Ausgabe - 16 - 2012 - Produktion

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Ausgabe - 16 - 2012 - Produktion

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Einzelpreis Euro 2,80

19. April 2012 · Nummer 16 www.produktion.de

Typisch weiblich? Renate

Pilz im Exklusiv-Interview

Hannover Messe:

Leichtbau im Fokus

HANNOVER (BA). Gießereien und

Massivumformer setzen steigenden

Energie- und Rohstoffkosten

mit neuester Technik Material-

und Energieeffizienz entgegen.

Aktuelle Entwicklungen zeigt die

Industrial Supply. Seite 9

Wärmemanagement

für Leiterplatten

MÜNCHEN (ILK). Der Leistungsbedarf

in vielen Technologiebereichen

ist rasant gestiegen. Die

Folge: unerwünschte Wärmeentwicklung

auf der Leiterplatte.

Produktion stellt unterschiedliche

Konzepte des Wärmemanagements

vor. Seite 17

Rohstoffpreise bereiten

Maschinenbauern Sorge

FRANKFURT (GK). Schwankende

Rohstoffpreise sind für Maschinenbauunternehmen

laut einer

Studie der Deutschen Bank das

Risiko Nummer 1. Seite 28

� �

ZAHL DER WOCHE

250 000...

neue Jobs sollen laut einer IDC-

Studie durch Cloud Computing

geschaffen werden. Grund seien

Produktivitätssteigerungen.

ZITIERT

„Eine Frauenquote ist, meiner

Meinung nach, nicht zielführend.“

Renate Pilz, Unternehmerin

Abo-Service:

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Technik und Wirtschaft für die deutsche Industrie

4

Halbleiterindustrie:

Die Krise ist überwunden

INTERNET DER DINGE

Fabrik 4.0: Spinnerei oder Turbo?

SABINE SPINNARKE

PRODUKTION NR. 16 , 2012

Produktivitätssteigerungen von

bis zu 30 %, Kundenwunscherfüllung

in Echtzeit, � otte Variantenwechsel

– das Internet der Dinge

verspricht ein echter Turbo zu

werden. Ob weltfremde Spinnerei

oder bald Realität untersucht Produktion

in einer neuen Serie.

LANDSBERG (SP). Das Internet der

Dinge ist da, und keiner hat‘s gemerkt?

Während Experten aus Instituten

und Verbänden von einer

industriellen Revolution sprechen,

können acht von zehn von Produktion

befragten Unternehmer rein

gar nichts mit dem Begriff ‚Internet

der Dinge‘ anfangen. Dabei regeln

bereits heute vernetzte Sensoren

und Aktoren in Fahrzeugen Bremsvorgänge

autonom, intelligente

Energiezähler passen Gebühren

eigenständig an, Pflaster übermitteln

Patientendaten per Funk. „Das

Internet der Dinge ist also keine

Vision mehr sondern eine Realität“,

sagt Mohamed Dogar, Marketing-

Manager des Chipherstellers Renesas,

der mit seinen Microcontrollern

„das Herz dieser innovativen

Anwendungsbeispiele“ liefert.

„Das Internet der Dinge wächst

bereits heute allmählich in alle Bereiche

unseres Alltagslebens und

der Arbeitswelt hinein“, meint auch

Prof. Dr.-Ing. Axel Sikora, Lehrstul

WERKSTOFE

Österreichische Konkurrenz für die Materialica

SUSANNE BADER

PRODUKTION NR. 16 , 2012

Im kommenden Januar geht in

Salzburg erstmals die Messe Hilight

an den Start. Sie beschäftigt

sich mit den Themen „High Tech“

und „Low Weight“.

A-SALZBURG. Die Highlight ist Österreichs

erste Messe zum Leichtbau.

„Die Schwerpunkte liegen auf

Konstruktion und Entwicklung,

Zukunft und Trends und Ausbildung“,

sagte Messe-Geschäftsführer

Henrik Häcker vor der Presse in

Salzburg. Als Aussteller seien nur

die Kernbranchen angesprochen,

keine Fremdaussteller, denn es

„kommt uns auf die Qualität und

8

für Embedded Systems und Kommunikationselektronik.

Werden also in Kürze durcheinander

kommunizierende, sich

selbst organisierende, intelligente

Bauteile und Maschinen auch in

deutschen Fabrikhallen das Heft

übernehmen? Noch gibt es kaum

Praxiserfahrung: Vorreiter ABB untersucht

im Forschungszentrum

Ladenburg die unterschiedlichen

Technologien auf ihre industrielle

Anwendbarkeit. Dr. Ing. Nicolaie

Fantana, Wissenschaftler der ABB-

Forschungsgruppe meint: „In Zukunft

wird die Verwendung von

unterschiedlichen aktiven und passiven

Technologien zu einer neue

das Zukunftspotenzial an.“ Laut

Irene Schulte von der Industriellenvereinigung

Salzburg wird mit

der Hilight Salzburg zum Gastge-

Leserservice Produktion 65341 Eltville DPAG PVST 5339 Entgelt bezahlt

Automatisierung: Neue

Taktzeiten-Dimensionen

Qualität in der Nachhaltigkeit der

Produktion und der industriellen

Instandhaltung führen. Es ist abzusehen,

dass die Technologien des

‚Internet der Dinge‘ in einem zukünftigen

Asset Management der

Produktionsanlagen und in der industriellen

Automation generell

nicht mehr wegzudenken sind.“ Der

Paradigmenwechsel in der Industrie

steht zwar noch nicht unmittelbar

bevor, dennoch sind sich die

Experten sicher: „Allein in der Produktion

erschließen Cyber-Physical

Systems enorme Effizienzgewinne.

Die ‚Fabrik 4.0‘ integriert dank CPS

Produktion, Zulieferketten und individuelle

Kundenwünsche in

ber für „die wichtigsten internationalen

Player am Markt für Leichtbau.“

Auf die Frage, wie sehr die

Hilght in Konkurrenz zur Münch-

Hannover Messe

S.9 - 16

Wird der Mensch überflüssig in der Fabrik 4.0? Autonome Entscheidungsprozesse optimieren die Produktion.

Bild: Fotolia

Messe-Geschäftsführer Henrik Häcker (unten li) hat für die Hilight einen hochkarätigen

Fachbeirat an seiner Seite. Bild: Messe Salzburg

24

Microsoft: Die Cloud soll

Arbeitsplätze schaffen

28

Echtzeit“, sagt Acatech Präsident

Henning Kagermann. Die Deutsche

Akademie der Technikwissenschaften

(Acatech) hat die europaweit

erste Studie zu den Auswirkungen

dieses Technologietrends erarbeitet.

Doch erst einmal müssen

Hürden wie das Fehlen von gewerkeübergreifenden

Standards oder

mangelnde Sicherheitsmechanismen

überwunden werden. In der

Serie ‚Internet der Dinge‘ untersucht

Produktion für Sie die Technologien,

ihren Nutzwert und lässt

Experten zu Wort kommen.

Sagen Sie uns Ihre Meinung:

redaktion@produktion.de

ner Materialica tritt, antwortet Häcker,

sie werde keine Abbildung der

Materialica sein: „Wir wollen einen

komplexeren Ansatz bieten.“ Zudem

finde die Hilight im Zwei-Jahres-Rhythmus

in den ungeraden

Jahren statt, die Materialica in geraden

Jahren.

Karl Wagner von der Mubea Carbo

Tech, Fachbereichsmitglied der

Hilight, deutet auf einen weiteren

Unterschied hin. Während die Materialica

die Themen Faserverbund

und Keramik fokussiere und einen

großen Schwerpunkt auf E-Mobilität

legt, sei das „Erfolgsversprechen

der Hilight die Kombination aller

Werkstoffe, nicht nur Faserverbunde

und die Konzentration auf den

Werkstoff als Thema der Konstruktion.“


2 · Nachrichten · Produktion · 19. April 2012 · Nr. 16

News-ticker

SAP plant Kauf eines

Mobilfunkspezialisten

San Francisco (DJ/ks). Der

Softwarekonzern SAP verstärkt

sich mit der Übernahme des Anbieters

für Mobilfunklösungen

für Geschäftskunden Syclo. Die

Expertise von Syclo verstärke das

Angebot für Branchen wie Versorger,

Öl- und Gas, Biowissenschaften

und Produktion, wie die

SAP AG mitteilte. Finanzielle

Einzelheiten wurden nicht genannt.

Stahl: Voestalpine

bleibt optimistisch

Wien (DJ/ilk). Voestalpine ist für

sein Stahlgeschäft guten Mutes.

Im ersten Halbjahr des laufenden

Geschäftsjahres werde die

Stahldivision deutlich besser abschneiden

als in den letzten

sechs Monaten des vergangenen

Jahres, sagte der Vorstandsvorsitzende

Wolfgang Eder. Zwar

würden die Preise unterdurchschnittlich

bleiben, so Eder, aber

„weit entfernt von der Talsohle“.

Er bestätigte zudem, dass der

Umsatz für das im März beendete

Geschäftsjahr knapp 12 Mrd

Euro erreicht hat.

Bei uns im Internet

Top geklickt auf www.produktion.de

1. Chinesen mischen den

Baumaschinenmarkt auf

2. Batterietechnik: E-Autos bald

günstiger als Benziner?

3. Wie Unternehmen hohe

Rohstoffpreise abfedern

4. Siemens setzt Fragezeichen

hinter Gewinnprognose

5. Gesamtmetall-Chef warnt

IG Metall vor Arbeitskampf

6. Premiere: Reis Robotics

zeigt Tablet-PC ‚reisPAD‘

7. Thyssen-Krupp vor Verkauf

zweier Automobilsparten

8. Solaranbieter führt Liste der

Kapitalvernichter an

9. Naturfasern im Auto:

Stresstest bestanden

10. So sieht die Fabrik

der Zukunft aus

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Vensol kauft zehn

Nordex-Windräder

Produktion Nr. 16, 2012

Hamburg (DJ/ilk). Der Windanlagenhersteller

Nordex hat zehn Turbinen

an den Projektentwickler

Vensol verkauft. Vensol errichtet

mit den Anlagen, die insgesamt eine

Nennleistung von 24 Megawatt haben,

den nach eigenen Angaben

größten Windpark Bayerns im

Landkreis Dillingen. Vensol verkaufe

die Windräder für knapp vier Mio

Euro pro Anlage an die Betreiber

weiter, sagte Geschäftsführer Christian

Böhm. Wieviel sein Unternehmen

Nordex für die Anlagen bezahlt,

sagte Böhm nicht. Auch Nordex

wollte sich dazu nicht äußern.

BASF baut neue

Fabrik in Indien

Produktion Nr. 16, 2012

Mumbai (DJ/ilk). BASF expandiert

in Indien und baut in Dahej eine Fabrik

zur Produktion von Polyurethan.

Der Konzern will 194 Mio US-

Dollar in den Bau der Anlage investieren.

Die Produktionsstätte soll

2014 in Betrieb gehen. Indien gehört

neben Südamerika und anderen

asiatischen Ländern zu den Wachstumsmärkten

von BASF. Bis 2020 will

der Konzern seinen Umsatz in Asien

im Vergleich zu 2010 auf 29 Mrd Euro

mehr als verdoppeln.

Bild der Woche

Ditzingen (hi). Im Jahr 1969 präsentierte

Trumpf mit der Trumatic 20

die erste Blechbearbeitungsmaschine

mit numerischer Bahnsteuerung.

Sie ermöglichte erstmals einen bis

auf den Werkzeugwechsel vollauto-

Die Krise der Solarbranche spiegelt sich auch in der „Watchlist“ der größten

Kapitalvernichter der DSW wider. Bild: Simon Kraus, Fotolia

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1969: Sensation auf der EMO Paris

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Weitere Termine finden Sie unter: www.lean-enterprise-institut.com

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info@WZLforum.rwth-aachen.de

Telefon +49 241 80 236 14

Kooperationspartner:

matischen Arbeitsablauf. Sämtliche

Informationen, die zur Bearbeitung

des Werkstückes benötigt werden,

sind auf Lochstreifen gespeichert

und werden auf Bedarf ausgelesen.

Die Trumatic wurde 1969 auf der 11.

Produktion Nr. 16, 2012

Frankfurt (DJ/ks/gk). Mit Conergy

hat ein Unternehmen aus der

Solarbranche den unrühmlichen

ersten Platz als „größter Kapitalvernichter”

im Prime Standard erklommen.

Das ermittelte die Deutsche

Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz

(DSW) auf Basis der

Entwicklung der vergangenen fünf

Jahre. Binnen eines Jahres sank der

Te chnik und Wirtschaft für die deutsche Industrie

Europäischen Werkzeugmaschinen-

Ausstellung (EMO) in Paris einem

staunenden Fachpublikum vorgestellt.

Die Weltneuheit in der Blechbearbeitungsbranche

wurde in

Frankreich als Sensation gefeiert.

Solarbranche

Bewertung sinkt stark

One-piece-flow

Bild: Archiv/Trumpf

Kurs der Aktie um 87,1 %. Auf Fünf-

Jahressicht waren es sogar 99,6 %.

2011 erwiesen sich vier weitere

Solarunternehmen als Geldgräber

für die Anleger: Der Kurs von

Phoenix Solar brach um 90,9 % ein

– so stark wie kein anderer Wert in

der DSW-Liste innerhalb eines

Jahres. Solarworld kommt auf Rang

16, Centrosolar auf Platz 21, gefolgt

von der Freiburger Solar-Fabrik auf

Platz 22.

Wege zur hochproduktiven Einzelstück-Fließfertigung

11.-12.06.2012 live bei der WILO SE in Dortmund

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Industrieklebstoffe

Delo wächst um 8,6 %

Produktion Nr. 16, 2012

Windach (mg). Delo Industrie

Klebstoffe vermeldet zum Geschäftsjahresende

am 31. März

2012 einen Gesamtumsatz von

44,2 Mio Euro. Damit verzeichnet

das Unternehmen einen Umsatzzuwachs

von 8,6 % und 4,2 Mio

Euro im Vergleich zum Vorjahr.

Delo investiert in den weiteren

Produktion Nr. 16, 2012

Landsberg. Die Jury des Industrie-

Benchmarks Fabrik des Jahres/GEO

ruft zur Teilnahme am Wettbewerb

2012 auf. Neben dem

Gesamtsieger werden

ein Sieger in der Kategorie

Global Excellence

in Operations

(GEO) sowie sechs

Kategoriesieger auserkoren. Der

Fragebogen steht unter www.fabrikdes-jahres.de

zum Download be-

Ausbau des Unternehmens: Neben

einem Technikum für Rohstoffsynthese

wurde auch ein weiteres Laborgebäude

fertig gestellt. „Erfreulich

ist die Umsatzsteigerung im

Heimatmarkt Deutschland von 8,3

Prozent“, sagt Dr.-Ing. Wolf-Dietrich

Herold. Auch der Auslandsumsatz

konnte um 8,8 % gesteigert

werden. Er beträgt nun 58,6 % des

Gesamtumsatzes.

Fabrik des Jahres/Günter-Spur-Preis

Jetzt bewerben!

Interview

reit. Zudem wird der Günter-Spur-

Preis verliehen. Ausgezeichnet werden

mit dem Preis herausragende

wissenschaftliche Arbeiten des

Nachwuchses, die sich mit der praktischen

Verbesserung des Produktionsprozesses

in der verarbeitenden

Industrie beschäftigen.

Eingereicht werden können die

Arbeiten von Unternehmen des

verarbeitenden Gewerbes, in denen

diese Arbeiten geschrieben

wurden, und von den Nachwuchswissenschaftlern

selbst.

„Wir sind unabhängiger“

Produktion Nr. 16, 2012

Eschweiler (pd). Produktion

sprach mit Gunther Schulz, Geschäftsführer

bei Rodriguez, über

Erwartungen an die Hannover

Messe und die Umsatzsituation.

Herr Schulz, was ist das Highlight

auf Ihrem Messestand?

Wir präsentieren neben unserer

Produktvielfalt im Bereich Lineartechnik

und Neuheiten aus dem

Bereich Precision Bearings insbesondere

auch einbaufertige Komplettlösungen

und Value Added

Products. Rodriguez bietet ein

umfangreiches Baukastensystem

optimal aufeinander abgestimmter

Komponenten. So können wir

den Anforderungen kundenspezifischer

Sonderlösungen bestmöglich

gerecht werden.

Welche Bedeutung hat die Hannover

Messe für Sie?

Rodriguez ist bereits seit 1985 kontinuierlich

im 2-Jahres-Rhythmus

mit Fokus Wälzlagertechnik auf

der Messe präsent. In diesem Jahr

„Durch unsere neuen

Bearbeitungszentren

sind wir unabhängiger“.

Gunther Schulz, Geschäftsführer

Rodriguez GmbH.

Bild: Rodriguez

Rodriguez

nutzen wir zum ersten Mal die Gelegenheit,

gemeinsam mit dem

VDMA im Bereich Lineartechnik

auszustellen. Wir hoffen natürlich

auch mit diesem Schwerpunkt auf

reges Besucherinteresse und viele

qualifizierte neue Kontakte – insbesondere

auf dem internationalen

Sektor bietet die Messe hier

große Chancen. Sollten die Erfolge

entsprechend sein, werden wir

diese Messe sicherlich auch zukünftig

in unsere Planung mit einbeziehen.

Wie sehen Sie die wirtschaftliche

Lage Ihres Unternehmens?

Wir blicken äußerst positiv in die

Zukunft und erwarten für 2012 eine

Umsatzsteigerung vor allem im

Bereich kundenspezifische Lösungen.

Wir haben im letzten Jahr 1,5

Millionen Euro in unsere Fertigung

investiert und den Maschinenpark

um mehrere neue Bearbeitungszentren

erweitert – dadurch sind

wir unabhängiger und können sowohl

auf Kundenwünsche als auch

auf wechselnde Marktbedingungen

zügig reagieren.

24. Deutscher

Montagekongress

Produktion Nr. 16, 2012

München (mg). ‚Montage und

Nachhaltigkeit‘ – unter diesem

Motto findet der Deutsche Montagekonkress

vom 20. bis 21. November

2012 in München bereits zum

24. Mal statt. Das Tagesthema des

ersten Kongresstages lautet ‚Nachhaltigkeit

in der Montage – Ökologische,

ökonomische und soziale

Herausforderungen im Unternehmen‘.

Der zweite Kongresstag beschäftigt

sich mit dem Thema

‚Montagetechnik für die Nachhaltigkeit

– Neuartige Produkte erfordern

angepasste Lösungen‘. Zum

zweiten Mal wird in diesem Jahr

‚Die Beste Montage-Idee‘ ausgezeichnet.

Mit dem Preis werden besonders

‚pfiffige‘ Ideen aus der Praxis

prämiert. Der zweitägige Kongress

beinhaltet eine Werksbesichtigung

bei der MAN Truck & Bus AG in

München. Außerdem informiert

eine begleitende Fachausstellung

über neue Produkte und Dienstleistungen

rund um die Montagetechnik.

Weitere Informationen

zum Kongress unter www.sv-fachveranstaltungen.de.

Näheres zur

‚Die Beste Montage-Idee 2012‘ erhalten

Sie unter beste-montageidee@iwb.tum.de.

19. April 2012· Nr. 16 · Produktion · Nachrichten · 3

Editorial

Die neue Sau

Es gibt wieder eine neue Sau, die durch die Werkhallen getrieben

wird: Sie heißt „Internet der Dinge“ oder „Fabrik 4.0“ oder

„Cyber Physical Systems“ und bedeutet für Produktioner die

nächste Generation der Automatisierung. Nachdem die vielpropagierte

Hochautomatisierung Unternehmen schon vor einiger

Zeit zu teuer und zu unflexibel wurde, liegt heute Low Cost Automation

(LCA) im Trend. Und morgen soll es

die „Fabrik 4.0“ richten, bei der sich die Produkte

selbst nach Kundenwunsch durch die

Produktion steuern. Wirklich neu ist der Gedanke

nicht, gab es doch schon in den 80ern

„Computer Integrated Manufacturing“ (CIM)

und später „Computer Aided Manufacturing“

(CAM) als erste Schritte zur digitalen Fabrik.

Eduard Altmann

Chefredakteur

Wer kennt das nicht: Der Speicherplatz geht zur

Neige und der Kauf von Software steht an. Doch

den Einkauf neuer Server und teurer Anwendungen

können sich Firmen sparen. Stattdessen beziehen

sie alle Ressourcen auf Mietbasis aus der Cloud, das

heißt über das Internet aus dem Rechenzentrum eines

Dienstleisters. Das spart Geld, denn zahlen müssen

sie nur was sie verbrauchen. Und da den Betrieb

der Provider übernimmt, kann sich der Kunde auf

seine Kernaufgaben konzentrieren. Bislang setzen

laut einer Studie von PwC besonders Dienstleister

und Logistik-Betriebe auf die Cloud Services. Doch

von Cloud Computing kann jede Firma profitieren.

Cloud Center: Alles auf einen Blick

Besonders dann, wenn der Provider langjährige

Erfahrungen hat. Wie die Telekom, die zu einem

der ersten Anbieter gehört. Ihre Cloud Services

lassen sich mit wenigen Klicks buchen und ohne viel

Aufwand installieren. In der Regel benötigen Firmen

lediglich ein Endgerät plus Internetanschluss und

greifen über den Browser auf die Anwendungen

Wurde damals auf „computer based“ vertraut,

soll es jetzt „web based“ richten. Nichts

geändert hat sich am eigentlichen Ziel, der

„mannlosen“ Produktion. Was schon CIM drastisch zeigte, gilt

allerdings heute noch: Bislang gibt es nichts Schlaueres und Flexibleres

als den Menschen und daher ist der Weg zur menschenleeren

Fabrik noch ein weiter. Glücklicherweise?

eduard.altmann@produktion.de

Ab in die Cloud

Virtuell statt vor Ort: Unternehmen können ihre Büroausstattung aus der

Cloud beziehen. Das erhöht die Flexibilität und senkt die Kosten.

zu. Alle Daten speichert die Telekom in hochsicheren

Rechenzentren mit Standort Deutschland und

transportiert sie über hochperformante Netze. Finden

können Unternehmen die Cloud Services im Cloud

Center. Auf dem Portal bündelt die Telekom Angebote

für Verbraucher, kleine und mittelgroße Firmen sowie

Großkonzerne. Der Mittelstand findet hier E-Mail-

Anwendungen oder Speicherplatz aus der Cloud.

Wer gleich seinen ganzen Arbeitsplatz aus dem Netz

beziehen will, kann DeutschlandLAN buchen.

Business-Anwendungen aus der Cloud

Besonders nutzerfreundlich und sicher ist der

Business Marketplace mit Cloud Services von

Telekom-Partnerfirmen. Alle Services lassen sich

schnell installieren und nach einmaliger Anmeldung

(single-sign-on) nutzen. Zu den ersten Business-Anwendungen

gehören die Konferenz-Lösung iMeet, die

professionelle Buchhaltungssoftware Scopevisio und

die Internet-Sicherheitslösung ClearPath. Aktuell wird

der Business Marketplace von ausgewählten Kunden

getestet. Im Sommer 2012 geht er dann an den Start.

Hier geht’s direkt zum Cloud Center www.telekom.de/cloud. Weitere Informationen gibt es auch hier: www.telekom.de/dreisechsnull


4 · Unternehmen & Märkte · Produktion · 19. April 2012 · Nr. 16

Studie

Übernahmen in Stahl- und Metallindustrie verdoppelt

Produktion Nr. 16, 2012

Die Konsolidierung der globalen Stahl- und Metallindustrie wird sich

2012 nach zwei Boomjahren voraussichtlich verlangsamen, so eine

Studie von Price Waterhouse Coopers (PWC).

Frankfurt am Main (ba). Nachdem

der Gesamtwert der Beteiligungen,

Fusionen und Übernahmen

in der Branche 2011 um 56 %

auf 40,7 Mrd US-Dollar zulegte,

prognostizieren die Berater von

PwC für das laufende Jahr noch ei-

Internationale Fachmesse

für Laser-Materialbearbeitung

Absolutely focused: Laser-Anwendungen

für den Megatrend Sicherheit

Beim Airbus A 380 werden Rumpfverstärkungen nicht mehr

genietet, sondern in einer großen Laserstrahlschweißanlage

in einem Arbeitsschritt mit Versteifungselementen

zusammengefügt. Dadurch verringert sich das Strukturgewicht

um circa fünf Prozent und die Produktionszeiten verkürzen

sich erheblich. Vor allem aber liefert die Schweißverbindung

trotz des geringeren Gewichts eine größere

Druck- und Schubfestigkeit. Die Verbindung ist also stabiler

und sicherer.

12. – 14. JUNI 2012 MESSE STUTTGART

www.lasys-messe.de

nen durchschnittlichen Zuwachs

von 7 – 8 %. Bereits 2010 war das

Transaktionsvolumen um über

70 % auf gut 26 Mrd US-Dollar angestiegen.

„Das Übernahme- und

Beteiligungsgeschehen der kommenden

Monate hängt vom Kon-

Ideeller Träger: Begleitender Kongress:

Foto: PREMIUM AEROTEC

junkturverlauf in den USA und

China ab“, sagt Erwin Bronk, Experte

im Bereich Industrielle Produktion

bei PWC. Ein wichtiges Transaktionsmotiv

war auch 2011 die

Sicherung von Rohstoffressourcen,

vor allem Eisenerz und Bauxit. Da

die Stahl- und Aluminiumproduzenten

in der Regel nahe der Abnehmerindustrie

und weit entfernt

von den Rohstoffproduzenten angesiedelt

sind, lässt sich der Trend

zu Rohstoff-Deals auch am stei-

Interview

Sabine Spinnarke,

Produktion Nr. 16, 2012

Sich ein Büro teilen, anderen

zuhören, Entscheidungen gemeinsam

treffen – typisch weiblich?

Renate Pilz sagt ‚nein‘ und erläutert

Produktion ihre Führungsphilosophie.

Wie geht es Pilz?

Dem Unternehmen Pilz geht es

ausgezeichnet. Nach der Krise

konnten wir 2010 ein Umsatzplus

von 42 Prozent und in 2011 ein

Plus von über 20 Prozent erwirtschaften.

Gut, die Krise hat uns alle

gewaltig durcheinandergewirbelt...

...dennoch konnten Sie die positive

Entwicklung ungebremst

fortsetzen?

Wir verfolgen innovative Ideen

weiter, wie auch immer die wirtschaftlichen

Umstände sein mögen.

Hinzu kommt, dass wir in der

Krise niemand entlassen mussten.

Insgesamt waren wir also nach der

Krise sehr gut aufgestellt und

konnten die Chancen nutzen.

Wie wird es wohl in der nächsten

Zukunft weitergehen?

Die zukünftige Marktlage schätze

ich positiv ein. Die Globalisierung

und die zahlreichen neuen Märkte,

die sich derzeit öffnen, lassen

unsere Wirtschaft in Deutschland

weiterwachsen.

... trotz Euro-Krise?

Es ist beunruhigend, wie viel Gewicht

die virtuelle Parallelwelt der

abgekoppelten Kapitalmärkte hat.

Dennoch vertraue ich darauf, dass

vernünftige Kräfte in Politik und

Gesellschaft unsere Wirtschaft vor

negativen Einflüssen der Finanzmärkte

schützen werden.

Da ist die reale Wirtschaft etwas

anderes...

genden grenzüberschreitenden

Transaktionsvolumen ablesen.

