Was ist AUVA-SGM? - Alle Achtung

alle.achtung.at

Was ist AUVA-SGM? - Alle Achtung

Das Sicherheitsmagazin der AUVA Oft ist es nur ein Moment.

Dezember

2012

04 Krankenstand

Trend zu weniger

Fehlzeiten hält an

07

18

P.b.b., Erscheinungsort Hinterbrühl

Verlagspostamt 2371 Hinterbrühl

GZ: 11Z039012 M

AIDS am

Arbeitsplatz

Soziale Prävention

ist gefragt

AUVA-UKH Meidling

Modernste Intensivbettenstation

eröffnet

100 JAHre

UnD KeIn bISScHen Alt

Wir werden immer älter –

zum Glück auch bei guter Gesundheit!


Mit SGM immer

einen Zug voraus!

Was ist AUVA-SGM?

AUVA-SGM ist ein von der AUVA entwickeltes Sicherheits- und Gesundheitsmanagementsystem,

das zur nachhaltigen Steigerung des Unternehmenserfolgs

beiträgt.

Was bringt AUVA-SGM?

AUVA-SGM

• verringert unfall- und krankheitsbedingte Fehlzeiten

• steigert die Arbeitszufriedenheit der Beschäftigten

• mobilisiert ungenützte Produktivitätspotenziale

• erleichtert die Einhaltung

von Rechtsvorschriften

• fördert das Image

des Unternehmens

• etc. etc. etc.

Wenn Sie Ihren

Unternehmenserfolg

steigern wollen, kontaktieren

Sie uns einfach unverbindlich!

www.auva.at/sgm

Wir besuchen Sie gerne

www.auva.at


COVERFOTO: FOTOlia.COm

ludwig RusCh

Editorial • inhalt

Einst waren sie die Mächtigen im Volke, die das Sagen

hatten: die Alten. Im alten Rom beispielsweise war

nicht der Vater (und auch nicht die Mutter!), sondern

der Großvater das Familien oberhaupt. Und der

berühmte Senat bestand aus senioren (nicht senilen!)

Menschen. Alt sein bedeutete in erster Linie Erfahrung

und Weisheit. Und wer einmal im Ziel eingetroffen

ist, sieht alles aus einer gewissen Distanz und

damit gelassener als diejenigen, die noch viel vor sich

haben. Ihre geringere Leistungsfähigkeit sah man

den Alten verständnisvoll nach.

Der von den USA ausgehende Jugendkult entmachtete

die alten beinahe über nacht. Plötzlich

war es wichtig, jung, sportlich und dynamisch zu

sein. Man musste unbelastet sein und wenn schon

nicht leichtsinnig, so doch zumindest risikobereit. In

Präsident John F. Kennedy fand der Jugendkult ein

attraktives Leitbild. Doch das Rad der Geschichte

bleibt nicht stehen. Mit der steigenden Lebenserwartung

wird die Bevölkerungspyramide auf den

Kopf gestellt. die zunehmende Zahl älterer Menschen

macht sie zum politischen Machtfaktor.

Künftig wird man keine altersfeindliche Politik

mehr machen dürfen. Kehrseite der Medaille ist

freilich auch die Finanzierung der Pensionen.

An der Verlängerung der Lebensarbeitszeit führt

kein Weg vorbei. Sie ist untrennbar mit der Erhaltung

der Arbeitsfähigkeit verbunden. Und darin

besteht die wahre herausforderung – auch und

besonders der sozialen Unfallversicherung. Einerseits

muss Arbeit so gestaltet werden, dass man sie

möglichst lange ausüben kann. Und andererseits

muss sie nach der Devise „Jedem Alter seine Arbeit“

verteilt werden. Das bedeutet nicht, arbeiten bis zum

letzten atemzug, wie uns das viele Künstler vorleben.

der normalsterbliche „hackler“ hat ein recht auf

einen selbst gestalteten Lebensabend. Wichtig ist nur,

dass uns dafür auch genügend handlungsspielraum

zur Verfügung steht, meint

Ihr Redaktionsteam

alle-achtung@auva.at

Dr. Wilfried Friedl,

Chefredakteur

rückkehr der Alten?

FOTOlia.COm

08

Kreativität, Kunst und

Kultur - 3K´s als Anti-

Aging-Formel

News ......................................................................................................................................... 04

Pionierstellung ausgebaut .............................................................................. 06

Im Klärwerk des Tiroler AIZ-Abwasserverbandes werden

Sicherheit und Gesundheit groß geschrieben.

Gesundheitsprävention ist auch soziale Prävention ........ 07

AIDS-Prävention im Zentrum der Diskussion

Coverstory: 100 Jahre und kein bisschen alt ................ 08

Wir werden immer älter. Umso besser, dass wir Einiges dazu beitragen

können, um möglichst gesund in die Jahre zu kommen.

Kunst des Alterns – Kunst im Alter ................................................. 12

Kunst kann dazu beitragen, die Herausforderungen

des Älterwerdens besser zu bewältigen.

Am Weg zu einer neuen Präventionskultur ........................... 14

„Gemeinsam sicher und gesund“: Diesen Schwerpunkt setzt die AUVA

im Rahmen der europäischen Kampagne „Partnerschaft für Prävention“.

GoLDeNe seCUrItAs 2012 ............................................................. 16

AUVA und WKO zeichnen vorbildliche KMUs aus

AUvA-UKH Meidling ...................................................................................... 18

Erstversorgung entwickelt sich zum Trauma-Zentrum.

Weniger Hygienehandschuhe für mehr Hygiene ........... 20

Hautfreundliche Hygienemaßnahmen beim Gastronomiebetrieb Vapiano

schule Bewegtes Lernen ...................................................................................................... 22

Produkte ............................................................................................................................... 23

Hinweis: Aus Gründen der leichteren Lesbarkeit verzichten wir auf konsequente geschlechtsspezifische Formulierungen.

IMPRESSUM: Herausgeber: allgemeine unfallversicherungsanstalt (auVa), 1200 Wien, adalbert-stifter-straße 65, Internet: www.auva.at |

beauftragter redakteur: dr. Wilfried friedl, tel.: +43/1/33 111-530, wilfried.friedl@auva.at | MedIenInHaber: ÄrzteVerlag gmbH, 1010 Wien,

stoß im Himmel 1, tel.: +43/1/961 1000-0, office@aerzteverlag.at | redaktIon: Mag. renate Haiden, haiden@aerzteverlag.at | anzeIgenreprÄsentanz:

ÄrzteVerlag gmbH, 1010 Wien, stoß im Himmel 1, tel.: +43/1/961 1000-0 | zeItscHrIftenVerlag: ÄrzteVerlag gmbH, 1010 Wien,

stoß im Himmel 1, tel.: +43/1/961 1000-0, office@ aerzteverlag.at | anzeIgenVer Waltung: andrea lukas, tel.: +43/1/961 1000-17, lukas@

aerzteverlag.at | anzeIgen: karin kaan, tel.: +43/1/961 1000-23, kaan@aerzteverlag.at, fiona bucher, tel.: +43/1/961 1000-30, bucher@

aerzteverlag.at | grafIk und layout: andrej.cc | Hersteller: druckerei berger, Horn | VerlagsleItung: kommerzialrat axel c. Moser.

Offenlegung gemäß § 25 Mediengesetz siehe www.alle-achtung.at.

ALLE!ACHTUNG! 12/2012 3


AUVA nEWS

Eine höheres Krankenstandsaufkommen im Jänner und

Februar ist auf die Grippewelle zurückzuführen.

Durchschnittlich 13,2 Tage waren unselbständig

Beschäftigte in Österreich im Verlauf

des vergangenen Jahres im Krankenstand

(2010: 12,9 Tage), wie der aktuelle Fehlzeitenreport

zeigt. Im Vergleich zum Vorjahr

kam es damit zu einem leichten Anstieg der

krankheitsbedingten Fehlzeiten, der zum Teil

auf eine hohe Zahl an Krankenständen in

den Monaten Jänner und Februar und somit

4 12/2012 www.alle-achtung.at

BildagEnTuR waldhäusl

Fehlzeitenreport 2012:

Krankenstandsdauer sinkt

Der langjährige Trend zu einer Verkürzung der Dauer der

Krankenstandsfälle setzte sich 2011 ungebrochen fort.

auf eine überdurchschnittlich starke Grippewelle

zurückgeführt werden kann. Langfristig

gesehen ist das Krankenstandsniveau derzeit

vergleichsweise niedrig: Die krankheitsbedingten

Fehlzeiten erreichten 1980 mit 17,4

Krankenstandstagen pro Kopf ihren höchstwert.

Der langjährige Trend einer Verkürzung der

dauer der Krankenstandsfälle setzte sich 2011

ungebrochen fort. Kurzkrankenstände stellen

nunmehr 35 Prozent aller erfassten Krankenstandsfälle

dar. Der Rückgang ist auch

die Folge einer Verschiebung bei den Ursachen:

Der Anteil der Atemwegserkrankungen

nahm kontinuierlich zu. 2011 ging jeder fünfte

Krankenstandstag auf diese Krankheitsgruppe

zurück. Gleichzeitig nahm der Anteil der Verletzungen

an den Krankenstandsdiagnosen

deutlich ab. Die Quote der Arbeitsunfälle sank

auf 365 je 10.000 Versicherte. hier zeigen Präventionsmaßnahmen

eine deutliche Wirkung:

„2011 konnten wir die niedrigste Unfallrate

seit 1974 verzeichnen, ein Beweis dafür,

dass umfassende Prävention Wirkung zeigt.

nachdem man sich in der Prävention aber nie

ausruhen darf, starten wir in Kürze bereits mit

der nächsten Kampagne. die Kampagne ‚Partnerschaft

für Prävention – Gemeinsam sicher

und gesund‘ hat das Ziel, das Verantwortungsgefühl

für das thema Prävention auf allen Mitarbeiterebenen

zu stärken und die Zusammenarbeit

zum Thema Sicherheit weiter zu

verbessern. Denn jeder Arbeitsunfall, den

wir verhindern können, ist ein Gewinn“, so

aUVa-obfrau renate römer.

Einen Schwerpunkt legt der Fehlzeitenreport

auf den Einfluss der Unternehmenskultur

auf das Krankenstandsgeschehen. der Vergleich

von Statistiken und Erhebungen zeigt:

Wo es Unterstützung im Betrieb gibt, die

Zufriedenheit mit der Führungsqualität hoch

ist und Gratifikationen geboten werden, sind

die Krankenstandswerte unterdurchschnittlich.

Josef Probst, stellvertretender Generaldirektor

im hauptverband der österreichischen

Sozialversicherungsträger, weist darauf hin, dass

ein gesunder „Lebensraum Betrieb“ einen

wichtigen Beitrag zur gesundheitspolitischen

Vision „für ein längeres und selbstbestimmtes

Leben bei guter Gesundheit“ leistet.

Ganzkörper-Scan in zehn Sekunden

Umfassender Strahlenschutz

im UKH Kalwang

BildagEnTuR waldhäusl

Computertomographen der neuesten Generation

gingen vor Kurzem in den aUVa-

Krankenhäusern Graz und Kalwang in

Betrieb. Das Gerät mit der Be zeichnung

„Somatom definition as+“ ermöglicht eine

noch schnellere und umfassendere Bildgebung

– vor allem bei polytraumatisierten

und beatmeten Patienten – als das bisher

schon der Fall war. „Für ein modern ausgestattetes

Unfallkrankenhaus ist diese Investition

absolut notwendig und wichtig. Dieses

neue Gerät dient auch dem umfassenden

Strahlenschutz für Untersuchte und Untersuchende.

Durch die Dosismodulation in Echtzeit

erreicht man bei geringster Dosis eine

hervorragende Bildqualität und verringert

die dosisbelastung um bis zu 68 Prozent“,

sagt der Ver waltungsleiter des UKh Kalwang,

dipl. Kh-Bw. helmut Kreiner.


