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Es waren also am 31.12.1923 folgende Geldmenge im Umlauf ...

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<strong>Es</strong> <strong>waren</strong> <strong>also</strong> <strong>am</strong> <strong>31.12.1923</strong> <strong>folgende</strong> <strong>Geldmenge</strong> <strong>im</strong> <strong>Umlauf</strong>:<br />

1.242 Mio. Rentenbankscheine (lautend auf Rentenmark)<br />

(Daneben die „alte“ Mark)<br />

Die Rentenbankscheine <strong>waren</strong> kein gesetzliches Zahlungsmittel (nur provisorische<br />

Übergangswährung), aber hatten die gleiche Funktion, da alle öffentlichen Kassen<br />

dieses Geld annehmen mussten.<br />

D<strong>am</strong>it war die Währungsreform noch nicht beendet<br />

Weitere Voraussetzungen:<br />

a) ) Od Ordnung dder Rihfi Reichsfinanzen<br />

(Diese <strong>waren</strong> die wichtigsten Ursachen der Geldvermehrung)<br />

b) Langfristige Stabilisierung der neuen Währung<br />

Teil 1: Die We<strong>im</strong>arer Republik 1918-1933 – 2.1 Die Währungsreform 1923/1924<br />

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Zu a)<br />

Zur Erinnerung: Riesige Staatsverschuldung<br />

1. Mit 190 Millionen Rentenmark wurde die Tilgung von 190 Trillionen Mark<br />

kurzfristiger Schuld (1 Rentenmark = 1 Billion Mark) vorgenommen.<br />

2. Steuergesetze von 1923 (Reichsfinanzminister Luther):<br />

drastische Ausgabenkürzungen<br />

(starke) ( ) Erhöhung g der Steuern<br />

→ 1924:<br />

Teil 1: Die We<strong>im</strong>arer Republik 1918-1933 – 2.1 Die Währungsreform 1923/1924<br />

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Zu b)<br />

Verschiedene Maßnahmen keine Geldvermehrung<br />

1. Die Notenpresse blieb still<br />

2. Kredit an das Reich (1,234 Mrd. Rentenmark) war nach 1 Monat aufgebraucht<br />

Wunsch der Regierung: Weiteren Kredit von der Rentenbank<br />

Dieser Wunsch würde den Wechselkurs senken<br />

20 20.12.1923: 12 1923: Kreditantrag abgelehnt<br />

� Stabilisierung des Wechselkurses<br />

Teil 1: Die We<strong>im</strong>arer Republik 1918-1933 – 2.1 Die Währungsreform 1923/1924<br />

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3. Frühjahr 1924: deutlicher Konjunkturaufschwung<br />

→ starke Kreditnachfrage der Wirtschaft<br />

Wie sollte die Reichsbank (Präsident seit 22.12.1923 Hjalmar Schacht) reagieren?<br />

Folge:<br />

Konsequenz aus a) und b):<br />

Im Sommer 1924 endgültige Regelung des Währungsproblems<br />

Teil 1: Die We<strong>im</strong>arer Republik 1918-1933 – 2.1 Die Währungsreform 1923/1924<br />

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Bankgesetz vom 30. August 1924:<br />

1. Gesetzliches Zahlungsmittel ist die Reichsmark<br />

1 Reichsmark = 1 Rentenmark = 00,35842 35842 Gr<strong>am</strong>m Gold)<br />

1 Reichsmark = 1 Billion Mark<br />

Umtausch bis 5. Juli 1925 (bis dahin <strong>also</strong> 3 Währungen nebeneinander)<br />

2. Die neuen Reichsmark-Noten mussten mindestens zu 40 % in Gold oder<br />

Devisen gedeckt sein (= Goldkernwährung);<br />

der Rest (max. 60 %) in guten Handelswechseln<br />

33. Die Reichsbank erhält ihre volle Souveränität zurück zurück.<br />

Teil 1: Die We<strong>im</strong>arer Republik 1918-1933 – 2.1 Die Währungsreform 1923/1924<br />

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Was war <strong>also</strong> entscheidend für den endgültigen Erfolg der Währungsreform?<br />

