Bibliotheken - TIB

tib.hannover.de

Bibliotheken - TIB

Die TIB – Facetten und Fakten

Die weltweit größte Spezialbibliothek für

Technik und Naturwissenschaften


Inhalt

Unsere Mission 6

Intelligente Lösungen – Attraktive Leistungen

GetInfo 8

DOI 10

Probado 12

Chem.de 13

Netzwerke 14

Stärkung Standort Deutschland 16

Fachleute im Fachgebiet 18

Fünf Jahrzehnte Vorsprung, der Wissen schafft 20

Zukunft mit MehrWert 22

Die TIB vor Ort 24

Dialog 26

Impressum 27

3


Kompetenz und Service

Die TIB – 50 Jahre Vorsprung, der Wissen schafft

4


Der Zugang zu Information und Wissen ist ein Schlüsselfaktor

bei der Entwicklung unserer Gesellschaft. Der

technisch-wissenschaftliche Fortschritt hat dabei den

Transformationsprozess von der Industriegesellschaft zur

Wissensgesellschaft massiv forciert. Mit der Zunahme digitaler

Medien und dem Wandel von der Schul- und Hochschulausbildung

hin zum lebenslangen Lernen ergeben

sich Bedarfe für eine optimale Informationsinfrastruktur,

die Voraussetzung für exzellente Leistungen in Wissenschaft

und Wirtschaft und damit für die Zukunftsfähigkeit

unserer Gesellschaft ist. Bibliotheken spielen als Träger

dieser Infrastruktur eine maßgebliche Rolle.

Seit nunmehr 50 Jahren ist die Technische Informationsbibliothek

(TIB) in ihrer Funktion als Deutsche Zentrale

Fachbibliothek für Technik sowie Architektur, Chemie,

Informatik, Mathematik und Physik von ganz erheblicher

Bedeutung für die Literatur- und Informationsversorgung

von Forschung und Entwicklung in Deutschland. Die TIB

verfügt über einen herausragenden Bestand an grundlegender

und hochspezieller technisch-naturwissenschaftlicher

Fachliteratur; sie ist für ihre Fachgebiete die größte

Spezialbibliothek der Welt. Auf dieser Basis bietet die

Bibliothek in Verbindung mit ihrem hohen Innovationspotential

ein attraktives Dienstleistungsportfolio für Kunden

aus aller Welt.

Die vorliegende Broschüre möchte Ihnen ein Bild von dem

großen Leistungsspektrum der TIB vermitteln, welches –

getragen von der Kompetenz und Serviceorientierung der

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter – für die Kunden und

Nutzer ein Schlüssel zu Information und Wissen sein kann.

Uwe Rosemann

Direktor TIB

5


Unsere Mission – Information

Die Anforderungen, die an die TIB bei ihrer Gründung 1959

gestellt wurden, hat sie 50 Jahre später voll erfüllt – und

im Zuge der Entwicklung zur Digitalen Bibliothek weit

übertroffen.

Der Literaturbestand der TIB ist heute einmalig zu nennen

und festigt die Position als weltweit größte Bibliothek für

technisch-naturwissenschaftliche Literatur.

Zahlen & Fakten

• rund 7,8 Millionen Medieneinheiten

• 14,4 Millionen Patentschriften und

• 16.000 Zeitschriftenabonnements stehen zur

Verfügung

• 80% der Fachzeitschriften kommen aus dem Ausland

• 40% der Zeitschriftentitel sind deutschlandweit nur

bei der TIB erhältlich

• Zurzeit werden 650.000 Forschungsdatensätze nachgewiesen

– Tendenz steigend

• Rund ein Drittel der Literatur ist nicht über den Buchhandel

zu bekommen

TIB-Kunden bekommen ihre Literaturwünsche je nach

Bedarf innerhalb von 2 bis 17 Stunden direkt an den

Arbeitsplatz geliefert – oder rund 850.000 Zeitschriften-Artikel

sofort per Knopfdruck

• Ca. 1.500 Bestellungen gehen täglich bei der TIB ein

• Die Bestände verteilen sich auf über 46.000 qm und

belegen rund 125 laufende Regalkilometer

Service & Produkte

6

• Vollversorgung -> mit textuellen und nicht-textuellen

Medien und Materialien

• Full Service -> wir liefern nicht nur aus unseren

eigenen Fachgebieten, sondern erfüllen auch

fachferne Literaturwünsche

• Kundenspezifi sche Produktlösungen -> zugeschnitten

auf unterschiedliche Bedürfnisse

Unsere Informationsangebote helfen Branchen mit

hohem Forschungs- und Entwicklungsaufkommen,

Produktivität und Zuverlässigkeit zu steigern.

