum Einstieg zu nutzen und Aktienpositionen

auf- oder auszubauen, da wir unseres

Erachtens erst am Beginn einer Konjunkturerholung

stehen.

Laut Morningstar haben Osteuropa-Fonds in

diesem Jahr per Mitte Oktober durchschnittlich

etwa 75 % zugelegt. Mit einem Wertzuwachs

von rund 90 % seit Jahresanfang liegt

der Metzler Eastern Europe weit vorne.

Lohnt sich ein Einstieg jetzt noch, oder sind

die Märkte bereits zu weit gelaufen?

Anleger, die in Osteuropa investieren, sollten

grundsätzlich nicht risikoscheu sein. Korrekturen

von 10–15 %, auch in einem positiven Konjunkturumfeld,

gehören durchaus zur Normalität.

Mit Rücksetzern ist auch im aktuellen

Marktumfeld zu rechnen, allein schon deshalb,

weil viele Anleger auf hohen Gewinnen „sitzen“,

die sie unter Umständen irgendwann realisieren

wollen. Allerdings bergen die osteuropäischen

Märkte nach wie vor deutliches Aufwärtspotenzial.

Insbesondere viele Nebenwerte notieren

nach wie vor 60–80 % unter ihren Höchstständen

aus dem Jahr 2008.

Wo sehen Sie aktuell und künftig das größte

Potenzial in der Region Osteuropa, und wie

setzen Sie das in der Fondsallokation um?

Der Konvergenzprozess und das damit verbundene

Aufholpotenzial bleiben die wichtigsten

Wachstumstreiber für Osteuropa. Insbesondere

die baunahen Wirtschaftszweige werden von

den geplanten und von der Europäischen Union

finanzierten Infrastrukturprogrammen in vielen

Ländern Osteuropas profitieren. Die anhaltende

Verknappung der Rohstoffe ist langfristig betrachtet

ein weiterer wichtiger Wachstumsmotor

für Länder wie Russland, die Ukraine und Kasachstan

mit großen, zum Teil noch nicht ausgebeuteten

Bodenschätzen.

Angesicht des nach der Krise zu erwartenden

deutlich niedrigeren Potenzialwachstums in

Westeuropa werden viele dort ansässige Unternehmen

früher oder später wieder gezwungen

sein, aus Gründen der Kostenoptimierung über

Produktionsverlagerungen nachzudenken. Wie

schon zu Beginn der Dekade wird davon der

Produktionsstandort Osteuropa aufgrund niedriger

Löhne und Steuern profitieren.

Generell sehen wir aktuell die größeren Anlagechancen

in den Randmärkten Osteuropas wie

im Baltikum, Rumänien, Bulgarien oder auch in

Kasachstan, deren Gewichtung wir im Fonds in

den nächsten Monaten erhöhen werden.

Insgesamt bevorzugen wir über unser gesamtes

Universum Mid und Small Caps gegenüber

Large Caps, da wir bei den eher geringer kapitalisierten

Unternehmen in den nächsten Jahren

ein deutlich höheres Alpha-Potenzial sehen.

Viele Large Caps haben einen Großteil ihrer

Verluste bereits wieder aufgeholt. Demgegenüber

liegen viele Mid und Small Caps trotz eines

vielerorts deutlich verbesserten Geschäftsumfeldes

und umfangreicher Kosteneinsparungen

der Unternehmen unter ihren 2008er-

Ständen.

10


Metzler Eastern Europe Fonds

Wertentwicklung seit Auflegung (per 27.11.2009)

Wertentwicklung Fonds vs. Index

(per 30.10.2009*)

Fonds* Vergleichsindex*

*

YTD 89,14 % 45,82 %

1 Monat 2,64 % 0,99 %

3 Monate 17,88 % 10,75 %

1 Jahr 44,80 % 16,00 %

* BVI-Methode. Vergangenheitswerte sind keine Garantie, Zusicherung

** Nomura CEE Index (EUR) Bis 31.03.2003 CECE Total Index,

danach Nomura CEE Index

Auszeichnungen

Stammdaten

ISIN

WKN

Fondsart

Depotbank

Ertragsverwendung

Fondsauflegung

Geschäftsjahr

IE0000111876

577999

Aktienfonds

Vergleichsindex Nomura CEE Index

(EUR)

Brown Brothers

Harriman

ausschüttend

04.10.2000

01.10. - 30.09.

Umbrella Metzler International

Investments p.l.c.

Fondsverwaltungsgesellschaft

Metzler Ireland Ltd.

oder ein verlässlicher Indikator für zukünftige Wertentwicklungen. Wichtiger Hinweis: Wertentwicklungen der Vergan-

genheit können nicht als Indikation für die zukünftige

Wertentwicklung angesehen und daher nicht als

Entscheidungsgrundlage für Investitionen in Finanzinstrumente

herangezogen werden. Eventuelle Erträge

aus Investitionen unterliegen Schwankungen; der

Preis oder Wert von Finanzinstrumenten, die in dieser

Unterlage beschrieben werden, kann steigen oder

fallen. Diese Information ist kein Angebot oder Teil

eines Angebots zum Kauf von Fonds, noch stellt diese

Information die Grundlage eines Vertrages oder einen

Vertragsbestandteil dar. Im Hinblick auf die den Fonds

zugrundeliegende Anlagepolitik wird auf die entsprechenden

Verkaufsprospekte hingewiesen. Kaufaufträge

können nur angenommen werden auf Grundlage

der gültigen Verkaufsprospekte, die eine ausführliche

Darstellung der mit diesen Investments verbundenen

Risiken enthält, sowie der gültigen Jahres- und Halbjahresberichte.

Diese und weitere Informationen

erhalten Sie bei Metzler.

www.metzler-fonds.com

11


INTERNATIONALE AKTIEN

DIE WELT IST NICHT GENUG

/ Internationale Aktien dürfen als Basisinvestment in keinem breit aufgestellten Anleger-

Portfolio fehlen. Warum Investoren beim Bestücken ihres Depots aber besser auf aktiv

gemanagte Fonds zurückgreifen sollten. /

Eine der wichtigsten Regeln bei der Aktienan-

lage lautet: Streuen, streuen und nochmals

streuen. Das dahinterstehende Kalkül ist

schnell erklärt: Wer sein Geld in Aktien aus

verschiedenen Branchen und Ländern aufteilt,

kann das Gesamtrisiko in seinem Depot

senken – ein einzelner Kurs-Ausreißer

fällt dann nicht so stark ins Gewicht und

kann im besten Fall durch eine andere Aktie

wieder ausgeglichen werden. Um die

Chancen voll auszuschöpfen, sollten Anleger

mit ihrem Depot auf Weltreise gehen:

Neben Aktien aus den etablierten Industrieregionen

wie Europa oder Nordamerika

gehören auch Papiere aus den noch immer

boomenden Volkswirtschaften Asiens in jedes

Portfolio.

FLEXIBEL BLEIBEN

Mittlerweile gibt es viele Möglichkeiten,

sein Geld rund um den Globus zu investieren.

Eine davon: reine Index-Investments.

