Natur - Stadt Filderstadt

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Natur - Stadt Filderstadt

Hochwasserschutzmaßnahmen in

Oberflächengewässern

Jürgen Bihler, Tiefbauamt Filderstadt

1. Zielsetzung der Gesetzgebung, Allgemeines

Die EU-Wasserrahmenrichtlinie (WRRL) aus dem Jahr 2000 wurde im

Jahr 2003 vollständig in deutsches und baden-württembergisches Recht

umgesetzt. Die WRRL hat vor allem wassergütewirtschaftliche Zielsetzungen.

Umweltziel der WRRL ist der gute ökologische und chemische

Zustand der Oberflächengewässer. Aus dem ökologischen und dem chemischen

Zustand leitet sich der Gewässerzustand ab.

Die Gewässer sollen flussgebietsbezogen bewirtschaftet werden, hierbei

sind innerhalb Deutschlands 10 Flussgebiete betroffen. Innerhalb von

Baden-Württemberg sind es die Flussgebietseinheiten Rhein und Donau.

Nach der Bestandsaufnahme der Gewässer erfolgt die Auswertung/Bewertung

der Gewässerqualität, die Erstellung national und international koordinierter

Maßnahmen-Programme und Bewirtschaftungspläne zur Erhaltung

bzw. Verbesserung der Gewässerqualität. Zwischen 2009 und 2015

soll die Umsetzung erfolgen, damit 2015 das Ziel eines guten Gesamtzustandes

erreicht ist.

Ein weiteres Ziel im Wasserhaushaltsgesetz ist die Verringerung der Hochwassergefahr

und der Hochwasserschutz. Im Rahmen dieses Beitrages soll

nach Betrachtung der allgemeinen Zielsetzung für Oberflächengewässer

nunmehr die Wassermenge, Definition der Überschwemmungsgebiete

sowie der Hochwasserschutz im Vordergrund stehen.

2. Hochwasserschutzmaßnahmen, Verringerung der Hoch-

wassergefahr

2.1 Allgemeines

Die Erfahrungen der letzten Jahrzehnte und speziell des Elb-Hochwassers

im August 2002 haben gezeigt, dass trotz beträchtlicher Anstrengungen im

Bereich des technischen Hochwasserschutzes und Ausweisung von Überschwemmungsgebieten

ein verträgliches Miteinander von Mensch und

Hochwasser nicht erreicht werden konnte. Die Schäden der letzten Jahre

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