A B

C

D

E Z

AutomobilBauChemieDatenkommunikationEnergieFahrzeugteile

GasHybridInformationstechnologie

KunststoffLeichtMetallNanotechnologieÖlPharmaQualitätsmanagementRecyclingSteineTextilUmwelttechnikVerkehrWasserXenonZellstoff

– Industrie

Mit technologischer und fachlicher Kompetenz ermöglichen

wir unseren Kunden einen leichten und schnellen

Zugriff auf moderne Lösungen und Systeme und gewährleisten

somit eine sichere und rundherum komfortable

Volltextversorgung.

Die TIB ist Mitglied der


Projekte & Innovationen

Die TIB führt als Teil der nationalen Forschungsinfrastruktur

Projekte zum Nutzen von Wissenschaft und

Wirtschaft durch. Sie stärkt so ihre Kernkompetenzen,

optimiert ihre Leistungsfähigkeit und schafft innovative

Dienstleistungen. Vorreiter ist die TIB insbesondere in

den Bereichen Volltextversorgung und Informationsmanagement.

Die dafür notwendige und für die TIB sehr erfolgreiche

Einwerbung von Drittmitteln ist auch ein Gradmesser

für das Vertrauen der Finanzgeber in die Leistungsfähigkeit,

Umsetzungsstärke und Innovationskraft der

Bibliothek.

Insbesondere die Deutsche Forschungsgemeinschaft

(DFG) und das Bundesministerium für Bildung und Forschung

(BMBF) haben die TIB in den letzten fünf Jahrzehnten

mit über 30 Projektfi nanzierungen in Höhe von

mehreren Millionen Euro unterstützt.

Die TIB ist ein Partner, den Kunden in aller Welt schätzen:

Wir liefern in 65 Länder unsere Fach- und Forschungsinformationen

7


Intelligente Lösungen – Attraktive Leistungen

Mit GetInfo schafft die TIB eine neue Dimension der

Literaturrecherche von technisch-naturwissenschaftlichen

Fachinformationen und erreicht damit einen wichtigen

Meilenstein auf dem Weg zur Bibliothek 3.0. Das Portal

wird damit dem veränderten Kundenverhalten bei der

Recherche nach weltweitem Fachwissen aus Technik und

Naturwissenschaften gerecht.

GetInfo bündelt den Zugang zu führenden Fachdatenbanken,

Verlagsangeboten und Bibliothekskatalogen und

bietet damit einen weltweit einzigartigen Bestand an

technisch-naturwissenschaftlicher Fachinformation mit

integrierter Volltextversorgung.

8

Qualität für die Wissenschaft

• von Experten geprüfte und qualifi zierte

Fachinformationen

• weltweit einzigartiger Bestand mit herausragender

Aktualität

• fachübergreifende und -spezifi sche Suchfunktionen

• kostenfreie Recherche und Ergebnisliste

• Gewährleistung des Urheberrechts

Inhalte

• Bücher

• Elektronische Volltexte

• Fachdatenbanken

• Fachzeitschriften

• Hochschulschriften

• Internetquellen

• Konferenz- und Forschungsberichte

• Nicht-textuelle Medien

• Patente und Normen

• Spezialliteratur aus Osteuropa und Ostasien

• Zitierfähige Forschungsdaten

Wissenschaftsgebiete

• Architektur

• Chemie

• Informatik

• Mathematik

• Physik

• Technik

Neueste Suchmaschinentechnologie

• alles auf einen Blick: datenbankübergreifendes

Trefferranking

• präzise Suchergebnisse: navigierende Suche

dank Sortier- und Filterfunktionen

• Suchchronik: erleichtert das Nachvollziehen

von Suchprozessen

• Anbindung weiterführender Fachdatenbanken

(Externe Quellen)