Mit einem Produkt auf den MSCI World

Index könnten Anleger sich praktisch auf

einen Schlag die ganze Aktienwelt ins Portfolio

holen. Der Index bündelt rund 1500

Aktien aus mehr als 20 Ländern und gilt als

der am breitesten aufgestellte internationale

Index. Allerdings hat die Sache auch einen

Haken: Was, wenn Aktien aus dem Index

12


sehenden Auges in den Keller rauschen?

Was, wenn die Märkte rund um den Globus

einen Kollaps erleiden – so wie in Folge der

Finanzkrise? In solchen Fällen ist vor allem

eines gefragt: Flexibilität – und die kann

ein Index-Investment nicht bieten. Seine

Zusammensetzung ist, zumindest bis zur

nächsten Anpassung, in Stein gemeißelt.

OUTPERFORMANCE IM VISIER

Einen Ausweg aus diesem Dilemma können

aktiv gemanagte Fonds bieten. Während

Index-Fonds oder auch Index-Zertifikate

voll und ganz dem Auf und Ab des Marktes

ausgeliefert sind – sich nicht besser, aber

auch nicht schlechter entwickeln – genießen

Fondsmanager aktiv gemanagter Portfolios

die Freiheit, schnell umschichten zu können.

FONDS

3) Tissi er iliquat ionsed tincidunt

utpat prat, sustie.

4) Tissi er iliquat ionsed tincidunt

utpat prat, sustie.

DREI MAL RUND UM DEN GLOBUS

»Aktives Management wahrt die Chance, eine

bessere Rendite als der Index zu erzielen.«

Ein Fondsmanager hat die Möglichkeit, sein

Portfolio börsentäglich neu auszurichten und

damit jederzeit die Chance zu wahren, eine

höhere Rendite als der Index zu erzielen.

Wittert er Potenzial, nimmt er neue Werte

in sein Portfolio auf oder stockt vorhandene

Positionen auf. Schwache Werte wird er dagegen

im Vergleich zur Benchmark untergewichten

oder komplett aus seinem Portfolio

verbannen. Wenn die Börsen nicht mitspielen,

hat er die Option, sich sogar ein

Stück weit aus dem Markt zurückzuziehen

und eine größere Position als Klasse zu

halten – als Vorsichtsmaßnahme, damit

keine weiteren Verluste drohen.

Doch nicht nur in von hektischem Auf und Ab

geprägten Börsenzeiten kann aktives Fondsmanagement

seine Trümpfe voll ausspielen.

Wer eins zu eins auf die Welt index-Karte >

Wo immer sich auf der Welt Chancen bieten lenländern Asiens: Der von Edouard – mit diesen drei Klassikern sind Anleger Carmignac gemanagte Fonds

vor Ort mit von der Partie.

Carmignac Investissement nutzt alle

Optionen der globalen Aktienmärkte.

Ob in Europa, den USA oder auch in Fondsmanager Thomas Schüssler hat

den wachstumsdynamischen Schwel- mit dem Fonds DWS Top Dividende

> Daten

Fonds WKN

Carmignac Investissement

1) Stand: 23.

11.

200 9.

> Thomas Schüssler

Fondsmanager des DWS Top

Dividende

sogenannte Blue Chips im Auge.

Dabei bevorzugt er insbesondere

Papiere, die gute Aussichten auf

hohe und nachhaltige Dividendenrenditen

bieten.

Ausgabe- Gesamtkosten- Wertentwicklung

aufschlag

quote ¹

5 Jahre ¹

A0DP5W 5,0 % 1,45

%

93,15%

DWS Top Dividende 984811 5,0 % 1,45 % 21,87%

Lingohr Systematic 977479 5,0 % 1,80 % 19,04%

13


setzt, verpasst abseits möglicherweise die besten Chancen.

Insbesondere unter den kleineren Werten, den sogenannten

Small und Mid Caps - in der Regel nicht in den prominenten

Indizes vertreten –, sind oftmals viele noch unentdeckte Perlen

mit vielversprechender Zukunft zu finden. Das kann eine

Biotech-Schmiede aus den USA sein, die kurz vor dem Durchbruch

bei einem Medikament mit Blockbuster-Potenzial steht,

oder ein Chip-Hersteller aus Korea, der ein neues bahnbrechendes

Verfahren entwickelt hat. »Ein Fondsmanager, der die Märkte

stetig beobachtet, hat die Chance, aussichtsreiche Aktien

rechtzeitig ins Portfolio zu holen«, erklärt Thomas Schüssler,

Keine starre Bindung an den

Index. Aktiv gemanagte Fonds

können fl exibel reagieren

Manager des Fonds DWS Top Dividende, zu

solchen Sondersituationen.

So die Theorie. Und die Praxis? Sie liefert

eindeutige Ergebnisse, nämlich dass sich

aktives Management ohne starre Index-

Orientierung auszahlt. Ob Carmignac

Investissement, Lingohr Systematic oder

DWS Top Dividende – auch wenn diese

großen globalen Fonds nicht ganz ohne Bles-

suren durch die Krise gekommen sind, ihren

Vergleichsindex, den MSCI World, konnten

sie teils deutlich abhängen.

Fazit: Es reicht nicht, sein Portfolio mit Aktien

aus der ganzen Welt zu bestücken. Wer

besser als die breite Masse abschneiden will,

muss auch auf die richtigen Fonds setzen.


Aufstrebende Märkte im Fokus

Allianz Emerging Markets Bond Fund

/

Die Finanzkrise kann als überstanden gelten, doch die Folgen werden die

Anleger noch eine Weile beschäftigen - auch an den Anleihenmärkten. /

Infolge der Leitzinssenkungen der

Notenbanken liegen die Geldmarktrenditen

nahe bei Null, während

mittelfristige Staatsanleihen oder

Pfandbriefe im Euroraum kaum

mehr als 2,5 % Rendite abwerfen.

Zwar zeichnet sich eine allmähliche

Erholung der Weltwirtschaft

ab, doch Zinserhöhungen

scheinen noch in weiter Ferne zu

liegen. Zu groß ist die Sorge der

Notenbanken, der Konjunktur mit

einer Verteuerung von Liquidität

wieder das Wasser abzugraben.

Anleiheninvestoren müssen sich

daher in den Industrieländern noch

geraume Zeit mit historischen

Niedrigzinsen abfinden - oder sich

nach Alternativen umschauen.

Zu den interessantesten Möglichkeiten,

den niedrigen Zinsen von

Staatsanleihen ein Schnippchen zu

schlagen, gehören Anleihen von

Unternehmen und aus Schwellenländern

(Corporate- und Emerging-

Markets-Bonds). Beide Kategorien

haben im laufenden Jahr beträchtlich

von der Normalisierung der

Risikobereitschaft an den Märkten

profitiert.

Während bei Corporate-Bonds inzwischen

selektive Gewinnmitnahmen

naheliegen, bieten Schwellenlandanleihen

über die gegenwärtige

Stabilisierungsphase hinaus

vielversprechende Perspektiven.

Eine Anlage in den Emerging-

Markets ist nämlich vor allem ein

Investment in den langfristigen

Aufholprozess der Schwellenländer.

