Natur - Stadt Filderstadt

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Natur - Stadt Filderstadt

Im Bechtenrain wurde ein weiterer Teich angelegt, in den die Staunässe

eines gegenüberliegenden Holzlagerplatzes abgeführt werden sollte. In den

ersten beiden Jahren nach der Anlage führte er auch Wasser, aber nun fällt

er zunehmend trocken. Das mag einerseits an den Niederschlagsverhältnissen

der letzten Jahre liegen, andererseits sind auch die topografischen

Gegebenheiten nicht ganz ideal. Vermutlich muss hier die Wasserzuführung

noch optimiert werden. Ein bereits bestehender Teich am Uhlberg

wurde entschlammt und die großen beschattenden Gehölze entfernt, damit

der Verlandungsdruck durch den Laubfall reduziert wird.

Laut Amphibienschutzkonzept

bestand weiterer

Handlungsbedarf für

eine amphibiengerechte

Umgestaltung an dem

Graben unterhalb der

Kläranlage in Sielmingen.

Dieser Graben wies ein

sehr steiles V-Profil auf

und zeigte einen schnurgeraden

Verlauf bis zum

Fleinsbach. Es wurden

Flachwasserzonen zu der

angrenzenden Wiese hin

Umgestaltung des Grabens a. d. Kläranlage Sielmingen ausgebildet und Mittelinseln

ausgeformt. Diese

werden nicht gemäht und dienen dadurch als Rückzugsgebiete für die

Tiere oder bieten Strukturen zur Ablage des Laichs. Die Teiche im Wald

und die Maßnahme an der Kläranlage wurden mit einem 50 %-Zuschuss

des Landratsamtes Esslingen finanziert.

So werden in Filderstadt verschiedene Instrumente (Ausgleichsmaßnahmen,

Ökokonto, Einzelförderungen, Pflegeverträge) genutzt, um Gewässer

als Lebensraum für Tiere und Pflanzen aufzuwerten. Für die

Maßnahme am Neuhäuser Bach und Rohrgraben/Waagenbach wurde

bereits im Jahr 2000 ein Monitoring, d. h. eine Begutachtung hinsichtlich

der Entwicklung des Gewässers und des Arteninventars vorgenommen,

das zu einem positiven Ergebnis kommt. Diese Erfolgskontrolle ist

wichtig, da längst nicht alle gut gemeinten Maßnahmen die prognostizierte

Entwicklung nehmen.

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