Jahresbericht 2006 - Handwerkskammer Dortmund

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Jahresbericht 2006 - Handwerkskammer Dortmund

»Das Handwerk kann optimistisch nach vorn blicken«

Die Stimmung ist so gut wie lange nicht mehr, es geht bergauf mit der deutschen Wirtschaft.

Die Konjunktur entwickelt sich seit Monaten gut – Forschungsinstitute gehen für dieses Jahr von

einem Plus bis zu 2,5 Prozent aus – und auf dem Arbeitsmarkt tut sich auch endlich wieder etwas.

Vor diesem Hintergrund können wir vom Handwerk optimistisch sein. Denn die positive Geschäftslage,

wie wir sie aktuell erleben, wird sich fortsetzen und die allermeisten Auftragsbücher weiter füllen.

Die Erhöhung der Mehrwertsteuer passt da nicht wirklich ins Bild vom Boom, weil sie die Nachfrage

nach handwerklichen Leistungen wieder dämpft. So gibt es beispielsweise neben steigenden Baupreisen

spürbare Umsatzrückgänge im Kfz-Gewerbe. Inwieweit andere Bereiche vom Belastungsfaktor

Umsatzsteuer betroffen sind, wird sich zeigen. Aber eines wissen wir genau: Bis Ende 2007 wird die

Schwarzarbeit bestimmt nicht weniger. Ein mehr als bedauerlicher Fakt!

Rückblickend auf das vergangene Jahr können wir festhalten, dass es für unseren Wirtschaftsbereich

ein gutes war. Endlich wieder: Die Konjunktur im Kammerbezirk Dortmund war so gut wie seit

14 Jahren nicht, die Ausbildungszahlen sind spürbar gewachsen – im Vergleich zum Vorjahr um mehr

als 7 Prozent bei den neuen Lehrverträgen – und die Zahl der Mitgliedsbetriebe bei der Handwerkskammer

Dortmund hatte zwischenzeitlich sogar die 20.000-Marke überschritten.

Für alle, die selbstständige Unternehmer werden wollen, hat die HWK Dortmund im gesamten

Kammerbezirk in den vergangenen Monaten weitere, wichtige Weichen gestellt – in Richtung STARTERCENTER

NRW. Ob nun in der Region westfälisches Ruhrgebiet zwischen Dortmund, Unna und Hamm, in Bochum

oder auch Soest: Vielerorts wurden in Kooperation mit den zugehörigen Kreishandwerkerschaften umfassende

Voraussetzungen geschaffen, um angehenden Existenzgründern aus allen Wirtschaftsbereichen in der Art

eines One-Stop-Shops beste Beratung und Betreuung bieten zu können. Ohne Zeitverzug und ohne

zeitraubende Behördengänge. Als Erste konnten wir Anfang 2007 in der Kammer in Dortmund ein

STARTERCENTER NRW eröffnen, einige Wochen später dann auch in Hamm und Unna. Damit haben

wir ein ganz neues Kapitel in der Beratungsgeschichte unseres Hauses aufgeschlagen.

Wir setzen uns für das laufende Geschäftsjahr zum Ziel, bester Dienstleister für unsere Mitgliedsbetriebe

und Existenzgründer zu sein. Dafür halten wir eine Fülle von Beratungs-, Service- und Bildungsangeboten bereit.

Die Mitarbeiter der Handwerkskammer Dortmund stehen jederzeit als kompetente Ansprechpartner bereit.

Was wir in 2006 im Einzelnen geleistet, begleitet oder auch neu auf den Weg gebracht haben, soll der

vorliegende Jahresbericht aufzeigen. Im beigefügten Heft „Daten – Zahlen – Fakten“ sind alle wissenswerten

Kennziffern zum Handwerk im Kammerbezirk Dortmund aufgeführt.

Wir wünschen Ihnen viel Spaß bei der Lektüre!

Otto Kentzler

Handwerkspräsident

Klaus Yongden Tillmann

Hauptgeschäftsführer


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Berufsbildung

Eine deutliche Steigerung

war sowohl bei den Lehrverträgen

als auch bei den

betrieblichen Langzeitpraktika

zu verzeichnen.

Das Erlernen des Zimmerer-Handwerks ist beliebt.

Die Handwerkskammer Dortmund hat die Aufgabe, die staatlich geregelte Duale

Berufsausbildung zu überwachen. Dazu werden alle Lehrverträge bei der HWK

registriert. Unsere Ausbildungsberater unterstützen und fördern die Unternehmen in

ihrer Ausbildungstätigkeit.

Die erhoffte Trendwende wurde erreicht

Mit 4.228 neu abgeschlossenenAusbildungsverträgen

wurde erstmals seit sieben

Jahren wieder ein

deutlicher Zuwachs in der

Jahresbilanz erreicht. Fast

300 Lehrverträge mehr als

im Vorjahr erbrachten ein

deutliches Plus in Höhe von

7,6 Prozent. Weitere 320

Plätze für betriebliche

Langzeitpraktika wurden

von den Betrieben im Kammerbezirk

Dortmund zusätzlich

für die Einstiegsqualifizierung

Jugendlicher

zur Verfügung gestellt. Damit

hat das regionale Handwerk

um ein Weiteres seine

Bereitschaft bewiesen, zusätzliche

Ausbildungsplätze

bereitzustellen, sobald die

betriebswirtschaftliche Si-

tuation dies zulässt. Erwartungsgemäß

wurde eine

deutliche Steigerung bei

den Ausbildungszahlen vor

allem in den durch Meister

geführten Betrieben des

Vollhandwerks der Anlage

A zur Handwerksordnung

erreicht. Im Durchschnitt

hatte somit jeder Dritte dieser

Betriebe im vorigen Jahr

einen neuen Lehrling eingestellt.

In den zulassungsfreien

Handwerken der Anlage

B1 hatte nur jeder 13. Betrieb

ein neues Lehrverhältnis

begründet – zwei Jahre

zuvor war es noch jedes

achte Unternehmen. Unterstützt

wurde die positive

Entwicklung der Ausbildungszahlen

durch die vielfältigen

Aktionen und

Dienstleistungsangebote

der Kammer. Mittels einer

gezielten Ansprache ausgewählter

Betriebe wurden

330 neue Ausbildungsplätze

eingeworben. Rund 100

Betrieben konnte gleich

auch der passende Lehrling

vermittelt werden. Insgesamt

wurden knapp 1.300

Betriebsinhaber in persönlichen

Gesprächen über die

konkreten Ausbildungsperspektiven

in ihrem Betrieb,

über neue Berufe und spezielle

Fachrichtungen informiert

und hinsichtlich der

notwendigen Ausbildungsvoraussetzungen

beraten.

In 64 Fällen wurde die

fachliche Eignung zur Ausbildung

im Ausnahmeverfahren

zuerkannt.

Ausbildungsberuf des Monats

Einmal im Monat findet seit

Frühjahr 2006 die Aktionsreihe

„Ausbildungsberuf

des Monats“ statt. Dabei

werden Schülern Berufe

vorgestellt, die nicht so bekannt

sind, aber dennoch

vielfältige und interessante

berufliche Perspektiven bieten.

Fachleute und Berater

der HWK Dortmund informieren

bei der Aktion über

Anforderungen, Inhalte

und Ablauf der Ausbildung.

Sie geben Tipps zur Bewerbung

und zeigen mögliche

Karrierewege auf. In 2006

wurden beispielsweise die

Ausbildungsberufe Gebäudereiniger,Informationselektroniker,Orthopädiemechaniker

und Bandagist,

Zweiradmechaniker sowie

Zimmerer vorgestellt.


Ziellauf: Unterstützung bei Konflikten im Ausbildungsalltag

Vorzeitige Ausbildungsauflösungen

sind ein Problem,

von dem auch das Handwerk

nicht verschont ist.

Doch nicht jeder Abbrecher

ist für das Handwerk verloren.

Rund ein Drittel der

Lehrlinge setzt die Ausbildung

ohne zeitliche Unterbrechung

in einem anderen

Betrieb fort. Die übrigen beginnen

eine Ausbildung in

einem anderen Beruf,

wechseln in Arbeit, oder

sind arbeitslos. Auffällig ist

bei Nachbetrachtungen

von Ausbildungsabbrüchen,

dass die befragten

Betriebe, aber auch Lehrlinge,

zu ca. 70 Prozent sagten,

der Ausbildungsabbruch

wäre vermeidbar ge-

wesen, wenn man im Vorfeld

über den Konflikt gesprochen

hätte. Aus dieser

Tatsache heraus wurde im

Jahre 2006 verstärkt darauf

Wert gelegt, junge Leute in

der Ausbildung im Bereich

Konfliktgesprächsführung

anzuleiten. Darüber hinaus

meldeten sich vermehrt

Ausbildungsbetriebe, die

eine Unterstützung vom

Ausbildungsstellencoach

wünschten, um einen betrieblichen

Konflikt zu lösen.