Service

• schnelle Lieferung von Volltexten in gedruckter

oder elektronischer Form

• Full Service

• Bestellung ohne Recherche

• Bestellverfolgungssystem

• Automatische Berücksichtigung der Verlagslizenzen

• Suchtipps und Hilfe

• kompetenter Kundenservice per Telefon, Fax

und E-Mail

• Kunden-Seminare

GetInfo ist eine Kooperation der TIB sowie der Fachinformationszentren

FIZ Technik in Frankfurt, FIZ Karlsruhe und

FIZ CHEMIE Berlin.

gefördert von


GetInfo – Vorsprung, der Wissen schafft

www.getinfo.de

9


Intelligente Lösungen – Attraktive Leistungen

Die TIB ist die weltweit erste DOI-Registrierungsagentur

für Forschungsdaten.

Durch eine neue Kooperation nutzen nun auch die führenden

europäischen Forschungsbibliotheken und Informationszentren

diesen Service der TIB. Damit wird internationale

Expertise gebündelt, um den globalen Zugang zu

Forschungsdaten zu erleichtern.

Die Vergabe von DOI ist Grundlage für:

• Eindeutige Referenz- und Zitierfähigkeit

• Weltweiten dauerhaften Zugang

• Leichte Verifi kation und Wiederverwertbarkeit

Das internationale Netzwerk hat zum Ziel:

• Weltweit einheitliche Standards bei Forschungsdaten zu gewährleisten

• Die Akzeptanz von Forschungsdaten als eigene wissenschaftliche Objekte zu fördern

• Die Einhaltung der Regeln guter wissenschaftlicher Praxis zu sichern

In Deutschland erfolgt die DOI Vergabe der TIB in Kooperation mit den Goportis-Partnern ZB MED und ZBW.

10


Weitere Institutionen sind willkommen sich der Kooperation anzuschließen.

11


Intelligente Lösungen – Attraktive Leistungen

Ein Dienstleistungsangebot

für den Baubereich

PROBADO ermöglicht es, mit nicht-textuellen Medientypen

genauso selbstverständlich umzugehen wie heute

mit textuellen Fachinformationen. Gerade in Architektur

und Ingenieurwesen wird im Planungsprozess nach Inhalten

zur Lösung eines bestimmten Problems gesucht.

Mit der inhaltsbasierten Erschließung und der visuellen

Suche von PROBADO stehen Werkzeuge zur Verfügung,

welche die gezielte Suche nach 3D-Objekten ermöglichen.

Inhaltsbasierte Erschließung

• Erkennen unterschiedlicher Inhalte im Modell

• Automatisches Erstellen von Metadaten

• Automatische Klassifi zierung

Visuelle Suche

• Suchen durch intuitives Zeichnen mit 2D- und 3D-

Skizziertools

• Lieferung der Ergebnisse in Echtzeit

• Erweiterter Dienst im GetInfo-Portal der TIB

• Leichte Integration in bestehende Bibliotheks-Workfl

ows/von externen Datenbanken

• Dauerhafte Zugänglichkeit der Daten durch Vergabe

von Persistent Identifi ern (DOIs)

• Erweiterung auf andere Ingenieursdisziplinen und

weitere Dokumenttypen möglich

• Modularer Aufbau/Service Oriented Architecture

www.probado.de

12

PROBADO wird seit 2006 als Leistungszentrum für Forschungsinformation

von der Deutschen Forschungsgemeinschaft gefördert und ist ein

Kooperationsprojekt der Partner:

Technische Informationsbibliothek, Technische Universität Darmstadt,

Bayerische Staatsbibliothek und Universität Bonn


Informations- und

Wissensplattform Chemie

Chem.de bietet als das zentrale Chemieportal alle Funktionalitäten

hochwertiger Informationsbeschaffung für

Nutzer aus Wissenschaft und Forschung:

• Datenbankrecherche

• Literaturrecherche

• Forschungsführer Chemie

• Fachinformationsführer Chemie

• Fachspezifi sche Internetrecherche

• eCourses

• Fortbildungsangebote

• Messen & Tagungen

• Nachrichten und Jobbörse

Anreicherung von Dokumentkollektionen

mit chemischen Metadaten durch:

• Data Mining Techniken

• Chemical Entity Recognition

• Automatisierte Strukturdatengenerierung

• Einsatz von Taxonomien und Ontologien

• Analyse von Keyword-Relationen

(Semantic GrowBag Algorithmus)

Ermöglicht:

• Struktursuche in Textdokumenten

• Navigierendes Browsing in den Suchergebnissen

• Verbesserte Suchergebnisse durch

Query Expansion

• Filtern von Suchergebnissen nach chemischen

Metadaten

www.chem.de

Chem.de ist ein Gemeinschaftsprojekt mit ViFaChem und L3S Forschungszentrum

gefördert durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft. Chem.de ist ein

gemeinsames Angebot der drei für die Informationsversorgung der Chemie

in Deutschland verantwortlichen Institutionen:

Gesellschaft Deutscher Chemiker, FIZ CHEMIE Berlin,

Technische Informationsbibliothek

13


Netzwerke

Um den globalen Herausforderungen durch Technologieentwicklung

und Bedarfsänderungen der Informationsund

Wissensgesellschaft entgegenzutreten, sind Allianzen

von entscheidender Bedeutung. Die TIB verfügt über ein

weltweites Netzwerk von Partnerschaften und Kooperationen.

Der Leibniz-Bibliotheksverbund Forschungsinformation

ist eine im Herbst 2006 gestartete Kooperation der drei

Deutschen Zentralen Fachbibliotheken, zu denen neben

der TIB die Deutsche Zentralbibliothek für Medizin

(ZB MED) in Köln und Bonn sowie die Deutsche Zentralbibliothek

für Wirtschaftswissenschaften (ZBW) in Kiel

und Hamburg gehören.

14

Ziel ist es, Know-how und Kompetenzen der drei

Bibliotheken stärker zu bündeln.

Die Partner wollen zukünftig ihre jeweiligen Kernkompetenzen

verzahnen und weiterentwickeln, etwa in den

Bereichen gemeinsame Lizenzverhandlungen für die

nationale Literatur- und Informationsversorgung oder

Controlling, Personal-/Organisationsentwicklung und

Marketing. Außerdem sollen gemeinsame Strategien für

die Langzeitarchivierung digitaler und gedruckter

Medieneinheiten entwickelt und eine Infrastruktur

angeboten werden, die Forschungsdaten eigenständig

referenzierbar und nachnutzbar macht.

Unter dem Namen Goportis betreiben die Bibliotheken

ein gemeinsames Portal. Dieses informiert über die gemeinsamen

Aktivitäten und dient als Wegweiser zu den

vier Fachportalen

• EconBiz für den Bereich Wirtschaftswissenschaften

• GetInfo für Technik und Naturwissenschaften

• Greenpilot für Ernährung, Umwelt und Agrar

• Medpilot für die Medizin

Eine gemeinsame Volltextversorgung rundet das

Angebot ab.

www.goportis.de


Mitgliedschaften und kooperationen

Eingebunden in zahlreiche nationale und internationale Organisationen, Verbände und Gremien, gestaltet die TIB aktiv aktuelle und

zukünftige Entwicklungen in ihren relevanten Kompetenzfeldern mit.

Als Mitglied eingebunden ist die TIB in folgenden Netzwerken:

• Arbeitsgemeinschaft der Bibliotheken und Dokumentationsstellen

der Ost-, Ostmittel- und Südosteuropaforschung e.V.

(ABDOS)

• Arbeitsgemeinschaft der Spezialbibliotheken e.V. (ASpB)

• Arbeitsgemeinschaft Deutscher Patentinformationszentren

• ASLIB – The Association for Information Management

• Ausschuss Normenpraxis im Deutschen Institut für

Normung e.V. (DIN)

• Deutsche Initiative für Netzwerkinformation e.V. (DINI)

• Deutscher Bibliotheksverband e.V. (DBV)

• DigiZeitschriften – Das Deutsche Digitale Zeitschriftenarchiv

• European Association for Information Services (EUSIDIC)

• Forschungszentrum L3S

• Forum Zeitschriften – GeSIG e.V.