TIPP

Fahrrad jetzt fit für

den Winter machen

1. auf gute, funktionierende Beleuchtung

achten, standlicht als Rücklicht

2. Funktion der Bremsen regelmäßig

kontrollieren

3. Kette öfters ölen

4. Reifendruck verringern

5. sattel niedriger stellen

6. Kontrollieren, ob alle vorgeschriebenen

Reflektoren am Fahrrad montiert sind

7. langsamer und aufmerksamer fahren

8. nicht abrupt bremsen

9. Bei laub auf der Fahrbahn verlängert

sich der Bremsweg, die Fahrbahn ist

rutschiger

10. Bei schneefahrbahn und bei glätte in

Kurven weder bremsen noch treten

11. wenn der Radweg nicht geräumt ist,

auf der Fahrbahn fahren

Noch mehr Komfort

für Patienten

das auVa-unfallkrankenhaus in salzburg

geht weiter neueste wege: „da die wartezeit

bis zu einer Operation von vielen Patienten als

unangenehm empfunden wird, hat das uKh

einen speziellen Behandlungsbereich konzipiert“,

erläutert univ.Prof. Prim. dr. wolfgang

Voelckel, leiter der anästhesiologie: „in der

‚patient holding area‘, einem großzügigen,

hellen und freundlichen Raum, werden nun

die Patienten in der Zeitspanne zwischen

dem Verlassen des stationszimmers und der

Operation betreut, denn gewisse wartezeiten

sind für einen reibungslosen ablauf des Operationsprogramms

vor und im OP-Bereich

unvermeidbar.“ Zusätzlich können bereits

vor der Übernahme in den OP-saal lokale

Betäubungen durchgeführt werden, auch

gibt es nun getrennte wege von wartenden

und frisch operierten Patienten.

Großzügige Räume schaffen ein Wohlfühlklima

QuEllE: VCÖ 2012

auVa

Arbeitsschutz Aktuell

erfolgreich in Augsburg

zu ende gegangen

Über 10.500 Fachbesucher

kamen nach Augsburg, um

sich auf der Arbeitsschutz

Aktuell 2012 über alle Facetten

zeitgemäßer Präventionsarbeit

zu informieren.

das Forum aus Messe und Kongress ist der

wichtigste Informationsgeber für Wirtschaft,

Wissenschaft und Fachinstitutionen

zum Thema „Sicherheit und Gesundheit

am Arbeitsplatz“. Den Fachkongress, der in

diesem Jahr unter dem Motto „Sicher und

gesund arbeiten – Vision Zero in der Praxis“

stand, nutzten 1.000 Teilnehmer zum intensiven

Wissenstransfer. hier dominierten

Themen rund um Baustellensicherheit, den

Umgang mit Gefahrenstoffen, die Umsetzung

der DGUV-Vorschrift 2 oder auch die

herausforderungen beim Einsatz alternativer

Energien, etwa bei der Installation von Fotovoltaik-Anlagen

oder den Arbeiten in den

off-Shore-Windparks an der Küste. intensiv

widmete sich der Kongress den Fragen und

lösungen im hinblick auf die Bewältigung

psychischer Belastungen am Arbeitsplatz.

www.arbeitsschutz-aktuell.de

Mehr bewegen macht sicher

Die AUVA bietet allen

Kindergärten mit einer Karteikartenbox

voller Spiele praktische Anregungen zu mehr

Bewegung und Sicherheit

BEigEsTEllT

Sicher und gesund arbeiten stand heuer im

Mittelpunkt der Fachmesse

hüpfen, tanzen, auf einem Bein stehen: Bewegung macht Kinder

sicher. Mehr davon ist notwendig, findet die AUVA und unterstützt

Kindergärten mit Spielvorschlägen, die praktisch

in einer Karteikartenbox gesammelt

sind. „Ausreichende Bewegung ist eine der

Grundlagen für ein möglichst unfallfreies

Leben“, weiß Joachim Rauch,

Sicherheitsexperte der aUVa. „Je

besser die Motorik der Kinder und

ihre Bewegungsfertigkeit sind,

desto glimpflicher können die

Folgen eines Sturzes sein.“ Deshalb

setzt die AUVA in ihrer Initiative

„Sicher im Kindergarten“ den Schwer-

punkt auf Bewegungsförderung. „Wir haben unsere Karteikartenbox für den Kindergarten

um 32 Spiele erweitert und möchten alle Betreuerinnen und Betreuer einladen, Bewegung

im Kindergartenalltag bewusster zu integrieren.“

die meisten Kinder sind von natur aus bewegungsfreudig, ja sogar bewegungshungrig.

Erwachsene müssen die entsprechenden Angebote und Rahmenbedingungen dafür schaffen.

Kindergärten können die neue Sammlung der Karteikarten mit den Bewegungsspielen oder

andere Materialien zum thema „Sicher im Kindergarten“, wie z. B. das Buch „Zirkus“, auf

www.auva.at/kindergarten gratis bestellen.

ALLE!ACHTUNG! 12/2012 5


AUVA thEMa

Pionierstellung ausgebaut

Im Klärwerk des Tiroler AIZ-Abwasserverbandes werden Sicherheit und

Gesundheit groß geschrieben.

Der AIZ-Abwasserverband (AIZ = Achental,

Inntal, Zillertal) in Strass im Zillertal zählt zu

den modernsten und verfahrenstechnisch fortschrittlichsten

in Österreich und nimmt in einigen

Bereichen auch in Europa eine Spitzenstellung ein. Mit

der Einführung des Sicherheits- und Gesundheitsmanagementsystems

der AUVA (AUVA-SGM) wurde nun

die Führungsrolle erneut unter Beweis gestellt.

Vorreiter bei Energieeffizienz

derzeit gehören dem aiZ-abwasserverband 32 Ge -

mein den aus den Regionen Zillertal, Achental und mittleres

Unterinntal an. Das angeschlossene Einzugsgebiet

weist eine Fläche von rund 1.450 Quadratkilometern

auf. Geklärt werden hauptsächlich abwässer aus Privathaushalten

sowie jene aus rund 1.200 Gastronomie- und

hotelleriebetrieben.

das Klärwerk in Strass im Zillertal zählt zu den

modernsten Österreichs, wenn nicht Europas: Optimierte

verfahrenstechnische Prozesse ermöglichen es

beispielsweise, selbst Speisefette aus den Abwässern auszuscheiden.

Eine Vorreiterrolle hat der Betrieb auch bei

der Energieeffizienz: Durch den Gewinn von Methangas

aus dem „Vergären“ von Speiseresten und Klärschlamm

und dessen energietechnische nutzung im eigenen Gaskraftwerk

kann nicht nur der gesamte Energiebedarf des

Klärwerks abgedeckt werden, rund die hälfte der pro-

6 12/2012 www.alle-achtung.at

duzierten elektrischen Energie wird als „Ökostrom“ ins

öffentliche netz eingespeist.

Verbesserungspotenziale nutzen

nun hat der aiZ-abwasserverband auch in einem

anderen Bereich eine Pionierrolle übernommen: als

erstes Klärwerk Österreichs wurde man kürzlich nach

den Richtlinien des Sicherheits- und Gesundheitsmanagements

der AUVA (AUVA-SGM) zertifiziert.

Bei diesem Sicherheits- und Gesundheitsmanagement

werden vorausschauend und systematisch alle Bereiche

im Betrieb analysiert und erfasst, die mit der Sicherheit

und Gesundheit der Mitarbeiter in Zusammenhang

stehen. Diese systematische Vorgehensweise legt

Verantwortlichkeiten fest, zeigt Verbesserungspotenziale

auf, koordiniert aktivitäten und legt Messgrößen zur

Erfolgskontrolle fest. Ziel des SGM ist es, die Sicherheit

der Mitarbeiter zu erhöhen und zu einer Verbesserung

der Gesundheit der Mitarbeiter beizutragen.

Denn gesunde Mitarbeiter haben laut Statistik nicht nur

weniger Krankenstände, sondern auch weniger Unfälle.

Daher ist es auch ein Ziel von SGM, in der Belegschaft

die Motivation für gesundheitsfördernde Maßnahmen

zu steigern. Im Verwaltungsgebäude des AIZ-Abwasserverbandes

wurde beispielsweise im Zuge der SGM-

Implementierung ein Fitnessraum für die Mitarbeiter

eingerichtet. n

BEigEsTEllT

Übergabe des AUVA-SGM-

Zertifikats (v.l.n.r): Josef

Reiter, AUVAsicher, Martin

Wildauer, Sicherheitsvertrauensperson,

Dipl.-

HTL-Ing. Josef Dengg,

Geschäftsführer, Christian

Flatscher, SGM-Beauftragter,

Christian Fimml,

Geschäftsführer-Stellvertreter,

Dipl.-Ing. (FH) Kurt

Jäger, AUVA-Außenstelle

Innsbruck


Gesundheitsprävention ist

auch soziale Prävention

Im Rahmen eines Conference Hub

brachte die FH Kärnten für Gesundheits-

und Pflegemanagement kürzlich

die Höhepunkte der 19. Internationalen

Aids-Konferenz nach Feldkirchen. Im

Interview mit ALLE!ACHTUNG! erklärt

der Leiter der Aids-Hilfe Kärnten, Dr.

Günther Nagele, warum gesundheitliche

Prävention auch immer mit sozialer

Prävention einhergehen muss.

„Am Arbeitsplatz

besteht

überhaupt

keine Gefahrenquelle,

sich anzustecken.“

Dr. Günther Nagele,

Leiter der Aids-

Hilfe Kärnten

Das diesjährige Conference Hub an

der FH Kärnten stand unter dem

Motto „Für Sensibilisierung, gegen

Diskriminierung“. Warum ist dieses Thema

in Bezug auf HIV so wichtig?

Nagele: hiV-positive Menschen haben

sehr häufig das Problem, von sozialen

Aktivitäten ausgeschlossen zu werden,

sobald ihre Infektion bekannt wird.

Dafür gibt es keinen rationalen Grund,

dieses Verhalten entsteht aus Ängsten

heraus. Wenn man Angst vor etwas hat,

dann werden die auslöser dieser angst mit übertriebener

Distanz wahrgenommen und das führt zur Diskriminierung.

Die Angst wird also an Menschen festgemacht.

Wie kann diese Diskriminierung vermieden werden?

Indem man bereit ist, sich rational zu überlegen, worin die

Angst begründet liegt und was sie mit einem selbst zu tun

hat. Wenn man versteht, dass die Dinge, vor denen man sich

fürchtet, irreal sind, dann gibt es keinen Grund, Angst zu

haben. Daher muss es neben einer Gesundheitsvorsorge

auch immer eine Sozialvorsorge geben, um solche Ängste

abzubauen.

Wie kann so eine Sozialvorsorge gelingen?

Medien sollten noch stärker darüber berichten, dass hiV-

Infektionen gesundheitliche und keine sozialen Infektionen

sind und nur durch intensive, sehr selten vorkommende

Blutkontakte sowie Geschlechtsverkehr übertragen

werden. Wenn das breit genug im Wissen der Menschen

verankert ist, wird auch langsam jede Form von sozialer

Diskriminierung zurückgehen.

Welche Rolle spielt soziale Diskriminierung im Arbeitsalltag?

Am Arbeitsplatz herrscht überhaupt keine Gefahren-

FOTOlia.COm

Wenn die Bevölkerung gut informiert ist,

wird auch langsam jede Form von sozialer

Diskriminierung zurückgehen

quelle, sich anzustecken. Man sollte die von hiV betroffenen

Menschen nicht anders als andere Kollegen behandeln,

auch wenn man unterbewusst daran denkt. Wenn man

merkt, dass es zum Problem wird, etwa weil andere Kollegen

negativ auf die betroffene Person reagieren, sollte

das einfach angesprochen werden. Jeder hat soziale Verantwortung,

die wahrgenommen werden muss, allerdings in

rücksprache mit der betroffenen Person.

Was gibt es punkto gesundheitlicher Prävention zu beachten?

