lebens WEGE - WE.GE 42

lebenswege.online.at

lebens WEGE - WE.GE 42

Das Informationsjournal von WE.G.E. 42 / Ausgabe 02

lebens

WEGE

Gesundheits- und Sozialregion

WELS, WELS-LAND, GRIESKIRCHEN,

EFERDING

e-Care

Ein Schritt in Richtung

integrierte Versorgung

Die Pflege und

das liebe Geld

Alles über Pflegegeld und Co.

Mobile Dienste

Professionelle Hilfe und

umfassende Angebote

Zugestellt durch post.at

WEGEweiser

als Beilage zum

Herausnehmen


02 lebens

WEGE

aktuell


Rätselfüchse gewinnen

“Info und Sozialstelle“ lautete des Rätsels Lösung

vom letzten “lebensWEGE“-Magazin.

05 Neu: Mobiler Hausbetreuer

Der technische Dienst für Zuhause

06 e-Care

Ein innovatives Projekt stellt sich vor

14 Im Gespräch

Bundesminister Rudolf Hundstorfer

16 Mobile Dienste

Die guten Engel

22 Im Gespräch

WKO Präsident Dr. Christoph Leitl

24 Alten- und Pflegeheime

Das gesamte Angebot der Region

Zu gewinnen gab es zehn prall gefüllte

Rucksäcke des Oberösterreichischen

Verkehrsverbundes

(OÖVV), die Mag. Manuela

Zeizinger (Klinikum Wels - Grieskirchen)

und Mag. Martina Steininger

(OÖVV – im Bild) präsentieren.

UnterHundertenvonZusendungen

wurden 10 Gewinner gezogen:

Marianne Fuchs Wels, Magdalena

Anna Wels, Manuela Brandstätter

Wallern, Michaela Balasch Wels,

Ingeborg Eschlböck Schleißheim,

Nicole Wollanek Stadl-Paura, Karl

Anzengruber Lambach, Waltraud

Heuböck Waizenkirchen, Barbara

Huemer Michaelnbach, Helmut

Ogris Holzhausen. ß

WEGE

aktuell

33 Brücke

Vom Krankenhaus zum Alltag zuhause

34 Servicepakete

der OÖGKK

36 Beim Hausarzt des Vertrauens

Ärztekammer

38 Professionelle Betreuung

zu Hause

40 Palliativversorgung

Integrierte Konzepte

44 Service

In Ihrer Region

NEU

INFOTEAM

K L I N I K U M

infoteam@klinikum-wegr.at

Um auf die Informationsbedürfnisse

von Patienten, Angehörigen, niedergelassenen

Ärzten, Pflegeheimen,

Reha-Einrichtungen und Mobilen

Diensten noch besser reagieren zu

können, gibt es seit kurzem das IN-

FOTEAM KLINIKUM.

Es besteht aus Vertretern unterschiedlicher

Berufsgruppen, die

bei unklaren Fragenstellungen mit

Rat und Tat zur Seite stehen und

von Montag bis Donnerstag in der

Zeit von 8.00 bis 16.00 Uhr und

Freitags von 8.00 bis 12.00 Uhr erreichbar

sind.

INFOTEAM KLINIKUM

DGKS Hannelore Peham

( 07242 415 4242

Palliative Care

DGKS Roswitha Porinski

( 07242 415 4210

Mobiler Hausbetreuer

( 07242 415 4200

Impressum: Medieninhaber und Herausgeber: PKA Private Krankenanstalt Wels BetriebsgmbH, Salzburgerstraße 65, 4600 Wels; Redaktionsteam: Mag. Manuela

Zeizinger (Klinikum Wels - Grieskirchen, Koordinator in Öffentlichkeitsarbeit WE.G.E. 42), Maximilian Aichinger, MSc Dipl. KH-Bw. (VKD) (Klinikum Wels - Grieskirchen,

Koordinator ARGE und Projekte WE.G.E. 42), Tanja Szakács, Mag. Paul Zehetner (beide Magistrat Stadt Wels), Mag. Harald Schmadlbauer (OÖ Gebietskrankenkasse

Forum Gesundheit, Referat für Öffentlichkeitsarbeit und Kommunikation), Stefanie Jetschgo (Sozialhilferverband Eferding), Robert Parzer (Sozialhilfeverband Grieskirchen),

Karina Huber (Sozialhilfeverband Wels-Land), Mag. Susanne Sametinger, Mag. Isabella Ömer (beide Ärztekammer für Oberösterreich), Ulrike Wazek (wazek &

partner Linz); Layout: wazek & partner Linz, Druck: NÖ. Presshaus; Bildnachweis: istock, shutterstock, Klinikum Wels - Grieskirchen, Stadt Wels, BH Wels-Land, BH

Grieskirchen, BH Eferding, OÖ. Gebietskrankenkasse Forum Gesundheit, Ärztekammer für Oberösterreich, OÖ. Landesregierung, Exit Sozial; Offenlegung nach dem

§ 25 Mediengesetz: Informationen über die Gesundheits- und Sozialregion Wels, Wels-Land, Grieskirchen und Eferding (WE.G.E. 42); P.b.b. Erscheinungsort Wels,

Verlagspostamt 4600 Wels; Kontakt: redaktion@lebenswege-online.at (Mag. Manuela Zeizinger)

WEGE 03


04 lebens

WEGE

aktuell

Pilotprojekt Versorgungsregion 42 Wels –

Bessere Behandlungsqualität durch e-Medikation

Medikamente einfacher, kostengünstiger

und vor allem für Patienten

sicherer verschreiben – das

soll durch die so genannte e-Medikation

erreicht werden, die ab

2012 österreichweit startet.

Grundlage ist die Speicherung jener

Daten von Medikamenten, die

der Patient bereits einnimmt. Auf

diese Daten haben dann Ärzte und

Apotheker Zugriff, sodass Doppelverschreibungen

von Wirkstoffen

bzw. die Verschreibung von

einander ausschließenden Wirk-

stoffen („Wechselwirkung bei

Multimedikation“) einfach und

rasch vermieden werden kann.

Dies hat für die Patientinnen

und Patienten viele Vorteile,

etwa auch jenen der Information

über bereits bekannte Medikamente-Unverträglichkeiten.

Auch

das Gesundheitswesen profitiert

durch die Einsparung von Arzneimittel-

und Behandlungskosten.

Zugleich fördert es die Vernetzung

von Ärzten und Apothekern. Die

Teilnahme an der e-Medikation

ist für Patienten, Ärzte und Apotheker

freiwillig. In Kürze soll das

Projekt in drei Modellregionen erprobt

werden. Versorgungsregion

42 Wels / Grießkirchen / Eferding

(WE.G.E 42). ß

Nahtstellenmanagement WE.G.E. 42

die Institutionen in den Bezirken rücken zusammen!

Die „zündende Idee“ für WE.G.E. 42 entstand in den Jahren 2008

und 2009. Das „Baby“ heißt „Nahtstellenmanagement“ und gedeiht

prächtig.

Damals begründeten das Land Oberösterreich und

die OÖ. Gebietskrankenkasse eine Initiative zur Vernetzung

des Gesundheits- mit dem Sozialbereich.

Maßgebliche Institutionen aus der Versorgungsregion

Wels-Grieskirchen-Eferding (WE.G.E. 42) waren

zum Pilotprojekt eingeladen, Vorschläge zur Verbesserung

der Zusammenarbeit und zur Nutzung von

Synergieeffekten zu erarbeiten.

Dieses Projekt brachte ein Näherrücken der Gesundheits-

und Sozialversorgung zu den Bürgerinnen und

Bürgern dieser Bezirke. Damit ist WE.G.E. 42 Wegbereiter

und Innovator für ganz Oberösterreich.

Ein Beispiel gelebter sozialer Verantwortung im Bereich

der WE.G.E. 42 ist das Bezirkskoordinationsteam

Grieskirchen, das seit mehr als einem Jahr aktiv

ist. Die konstruktive Zusammenarbeit von Ärzten,

Pflegedienstleitungen der Heime, Bezirkshauptmannschaft

Grieskirchen, pro mente OÖ., Vertretern der

Apotheker und der Krankenkasse und anderen mehr

hat bereits zu vielen brauchbaren, mitunter außergewöhnlichen,

dafür umso hilfreicheren Lösungen im

Sinne der Bevölkerung geführt.

Wegweisend ist vor allem die Bündelung der bestehenden

Hilfsangebote. ß


i

I N F O T E A M

K L I N I K U M

Mobiler Hausbetreuer

( 07242 415 4200

Mobiler Hausbetreuer

Technischer Dienst für daheim

Die Hecke gehört geschnitten? Die Glühbirne ist zu wech-

seln? Hier braucht es rasch Hilfe! Warum die technische Un-

terstützung eines mobilen Hausbetreuers bei den kleinen Din-

gen in den eigenen vier Wänden manchmal goldeswert ist,

sagt Baumeister Ing. Anton Süss, Geschäftsführer der Firma

OMS: „Problem erkannt – Problem gelöst!“

Ältere Menschen möchten meist

im vertrauten Wohnbereich bleiben.

– Mit welchen Problemen

haben sie da zu kämpfen?

Nicht jeder ist handwerklich begabt

bzw. kann auf Grund des Alters,

einer Krankheit oder Behinderung

einfache Reparaturen durchführen.

Wer kennt nicht das Problem: Das

Regal gehört aufgehängt, der Keller

ist zu entrümpeln, die Glühbirne

zu wechseln, das Schloss

klemmt, der Lichtschalter funktioniert

nicht. Gerade bei älteren und

kranken Mitmenschen die in den

eigenen vier Wänden bleiben wollen,

ist technische Hilfe für kleine

Verrichtungen notwendig, um

sorgenfrei leben zu können. Wir

haben erkannt, dass die Menschen

dort Unterstützung brauchen, wo

sie wohnen.

Und die Firma OMS bietet hier

eine passende Lösung?

Bei uns können die Menschen auf

technische Hilfe aus kompetenter

Hand vertrauen. Mit unserem

Dienst „Der mobile Hausbetreu-

er“ sind wir für kleinere technische

Belange der passende Ansprechpartner

für die rasche Behebung.

Wir stellen ein mobiles Angebot

zur Verfügung, auf welches im

Fall der Fälle einfach und rasch

zurückgegriffen werden kann. Unser

Motto lautet: Problem erkannt

– Problem gelöst.

Warum sind Sie hier der perfekte

Ansprechpartner?

Mit unserem Wissen und unserer

Erfahrung können wir in der

OMS Objekt Management Service

GmbH, als Unternehmen der

Kreuzschwestern, einfach, kompetent

und professionell die Lösung

für diesen Bedarf anbieten.

Und mit dieser technischen Unterstützung

des mobilen Hausbetreuers

haben die älteren Mitmenschen

im eigenen Heim eine

Sorge weniger?

Genau, das ist unsere Herausforderung.

Mit geringer Unterstützung

können die Menschen länger im

vertrauten eigenen Wohnbereich

WEGE

aktuell

BM Ing. Anton Süss

Geschäftsführer der Firma OMS

bleiben. Es liegt doch oft nur an

kleinen Dingen, die für diese Menschen

zu unüberwindbaren Hindernissen

werden.

Auf welche Angebote kann hier

zurückgegriffen werden?

Unser Angebot ist individuell auf

die technischen Bedürfnisse zugeschnitten,

etwa einfache Unterstützung

im eigenen Wohnbereich

in Form der mobilen Hausbetreuerdienste,

aber auch die Abwicklung

von Versicherungsschäden bis

hin zur Organisation von Handwerkern.

Und wie kann man diese Hilfe

anfordern?

Ein Anruf unter 07242/415 4200

genügt, alles Weitere erledigen wir.

Sie können uns auch per Mail unter

office@oms.co.at erreichen. ß

WEGE 05


06 lebens

e-care

WEGE

PROJEKT

e-CARE

Ein Schritt in Richtung integrierte

Versorgung

GASTAUTOREN: MAG. (FH) MARGIT MAyR, BARBARA FRANZ, MSC

Menschen mit Pflege- und Betreuungsbedarf stellen individuelle Anforderungen an unser Ge-

sundheitssystem. Vor allem Alterspatienten weisen oft ein mehrdimensionales Krankheitsbild

auf. Dies verlangt nach einer guten Vernetzung und Kommunikation zwischen allen an der

Betreuung beteiligten Berufsgruppen und Betreuungseinrichtungen. Doch wie kann dies in

einer so komplexen und ausdifferenzierten Versorgungslandschaft gelingen? Dieser Frage

wurde im Rahmen des Forschungsprojekts e-Care – Patientenorientierte Pflegeinformationen

im Zentralraum Wels nachgegangen.