Waren die Emerging-Markets in der

Vergangenheit überwiegend von

Ländern mit hoher Auslandsverschuldung,

schwachen Währungen

und labiler Konjunktur geprägt, hat

sich das Bild in den letzten Jahren

gewandelt. Etliche Länder zeichnen

sich durch hohe Wachstumsdynamik,

umfangreiche Devisenreserven

und umsichtig agierende

Regierungen aus. Es scheint nur

eine Frage der Zeit, bis sie zu den

reifen, nur noch langsam wachsenden

Industrienationen des Westens

aufgeschlossen haben. Dies

hat erhebliche Auswirkungen -

auch auf ihre Position als Schuldner.

15


Waren Anleger in der Vergangenheit

überhaupt nur gegen sehr hohe

Risikoprämien bereit, Schwellenländern

Geld zu leihen, sind

Anleihen fundamental solider Emerging-Markets

inzwischen eine

etablierte und liquide Anlageklasse.

Dies schlägt sich auch in einer

Annäherung der Renditen an die

Verhältnisse an den entwickelten

Märkten nieder. So sind die in

der Verzinsung enthaltenen Risikoaufschläge

bei kreditwürdigen

Schuldnern wie Brasilien deutlich

gesunken, für die Anleiheninhaber

hat sich dies in kräftigen Wertzuwächsen

niedergeschlagen. Eine

ähnliche Entwicklung ist in weiteren

Ländern mit überzeugenden

Fundamentaldaten zu erwarten,

beispielsweise in Mexiko und

Russland. Anleger, die sich Anleihen

aus ausgewählten Schwellenländern

auf dem derzeitigen Renditeniveau

sichern, können somit

nicht nur mit einer attraktiven laufenden

Verzinsung rechnen.

Sie würden auch von einem Renditerückgang

dieser Papiere profitieren.

Die Kurse der gehaltenen,

noch höher verzinsten Anleihen

würden sich automatisch so weit

erhöhen, bis sich deren Umlaufrendite

dem gesunkenen Renditeniveau

angepasst hat. Diese Perspektive

macht Schwellenlandanleihen

zusätzlich attraktiv. Schwierigkeit

dabei: Anleger müssen diejenigen

Länder in den Emerging-

Markets identifizieren, die die

Gewinner des Aufholprozesses

sind.

Hier sollten sich Anleger der Expertise

erfahrender Spezialisten

für Schwellenlandanleihen anvertrauen,

wie sie der US-Anleihenmanager

PIMCO bietet.

PIMCO verwendet einen bewährten

Auswahlprozess, der eine sorgfältige

Länderanalyse und rigide

Auswahl der Einzelanleihen

kombiniert. So lässt sich gezielt

ein breit gestreutes Portfolio

aus Schwellenlandanleihen zusammenstellen,

das hohe Renditechancen

und relativ geringe Risiken

vereint. Deutsche Anleger

können sich die herausragende

Schwellenland-Expertise von PIM-

CO mit dem Allianz Emerging Markets

Bond Fund zunutze machen.

Er bietet eine Auswahl von Anleihen

aus fundamental überzeugenden

Ländern – bei weitgehender

Absicherung von Fremdwährungsrisiken

gegen Euro. Mit diesem

Fonds haben Anleger bereits in der

Vergangenheit weit überdurchschnittliche

Ergebnisse erzielt,

sowohl im Vergleich zu Staatsanleihen

entwickelter Länder als auch

im Konkurrenzvergleich. Eine Rendite

von gut 35 % über die letzten

5 Jahre, vier Sterne im Morningstar

Fund-Rating und ein AA-Rating von

Standard & Poor's belegen eindrucksvoll

die Qualitäten des

Fonds und des Anleihenmanagements

von PIMCO (Stand: Ende

Oktober 2009, Berechnung ohne

Ausgabeaufgeld, Bruttoausschüttungen

wieder angelegt, keine Garantie

für zukünftige Rendite).

Fazit: In den entwickelten Ländern

dürften hohe Erträge bei Anleihen

vorerst Vergangenheit sein - die

Schwellenländern bieten dagegen

ausgesprochen interessante Langfristperspektiven!

Und mit dem

Allianz Emerging Markets Bond

Fund verfügen Anleger, die sich

der Anlagerisiken in Schwellenländern

bewusst sind, über besonders

gute Aussichten.

16


Chancen und Risiken

Chancen Risiken

Überdurchschnittliche Verzinsung von

Schwellenlandanleihen, Kurschancen bei

sinkenden Marktrenditen

Schutz vor Währungseinflüssen durch

weitgehende Fremdwährungsabsicherung

Wertentwicklung über 5 Jahre 1

140

120

100

80

09.04

09.05

◼ Fonds (Ausgangswert = 100)

Fondsfakten

09.06

09.07

Zinsniveau marktabhängig, höhere

Schwankungs- und Verlustrisiken als bei

erstklassigen Staatsanleihen

Ausschluss von Währungsgewinnen durch

weitgehende Fremdwährungsabsicherung

Die Volatilität (Wertschwankung) des

Fondsanteilwerts kann stark erhöht sein.

09.08

ISIN / WKN IE0032828273 / 986 790

Umbrella Allianz Global Investors Fund VII

Verwaltungsgesellschaft Allianz Global Investors Ireland Ltd.

Anlagemanager Allianz Global Investors KAG, Frankfurt

Depotbank State Street Custodial Serv. (Irel.) Ltd.

Risikoklasse 4 : risikobewusst

Auflegungsdatum 31.1.1997

Fondsmanager Tim Haaf (seit 1.2.2009)

Fondswährung EUR

Fondsvermögen 662,78 Mio. EUR

Vermögen der Anteilklasse 259,67 Mio. EUR

Geschäftsjahresende 31.12.

Ausschüttung am 2.3.2009 1,98 EUR

2

Ausgabeaufschlag in % 3,00

2

Verwaltungsvergütung in % p.a. zzt. 1,25 (max. 1,50)

3

Servicegebühr in % p.a. zzt. 0,20 (max. 0,50)

4

TER in % 1,32

140

120

100

80

09.09

1

Berechnungsbasis: Anteilwert (Ausgabeaufschläge

nicht berücksichtigt); Ausschüttungen wieder angelegt.

Berechnung nach BVI-Methode. Angaben zur bisherigen

Entwicklung erlauben keine Prognosen für die Zukunft .

Anfallende Ausgabeaufschläge reduzieren das eingesetzte

Kapital sowie die dargestellte Wertentwicklung.

Morningstar Rating

����

Ratings per 31.7.2009

2 Sofern beim Erwerb der Fondsanteile ein Ausgabeaufschlag anfällt, kann dieser bis zu 100 % vom Vertriebspartner vereinnahmt werden; die genaue Höhe des Betrages wird durch den Vertriebs

Rahmen der Anlageberatung mitgeteilt. Dies gilt auch für die eventuelle Zahlung einer laufenden Vertriebsprovision aus der Verwaltungsvergütung von der KAG an den Vertriebspartner.

3 Die Servicegebühr pauschaliert bestimmte Fondskosten, die dem Fondsvermögen bislang separat belastet wurden und die in der TER enthalten sind.

4 TER (Total Expense Ratio): Gesamtkosten (ohne Transaktionskosten), die dem Fondsvermögen im letzten Geschäftsjahr belastet wurden.