In vielen Fällen ergaben

diese Gespräche, dass

ein bestehendes Lehrverhältnis

nicht vorzeitig gelöst

und die Ausbildung zudem

positiv abgeschlossen werden

konnte. Die Ziele des

Projektes sind vielfältig. Dazu

zählen sowohl die Entwicklung

und Durchführung

von Konzepten für Informationsveranstaltungen

für Auszubildende in Berufskollegs,

der Aufbau eines

Netzwerks von Ausbildungsstellencoaches

aus

anderen Kammerbezirken

des Handwerks und anderen

Wirtschaftsbereichen,

das Coaching der Betriebe

und Lehrlinge als auch die

Durchführung von Workshops

als Prozess für den

Wissens- und Ergebnistransfer.

Langfristiges Ziel

des Projektes ist es, Konfliktmanagement

als festen

Bestandteil des Angebots

der Ausbildungsberatungen

der am Projekt beteiligten

Handwerkskammern zu implementieren.

Darüber hinaus

wird der Ausbildungsstellencoach

auch intern

durch die Methodik der kollegialen

Fallberatung sein

Wissen über den konstruktiven

Umgang mit Konflikten

in der Ausbildung weitergeben

und den Kolleginnen

und Kollegen der AusbildungsberatungentsprechendeHandlungsalternativen

vorstellen. Dass das

Projekt Ziellauf an der richtigen

Stelle ansetzt, ist nicht

zuletzt auch daran zu erkennen,

dass die Ausbildungsabbruchquote

im

Jahr 2006, wie auch in den

Vorjahren, rückläufig war.

Jugend in Arbeit Plus: 105 Arbeitsverträge neu abgeschlossen

Eine positive Bilanz kann die

Handwerkskammer Dortmund

für 2006 beim Projekt

„Jugend in Arbeit Plus“

ziehen: Im Dortmunder

Kammerbezirk wurden insgesamt

105 Arbeitsverträge

abgeschlossen, unterstützt

mit Mitteln des Landes

Nordrhein-Westfalen und

des Europäischen Sozialfonds.

Damit setzt sich der

positive Trend des seit 1997

bestehenden Programms

fort. Mit nunmehr über 700

Arbeitsverträgen im Handwerksbereich

hat sich dieses

als ein erfolgreiches Instrument

zur Bekämpfung der

Jugendarbeitslosigkeit bestätigt.

Rund 75 Prozent der

teilnehmenden Jugendlichen

wurden nach dem

Ende der Förderung in den

Firmen weiter beschäftigt

oder haben eine Ausbildung

begonnen. Sowohl

die Unternehmen, die sich

schon in der Vergangenheit

am Projekt „Jugend in Arbeit

Plus“ beteiligten, als

auch Neueinsteiger zeigten

Interesse, junge, motivierte,

zuverlässige Arbeitnehmer

einzustellen. Der Aufnahme

des Arbeitsverhältnisses ist

ein mindestens zweiwöchiges

Praktikum vorgeschaltet.

Über „Jugend in Arbeit

Plus“ werden nicht nur

Hilfskräfte vermittelt, sondern

auch Jugendliche mit

abgeschlossener Berufsausbildung

– so erhielten 2006

auch Kraftfahrzeugmechaniker,

Zahntechniker und

Tischlergesellen eine Anstellung.

Damit die berufliche

Integration erfolgreich

verläuft und vorhandene

Defizite schnell abgebaut

werden können, erhalten

die Teilnehmer in Absprache

mit den Betrieben und

den Beratern der Handwerkskammer

die Möglichkeit

zu einer zusätzlichen

berufsbegleitenden Qualifizierung.

Die Firmen, die

junge arbeitslose Erwachsene

unter 25 Jahren die

Chance zum Einstieg oder

auch Wiedereinstieg in das

Berufsleben bieten, erhalten

für 12 Monate einen

50-prozentigen Zuschuss

zum Arbeitnehmerbruttolohn

und eine Pauschale für

Sozialversicherungsbeiträge.

Für die erfolgreiche konzeptionelle

Arbeit und gute

Netzwerkstruktur sprechen

aber auch die geringen Abbruchquoten:

Die Handwerkskammer

Dortmund

konnte in NRW erneut die

mit Abstand geringsten Quoten

verzeichnen und belegte

daher wieder landesweit

den ersten Platz. In enger

Zusammenarbeit mit der

Arbeitsagentur, der ARGE

und den Kommunen wird

das Projekt fortgesetzt.

Berufsbildung 5


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Handwerksrolle

Überdurchschnittliche

Zuwächse im Kammerbezirk

weisen die Städte Herne, Dortmund,

Bochum und Hamm auf.

Im Rahmen der wirtschaftlichen Selbstverwaltung hat der Staat eine Reihe hoheitlicher

Aufgaben der Handwerkskammer übertragen. Dazu gehört insbesondere die Führung

der Handwerksrolle, dem Verzeichnis aller im Kammerbezirk Dortmund selbstständig

tätigen Handwerker.

Entwicklung des Betriebsbestandes positiv

Der Betriebsbestand im Bezirk

der Handwerkskammer

Dortmund hat sich im Jahr

2006 um 377 auf 19.958

Betriebe erhöht. Gegenüber

den beiden Vorjahren

und seit Inkrafttreten des

Dritten Gesetzes zur Änderung

der Handwerksordnung

und anderer handwerksrechtlicherVorschriften

im Jahre 2004 hat sich

der Betriebszuwachs abgeflacht

(2004: +765 Betriebe;

2005: +623 Betriebe).

Es waren in den Jahren

2004 und 2005 Betriebszuwächse

sowohl in den zulassungspflichtigenHandwerken

(Anlage A zur HwO) als

auch in den zulassungsfreien

Handwerken (Anlage B )

und in den handwerksähnlichen

Gewerben (Anlage

B) zu verzeichnen; so ist in

den zulassungspflichtigen

Handwerken im Jahre 2006

ein Rückgang um 51 Betriebe

festzustellen. Erneut ist

die Zahl der Betriebe in den

zulassungsfreien Handwerken

stark gestiegen. Entgegen

der vielfach geäußerten

Erwartung, dass es gerade

in den Handwerken,

für deren selbstständige gewerbliche

Ausübung seit

2004 keine Meisterprüfung

oder eine vergleichbare

Qualifikation mehr erforderlich

ist, einen deutlichen

Gründungsboom geben

werde, zeigt sich nun,

dass dieser lediglich im Bereich

des Fliesen-, PlattenundMosaiklegerhandwerks

auf hohem Niveau

anhält. So entfallen vom

Gesamtzuwachs von 395

Betrieben in den zulassungsfreien

Handwerken

allein 278 Gründungen

auf dieses Handwerk.

Hierbei handelt es sich in

der Regel um Kleinstgründungen

bzw. Ein-Mann-

Betriebe. Offensichtlich

hat die positive konjunkturelle

Entwicklung im Berichtszeitraum

bislang

nicht zu einer erhöhten

Bereitschaft zur Existenzgründung

in den zulassungspflichtigenHandwerken

geführt. Bemerkenswert

ist immerhin,

dass die Zahl der Betriebe

in den zulassungspflichtigen

Bau- und Ausbauhandwerken

wiederum

gestiegen ist (+16 Betriebe).

Demgegenüber ist die

Zahl der Betriebe in den

zulassungspflichtigen Me-

tall- und Elektrohandwerken

um 54 Betriebe und in

den zulassungspflichtigen

Holzhandwerken um 19

Betriebe gesunken. So ist

Ende 2006 gegenüber dem

Vorjahr ein Rückgang von

13 Installateur- und Heizungsbauerbetrieben

und

19 Tischlerbetrieben zu

verzeichnen. Da eine Verbesserung

der wirtschaftlichen

Lage in der Regel

mittel- bis langfristig zu einem

Anstieg der Beschäftigung

führt, bleibt zu wünschen,

dass sich dies alsbald

auch in einer größeren Bereitschaft

zur Verselbstständigung

im Handwerk und

damit in einem Anstieg des

Betriebsbestandes niederschlagen

wird. Die Entwicklung

des Gesamtbetriebsbestandes

in den Kreisen

und kreisfreien Städten des

Handwerkskammerbezirkes

ist ausnahmslos positiv.

Überdurchschnittliche Zuwächse

gegenüber der Entwicklung

des Betriebsbestandes

im gesamten Kammerbezirk

(gesamt +1,9 %)

weisen die Städte Herne

(+4,8 %), Dortmund (+3,0

%), Bochum (+2,8 %) und

Hamm (+2,0 %) auf.