WE.G.E. 42


Wenn sich Lebensumstände

rasant verändern

Im Alter kann sich der Übergang von einem selbstbestimmten

Leben zu einer von Unterstützungsbedarf

gekennzeichneten Phase oft rasch vollziehen.

Plötzlich ist man krank und pflegebedürftig und

benötigt die Unterstützung professioneller Dienste.

Ältere Menschen sind die für Gesundheits- und Sozialdienstanbieter

am stärksten wachsende Kundengruppe.

Auf Grund von mehrfacher und chronischer

Erkrankungen haben sie aber sehr vielfältige und individuelle

Anforderungen.

Immer wieder kommt es auch zu einem Wechsel zwischen

den verschiedenen Versorgungsbereichen wie

mobile Hilfe und Betreuung, Krankenhaus und Pflegeheim.

Gerade an diesen Übergängen ist eine gute

Kommunikation des aktuellen Pflegebedarfs Voraussetzung,

um den älteren Menschen optimal übernehmen

und nahtlos weiterversorgen zu können.

Warum eine gute Information

zum aktuellen Pflegebedarf so

wichtig ist

Der Wechsel von der Betreuung zuhause in ein Krankenhaus

geschieht oft akut. Nur in den wenigsten

Fällen ist dann die betreuende mobile Pflegekraft in

den Ablauf eingebunden, da sie in der Regel nur zu

bestimmten Zeiten vor Ort ist und nicht 24 Stunden

am Tag. In diesem Fall weiß der mobile Dienst nichts

vom Krankenhausaufenthalt seines Klienten und lei-

E-CARE PARTNER:

e-care

WEGE

tet auch keine pflegerelevanten Informationen weiter.

Für die übernehmende Krankenhausstation wäre es

wichtig, bereits bestehenden Pflegebedarf des Patienten

und seine Betreuungseinrichtung zu kennen.

Bei Vorliegen dieser Informationen kann die akute

Situation besser eingeschätzt werden. Beispielsweise

bei der Aufnahme von Patienten mit starker Desorientierung:

Hier ist es hilfreich zu wissen, ob es sich

bei diesem Zustand um eine akute Verwirrung handelt

oder ob der Patient bereits seit längerem unter

dieser Einschränkung leidet.

Im Laufe eines Krankenhausaufenthaltes können sich

Veränderungen beim Pflegebedarf ergeben. Für die

nachbetreuende Einrichtung ist es dann wichtig zu

erfahren, wie der aktuelle Stand und die Einschätzungen

des Krankenhauses dazu sind. Eine Information,

die in der Regel mit dem Pflegebegleitschreiben

weitergegeben wird. Dieses kommt aber nur dann an

die richtige Stelle, wenn auch bekannt ist, dass bereits

ein Betreuungsverhältnis vorliegt und wer für die Betreuung

im Anschluss an den Krankenhausaufenthalt

zuständig ist.

WEGE 07


08 lebens

e-care

WEGE

Wels – Eine Modellregion für

die vernetzte Pflege von

morgen

Mit dem Projekt e-Care setzt Wels nun neue Maßstäbe,

was den Austausch von pflegerelevanten Informationen

über Organisationsgrenzen hinweg betrifft. In

einem zwei Jahre dauernden Forschungsprojekt ist es

gelungen, die papierlose Weitergabe von Pflegeinformationen

über moderne Informationstechnologien

zu gewährleisten. Dabei stand das Prinzip „Kerninformation

statt Datenflut“ im Vordergrund.

Ziel von e-Care ist es, die richtige Menge und Qualität

an Pflegewissen zum richtigen Zeitpunkt am richtigen

Ort zur Verfügung zu stellen. Beim Austausch

relevanter Informationen zwischen den verschiedenen

Versorgungsbereichen kam es an den Schnittstellen

bislang immer wieder zu Informationsverlusten. Das

in Papierform erstellte Dokument ging vor allem

bei akuten Einweisungen häufig unterwegs verloren,

da der Patient unter Umständen viele Abteilungen

durchläuft, bevor er auf die Station kommt.

Durch e-Care können nun die notwendigen Pflegedaten

von den dazu berechtigten Pflegepersonen jederzeit

elektronisch abgerufen werden. Damit wird

PBS* PBS* PBS*

Pflege Rettung, Taxi Administration

APH bzw. MD

TRANSPORT

KH Aufnahmeschalter

Triage

Pflegekräfte: Roswitha Cosseé und Gerti Huber

verwenden bereits e-Care

die Region Wels Vorreiter für ganz Österreich im Bereich

einer integrierten Versorgung pflegebedürftiger

Menschen. Das e-Care-System ist seit Mai 2010 im

Probebetrieb. Ab November 2010 stellt das Klinikum

Wels - Grieskirchen den betreuenden Einrichtungen

in der Stadt Wels dieses System kostenlos zur Verfügung.

Eine schrittweise Ausdehnung auf die gesamte

Region ist geplant.

Ultraschall

PBS* PBS* PBS*

Labor

CT

PBS*

administrative

Schwester Facharzt

etc.

AMBULANZ

Abbildung 1: Schnittstellen bei der Weiterleitung von Pflegeinformationen

*Pflegebegleitschreiben

PBS*

Pflege

KH Station


Wenn Pflegekräfte, Forscher

und IT-Experten zusammenarbeiten

e-Care zeichnet sich insbesondere durch die intensive

Einbindung der Pflege in die technische Entwicklung

aus. In einem mehrmonatigen Abstimmungsprozess

mit Pflegekräften aus verschiedenen Versorgungsbereichen

wurde zunächst jenes Set an Kerninformationen

definiert, das die Struktur für das elektronische

Pflegebegleitschreiben vorgibt.

Während des gesamten Entwicklungsprozesses brachten

sich Pflegekräfte mit Anmerkungen und Verbesserungsvorschlägen

ein, was sich bei der Weiterentwicklung

der e-Care-Anwendungen als sehr wertvoll

erwies. Einen wesentlichen Grundstein für e-Care

im Zentralraum Wels stellten aber die Vorarbeiten

im Pilotprojekt zu e-Care dar, das sich durch eine

hervorragende Zusammenarbeit mit dem Klinikum

Wels - Grieskirchen und dem Alten- und Pflegeheim

Marienheim der Franziskanerinnen von Vöcklabruck

in Gallspach auszeichnete.

Synergien durch Kooperation

am Beispiel e-Care

e-Care dient dem flächendeckenden Austausch von

Pflegeinformationen zwischen Krankenhaus, Pflegeheimen

und sozialen Diensten. Ein Vorhaben wie

dieses kann nur dann gelingen, wenn sich alle relevanten

Systempartner kooperativ einbringen. Sämtliche

Anbieter von Pflege und Betreuung in der Stadt

Wels konnten für e-Care gewonnen werden: das Klinikum

Wels - Grieskirchen, die Alten- und Pflegeheime

und Mobile Seniorenbetreuung der Stadt Wels, das

Alten- und Pflegeheim Bruderliebe der Kreuzschwestern

GmbH, ebenso die Mobile Hilfe und Betreuung

des Evangelischen Diakoniewerks Gallneukirchen, die

Gesundheits- und Sozialdienste des OÖ Hilfswerks,

die Mobile Hilfe und Betreuung und Hauskrankenpflege

des OÖ Roten Kreuz sowie die Mobile Hilfe

und Betreuung Volkshilfe Wels-Kirchdorf. Das nötige

technische Know-how brachten die in Wels ansässige

WEGE

e-care

IT-Firma x-tentionInformationstechnologie

GmbH, sowie

Wissenschaftler

der FH Hagenberg

ein. Sozialwissenschaftlich

wurde das Projekt

durch die

FH Linz begleitet.

Die demografischeEntwicklung

macht

deutlich, dass in

naher Zukunft

Veränderungen

auf unsere Gesellschaftzukommenwerden.

Der Pflegebedarf und die damit einhergehenden

Kosten werden steigen. Vor diesem Hintergrund ist

es sinnvoll, wenn Gesundheits- und Sozialdienstleister

ihre Leistungen noch viel stärker vernetzen. Eine

wichtige Grundlage dafür ist der rasche und zielgerichtete

Austausch pflegerelevanter Informationen. Im

Projekt e-Care haben die beteiligten Einrichtungen

bewiesen, dass es trotz unterschiedlicher Handlungsrahmen

und Organisationskulturen möglich ist, sich

zu vernetzen und gemeinsam einen Schritt in Richtung

integrierter Versorgung zu setzen. ß

Mag. (FH) Margit Mayr

margit.mayr@fh-linz.at

Fakultät für Gesundheit und

Soziales Linz

Barbara Franz, MSc

barbara.franz@fh-hagenberg.at

Fakultät für Informatik,

Kommunikation und Medien

WEGE 09


10 lebens

e-care

WEGE

IM GESPRÄCH

Prof. Dr. Markus Lehner

Fakultät für Gesundheit und Soziales der

FH Oberösterreich

Herr Professor Lehner, Sie sind an der Fakultät für

Gesundheit und Soziales der Fachhochschule Oberösterreich

tätig und waren Projektleiter für e-Care.

Wie ist eigentlich diese Idee entstanden?

An der FH Oberösterreich gibt es seit 2006 einen

Forschungsschwerpunkt „Leben im Alter“, in dem

auf interdisziplinärer Ebene an Lösungen für die Zukunftsfrage

der Sicherung einer hohen Lebensqualität

im Alter gearbeitet wird. Eine gezielte Zusammenarbeit

von Sozial- und Wirtschaftswissenschaften und

Technik bringt die Chance, innovative Lösungen zu

entwickeln, die maßgeschneidert für die Bedürfnisse

älterer Menschen sind, dabei aber auch die wirtschaftliche

Machbarkeit im Blick haben.

Welche Erfahrungen stehen konkret hinter dem

Projekt e-Care?

Wir sind von der Beobachtung ausgegangen, dass

ältere Menschen häufig zwischen der Betreuung zu

Hause oder der stationären Pflege im Heim und dem

Krankenhaus wechseln, und dass dabei immer wieder

über Probleme berichtet wird. Welche Probleme

dies genau sind, haben wir in zwei Grundlagenstudien

2006 bis 2008 detailliert erhoben. Als zentrales

Problem hat sich dabei die mangelhafte gegenseitige

Information der Pflegekräfte herausgestellt. Bei der

Suche nach einer Lösung war schnell klar, dass wir

weg vom Papier hin zu einer Lösung mit modernen

Informationstechnologien kommen müssen.

Was sind eigentlich die Voraussetzungen für die

Durchführung eines solchen Projekts?

Kompetente Projektpartner und die finanziellen Mittel

für qualifizierte ForschungsmitarbeiterInnen. Wir

hatten das Glück, mit der IT-Firma x-tention, dem

Klinikum Wels - Grieskirchen und der Stadt Wels engagierte

und verlässliche Partner zu finden, die auch

in das Projekt investiert haben. Der Großteil der

notwendigen finanziellen Mittel kam über einen Forschungsantrag

an die Österreichische Forschungsförderungsgesellschaft

(FFG). Ein Pilotprojekt konnte

mithilfe von Forschungsmitteln des Gesundheitscluster

OÖ finanziert werden.

Gab es Bedenken in Richtung Datenschutz, wenn

hier persönliche Gesundheitsinformationen elektronisch

ausgetauscht werden?

Selbstverständlich! Das Thema Datenschutz hat uns

das ganze Projekt über intensiv begleitet. Wir haben

e-Care im Einklang mit der bestehenden Rechtslage

technisch so entwickelt, dass niemand Bedenken

haben muss, dass seine Daten in die falschen Hände

kommen. Zudem bestimmen die älteren Menschen

selbst, ob sie an e-Care teilnehmen möchten oder

nicht.

Wird es e-Care in der gesamten Versorgungsregion

42 geben?

Das Forschungsprojekt war auf die Stadt Wels beschränkt.

Indem wir uns aber an die österreichweit

gültigen Standards der Elektronischen Gesundheitsakte

ELGA und an international akzeptierten Standards

orientiert haben, kann e-Care problemlos auch

darüber hinaus eingesetzt werden. ß


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12 lebens

e-care

WEGE

Echt cool bleiben

e-Care im Praxistest

im Marienheim Gallspach

Alarm! Ein Bewohner ist im Altenheim gestürzt, es besteht

Verdacht auf Oberschenkelhalsbruch. Die Rettung wird gerufen.