Es bleibt nach wie vor nur das Kondom, um sich zu

schützen. Vaginalgels haben sich als nicht sicher erwiesen,

denn man hat gesehen, dass der enthaltene Wirkstoff die

Vaginalschleimhaut irritiert und das hi-Virus dadurch

leichter eindringen kann.

Wie gut schützen sich die Österreicher?

Es ist schwer zu sagen, aber die Kondomakzeptanz ist

nicht so schlecht. laut durex-Studie verhüten 80 Prozent

der 16- bis 44-jährigen deutschen mit Kondomen,

1988 waren es angeblich nur 58 Prozent. diese Zahlen

sind mit großer Vorsicht zu genießen, denn die Akzeptanz

des Kondoms geht nicht mit dem realverbrauch

einher. n

ALLE!ACHTUNG! 12/2012 7


AUVA CoVErthEMa

Probiotika

allein lassen

uns noch

nicht gesund

alt werden.

FOTOlia.COm

100 Jahre und kein

Wir werden immer älter. Umso besser,

dass wir Einiges dazu bei tragen können,

um möglichst gesund in die Jahre

zu kommen.

8 12/2012 www.alle-achtung.at

Jänner 1912: die „new York

Times“ berichtete von Baba

Vasilka und ihrem Sohn Tudor,

Schafhirten aus einem kleinen Bergdorf

in Bulgarien und beide über

100 Jahre alt. Wenngleich sie heute

nicht mehr unter den Lebenden

weilen, erbrachten sie schon damals

den Beweis dafür, dass ein gesunder

Lebensstil und insbesondere eine

solche Ernährung ganz wesentlich zu

einem langen Leben beitragen. Denn:

Weit gefehlt, wer sich Baba und Tudor

als gebrechliche Greise vorstellt. Im

Gegenteil gingen sie mit biblischen

126 Jahren bzw. nicht minder biblischen

101 Jahren äußerst beflissen

ihrer Arbeit nach. Zudem waren sie

nicht etwa die die Regel bestätigenden

Ausnahmen, sondern vielmehr

zwei von mehreren Balkanbewohnern,

die ein Alter von bis zu

100 Jahren und mehr erreichten.

Gesunde Sauermilch

Warum aber zählten Baba und Tudor

Vasilka Anfang des 19. Jahrhunderts

zu den ältesten Menschen überhaupt?

Wissenschaftler fanden heraus, dass

sich die Bewohner dieser Region

vorwiegend von Sauermilch

ernährten.

Die darin enthalteneMilchsäure

könne

Bazillen und Krankheitserreger

bzw. giftige

Mikroben, die vor allem in

unserem Dickdarm eine hervorragende

Brutstätte vorfinden,

effektiv bekämpfen, war

Prof. ilja iljitsch Metschnikoff,

russischer Zoologe, Anatom und

Bakteriologe (1845 – 1916), überzeugt.

Speziell in seinen späten

lebensjahren in Paris beschäftigte

isTOCKPhOTO.COm

er sich mit der Medizin des Alterns.

Da er der Meinung war, dass der Alterungsprozess

biologisch nicht notwendig

wäre, trachtete er außerdem

danach, Möglichkeiten zu finden, die

das Leben verlängern. Ferner prägte

er den ausdruck „Gerontologie“ – zu

Deutsch Alters- und Alternswissenschaft

– und erfand überdies die bakterienangereicherte,

sogenannte probiotische

Ernährung, um nur ein paar

seiner wissenschaftlichen Leistungen

zu erwähnen.

Wie Plato war auch Metschnikoff

davon überzeugt, der Tod sitze

im Darm bzw. der Dickdarm sei

der Feind eines langen Lebens. Im

Umkehrschluss kann dieser also zu

einem langen und gesunden Leben

beitragen. Bestes Beispiel: die Schafhirten

vom Balkan – übrigens nicht

die Einzigen, denn immer wieder

sorgen Berichte über rüstige Greise

des Kaukasus für aufsehen. Wenngleich

die durchschnittliche Lebenserwartung

dort zwar etwas unter jener

der Deutschen liegt, treffen sich etwa

im Bergstädtchen Karatschajewsk,

rund 300 km von Grosny entfernt, in

regelmäßigen Abständen Mitglieder

des Clubs der hundertjährigen.

Und ja, viele von ihnen sind Schafhirten,

was wiederum für Metschnikoffs

Theorie spricht, dass der Verzehr

von Sauermilch und insbesondere

die darin enthaltene Milchsäure die

gesundheitsfördernde Funktion des

Darms bestärkt.

pro bios – für das Leben

Lactobacillus casei, Bifidobakterien

und andere milchsäureproduzierende

Bakterien (Probiotika) kommen in

Milchprodukten, Sauerkraut, aber

auch in Kefir vor und sind für unsere

Gesundheit von großem nutzen.

„Diese lebenden Mikroorganismen

sind widerstandsfähig genug, um den

Verdauungsprozess im Magen und

Dünndarm lebend zu überstehen und

in ausreichender Menge den Dickdarm

zu erreichen“, weiß die Wiener

Ernährungswissenschaftlerin Kristina

Paller, MSc. Eine der ersten Bakterienarten,

die entdeckt wurde, ist Lactobacillus

bulgaricus. Er wird seit vielen

Jahrhunderten zur herstellung von

Joghurt und Sauermilch verwendet


isschen alt

– von Bulgarien über die gesamte

Balkanhalbinsel bis nach Russland.

Ebenso gibt es etwa im Orient ein

traditionelles Joghurtgetränk, dem als

Basis ein recht festes, mit den stark

säuernden Kulturen Streptococcus

thermophilus und eben Lactobacillus

bulgaricus angereichertes Joghurt

dient. in Kombination mit Wasser

und Salz entsteht schließlich ein buttermilchähnlichesErfrischungsgetränk.

nebenbei erwähnt: Benannt

wurde das Bakterium nicht etwa nach

den eingangs erwähnten Schafhirten,

sondern nach dem bulgarischen Arzt

Stamen Grigorow, der es 1905 entdeckte.

Probiotika allein lassen uns aber

nicht 100 Jahre alt werden. Vielmehr

kommt es auf das große Ganze

an: So kennt etwa die Anti-Aging-

Medizin fünf Faktoren für ein längeres

Leben: abwechslungsreiche und

ausgewogene, sprich gesunde Ernährung,

regelmäßige Entspannung und

Bewegung, Vermeidung schädlicher

Umwelteinflüsse und die zusätzliche

Einnahme von Vitaminen und Co.

Schlussendlich läuft es aber meist

darauf hinaus, das Verdauungssystem

zu unterstützen. „Der Darm ist

das größte körpereigene abwehrsystem“,

weiß Mag. Anita Frauwallner,

Expertin für darmgesundheit,

die vor über 20 Jahren das

Institut Allergosan in Graz gründete

und sich seither mit der Thematik

befasst. rund 70 Prozent des

Immunsystems befinden sich ebendort,

und so nimmt es nicht Wunder,

dass im Darm bis zu einem gewissen

Grad entschieden wird, ob wir ein

langes, vitales und auch glückliches

BEigEsTEllT

FOTOlia.COm

„Unsere Zellen altern. Das ist ein ganz natürlicher Prozess,

der allerdings durch Umwelteinflüsse beschleunigt

wird. Antioxidantien wie das coenzym Q10, aber etwa

auch Ascorbinsäure, tocopherol oder betacarotin helfen

dabei, unsere Zellen jung und vital zu halten.“

Kristina Paller, MSc, Ernährungswissenschaftlerin

Fünf Faktoren für ein längeres

Leben: abwechslungsreiche

und ausgewogene,Ernährung,

regelmäßige Entspannung

und Bewegung, Vermeidung

schädlicher Umwelteinflüsse

und die zusätzliche Einnahme

von wichtigen Vitaminen und

Spurenelementen

ALLE!ACHTUNG! 12/2012 9


AUVA CoVErthEMa

Info & Kontakt:

www.kiwi1.net

www.allergosan.at

10 12/2012 www.alle-achtung.at

Leben führen werden oder nicht. Frauwallner: „Es

ist eine von vielen wichtigen Aufgaben der Darmflora,

die aus hunderten unterschiedlichen Bakterienarten

besteht, die Darmwand vor der Besiedelung durch

krankmachende Keime zu schützen.“ die immunzellen

unseres Darms reagieren auf Angriffe von außen, mit

denen unser Körper tagtäglich zu kämpfen hat. ob es

sich um Bakterien handelt, die wir über die nahrung

zu uns nehmen, oder ob es Schadstoffe sind, die wir uns

selbst zuführen, wie nikotin, oder die wir während der

Jogging runde einatmen (Umweltgifte). Ist das Immunsystem

geschwächt, haben die angreifer – genannt antigene

– leichtes Spiel, weil der darm dann zu wenig

antikörper produzieren kann.

isTOCKPhOTO.COm

Auf nach Kreta

Prozentuell leben europaweit die meisten 100-Jährigen

auf Kreta. außerdem ist die griechische insel weltweit

Schlusslicht in Bezug auf herz-Kreislauf- und Gefäßerkrankungen.

Indes werden in Österreich gerade diese

beiden zu den klassischen Volkskrankheiten gezählt. Mehr

noch: herz-Kreislauferkrankungen sind mit 42 Prozent

die häufigste Todesursache bei den nicht übertragbaren

Krankheiten, gefolgt von Krebs (27 %), diabetes (5

%) und atemwegs erkrankungen (4 %). ohnehin sterben

die Menschen hierzulande in den überwiegenden Fällen

an nicht übertragbaren Krankheiten: Konkret sind es 91

Prozent, beim rest handelt es sich um übertragbare bzw.

ansteckende Erkrankungen. Während uns das Kondom

vor Geschlechtskrankheiten bewahrt oder die Influenza-Impfung

vor der mitunter sogar lebensbedrohlichen

Grippe, bietet ein gesunder Lebensstil Schutz vor nicht

übertragbaren Krankheiten und somit auch die Chance

auf ein langes, vitales Leben.

BEigEsTEllT

FOTOlia.COm

Sich gesund zu ernähren, spielt in diesem Zusammenhang

freilich eine entscheidende Rolle. Und es ist kein

Zufall, dass seit mehreren Jahren ein Kochbuch nach dem

anderen die Kreta- bzw. Mittelmeer-diät propagiert. Kritiker

weisen zwar unter anderem darauf hin, dass die Ernährung

auf Kreta traditionell sehr fettreich sei, die diät vor

allem auf der Ernährungsweise eines hart arbeitenden

Bergbauernvolks basiere und dass mittlerweile auch auf

Kreta jeder dritte Jugendliche an Übergewicht leide. dennoch

steht der Gesundheitswert von Lebensmitteln, die im

gesamten Mittel meerraum regelmäßig konsumiert werden,

außer Frage. „Der Schwerpunkt liegt auf Obst, Gemüse

und Salat. Ebenso werden hülsenfrüchte, Pasta, Couscous,

Polenta, nüsse und selbstverständlich olivenöl so gut wie

täglich konsumiert. Fisch, Meeresfrüchte und Eier stehen

wöchentlich, Fleisch hingegen nur monatlich auf dem

Speiseplan. Und was den Alkoholkonsum angeht, wird täglich

maximal ein Glas, meist rotwein, getrunken“, so Paller.