17


ALTERSVORSORGE

INSIDE RIESTER

/ Riester- und Rürup-Rente machen es möglich: Der Staat kann bei der privaten

Altersvorsorge durch Zulagen und Steuervorteile kräftig mithelfen. Die DWS hat

diese Art des Vorsorgesparens weiter optimiert und noch attraktiver gemacht. /

Mehr als zwölf Millionen Deutsche haben seit

der Einführung im Jahr 2002 einen Riester-

Vertrag abgeschlossen. Barbara Stürmer

überlegt, ob dies nicht auch etwas für sie

wäre. Will sie keine allzu großen fi nanziellen

Einbußen im Ruhestand hinnehmen, muss

sie zusätzlich privat vorsorgen. Aber wie?

Riester lockt mit einer Grundzulage von 154

Euro und/oder möglichen Steuervorteilen.

Zusätzlich schießt der Staat für jedes Kind

185 Euro zu, für ab 2008 geborene Kinder

sind es sogar 300 Euro. Um in den Genuss

der vollen Grundzulage zu kommen, muss

sie jedoch mindestens vier Prozent ihres

(sozialversicherungspfl ichtigen) Vorjahres-

Bruttoeinkommens – mindestens 60, maximal

2100 Euro – in den Riester-Vertrag einzahlen

(abzüglich Zulagen). Frau Stürmer

rechnet nach. Sie ist nun 39 Jahre; bis zum

Rentenbeginn mit 67 sind es somit noch 28

Jahre. In den kommenden Jahren erwartet

sie einen Durchschnitts-Bruttojahresver-

18


dienst von 30 000 Euro bei einem Steuersatz

von 30 Prozent. Ihre beiden Kinder wurden

2004 und 2008 geboren. Das bedeutet: Für

die volle Riester-Grundzulage von 154 Euro

müssen aktuell im Jahr 1200 Euro in den

Riester-Vertrag eingezahlt werden.

DER STAAT SPART MIT

Der notwendige Eigenbetrag von Frau Stürmer

ist indes deutlich geringer, dieser macht

lediglich 561 Euro aus. Warum? Insgesamt

beträgt ihr Anspruch auf staatliche Zulagen

639 Euro, die sich aus der Grundzulage

(154 Euro) und den Zulagen für die Kinder

DWS VORSORGE DACHFONDS

(185 und 300 Euro) zusammensetzen. Hinzu

können noch Steuervorteile kommen. Das

Finanzamt zieht allerdings vom Steuerbonus

alle gezahlten Zulagen ab und prüft, was für

den Riester-Sparer besser ist. Für Frau Stürmer

heißt das: Bei einem angenommenen

Steuersatz von 30 Prozent beträgt der

Steuervorteil 360 Euro. Dieser wird jedoch

durch den Abzug der Zulagen vollkommen

aufgezehrt, also werden vom Bruttobeitrag

in Höhe von 1200 Euro nur die gesamten

Zulagen von 639 Euro abgezogen, was zu

einem Eigenbeitrag (Nettobelastung) von

561 Euro und einer Förderquote von gut

53 Prozent führt. ¹

>

WAS IN DEN DWS-PREMIUM-PRODUKTEN STECKT

DWS-Premium-Produkte kombinieren

die Performancechance des DWS Vorsorge

Dachfonds mit der innovativen I-CPPI-

Strategie. Was das Sparern bringt.

Die I-CPPI-Strategie der DWS ist ein

modernes Instrument zum Ri si komanagement

innerhalb des Kundenportfolios,

bei dem die Chancen

auf eine attraktive Rendite gewahrt

bleiben. I-CPPI steht dabei für

Individualized Constant Proportion

Portfolio Insurance. Die Mechanik

dieses Systems: I-CPPI ermittelt

innerhalb eines Portfolios eine Wertschwelle

und prüft täglich, ob diese

Schwelle in Gefahr ist und schichtet

bei stark fallenden Märkten automatisch

– der Anleger braucht sich um

nichts zu kümmern – in wertstabile

Anlagen um. Gleichzeitig führt bei

I-CPPI jede neue Einzahlung dem

Portfolio neues Chancenbudget

zu, mit dem die Aktienquote nach

Kurseinbrüchen durch möglichst

günstige Zukäufe (ermäßigte Einstandspreise)

wieder schrittweise

erhöht werden kann.

Wohin das Kapital bei Umschichtungen

oder Neuanlagen fl ießt,

ent scheiden aber nach wie vor

DWS-Fondsmanager. Hauptanlageinstrument

ist dabei der DWS

Vorsorge Dachfonds, der mit ei ner

breiten Streuung primär in ausgewählte

Aktienfonds der DWS-Gruppe

und von Partnergesell schaften

investiert. Bisher mit Er folg: In der

Vergangenhheit hat sich der DWS

Vorsorge Dachfonds, gemessen am

1) Vorliegend handelt es sich um

eine unverbindliche (fi ktive)

Beispielrechnung. Die tatsächlichen

Werte und das Ergebnis

können von dieser Berechnung

abweichen und sind abhängig

von den jeweiligen persönlichen

Voraussetzungen.

MSCI World Index, merklich besser

als die globalen Aktienmärkte entwickelt

(siehe Chart).

> Erfolgreiches Management

Der global investierende Aktiendachfonds

DWS Vorsorge Dachfonds schnitt während

der Finanzmarktkrise deutlich besser ab als

der globale Aktienindex MSCI World.

DWS Vorsorge Dachfonds MSCI World Daily TR Net (EUR)

Indexierte Wertentwicklung (13. 04. 2007 = 100)

Apr 07

Jun 07

Aug 07

Okt 07

Dez 07

Feb 08

Apr 08

Jun 08

Aug 08

Okt 08

Dez 08

Feb 09

Apr 09

Jun 09

Aug 09

Quelle: DWS. Stand: August 2009

Wertentwicklung nach BVI-Methode, d. h. ohne Berücksichtigung des Ausgabeaufschlages. Wertentwicklungen der Vergangenheit ermöglichen keine Prognose für die Zukunft.

120 0

100 0

80 0

60 0

40 0

77,35 7

68,31 6

19


»Die Förderkonzepte des Staats sind

vielfältig. Jeder Sparer sollte das für sich

passende heraussuchen.«

> Frank Breiting

DWS-Vorsorge-Experte

1) Vorliegend handelt es sich um

eine unverbindliche (fi ktive)

Beispielrechnung. Die tatsächlichen

Werte und das Ergebnis

können von dieser Berechnung

abweichen und sind abhängig

von den jeweiligen persönlichen

Voraussetzungen.

2) DWS Investments sagt zu,

dass dem Anleger zu Beginn

der Auszahlungsphase (vorbehaltlichKündigung/Anbieterwechsel)

mindestens der Betrag

der von ihm eingezahlten

Altersvorsorgebeiträge (einschließlich

Zulagen) zur Verfügung

steht.

3) + 4) Quelle: DWS. Wertentwicklungen

der Vergangenheit ermöglichen

keine Prognose für

die Zukunft.