• Gemeinsamer Bibliotheksverbund (GBV)

• Gesprächskreis Gewerblicher Rechtsschutz

• Hannoversches Online-Bibliothekssystem (HOBSY)

• International Association of Technological University

Libraries (IATUL)

• International Council for Scientifi c and Technical

Information (ICSTI)

• International Federation of Library Associations and

Institutions (IFLA)

• International DOI Foundation (IDF)

• Leibniz-Gemeinschaft (WGL)

• Ligue des Bibliothèques Européennes de Recherche (LIBER)

• Patent information centres (PATLIB)

• Scholarly Publishing and Academic Resources Coalition

(SPARC-Europe)

• subito – Dokumente aus Bibliotheken e.V.

• vascoda e.V.

• Verband deutscher Archivarinnen und Archivare e.V. (VdA)

Kooperationen bestehen mit:

• Arbeitskreis Information der Deutschen Physikalischen Gesellschaft

• Bibliothek der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich

• Bibliothek für Naturwissenschaften der Russischen Akademie der

Wissenschaften, Moskau

• Bibliothek Technische Universität Delft

• Deutsche Wissenschaftliche Bibliothek am Goetheinstitut in Kairo

(Hier war die TIB am Aufbau beteiligt und betreut sie seit über 25 Jahren

im Rahmen einer Sondervereinbarung zur Literaturversorgung)

• Deutsche Zentralbibliothek für Medizin (ZB MED)

• Deutsche Zentralbibliothek für Wirtschaftswissenschaften – Leibniz-

Informationszentrum Wirtschaft (ZBW)

• Fachinformationszentrum Chemie

• Fachinformationszentrum Karlsruhe

• Fachinformationszentrum Technik

• Niedersächsische Staats- und Universitätsbibliothek Göttingen

• OCLC/Online Computer Library Center, Ohio, USA

• Staatliche Erdöl- und Erdgas-Universität Tjumen, Russland

• Staatliche Öffentliche Wissenschaftlich-Technische Bibliothek der

Sibirischen Abteilung der Akademie der Wissenschaften, Novosibirsk

• Staatliche Öffentliche Wissenschaftlich-Technische Bibliothek, Moskau

• Staatliche Wissenschaftlich-Technische Bibliothek, Kiew

• Danish Technical Information Center (DTIC)

• Universitäten und Forschungsinstituten in Perm, Moskau,

Sankt Petersburg

• National Science Library, Chinese Academy of Sciences, Peking

• ... und zahlreichen weiteren russischen, chinesischen und japanischen

Zentren für Wissenschaftlich-Technische Information

15


Stärkung Standort Deutschland

Mit einem einmaligen Literaturbestand und darauf

aufbauender Dienst-Leistungs-Fähigkeit unterstützt

die TIB Forschung und Entwicklung sowohl in der Wissenschaft

als auch in der Industrie. Gute und effi ziente

Literatur- und Informationsversorgung bilden die Basis

erfolgreicher Forschung, die Innovationen hervorbringt

und damit Wachstum und Arbeitsplätze schafft.

Der TIB vertrauen mehrere Tausend Kunden aus Forschung

und Wirtschaft, die täglich bis zu 1.500 Literaturbestellungen

tätigen. Rund zwei Drittel der DAX-notierten Unternehmen

decken ihren Literaturbedarf bei der TIB. Dabei

setzen sie auf Qualität, Verlässlichkeit und Nachhaltigkeit

der angebotenen Information – aber auch auf Betreuung

und Beratung hinsichtlich sich ändernder Informationsbedarfe

und wachsender Komplexität von Angeboten.

Somit ist die TIB ein unverzichtbarer Faktor für die Entwicklung

der deutschen Industrie und ihrer technologischen

Kompetenzfelder geworden.

Sie prägt den Wissenschaftsstandort entscheidend mit

und spielt eine Schlüsselrolle in der Erhaltung einer leistungsfähigen

Wissensgesellschaft.