Anti-Aging geht durch den Darm

Um jung zu bleiben, greifen wir zudem zu teuren Cremetiegeln,

weil uns die Werbung verspricht, das darin enthaltene

Coenzym Q10 lässt Falten verschwinden. Allein: Das

stimmt nur bis zu einem gewissen Grad, denn die Wirkstoffe

gelangen lediglich in die oberen bzw. äußeren hautschichten.

damit dieses wichtige antioxidans seine Wirkung

im wahrsten Sinne des Wortes entfalten kann, muss

es die Zellen von innen gegen freie Radikale schützen, wie

Ernährungswissenschaftlerin Paller erklärt: „Unsere Zellen

altern. das ist ein ganz natürlicher Prozess, der allerdings

durch Umwelteinflüsse beschleunigt wird. antioxidantien

wie das Coenzym Q10, aber etwa auch Ascorbinsäure,

Tocopherol oder Betacarotin helfen dabei, unsere Zellen

jung und vital zu halten, und sorgen dafür, dass sie von

außen eindringende, schädliche Stoffe abwehren können.“

UV-Strahlung, Luftschadstoffe und Chemikalien sind mitverantwortlich

für die Entstehung freier Radikale, die, wenn

sie Überhand nehmen, Zellschäden verursachen. das nennt

sich oxidativer Stress (daher der name ihrer Gegenspieler:

antioxidantien) und dieser wiederum begünstigt den alterungsprozess,

wird aber auch des Öfteren als Verursacher

verschiedenster Krankheiten, beispielsweise herz-Kreislauferkrankungen,

genannt. Um den Körper vor den schädlichen

Folgen zu schützen, muss einmal mehr das körpereigene

abwehrsystem auf den Plan gerufen werden. Und

da sich, wie bereits erwähnt, der überwiegende Teil davon

im Darm befindet, ist Anti-Aging sozusagen essbar. „Antioxidantien

stecken vor allem in obst und Gemüse. Wichtig

dabei: Abwechslung und bunte Vielfalt, denn es sind die Anti-

„Der Darm ist das größte körpereigene Abwehrsystem,

daher ist es nicht verwunderlich, dass im Darm bis zu einem

gewissen Grad entschieden wird, ob wir ein langes, vitales

und auch glückliches leben führen werden oder nicht.“

Mag. Anita Frauwallner, Leiterin des Instituts Allergosan in Graz


oxidantien, die für das rot der tomate, das Blau der heidelbeere,

das Grün der Zucchini usw. sorgen“, weiß Paller. Es

sollte also farbenfroh hergehen auf unseren Tellern und am

besten zur selben Zeit, denn so Paller weiter: „Manche antioxidantien

wirken erst im Zusammenspiel miteinander.“

Die Sache mit dem Glück

Wenn es uns sprichwörtlich auf den Magen schlägt, ist das

Zusammenspiel von darm und Psyche nicht weit. Mitunter

führt nämlich Stress dazu, dass im Darm nicht mehr

ausreichend Serotonin produziert wird: Das Glückshormon

und in der Folge auch das Schlafhormon Melatonin werden

aus der Aminosäure L-Tryptophan über die Zwischenstufe

5-hydroxytryptophan gebildet. Fehlt ein Glied in dieser

Kette, kann es zu Erschöpfung und Burn-out kommen.

„Serotonin wird zu 97 Prozent im darm produziert, daher

setzen Medikamente zur Behandlung von Depressionen

auch dort an“, konstatiert Paller. Gleichfalls kann eine Veränderung

der Darmflora negative Auswirkungen auf die

Psyche haben. Eine Kost, die arm an Kalorien, jedoch reich

an Kohlenhydraten ist – also viele Vollkornprodukte enthält

–, könne dagegen helfen.

Einmal mehr gilt also: Vermeiden Sie Stress, ernähren

Sie sich gesund, bewegen Sie sich regelmäßig, rauchen Sie

nicht und seien Sie glücklich, denn wir wissen – und das

haben übrigens auch zahlreiche, voneinander unabhängige

Studien bestätigt: Glückliche Menschen leben länger! n

täglich fünf

Portionen buntes

Obst und Gemüse

sowie Vollkornprodukte

helfen

mit, fit und

gesund zu

bleiben.

Das 5 x 1 für ein längeres Leben

Ausgewogene Ernährung

Ernährungswissenschaftlerin Kristina Paller,

msc, empfiehlt: „Täglich fünf Portionen buntes

Obst und gemüse sowie Vollkornprodukte.

letztere liefern wie auch hülsenfrüchte und

nüsse wertvolle Ballaststoffe (Präbiotika). genauso

sollten zwei mal täglich milchprodukte

(z.B. Joghurt, sauermilch) auf dem speiseplan

stehen, da sie den darm mit wichtigen

Probiotika versorgen. außerdem: Zwei bis

drei mal pro woche Fisch und Fleisch (mit

Betonung auf Fisch), pflanzliche statt tierische

Fette und süßes sowie alkohol in maßen. und

bis zu zwei liter pro Tag trinken, vorzugsweise

wasser, ungesüßte Kräuter- und Früchtetees

oder gespritzte Fruchtsäfte.“

Entspannung

stress ist gift für ein langes leben. daher gilt:

gönnen sie sich regelmäßig Pausen – täglich,

aber auch z.B. ein wochenende im wellnesshotel.

schlafen sie ausreichend (zwischen

sieben und neun stunden täglich). wichtig sind

Qualität und struktur des schlafs: Etwa alle

90 minuten wechseln sich leicht- und Tiefschlafphasen

ab, wobei speziell letztere der

FOTOlia.COm

körperlichen Erholung dienen (wachstumshormone

werden ausgeschüttet, Zellerneuerung

findet statt, das immunsystem wird gestärkt).

Regelmäßige Bewegung

Übergewicht begünstigt zahlreiche Krankheiten

(z. B. diabetes, Bluthochdruck). dagegen hilft,

abgesehen von einer gesunden Ernährung, regelmäßig

sport bzw. Bewegung. Freilich nimmt

die leistungsfähigkeit ab, je älter wir werden,

doch schon zügiges spaziergehen macht sinn.

Übrigens: wer es drei mal die woche tut, kann

dadurch die hirnleistung positiv beeinflussen

– bis ins hohe alter (so eine studie der Jacobs

university Bremen).

Schadstoffe meiden

wir atmen täglich schadstoffe ein. das ist

unvermeidlich – fast! neben der luftverschmutzung

ist nämlich vor allem Zigarettenrauch ein

schadstoff, dessen aufnahme wir bis zu einem

gewissen grad selbst beeinflussen können.

Zwar habe Tabakgenuss als Risikofaktor von

kardiovaskulären Erkrankungen seine größte

Bedeutung in der ersten hälfte des lebens, so

Prof. dr. Franz Böhmer vom sozialmedizinischen

Zentrum sophienspital in wien. „doch noch im

80. lebensjahr zeigen Raucher eine Übersterblichkeit

von etwa 15 Prozent. das aufgeben des

Rauchens aus primär präventiven Überlegungen

wird somit auch im alter noch als sinnvoll angesehen“,

schreibt Böhmer im Ratgeber „altern

ohne Kompromisse“ (Verlagshaus der ärzte).

Ergänzung

wer sich ausgewogen ernährt, führt dem

Körper im normalfall ausreichend Vitamine und

mineralstoffe sowie Pro- und Präbiotika (wichtig

für die steuerung von stoffwechselvorgängen)

zu. „die darmflora unterstützt den Verdauungstrakt

bei der aufspaltung von nahrungsbestandteilen

und sorgt dafür, dass Vi tamine und

Enzyme an den Körper abgegeben werden“,

weiß mag. anita Frauwallner, leiterin des

instituts allergosan in graz. hochwertige und

natürliche Ergänzungsmittel (Vitamine, mikronährstoffpräparate,

v.a. Probiotika) unterstützen

den gesamten Organismus. das mache,

laut Frauwallner, immer sinn: „Ein ‚Zuviel‘ an

darmbakterien gibt es nicht. im gegenteil: der

Körper kann so auf ein größeres Reservoir an

möglichkeiten zurückgreifen.“

ALLE!ACHTUNG! 12/2012 11


AUVA thEMa

Kunst des Alterns

Manche Handgriffe

können

im Alter durchausbeschwerlicher

werden.

12 12/2012 www.alle-achtung.at

Kunst kann dazu bei tragen, die Heraus forderungen

des Älterwerdens besser zu bewältigen.

Altern“, „Gesund

und fit im Alter“:

„Aktives

Bei durchaus positiv

besetzten Begriffen wie diesen

schwingt in gewisser Weise ein Appell

mit. Ein Appell an die Altersgruppe

jenseits der Sechzig, dass nur Aktivität

und Leistungsfähigkeit das Alter

lebenswert machen. „Das stimmt

bis zu einem gewissen Grad, ist aber

nicht für jeden umsetzbar“, sagt der

Geschäftsführer der Österreichischen

Plattform für interdisziplinäre altersfragen

(ÖPia), dr. Georg ruppe.

nicht allen Menschen ist es gegeben,

ein hohes Maß an geistiger und körperlicher

Vitalität bis ins hohe Alter

aufrecht zu erhalten, meint Ruppe

auch in Bezug auf so genannte „Ausnahmeerscheinungen“

– Menschen,

die ihre außergewöhnliche Begabung

auch noch im hohen Alter

pflegen: Ihnen nachzueifern ist

kaum möglich – sich von positiven

aspekten dieser Persönlichkeiten

inspirieren zu

lassen hingegen schon.

FOTOlia.COm

Hunger nach Neuem

Was sind das für Aspekte, und wie

helfen sie den Betroffenen, das Alter

besser zu bewältigen? Jene Kräfte, die

nikolaus harnoncourt beispielsweise

antreiben, sind neugier und Ungeduld:

„Wenn ich ein Stück einstudiere

und anschließend zur Aufführung

bringe, so möchte ich sofort mit

einem neuen beginnen. Ein Werk –

auch wenn eine große Zeitspanne

dazwischen liegt – zwei Mal zu erarbeiten,

scheint mir wenig interessant

zu sein. Dafür gibt es einfach zu viel

an spannender Literatur.“ Es ist ihm

durchaus bewusst, dass nicht mehr alle

Werke, „die auf seiner Liste stehen“, in

angriff genommen werden können,

dennoch oder vielleicht gerade deshalb

ist sein hunger nach neuem

immens groß. Die Ungeduld harmoniert

offensichtlich gut mit der neugier

– denn letztere alleine schafft

vielleicht nicht jenen Motor, den es

zum Antrieb braucht.

das Älterwerden ist ihm aber –

trotz seiner enormen Schaffenskraft –

durchaus bewusst: „Ich nehme natürlich

wahr, Dinge nicht mehr in dem

Maße tun zu können wie früher.“

Es handle sich hier um Kleinigkeiten,

wie beispielsweise ein nicht

mehr ganz so robustes nervenkostüm

nach Konzerten: das Bedürfnis nach

anstrengenden Aufführungen, einfach

in Ruhe gelassen zu werden, sei vielleicht

größer als vor einigen Jahren.

Jung im Kopf

auch seine Frau alice harnoncourt

beobachtet den Prozess des Älterwerdens

und meint, den zahlreichen

Aktivitäten des täglichen Lebens

nicht unbedingt aktiv, im Sinne einer

„gelebten Kunst des alterns“ nachzugehen.

„Altern macht man nicht,

das passiert“, sagt die ehemalige Kon-


– Kunst im Alter

zertmeisterin des Concentus Musicus:

„Ich gehe einfach den Dingen, die

getan werden müssen, nach – da

gehört das notentranskribieren für

die Musiker ebenso dazu wie das

Unkrautjäten im Garten.“

ihren Platz als erste Geigerin im

orchester hat sie bereits vor Jahren –

aus praktischen Überlegungen heraus

– jemand anderem überlassen: „nicht,

dass ich diesen schwierigen Part nicht

nach wie vor hätte übernehmen

können und wollen, aber ich war mir

natürlich bewusst, dass dies nicht ewig

möglich sein wird. Gewisse dinge

müssen zur rechten Zeit gemacht

werden.“ Demnach sei auch die Einsicht

eine wesentliche Tugend des

alters. im Übrigen bemerke sie, dass

ein teil des Körpers vom Prozess des

Älterwerdens ausgenommen ist: „In

meinem Kopf fühle ich mich jung.

Der funktioniert noch genauso wie

früher und so gesehen, relativiert sich

möglicherweise das Älterwerden.“

Diese geistige Regheit bis ins hohe

alter erklärt Univ.Prof. Cornel Sieber,

Chefarzt für Geriatrie am Klinikum

nürnberg, folgendermaßen: „Wie wir

immer besser verstehen, darf die Vorstellung,

dass das Gehirn über eine nur

geringe postnatale Plastizität verfügt,

getrost zur Seite gelegt werden. Wir

vermögen über die gesamte lebensspanne

und so auch bis ins hohe Alter,

neue Vernetzungen aufzubauen, parallel

zum Untergang synaptischer Verschaltungen.

