Außenhandel - Bundesverband eMobilität e.V.

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GREENTECH

Malaysia: 1,25 GW

Solarenergie sind Ziel

SEITE 2

ARABISCHER RAUM / LOGISTIK

Golfstaaten investieren

15 Mrd USD in Häfen

Aufbau von Überkapazitäten droht / Von Martin Böll

DUBAI (NfA/gtai)--Die Staaten der Arabischen Halbinsel planen und

bauen Häfen, als erwarteten sie endlose Zeiten des wirtschaftlichen Booms.

Schon jetzt zeichnen sich massive Überkapazitäten ab. Für den Kampf um

Marktanteile am besten gerüstet ist Dubais Hafen Jebel Ali: Ausstattung,

Anbindung und Know-how sind auf höchstem Niveau. Neuer Aufsteiger

ist Oman, das mit seiner strategischen Lage vor der Straße von Hormus

punktet und für Logistikunternehmen zunehmend interessant wird.

Saudi-Arabien und Katar bauen vornehmlich für den Eigenbedarf.

Angesichts unzureichender Straßenverbindungen

und einem noch nicht

ausgebauten Eisenbahnnetz bleibt das

Schiff auf absehbare Zeit das wichtigste

Transportmittel am Golf. Kein

Wunder, dass alle Staaten ihren Häfen

und der angeschlossenen Logistik

einen extrem hohen Stellenwert einräumen

und bereit sind, für deren

ständige Modernisierung und schrittweisen

Ausbau sehr viel Geld auszugeben.

Insgesamt dürften die Staaten

des Golfkooperationsrates (GCC) in

den nächsten fünf bis sechs Jahren

rund 15 Mrd USD in den Hafenausbau

investieren, so die Berechnungen

von Meed Projects. Läuft alles wie

geplant, würden sich die Hafenkapazitäten

in den GCC-Staaten langfris-

AUSSENWIRTSCHAFT AKTUELL

Nachrichten für

Außenhandel

MÄRKTE | TRENDS | GESCHÄFTSCHANCEN

SLOWAKEI

Autobauer peilen

Millionenmarke an

SEITE 4

tig auf beeindruckende 60 Mio TEU

erhöhen. Ob das alles gebraucht wird,

ist mehr als fraglich.

Der Schiffsverkehr der heutigen

Zeit ist perfekt durchgeplant und

durchgerechnet. Jede Meile auf hoher

See, jede Stunde in einem Hafen kosten

Geld. Die großen Containerschiffe

haben ihre festen Routen und laufen

nur noch wenige zentrale Häfen

an, auf denen die Fracht umgeschlagen

wird. Wenn heute ein Schiff von

Hamburg aus mit Containern für die

Golfanrainer auf Reisen geht, dann

wird es im Zweifel nur einen einzigen

Hafen im Zielgebiet anlaufen. Den

Weitertransport zum Heimathafen

des Kunden übernehmen dann kleinere

Schiffe oder auch Lastwagen.

Deutsche Bahn betreibt 230 Busse in den Niederlanden

BERLIN (Dow Jones)--Die Deutsche Bahn hat einen Vertrag über den

Betrieb von 230 Bussen aus den Niederlanden erhalten. Der Vertrag hat

einen Wert von 750 Mio EUR und eine Laufzeit von acht Jahren, teilte der

Berliner Konzern mit. Den Betrieb der Busse will die Bahn-Tochter DB

Arriva Mitte Dezember aufnehmen. Es bestehe die Option auf eine zweijährige

Verlängerung. NfA/20.4.2012

DuPont steigert Erlöse dank Agrar-Sparte um 12%

WILMINGTON (Dow Jones)--Der US-Chemiekonzern DuPont hat im ersten

Quartal dank seines fl orierenden Agrargeschäfts und höherer Preise

sowohl seinen Umsatz als auch seinen Nettogewinn leicht gesteigert. Die

Erlöse stiegen um 12% auf 11,23 Mrd USD. Die größte Sparte, das Agrar-

Geschäft, wuchs dank höherer Nachfrage und gestiegener Preise am stärksten.

Hier legten die Einnahmen um 16% zu. NfA/20.4.2012

Nokia rutscht tiefer in die roten Zahlen

ESPOO (Dow Jones)--Der taumelnde Handyhersteller Nokia ist im ersten

Quartal viel tiefer in die roten Zahlen gerutscht. Die scharfe Konkurrenz

in den Schwellenländern werde die Geschäftsentwicklung bis zur Jahresmitte

belasten. Der operative Verlust summierte sich im ersten Quartal auf

1,34 Mrd EUR. NfA/20.4.2012

SÜDKOREA

Fleischexporte legen

um fast 700% zu

SEITE 5

Die große Erfolgsgeschichte der

Arabischen Halbinsel ist der Hafen

Jebel Ali in Dubai, der zu einem

bedeutenden Hub mit angrenzender

Freizone geworden ist. Mit seinen

Dienstleistungen versorgt er

die ganze Region: die Küste hinauf

bis Kuwait und Irak sowie auf

der anderen Seite des Golfs Iran

und Pakistan. Aber auch Indien und

die ostafrikanische Küste bis Kapstadt

gehören zum Einzugsbereich.

Gemessen am Warenumschlag und

den angeschlossenen Dienstleistun-

SÜDAFRIKA

Bauindustrie treibt

Nachfrage nach Farben

SEITE 7

Dubai baut seine Position als Handelsdrehkreuz aus

Containerumschlag in Häfen auf der Arabischen Halbinsel

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SLOWENIEN / ABFALL

Strabag errichtet

Müllverarbeitungsanlage

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Quelle: World Shipping Council, AAPA, SPA; Foto: Mike Gaylard (Flickr)

LJUBLJANA (APA)--Der österreichische

Baukonzern Strabag hat

den Zuschlag für den Ausbau der

Müllverarbeitungsanlage in der slowenischen

Hauptstadt Ljubljana

erhalten. Der 112 Mio EUR schwere

Vertrag soll nach Erwartungen des

Ljubljana Müllunternehmens Snaga

im Mai abgeschlossen werden, vorausgesetzt

die zwei restlichen Bieter

legen keine Beschwerde ein, berichtete

die slowenische Nachrichtenagentur

STA am Donnerstag. Neben

Strabag hatten sich das Konsortium

der slowenischen Gorenje und der

italienischen Daneco Impianti sowie

das Konsortium der slowenischen

Unternehmen Riko und Cestno Podjetje

Ljubljana um den Deal beworben.

Laut der Tageszeitung Dnevnik

hatte die Strabag den Zuschlag erhalten,

nachdem sie im Rahmen der Verhandlungen

ihr ursprüngliches Angebot

um gut 15 Mio EUR gesenkt hat.

NfA/20.4.2012

gen kann auf absehbare Zeit kein

anderer Hafen der Region Jebel Ali

das Wasser reichen - weder quantitativ

noch qualitativ. Das Logistikgeschäft

würden dennoch andere

auch gerne übernehmen, zumal die

Zahl ökonomischer Entwicklungsmöglichkeiten

am Golf ohnehin

überschaubar ist. So fi ndet sich in

allen Geschäfts- und Entwicklungsplänen

der Golfstaaten der Wunsch

nach eigenen großen Hafenkapazitäten

und Logistikzentren.

Fortsetzung auf Seite 7

CHINA / PKW

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mit Content von

www.maerkte-weltweit.de

Freitag, 20. April 2012

75. Jahrgang | 5068 | Nr. 78

BALTIC DRY INDEX 1006

2000

1600

1200

800

400

Dez. Jan. Feb. März Apr.

USA / TELEKOM.

Verizon buhlt um die

Gunst der Kartellwächter

NEW YORK (Dow Jones)--Verizon

Wireless buhlt um die Zustimmung

der Kartellbehörde zur

geplanten Übernahme von Mobilfunkfrequenzen

von Kabelunternehmen.

Der Marktführer am US-

Mobilfunkmarkt bietet im Gegenzug

für die Freigabe des Deals im

Wert von 3,9 Mrd USD durch die

US-Kartellwächter (FCC) den Verkauf

einiger Frequenzen im 700

Megahertz-Bereich an.

Der geplante Zukauf von Mobilfunkfrequenzen

durch das Joint

Venture von Verizon Communications

und der britischen Vodafone ist

einigen Wettbewerbern und auch Verbraucherschützern

ein Dorn im Auge.

T-Mobile USA hatte die FCC im Februar

aufgefordert, das Geschäft zu verhindern.

Es stelle ein klare Bedrohung

für den Wettbewerb dar, argumentierte

die Tochter der Deutschen Telekom.

Den jüngsten Schritt von Verizon

Wireless bezeichnete T-Mobile

als „taktischen Schachzug“. Der Konzern

wolle verhindern, dass Wettbewerber

das Spektrum der Kabelunternehmen

kaufen. Der angebotene

Verkauf von Aktiva mildere die negativen

Folgen der Transaktion für den

Wettbewerb nicht, sagte ein T-Mobile-USA-Manager.

NfA/20.4.2012

Ford eifert anderen Herstellern nach

und baut eine Fabrik für 760 Mio USD

HANGZHOU (Dow

Jones)--Ford steigt als

Nachzügler groß auf dem

chinesischen Markt ein.

Die US-Autoschmiede

baut für 760 Mio USD eine

Fabrik in Hangzhou an der

Ostküste von Festlandchina

auf. Das Projekt ist Teil

eines größeren Plans, mit

dem die Produktionskapazität

im Reich der Mitte

bis 2015 verdoppelt werden

soll. Es ist die größte Expansion

von Ford seit mindestens 50 Jahren.

Insgesamt gibt das Unternehmen

aus Dearborn in Michigan in

den nächsten Jahren 5 Mrd USD aus,

um in Asien bei Absatz und Produktionskapazität

die Hauptkonkurrenten

einzuholen. Das scheint auch nötig:

Noch kommt Ford in China lediglich

auf einen Marktanteil von 3%

Asien-Chef Hinrichs

läuft der Konkurrenz

hinterher.

und bietet nur fünf Modelle

an. Wenn die Expansionspläne

alle umgesetzt

sind, wird Ford allein in

China 1,2 Mio Autos jedes

Jahr fertigen können. Das

wären fast halb so viele,

wie im vergangenen Jahr

von den Fließbändern in

Nordamerika liefen.

Ford sieht sich selbst als

Spätstarter in China. „Hätten

wir bereits vor fünf

Jahren beginnen sollen? Sicher. Das

lässt sich nicht mehr ändern. Wir können

nur die Zukunft ändern“, sagte

der Chef von Ford Asien, Joe Hinrichs.

Ford muss jetzt beträchtliche

Hürden überwinden. Konkurrenten

wie General Motors und Volkswagen

agieren bereits als Platzhirsche

auf diesem Schwellenmarkt.

NfA/20.4.2012


Freitag, 20. April 2012

Nr. 78 | Seite 2

RUMÄNIEN

Enel Green Power plant

Windparks für 290 Mio EUR

BUKAREST (NfA)--Die auf

erneuerbare Energien spezialisierte

italienische Enel Green Power (EGP)

plant in Rumänien den Bau von weiteren

Windparks. Wie Francesco Lazzeri,

Geschäftsführer von Enel Green

Power Romania, bekannt gab, sollen

die Anlagen eine Kapazität von

180 MW erhalten. Weiter sagte Lazzeri,

man wolle auch weitere erneuerbare

Energiequellen untersuchen.

Die Anlagen dürften einen Gegenwert

von rund 290 Mio EUR haben.

„Wir wollen unser Portfolio diversifi

zieren und überprüfen unterschiedliche

Möglichkeiten, vor allem Wasserkraft“,

sagte Lazzeri. EGP ist seit

2007 in Rumänien präsent und verfügt

aktuell über Windkraftanlagen mit

einer Gesamtleistung von 296 MW,

die Standorte befi nden sich in den

Regionen Dobrudscha und Banat im

Südosten und Südwesten des Landes,

berichtet das Nachrichtenportal

„Nov-ost.info“. Insgesamt waren

nach Angaben des Netzbetreibers

Transelectrica Ende Februar in Rumänien

Windanlagen mit einer Kapazität

von 1,12 GW installiert.

NfA/20.4.2012

SLOWAKISCHE REPUBLIK

Elleven plant

Biomethan-Anlage in Krupina

BRATISLAVA (NfA)--Das slowakische

Unternehmen Elleven plant

im slowakischen Krupina, im Bezirk

Banska Bystrica, den Bau einer

Biomethananlage. Wie aus den zur

Umweltprüfung eingereichten Unterlagen

hervorgeht, soll die Anlage im

Jahr fast 40.000 t Maissilage und

Hühnermist aus den Agrarbetrieben

der Umgebung zu 6,5 Mio qm Biogas

erzeugen, das dann weiter zu

3,5 Mio qm Methan mit Erdgasqualität

veredelt wird. Das berichtet das

Nachrichtenportal „Nov-ost.info“. Im

Unterschied zu bisherigen Biogasanlagen

soll das Gas nicht vor Ort verstromt,

sondern in das nationale Gasnetz

(SPP) eingespeist werden. Als

Nebenprodukt entsteht zudem Dünger.