Der Gesamtwert der Deals mit ausländischem

Beteiligungsziel erreichte

2011 rund 24,4 Mrd US-

Dollar, gegenüber 13,4 Mrd US-

Dollar im Vorjahr und lediglich 4,4

Mrd US-Dollar im Krisenjahr 2009.

Den größten Anteil am Übernahmevolumen

hatte 2011 der Rohstoff-Sektor.

Hier stieg der Gesamtwert

der Transaktionen um gut ein

Drittel auf 20,7 Mrd US-Dollar.

Typisch weiblich?

Vita

Renate Pilz

war von 1975 bis 1994 im Beirat des

Unternehmens tätig. Anschließend

übernahm sie als geschäftsführende

Gesellschafterin die Leitung der

Pilz GmbH & Co. KG. Sie verantwortet

das Produktmanagement, die

Vertriebssteuerung, den Customer

Support und das Marketing.

In Branchen wie beispielsweise

dem Maschinenbau oder der Automobilindustrie

werden Werte

geschaffen. Hier ist Pilz zu Hause

und eines unserer wichtigsten Unternehmensgrundsätze

ist es, in

keine finanzielle Abhängigkeiten

zu geraten.

Wie ist Ihr persönlicher Führungsstil?

Meine Tochter Susanne, mein

Sohn Thomas und ich teilen uns

ein Büro, das in der Mitte des Unternehmens

liegt, denn wir sehen

uns als Teil der Mannschaft. Gemeinsam

entwickeln wir das Unternehmen

weiter, die Ziele müssen

von allen getragen werden.

Was sind typisch weibliche Führungsqualitäten?

Führungsqualitäten sehe ich unabhängig

vom Geschlecht, als eine

Frage der Persönlichkeit und des

Willens. Offenheit und die Bereitschaft

aus Erfahrung und von anderen

Menschen zu lernen, betrachte

ich als wesentliche Voraussetzung

für Führung.

Was halten Sie von einer Frauenquote?

Eine Frauenquote ist, meiner Meinung

nach, nicht zielführend. Es

tut jedem Unternehmen gut, wenn

beide Geschlechter in führenden

Positionen vertreten sind – aber

ich möchte keine Quotenfrau sein.

Wenn eine Frau den Willen und

die passende Ausbildung mitbringt,

ist es nur gerecht, wenn sie

in dem Bereich, den sie sich vorstellt,

arbeiten kann. Wir nehmen

sie mit Kusshand. Grundsätzlich

Im Stahlsektor legte 2011 das M&A-

Volumen um 15,3 % auf 11,3 Mrd US-

Dollar zu. Bild: Kenneth Sponsler / Fotolia.comu

Renate Pilz, Geschäftsleitung, Pilz

„Unser Büro liegt in

der Mitte des Unternehmens,

denn wir sehen

uns als Teil der

Mannschaft!“

Gemeinsam mit Tochter

Susanne und Sohn Thomas

leitet Renate Pilz das Familienunternehmen

Pilz.

halte ich die Herabstufung von

Frauen in ihrer Rolle als ‚nur‘

Hausfrau und Mutter für extrem

ungerecht. Sie tragen die größte

Verantwortung, die überhaupt

vorstellbar ist. Wenn an dieser

Stelle nicht die nötige Sorgfalt, Intelligenz

und Liebe mitgebracht

wird, kann das nie mehr nachgeholt

werden

Wie ist die Lage bezüglich der

neuen Maschinenrichtlinie?

Viele Unternehmen versäumten

es sich auf die neue Normenlage

vorzubereiten und sind dann bei

ihrem Inkrafttreten kalt erwischt

worden. Unser Schulungsangebot

kam genau zum richtigen Zeitpunkt

und unsere Kunden weltweit

nehmen unsere Schulungen

an. Die neue Maschinenrichtlinie

gilt zwar, ist aber noch lange nicht

flächendeckend umgesetzt und

verstanden worden, da gibt es für

uns noch viel zu tun.

Das Thema Sicherheit wird immer

komplexer...?

Das gesamte Thema der Sicherheitstechnik

ist spannend und die

benötigten Technologien werden

immer anspruchsvoller, das

stimmt sicherlich. Gleichzeitig

steigen aber die Flexibilität und

die Gestaltungsspielräume.

Wie hoch sind Ihre F&E-Ausgaben?

Rund 30 Prozent unseres Gesamtbudgets

investieren wir in F&E.

Und das tun wir bewusst, weil wir

der Überzeugung sind, dass nur

Technologieführerschaft die

Marktführerschaft sichert.


Rainer Scholl, Greifsystemkomponenten,

Meisterbereich Schleifen

19. April 2012 · Nr. 16 · Produktion · Unternehmen & Märkte · 5

Logistik

Dienstleister als Warenfluss-Dirigent in der Pflicht

Klaus Hiemer Produktion Nr. 16, 2012

Integrierte Logistikdienstleister stehen heute als Warenfluss-Dirigent

in der Pflicht, durchgängige Verantwortung zu übernehmen, sagt Lothar

Rosenkranz, Schenker-Vorstandsmitglied im Produktion-Gespräch.

Landsberg. „Die Aufgabe umfasst

neben der individuellen Steuerung

von Netzwerken und einem unternehmensübergreifendendenProzessmanagement

auch die Konzeption,

Implementierung und

Betreuung maßgeschneiderter IT-

Aus den Unternehmen

GE Energy

Germany:

Seit

März 2012

ist Oliver

Klitzke COO

(Chief OperatingOfficer)

des

Technologie-,

Service- und Finanzunternehmens

GE Energy Germany. Er unterstützt

dabei den Aufbau der Geschäftsstrukturen

für die Produktbereiche

der Firma für den deutschen

Markt und leitet dabei die

operative Umsetzung. Nach seinem

Diplomabschluss der Verfahrenstechnik

startete Klitzke seine

Karriere im Bereich der Energie-

und Umwelttechnik bei der Firma

Steinmüller.

Schuler: Martin Reichert (20), Facharbeiter

in der Elektrofertigung

bei Schuler in Erfurt hat den Sieg

bei den Deutschen Meisterschaften

in ‚Mobiler Robotik‘ geholt.

Unterstützt wurde er dabei von

Steven Urban von Siemens. Bei der

in Goslar stattfindenden Meisterschaft

kämpften zehn Teams mit

jungen Fachkräften um die besten

Lösungen im Bereich Mobile Robotik.

Vizemeister wurden Thomas

Kühler (20) und Lukas Stollberg

(18), beide im ersten Ausbildungsjahr

zum Mechatroniker bei Schuler

in Erfurt.

Walter AG:

Mit Holger

Langhans

gibt es einen

neuen

Leiter des

Dienstleisters

Walter

Multiply.

Dieser gehört

zum Tübinger Herstellers von

Präzisionswerkzeugen Walter AG.

Der 34-jährige Maschinenbauer

kam vom ehemaligen Motoren-

und Getriebehersteller Flender,

welcher heute zum Siemens-Konzern

gehört. Zuletzt leitete Holger

Langhans bei der Siemens Geared

Motors GmbH die Produktion. Zuvor

hatte er bei diesem Unternehmen

den Posten als Planungsingenieur

inne.

Lösungen rund um den Materialfluss

im Unternehmen“, beschreibt

Rosenkranz, Vorstandsmitglied Informationstechnologie

bei Schenker

Deutschland. Logistik-Dienstleister

müssten Kunden aus Industrie

und Handel standardisierte

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wie auch umfassende Logistikkompetenz

aus einer Hand bieten,

anstatt eine Vielzahl risikobehafteter

Schnittstellen mit diversen Logistikpartnern

über so genannte

Insellösungen zu riskieren. Welchen

konkreten Nutzen kann die

Logistik ihren Kunden mittels IT

bieten? Rosenkranz: „Die IT bildet

alle Logistikabläufe transparent

und lückenlos ab. Schwachstellen

werden schonungslos aufgezeigt.

Dies bietet Sicherheit vor Produkti-

Der weltweit erste Greifer

mit Vielzahnführung

PGN-plus, Universalgreifer von SCHUNK

Superior Clamping and Gripping

onsstillständen, erhöht die Versorgungssicherheit

und senkt gleichzeitig

die Kosten für Transport,

Lager und Kommunikation.“ Die

zunehmende globale Vernetzung

zwischen unterschiedlichsten

Kunden, Dienstleistern und Zulieferern

führe zu immer komplexeren

IT-Systemen. „Uns stellt sich

daher die Herausforderung, Integrationsplattformen

zu schaffen, die

mit allen Datenformaten arbeiten

können“, sagt Rosenkranz.

Der erste Profi-Torwart mit

Kopfb alltor-Qualitäten

Jens Lehmann, deutsche Torwartlegende

Lothar Rosenkranz ist Vorstandsmitglied

Informationstechnologien bei

Schenker Deutschland. Bild: Schenker

SCH_AZ_PGN_198x280_Automatica.indd 1 23.03.12 14:06


Die Industrie zeigte sich bislang wenig euphorisch in

Sachen Cloud-Computing. Einige vertrauen bereits

der neuen IT-Technologie und profi tieren von ausgelagerten

Programmen, Daten und hoher Skalierbarkeit.

Andere begründen ihre Zurückhaltung mit

Live im Internet:

Expertenrunde Cloud Computing

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Es diskutieren: Moderation:

Klaus Berle,

Manager Cloud

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Wolfgang Brehm,

Direktor Mittelstand,

Distribution und Fachhändler,

Microsoft GmbH

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Gérard Richter,

Partner,

Oliver Wyman

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Frank Strecker,

Director of

Cloud Computing,

IBM Deutschland

Technik und Wirtschaft für die deutsche Industrie

Furcht vor Sicherheitsrisiken, mangelndem Service

und schlechter Verfügbarkeit. Doch kommt die Industrie

am Thema Cloud vorbei?

Top Experten stellen sich den wichtigsten Fragen.

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19. April 2012 · Nr. 16 · Produktion · Unternehmen & Märkte · 7

Konjunktur

Geschäfte im ostdeutschen Maschinenbau laufen besser

Gunnar Knüpffer, Produktion Nr. 16, 2012

Die Unternehmen der ostdeutschen Industrie sehen optimistisch in die

Zukunft. Der Anteil der Firmen, der die Aussichten als gut bezeichnet,

stieg im März nochmals an, stellte das IWH fest.

Halle. Die Geschäftsaussichten für

die ostdeutsche Industrie haben

sich nochmals verbessert. 28 % der

Unternehmen bezeichneten im

März die Aussichten als uneingeschränkt

„gut“, während es im Januar

nur 24 % waren. Das ergab eine

Centrotherm

verlagert nach Asien

Gunnar Knüpffer

Produktion Nr. 16, 2012

Blaubeuren. Ein Effizienzprogramm

soll Centrotherm Photovoltaics

stützen. Das Programm namens

‚ct focus‘ sieht vor, dass das

Segment Dünnschichtmodul in

Blaubeuren geschlossen wird und

Teilbereiche nach Taiwan verlagert

werden. 400 Stellen von 1 928 im

Konzern sollen bis Mitte 2012 gestrichen

werden, um Kosten zu

senken. Zudem sollen Prozesse

angepasst und eine schlankere

Centrotherm Photovoltaics baut 400

Stellen ab, um Kosten zu sparen.

Bild: Centrotherm

Führungsstruktur in den Konzerngesellschaften

etabliert werden,

den Kunden integrierte Fabriken

angeboten werden und eine Vertriebsoffensive

gestartet werden,

unter anderem im Mittleren Osten

und in Nordafrika.

Centrotherm rutschte im vergangenen

Jahr in die roten Zahlen:

Das Konzernergebnis lag bei -15,9

Mio Euro, nachdem das Unternehmen

2010 noch einen Gewinn von

51 Mio Euro erwirtschaftet hatte.

Durch das negative Konzernergebnis

sowie die Ausschüttung einer

Dividende sank die Eigenkapitalquote

auf 41,1 % (2010: 49,2 %). Für

dieses Geschäftsjahr gibt das Unternehmen

keine Prognose ab.

Mit einer schlanken und effizienten

Organisationsstruktur und einem

Fokus auf kristallines Silizium

entlang der Wertschöpfungskette

will der Anbieter wachsen. Centrotherm

konzentriert sich künftig auf

das traditionell starke Geschäft des

Bereichs Solarzelle & Modul inklusive

Halbleiter und Mikroelektronik

sowie Silizium & Wafer. Neue

Fertigungstechnologien und -verfahren

sollen weiterentwickelt und

bestehende Technologien und

Produktionsanlagen weiter verbessert

werden.

Industrieumfrage des IWH. Auch

die Geschäftslage wird jetzt von

37 % mit gut benotet, im Januar

waren es erst 32 %. Vor allem die

Unternehmen des Investitions-

und Konsumgütergewerbes bewerten

die Lage besser als im Janu-

E20001-F130-P200

ar. Nur die Hersteller von Vorleistungsgütern

bezeichnen die Geschäftslage

mehrheitlich als „eher

gut“. Zu Jahresbeginn hatten die

Hersteller von Investitionsgütern

einen Rückgang beim Auftragseingang

festgestellt, vor allem bei Bestellungen

aus dem Inland. Der

Umfrage zu Folge stellen sie jetzt

aber jetzt eine Erwärmung des Geschäftsklimas

fest. Die Entwicklung

bei Lage und Aussichten ist aufwärtsgerichtet.

So laufen die Ge-

Automatisierungstechnik

Die bessere Maschine hat System.

SIMATIC – mit Sicherheit effizient automatisieren

Innovative und wirtschaftliche Lösungen

sowohl für kleine als auch hochkomplexe

Maschinen zu finden: Das sind die ständigen

Herausforderungen im Maschinenbau.

Mit dem einzigartigen System SIMATIC®

können Sie Ihre Maschinen noch einfacher

und effizienter automatisieren – und

schneller auf neue Anforderungen reagieren.

Einsparungen im Engineering und

Design sind auch dank integrierter Sicherheitstechnik

gesichert. Profitieren Sie auf

ganzer Linie von den SIMATIC Vorteilen –

von der Konzeptphase bis hin zum weltweiten

Service Ihrer Maschinen vor Ort.

schäfte im Maschinenbau besser

als im Januar und die Ausichten

werden viel besser als in der vergangenen

Umfrage beurteilt. Laut

IWH hat die Produktion im Fahrzeugbau

noch nicht wieder Fahrt

aufgenommen, doch die Branche

zeige sich in den Erwartungen zuversichtlicher

als in den vergangenen

Monaten. Im Vorleistungsgütergewerbe

wird die Geschäftslage

saisonbereinigt leicht schlechter

beurteilt.

Im ostdeutschen Fahrzeugbau hat die

Produktion noch nicht wieder Fahrt

aufgenommen. Bild: Fotolia, Ingo Bartussek

Das SIMATIC System:

vielfältig und perfekt aufeinander

abgestimmt

• Skalierbare Steuerungen

(modular / PC-based)

• Leistungsstarke Industrie-PCs

• Komfortable HMI

• Energieeffiziente Antriebstechnik

• Offene Kommunikation mit

PROFINET

• Integrierte Sicherheitstechnik

• Effizientes Engineering im

TIA Portal

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8 · Unternehmen & Märkte · Produktion · 19. April 2012 · Nr. 16

Interview

Krise in der Halbleiterindustrie ist überwunden

Tino Böhler, Produktion Nr. 16, 2012

Für Texas Instruments ist die Nähe zu Schlüssel-Industrien wie dem Maschinen-

und Anlagenbau oder der Automobilindustrie Anlass weiterhin

in Deutschland zu produzieren, trotz hoher Energie- und Lohnkosten.

Herr Hummel, wie steht es um

die Halbleiterbranche?

Der generelle Trend, Groß-Investitionen

nach Asien zu verlegen,

ist noch immer vorhanden. Der

weltweite Abbau von Fertigungskapazitäten

ist bislang noch nicht

wieder komplett egalisiert, allerdings

nähert sich das Produktionsniveau

dem Level vor der Krise.

Vita

Texas Instruments

stellt Halbleiter für analoge Technologien,

digitale Signalverarbeitung

und Mikrocontroller.

▶ 1966 Beginn der Halbleiterherstellung

in Freising

▶ ca. 2 700 Mitarbeiter in EMEA

▶ ca. 14 Mrd Dollar Umsatz im

Jahr 2010

Dr. Michael Hummel, COO Europe, Texas Istruments

Sind die Produktionskosten in

Europa noch tragbar?

In Bezug auf die Energiekosten

und die damit verbundenen Steuer-

und Abgabenlasten liegen wir

in Europa derzeit weit über allen

anderen relevanten Fertigungsstandorten

in der Welt! Da Stromkosten

bei der Halbleiterherstellung

bis zu zehn Prozent der Produktionskosten

ausmachen können,

lässt sich ein solcher standortbedingter

Nachteil dauerhaft

nur sehr schwer kompensieren.

...es gibt kaum noch Halbleiterhersteller

in Europa...

die abnehmende Präsenz der Halbleiterhersteller

in Europa zieht wiederum

eine abnehmende Präsenz

der Equipmenthersteller nach sich.

Dies wiederum wirkt sich negativ

auf die Verfügbarkeit von Expertenwissen

und die Vorhaltung von kritischen

Ersatzteilen aus. Diese Ent-

wicklung gilt es nicht nur zu stoppen,

sondern umzukehren.

Ist Europa wettbewerbsfähig?

Fakt ist: Wir haben STM, Global

Foundries, Infineon, TI und viele

andere große Player, die alle in Europa

produzieren.

...und weiterhin produzieren

werden?

Nur die Politik kann Maßnahmen

ergreifen, die sicherstellen, dass

wichtige Wettbewerbsfaktoren,

�������

������

�����

����

„Die Halbleiterindustrie

ist wettbewerbsfähig!

Große Player wie

STM, Global Foundries,

Infineon, TI produzieren

in Europa.“

Dr. Michael Hummel, COO

Europe, Texas Istruments.

wie zum Beispiel die Energiekosten,

nicht zu einem standortgefährdenden

Nachteil für unsere

Branche werden. Die Energiewende

darf nicht zu Lasten von energieintensiven

Industrien, wie zum

Beispiel die Halbleiterindustrie,

vollzogen werden.

Welchen Stellenwert hat der

Standort Deutschland für TI?

Durch die Nähe zu vielen wichtigen

Schlüssel-Industrien wie zum

Beispiel zur Automobil-Industrie,

China-Corner

Hannover (kk): China, Partnerland der

Hannnover Messe, steht am Montag,

23. April, im Mittelpunkt der

Suppliers Convention im Rahmen

der Industrial Supply in Halle 4. China

ist im Kontext von Global Sourcing

für die internationale Zulieferindustrie

von Bedeutung. „Manufacturing

2015 – Shift to Asia. Strategien

für die Welt von morgen“ heißt

dazu ein Vortrag von Thomas Kautzsch,

Berater bei Oliver Wyman. Zudem

spricht Qin Wang (Foto), Geschäftsführer

des Systemzulieferers

DTMT, ein Joint Venture der Deutschen

Mechatronics mit Sitz in

Hangzhou. www.hannovermesse.de

Frankfurt/AHK (kk): Das Chinageschäft

deutscher Unternehmen wird

sich durch die Internationalisierung

des chinesischen Yuans und die Entwicklung

bei Joint-Venture-Regelungen

verändern. Das ist das Fazit des

3. Greater China Day, den jüngst die

IHK Frankfurt und die Auslandshandelskammer

(AHK) Greater China

veranstalteten. Rund 280 Teilnehmer

nutzten den Tag, sich in Panels

mit deutschen Unternehmensvertretern

aus China, Hong Kong und Taiwan

über die politische Lage in der

zum Anlagenbau oder zur Telekommunikation

ist Deutschland

ein sehr wichtiger Entwicklungs-

und Produktionsstandort für TI.

Wie geht es denn TI?

Durch die Übernahme von National

Semiconductor im vergangenen

Herbst sind wie international

hervorragend positioniert. Wir verfügen

über ein Portfolio von mehr

als 42 000 Analog-Produkten.

...und die Werksschließungen

in Hiji und Houston?

Was die Schließungen der beiden

TI Standorte in Hiji/Japan und in

Houston/Texas betrifft, so sind

diese das Ergebnis der kontinuierlichen

Bewertung aller unserer

Wafer Fabs. Beide Standorte sind

bereits seit über 40 Jahren in Produktion

und fertigen derzeit noch

auf 150-mm-Wafern Produkte, deren

Nachfrage in den vergangenen

Jahren kontinuierlich gesunken

ist. Die Kosten für eine Modernisierung

dieser beiden Fabs verbunden

mit der Umstellung auf

200-mm-Wafer übersteigt bei weitem

die Kosten für eine Verlagerung

der wenigen Produkte.

Region, Risiken bei Joint Ventures

und die Internationalisierung des

Renminbi Yuan auszutauschen. Unter

ihnen auch Michael Schaefer

(siehe Foto), Botschafter der BRD in

Beijing. Stefan Messer, Vizepräsident

der IHK Frankfurt, betonte,

dass schon jetzt mehr als 200 Mio

Chinesen dem Mittelstand zugerechnet

würden, bis zum Jahr 2030

werde diese Zahl auf knapp 700 Mio

steigen. „Es lohnt sich deshalb, den

Blick verstärkt auf den chinesischen

Binnenmarkt zu richten. Das eröffnet

auch deutschen Unternehmen

neue Chancen.“ (Foto: IHK Frankfurt

Markus Goetzke)

Zhangjiang/KSPG (kk): Die zur KSPG

Gruppe (Rheinmetall Konzern) gehörende

Pierburg Pump Technology

GmbH, Neuss, hat mit der Mikuni

Corp., Tokio, ein weiteres Joint-Venture

gegründet. Über das Unternehmen

Pierburg Mikuni Pump Technology

(Shanghai) Corp., einer

100%-igen Tochter des 2010 gegründeten

Joint-Ventures Pierburg Mikuni

Pump Technology Corporation,

Tokio, wollen die Partner elektrische

Wasserpumpen sowie variable Ölpumpen

für den chinesischen Markt

entwickeln, produzieren und vertreiben.

Die Firma wird in Zhangjiang

angesiedelt. Dazu Udo Nenning, Geschäftsleitung

Pierburg Pump Technology

GmbH: „Bereits heute verfügen

wir für dieses junge Unternehmen

über Aufträge chinesischer Automobilhersteller

über variable Ölpumpen“.


19. April 2012 · Nummer 16

Logistikprozesse

optimieren

DATEN & FAKTEN

Hannover Messe 2012

23. – 27. April 2012

Produktion

12

Veranstaltungsort:

Messegelände, 30521 Hannover

Öffnungszeiten:

Täglich von 9.00 – 18.00 Uhr

Tickets:

Tagesticket: 25,00 EUR (Vorverkauf),

32,00 EUR (Tageskasse)

Dauerticket: 58,00 EUR (Vorverkauf),

69,00 EUR (Tageskasse)

Ermäßigtes Tagesticket: 14,00 EUR

(Schüler, Studenten, Auszubildende,

den Freiwilligen Wehrdienst

und den Bundesfreiwilligendienst.

Es kann nur gegen Vorlage eines

Lichtbildausweises an den Tageskassen

gekauft werden.)

Alle Tickets sind am Tag des Messebesuchs

als Fahrausweise in den

Stadtbahnen, Bussen und Nahverkehrszügen

(nur 2. Klasse) im Großraum-Verkehr

Hannover (GVH) gültig,

wenn der Besuchstag auf dem

Ticket angekreuzt ist (Hannover Region,

Orte im GVH unter www.gvh.

de).

Hannover Messe-Special

Servo-Inverter für

Mehrachsanwendungen

Energiekette: Sicher

und platzsparend

Kabel: Leitung für hohe

Verfahrgeschwindigkeiten

14 15

16

Acht Leitmessen auf einem Messegelände

HANNOVER (BA). Mit acht Leitmessen sowie Ausstellern und Fachbesuchern aus aller Welt unterstreicht die Hannover Messe auch in diesem Jahr erneut ihre

globale Einzigartigkeit: Nirgendwo sonst werden so viele Weltneuheiten und ganzheitliche Lösungen präsentiert. An fünf Messetagen stehen vom 23. bis 27. April

Produktinnovationen, industrielle Trends und aktuelle Forschungsergebnisse im Mittelpunkt.

STATEMENT STATEMENT

INDUSTRIAL SUPPLY

Frank Metzner,

Leiter Marketing

Communications,

Beckhoff

Automation.

Bild: Beckhoff

„Neben zahlreichen Neuerungen

steht das Thema Effizienzsteigerung

– entsprechend dem

Leitthema der Hannover Messe

‚Greentelligence‘ – durchgängig

im Fokus unseres Messeauftrittes.

Global gesehen ist und bleibt

die Hannover Messe die bedeutendste

Messe für Beckhoff.“

Jürgen Gunther,

Leiter GF Specialties,Technical

Rubber Products,

Lanxess

Deutschland.

Bild: Lanxess

„Lanxess präsentiert sich mit

seinem Geschäftbereich Technical

Rubber Products als Partner

der Continental AG. Beide Unternehmen

verbindet seit Jahrzehnten

eine enge Partnerschaft.

In Hannover stellen wir exemplarisch

einige Produkte aus, die

Contitech aus unseren Kautschuken

herstellt.“

Leichtbau im Mittelpunkt

PRODUKTION NR. 16 , 2012

Gießereien und Massivumformer setzen steigenden Energie- und

Rohsto� osten mit neuester Technik Material- und Energiee� zienz

entgegen. Aktuelle Entwicklungen zeigt die Industrial Supply.

HANNOVER (BA). Der Leichtbau ist

ein Thema der Gießereiindustrie.

Besonders im Flugzeug- und Maschinenbau,

der Medizintechnik

und Windkraft sind Metallteile gefragt,

die weniger wiegen, aber Funktionen

übernehmen. Für Gießer kein

Problem, denn sie können komplexe

Formen präzise aus Leitmetalllegierungen

herstellen. „Durch die Nut-

zung der Gestaltungsfreiheit des

Gießens realisieren unsere Kunden

Gewichtseinsparungen im zweistelligen

Prozentbereich“, sagt Detlev

Bern, Vorstand der Heidenreich &

Harbeck AG, einer Gießerei aus

Mölln. „Bei der Strukturoptimierung

nutzen wir bionische Algorithmen,

denn mit Konstruktionen, bei denen

rechte Winkel und konstante Wand-

Auf der Leitmesse

‚Industrial

Supply‘ in den

Hallen 3 bis 6

stehen industrielleZulieferlösungen

und der

Leichtbau im

Mittelpunkt.

Bild: Hannover Messe

stärken dominieren, lassen sich solche

Erfolge nicht erzielen.“ Auf der

Industrial Supply zeigt das Unternehmen

den Weg eines Großgussteils

von der Ideenfindung bis zur

Auslieferung hochgenau bearbeiteter

Komponenten. Auch die Schmiedetechnik

hat Anteil am Leichtbau:

Neue Werkstoffe aus leichterem

Stahl und Aluminium sind gefragt,

um die Produkte effizienter und leistungsstärker

zu machen. „Mit den

Leichtbauwerkstoffen haben Massivumformer

ihren Anteil an der Wertschöpfung

konsequent ausgeweitet“,

sagt Dr. Theodor Lutz Tutmann, Geschäftsführer

des Industrieverbandes

Massivumformung e. V. Lieferten

Schmieden früher unbearbeitete

Rohteile als Schüttgut, sind es heute

weitgehend fertig zerspante und

einbaufertige Bauteile und fertig

montierte Module beziehungsweise

Subsysteme. Der Themenpark Massivumformung

trägt diesem Trend

Rechnung. Deutschland ist europäischer

Marktführer in diesem Bereich,

weltweit nimmt die deutsche

Schmiedeindustrie nach China sogar

Platz zwei ein (Quelle BDG,

DMAG).