Wohnbereichsleiterin Gerti Huber bleibt cool – dank des

neuen e-Care: „Ich kann nun beim Patienten bleiben und ihn

betreuen, bis ihn die Rettung abtransportiert. Das Pflegebegleitschreiben

verfasse ich erst im Anschluss.“

Früher, bevor das revolutionäre

e-Care-System eingeführt wurde,

musste das Pflegebegleitschreiben

zeitgerecht zum Abtransport des

Patienten fertig sein, weil das Rettungsteam

den Brief mitnehmen

musste. Betreuen und schreiben

gleichzeitig – das war häufig hektisch.

Doch diese Zeiten sind seit Herbst

2008 vorbei: Seit damals wird e-

Care im Alten- und Pflegeheim

Marienheim in Gallspach mit

großem Erfolg eingesetzt.

Gerti Huber: „Ein weiterer großer

Vorteil ist, dass der Begleitbrief

nun nicht mehr verloren gehen

kann, wird er doch elektronisch

übermittelt.“

Wie sieht es da mit dem Datenschutz

aus? Huber: „Der ist mindestens

so gewährleistet wie mit

einem Brief, sogar besser, weil ein

elektronisches Schreiben nicht liegen

bleiben kann und der Zugang,

wer aller Einsicht hat, genau geregelt

ist.“

Und Einsicht

haben nur die

Pflegemitarbeiterinnen

im

Heim und im

Krankenhaus

sowie die Mitarbeiterinnen

in der Aufnahmekanzlei

und

der Unfallambulanz.

Noch

in diesem

Herbst wird

das System

weiter verfeinert:

Da kommt

auch der so genannteKurzarztbrief

mit

hinein.

Damit können die Pflegemitarbeiterinnen

noch vor der Entlassung

aus dem Krankenhaus mit dem

zuständigen Hausarzt Kontakt

aufnehmen und alles Notwendige

für die Zeit nach dem stationären

GRIESKIRCHEN

Aufenthalt organisieren und koordinieren.

Diplomkrankenschwester Huber

abschließend:„Ichwürdeauf e-Care

keinesfalls mehr verzichten!“ß


Das „WE.G.E. 42 Portal“

Motor für die integrierte Versorgung der Region

Das e-Health-Portal der Versorgungsregion

42 stellt die Basis für

die Gesundheitsversorgung der

Zukunft dar. Es unterstützt die

Zusammenarbeit zwischen niedergelassenen

und klinischen Ärzten,

zwischen Gesundheitsdiensteanbietern

und dem Bürger. Es erlaubt

eine gemeinsame und sichere

Sicht auf Gesundheitsdaten, egal

wo sich der Service-Erbringer befindet

und zu welcher Organisation

er gehört.

Das Klinikum Wels - Grieskirchen

möchte mit dem neuen webbasierten

Informations- und Kommunikationsportal

die umliegenden

Gesundheitsdiensteanbieter verstärkt

in seine Prozesse und seinen

Informationsfluss einbinden.

Ärztebefundportal

Im „WEGE 42“ Ärztebefundportal

werden medizinische Daten,

Befunde und Behandlungsergebnisse

der stationär versorgten Patienten

in elektronischer Form dem

betreuenden Arzt zur Verfügung

gestellt. Über dieses Portal können

beispielsweise Kurzarztbriefe, Verlegungsberichte,

Arztbriefe, Pflegebegleitschreiben,

Labor- und Radiologiebefunde

abgerufen werden.

Sicherheit und Datenschutz haben

dabei oberste Priorität. Der Patient

entscheidet bei der Aufnahme in

das Krankenhaus selbst, welchem

Arzt Behandlungsinformationen

übermittelt werden dürfen und

gibt dies bekannt. Diese Information

gilt nur für den jeweiligen

Krankenhausaufenthalt. Bei einem

neuen Aufenthalt entscheidet der

Patient erneut über die Zugriffsrechte.

Pflegeportal

Ältere Menschen mit Betreuungs-

und Pflegebedarf sind darauf an-

e-care

WEGE

Maximilian Aichinger, MSc

e-Care Projektkoordinator des Klinikum

Wels - Grieskirchen

gewiesen, dass die aktuellen Daten

über ihren Gesundheitszustand und

den Pflegebedarf den betreuenden

Fachkräften zur Verfügung stehen,

da sonst Verzögerungen, im Extremfall

sogar Probleme in der Pflege

auftreten können. Es ist für ältere

Menschen höchst belastend, wenn

an jeder Schnittstelle zu anderen

Bereichen des Sozial- und Gesundheitssystems

ihre Daten wieder neu

aufgenommen werden müssen.

Das WE.G.E. 42 Pflegeportal gibt

älteren Menschen mit Pflegebedarf

die Gewissheit, dass alle Pflegekräfte

im System bereits bei der

Kontaktaufnahme ihren aktuellen

Pflegebedarf detailliert kennen.

Ebenso wie im Ärztebefundportal

hat der Datenschutz in diesem

System höchste Priorität, der Bewohner

einer Altenpflegeeinrichtung

oder der Klient eines mobilen

Dienstes entscheidet immer selbst

über die Teilnahme am System und

kann seine Zustimmung auch jederzeit

widerrufen. ß

WEGE 13


14 lebens

WEGE

im gespräch

„Das Pflegevorsorgesystem

nachhaltig absichern!“

„Im Sinne von Solidarität gleich-

berechtigte Teilnahme am

sozialen Leben sichern – das

gilt insbesondere für pflegebe-

dürftige Menschen und deren

betreuende Angehörige.“

IM GESPRÄCH

Bundesminister Rudolf Hundstorfer

Seit 2. Dezember 2008 ist Rudolf Hundstorfer Bundesminis-

ter für Soziales und Konsumentenschutz der Republik Öster-

reich, seit 1. Februar 2009 auch Minister für Arbeit. Rudolf

Hundstorfer ist verheiratet und hat drei Kinder. Im lebens-

WEGE-Interview nimmt der frühere führende Gewerkschafter

Stellung zur Zukunft der Pflege.


Welchen Stellenwert hat die Pflege

in der Sozialpolitik?

Die Betreuung pflegebedürftiger

Menschen ist ein zentrales Thema

für die Zukunft unseres österreichischen

Sozialsystems.

Derzeit beziehen mehr als 400.000

Frauen und Männer – das sind

immerhin rund 5% der österreichischen

Bevölkerung – ein Pflegegeld

nach dem Bundes- oder

einem Landespflegegeldgesetz.

Im Sinne von Solidarität und Gerechtigkeit

muss jeder und jedem

von uns die Sicherheit gegeben

werden, möglichst gleichberechtigt

am sozialen Leben teilnehmen

zu können. Dies gilt nicht zuletzt

insbesondere für pflegebedürftige

Menschen und deren betreuende

Angehörige.

Was ist charakteristisch am österreichischen

System der Pflege?

Im Jahr 1993 wurde eine umfassende

Reform der Pflegevorsorge

durchgeführt. Ziel des neuen Konzeptes

war es, bundeseinheitliche

Geldleistungen zu sichern und die

erforderlichen Dienstleistungen

durch den Ausbau der Pflegestrukturen

zur Verfügung zu stellen.

Bund und Länder gewähren nach

gleichen Grundsätzen ein Pflegegeld

und die Länder verpflichteten

sich darüber hinaus zu einem flächendeckenden

und dezentralen

Ausbau der ambulanten, teilstationären

und stationären Dienste.

Anders als in anderen europäischen

Staaten wird das Pflegegeld in Österreich

ausschließlich aus Budgetmitteln

finanziert.

Wo sehen Sie die Herausforderungen?

In den letzten Jahren haben wir vor

allem Maßnahmen zur Entlastung

der pflegenden Angehörigen gesetzt;

rund 80% aller pflegebedürftigen

Menschen werden von ihren

Angehörigen in der häuslichen

Umgebung gepflegt. Darüber hinaus

wurde das Pflegegeld im Vorjahr

kräftig erhöht und die Einstufung

schwerst behinderter Kinder

und dementer Menschen durch

die Einführung des Erschwerniszuschlages

wesentlich verbessert.

Die größte Herausforderung der

Zukunft wird vor dem Hintergrund

der demografischen Entwicklung

aus meiner Sicht sein, ein

finanzierbares, für die Betroffenen

leistbares, qualitätsgesichertes und

bedarfsgerechtes Sachleistungssystem

zu gewährleisten.

Sie sagten zu Beginn, diese sind

Ländersache?

Nach der Vereinbarung gem. Art.

15a B-VG über gemeinsame Maßnahmen

des Bundes und der Länder

für pflegebedürftige Personen

haben sich die Vertragsparteien

verpflichtet, im Rahmen der ihnen

verfassungsrechtlich zugeordneten

Kompetenzbereiche ein

umfassendes Pflegeleistungssystem

an Geld- und Sachleistungen zu

schaffen. Nach der verfassungsrechtlichen

Kompetenzlage und

Art. 3 ff der genannten Art. 15a-

Vereinbarung fallen die sozialen

Dienste in den Kompetenzbereich

der Länder.

Im Regierungsprogramm vom November

2008 ist in diesem Kontext

WEGE

im gespräch

vorgesehen, dass der Bund – nach

Maßgabe der vorhandenen Budgetmittel

– den weiteren Ausbau

der sozialen Dienste für ältere,

pflege- und betreuungsbedürftige

Menschen und Personen mit

Behinderung unterstützt. Dies

betrifft vor allem mobile Dienste

am Wochenende, teilstationäre

Dienste, Kurzzeitpflege im Heim,

Care- und Casemanagement und

alternative Wohnformen.

Als Voraussetzung dafür wurde

durch das Bundesministerium für

Arbeit, Soziales und Konsumentenschutz

die Schaffung einheitlicher

Qualitätsstandards sowie

Transparenz und Vergleichbarkeit

der angebotenen Leistungen festgelegt.

Bei der LandessozialreferentInnenkonferenz

am 10. Juni

2010 wurde der Konsens erzielt,

auf Grundlage der diesbezüglichen

Erhebungen weitere Gespräche

über den Ausbau der sozialen

Dienste mit den Ländern und dem

Bundesministerium für Finanzen

zu führen. Mit diesen Gesprächen

wird nun im Herbst begonnen.

Wo sehen Sie die Pflege 2020?

Hauptziel muss es sein, das bewährte

Pflegevorsorgesystem bestmöglich

und nachhaltig abzusichern

sowie weiterhin auszubauen.

Pflegebedürftige Menschen sollen

die Betreuung erhalten, die sie

brauchen, und sie sollen wählen

können, wie sie erbracht wird.

Dies kann entweder zu Hause

ausschließlich durch Familienangehörige

oder mit professioneller

Hilfe sein oder in modernen, lebenswerten

Heimen. ß

WEGE 15


16 lebens

WEGE

mobil

Mobile Dienste

DIE GUTEN

ENGEL

WE.G.E. 42

Maria H. ist 84. Sie lebt alleine in ihrer Zwei-Zimmer-Wohnung in Wels. Zu-

nehmend fallen ihr das Aufstehen und Anziehen schwer. Auch die Körper-

pflege, das Einkaufen und Kochen. Ihre Kinder und Enkel sind berufstätig

oder wohnen zu weit weg, um die an sich rüstige alte Dame regelmäßig in

ihren täglichen Verrichtungen unterstützen zu können.

WEITERE INFOS IM INTERNET:

www.roteskreuz.at

www.volkshilfe-ooe.at

www.caritas-linz.at

www.diakoniwerk.at

www.ooe.hilfswerk.at

www.vereindaheim.at

www.samariterbund.at


Gut, dass es dafür die mobilen Dienste gibt. „Meine

guten Engel“, nennt Maria H. jene Heimhelferinnen,

Altenbetreuerinnen bzw. Diplomkrankenschwestern,

die ihr täglich zur Hand gehen:

Umfassendes Angebot

„Mit ihrer Hilfe kann ich in meiner Wohnung bleiben

und mein gewohntes Leben weiterführen.“

Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Altenbetreuung

der Stadt Wels, der Caritas, des Diakoniewerks,

von Hilfswerk und Miteinander GmbH., von

Rotem Kreuz und Samariterbund, vom Sozialmedizinischen

Betreuungsring „Daheim“ bis hin zu jenen

der Volkshilfe – sie alle leisten hervorragende Arbeit!

Eine Arbeit, die mit zunehmender Alterung der Men-

Foto: Diakonie

9 Organisationen bieten in den

4 Bezirken mobile Dienste an

WEGE

mobil

schen für die Gesellschaft immer bedeutender wird.