Elleven investiert in den Bau der

Anlage rund 7 Mio EUR.

NfA/20.4.2012

MÄRKTE

Aserbaidschan

Schreiber Stahlbau errichtet

Fabrik für 26 Mio USD 3

Asien-Pazifik

Regierungen vergeben hohe

Förderprämien für grünen Strom 5

Belarus

Chinesische Geely errichtet bis 2015

Montagewerk 3

China

Kasachische Kajnar liefert für

30 Mio USD Autobatterien 5

Gindalbie liefert wieder Eisenerz 5

Europa

Manager sehen Wettbewerbsfähigkeit

nicht in Gefahr 6

BASF-Tochter Wintershall

findet in der Nordsee Öl 6

ASIEN-PAZIFIK

Frankreich

Pkw-Verkaufszahlen brechen

dieses Jahr um 8 bis 10% ein 6

Ghana

Weltbank stellt 100 Mio USD bereit 7

Japan

Notenbank peilt Inflation von 1% an 5

Österreich

DM Österreich steigert

Halbjahres-Umsatz um 5,9% 6

Polen

Frühindikatoren deuten

auf Abkühlung hin 3

Proteste gegen Kürzung der

Steuerprivilegien für Freiberufler 4

Rumänien

Italienische Enel Green Power plant

Windparks für 290 Mio EUR 2

Russland

Globaltrans erwirbt 4.000

Waggons für 147 Mio EUR 4

BLK steckt 40 Mio EUR in die

Holzverarbeitung 4

Spanien

IWF lobt Madrid für Sparpolitik 6

Slowakische Republik

Elleven plant Biomethan-Anlage

in Krupina 2

Pkw-Produktion könnte dieses

Jahr Millionengrenze kratzen 4

Slowenien

Regierung treibt Sparpläne

trotz Widerstands voran 3

Südafrika

Nach Krisen-Einbruch werden

mehr Farben und Lacke gekauft 7

GREENTECH

Südkorea

Deutsche Lieferungen steigen

zweistellig auf knapp 12 Mrd EUR 5

Tansania

Präsident mahnt Verbesserung der

Beziehungen zu Projektanrainern an 7

Turkmenistan

Claas liefert Traktoren und

Pflüge für 61 Mio EUR 4

Ukraine

Altkom baut Flughafen in

Donetsk für 70 Mio EUR um 3

Usbekistan

Nahe der Hauptstadt entsteht

eine neue freie Industriezone 3

Welt

„In Shanghai fahren schon heute

Millionen E-Scooter” 8

Gewinn von SGL Carbon

stagniert im ersten Quartal 8

BRANCHEN/THEMEN

Agrarsektor

Ghana 7

Kfz-Zulieferer

China 5

Außenhandel

Südkorea 5

Baustoffe

Russland 4

Bauindustrie

Ukraine 3

Chemie

Südafrika 7

USA 1

Welt 8

E-Mobilität

Welt 8

Erneuerbare Energien

Asien-Pazifik 5

Rumänien 2

Slowakische Republik 2

Fahrzeuge

Frankreich 6

Slowakische Republik 4

Nachrichten für

Außenhandel

Regierungen vergeben hohe Förderprämien für grünen Strom

Malaysia plant bis 2020 Solarkapazität von 1,25 GW / Thailand fördert Solarthermie / Von Katharina Schnurpfeil

KUALA LUMPUR (NfA)--Vor dem Hintergrund eines immer schneller

wachsenden Energiebedarfs forcieren die Regierungen der Asean-Staaten

zunehmend den Ausbau regenerativer Energiequellen. Durch eine

hohe Sonneneinstrahlung und die Lage am Pazifischen Feuerring hat

die Region ein hohes Potenzial für Photovoltaik und Geothermie. Den

Technologiebedarf decken zumeist Firmen aus dem Ausland.

Südostasiens Volkswirtschaften

wachsen dynamisch, und mit diesem

Wachstum mehrt sich auch der Wohlstand

in den jeweiligen Ländern. Beides

hat zurfolge, dass der Energiehunger

wächst. Im Jahr 2009 lag der jährliche

Energiebedarf der Endverbraucher

in Malaysia noch bei 91 TWh.

Bis 2030 prognostizieren Experten

einen Anstieg um mehr als ein Drittel

auf 124 TWh im Jahr. Auf den

Philippinen erwarten Experten im

gleichen Jahr einen Strombedarf von

150 TWh. Und in Vietnam gehen Prognosen

bis 2020 von einem jährlichen

Anstieg von 15 bis 16% aus.

Um die Nachfrage zu decken,

investieren die Asean-Staaten in

immer stärkerem Maße in regenerative

Energie. Malaysia beispielsweise

möchte bis zum Jahr 2015 Strom

zur Verfügung stellen, der zu 5% aus

regenerativen Quellen stammt. Bis

2050 soll dieser Anteil auf insgesamt

fast ein Viertel gesteigert werden.

Zum Vergleich: Im Jahr 2010 lag

dieser Anteil noch bei weniger als

0,5%. Insgesamt 96% der Primärenergie

stammen hier aus Erdöl, Erdgas

und Kohle. Unter denen Erneuerbaren

liefert bislang nur die Wasserkraft

einen nennenswerten Beitrag

zur Energieversorgung.

Manila will Stromproduktion

aus Wasser bis 2030 verdoppeln

Auch die Pläne der philippinischen

Regierung sehen einen Ausbau vor.

Geplant ist die Verdopplung der Kapazitäten

auf knapp 150 MW bis 2030.

Bis zum selben Jahr möchte Vietnam

den Anteil erneuerbarer Energien an

der Stromproduktion auf 6% gesteigert

haben, von 3,5% im Jahr 2010.

Bis 2025 sollen die Gesamtkapazitäten

für erneuerbare Energien von rund

3.700 MW aufgebaut sein.

Aufgrund der klimatischen

Bedingungen hat die Asean-Regi-

on ein großes Potenzial für Solarenergie.

Mit einer durchschnittlichen

Globalstrahlung von jährlich

1.400 bis 1.900 kWh pro qm profitiert

beispielsweise Malaysia von

seiner äquatorialen Lage. Die anderen

Länder Südostasiens verzeich-

nen ähnlich hohe Werte bei der

Sonneneinstrahlung. Dieses nahezu

ungenutzte Potenzial möchten die

Regierungen nun ausschöpfen.

Der asiatische Solarmarkt soll Prognosen

zufolge in den nächsten Jahren

um jährlich 30% wachsen. Verantwortliche

aus Regierung und Privatwirtschaft

arbeiten daran, die Fertigungskapazitäten

dahingehend auszuweiten.

So möchte die malaysische

Regierung die Photovoltaik-Produktion

bis 2020 auf 1,25 GW ausbauen.

Bis 2050 sollen 19 GW aus Sonnenenergie

stammen. Um die Entwicklung

voranzutreiben, verabschiedete sie im

Dezember ein Tarifsystem, das Strom

aus Sonnenenergie mit 0,194 bis

0,29 EUR/kWh fördert. Kleinanlagen

bis 4 kW bekommen die höchste

Förderprämie; Großkraftwerke zwischen

10 und 30 MW erhalten pro

0,224 EUR/kWh. Zuständig für

die Durchführung ist die Energy

Development Authority Malaysia.

Auch in Thailand ist die Solarbranche

auf dem Vormarsch. Ein spezieller

Fokus liegt auf der Solarthermie,

bei der im Unterschied zur Fotovoltaik

Wärme statt Strom durch die

Kraft der Sonne generiert wird. Thai

Solar Energy ist der einzige solarthermische

Energieerzeuger Südostasiens.

Ende 2011 gab das Unternehmen

bekannt, über die nächsten fünf

Jahre 14 Mrd THB (rund 335 Mio

EUR) zu investieren, um in Thailand

solarthermische Kraftwerke zu

entwickeln. Die Gesamtleistung der

Auch in Thailand ist die Solarenergie auf dem Vormarsch. Diese Anlage

in Lopburi hat eine Kapazität von 73 MW. Foto: ADB

Kraftwerke soll nach Fertigstellung

135 MW betragen. Die erste Anlage

nahm ihren Betrieb im Dezember

auf. Das Kraftwerk im Huaykrachao-Bezirk

der Provinz Kanchanaburi

soll jährlich 5 MW Strom erzeugen,

den es gemäß eines Vertrags an

die staatliche Provincial Electricity

Authority verkauft. In den kommenden

drei bis fünf Jahren plant Thai

Solar weitere elf Projekte. Zwar sind

die Investitionskosten für solarthermischen

Strom höher als bei herkömmlicher

Photovoltaik. Pro MWh müssen

Unternehmen 30 bis 40% mehr Geld

in die Hand nehmen. Mit steigendem

Kapazitätsausbau werden diese Kosten

aber fallen, da die Regierung in

Bangkok regenerative Energien finanziell

fördern will.

Neben der hohen Sonneneinstrahlung

bieten einige Länder ein ebenfalls

hohen Potenzial an Erdwärme.

Die am Pazifischen Feuerring

gelegenen Staaten Indonesien und

die Philippinen sind von Vulkanen

durchzogen, deren unterirdische

Dämpfe durch Geothermie genutzt

werden können. Die indonesische

Regierung hat sich darum zum Ziel

gesetzt, bis 2025 geothermische

Kapazitäten von insgesamt 9.000

MW zu installieren. Damit würde

das Land größter Nutzer geothermischer

Energie weltweit. Anfang

des vergangenen Jahres erzeugten

die existierenden Kraftwerke knapp

2.000 MW. Das Potenzial des Landes

wird auf über 27.000 MW

geschätzt. Um die Erschließung zu

unterstützen, fördert der staatliche

Versorger PLN Strom aus geothermischen

Kraftwerken mit derzeit

9,7 US-Cent pro KWh.

Aufbau geothermischer

Kapazitäten kostet 30 Mrd USD

Laut Prognosen werden für den

Ausbau geothermischer Kapazitäten

Investitionen von etwa 30 Mrd USD

nötig sein. Diese Gelder sollen nicht

zuletzt von ausländischen Investoren

kommen. Bis Ende des vergangenen

Jahres mussten internationale

Konsortien noch mit dem staatlichen

Energieversorger Pertamina kooperieren,

um Marktzutritt zu erhalten.

Im Zuge einer Gesetzesänderung

erleichterte die indonesische Regierung

dies jedoch. Ausländische Firmen

können nun als Energieerzeuger

auf dem indonesischen Markt

einsteigen, sofern mindestens eine

lokale Firma fünf oder mehr Prozent

an dem Konsortium hält.

Doch kann der hohe Bedarf an

Technologie und Durchführung

kaum von lokalen Unternehmen

gedeckt werden. Die gesamte Region

bietet daher vielversprechende

Exportmöglichkeiten für deutsche

Hersteller. Am Standort Malaysia

beispielsweise sind bereits jetzt

viele ausländische Photovoltaikfirmen

aktiv. Bosch Solar Energy

baute hier Mitte vergangenen Jahres

einen Produktionsstandort für

520 Mio EUR. Die Fertigungsanlage

deckt die gesamte Wertschöpfungskette

in der Photovoltaik ab.

kms/NfA/20.4.2012

Seite Seite Seite Seite Seite Seite

Finanzdienstleister

Welt 8

Immobilien

China 5

Konsumgüter

Österreich 6

Konjunktur

Europa 6

Japan 5

Polen 3

Spanien 6

Maschinenbau

Turkmenistan 4

Papierherstellung

Aserbaidschan 3

Pkw

Belarus 3

Rohstoffe

Europa 6

Stahl

China 5

Transport

Russland 4


Nachrichten für

Außenhandel

SLOWENIEN / WIRTSCHAFT UND POLITIK

OSTEUROPA UND GUS

Regierung treibt Sparpläne trotz Widerstands voran

Einsparungen in Höhe von 1 Mrd EUR / Geplante Lohnkürzungen sind sozialer Sprengstoff

LJUBLJANA (APA)--Die slowenische Mitte-Rechts-Regierung treibt

ihre Sparpläne trotz heftigen Widerstands der Gewerkschaften voran.

Das Kabinett verabschiedete das umstrittene Sparpaket, obwohl es mit

den Gewerkschaften keine Übereinstimmung über die Sparmaßnahmen

gibt. Ein Generalstreik im öffentlichen Sektor ließ sich deshalb

nicht mehr abwenden.

Mit dem Sparpaket werden die

Budgetausgaben im laufenden Jahr

um mehr als 1 Mrd EUR gesenkt.