Dipl.-Ing. Hans-

Jürgen Koch,

Marketing-Leiter

Control Systems,

Phoenix

Contact Electronics.

„Viele redundante Steuerungssysteme

basieren auf herstellerspezifischen

Bussystemen. Die Highend-

Steuerung RFC 460R PN 3TX nutzt

erstmals das standardisierte Profinet-Protokoll

und profitiert von den

Vorteilen des Ethernet-Standards.

Zudem führt das System alle notwendigen

Aktionen für den redundanten

Betrieb automatisch aus.“

Karl-Heinz

Schwarz,

Vorstandssprecher

der Wittenstein

AG.

Bild: Wittenstein

„In Hannover präsentieren wir uns

als Anbieter von Hochleistungskomponenten

und Systemen für

ressourceneffiziente Antriebe.

2012 übertragen wir das Motto

„greentelligence“ auf unsere Kernkompetenzen,

denn zukünftig

werden neue Techniken mehr

denn je Ressourceneffizienz und

Nachhaltigkeit berücksichtigen.“


C

M

Y

CM

MY

CY

CMY

K

10 · Messe-Special Hannover Messe · Produktion · 19. April 2012 · Nr. 16

Stromanalysator

Energie-Effizienz bewerten

Produktion Nr. 16, 2012

Keine Energieverschwendung mit

den neuen dreiphasigen Netz-

und Stromversorgungsanalysatoren

von Fluke. Die Analysatoren

berechnen durch Oberschwingungen

verursachte Kosten.

USA-Everett (sp). Fluke Corporation

stellt die dreiphasigen NetzundStromversorgungsanalysatoren

der Serie 430 II vor, die ersten

Werkzeuge, die mithilfe eines patentierten

Algorithmus die Energieverschwendung

messen und

die damit verbundenen Kosten

quantitativ bestimmen. Die Serie

430 II hilft dabei, den Stromverbrauch

zu reduzieren, und liefert

die ROI-Rechtfertigung, Leistungsqualitätsverzerrungenherabzusetzen,

um die Leistung und Lebensdauer

elektromechanischer Anlagen

zu verbessern.

Versorgungsunternehmen können

mit den Netz- und Stromversorgungsanalysatoren

der Serie

430 II die Auswirkungen neuer

energiesparender, elektronisch betriebener

Systeme wie Beleuchtungen,

Motorsteuerungen oder Klimageräte

bewerten. Mit ‚Unified

Power‘ wurde zum ersten Mal gezeigt,

dass jedes Prüfwerkzeug in

der Lage ist, eine durch Unsymmetrie

und Oberschwingungen verursachte

Energieverschwendung automatisch

zu quantifizieren, und

sogar den konkreten verschwendeten

Geldbetrag berechnen kann,

wenn der Benutzer die Gebührenstruktur

des Versorgungsunternehmens

eingibt.

Die neuen Modelle haben einen

Speicher von bis zu 32 GB (8 GB

Standard), eine austauschbare SD-

Speicherkarte sowie einen USB-

Anschluss für eine längere Be-

227.Q 97_137__140_190_2.pdf 1 27/01/12 14:43

Ein spezieller Algorithmus von Fluke berechnet durch Unsymmetrie und

Oberschwingungen verursachte Energieverschwendung. Bild: Fluke

triebszeit, längere Energieprotokollierung

und einen schnelleren

Datendownload. Beide Modelle

erfüllen den strengen internationalen

Standard IEC 61000-4-30

Klasse A. Sie können mit bis zu

zehn Leistungsqualitätsparametern

Systeme auf einem Bildschirm

überwachen und bis zu 150 Parameter

auf 4 Phasen gleichzeitig

aufzeichnen und erfüllen dabei

den Standard EN50160 und die Sicherheitsnorm

600 V CAT IV/1000

V CAT III.

Die Funktion Wechselrichterwirkungsgrad

misst gleichzeitig die

Ein- und Ausgangsleistung von

Wechselrichtern in Solaranlagen,

Windturbinen und unterbrechungsfreienSpannungsversorgungen.

Das Modell 435 umfasst

die Funktion „Power Wave“, ein

schnelles Erfassungssystem, das

Signalformen und Effektivwerte

von Spannungen und Strömen in

einer Halbperiode detailliert anzeigt,

damit Motor- und Generatorbetreiber

die Wechselwirkungen

bei Umschaltvorgängen messen

können.

Die Modelle der Serie 430 II werden

mit einer Tragetasche, einem

Li-Ion-Akkusatz mit bis 10 Stunden

Betriebszeit pro Ladung, Stromzangen,

Prüfkabeln mit Klemmen,

Akku-Ladegerät, USB-Kabel, Farblokalisierungssatz

und der Software

PowerLog geliefert. Beide

Modelle können seit Januar 2012

bestellt werden.

www.fluke.com

Halle 12, Stand 49

EffiziEnz-navi Preis

Material energie ✔

service HandHabung

Zeit lebensdauer

KostEn sEnKEn mit ProduKtion

E/A-Wandler

Preiswerte 1-Kanal-Variante

Produktion Nr. 16, 2012

Der neue E/A-Wandler von EKS

Engel ist hutschienenmontierbar.

Dank des kostengünstigen

Kunststoff-Gehäuses eignet er sich

für preissensitive Anwendungen.

Wenden (sp). EKS Engel präsentiert

einen neuen E/A-Wandler,

den io-light 3300. Mit diesem hutschienenmontierbarenE/A-Wandler,

der die io-light-Familie um eine

preiswerte 1-Kanal-Variante mit

Kunststoffgehäuse erweitert, lassen

sich digitale Schaltsignale bidirektional

via Lichtwellenleiter

übertragen und wieder als digitale

Signale ausgegeben. So können

beispielsweise Antriebe oder Beleuchtungen

zuverlässig angesteuert

und der Status mittels Rückmeldung

signalisiert werden.

Insgesamt sind mehr als 20 Ausführungen

erhältlich, die sich nach

Fasertyp und optischer Anschlusstechnik

unterscheiden. Mit ihnen

lassen sich Punkt-zu-Punkt-Verbindungen

über Entfernungen von

bis zu 30 Kilometern realisieren –

auf Anfrage sind auch Geräte mit

einer Reichweite von 100 Kilometern

lieferbar. Die Schaltsignale

und die Rückmeldungen werden

entweder über zwei Fasern oder –

bei Ausführungen mit BiDi-Technik

– lediglich eine Faser übertragen.

Der E/A-Wandler, der 82 x 93 x

22,5 mm (H x T x B) misst, ist je nach

Ausführung für Multimode-, Singlemode-,

POF- oder HCS/PCF-Fasern

ausgelegt, die sich über ST-,

SC- bzw. E-2000-Stecker anschließen

lassen. Für Single- und Multimodefasern

werden zudem Versionen

mit BiDi-Technik und SC-Steckern

angeboten. Die unterschiedlichen

Ausführungen haben entweder

einen Temperaturbereich

Der E/A Wandler im Kunsstoffgehäuse

von eks Engel überträgt digitale Signale

via Lichtwellenleiter. Bild: eks Engel

von -40° bis +70 °C oder von -20° bis

+55 °C. Bei den digitalen Ausgängen

handelt es sich um potentialfreie

Schließer-Relais, die für eine

Strombelastung von bis zu 3 A ausgelegt

sind. Der Status der Ein- und

Ausgänge sowie der optischen Anschlüsse

und der Spannungsversorgung

(12-24 VDC) wird mit

LEDs angezeigt. Zudem hat der

E/A-Wandler einen Kontakt, über

den Fehler beispielsweise von einer

speicherprogrammierbaren

Steuerung ausgewertet werden

können.

www.eks-engel.de

Halle 9, Stand H34

EffiziEnz-navi Preis ✔

Material energie

service HandHabung ✔

Zeit lebensdauer

KostEn sEnKEn mit ProduKtion

Lichtschranke

Ungetrübte Prozesssicherheit

Produktion Nr. 16, 2012

Dem entgeht nichts: SmartReflect

mit Transparenterkennung für

hochtransparente Materialien.

Baumer stellt eine Lichtschranke

ohne Reflektor vor.

Friedberg (sp). Die besonders

sensible Variante des SmartReflect

nimmt geringste Intensitätsänderungen

war und detektiert damit

auch hochtransparente Folien,

Schalen und Flaschen. Auch dieses

Modell ist im Hygiene- und Washdown-Design,

mit Schutzart IP 69K

und proTect+-Dichtigkeitskonzept

verfügbar.

Mit dem SmartReflect hat Baumer

die sicherste Art der Objektdetektion

im Bereich der optoelektronischen

Sensoren weiterentwickelt:

Die physikalische Unterbrechung

einer geschlossenen Lichtschranke

durch ein Objekt. Beim

SmartReflect von Baumer wird der

geschlossene Lichtstrahl zwischen

dem Sensor und z.B. einem Maschinenteil

aufgebaut. Bislang üb-

liche separate Reflektoren oder

Empfänger sind überflüssig. Farbe

und Material von Hintergrund und

zu erkennendem Objekt spielen

dabei keine Rolle.

Der SmartReflect überwacht

den Verpackungsprozess durch

das Erkennen der korrekten Positionierung

der zu verpackenden

Waren. Der SmartReflect kommt

zum Einsatz, wenn die Installation

eines separaten Reflektors oder

Empfängers ein wirkliches Problem

für den Anlagenbauer darstellt

(z.B. durch hygienische Anforderungen

oder bei fehlendem

Einbau-Platz). Durch den nicht

Baumers neue Lichtschranke

kommt ganz

ohne Reflektor zurecht.

Auch hochtransparente

Materialien

lassen sich fehlerfrei

detektieren.

Bild: Baumer

notwendigen Reflektor entfällt

auch der sonst notwendige Aufwand

für Montage, Inbetriebnahme,

Ausrichtung und Reinigung

des Reflektors. Das bedeutet eine

Zeitersparnis von rund 50%. Damit

bietet der SmartReflect insgesamt

einen messbaren Mehrwert

durch die Reduktion der Betriebskosten

und durch maximale (Prozess-)Sicherheit.

www.baumer.com

Halle 9, Stand H26

EffiziEnz-navi Preis

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Hannover Messe (23.–27. April 2012),

Halle 12, Stand C66.

120319_Produktion_249x371_19.4.12.indd 1 19.03.12 15:37


12 · Messe-Special Hannover Messe · Produktion · 19. April 2012 · Nr. 16

Materialfluss

Logistikprozesse optimieren

Produktion Nr. 16, 2012

Auf der Hannover Messe zeigt SSI Schäfer Lösungen für den innerbetrieblichen

Materialfluss. Zu den Ausstellungsprodukten zählen

beispielsweise Behälter, automatisierte Systeme, Verschieberegale

und Logistiksoftware.

Neunkirchen (sp). Aus der Behälterwelt

stellt SSI Schäfer die neue

QX-Behälterserie für den Automotive-Bereich

vor. Der QX-Behälter

ist in erster Linie für den Einsatz

von Tiefziehblistern konzipiert, die

formschlüssig Bauteile aufnehmen.

Zudem ist er hoch automatisierbar

und entspricht den heutigen

Reinheitsanforderungen einer

modernen industriellen Fertigung.

Der Euro-Leichtbehälter (ELB) ist

ein echtes Allroundtalent für ma-

Präzisionsmessgerät

Fehler gegen Null

nuelles und automatisches Handling

bei gleichzeitig äußerst geringem

Eigengewicht.

Mit dem innovativen Fördertechnik-

und Sortersystem Fulfilment

Factory verschmelzen die

Intralogistik-Prozesse der Endkunden-

(B2C) sowie der Filialbelieferung

(B2B) in einer Anlagenkonzeption.

Dabei lässt sich die Fulfilment

Factory im Hinblick auf das

Artikelspektrum, die Ausbringungsmenge,

die Verteilung auf

Mehr Lager ab Lager

plastics for longer life ®

unterschiedliche Vertriebswege

sowie Anzahl und Struktur der

Kommissionieraufträge branchenübergreifend

flexibel auf die logistischen

Anforderungen der Anwender

zuschneiden.

Durch die Übernahme von Handler

A/S hat SSI Schäfer mit dem Lagerlift

LogiMat sein Produktportfolio

erweitert. Der Lagerautomat

nach dem Vertikalprinzip wird

ebenfalls das Interesse auf sich ziehen.

Er eignet sich besonders, um

Kleinteile kompakt zu lagern und

ergonomisch zu kommissionieren.

Darüber hinaus spart der LogiMat

90 % an Lagerfläche gegenüber herkömmlichen,

statischen Lagerlösungen

ein und vermindert Wegezeiten

um mehr als 70 %.

Produktion Nr. 16, 2012

können an den Geräten beliebig

Die neuen Präzisionsmessgeräte

mit Digitalfühler von Ahlborn

getauscht werden. Die Sensorverlängerungen

zeigen eine hohe

Störsicherheit. Bei der Übertra-

sind für unzählige Applikationen gung von Messwerten entstehen

einsetzbar.

keine zusätzlichen Fehler, wie es

bei analogen Signalen der Fall sein

Holzkirchen (sp). Die neuen kann. Werks- oder DKD-Kalibrie- Das Ahlborn-Messgerät mit Doppel-

Messgeräte der Serie Almemo 2470 rungen können auch für Sensoranzeige für die gleichzeitige Anzeige

sind Allrounder und für verschieelemente in voller Genauigkeit und von zwei Messwerten. Bild: Ahlborn

denste Applikationen einsetzbar, unabhängig von Anschlusskabel

beispielsweise als Klima- oder La- oder Messgerät vorgenommen Werte, Grenzwerte, Nullsetzen,

bormessgerät, Datenlogger oder werden. Bei einer Kalibrierung er- Fühlerabgleich, Sensorkorrektur,

Anzeigegerät für Grenzwertüberfolgt eine exakte Korrektur der An- Datenlogger-funktionen wie Zykwachung.

Die Geräte sind mit oder zeigewerte auf die Referenzwerte. len, Echtzeituhr oder Sleepmode.

ohne Messwertspeicher lieferbar. Dadurch ist eine hochgenaue Mes- www.ahlborn.com

Angeschlossen werden digitale sung mit einem Fehler gegen Null Halle 11 Stand D40

Sensoren die hochgenaue Messwerte

liefern, für Temperatur, Luft-

möglich. Die Messwerte werden

auf einem Farbdisplay übersicht-

EffiziEnz-navi

Material

Preis

energie

service HandHabung ✔

feuchtigkeit, Druck oder Kohlendilich dargestellt. Die Geräte bieten Zeit lebensdauer

oxid. D-869-iglidur Die kalibrierten Vielfalt 198x137_D-869-iglidur Sensoren Funktionen Vielfalt 198x137 wie Max- 11.01.12 und Min- KostEn sEnKEn mit ProduKtion

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Das Leichtlast-Verschieberegal

ELX gibt es jetzt auch als elektrisch

angetriebene Variante. Im Vergleich

zur manuellen Version wird

die elektrische Verschieberegalanlage

mit Einzelmotorantrieb in

Bewegung gehalten. Dies gewährleistet

ein schnelles, sicheres und

kräfteschonendes Arbeiten, auch

bei Nutzlasten von bis zu 2 x 8t.

Besonderheit: Die Freigabe der

Anlage sowie die Befehle zur Öffnung

der einzelnen Gassen werden

mittels RFID-Technologie übermittelt.

In Hannover präsentiert SSI

Schäfer außerdem seine Software-

Produkte WAMAS und SAP. WA-

MAS steuert, kontrolliert und optimiert

das gesamte Spektrum logis-

Mit WAMAS logistische Prozesse

steuern und optimieren. Bild: SSI Schäfer

tischer Prozesse manueller und

automatisierter Lagersysteme.

www.ssi-schaefer.de

Halle 15 Stand D29

EffiziEnz-navi Preis

Material energie

service HandHabung

Zeit lebensdauer

KostEn sEnKEn mit ProduKtion

Positionssensorik

AC-Lichtschranken –

klein, stark und robust

Produktion Nr. 16, 2012

Essen (sp). Ihren neuen optischen

Sensor hat die Ifm Electronic mit

einer neu entwickelten 2-Leiter-

Endstufe ausgestattet. Durch den

minimalen Reststrom von 1,7 mA

kann der optische Sensor problemlos

in normalen Wechselspannungsnetzen

bei 20…250 V AC

eingesetzt werden.

Optimiert ist der Sensor für den

Einsatz in rauer industrieller Umgebung.

Die leistungsfähige Technik

in einem kompakten Gehäuse

bietet hohe Flexibilität beim Einsatz

auch in widrigen und beengten

Anwendungsbereichen. Dank mi-

Optischer 2-Leiter-Sensor im Metallgehäuse

mit M18 Gewinde. Bild: ifm

nimaler Drift bei der Erfassung von

hellen und dunklen Objekten erreicht

das Geräte hohe Reich- und

Tastweiten, die auch bei farbigen

Hintergründen konstant bleiben.

www.ifm.de

Halle 9, Stand D 36

„30 % über Vorjahr“

Produktion Nr. 16, 2012

Rüdiger Knevels, Rollon: „Die

Linearachsen und Linearsysteme

der Serie Actuatorline, die wir seit

Herbst 2011 durch den Zukauf des

Qualitätsanbieters EL. More Engineering

im Programm haben, werden

besonders hervorstechen.

Speziell für die Linearachsen

wird die Hannover Messe eine hervorragende

Plattform zur Präsentation

sein. Auch der internationale

Charakter der Messe kommt

unserer Strategie sehr entgegen.

Im ersten Quartal liegen wir erneut

circa 30 Prozent über den

Vorjahresumsätzen. Der gesamte

Linearführungsmarkt hat im ersten

Quartal ein einstelliges Wachstum.

Für das Geschäftsjahr 2012

erwarten wir ein Wachstum von 10

bis 15 Prozent für die Rollon

GmbH und sind damit sehr zufrieden.“

Rüdiger Knevels,Geschäftsführer

Rollon.

Bild: Rollon


Elektrische Antriebstechnik

Sichere Energiespeicher und -versorgung

Produktion Nr. 16, 2012

Energiespeicher sowie -versorgung für die elektrische Antriebstechnik

im Maschinenbau durch industrielle Lösungen auf Aktorenebene bietet

die Koch GmbH.

Ubstadt-Weiher (pd). Koch präsentiert

zwei Geräte, mit denen der

Betrieb von Elektromotoren effizienter

und sicherer wird. Das eine

speichert elektrische Bremsenergie,

um sie bei Bedarf wieder einzuspeisen.

Das zweite sorgt dafür, dass der

Wassergekühlte

Torquemotoren

Produktion Nr. 16, 2012

Hiwin präsentiert die neuen

Modelle der TMRW-Serie. Durch

die Ausstattung mit Kühlkanälen

eignet sich diese für den Einsatz

mit Wasserkühlungen.

Offenburg (pd). Zusätzlich zu den

Torquemotoren der TMR-Reihe

präsentiert Hiwin die neuen Modelle

der TMRW-Serie, die mit einem

Außenring mit Kühlkanälen

ausgestattet sind und sich somit für

den Einsatz mit Wasserkühlungen

eignen. Die Motorkomponenten

sind verfügbar mit Außendurchmessern

von 160, 198, 230, 310 und

385 mm. Damit entsprechen sie

den üblichen Durchmessern der in

Werkzeugmaschinen eingesetzten

Torquemotoren. Auch die verwendetenTemperaturüberwachungssensoren

sind mit allen gängigen

Maschinensteuerungen kompatibel.

Die Torquemotoren erreichen

je nach Typ maximale Drehzahlen

zwischen 150 und 800 1/min (bei

Dauermoment) und 80 bis 650 1/

min (bei Spitzenmoment) sowie

Spitzendrehmomente zwischen

210 und 300 Nm. Wie alle Torquemotoren

von Hiwin sind auch die

Modelle der TMRW-Serie einbaufertige

Motorkomponenten, die

sich aus einem Stator und einem

als Ringelement ausgeführten Rotor

zusammensetzen. Dank dieser

Hohlwellenausführung, die eine

einfache Durchführung von Medien,

Kabelsystemen oder Mechaniken

erlaubt, eignen sich die Antriebe

besonders für Automatisierungsaufgaben.

Lieferbar ist die

TMRW-Baureihe ab Mitte 2012

vom Lager Offenburg.

www.hiwin.de

Halle 16, Stand D 08

EffiziEnz-navi Preis

Material energie

service HandHabung

Zeit lebensdauer

KostEn sEnKEn mit ProduKtion

Neue, wassergekühlte Torquemotoren:

TMRW-Baureihe von Hiwin. Bild: Hiwin

Antrieb auch bei Netzausfall noch

genügend Strom bekommt, dass er

in eine definierte Ausgangsposition

gebracht werden kann. Mit DES

(Speicher) und DEV (Versorgung)

schließt das Unternehmen Lücken,

die durch die Energiewende an Be-

19. April 2012 · Nr. 16 · Produktion · Hannover Messe Messe-Special · 13

deutung zunehmen. Der Dynamische

Energiespeicher (DES) steigert

die Effizienz eines elektrischen Antriebssystems.

Egal ob eine Achse,

also ein Motor, oder ein Achsverbund,

der DES nimmt die in elektrische

umgewandelte kinetische

Energie der Antriebe auf, um sie bei

Bedarf wieder in das System zurückzugeben.

Als Peripheriegerät

von Frequenzumrichtern oder Servoreglern

bietet der DES eine netzunabhängig

Lösung der Aufgabe,

die bisher mit netzsensiblen Rückspeiseeinheiten

oder energievernichtenden

Ballastwiderständen

beantwortet wurden. Die Dynamische

Energieversorgung (DEV) lässt

das Problem kurzzeitiger Netzunterbrechungen

vergessen.

www.bremsenergie.de

Halle 14, Stand J15

EffiziEnz-navi Preis

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Werk sind erst der Anfang

Stellen Sie sich vor, was wir für den Rest Ihres Unternehmens tun könnten

Das Management eines komplexen Betriebs in einer Industrieanlage ist keine

leichte Aufgabe. Steigende Energiekosten, verschärfte Umweltverordnungen

und die gleichzeitige Forderung nach gleichbleibendem Durchsatz, verkürzten

Stillstandszeiten und Energieeffizienz sind eine größere Herausforderung

als je zuvor. Schneider Electric hat hier die Lösung: EcoStruxure, eine

Energiemanagement-Architektur zur Maximierung der Betriebsleistung und

Produktivität, die neue Maßstäbe bei der Energieeffizienz setzt. Heute noch in

der Industrieanlage und morgen im gesamten Unternehmen.

Energieeinsparungen bei der Industrieanlage und darüber hinaus

Heutzutage kann nur die EcoStruxure-Architektur in Industrieanlagen

eine Energie-einsparung von bis zu 30 % liefern — und darüber hinaus

in Rechenzentren und Gebäuden Ihres gesamten Unternehmens.

Energieeinsparungen von bis zu 30 % bei Industrieanlagen sind ein guter

Anfang. Dank der Energiemanagement-Architektur von EcoStruxure muss es

aber nicht bei diesen Einsparungen bleiben.

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Der Energiespeicher nimmt die anfallende

Bremsenergie auf und gibt sie

bei Bedarf wieder ab. Bild: Koch

Active Energy Management

Architektur vom Kraftwerk bis zur

Steckdose

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der Hannover Messe:

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Ein intelligentes Konzept zur

Integration von Sicherheit,

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Betrieb, Wartung und Energie.

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Vom Rack bis zur Leitung,

vom Raum bis zum Gebäude

— der Energieverbrauch

und die Verfügbarkeit dieser

verbundenen Bereiche werden

streng überwacht und können

in Echtzeit angepasst werden.

Industrieanlagen

Offene Standardprotokolle

ermöglichen ein systemweites

Management der automatisierten

Prozesse bei minimalen

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trademarks owned by Schneider Electric Industries SAS or its affiliated companies. All other trademarks are property of their

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14 · Messe-Special Hannover Messe · Produktion · 19. April 2012 · Nr. 16

Antriebs- und Automatisierungstechnik

Servo-Inverter für Mehrachsanwendungen

Produktion Nr. 16, 2012

Lenze zeigt, wie einfach die Welt der Antriebs- und Automatisierungstechnik

sein kann, denn das Unternehmen unterstützt Maschinenbauer

in allen Phasen des Entwicklungsprozesses und über den gesamten

Lebenszyklus ihrer Maschine.

Hameln (pd). Lenzes neuer Servo-

Inverter i700 für Mehrachsanwendungen

ist ein Beispiel für eine

Produktneuheit, die eine Vereinfachung

bei Montage, Inbetriebnahme

und Engineering mit sich bringt.

Das Antriebssystem, als zentraler

Bestandteil des Controller-based

Automatisierungssystems, birgt eine

Reihe von Vorteilen: kompaktes

Gerätevolumen, einfaches Montagekonzept,

Verdrahtung durch

Steckverbinder, intuitiv bedienbare

Software Tools sowie maximale

Dynamik für einen weiten Einsatz-

Der Sanftanlasser ISA-CTS ersetzt im

vorhandenen Schaltschrank den ausziehbaren

Leistungsschalter. Bild: Igel

bereich. Die erste Ausbaustufe umfasst

Einzel- und Doppelachsmodule

im Leistungsbereich von 0,37

bis 15 kW. Die passenden Versorgungsmodule

sind mit einem

Bremschopper ausgerüstet und benötigen

in der Regel weder Filtermaßnahmen

noch DC-Sicherungen.

Der Zwischenkreisverbund

wird zwischen den Geräten ganz

ohne Kabel über ein Schienensystem

und einfaches Drehen von Bügeln

hergestellt. Der Servo-Inverter

unterstützt das gesamte Spektrum

an Motortechnologien von Stan-

Servo-Inverter i700 für Mehrachsanwendungen

von Lenze.

Bild: Lenze

• Intelligente Kameras

• Mehrkamerasysteme

• Software

• Optik & Beleuchtung

QUALITÄT

MADE IN

GERMANY

schlagzäh und

wirtschaftlich

Technische

Keramik

für den Maschinen-

und Anlagenbau

dard-Drehstrom- bis hin zu

Servo-Synchronmotoren.

Über das zentrale Engineering

Interface lässt sich der

i700 mit EtherCAT in Automatisierungsarchitekturen

einbinden.

Als weiteres Messehighlight präsentiert

Lenze Zuwachs in der

Steuerungstechnik: ein wartungsfreies

Panel, das Steuerung, Motion

und Visualisierung in einem Gerät

vereint. Es eignet sich als Steuerungs-

und Visualisierungssystem

innerhalb der Controller-based

Automation für Anwendungen mit

zentraler Bewegungsführung oder

kann als Visualisierungsgerät innerhalb

eines Drive-based Automatisierungssystems

eingesetzt

werden.

EtherCAT gibt es bei Lenze auch

für dezentrale Antriebslösungen.

Motorstarter

Leistungsschalter mit Soft-Starter-Funktion

Produktion Nr. 16, 2012

Igel Electric präsentiert eine Neuentwicklung aus dem Bereich Mittelspannung

Soft Starter. Die Nachrüstung ist in alle bestehende Mittelspannungsschaltanlagen

möglich.

Sendenhorst (pd). Der Celltype-

Sanftanlasser ISA-CTS ersetzt im

vorhandenen Schaltschrank den

ausziehbaren Leistungsschalter

und ermöglicht dadurch erstmals

den nachträglichen Einbau dieser

Technik in bestehende Anlagen.