Entwicklung des

Gesamtbetriebsbestands

zulassungspfl. Handwerke

(Anlage A = Handwerksrolle)

zulassungsfreie Handwerke

(Anlage B1)

handwerksähnliche Gewerbe

(Anlage B2)

HWK Dortmund jetzt zuständig für Sonderbewilligungen

Für die Bearbeitung der

Sonderbewilligungsverfahren(Ausnahmebewilligungen

nach § 8 und § 9 HwO,

Ausübungsberechtigungsverfahren

nach § 7 a HwO

und § 7 b HwO) hat das abgelaufene

Jahr wichtige

Neuregelungen mit sich gebracht:

Während in Nordrhein-Westfalen

immer

noch die Bezirksregierungen

für die Erteilung von

Sonderbewilligungen zuständig

waren, hatten zahlreiche

Landesregierungen

diese Aufgabe bereits den

Handwerkskammern übertragen.

Zum Stichtag 1. Juli

2006 hatte sich nun auch

die Landesregierung in

Düsseldorf zu einer Änderung

der Zuständigkeit ent-

Bestand

01.01.06

Zugänge Abgänge Bestand

31.12.06

schlossen. Damit war der

Weg frei für eine Vereinfachung

und Straffung der

Sonderbewilligungsverfahren.

Für die HWK hat die

Neuordnung des Verfahrens

damit einen größeren Beratungsbedarf

zur Folge. Fast

alle Antragsteller machen

seither von der Möglichkeit

Gebrauch,sichineinemVorgespräch

umfassend über die

Voraussetzungen der einzelnen

Bewilligungsverfahren

und über die Erfolgsaussichten

eines Antrages zu

informieren. Damit wird einerseits

eine größere Transparenz

über die Voraussetzungen

und den Ablauf des

Verfahrens erzielt, andererseits

können Anträge, die keine

Erfolgsaussicht haben,

Veränderung (+ / -) Vergleich

Veränderung (absolut)

von vorn herein vermieden

und mit den Antragstellern

dann ohne Zeitverluste sinnvolle

Alternativlösungen für

den Schritt in die Selbstständigkeit

erarbeitet werden. In

2006 standen 318 Neuanträgen

und 8 abgelaufenen

befristeten Ausnahmebewilligungen,

die wieder aufgegriffen

wurden, 213 zu bewilligende

Bescheide

gegenüber. Damit ist die Zahl

der mit einem positiven Ergebnis

abgeschlossenen

Verfahren im Wesentlichen

gleich geblieben. Ein erheblicher

Rückgang ist bei den

Ablehnungsbescheiden

(66/Vorjahr: 135) und bei

den Antragsrücknahmen

(68/Vorjahr: 119) feststellbar.

Hier trägt der Mehrauf-

absolut relativ 2005 2004

12.784 1.045 1.096 12.733 - 51 - 0,4 % 144 148

2.498 819 424 2.893 395 + 15,8 % 456 529

4.299 722 689 4.332 33 + 0,8 % 23 88

insgesamt 19.581 2.586 2.209 19.958 377 + 1,9 % 623 765

wand bei der Vorbereitung

der Antragsteller bereits

sichtbare Früchte. Auch

wenn sich der Ablauf der

Sonderbewilligungsverfahren

geändert hat, stehen die

Kammern bei ihren Entscheidungen

in der Tradition

der Entscheidungspraxis

der Bezirksregierungen

und der Verwaltungsgerichte.

Daher ist auch bei einem

erleichterten Zugang zur

handwerklichen Selbständigkeit

nach wie vor die

Qualität handwerklicher

Dienstleistungen sicher zu

stellen. In diesem Sinne

wurden insgesamt 88 Sachverständigenüberprüfungen

zum Nachweis meistergleicher

Kenntnisse und

Fertigkeiten durchgeführt.

Handwerksrolle 7


8

Unternehmensberatung

Die Internet-Plattform

ist zu erreichen unter:

www.startercenterwestfaelischesruhrgebiet.de

Mit Professionalität

und Internationalisierung

zu größerem Erfolg.

Die Unternehmensberatung der Handwerkskammer Dortmund fördert mit einem

breiten Angebot von Beratungs- und Serviceleistungen aktiv die Leistungsfähigkeit

ihrer Mitgliedsbetriebe. Alle Leistungsangebote zeichnen sich durch ein Höchstmaß an

Praxisnähe und Qualität aus.

„STARTERCENTER NRW” im Internet

Wie ein roter Faden zog sich

im Jahr 2006 die von der

Landesregierung NRW angeregte

flächendeckende

Einrichtung von „STAR-

TERCENTERN NRW” durch

die Diskussionsrunden und

Gesprächskreise. Erklärtes

Ziel ist es, zum Vorteil von

Existenzgründern Dienstleistungen

zu bündeln und

landesweit einen einheitlich

hohen Standard der Informations-

und Beratungsqualität

zu schaffen. Die

Handwerkskammer Dortmund

reagierte auf die Anforderungen

der Landesre-

Mit Dienstleistung und Service-Ideen punkten

Steigende Kundenanforderungen,

gesättigte Märkte

und Druck von außen sind

trotz konjunktureller Erholung

ein wichtiges Thema

für heimische Handwerksbetriebe.

Ein unverwechselbares

Profil ist für die Betriebe

mehr denn je von

immenser Bedeutung, um

wettbewerbsfähig und

langfristig am Markt erfolgreich

zu sein. Als Projektpartner

in der „Dienstleistungs-InitiativeHandwerk

NRW“ unterstützt die

Handwerkskammer Dortmund

ihre Mitgliedsunternehmen

und Existenzgründer

beim Verkauf ihrer

Dienstleistungen am Markt

gierung, regional stärker

präsent zu sein, durch die

Kooperation mit den im

Kammerbezirk ansässigen

Kreishandwerkerschaften.

Hier sollen Anlaufstellen

entstehen, die den Existenzgründern

eine ortsund

zeitnahe Kontaktaufnahme

ermöglichen. Die

vielfältigen Abstimmungsprozesse

mit den regionalen

Partnern im Handwerkskammerbezirk

Dortmund

zeigten in der zweiten Jahreshälfte

2006 erste Ergebnisse:

In Kooperation mit

der IHK zu Dortmund sowie

und führt an die Entwicklung

neuer Service-Ideen

heran. Schwerpunkt der individuellen

Beratung war in

2006 die professionelle

Vermarktung von Dienstleistungen

und Services,

abhängig von der entsprechenden

Zielgruppe und

ihren Kaufmotiven. Die

vertiefende Arbeit in Erfahrungsaustauschgruppen

griff die kundenorientierte

Gestaltung des Dienstleistungsprozesses

auf – vom

Erstkontakt bis zur Kundenpflege.

Professionelle

Dienstleistung sichert einerseits

den Erfolg auf heimischen

Märkten. Mit innovativenDienstleistungs-

den Wirtschaftsförderungseinrichtungen

der Region

wurde eine Internet-Plattform

als virtuelle Anlaufstation

eingerichtet. Interessierte

finden dort viele

Informationen und Veranstaltungshinweise

rund ums

Thema Existenzgründung.

Ebenso erfährt der Nutzer

per Mausklicks, wer für sein

Vorhaben der richtige Ansprechpartner

in der Region

ist. Die Plattform leistet damit

einen wichtigen Beitrag

zur Schaffung von transparenten

Informations- und

Beratungsstrukturen.

und Service-Konzepten

lassen sich andererseits

neue attraktive Geschäftsmöglichkeiten

im Ausland

erschließen. Die Professionalisierung

und Internationalisierung

von Dienstleistung

war daher das

Thema einer Gemeinschaftsveranstaltung

im

Bildungszentrum Hansemann.

Die Teilnehmenden

kamen aus den Kammerbezirken

Münster und Dortmund

und konnten den

Praxisbeispielen aus Metallbau

und Elektro entnehmen,

dass man mit Dienstleistungsqualität

„Made in

Germany“ auch im Ausland

punkten kann.


Im Focus: Technologietransfer und Innovationen

Im vorigen Jahr wurde der

Technologie-Transfer-Ring

Handwerk (TTH) durch das

Institut Arbeit und Technik

in Gelsenkirchen evaluiert.

Ziel war es, die zurückliegenden

Förderphasen zu

überprüfen und dadurch

wichtige Bausteine für die

unmittelbare Zukunft zu

eruieren. Darauf aufbauend

wurde das Konzept zur

Neuorientierung der Innovations-

und Technologieförderung

im nordrheinwestfälischen

Handwerk

auf die Übereinstimmung

mit den geplanten Zielsetzungen

überprüft sowie

mögliche Änderungen und

Verbesserungen vorgeschlagen.