Es funkt also in unserem

Kopfe ständig und vehement.“

dass der Kopf immer noch gut

funktioniere, dies bestätigt auch Barbara

Coudenhove-Kalergi. die ehemaligeFernseh-Auslandskorrespondentin

feierte heuer ihren achtzigsten

Geburtstag und ist aktiv wie in ihren

besten Zeiten. Anders jedoch als das

Ehepaar harnoncourt begab sie sich

auf ein völlig neues terrain, das mit

dem, was sie jahrzehntelang tat und

gut konnte, rein gar nichts gemein hat:

Coudenhove-Kalergi gibt asylanten

BEigEsTEllT

Deutschunterricht. Und auch sie wird

von einer ganz bestimmten Anschubenergie

getrieben: „Es ist die Wut, die

mich motiviert“, sagt die Journalistin

in Anspielung auf etwaige Mängel in

Bezug auf den Umgang mit dieser

wenig privilegierten Gruppe. Auf die

Frage, ob sie sich trotz ihrer unglaublichen

Vitalität als alt bezeichnen würde,

meint die Journalistin: „hier gibt es

nichts zu beschönigen – ich bin alt.“

Kunst und Alter

dass Kunst – insbesondere die Musik

– einiges zur Bewältigung des alters

beitragen kann, ist evident. Diese

Beobachtung macht Sieber immer

wieder aufs neue: in seiner Funktion

als Chefarzt ist er bestrebt, die

Patienten möglichst viel und intensiv

mit Musik in Berührung zu bringen:

„Manche betagte herrschaften wissen

nicht mehr, wie sie heißen, aber an

gewisse Musikstücke aus vergangenen

Zeiten können sie sich durchaus gut

erinnern“, sagt Sieber.

Die Empfänglichkeit alter Menschen

für das Kreative sieht Sieber

insbesondere in der Tatsache, dass das

lateinische Wort „creare“ – was so

viel wie schöpfen bedeutet – auch das

Wort crescere (wachsen) beinhalte:

„Diese Doppeldeutigkeit ist insofern

interessant, als dass Kreativität

aktives Tun und passives Geschehenlassen

verbindet, was sicher einer der

Für ein Ehrenamt ist es nie zu spät

so wie Barbara Coudenhove-Kalergi üben auch viele andere

ältere menschen eine formelle ehrenamtliche Tätigkeit aus:

26 Prozent der Österreicher ab 60 Jahren arbeiten etwa bei

der Rettung, bei kirchlichen Organisationen, in Form von Besuchsdiensten,

bei wandervereinen oder seniorenorganisationen.

Bei männern bis 70 Jahren sind es 35 Prozent, bei männern über

70 Jahren 25 Prozent, bei Frauen 26 Prozent bzw. 18 Prozent.

wer sich für andere engagiert, tut damit auch sich selbst etwas

gutes: Freiwilligenarbeit kann zu einer höheren lebenszufriedenheit

und einem besseren gesundheitszustand beitragen.

Gründe ist, weshalb Kreativität bis ins

hohe Alter erhalten bleibt oder gar

neu entstehen kann. Vielleicht verschiebt

sich im Lebensverlauf einzig

die Balance vom aktiven Tun mehr

zum passiven Geschehenlassen.“

das Potenzial, bis ins hohe alter

kreativ zu sein, ist uns Menschen

also gegeben: Gibt es aber im Alter

durchaus auch Bereiche, die intensiver

gelebt werden? „Ja“, sagt Sieber,

„Geduld und Eigensinn. Der hochbetagte

hermann hesse meinte, dass

Geduld Ruhe bringe und Eigensinn

Freude bereite. In meiner täglichen

arbeit mit älteren Menschen – das

durchschnittliche alter meiner Patientinnen

ist aktuell gut 83 Jahre –

erlebe ich es täglich, dass der Eigensinn

im Alter nicht abnimmt, den

Betroffenen bisweilen gar mehr Spaß

macht als mir, dem Betreuenden“, sagt

Sieber. n

Alice und NIcolaus

Harnoncourt erzählen,

wie sie das Älterwerden

erleben

ALLE!ACHTUNG! 12/2012 13


PrÄVEntionSSChWErPUnKt

Am Weg zu einer neuen

Präventionskultur

„Gemeinsam sicher und gesund“: Diesen Schwerpunkt setzt die AUVA

im Rahmen der europäischen Kampagne „Partnerschaft für Prävention“.

Ziel der Initiative ist es, den Arbeitgebern und Arbeitnehmern bewusst zu

machen, wie wichtig es ist, sichere und gesunde Arbeit zu fördern.

Prävention ist mehr als nur das Ergreifen von Maßnahmen

im Sinne der Gesundheit von Mitarbeitern.

im idealfall geht es um eine Präventionskultur,

die im Unternehmen etabliert wird und positive

Auswirkungen auf die Gesundheit von Arbeitnehmern

haben kann. Doch worüber reden wir eigentlich, wenn

wir von Präventionskultur sprechen? „hier geht es in

erster Linie um eine anerkennende Gesprächskultur auf

Basis eines partnerschaftlichen Ansatzes“, sagt Mag. Barbara

Libowitzky, die in der AUVA, Abteilung Unfall-

Der Weg zu einer neuen Präventionskultur in heimischen Unternehmen

ist breit angelegt: Zielgruppe sind alle erwerbstätigen

Personen zwischen dem 15. und dem 65. Lebensjahr, unabhängig

von Branche und Betriebsgröße

14 12/2012 www.alle-achtung.at

isTOCKPhOTO.COm

isTOCKPhOTO.COm

verhütung und Berufskrankheiten-Bekämpfung, den

Schwerpunkt Sicherheits- und Gesundheitsmanagement

betreut. Die Idee hinter dem partnerschaftlichen

Gedanken ist, dass durch eine entsprechend anerkennende

Gesprächskultur ein positiver Zugang zu den Themen

Sicherheit und Gesundheit erreicht werden kann und dass

die Zahl derer, die gesund bleiben, weiter steigt.

Partnerschaft führt zu Win-win-Situation

Wichtig beim Etablieren einer Präventionskultur ist

auch das Einbinden aller hierarchien eines Unternehmens:

„Wenn alle hierarchieebenen einer organisation

teilnehmen und auf Basis einer gemeinsamen

Grundlage handeln, verbessert sich das Arbeitsklima“,

sagt Libowitzky. Ein so erreichtes positives Arbeitsklima

schlägt sich auch auf die Fehlzeiten nieder: „Wer sich

an ,Partnerschaft für Prävention – gemeinsam sicher

und gesund‘ beteiligt, reduziert die Fehlzeiten der Mitarbeiter.“

damit führt die Partnerschaft für Prävention

zu einer klassischen Win-win-Situation, von der sowohl

Arbeitnehmer als auch Arbeitgeber profitieren.

Präventionskultur

aus der sicht der auVa besitzt ein unternehmen dann eine hohe Präventionskultur,

wenn aktiv und vorsorglich mit den Themen gesundheit und sicherheit

umgegangen wird. auch das sich-Verbessern und lernen aus Fehlern gehört dazu.

Präventionskultur ist eine Einstellung und haltung des unternehmens und seiner

Beschäftigten, sich diesem Thema zuzuwenden. anders als in kurzen, einmaligen

handlungen ist Präventionskultur ein nachhaltiges Konzept, denn sie führt zu einem anhaltenden

Bewusstsein im unternehmen für die wichtigkeit von sicherheit, gesundheit

und deren Vorsorge. Präventionskultur wird positiv beeinflusst, wenn sie von Führungskräften

gestützt und gelebt wird.

Präventivfachkräfte

in jedem unternehmen, in dem min destens ein arbeitnehmer beschäf tigt wird, müssen

Präventivfachkräfte bestellt werden. Zu den Präventivfachkräften zählen sicherheitsfachkräfte

und arbeitsmediziner. Präventivfachkräfte sind je nach Betriebsgröße entweder fix

angestellt oder haben einen eigenen Beratungsvertrag mit dem unternehmen. weiterhin

können arbeitspsychologen und sonstige Experten für Fragen der sicherheit und gesundheit

hinzugezogen werden. in jedem Fall benötigen Präventivfachkräfte entsprechende

Qualifikationen für die ausübung ihrer arbeit. Klein- und mittelbetriebe können bei den

Präventionszentren der auVa (auVasicher) die kostenlose Betreuung durch Präventivfachkräfte

beantragen.


isTOCKPhOTO.COm

Geförderte Seminare

Zahlreiche Veranstaltungen werden im Rahmen der Kampagne

„Partnerschaft für Prävention – Gemeinsam sicher und gesund“

gefördert, wie zum Beispiel:

Fachseminar

„EVALUIERUNG ARBEITSBE-

DINGTER PSyCHISCHER

BELASTUNGEN“

21. Jänner 2013, Mauerbach,

sowie 4. April 2013, Graz

Fachseminar

„STRESS IM BETRIEB

MANAGEN“

25. – 26. April 2013,

3001 Mauerbach

Fachseminar

„ALTERNSGERECHTES

ARBEITEN“

17. Mai 2013, 8010 Graz

Ziel: das Zentral-arbeitsinspektorat (Zai) und

die regionalen arbeitsinspektionen legen derzeit

einen schwerpunkt auf die Evaluierung

arbeitsbedingter psychischer Belastungen.

Ziel des seminars ist es, einen Überblick über

die herangehensweisen und möglichkeiten

bei der Evaluierung arbeitsbedingter psychischer

Belastungen zu geben.

Ziel: am Ende des seminars sind die Teilnehmer

in der lage, mit hilfe eines von der auVa

entwickelten instruments (stRess.moderator)

stressbelastungen im Betrieb systematisch

zu bearbeiten und Präventionsmaßnahmen

zu entwickeln.

Ziel: durch die Verbindung von alternsgerechtem

arbeiten und Ergonomie können die

sich ändernden Potenziale der Beschäftigten

in unternehmen wirkungsvoll unterstützt und

genützt werden und eine besondere winwin-situation

für mitarbeiterinnen und Betrieb

geschaffen werden.

Weitere Infos auf www.auva.at – „Geförderte Seminare“.

FOTOlia.COm

FOTOlia.COm

Die Kampagne umfasst die Organisation von Infotagen mit Impulsreferaten,

Seminaren und Workshops für Mitarbeiter, Sicherheitsfachkräfte

und das Management, beinhaltet aber auch die von der

AUVA geförderten Beratungen zur Präventionskultur

der Weg zu einer neuen Präventionskultur in heimischen

Unternehmen ist breit angelegt und soll niemanden

ausschließen: Zielgruppe der Kampagne sind alle erwerbstätigen

Personen zwischen dem 15. und dem 65. lebensjahr

in den verschiedensten Branchen und unterschiedlichsten

Betriebsgrößen. den Kleinst-, Klein- und Mittelbetrieben

soll besondere Beachtung geschenkt werden.

die Kampagne besteht aus mehreren einander ergänzenden

Elementen und umfasst die Organisation von

Infotagen mit Impulsreferaten, Seminaren und Workshops

für Mitarbeiter, Sicherheitsfachkräfte und das Management,

beinhaltet aber auch Beratungen zur Präventionskultur,

die zu 100 Prozent von der aUVa gefördert

werden, oder ein Selbstcheck-Tool für Unternehmen.

