Biochemie des Stoffwechsels - StV Biologie Salzburg

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Biochemie des Stoffwechsels - StV Biologie Salzburg

Zusammenfassung: Biochemie des Stoffwechsels August 2012

2.2. Besonderheiten

� Das Produkt von Reaktion 6 wird sofort verbraucht, wodurch der natürliche Logarithmus negativ

wird

� Pyruvat kann zu Laktat reduziert werden (NADH wird zu NAD + oxidiert); es handelt sich um die

Milchsäurefermentation. Bei der alkoholischen Fermentation wird das Pyruvat zu Acetaldehyd

und schließlich zu Ethanol reduziert

� Bei der Glykolyse reduziert die Lactat-Dehydrogenase das Pyruvat zu Laktat, wodurch die

reduzierte Äquivalente NADH wieder zu NAD + oxidiert und erneut verfügbar gemacht wird

� Glukose kann durch die Membran diffundieren, im Darm allerdings wird ein aktiver Transport

benötigt

� 2,3-BPG (Nebenprodukt Reaktion 7) senkt die Affinität von Hb zu O2 und ist wichtig für die

Höhenregulation. Es kann durch die 2,3-BPG-Phosphatase zu 3-BPG umgewandelt werden

2.3. Regulation

� PFK-1 ist pH-reguliert; sinkt der pH unter 7 wird die Aktivität vermindert (Laktat würde nur

weiter ansäuern)

� Pyruvatkinase ist nur dephosphoryliert effizient, abhängig von Faktoren wie Blutzuckerspiegel

oder Vorkommen von ATP, Acetyl-CoA oder F-1,6-BP.

2.4. Einschleusung glucoseähnlicher Kohlenhydrate

Polysaccharide wie Stärke oder Laktose werden in Monosaccharide aufgespalten und glykolysiert

� Fruktose wird im Fettgewebe/Muskel von der Hexokinase einfach phosphoryliert und trifft auf

eine Aldolase. Das Aldehyd erhält ein Phosphat, der Ketokörper wird durch eine Isomerase

umgewandelt. Endprodukte sind Glycerinaldehyd-3-Phosphat

� Galaktose erhält ein Phosphat und von einer Gal-1-P-Uridyltransferase ein UDP. UDP-Gal wird

durch eine Epimerase (wie Mutase) zu UDP-Glukose. Die Transferase entfernt das UDP und

hängt ein Pi an. G1P wird durch Mutase zu G6P

Verwendung von Intermediaten in anderen Stoffwechselwegen

� G6P → G1P → Glykogen

� G6P → Pentosephosphat → Nukleotide

� 1,3-BPG → 2,3-BPG

� PEP → aromatische Aminosäuren

� Pyruvat → Aspartat, Alanin

2.5. Zusätzliches

� Pyruvat-Kinase-Mangel: zu wenig ATP → Na/K-Pumpe beeinträchtigt führt zu

Gradientenausgleich (Erythrozyten haben keine Mitochondrien)

� Fruktose-Intoleranz: Aldolase kann F1P nicht abbauen, Anhäufung führt zu Leber- und

Nierenschäden

� Fructosurie: Frukto-Kinase-Mangel führt zur Steigerung des Fruktuse-Gehalts in Blut und Urin

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