Eine größere Breitenwirkung

in den Themenfeldern

Innovation und

Technologietransfer, eine

engere Verzahnung und

Vernetzung aller Projektbeteiligten

und eine schnellere

Identifikation und Vermittlung

von neuen Technologie-

und Wissenspotenzialen

im nordrhein-westfälischen

Handwerk soll demnach in

Zukunft im Mittelpunkt der

Tätigkeit stehen. Ein Unternehmen

aus Bad Sassendorf

wird derzeit bei der Patentanmeldung

und der Ver-

marktung eines Leckage-

Prüfgerätes unterstützt.

Das Gerät kann vielseitig

eingesetzt werden. Ein Anwendungsbereich

ist der

Kfz-Bereich. Hier können

Leckagen im Bereich der

Drucklufttechnik und der

Klimatechnik einfach und

schnell geortet werden. Das

Gerät wird derzeit in der

Kfz-Werkstatt der Handwerkskammer

im Einsatz

getestet. Die Vermarktung

soll durch einen „Marketinglotsen“

der Universität

Dortmund erfolgen. Das

Beratungs- und Betreuungsangebot„Marke-

ting-Lotse im Handwerk“

ist eine Gemeinschaftsinitiative

der Handwerkskammer

Dortmund und dem

Lehrstuhl für Marketing der

Universität Dortmund.

Hierbei werden Betriebe bei

langfristigen Marketingaufgaben

von Studenten im

Hauptstudium unterstützt.

So ist es für die Handwerksbetriebe

möglich, nicht nur

Einzelaktionen zu starten,

sondern auch umfassendere

Maßnahmen eines Marketingkonzeptes

Schritt für

Schritt über einen längeren

Zeitraum kostengünstig

umzusetzen.

Länderinformationstage – Unternehmerreisen – Matching

In 2006 wurden neben der

individuellen Beratung zum

Thema Außenwirtschaft

und der Nutzung möglicher

Potenziale zahlreiche

Informationsveranstaltungen

durchgeführt. Diesmal

standen während der Länderinformationstage

vor

allem die Niederlande,

Schweiz, Ungarn, Großbritannien

sowie Schweden

im Mittelpunkt. Darüber

hinaus wurden Markterkundungsreisen

innerhalb

Europas angeboten. Im

Mittelpunkt stand dabei

der Bau- und Innenausbau.

Im Frühjahr fand ein Unternehmensmatching

von

europäischen kleinen und

mittelständischen Unternehmen

in Ungarn statt,

wo beispielsweise ein Metallunternehmen

aus dem

Raum Lippstadt ein ungarischesKooperationsunter-

nehmen gefunden hatte.

Auf große Resonanz stieß

auch das Nachtreffen zur

China-Unternehmerreise

sowie ein China-Stammtisch,

der gemeinsam mit

der Industrie- und Handelskammer

zu Dortmund

etabliert werden konnte.

Passgenaue Unternehmensnachfolge mit der Übergabeberatung

Eine passende Lösung für

die Betriebsnachfolge ist eine

der komplexesten Entscheidungen

im Leben eines

Unternehmers. Immer

mehr Betriebsinhaber – jeder

vierte in Deutschland ist

mittlerweile älter als 55 Jah-

re – stehen vor dieser Situation.

Sie ist alles andere als

einfach, wobei es unerheblich

ist, ob der Nachfolger

von außen kommt oder ein

Familienmitglied das Ruder

übernehmen soll. Die Beteiligten

einer Unternehmens-

nachfolge haben demnach

in aller Regel einen beträchtlichen

Beratungs- und

Informationsbedarf. Die

Handwerkskammer Dortmund

bietet dafür genau

die richtige Unterstützung

an. So wurde neben der in-

dividuellen Beratung in Kooperation

mit der Industrieund

Handelskammer zu

Dortmund eine Veranstaltungsreihe

zum Thema

„Unternehmensnachfolge

– frühzeitig planen und gestalten“

durchgeführt.

Unternehmensberatung 9


10

Bildungszentren

Prof. Dr. Jürgen Bock, Dekan des Fachbereichs Wirtschaft der FH

Bochum (2.v.r.), Prof. Dr. Reinhard Kohl, Vorsitzender des Prüfungsausschusses

(l.), Wilhelm Hicking, Geschäftsführer der HWK Dortmund

(2.v.l.) und HWK-Hauptabteilungsleiter Detlef Schönberger

(r.) trafen sich im Januar zu letzten Abstimmungsgesprächen.

»Kompetenz in Bildung und Beratung« ist einer der Leitgedanken der

HWK Dortmund. Unser Bildungsangebot umfasst die Bereiche Technik

und Umwelt, Akademie für Unternehmensführung und EDV – geschult

in den Bildungszentren in der Ardeystraße und auf „Zeche Hansemann”.

»Betriebswirt/in (HWK)«

von der FH BO anerkannt

Die intensive Zusammenarbeit

der Handwerkskammer

Dortmund mit dem Fachbereich

Wirtschaft der Fachhochschule

Bochum hat

sich gelohnt: Absolventen

des Lehrgangs zum/zur Betriebwirt/in

(HWK) haben

seit 2006 die Möglichkeit,

sich im Rahmen eines Studiums

der Wirtschaftswissenschaft

mit dem Abschlussziel

„Bachelor of Arts (B.A.)“

an der FH Bochum Leistungen

anerkennen zu lassen,

„Initiative für mehr Weiterbildung“

Das vom Land Nordrhein-

Westfalen und von der Europäischen

Union (EU) geförderte

Projekt „Initiative

für mehr Weiterbildung“

unterstützte auch in 2006

Auszubildende, Gesellen

sowie Meister dabei, durch

kontinuierliche Qualifizierung

ihre Arbeitsmarktchancen

zu verbessern und

ihre Beschäftigungsfähigkeit

zu festigen. Wer sich

sowohl für handwerkliche,

kaufmännische als auch

EDV-Weiterbildung interessierte,

konnte sich in einem

individuellen Gespräch

beraten lassen und erhielt

einen persönlichen Qualifizierungsplan.

Diejenigen,

die bezüglich ihrer beruflichen

Fähigkeiten noch unentschieden

waren, konnten

darüber hinaus an einem

Coaching teilnehmen, bei

dem mittels einer Bildungsbedarfsanalyse

die individuellen

Fähigkeiten und

und Bedarfe ermittelt werden

konnten. Zudem fanden

abendliche Informationsveranstaltungen

zu

den Meistervorbereitungslehrgängen

und -prüfungen

außerordentlich große

Resonanz. Darin erhielten

die Teilnehmer kompakte

Informationen, etwa zu den

Inhalten der Meistervorbereitungslehrgänge,

den

Prüfungsabläufen, zum

die erbracht worden sind.

Gemäß der Vereinbarung

zwischen der Handwerkskammer

Dortmund und

der Fachhochschule Bochum

handelt es sich dabei

um die Prüfungsfächer

Wirtschaftsrecht (Erste

Teilprüfung), Marketing,

Produktionswirtschaft, Organisation,Personalmanagement,

Kostenrechnung

und Controlling aus dem

ersten Studienjahr des

B.A.-Studiengangs.

Meister-BAföG und den

Zulassungsvoraussetzungen.

Werkstattrundgänge

und persönliche Gespräche

mit den Fachdozenten rundeten

das Programm ab.

Wegen des großen Zuspruchs

werden diese Veranstaltungen

fortgeführt.

Eine weitere Aktivität im

Rahmen der „Initiative für

mehr Weiterbildung“ waren

die Besuche der Weiterbildungsberater

in Berufskollegs,

um Berufsschüler

über mögliche Karrierewege

im Handwerk zu informieren.

Ein wichtiger Beitrag

der HWK Dortmund

zur Nachwuchssicherung

im regionalen Handwerk.


HWK Dortmund stellte 1.176 Bildungsschecks aus

Seit Januar 2006 ist die

Handwerkskammer Dortmund

autorisierte Beratungsstelle

für den Bildungsscheck

NRW, mit

dem die nordrhein-westfälische

Landesregierung berufliche

Weiterbildung finanziell

unterstützt. Das

Angebot richtet sich an kleine

und mittlere Unterneh-

men mit maximal 250 Beschäftigten

und an Jungunternehmer,

die noch nicht

länger als fünf Jahre selbstständig

sind. Das Land

Nordrhein-Westfalen übernimmt

die Hälfte der Kursgebühren,

maximal 750 Euro

pro Bildungsscheck. Der

Bildungsscheck kann für die

unterschiedlichsten Ange-

bote genutzt werden: Der

Besuch berufsspezifischer

Kurse ist ebenso möglich

wie die Anmeldung zu

kaufmännischen Lehrgängen

oder EDV-Kursen. Im

vergangenen Jahr haben

die Weiterbildungsberaterinnen

der HWK Dortmund

insgesamt 1.176 Bildungsschecks

ausgestellt.