1. Reduzierung des Geldvolumens (Bar- und Buchgeld) auf ein „vernünftiges“<br />

Maß (= Leistungskraft der Wirtschaft)<br />

Maßnahme nach der Währungsreform: Konsequente restriktive Geldpolitik<br />

2. Stabilisierung der Staatsfinanzen → keine wachsenden Defizite<br />

3. Außenwirtschaftliche Absicherung<br />

→ Wie erfolgt das?<br />

Teil 1: Die We<strong>im</strong>arer Republik 1918-1933 – 2.1 Die Währungsreform 1923/1924<br />

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Warum?<br />

Literatur:<br />

Fritz Blaich: Der Schwarze Freitag. Inflation und Wirtschaftskrise, dtv 1985.<br />

Friedrich-Wilhelm Henning: Das industrialisierte Deutschland 1914 bis 1992, 9. Auflage,<br />

UTB 337, 1997, S. 51-83.<br />

Teil 1: Die We<strong>im</strong>arer Republik 1918-1933 – 2.1 Die Währungsreform 1923/1924<br />

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2.2 Die „Goldenen Zwanziger“ Jahre (1924-1929)<br />

Ges<strong>am</strong>twirtschaftliche Entwicklung 1924-1929:<br />

→ Insges<strong>am</strong>t war ein positiver Trend zu spüren<br />

Eigentliche Wachstumsjahre: 1924, 1924 1925, 1925 1927<br />

Winter 1925/26: schwere Krise, hohe Arbeitslosigkeit<br />

1927/28: relativ hohe Arbeitslosigkeit<br />

Teil 1: Die We<strong>im</strong>arer Republik 1918-1933 – 2.2 Die „Goldenen Zwanziger“ Jahre (1924-1929)<br />

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D<strong>am</strong>alige Ansicht über diese Krisen:<br />

a) Seit der Währungsreform Rationalisierungsmaßnahmen der deutschen Industrie<br />

Solche Maßnahmen wurden vom Staat gefördert<br />

→ strukturelle Arbeitslosigkeit (Hoffnung: nur kurzfristig)<br />

Meinung der Gewerkschaften:<br />

Diese Arbeitslosigkeit ist ein notwendiges Übel (für die Wettbewerbsfähigkeit<br />

der deutschen Wirtschaft)<br />

Im Sept./Nov. 1925 <strong>waren</strong> dt. Gewerkschaftsführer in den USA<br />

Tatsächlich: Krieg/Inflation → wenig Investitionen<br />

b) Auswirkungen des „Ruhrk<strong>am</strong>pfes Ruhrk<strong>am</strong>pfes“ (1923)<br />

Insges<strong>am</strong>t: Wesentliche Ursachen der Krisen richtig erkannt.<br />

Teil 1: Die We<strong>im</strong>arer Republik 1918-1933 – 2.2 Die „Goldenen Zwanziger“ Jahre (1924-1929)<br />

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Oberflächlich betrachtet: 1924-1929 „normale“ Zeit<br />

- Sozialprodukt gestiegen<br />

- Industrieproduktion gestiegen<br />

- Konsum gestiegen<br />

Aber: Kein gleichmäßiges Wachstum (Arbeitslosigkeit!)<br />

Negativ: Die Investitionen verliefen unstetig<br />

Anlage-Investitionen: bis 1928 steigend<br />

Lager-Investitionen: sehr stark schwankend<br />

(1926 (1926, 1928, 1928 1929: negativ)<br />

Beispiel:<br />

Anlage – Investitionen Lager – Investitionen<br />

1928 + 12% ./. 42%<br />

1929 ./.43% ./.150%<br />

+ 8% Gebäude<br />

Nur 1927 bbrachte h einen Investitionsboom<br />

b<br />

Teil 1: Die We<strong>im</strong>arer Republik 1918-1933 – 2.2 Die „Goldenen Zwanziger“ Jahre (1924-1929)<br />

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Weitere Merkmale der Jahre 1924/29:<br />

Die Handelsbilanz war nur 1926 ausgeglichen, in den übrigen Jahren <strong>im</strong>mer passiv.<br />