Damit will die Regierung das Haushaltsdefizit

von 6,4% des Bruttoinlandsprodukts

(BIP) im vergangenen

Jahr auf durch Maastricht

vorgeschriebene 3%-Marke herunterbringen.

Das Parlament soll voraussichtlich

Anfang Mai über das

Gesetz entscheiden, mit dem die

Sparmaßnahmen umsetzt werden.

Bis dahin soll es laut der Regierung

noch möglich sein, eventuelle

Änderungen einzubringen. Deshalb

sollen die Verhandlungen mit

den Gewerkschaften bis dahin fortsetzen

werden.

Die Sparmaßnahmen im öffentlichen

Bereich sehen unter anderem

Lohnkürzungen von 10% für

Beamte und Funktionäre vor, das

Urlaubsgeld wird reduziert, Beförderungen

eingefroren. Vorgesehen

ist auch eine Vergrößerung von

Klassen in Schulen und Kindergärten

sowie mehr Arbeitsstunden für

Lehrer und Kindergartenpädagogen.

Der Rotstift wird außerdem bei

Sozialleistungen angesetzt, wo es

zahlreiche schmerzhafte Einschnitte

wie beim Kranken- und Arbeitslosengeld,

Kindergeld, bei Subventionen

für die Verpflegung von

Schülern oder beim Kinderbetreuungsgeld

geben soll, außerdem wird

der kostenlose Kindergartenplatz

POLEN / KONJUNKTUR

Frühindikatoren

deuten auf Abkühlung hin

WARSCHAU (NfA)--Während

sich in der polnischen Wirtschaft noch

zu Jahresanfang ein Ende der konjunkturellen

Abkühlung abzeichnete,

haben die jüngsten Indikatoren diesen

Hoffnungen einen herben Dämpfer

verpasst. Das Konsumentenvertrauen

etwa, das noch im Januar auf 77,2

Punkte zugelegt und damit den monatelangen

Abwärtstrend beendet hatte,

fiel im Februar auf 73,3 Punkte und

damit auf den niedrigsten Stand seit

Anfang 2009. Auch der Geschäftsklimaindex

zeigte in den jüngsten

Umfragen nach unten.

Im März ergab die Umfrage einen

Stand von minus 9,6 Punkten, nach

minus 5,4 Punkten im Vormonat.

Das berichtet das Internetportal

„Finanznachrichten.de“. Eine Ursache

dieser gedämpften Stimmung

ist die weiterhin schwache Dynamik

in der EU. Hinzu kommen aber

auch hausgemachte Ursachen. So

lastet der neu entfachte Reformwille

der Regierung, die nun unter

anderem das Renteneintrittsalter

deutlich anheben will, auf der Stimmung

der Konsumenten.

NfA/20.4.2012

für das zweite Kind und alle weiteren

Kinder abgeschafft.

Kapitalertragssteuer

steigt um 5 Prozentpunkte

Auf der anderen Seite sieht das

Gesetz auch einige Maßnahmen für

mehr Budgeteinnahmen vor. Diese

wurden nachträglich vorbereitet, als

Reaktion auf die Kritik der Gewerkschaften,

dass die Regierung nur in

die Ausgabeseite des Budgets eingreife.

So wird unter anderen die Kapitalertragsteuer

von 20 auf 25% angehoben,

eingeführt werden zusätzliche

Steuern auf Boote und Luxusautos

sowie eine spezielle Krisensteuer

auf Immobilien. „Die Maßnahmen

erscheinen radikal, doch sie sind notwendig“,

sagte Finanzminister Janez

Sustersic. Die Regierung habe darauf

geachtet, Bürger mit den niedrigsten

Einkommen zu beschützen und größere

Kürzungen bei höheren Einkommensgruppen

vorzunehmen.

Der Zankapfel zwischen der

Regierung und den Gewerkschaften

ist die vorgesehene Lohnkürzung

im öffentlichen Sektor. Die Gewerkschaften

kritisieren außerdem, dass

die Regierung mit den Einschnitten

in die Sozialleistungen den Wohlfahrtsstaat

auflösen wolle. In Slowenien

hat am Mittwoch deshalb

ein landesweiter Streik im öffentlichen

Dienst stattgefunden. Die

ASERBAIDSCHAN / BAUINDUSTRIE

Schreiber Stahlbau errichtet

Papierfabrik für 26 Mio USD

BAKU (NfA)--Der deutsche Stahlbauunternehmen

Schreiber Stahlbau

aus Hilden hat einen Auftrag

im Wert von 26 Mio USD für die

Errichtung einer Papierfabrik in

der aserbaidschanischen Hauptstadt

erhalten. Als Auftraggeber tritt die

aserbaidschanische Firma Caspian

Investment & Development Corporation

(CIDC) auf, die auf Investitionsprojekte

in der Papierherstellung

spezialisiert ist. Die genannte

Auftragssumme bezieht sich dabei

sowohl auf die Stahlkonstruktionen

als auch auf die Lieferung von Einbauelementen

wie Lüftungs- und

Elektrotechnik für die neue Produktionsstätte.

Nach Angaben des

Geschäftsführers des deutschen Auftragnehmers,

Christian Rüdiger, soll

die Fabrik - drei Produktionshallen

zur Papierproduktion, zur Papierverarbeitung,

sowie zur Materiallagerung

- im kommenden Jahr fertiggestellt

werden. Die Produktionsstätte

entsteht auf einem Grundstück

von 25.000 qm und ist rund

300.000 cbm groß. Die Fabrik wird

Zehntausende demonstrierten in der Hauptstadt Ljubljana gegen die

Sparpläne der Regierung und legen das Land lahm. Foto: Portofilio

Gewerkschaften protestierten gegen

die Sparpläne der Regierung. Die

Streiks im öffentlichen Dienst hatten

auch Auswirkungen auf das Alltagsleben

in Slowenien: Schulen

und Kindergärten blieben geschlossen,

Polizeibeamte und Zöllner hatten

Dienst nach Vorschrift geleistet.

Im Gesundheitswesen, wo Krankenschwestern

und das Pflegepersonal

streikten, wurde ein personell eingeschränkter

Sonntagsdienst verrichtet.

Unter anderen streikten auch

Feuerwehrleute, Beamte in Ämtern,

Gerichten, Gefängnissen und Veterinärbeamte.

Gewerkschaften fürchten

Auflösung des Sozialstaates

Die Gewerkschaften protestieren

gegen das Sparpaket der Regierung

des konservativen Ministerpräsidenten

Janez Jansa, die mit Kürzungen der

Budgetausgaben in diesem Jahr mehr

auf einem vom aserbaidschanischen

Investor erworbenen Grundstück

gebaut. Für alle drei Hallen sollen

laut Rüdiger über 2.000 t Stahlkonstruktionen

montiert werden, die das

Unternehmen in einer eigenen Fertigungsstelle

in Hilden produziert. Die

gesamte Hallenkonstruktion wurde

überwiegend per Lkw zur Baustelle

transportiert. Lediglich einige Container

wurden auf dem Seeweg nach

Aserbaidschan geschafft. Die Montage

der Hallenkonstruktion vor Ort

erfolgt durch deutsche Fachfirmen,

die von aserbaidschanischen Firmen

unterstützt werden. Die Überwachung

und Koordination der gesamten

Bautätigkeit wird durch Fachleute

von Schreiber Stahlbau gewährleistet.

Die Bundesrepublik Deutschland

fördert das Geschäft durch eine

Lieferantenkredit- sowie eine Fabrikationsrisikoabdeckung.

In der über

50-jährigen Firmengeschichte des

Unternehmens handele es sich bei

diesem Projekt um den bisher größten

Einzelauftrag.

NfA/20.4.2012

als 800 Mio EUR einsparen will. Sie

fordern, dass die Regierung von den

Sparmaßnahmen, die ihrer Ansicht

nach zu einer Auflösung des Sozialstaates

führen, ablässt. Sie protestieren

außerdem für die Aufrechterhaltung

der Qualität öffentlicher Dienstleistungen

sowie gegen Job- und Lohnkürzungen

im öffentlichen Sektor.

Die Gewerkschaften drohen außerdem,

die unbeliebten Sparmaßnahmen

mit einer Volksabstimmung zu stürzen.

Kritisch gegenüber dem Sparpaket

zeigen sich auch die linksgerichtete

Opposition sowie Staatspräsident

Danilo Türk. Dieser bezeichnete

in einem Zeitungsgespräch die Maßnahmen

als „sehr ambitioniert, sogar

radikal“. Die Sparmaßnahmen würden

eine zu große Last für die Ärmsten

im Land bedeuten, so der Präsident,

der die Regierung aufgerufen

hat, einen breiten Konsens über die

Maßnahmen einzuholen.

NfA/20.4.2012

BELARUS / PKW

Chinesische Geely eröffnet

2015 neues Montagewerk

MINSK (NfA)--Der chinesische

Fahrzeughersteller Geely plant

den Aufbau eines neuen Montagewerks

für seine Pkw in Belarus.

Das berichtet das Nachrichtenportal

„Nov-ost.info“ unter Berufung auf

eine Mitteilung der belarussischen

Regierung. So plant der chinesische

Hersteller, bis 2015 ein neues

Werk mit einer Jahreskapazität von

zunächst 60.000 Pkw zu errichten.

Bis 2016 wird dann die Verdopplung

der Produktionsleistung auf

120.000 Fahrzeuge im Jahr vorgesehen.

Geely will Anlagen des belarussischen

Zulieferbetriebs Awtogidrousilitel

in Borisow im Gebiet

Minsk für die Montage von weiteren

10.000 Autos nutzen.

Zum Standort der neuen Fabrik

sowie zur Höhe der vorgesehenen

Investitionen wurden in der Regierungsmitteilung

keine Angaben

gemacht. Medienberichten zufolge

beziffern Branchenexperten den

Investitionsbedarf jedoch mit 300

bis 500 Mio USD. Geely will demnach

von Belarus aus vor allem den

russischen Markt beliefern.

NfA/20.4.2012

Freitag, 20. April 2012

Nr. 78 | Seite 3

USBEK. / WIRTSCHAFT

Bei der Hauptstadt entsteht

eine neue Industriezone

TASCHKENT (NfA)--Usbekistan

wird eine neue Industrie-

und Wirtschaftszone im Osten des

Landes gründen. Das berichtet das

Nachrichtenportal „Uzdaily.uz“.

Das neue Gebiet wird in der Stadt

Angren nahe der usbekischen

Hauptstadt eröffnet. Ein entsprechender

Erlass wurde vom usbekischen

Präsidenten Islam Karimow

kürzlich unterzeichnet.

Das Projekt soll stärkere Anreize

für usbekische und ausländische

Investoren schaffen, im Land neue

Produktionsstätten in erster Linie

unter Anwendung von High-Tech-

Lösungen aufzubauen. Darüber hinaus

wurden zusätzliche Präferenzen

und steuerliche Vergünstigungen für

potenzielle Investoren bewilligt. So

werden die dort ansiedelnden Unternehmen

von der Zahlung beispielsweise

der Gewinnsteuer, der Eigentumsteuer

oder der Pflichtabgaben

in den Straßenfonds der Republik

befreit. Für Anlagen und technische

Ausrüstungen, die für den Produktionsaufbau

im Rahmen bestimmter

Investitionsprojekte benötigt werden,

soll nur noch ein Teil der Zollabgaben

entrichtet werden. Diese Vergünstigungen

werden den Investoren

je nach Investitionshöhe für die Dauer

von drei bis sieben Jahren gewährt. So

gibt es für Investitionen in Höhe von

300.000 bis 3 Mio USD Steuervergünstigungen

für die ersten drei Jahre,

während Investoren die ersten sieben

Jahre für 7 Mio bis 10 Mio USD und

ab einer Investitionshöhe von 10 Mio

USD ganze sieben Jahre von weiteren

Vorteilen profitieren können.

Gegründet wird die Angren-Wirtschaftszone

für die Dauer von 30

Jahren. Dies ist dann die zweite

freie Industrie- und Wirtschaftszone

nach der 2008 gegründeten Nawoi

in dem zentralasiatischen Land, die

ebenfalls mit einer Laufzeit von 30

Jahren gegründet worden war.

NfA/20.4.2012

UKRAINE / BAUINDUSTRIE

Altkom baut Flughafen in

Donetsk für 70 Mio EUR um

DONETSK (NfA)--Das Straßenbauunternehmen

Dorozhnoe Stroitelstwo

Altkom, das zur Finanz-

und Industriegruppe Altkom gehört,

hat den Zuschlag für die Durchführung

der gesamten Bau- und Montagearbeiten

am Flughafen der ostukrainischen

Stadt Donetsk erhalten.

