Natur - Stadt Filderstadt

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Regenwassernutzung

Ulrich Herbert, arumba e.V.

D

ie Nutzung des Regenwassers in Haus und Garten wird seit Jahrhunderten

praktiziert und ist relativ einfach, dennoch zählt sie bei

uns heutzutage zu den Ausnahmen. Welche Vorteile bringt die

Regenwassernutzung, welcher technische und bürokratische Aufwand ist

nötig und mit welchen Kosten muss man rechnen?

Ein durchschnittlicher Bundesbürger verbraucht fast 50.000 Liter Wasser

im Jahr. Nur für etwa die Hälfte davon ist Trinkwasserqualität erforderlich,

der Rest könnte durch Regenwasser ersetzt werden.

Wäsche

13%

Wasserverbrauch

WC-Spülung

28%

Sonstiges

2%

Nahrung,

Spülen,

Körperpflege

52%

Garten

5%

Verteilung des

durchschnittlichen

Wasserverbrauchs

von 127 Litern

pro Kopf und Tag

Durch die Verwendung von Regenwasser statt Leitungswasser kann ein

guter Teil der Kosten für Frisch- und eventuell auch für Abwasser gespart

werden. Neben dieser Kostenersparnis ist Regenwasser vor allem wegen

seiner Kalkarmut beliebt. Besonders für das Wäschewaschen und das

Gießen von Pflanzen wird es geschätzt. Die öffentliche Hand profitiert

von der Regenwassernutzung durch die Entlastung der Trinkwasserversorgung,

der Kanalisation und der Kläranlagen, Regenrückhaltebecken

können kleiner ausgelegt werden oder ganz entfallen. Aus diesem Grund

sind in vielen neuen Bebauungsplänen Zisternen für alle Gebäude vorgeschrieben.

Ein weiterer Vorteil des Regenwassers ist die mögliche Reduzierung

der Waschmittel-Dosierung beim Waschen.

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