Das war auch in der Vergangenheit (vor dem 1. Weltkrieg) so, wegen den negativen<br />

terms of trade (teure Rohstoff-Importe)<br />

Rohstoff Importe)<br />

Trotzdem positive Aspekte:<br />

Deutschland gewann in best<strong>im</strong>mten Branchen seine fführende<br />

Position zurück:<br />

- Chemie<br />

- Elektrotechnik<br />

- Feinmechanik/Optik<br />

Dienstleistungsbilanz<br />

Allmählich wieder aktiv (in der Vergangenheit sehr aktiv, kompensierte die passive<br />

Handelsbilanz deutlich → stets aktive Leistungsbilanz)<br />

Teil 1: Die We<strong>im</strong>arer Republik 1918-1933 – 2.2 Die „Goldenen Zwanziger“ Jahre (1924-1929)<br />

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Weitere positive Aspekte:<br />

Hochseeflotte wurde rasch aufgebaut<br />

(musste als Reparationsleistung abgeliefert werden)<br />

1930 Vorkriegstonnage (4. Rang in der Welt)<br />

sehr modern: „Bremen Bremen“ 1929 und „Europa Europa“ 1931<br />

gewannen das „Blaue Band“<br />

(=schnellste Überquerung des Nordatlantik)<br />

Ursachen der Konjunktur 1924-1929:<br />

- vor allem die Investitionen<br />

- schwacher Einfluss durch Konsum und Export<br />

IInsges<strong>am</strong>t: t<br />

Teil 1: Die We<strong>im</strong>arer Republik 1918-1933 – 2.2 Die „Goldenen Zwanziger“ Jahre (1924-1929)<br />

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Besondere Charakteristika der Wirtschaft:<br />

Ordnungspolitik:<br />

Seit 1919 (We<strong>im</strong>arer Verfassung, Artikel 159): Gewerkschaften als<br />

gleichberechtigte Tarifpartner (neben Arbeitgeberverbänden) anerkannt<br />

→ wenn keine Einigung bei Tarifverhandlung (Lohn, Arbeitszeit, Urlaub):<br />

staatlicher Schiedsrichter (Schlichter)<br />

→ Schiedsspruch verbindlich, wenn Vorschlag von einem Tarifpartner akzeptiert<br />

1920: Betriebsrätegesetz (für Betriebe mit mehr als 20 Beschäftigten)<br />

Fazit: Verbessertes Verhältnis Arbeitgeber ←→ Arbeitnehmer<br />

Teil 1: Die We<strong>im</strong>arer Republik 1918-1933 – 2.2 Die „Goldenen Zwanziger“ Jahre (1924-1929)<br />

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1923: Gesetz gegen Missbrauch wirtschaftlicher Macht<br />

(Antikartellgesetz, welches kein Verbotsgesetz war, sondern diente nur<br />

der Beaufsichtigung → deshalb wenig effizient)<br />

Kartelle und vertikale Konzentration<br />

ca. 1925: 2.500 Kartelle<br />

Größte Konzerne: IG Farbenindustrie AG (1925), 1,1 Mrd. RM Aktienkapital<br />

Vereinigte Stahlwerke (1926), 0,8 Mrd. RM Aktienkapital<br />

beide je 200.000 200 000 Beschäftigte<br />

Teil 1: Die We<strong>im</strong>arer Republik 1918-1933 – 2.2 Die „Goldenen Zwanziger“ Jahre (1924-1929)<br />

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Konjunkturpolitik:<br />

Die Reichsbank hatte nur das Mittel der Diskontpolitik<br />

(Erst 1933: Offenmarkt-Politik<br />

1934: Mindestreservepolitik)<br />

Stützung der Konjunktur durch Aktivitäten der Kommunen<br />

seit 1924 starke Bautätigkeit: Schulen, Krankenhäuser, Wasserwerke,<br />

Schw<strong>im</strong>mbäder Schw<strong>im</strong>mbäder, Verwaltungsgebäude und vor allem Wohnungen<br />