Integrationsorientierte Online-Qualifizierung

Erfolgreich abgeschlossen

wurden zwei Lehrgänge zur

„Integrationsorientierten

Online-Qualifizierung“ mit

29 Teilnehmern aus dem

Rehabilitationsbereich. Hinter

dieser Kursbezeichnung

verbirgt sich ein Projekt, bei

dem die Zentralstelle für

Weiterbildung im Hand-

werk (ZWH), das Berufsförderungswerk

(BFW)

Dortmund und die HWK

Dortmund vorbildlich zusammenarbeiten.

Die

Handwerkskammer Dortmund

übernimmt in diesem

Projekt die Koordination

und die Durchführung des

Online-Unterrichts in der

Kompetenzzentrum „Bürokaufleute Online“

Das groß angelegte Projekt

„Kompetenzzentrum Bürokaufleute

online“ startete

im Dezember 2006. Ein

wichtiges Ziel dieses Kompetenzzentrums

ist es, die

Nachhaltigkeit der Ausbildung

der Bürokaufleute zu

verbessern, denn es fehlt

an einer gemeinsamen

Schnittstelle für alle am

Ausbildungsprozess beteiligten

Individuen und Organisationen.

Die Anforderungen

an eine solche

Schnittstelle sind beträcht-

zwölfwöchigen Kernphase

der Lehrgänge. Hinzu

kommt die Vorbereitung

auf das Lernen mit Medien.

Die Teilnehmer lernen im

Online-Teil ausschließlich

von zu Hause aus, wobei sie

von ausgebildeten Teletutoren

betreut und unterrichtet

werden.

lich, so dass dies nur eine

zentrale, koordinierende

Stelle leisten kann. Die

Handwerkskammer Dortmund

will sich daher zu einem

Kompetenzzentrum

„Überbetriebliche Lehrlingsunterweisung

für Bürokaufmann/-frau“entwickeln.

Dazu sind verschiedene

kostenintensive Vorraussetzungen

in folgenden

Bereichen zu schaffen: Personalentwicklung,Monitoringsystem,

Aufbau einer

Wissensdatenbank, Koope-

rationen und Netzstrategie

aller betroffener Träger,

handlungsorientierte Lehrund

Lernarrangements

auch im Hinblick auf das

Thema „Lernen im Netz“,

Nutzung moderner Technologien

und Technologietransfer,

Kooperation und

Verzahnung der Aus- und

Weiterbildung mit der Betriebsberatung,

spezielle

Marketing- und Qualitätssicherungsmaßnahmensowie

Sicherung von Transfer

und Nachhaltigkeit.

Bildungszentren 11


12

Teilnehmer des Lehrgangs

„Sachkundenachweis

Befestigungstechnik”.

Auf Mehrfachbelastung

zugeschnitten: Fachwirtin für

Beratung und Verkauf.

Erstmals waren externe Teilnehmer dabei

Sowohl die Teilzeit- wie

auch Vollzeitlehrgänge zur

Meistervorbereitung in den

Gewerken Metallbau und

Feinwerkmechanik waren

gut besucht. Erstmalig wur-

Bessere Chancen für Frauen auf dem Arbeitsmarkt

Auch in 2006 konnte eine

vom Land Nordrhein-Westfalen

und der Europäischen

Union geförderte Maßnahme

für berufstätige Frauen

aus kleinen und mittelständischen

Unternehmen gestartet

werden. Mit bestandener

Fortbildung vor dem

Prüfungsausschuss der

de in 2006 für externe Teilnehmer

der SachkundenachweisBefestigungstechnik

durchgeführt. In 16

Stunden wurde praktisches

und theoretisches Wissen

Handwerkskammer Dortmund

können sich die

Frauen „Fachwirtin für Beratung

und Verkauf“ nennen.

Die damit erworbenen

Kenntnisse in den Bereichen

Beratung und Verkauf sind

für kleine und mittlere Unternehmenerfolgsentscheidend

und verbessern die

vermittelt. Die erfolgreiche

Abschlussprüfung berechtigt

die Teilnehmer, drei

Jahre den Sachkundenachweis

zu führen und auch

werblich zu nutzen.

Arbeitsmarktchancen der

Absolventinnen erheblich.

Der Unterricht findet berufsbegleitend

statt und ist

durch die betreuten Selbstlernzeiten

genau auf die

Mehrfachbelastung der

Teilnehmerinnen durch Beruf,

Haushalt und Familie

zugeschnitten.


Neu: Fachkraft für Sanierung von Feuchteschäden und Schimmel

Im Oktober 2006 startete

der neu konzipierte und

bundesweit einmalige Lehrgang

„Fachkraft für die Sanierung

von Feuchteschäden

und Schimmel“ mit 14

Mehr Prüfungen im Fachbereich Schweißen

Die Zahl der bei der Handwerkskammer

Dortmund

abgelegten Schweißerprüfungen

konnte im Jahr

2006 leicht gesteigert werden.

Besondere Zustim-

Teilnehmern. Der Lehrgang

wurde in Zusammenarbeit

mit dem Öko-Zentrum

NRW durchgeführt und

vermittelte erstmals übergreifendes

Fachwissen auf

mung fand der in enger Kooperation

mit der HWK

Arnsberg durchgeführte

Lehrgang zum Internationalen

Schweißfachmann.

Alle 20 Lehrgangsteilneh-

„Top Training” für Nachwuchskräfte aus der Region

Erstmals hat die Handwerkskammer

Dortmund in

Kooperation mit den anderennordrhein-westfälischen

Handwerkskammern

ein landesweit einheitliches

Weiterbildungspaket für

Betriebswirte, Meister und

interessierte Existenzgründer

angeboten. Erstklassige

Referenten aus der Praxis

machten Unternehmer und

Führungskräfte im Handwerk

fit in puncto Betriebsund

Mitarbeiterführung,

Selbstmanagement und

Marketing. „Top Training”

ist ein Treffpunkt für Nachwuchskräfte

in der Region.

Über mehrere Monate treffen

sie sich regelmäßig zu

den Seminaren und knüpfen

Kontakte zu anderen

motivierten Handwerkern.

dem Gebiet des Feuchteschutzes.

Der Lehrgang

richtete sich sowohl an

Handwerker als auch an Architekten

und Bauingenieure.

Das Qualifizierungs-

mer waren erfolgreich und

erreichten ihren Abschluss.

Dadurch sind sie befähigt,

besondere schweißtechnische

Aufsichtstätigkeiten zu

übernehmen.

HWK-Weiterbildungspaket

machte fit für Betriebsund

Mitarbeiterführung.

angebot vermittelte und

vertiefte gewerkeübergreifendes

Fachwissen.

Schwerpunkt war die Vermeidung

und Sanierung

von Feuchteschäden.

Teilnehmer des Lehrgangs

„Fachkraft für die Sanierung von

Feuchteschäden und Schimmel”.

Bildungszentren 13


14

Die Highlights des Jahres

Januar: Organisationsreform war das Top-Thema

Die Vizepräsidenten des NRW-Handwerks der Arbeitgeberseite trafen sich Ende Januar in Dortmund

und diskutierten über Reformen der Organisationsstrukturen im Handwerk. Ernst Fischer (3.v.r.), Vizepräsident

der HWK Dortmund, begrüßte seine Amtskollegen Bernd Rose (Köln), Hans Schmitz (Ostwestfalen-Lippe

zu Bielefeld), Siegfried Schrempf (Düsseldorf) und Willi Scharun (Münster) gemeinsam mit

Kammerpräsident Otto Kentzler (2.v.r.) und Hauptgeschäftsführer Klaus Yongden Tillmann (l.).

Stolz auf ihre Leistungen konnten

diese Junghandwerker sein.

Die Vizepräsidenten des

NRW-Handwerks trafen sich

Ende Januar in Dortmund.

Februar: Junge

Handwerker geehrt

14 Junghandwerker aus dem

Kammerbezirk Dortmund waren

beim „Praktischen Leistungswettbewerb

2005“ auf Landesund

Bundesebene ausgesprochen

erfolgreich und wurden Anfang

Februar im Reinoldisaal der

HWK mit einem Empfang geehrt.

Für diesen Wettbewerb der Talente

hatten sie entweder ihr Gesellenstück

eingereicht oder aber eine

Spezialarbeit angefertigt und in

verschiedensten Berufen ihr Können

eindrucksvoll unter Beweis

gestellt. Die Bilanz: Neun erste

und fünf zweite Landessieger, von

denen dann vier auch beim bundesweiten

Wettbewerb in Düsseldorf

aufs Siegertreppchen kamen.

