Natur - Stadt Filderstadt

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Natur - Stadt Filderstadt

waren enorm und stellten vielfach eine existenzielle Bedrohung für die

Gewässeranlieger dar.

Es ist unbestritten, dass Flächenverbrauch- und -versiegelung, nicht standortgerechte

Bodennutzung, der stetige Verlust von natürlichen Retentionsflächen

und auch klimatische Veränderungen zu einer Verschärfung der

Hochwassergefahr führen kann.

Um eine weitere Zuspitzung der Hochwassergefahr zu verhindern, müssen

die Überflutungsbereiche der Gewässer in ihrer Funktion als Retentionsflächen

erhalten und von weiterer konfliktmäßiger Nutzung, insbesondere

von weiterer Bebauung, freigehalten werden.

2.2 Überschwemmungsgebiete

Bislang wurden Überschwemmungsgebiete durch Rechtsverordnung festgesetzt.

Mit der Neuregelung erfolgt eine gesetzliche Ausweisung aller

Überschwemmungsgebiete in Baden-Württemberg.

Als Überschwemmungsgebiete gelten im Außenbereich:

♦ Gebiete zwischen oberirdischen Gewässern und Deichen oder Hochufern.

♦ Gebiete, die bei einem 100-jährigem Hochwasser überschwemmt oder

durchflossen werden.

♦ Gebiete, die auf Grundlage von Planfeststellung oder Plangenehmigung

für Hochwasserentlastung oder Rückhaltung beansprucht

werden.

Als Überschwemmungskernbereich gelten die Gebiete, die bereits beim

10-jährigen Hochwasser betroffen sind.

Als hochwassergefährdete Gebiete gelten im Innenbereich Flächen,

♦ die bei einem 100-jährigen Hochwasserereignis überschwemmt oder

durchflossen werden, und für die keine oder geringere als gegen

100-jähriges Hochwasser erforderliche Schutzmaßnahmen bestehen.

♦ die bei größer als 100-jährigem Hochwasser bei Überströmen oder

Versagen von Schutzeinrichtungen überflutet werden.

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