Bei der Installation von Schaltanlagen

wird im Sinne der

Kostenoptimierung auf standardisierte

Baureihen zurückgegriffen.

Aspekte aus den Bereichen Betriebskosten,

Wartungsintensität

oder Energieverbrauch werden nur

unzureichend abgedeckt. Speziell

im Bereich Motorstart wird oft auf

die kostengünstige DOL-Version

mit Leistungsschaltern zurückgegriffen.

Nach der Inbetriebnahme können

sich die Anforderungen an die

Motorstarteinrichtungen ändern.

Sei es aufgrund einer Leistungserhöhung,

weil Grenzwerte im Bereich

der Spannungseinbrüche

unterschritten werden oder weil

die Anlage schlichtweg modernisiert

wird. In solchen Fällen mussten

bislang die Schaltanlage komplett

getauscht oder zusätzliche

Felder mit Sanftanlassern installiert

werden.

Kostengünstiger und vor allem

schneller geht es mit dem ISA-CTS

von Igel. Der Sanftanlasser wird in

die normierte Einschubkassette

integriert und kann in wenigen

Schritten gegen den vorhandenen

Leistungsschalter im Schaltschrank

Der neue

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Zur Messe kommen bei der Motorumrichterreihe

8400 motec gleich

drei neue Leistungsklassen auf den

Markt. Mit 4, 5,5 und 7,5 kW empfehlen

sich die robusten Frequenzumrichter

in Schutzart IP 65 vor

allem für einfach gestaltete Hubwerksanwendungen

der Intralogistik

sowie Anwendungen in

Kompressoren, Pumpen oder Lüftern.

Effizient ist der motec vor allem

im Verbund mit dem Drehstrommotor

MF und einem Lenze-

Getriebe. Dank der Energiesparfunktion

‚VFC eco‘ sorgt dieses 8400

motec DrivePackage für einen besonders

effizienten Einsatz.

www.lenze.com

Halle 14, Stand H 20

EffiziEnz-navi Preis

Material energie ✔

service HandHabung

Zeit lebensdauer

KostEn sEnKEn mit ProduKtion

ausgetauscht werden. So lassen

sich Kosten und Projektierungsaufwand

deutlich senken.

Jörg Westhoff, Geschäftsführer

Igel Electric: „Mit dem ISA-CTS

stellen wir in Hannover eine Lösung

vor, die alle interessieren

dürfte, die bei ihren Schaltanlagen

auf Langlebigkeit setzen und flexibel

auf geänderte Anforderungen

reagieren wollen.“

www.igelelektronik.de

Halle 12, Stand D 73

EffiziEnz-navi Preis ✔

Material energie

service HandHabung

Zeit lebensdauer ✔

KostEn sEnKEn mit ProduKtion

„Bewährtes

perfektioniert“

Produktion Nr. 16, 2012

Bernd Klöpper, RK: „Unter dem

Motto ‚Bewährtes perfektioniert‘

stehen auf der Messe die optimierte

Rohrsystem Lineareinheit EP(X)

sowie die Erweiterung der Edelstahl-Rohrverbinder

in den Baugrößen

30 und 40 im Mittelpunkt.

Die Hannover Messe ist für uns

ein Highlight im Messekalender,

bei dem wir gezielt unsere Kunden

und Interessenten aus dem In- und

Ausland über unser breites Produktspektrum

informieren möchten.

Das Jahr 2011 konnten wir mit

sehr guten Umsatzsteigerungen abschließen.

Auch die ersten Monate

zeigen einen positiven Trend in der

Entwicklung, wobei wir eher mit

einer moderaten Umsatzsteigerung

im Vergleich zu 2011 rechnen.“

Bernd Klöpper,

Marketingleiter

Rose+Krieger.

Bild: Rose & Krieger


Servotechnik

Dezentrale Antriebsreihe erweitert

Produktion Nr. 16, 2012

Die kompakte dezentrale Produktreihe Amkasmart von AMK wird

um die dezentralen Servoumrichter iC bestehend aus Servoregler mit

Einspeisung erweitert.

Kirchheim/Teck (pd). Die Servoumrichter

iC erfüllen genau die

Anforderungen, die an Einachsmaschinen

und modular aufgebaute

Anlagen und Maschinen gestellt

werden. Besonders bei modularen

Maschinen, stellt ein zent-

Energieketten

raler Schaltschrank eine Einschränkung

der Flexibilität dar. Je

nach Kunde werden aber Maschinen

durch die Kombination unterschiedlicher

Module zusammengestellt

und benötigen dringend

diese Flexibilität. Die Lösung liegt

Sichere und

platzsparende Führung

Produktion Nr. 16, 2012

Mit dem neuen ‚Micro flizz‘ MF10

können auch große Leitungsdurchmesser

bis 16 mm mit Biegeradien

bis 75 mm platzsparend

und sicher geführt werden.

Köln (pd). ‚Micro flizz‘ von Igus

führt Energie, Daten und Medien in

einem kompakten System. Dabei

ermöglicht es lange Verfahrwege

mit vergleichsweise kleinen Energieketten.

Herzstück ist eine spezielle

Energiekette, die über einen im

Führungskanal aus Metall laufenden

Roll- bzw. Gleitwagen bewegliche

Verbraucher mit Medien und

Steuersignalen versorgt. Spezielle

Seitenflügel halten die Kette sicher

im Kanal: sobald sie sich im Radius

biegt, legen sie die Flügel flach, so

dass die Kette die Nut verlassen

und sanft abrollen kann. Damit

sind Ober- und Untertrum zuverlässig

voneinander getrennt. Die

geringe Krafteinwirkung minimiert

Reibung, Verschleiß und Geräusche,

integrierte Kunststoffedern

sorgen für ein sanftes Abrollen.

Unempfindlich für Staub,

Schmutz und Feuchtigkeit

Komplett eingehaust und damit

unempfindlich für Schmutz, Staub

und Feuchtigkeit sowie raue Umgebungsbedingungen,

eignet sich

‚micro flizz‘ vor allem für Automatisierungsanwendungen,Schiebetüren,

Falttore, aber auch Kamera-

und Studioequipment sowie zum

Ersatz von Kabeltrommeln in Klär-

19. April 2012 · Nr. 16 · Produktion · Hannover Messe Messe-Special · 15

in konsequent dezentraler Antriebstechnik.

Die Servoumrichter

iC machen den Schaltschrank

überflüssig, einzelne elektronische

Funktionseinheiten können einfach

und flexibel zu Maschinen

oder ganzen Anlagen konfiguriert

werden. AMK bietet mit dem Servoumrichter

Amkasmart iC ein

kompaktes Gerät zur Regelung von

Servomotoren bis 10 kW Spitzenleistung,

das nahezu überall in der

Maschine verbaut werden kann.

Für einen sicheren Lauf stellen sich kleine Seitenflügel zur Seite ab und hängen

sich in eine im Profil befindliche Nut ein. Wird das Kettenglied in den Radius

gebogen, klappen die Flügel ein, damit das Glied die Nut verlassen kann (Detail

oben). Für den leisen Lauf sorgen kleine Kunststofffedern (Detail unten). Bild: Igus

anlagen. Da der in der Führungsrinne

integrierte Mitnehmer bis zu

50 kg trägt, kann ‚micro flizz‘ auch

für Handarbeitsplätze eingesetzt

werden. So können zum Beispiel

Werkzeuge komplett mit allen notwendigen

Medien versorgt, sicher

befestigt und trotzdem leicht per

Hand verfahren werden.

Die bisher verfügbaren Baugrößen

MF 06 (Innenbreite 10 mm)

und MF08 (Innenbreite 18 mm)

werden jetzt durch die neue

Baugröße MF 10 (Innenbreite 20

mm) ergänzt. Mit einer Einbauhöhe

von 275 mm und einer -breite

von 107,6 mm bleibt auch die neue

Größe sehr kompakt. Das neue MF

10 nutzt Energieketten mit 75 mm

Radius für mehr Flexibilität bei der

Befüllung mit großen Leitungs-

Efficiency Arena

Vorteile durch Energie-Effizienz

Hannover (pd). Nachhaltigkeit

und Effizienz gewinnen permanent

an Bedeutung. Unternehmen

werden nicht mehr ausschließlich

an betriebswirtschaftlichen Zielen

gemessen, sondern auch am effizienten

Umgang mit Energie und

Rohstoffen. Diesen Trend greift die

Sonderschau ‚Energie-Effizienz in

industriellen Prozessen‘ mit einem

eigenen Ausstellungsbereich und

einem Forum auf der Messe auf.

Auf der Bühne der ‚Efficiency

Arena‘ präsentieren Experten

Technologien, Lösungen und Anwendungsbeispiele

für Energieeinsparpotenziale,

mit deren Hilfe

sich Unternehmen entscheidende

Wettbewerbsvorteile schaffen können.

Im Detail werden in Vorträgen

und Diskussionsrunden Produkte,

Systeme und Software zur Energiemessung

und -erfassung für ein

systematisches und transparentes

durchmessern bis 16 mm. Die

Standard-Rinnensegmente sind

zwei Meter lang und stehen im

Moment als Varianten aus Stahl-

und Aluminiumblech zur Verfügung.

Ein Aluminiumprofil aus

Druckguss wie bei den kleineren

‚micro flizz‘-Varianten ist in Vorbereitung.

Die maximale Geschwindigkeit

beträgt 6 m/s der maximale

Verfahrweg 80 m. Beschleunigungen

bis zu 50 m/s² sind möglich.

Anwenderfreundlich kann ‚micro

flizz‘ mittels handelsüblicher 3-T-

Nuten befestigt werden.

www.igus.de

Halle 17, Stand H 04

EffiziEnz-navi Preis

Material energie

service HandHabung ✔

Zeit lebensdauer

KostEn sEnKEn mit ProduKtion

Energiemanagement

beleuchtet.

In einem Ausstellungsbereich

direkt in Anbindung zur ‚Efficiency

Arena‘ in Halle 14/15 informieren

Aussteller über zukunftsweisende

Energiesparlösungen, Energiemanagementsysteme,Pumpensysteme,

technische Neuerungen oder

Dienstleistungen. Immer liegt der

Fokus dabei auf Kostensenkung

und Klimaschonung.

Das Gerät beinhaltet bereits die

Einspeisung mit 3x 400 VAC, ein

Netzfilter, Bremschopper und das

24VDC-Netzteil. Damit wird dem

Anwender ein großzügiges All-inclusive-Paket

auf kompaktestem

Raum geboten.

www.amk-antriebe.de

Halle 15, Stand D 08

EffiziEnz-navi Preis

Material energie

service HandHabung ✔

Zeit lebensdauer

KostEn sEnKEn mit ProduKtion

Technology by THE INNOVATORS

Smart

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Engineering

Engineering

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Smart

` Investitionssicherheit durch Offenheit und Kompatibilität

` Verkürzte Entwicklungszeiten durch paralleles und

modulares Software-Engineering

` Reduzierte Engineering-Kosten durch

Wiederverwendbarkeit der Software

` Ein voll integriertes Werkzeug für den gesamten

Anlagenlebenszyklus

HALLE 9,

STAND D28

Perfection in Automation

www.br-automation.com

Dezentrale Servoregler Amkasmart iC

mit integrierter Einspeisung. Bild: AMK


16 · Messe-Special Hannover Messe · Produktion · 19. April 2012 · Nr. 16

Kabel

Leitung für hohe Verfahrgeschwindigkeiten

Produktion Nr. 16, 2012

Im Focus der Lapp-Gruppe stehen in diesem Jahr Innovationen für

die Kernmärkte Maschinen- und Anlagenbau sowie den Geräte- und

Apparatebau.

Stuttgart (sp). Ein Blickfang des

diesjährigen Messestandes ist eine

Rennbahn, deren Streckenführung

dem Formel-1-Kurs in Shanghai

nachempfunden ist. Gesteuert

wird mit der Unitronic-Feldbustechnik

aus dem Hause Lapp. Die

Energieversorgung für den Trans-

Die Koppelrelais

aus dem Baukasten

Serie 39

MasterINTERFACE

Wir stellen aus:

Hannover Messe

Halle 12, Stand B 66

• Koppelrelais-Versionen

6,2 mm schmal,

für Tragschiene TH35

• Ausgang bestückt mit

EMR- oder SSR-Relais

(EMR 6 A/SSR bis 2 A)

• 6 kV (8 mm) Spannungsfestigkeit

zwischen Spule

und Kontakt

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www.fi nder.de

port-Schlitten erfolgt durch eine

Miniaturschleppkette (Silvyn

Chain Energieführungssystem) die

mit der besonders für raue Einsatzbedingungen

geeigneten Ölflex FD

855 P und zwei feinstdrähtigen

Unitronic AS Interface Bus FD Leitungen

geführt wird.

Bei den Hitronic Lichtwellenleitern

wurde die mechanische Belastbarkeit

sowie das Preis-Leistungs-

Verhältnis optimiert. Für die Daten-

Fernübertragung wurden die Hitronic

HQN 1500 Outdoor Cable und

Hitronic HVN 5000 Outdoor Cable

neu spezifiziert. Sie können direkt

in der Erde verlegt werden und sind

besonders robust. Für die direkte,

drittrangige Verbindung in Gebäuden

sowie für die Verbindung mit

Endgeräten kommt das Hitronic

Breakout Cable zum Einsatz.

Die wichtigste Neuheit für den

Maschinen- und Anlagenbau ist

die Motorenleitung Ölflex Servo

FD 796 CP. Diese Premiumleitung

ersetzt sieben Servo-Motorenleitungen

und erlaubt hohe Verfahrgeschwindigkeiten

und Beschleunigungen.

www.lappkabel.de

Halle 11, Stand C03

EffiziEnz-navi Preis

Material energie

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Zeit lebensdauer ✔

KostEn sEnKEn mit ProduKtion

Die neue Ölflex Servo FD 796 CP eignet

sich für hohe Verfahrgeschwindigkeiten

und Beschleunigungen.

I/O-Modul MES-System

Speedway in Echtzeit MES und SAP verbinden

Produktion Nr. 16, 2012

Die drei neuen I/O-Module für

Speedway 767 von Wago verfügen

über Hardware-Verzögerungszeiten

von unter 10 Microsekunden.

Minden (sp). Die Module 8DI 767-

3806, 8DO 767-4808 mit 0,1 A sowie

4DIO 767-5401 mit 0,2 A eignen

sich für Echtzeitanforderungen,

wie sie z.B. in ‚Motion Control‘basiertenAutomatisierungssystemen

gefordert werden. Die drei

digitalen IP67-Komponenten werden

über jeweils vier geschirmte

M12-Anschlüsse mit schnellen

Sensoren und Aktoren verbunden.

Neben Invertierung, Simulation

und Diagnose sind die Module mit

weiteren parametrierbaren Funktionen

ausgestattet: das 8DI-Modul

mit einem Filter, das 8DO-Modul

mit Ersatzwertstrategie und Handbetrieb

sowie das 4DIO-Modul mit

Fluidtechnik

Flexible Lösungen für Hygienisches

Produktion Nr. 16, 2012

Das beste Automatisierungskonzept

im Umfeld der Lebensmittelindustrie

kann nur nach der

Anlagensituation entwickelt

werden. Bürkert arbeitet dazu mit

drei Automatisierungsansätzen:

dezentral, zentral und Pilotventilinsel-

und Automationslösungen

in Schaltkästen vor Ort.

Ingelfingen (pd). Gerade in größeren

Anlagen besteht die beste

Automatisierungslösung meist

nicht aus einem eindimensionalen

Konzept, dass innerhalb der gesamten

Produktion umgesetzt

wird. Vielmehr gilt es in einzelnen

Teilbereichen bis hinab zur Maschinenebene

nach der jeweils

besten Lösung zu suchen. Das Ergebnis

ist die intelligente Kombination

unterschiedlicher Automatisierungskonzepte

innerhalb einer

Produktionsanlage.

Beim dezentralen Konzept werden

alle pneumatisch betriebenen

Prozessarmaturen für Schalt- und

Regelfunktionen durchgängig für

Die neuen Highspeed-Module von

Wago für Speedway 767 eignen sich

besonders für harte Echtzeitanwendungen.

Bild: Wago

Betriebsart, Zähler, Filter, Ersatzwertstrategie

und Handbetrieb.

www.wago.de

Halle 11, Stand C 64

EffiziEnz-navi Preis

Material energie

service HandHabung

Zeit ✔ lebensdauer

KostEn sEnKEn mit ProduKtion

das Produkthandling und die Hilfskreisläufe

wie Reinigungsmedien,

Dampf oder Temperierung mit intelligenten

Prozessarmaturen automatisiert.

Das schafft Flexibilität

bei der Projektierung, Installation

und Wartung sowie Transparenz

bei der Prozessüberwachung. Minimaler

Verkabelungs- und Verschlauchungsaufwand

sorgt für

optimale Hygiene und hohe Energie-Effizienz

durch geringen

Druckluftverbrauch. Zentrale

Schaltschranklösungen mit Auto-

Produktion Nr. 16, 2012

TH LOOX von Trebing + Himstedt

ist das erste MES-System basierend

auf SAP MII Technologie.

Schwerin (sp). Mit der MES-Lösung

TH LOOX bringt der SAP

Partner Trebing + Himstedt das

erste MES-Produkt basierend auf

SAP MII und SAP NetWeaver Technologie

auf den Markt. Durch die

nahtlose Integration der Maschinen-

und ERP-Ebene ermöglicht

TH LOOX eine flexible und papierlose

Produktion im SAP-Umfeld.

Die Module BDE, MDE und KPI

unterstützen das Produktionspersonal

mit bedarfsgerechten Informationen

und elektronischen Herstellanweisungen.

Insbesondere

die Themen Performance Management,

Tracking & Tracing, Inprozess-Kontrolle

und SAP-integriertes

LIMS werden adressiert. Anhand

von Echtzeit-Kennzahlen

wird die Effizienz der Produktion

Der Steuerkopf

‚Element‘ dient

der dezentralen

Automatisierung

von Prozessventilen.

Bild: Bürkert

matisierungssystemen für elektrische

und pneumatische Signale

haben dennoch in vielen Anwendungen

ihre Berechtigung nicht

verloren. Bürkert bietet dazu Systeme,

bei denen die Schaltschränke

typischerweise im Prozessumfeld

mit Distanz zu Armaturen und

Feldgeräten positioniert werden

können.

Die Brücke zwischen zentralen

und dezentralen Automationskonzepten

bilden flexibel einsetzbare

Pilotventilinseln und Automati-

Bild: Lapp

Mit einfach anwendbaren Konzepten

unterstützt Trebing + Himstedt Kunden

in ihren Fertigungsprozessen

und ermöglichen den gezielten Zugriff

auf Produktions- und Prozessinformationen.

Bild: Trebing + Himstedt

überwacht, so dass Schwachstellen

sofort aufgedeckt werden können.

www.t-h.de

Halle 7, Stand C16

EffiziEnz-navi Preis

Material energie

service HandHabung ✔

Zeit lebensdauer

KostEn sEnKEn mit ProduKtion

onssysteme, die, mit Flanschplatten

aus Edelstahl direkt in die

Wand von Gehäusen im Hygienic-

Design montiert, in unmittelbarer

Prozess- oder Maschinenumgebung

installiert werden. Kleine,

vorkonfigurierte Standardeinheiten

reduzieren die Distanz zu den

Armaturen und befinden sich direkt

im Abreinigungsumfeld.

Durch die maßgeschneiderte

Kombination dieser unterschiedlichen

Automatisierungsansätze

bietet Bürkert Beratung und flexible

Konzepte aus einer Hand. Die

Lösungen reduzieren dank hoher

Standardisierung und optimiertem

Anlagendesign zunächst den

Aufwand für die Planung und Inbetriebnahme.

Die Anwender

profitieren ebenfalls von der geringeren

Teilevielfalt durch einfachere

Überwachung und Diagnose

sowie reduzierte Kosten für die

Wartung und den Betrieb der Anlage.

www.buerkert.de

Halle 9, Stand G 16

EffiziEnz-navi Preis

Material energie ✔

service ✔ HandHabung

Zeit lebensdauer

KostEn sEnKEn mit ProduKtion


Elektronikfertigung

19. April 2012 · Nr. 16 · Produktion · Trends & Reports · 17

Zuverlässiges Wärmemanagement

auf Leiterplatten

Marisa Robles Consée, Produktion Nr. 16, 2012

Der Leistungsbedarf in vielen Technologiebereichen ist rasant gestiegen.

Die Folge: unerwünschte Wärmeentwicklung auf der Leiterplatte. Produktion

stellt unterschiedliche Konzepte des Wärmemanagements vor.

München (sp). Mit Leiterplattentechniken

wie Iceberg, Wirelaid,

HSMtec, Inlay-Board und X-Cool

gibt es unterschiedliche Strategien

des Wärmemanagements. „Welche

Lösung im Einzelfall zur Anwendung

kommt, hängt von der

spezifischen Aufgabenstellung ab,

etwa ob der Schwerpunkt bei der

Stromtragfähigkeit oder beim Wärmemanagement

liegt oder eine

Kombination von beidem gefordert

ist“, erklärt Oliver Holz, Leiter

des Produktmanagements von Ruwel

International.

Welche Alternative die Beste ist,

hängt vom jeweiligen Platinenhersteller

ab. Beispielsweise setzt Andus

Electronic auf seine X-Cool-

Technik: Massive Kupferschienen

von 1 bis 3 mm Stärke werden in die

Platine eingebettet. Eine 80 mm

breite Kupferschienen kann bis zu

1000 A verarbeiten und dient darüberhinaus

zusätzlich noch als

Kühlkörper. KSG Leiterplatten hält

seine Iceberg-Technik dagegen:

Durch die Versenkung der Dickkupferbereiche

zu 80 % im Basismaterial,

ist es möglich, Layouts in

105 und 400 μm Kupferdicke in einer

Ebene und auf einem Schaltungsträger

zu vereinen. Der österreichische

Platinenhersteller Häusermann

hingegen wartet mit

HSMtec auf, die eine selektive Integration

von Drähten und Profilen

in die Leiterplatte ermöglicht.

Millionenschäden

durch Software

Produktion Nr. 16, 2012

München (sp). Immer mehr Unternehmen

kaufen Softwareentwicklung

ein – ohne die Qualität

beurteilen zu können. Laut einer

Studie der International Data Corporation

finden über 50 % der befragten

Unternehmen bei neuen

Programmen in den ersten 12 Monaten

bis zu zehn kritische Fehler.

Die Kosten für die Beseitigung beliefen

sich in der Umfrage bis zu 14

Mio Euro. Ein Grund dafür ist, dass

häufig Normen und Standards für

Software fehlen oder zu wenig Beachtung

finden. Unternehmen

können die Qualität der Programmierer,

die sie beauftragen, und

deren Leistungen häufig nicht beurteilen.

Hinzu kommt, dass gerade

im technischen Bereich die

Bandbreite an Softwarebestandteilen,

die für eine Funktion nötig

sind, oft falsch eingeschätzt wird.

„Die größte Herausforderung ist

meist, überhaupt die Anforderungen

vollständig und widerspruchsfrei

zu formulieren“, erklärt Dr. Udo

Konzack, Geschäftsführer der auf

die Entwicklung technischer Software

spezialisierten Konzept Informationssysteme

GmbH.

Auch Heatsinks bieten thermisches

Management, zudem sind

unterschiedliche Dicken möglich.

Das ist auch der Grund, warum Ruwel

International seine Metal-Plate

genannte Heatsink-Technik ins

Rennen schickt. Hierbei werden

eingepresste, massive Kupferteile

mit runder oder eckiger Geometrie

in voller Leiterplattenstärke verwendet,

wobei die Ableitung der

Wärme direkt vom Bauteil durch die

Leiterplatte zu einem Kühlkörper

bzw. Gehäuseteil erfolgt.

Wichtig: thermostabile

Basismaterialien

Um die Zuverlässigkeit der Baugruppen

trotz unterschiedlicher

Wärmekoeffizienten der Materialien

zu gewährleisten, spielt die

richtige Materialauswahl eine große

Rolle, allen voran sind es thermostabile

Basismaterialien. „Bei

besonders schwierigen Anforderungen

erfolgen vorab Simulationen

zur Wärmeverteilung und daraus

resultierend Empfehlungen zu

Layoutänderungen“, betont Achim

Süß, Leiter Vertrieb/Marketing von

KSG Leiterplatten. Bei den Hochleistungsleiterplatten

kommen

FR4-Materialien mit modifizierten

Harzsystemen mit einem Tg-Wert

von 150 °C oder gar 170 °C zum

Einsatz. Auch ist die Zuverlässigkeit

eine Frage der Bauteile: Große

Das Schliffbild gewährt einen Blick in eine Hochstromleiterplatte von Andus

mit zwei Hochstrom-Ebenen aus je 1 mm Kupferlage. Bild: Andus Electronic

Heatsinks lassen sich bei Ruwel vollautomatisch auf den Bestückungsnutzen

des Kunden aufgebringen. Bild: Ruwel International

keramische BGAs benötigen ein

besonderes CTE-Management mit

Invar-Lagen in der Platine. Für

Heatsink-Baugruppen mit hoher

Zuverlässigkeit sind Aluminium-

Legierungen geeignet.

Wichtig überdies: Eine möglichst

frühe Zusammenarbeit von Leiterplattenherstellern

und Anwendern

ist entscheidend für eine erfolgreiche

Produktentwicklung, um wirtschaftlich

und ökologisch sinnvolle

tisoware vermeidet teuren Leerlauf in der Produktion!

Leiterplatten zu realisieren. Daher

steht für Lothar Oberender, tätig in

Forschung und Entwicklung von

Häusermann, außer Frage: „Die

Zukunft gehört Technologien, bei

denen Kupferprofile von der Rolle

in die Leiterbilder stoffschlüssig

integriert werden, was letztlich bedeutet,

dass für die beispielsweise

500 µm dicken Strukturen nur so

viel Kupfer zum Einsatz kommt, wie

wir in der fertigen Leiterplatte wie-

Fragen Sie tisoware nach exakter Betriebsdatenerfassung: +49 7121 9665 0

Technolam offeriert wärmeleitfähige

Hoch-Tg-Basismaterialien. Quelle: Cree

Häusermann HSMtec-Technik erlaubt

absolute Designfreiheit. Bild: Häusermann

KSG versenkt einen Großteil des Dickkupfers

ins Basismaterial. Bild: KSG

derfinden.“ Die Leistungsfähigkeit

aktuell zur Verfügung stehender

Wärmemanagement-Lösungen ist

noch lange nicht am Limit, ist sich

Jürgen Willuweit, Vertriebsleiter

des Basismaterialienherstellers

Technolam, sicher: „Künftige Basismaterialien

werden eine verbesserte

Wärmestabilität bei höheren

Dauereinsatztemperaturen von

mehr als 150°C mit Wärmeleitfähigkeiten

über 4 W/mK haben.“

w w w. t i s o w a r e . c o m


18 · F&E · Produktion · 19. April 2012 · Nr. 16

Werkstoffe

Die Eigenschaften des Holzes erforschen

Produktion Nr. 16, 2012

Die Empa betreibt seit 75 Jahren

Forschung zum Holz. Was mit Untersuchungen

zu den Eigenschaften

Schweizer Holzsorten begann,

ist zu einem weit verzweigten

Forschungsgebiet herangewachsen.