Das berichtet die Tageszeitung

Kommersant Ukraina. Die Summe

für die Bauarbeiten beläuft sich

auf 481,71 Mio UAH (rund 45 Mio

EUR).

Darüber hinaus hat eine weitere

Tochter von Altkom, Altkom

Inwest-Stroj, die Ausschreibung

für einen weiteren Teil der Bauarbeiten

am Airport in Höhe von rund

267,6 Mio UAH gewonnen. Somit

beträgt die Gesamtsumme beider

Tender, die das Altkom-Unternehmen

gewann, rund 749 Mio UAH.

Für den gesamten Umbau des Flughafens

sind etwa 3,23 Mrd UAH

veranschlagt.

aso/NfA/20.4.2012


Freitag, 20. April 2012

Nr. 78 | Seite 4

RUSSLAND / TRANSPORT

Globaltrans erwirbt 4.000

Waggons für 147 Mio EUR

MOSKAU (NfA)--Das private

russische Bahnlogistikunternehmen

Globaltrans hat von der Gesellschaft

Transleasing-Service rund

4.000 offene Güterwaggons für 5,86

Mrd RUB (147 Mio EUR) erworben.

Das berichtet das Nachrichtenportal

„Nov-ost.info“. Medienberichten

zufolge wurden die Waggons von der

Globaltrans-Tochter Nowaja Perewozotschanaja

Kompanija (NPK) übernommen.

Insgesamt plant die Unternehmensgruppe,

in diesem Jahr rund

10.000 neue Waggons anzuschaffen.

Globaltrans betreibt in Russland,

Estland und der Ukraine etwa

50.000 Waggons. Zur Gruppe gehören

drei russische, zwei estnische

und ein ukrainisches Logistikunternehmen.

Im vergangenen Jahr konnte

Globaltrans ihre Beförderungsleistung

um 14% auf 110,6 Mrd Tonnenkilometer

steigern.

NfA/20.4.2012

RUSSLAND / BAUSTOFFE

BLK steckt 40 Mio EUR

in die Holzverarbeitung

UFA (NfA)--Das russische Holzverarbeitungsunternehmen

Holding

Baschkirskaja Lesopromyschlennaja

Kompanjija (BLK) führt zwei Investitionsprojekte

für rund 1,56 Mrd RUB

(40 Mio EUR) durch. Das russische

Industrieministerium hat beide Projekte

in die Liste der Investitionsvorhaben

mit hoher Priorität im Bereich

der Forstwirtschaft aufgenommen.

Das berichtet das Branchenportal

„Lesprom.com“ unter Berufung auf

eine Mitteilung des Ministeriums.

Das erste Vorhaben sieht die Errichtung

eines holzverarbeitenden Komplexes

in Baschkortostan vor, während

im Rahmen des zweiten Projekts

die Produktion von Furniersperrholzplatten

aufgebaut werden soll. Beide

Projekte zielen auf die Errichtung

von automatisierten Produktionslinien

unter Anwendung abfallfreier und

umweltfreundlicher Technologien ab.

Ziel ist es, die Importabhängigkeit

der Region im Bereich der Baustoffherstellung

zu senken. Darüber hinaus

werden bis zu 330 neue Arbeitsplätze

in den neuen Produktionseinrichtungen

geschaffen.

aso/NfA/20.4.2012

TURKM. / MASCHINENBAU

Claas liefert Traktoren

und Pflüge für 61 Mio EUR

ASCHGABAD (NfA)--Der turkmenische

Verband für technische

Dienstleistungen in der Landwirtschaft,

Turkmenobachyzmat, plant

den Erwerb von Maschinen des

deutschen Herstellers Claas. Das

berichtet das Nachrichtenportal

„Turkmenistan.ru“ unter Berufung

auf eine Mitteilung der Regierung.

Geplant ist die Anschaffung von

500 Traktoren des Modells Axion

850 sowie von 500 Pflügen und

Ersatzteilen. Die Vertragssumme

beläuft sich auf 61,2 Mio EUR.

aso/NfA/20.4.2012

SLOWAKISCHE REPUBLIK / FAHRZEUGE

OSTEUROPA UND GUS

Nachrichten für

Außenhandel

Pkw-Produktion könnte bald an der Millionengrenze kratzen

VW kann Marktposition weiter ausbauen / Über ein Fünftel mehr Autoteile geliefert / Von Gerit Schulze

BRATISLAVA (NfA/gtai)--Die slowakische Automobilindustrie steht

vor einem neuen Rekordjahr. Schon dieses Jahr könnte das Land bei der

Zahl der produzierten Pkw an der Millionengrenze kratzen. Mit neuen

und kleineren Modellen reagieren die drei Hersteller im Land auf mögliche

Nachfrageänderungen weltweit. Hohe Investitionen von Volkwagen,

Kia und PSA sorgen für Kapazitätserweiterungen bei den slowakischen

Zulieferern. Der Inlandsabsatz an Fahrzeugen dürfte angesichts

stagnierender Einkommen nur noch leicht zulegen.

Der slowakische Fahrzeugmarkt

konnte im vergangenen dank einer

guten Konjunkturentwicklung um

6,5% zulegen. Insgesamt wurden

nach Angaben des Verbands der

Automobilindustrie (ZAP SR) über

68.000 Pkw neu zugelassen. Der

Volkswagen-Konzern konnte seine

Position 2011 weiter ausbauen. Fast

jede dritte Neuzulassung im Land

war ein Auto der Marke Skoda oder

VW. Nahezu stabil blieb das Volumen

der Gebrauchtwagenimporte

mit 62.000 Einheiten. Damit ist dieses

Marktsegment fast ebenso groß

wie das Neuwagengeschäft.

Laut Statistik waren in der Slowakei

2011 rund 1,749 Mio Pkw registriert.

Mit einem Motorisierungsgrad

von 320 Autos pro 1.000 Einwohner

liegt die Slowakei am unteren Ende

der EU-Statistik. Das Land bietet

daher weiter gute Absatzchancen

für die Fahrzeugindustrie. Wegen

der hohen Spritpreise, der langsamer

wachsenden Einkommen und

der verbreiteten Arbeitslosigkeit

geht der Trend bei den Neuwagenverkäufen

hin zu Kleinwagen mit

geringem Verbrauch. Den Absatz

großer Limousinen könnte auch

eine neue Sondersteuer auf Luxusautos

beeinträchtigen, die die slowakische

Regierung plant.

Verkäufe von leichten Nfz

gehen um ein Fünftel zurück

Leichte Nutzfahrzeuge bis 3,5 t

mussten 2011 Absatzrückgänge von

fast einem Fünftel hinnehmen. Führende

Marken bei den Neuzulassungen

waren Fiat, Peugeot und Citroën.

Bei Lkw dagegen verzeichnete

der Automobilverband im zweiten

Jahr in Folge ein Absatzplus.

Die Verkäufe sind 2011 um 55%

auf über 3.600 Einheiten gestiegen.

Im Segment 3,5 bis 12 t dominierte

Iveco mit einem Marktanteil von

51% vor MAN mit 13% und Mercedes-Benz

mit 11%. Bei schweren

Lkw über 12 t lag Volvo mit 22%

Pkw-Neuwagenverkäufe nach Herstellern

Marktanteil vor Scania mit 20% und

Mercedes-Benz mit 19%.

Die slowakische Automobilindustrie

hat ein Rekordjahr hinter

sich. In den Fabriken der drei internationalen

Konzerne Volkswagen,

Kia und PSA Peugeot Citroen wurden

fast 670.000 Fahrzeuge produziert

und damit ein Fünftel mehr

als im Vorjahr. Der Boom geht weiter:

Für das laufende Jahr erwarten

Experten sogar einen Ausstoß von

925.000 Pkw. Der überwiegende

Teil davon geht in den Export. Die

slowakischen VW-Werke zum Beispiel

haben nur 0,2% ihrer Produk-

tion 2011 im Land selbst abgesetzt.

42% gingen nach Deutschland, 21%

in China und 9% in die USA. Ähnlich

sieht es bei den anderen beiden

Kfz-Herstellern der Slowakei aus.

Insgesamt ist der Produktionswert

der Fahrzeugindustrie 2011 - inklusive

Zulieferer - nach Angaben des

slowakischen Statistikamtes um

27% auf 17 Mrd EUR gestiegen.

Damit wird die Kfz-Branche immer

wichtiger für die Konjunkturentwicklung

in dem EU-Land. Etwa

1,5 Prozentpunkte des slowaki-

Hersteller Absatz 2011 Zunahme 2010/11 Marktanteil 2011

Skoda 13.720 10,7% 20,1%

Volkswagen 6.108 37,2% 9,0%

KIA 4.919 15,3% 7,2%

Renault 4.395 2,6% 6,4%

Peugeot 4.015 1,3% 5,9%

Hyundai 3.572 7,1% 5,2%

Opel 2.980 16,1% 4,4%

Quelle: ZAP SR

POLEN / WIRTSCHAFT UND POLITIK

Kfz-Produktion in der Slowakei

Kategorie 2010 2011

Veränd.

2010/11

Plan 2012

KIA Motors 229.500 252.000 9,8% 285.000

VW Slowakia 144.500 210.000 45,3% 400.000

PSA Peugeot Citroën 183.000 205.000 0,1% 240.000

Insgesamt 557.000 667.000 19,8% 925.000

Quellen: Sario, Unternehmen, Recherchen von Germany Trade & Invest

schen Wirtschafswachstums könnten

dieses Jahr laut Berechnungen

der UniCredit Bank auf den Boom

der Autofabriken entfallen.

Trotz sich abzeichnender

Abschwächung der Weltkonjunktur

für Pkw wird in der Slowakei weiter

investiert. Denn die bestehenden

Fabriken arbeiten am Limit. Um

ihre Kapazitäten zu erweitern, müssen

sie neue Fertigungslinien aufbauen.

Volkswagen will nach eigenen

Angaben bis 2016 in der Slowakei

rund 1,5 Mrd EUR in die Automobil-

und Komponentenfertigung

investieren. Unter anderem entste-

Freiberufler protestieren gegen Steuererhöhung

WARSCHAU (APA)--Ab dem

kommenden Jahr können in Polen

die Kosten für das Internet nicht

mehr von der Steuer abgesetzt werden,

und manche Eltern verlieren

den Kinderfreibetrag. Den größten

Protest in einem entsprechenden

Gesetzentwurf der Regierung ruft

jedoch hervor, dass Freischaffende

über einem Jahreseinkommen von

85.000 PLN(20.381 EUR) den vollen

Steuersatz statt bisher den halben

zahlen sollen. Der Widerstand

von Autoren, Künstlern, Journalisten

und Wissenschaftern gegen die Pläne

wird immer stärker.

Die Konsultationen über den

Gesetzentwurf gehen bald zu Ende.

Das Finanzministerium schätzt, dass

die Änderungen rund 17.000 Freiberufler

mit Spitzenverdienst betreffen

werden. Sie sollen um fast 7%

mehr besteuert werden. 2013 sollen

dadurch 164 (39,3 Mio EUR)

und 2014 insgesamt 173 Mio PLN

zusätzlich in die Staatskasse fließen.

Organisationen der Freischaffenden

bezeichnen die Kürzung der Steuerprivilegien

als Propaganda und Diskriminierung.

„Die Novelle ruft Empörung unter

Wissenschaftern hervor“, schrieb die

Vorsitzende der Rektorenkonferenz,

Katarzyna Chalasinska-Macukow,

an Finanzminister Jacek Rostowski

in einem Offenen Brief. Sie betonte,

dass die Reallöhne des akademischen

Personals durch die Reform

sinken würden. Ihrer Meinung nach

könnte die Regelung, die günstigere

Steuersätze von der Höhe des

Jahreseinkommens abhängig macht,

vor dem Verfassungstribunal Einspruch

eingelegt werden. Chalasinska-Macukow

ortet eine Ungleichbehandlung

der Steuerzahler und

eine Diskriminierung der Künstler.

Der Urheber-Verband Zaiks

hen ein neues Stanz- und Schweißwerk.

Kia hat für dieses Jahr Investitionen

von 110 Mio EUR angekündigt

und will seinen Ausstoß um

13% auf 285.000 Fahrzeuge erhöhen.

PSA Peugeot Citroën will 120

Mio EUR in seine slowakische Fabrik

stecken. In den Produktionshallen

geht der Trend dabei zum Kleinwagensegment.

Volkswagen lässt

seit dem zweiten Halbjahr 2011

seine drei Modelle Up!, Skoda Citigo

und Seat Mii aus der Reihe New

Small Family in Bratislava fertigen.

Oberklassewagen wie VW Touareg,

Audi Q7, Porsche Cayenne laufen

in der Fabrik aber weiter vom

Band. Kia produziert die Modelle

Venga und Picanto sowie ab April

den neuen Cee‘d vor Ort. Außerdem

haben die Koreaner in Zilina

eine zweite Halle zur Motorenfertigung

in Betrieb genommen. Damit

kann Kia nun jährlich 450.000

Motoren in der Slowakei herstellen.