Dass gut durchdachte Risikoprävention wichtig ist,

betonen auch namhafte Experten, wie etwa dr. anna

ritzberger-Moser, vor Kurzem zur leiterin des Zentralarbeitsinspektorats

bestellt. „Auch hierzulande gibt es

viel aufzuholen, insofern ist es enorm wichtig, Unternehmen

für dieses Thema zu sensibilisieren“, meint

Ritzberger-Moser und erwähnt in diesem Zusammenhang

die besonders gefährdete Gruppe der Zeitarbeiter:

„Die Unfallrate ist hier fünf Mal so hoch. In Anbetracht

der Tatsache, dass Zeitarbeit ja generell zunimmt, ist das

Setzen von entsprechenden Präventionsmaßnahmen

dringend notwendig.“ n

ALLE!ACHTUNG! 12/2012 15


AUVA GoldEnE SECUritaS

Obfrau KommR Renate Römer (AUVA) und Präsident Dr. Christoph Leitl (WKÖ) mit

Sabine Trnka-Heinl und Helmut Kerschbaum, den Vertretern der Firma Artbau,

den Gewinnern der Goldenen Securitas in der Kategorie „Sicher und gesund arbeiten“

Die Arbeitswelt ist ohne Maßnahmen zum Schutz

von Sicherheit und Gesundheit heute undenkbar.

Dass das Risiko von Beschäftigten, einen Arbeitsunfall

oder eine Berufskrankheit zu erleiden, beständig

sinkt, geht vor allem auf das Engagement der Klein- und

Mittelbetriebe zurück. Im Interesse der Sicherheit und der

Gesundheit der Beschäftigten werden von vielen Unternehmen

hervorragende Leistungen erbracht. Diese Vorbilder

im Bereich Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz

bitten die Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ) und die

Allgemeine Unfallversicherungsanstalt (AUVA) einmal

jährlich vor den Vorhang und zeichnen sie für ihre besonderen

Leistungen auf dem Gebiet der Sicherheit und des

Gesundheitsschutzes sowie der Erhaltung der Arbeitsfähigkeit

aus. der begehrte Preis, die SECUritaS 2012, wurde

heuer bereits zum fünften Mal vergeben.

„Die AUVA hat es immer als ihre vorrangige Aufgabe

angesehen, aktiv und offensiv Arbeitsunfälle und Berufskrankheiten

zu verhüten. Die Maßnahmen, die seitens der

16 12/2012 www.alle-achtung.at

Die Goldene Securitas in der Kategorie „Jedem Alter seine Arbeit“ übernimmt

Renate Pyrker, die Geschäftsführerin der Firma Austria Plastics

Sichere Mitarbeiter,

gesunde Unternehmen

Klein- und Mittelbetriebe, die auf den Gebieten Sicherheit, Gesundheitsschutz und Erhaltung

der Arbeitsfähigkeit vorbildliche Maßnahmen gesetzt haben, werden mit der SECURITAS

ausgezeichnet – ein Preis, der lohnt, weil er für das Image bei Kunden, Mitarbeitern und

Lieferanten ein Gewinn ist.

Klein- und Mittelbetriebe gesetzt werden, tragen wesentlich

zur Reduktion von Arbeitsunfällen bei“, betonte

Kommr renate römer, obfrau der aUVa, bei der

Preisverleihung und ergänzt: „Wir wollen jene Betriebe

vor den Vorhang bitten, die es verdient haben, da sie mehr

Rund 200 Gäste kamen

zur SECURITAS-Gala nach

Wien


FOTOs auVa/gRyC

Geschäftsführer Ing. Gilbert Dreschl bei der Übernahme

der Goldenen Securitas in der Kategorie „Innovativ für

mehr Sicherheit“ für die Firma Prottelith

Das Dachfoyer der Hofburg

war der feierliche

Rahmen für die Auszeichnung

der Betriebe

Anstrengungen unternehmen, als sie vom Gesetz her

müssten.“ WKÖ-Präsident dr. Christoph leitl freut sich

über den sozialpartnerschaftlichen Charakter der Auszeichnung,

denn: „Die Maßnahmen sind ein vorbildliches

Beispiel, wie Arbeitnehmer und Arbeitgeber zusammenarbeiten,

um Gesundheit und arbeitsfähigkeit zu fördern.“

Einig sind sich die beiden ausschreiber des Preises,

dass nur gesunde Mitarbeiter auch zufriedene Mitarbeiter

sind und sich die Maßnahmen für die Unternehmen auch

aus wirtschaftlicher Sicht lohnen. „Wir wissen, dass jeder

Euro, der in Prävention investiert wird, sich um das dreifache

rechnet.“

Drei Themen mit Erfolgsaussicht

die Preisvergabe erfolgte in drei Kategorien: „Sicher

und gesund arbeiten“, „Innovativ für mehr Sicherheit“

und „Jedem Alter seine Arbeit“. Vorrangige Aufgabe der

AUVA ist es, Arbeitsunfälle zu verhüten und Berufskrankheiten

zu bekämpfen. Einen besonderen Schwerpunkt

bilden dabei die kleinen und mittleren Unternehmen,

denen die AUVA

kostenlose Präventivbetreuung

durch AUVAsicher anbietet.

Wer besondere Maßnahmen

zur Verhütung von Arbeitsunfällen

und Berufskrankheiten

getroffen und damit messbare

Erfolge erzielt hat, ist in der

Kategorie „Sicher und gesund

arbeiten“ richtig aufgehoben.

nominiert in dieser Kategorie

waren das Bauunternehmen

artbau Zagler (Tresdorf),

die Imerys Talc Austria

FOTOs auVa/gRyC

Die engagierten AUVAsicher-Betreuer unterstützen,

motivieren und begleiten die Betriebe bei der Ideenfindung

und Umsetzung ihrer Maßnahmen

(Rabenwald), die Tischlerei Lüth (Zirl), die Installationsfirma

Planchel (Ebbs) sowie die Firma Schwingenschuh

(nußdorf). der Preis ging an artbau für die Entwicklung

eines Bauaufzuges, der Mitarbeiter vom Tragen schwerer

Lasten, gerade bei Sanierungen im mehrgeschossigen

Wohnbau mit engen Stiegenhäusern, entlastet.

Das Rennen um die beste Innovation

Produkt- und dienstleistungsinnovationen sind für die

Konkurrenzfähigkeit eines Unternehmens unverzichtbar.

Wer erfolgreich neuerungen oder innovative ideen im

Gesundheitsschutz umgesetzt hat, der hat gute Chancen auf

einen Preis in der Kategorie „innovativ für mehr Sicherheit“.

nominiert in dieser Kategorie waren die Firma

argonik (Schwarzach im Pongau), die Firma austrodach (St.

Valentin), die Firma Meiberger holzbau (lofer), die Firma

Siegfried Perktold (Wattens) und die Firma Prottelith (liebenfels).

Prottelith konnte die Jury mit dem schon seit

Jahren erfolgreich eingesetzten Produkt „Prottelith installationsblock“,

der hohen Unfallschutz auf Baustellen bietet,

überzeugen und erhielt die begehrte Auszeichnung „Goldene

Securitas 2012“.

Ältere Arbeitnehmer eingliedern

Der Anteil der älteren Beschäftigten steigt kontinuierlich

an. Da die Fähigkeiten unterschiedlicher Altersgruppen

auch unterschiedlich sind, gilt es, die Gestaltung und Verteilung

der Arbeit daran zu orientieren. Um die Auszeichnung

rangen austria Plastics, hersteller hochwertiger ringbücher,

Verpackungen und Businesstaschen (Wels), sowie das

Bildungszentrum Borromäum (Salzburg). Für die Flexibilität,

Umsicht und soziale Kompetenz in der Eingliederung

älterer arbeitnehmer konnte austria Plastics das rennen

machen. n

ALLE!ACHTUNG! 12/2012 17


FOTOs auVa/hEnisCh

AUVA Portrait

AUVA-UKH Meidling: Intensiv

Das AUVA-Unfallkrankenhaus Meidling

eröffnete kürzlich die modernste

Intensivbetten station Österreichs.

Neben der Intensivstation befinden

sich die Operationssäle, der Schockraum

mit Expresslift zum Hubschrauberlandeplatz,

das Schnittbildzentrum

mit CT und MRT, der

Erstuntersuchungsbereich sowie

das neue Labor.

neue Intensivbettenstation umfasst acht

Betten, die neue Intermediate Care Unit

„Die

(iMCU) weitere vier Plätze. diese zwölf

Betten und die Konzentration der Erstversorgung sind

ein wichtiger Schritt in Richtung Trauma-Zentrum. Für

unsere Patienten bedeutet das noch kürzere Warte- und

transportzeiten. Besonders wichtig ist dies im notfall,

wo es auf jede Sekunde – manchmal sogar auf Sekundenbruchteile

– ankommt“, erklärt Prim. Univ.Prof. dr.

Christian Fialka, Ärztlicher Leiter des AUVA-Unfallkrankenhauses

Meidling, bei der Vorstellung der neuen

Intensivstation. „Das ist ein wichtiger Schritt näher zum

Abschluss der umfassenden Modernisierung“, ergänzt

Mag. reinhard Minixhofer, direktor-Stellvertreter der

AUVA-Landesstelle Wien.

Kurze Wege, rasche Diagnose

Das seit 1956 bestehende AUVA-Unfallkrankenhaus wird

seit 1996 erweitert und modernisiert und soll im Sommer

2014 fertig sein. Ziele sind die Konzentration der Behandlungseinrichtungen

und die Verkürzung der Patientenwege

und Wartezeiten. Während des Umbaus wurde fast im Vollbetrieb

weitergearbeitet. nach der Fertigstellung von Kel-

18 12/2012 www.alle-achtung.at

lergeschoß, Eingangsbereich, Physiotherapie und nachbehandlung

im Erdgeschoß sowie dem jetzt komplettierten

Erstversorgungszentrum im ersten Obergeschoß wird nun

eine weitere Station mit 20 Betten in Ein- und Zweibett-Zimmern

im Bereich der alten Intensivbettenstation

(IBST) im 4. Stock in Angriff genommen.

In der neuen Intensivbettenstation mit Intermediate Care

Unit wurde das bewährte Kojen-System beibehalten. insgesamt

stehen nun zwölf Positionen mit modernsten technischen

Geräten und umfassender elektronischer Überwachung

zur Verfügung. die iMCU ist für Patienten gedacht,

die zwar einen hohen Überwachungs- und Betreuungsaufwand

haben, aber zum Beispiel nicht mehr beatmet werden

müssen, ehe sie auf die Bettenstationen verlegt werden. Die

In der neuen Intensivbettenstation

mit Intermediate

Care Unit wurde das

bewährte Kojen-System

beibehalten


ettenstation modernisiert

Prim. Univ.Prof. Dr.

Christian Fialka, Ärztlicher

Leiter des AUVA-

Unfallkrankenhauses

Meidling (Mitte), Prim.

Univ.Prof. Dr. Heinz

Steltzer, Leiter des

Instituts für Anästhesie

und Intensivmedizin

des AUVA-UKH Meidling

(rechts) und der Leitende

Stationspfleger Markus

Straßl schätzen die

Vorteile der neuen

geräumigen Kojen

iMCU-Positionen können im notfall auch als intensivbetten

eingesetzt werden. „im Extremfall können zusätzlich

fünf weitere Plätze im aufwachbereich mit einbezogen

und die Kapazität damit kurzfristig sogar auf 17 Betten

erhöht werden“, erklärt Prim. Univ.Prof. dr. heinz Steltzer,

Leiter des Instituts für Anästhesie und Intensivmedizin des

aUVa-UKh Meidling.

Neues Monitoring erhöht Sicherheit

2011 betreute das Team, bestehend aus sechs Ärzten

und 32 Pflegern, insgesamt 225 Patienten, davon etwa

70 Schwerstverletzte. rund 25 Prozent der schwersten

Fälle hatten Schädel-hirn-Verletzungen. Für diese Patienten

ist nach dem Unfall vor allem Ruhe notwendig, um

AUVA-Unfallkrankenhaus Meidling auf einen Blick

das auVa-unfallkrankenhaus meidling in der Kundratstraße 37 ist aufgrund der

Bettenanzahl, Fläche sowie Patienten- und Operationsfrequenz eines der größten

unfallspitäler Österreichs. Jährlich werden rund 72.300 Patienten behandelt, davon

rund 7.500 stationär. der stationäre Tag kostet € 570,00. Knapp 25 Prozent aller

Verletzungsopfer im wiener Raum werden in meidling behandelt. die derzeit vorhandenen

142 Betten sind voll ausgelastet. die durchschnittliche Verweildauer beträgt sieben

Tage. im auVa-uKh meidling sind insgesamt rund 435 Personen beschäftigt, davon

70 ärzte und 232 Pflegerinnen.