März: Neue Sachverständige vereidigt

Schimmel an den Wänden, Unfall-PKW, die längst fällige Dacherneue-

rung oder eine schlecht sitzende Brille: Immer wenn es um die Beurteilung

fachlich-technischer Fragen geht, das Überprüfen von Kostenvoranschlägen

und Rechnungen oder die Begutachtung einer

Handwerkerleistung, können von der Handwerkskammer öffentlich

bestellte und vereidigte Sachverständige als ausgewiesene Fachleute

für Klarheit sorgen und so manchen Rechtsstreit schlichten und vermeiden.

Acht neue Sachverständige wurden am 6. März bei der HWK

von Präsident Otto Kentzler öffentlich bestellt und vereidigt.

Acht neue Sachverständige wurden im März bei der HWK vereidigt.


Besonders auf der Bühne geehrt

wurden die Bestmeister und

die besten Betriebswirte.

März: Meisterfeier fand erstmals im Konzerthaus Dortmund statt

481 Frauen und Männer haben im Jahr 2005 bei der HWK in 24 verschiedenen Berufen erfolgreich ihre Meis-

terprüfung absolviert. Am 11. März nahmen sie ihre Zertifikate in Empfang. Zusammen mit 68 Betriebswirten

(HWK) standen sie im Mittelpunkt der Meisterfeier, die 2006 zum ersten Mal im Dortmunder Konzerthaus

stattfand. Im Verlauf der Meisterfeier wurden zwei Sonderpreise verliehen: Mit dem von der Dortmunder

Volksbank gestifteten Bestmeisterpreis in Höhe von 2.500 Euro wurde der aus Gelsenkirchen stammende

28-jährige Elektrotechnikermeister Mario Moselewski für seine hervorragenden Prüfungsergebnisse ausgezeichnet.

Den mit 1.000 Euro dotierten Förderpreis des Soroptimist Clubs Dortmund erhielt die 23-jährige Maler-

und Lackierermeisterin Nadine Augustin aus Iserlohn, die jüngste der insgesamt 13 Bestmeister des Prüfungsjahrgangs

2005. Durch die Show führte Jan Stecker, bekannter Sport-Moderator von Premiere-World

und Kabel 1. Für meisterliche musikalische Unterhaltung sorgten zum einen der weltbeste klassische Gitarrist

Joaquin Clerch aus Kuba, zum anderen die gerade erst 14-jährige klassische Pianistin Danae Dörken und ihre

jüngere Schwester Kivelli. Förderer der Meistergala 2006 waren die Dortmunder Volksbank, die Sparkasse

Dortmund, die Signal Iduna Gruppe, die Vereinigte IKK, DEW und RWE.

März: Kommunale PPP-Projekte im Focus

„Kommunale PPP-Projekte unter Beteiligung von regionalen Hand-

werksbetrieben und Bietergemeinschaften“ war das Thema einer Veranstaltung,

zu der Präsident Otto Kentzler Ende März Vertreter der

Kreishandwerkerschaften und Kommunen ins HWK-Bildungszentrum

eingeladen hatte. „PPP“(Public-Private-Partnership)-Projekte umfassen

eine langfristige, vertraglich geregelte Zusammenarbeit zwischen der

öffentlichen Hand und privaten Unternehmen über den gesamten Lebenszyklus

eines Bauvorhabens – neben dem Neubau eines öffentlichen

Gebäudes gehört auch dessen Sanierung, Instandsetzung und Betrieb

dazu. Vor allem leistungsstarke Kooperationen von Handwerksunternehmen

bieten sich dabei als Partner der Kommunen an.

Die HWK Dortmund hatte Vertreter der Kreishandwerkerschaften

und Kommunen zum Dialog eingeladen.

Highlights 2006 15


16

Carl Dittrich, Präsident

(2.v.l.) und Peter Zogelmann,

Hauptgeschäftsführer der

HWK Dresden (l.), mit ihren

Dortmunder Amtskollegen

Otto Kentzler (2.v.r.) und

Klaus Yongden Tillmann.

April: Kammerpartnerschaft mit Dresden weiter vertieft

Weiter vertieft hat die HWK in 2006 die Zusammenarbeit mit ihrer Partnerkammer in Dresden. Die Mitglieder

der Vorstände und Geschäftsführungen beider Kammern trafen sich Ende April im HWK-Bildungszentrum und

vereinbarten ein enges Miteinander bei Projekten der beruflichen Aus-, Fort- und Weiterbildung sowie der Beratung

der Betriebe. Die beiden Kammern hatten im Frühjahr 2005 einen Kooperationsvertrag unterzeichnet

und vertreten zusammen die Interessen von rund 40.000 Mitgliedsbetrieben.

April: Prognos-Studie wurde vorgestellt

Die Innovationsleistung des Handwerks ist ein entscheidender Faktor für

den Wirtschaftsstandort Deutschland – das war das Fazit einer Studie

des Wirtschaftsforschungsinstituts Prognos, die Mitte April von Präsident

Otto Kentzler an das Bundeswirtschaftsministerium übergeben

wurde. Unter dem Titel „Zukunft Handwerk! Der Beitrag des Handwerks

im Innovationsprozess“ beschreibt das Prognos-Gutachten detailliert

die innovativen Kompetenzen und Potentiale von Handwerksbetrieben

in Deutschland. Sie sind Innovatoren und Impulsgeber neuer

Technologien, kompetente Problemlöser und Optimierer oder Multiplikatoren

bereits vorhandener Technologien. Da das Handwerk in seiner

bedeutenden und komplexen Rolle für den Innovationsstandort

Deutschland bisher nur unzureichend wahrgenommen wird, empfiehlt

die Studie, Handwerksbetriebe besser und gezielter in die Innovationspolitik

mit einzubeziehen. Die HWK Dortmund war maßgeblich an der

Studie beteiligt, die gemeinsam mit zehn weiteren Handwerkskammern

in Auftrag gegeben worden war.

Am Beispiel der Bedachungen

Heidinger GmbH & Co. KG aus

Selm und der Fritz Kummer

GmbH & Co. KG aus Dortmund

wurden erfolgreich verlaufene

Betriebsübergaben vorgestellt.

April: Aktionsreihe Unternehmensnachfolge

Zur Vorbereitung auf eine erfolgreiche Betriebsübergabe bot die

Handwerkskammer Dortmund im April und Mai gemeinsam mit der

Industrie- und Handelskammer (IHK) zu Dortmund eine Veranstaltungsreihe

zu verschiedenen Themen wie „Unternehmensnachfolge

professionell gestalten“, „Steuern und Erbrecht“ oder „Bewertungsmethoden

und Finanzierungsmöglichkeiten“ an. Bei der Auftaktveranstaltung,

die von Kay Bandermann (WDR) moderiert wurde, wurden

erfolgreich verlaufene Betriebsübergaben vorgestellt.


April: Reinoldi-Matinee mit Joaquin Clerch

„Reinoldi-Matinee mit Young Professionals“ war ein Konzert über-

schrieben, das Ende April im Reinoldisaal der Handwerkskammer (HWK)

Dortmund stattfand. Zum Auftakt der in Kooperation von HWK Dortmund

und National-Bank gestarteten Veranstaltungsreihe spielte der

zur Zeit als bester Klassischer Gitarrist geltende Joaquin Clerch vor rund

70 geladenen Gästen. Im zweiten Teil des Konzerts trat der 40-jährige

Kubaner mit einem Streicher-Quartett von der Robert-Schumann-

Hochschule Düsseldorf auf, an der er seit 1999 als Professor tätig ist.

Fortgesetzt wurde die Klassik-Reihe Mitte Juni 2006.

Der Auftakt zur Reihe „Reinoldi-Matinee“ fand Ende April statt.

April: HWK unterstützte den Girls´ Day

26 Schülerinnen nutzten beim Mädchen-Zukunftstag „Girls´ Day“ die

Möglichkeit, im Bildungszentrum der Handwerkskammer Handwerksberufe

praktisch zu erleben und durch Gespräche mit den Meistern und Lehrlingen

viele wertvolle Einblicke in gewerblich-technische Arbeitsfelder zu gewinnen.

Für die 11- bis 15-jährigen „Girls“ öffneten die Tischler-,

Zahntechniker- und Augenoptiker-Werkstätten der Kammer ihre Pforten.

Insgesamt mehr als 60 Schüler erlebten im Bildungszentrum der HWK „Technik live“.

Mai: Aufruf an die Betriebe – Jetzt ausbilden!