Zürich (ba). Das Ziel der Empa ist

seit Beginn, innovative Holzprodukte

zu entwickeln, die in Zusammenarbeit

mit Industriepartnern

wirtschaftlich genutzt werden können,

so Tanja Zimmermann, Leiterin

der Empa-Abteilung Holz. Dies

komme auch im neuen Namen

„Angewandte Holzforschung“ zum

Ausdruck. Wie das im Einzelnen

funktionieren kann, erläutert Ingo

Burgert, seit 2011 Professor für

holzbasierte Materialien an der

ETH und zugleich Leiter der Arbeitsgruppe

„Bio-inspired Wood

Materials“. Er untersucht das Phänomen

des Kernholzes, das Bäume

ab einem bestimmten Alter bilden

und das häufig eine erhöhte Dauerhaftigkeit

aufweist. Er geht Fragen

nach wie: Ist es möglich, das Holz

nachträglich chemisch zu modifi-

Problem Leichtbau: Wie pflanzt sich der Schall in einem Holzhaus fort? Der

Akustikexperte erklärt es. Bild: Empa

zieren und damit härter und haltbarer

zu machen? Kann man Holz

nachträglich etwa mit funktionellen

Nanopartikeln versetzen? Sind

Komposit-Materialien aus Holz

und Karbonfasern möglich?

Francis Schwarze und Mark

Schubert versuchen ebenfalls, das

Eigenschaftsprofil von Hölzern gezielt

für spezielle Verwendungszwecke

zu beeinflussen, etwa mit

Hilfe von Holz zersetzenden Pilzen

Klangholz für Musikinstrumente

zu schaffen oder durch den Einsatz

von Enzymen Holzoberflächen

völlig neue Eigenschaften zu verleihen.

So kann eine Holzoberfläche

etwa pilz- und bakterienresistent

ausgerüstet werden. Auch

selbstklebende Späne für Faserplatten

sind machbar.

Aus Holz lassen sich aber auch

interessante Substanzen und Materialien

isolieren beziehungsweise

herstellen. Etwa nanofibrillierte

Zellulose (NFC), ein äußerst viel-

seitiges Material, das an der Empa

von Zimmermanns Team maßgeblich

weiterentwickelt wurde (und

wird). Es kann für faserverstärkte

Leime und Lacke eingesetzt oder

zu Bandscheiben-Implantaten

verarbeitet werden. Auch luftdichte

Lebensmittelverpackungen lassen

sich aus NFC herstellen – sie

sind kompostierbar und verbrennen

praktisch ohne Schadstoffausstoß.

Etwas klassischer mutet die

Verwendung von Holz als Baumaterial

an. René Steiger und Robert

Widmann, zwei Holzfachleute aus

der Abteilung „Ingenieur-Strukturen“,

untersuchen Tragstrukturen

aus Holz, etwa Brettschichtholzträger,

die sie unter hoher Last zerstören

und dann wieder reparieren,

Produktion Nr. 16, 2012

Wissenschaftler des Fraunhofer

IPA und der Graduate School of

Excellence advanced Manufacturing

Engineering (GSaME) der

Universität Stuttgart haben ein

Berechnungsmodell entwickelt,

mit dem sie die Entstehung von

Lackfilmstrukturen am Computer

simulieren und steuern können.

Stuttgart (ba). Die Oberflächenwelligkeit

einer Lackierung bestimmt

die optische Qualität des

beschichteten Produkts. Hauptursachen

für die Entstehung von

Lackfilmstrukturen sind die Überlagerung

der Lacktröpfchen auf

dem Substrat während der Spritzlackierung

sowie die Abbildung

der Untergrundstruktur, etwa der

Blechrauigkeit, auf die Oberfläche

der Lackierung. Bei Produkten, die

aus mehreren Substratwerkstoffen

mit unterschiedlicher Oberflächengrundstruktur

bestehen, ist es

eine Herausforderung, ein einheit-

zum Beispiel mit aufgeklebten Karbonfasermatten.

Von der optimierten

Reparaturmethode profitiert

dann die Bauindustrie.

Zu Beginn lag der Schwerpunkt

der Empa-Abteilung Holz darauf,

die Verwendung einheimischer

Hölzer durch wissenschaftliche

Studien zu fördern, sagt Zimmermanns

Vorgänger Klaus Richter,

der die Abteilung lange Jahre geführt

hat und seit einem Jahr Holzwissenschaften

an der TU München

lehrt. So seien damals u.a.

neue Verfahren zur Druckimprägnierung

von Telegraphenmasten

entwickelt worden, welche die

Standzeiten der Masten erheblich

erhöhten. Das Forschungsfeld habe

sich dann allmählich erweitert.

Nanofibrillierte Zellulose

(NFC), aus

Holz gewonnen, ist

ein äußerst vielseitiges

Material, das an

der Empa maßgeblichweiterentwickelt

wird.

Bild: Vau / Fotolia.com

Oberflächentechnik

Automobile mit

attraktiver Lackoberfläche

liches optisches Erscheinungsbild

zu erzielen. Zu nennen sind hier

etwa Leichtbau-Multimaterialsysteme

im Fahrzeug- und Flugzeugbau,

die aufgrund ihrer Funktionsund

Kostenvorteile stark an Bedeutung

gewinnen. Allerdings zeigen

gerade solche Produkte aufgrund

ihres nach der Lackierung oft zu

beobachtenden uneinheitlichen

optischen Erscheinungsbildes einen

großen Verbesserungsbedarf.

Mit dem neuen Berechnungsmodell

kann eine hochwertige und

definiert gleichmäßige Qualität lackierter

Produkte erzielt werden,

indem Prozesseinflüsse wie Spritzprozess,

Umgebungsbedingungen

oder Materialeigenschaften mit

Kalkül genutzt werden.

Auf der 76. Fachgruppentagung

Lackchemie der Gesellschaft Deutscher

Chemiker (GDCh) im September

2011 erhielt der von Matthias

Schneider (Fraunhofer IPA) und

Christian Hager (IPA sowie GSa-

ME, Universität Stuttgart) eingereichte

Beitrag über die Lackstruktur-Modellierung

den Preis für den

besten Tagungsvortrag.

Neuartige Berechnungsmodelle

und Optimierungsstrategien

sollen zukünftig auf

Multimaterialsubstraten

mit unterschiedlichenOberflächenstrukturen

einen einheitlichen

Lackfilmverlauf ermöglichen.

Bild: Fraunhofer IPA


Fraunhofer IPA

Neuausrichtung in der Beschichtungstechnologie

Produktion Nr. 16, 2012

Am Fraunhofer IPA wurden die Abteilungen Lacke und Pigmente und

Lackiertechnik zur neuen Abteilung Beschichtungssystem- und Lackiertechnik

unter Leitung von Dr. Michael Hilt zusammengeführt.

Stuttgart (ba). Dr. Hilt folgt auf

Dieter Ondratschek, den langjährigen

Leiter der Lackiertechnik des

Fraunhofer IPA. Hilt war nach dem

Studium der Polymerchemie in

Stuttgart mehr als zwei Jahrzehnte

in verschiedenen Funktionen in

Erster Stuttgarter

Oberflächenpreis

Produktion Nr. 16, 2012

Im Rahmen der diesjährigen

Internationalen Fachmesse für

Oberflächen und Schichten O&S

(12. – 14. Juni in Stuttgart) wird

erstmals der Stuttgarter Oberflächentechnik-Preis

verliehen.

Stuttgart (ba). Mit ihm zeichnet

das Fraunhofer IPA disziplinübergreifend

Innovationen aus, die als

Schlüsseltechnologie die Einführung

neuer Produkte und Technologien

ermöglichen. Im Fokus der

Auszeichnung stehen Innovationen,

die als Enabler bezeichnet

werden – also solche, die die Einführung

von bestimmten Produkten

oder Technologien ermöglichen.

Industrieunternehmen, die

in der vergangenen Zeit solche

Anwendungen entwickelt haben,

können sich ab sofort bewerben.

Weitere Informationen sowie die

Dokumente für eine Bewerbung

erhalten Interessierte auf http://

oberflaeche.ipa.fraunhofer.de. Bewerbungsschluss

ist der 15. 5. 2012.

Die Preisverleihung findet im Rahmen

der O&S statt. Die Preisträger

werden nach den Kriterien Innovationssprung,

Nachhaltigkeit, Enabler-Technologie

und industrielle

Machbarkeit von einer unabhängigen

Jury gekürt. Diese setzt sich aus

Dr. Martin Metzner (Fraunhofer

IPA), Dr. Martin Riester (VDMA

Fachverband Oberflächentechnik),

Dr. Michael Hilt (Forschungsgesellschaft

für Pigmente und Lacke

e.V.) und Dr. Uwe König (ZVO/

DGO) zusammen. Die Wettbewerbsteilnahme

der Organisationen

der Jurymitglieder wird ausgeschlossen.

Forschung und Entwicklung sind in

der Oberflächentechnik eine sehr

wichtige Aufgabe. Bild: O&S

der Oberflächentechnik der Daimler

AG tätig. Im Jahr 2009 verließ er

die Industrie, um als Geschäftsführer

des Forschungsinstituts für

Pigmente und Lacke e.V., Stuttgart,

dieses in das Fraunhofer IPA als

Abteilung Lacke und Pigmente zu

E20001-F600-P610

integrieren. Seither leitet er diese

Abteilung und die neu ausgerichtete

Forschungsgesellschaft für Pigmente

und Lacke e.V. als Geschäftsführer.

In der Lackiertechnik ist der Name

Ondratschek eng verknüpft mit

vielen Neuentwicklungen der letzten

35 Jahre. Er steht zum Beispiel

für die Steigerung der Nachhaltigkeit

im Lackierprozess und für ein

besseres Verständnis der Zusammenhänge

von Applikations- bzw.

19. April 2012 · Nr. 16 · Produktion · F&E · 19

Anlagenkomponenten und Beschichtungsmaterialien.

Der Ingenieur

hat Forschung- und Entwicklung

auf diesem Arbeitsgebiet, die

eine messtechnische Erfassung

von Material- und Anlagenparametern

voraussetzen, in seiner

Berufslaufbahn intensiv vorangetrieben.

Als Promoter und Verfechter

der Beschichtungstechnik ist

Ondratschek für unzählige Publikationen

bekannt, unter andere,

das Jahrbuch „besser lackieren“.

Produktivität steigern

mit SINUMERIK

Die innovative CNC-Plattform für alle Anforderungen

Ob in der Automobilindustrie, der

Luft- und Raumfahrtindustrie, der

Lohnfertigung, dem Werkzeug- und

Formenbau oder der Energie- und

Medizintechnik – SINUMERIK® ist die

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Als durchgängige Systemplattform

erfüllt sie die spezifischen

Anforderungen Ihrer Branche

mit ausgereiften und innovativen

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Oberflächengüte, Präzision,

Qualität und Geschwindigkeit – bei

optimaler Usability und einer durchgängigen

Prozesskette. Das Ergebnis:

eine höhere Produktivität in Ihrer

Fertigung.

siemens.de / sinumerik

Dieter Ondratschek,langjähriger

Leiter der

Lackiertechnik

am Fraunhofer

IPA und Herausgeber

des Jahrbuchs

„besser

lackieren“.

Dr. Michael Hilt,

Leiter der neuen

Abteilung „Beschichtungssystem-

und Lackiertechnik“.

Bilder: Fraunhofer IPA

90886_E20001-F600-P610_AZ_SINUMERIK_Solution_Dachmotiv_198x280.indd 1 29.03.12 13:09


20 · Konstruktion · Produktion · 19. April 2012 · Nr. 16

Antriebstechnik

Wälzlager bestehen Extrem-Test bravourös

Veit Loeffler, Michael Neuhaus, Produktion Nr. 16, 2012

Wälzlager scheuen das Salzwasser. Normalerweise. Wälzlager-Hersteller

LFD aber unterstützte ein Extremsportereignis mit technischem

Know-how: Janice Jakait querte in 90 Tagen als erste Deutsche den

Atlantik in einem Hightech-Ruderboot mit Wälzlagern von LFD.

Dortmund (pd). Die Bedingungen

des Projektes der Extremsportlerin

Janice Jakait (www.rowforsilence.com)

mit einem Hightech-

Ruderboot über den Atlantik zu

rudern, waren für die Wälzlager in

den Rollen des Rudersitzes die härtesten,

die man sich vorstellen

kann. Salzwasserbeaufschlagung

rund um die Uhr, monatelanger

Der Rudersitz mit den Industriewälzlagern

war extremen Bedingungen

ausgesetzt. Bilder: LFD Wälzlager

Gase, Service

und Know-how

Einsatz, gleichzeitig Dauerbetrieb,

Dauerbelastung. Die Rollen mit

Wälzlagern von LFD wurden vorab

in einem aufwändigen Test eines

renommierten Instituts simuliert.

Und LFD hat diesen Test mit Bravour

gemeistert.

Dennoch haben sich alle Beteiligten

gefragt, was nun wirklich

unter extremen Bedingungen passiert.

Was geschieht bei häufigem

Durchkentern, bei hohen Wellen

mit wuchtigen Bewegungen, extremer

Salzwasserbelastung und auch

mit den extremen Bedingungen

des Rudersitzes, der ja nicht nur

das Rollen bei gleichmäßigem Ruderschlag

bewältigen muss, sondern

auch die Belastung durch ein

mehrfaches Aufspringen mit dem

eigenen Körpergewicht, weil ja der

teilweise außerordentliche Wellengang

zu Turbulenzen auch auf

dem Boot selber führt?

Zeit-Maschine.

Gase-Versorgung an jedem Ort zu jeder Zeit.

Eine Meldung der Extremsportlerin

auf halber Strecke via Satellit

lautete: „Habe mehr als die Hälfte

der Strecke hinter mir und lasse

den Rudersitz anders als geplant

24 h draußen. Patschnass, durchgehend.

Alles an Deck rostet!

Ihr könnt Euch entspannen. Alles

super! Ich rolle immer noch mit

dem ersten Satz und sehe keinen

Grund, den zu tauschen. Wenn es

also weiter so läuft, komme ich mit

Außergewöhnliche Betriebszustände Ihrer Anlagen

erfordern außergewöhnliche Maßnahmen der Gase-

Versorgung: Bei Zwischenversorgungen, bei Revisionsarbeiten,

zum I nertisieren, in der Umwelt- und Tieftemperaturtechnik.

Mit den mobilen Gaseversorgungs-

Einheiten der Westfalen AG lassen sich tiefkalt ver-

flüssigte Gase (Ar, CO2, N2, O2) besonders schnell und

wirtschaftlich bereitstellen. Fast sofort und fast überall.

Wo ist Ihr ‘sofort’ und ‘überall’? — Rufen Sie an,

schreiben, faxen oder mailen Sie.

Westfalen AG · Technische Gase · 48136 Münster

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TG09_4_Zeit_148x201.indd 1 28.02.2011 9:24:48 Uhr

Die Extremsportlerin Janice Jakait bei ersten Tests – hier noch in heimatlichen

Gefilden ohne den Härtefall ‚Salzwasser‘.

einem Satz durch und der sieht

dann noch wie neu aus :-)“

LFD hatte ein im Klimatest erfolgreich

geprüftes Fett, das zwar

eine hohe Haftfähigkeit aufwies,

gezielt ausgetauscht. Denn es führte

zu einem nicht gewünschten

Leistungsverlust. Nach einem

Wechsel auf dieses geeignete

‚leichtgängigere‘ Fett wurden dann

schließlich die Rollen mit den Rillenkugellagern

bestückt.

Produktion Nr. 16, 2012

Lediglich 36 Millisekunden benötigt

der neue Drehtisch ATR152

von A-Drive für eine 90°-Drehung.

Er zeigt seine Stärken bei Aufgaben

mit kurzen Taktzeiten und

präziser Positionierung.

Taunusstein-Neuhof (pd). Mit

152 mm Durchmesser und 136 mm

Bauhöhe ist der ATR kompakter als

vergleichbare Antriebe. Gleichzeitig

sind seine Leistungsdaten laut

Hersteller in allen Bereichen besser.

Die zum Patent angemeldete Motortechnologie

benötigt keinen Eisenkern.

Dadurch sind aufgrund der

geringeren Masse bzw. der geringeren

Masseträgheit dynamische Bewegungen

möglich, mit denen

schnelle Produktionszyklen realisiert

werden. Je schneller die Bewegungen

sind, desto größer wird bei

Motoren mit Eisenkern die zu überwindende

Trägheit. Diese erfordert

immer höhere Momente, die ge-

Die letzte Meldung von Janice

Jakait nach Abschluss der gesamten

unglaublichen Leistung: „Es

gab absolut keine Probleme. Rudersitz

war sogar 24 h am Tag

draußen und rollt wie am Anfang.

PERFECT!“

Der auf acht Rollen gelagerte

Rudersitz war ca. 120 Tage der

feuchten Meeresluft ausgesetzt

und wurde bei starkem Wellengang

und beim ‚Durchkentern‘ komplett

vom Meereswasser umspült. Der

Korrosionsangriff auf die Werkstoffe

durch das Meerwasser war dabei

das Hauptproblem. Wegen der

Gewichtsunterschiede und weil für

Keramikwerkstoffe keine Funktionssicherheit

garantiert wurde,

wurden martensitisch rostfreien

Stähle gewählt.

Da keine einschlägigen bzw. sicheren

Erfahrungen unter Atlantikmeerwasserkonditionenvorlagen,

wurde im Vorfeld in einem

vierwöchigen Klimatest das Funktions-/Korrosionsverhaltengeprüft.

Auch dabei zeigten die LFD-

Wälzlager mit Dichtung und Klüber

Staburags NBU12K schon beste

Ergebnisse, so der Hersteller.

www.lfd.eu

A-Drive hat mit

dem eisenlosen

ATR152 einen

besonders dynamischenDrehtisch

im Programm.

Bild: A-Drive

Antriebstechnik

Dynamischer,

eisenloser Direktantrieb

wöhnlich über mehr Masse erreicht

werden. Der eisenlose ATR152 ist

deshalb grundsätzlich besser für

schnelle Taktzeiten geeignet. Er erreicht

eine Geschwindigkeit von

822 min -1 und ein Dauermoment

von 20,6 Nm. Dieses kann in Lastspitzen

mit 61,8 Nm dreimal so hoch

sein, was einen sehr hohen Überlastwert

darstellt.

Für den Gleichlauf und die Positioniergenauigkeit

des Antriebs sorgen

die verwendeten vorgespannten

Vierpunktlager. Ein hochinterpolierbarer

Sincos-Geber in Single-

oder Multiturnausführung sorgt für

die erforderliche Signalgüte.

Mit passender Ansteuerelektronik

und den erforderlichen Schnittstellen

ist der Drehtisch ATR152 ein

einfach zu handhabendes System

für Aufgaben mit hohen Genauigkeits-Anforderungen.

www.a-drive.de

EffiziEnz-navi Preis

Material energie

service HandHabung ✔

Zeit lebensdauer

KostEn sEnKEn mit ProduKtion


Rohrbiegen

Bis zu 90 % weniger Rohrverschnitt

Produktion Nr. 16, 2012

Die Schwarze-Robitec GmbH entwickelte eine in das Biegewerkzeug

integrierte Trenneinrichtung, die den teuren Verschnitt bei der Rohrherstellung

um bis zu 90% senkt.

Köln (hi). Gerade in der Rohrproduktion

und Rohrverformung ist

Verschnitt gleichbedeutend mit

hohen Kosten. Das gilt vor allem,

wenn große Lose kurzer Rohrkomponenten

hergestellt werden. Häufig

wird jedes einzelne Bauteil nach

dem Biegen mittels externer Trenneinrichtung

auf die gewünschte

Länge beschnitten. Große Mengen

Werkstoff fallen auf diese Weise

wortwörtlich unter den Tisch.

Hochwertige Werkstoffe haben

in allen Bereichen der Automobilproduktion

Einzug gehalten. Rohre

machen hier keine Ausnahme:

Krümmerrohre im Motorraum,

Achskomponenten oder Rohrbauteile

in der Abgastechnik werden in

riesigen Stückzahlen aus kostenintensivem

Vormaterial hergestellt.

Um das Biegen der oftmals besonders

kurzen Bauteile überhaupt zu

ermöglichen, werden die Biegeteile

in der Regel künstlich um Spann-

und Stützlängen verlängert. Die

Zusatzlängen müssen nach dem

Biegen in separaten Arbeitsschritten

wieder vom Biegeteil abgetrennt

werden und fallen als Verschnitt

an. „Diese Praxis treibt die

Herstellungskosten für ein Bauteil

in die Höhe. Wir haben deshalb an

einer Lösung gearbeitet, die nicht

nur die benötigte Materialmenge

verringert, sondern zugleich die

Produktionszeit verkürzt“, erklärt

Bert Zorn, Geschäftsführer von

Schwarze-Robitec.

Der Ansatz der Kölner Biegespezialisten

ist dabei so naheliegend

wie wirkungsvoll, so das Unternehmen:

In das neue Biegewerkzeug

wurde eine Trenneinrichtung integriert.

Zum Biegen der Teile werden

nun wesentlich längere Rohr-

Kompressorensteuerung

‚SmartAir‘-Reihe erweitert

Produktion Nr. 16, 2012

CompAir hat sein umfassendes

Angebot an übergeordneten

Kompressorsteuerungen um die

‚SmartAir Lite‘ und ein neues Visualisierungspaket

für die ‚SmartAir

Master‘ erweitert.

Simmern (ba). Die ‚SmartAir Lite‘

ist für die Steuerung von bis zu vier

Kompressoren mit fester Drehzahl

ausgelegt und stellt sicher, dass für

jede Anwendung die effizienteste

Kompressorkombination ausgewählt

wird, um Leerlaufkosten

weitestmöglich zu vermeiden und

den Energieverbrauch um bis zu

30 % zu senken.

Wenn Kompressoren mit identischer

Lieferleistung vorhanden

sind, sorgt das System für eine

gleichmäßige Auslastung. Dadurch

wird keine Maschine übermäßig

oder zu wenig genutzt, was längere

Wartungsintervalle ermöglicht

und die Gesamtkosten für die Wartung

verringert. Über die Echtzeituhr

und Schaltuhr der Steuerung

können Anwender ihren Kompressor

zu voreingestellten Zeiten starten

und stoppen. Dadurch kann

das System seinen Solldruck bereits

vor der Produktion erreichen,

Zahlreiche Parameter

automatisch programmieren

sodass die Druckluftversorgung

beim Schichtbeginn ohne Wartezeiten

zur Verfügung steht.

Über die übersichtliche und bedienerfreundliche

LED-Anzeige

der ‚SmartAir Lite‘ können die Systemkonfiguration

sowie die aktiven

Module geändert werden. Bei

vielen übergeordneten Steuerungen

müssen für jeden Kompressor

im Netz zahlreiche technische Daten

und detaillierte Informationen

eingegeben werden. Ganz anders

bei der ‚SmartAir Lite‘: Wenn alle

Kompressoren mit der Steuerung

verbunden sind, erkennt sie alle

CompAir-Kompressoren im System

und programmiert zahlreiche

Parameter automatisch, sodass der

Techniker nur wenige Informationen

manuell eingeben muss. Kompressoren

von Fremdherstellern

im Druckluftnetz können mit der

‚SmartAir Lite‘ einfach über eine i-

PCB-Schnittstelle verbunden werden.

Zusätzlich zur ‚SmartAir Lite‘

hat CompAir sein Steuerungssortiment

um ein Visualisierungspaket

für die ‚SmartAir Master‘ erweitert,

das Betreibern die Fernüberwachung

von Kompressoren ermöglicht.

Die ‚SmartAir Master‘ steuert

intelligent bis zu 12 Kompressoren

mit oder ohne Drehzahlregelung,

wobei alle Kompressoren in einem

sehr schmalen Druckband betrieben

werden.

Das neue Visualisierungspaket

ermöglicht es Betreibern, über einen

zugeordneten Webserver eine

Verbindung mit der ‚SmartAir Master‘

herzustellen. Dem Webserver

wird eine IP-Adresse zugeordnet,

auf die jeder Nutzer mit entsprechender

Berechtigung im Netz-

19. April 2012 · Nr. 16 · Produktion · Fertigung · 21

Gerade bei solchen Rohrbiegemaschinen spielt die neue Biege-Trenn-Lösung

laut Schwarze-Robitec ihre Kostenvorteile aus. Bild: Schwarze-Robitec

stangen – auch ganze Handelslängen

– verwendet. Nach dem Biegen

des ersten Biegeteils kommt die

Trenneinrichtung zum Einsatz und

trennt das fertige Bauteil vom geraden

Reststück ab. Der verbleibende

gerade Teil des Rohres wird in der

Biegemaschine weitertransportiert,

erneut gebogen und ebenfalls

mit der integrierten Einrichtung

Die ‚SmartAir Lite‘

ist für die

Steuerung von

bis zu vier Kompressoren

mit

fester Drehzahl

ausgelegt, Die

‚SmartAir Master‘

steuert intelligent

bis zu

12 Kompressoren

mit oder ohneDrehzahlregelung.

Bild: Compair

werk mit Hilfe eines Standard-

Webbrowsers zugreifen kann – am

Arbeitsplatz, zuhause und unterwegs.

Sobald die Verbindung hergestellt

wurde, können die Betreiber

alle Details der gesamten

Druckluftanlage einsehen, einschließlich

Systemvolumen und

-druck sowie Statusinformationen

der einzelnen Kompressoren.

Warnmeldungen werden sofort auf

der Homepage angezeigt, während

Daten bis zu drei Monate

auf einer SD-Karte speichern

täglich umfassende Daten erfasst

und für bis zu drei Monate auf einer

dafür vorgesehenen SD-Karte gespeichert

werden. Diese Daten

können dann beispielsweise für

Leistungsvergleiche heruntergeladen

werden. Alle statistischen Daten

werden in einem übersichtlichen

grafischen Format angezeigt

und sind in Deutsch, Englisch,

Französisch, Spanisch und Italienisch

verfügbar.

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abgetrennt. Dabei entsteht jeweils

lediglich ein schmaler Span, der

sauber abgeführt wird. Auf diese

Weise wird der gesamte Werkstoff

sehr schnell und hocheffizient zu

fertigen Rohrkomponenten verarbeitet.

„Lediglich am vorderen und

am hinteren Ende des Rohres entsteht

ein nicht zu verwertender

Verschnitt, der aus der Maschine

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befördert wird“, ergänzt Hartmut

Stöhr, ebenfalls Geschäftsführer

von Schwarze-Robitec. „Insgesamt

lassen sich mit dem integrierten

System bis zu 90 Prozent des bei

anderen Produktionslösungen anfallenden

Rohrverschnitts vermeiden.“

Entstehen zum Beispiel bislang

bei der Produktion von Krümmerrohren

je nach Biegesystem bis

zu 100 mm Verschnitt je Rohr, so

wird dieser Kostentreiber mit der

Schwarze-Robitec-Lösung auf lediglich

ein Zehntel reduziert, wenn

z.B. zehn Rohre gekoppelt und in

der Maschine direkt getrennt werden

– ein großer Kostenvorteil.

Zudem können Anwender hierbei

auf eine externe Trenneinrichtung

verzichten, was die Betriebskosten

in Form von Abschreibung reduziert.

Gleichzeitig profitieren die

Unternehmen von einer spürbaren

Produktivitätssteigerung.

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22 · Automatisierung · Produktion · 19. April 2012 · Nr. 16

Energiedatenerfassung

Energieeinsparung einfach gemacht

Produktion Nr. 16, 2012

Kontinuierlich steigende Energiekosten und zunehmender Verbrauch

erfordern konkretes Handeln. Um entsprechend der Richtlinie ISO

50001 wirkungsvolles Energiemanagement betreiben zu können,

entwickelte E-T-A die intelligente Power-D-Box.