4) Nur Verträge mit einer Vertragshistorie

von mindestens 21 Monaten

berücksich tigt, die regelmäßige

Beitragszahlungen und

keine Zuzahlungen verzeichnen

und deren Ver tragsrestlaufzeit

30 Jahre beträgt, wobei eine

Abweichung von plus/minus

sechs Monaten toleriert wird.

Berücksich tigt wurden die Nettobeitragszahlungen

sowie etwaige

staatliche Nettozulagen,

d. h., alle Beträge sind um die

Abschluss- und Vertriebskosten

sowie die jährliche Depotgebühr

verringert. Nähere Details zu

den Kosten entnehmen Sie den

»Besonderen Bedingungen« im

DWS-RiesterRente-Premium-

Antragsformular.

Eigene Berech nun gen. Betrachtung

eines beispielhaften

»durchschnittlichen Kundendepots«

der DWS RRP. Kunden mit

ähnlichen Vertragseigenschaften

können abweichende

Werte aufweisen.

Mit Renteneintritt könnte Frau Stürmer

dann beispielsweise auf folgendes Ergebnis

blicken: 57 680 Euro würde das Fondsvermögen

betragen, wenn sie mit einer angenommen

Rendite (nach Abzug aller Gebühren)

von vier Prozent rechnete. Selbst

eingezahlt hätte sie dabei aber nur 18 357

Euro (31 Prozent). Der Staat hätte noch

einmal 15 882 Euro draufgelegt und die

Fondsperformance würde 23 441 Euro ausmachen.

Sie könnte sich somit über eine

voraussichtliche private monatliche Zusatzrente

(steuerpfl ichtig) von 314 Euro freuen.

Alternativ könnte sie sich auch maximal

30 Prozent des angesparten Kapitals auf

einen Schlag auszahlen lassen (nachgelagert

steuerpfl ichtig). Es ist sogar möglich,

sich das komplette (geförderte) Guthaben

auszahlen zu lassen. In diesem Fall verlangt

der Staat allerdings sämtliche Zulagen und

Steuergeschenke zurück – nur der eventuell

mit dem »geliehenen Geld« erzielte Wertzu-

HOHES WACHSTUM

DWS-Vorsorgeprodukte erfreuen sich bei Sparern einer

großen Akzeptanz. Das DWS-Vorsorge-Portfolio hat ein

Volumen von knapp 500 Millionen Euro erreicht. Was

auch deutlich wird: In der Krise wurde der Rentenanteil

erhöht und später wieder zurückgefahren.

Gesamt-Fondsvolumen des DWS-Vorsorge-Portfolios 3

Mio Euro

500

400

300

200

100

0

Mai 07

Jul 07

DWS Vorsorge Rentenfonds 15Y

DWS Vorsorge Rentenfonds 10Y

DWS Vorsorge Rentenfonds 7Y

DWS Vorsorge Rentenfonds 5Y

DWS Vorsorge Rentenfonds 3Y

DWS Megatrends Vorsorge

DWS Megatrends

DWS Vorsorge Dachfonds II

DWS Vorsorge Dachfonds I

DWS Vorsorge Dachfonds

Sep 07

Nov 07

Jan 08

Mrz 08

Mai 08

Jul 08

Sep 08

Nov 08

Jan 09

Mrz 09

Mai 09

Jul 09

wachs darf behalten werden (der Kapitalertrag

ist steuerpfl ichtig). Doch welche Auszahlungsvariante

auch immer gewählt wird,

entscheidend für die Höhe der Rente beziehungsweise

der Kapitalauszahlung ist zu

einem wesentlichen Teil die erzielte Wertentwicklung.

So stiege etwa das Fondsvermögen

auf 79 471 Euro beziehungsweise

die Rente auf 434 Euro, wenn eine Rendite

von sechs Prozent unterstellt würde. Wie

komfortabel der Lebensabend ist, hängt

daher auch vom richtigen Altersvorsorge-

Produkt ab. ¹

RIESTER-RENTE

Das Besondere bei der DWS Riester-

Rente Premium: Neben der gesetzlichen

Vorgabe, dass zu Beginn der Auszahlungsphase

die eingezahlten Beiträge garantiert

² sind, kann das ausgeklügelte

I-CPPI-System der DWS (siehe auch Kas-

LEICHTE BRISE STATT KRISE

Der durchschnittliche Verlust eines Premium-Produkt-

Portfolios betrug während der Finanzmarktkrise lediglich

rund zehn Prozent. Zugleich wurden Chancen gewahrt:

Mit steigenden Kursen wurde schrittweise wieder in die

Wertsteigerungskomponente investiert.

Wertentwicklung eines durchschnittlichen Premium-Produkt-Portfolios 4

Anteil Wertsteigerungskomponente

in Euro

1200 0

900 0

600 0

300 0

0

Gesamteinzahlungen: g 1093,69 €

Nov 07

Dez 07

Jan 08

Feb 08

Mrz 08

Apr 08

Mai 08

Jun 08

Jul 08

Aug 08

Sep 08

Okt 08

Nov 08

Dez 08

Jan 09

Feb 09

Mrz 09

Apr 09

Mai 09

Jun 09

Jul 09

Aug 09

1065,40 €

100 %

50 %

0 %

20


ten »DWS Vorsorge Dachfonds« Seite 19)

mithelfen, dass Verluste in schwierigen Aktienmarktphasen

gering bleiben und Sparer

von wieder steigenden Kursen rasch profi -

tieren. In der Zeit zwischen Oktober 2007

und Juli 2009 – als die internationale Finanzkrise

an den Börsen tobte – büßte das

Vorsorge-Portfolio eines durchschnittlichen

DWS-RiesterRente-Premium-Kunden per

saldo lediglich gut zehn Prozent ein (siehe

auch Grafi k Seite 2 0

rechts). Von November

2008 bis Januar 2009, als es mit den

Aktien kursen steil nach unten ging, reduzierte

sich automatisch der Anteil der Wertsteigerungskomponente

(DWS Vorsorge

Dachfonds) im Portfolio. Danach wurde

die Wertsteigerungskomponente mit steigenden

Kursen an der Börse schrittweise

wieder auf 100 Prozent erhöht, was wichtig

ist, um eventuelle Verluste aus der Vergangenheit

wettmachen zu können und Chancen

für die Zukunft zu wahren. Der Clou:

Frau Stürmer kann ab dem 55. Geburtstag

bei der DWS RiesterRente Premium zusätzlich

eine Höchststandssicherung ver-

einbaren. 5

BASIS-RENTE

Barbara Stürmer hat ihre Wahl getroffen.

Sie wird sich für eine Riester-Rente als Altersvorsorge

entscheiden. Doch wie sichert

sich ihr Bruder Joachim, der als Selbstständiger

keine Riesterförderung erhält, fi nanziell

für den Ruhestand ab? Für ihn empfi ehlt

sich unter Umständen eine Rürup-Rente

(auch Basis-Rente genannt). Der Vorteil der

Rürup-Rente besteht in Steuervorteilen in

der Ansparphase für den Sparer. So können

derzeit 68 Prozent der geleisteten Beiträge

zur Rürup-Rente – bei Höchstbeiträgen 6 von

20 000 Euro für Singles und 40 000 Euro

Neben der Grundzulage von

154 Euro können Riester-Sparer auch

Kinderzulagen in Höhe von 185

beziehungsweise 300 Euro erhalten

für zusammenveranlagte

Verheiratete – bei

der Steuererklärung

als Sonderausgaben

geltend gemacht werden.