Wohnungen.<br />

Dort herrschte großer Nachholbedarf, da kein privater Wohnungsbau während<br />

des Krieges stattfand → notwendige Sanierung alter Wohnungen.<br />

Teil 1: Die We<strong>im</strong>arer Republik 1918-1933 – 2.2 Die „Goldenen Zwanziger“ Jahre (1924-1929)<br />

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Öffentlicher Wohnungsbau (1924-1929):<br />

10 % nur öffentlich (Staat, Gemeinde) finanziert<br />

40 % teilweise öffentlich finanziert<br />

z.B. 1926: Investitionen <strong>im</strong> Wohnungsbau größer als alle Industrie-<br />

Investitionen<br />

1928/29: Nach Schweiz, Schweden, Holland (neutrale Staaten)<br />

hatte die deutsche Arbeiterbevölkerung die höchste Wohnkultur<br />

Finanzierung der Investitionen (= Modernisierung, Modernisierung Wachstum)<br />

Grundsätzlich gilt:<br />

Investieren bedeutet Sparen <strong>im</strong> Inland (= Konsumverzicht) und / oder Kapital<strong>im</strong>port<br />

Teil 1: Die We<strong>im</strong>arer Republik 1918-1933 – 2.2 Die „Goldenen Zwanziger“ Jahre (1924-1929)<br />

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Volkswirtschaftliche Daten:<br />

1924-1929: Brutto-Investitionen: 70 Mrd. RM<br />

Netto-Investitionen: 40 Mrd. RM (ca. 65 % Anlage-Investitionen)<br />

Brutto-Sozialprodukt: 55 Mrd. RM pro Jahr<br />

Netto-Sozialprodukt: 50 Mrd. RM pro Jahr<br />

(1925: 45,5 45 5 1929: 53 53,6) 6)<br />

Brutto-Investition pro Jahr: 11,5 Mrd. RM<br />

( ~ 20 %; für d<strong>am</strong>alige Verhältnisse hoch)<br />

I<br />

Y<br />

Bei einem BSP pro Jahr von 55 Mrd. RM mussten <strong>also</strong> 11,5 RM für Investitionen<br />

aufgebracht werden.<br />

War das möglich?<br />

Teil 1: Die We<strong>im</strong>arer Republik 1918-1933 – 2.2 Die „Goldenen Zwanziger“ Jahre (1924-1929)<br />

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1924-1929: (in RM)<br />

Kapitalabfluss Kapitalzufluss<br />

Handelsbilanz 6 Mrd. Dienstleistungsbilanz 1 Mrd.<br />

Reparationen<br />

Devisenreserven<br />

9Mrd 9 Mrd. Ungeklärter Rest 3Mrd 3 Mrd.<br />

(Erhöhung) 2 Mrd.<br />

Kapital<strong>im</strong>port 13Mrd 13Mrd.RM RM<br />

17 Mrd. 17 Mrd.<br />

<strong>Es</strong> war <strong>also</strong> ein<br />

Wi Wie erreicht i ht man einen i KKapital<strong>im</strong>port it li t ?<br />

notwendig<br />

Teil 1: Die We<strong>im</strong>arer Republik 1918-1933 – 2.2 Die „Goldenen Zwanziger“ Jahre (1924-1929)<br />

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Gab es ein Zinsgefälle?<br />

Kapitalmarkt<br />

Geldmarkt:<br />

5%<br />

9,5%<br />

USA USA; SSchweiz h i Deutschland hl d<br />

Holland usw.<br />

DDeutschland t hl d 9% Zi Zinssatz t<br />

USA u.a. 3,7% Zinssatz<br />

Teil 1: Die We<strong>im</strong>arer Republik 1918-1933 – 2.2 Die „Goldenen Zwanziger“ Jahre (1924-1929)<br />

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Dieses Zinsgefälle bestand auch 1928/29.<br />

Was war der Grund für die hohen Zinsen in Deutschland?<br />

Die Reichsbank hat <strong>also</strong> bewusst die Zinsen hoch gehalten<br />

Etwa 50 % aller Netto-Investitionen (1924-29) wurden mit Auslandskrediten<br />

( (=Kapital<strong>im</strong>port) Kapital<strong>im</strong>port) finanziert finanziert.<br />