Altdorf (sp). Der Verbrauch elektrischer

Energie in der Industrie-

und Gebäudetechnik steht im Fokus,

wenn es um die Energieverbrauchserfassung

geht. Gemessen

werden der zum Verbraucher fließende

Strom, die Spannung und

der cosPhi. Aus diesen lassen sich

Wirk-, Schein- sowie Blindleistung

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berechnen. Hier setzt die intelligente

Power-D-Box an: Als modular

einbaubare Messeinheit oder in

einer 19“-Systemlösung hat sie als

Plug-&-Play-Lösung alle Funktionen

integriert, die für die Messwerterfassung

und Leistungswertberechnung

nötig sind. Zusätzlich

speichert und visualisiert sie die

Schematische

Darstellung der

intelligenten

Power-D-Box.

Bild: E-T-A

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KTA 1401

Werte, für bis zu neun Messstellen

gleichzeitig.

Ziel der Entwickler von E-T-A war

es eine einfache, kostengünstige

und von anderen bestehenden

Systemen unabhängigen Verbrauchserfassung

zu realisieren.

Mit der intelligenten Power-D-

Box lässt sich die Erfassung elektri-

Energieerfassung effektiv

und kostengünstig

scher Energie kostengünstig und

effektiv realisieren. Zur Stromerfassung

des relevanten Lastpfads

wird dazu einfach ein Ringkernstromwandler

über den zu messenden

Stromleiter montiert. Die

Messwertaufnahme erfolgt ohne

direkte Einbindung in den Stromkreis.

Die zugehörige Verbraucherkreisspannung

kann aufgrund der

Mess- und Überspannungskategorie

3 direkt an das Messsystem angeschlossen

werden. Somit lassen

sich die Verbrauchswerte erfassen.

Die Power-D-Box berechnet aus

den erfassten Messwerten die Verbrauchswerte

in Form von Wirk-,

Schein- sowie Blindleistung. Alle

Werte werden gespeichert und zur

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iPDU – Kundenanwendung einer intelligenten

Power-D-Box. Bild: E-T-A

Visualisierung weiterverarbeitet.

Über den integrierten, von den

Messstellen galvanisch getrennten,

Ethernet-Anschluss können

die Messwerte der Power-D-Box

visualisiert werden. Bei Bedarf

können die Daten nun zur weiteren

Verarbeitung exportiert werden.

Intelligente Power-D-Box heißt

also Plug & Play. Die Auslegung des

Energiemonitorings kann bei bestehenden

Anlagen und Gebäude

nachträglich erfolgen, bei neuen

parallel zu deren Planung.

Die Power-D-Box stellt unabhängig

von den bestehenden Automatisierungs-

und Bussystemen

über den Ethernet-Anschluss Daten

von neun Messpunkten im Se-

Produktion Nr. 16, 2012

Besonderes Highlight der neuen

Version der Unternehmenssoftware

Deleco 6.20. von Delta Barth

ist eine App für die Betriebssysteme

Apple iOS und Android von

Google.

Limbach-Oberfrohna (sp). Das

ERP-System Deleco steuert und organisiert

die Geschäftsprozesse

mittelständischer Unternehmen –

von Warenwirtschaft über Produktion

und Projektmanagement bis

hin zur Instandhaltungsplanung.

Deleco kann den speziellen Anforderungen

eines jeden Unternehmens

angepasst werden.

Delta Barth stellt die mobile Anwendung,

welche für die Betriebssysteme

Apple iOS und Android von

Google entwickelt wurde, für ihr

Instandhaltungsprogramm Deleco

IMS bereit. Mit Hilfe der Applikation

können via Smartphone oder Tab-

kundentakt zur Verfügung. Die

Daten aus den einzelnen Mess-

Power-D-Boxen laufen dann in einer

übergeordneten SCADA-Software

zusammen.

Falls an der Stelle kein Leitsystem

existiert, bietet eine eigenständige

SCADA-Lösung die Möglichkeit,

die Daten mit vorhandenen

Softwaremodulen auszuwerten.

Die Messdaten sind auch via TCP/

IP kontinuierlich in vorhandenen

Steuerungssystemen nutzbar.

In Verbindung mit weiteren Systemkomponenten

aus dem E-T-A

Produktprogramm können zugleich

noch die Absicherung und

Stromverteilung übernommen

werden.

Instandhaltungsprogramm

Störungen schneller

erfassen mit einer App

Via Smartphone

oder Tablet-PC

Störungsmeldungen

erfassen

– die neue App

von Delta Barth

macht‘s möglich.

Bild: Delta Barth

let-PC Störungsmeldungen von

Maschinen genau dort erfasst und

bearbeitet werden, wo sie aufgetreten

sind. Die exakte Uhrzeit, zu

welcher der Fehler registriert wurde,

eine detaillierte Beschreibung

des Problems oder auch Fotos des

Defekts können an Ort und Stelle in

Deleco eingepflegt werden. Darüber

hinaus stehen alle relevanten

Informationen – wie beispielsweise

die Wartungshistorie der Maschine

oder angelegte Dokumente – sofort

zur Verfügung.

Desweiteren plant das Unternehmen

die Applikation demnächst

von den reinen IMS-Anwendungen

loszulösen und für andere Anwendungsfelder

zu öffnen. Hierbei steht

vor allem der Fertigungs- und Projektplanungsbereich

im Fokus der

Delta-Entwickler.

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service ✔ HandHabung

Zeit lebensdauer

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19. April 2012 · Nr. 16 · Produktion · Roboter, Montage- und Handhabungstechnik · 23

Interview

Stäublis neuer ‚TP 80 Fast Picker‘

macht Delta-Robotern Konkurrenz

Annika Mentgen, Produktion Nr. 16, 2012

Stäubli Robotics präsentiert auf der Automatica seinen neuen 4-Achs-

Roboter ‚TP80 Fast Picker‘. Redakteurin Annika Mentgen sprach im

Vorfeld der Messe mit Geschäftsführer Manfred Hübschmann über das

neue Highspeed-Produkt.

Herr Hübschmann, der neue

‚TP80 Fast Picker‘ macht seinem

Namen alle Ehre und erreicht

zudem eine Wiederholgenauigkeit

von < ± 0,05 mm. Ist die

neue 4-Achs-Kinematik von

Stäubli eine Kampfansage an

die am Markt befindlichen Delta-Roboter?

Der TP80 erreicht in so manchen

Applikationen Werte von deutlich

über 200 Picks pro Minute und

liegt damit tatsächlich über der

Performance der Delta-Kinemati-

Der neue TP 80 Fast Picker von Stäubli

zeichnet sich unter anderem durch seine

hohe Wiederholgenauigkeit von

< ± 0,05 mm aus. Bild: Stäubli

Nachi und Robtec:

Service wird groß

geschrieben

Produktion Nr. 16, 2012

Krefeld (mg). Der japanische Hersteller

von Robotern Nachi Europe

GmbH und das Robtec Robotersystemhaus

mit Sitz in Mainburg

haben seit Anfang des Jahres einen

Dienstleistungsvertrag abgschlossen,

der es den Kunden von Nachi

ermöglicht, unkompliziert Programmierung,

Wartung und Reparaturleistungen

anzufordern.

Robtec Geschäftsführer Werner

Hampel: „Über die Nachi-Hotline-

Nummer 02151 - 650 46 77 erreichen

uns die Kunden zwischen

neun und 16 Uhr und erhalten im

Notfall innerhalb von 24 Stunden

Hilfe.“ Alle erforderlichen Ersatzteile

stehen im Nachi-Lager Krefeld,

bei Robtec in Mainburg sowie

in Birmingham zur Verfügung. Pablo

Liechti, Division Manager der

Sparte Roboter: „Mit unserem neuen

Servicepartner haben wir mit

Robtec exklusiv einen zuverlässiges

mittelständisches Unternehmen

gewonnen, das seine Leistungsfähigkeit

seit fast zwanzig

Jahren unter Beweis gestellt hat.“

www.nachirobotics.eu

www.robtec.de

Manfred Hübschmann, Stäubli Robotics Deutschland

ken. Trotzdem benötigt er keine

ultrastabile und schwere Zellenkonstruktion.

Insofern steht der

Fast Picker natürlich im Wettbewerb

zu Deltarobotern.

Was sind aus Ihrer Sicht Vorteile

des TP80 gegenüber Delta-

Kinematiken? Gibt es auch

Nachteile?

Der TP80 hat eine ganze Reihe von

Vorteilen. Der Roboter ist extrem

schnell, aber im Vergleich zum

Delta ohne aufwändige Aufnahme

in die Zelle zu integrieren. Sein geringes

Gewicht ermöglicht eine

sehr einfache Integration in Zellen.

Außerdem ist der TP80 über

seinen kompletten Arbeitsbereich

hinweg äußerst präzise. Da er zudem

weniger wartungsintensiv ist,

kann der Vierachser auch unter

härtesten Verfügbarkeitsanforde-

Können wir Fabriken Können wir Fabriken

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rungen der Anwender problemlos

zum Einsatz kommen. Seine Lebensdauer

ist, wie bei allen unseren

Robotern, als sehr hoch einzustufen.

Nachteile sehe ich bei dieser

Kinematik keine.

Sie wollen mit dem TP80 neue

und wegweisende Strategien in

der Automatisierung von Handhabungsprozessenermöglichen.

Was heißt das konkret?

Wir denken dabei an besonders

energieeffiziente Automatisierungslösungen

mit hoher Roboterdichte.

Durch die einfache Integration

des kompakten TP80 lassen

sich sehr platzsparende Layouts

realisieren. Hinzu kommt die

immense Performance des Roboters,

die es in bestimmten Applikationen

ermöglicht, zwei konventionelle

SCARAs durch einen Fast

Picker zu ersetzen. Das spart nicht

nur Energie, sondern senkt ganz

erheblich die Investitionskosten.

Apropos Kosten: Sie sprechen

beim TP80 von einer attraktiven

Preisgestaltung. Und meinen

damit was?

Der TP80 ist in Anbetracht seiner

Leistungsfähigkeit eine echte Okkasion.

Der Roboter liegt preislich

knapp über dem Niveau von Premium-SCARAs

und bleibt damit

unter den Anschaffungskosten eines

hochwertigen Delta-Roboters.

Hinzu kommen niedrigere Kosten

für den Anlagenbau dank der einfacheren

Integration.

Wie viele Maschinen dieses Robotertyps

wollen Sie 2012 verkaufen?

Welchen Umsatzanteil

Natürlich.

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Manfred Hübschmann, Geschäftsführer von Stäubli Robotics Deutschland:

„Der TP80 ist in Anbetracht seiner Leistungsfähigkeit eine echte Okkasion.“

erhoffen Sie sich mittelfristig

mit dem TP80 zu generieren?

Bei dieser völlig neuen Kinematik

würde ich mich ungern für das

erste Jahr auf eine konkrete Zahl

festlegen. Nur soviel: Bei ersten

Live-Präsentationen waren Integratoren

und Anwender wahrlich

beeindruckt von der Performance

des TP80. Deshalb bin ich überzeugt

davon, dass sich dieser Roboter

zu einem festen Umsatzträger

mit einem Potenzial von mehreren

Hundert Maschinen jährlich

entwickeln wird.

Auf der diesjährigen Automatica

müsste die Stimmung in der

Branche ja sehr gut sein. Die

Geschäfte laufen prächtig. Wie

war das Geschäftsverlauf 2011

für Stäubli Robotics und was erwarten

Sie vom laufenden Geschäftsjahr?

2011 war für Stäubli ein absolutes

Rekordjahr. Wir konnten selbst die

herausragenden Ergebnisse des

Jahres 2008 weit übertreffen, so

Bild: Ralf Högel

dass das Jahr 2011 unser bisher erfolgreichstes

Geschäftsjahr in der

Robotik war. Für das Jahr 2012 sind

wir ebenfalls sehr optimistisch,

der Auftragseingang ist weiterhin

auf hohem Niveau. Unter den gegebenen

wirtschaftlichen Rahmenbedingungen

wird es schwierig

sein, die Ergebnisse des Jahres

2011 zu übertreffen, aber wir gehen

dennoch von einem überaus

erfolgreichen Geschäftsjahr aus.

Auch mittelfristig erwarten wir

keine größeren Umsatzeinbrüche.

Technische Merkmale

des ‚TP 80 Fast Picker‘

Maximale Traglast: 1 kg

Reichweite: 800 mm

Wiederholgenauigkeit:

< ± 0,05 mm

Anzahl der Freiheitsgrade: 4

Gewicht: 68 kg

Schutzklasse gem. Norm EN 60529:

Standard IP54, mit Faltenbalg IP65


24 · Roboter, Montage- und Handhabungstechnik · Produktion · 19. April 2012 · Nr. 16

Automatisierung

Neue Taktzeit-Dimensionen erschlossen

Ralf Högel, Produktion Nr. 16, 2012

Bei einer wegweisenden Anlage zur Bearbeitung von Lenkkonsolen der

Automations Robotic GmbH wurden zeitraubende Handhabungsprozesse

zugunsten einer Bearbeitung direkt auf den Werkstückträgern vermieden.

Mit diesem Konzept und dem Einsatz eines schnellen MOTOMAN-Sechsachsers

lassen sich neue Taktzeit-Dimensionen erschließen.

Allershausen (mg). Die Aufgabenstellung

der Anlage ist schnell

erklärt: An Lenkkonsolen aus hochwertigem

Aluminium-Druckguss

sind vier Gewinde zu formen sowie

Entgrat- und Polierarbeiten durchzuführen.

An einer von drei möglichen

Varianten ist zudem eine

Bohrung auszuführen. Geeignete

QS-Maßnahmen sollen die Qualität

der Bearbeitung sicherstellen.

„Was sich einfach anhört und

prinzipiell auch einfach umzusetzen

wäre, wird dann zur Herausforderung,

wenn höchste Anforderungen

des Kunden hinsichtlich

Taktzeiten, Verfügbarkeit, Platzbedarf

und Wartungsfreundlichkeit

konventionelle Standardlösungen

ad absurdum führen“, sagt

Walter Schaffhauser, Geschäfts-

Schwere Lasten sicher heben und bewegen

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führer der Automations Robotic

GmbH. Über ein Längstransfersystem

sind die einzelnen Stationen

der Anlage verkettet, die Werkstückträger

werden platzsparend auf

zwei parallel verlaufenden Spuren

wieder zurück zur Ausgangsposition

geführt. An den Stationen zwei

und drei werden vier Gewinde an

den Lenkkonsolen geformt. Das

Highlight dabei: Die Schraubstationen

sind über dem Transfersystem

platziert, die Bearbeitung der Aluminium-Druckguss-Konsolenfindet

direkt auf dem Werkstückträger

statt. Dadurch sind keine Handhabungsvorgänge

zu Bearbeitungsstationen

und zurück nötig. „Mit

der Bearbeitung direkt auf dem

Band können wir die sehr sportlichen

Taktzeitvorgaben von rund

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Highlight der Anlage: Die Bearbeitung der Lenkkonsolen findet direkt auf

dem Werkstückträger statt. Bild: Yaskawa

zwölf Sekunden erfüllen. Darüber

hinaus führt die kompakte Bauweise

zu erheblichen Platzeinsparungen“,

so Schaffhauser.

Die technische Herausforderung

bestand darin, die Druckgusskonsolen

auf dem Werkstückträger

derart präzise zu spannen, dass das

Gewindeformen prozesssicher bei

Produktion Nr. 16, 2012

Elegant wie eine Primaballerina

umtanzt der Roboter die Palette,

dehnt und streckt die Folie, kappt

sie und widmet sich der nächsten

Palette. Ein mobiler Stretchroboter

reagiert sehr feinfühlig auf die

einzuwickelnden Paletten: Die

Anzahl der Kopf- und Fußwicklungen,

die Hub- und Fahrgeschwindigkeit

lassen sich frei anpassen.

Landsberg (mg). Per Fotozelle erkennt

der Roboter auch unterschiedliche

Palettenhöhen. Dabei

ist es ihm egal, ob er es mit übergroßen,

sperrigen oder sogar instabilen

Paletten zu tun hat. Blitzschnell

dreht der Kleine seine Pirouetten:

Manchmal dauert eine Wicklung

weniger als eine Minute. Kemapack

stellt nun die neue Generation dieser

selbstfahrenden Stretchroboter

vor und löst damit die bisherigen

Modelle der FR-Serie ab. Optimierte

Energie-Effizienz in Verbindung

mit maximaler Mobilität - das ist der

entscheidende Vorteil der neuen

Serie, so Hersteller Kemapack. Die

verbesserte Akkutechnik mit ver-

einer geforderten Genauigkeit von

unter 0,1 mm ausgeführt werden

kann. Dazu werden die Werkstückträger

samt zu bearbeitendem Teil

vom Band abgehoben und über eine

Drucklufteinheit gespannt.

Nach dem Gewindeformen führt

die Reise weiter auf dem Transfersystem

in Richtung Roboter. Der

Verpackung

Schwanensee im Lager

Das Unternehmen

Die Kemapack GmbH, mit einer

Zentrale in Landsberg am Lech und

Verkaufsbüros in Bamberg und in

Appenzell (Ostschweiz), ist ein im

deutschsprachigen Raum agierender

Systemanbieter in der Versand-,

Verpackungs- und Logistikbranche.

Das Unternehmen hat

sich auf Produkte und Dienstleistungen

rund um die Themen Umreifen,

Stretchen und Kanten

schützen spezialisiert.

Kemapack stellt die neue Generation

seiner sogenannten

Stretchroboter vor. Die neuen

Modelle sollen mit optimierter

Energie-Effizienz und maximaler

Mobilität punkten.

Eine verbesserte Akkutechnik

mache es möglich, bis zu 200

Paletten mit einer Ladung zu

verpacken.

Bild: Kemapack

längerter Lebensdauer macht es

möglich, bis zu 200 Paletten mit einer

Ladung zu verpacken. Die Bedieneinheiten

wurden neu gestaltet.

Bis zu acht verschiedene voreingestellte

Wickelprogramme können

hierüber ausgewählt werden, die

durch individuelle Programme ergänzt

werden können.

Die Modelle FR-330 und FR-350

sind vor allem für Anwender mit einem

täglich zu stretchenden Palettenvolumen

von bis zu 30 Einheiten

interessant. FR-390 sowie FR-400

eignen sich auch für sehr hohe Volumina

und erreichen einen maximalen

Einspareffekt bei den Stretchfolien.

Sie sind daher auch als Back-Up-

Lösung bei kurzfristig anstehenden

großen Mengen ideal. Besonders

das Modell FR-400 bricht laut Kemapack

alle Rekorde: Aus nur ei-

MOTOMAN HP20D von Yaskawa

übernimmt die Fertigbearbeitung

der Lenkkonsolen. Dabei ist neben

jeder Menge Präzision auch High-

Speed gefordert, steht doch die Abarbeitung

einiger Positionen innerhalb

des 12-Sekunden-Taktes auf

dem Programm. Dazu nimmt der

HP20D mit seinem Doppelgreifer

jeweils zwei Lenkkonsolen vom

Band ab und fährt im ersten Schritt

an eine QS-Station, an der die geformten

Gewinde sensorisch überprüft

werden. Gibt die Qualitätskontrolle

grünes Licht, steuert der

Sechsachser mit den beiden Lenkkonsolen

in der Hand die Polier-

und Entgratstation an. Hier stehen

diverse Operationen an. Nach deren

Abarbeitung wäre mit der Übergabe

der Lenkkonsolen an eine

Teilereinigunganlage der Job für

den Roboter erledigt – stünden da

nicht schon die nächsten Konsolen

parat.

Die Anlage läuft im Drei-Schicht-

Betrieb nahezu rund um die Uhr.

Der jährliche Output der Anlage soll

bei 850 000 Einheiten liegen.

www.yaskawa.eu.com

nem Meter Stretchfolie macht der

kleine Kerl gleich fünf Meter. Dies

reduziere die Kosten für

Stretchfolien mit jeder Wicklung

um 65 %. Damit auch die 1000. Tanzvorstellung

noch ein voller Erfolg

wird, bietet Kemapack einen Rundum-Service

für Reparaturen, Wartung,

Ersatzteile und UVV-Prüfung.

Gleichzeitig garantiert das umfangreiche

Sortiment an Verbrauchsmaterialien,

dass für jeden Zweck die

richtige Stretchfolie zur Verfügung

steht. Eine hauseigene Verbrauchsoptimierungs-Softwareerrechnet

dabei die effizienteste Maschinen-Folien-Lösung.

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19. April 2012 · Nr. 16 · Produktion · Roboter, Montage- und Handhabungstechnik · 25

Greifen

Von Pneumatik auf Elektrik umstellen - kinderleicht

Produktion Nr. 16, 2012

Der elektrisch angetriebene Kleinteilegreifer EGP von Schunk lässt sich

laut Herstellerangaben so einfach ansteuern, dass der Umstieg von

pneumatischen auf elektrische Greifmodule zum Kinderspiel wird.

Lauffen (mg). Der EGP punktet

mit hohem Tempo bei gleichzeitig

hoher Greifkraft, so Schunk. Eine

leistungsfähige Kreuzrollenführung

gewährleiste einen hohen

Wirkungsgrad und mache ihn zu

einem dynamischen und leistungs-

Ringtransfersystem

für Medizintechnik

Produktion Nr. 16, 2012

Mit dem Ringtransfersystem RTS

vervollständigt Teamtechnik jetzt

ihr Sortiment an Anlagenplattformen

für die Medizintechnik.

Das Ringtransfersystem RTS von

Teamtechnik ist kurvengesteuert und

sehr kurztaktend. Bild: Teamtechnik

Friedberg (mg). Der Neuzugang

RTS ergänzt als kurvengesteuerte

und damit extrem kurztaktende

Maschine das Portfolio der hochflexiblen

Anlagen von Teamtechnik.

Mit einer Taktfrequenz von bis

zu 120 Takte pro Minute und einer

Verfügbarkeit von 98 % steht die

RTS für den zuverlässigen Output

sehr hoher Stückzahlen, so Teamtechnik.

Durch ihre kompakte Bauweise

braucht sie in der Produktionshalle

nur wenig Platz. Die RTS

XXS arbeitet beispielsweise auf nur

1,40 m 2 zuverlässig im Akkord, so

Teamtechnik. Mit einer Positioniergenauigkeit

von plus/minus

0,05 mm und einer Planlaufgenauigkeit

von plus/minus 0,03 mm ist

die RTS XXS das perfekte Grundsystem

für Präzisionsanwendungen

wie Füge- und Prüfprozesse,

Ultraschallschweißen oder Dosiertechniken,

heißt es. Die RTS XXS

eignet sich laut Teamtechnik für

Baugruppen aus zwei bis fünf Bauteilen

bei einer Jahresstückzahl ab

500 000 Stück.

Das Unternehmen mit Sitz in

Freiberg am Neckar fertigt seit über

35 Jahren intelligente und zuverlässige

Automatisierungslösungen

für die Medizin-, Solartechnik und

Automobilindustrie. Die Anlagen,

mit Schwerpunkt auf Montage und

Prüfung, zeichnen sich durch modularen

und standardisierten prozessorientierten

Aufbau aus.

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fähigen Experten für anspruchsvolle

Pick-&-Place-Anwendungen.

Da der EGP auf der Plattform des

pneumatischen Kleinteilegreifers

MPG-plus basiert, bietet er zusätzliche

Vorteile: So können Anwender

die Sensorik des MPG-plus in

MONTAGE- UND HANDHABUNGSTECHNIK

INDUSTRIELLE BILDVERARBEITUNG

ROBOTIK POSITIONIERSYSTEME

ANTRIEBSTECHNIK SENSORIK

STEUERUNGSTECHNIK SICHERHEITS-

TECHNIK VERSORGUNGSTECHNIK

vielen Fällen auf den EGP übertragen

und vorhandene Anlagen im

Handumdrehen von Pneumatik

auf Elektrik umstellen, so Schunk.

Die Ansteuerung erfolgt digital direkt

oder über Sensorverteiler (auf/

zu). Wie der MPG-plus kann auch

der EGP sowohl seitlich als auch

bodenseitig durch- und angeschraubt

werden. Am Greifergehäuse

wurde überschüssiges Material

eingespart, zudem besteht es

aus einem speziellen Hochleis-

tungsaluminium. Davon profitieren

die Dynamik und die Energie-

Effizienz der übergeordneten Anlage.

Zunächst gibt es den EGP in

Baugröße 40. Er ist für Werkstückgewichte

bis 675 g ausgelegt und

hat eine Greifkraft von 135 N bei

einer Schließzeit


26 · Praxis · Produktion · 19. April 2012 · Nr. 16

Fassadengestaltung mit Edelstahl

Schutz und optisches Gestaltungsmittel

Produktion Nr. 16, 2012

In der Fassadengestaltung aktueller Architektur erfüllt rostfreier Edelstahl

sowohl funktionelle als auch ästhetische Aufgaben. So kommt an

einem Hochhaus in Sydney großflächiges Ringgeflecht aus rostfreiem

Draht der Sprint Metal GmbH zum Einsatz.

Reichshof-Pochwerk (rm). Das

an ein Kettenhemd erinnernde

Edelstahlgeflecht dient einerseits

als Umzäunung eines Kinderspielbereichs

und setzt andererseits mit

einer Länge von etwa 90 m und einer

Höhe von bis zu 17 m einen

optischen Akzent an der unteren

Fassade des Hochhauses. Architektonische

Kettengeflechte in diesen

Dimensionen werden von der

proMesh GmbH im württembergischen

Mühlacker hergestellt.

In der Fassadengestaltung haben

Kettengeflechte im Vergleich

zu anderen Materialien einen Vorteil:

Sie bilden eine einheitliche

und auf Hochglanz polierte Oberfläche,

die beispielsweise auch als

Plattform für Lichtinstallationen

dienen kann. Darüber hinaus ist

rostfreier Edelstahl wartungsarm

und lässt sich zu 100 recyceln.

Beim Projekt in Sydney, das in

der Planungsphase mehrfach ausgezeichnet

wurde, umschließt das

Ringgeflecht den Outdoor-Spielbereich

einer im Hochhaus untergebrachten

Kindertagesstätte wie

ein luftdurchlässiger Vorhang. Mit

seinen etwa 1 500 m² umhüllt der

geflochtene Edelstahldraht fast ein

Drittel des ovalen Gebäudes in den

unteren Stockwerken.

Da das Hochhaus in unmittelbarer

Nähe zum Hafen von Sydney

errichtet wird, sind die Anforderungen

an das verwendete Material

hoch: Der rostfreie Edelstahl

muss sowohl der salzhaltigen Luft

als auch den Belastungen durch

Wind langfristig standhalten. Zu-

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dem sind die Verarbeitungseigenschaften

sowohl bei der Drahtherstellung

als auch beim Biegen und

Schweißen der Kettenringe wichtig.

Sprint Metal hat daher für diese

Anwendung einen Draht aus dem

austenitischen Werkstoff 1.4404

empfohlen, der beispielsweise

häufig im Offshore-Bereich eingesetzt

wird. Er behält auch geschweißt

eine hohe Beständigkeit

gegen interkristalline Korrosion.