16

„Deutschlands wichtigste Ressourcen sind

der Ideenreichtum und die Talente seiner

Menschen. Dieses Potenzial gilt es noch

besser auszuschöpfen. Denn die Liste der

Herausforderungen ist lang:

Fragen des Klimawandels und der Globalisierung

verlangen genauso nach zukunftsfähigen

Lösungen wie Migration und demografi

scher Wandel. Um diese Aufgaben zu

meistern, müssen wir Bildung, Wissenschaft,

Forschung und Innovation in unserem Land

stärken.“

(Aus dem Begleitwort der Bundesministerin für Bildung und

Forschung Dr. Annette Schavan im Bundesbericht

Forschung und Innovation 2008)


„Wir sind sehr stolz auf diese Auszeichnung und ich möchte sie allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern

der Bibliothek widmen, die ausgezeichnete Arbeit leisten und mit Engagement unsere Leistungsfähigkeit

täglich auf höchstem Niveau halten”

(Uwe Rosemann, Direktor der TIB, 8. Mai 2006 bei der Übergabe der Auszeichnung „Ausgewählter Ort 2006 im Land der Ideen“)

Aus der Laudatio:

„Die TIB ist ein Ort, der Wettbewerbsfähigkeit, nachhaltige Innovationskraft

und Leistungsfähigkeit des Standortes Deutschland unterstützt.“

17


Fachleute im Fachgebiet

Mitarbeiter bilden die wichtigste Basis einer erfolgreichen

Institution. Gut ausgebildet, fachlich hoch qualifi ziert und

motiviert, garantieren rund 200 Mitarbeiterinnen und

Mitarbeiter qualitative Bestleistungen im Sinne des Kunden.

Effi ziente und umfassende Beratung und Betreuung

wird groß geschrieben.

Neben engagierten Nachwuchskräften sind erfahrene

Mitarbeiter mit ihrem Spezialistenwissen von unschätzbarem

Wert für die Bibliothek und ihre Kunden.

Die ganzheitliche Personalentwicklung hat daher bei der

TIB einen hohen Stellenwert: Nicht ausschließlich fachliche

Weiterbildung der Beschäftigten steht im Vordergrund,

sondern auch auf die persönliche Entwicklung des

Einzelnen wird Wert gelegt.

Als attraktiver Arbeitgeber überzeugt die TIB durch ein

Spektrum an Leistungen, wie zum Beispiel fl exible Arbeitsund

Teilzeitmodelle oder Maßnahmen zur Vereinbarkeit

von Familie und Beruf.

18

Bereits zum zweiten Mal in Folge

wurde die Bibliothek als erste in

der Bundesrepublik mit dem

Total E-Quality-Prädikat für

familienfreundliche Personal-

und Organisationspolitik

ausgezeichnet.


Fünf Jahrzehnte Vorsprung, der Wissen schafft

Die TIB stellt sich erfolgreich ihrer Aufgabe als Zentrale

Fachbibliothek ihrer Fachgebiete – und dies seit 50 Jahren!

Zur Optimierung ihrer Kernkompetenz, der schnellen Beschaffung

und Lieferung aktueller Fach- und Forschungsinformationen,

hat sie komfortable Bestell- und Lieferprozesse

entwickelt und stetig verbessert – und sich stets auf

die Bedürfnisse und Wünsche der Kunden eingestellt.

Heute bieten wir mit dem Fachportal GetInfo sowie

weiteren maßgeschneiderten Kundenlösungen innovative

Angebote für die nationale und internationale Volltextversorgung.

Fünf Jahrzehnte

Vorsprung, der

Wissen schafft

20


Wichtige Meilensteine der letzten 50 Jahre

1959 • Die TIB wird am 15. Juni 1959 durch Erlass des Niedersächsischen

Ministeriums für Wissenschaft und Kultur

als unselbständige Anstalt des Landes Niedersachsen an

der Technischen Hochschule Hannover auf Initiative der

Deutschen Forschungsgemeinschaft errichtet.

• Die TIB wird die Zentrale Fachbibliothek der Bundesrepublik

für Technik sowie ihrer naturwissenschaftlichen

Grundlagenfächer.

• Wesentliche Merkmale des Bestandsaufbaus: Graue

Literatur und Regionalschwerpunkte Ostasien und

Osteuropa.

• Die TIB ist die erste Bibliothek mit einem Fernschreiber.