Peugeot startet noch vor dem

Sommer die Produktion des neuen

Modells 208.

Euro und Investitionsanreize

gelten als großes Plus

Die positive Entwicklung der drei

großen Autofabriken sorgt weiter

für gute Stimmung bei den Zulieferern.

Zusammen mit Tschechien,

Polen und Ungarn gehört die Slowakei

zum mitteleuropäischen Automobilzentrum,

das für viele Autohersteller

und Zulieferer einer der

wichtigsten Standorte bleiben wird.

Die Investitionsanreize des slowakischen

Staates gelten als ein Plus,

ebenso der Euro. Die spanische

Grupo Antolin hat Anfang 2012 bei

Zilina ein neues Werk zur Produktion

von Dachhimmeln und Türverkleidungen

in Betrieb genommen.

Hauptabnehmer ist die örtliche

Kia-Fabrik. Andere Kfz-Zulieferer

im Land planen für die kommenden

Monate deutliche Kapazitätserweiterungen.

Dazu gehören

Werke zur Blechbearbeitung, für

Lichtsysteme, Motorenteile und

Bremssysteme.

G.S./NfA/20.4.2012

ist der Auffassung, dass die vorgeschlagene

Änderung ausschließlich

die Steigerung der öffentlichen

Einnahmen zum Zweck hat. „Dieser

Effekt wird durch einen dramatischen

Anstieg der Steuerlast

für die Autoren und Künstler erfolgen“,

schrieb Zaiks-Generaldirektor

Krzysztof Lewandowski an Finanzminister

Rostowski. Seiner Meinung

nach wird es das erwartete Geld für

das Budget nicht geben, denn Autoren

mit einem Jahresumsatz von

mehr als 100.000 PLN würden Firmen

gründen.

NfA/20.4.2012


Nachrichten für

Außenhandel

SÜDKOREA / AUSSENHANDEL

ASIEN-PAZIFIK

Deutsche Lieferungen steigen auf knapp 12 Mrd EUR

Bundesrepublik erzielt Überschuss von 2 Mrd EUR / Starkes Wachstum in Kfz-Industrie / Von Frank Robaschik

SEOUL (NfA/gtai)--Die deutschen Warenexporte nach Südkorea stiegen

im vergangenen Jahr erneut um einen zweistelligen Prozentbetrag

gegenüber dem Vorjahr. Starke Impulse kamen dabei aus der Kfz-

Industrie, auch die Ausfuhren von Maschinen und von chemischen

Erzeugnissen wuchsen deutlich. Kräftige Zuwächse gab es zudem bei

den Nahrungsmittelexporten. Die Importe aus Südkorea sind gesunken,

vor allem bei Schiffen und Elektronik. Dagegen stiegen die südkoreanischen

Lieferungen von Kfz und Kfz-Teilen sowie Maschinen.

Die deutschen Ausfuhren nach

Südkorea sind im letzten Jahr um

13,7% gegenüber dem Vorjahr auf

11,7 Mrd EUR gestiegen. Damit ist

das Wachstum etwas stärker als das

der gesamten deutschen Ausfuhren

in Höhe von 11,4% ausgefallen.

Südkorea blieb somit im vergangenen

Jahr nach China und Japan

der drittwichtigste Abnehmer deutscher

Waren in Asien. Da die deutschen

Einfuhren aus Südkorea sanken,

erzielte Deutschland im abgelaufenen

Jahr einen Überschuss im

Warenhandel mit Südkorea in Höhe

von 2,1 Mrd EUR. Zuvor war der

bilaterale Handel mehrere Jahre in

etwa ausgeglichen.

Nach südkoreanischen Daten

stiegen die Einfuhren aus Deutschland

um 18,6% auf 16,7 Mrd USD.

Getragen wurde der Zuwachs vor

allem von der Kfz-Industrie, die ein

Plus von 35,6% auf 3,3 Mrd USD

verzeichnete. Hier sind die Aussichten

für das laufende Jahr für Autos

- deutsche Marken sind sehr beliebt

- sowie für Kfz-Teile sehr gut, auch

wenn das Wachstum geringer als

2011 ausfallen dürfte. Die beiden

anderen wichtigen Warengruppen

deutscher Exporte nach Südkorea

legten im vergangenen Jahr

ebenfalls um einen zweistelligen

Prozentbetrag zu: Bei chemischen

Erzeugnissen belief sich das Plus

auf 15,2% auf 2,9 Mrd USD, bei

Maschinen waren es plus 15% auf

5 Mrd USD.

Die südkoreanischen Einfuhren

von Elektrotechnik aus Deutschland

stiegen im vergangenen Jahr

um 15% auf 1 Mrd USD. Bei Mess-,

Analysen- und Regeltechnik nahmen

sie um 21,6% auf 934 Mio USD zu.

Bei Medizintechnik wuchsen sie um

10,6% auf 391 Mio USD sowie bei

CHINA / IMMOBILIEN

optischen Instrumenten und Apparaten

um 65,9% auf 171 Mio USD.

Besonders erfreulich waren die

Verdreifachung der deutschen Lieferungen

von Nahrungsmitteln

gegenüber dem Vorjahr auf 255 Mio

USD und die Zunahme um 23% bei

Getränken und Tabak auf 38 Mio

USD. Getrieben wurden diese von

gestiegenen Einfuhren bei Schwei-

nefleisch mit 111 Mio USD, einem

Plus von 687%, Milch und Milchprodukten

außer Butter und Käse,

Käse und Quark, Kaffee, Zigaretten,

Bier, Zubereitungen zur Ernährung

von Kindern sowie anderen

Lebensmittelzubereitungen.

Insgesamt wuchsen die südkoreanischen

Einfuhren aus Deutschland

langsamer als die gesamten Einfuhren

des Landes, die vor allem durch

eine höhere Rohstoffrechnung

geprägt waren. Rechnet man metal-

lische Erze und Erdöl aus den weltweiten

Einfuhren Südkoreas heraus,

so stiegen die Importe aus Deutschland

um etwa zwei Prozentpunkte

schneller als die um diese Positionen

bereinigten gesamten südkoreanischen

Einfuhren.

Noch viel Potenzial dank

Freihandelsabkommen

Bei Nahrungsmitteln stiegen die

Einfuhren aus Deutschland ausgehend

von einem niedrigen Niveau

mehr als doppelt so schnell wie die

Gesamtimporte. Hier besteht auch

dank des seit Juli 2011 angewandten

Freihandelsabkommens (FHA)

mit der EU noch viel Potenzial, auch

Run auf die Fleischtheke: Die südkoreanischen Einfuhren von deutschem

Schweinefleisch stiegen um 687%. Foto: David Woo

wenn der Zuwachs bei Schweinefleisch

von einem temporären Ausbruch

der Maul- und Klauenseuche in

Südkorea begünstigt wurde. Der Wettbewerb

bei Nahrungsmitteln dürfte

jedoch zunehmen, denn neben europäischen

Lieferungen werden wegen

des nun in Kraft getretenen FHA Südkoreas

mit den USA auch US-amerikanische

Anbieter ihre Exporte nach

Südkorea deutlich erhöhen.

Daneben wuchsen auch die

Einfuhren von Straßenfahrzeu-

Preise sinken erstmals seit April 2010

SHANGHAI (Dow Jones)--Am

chinesischen Immobilienmarkt fallen

die Preise. Erstmals seit Beijing

im April 2010 die Zügel angezogen

hat, gingen im März die durchschnittlichen

Immobilienpreise in

insgesamt 70 Städten im Vergleich

zum Vorjahr zurück. Auch höhere

Rabatte, mit denen Immobilienentwickler

Hauskäufer ködern wollen,

konnten den Rückgang nicht

stoppen. Sie wurden überlagert

von den einschränkenden Maßnahmen

der Regierung in Beijing, die

Immobilienkäufe, Hypothekenvergabe

und Kredite für Entwickler

gedrosselt hat.

Die Preise neu gebauter Häuser

sanken im März im Jahresvergleich

in 38 der 70 von der Regierung

in ihre Untersuchung einbezogenen

großen und mittelgroßen

Städte. Damit zeigten erstmals

mehr als 50% der Stichprobe rückläufige

Tendenz. Im Februar waren

die Preise lediglich in 27 Städten

zurückgegangen, wie aus Daten

der chinesischen Statistikbehörde

hervorgeht. In 46 der Städte fielen

die Neubaupreise im Vergleich zum

Vormonat. Im Februar war dies in

45 Städten der Fall.

Marktexperten erwarten, dass

sich der Preisverfall fortsetzen

wird. „Die Regierung will, dass die

Preise auf ein vernünftiges Niveau

zurückgehen - wir verstehen darunter

einen Rückgang von mindestens

10% im Jahresvergleich -, ehe sie

die Beschränkungen aus dem April

2010 zurücknimmt“, schreibt Prakash

Sakpal, Volkswirt bei ING, in

einem Marktkommentar.

Ungeachtet des Strebens der

Regierung, den Sektor unter Kontrolle

zu bekommen, entwickeln

sich die Immobilienpreise in China

nach wie vor sehr uneinheitlich. In

acht der 70 Städte stiegen die Preise

für Neubauten im März gegenüber

dem Vormonat an, im Februar

gen, Maschinen, Vorerzeugnissen,

Mess-, Analyse- und Kontrollgeräten,

Feinmechanik beziehungsweise

Optik sowie chemischen

Erzeugnissen, vor allem Chemikalien,

aus Deutschland schneller

als die gesamten südkoreanischen

Einfuhren in diesen Segmenten.

Diese Effekte sind jedoch nicht

eindeutig kausal mit dem FHA mit

der EU zu erklären. Oft - beispielsweise

bei Pkws - sind es die gute

Qualität und das gute Image deutscher

Waren, die den Ausschlag

geben. Hinzu kommt der nach wie

vor teure Yen, der Lieferungen aus

Japan bremst.

Überdurchschnittliche Zuwächse

wurden von niedrigem Ausgangsniveau

aus auch bei Bekleidung

mit 44,4% auf 7,7 Mio USD sowie

Handtaschen und ähnlichen Behältnissen

verzeichnet. Bei Schuhen

lag die Zunahme mit 29,7% auf

7 Mio USD nur knapp unter der der

gesamten südkoreanischen Einfuhren

in dieser Warengruppe.

Exporte nach

Deutschland sinken um 11%

Die südkoreanischen Exporte

nach Deutschland sind hingegen im

vergangenen Jahr um 11,2% gegenüber

dem Vorjahr auf 9,5 Mrd USD

gesunken, trotz der Anwendung

des FHA mit der EU seit Juli. Der

Rückgang ist auf geringere Ausfuhren

von Schiffen und von Elektronikprodukten

zurückzuführen und

hat nichts mit dem Freihandelsabkommen

zu tun. Bei Schiffen wurden

schon zuvor keine Zollgebühren

erhoben, das gilt auch für viele

Elektronikprodukte. Werden Schiffe

herausgerechnet, ergibt sich ein

Wachstum der südkoreanischen

Ausfuhren nach Deutschland. Auffallend

sind die hohen Zuwächse

bei den südkoreanischen Lieferungen

von Kfz und Kfz-Teilen mit

einem Plus von 52,6% auf 1,5 Mrd

USD, trotz der Kfz-Produktion südkoreanischer

Hersteller in Tschechien

und in der Slowakei.

R.F./NfA/20.4.2012

waren es lediglich vier. Die Umsätze

mit Immobilien zogen im März

sogar an, nachdem die Zahl der

Transaktionen in den ersten beiden

Monaten des Jahres sehr schwach

ausgefallen war.

Die Hauspreise niedrig zu halten,

wird auch in den kommenden

Monaten eine Herausforderung

bleiben - insbesondere dann, wenn

sich die Umsätze weiter verbessern,

sagen Analysten. In diesem Fall

könnten die Immoblienentwickler

womöglich ihre Rabatte zurücknehmen

und an einigen Stellen die Preise

sogar wieder erhöhen.

NfA/20.4.2012

Freitag, 20. April 2012

Nr. 78 | Seite 5

JAPAN / KONJUNKTUR

Notenbank peilt

Inflation von 1% an

OKAYAMA (Dow Jones)--Spekulationen

über zusätzliche Lockerungsmaßnahmen

der japanischen

Notenbank haben neue Nahrung

erhalten. Der stellvertretende Gouverneur

Kiyohiko Nishimura sagte,

die Bank of Japan sei zu weiteren

Schritten bereit, wenn diese zum

Erreichen des Inflationsziels erforderlich

seien. „Wir werden die starke

Lockerung mit fast einer Nullzinspolitik

und dem Kauf von Wertpapieren

fortsetzen, bis die anvisierte

Jahresteuerung von 1% in Sichtweite

ist“, sagte Nishimura.

