Natur - Stadt Filderstadt

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fisch (bis ca. 15 cm) ist auch recht häufig in der Aich zu finden, sodass

nicht auszuschließen ist, dass die Gründlinge im Bombach ursprünglich

aus der Aich stammen und im Laufe der Jahre in den Bombach aufstiegen.

Der Gründling lebt gesellig in kleinen Gruppen. Das unterständige Maul

weist zwei Barteln auf. Er ernährt sich von wirbellosen Kleintieren des

Bodens und aufgefundenen toten Tieren.

Entlang des Bombachs gibt es zwei kleinere künstlich angelegte Teiche, die

ebenfalls Fische aufweisen. Der Stollenhauteich ist der fischreichere und

dürfte auch der bekanntere der beiden Teiche sein. In der Uferzone der

beiden Teiche kann man oft ausgesprochen

viele kleine Fische

beobachten. Bei diesen Fischen

handelt es sich um Dreistachlige

Stichlinge. Der Name des Kleinfisches

(bis 8 cm) beruht auf den

Bachforelle

drei Stacheln, die er auf seinem

Rücken trägt. Nicht nur die

Stacheln machen diesen Fisch so

attraktiv, er ist auch einer der wenigen Süßwasserfische, die intensive

Brutpflege betreiben und für ihren Laich kleine Nester bauen. Während

der Laichzeit zwischen März und Juli baut das Männchen am Grund ein

kleines Nest aus Pflanzenfasern und Fadenalgen. Nach dem Laichen

bewacht das Männchen die Brut, indem es das Nest gegen Bruträuber und

andere Artgenossen verteidigt. Die Männchen sind zu dieser Zeit sehr

aggressiv und vertreiben jeden Eindringling mit ausdauernden Attacken.

Durch diese intensive Brutpflege ist es möglich, dass der Bruterfolg sehr

hoch ist. Dies erklärt auch den großen Stichlingsbestand in den beiden

Gewässern. Für den inzwischen selten gewordenen Eisvogel, der im

Bombachtal noch brütet, stellen diese Stichlinge eine sehr wichtige

Nahrungsquelle dar. Man kann ihn deshalb oft bei der Nahrungssuche an

einem der beiden Teiche beobachten.

Asiatische Riesen

Doch nicht nur die kleinen Stichlinge leben in den Teichen, im Stollenhauteich

gibt es auch zwei Grasfische/Graskarpfen. Diese asiatischen

Riesen (mehr als 1 m und bis 50 kg Gewicht) wurden vor ca. 20 - 30

Jahren von vielen Gewässerbesitzern in ihre Gewässer eingesetzt, um die

wuchernden Wasserpflanzen zu dezimieren. Der Graskarpfen frisst näm-

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