Natur - Stadt Filderstadt

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Natur - Stadt Filderstadt

Im mittleren und unteren Teil ist die Ramsklinge heute nicht mehr als

solche erhalten, da hier in den 60er und 70er Jahren des vergangenen Jahrhunderts

die ehemalige Deponie „Ramsklinge“ als bis zu 40 m hohe Aufschüttung

in die Klinge eingebracht wurde und der Ramsklingenbach sukzessive

verdolt wurde. Der Ramsklingenbach kommt heute erst nach etwa

einem Kilometer Verdolungsstrecke östlich der Kochenmühle im Tos-

becken der Deponie am Rand des Siebenmühlentals wieder ans Tageslicht.

Der heutige Bärensee, der Mitte der 70er Jahre auf der abgeschlossenen

Deponie angelegt wurde, liegt also im Bereich des Südrandes der dort ehemals

verlaufenden Ramsklingenschlucht.

Im unteren bzw. südwestlichen Teil der heute nicht mehr erhaltenen

Klinge, traten vor der Auffüllung zahlreiche kleine Quellen aus den, dort

aus Stubensandstein aufgebauten, Hangbereichen aus und flossen in den

Ramsklingenbach. Heute gelangen diese Wässer in bis zu 40 m Tiefe unter

Tage in die Verdolung des Ramsklingenbaches.

Letztlich gelangt das Wasseraufkommen des etwa 1 km² großen hydrologischen

Einzugsbereichs der Ramsklinge - wenn auch teilweise auf unterschiedlichen

Wegen - bei der Kochenmühle in das Siebenmühlental bzw.

in den Vorfluter Reichenbach. Einzige Ausnahme ist das mit Schadstoffen

verunreinigte Sickerwasser aus der Deponie, das nun gesammelt und auf

der Kläranlage in Stetten entsorgt werden muss.

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