Bestellungen werden auch über Telefon entgegen

genommen.

1969 • Viele Firmen bestellen Literatur, die nicht in der TIB

vorhanden ist bzw. auch nicht zur Sammelaufgabe

gehört. Es wird gehofft, diese Bestellwünsche in Zukunft

über ein Verbundsystem der zentralen Fachbibliotheken

besser erfüllen zu können.

1977 • Die TIB ist mit 332.000 Bestellungen größter Dokumentlieferant

in Deutschland.

1982 • Eilbestellungen werden via Telekopierer (Telefax)

geliefert. Damit ist die TIB die erste Bibliothek der Welt,

die diese Technik auf ihre Verwendbarkeit in einer Bibliothek

erprobt und einsetzt.

1990 • TIBQUICK I - die Realisierung einer modellhaften

Beschleunigung der überregionalen Literaturversorgung

durch geeignete moderne Technologien beginnt.

Die TIB steuert auf eine „Bibliothek ohne Wände“ zu.

1993 • Start von TIBQUICK II zur Entwicklung eines digitalen

Hochleistungskopierers und -versandsystems zur

Automatisierung der Übermittlung von Bestellungen.

1996 • Start von TIBQUICK 2000: Stufenweiser Aufbau einer

elektronischen Informationsbibliothek.

1997 • subito läuft an mit der TIB als Pilotbibliothek.

1998 • Einführung des Full Service – ein spezielles Dienstleistungsangebot

für Industriekunden.

2000 • Onlinegang des integrierten Bestell- und Liefersystems

TIBORDER, das in Verbindung mit dem Dokumentlieferund

Abrechnungssystem (DOD-Station) die Möglichkeit

zur kompletten Verwaltung sämtlicher eingehender

Bestellungen bietet.

2004 • Die TIB Metasuche geht online.

2005 • Auf- und Ausbau der „Customized Solutions“ für

Industriekunden.

2006 • TIBscholar geht online und ermöglicht den Direktzugriff

auf elektronische Volltexte via pay-per-view.

Erste Datenbank der TIB, die auf Basis von Suchmaschinentechnologie

durchsucht wird.

2008 • Neues Urheberrecht tritt in Kraft. Die TIB verhandelt

umfangreiche Verlagslizenzen für elektronische

Lieferungen.

Vertragliche Regelungen erfordern DRM-Schutz bei

elektronischen Lieferungen.

2009 • GetInfo-Relaunch: Das Fachportal für Technik und Naturwissenschaften

– Umstellung auf Suchmaschinentechnologie.

21


Zukunft mit MehrWert

Als Zentrale Fachbibliothek für Technik sowie Architektur,

Chemie, Informatik, Mathematik und Physik tragen wir für

unsere Fachgebiete Verantwortung, das verzeichnete Wissen

zu erhalten und aktuelle Informationen für Forschung und

Entwicklung unabhängig von Ort und Zeit heute und in Zukunft

bereitzustellen.

Das wissenschaftspolitische Umfeld, in dem die TIB aktiv ist,

hat sich – bedingt durch die technologische Entwicklung – in

den letzten zwei Dekaden schneller und radikaler verändert

als in den letzten zwei Jahrhunderten.

Die TIB wird in der Zukunft in der Lage sein, als Ergebnis einer

wissenschaftlichen Recherche nicht nur textuelles Wissen

anzubieten, sondern beispielsweise auch korrelierte Forschungsdatensätze,

Filme, Bilder, Töne, Präsentationen oder

Programmlistings, die für den gesuchten wissenschaftlichen

Kontext relevant sind.

Eine wichtige Rolle der TIB liegt in der Unterstützung eines

Informationsfi lterungsprozesses, in dem große Informationsräume

strukturiert und dadurch für den Benutzer zugänglich

gemacht werden. Zu diesem Zweck bietet sie ein Informationsportal

an, welches sie in Kooperation mit Fachinformationszentren

und anderen Zentralen Fachbibliotheken betreibt.

Die TIB wird die national und international erfolgreichste

Spezialbibliothek für technisch-naturwissenschaftliche

Literatur- und Informationsversorgung werden.