Das Angebot dieser Organisationen – ausführlich

dargestellt im handlichen WEGEweiser in Heftmitte

zum Herausnehmen – ist umfassend und meist die

einzige Möglichkeit für die älteren Menschen, tatsächlich

in ihrem gewohnten Umfeld bleiben zu können:

Das Angebot reicht von der Hauskrankenpflege,

Altenbetreuung und Heimhilfe über Haus-, Haushalts-

und Mahlzeitendienste („Essen auf Rädern“)

bis zu Rufhilfe und Besuchsdiensten.

Professionelle Hilfe

Die Notwendigkeit, auf professionelle Hilfe zurückgreifen

zu müssen, kann sich oft überraschend schnell

einstellen: ein kleiner Unfall, das Ableben des Partners,

Foto: Caritas

WEGE 17

Foto: Rotes Kreuz

Foto: Volkshilfe


18 lebens

WEGE

mobil

ROTES KREUZ:

„Nach einem Erstbesuch durch

eine diplomierte Gesundheits- und

Krankenschwester wird die Pflege

exakt nach Bedarf geplant.“

Gabriele Gauges, Bezirkspflegedienstleistung

Wels-Stadt, Wels-Land

CARITAS:

„Unser Pflege- und Betreuungsverständnis beruht auf einem

christlichen Menschenbild, dessen Grundlage die Achtung

der Würde jedes einzelnen Menschen ist. Im Mittelpunkt

steht in einem ganzheitlichen Verständnis der alte Mensch

mit seiner Lebensgeschichte und seinen individuellen Bedürfnissen.“

Josefine Mair, Geschäftsführerin

VOLKSHILFE:

„Nur wer sich wohl fühlt in der

Arbeit, ist in der Lage, freundlich

zu sein und ein offenes Ohr für die

Wünsche und Sorgen der

Menschen zu haben.“

Mag. Fred Edlinger, Geschäftsführer

der sich um vieles gekümmert hat, oder durch zunehmendes

Alter eine verringerte Leistungsfähigkeit. Da

ist es von unschätzbarem Wert, wenn rasch und unbürokratisch

„gute Engel“ zur Verfügung stehen, die Unterstützung

quasi in allen Lebenslagen anbieten – vom

Antrag auf Pflegegeld, alltägliche Erledigungen oder

Begleitung zum Arzt und vieles andere mehr.

Der Bedarf wird gemeinsam erhoben: In einem Erstgespräch

zwischen Klient und einer Diplom-Kran-

HILFSWERK:

„Um unseren Kundinnen und

Kunden ein Mehr an Sicherheit und

Komfort zu gewährleisten, bieten

wir eine Reihe von Zusatzservices

wie Notruftelefon usw. an.“

Mag. Dr. Viktoria Tischler, Geschäftsführerin

DIAKONIEWERK:

„Wir müssen in der Gesellschaft

mehr Akzeptanz für die Menschen

mit demenziellen Erkrankungen

schaffen und aufzeigen, dass diese

Menschen einen besonderen Bedarf in der

alltäglichen Begleitung haben,

der über ‚reine‘ Pflege hinausgeht.“

Manfred Schmidhuber,

Leitung Haus für Senioren Wels

kenschwester einer der angeführten Organisationen

wird festgehalten, welche Art und welcher Umfang

an Unterstützung notwendig sind.

Altern in Würde

Diese kann generell von der Heimhilfe einmal wöchentlich

bis zur 24-Stunden-Betreuung reichen.

Die Kosten für die mobilen Dienste sind nach dem

Einkommen der Betroffenen gestaffelt, das Pflege-


SAMARITERBUND:

„Menschen mit besonderen Bedürfnissen

bekommen mit den Transporten

des Samariterbundes eine

wesentliche Unterstützung für ihre

Lebensführung! Wir helfen den Alltag zu erleichtern.“

Präsident des Samariterbundes OÖ,

Dir. Mag. Günther Erhartmaier

MOBILE ALTENHILFE

DER STADT WELS:

„Hinschauen und helfen – wir bieten

Unterstützung und Entlastung bei

der Pflege und Betreuung zu Hause.“

Elfriede Watzinger,

Einsatzleitung Mobile Altenhilfe der Stadt Wels

SOZIALMEDIZINISCHER

BETREUUNGSRING

„DAHEIM“:

„Unser Ziel ist die Bewahrung hoher

Lebensqualität und sozialer Kontakte

pflegebedürftiger Mitbürgerinnen und Mitbürger

im eigenen Zuhause.“

Mag. Ulrike Pjeta, Geschäftsführerin

geld ist in vielen Fällen eine wichtige finanzielle Stütze

(siehe auch „Das liebe Geld“, Seiten 20/21 dieser

Ausgabe).

Ziel ist in allen Fällen, den älteren Menschen ein

würdiges Leben so lange es geht in den eigenen vier

Wänden zu ermöglichen. Menschen wie Maria H.:

„Ich bin meinen Betreuerinnen so dankbar! Sie sind

so freundlich und verlässlich. Und zum Reden habe

ich auch immer wen!“ß

WEGE

mobil

MAHLZEIT-Dienste:

„MAHLZEIT serviert hochwertige,

gesunde Menüs (auch in

verschiedenen Kostformen)

bei optimalem Service zu Ihnen

nach Hause – und das in ganz OÖ.“

Bernhard Knoll, Geschäftsführer

MITEINANDER GMBH:

„Das Recht aller Menschen auf ein

selbstbestimmtes Leben verstehen

wir als Grundlage unserer Arbeit.

Unser Leitsatz lautet: Jeder Mensch

ist gleichwertig, aber nicht gleichartig.“

Karlheinz Reichert, Regionalleiter Miteinander GmbH

GESUNDHEIT

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WEGE 19


20 lebens

pflege WEGE

DIE PFLEGE

UND DAS LIEBE GELD

WE.G.E. 42

Mehr als durchschnittlich 11.000 Menschen brauchen in der Ver-

sorgungsregion 42 um Wels, Eferding und Grieskirchen ständig

Pflege. Österreichweit sind es sogar 419.000 Menschen. Die-

se Zahlen belegen: Pflegebedürftigkeit ist kein individuelles Pro-

blem für einige wenige, sondern trifft viele in der Gesellschaft.

Das Pflegegeld soll die benötigte Hilfe leistbar machen.

Das Bundespflegegesetz brachte seit 1993

eine völlige Neuordnung der Pflegevorsorge

in Österreich. Wer Pflege braucht, soll sich

diese möglichst nach seinen Bedürfnissen

selbst organisieren können. Dazu trägt das

Pflegegeld bei.

Das Pflegegeld stellt eine zweckgebundene

Leistung zur teilweisen Abdeckung der pflegebedingten

Mehraufwendungen und daher keine

Einkommenserhöhung dar. Da die tatsächlichen

Kosten für die Pflege das gebührende

Pflegegeld in den meisten

Fällen übersteigen, kann das

Pflegegeld nur als pauschalierter

Beitrag zu den Kosten

der erforderlichen

Pflege verstanden werden.

Es ermöglicht den

pflegebedürftigen Menschen

eine gewisse Unabhängigkeit

und einen

(längeren) Verbleib in der gewohnten

Umgebung (zu Hause).


Voraussetzungen für das Pflegegeld

Pflegegeld kann bezogen werden,

wenn folgende Voraussetzungen

gegeben sind:

• Ständiger Betreuungs- und Hilfsbedarf

wegen einer körperlichen,

geistigen oder psychischen Behinderung

bzw. einer Sinnesbehinderung,

die voraussichtlich

mindestens sechs Monate andauern

wird

• Ständiger Pflegebedarf von zumindest

mehr als 50 Stunden im

Monat

• Gewöhnlicher Aufenthalt in

Österreich, wobei auch die Gewährung

von Pflegegeld im

EWR-Raum unter bestimmten

Voraussetzungen möglich ist.

Die Höhe des Pflegegeldes wird –

je nach Ausmaß des erforderlichen

Pflegebedarfs und unabhängig von

7 STUFEN PFLEGEGELD

der Ursache der Pflegebedürftigkeit

in sieben Stufen festgelegt

(siehe Kasten).

Pflegebedarf

Pflegebedarf im Sinne der Pflegegeldgesetze

liegt dann vor, wenn

sowohl bei Betreuungsmaßnahmen

als auch bei Hilfsverrichtungen

Unterstützung nötig ist.

Betreuungsmaßnahmen sind all

jene, die den persönlichen Bereich

betreffen: Kochen, Essen, Medikamenteneinnahme,

An- und Auskleiden,

Körperpflege, Verrichtung

der Notdurft oder Fortbewegung

innerhalb der Wohnung.

Hilfsverrichtungen sind solche,

die den sachlichen Lebensbereich,

etwa Einkaufen, betreffen.

Mehr zum Thema im Internet unter

http://www.help.gv.at ß

Das monatliche Pflegegeld wird je nach monatlich notwendigen

Pflegestunden in einer von insgesamt 7 Stufen festgelegt.

Seit 1. Jänner 2009 gelten folgende Einstufungen:

Stufe 1: über 50 Stunden - € 154,20

Stufe 2: über 75 Stunden - € 284,30

Stufe 3: über 120 Stunden - € 442,90

Stufe 4: über 160 Stunden - € 664,30

Stufe 5: über 180 Stunden und ein außergewöhnlicher Pflege

aufwand - € 902,30

Stufe 6: über 180 Stunden und zeitlich unkoordinierbare Be-

treuungsmaßnahmen oder dauernde Anwesenheit

einer Pflegeperson wegen Eigen- oder Fremdgefährdung

- € 1.242,00

Stufe 7: über 180 Stunden und keine zielgerichteten

Bewegungen möglich - € 1.655,80

pflege WEGE

Stefanie Jetschgo

Sozialberatungsstelle

des Sozialhilfeverbandes Eferding

Pflegegeldtipps

Wie komme ich zu Pflegegeld?

Pflegegeld müssen Sie beantragen.

Bei der zuständigen Pensionsversicherungsanstalt

oder

beim Land Oberösterreich.

Die Sozialberatungsstellen informieren

und unterstützen Sie

bei der Antragstellung.

Was ist, wenn mein Antrag abgelehnt

wird oder die Einstufung

zu niedrig ist?

Dann haben Sie das Recht, dagegen

beim zuständigen Arbeitsund

Sozialgericht zu klagen.

Wer hilft mir, wenn ich als

pflegender Angehöriger krank

werde oder einmal auf Urlaub

fahren möchte?

Für Ersatzpflege können Sie einen

Antrag auf Zuschuss beim

Bundessozialamt stellen.

Was ist noch zu beachten?

Bei einem Krankenhausaufenthalt

ruht der Pflegegeldbezug.

ß

WEGE 21


22 lebens

WEGE

im gespräch

“Im Zentrum steht für

mich der Mensch.

Pflege und Betreuung

müssen Individualität und

Lebensqualität erhalten.“

IM GESPRÄCH

Dr. Christoph Leitl

Präsident der Wirtschaftskammer

Österreich

Der Präsident der Wirtschaftskammer

Österreich Dr. Christoph Leitl sieht die

Ausgestaltung der Pflege und Betreuung

als eine der zentralen Herausforderungen

der kommenden Jahrzehnte an. Im Inter-

view zeigt er Wege auf, wie der Spagat

zwischen demographischem Wandel

und langfristiger Finanzierung der Sozial-

systeme funktionieren kann.


Die Zahl der Pflegebedürftigen

wird sich bis 2030 verdoppeln.

Wie sehen Lösungen im Bereich

der Pflege und Betreuung in den

kommenden Jahren aus?

Die Gesellschaft muss sich vom irrigen

Denken, dass „älter werden“

auch automatisch mit „hilfsbedürftig

werden“ einhergeht, befreien.

Im Jahre 1800 wäre meine Generation

der 60-Jährigen eine Gruppe

Methusalems, heute stehen wir

Menschen in diesem Alter mitten

im Leben.

Studien belegen, dass wir – dank

der hervorragenden Errungenschaften

der Medizin – nicht nur

älter, sondern auch selbstständiger

und produktiver werden. Es muss

unser aller Ziel sein, im Alter gesund

zu sein.

Das kann langfristig mit mehr Prävention,

Gesundheitsförderung

und Rehabilitation erreicht werden.

Dies funktioniert aber nur,

wenn jeder Mensch aktiv zur Gesundheit

beiträgt. Die betreuungsund

pflegefreie Lebensphase kann

verlängert oder Hilfsbedürftigkeit

überhaupt verhindert werden.

Die Kosten für die Pflege werden

in den kommenden Jahren explodieren:

Zuletzt hat eine Expertengruppe

die Pflegekosten von derzeit

circa vier Milliarden Euro mit

8,5 Milliarden Euro im Jahr 2030

geschätzt. Tragen wir nicht ein

gewaltiges Problem vor uns her?