Um einen einheitlichen Farbeindruck

über die gesamte Fläche des

Geflechts zu erreichen, standen im

Produktions- und Verarbeitungsprozess

des Drahtes Oberfläche

und Zusammensetzung des Materials

im Vordergrund. Denn selbst

kleinste Abweichungen in der Zusammensetzung

einer Legierung,

wie sie innerhalb der Norm immer

auftreten, können zu Veränderungen

im Farbton führen. Deshalb hat

man sich entschlossen, die gesamten

7 t Material in einer einzigen

Charge zu erschmelzen und den

Verarbeitungsprozess in engen Toleranzen

Schritt für Schritt detailgenau

zu kontrollieren.

Edelstahl-Fassaden

Rostfreier Edelstahl eröffnet zahlreiche

Anwendungsformen in der

Fassadengestaltung, beispielsweise

großformatige Kettengeflechte

am Hochhaus in Sydney oder gewebten

Stahl als vorgelagerte und

beleuchtete Blendfassade an der

Firmenzentrale von Swarovski.

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ELEKTRISCHE ANTRIEBSTECHNIK Kleinstantriebe bewegen Serviceroboter Seite 14

MECHANISCHE ANTRIEBSTECHNIK Getriebe für den Antriebsstrang von Pressen Seite 35

ANTRIEBSAUTOMATISIERUNG Achssynchronisation in Folienstreckanlage Seite 44

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Bewegung

Möglichkeiten der antriebs integrierten

Sicherheit mit dem Portfolio von Pilz S. 40

Ein an ein Kettenhemd erinnerndes Edelstahlgeflecht setzt mit einer Länge

von etwa 90 m und einer Höhe von bis zu 17 m einen optischen Akzent an der

unteren Fassade eines Hochhauses. Bild: Sprint Metal Edelstahlziehereien GmbH

Die Erschmelzung des Werkstoffs,

die Herstellung des Walzdrahts

mit einer Dicke von 8 bis 10

mm und die Weiterverabeitung zu

einem Vorziehdraht mit einem

Durchmesser von 1,6 mm übernahm

die französische Schmolz +

Bickenbach-Konzerntochter

Ugitech nach den Vorgaben von

Sprint Metal.

Im deutschen Werk in Reichshof

fertigte die Edelstahlzieherei

schließlich den Architekturdraht

mit einem Durchmesser von 1,1

mm. Hierfür wurde der Vorziehdraht

Zug um Zug mit bis zu 30

Ziehsteinen pro Ziehmaschine auf

den gewünschten Durchmesser

reduziert. Durch die anschließende

Wärmebehandlung, die eine

definierte Wärmezufuhr mit festgelegter

Haltezeit und Abkühlung

beinhaltete, erzielte Sprint Metal

schließlich eine gesteigerte Streckgrenze

und Zugfestigkeit des Mate-

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6

11

12

16

�� �����

���������������

‚Erneuerbare‘: Verbände

zeigen sich geschockt Japanische Roboter ‚made in China‘

��������� ����. Die für Photovoltaikanlagen

geplante Begren- ������ �������

die Wettbewerbsfähigkeit aufgrund

zung der EEG-Förderung auf 85 ���������� ��. �� , ����

steigender Abnehmerpreise.“

bis 90 % des erzeugten Stromes

Bei Fanuc Robotics hingegen

Japanische Roboterhersteller

durch die Bundesregierung sorgt

erwägt man keinerlei (Produk-

für mächtigen Wirbel. Seite 4 überdenken ihre Produktionsstrations-)

Schritte ins Ausland. Ganz

tegien, manche wagen den Schritt

im Gegenteil. Das Unternehmen

ins asiatische Ausland, auch nach

hat erst Ende 2011 eine neue Robo-

Bauteil-Komplexität

terfabrik eröffnet, Standort Oshino,

China. Doch deutsche Hersteller

fordert Zerspanung

Präfektur Yamanashi, Japan. „Die

haben einen Vorsprung und sind

neue Roboterfabrik mit einer Jah-

��������� ����. Im Wachstums- bereits im Reich der Mitte.

reskapazität von 60 000 Stück ist ein

markt Medizintechnik steigen

eindrucksvoller Beweis, dass Ferti-

die Ansprüche an Präzision und ���������. Als erster großer Pronem Jahr, aber auch von

gung auch in einem Hochlohnland

Qualität der hergestellten Produzent von Industrierobotern wird der starken Yen-Aufwer-

wie Japan durchaus beherrschbar

dukte. Die zunehmende Bauteil- Yaskawa Electric eine zusätzliche tung ausgeht, soll dem-

und sinnvoll ist“, erklärt Olaf C.

komplexität schraubt darüber Roboterfabrik in China bauen – Nanach künftig mit der neuen

Gehrels, Präsident der Fanuc Lux-

hinaus die Anforderungen an die turkatastrophen und Yen-Aufwer- Produktionspolitik begeg-

Ab März 2012 wird embourg Corporation. Eine extrem

Zerspanung nach oben. Seite 10 tung im Hinterkopf. 16 Mio Euro net werden. „Dies gibt auf

der japanische Robo- hohe Fertigungstiefe mit höchstem

investiert das Unternehmen in die mittlere Sicht auch unseterhersteller

Yaskawa Automatisierungsgrad seien zur

neue Roboterfabrik im chinesiren europäischen Kun-

Electric erstmals seine Herstellung wettbewerbsfähiger

Werkzeugmaschinen im schen Changzou, Provinz Jiangsu. den mehr Planungssi-

Industrieroboter auch Roboter vonnöten. Das Unterneh-

Westentaschenformat Ab März 2013 werden dort bereits cherheit“, so Stern.

in China produzieren. men betont seine ungebrochene

im ersten Jahr rund 2 500 Roboter Auch Seiko Epson hat

Bild: Yaskawa Electric Profitabilität – massiven Wechsel-

��������� ����. Kleine Teile sind hergestellt, die Kapazität soll da- im vergangenen Jahr

kursschwankungen und der mo-

groß im Kommen. Ein Paradebeinach jedoch rasch gesteigert wer- eine Produktion in Chimentan

außergewöhnlich dramaspiel

für die Präzisionsbearbeiden. Die Gründe für diesen Schritt na aufgezogen. Hier

tischen Euroschwäche zum Trotz.

tung mechanischer Miniatur- ins asiatische Ausland sind viel- laufen derzeit rund

Den Weg nach China hat der

Bauteile ist die Uhrenindustrie. schichtig. „Im Rahmen unserer 100 Roboter monat-

deutsche Roboterproduzent Kuka

Seite 15 globalen Strategie hatten wir uns lich vom Band. Neben

jedoch bereits vor einigen Jahren

bereits vor zwei Jahren entschie- der Infrastruktur ei-

beschritten. Seit 2009 lassen die

den, unsere Roboterfertigung regines Landes, sieht man

Augsburger nach dem Prinzip „Asi-

���� ��� �����

onal zu verteilen“ ,erklärt Manfred bei Epson weitere

en für Asien“ lokal vor Ort ihre Ro-

Stern, President und CEO von Yas- Gründe für eine Produkboter

montieren. Das Unternehmen

�� ��� ����... kawa Electric Europe. „Seit letztem tionsaufteilung auf verschiedene Deutschland GmbH. „China ist geht aktuell sogar schon den nächs-

investieren die chinesischen Ja- Jahr fertigen wir beispielsweise die Standorte: „Wenn ich in dem Land mittelfristig neben Europa und ten Schritt und erweitert seine chide-Werke

in Offshore-Wind- Robotersteuerungen für die EMEA- produziere, in dem ich einen wach- Amerika einer der wichtigsten Abnesische Fertigung. 5 000 Roboter

kraftanlagen in Wilhelmshaven. Märkte hier in Europa.“ Der Produksenden Teil meiner Produkte versatzmärkte für unsere Automati- pro Jahr kann Kuka dann Ende 2012

tionsstandort China sei deshalb ein kaufen möchte, unterliege ich keisierungslösungen und eine sehr allein in China herstellen.

weiterer Schritt der StrategieumnerleiWechselkursschwankun- starke Währung in dem produziesetzung.

Dem Risiko, das sowohl gen“, sagt Volker Spanier, Leiter renden Land – beispielsweise ein Sagen Sie uns Ihre Meinung:

�������

von Naturkatastrophen wie vor ei- Factory Automation der Epson starker Yen – vermindert zunächst redaktion@produktion.de

„Nachhaltige Produktion und

Technologie sind neue Treiber

unserer Forschung.“ �������-�������

Prof. Dr.-Ing Thomas Bauernhansl

Völlig neuartiger Elektroantrieb in Entwicklung

���������� ��. �� , ����

cher des so genannten ‚Wachs-

Produktiver!

tumskerns‘, in der Interdisziplinari-

Unter dem Motto LEANTEC-An-

Hybridfutter ROTA NCM

tät. Eine der Herausforderungen

Zentrieren und deformationsfrei trieb engagieren sich Unterneh-

des Projekts ist die Großserienpro-

spannen in Sekundenschnelle men und Forschungseinrichtunduktion

der Komponenten aus

gen aus Sachsen und Thüringen

Sinter- oder Verbundwerkstoffen.

Leistungssteigerung bei geringer

mit dem Ziel, einen völlig neuarti-

Masse und minimiertem Bauraum

gen Elektroantrieb auf den Markt

ist einer der grundlegenden Schrit-

zu bringen.

te in Richtung Energie-, Materialund

Ressourceneffizienz.

�������� ����. Die neue elektri-

Rohstoffe sowie deren Beschafsche

Antriebseinheit soll die techfung

und Preisentwicklung spielen

nologische Lücke zwischen Direkt-

aktuell eine entscheidende Rolle

�������

antrieben und klassischen Motor- Für den Rotor werden bisher im Motorbau unübliche Sinterwerkstoffe

beim Entwurf neuer Antriebskon-

SCHUNK_Premiumplatzierung_SammlungClaim_2012.indd 28.02.12 15 12:11

Getriebe-Kombinationen schlie- und CFK gewählt. Bild: SAMAG zepte. Der Verzicht auf Seltene Er-

Redaktion:

Tel.: (0 81 91)125-310, Fax: (0 81 91)125-312 ßen. Material-, Ressourcen- und

den beispielsweise schont nicht

Anzeigen:

Energieeffizienz trägt zur Zukunfts- geringes Gewicht aus. So ist der Bündnisses „So leicht geht An- nur knappe endliche Ressourcen,

Tel.: (0 81 91) 125-497, Fax: (0 81 91)125-304 fähigkeit des Antriebs bei.

Rotor durch den Einsatz von Vertrieb“. Die Innovation liegt laut Dr. sondern bedeutet auch eine Unab-

Abo-Service:

Die Antriebsplattform zeichnet bundwerkstoffen deutlich leichter. Michael Schmidt, Geschäftsführer hängigkeit von einem schwer ein-

Tel.: (0 61 23)9238-257, Fax: (0 61 23)9238-258

sich durch geringe Bauhöhe und Entsprechend lautet das Motto des von BITSz engineering und Sprezuschätzenden Monopolanbieter.

Seite 01 Titelseite PRO_2012_11.indd 1 12.03.2012 10:54:11

verlag moderne industrie GmbH

Justus-von-Liebig-Str. �

����� Landsberg

Vertretungsberechtigt: Fabian Müller

rials. 1,1 mm im Durchmesser ist

für Sprint Metal bereits ein sehr

dicker Draht. Denn man fertigt

auch Drähte, die fünfmal dünner

sind als ein menschliches Haar. Die

Herausforderung im konkreten

Fall bestand darin, ein Produkt

vom Schmelzwerk an kontrolliert

zu konzipieren, zu produzieren

und alle Qualitätsanforderungen

detailgenau umzusetzen. Denn

um in der Zieherei eine gleichbleibend

glänzende Oberfläche zu erzeugen,

muss auch eine Konstanz

des Vormaterials gegeben sein.

Zudem wurden alle Parameter exakt

überwacht, wie etwa die exakte

Einhaltung der Glühtemperatur.

Aus dem fertigen Draht produzierte

die proMesh GmbH im württembergischen

Mühlacker das

Ringgeflecht alphamesh. Das auf

Metallgeflechte spezialisierte Unternehmen

verarbeitete rund 7 t

Draht mit einer Gesamtlänge von

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HRB Augsburg �����

pro_konstruktion_hannover_2012_198x137.indd 1 16.03.2012 14:59:46

über 920 km zu einem Kettengeflecht,

das nach dem gleichen

Webmuster aufgebaut ist wie ein

mittelalterliches Kettenhemd. Dabei

umschließt jeder einzelne Ring

vier weitere.

Doch während früher alle Kettenglieder

mühsam gebogen und

verschweißt werden mussten, wird

das moderne Werkstück durch

spezialisierte Ringgeflechtsmaschinen

in nahezu endlosen Abmessungen

hergestellt. Dabei wird

der Draht in die Maschine eingeführt,

entsprechend dem eingestellten

Ringdurchmesser in der

erforderlichen Länge abgeschnitten,

zu einem Ring gebogen und

abschließend an den beiden Drahtenden

miteinander verschweißt.

Die Länge der Geflechtstreifen

richtet sich nach individuellen Anforderungen

– beim Sydney-Projekt

waren es bis zu 17 m.

920 km Draht werden

zu 1 500 m² Geflecht

Innerhalb der Unternehmensgruppe

Friedrich Münch werden

unter anderem auch schnitt- und

stichfeste Kettenhandschuhe und

Stichschutzwesten produziert. Die

Poliermaschine, die die fertigen

Bahnen auf Hochglanz bringt, ist

eine Sonderanfertigung. Hierbei

werden Bearbeitungsspuren und

Schweißrückstände wie Zunder

vom Werkstück entfernt. Letzter

Arbeitsschritt in Sydney ist das

Verbinden der Bahnen. Hunderte

Kettenringe werden dabei mit Hilfe

von durchgefädelten Edelstahlseilen

miteinander verbunden.

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Schnelle

Distanzmessung

Produktion Nr. 16, 2012

Für dynamische Positionierungsanwendungen,

die eine kontinuierliche

und schnelle Ist-Positionserfassung

des zu positionierenden

Objektes erfordern, eignet sich

das Distanzmessgerät FLS-C von

Dimetix.

CH-Herisau (rm). Mit Lasertechnik

misst es berührungslos die aktuelle

Position des zu verfahrenden

Objektes mit einer fixen Messrate

von 200 Hz und einer absoluten

Genauigkeit von 1 mm. Das Gerät

hat eine typische Messwert-Reproduzierbarkeit

von 0.3 mm. Messungen

von Distanzen bis 500 m

und Verfahrgeschwindigkeiten bis

10 m/s sind möglich.

Es ist mit einem robusten Metallgehäuse

ausgestattet und erfüllt

die Schutzklasse IP65. Mit Hilfe einer

optionalen Heizung misst das

Distanz-Messgerät auch bei tiefen

Umgebungstemperaturen bis -40

°C zuverlässig. Seine Funktionspalette

unterstützt einen flexiblen

und vielseitigen Einsatz.

www.dimetix.com


Exporthandbuch Russland

Produktion Nr. 16, 2012

Frankfurt (mn). Russlands Markt

für erneuerbare Energien wächst.

Ein neues Exporthandbuch der

Deutschen Energie-Agentur GmbH

(dena) für Unternehmen der erneuerbaren

Energien-Branche

zeigt, wie diese Chancen genutzt

werden können.

Die rund 170 Seiten starke Studie

geht detailliert auf die Energiesituation,

natürliche Ressourcen und

Potenziale der Erneuerbaren sowie

politische Ziele und Strategien ein.

Energie-Spar-Tipp

Energie aus Abgas

wärmt Stahlschrott vor

Produktion Nr. 16, 2012

Er gewinnt Energie aus dem

heißen Abgas zurück und senkt so

die Kosten um etwa 20 %: Ein neuer

Lichtbogenofen von Siemens,

der Stahl aus Eisenschrott erzeugt.

München (mn). Für die Stahlherstellung

aus Eisenschrott ist das

Elektrostahlverfahren besonders

gut geeignet: Der Schrott wird mit

einem Lichtbogen auf Temperaturen

von mehr als 1500 °C gebracht,

um ihn zu verflüssigen. Neben

Schrott können auch Roheisen

oder Eisenschwamm eingesetzt

werden. Das Verfahren benötigt

enorme Mengen elektrische Energie,

erzeugt viel Kohlendioxid und

kann zu Schwankungen in der

Stromnetzstabilität führen.

Der neue Ofentyp ‚Simetal EAF

Quantum‘ reduziert den CO2-

Ausstoß und spart Energie und

Kosten ein, indem er bewährte

Elemente aus der Schachtofentechnologie

mit neuen Verfahren

kombiniert. Die Energie des heißen

Abgases wird zu einem großen

Teil zurück gewonnen und

wärmt den Stahlschrott vor dem

Einschmelzen auf mehr als 600 °C

vor. Da die Menge an zugegebenem

Schrott im Verhältnis zum

Auch Entwicklungstrends, Branchenstrukturen

und Projektbeispiele

werden erörtert. Im Fokus

stehen dabei die rechtlichen Rahmenbedingungen,

welche zusammen

mit vor Ort tätigen Rechtsanwälten

erarbeitet wurden.

Das Exporthandbuch ‚Erneuerbare

Energien Russland 2012‘ wird

im Rahmen der Exportinitiative

erneuerbare Energien des Bundesministeriums

für Wirtschaft und

Technologie (BMWi) publiziert. Es

kann bestellt werden unter

www.exportinitiative.de

Flüssigstahl gering ist, spricht

man von einem Flachbadprozess.

Dieser reduziert die Belastungen

am Ofen sowie die Netzrückwirkungen.

Zusätzlich hat der Ofen

ein neues Kippkonzept für das

Untergefäß und ein optimiertes,

patentiertes Abstichsystem. Damit

erreicht der Betreiber sehr

kurze Schmelzfolgezeiten von etwa

36 Minuten. Insgesamt sinkt

die CO2-Emission im Vergleich zu

herkömmlichen Lichtbogenöfen

um bis zu 30 %. Der Ofen hat ein

Abstichgewicht von 100 Tonnen

Flachbadprozess verringert

Schwankungen im Stromnetz

und eine Jahreskapazität von etwa

1,2 Millionen Tonnen Stahl unterschiedlicher

Sorten.

Speziell für den Einsatz von Eisenschwamm

hat Siemens mit

dem ‚Simetal EAF FAST DRI‘ einen

weiteren Lichtbogenofen

entwickelt, der das Aufheizen mit

Strom und das Nachladen von

Eisenschwamm auch während

des Abstichs ermöglicht. Das verkürzt

die Schmelzfolgezeiten und

senkt den spezifischen Energieverbrauch.

Ein 150-Tonnen-Ofen

kann so eine Produktivitätssteigerung

von rund 15 % erreichen.

www.siemens.com

Der erste Quantum-Elektrolichtbogenofen der Welt wird derzeit beim Stahlproduzenten

Talleres y Aceros in Mexiko errichtet. Bild: Siemens

19. April 2012 · Nr. 16 · Produktion · Energie-Effizienz · 27

Produkt der Woche

Kompakt und leistungsstark

Wels (mn). Besonders für industrielle

oder gewerbliche PV-Anlagen

eignet sich der neue Zentralwechselrichter

von Fronius mit

seiner Leistung von 100 kW (Kilowatt),

Der dreiphasige ‚Fronius

Agilo‘ gehört trotz seiner hohen

Leistung mit 850 kg zu den Kompaktesten

seiner Klasse.

Er ist der erste Zentralwechselrichter

dieser Leistungsklasse, der

vollständig vom Installateur instal-

Schall macht Messen für Märkte

26. Control

Internationale

Fachmesse für

Qualitätssicherung

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Stuttgart

. Messtechnik

. Werkstoff-Prüfung

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liert, in Betrieb genommen und

gewartet werden kann. Der maximale

Wirkungsgrad von 97,2 %

garantiert höchste Erträge. Der

‚Fronius Agilo‘ ist kompatibel mit

der ‚Fronius DATCOM‘, dem Datenkommunikationssystem

für

die PV-Anlagenüberwachung. Die

Vorserien-Tests zur Sicherstellung

der hohen Qualitätsansprüche

wurden bereits gestartet.

www.fronius.com

‚Fronius Agilo‘– Wechselrichter für

indstrielle PV-Anlagen. Bild: Fronius

Positioniersysteme

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28 · Management · Produktion · 19. April 2012 · Nr. 16

Interview

Die Cloud soll Arbeitsplätze schaffen

Produktion Nr. 16, 2012

Welche Microsoft-Produkte

werden heute bereits in der

Cloud genutzt?

Mittlerweile nutzen über 5000

Kunden unterschiedlicher Branchen

und Größen das Cloud-Angebot

Office 365. Zudem steht MS

Dynamics CRM Online zur Verfügung

und ebenso MS Windows Intune,

ein Service für die PC-Verwaltung

und den Schutz vor

Schadsoftware, der zu einem monatlichen

Festpreis Upgrades auf

die neueste Enterprise-Version

von Windows umfasst. Alle Produkte

können kostenlos und unverbindlich

in der Cloud getestet

werden.

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Wolfgang Brehm, Microsoft

Nach den Office- und CRM-Anwendungen will Microsoft gegen Ende

des Jahres Cloud-ERP-Angebote ins Rennen schicken. Wir sprachen

darüber mit Wolfgang Brehm, Direktor bei Microsoft Deutschland.

Cloud-Round-Table

Terminblocker: 8. Mai

Am 8. Mai um 12:00 Uhr findet die

Produktion-Expertenrunde zum

Thema Cloud Computing live unter

www.produktion.de/cloud statt.

Neben Wolfgang Brehm, Direktor

Mittelstand, Distribution und Fachhändler

bei Microsoft, diskutieren

Klaus Berle, Manager Cloud Competence

Center bei Hewlett-

Packard, Frank Strecker, Director of

Cloud Computing, IBM Deutschland,

und Gérard Richter, Cloud Experte

und Partner bei Oliver Wyman.

Moderation: Claus Wilk,

stellv. Chefredakteur der Fachzeitung

Produktion.

Vor allem schwankende Rohstoffpreise

bezeichnen Maschinenbauer als

Risiko für ihr Unternehmen. Bild: Fotolia

Wie groß können die Kostenvorteile

bei Cloud-Anwendungen

tatsächlich sein?

Ein Berechnungsbeispiel für Office

365 hat Kosteneinsparungen von

etwa 70 Prozent ergeben. Das ist

sicher nicht bei jedem Anwender

gleich. Viele Aspekte lassen sich

jedoch nur schwer quantifizieren,

darunter die Flexibilität, jederzeit

nach oben oder unten zu skalieren.

Ein Vorbehalt ist nach wie vor

das Thema Datensicherheit. Gerade

für Microsoft dürfte es

problematisch sein, dass durch

den Patriot Act in den USA das

Thema Datenschutz anders aufgestellt

ist als zum Beispiel in

Deutschland. Wie geht Microsoft

damit um?

Seit Dezember 2011 können Office-365-Kunden

konkrete Vertragsbestimmungen

nutzen, die

neben anderen datenschutzrechtlichen

Regelungen die EU-Standardvertragsklauseln

– auch als

EU Model Clauses bekannt – beinhalten.

In Kombination mit der

Auftragsdatenverarbeitung ist damit

eine rechtlich abgesicherte

Lösung vorhanden. Die Hauptrechenzentren

sind zudem in Irland

und den Niederlanden angesiedelt.

Man sollte sich bei dieser

Diskussion auch klar machen,

dass die deutschen Behörden ähnliche

Anforderungen an Daten

stellen können, wie es in den USA

der Fall ist. Im Vergleich: 2010 gab

Gunnar Knüpffer, Produktion Nr. 16, 2012

es in den USA 3 194 gerichtlich genehmigte

Abhöranordnungen, bei

deutschen Behörden waren es

5 301 Verfahren im Jahr 2009.

Ende des Jahres soll es Dynamics

NAV in der Cloud-Variante

geben. An welche Unternehmen

richtet sich die Cloud-Lösung?

Mit NAV sprechen wir den Kern-

Mittelstand an. Bei gehobenen

Mittelstandsunternehmen oder

Großunternehmen, insbesondere

mit internationalen und verteilten

Strukturen positionieren wir Dynamics

AX, das mit dem nächsten

Release auch in der Cloud verfügbar

sein wird. Die Cloud-Variante

lässt sich sofort einsetzen, weil sie

die gleiche Funktionalität wie die

On-Premise-Lösung umfasst.

Wann würde sich Ihrer Ansicht

nach ein Unternehmen, das be-

Schwankende Rohstoffpreise sind für Maschinenbauunternehmen

das Risiko Nummer 1. Einer Studie der Deutschen Bank zu Folge wird

deshalb für den Mittelstand ein Risikomanagement wichtiger.

Frankfurt. Für schwierige Zeiten

wappnen sich vor allem Unternehmen

aus dem Maschinenbau. Fast

80 % gehen von einem steigenden

Stellenwert des Risikomanagements

in den kommenden fünf

„Besonders der Maschinen-

und Anlagenbau

kann von der Cloud

profitieren.“

Wolfgang Brehm ist Direktor

Mittelstand, Distribution und

Fachhändler der Microsoft

Deutschland GmbH.

Bild: Microsoft

reits eine ERP-Software einsetzt,

auf ein Cloud-ERP einlassen?

Bei größeren Unternehmen könnten

die Niederlassungen in Hy-

brid-Szenarien mit dem Cloud-

ERP angebunden werden. Ansonsten

wird sich sicher dann etwas

bewegen, wenn die ERP-Lösung in

die Jahre kommt. Denkbar sind

auch Szenarien, in denen durch

eine Akquisition zum Beispiel ein

neues Unternehmen schnell in die

eigene Strategie eingebunden werden

soll. In den nächsten Jahren

werden wir eine ganze Reihe von

Hybrid-Lösungen sehen. Speziell

im Maschinen- und Anlagenbau

könnten zeitlich limitierte Projekte

an verteilten Standorten, zum

Beispiel für ein Joint Venture in

China, von der Cloud profitieren.

Wie oft hören Sie von Kunden,

dass ihre Prozesse zu individu-

der Einschätzung des Gesamtmarktes

(71 %). Rund drei Viertel

messen dem Risikomanagement

einen sehr hohen oder hohen Stellenwert

bei (73 %). Im Vergleich

zum Sommer 2011 ist das ein Zuwachs

um fünf Prozentpunkte.

Trotzdem verfügt nur gut jede

zweite Firma über ein systematisches

Risikomanagement (57 %).

Am häufigsten nennen KMU

schwankende Rohstoffpreise als

Risiko (60 %), gefolgt von schwan-

ell sind, als dass sie in einer Public-Cloud-Umgebungabgebildet

werden könnten? Und wie

antworten Sie auf diese Bedenken?

Die Branchenlösungen der Partner

werden zum Start des Cloud-

Angebots zur Verfügung stehen, so

lässt sich gut 90 Prozent dessen

adaptieren, was ein Maschinen-

und Anlagenbauer benötigt. Der

Rest kann wahlweile in der Cloud

oder on premise abgebildet werden,

Hybrid-Lösungen sind denkbar.

Genau die Unternehmen, die

sehr viel Wert auf die individuelle

Anpassung legen, können also –

wenn das Rechenzentrum im Keller

wegfällt – die frei werdenden

Ressourcen in den Aufbau individueller

Workflows und Services

stecken.

Sind IT-Leiter eigentlich die passenden

Ansprechpartner für

Cloud-Lösungen im Unternehmen?