„Jetzt ausbilden, dem Nachwuchs eine wertvolle Chance geben und

damit langfristig die Zukunft des Handwerks sichern und das praxisnahe

duale Ausbildungssystem stärken”: Mit dieser Bitte wandte sich die

HWK Ende Mai an ihre Mitgliedsbetriebe. Unter dem Motto „Qualifikation

ist Handwerk – Ausbilden ist Zukunft!“ hatte die HWK zum „Tag

des Ausbildungsplatzes“ die etwa 13.000 ausbildungsberechtigten Unternehmen

in ihrem Kammerbezirk angeschrieben. „Ausbildung bedeutet

Investition in die Zukunft. Voraussetzung für Top-Leistungen ist die

hohe Qualifikation der Fachkräfte; dies ist der sprichwörtliche goldene

Boden des Handwerks“, so HWK-Hauptgeschäftsführer Klaus Yongden

Tillmann in dem Aufruf zum Ausbildungsjahr 2006.

Lünens Stadthandwerksmeister Erik Pamp, Dortmunds

Bürgermeister Adolf Miksch, Handwerkspräsident Otto Kentzler,

Kreishandwerksmeister Peter Burmann, Wirtschaftsförderungs-Chef

Udo Mager und Lünens stv. Bürgermeister Wilfried Weineck (v.l.)

stellten sich den Fragen der Unternehmer.

Mai: Tag der Technik

Mehr als 60 Schüler der Dortmun-

der Hauptschule Husen nutzten

am bundesweiten „Tag der Technik“

Mitte Mai die Möglichkeit, in

den Werkstätten des HWK-Bildungszentrums

Technik live zu erleben.

Die 14- bis 16-Jährigen informierten

sich über Jobperspektiven

im Handwerk. Im Mittelpunkt

standen dabei vor allem

die Berufe Feinwerkmechaniker,

Metallbauer, Fotograf und Anlagenmechaniker

für Sanitär-, Heizungs-

und Klimatechnik.

Juni: „Handwerk vor Ort“ in Dortmund

Auf Initiative der HWK und der Kreishandwerkerschaft (KH) Dortmund

und Lünen fand am 26. Juni die Veranstaltung „Handwerk vor Ort“

statt. Rund 70 Unternehmer nahmen an der Diskussionsrunde mit Vertretern

von Handwerksorganisation, Wirtschaftsförderung und Verwaltung

im „Ausbildungszentrum Bau“ an der Langen Reihe teil.

Highlights 2006 17


18

Ulla Burchardt nahm die Gelegenheit wahr, selbst mit

Auszubildenden des Augenoptiker-Handwerks zu sprechen.

Juli: Ulla Burchardt (MdB) bei der HWK DO

Kurz vor Beginn des Ausbildungsjahres 2006 besuchte die Vorsitzende

des Bundestagsausschusses für Bildung und Forschung, Ulla Burchardt,

das HWK-Bildungszentrum. „Unser Wirtschaftsbereich setzt alles daran,

durch die Bereitstellung von Ausbildungsplätzen Jugendlichen berufliche

Chancen zu eröffnen“, sagte HWK-Hauptgeschäftsführer Klaus

Yongden Tillmann beim Treffen mit der Dortmunder Abgeordneten.

Der HWK-Chef betonte, jungen Menschen berufliche Perspektiven zu

geben, sei nicht die alleinige Pflicht der Wirtschaft, sondern müsse als

komplexe Gemeinschaftsaufgabe gesehen werden. Auch und gerade

die Politik sei gefordert, ihren Part zu erfüllen. Ulla Burchardt unterstrich,

dass die Lebenschancen junger Menschen heute mehr denn je

von einem guten Ausbildungs- und Qualifikationsniveau abhingen.

Bei der betrieblichen Lehre müsse die Wirtschaft zu ihrer Verantwortung

stehen und zusätzliche Ausbildungsplätze schaffen.

August: 14 junge Japaner auf Erfolgskurs

14 junge Japaner haben im August im Kammerbezirk eine handwerkli-

che Ausbildung in verschiedensten Gewerken vom Konditor über den

Tischler bis zum Orthopädieschuhmacher begonnen. Zuvor hatten die

Frauen und Männer mehrere Monate einen Intensiv-Sprachkurs besucht;

im Sommer nahmen ihre neuen Chefs von den Ausbildungsbetrieben

einen Tag lang an einem interkulturellen Seminar teil, das im

HWK-Bildungszentrum stattfand. Möglich gemacht wird dies durch ein

Projekt, das die Internationale Weiterbildung und Entwicklung gGmbH

(InWEnt) im Auftrag des Auswärtigen Amtes durchführt und den Titel

„Auszubildende aus Japan erlernen deutsche Handwerksberufe“ trägt.

August: Meisterschulen weiter auf Erfolgskurs

Die Meisterschulen der HWK Dortmund sind weiterhin auf Erfolgskurs:

Das konnte Ende August vermeldet werden. Die Zahl der Teilnehmer

an den Vorbereitungslehrgängen auf die Meisterprüfung war im Vergleich

zum Vorjahreszeitraum um fünf Prozent gestiegen. Die meisten

Teilnehmer gab es in den Meistervorbereitungslehrgängen für

Kfz-Techniker, Elektrotechniker sowie Installateure und Heizungsbauer.

August: Sommerfest der Handwerksjunioren

Unternehmenssteuerreform, Gleichbehandlungsgesetz, Handwerksno-

velle und Ich-AG, Aktuelles aus der Organisation: An Gesprächsstoff

mangelte es keinesfalls, als Handwerkspräsident Otto Kentzler Mitte

August an einer Diskussionsrunde mit Unternehmern vom Juniorenkreis

Handwerk teilnahm. Im Vorfeld ihres Sommerfestes, das sich großen Zuspruchs

erfreute, nutzten die Handwerksjunioren aus dem Dortmunder

Kammerbezirk wie auch aus anderen Regionen der Republik die Gunst

der Stunde, mit dem Spitzenvertreter des deutschen Handwerks in lockerer

Atmosphäre in Dialog zu treten.

September: Vorsitzende vom RP ernannt

Sie repräsentiert ein Qualitätsmerkmal – die Meisterprüfung. Die Vorsit-

zenden der HWK-Meisterprüfungsausschüsse erhielten im September

aus den Händen von Regierungspräsident Helmut Diegel und

HWK-Vizepräsident Ernst Fischer ihre Ernennungsurkunden. Fünf Jahre

lang werden sie dieses Amt ausüben, viel Zeit investieren und Verantwortung

übernehmen. Daher bedankte sich Regierungspräsident Diegel

„für die innere Bereitschaft“ zum Ehrenamt. Auch HWK-Vizepräsident

Fischer dankte im Namen der Kammer für das große Engagement und

appellierte gleichzeitig daran, mit gutem Beispiel voranzugehen: „Zeigen

Sie der Jugend, dass es sich lohnt, für andere da zu sein. Denn nur so

kommen wir weiter – und zwar alle gemeinsam.“

Aus den Händen von Regierungspräsident Helmut Diegel (M.) und

HWK-Vizepräsident Ernst Fischer (3.v.r.) nahmen die Vorsitzenden

der Meisterprüfungsausschüsse ihre Ernennungsurkunden entgegen.


Oktober: Handwerkspräsident Otto Kentzler feierte 65. Geburtstag

Organisationsreform, Bildung, bessere Rahmenbedingungen für die mittelständische Wirtschaft: Dafür macht

sich Otto Kentzler stark. Auf Bundesebene genauso wie in Land und Region. Auch hat er sich die Themen Außenwirtschaft

und EU, Technologietransfer und Innovationen sowie beste Beratung und Betreuung für Handwerksunternehmer

– ganz besonders für Existenzgründer – auf die Fahnen geschrieben. Am 30. Oktober vollendete

der Präsident des Zentralverbands des Deutschen Handwerks (ZDH) und der HWK sein 65. Lebensjahr.

HWK-Hauptgeschäftsführer Klaus Yongden Tillmann und Weiterbildungsberaterin

Diana Noelle überreichten Malermeister Michael

Kiwall den 800. Bildungsscheck.

Dezember:

Franz Müntefering

zu Gast beim

Treffpunkt Handwerk

Vizekanzler Franz Müntefering

kam Anfang Dezember als Gastredner

zum „Treffpunkt Handwerk“

nach Dortmund. Der Bundesarbeitsminister

folgte damit

einer Einladung von Handwerkspräsident

Otto Kentzler. Er nahm

vor rund 300 Obermeisterinnen

und Obermeistern aus dem Kammerbezirk

sowie zahlreichen Vertretern

aus Politik und Verwaltung

im Bildungszentrum Hansemann

zur aktuellen Beschäftigungspolitik

im Bund Stellung.