Die von der öffentlichen Hand

aufgewendeten Mittel sind, soviel

steht fest, erheblich. Alleine mit

den Pflegegeldern werden mehr als

420.000 Personen mit über zwei

Milliarden Euro vom Bund und

den Ländern unterstützt. Doch

in Wahrheit herrscht völlige Intransparenz

bei den Kosten. Der

Leistungsdschungel ist selbst für

Experten extrem undurchsichtig.

Nachdem man nicht einmal die

Gesamtaufwendungen für Geldund

Sachleistungen ohne weiteres

feststellen kann, sind Prognosen

schwer zu treffen.

Ein künftiger Mittelbedarf ist

letztlich mit einem großen Fragezeichen

zu versehen. Es gibt aber

auch die Möglichkeit, Kosten umzuschichten.

So könnten wir etwa

Spitalsbetten in Pflegebetten umwandeln.

Das spart sogar Kosten

im Gesundheitssystem.

Wo sollte man Ihrer Meinung

nach ansetzen?

Im Zentrum steht für mich der

Mensch. Pflege und Betreuung sollen

Individualität und Lebensqualität

erhalten. Dazu gehört auch,

dass die beschränkten finanziellen

Mittel gut eingesetzt werden. Meiner

Meinung nach sollte man unter

anderem die Treffsicherheit des

Pflegegeldes überprüfen:

In den hohen Pflegegeldstufen

sechs und sieben decken die Geldleistungen

nicht annähernd die

tatsächlichen Kosten ab. In den

niedrigen Stufen eins und zwei

ist hingegen ein erheblicher Spielraum

gegeben. Hier sollte nachgedacht

werden, ob eine Mittelumschichtung

zwischen den Stufen

sinnvoll wäre.

WEGE

im gespräch

Wie sehen Sie die Idee des Pflegefonds,

der immer wieder als Finanzierungsquelle

genannt wird?

Hier wird der zweite vor dem ersten

Schritt gesetzt. Zuerst sollte

man feststellen, welche Leistungen

und Kosten es gibt. Erst in einem

zweiten Schritt stellt sich die Frage

nach der Finanzierung. Oberstes

Gebot ist dabei die Transparenz.

Erst wenn die Kosten feststehen,

kann man über die Mittel reden.

Wie sehen mögliche Zukunftsmodelle

der Pflege aus?

Mir ist wichtig, dass den Wünschen

der Pflegebedürftigen entsprochen

wird. Hier zeigen Umfragen ganz

klar, dass der überwiegende Teil

zu Hause betreut werden möchte.

Derzeit passiert erfreulicherweise

80 Prozent der Pflege in der Familie.

Wo dies nicht möglich ist,

gibt es selbstständige Pflegerinnen.

Über 20.000 Betreuerinnen vor

allem aus Mittel- und Osteuropa

helfen mit, dass Menschen zu

Hause gepflegt werden können.

Diese Initiative der Wirtschaftskammer

hat sich als voller Erfolg

erwiesen. Für Angehörige wurde

in den vergangenen Jahren deshalb

ein dichtes Unterstützungsnetz gesponnen.

Gleichzeitig muss jedoch

das duale Denken „Zuhause“ oder

„Heim“ erweitert werden. Wir

müssen kreativer werden und neue,

innovative Betreuungsformen entwickeln.

In Holland gibt es interessante

Modelle eines generationenübergreifenden

Wohnens, die ich

mir auch für Österreich vorstellen

kann. ß

WEGE 23


24 lebens

WEGE

altenbetreuung

Alten- und Pflegeheime

der Region WE.G.E. 42

Bunte Vielfalt – so lässt sich das Angebot der insgesamt 20 Alten- und

Pflegeheime in der Versorgungsregion, die überwiegend von den So-

zialhilfeverbänden betrieben werden, beschreiben. Diese 20 Häuser

ermöglichen ein Altern in Würde und guter Betreuung und geben den

älteren Menschen, aber auch deren Angehörigen, Sicherheit und Ge-

borgenheit.

HAUS NEUSTADT

Flurgasse 40

4600 Wels

Träger: Stadt Wels

*Tel.: 07242 417 4000

Tagespflege und Kurzzeitpflege

HAUS LEOPOLD SPITZER

LINZERSTRASSE

Linzerstraße 65

4600 Wels

Träger: Stadt Wels

*Tel.: 07242 417 1000

Kurzzeitpflege

HAUS LEOPOLD SPITZER

MAGAZINSTRASSE

Magazinstraße 5

4600 Wels

*Tel.: 07242 417 2000

HAUS VOGELWEIDE-

LAAHEN

Oberfeldstraße 52

4600 Wels

Träger: Stadt Wels

*Tel.: 07242 417 5000

Kurzzeitpflege

ALTENHEIM

BRUDERLIEBE

Herrengasse 12, 4600 Wels

Träger: Alten- u. Pflegeheim

Kreuzschwestern GmbH

*Tel.: 07242 462 54

HAUS FüR SENIOREN

Dr. Schauerstraße 5

4600 Wels

Träger: Diakoniewerk

*Tel.: 07242 461 63

Tagesbetreuung Demenz

Stadt Wels

Wels-Land

Grieskirchen

Eferding

* Heimplätze werden durch die

Sozialberatungsstellen vergeben.

ALTEN- UND PFLEGEHEIM

EBERSTALZELL

Sonnleiten 2

4653 Eberstalzell

Träger: Gemeinde Eberstallzell

*Tel.: 07241 5554

Kurzzeitpflege

SENIORENWOHN- UND

PFLEGEHEIM GUNSKIRCHEN

Welser Straße 7

4623 Gunskirchen

Träger: Gemeinde Gunskirchen

*Tel.: 07246 8994

Kurzzeitpflege


BEZIRKSALTENHEIM

LAMBACH

Karl-Köttl-Straße 1

4650 Lambach

Träger: SHV Wels-Land

*Tel.: 07245 245 750

Kurzzeitpflege

BEZIRKSWOHNHEIM

MARCHTRENK

Augartenstraße 2

4614 Marchtrenk

Träger: SHV Wels-Land

*Tel.: 07243 522 84

Kurzzeitpflege

BEZIRKSALTEN- UND

PFLEGEHEIM THAHEIM B. WELS

Ascheterstraße 38

4600 Thalheim bei Wels

Träger: SHV Wels-Land

*Tel.: 07242 360 80

Kurzzeitpflege

SOZIALZENTRUM

KLOSTER NAZARETH

Am Bräuberg 1

4651 Stadl Paura

Träger: St. Anna Hilfe

*Tel.: 07245 289 75

Kurzzeitpflege

MARIENHEIM GALLSPACH

Schützenweg 6

4713 Gallspach

Träger: Alten- u. Pflegeheim

der Franziskanerinnen

*Tel.: 07248 684 03

Tagespflege und Kurzzeitpflege

BEZIRKSALTEN- UND

PFLEGEHEIM STEFANEUM

Marktstraße 23

4742 Pram

Träger: SHV Grieskirchen

*Tel.: 07736 6237

Kurzzeitpflege

WEGE

altenbetreuung

ALTEN- UND

PFLEGEHEIM WAIZENKIRCHEN

Klosterstraße 11

4730 Waizenkirchen

Träger: Gemeinde Waizenkirchen

*Tel.: 07277 2224

Kurzzeitpflege

BEZIRKSALTEN- UND

PFLEGEHEIM GAPOLTSHOFEN

Klosterstraße 12

4673 Gaspoltshofen

Träger: SHV Grieskirchen

*Tel.: 07735 6561

Tagespflege und Kurzzeitpflege

BEZIRKSALTEN- UND

PFLEGEHEIM GRIESKIRCHEN

Wagnleitnerstraße 36

4710 Grieskirchen

Träger: SHV Grieskirchen

*Tel.: 0724 862 742

Tagespflege und Kurzzeitpflege

BEZIRKSALTENHEIM

PEUERBACH

Georg v. Peuerbachstraße 21

4722 Peuerbach

Träger: SHV Grieskirchen

*Tel.: 07276 3111

Tagespflege und Kurzzeitpflege

BEZIRKSALTEN- UND

PFLEGEHEIM EFERDING

Brauhausstraße 7,

4070 Eferding

Träger: SHV Eferding

*Tel.: 07272 759820

Kurzzeitpflege

BEZIRKSSENIORENHEIM

LEUMüHLE

Leumühle 1

4070 Eferding

Träger: SHV Eferding

*Tel.: 07272 23670

Kurzzeitpflege

WEGE 25


26 lebens

WEGE

altenbetreuung

Lebensträume kennen kein Alter

Haus Vogelweide-Laahen in Wels

Es war eine dramatische Zeit für Marianne und Herbert Höfner: Beide

stürzten innerhalb von nur zwei Wochen schwer und zogen sich mehrfache

Knochenbrüche zu. Seitdem sind sie pflegebedürftig. Im Altenund

Pflegeheim „Haus Vogelweide-Laahen“ haben die beiden heute

71-Jährigen ihr kleines „Paradies im Alter“ gefunden.

35 Jahre lang war der gelernte Bäcker, Konditor und

Koch Höfner in der Justizanstalt beschäftigt, davon

die letzten 26 als Küchenchef. Dann kam der Genuss

der wohlerworbenen Pension – bis zu den folgenschweren

Stürzen von Herbert und Marianne. „Wir

können keinen Haushalt mehr selber führen“, wurden

sich die beiden bewusst. Und zogen 2009 in das

Alten- und Pflegeheim der Stadt Wels in der Magazinstraße.

Ein knappes Jahr später war das wegweisende

Gebäude Vogelweide-Laahen fertig. Die Familie

Höfner übersiedelte sogleich.

Alltag nach eigenen Wünschen

„Die Zimmer hier sind wunderschön! Wir haben unsere

eigene Wohnzimmerecke eingerichtet und ein eigenes

Fernsehgerät“, schwärmt der heute 71-Jährige:

„Auch Betreuung und Verpflegung sind fantastisch!“

Eine Einschätzung, die nicht nur Mitbewohnerinnen

und Mitbewohner teilen, sondern auch Hausleiterin

Ing. Regina Lint: „Das Haus Vogelweide-Laahen ist

für mich etwas ganz Besonderes, weil es für die Bewohnerinnen

und Bewohner die Möglichkeit, sich

den Alltag nach eigenen Wünschen zu gestalten, in

weit größerem Ausmaß bietet, als es bisher in der

konventionellen Altenpflege der Fall war.

Für die im Haus Beschäftigten bietet sich die Chance,

durch das individuelle Eingehen auf die Bedürfnisse

WELS

unserer Bewohnerinnen und Bewohner eine höhere

Identifikation mit dem Arbeitsplatz und somit größere

Arbeitszufriedenheit zu erlangen. Etwas, das für

viele Menschen heute als sehr hoher Wert betrachtet

wird. Diese Chance gilt es nun zu nutzen.“

16,7 Mio. Euro investierten die „Energiehauptstadt“

Wels und das Land Oberösterreich in das zukunftsweisende

Passivhaus nach Plänen der Architekten

Benesch\\Stögmüller. 128 Senioren leben in dem

viergeschossigen Gebäude in insgesamt acht Gemeinschaften

zu je 15 bzw. 17 Personen, sie haben aber

Einzelzimmer. Es gibt ansprechend gestaltete Ge-


Fotos: Stadt Wels

meinschaftsräume, in denen stets Gesellschaft und

Abwechslung herrschen, dazu Balkone, einen Park

zum Spazierengehen und eine große Küche. Die Senioren

können sogar mithelfen, Frühstück und Abendessen

zuzubereiten. Zu Mittag wird im Haus in der

Neustadt gekocht. „Dieses mit Leben gefüllte Modell

der Hausgemeinschaften zeigt sehr deutlich, dass stationäre

Pflege und das Gefühl des ,sich Zuhause fühlens‘

kein Widerspruch sind“, betont Stadträtin Silvia

Huber, MBA.

Leben in Gemeinschaft

„Im Vordergrund stehen ganz offensichtlich das Zusammenleben

in kleinen, überschaubaren Gruppen

und die weitestgehende Erhaltung des gewohnten

Tagesablaufes. Ziel ist eine möglichst hohe Unterstützung

und Förderung der noch vorhandenen Fähigkeiten

der Bewohner“, weiß Hausleiterin Lint. Sie

ist voll vom Konzept dieser Hausgemeinschaften, das

sich an den modernsten fachlichen Standards orientiert,

überzeugt.

