Natur - Stadt Filderstadt

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Natur - Stadt Filderstadt

Der Kiebitz - ein Watvogel auf den Fildern

Peter Maasdorff, Biotopkartiergruppe Filderstadt

Auf dem Frühjahrszug

Viele Gefiederte ziehen im Frühling von südlichen Gefilden zurück

nach Nord- und Ostdeutschland oder nach Skandinavien und Sibi-

rien zu ihren angestammten Brutplätzen. Bereits im März können wir

Scharen von etwa taubengroßen, schwarz-grün-weißen Vögeln über dem

Filderraum beobachten. Auf den noch unbestellten Äckern legen sie einen

Zwischenstopp ein. Sie suchen Futter und sammeln Kraft für den Weiterzug.

Am gaukelnden Flügelschlag und unter Zuhilfenahme des Fernglases erkennen

wir, es sind keine Elstern. Elstern überqueren mit ihren kurzen

runden Flügel und ihrem langen Schwanz schnell flatternd waagrecht

kürzere Distanzen. Auch sind die Elstern Standvögel. Sie treffen sich nach

dem Winter in kleineren Gruppen, wenn sie auf Brautschau gehen.

Welche Reisenden sind es, die in großer

Zahl den Himmel bevölkern? Gleicht

das Flugbild dieser Luftakrobaten eher

Krähen? Auch nicht, denn die Krähen

rudern gleichmäßig mit langen Schwingen.

Einige dieser putzigen Gesellen taumeln

mit ihren breiten Flügeln merkwürdig

über unsere Bachläufe und Wiesen.

Jetzt in der Paarungszeit rufen sie ihren

Namen: kih wit, kih wit, kih wit. In der

Balz werden Steil- und Sturzflüge gezeigt

und Kapriolen geschlagen.

Wer mal seinen Urlaub an Nord- und Ostsee verbrachte, konnte auf den

Viehweiden und im saftgrünen Marschland bestimmt den Kiebitz entdecken.

Er ist in der norddeutschen Tiefebene mit anderen sogenannten

Watvögeln vergesellschaftet. Ob Einzelnen im schwarz-weißen Rock die

Filderebene als Brutgebiet zusagt? Trafen wir doch früher wenige zum

Beispiel zwischen Flughafen und Echterdingen an. Allerdings hat im

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