Handwerkspräsident Otto Kentzler

November: 800. Bildungsscheck von der HWK

„Vom Bildungsscheck können Handwerksbetriebe nur profitieren!“

Davon ist Maler- und Lackierermeister Michael Kiwall, Geschäftsführer eines

Dortmunder und eines Hagener Malerbetriebs, überzeugt. Bei der

HWK Dortmund hatte er deshalb im November bereits den 40. Bildungsscheck

für seine Mitarbeiter angefordert – und damit den 800., den die

HWK als autorisierte Bildungsberatungsstelle bis dahin ausgestellt hatte.

„Die Weiterbildung meiner Beschäftigten macht sich für meine Unternehmen

auf jeden Fall bezahlt“, sagt Kiwall. Bis zum Ende des Jahres stellten

die Weiterbildungsberaterinnen übrigens 1.176 Bildungsschecks aus.

Vizekanzler Franz Müntefering (M.) und Mitglied des Landtags Harald Schartau (2.v.l.) im Kreise ihrer

Gastgeber (v.l.): HWK-Vizepräsident Ernst Fischer, HWK-Hauptgeschäftsführer Klaus Yongden Tillmann,

Handwerkspräsident Otto Kentzler und HWK-Vizepräsident Klaus Feuler.

Dezember: Deftiger Jahresausklang

Zum traditionellen Kartoffelsuppen-Essen hatte die Handwerkskammer

Dortmund Mitte Dezember ins Dortmunder Gasthaus Pape eingeladen.

Das Essen fand bereits zum 32. Mal statt und wird im Wechsel von der

HWK und der Kreishandwerkerschaft Dortmund und Lünen ausgerichtet.

Handwerkspräsident Otto Kentzler (3.v.l.), HWK-Hauptgeschäftsführer

Klaus Yongden Tillmann (2.v.l.), Kreishandwerksmeister Peter

Burmann (l.) und KH-Hauptgeschäftsführer Günter Reichel (l.) konnte

etwa 90 Gäste, darunter Dortmunds Bürgermeisterin Birgit Jörder und

Bürgermeister Adolf Miksch (2.v.r.), begrüßen.

Highlights 2006 19


20

Organisationsplan der

Handwerkskammer Dortmund

Stab

Hauptgeschäftsführer

Klaus Yongden Tillmann

Rechtsaufsicht/Außenrevision

Kooperation BZ

im Kammerbezirk

PR/Medien

Controlling

Organisationsentwicklung

Qualitätsmanagement

Innenrevision

Internationale

Kontakte/Partnerschaften

Regionale Strukturpolitik

Beauftragtenwesen

IT

Datenschutz

Gleichstellung

Arbeitssicherheit

Schwerbehinderte

Qualitätsmanagement

Qualitätsmanagement-Zirkel

Vollversammlung Vorstand Präsidium

Hauptgeschäftsführung

Hauptgeschäftsführer

Stv. Hauptgeschäftsführer

GB1 GB2

GB3

Finanzen

Zentrale Dienste

Stv. Hauptgeschäftsführer

Ernst Wölke

Haushalt/Kasse

Dokumentenmanagement

Beitrag

Hausdienstleistungen

Investitionen/Einkauf

Ausbildungsbeitrag

Zuschusswesen

Personal

EDV

Sachverständigenwesen

Recht

Berufsbildung

Geschäftsführerin

Angelika Weies

Handwerksrolle

Handelsregisterangelegenheiten

Handwerksrecht

Ausnahmebewilligung

Wettbewerbsrecht,

Vertragsrecht,

Bauschlichtung

Lehrlingsrolle

Ausbildungsberatung

Prüfungswesen,

allgemeine Rechtsfragen,

Rechtsberatung,

Ausländer- und

Wehrpflichtangelegenheiten

Wirtschaftsförderung

Bildungszentren

Geschäftsführer

Wilhelm Hicking

Unternehmensberatung

Betriebswirtschaftliche

Unternehmensberatung

Technische

Unternehmensberatung

Bildungsmarketing,

Kaufmännische Aus- und

Weiterbildung,

EDV,

Meistervorbereitung

(Teile 3 u. 4),

Akademie für

Unternehmensführung

Meisterprüfung

Weiterbildungsberatung

Lehrgangsverwaltung

Meistervorbereitung (Teile 1 u. 2)

Überbetriebliche Unterweisung

Allgemeine technische

Aus- und Weiterbildung

Internat

Aus- und Weiterbildung für

Metall- u. Kunststofftechnik,

Verbindungs- u.

Versorgungstechnik


Kreishandwerkerschaften

Bochum

Geschäftsstelle:

Springorumallee 10

44795 Bochum

Postfach 101445

44714 Bochum

Tel.: 0234 3240-0

Fax 0234 3240-100

www.handwerk-bochum.de

info@handwerk-bochum.de

Kreishandwerksmeister:

Klempner-, Gas- und

Wasserinstallateurmeister,

Zentralheizungs- und

Lüftungsbauermeister

Johann Philipps

Rombacher Hütte 2

44795 Bochum

Geschäftsführer:

Rechtsanwalt

Johannes Motz

Dortmund und Lünen

Geschäftsstelle:

Lange Reihe 62

44143 Dortmund

Tel.: 0231 5177-0

Fax 0231 5177-199

www.handwerk-dortmund.de

info@handwerk-dortmund.de

Kreishandwerksmeister:

Dachdeckermeister

Peter Burmann

Germaniastr. 63

44379 Dortmund

Hauptgeschäftsführer:

Assessor Günter Reichel

Stv. Hauptgeschäftsführer:

Dipl.-Betriebswirt

Helmut Klasen

Ennepe-Ruhr

Geschäftsstelle:

Kurt-Schumacher-Str. 18

58452 Witten

Tel.: 02302 28273-0

Fax 02302 81206

www.kh-ennepe.de

info@kh-ennepe.de

Kreishandwerksmeister:

Dachdeckermeister

Dipl.-Oec. Gerhard Steveling

Am Berge 52a

58456 Witten

Geschäftsführerin:

Assessorin jur. Claudia Franke

Hagen

Geschäftsstelle:

Eugen-Richter-Str. 114

58135 Hagen

Tel.: 02331 62468-0

Fax 02331 62468-66

www.kh-hagen.de

info@kh-hagen.de

Kreishandwerksmeister:

Elektrotechnikermeister

Joachim Beinhold

Weißensteinstr. 37

58093 Hagen

Geschäftsführer:

Dr. Michael Plohmann

KH Herne

KH Bochum

KH

Ennepe-Ruhr

Hamm

Geschäftsstelle:

Sedanstr. 13

59065 Hamm

Tel.: 02381 92160-0

Fax 02381 92160-47

www.kreishandwerkerschaft.

hamm.de

info@kreishandwerkerschaft.

hamm.de

Kreishandwerksmeister:

Werner Schwienhorst

Goorweg 20

59075 Hamm

Geschäftsführer:

H.-Lothar Luther

Hellweg

Hauptverwaltung:

Am Handwerk 4

59494 Soest

Tel.: 02921 892-0

Fax 02921 892-212

Verwaltungsstelle Unna:

Nordring 12

59423 Unna

Tel.: 02303 25054-0

Fax 02303 25054-99

www.kh-hellweg.de

info@kh-hellweg.de

Kreishandwerksmeister:

Maurermeister

Johannes Mester

Bahnhofstr. 38

59510 Lippetal-Hovestadt

Hauptgeschäftsführer:

Werner Bastin

KH Dortmund

und Lünen

KH Hagen

KH Hamm

Verwaltungsstelle

Unna

Herne

Geschäftsstelle:

Hermann-Löns-Str. 46

44623 Herne

Tel.: 02323 9541-0

Fax 02323 18822

Lange Str. 22

44579 Castrop-Rauxel

Tel.: 02305 97129-7

Fax 02305 97129-9

www.kreishandwerkerschaftherne.deinfo@kreishandwerkerschaftherne.de

Kreishandwerksmeister:

Elektroinstallateurmeister

Friedrich Pflüger

Manteuffelstr. 4

44623 Herne

Geschäftsführer:

Dieter Mrowald

Hauptverwaltung

Soest

KH Hellweg

Kreishandwerkerschaften 21


22

www.hwk-do.de

Impressum

Verantwortlich für den Inhalt:

Klaus Yongden Tillmann

Hauptgeschäftsführer

Handwerkskammer Dortmund

Reinoldistr. 7–9

44135 Dortmund

Redaktion:

Jana C. Mielke / Anke Degeler

PR/Medien

Handwerkskammer Dortmund

Konzeption/Gestaltung:

Helex-Agentur, Dortmund

Druck:

Druckerei Domröse, Hagen

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