Gelebte Standards, die vor allem auch die älteren

Menschen und deren Angehörige überzeugen. So wie

Herbert und Marianne Höfner. Denn die Verwirklichung

von Lebensträumen kennt kein Alter. ß

WEGE

altenbetreuung


“Im Vordergrund stehen das

Zusammenleben in Gruppen und die weitestgehende

Erhaltung des gewohnten


Tagesablaufes.“

Hausleiterin Ing. Regina Lint

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28 lebens

WEGE

altenbetreuung

Lichtblick

Demenz-Wohngruppe im Bezirksaltenheim

Thalheim bei Wels

Häufig gelten sie als „Störfaktor im normalen Heimalltag“ – deshalb

wurde im Bezirksaltenheim Thalheim bei Wels eine eigene Abteilung

eingerichtet: die Demenz-Wohngruppe. Hier richtet sich alles nach den

Bedürfnissen der dementen Bewohnerinnen und Bewohner. Die Atmo-

sphäre ist freundlich, wohnlich und überschaubar.

Hell fällt das Licht in die freundlichen Räume. Die

Bewohnerinnen gehen entspannt vertrauten Beschäftigungen

nach. Sie haben die Entscheidungsfreiheit

an Aktivitäten teilzunehmen, aber auch die Möglichkeit

des Rückzugs.

„Unsere Bewohnerinnen in der Wohngruppe fühlen

sich sichtlich geborgen, gebraucht und wertgeschätzt“,

sagt Heimleiterin Theresia Ehwallner. Dadurch sind

auch viel weniger Schlafmedikamente notwendig,

selbst der bei dementen Menschen bekannte Wandertrieb

hat sich verringert. „Demente Personen sind

sehr sensibel und reagieren positiv auf jede aufrichtige

Zuwendung. Es ist uns ganz wichtig, sie in ihrer

Erlebniswelt ernst zu nehmen und für die Menschen

da zu sein“, sagt die Bereichsleitung. Und genau das

WELS - LAND

macht das routinierte Betreuungsteam – zum Wohl,

ja zur Freude der älteren Menschen, die ihre Eigenheiten

selbstbestimmt ausleben können.

Die Aktivitätspalette reicht von kochen und spazieren

gehen über hauswirtschaftliche Tätigkeiten bis

zur Gartenarbeit. Die räumlichen Voraussetzungen

dafür sind ideal: eher klein, übersichtlich und gemütlich

gestaltet, stehen für die sechs Bewohnerinnen

und Bewohner eine große praktische Küche, ein gemeinsames

Wohnzimmer und zahlreiche Ruhemöglichkeiten

zur Verfügung. Viele alte, früher übliche

Gebrauchs- und Ziergegenstände schaffen eine vertraute

Atmosphäre, die vom einfühlsamen, flexiblen

und kreativen Betreuerinnenteam nach Kräften gefördert

wird. ß


WEGE

altenbetreuung

Selbstständig und mobil bleiben

Tageszentrum Neustadt

Professionelle Betreuung und Pflege an Wochentagen bietet das Ta-

geszentrum Neustadt der Stadt Wels: „Wir wollen die Selbstständig-

keit und Mobilität der älteren Menschen fördern und erhalten“, sagt

Leiterin Theresia Winkler. Geöffnet ist das Tageszentrum von Montag

bis Freitag von 7.00 bis 16.30 Uhr.

„Im Tageszentrum Neustadt haben Sie die Möglichkeit,

soziale Kontakte zu pflegen und zu intensivieren,

der Tagesablauf bietet Abwechslung und Anregung“,

weiß Theresia Winkler aus Erfahrung. Sie und

ihr engagiertes Team haben ein vielfältiges Angebot

zusammengestellt, das die Besucher des Tageszentrums

je nach Lust und Laune nutzen können. Die

Balance von Aktivierung und Muße ist entscheidend

für das Wohlbefinden der Tageszentrumsgäste. Diese

entscheiden täglich selbst, welches Angebot sie in Anspruch

nehmen, um Spaß, Freude und Wohlbefinden

zu erleben.

Ziel ist es, die Selbstständigkeit sowie Fähigkeiten und

Fertigkeiten zur individuellen Alltagsbewältigung zu

fördern oder zu erhalten. Sowohl Gedächtnis- und

Bewegungsfähigkeit als auch kommunikative und

kreative Fertigkeiten können im Tageszentrum trainiert

werden. Bei Bedarf werden auch Termine mit

WELS

dem Haus- oder dem Facharzt vereinbart. Theresia

Winkler: „Die verordneten Medikamente können

auch bei uns vorbereitet werden. Ebenso können die

Besucher den Friseur, die Fußpflege oder die Physiotherapie

im Haus Neustadt nutzen.“

Natürlich wird auch für das leibliche Wohl gesorgt.

Winkler: „Sie können bei uns gemeinsam frühstücken

und zu Mittag essen und den Nachmittagskaffee

genießen.“ Besonders Kreative kochen sogar gemeinsam.

Bei all diesen Aktivitäten sorgt ein Team aus speziell

ausgebildeten Mitarbeiterinnen für freundliche

Atmosphäre und einen angenehmen Aufenthalt.

Die Besucher des Tageszentrums können den Transportdienst

des Roten Kreuzes nutzen, um bequem ins

Tageszentrum und abends wieder gut nach Hause zu

gelangen. Nähere Informationen unter Tel. 07242/

417-4907 oder direkt im Haus Neustadt in der Flurgasse

40. ß

Foto: Stadt Wels

Neben dem Tageszentrum

bieten die 7 Tagesheimstätten

der Stadt Wels Angebote für eine

attraktive Freizeitgestaltung:

Gesellige Treffen, Ausflüge, Yoga,

Nordic Walking, Kochen für Senioren,

Basteln, Karten spielen, u.v.m.

Informationen: 07242/417-1018

Mag. (FH) Gertraud Prunthaler

Aktuelle Programmschwerpunkte

und Aktivitäten finden Sie unter

www.lebenswege-online.at

WEGE 29


30 lebens

WEGE

altenbetreuung

Erlebensorientierter

Betreuungsansatz in Peuerbach

Im Bezirksalten- und Pflegeheim Peuerbach wird nach

den Leitlinien des Mäeutischen Pflegemodells betreut

Was erlebt und empfindet ein Bewohner, eine Bewohnerin? Was hat ihn/

sie geprägt, wie sieht seine/ihre Lebensgeschichte aus? Welche Bedürfnisse

stehen nun im Alter im Vordergrund? Fragen, mit denen sich das

so genannte „Mäeutische Pflegemodell“ intensiv auseinandersetzt – zum

Wohle der älteren Menschen und der Zufriedenheit der Pflegerinnen.

Zuwendung und Aufmerksamkeit, Kommunikation,

Authentizität und Selbstlosigkeit im Sinne eines

aufrichtigen Willens, sich um andere Menschen zu

kümmern – all das ist kein Wunschtraum mehr von

Betreuenden und Betreuten, sondern wird im „Mäeutischen

Pflegemodell“ konkret und konsequent

umgesetzt. „Basis des Mäeutischen Pflegemodells ist

der erlebensorientierte Kontakt zwischen Bewohnerinnen

und Pflegenden“, sagt Pflegedienstleiterin Brigitte

Weishuber.

Beziehung als Basis für

gelungene Betreuung

Diese spezielle Methode hilft Pflegenden, gezielt zu

beobachten, Informationen aus der Lebensgeschichte

zu filtern und sich all der Momente und Situationen

Foto: SHV Grieskirchen

GRIESKIRCHEN

bewusst zu werden, in denen es ihnen gelungen ist,

eine positive Wechselwirkung zwischen Pflegenden

und Betreuten zustande zu bringen. Mit einem Wort:

Eine rundum gelungene Beziehung! Am Anfang steht

die Frage, wer der Bewohner ist, was er erlebt und was

er empfindet.

„Die Ziele stimmen mit den Bedürfnissen der Menschen

überein, die von der Betreuung abhängig sind,

das heißt wir arbeiten nicht problemorientiert, sondern

bedürfnisorientiert“, so Weishuber. Die erlebnisorientierte

Bewohnerbesprechung, die jeweilige

Lebensgeschichte, der Beobachtungsbogen und die

Bezugspflege – diese koordiniert die Kommunikation

im Team und führt Gespräche mit Bewohnerinnen

und Angehörigen – fordern die Pflegenden heraus

zu kommunizieren, wie sie ein Betreuungsverhältnis

erfahren, erlebt und verarbeitet haben. Das bedeutet

einfach: Jene Erfahrungen, die Pflegende im Alltag

machen, vermischen sich mit den Erfahrungen ihres

persönlichen Lebens. „In der erlebensorientierten

Pflege werden Ausweichstrategien bewusst gemacht.

Auch Umgangsfertigkeiten werden trainiert und so

Pflegetalente gefördert“, sagt Pflegedienstleiterin

Weishuber abschließend: „Der mäeutische Pflegeprozess

hilft Pflegenden, eher zufällig gelungene und intuitiv

durchgeführte Pflege zu strukturieren, Unbewusstes

bewusst zu machen und individuelle Erfolge

zu Erfolgen des gesamten Teams werden zu lassen“

- zum Wohle der älteren Menschen und der Zufriedenheit

der Pflegerinnen. ß


Zuhause sein, wo man verstanden wird

Bezirksseniorenheim Leumühle

„Die Spazierwege, die schattigen Bäume, das Biotop, die Aschach, die

hinter dem Haus vorbei fließt – jeden Tag eine neue Entdeckung. Das ist

Ruhe. Das ist Lebensqualität.“ Maria Auer, 90 Jahre alt, lebt gerne im

Bezirksseniorenheim Leumühle in Eferding.

Ganzheitliche Pflege sowie ärztliche und therapeutische

Betreuung – das laufend erweiterte und erneuerte

Bezirksseniorenheim Leumühle ist in Eferding

und Umgebung seit mehr als 80 Jahren bevorzugtes

Haus für ältere Menschen in Betreuung. 2009 wurde

das Jubiläum gefeiert: Das neue Leitbild wurde erstellt

und die Ausstellung „Leben gestern und heute“

hat die Leumühle zu einem Begegnungsort für „Alt“

und „Jung“ gemacht.

Abwechslungsreicher

Heimalltag

Bekannt ist das Haus mit seinen 125 Betten für die

abwechslungsreiche Gestaltung des Heimalltags. Seniorengymnastik,

der Aktiv-Treff zur Förderung der

Selbstständigkeit im Alter und eine Bastelrunde sind

beliebte Treffpunkte, die wöchentlich angeboten werden.

Der Singkreis sowie Konzerte und andere Aufführungen

schaffen Raum für Geselligkeit und fördern

die Kontakte der Heimbewohner untereinander.

Gemeinsam gefeiert werden auch die kirchlichen

Feste im Jahreskreis wie Ostern, Erntedank, die Advents-

und Weihnachtszeit sowie andere traditionelle

WEGE

altenbetreuung

EFERDING

Anlässe wie der Fasching. „Zu

unserem jährlichen Ostermarkt,

den wir gemeinsam mit Ausstellern

aus der Region veranstalten,

kommen auch viele Gäste von

auswärts“, freut sich Heimleiterin Mag. a (FH) Maria

Hofer über die große Akzeptanz des Hauses im

Bezirk. Denn neben den Angehörigen und Freunden

tragen viele Besuchsgruppen dazu bei, den Kontakt

zum früheren Wohnort der Bewohnerinnen und Bewohner

aufrecht zu erhalten und Neuigkeiten aus den

Gemeinden zu erzählen.

Das gemeinsame Essen hat bei den Bewohnern einen

großen Stellenwert. „Wir kochen nach den

Prinzipien der ,Gesunden Küche‘ mit Qualitätsprodukten,

die nach Möglichkeit regional und saisonal

eingekauft werden. Der Speiseplan berücksichtigt

neben Abwechslung und Ausgewogenheit auch die

Lieblingsspeisen der älteren Generation“, beschreibt

Küchenleiterin Margareta Gumpoldsberger ihre Philosophie.

Von der Leumühle aus werden Senioren im

Bezirk mit Essen auf Rädern beliefert.

Pflegedienstleiterin Anna Aichinger: „Zuhause ist

man dort, wo man verstanden wird. Bei uns steht der

Mensch im Mittelpunkt.“ß

WEGE 31

Fotos: SHV Eferding


Bedarfskoordination für Betreuung

und Pflege der Stadt Wels

Ziel der Koordination für Betreuung und Pflege ist es, die An-

bieterorganisationen für mobile Altenpflege und Hauskran-

kenpflege der Stadt Wels zu steuern und zu koordinieren.

