Natur - Stadt Filderstadt

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Natur - Stadt Filderstadt

Steinen oder an Wasserpflanzen. Ein Bach mit einer glatten Betonsohle

bietet kaum Lücken, in die sich die Tiere zurückziehen können, um zum

Beispiel beim nächsten höheren Wasserstand nicht fortgespült zu werden.

Zu diesen Tieren zählen zum Beispiel der Bachflohkrebs, die Steinfliegenlarve

und die Köcherfliegenlarve.

Neben den Lebensräumen brauchen die Tiere aber auch eine bestimmte

Wasserqualität. Diese wird durch die chemisch-physikalische Wasserbeschaffenheit

ausgedrückt. Je nach Qualität können nun bestimmte Tierarten

im Bach leben. In weitgehend unbeeinflussten Bächen, werden u.a.

Köcherfliegenlarven, Eintagsfliegenlarven und Steinfliegenlarven zahlreich

zu finden sein. In verschmutzten Bächen kommen diese nicht vor, stattdessen

fühlen sich die roten Zuckmückenlarven,Schlammröhrenwürmer

oder die Rattenschwanzlarven

wohl.

Das Leben im Bach ist also ein

Abbild der „Sauberkeit“ und Vielfalt

eines Gewässers. Die Biologische

Gewässergütekarte der Fließgewässer

Baden-Württemberg gibt hierzu

einen landesweiten Überblick.

Köcherfliegenlarve mit Gehäuse

Wie „sauber“ sind die Bäche in Filderstadt oder wie werden

die Filderstädter Bäche ökologisch bewertet?

Gewässerstruktur:

In der Gewässerstrukturkarte Baden-Württemberg (2004) sind für den Filderraum

die Körsch, der Fleinsbach/Sulzbach und der Reichenbach im Siebenmühlental

bewertet worden. Die Bewertung reicht von „unverändert“

bis zu „vollständig verändert“. Bachabschnitte, die verdolt oder deren Ufer

und Sohle verbaut sind, werden als sehr stark bis vollständig verändert in

die schlechteste Klasse 5 eingestuft. Abschnitte, die dem natürlichem

Zustand entsprechen oder nur durch geringe kleinräumige Eingriffe verändert

wurden, werden als unverändert bis gering verändert der besten

Klasse 1 zugeordnet. Der Fleinsbach wird auf Gemarkung Filderstadt von

„mäßig verändert“ bis zu „sehr stark verändert“ bewertet. Die beste

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