Der abzugsfähige

Betrag steigt bis zum

Jahr 2025 um jährlich

zwei Prozentpunkte auf

100 Prozent. Die späteren

Rentenleis tun gen werden nachgelagert

besteuert (individueller Steuersatz).

Der zu versteuernde Anteil richtet sich

nach dem Jahr des Renteneintritts und

steigt sukzessive bis zum Jahr 2040 auf

100 Prozent.

Auch hier bietet die DWS ein Produkt mit

dem I-CPPI-System an: die DWS BasisRente

Premium. Und auch hier gibt es die Option

zur individuellen Höchststandssicherung

ab dem 55. Geburtstag. 5

UNGEFÖRDERT RIESTERN

Eine weitere Variante für Barbaras Bruder

Joachim oder auch für sie selbst (zusätzlich),

um für den Ruhestand mit einem

Aktienfondssparplan vorzusorgen, ist das

ungeförderte Riester-Sparen. Dabei wird

einfach mehr als der geförderte (Riester-)

Höchstbetrag gespart oder es werden keine

staatlichen Riester-Zulagen und kein

Sonderausgaben-Abzug in Anspruch genommen.

Bei Rentenbeginn hat das für

Sparer den Vorteil, dass bei Auszahlung

des ungeförderten Kapitals nur die Hälfte

der Erträge mit dem persönlichen Satz

versteuert werden muss (nachgelagerte

Besteuerung). Bedingung dafür ist jedoch,

dass der Vertrag mindestens zwölf Jahre

gelaufen ist und der Sparer das 60. Lebensjahr

voll endet hat. Werden diese >

5) Zur Sicherung wird das Investment

defensiver ausgerichtet.

6) Der individuelle Höchstbetrag

kann niedriger sein.

21


7) DWS Investments sagt

zu, dass dem Anleger zu

Beginn der Auszahlungsphase

(vorbehaltlich Kündigung/

Anbieterwechsel) mindestens

der Betrag der von ihm eingezahlten

Altersvorsorgebeiträge

(einschließlich Zulagen) zur

Verfügung steht.

8) Zur Sicherung wird das Investment

defensiver ausgerichtet.

9) Es sind besondere steuerliche

Regelungen zu beachten.

> Individuelle Berechnungen

können Sie

im Internet unter

www.laransa.de

anfordern.

Bedingungen nicht erfüllt, ist der gesamte

ungeförderte Ertrag nachgelagert zu besteuern.

Ungefördertes Riester-Sparen ist

jedem möglich, mit der gesetzlichen Vorgabe,

dass die eingezahlten Beiträge zum

Auszahlungsbeginn garantiert sind. 7 Beim

DWS Vermögenssparplan Premium kommen

als Pluspunkte noch attraktive Renditechancen

durch das innovative I-CPPI-

Modell und die Option zur individuellen

Höchststandssicherung ab dem 55. Geburtstag

hinzu. 8 Abgeltungssteuer fällt bei

dieser Form des Vorsorgesparens übrigens

zu keinem Zeitpunkt an.

RIESTER-BEISPIELRECHNUNG

Seit 2008 fördert der Staat über

das »Wohn-Riestern« auch den

Bau oder Erwerb einer selbst

genutzten Immobilie

WOHN-RIESTER

Seit 2008 kann Frau Stürmer sich auch ihren

Traum von den eigenen vier Wänden

mit einem Riester-Vertrag verwirklichen.

Beim Wohn-Riestern (Eigenheimrentengesetz)

9 kann das angesparte Kapital in den

Bau oder in den Kauf einer selbst genutzten

Immobilie fl ießen. Möglich ist es aber auch,

via Riester-Vertrag ein Darlehen zu tilgen.

KINDER-RIESTER

Will sie darüber hinaus noch für ihre Kinder

vorsorgen, kann sie das ebenfalls mit einem

Riester-Vertrag tun. Der Staat belohnt langfristiges

Vorsorgesparen sogar. Verträge,

die vor dem 25. Geburtstag abgeschlossen

werden, berechtigen etwa bei Berufseinstieg

zu einer einmaligen Bonuszulage in

Höhe von 200 Euro.

Frau Stürmer (verheiratet) ist 39 Jahre alt. Rentenbeginn mit 67. In den kommenden Jahren erwartet sie ein zu versteuerndes

Jahreseinkommen von 30 000 Euro bei einem (fi ktiven) Durchschnittssteuersatz von 30 Prozent. Ihre Kinder

wurden 2004 und 2008 geboren. Die angenommene Rendite (keine Garantie) beträgt 4 Prozent nach allen Gebühren.

Einzahlungsphase während des Berufslebens Auszahlungsphase nach Renteneintritt

Bruttoeinkommen 30 000 € Voraussichtliches Fondsvermögen 57 680 €

Angenommener (fi ktiver) Steuersatz 30 % Tatsächlich eingezahlt 18 357 €

Riester-Beitrag pro Jahr

(für die volle Förderung)

1200 € Staatliche Förderung 15 882 €

Grundzulage 154 €

Kinderzulage 185 € Rendite-Anteil (keine Garantie) 23 441 €

Kinderzulage (nach 2008 geboren) 300 € Garantierte Vorsorgeleistung 12 34 239 €

Eigenbeitrag pro Jahr 561 € 10 Voraussichtliche monatliche private Zusatzrente

(gesamt) vor Steuern

314 €

Förderquote durch den Staat 53 %

Voraussichtliche monatliche private Zusatzrente

(gesamt) nach Steuern 11

236 €

Quelle: DWS. Vorliegend handelt es sich um eine unverbindliche (fi ktive) Beispielrechnung. Die tatsächlichen Werte und das Ergebnis können von dieser Berechnung abweichen

und sind abhängig von den jeweiligen persönlichen Voraussetzungen. 10) Der Steuervorteil in Höhe von 360 Euro wird von den Zulagen vollkommen aufgezehrt und hat somit

keinen Effekt. 11) Bei einem angenommenen Durchschnittssteuersatz von 25 Prozent im Rentenalter. 12) DWS Investments sagt zu, dass dem Anleger zu Beginn der

Auszahlungsphase (vorbehaltlich Kündigung/Anbieterwechsel) mindestens der Betrag der von ihm eingezahlten Altersvorsorgebeiträge (einschließlich Zulagen) zur

Verfügung steht.

22


Interview

Robeco European MidCap Equities Fonds

/

Der Robeco European MidCaps Equities Fonds von Robeco konnte im laufenden

Jahr ein Plus von 56,72% erzielen. Dominique Dequidt und Anne-Sélime de Murard,

Portfoliomanager des Robeco European MidCaps Fonds geben einen Überblick über

den Fonds und die aktuelle Positionierung.

Welche besonderen Eigenschaften

hat der Robeco European

MidCap Equities?