Er machte keine Angaben, ob

bereits bei der nächsten Sitzung des

geldpolitischen Rats am 27. April

zusätzliche Maßnahmen beschlossen

werden. An den Märkten wird

spekuliert, dass bereits bei dieser

Sitzung, bei der halbjährlich die

Prognosen zu Preisen und Wirtschaftswachstum

überprüft werden,

weitere Schritte verkündet werden.

Die Prognose zur Jahresrate der

Verbraucherpreise im Fiskaljahr

2013 dürfte zahlreichen Analysten

zufolge weiter unter dem angestrebten

Inflationsziel von 1% liegen.

NfA/20.4.2012

CHINA / STAHL

Gindalbie liefert

wieder Eisenerz

SYDNEY (Dow Jones)--Das australische

Bergbauunternehmen Gindalbie

Metals will ab Juli wieder

Hämatit- Eisenerz nach China verschiffen.

Wie die Firma mitteilte,

verfügt sie über Lagerbestände von

Hämatit in Höhe von 800.000 t. Darüber

hinaus sollen ab September Lieferungen

von Magnetit-Eisenerz aus der

Karara-Mine in Westaustralien nach

China erfolgen, teilte Gindalbie weiter

mit. Zusammen mit seinem chinesischen

Partner Ansteel erschließt

Gindalbie in Karara eine Magnetitlagerstätte,

die Investitionssumme

beträgt 2,57 Mrd AUD. Die Mine soll

eine jährliche Produktionskapazität

für Magnetit in Höhe von 8 Mio und

von 2 Mio t für Hämatit haben.

NfA/20.4.2012

CHINA / KFZ-ZULIEFERER

Kasachische Kajnar fertigt

für 30 Mio USD Autobatterien

ASTANA (NfA)--Das kasachische

Unternehmen Kajnar AKB hat

mit der Lieferung von Fahrzeugbatterien

nach China begonnen.

Das berichtet das Nachrichtenportal

„Tengrinews.kz“ unter Berufung

auf das Industrieministerium. Der

kasachische Hersteller, der zu den

größten Industrieunternehmen des

Landes gehört, hatte eine Vereinbarung

mit China über die Lieferung

von rund 1 Mio Batterien im Wert

von 30 Mio USD getroffen. Kajnar

AKB beliefert Fahrzeughersteller

wie die russischen Kamaz, Rostselmasch

und Uralaz sowie die belarussischen

Maz und Belaz.

aso/NfA/20.4.2012


Freitag, 20. April 2012

Nr. 78 | Seite 6

SPANIEN / KONJUNKTUR

Währungsfonds lobt

Madrid für Sparpolitik

WASHINGTON (Dow Jones)-

-Spanien hat nach Einschätzung

des Internationalen Währungsfonds

(IWF) den richtigen Weg zwischen

einer Sparpolitik und dem Abwürgen

der Konjunktur gefunden. „Wir

wünschen uns keine weitergehenden

Sparziele“, sagte IWF-Chefökonom

Olivier Blanchard nach der Veröffentlichung

des Weltwirtschaftsausblicks.

Die Märkte reagierten derzeit „schizophren“

auf die Lage des Landes.

Spanien steckt dennoch in einer

Zwickmühle, weil die Renditen

auf die Staatsanleihen des Landes

seit Wochen anziehen und mittlerweile

die kritische Grenze von 6%

überstiegen haben. Noch glaubten

die Märkte den Reformanstrengungen

von Ministerpräsident Mariano

Rajoy nicht. „Der Schlüssel ist

die Umsetzung“, sagte der Chef

der IWF-Abteilung für Staatsfinanzierung,

Carlo Cottarelli. Er erwartet

sogar, dass die Neuverschuldung

im laufenden Jahr mit 6% der Wirtschaftsleistung

über der Prognose der

Regierung von 5,3% liegen wird.

Der IWF hält es dennoch für wahrscheinlich,

dass sich die Europäer

aus der schwierigen Lage durch starke

Wirtschaftsreformen und die mittelfristige

Senkung der Schuldenberge

befreien können. Der IWF fordert

von der EZB, die wirtschaftliche

Erholung mittels einer weitere Lockerung

der Geldpolitik zu unterstützen.

NfA/20.4.2012

EUROPA / ROHSTOFFE

BASF-Tochter Wintershall

findet in der Nordsee Öl

KASSEL (Dow Jones)--Die

BASF-Tocher Wintershall hat ein

großes Ölfeld vor Norwegen entdeckt.

Das Unternehmen stieß in

der Nordsee in mehr als 300 m Meerestiefe

auf ein Lager von 60 bis 160

Mio Barrel gewinnbaren Öls, teilte

das Unternehmen mit.

NfA/20.4.2012

ÖSTERREICH / KONSUMGÜTER

FRANKREICH / FAHRZEUGE

WESTEUROPA

Nachrichten für

Außenhandel

Pkw-Verkaufszahlen brechen dieses Jahr um 8 bis 10% ein

VW Polo erstmals in den Top 10 / Überdurchschnittlich viele E-Autos verkauft / Von Karl-Heinz Dahm

PARIS (NfA/gtai)--Die französischen Pkw-Verkäufe gingen im vergangenen

Jahr um 2,1% zurück und sollen in diesem Jahr um geschätzte 8

bis 10% einbrechen. Hingegen nahm der Absatz von leichten Nutzfahrzeugen,

Lkw und Bussen 2011 zu. Die französische Regierung fördert

den Ausbau der Elektromobilität. Zudem schaffen viele Staatsunternehmen

Elektromobile an. Die Importe von Kfz-Teilen aus Deutschland ließen

letztes jahr leicht nach. Dennoch blieb Deutschland mit einem Anteil

von 25% das wichtigste Bezugsland Frankreichs für Kfz-Teile.

Nach dem Wegfall der Abwrackprämie

und vor dem Hintergrund

eines gesamtwirtschaftlichen

Abschwungs schrumpfte der französische

Pkw-Markt 2011 gegenüber

dem Vorjahr leicht. Mit einem

Minus von 2,1% gingen die Neuzulassungen

zwar nicht so drastisch

zurück wie prognostiziert, aber

dennoch stärker als im EU-Durchschnitt.

Deutlich schlechter stellte

sich die Situation zu Jahresbeginn

dar. Im Umfeld einer schwachen

Wirtschaftsaktivität in Europa

und infolge eines verstärkten Preiskampfs

insbesondere im Kleinwagensegment

brachen die Pkw-Verkäufe

im Januar um 20,7% gegenüber

dem Vorjahresmonat ein. Unter

Hinzurechnung leichter Nutzfahrzeuge

lag das Minus bei insgesamt

17,5%. Laut dem Herstellerverband

CCFA war der Januar der schwächste

Monat seit 14 Jahren.

Zu Jahresbeginn entwickelte sich

hingegen die Nachfrage nach Lkw

über 5 t positiv. Die Verkäufe stiegen

im Januar um 6,4% gegenüber

dem Vergleichsmonat des Vorjahres

auf 4.185 Stück. Damit setzte sich

der Wachstumstrend nach dem starken

Ergebnis von 2011 fort. Viele

Unternehmen hatten 2011 nach langer

Abstinenz ihren Nutzfahrzeugpark

erneuert. Die Neuzulassungen

von Bussen fielen jedoch im Januar

deutlich zurück, nachdem im

Gesamtjahr 2011 noch ein Zuwachs

von 15,3% erzielt wurde.

Unter den zehn beliebtesten

Pkw-Modellen dominierten im vergangenen

Jahr eindeutig französische

Marken, wenngleich mit dem

Drogeriemarktkette DM

steigert Halbjahres-Umsatz um 5,9%

SALZBURG (APA)--Die Drogeriemarktkette

DM, deren Zentrale

für Österreich und Osteuropa

in Wals beheimatet ist, hat im ersten

Geschäftshalbjahr, von Oktober

2011 bis März dieses Jahres, sein

Wachstum in Österreich fortgesetzt:

Mit einem Umsatz von 335 Mio

EUR wurde ein Plus von rund 5,9%

im Vergleich zur Vorjahresperiode

erzielt. Dennoch hinkt Österreich

damit dem Gesamtkonzern nach, der

ein Umsatzplus von 10,5% einfuhr.

DM hat den Marktanteil am österreichischen

Drogeriefachhandel

nach eigenen Angaben von 32,5%

im Jahr 2007 auf 36% per Ende des

vergangenen Jahres ausgebaut, wie

Martin Engelmann, Vorsitzender

der Geschäftsführung, bekanntgab.

Die Kette beschäftigt aus Karlsruhe

beschäftigt 5.585 Mitarbeiter, das

sind fast 300 mehr als ein Jahr davor.

Das Filialnetz in der Alpenrepublik

verfügt zurzeit über 376 Standorte,

zwei Jahre davor waren es 358.

Die gesamte Gruppe mit europaweit

über 40.000 Mitarbeitern hat im

ersten Halbjahr ein Umsatzplus von

10,5% auf 3,33 Mrd EUR erzielt. In

den Ländern Ungarn, Tschechien,

Slowakei, Slowenien, Kroatien, Serbien,

Bosnien-Herzegowina, Rumänien

und Bulgarien wurde das Geschäftshalbjahr

mit einem Plus von 3,7% auf

527 Mio EUR Umsatz abgeschlossen.

Der Teilkonzern Österreich/MOE

erwirtschaftete ein Umsatzplus von

4,5% auf insgesamt 862 Mio EUR.

NfA/20.4.2012

VW Polo auch ein deutsches Fabrikat

in die Top 10 aufgerückte. Nach

Marktanteilen sortiert ergab sich

dabei diese Rangfolge: Renault

Clio mit 6,8%, Peugeot 206/207

mit 6,7% und Renault Megane mit

6,6%.

Staatliche Unternehmen bauen

Fuhrpark mit E-Autos auf

Im vergangenen Jahr wurden

in Frankreich 2.629 Elektroautos

verkauft. Das ist mehr als in

allen anderen europäischen Ländern.

Allerdings gingen die meisten

dieser Fahrzeuge an staatliche

Abnehmer oder Unternehmen. In

der Entwicklung von Elektromobilen

strebt Frankreich die Spitzenposition

in Europa an. Gemäß dem

Langzeitplan der Regierung sollen

im Jahr 2020 rund 2 Mio Elektro-

und Hybridautos auf Frankreichs

Straßen fahren. Der französische

Staat sieht sich selbst über seine

Versorgungsunternehmen wie EDF,

La Poste oder Veolia als Großkunde.

Das Umweltministerium teilte

mit, dass die französische Post in

den kommenden vier Jahren rund

10.000 Elektro-Transporter vom

Typ Renault Kangoo ZE bestellen

wolle. Darüber hinaus ging ein Auftrag

über die Lieferung von 3.000

Peugeot Ion an PSA. Laut dem

Ministerium soll eine weitere Ausschreibung

über 40.000 Elektrofahrzeuge

in Kürze erfolgen.

Aktuelle Statistiken zur Anzahl

der Unternehmen in der französischen

Kfz- und Kfz-Teilebranche

und deren Umsatz sind nicht ver-

EUROPA / KONJUNKTUR

Pkw-Neuzulassungen in Frankreich nach Herstellern

Hersteller/Marke

fügbar. Den letzten verfügbaren

Daten aus dem Jahr 2007 zufolge

soll die Autoindustrie bei einem

Jahresumsatz von 114 Mrd EUR

494 Firmen gezählt haben. Davon

waren 302 in der Konstruktion und

192 im Zulieferbereich tätig. Die

deutsche Präsenz umfasst über 50

Ausrüster - darunter Bosch, VDO,

ThyssenKrupp, ZF Trading, SKF,

Schaeffler, Mann+Hummel, Mahle,

Knorr-Bremse, Freudenberg, Hella

und Behr France Rouffach.

BMW und PSA gründeten im

Februar 2011 ein Joint Venture

namens BMW Peugeot Citroen

Electrification, das an den Standorten

München und Mulhouse mit

400 Mitarbeitern rund 100 Mio

EUR in die Entwicklung der Hybridtechnologie

investieren wird.

Die Kooperation besteht bereits seit

fünf Jahren. Erste neue Hybridkomponenten

sollen im Jahr 2014 verfügbar

sein. Dazu werden Elektromotoren,

Ladegeräte, Generatoren,

Elektronik, Hochvoltspeicher

und Software zählen. Zuvor hatten

bereits im April 2010 Renault,

Nissan und Daimler eine Allianz in

Neuzulassungen

2011

Veränderung

2011/10

Marktanteil

2011

PSA Peugeot Citroen 692.837 -4,9% 31,5%

Renault 455.705 -8,5% 20,7%

Volkswagen 163.584 +11,6% 7,4%

Ford 115.357 +0,5% 5,2%

Opel 94.102 -0,8% 4,3%

Dacia 88.980 -15,0% 4,0%

Nissan 71.767 +32,7% 3,3%

Toyota/Lexus 67.320 +3,0% 3,0%

Audi 58.970 +15,8% 2,7%

Fiat 57.326 -21,2% 2,6%

BMW 46.305 +0,5% 2,1%

Mercedes-Benz 43.545 -4,5% 2,0%

Quelle: CCFA

Form einer Überkreuzbeteiligung

und technologischer Zusammenarbeit

vereinbart.