22

Vision

Wie erreichen wir diese Vision ?

• Wir bauen unsere digitalen Sammlungen aus

• Wir vernetzen unsere Kunden schnell und

zielgerichtet mit dem erforderlichen Inhalt

• Wir unterstützen die Forschung mit innovativen

Dienstleistungen und integrierten Prozessen

• Wir bauen eine digitale Infrastruktur auf

• Wir archivieren gedruckte und digitale Medien

• Wir betreiben aktive Personal- und

Organisationsentwicklung

• Wir arbeiten effi zient und effektiv


Wir behalten im Wettbewerb

mit anderen Einrichtungen eine

führende Position als Informations-

versorger.

Wir tragen wesentlich zum

Auf- und Ausbau einer digitalen

Informationsversorgung in

Deutschland bei.

Die Förderung der TIB durch

öffentliche Mittel ist eine hervor-

ragende Investition, da ihre Dienste

Mehrwerte bei Forschung und

Entwicklung erzeugen.

Vision

23


Die TIB vor Ort

Die TIB wurde 1959 in Hannover gegründet, weil die Bibliothek

an der damaligen Technischen Hochschule über sehr

gute technisch-naturwissenschaftliche Bestände verfügte.

Die Angehörigen der heutigen Gottfried Wilhelm Leibniz

Universität Hannover (LUH) profi tieren von den einzigartigen

Beständen, den digitalen Dienstleistungen und

dem großen Entwicklungspotenzial der größten technischen

Spezialbibliothek der Welt, ohne dass sie erkennen

können, ob ein Buch oder der Zugriff auf eine digitale

Zeitschrift oder eine Datenbank von der TIB oder der Universitätsbibliothek

bereitgestellt wird: Die TIB/UB ist für

sie „ihre Bibliothek“.

Zukünftig wird ein Kooperationsvertrag zwischen LUH

und TIB die Literatur- und Informationsversorgung der

technisch-naturwissenschaftlichen Fächer der Universität

in die Verantwortung der TIB legen. Somit wird die TIB

auch in Zukunft ein Alleinstellungsmerkmal der Leibniz

Universität bleiben.

Das Welfenschloss bildet seit 1879 das Zentrum der

heutigen LUH. Zu den ursprünglichen Nutzungsplänen als

Hauptsitz des Königreichs Hannover kam es aufgrund der

Annexion durch Preußen im Jahre 1866 nicht mehr.

Unweit des Welfenschlosses steht in markanter Architektur

der 1960er Jahre das Hauptgebäude der TIB und der

Universitätsbibliothek Hannover, welches 1965 erbaut

wurde.

Das Marstallgebäude wurde im Zuge des Schlossbaus

Mitte der 1860er Jahre für Pferde und Kutschen des

hannoverschen Königs errichtet und diente nach der

Annexion zunächst als Pferdestall für die preußische Armee.

Im heute denkmalgeschützten Marstallgebäude ist

unter anderem der Patentlesesaal untergebracht, welcher

nach der Restaurierung weitgehend in seinen ursprünglichen

Zustand einer Gewölbehalle versetzt wurde.

Die Bibliothek ist für alle Interessierten 80 Stunden in der

Woche geöffnet.

24


Dialog

Wir machen unsere Sache gut. Gern auch mit Ihnen.

Möchten Sie uns näher kennen lernen? Auf unseren

Seminaren haben Sie Gelegenheit dazu. Wir machen Sie

vertraut mit unseren Produkten und geben Tipps und

Tricks für effi zientes Recherchieren und Bestellen – das

spart Zeit und andere Ressourcen.

Aktuelle Termine fi nden Sie auf der Homepage unter

www.tib-hannover.de

www.tib-hannover.de

26


Impressum

Herausgeber:

Technische Informationsbibliothek (TIB)

Direktor

Welfengarten 1 B, 30167 Hannover

Telefon: +49(0)511 - 762 25 31

Telefax: +49(0)511 - 762 26 86

marketing@tib.uni-hannover.de

Kundenservice

Telefon: +49(0)511 - 762 89 89

Telefax: +49(0)511 - 762 89 98

kundenservice@tib.uni-hannover.de

www.tib-hannover.de

© TIB 2009

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