Natur - Stadt Filderstadt

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Natur - Stadt Filderstadt

arten die einzige Möglichkeit dar, in einer intensiv genutzten Landschaft zu

überleben!

Teiche und Tümpel außerhalb des Waldes, in der Umgebung einer ackerbaulichen

Nutzung, werden durch Dünger, Schädlingsbekämpfungsmittel,

Wuchsstoffmittel und Gülle so belastet, dass dieser Eintrag zu einer

Überdüngung, Sauerstoffzehrung, zu Fäulnisprozessen und einem „Umkippen“

des Wassers führt. Des weiteren fehlt die geeignete Umgebung zur

Überwinterung. Ein zusätzliches Problem ist die Zerschneidung der Lebensräume

der Amphibien durch die verkehrsmäßige Erschließung unserer

Heimat mit Straßen. Hier erleiden die Tiere während ihrer Frühjahrswanderung

zum angestammten Laichplatz sehr große Verluste. Insofern

hat die Anlage von Kleingewässern im Wald einen besonderen Stellenwert!

Vor Verwirklichung meines Vorhabens stand zunächst die Aufgabe, bei

den Reviergängen zu schauen:







Wo ist Wasser?

Wo sind vernässte oder sumpfige Stellen (Nassgallen) oder Bodensenken?

Wo eignet sich das Gelände überhaupt zu einer Anlage?

Wo besteht die Gefahr einer sommerlichen Austrockung?

Wo findet sich in der Umgebung der notwendige Nahrungs- und

Überwinterungsraum?

Sind gar Verkehrsstraßen in der Nähe?

Nach Abklärung all dieser Fragen und nach Abhieb des Holzes konnte

dann an die Verwirklichung des Vorhabens gegangen werden. Für die notwendigen

Haushaltsmittel sorgte ich als Mitglied des Gemeinderates. Doch

nicht die technische Anlage erwies sich als schwierig, sondern die Verhandlungen

mit den verschiedenen Genehmigungsämtern des Landratsamtes.

Letzten Endes kam ich doch zum Ziel, und nach fachlichem Rat meines

Kollegen Dr. Wulf Gatter, Oberlenningen sowie Empfehlung der kompetenten

Erdbaufirma Gamper aus Oberlenningen, mit ihrem überbreiten

Moorbagger und sehr versiertem Baggerführer, konnte nach Auswahl der

geeigneten Flächen ans Werk gegangen werden.

Große Pläne mit Bauzeichnungen, Berechnungen oder möglichen Wasserbilanzen

eines fremden Ingenieurbüros waren für mich schon aus Kostengründen

überflüssig. Statt dessen bekam der Baggerführer von mir eine

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