(DD): „Diesen Fonds Robeco European

MidCap Equities, den wir seit

Januar 2007 verwalten, gibt es seit

dem 5. Mai 1998. Am 30. September

2009 belief sich das Nettovermögen

auf 184 Mio. Euro. Wir investieren

in europäische kleine und

mittlere Unternehmen mit mittelfristig

guten Wachstumsaussichten,

aber mit einer moderaten Bewertung.

Dabei wählen wir unabhängige

Unternehmer aus, die in der

Lage sind, mittel- bis langfristig

den Wert ihrer Unternehmen zu

steigern und damit überdurchschnittliche

Ertragsaussichten versprechen.

Unsere Investitionsstrategie gründet

hauptsächlich auf einem guten

Verständnis des Geschäftsmodells

der Unternehmen, in die wir investieren.

/

Dank der unterschiedlichen Kompetenzen

innerhalb der Robeco-

Gruppe (quantitative Klassifizierung,

sektorspezifische Verwaltung

etc.)können wir uns ganz auf die

Verwaltung der Portfolios konzentrieren.

Wir folgen einem strengen

und transparenten Investmentprozess,

mit einer Bottom-up-Auswahl.

Wie sieht der Anlageprozess des

Fonds aus?

(ASM): „Die Voraussetzung für die

Anlageentscheidung ist die sorgfältige

Auswahl der Titel. Die ausgewählten

Unternehmen verfügen alle

über ein deutliches Entwicklungspotenzial.

Wir gehen von quantitativen

Klassifizierungen oder von

wertgenerierenden Investitionsaspekten

aus. Unser Bestreben ist

es, Unternehmen zu finden, die ein

signifikantes Wachstumspotenzial

sowohl im industriellen Bereich als

auch in Bezug auf ihre Börsennotierung

aufweisen.

23


Diese Auswahl erfolgt anhand einer

Bottom-up-Analyse. Unser Anlageprozess

umfasst drei Schritte.

In einem ersten Schritt wählen wir

aus einem sehr umfangreichen

Anlageuniversum (über 2000 Titel)

die Unternehmen aus, die unsere

Kriterien in Bezug auf Wachstum,

Qualität und Wertsteigerung erfüllen.

Um zu einem Ergebnis zu

kommen, kombinieren wir eine

quantitative Klassifizierung mit

Investitionsuniversum

(rund 2000 Werte)

1. Entwicklung von Anlageideen

Liste des Anlageuniversums (200 Werte)

2. Portfoliokonstruktion

Wachstumsfaktoren, Pair-Analyse und

Zielwerte (100 – 150 Werte)

3. Portfolio-Zusammenstellung

Portfolioumfang von 60 – 80 Titel

thematischen Analysen vor dem

Hintergrund unserer Marktkenntnisse

und unserer umfassenden

Kenntnisse der Unternehmen. Beim

zweiten Schritt verwenden wir einen

fundamentalen Ansatz, um aus

unserer Vorauswahl eine Auslese

der vielversprechendsten Titel vorzunehmen.

Diese qualitative Auswahl

gründet auf einer strengen

Analyse der Strategie, der Leistung

des Managements und einer harten

Finanzanalyse jedes Unternehmens.

Europäische Unternehmen Small/Mid-Cap,

Kapitalausstattung EUR 100 Mio. – EUR 5 Mrd.

Entwicklung von Anlageideen

− Auswahl von Ländern und Bereichen

Auswahl der Aktien

- Bewertung der Wachstumsfaktoren

- Pair-Analyse

- Festlegung des Zielwerts

Portfolio-Zusammenstellung

- Gewichtung (max. 3 %) aufgrund von

Wachstumspotenzial und Erwartungen

- Risikobegrenzung

24


Alle Unternehmen, in die wir investieren,

kennen wir persönlich. Erst

durch den Austausch mit dem Management,

können wir Unternehmen

vergleichen und bewerten.

Schließlich nehmen wir eine Bewertung

anhand klassischer Kriterien

vor, wie Price Earning oder

Multiples des Unternehmenswertes

(EV/EBITDA, EV/Sales).

Durchschn.

Anzahl Titel

60-80

Einzelne

Positionen

Max.

3%

Anteil je nach

Sektor

+/- 10%

Was können Sie in Bezug auf die

jüngsten Entwicklungen des europäischen

Marktes sagen?

(DD): „Nach zwei schwierigen Jahren

und vor allem nach dem letzten

Quartal 2008, in dem Investoren

bereits eine Deflation fürchteten,

erleben wir dank drakonischer

Maßnahmen seitens der Regierungen

und Zentralbanken seit März

eine Erholung des Marktes. Die

Ankündigung einer wieder anziehenden

Konjunktur ging mit neuem

Schwung an den Börsen einher. In

diesem Szenario profitieren vor

allem die kleine und mittlere Unternehmen

(KMU), denn es handelt

sich dabei um spezialisierte Unternehmen,

die ihren Kernaufgaben

treu geblieben sind und deren

Wachstumsrate häufig über der

des BIP liegt.“

Wir verfolgen außerdem besonders

sorgfältig den Track-Record

des Unternehmens und die Qualität

seiner Bilanzen. Im dritten Schritt

erfolgt die Zusammenstellung des

Portfolios. Hier berücksichtigen wir

vor allem das Risikomanagement

im Portfolio. Wöchentlich besprechen

wir die Positionen im Portfolio

und die Ergebnisse nach Gesprächen

mit den Unternehmen.

Anteil nach

Land

+/- 10%

Cash

bis 5 %

Tracking Error

(max. ex-ante)

12%

Welche Performance haben Sie

seit Anfang 2009 zu verzeichnen?

(DD): „Dank eines guten Stock-

Pickings zum Jahresbeginn konnte

Robeco European Mid-Cap Equities

den Index DJ Stoxx Europe

Small 200 schlagen. Einige Titel

wie Forthnet (Medien – Griechenland)

oder SEB (Verbrauchsgüter –

Frankreich) haben mit bemerkenswerten

Ergebnissen an der Börse

dazu beigetragen. Seit Anfang

dieses Jahres liegt die Performance

des Fonds zum 30. September

2009 bei 56,72%*. Zur Information:

Die empfohlene Investitionsdauer

für diesen Fonds beträgt 7 Jahre;

nach 7 Jahren beträgt die Wertentwicklung

zum 4. September

2009 78,99 %*. Das Nettovermögen

des Fonds lag zum 30. September

2009 bei 184.243.725,63

Euro*.

*Quelle: Robeco

25


Kategorien Europäische Aktien

Typ Mittlere und kleine Kapitalausstattungen

Bestand des Fonds 184 Mio. Euro am 30. September 2009

Gründung 05.05.1998

Rechtsstatus SICAV nach luxemburgischem Recht, UCITS III

Referenzindex Dow Jones Stoxx Small 200 Index

Fondsmanager Dominique Dequidt und Anne-Sélime de Murard

Liquidität täglich

Typ verfügbare Anteile D (Retail)

Verwaltungs-gebühr 1,50 %

ISIN-Code LU0187078539

Bloomberg-Code RGMDEUD LX

Fondsmanagement

Anne-Sélime de Murard,

Co-Leiterin Aktienverwaltung

Small & MidCaps Europe

Dominique Dequidt,

Co-Leiter Aktienverwaltung

Small & MidCaps Europe

Anne-Sélime und Dominique, wie war Ihr bisheriger beruflicher Werdegang?