Ausfuhren nach Deutschland

steigen um rund 11%

Die französischen Kfz-Teileimporte

aus Deutschland gingen von

Januar bis November im Vergleich

zum Vorjahreszeitraum um 0,9% auf

3,3 Mrd EUR zurück. Dabei konnten

die Bezüge von Motoren, Kabelsätzen

sowie Fahrgestellen und Karosserien

deutscher Hersteller zulegen.

Frankreichs Ausfuhren nach

Deutschland verbuchten im Betrachtungszeitraum

mit 3,5 Mrd EUR

ein Plus von 10,7%. Im Außenhandel

mit Kfz-Teilen verbuchte Frankreich

also einen Überschuss gegenüber

Deutschland. Der bedeutendste

Handelspartner Frankreichs bei Kfz-

Teilen ist Deutschland vor Spanien,

Italien und dem Vereinigten Königreich.

Der weitaus größte Teil des

Warenflusses wird durch international

tätige Unternehmensgruppen

abgewickelt.

K.H.D./NfA/20.4.2012

Wettbewerbsfähigkeit ist nicht in Gefahr

WIEN (NfA)--Europas Manager

sind im Hinblick auf die Zukunftsfähigkeit

des Wirtschaftsstandorts

Europa optimistisch. 72% der Top-

Entscheider gehen vor dem Hintergrund

der aktuellen Staatsschuldenkrise

nicht davon aus, dass der

Wirtschaftsstandort Europa an

Wettbewerbsfähigkeit und Bedeutung

verliert. Zunehmenden Konkurrenzdruck

erwarten die Befragten

aus Asien, insbesondere aus

China, Indien und Südostasien. Den

USA wird dagegen keine gute Form

bescheinigt. Nur 8% der Unternehmer

sehen das Land als Vorbild

für einen nachhaltig ausgerichteten

Wirtschaftsstandort. Dies ist

das Ergebnis der aktuellen Studie

„Zukunft des Wirtschaftsstandorts

Europa“ der Betriebsansiedlungs-

agentur ABA-Invest in Austria, an

der 300 Top-Manager teilnahmen.

ABA-Geschäftsführer Rene Siegl:

„Auch ich bin davon überzeugt,

dass Europa in zehn Jahren wettbewerbsfähiger

sein wird als jemals in

den vergangenen 30 Jahren.“

Die Studie untersucht Meinungen

von Top-Managern zur Wettbewerbsfähigkeit

von Wirtschaftsregionen

und der zukünftigen Bedeutung

spezifischer Rahmenbedingungen

für unternehmerische Aktivitäten.

Als wichtigste Zukunftsfaktoren

für die europäischen Märkte werden

die Themen Energieversorgung

von 73% der Befragten sowie hochqualifizierte

Arbeitskräfte von 71%,

Daten- und Kommunikationsnetze

von 64% und Bildungsstandards

ebenfalls von 64% genannt. Eben-

falls eine hohe Bedeutung wird der

Förderung von Forschung und Entwicklung

von 62% beigemessen. Der

Trend, sich aus reinen Kostengründen

für die Betriebsansiedlung an einem

Standort zu entscheiden, ist dagegen

stark rückläufig: Nur 24% der Manager

sehen einen Bedeutungsgewinn

der Themen Lohnkosten und Lohnstückkosten

für die Wirtschaftsstandorte

der Zukunft.

Bei der Frage danach, welche

Länder in Europa schon heute

den Anforderungen an einen Wirtschaftsstandort

der Zukunft genügen,

erhielten Deutschland, Schweden,

die Schweiz, Niederlande und

Österreich die Bestnoten. Großbritannien

und Frankreich landen nur

im Mittelfeld.

dro/NfA/20.4.2012


Nachrichten für

Außenhandel

SÜDAFRIKA / CHEMIE

AFRIKA UND NAHOST

Nach Krisen-Einbruch mehr Farben und Lacke verkauft

Bau, Kfz und Privatkonsum sorgen für stärkere Nachfrage / Bemühen um höhere Qualitätsstandards / Von Heiko Stumpf

JOHANNESBURG (NfA/gtai)--Die südafrikanischen Hersteller von

Farben und Lacken erwarten für das laufende Jahr weiteres Wachstum.

Die größten Abnehmerbranchen bei Spezialfarben und Lacken

sind die Automobilindustrie und der Bausektor. Hinzu kommen private

Haushalte als Nachfrager von Wandfarben. Alle drei Abnehmergruppen

befinden sich zurzeit in einer besseren wirtschaftlichen Lage

als die Jahre zuvor und sorgen für eine Nachfragebelebung. Umweltfreundliche

Produkte werden zunehmend beliebter.

In Südafrika haben sich die Aussichten

für den Markt von Farben und

Lacken wieder deutlich aufgehellt.

Nachdem die Branche 2009 und

2010 zwei schwierige Jahre erlebte,

rechnet der Industrieverband South

African Paint Manufacturing Association

(SAPMA) für das laufende

Jahr mit einem Umsatzwachstum

von rund 8% auf 8,6 Mrd Rand

(ZAR; etwa 860 Mio EUR). Bereits

im vergangenen Jahr konnte mit

einer Zunahme der erzielten Umsätze

um 6% auf 7,9 Mrd ZAR wieder

ein spürbarer Aufwärtstrend verzeichnet

werden.

Dieses Jahr Verkaufs-Anstieg

von 3% auf 274 Mio l erwartet

Der Aufschwung der Sparte zeigt

sich aber vor allem am Anstieg des

verkauften Volumens in Litern.

Während selbst 2009 und 2010 ein

leichtes Umsatzplus von etwa 3%

erreicht werden konnte, gab es bei

der Absatzmenge einen deutlichen

Einbruch auf je 250 Mio l. Grund für

diese gegensätzliche Entwicklung

waren steigende Preise aufgrund

höherer Kosten für Komponenten

und Rohstoffe. Nun ist aber auch

bei den abgesetzten Volumina eine

deutliche Belebung zu verspüren. So

konnten bereits im vergangenen Jahr

wieder 266 Mio l Farben und Lacke

verkauft werden und für dieses Jahr

rechnet die Sapma mit einem weiteren

Anstieg um 3% auf 274 Mio

l. Für die Zukunft gehen Branchenexperten

von einem weiteren

Wachstum in etwa dieser Größenordnung

aus.

Getragen wird die positive Entwicklung

von einer besseren Wirtschaftslage

bei den drei wichtigsten

Abnehmergruppen der Branche.

Der sehr bedeutende Bausektor

befindet sich nach zweijähriger

Krise seit dem vergangenen Jahr

wieder auf Erholungskurs und wird

in Zukunft vor allem von neuen

Infrastrukturprojekten profitieren.

Durch den diesjährigen Staatshaushalt

sind bis 2014 bereits Ausgaben

in Höhe von 844 Mrd ZAR geneh-

migt. Interessant bleibt auch der

staatlich geförderte Bau von Billighäusern.

Ein Bedarf von ungefähr

2,1 Mio Einheiten und zunehmende

Verstädterung sorgen für entsprechende

Projekte.

Steigende Nachfrage kommt insbesondere

auch aus der Automobilindustrie.

Infolge günstigerer

Aussichten und des neuen Anreizprogramms

Automotive Production

and Development Programme

(APDP) dürften die am Kap ansässigen

Hersteller in den kommenden

Jahren ihre Produktion deutlich

erhöhen. Auch die Baumärkte können

durch den zunehmenden Privatkonsum

mehr Farben und Lacke

verkaufen. In Südafrika ist die Zahl

der Hausbesitzer deutlich höher als

in Deutschland. Aufgrund steigender

Einkommen steht mehr Geld für

Renovierungs- und Erweiterungsarbeiten

zur Verfügung. Bei den

Dekorfarben macht der Absatz über

den Einzelhandel etwa 45% aus.

Nach Einschätzung der SAPMA

kam es in den letzten Jahren

bedingt durch die Krise, zunehmenden

Wettbewerb und steigende Kosten

zu einer Schrumpfung der Profitmargen.

Es gibt mehr als 300 Her-

Frische Farbe für die Küche: Private Haushalte in Südafrika kaufen wieder

häufiger Wandfarben. Foto: 8one6

steller, wobei auf 16 große und etablierte

Unternehmen rund 64% der

Gesamtproduktion entfallen. Die

bei Sapma organisierten etwa 200

Unternehmen halten einen Marktanteil

von rund 90%. Den Rest

stellen Hinterhofbetriebe gebildet,

die Farben zusammenmischen und

günstig verkaufen.

Auf der Abnehmerseite vollzieht

sich zunehmend ein Konzentrationsprozess.

Während kleine

Spezialgeschäfte vom Markt verschwinden,

dominieren immer stärker

Großhandelsmärkte wie Makro,

Heimwerkermärkte wie Builders

Warehouse, Cash Build und DIY

Depot. Hinzu kommen Einzelhandelsketten

für Farben, wie Mica und

Jack‘s Paints. Letztere expandierten

erst in den letzten Jahren und bieten

attraktive Farbpaletten inklusive

Beratung an. Vor allem in ländlichen

Gebieten gewinnen Einkaufsgemeinschaften

wie Build-it mit

rund 280 Filialen und Essential an

Boden.

Bereich der Dekorfarben

dominiert mit 46,5%

Der Bereich der Dekorfarben

nimmt nach Angaben des Marktforschungsinstitutes

Frost & Sullivan

mit 46,5% eine dominante Stellung

ein. Weitere wichtige Marktsegmente

sind Farben und Lacke

für die Kfz-Industrie mit 26,5% und

Anwendungen für die Industrie,

zum Beispiel Schutzanstriche mit

22,5%. Dekorfarben sowie Farben

und Lacke für die Automobilindustrie

werden hauptsächlich in Südafrika

hergestellt. Spezialprodukte für

die Industrie müssen häufiger aus

dem Ausland eingeführt werden.

Mit etwa 15% ist der Importanteil

bei Endprodukten nach Frost & Sullivan

insgesamt eher gering.

Anders stellt sich die Situation

dagegen bei den Komponenten

und Rohstoffen dar, die zum Großteil

aus Europa und Asien importiert

werden. Dadurch sind die heimischen

Hersteller auch anfällig für

Kostenschwankungen durch Wechselkurse

und Weltmarktpreise.

Nach Angaben von Branchenkennern

vollzog der Markt für Farben

und Lacke in den vergangenen Jahren

bei seiner Produktpalette einen

deutlichen Qualitätssprung. Bereits

jetzt werden im Heimwerkerbereich

und in der Möbelindustrie zunehmend

umweltfreundliche Lacke

angeboten beziehungsweise verwendet.

Farben werden vermehrt

auf umweltfreundlicher Wasserbasis

hergestellt und Lösungsmittel

aus dem Verkehr gezogen. Trotz

dieses Trends hinkt Südafrika in

Sachen Umweltschutz immer noch

hinter dem deutschen Markt her, wo

der Druck seitens der Konsumenten

deutlich höher ist. Zusammen mit

dem South African Bureau of Standards

will SAPMA nun neue Standards

für den Umwelt- und Gesundheitsschutz

erarbeiten.

He.St./NfA/20.4.2012

Fortsetzung von Seite 1

Katar benötigt für Fußball-WM neue Hafenkapazitäten

An Geld fehlt es offenbar nicht,

wohl aber an den Nutzern all dieser

neuen Kapazitäten. Danach kritisch

zu fragen, traut sich die Presse

nicht. Warum auch? Die Bauherren

von Jebel Ali haben sich

seinerzeit kaum um Bedarfsberechnungen

gekümmert. Wenn

das Angebot erst einmal steht,

kommt auch die Nachfrage, lautete

damals die Devise - eine Maxime,

nach der vielfach heute immer

noch gehandelt wird. Das Sulta-

nat Oman punktet mit seiner Lage

außerhalb der Straße von Hormus,

die im Konfliktfall mit Iran leicht

geschlossen werden könnte. Oman

investiert vor diesem Hintergrund

seit Jahren in neue Hafenkapazitäten.

Nach Ansicht von Beobachtern

ist das Land deshalb nicht nur

für solche Unternehmen interessant,

die bei den Projekten zuliefern

möchten, sondern zunehmend

auch für Logistikfirmen und

Schiffsausstatter, die näher an der

großen Schifffahrtslinie vom Suez-

Kanal nach Singapur sein wollen.