Etwa 40 % aller Auslandskredite k<strong>am</strong>en aus den USA.<br />

Meinung vieler Zeitgenossen: „Dollar-Scheinblüte“<br />

„Konjunktur auf Pump“<br />

Teil 1: Die We<strong>im</strong>arer Republik 1918-1933 – 2.2 Die „Goldenen Zwanziger“ Jahre (1924-1929)<br />

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War diese Art der Finanzierung (Auslandskredite) grundsätzlich negativ?<br />

Aber:<br />

Problematisch kann es werden, wenn...<br />

z.B. die nicht zus<strong>am</strong>menpassen:<br />

kurzfristiger Kredit zur Finanzierung von langfristigen Projekt<br />

(z (z.B. B 6 Monate) (z (z. BB. Schule)<br />

Teil 1: Die We<strong>im</strong>arer Republik 1918-1933 – 2.2 Die „Goldenen Zwanziger“ Jahre (1924-1929)<br />

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1927 und 1928 <strong>waren</strong> etwa 50 % der Auslandskredite kurzfristig.<br />

Bei einer guten Konjunktur werden die kurzfristigen Kredite verlängert.<br />

Mögliches Problem, Problem wenn sich die Banken risikoreich verhalten:<br />

Vor 1919:<br />

A Geschäftsbank P<br />

z.B. Kredite<br />

Eigenkapital g p<br />

1<br />

Fremdkapital 3,5<br />

(z.B. Depositen)<br />

Teil 1: Die We<strong>im</strong>arer Republik 1918-1933 – 2.2 Die „Goldenen Zwanziger“ Jahre (1924-1929)<br />

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Jetzt (1924/29):<br />

z.B. Kredite<br />

A Bank P<br />

Eigenkapital 1<br />

Fremdkapital 13<br />

(A (Auslandskapital!)<br />

l d k i l!)<br />

Gefahr: Langfristige Kredite ← → kurzfristiges Fremdkapital<br />

„Tödlich Tödlich“ , wenn kurzfristiges Fremdkapital (u.a. (u a Auslandskredite) abgezogen wird wird.<br />

Teil 1: Die We<strong>im</strong>arer Republik 1918-1933 – 2.2 Die „Goldenen Zwanziger“ Jahre (1924-1929)<br />

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Ergebnis:<br />

1. Ab 1924 war ein hoher Kapital<strong>im</strong>port notwendig<br />

(Finanzierung der Investitionen, weil die inländische Sparfähigkeit zu niedrig<br />

war war, vor allem wegen der Reparationen)<br />

2. Möglich war dieser K-Import nur durch hohe Zinsen<br />

(1925-29: zahlte D. D 1,4 1 4 Mrd. Mrd Zinsen mehr an das Ausland als umgekehrt)<br />

3. Problem: Viele kurzfristige Auslandskredite dienten der Finanzierung<br />

langfristiger Projekte<br />

(Etwa 50 % der Auslandskredite <strong>waren</strong> leider kurzfristig)<br />

→ Di Die Konjunktur K j kt in i Deutschland D t hl d hing hi ab b 1924 sehr h stark t k vom Ausland A l d (i (insbes. b<br />

USA) ab.<br />

Teil 1: Die We<strong>im</strong>arer Republik 1918-1933 – 2.2 Die „Goldenen Zwanziger“ Jahre (1924-1929)<br />

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Urteil über die Wirtschaft in Deutschland 1924-1929:<br />

1. Allmähliche Verbesserung<br />

22. Der Lebensstandard der Bevölkerung erreichte (knapp) das Niveau von1913/14<br />

→ „goldene“ Jahre?<br />

Politik: In 6 Jahren 6 Regierungen (stabile Verhältnisse?)<br />

Sozialbereich: Insges<strong>am</strong>t positiv (Arbeitslosenversicherung seit 1927)<br />

Teil 1: Die We<strong>im</strong>arer Republik 1918-1933 – 2.2 Die „Goldenen Zwanziger“ Jahre (1924-1929)<br />

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