Pro Jahr führt das ärzte-Team an die 4.500 Operationen sowie 21.500 wundversorgungen

und davon 6.500 operativ durch. schwerpunkte der Behandlung sind

mehrfach und schwer verletzte Patienten, schädel-hirn-Verletzungen, wirbelsäulenverletzungen,

handverletzungen – darunter zahlreiche mikrochirurgische Operationen und

Replantationen – sowie die Versorgung aller arten von Knochenbrüchen und gelenksverletzungen.

Eine besondere Rolle spielt dabei der künstliche gelenksersatz an hüfte,

Knie und schulter.

durchschlafen zu können. Sie werden zudem vor infektionen

abgeschirmt. Die durchschnittliche Betreuungsdauer

auf der Intensivstation beträgt sieben bis zehn Tage.

Von Juni 2011 bis August 2012 wurde die IBST von der

arge Moser/hoppe geplant und gebaut. an nettonutzfläche

stehen rund 1.400 Quadratmeter zur Verfügung.

Die Investition der AUVA in die medizinischen Einrichtungen

betrug 7,5 Millionen Euro. Zu den highlights

zählen etwa die lichtsysteme, aber auch die Klimaanlagen

oder die direkte Verbindung zur Bettenstation. Die

lEd-leuchtsysteme können auf jeder Position in Stärke

und Farbton des Lichts variiert werden und geben das

für die Lichttherapie notwendige gesamte Lichtspektrum

wieder. „Das ist zum Beispiel in Aufwachphasen besonders

wichtig und bietet den Patienten hohen Komfort“,

erklärt Steltzer. Eine Klimaanlage und Jalousien sorgen

dafür, dass die räume bei hitze immer um bis zu zehn

Grad gegenüber der außenluft abgekühlt werden können.

Ein direkter Aufzug mit Zutrittskontrolle verbindet die

IBST mit den darüber liegenden Bettenstationen.

Eine wichtige Unterstützung für das speziell geschulte

Personal ist das spezielle Monitoring, das in dieser art

erstmals in Österreich zur Verfügung steht. Das moderne

Perfusorensystem – mit zehn bis 15 Spritzenpumpen pro

Bett für eine sehr fein dosierte, kontinuierliche intravenöse

Medikamentengabe – wird elektronisch überwacht.

Der Alarm ist erstmals nicht nur in der zentralen Betreuungskanzel

zu sehen, sondern auf allen Überwachungsbildschirmen

bei jedem der zwölf Betten. damit wissen

die diensthabenden sofort genau Bescheid und können

prompt reagieren. n

ALLE!ACHTUNG! 12/2012 19

FOTOs auVa/hEnisCh


AUVA thEMa

Weniger Hygienehand-

schuhe für mehr Hygiene

Vapiano gilt als Trendsetter in der Gastronomie. Nicht nur in den Bereichen Produktangebot,

-präsentation und Raumgestaltung werden gerne innovative Pfade beschritten, auch bei

Hygienemaßnahmen „traut“ man sich, einen Schritt vorwärts zu gehen. Zukünftig wird im

gesamten Gästebereich auf den Einsatz von Hygienehandschuhen verzichtet, zum Vorteil

der Gäste und der Mitarbeiter.

Die laut Eigendefinition „gastronomische Lifestylemarke

Vapiano“ startete ihren internationalen

Erfolgslauf 2002 in hamburg. Von

norddeutschland aus verbreitete sich das Vapiano „Fresh

Casual dining“-Konzept schnell innerhalb Europas, in den

USA, den arabischen Ländern, von Südamerika bis nach

Südostasien und australien. heute gibt es fast 120 Vapianos

in 27 Ländern. Die einzelnen Restaurants werden

zum Teil als Franchise-Unternehmen, Joint Venture oder

als selb ständiger Betrieb geführt. der Kurs steht weiter

auf Wachstum und Expansion. Jüngster länderzuwachs

ist Brasilien, mit einem Vapiano in ribeirão Preto, das im

oktober 2012 eröffnete.

das „Fresh Casual dining“-Konzept möchte den Gästen

einerseits einen hohen Grad an Selbstbestimmung und

individualität, andererseits höchste Qualität bei maximaler

Frische und Transparenz anbieten. Die einzelnen Speiseelemente

werden täglich frisch, zum Teil sogar vor den Augen

der Gäste zubereitet. So kann etwa die lokaleigene Produktion

von Pasta und dolci in der gläsernen Pasta-Manifattura

live miterlebt werden. der Kräutergarten und die frischen

Kräuter auf den tischen sind nicht nur dekoration,

sondern laden dazu ein, gepflückt zu werden, um die einzelnen

Gerichte nach eigenem Geschmack zu verfeinern.

Die Einrichtung der Restaurants beruht auf dem Design-

und Farbkonzept des Mailänder Architekten und Innendesi-

Vapiano verwendet ausschließlich frische Zutaten. Bis auf wenige

Ausnahmen werden alle Gerichte täglich frisch produziert und direkt

vor den Augen des Gastes in der Showküche zubereitet.

20 12/2012 www.alle-achtung.at

VaPianO

gners Matteo Thun. „Durch klare Linien, Eichenholztische,

das Setzen von highlights in Form von designelementen

und eine kommunikative Atmosphäre entsteht ein kosmopolitisches

Wohlfühlambiente“, lautet die Vapiano-Design-

Philosophie. atmosphärisch baut das Konzept auf mediterrane

Leichtigkeit und südländische Lebensfreude. Eine

zentrale Rolle bei der Einrichtung eines neuen Lokals

spielt ein lebender, mindestens 100 Jahre alter Olivenbaum,

der in jedem Vapiano seinen Ehrenplatz bekommt.

Vor jeder Eröffnung wird der beste Baum für die jeweilige

location ausgewählt – wie bei einem Casting.

„Wir unterstützen Vapiano gerne dabei, Schaden an Mitarbeitern

und Umwelt zu minimieren und gleichzeitig höchste

Hygienestandards zu erfüllen. Wir hoffen, dass andere Unternehmen

in der Gastro- und lebensmittelbranche sowie der

Feinkost dem beispiel folgen werden.“

Dr. Heinz Fuchsig, Arbeitsmediziner

In Österreich gibt es inzwischen fünf Vapianos, die

gemeinsam rund 400 Mitarbeiter beschäftigen, zwei weitere

werden in Kürze hinzukommen. neben den vier

Wiener Standorten eröffnete im September 2010 mit

Vapiano Innsbruck erstmals ein Restaurant im Westen des

Landes. In der Tiroler Landeshauptstadt arbeiten 60 Mitarbeiter,

die sogenannten Vapianisti. Sie spielen neben den

Gästen eine hauptrolle in der Vapiano-Erfolgsstory, erzählt

Vapiano-Innsbruck Geschäftsführer Michael Rimml: „Das

restaurantgeschäft ist Peoplebusiness – unsere Mitarbeiter

stellen daher unser größtes Kapital dar. alle Vapianisti sind

kommunikationsstark, weltoffen, tolerant und stellen einen

hohen Anspruch an ihre Arbeit. Darüber hinaus liegt uns

ihre individuelle Förderung und die fortwährende Weiterentwicklung

besonders am herzen.“

Handschuhfrei

Alle Mitarbeiter erhalten kontinuierlich interne Entwicklungsprogramme,

dabei spielen die Themen Arbeitssicherheit

und hygiene immer eine zentrale rolle. Es werden

klare Regelungen und Vorgaben definiert, in den Sicher-

Sprichwörtliche

Gelassenheit

der name Vapiano

leitet sich aus dem

italienischen sprichwort:

„Chi va piano

va sano e va lontano“

ab, übersetzt: wer

alles im leben locker

und gelassen angeht,

lebt gesünder und

länger.


VaPianO

Die Frontstationen bilden

das Frische- und Herzstück

des „Fresh Casual

Dining“-Konzepts von Vapiano.Hygienehandschuhe

werden zukünftig aus

diesem Bereich verbannt,

zum Wohle der Gäste und

der Mitarbeiter.

Info & Kontakt:

www.vapiano.com

heitshandbüchern niedergeschrieben, kommuniziert und

überwacht. Zuletzt hat die deutsche Unternehmenszentrale

bezüglich ihrer hygienevorschriften eine wesentliche

neuregelung eingeführt und deutschlandweit mit Jahresanfang

2012 umgesetzt: der vollkommene Verzicht auf hygienehandschuhe

an den sogenannten Frontstationen, also in

den Bereichen, wo Köche, Personal und Gäste aufeinander

treffen. Mit Ende november erfolgte nun auch an den

österreichischen Standorten eine entsprechende Umstellung,

in erster Linie aus hygienischen Gründen. „Die

annahme“, erklärt Michael rimml, „dass handschuhe

hygienischer sind als gewaschene und desinfizierte hände,

ist falsch. handschuhe gewährleisten einen vergleichbaren

hygienestandard – aber nur dann, wenn sie permanent und

in kurzen Abständen gewechselt werden.“ Das sei aber im

hektischen Restaurantgeschäft oft schwierig umsetzbar.

als Ersatz für die handschuhe werden die hände der

Köche und Mitarbeiter vor jedem Speisekontakt gewaschen

und desinfiziert. Dazu wurden an allen Frontstationen

handwaschbecken installiert und mit einer Spezialseife

ausgestattet, die bereits ein Desinfektionsmittel

beinhaltet: „Damit erfolgen Reinigung und Desinfektion

in einem einzigen Arbeitsschritt“, sagt Michael Rimml,

„eine unbedingte Voraussetzung für die praktische Umsetzbarkeit

der Maßnahme.“

Positive Nebeneffekte

Die Umstellung hat zusätzlich noch andere positive

„nebeneffekte“, etwa für die Mitarbeiter, denn die Spezialseife

ist deutlich hautschonender als ein permanentes

tragen von hygienehandschuhen. aber auch die Umwelt

profitiert, indem eine ganze Menge an nicht-wiederverwertbarem

Restmüll eingespart werden kann. Michael

Rimml verdeutlicht das anhand eines Beispiels: „Allein hier

am Standort Innsbruck werden jede Woche rund 1.300

hygienehandschuhe verwendet und entsorgt. Wenn man

das auf alle Standorte hochrechnet, kommen beachtliche

Abfallmengen zusammen.“ Letztendlich ist die Umstellung

auch wirtschaftlich sinnvoll, können damit doch erhebliche

Einkaufs- und Entsorgungskosten vermieden werden.

derzeit werden die österreichischen Mitarbeiter intensiv

auf die Umstellung vorbereitet und instruiert. die hygienehandbücher

werden entsprechend adaptiert, an allen

Waschstationen werden Plakate montiert, die genaue

anweisungen für die richtige handwäsche und desinfektion

enthalten.

Schwieriger könnte allerdings die darstellung der Sinnhaftigkeit

der Maßnahme gegenüber den Gästen werden,

mutmaßt Michael Rimml: „Manche Gäste assoziieren das

tragen von handschuhen automatisch mit sauber und

hygienisch, was aber nicht stimmt. Trotzdem hat es sich

in vielen Köpfen festgesetzt. Wir werden daher versuchen,

sehr intensiv und möglichst umfassend zu informieren.“

Der Geschäftsführer begrüßt in diesem Zusammenhang

die von der AUVA zugesagte Unterstützung in Form

von aUVa-informationsplakaten: „der name aUVa hat

gerade in den Bereichen Sicherheit und Gesundheitsschutz

einen hervorragenden ruf. Wenn aUVa-Experten

als unabhängige Fachleute unser Vorgehen unterstützen

und die Entscheidung befürworten, dann hat das schon

Gewicht. das wird uns in unseren Kommunikationsbemühungen

helfen.“

die initiative „handschuhfrei“ ist gleichzeitig auch der

Startschuss für andere Aktivitäten im Bereich Arbeitssicherheit

und hygiene bei Vapiano. Jedes Jahr widmet das

Management einem besonderen „Schwerpunktthema“.