Während Oman auf seine geographische

Lage setzt, braucht Katar

dringend neue Hafenkapazitäten,

um seine zahlreichen Großprojekte

abwickeln zu können, die alle noch

vor der Fußballweltmeisterschaft

2022 fertig werden sollen. Der bisherige

kleine Stadthafen von Doha

ist der Importflut von Ausrüstungsgütern

nicht gewachsen. Wiederum

anders ist das Bild in Saudi-Ara-

bien: Das einwohnerstarke Land

mit dem größten Bruttoinlandsprodukt

(BIP) der Arabischen Halbinsel

verfügt über einen nennenswerten

Binnenmarkt. Hinzu kommen

zahlreiche Infrastruktur- und städtebauliche

Vorhaben.

Die Häfen von Dschidda und der

neuen Retortenstadt King Abdullah

Economic City liegen am Roten

Meer und damit direkt an einer der

befahrensten Schifffahrtsstraßen der

Welt. Beide Häfen könnten ihren

Freitag, 20. April 2012

Nr. 78 | Seite 7

TANSANIA / POLITIK

Verbesserung der Beziehungen

zu Bergbaufirmen gefordert

DARESSALAM (NfA)--Auf

einer Veranstaltung in Daressalaam,

auf der der „Extractive Industries

Corporate Social Responsibility

Empowerment Presidential

Award“ verliehen wurde, hat Präsident

Jakaya Kikwete daran erinnert,

dass der Pflege der Beziehungen

zwischen nationalen wie internationalen

Bergbauunternehmen

und einheimischen Projektanrainern

mehr Aufmerksamkeit gewidmet

werden sollte. Das meldet der

Afrika-Verein der deutschen Wirtschaft.

In diesem Zusammenhang

sind Bergbaubetriebe in den Branchen

Mineralien, Erdgas und Erdöl

besonders angesprochen.

Bei Beschaffungsmaßnahmen

sollten die Unternehmen deshalb

zuerst in der Region ihrer Konzessionen

beziehungsweise in der

Nähe ihrer Projekte nach Lieferquellen

von Gütern und Dienstleistungen

suchen. Eine derartige Vorgehensweise

sollte deshalb auch

als vertrauensbildende Maßnahmen

angesehen werden. In diesem

Zusammenhang mag erwähnt sein,

dass die African Barrick Gold sich

zum Beispiel verpflichtet hat, in der

Fakultät für Chemical and Mining

Engineering die Kosten für die Vorbereitung

von 12 Studenten für die

Dauer von zwei Jahren zu übernehmen.

NfA/20.4.2012

GHANA / AGRARSEKTOR

Weltbank stellt

100 Mio USD bereit

ACCRA (NfA)--Zur Unterstützung

der Entwicklung seiner kommerziellen

Landwirtschaft hat die

Weltbank Ghana einen Kredit in

Höhe von 100 Mio USD gewährt.

Das „Commercial Agriculture Project“

sieht den erleichterten Zugang

zu Land, eine Erweiterung der

Investitionen in die ländliche Infrastruktur

und die Förderung von

Public Private Partnerships (PPP)

und der Verflechtung der Kleinbetriebe

in den Accra Plains östlich

der Hauptstadt vor. Das Projekt ist

Teils des bis 2015 installierten Programm

der Food and Agriculture

Sector Development Policy (Fasdep),

meldet der Afrika-Verein.

NfA/20.4.2012

nationalen Einzugsbereich ausdehnen,

wenn erst einmal die großen

Eisenbahnlinien an die Ostküste

Saudi-Arabiens fertig sind. Diese

Transportalternativen sind besonders

im Hinblick auf die strategische

Verwundbarkeit der Straße von

Hormus wichtig. Wäre die Meeresenge

zum Beispiel anlässlich eines

Irankonflikts geschlossen, müssten

die Golfanrainer über den Landweg

versorgt werden.

M.B./NfA/20.4.2012


Freitag, 20. April 2012

Nr. 78 | Seite 8

FINANZDIENSTLEISTER

American Express profitiert

von höherer Konsumfreudigkeit

NEW YORK (Dow Jones)--American

Express (AmEx) ist dank der

Ausgabenfreude seiner Kreditkartenkunden

mit einem Rekordgewinn

ins neue Jahr gestartet und

hat die Erwartungen übertroffen.

Im Durchschnitt gaben die Kunden

des US-Finanzkonzerns von Januar

bis März 3.772 USD aus, über

300 USD mehr als im Vorjahresquartal.

Auch die Zahlungsmoral

verbesserte sich.

Den Konzerngewinn steigerte

der Konkurrent von Mastercard

und Visa im ersten Quartal um 7%

auf 1,26 Mrd USD beziehungswei-

CHEMIE

Gewinn von SGL Carbon stagniert

WIESBADEN (Dow Jones)--SGL

Carbon hat trotz einer leichten

Umsatzsteigerung im ersten Quartal

das operative Ergebnis nur auf dem

Niveau des Vorjahres halten können.

Die Erlöse kletterten um 5% auf

382 Mio EUR, wie der Wiesbadener

Graphitspezialist mitteilte. Das

Ergebnis vor Zinsen und Steuern

(Ebit) stagnierte dagegen bei 36 Mio

EUR. Die Umsatzrendite sank entsprechend

auf 9,5 von 10%. Die Nettoverschuldung

stieg zum Ende Mär-

Business-Kalender Außenwirtschaft

Neu veröffentlichte Inlandstermine:

Termin Ort Thema Veranstalter

12.06.2012 Lübeck Fachtagung Außenwirtschaft Handwerkskammern

12.06.2012 Zwickau Zoll - Ausfuhrverfahren allgemein IHK Chemnitz

13.06.2012 Düsseldorf

13.06.2012 Leipzig

13.06.2012 Zwickau

14.06.2012 Chemnitz

14.06.2012 Essen

14.06.2012 Ludwigshafen

14.06.2012 München

15.06.2012 Eberswalde

18.06.2012 Aschaffenburg

Quelle : IXPOS

Außenwirtschaftsportal

www.ixpos.de/kalender

se 1,07 USD je Aktie. Die Einnahmen,

abzüglich der Zinsaufwendungen,

legten um 8% auf 7,6 Mrd USD

zu. Auch die Zahlungsmoral verbesserte

sich. Die Rate der Kunden mit

Zahlungsverzug sank auf 1,3% von

1,4% im Schlussquartal 2011 und

1,8% im Jahr zuvor. „Höhere Ausgaben

der Kartenhalter, exzellente

Kreditrisikoparameter und ein

diszipliniertes Ausgabenmanagement

haben uns geholfen, das Jahr

mit einem Rekordgewinn und -einnahmen

im ersten Quartal zu beginnen“,

erklärte CEO Ken Chenault.

NfA/20.4.2012

zauf 419 Mio EUR von 343 Mio

EUR Ende 2011, teilte der Hersteller

von Produkten aus Carbon anlässlich

der Ankündigung einer Wandelanleihe

überraschend mit. Die Zunahme

resultiere vor allem aus dem Aufbau

des Working Capital. Die Mittel sollen

das im zweiten Halbjahr erwartete

Wachstum unterstützen, hieß es

von dem Konzern. Die Veröffentlichung

der Quartalszahlen soll am 3.

Mai erfolgen.

NfA/20.4.2012

Aktuelles UN-Kaufrecht

für Einkäufer

Die Incoterms® 2010 -

Auswirkungen auf Einkauf

und Logistik

Auftragsabwicklung im

Exportgeschäft

Kommerzielle Preiskalkulation

im Auslandsgeschäft

Der zugelassene

Wirtschaftsbeteiligte -

Die Pre-Declaration

Stolpersteine im Export-

Akkreditiv

Bankgarantien im

Auslandsgeschäft

10 Schritte zur Erschließung

und Bearbeitung von

Wachstumsmärkten im Ausland

Ausfuhrverfahren -

Gestaltungsmöglichkeiten und

Ablauf

WELT / SERVICE

Bundesverband

Betriebliche Weiterbildung

Bundesverband

Betriebliche Weiterbildung

IHK Chemnitz

IHK Chemnitz

IHK Essen

E-MOBILITÄT

IHK Ludwigshafen

IHK München

IHK Frankfurt Oder

IHK Aschaffenburg

18.06.2012 Erlangen Markterschließung weltweit Bayern Handwerk International

Der NfA-Business-Kalender Außenwirtschaft erscheint regelmäßig mit den neu bekannt

gewordenen Inlandsterminen und mit wichtigen Auslandsterminen, die mindestens sechs

Wochen im Voraus angekündigt werden. Alle Angaben ohne Gewähr für Richtigkeit und

Vollständigkeit.

„In Shanghai fahren schon heute

auf den Straßen Millionen E-Scooter“

HANNOVER (NfA)--China will bis 2020 der größte Produzent von

E-Autos werden. E-Mobilität wird bereits seit Jahren mit staatlichen Mitteln

vorangetrieben. Auch deutsche Autobauer haben das Thema inzwischen

für sich entdeckt. Wie eine Zusammenarbeit aussehen kann, wird

am nächsten Dienstag im Rahmen der Hannover Messe auf der Deutsch-

Chinesische Konferenz zur Elektromobilität diskutiert. Anstöße dafür gibt

Christian Heep, Vorstandsmitglied des Bundesverbandes eMobilität.

NfA: Was versprechen

sich chinesische Hersteller

überhaupt von

einer Kooperation?

Christian Heep: Wir

haben keine Angst vor

China. Die deutschen

Hersteller bauen tolle

Autos. Zudem verfügen

sie nicht nur über viel

Erfahrung und Knowhow,

sondern auch über

hohe Kapazitäten bei der Entwicklung.

Davon können die Chinesen

profitieren.

Doch auch Deutschland will

Leitanbieter bei E-Mobilität werden.

Das macht beide zu starken

Konkurrenten.

Ein gesunder Wettbewerb belebt das

Geschäft. Und wenn das den Ausbau

der E-Mobilität beschleunigt, finde

ich das toll. Natürlich sehen wir es lieber,

wenn die Fahrzeuge in Deutschland

gebaut werden. Aber die größten

Märkte liegen nun einmal im Ausland.

Damit gibt es auch viel Potenzial

für Kooperationen.

Christian Heep:

Wir haben keine

Angst vor China.

Sind die Chinesen

denn überhaupt bereit,

E-Autos zu kaufen?

Die Hürden sind hier

viel geringer als in Europa.

Auf den Straßen von

Shanghai fahren schon

heute Millionen E-Scooter.

Roller mit Benzinmotoren

sieht man hingegen

kaum noch. Damit

dürfte auch die Akzeptanz

von Elektroautos viel größer sein. Wir

müssen aufpassen, dass wir hier den

Anschluss nicht verpassen.

Aber ist E-Mobilität denn ökologisch

wirklich sinnvoll, wenn der

Strom dafür größtenteils aus Kohlekraftwerken

kommt?

Man kann nicht erwarten, dass alles

schon von Anfang an perfekt läuft.

Doch je mehr sich der Strom-Mix

durch den Einsatz erneuerbarer Energien

ändert, desto besser wird auch die

CO2-Bilanz. Ein großer Vorteil liegt

zudem schon jetzt auf der Hand - die

Städte werden sauberer und leiser.

bkl/NfA/20.4.2012

DEVISEN

Kurse zum Euro 19.4.2012

Land ISO-Code

Ägypten EGP 7,9290

Albanien ALL 139,89

Algerien DZD 96,750

Argentinien ARS 5,7660

Armenien AMD 516,04

Aserbaidschan AZM 1,0300

Australien AUD 1,2658

Belarus BYR 10.491,00

Brasilien BRL 2,4650

Bulgarien BGN 1,9560

Chile CLP 640,40

China CNY 8,2690

Dänemark DKK 7,4389

Dom.Rep. DOP 50,960

Georgien GEL 2,1410

Großbritannien GBP 0,8180

Hongkong HKD 10,180

Indien INR 68,220

Indonesien IDR 12.041,00

Israel ILS 4,9350

Japan JPY 107,08

Jordanien JOD 0,9300

Kanada CAD 1,2981

Kasachstan KZT 194,00

Katar QAR 4,7760

Kenia KES 109,07

Kirgisistan KGS 61,400

Korea (Rep.) KRW 1.494,00

Kroatien HRK 7,5100

Kuwait KWD 0,3650

Lettland LVL 0,6990

Litauen LTL 3,4530

Malaysia MYR 4,0210

Marokko MAD 11,128

Mazedonien MKD 61,770

Mexiko MXN 17,288

Moldau MDL 15,520

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Russland RUB 38,700

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Taiwan TWD 38,700

Thailand THB 40,530

Tschechien CZK 24,785

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