Diese verantwortungsvolle Aufgabe obliegt Kerstin Gasser.

Frau Gasser, worin besteht Ihre

tägliche Arbeit?

Meine Tätigkeit gliedert sich in

drei große Bereiche: Hilfe und Beratung

im Einzelfall, Mitwirken an

der regionalen Sozialplanung sowie

Koordination und Vernetzung.

Können Sie uns dafür je ein Beispiel

nennen?

Nehmen wir einmal an, ich werde

informiert, dass auf Grund der

Wohnsituation bei einem Klienten

die Betreuung und Pflege nicht

mehr gewährleistet werden kann.

Bei einem Hausbesuch erhebe ich

den Pflegebedarf des Klienten.

Daraus ergibt sich, ob eine Versorgung

zu Hause mit mobiler

Foto: Stadt Wels

32 lebens

WEGE

altenbetreuung

Betreuung bzw. in einem Tageszentrum

möglich oder eine Heimaufnahme

unumgänglich ist, welche

natürlich das Einverständnis

des Klienten erfordert.

Wie sieht Ihre Mitwirkung an der

regionalen Sozialplanung aus?

Beispielsweise fällt in meine Zuständigkeit

das Eruieren von Minder-

und Überkapazitäten bei den

Anbieterorganisationen. Weiters

kann ich durch das Eingehen auf

die sich ständig ändernden Bedürfnisse

in der Betreuung und Pflege

mithelfen, diese besser zu steuern.

Welche Koordinations- und Vernetzungsfunktionen

haben Sie?

DGKS Kerstin Gasser

Koordinatorin für Betreuung und Pflege

WELS

Einen engen Kontakt gibt es etwa

mit dem Entlassungsmanagement

des Klinikums, den Sozialberatungsstellen,

Alten- und Pflegeheimen,

Roten Kreuz, Hilfswerk,

Diakonie, Volkshilfe, Hausärzten,

Sachwaltern und dem Land OÖ.

Wie und wo sind Sie erreichbar?

Leopold Spitzer Haus, Linzer Straße

65 auf Zi. 2070, per E-Mail unter

kerstin.gasser@wels.gv.at oder

unter Tel. 07242/417-2070! æ

Weiter Informationen

finden Sie unter

www.lebenswege-online.at


i

INFOTEAM

K L I N I K U M

( 07242 415 4242

BRüCKE VOM

Krankenhaus zum Alltag

zuhause

Nach einem Krankenhausaufenthalt geht’s endlich nach Hause. Doch

wer betreut Sie da? Ein mulmiges Gefühl. Doch keine Sorge: Die

überleitungspflege sorgt für Abhilfe.

Die Anzahl jener Menschen die ein hohes Alter erreichen,

jedoch ohne Unterstützung den Lebensalltag

nicht mehr bewältigen können, nimmt zu. Eine gute

Entlassungsplanung hat das Ziel, Versorgungslücken

zwischen dem Krankenhausaufenthalt und dem vom

Patienten gewählten Zuhause zu schließen.

Was ist die Überleitungspflege nun genau? „Die

Überleitungspflege hat eine Beratungsaufgabe und

keine Pflegefunktion“, weiß Diplomkrankenschwester

Hannelore Peham dem Klinikum Wels - Grieskirchen:

„Dies bedeutet gemeinsam mit dem Patienten,

seinen Angehörigen und dem Team der Stationen

Lösungen für die weitere Betreuung und Pflege nach

der Krankenhausentlassung zu finden und zu organisieren.“

Versorgung wird organisiert

Die Kontaktaufnahme ist denkbar einfach: Sie ist

über das Stationspersonal vor Ort möglich, schließlich

gibt es die Überleitungspflege landesweit in al-

WEGE

überleitungspflege

WE.G.E. 42

len Krankenhäusern und auch einigen Rehazentren.

Wird auf Grund des akuten Krankheitsbildes ein erhöhter

Pflege- und Betreuungsbedarf festgestellt, tritt

die Überleitungspflege auf den Plan und koordiniert

die weitere Versorgung. Dabei sind die Beratungen

und Tätigkeiten der Überleitungspflege eine für die

Patienten kostenlose Serviceleistung der Krankenhäuser.

ß

DGKS Hannelore Peham

Überleitungspflege

Klinikum Wels - Grieskirchen

07242/415 – 3729

DGKS Marianne Sallaberger

Überleitungspflege

Grieskirchen

07248/601 – 6012

WEGE 33


34 lebens

ooegkk WEGE

SERVICE-PAKETE

DER OÖGKK

Mit Kurangeboten, dem Rund-um-Service „Netzwerk Hilfe“

und ambulanter Reha unterstützt die OÖGKK pflegebedürftige

Personen, etwa nach Unfällen oder schweren Erkrankungen

sowie pflegende Angehörige.

„Unfall? Krankheit? Wir fangen

Sie auf.“ – Unter diesem Motto

hat die OÖGKK ein professionelles

und flächendeckendes

Case Management-System mit

dem Namen „Netzwerk Hilfe“

für ganz Oberösterreich aufgebaut.

In Zusammenarbeit

mit dem Verein für Prophylaktische

Gesundheitsarbeit

(PGA) bildet die OÖGKK laufend

Netzwerk Hilfe-Betreuer

aus. Derzeit stehen insgesamt

74 Case Manager in ganz Oberösterreich im Einsatz.

Sie bauen vor Ort Netzwerke auf, um zu informieren,

zu koordinieren, zu vermitteln und um Schnittstellen

zu bewältigen.

Unterstützung für Angehörige

Das Netzwerk reicht von regionalen Krankenanstalten

über die Vertragsärzte bis hin zum Arbeitsmarktservice,

Selbsthilfegruppen und der Pensionsversicherung.

Zwischen dem Netzwerk Hilfe-Betreuer und

den Betroffenen wird ein gemeinsames Ziel vereinbart

WE.G.E. 42

und ein individuelles Versorgungspaket

geschnürt.

Auf den Plan tritt Netzwerk

Hilfe auch bei den neuesten

Angeboten der OÖGKK:

„ANNA – Angehörige nehmen

Auszeit“ und „EMMA

– Eltern mit Kind machen

Auszeit“, ein Kurangebot für

Eltern von Kindern mit Beeinträchtigung.

Pflegende

Angehörige haben oft Schwierigkeiten

mit ihrer eigenen Gesundheit.

Krankheiten wie Kreuzbeschwerden und Burn-Out-

Syndrom werden häufig verschwiegen. Dringend

notwendige Kuraufenthalte werden aus Sorge um

den Pflegling nicht in Anspruch genommen. Die

OÖGKK entwickelte ein Rund-um-Service-Paket für

pflegende Angehörige entwickelt: „ANNA – Angehörige

nehmen Auszeit“.

Gemeinsam wird für die Zeit der Kur und Erholung

mit Netzwerk Hilfe der OÖGKK eine Lösung für

die Betreuung des Pfleglings organisiert und für die

pflegenden Angehörigen ein umfangreiches Therapieund

Rahmenprogramm geboten.


„Nach einer schweren Erkrankung

oder einem Unfall stehen Betroffene

und Angehörige oft vor einem Berg

an Fragen – das Netzwerk Hilfe der

OÖGKK fängt sie auf.“

Eltern von Kindern mit Beeinträchtigung bietet die

OÖGKK ein neues Angebot zur Erholung vom Alltag:

EMMA – „Eltern mit Kind machen Auszeit“

– ein Servicepaket der OÖGKK in Kooperation mit

der Caritas für Menschen mit Behinderungen und

dem Land OÖ – ist ein Angebot speziell für Eltern

von Kindern mit Beeinträchtigungen.

Dabei fährt ein Elternteil gemeinsam mit dem Kind

auf Kur in ein Erholungsheim der OÖGKK. Während

der Therapiezeiten übernimmt die Caritas vor

Ort die Betreuung des Kindes, den Rest der Zeit verbringt

das Kind mit Mutter oder Vater.

Die vier Fachambulatorien der OÖGKK in Linz,

Wels, Steyr und Vöcklabruck bieten ambulante medizinische

Rehabilitation. Zu den Vorteilen zählen

ooegkk WEGE

unter anderem eine wohnortnahe Therapie und die

intensive Einbeziehung der Angehörigen durch spezielle

Schulungen sowie die Förderung der stufenweisen

Wiedereingliederung in das Wohnumfeld und den

Arbeitsprozess. Ziel der Rehabilitationsmaßnahmen

ist es, den Gesundheitszustand des Patienten soweit

wieder herzustellen, dass er in der Lage ist, sein bisheriges

Leben möglichst dauernd und ohne fremde

Hilfe weiterführen zu können.

Ambulante Rehabilitation

Eine ambulante medizinische Rehabilitation kann

anstelle einer stationären Reha-Maßnahme, zur Verkürzung

einer stationären Rehabilitation bei ambulanter

Fortsetzung oder im Anschluss an eine stationäre

Reha-Maßnahme in Betracht kommen. ß

WEGE 35


36 lebens

bezirksärzte WEGE

BEIM HAUSARZT

DES VERTRAUENS

Hausärzte betreuen ihre Patienten auch dann weiter, wenn sie

pflegebedürftig sind und nicht mehr selbst in die Ordination kommen

können. Dr. Engelbert Schamberger aus Bad Schallerbach

ist einer von ihnen.

Maria Gschaider hat sich ihr Zimmer gemütlich eingerichtet.

An der Wand hängen Fotos der Familie,

mit zwei Enkerln und fünf Urenkerln. Die 95-Jährige

erhält nicht nur von der Familie regelmäßig Besuch.

Auch Dr. Engelbert Schamberger, praktischer Arzt aus

Bad Schallerbach, schaut alle zwei Wochen und nach

Bedarf bei der Seniorin vorbei, die im nahegelegenen

Bezirksalten- und Pflegeheim Grieskirchen wohnt.

„Dr. Schamberger ist seit 25 Jahren mein Hausarzt,

trotzdem wird er immer jünger“, so Frau Gschaider

schmunzelnd. Sie ist froh, dass ihr vertrauter Arzt

sie auch nach der Übersiedelung ins Heim weiter

betreut. „Ich horche Herz und Lunge ab, messe den

Blutdruck und frage, wo es zwickt“, so Dr. Schamberger.

Maria Gschaider braucht eine Gehhilfe. Die Parkinson-Krankheit

machte ihr zu schaffen, aber derzeit

geht es ihr wieder besser. Im Anschluss besucht Dr.

Schamberger auch Margarethe Harwald. Die 91-Jährige

hält hohe Stücke auf den Arztberuf, arbeitete sie

doch viele Jahre in der Hausarzt-Praxis ihres Mannes.

Auch ihr Sohn ist Mediziner. „Ich bin freiwillig ins

Heim gegangen und sehr zufrieden“, sagt Frau Harwald.

Die Seniorin ist geistig rege und macht so viel

wie möglich selbstständig: „Aber beim Waschen und

beim Anziehen brauche ich teilweise Hilfe.“

Hausarzt als Koordinator

WE.G.E. 42

Als Allgemeinmediziner behandelt Dr. Schamberger

tagtäglich pflegebedürftige Menschen, sowohl im

Pflegeheim als auch zu Hause. „Im Heim arbeite ich

sehr gut mit dem dortigen Pflegepersonal zusammen.

Hausbesuche wiederum sind ganz anders: Dort muss

ich viel koordinieren und Informationen an den Patienten

und die pflegenden Angehörigen weiterleiten“,

Allgemeinmediziner Dr. Engelbert Schamberger

und seine langjährige Patientin Maria Gschaider:

Für einen kurzen Plausch ist immer Zeit.


“ „Gerade ältere Menschen haben zu ihrem Dr.

Hausarzt oft ein langjähriges Vertrauensverhältnis.

Wird jemand pflegebedürftig,

sind Allgemeinmediziner


auch wichtige

Ansprechpartner für die Angehörigen.“

so Dr. Schamberger, der den Menschen viel zuhört

und nicht selten sein diplomatisches Geschick bei

Konflikten einsetzt: „Oft bleibt die Pflege im Privatbereich

an einer einzigen Person hängen, meist an der

Partnerin, der Tochter oder Schwiegertochter. Die

ist häufig sehr überlastet. Gleichzeitig mischen sich

Familienmitglieder ein, die sich nur gelegentlich blicken

lassen.“

Immer wieder leistet Dr. Schamberger Überzeugungsarbeit:

„Manche pflegebedürftige Patienten

wollen keine mobile Hilfe akzeptieren, obwohl die

Angehörigen nicht mehr können. Im Gespräch kann

ich manchen von ihnen die Angst vor ‚Fremden‘‚ im

Haus nehmen. Zuwendung und miteinander Reden

sind ein wichtiger Teil meiner Arbeit als Hausarzt.“

Auch Demenz ist ein Thema, mit dem Dr. Schamberger

oft konfrontiert ist. Da die Menschen immer älter

Kundenservice vor Ort

werden, nehmen Alzheimer und ähnliche Erkran-

kungen zu. „Eine große Hilfe wären dezentrale Tagesstätten,

in denen pflegende Angehörige demenzkranke

Familienmitglieder stundenweise bringen

können, um wichtige Dinge zu erledigen oder eine

Einladung anzunehmen“, so Dr. Schamberger.