Anne-Sélime de Murard (ASM): „Ich bin

derzeit gemeinsam mit Dominique Senior-

Manager des Fonds Robeco European Mid-

Cap Equities und damit Teil des Teams

Small & MidCaps Europe. Dominique und ich

arbeiten seit Januar 2007 bei Robeco Gestions.

Zuvor leitete ich den Fonds Euro Small

Cap bei der BNP Paribas, außerdem war ich

Portfolio-Leiterin und Analystin im Bereich

Private Equity bei Barclays. Seit über 9 Jahren

arbeite ich mit Dominique zusammen.“

Dominique Dequidt (DD): „Wie Anne-Sélime

bereits gesagt hat, hat sich unsere Karriere

seit 2001 ungefähr gleich entwickelt. Zwischen

2001 und 2007 war ich Leiter des

Fonds Mid Cap France und Mid Cap Europe

bei der BNP Paribas. Die Fonds, für die ich

bei der BNP Paribas verantwortlich war,

hatten ein S&P-Ranking von 4 oder 5 Sternen.

Zwischen 1996 und 2001 war ich Geschäftsführer

bei Crédit Mutuel. Ich habe in

Paris an der Sorbonne studiert und halte

einen Master in Jura und Wirtschaft. Seit

2007 bin ich Teil des Teams Small & Mid-

Caps Europe bei der Robeco-Gruppe.

26


SCHLUSSNOTIZ

MÄRKTE BRAUCHEN

NEUE PERSPEKTIVEN

/ Hans Tietmeyer /

> Hans Tietmeyer

Der Präsi dent der Deutschen

Bundes bank von 1993–1999

war maßgeblich am Auf bau

der Europäischen Zentral bank

beteiligt. Als Staats sek re tär

im Bun des minis terium der

Finanzen von 1982–1989,

zuständig für inter nationale

Währungs poli tik, trat er für

eine starke Mark ein.

Hans Tietmeyers Buch

»Herausforderung Euro« ist im

Hanser Verlag erschienen.

Inzwischen ist an den globalen Aktienmärkten

ein gewisser Optimismus

zurückgekehrt. Der zeitweise

befürchtete Zusammenbruch des

weltweiten Finanzsystems scheint

nicht mehr zu drohen. Auch in der

Realwirtschaft hat sich die gefährliche

Rutschpartie verlang samt. Insbesondere

die großdimensionierten

Rettungs- und Konjunkturpakete in

den Industrie ländern haben den

weltweiten Abwärtsprozess zumindest

gebremst und Chancen für

neues Wachstum eröffnet.

Aber man sollte sich nicht täuschen:

So unverzichtbar die Rettungs-

und Stimulationspakete der

Regierungen auch waren und sind,

die Finanz- und Realmärkte brauchen

für eine neue Dynamik vor

allem auch klare politische Rahmenbedingungen

für die Zukunft.

Besonders in den USA und Europa

muss die Geldpolitik rechtzeitig

und glaubwürdig den derzeitigen

Expansionskurs korrigieren, um

das aufgebaute Infl ationspotenzial

zu reduzieren. Weder die außerordentlichen

Liquiditätsaktionen

noch das extrem niedrige Zinsniveau

sind stabilitäts politisch län-

gerfristig vertretbar. Das gilt auch

für die aktuelle Fiskalpolitik, diesund

jenseits des Atlantiks. Die Finanzpolitiker

müssen die mit den

Rettungs- und Konjunkturpaketen

verbundene zusätzliche Staatsverschuldung

überzeugend abbauen.

Nur so kann nachhaltig Infl ation

vermieden werden.

Auch die Finanzmärkte müssen

dauerhaft wieder funktionsfähig

werden – national wie international.

Das derzeit oft vorherrschende Geschimpfe

auf Manager führt nicht

weiter. In der globalen Welt von

heute und morgen werden verbesserte

Regel- und Aufsichtssysteme

benötigt. Für nationale Lösungen ist

dabei jedoch immer weniger Platz.

Um den deutschen Finanzplatz und

die damit verbundenen Steuereinnahmen

und Arbeitsplätze nicht

zu gefährden, muss die deutsche

Politik primär das internationale Regelwerk

mitgestalten und Kooperationen

bei der Aufsicht fördern.

27


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*Die DWS/DB Gruppe ist nach verwaltetem Fondsvermögen der größte deutsche Anbieter von Publikumsfonds. Quelle: BVI, Stand: Juli 2009. Die Verkaufsunterlagen mit Risikohinweisen

und weitere Informationen erhalten Sie in elektronischer oder gedruckter Form kostenlos bei der DWS Investment GmbH, 60612 Frankfurt am Main. ¹Quelle: Focus-Money,

26. 09. 07, Test 40/2007: Fonds sparpläne. Ergebnisse beruhen auf einer simulierten Rückrechnung und haben nur begrenzten Aussagewert. ²0,14 EUR/Min. aus dem deutschen

Festnetz; ggf. abweichender Mobilfunktarif.


Besondere Hinweise

Die enthaltenen Informationen dieser Broschüre wurden von uns sorgfältig zusammengestellt und beruhen auf Quellen, die

wir für zuverlässig erachten. Eine Gewähr für die Vollständigkeit und Richtigkeit können wir jedoch nicht übernehmen.

Einschätzungen geben unsere Meinung zum Zeitpunkt der Analyse wieder. Zu einer Mitteilung von künftigen Änderungen

unserer Einschätzungen sind wir nicht verpflichtet. Unsere Analysen dienen lediglich Informationszwecken und stellen

weder Anlageempfehlungen noch ein Angebot zum Kauf oder Verkauf von Wertpapieren oder sonstigen

Finanzinstrumenten dar.

Die vollständigen Angaben zu den Fonds sind den vereinfachten bzw. vollständigen Verkaufsprospekten, ergänzt durch

den jeweiligen letzten geprüften Jahresbericht und den jeweiligen Halbjahresbericht, falls ein solcher jüngeren Datums als

der letzte Jahresbericht vorliegt, zu entnehmen. Diese Unterlagen stellen die allein verbindliche Grundlage des Kaufs dar.

Sie sind in elektronischer oder gedruckter Form kostenlos bei der LARANSA AG erhältlich.

Es wird dringend empfohlen, dass Anleger vor einer Anlage den Rat eines Steuer- und/oder Finanzberaters einholen.

Diese Informationen richten sich ausschließlich an Anleger in Deutschland, die nicht US-Personen sind. Diese Broschüre

stellt keinen Kotierungsprospekt im Sinne von Art. 652 bzw. 1156 OR und kein öffentliches Angebot im Sinne von § 1 Abs.

1 Nr. 1 bzw. § 1 Abs. 2 KMG dar.

Impressum

LARANSA AG

Joachimstaler Str. 34

10719 Berlin

E-Mail: info@laransa.de

Fax: 030-30109612

Telefon: 030-30109610

Vorstandsvorsitzender: Andreas Leckelt

Vorstand: Lars Kalwitzke

Vorsitzender des Aufsichtsrats: Lars Lachmann

Handelsregister: 79205

USt-IdNr.: 27/429/02490

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