Natur - Stadt Filderstadt

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Natur - Stadt Filderstadt

Dies führt nun vor allem zum Verschwinden der Flechtenarten, die saure

Standorte bevorzugen.

Weltweit gibt es ca. 20.000 Arten. In Mitteleuropa umfassen sie ca. 2.000

Arten und in Filderstadt wurden 49 Arten gefunden. Nun konnten wir

gespannt sein, wie viele Flechten die Kinder bei ihrer Kartierung finden

würden.

Sherlock Flechte und Dr. Lupe auf Spurensuche

Mit „Feuereifer“ machten sich die Kinder an die Arbeit: In Zweiergruppen

näherten sie sich jeweils einem Apfelbaum. Bewaffnet waren sie mit einem

Protokollblatt, auf dem sie den Standort (Wiese, Garten, Straßenrand oder

sonstiges) und die gefundenen Flechten mit dem entsprechenden Luftqualitätsgrad

ankreuzen konnten. Weitere Arbeitsmittel waren: Ein

Binokular, eine Lupe sowie Bestimmungsschlüssel für Flechtenkartierungen

und Bestimmungsbücher.

Bei einer Flechtenkartierung wird zuerst eine so genannte „Flechtenleiter“

– ein zehnfeldriges Gitter – das an der am besten mit Flechten bewachsenen

Seite eines Baumes in einer Höhe von 1,00 bis 1,20 m bzw.

unterhalb der ersten Verzweigung angelegt. Der Frequenzwert (Anzahl der

Felder, in denen jede Art vorkommt) einer jeden innerhalb des Gitters

vorkommenden Art wird bestimmt. Der Luftgütewert eines jeden

Untersuchungspunktes ergibt sich dann aus der Summe der Einzelfrequenzen.

Um sich mit der Form der Flechten etwas vertraut zu machen und die

nachfolgende Bestimmung zu

erleichtern, sollten die Kinder

die einzelnen Flechten, die sie

fanden, zunächst zeichnen. Sie

fanden u. a. napfartige Erhebungen

in gelber Farbe (die

so genannten Apothecien). Der

Pilz bildet bei der generativen

Vermehrung Fruchtkörper

(Apothecien),_die_unterschiedliche_Gestalt

haben_können: Gewöhnliche Gelbflechte (Xanthoria parietina)

Scheiben-, napf- oder

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