2013 werden arbeitssicherheit und hygiene im Fokus

stehen. Zahlreiche Projekte, Fördermaßnahmen, informationen

und Aktivitäten werden gemeinsam mit den Mitarbeitern

initiiert und implementiert. n

ALLE!ACHTUNG! 12/2012 21


SChUlE

lernen in bewegung

Besonders Kinder im Vorschul- und Schuleintrittsalter lernen nicht nur mit dem Kopf, sondern

entdecken die Welt ganzheitlich, also auch mit ihrem Körper. Dennoch ist der Anteil der sitzenden

Tätigkeiten an Schulen noch überproportional hoch. Ein Übungsbuch der AUVA zum

„Active Learning“ soll Anregung für mehr Bewegung geben.

Mehr Bewegung kann das Lernen fördern

Sämtliche herz-Kreislauffunktionen, die muskuläre

Balance, die Unfallprävention und sogar die psychische

Stabilität werden durch körperliche Bewegung

optimiert. In der Schule bewirkt regelmäßige Bewegung

außerdem eine bessere Durchblutung und somit eine bessere

Sauerstoffversorgung des Gehirns, die vermehrte Aktivierung

bestimmter hirnregionen sowie die ausschüttung

bestimmter hormone und Stoffwechselprodukte, die für die

soziale und kognitive Entwicklung förderlich sind. auch die

Stresstoleranz steigt. nervosität, anspannungen und Stress

können viel schneller abgebaut werden oder kommen erst

gar nicht auf. Schüler sind ruhiger und aufmerksamer, besonders

ab der dritten Stunde, wenn die Konzentration nachlässt.

Die Bewegungspyramide für Kinder und Erwachsene

22 12/2012 www.alle-achtung.at

isTOCKPhOTO.COm

Warum Bewegung wichtig ist

die Who (World health organization) und der Fonds

Gesundes Österreich empfehlen, dass sich Kinder mindestens

60 Minuten und Erwachsene mindestens 30 Minuten

pro Tag bewegen sollen. Gemeint ist hier Alltagsbewegung:

der Weg zur Schule bzw. zur Arbeit, Treppensteigen, zu Fuß

gehen, rad fahren. Zusätzlich sollten Kinder wie Erwachsene

zwei- bis dreimal pro Woche mit hilfe von training

ihre Muskeln und Knochen stärken und Erwachsene drei

bis fünf Ausdauereinheiten absolvieren. Die Dichte der

Knochen und der aufbau von Muskelzellen nehmen zu.

Wenn Mathematik in Bewegung kommt

Betrachtet man eine durchschnittliche Schulwoche einer

Volksschulklasse, ergibt sich ein ungefähres Verhältnis zwischen

Bewegung und Sitzen von 1:4. Obwohl mehr Bewegung

schon in vielen Klassen Einzug gehalten hat, ist der

Anteil des Sitzens immer noch überproportional im Vergleich

mit anderen tätigkeiten. das Konzept „active learning“

setzt genau hier an. das aUVa-Übungsbuch bringt

rund 160 Beispiele, wie lehrplanbezogene Inhalte, ohne

größen aufwand mit Bewegung im Klassenzimmer vermittelt

werden können. ob tennisball-Staffel, Stiegen-Einmaleins,

Gemüsekorb oder Bestimmungs-Wettkampf –

die Übungen machen Spaß und sind darauf ausgerichtet,

mit wenig Materialaufwand und vor Ort durchgeführt zu

werden. Bauanleitungen für Gleichgewichtsgeräte ergänzen

das praxisbezogene Buch. n

BEISPIELE

Mathematik:

Fress-Schlange

die Kinder werden

in zwei gruppen

(schlangen) aufgeteilt.

das erste Kind erhält

jeweils eine Rechenaufgabe,

beide Kinder

reihen sich dort ein,

wo richtig gerechnet

wurde – am Ende hat

eine „schlange“ die

andere gefressen.

Deutsch:

Satzzeichenlauf

auf drei Plakaten werden

die satzzeichen

Punkt, Fragezeichen

und Rufzeichen

gemalt. die lehrerin

liest sätze vor und je

nachdem, welches

satzzeichen passt,

müssen sich die Kinder

vor dem Plakat

versammeln.

Zu bestellen ist das

Handbuch „Active

Learning – Lernen in

Bewegung“ kostenlos bei

michaela.baumgartner@

auva.at


ProdUKtE

Haben auch Sie interessante Produkte aus dem Bereich Arbeitsschutz oder Arbeitssicherheit?

Senden Sie uns Ihre Informa tionen und Bilder an: alle.achtung@auva.at

Die Behandlung sieht man meist nicht

Schluss mit Rutschen

Gegen die Rutschgefahr auf mineralischen

Fußböden und treppenbelägen wird eine

sinnvolle, sichere und dauerhafte lösung

benötigt, die gleichzeitig alle optischen und

physikalischen Belagsqualitäten berücksichtigt.

Mit der neuen StonEGriP-technik

werden riskante Stein- und Fliesenböden

in kürzester Zeit griffig und sicher. Der

Boden wird nicht beschichtet, sondern tatsächlich

in seiner Oberflächenstruktur verwandelt.

natur- und Kunstwerkstein, glasierte

und unglasierte Keramik, dusch- und

Badewannen bekommen durch StonE-

GriP eine neue Sicherheitsqualität. Eingesetzt

werden spezielle chemische Verbindungen,

die mit den Mineralien im Boden

reagieren. Die Substanzen hinterlassen nach

der Behandlung keine Rückstände, und

die Materialeigenschaften des Fußbodens

bleiben erhalten. nur die haftwirkung der

Oberfläche nimmt durch die physische Vergrößerung

deutlich und dauerhaft zu. Eine

StonEGriP-Behandlung sieht man

meist nicht, man fühlt sie nur, und sie hinterlässt

Böden ohne chemische rückstände.

www.stonegrip.at

Gutes Klima

Sicher gegen Stichverletzungen

Weltweit verletzen sich jährlich Millionen von Menschen mit Injektionsnadeln.

davon besonders betroffen sind Fach- und Pflegepersonen,

die sich täglich der infektionsgefahr mit hepatitis C, hiV und anderen

Krankheiten aussetzen. die von der Benutzung von injektionspens ausgehende

Gefahr derartiger Infektionen kann einfach verhindert werden:

mit der neuen Sicherheits-Pen-nadel mylife Clickfine® autoProtect

von Ypsomed. die nadel mit dem neuartigen Verriegelungssystem

vermeidet die Gefahr von nadelstichverletzungen und erfüllt

FOTOlia.COm

masCOT

Feinstaub und andere Umwelteinflüsse

setzen den menschlichen Körper einer

Belastung aus, die zu schwerwiegenden

gesundheitlichen Schäden führen kann. Das

kürzlich gegründete Klagenfurter Unternehmen

human technics Gmbh & Co

KG hat es sich zur aufgabe gemacht, mit

hightech-Produkten der deutschen Firma

Memon Bionic Instruments für eine nachhaltige

Reduktion dieser Belastungen und

damit für eine Verbesserung des Raumklimas

am Arbeitsplatz und in der Wohnumgebung

zu sorgen.

www.humantechnics.at

Schutzkleidung in modernem Design

Modische Warnschutzkleidung mit

funktionellen Elementen

MASCOT ® SaFE YoUnG ist die jüngste Kollektion des

breiten Warnschutzprogramms MASCOTs, die dabei neue

Maßstäbe gesetzt hat, wie Warnschutzkleidung aussehen

kann. die Produkte haben ein modernes design und verfügen

über all die funktionellen Details, die der Träger von

nicht-fluoreszierender arbeitskleidung her kennt. die Kollektion

wird ständig erweitert und bietet jetzt auch eine mit

Stepp gefütterte Kombination sowie Winterhose an. Beide

Produkte sind aus atmungsaktivem, wind- und wasserdichtem

Mascotex® und haben verklebte nähte. die Winterkombination

MASCOT ® Safara besitzt eine abnehmbare

Kapuze sowie viele funktionelle taschen, von denen

die Brusttasche mit praktischem Magnetverschluss versehen

ist. Die Winterhose MASCOT ® Pamela hat einen

hochgezogenen Bund am Rücken, so dass dieser auch in

gebeugter haltung vor Kälte und nässe geschützt ist. das

Sweatshirt MASCOT ® Montijo bietet sich zum Kombinieren

an, mit verlängertem Rücken und mit sowohl waagerechten

reflexen als auch Schulterreflexen.

www.mascot.dk

dabei die Sicherheitsvorschriften der nadelstichverordnung,

die im kommenden Jahr in nationales recht – auch in Österreich

– umgesetzt werden muss. die neuen Sicherheits-Pennadeln

verweisen für perkutane Eingriffe auf Geräte mit

einem Sicherheitsmechanismus, der im System integriert ist,

einhändig oder automatisch bedient werden kann, einen

erneuten Gebrauch ausschließt und Recapping vermeidet.

In der Anwendungstechnik sind keine Veränderungen

notwendig. www.ypsomed.com

Mitarbeiter vor Stichverletzungen schützen

die auf dieser seite angeführten informationen unterliegen nicht der Verantwortung der Redaktion.

isTOCKPhOTO.COm

Raumklima nachhaltig verbessern

ALLE!ACHTUNG! 12/2012 23

yPsOmEd


EINSENDEN UND GEWINNEN

1 von 10

gesundheit-Jahresabos

Die gesundheit ist das renommierte Magazin unter

den Gesundheitsmagazinen, das mittlerweile 194.000*

ÖsterreicherInnen nicht mehr missen möchten. Die

führenden Experten und Fachleute informieren darin

in den Ressorts Ernährung, Medizin, Kosmetik

und Lebensstil zu allen Themen, die sich perfekt

unter dem Motto „Einfach gut leben“ zusammenfassen

lassen.

Auf der Homepage können Sie sich gleich selbst von

der Qualität der gesundheit überzeugen und das Top

Thema der aktuellen Ausgabe in voller Länge lesen.

www.gesundheit.co.at

Dort fi nden Sie außerdem täglich aktuelle und nützliche

Tipps, tolle Kochrezepte sowie die wichtigsten

Nachrichten rund ums Thema Gesundheit.

+

1 von 10 Büchern: „Österreichs

beste Weihnachtskekse“

Advent und Weihnachten sind Feste der Düfte. Wer

könnte sich diese Zeit ohne ihre ganz besonderen

Düfte vorstellen? Düfte, die uns an die Geborgenheit

unserer Kindheit erinnern. An die Zeit, als wir noch

voller Sehnsucht auf den Nikolo und das Christkind

warteten, während der Duft nach Tannenreisig,

Kerzen, Zimt oder der Geruch von frischgebackenen

Keksen durchs Haus zog.

Kekse haben in Österreich eine lange Tradition und

fast jede Familie hat alte Hausrezepte. Die Keksrezepte

in diesem Buch sind einfach, köstlich und garantiert

leicht nachvollziehbar. Sie fi nden eine reiche Auswahl

an Rezepten für feine Mürbteigkekse, Spritzgebäck,

Lebkuchen, glasierte Kekse und edles Konfekt.

TEILNAHMEBEDINGUNGEN:

Nehmen Sie auf www.gesundheit.co.at/gewinnspiel unter Angabe Ihrer Adresse und Telefonnummer bzw. E-Mail-Adresse an der Verlosung teil oder schicken Sie eine

Postkarte mit dem Kennwort „Gewinnspiel“ an Verlag Gesundheit, Stoß im Himmel 1, 1010 Wien.

Die Gewinner werden schriftlich verständigt. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen, eine Ablöse der Gewinne in bar ist nicht möglich. Einsendeschluss: 20.12.2012

*CAWI PRINT 2012 | GFK

Weitere Magazine dieses Users
Ähnliche Magazine