Vielfach dürfte doch der

Eindruck entstehen, dass die IT-

Abteilung an dem Ast sägt, auf

dem sie sitzt, wenn sie sich auf

Cloud-Angebote einlässt…

Der Königsweg besteht darin, den

IT-Leiter zu überzeugen, aber es

ist in der Tat sehr wichtig, den

kaufmännischen Leiter oder CFO

ins Boot zu holen. Die Angst vor

Personalabbau ist jedoch nicht

berechtigt, denn die Ressourcen

können auch genutzt werden, um

die IT besser auszurichten. Einer

aktuellen IDC-Studie zufolge sollen

bis 2015 in Deutschland gut

250 000 Arbeitsplätze durch Cloud

Computing geschaffen werden,

Grund sind Umsatz- und Produktivitätssteigerungen

durch die

Cloud. Besonders wird hier die

Fertigungsindustrie profitieren.

Deutsche-Bank-Umfrage

Maschinenbauern bereiten Rohstoffpreise Sorgen

Jahren aus (78 %), ergab eine Studie

der Deutschen Bank. Knapp 90 %

der Maschinenbauer mit Risikomanagement

sind überzeugt, dass

sich dieses schon jetzt für sie auszahlt

(87 %). Das liegt deutlich über

kenden Energiepreisen, die für fast

jedes zweite Unternehmen ein Risiko

darstellen (44 %). Jedes dritte

Unternehmen (33 %) stuft Währungsrisiken

für das Geschäft als

kritisch ein. Der Maschinenbau ist

besonders stark von volatilen Rohstoffpreisen

(68 %) und Wechselkursrisiken

(51%) betroffen. Fast

jeder zweite Firma bezeichnet Liquiditätsrisiken

(45%) und Ausfallrisiken

im Ausland (43%) als Gefahr

für den Erfolg.

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Technik und Wirtschaft

für die

deutsche Industrie


Digital factory

Synergien mit Automation

Daniela Hoffmann

Produktion Nr. 16, 2012

Die Digitale Fabrik rückt dieses

Jahr auf Kuschelnähe an die

Industrieautomation heran. Cloud

und Mobility im PLM-Umfeld sind

die weiteren Schlagworte der

‚Digital Factory‘.

Hannover (ilk). Die Digital Factory

wird sich diesmal in Halle 7 abspielen,

zentral gelegen in Verbindung

mit der Industrial Automation.

„In der Verknüpfung von Unternehmens-

und Automations-IT

stecken enorme Potenziale für die

Industrie. Mit der Nachbarschaft

beider Leitmessen wächst nun

räumlich zusammen, was auch

thematisch immer näher aneinander

rückt“, meint Psipenta-Geschäftsführer

Alfred M. Keseberg.

Zum Spektrum gehören virtuelle

Produktentwicklung, PLM, ERP

und MES, Rapid Manufacturing

und Prototyping.

Das PLM-Anbieterlager ist breit

in Hannover vertreten und wartet

mit neuen Technologien auf – eine

gute Gelegenheit, sich ausführlich

über aktuelle Trends zu informieren.

„Viele Unternehmen sind das

Thema Anforderungsmanagement

noch nicht so systematisch angegangen,

das ändert sich gerade.

Zudem setzen sich insbesondere

kleinere Unternehmen verstärkt

mit PDM/PLM-Lösungen auseinander.

Im Rahmen von Traceability-Anforderungen

wird auch der

kleinere Anbieter bestürmt, eine

Die Fraktion der PLM-Anbieter ist zur Hannover Messe typischerweise wieder

stark vertreten. Großes Thema: Cloud-PLM! Bild: Deutsche Messe AG

saubere Dokumentation vorzuhalten“,

sagt Dr. Rainer Bugow, technischer

Leiter der Prostep AG.

In Bezug auf das Thema Cloud

im PLM-Bereich gehen die Expertenmeinungen

auseinander. Aufgrund

der häufig heterogenen

PLM-Landschaften gestalten sich

Cloud-Ansätze schwieriger – auf

der anderen Seite ist Cloud ein

allgemeiner IT-Trend, der sich innerhalb

der nächsten Jahre auf

alle Softwarebereiche auswirken

dürfte. Zur Hannover Messe werden

von den Anbietern erste Lösungen

gezeigt. Lohnen könnten

sich entsprechende Angebote

eher im Anlagenbau. „Wenn mit

unterschiedlichen Anbietern in

einem Projekt zusammengearbeitet

wird, eignet sich eine Cloud-

19. April 2012 · Nr. 16 · Produktion · IT für die Industrie · 29

Plattform, um zeitlich begrenzt

Daten einzubringen und ein gemeinsames

Planungs- und Dokumentationssystem

aufzubauen“,

meint Bugow.

Mindestens einen Schritt näher

liegt auf der Messe das Thema Mobility:

„Der Trend geht dahin, über

mobile Endgeräte wie Smartphones

oder iPad auch Daten in die

PLM-Struktur einzugeben, bis hin

zum Anschauen und Bearbeiten

von 3D-Daten“, meint PLM-Experte

Ulrich Sendler. Noch ein weiterer

Paradigmenwechsel kündigt sich

an. „Im PLM-Umfeld rückt zunehmend

der Endkunde in den Fokus.

Welches Produkt entwickelt wird,

kann den Kunden schon interessieren,

bevor es gefertigt wird“, sagt

Sendler.

Digital Factory

PLM und MES in voller Blüte

Daniela Hoffmann

Produktion Nr. 16, 2012

Auf der Digital Factory 2012 sind nicht nur alle PLM-Hersteller von Rang

und Namen zu finden, auch in den Bereichen MES und ERP gibt es ein

breites Angebot für die Messebesucher.

Hannover (ilk). Am Stand E18

feiern Teamcenter 9 und Active

Workspace, nächster Schritt der

HD-PLM-Vision von Siemens PLM

Software, weltweite Produktpremiere.

Active Workspace soll Daten

in verteilten PLM-Landschaften

schnell finden und visualisieren.

Autodesk bringt an Stand C18 die

neue Cloud-Lösung PLM 360, die

sich nicht nur auf die Produktentwicklung,

sondern auch auf Auf-

Das Thema MES ist in Hannover traditionell stark vertreten. ‚Green Manufacturing‘

und MES als webbasiertes Tool sind hier die Themen. Bild: MPDV

tragsbearbeitung, Marketing und

Vertrieb oder Compliance bis hin

zur Produktentsorgung beziehen

soll. PTC rückt an Stand E28 das

Thema Prozessoptimierungen in

der Produktentwicklung, in der

Koordination der Lieferantenkette

und im Wartungsgeschäft ganz

nach vorn.

MPDV führt an Stand A12 neue

Funktionen der MES-Lösung Hydra

8 in den Bereichen Fertigung,

Personal und Qualität vor. Zudem

hat der MES-Anbieter das neue

Release des webbasierten Hydra@

Web dabei. Der Forcam-Stand A11

steht unter dem Stern von Green

Manufacturing, dazu will der Anbieter

eine neue Technologie für

die fertigende Industrie vorstellen.

Die Lösung soll Unternehmen prognostisch

zeigen, wie hoch der

Energieverbrauch von Maschinen

und Anlagen in Zukunft sein wird

und ob Fehler oder Verschwendungen

auftreten werden. Der

ERP-Hersteller Abas erscheint

nach der CeBIT auch im April wieder

in Hannover und stellt an Stand

A25 seine Abas-Business-Suite

vor, in der CRM, DMS, BI und mobile

Lösungen integriert wurden.

Psipenta hat für die Messe das

neue ERP-Release 8.2 im Gepäck.

An Stand A18 gibt es zusätzliche

ERP-Funktionalitäten für projektbezogene

Einzelfertiger zu sehen.

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30 · · Produktion · 19. April 2012 · Nr. 16

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Deutschland ist besser als sein Ruf. Die Initiative „PRO Standort Deutschland“ setzt sich für Erhalt, Stärkung und Ausbau des Industriestandortes Deutschland ein.

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Membran: 70 mm (OFC-Schwingspule)Vergoldeter-Stereo-Miniklinkenstecker

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5 - 40 000 Hz

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Komfortabler Kopfhörer mit großem Sound

Der Kopfhörer MDR-MA900 von Sony soll mit seinen großen 70 Millimeter

Treibereinheiten für einen detailreichen, geräumigen Klang mit breitem

Dynamik- und großem Frequenzbereich sorgen. Die Acoustic Bass Lens fokussiere

dabei die tiefen Töne und ermögliche so druckvolle Bässe. Um den

Hörkomfort zu steigern, passt sich das flexible Ohrpolster des schmalen

Kopfbands automatisch an die Kopfform des Trägers an.

Kabellose Tastatur für das iPad

Technische Details

Abmessungen: 26,50 cm x 11,50 cm

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mit deutschem Tastatur-Layout

(QWERTZ)

rutschhemmende Gummifüsse

Kabellos

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Kontakt: www.hama.de

Um die Bedieung des iPads zu erleichtern, stellt Hama die Bluetooth-Tastatur

vor. Diese könne dank Funktechnik kabellos verwendet werden und erlebe

über die haptische Wahrnehmung jeden erfolgten Anschlag. Laut Hersteller

unterstützt die Tastatur iPad-Funktionen wie Steuerung der Audio-Funktion

und schnelles Wechseln in den Suchmodus.

Technische Details

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Gewicht: ab 1,32 kg

Akkulaufzeit: bis zu 9 Stunden

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verfügbar im Laufe des zweiten

Quartals 2012

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Leistungsfähiges Netbook mit TV-Anschluss

Die Toshiba Europe GmbH bringt das Netbook-Modell NB510 auf den Markt.

Dank neuer Intel Atom Dual-Core Prozessoren gehöre eine gesteigerte

Performance, optimiertes Multitasking und eine verbesserte Grafikleistung

bei einer Auflösung von bis zu 1080 p zu den Neuerungen. Das Modell basiert

auf einem 10,1 ZollTruBrite-Display mit einer Auflösung von 1 024 x 600

Pixel und verfügt über eine integrierte Webkamera und ein Mikrofon. Über

eine HDMI-Schnittstelle wird das Netbook mit einem (Full) HD-Fernseher

oder Monitor verbunden.

IMPRESSUM

REDAKTION (08191-125-310)

Chefredakteur:

Eduard Altmann (verantwortlich)

stellv. Chefredakteur:

Claus Wilk (-329)

E-Mail: redaktion@produktion.de

Redaktion (Print und Online):

Susanne Bader (ba) -812, Klaus Hiemer (hi) -359,

Maren Kalkowsky (kk) -696, Gunnar Knüpffer

(gk) -107, Annika Mentgen (mg) -493, Sebastian

Moser (sm) -443, Dietmar Poll (pd) -695,

Sabine Spinnarke (sp) -445,

Sekretariat:

Tel. 08191/125-310, -442, -370, -303

Fax: 08191/125-312

E-Mail: sekretariat@produktion.de

Internet: www.produktion.de

Content Manager Online:

Andreas Karius (ks) -839

ANZEIGEN (08191-125-370)

Anzeigenleitung:

Michael Klotz -167

Anzeigenverkauf:

Klaus Peter Egger -497, Erich Elster -816,

Bettina Fischer -844,

Verena Förg -366, Christina Karge -224,

Bernadette Kraus -231, Gerald Zasche -337

E-Mail: anzeigen@produktion.de

Anzeigenverwaltung:

Renate Guggemos -323

E-Mail: anzeigenverwaltung@produktion.de

VERLAG (08191-125-0)

Geschäftsführung:

Fabian Müller

Verlagsleitung:

Stefan Waldeisen

Leitung Online-Dienste:

Gerhard Brauckmann -478

Vertrieb:

Stefanie Ganser

Leitung Vertriebsadministration:

Annette Tabel -348

Leser-Service:

E-Mail: leserservice@mi-verlag.de,

Tel.: 06123/9238-257, Fax: 06123/9238-258

Abonnement-Service:

E-Mail: aboservice@mi-verlag.de,

Tel.: 06123/9238-257, Fax: 06123/9238-258

BenQ stellt mit der AE100 eine neue

Digitalkamera vor. Diese verfügt

über ein Weitwinkel-Objektiv mit

großer Blende sowie 5-fach optischen

Zoom und soll verwackelte

Bilder verhindern. Die F2,4-Blende

wirkt einer unruhigen Kameraführung

und schlechten Lichtverhältnissen

entgegen, so der Hersteller.

Dank der Supermakro-Funktion würden

auch klare Bilder aus nächster

Nähe aufgenommen werden können.

Der interne Speicher von 13

Mb kann erweitert werden.

19. April 2012 · Nr. 16 · Produktion · Office Tools · 31

Schluss mit verwackelten Bildern

DILBERT

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SIE STELLEN IN DEN

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Leitung Zentrale Herstellung:

Hermann Weixler -344

Leitung Herstellung Fachzeitschriften:

Horst Althammer

Art Director: Jürgen Claus

Herstellung/Layout:

Andrea de Paly, Carmen Lauter,

Druck:

westermann druck GmbH, Braunschweig

Erscheinungsweise:

wöchentlich, 50. Jahrgang

ISSN: 0344-6166

Anschrift für Verlag, verantwortlichen

Redakteur und verantwortlichen

Anzeigenleiter:

verlag moderne industrie GmbH

86895 Landsberg;

Tel.: 08191/125-0, Fax: 08191/125-444

E-Mail: journals@mi-verlag.de

Internet: www.mi-fachzeitschriften.de

Technische Details

Technische Details

Schnittstelle n: USB 3.0, USB 2.0

Speicherkapazität: 500 Gb bis 2 Tb

kontinuierliches automatisches

Back-up

Passwort-Schutz mit Hardware-

Verschlüsselung

Gewicht: 140 - 230 g

Preis: 239,00 Euro

Kontakt: www.wdstore.de

Abmessungen: 98 mm x 58 mm x 19 mm

Gewicht: 110 g (ohne Batterie und

SD-Karte)

Bildsensor: 1/2, 3“ CCD mit 14 Megapixeln

e� ektiver Au� ösung

Filmaufnahme: 720 p (16:9, 1280 x 720) /

640 x 480 / 320 x 240 mit 30 fps

Stromversorgung: 700 mAh wiederaufladbarer

Li-Ion Akku

Preis: 69,00 Euro

Kontakt: www.benq.de

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Bilder schnell übertragen

Der WFT-E7 ist ein neuer Wireless

File Transmitter von Canon für viele

aktuelle EOS-Modelle. Dieser sei

besonders geeignet für Leute, die

ihre Bilder schnell übertragen

müssen. Das Gerät sei dank schnellem

WLAN vielseitig einsetzbar

und erlaube zudem die kabelgebundene

Verbindung über ein Gigabit-Ethernet.

Es kann am Boden

der Kamera, an einer Halteschiene

oder am Kameragurt befestigt

werden.

Technische Details

Abmessungen:

134,10 mm × 31,10 mm × 62,20 mm

Gewicht: 165 g

Stromversorgung: 1 LP-E6 Batterie

Verbindung zur Kamera über USB

Bluetooth v2.1 + EDR

Preis: 759,00 Euro

Kontakt: www.canon.de

Portable Festplatte mit hoher

Speicherkapazität

Western Digital stellt die neue Generation

seiner portablen Festplatten My Passport vor.

Diese seien erstmals mit einer Kapazität von

2 Terrabyte erhältlich. Die Geräte bieten laut

Hersteller mit der WD SmartWare-Software

eine automatische Back-up-Funktion und

mit WD Security Passwort-Schutz und Hardware-Verschlüsselung.

Das neue Finish soll

Schutz vor Kratzern und Fingerabdrücken sicherstellen.

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Jederzeit mit einer Frist von 4 Wochen zum

Monatsende. Nachdruck, Übersetzung und

Vervielfältigung nur mit schriftlicher Genehmigung.

Für zugesandte Manuskripte, Bildmaterial

und Zuschriften wird keinerlei Gewähr

übernommen; für die vollständige

oder teilweise Veröffent lichung in der Zeitschrift,

die Verwertung in digitalisierter

Form im Wege der Vervielfältigung und Verbreitung

z. B. auf CD-ROM oder Internet

wird das Einverständnis vorausgesetzt.

Bankverbindungen:

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BLZ 70052060, Konto-Nr. 37754

Dilbert for ever!

Das Buch „Dilbert

und die Stunde des

Wiesels“

(350 S., € 19,90,-) ist

erschienen bei Redline

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Landsberg.

Zu bestellen unter

Fax: 08191/125- 293;

www.redline-wirtschaft.de

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Erfüllungsort und Gerichtsstand ist München.

Mitglied der Informationsgemeinschaft

zur Feststellung

der Ver breitung von

Werbeträgern e.V.

Italien:

Casiraghi Pubblicità Internazionale

Via Cardano 81, 22100 Como

Tel. 0039 031 261407, Fax 031 261380

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Wenn Sie dies nicht mehr wünschen können

Sie dem jederzeit mit Wirkung für die

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32 · Wirtschaftsfakten · Produktion · 19. April 2012 · Nr. 16

Maschinenbau-Aktien-indeX

Aktien-analyse

Südeuropa bereitet Sorgen

Stefan Maichl,

Senior Analyst

der LBBW.

Dow Jones

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Stuttgart (ilk). Mit dem US-Aluminiumhersteller

Alcoa startete in der Berichtswoche die US-Bilanzsaison.

Damit rücken nun wieder vermehrt Unternehmensnachrichten

in den Fokus der Anleger. Die

überraschende Rückkehr von Alcoa in die Gewinnzone

wurde vom Markt positiv aufgenommen und

schürte die Hoffnung auf eine gute Berichtssaison

in den USA. Negative US-Arbeitsmarktdaten und

wieder aufkeimende Sorgen über die Euro-Südländer

Italien und Spanien belasteten dagegen die

Stimmung an den Aktienmärkten. Insgesamt gaben

sowohl der DAX (-0,5 %) als auch der Maschinenbau-Aktien-indeX

von Produktion und LBBW

(-0,3 %) leicht nach. Auf der Verliererseite blieb mit

einem Minus von 11% erneut die Aktie des Solarmaschinenbauers

Centrotherm, belastet durch das

anhaltend stark negative Sektorsentiment. Zu den

Indexgewinnern zählten KUKA (+5,6 %), Gildemeister

(+4,2 %) und Vossloh (+2,8 %).

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Maschinenbau-Aktien-indeX vs DAX 1 Jahr

Maschinenbau-

Aktien-indeX

DAX 30

A M J J A S O N D J F M A

Maschinenbau-Aktien-indeX

Euro Stoxx

Hang Seng TecDax

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Name Indexmitglied

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Kurs

(Eur)

04.04.

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Kurs

(Eur)

12.04.

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Wochen

performance

(in %)

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Quelle: Datastream, LBBW Research, Produktion

Bemerkung: Es handelt sich hierbei um XETRA-Schlusskurse vom vergangenen Donnerstag.

Stammdaten zum Index: Anzahl der Werte: 30, Startpunkt 1.1.2000, Startwert 100, Indexart: Preisindex,

Gewichtung: Gleichgewichtung;

Werte die nach dem 1.1.2000 notiert sind: Bauer, Centrotherm Phto., Nordex, Wacker Neuson, Wincor Nixdorf,

Deutsche Beteiligungen, MTU Aero Engines sowie Schaltbau Holding.

440

420

400

380

360

340

320

300

280

260

Marktkapitalisierung

(in Mio.)

AIXTRON (XET) TecDAX 13,05 13,37 2,5% 1361

BAUER (XET) SDAX 20,93 19,77 -5,5% 339

CENTROTHERM PHTO. (XET) TecDAX 9,34 8,30 -11,1% 176

DEUTSCHE BET. (XET) SDAX 16,49 16,30 -1,2% 223

DEUTZ (XET) MDAX 5,06 5,05 -0,2% 610

DUERR (XET) MDAX 49,02 48,75 -0,6% 843

GEA GROUP (XET) MDAX 25,30 25,77 1,9% 4737

GESCO (XET) SDAX 64,02 63,99 0,0% 213

GILDEMEISTER (XET) MDAX 14,43 15,03 4,2% 904

HEIDELBERGER DRUCK (XET) SDAX 1,39 1,42 1,9% 332

JENOPTIK (XET) TecDAX 5,92 5,81 -1,9% 333

JUNGHEINRICH PFS. (XET) SDAX 24,67 25,16 2,0% 402

KOENIG & BAUER (XET) SDAX 12,81 12,50 -2,4% 206

KRONES (XET) MDAX 36,88 36,61 -0,7% 1157

KUKA (XET) MDAX 15,42 16,29 5,6% 552

MAN (XET) DAX 98,83 100,50 1,7% 14168

MTU AERO ENGINES (XET) HLDG. MDAX 60,90 61,65 1,2% 3206

NORDEX (XET) TecDAX 4,27 4,23 -1,1% 311

NORMA GROUP (XET) SDAX 19,50 19,47 -0,2% 620

PFEIFFER VACUUM (XET) TECH. TecDAX 86,57 86,16 -0,5% 850

RATIONAL (XET) MDAX 174,15 174,45 0,2% 1984

SALZGITTER (XET) MDAX 40,56 40,48 -0,2% 2432

SCHALTBAU HOLDING (XET) SDAX 82,19 81,35 -1,0% 167

SIEMENS (XET) DAX 73,88 73,01 -1,2% 66746

SINGULUS TECHS. (XET) TecDAX 2,48 2,47 -0,3% 121

SUESS MICROTEC (XET) TecDAX 10,37 10,52 1,4% 201

THYSSENKRUPP (XET) DAX 18,10 17,94 -0,9% 9230

VOSSLOH (XET) MDAX 74,35 76,45 2,8% 1019

WACKER NEUSON (XET) SDAX 12,71 12,49 -1,7% 876

WINCOR NIXDORF (XET) MDAX 35,44 34,44 -2,8% 1139

Aussicht: Eine halbe Mio ‚grüne‘ Arbeitsplätze

Frankfurt (ilk). Seit Jahren

wächst der Anteil der

erneuerbaren Energien an

der Stromversorgung in

Deutschland. Positiver Nebeneffekt

des andauernden

Ausbaus entsprechender

Anlagen ist die steigende

Zahl von Arbeitsplätzen in

diesem Bereich. Mit

125 000 Arbeitsplätzen trug

die Solarenergie im Jahr

2011 am stärksten zur Beschäftigung

bei. Es folgte

die Biomasse mit 124 400

Arbeitsplätzen und die

Windenergie mit 101 100

Arbeitsplätzen. Nach Ansicht

von Experten kann die

Zahl der Beschäftigten bis

zum Jahr 2030 auf 500 000

bis 600 000 steigen.

Quelle: BMU © Produktion

Energie & Rohstoffe

Entwicklung Ölpreis /

Barrel (159 l)

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125,64

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RWE: Größter deutscher

Windpark vor Insel Juist

Essen (DJ/ilk). RWE darf mit dem

Bau eines Offshore-Windparks vor

der Nordsee-Insel Juist anfangen.

Innogy Nordsee soll eine Nennleistung

von 1 000 Megawatt haben

und wäre damit laut RWE der größte

Windpark Deutschlands. Die

Offshore-Anlage soll rund drei Milliarden

Euro kosten. Der Park spiele

eine ‚herausragende Rolle“ für

den Konzern, betonte Fritz Vahrenholt,

Chef der Erneuerbaren-

Tochter RWE Innogy.

Rohstoffpreise

119,92

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Aluminium je Tonne: 2070,00 $

Kupfer je Tonne: 8165,40 $

Gold je Feinunze: 1647,20 $

Silber je Feinunze: 31,33 $

Nickel je Tonne: 13949,21 €

Zinn je Tonne: 16919,16

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Umrechnungskurse

€ 1,30 $ € 67,22 Rupie

€ 104,93 Yen € 38,76 Rubel

€ 8,23 Yuan € 4,20 Zloty

€ 0,82 £ € 298,41 Forint

Konjunktur und Märkte

China: Industrieproduktion

steigt überraschend an

Peking (DJ/ilk). Die chinesische

Industrieproduktion ist im März

stärker gestiegen als erwartet. Sie

nahm im Vergleich zum Vorjahresmonat

11,9 % zu, wie die Statistikbehörde

des Landes mitteilte. Gegenüber

dem Vormonat legte die

Industrieproduktion im März

1,22 % zu nach einem Plus von

0,7 % im Februar.

Konjunktur

Ausland treibt die Industrie

Produktion Nr. 16, 2012

Wiesbaden (DJ/ilk). Der Umsatz

des verarbeitenden Gewerbes in

Deutschland ist im Februar 2012 im

Zuge wachsender Nachfrage aus

dem Ausland um 1,4 % gegenüber

dem Vormonat gestiegen. Der preisbereinigte

Umsatz war nach Angaben

des Statistischen Bundesamtes

um 1,4 % höher als im Vormonat.

Innerhalb der umsatzstärksten

Wirtschaftszweige war die Steigerung

bei den Herstellern von Kraftwagen

und Kraftwagenteilen saison-

und arbeitstäglich bereinigt

mit 4,9 % am höchsten. Dabei erhöhten

sich sowohl der Inlandsumsatz

(4,2 %) als auch der Auslandsumsatz

(5,4 %). Den größten Umsatzrückgang

gegenüber dem Vormonat

gab es in der Metallerzeu-

Branchenbarometer Amerika

Belebung auf dem amerikanischen Kontinent: Nahezu alle relevanten Märkte

für den deutschen Maschinenbau ziehen laut Germany Trade and Invest

(GTAI) 2012 wieder an. Insbesondere der in den letzten Jahren nicht ganz so

erfreuliche US-Markt scheint sich zu revitalisieren.

Europäische Industrie

produziert wieder mehr

Luxemburg (DJ/ilk). Die Industrieproduktion

in der Eurozone hat

sich im Februar deutlich besser als

erwartet entwickelt. Wie die europäische

Statistikbehörde Eurostat

mitteilte, stieg sie gegenüber dem

Vormonat um saisonbereinigt

0,5 %. Befragte Volkswirte hatten

Rückgänge von 0,2 % auf Monatssicht

prognostiziert.

gung und -bearbeitung mit minus

2,1 %, wobei der Inlandsumsatz um

4,0 % schrumpfte, während der Auslandsumsatz

um 1,4 % zunahm.

Im Vergleich zum Vorjahresmonat

lag der arbeitstäglich bereinigte

Umsatz des verarbeitenden Gewerbes

im Februar um 1,7 % höher.

Das Geschäft mit inländischen

Abnehmern stieg um 1,4 %, der

Auslandsumsatz um 2,0 %. Der

Absatz in die Eurozone verringerte

sich um 1,7 %, der Umsatz im Geschäft

mit dem restlichen Ausland

stieg hingegen um 4,9 %. Kumuliert

von Januar bis Februar lag das arbeitstäglich

bereinigte Umsatzvolumen

um 1,5 % über dem Niveau

des Vorjahreszeitraums. Das Inlandsgeschäft

nahm dabei um

2,7 % und der Auslandsumsatz um

0,2 % zu.

Wirtschaftsentwicklung Marktpotenzial

BIP 2011 BIP 2012

Land (reale Veränd. geg. Vorjahr in %)

Argentinien 7,5 4,0

Brasilien 3,0 3,7

Chile 6,2 4,2

Kanada 2,3 2,1

Kolumbien 5,7 4,7

Mexiko 4,0 3,5

Peru 6,8 5,5

USA 1,8 2,2

Maschinenbau

Quelle: Germany Trade and Invest, Bonn © Produktion

Maschinenbauaufträge

in Japan legen zu

Tokio (DJ). Der Auftragseingang im

japanischen Maschinenbau ist im

Februar unerwartet gestiegen, was

die Regierung zu einer optimistischeren

Beurteilung der Aussichten

der Branche veranlasste. Der Ordereingang

stieg in der Kernberechnung

im Vergleich zum Vormonat

um 4,8 %. Volkswirte hatten einen

Rückgang um 0,5 % erwartet.

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