Ein gutes Gespür

Als Hausarzt alte, pflegebedürftige Menschen zu behandeln

ist eine Aufgabe mit vielen Aspekten. Die

Oskar Schweninger

Allgemeinmediziner

und Vertreter der

niedergelassenen Ärzte bei

der Ärztekammer für OÖ

bezirksärzte WEGE

Patienten sind oft nicht mehr oder nur eingeschränkt

mobil, sie nehmen meist mehrere Medikamente

gleichzeitig, die geistigen Kräfte lassen nach. Dr.

Schamberger hat ein gutes Gespür für seine älteren

Patienten, die er meist schon seit Jahren kennt.

Er tritt ihnen mit Einfühlungsvermögen und Respekt,

mit Herzlichkeit und auch einer Prise Humor

gegenüber. Und wer ihm dabei zusieht merkt, dass

viel davon auch wieder zurückkommt. ß

Nach der Visite geht die

Arbeit weiter:

Dr. Schamberger hat

für pflegebedürftige

Patienten immer

einiges zu organisieren.

Margarethe Harwald

fühlt sich von ihrem

Hausarzt gut betreut.

Fotos: Ärztekammer

WEGE 37


38 lebens

einblicke

WEGE

Professionelle Betreuung zuhause

Fam. Griesmann aus Bad Wimsbach-Neydharting

ist den ganzen Tag auf Hilfe angewiesen

„Wissen S‘, i bin a Lustige!“ Ute Griesmann, eine gepflegte Dame

mit 62 Jahren, hat ihren Lebensmut trotz schwerer Krankheit nicht

verloren. Auch dank der umfassenden Betreuung des Sozialmedizinischen

Betreuungsringes (SMB).

Strahlend schön ist der Tag. Das färbt aufs Gemüt ab.

Auch bei Ute Griesmann, die gut aufgelegt scheint.

Dabei muss die heute 62-Jährige ihre Tage im Rollstuhl

verbringen. Als 1976 die niederschmetternde

Diagnose „Multiple Sklerose“ erfolgte, brach für sie

eine Welt zusammen. Ein Jahrzehnt lang herrschte

bei der Krankheit Stillstand, dann bahnte sie sich

mit Vehemenz ihren Weg. Insgesamt elf Jahre war

Ute Griesmann noch Filialleiterin bei einem großen

Buchverlag in Wels, schließlich zog sie zusammen mit

ihrem Mann Alois (67), der ihr heute eine unermüdliche

Stütze ist, zurück ins heimatliche Bad Wimsbach-Neydharting.

Es folgten zahllose Untersuchungen, Operationen

und Therapien. So war Frau Griesmann die erste

Patientin, die am 29. April 1986 mit dem damals

brandneuen Kernspintomographen im Krankenhaus

in Wels untersucht wurde. Der Erfolg all dieser Maßnahmen

war begrenzt, denn eine wirkliche Heilung

gibt es bei Multipler Sklerose (noch) nicht.

Den Alltag erleichtern

WELS - LAND

„Wir können nur schauen, dass wir Frau Griesmann

den Alltag erleichtern, wo es nur geht“, sagt Schwester

Sieglinde Riedlbauer, Pflegedienstleiterin beim

SMB. Ein ganzes Team kümmert sich abwechselnd

um die gelernte Buchhändlerin, deren Tag um 7.30

Uhr beginnt, wenn Krankenschwestern oder Fachsozialbetreuerinnen

für die morgendliche Körperpflege

vorbeikommen.

Zusätzlich werden montags, mittwochs und freitags

die großen Verbände gewechselt – das kann schon


mal bis zu zweieinhalb Stunden dauern. Einmal pro

Woche kommt eine Physiotherapeutin. Dazu bietet

der SMB die Möglichkeit eines Abenddienstes, der

die Klienten ins Bett bringt. Das erledigt aber Gatte

Alois selbst, oft zusammen mit der gemeinsamen

Tochter Nikola oder der Schwester von Ute Griesmann,

die beide glücklicherweise im Ort wohnen.

Auch eine Haushaltshilfe kommt zwei Mal die Woche

und bringt die kleine Wohnung zum Glänzen,

einblicke

WEGE

das Mittagessen wird wöchentlich an vier Tagen aus

einem Café im Ort geholt, an drei Tagen ist Alois

Griesmann für die „schnelle Küche“ zuständig.

Bei Fragen oder Problemen sind die Mitarbeiterinnen

des SMB telefonisch leicht erreichbar – und vor Ort

zur Stelle, wenn „der Schuh drückt“. Damit Ute

Griesmann nicht nur bestens gepflegt und betreut

wird, sondern auch in Zukunft – trotz ihrer schweren

Erkrankung – ihren Lebensmut nicht verliert. ß

WEGE 39


40 lebens

WEGE

palliativversorgung

Religionsgemeinschaften

Alten- und

Pflegeheime

Tageshospiz

(in Planung)

Hospiz

Versorgung

Grieskirchen

Niedergelassene

Ärzte

Hospiz Verein

Stadt Wels,

Wels - Land

Palliativ Station

Wels „St. Stephan“

Steuerung der

„Integrierten Palliativ

Versorgung“

Konsilliar -

Palliativ Team,

Wels

Selbsthilfegruppen

Konsilliar -

Palliativ Team

Grieskirchen

Hospiz

Versorgung

Eferding

Mobile Palliativ

Versorgung

Konsilliar Palliativ

Versorgung

Überleitungspflege

und Sozialarbeit

Betroffene und

deren Angehörige

Wenn sich alle die Hände reichen

Um alle Betroffenen – auch deren Angehörige – eine

möglichst umfassende Betreuung anbieten zu können,

haben sich alle Institutionen in der Versorgungsregion

42, die Menschen auf ihrem letzten Lebensweg

begleiten, zur so genannten „Integrierten Palliativversorgung“

zusammen geschlossen (siehe Grafik oben).

Kernstück ist die Palliativmedizin. Diese spezielle

Form der Medizin umfasst die aktive, ganzheitliche

Behandlung von Patienten mit einer voranschreitenden,

weit fortgeschrittenen Erkrankung und einer

begrenzten Lebenserwartung zu der Zeit, in der die

Erkrankung nicht mehr auf eine kurative Behandlung

anspricht und die Beherrschung von Schmerzen, an-

deren Krankheitsbeschwerden, psychologischen, sozialen

und spirituellen Problemen höchste Priorität

besitzt. Nicht die Verlängerung der Überlebenszeit

um jeden Preis, sondern die Lebensqualität, also die

Wünsche, Ziele und das Befinden des Patienten stehen

im Vordergrund der Behandlung.

Das Angebot reicht jedoch weit darüber hinaus: Es

umfasst neben der medizinischen Betreuung auch

Angebote der Krankenpflege, der Seelsorge, Sozialarbeit

und Überleitungspflege, sogar Selbsthilfegruppen

werden intensiv in die Arbeit eingebunden – so,

als ob sich alle im Angesicht des Todes die Hände reichen

würden.


i

Der Tod gehört zum Leben. Doch keine Angst:

Wer dabei ist, in die Unendlichkeit einzuge-

hen, macht dies nicht in Einsamkeit oder Ver-

lassenheit. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbei-

ter der Palliativ-Station St. Stephan begleiten

Sterbende auf ihrem letzten Weg in Respekt

und Würde.

INFOTEAM

K L I N I K U M

Palliative Care

( 07242 415 4210

Nur ein Viertel der Bevölkerung behauptet laut einer

Umfrage, mit dem Begriff „Palliativmedizin“ etwas

anfangen zu können. Erklärt man den Begriff, erntet

man hohe Zustimmung:

Drei Viertel der Bevölkerung würden für sich oder

einen nahen Verwandten diese Möglichkeit der medizinischen

Behandlung in Anspruch nehmen. Denn

dabei stehen der Kranke und seine Angehörigen im

Zentrum des Dienstes. „Es geht nicht um Lebensquantität,

also möglichst lange zu leben, Ziel ist vielmehr

die Aufrechterhaltung von Lebensqualität bis

zum letzten Atemzug“, weiß DGKS Roswitha Porinski.

Bei allen pflegerischen oder medizinischen Behandlungen

steht eindeutig der geäußerte oder mutmaßliche

Wille des Kranken an erster Stelle. So wird

unheilbar Kranken in ihrer letzten Lebensphase eine

respektvolle, umfassende und kompetente Betreuung

durch ein interdisziplinäres Team zuteil. Dies ist Teil

eines Konzepts der ganzheitlichen Sterbe- und Trauerbegleitung.

„Es geht nicht um die Verlängerung der Überlebenszeit

um jeden Preis, sondern um die Lebensqualität,

also die Wünsche und das Befinden des Patienten“,

ist Roswitha Porinski überzeugt. ß

WEGE

palliativversorgung

Liebevolle Begleitung auf dem

letzten Weg

Diakon Hubert Mitterlehner,

Leiter der Seelsorge veranstaltet regelmäßig

das Erinnerungscafé für Hinterbliebene

“ „Integrierte Palliativversorgung

rund

um die Palliativstation

Wels St.

Stephan soll möglichst

lange eine

hohe Lebensqua-


lität sichern.“

Mag. Raimund Kaplinger

Mitglied Vorstand des Hospiz

Vereins Wels/Wels-Land

WEGE 41


42 lebens

WEGE

palliativversorgung

„Diese Dinge erleben zu dürfen

ist ein Geschenk!“

Mobile Hospizteams als Ansprechpartner

Für viele Menschen ein letzter, bedeutsamer Wunsch: zuhause sterben

zu können. Damit das in Würde und fachlich kompetent begleitet geschehen

kann, gibt es in allen vier Bezirken der Versorgungsregion 42

mobile Hospizteams, in Wels Stadt und Land die Hospizbewegung, in

Eferding und Grieskirchen vom Roten Kreuz.

„Die meisten Menschen wünschen sich nicht alleine

gelassen zu werden, an einem vertrauten Ort, also

möglichst zuhause inmitten vertrauter Menschen zu

sterben“, weiß Judith Resch vom Mobilen Hospiz

Eferding: „Sie wünschen sich, im Sterben nicht unter

starken körperlichen Beschwerden leiden zu müssen,

letzte Dinge regeln zu können und die Frage stellen

zu dürfen ,Was kommt nach dem Tod?‘.“

Judith Resch und ihre Kollegin aus Grieskirchen,

Gerda Hamedinger, haben als Rot-Kreuz-Mitarbeiterinnen

schon viel erlebt, speziell „in der Betreuung

spielen Offenheit, Ehrlichkeit und Authentizität in

der Beziehung zwischen dem Klienten, deren Angehörigen

und den Mitarbeiterinnen des externen Versorgungsnetzes

eine wichtige Rolle.“

Durch bloßes „Da-Sein“

Halt geben

Was genau bietet das Mobile Hospizteam nun an?

„Unser Angebot beinhaltet die umfassende Beratung

und Koordination zur optimalen Versorgung

von unheilbar kranken Menschen, die enge Zusammenarbeit

mit Versorgungseinrichtungen wie Hauskrankenpflege,

Krankenhäusern, Ärzten und Pflegeheimen,

Hausbesuche für Gespräche sowohl für

Patienten als auch für deren Angehörige, Entlastung

der Angehörigen und einfühlsame Begleitung in der

Zeit des Abschiednehmens und der Trauer“, erzählt

die Diplomierte Krankenschwester.

Und was sind die besonders emotionalen Momente

bei dieser gewiss nicht leichten Aufgabe?

Judith Resch: „Besonders traurig ist es immer, wenn

ein junger Mensch sterben muss. Oft bleiben Kinder

zurück, die dann schon sehr bald die Erfahrung machen

müssen, dass Mama oder Papa plötzlich nicht

mehr da sind.

Schöne Momente in einer Begleitung können sein,

wenn man spürt, dass man der Familie durch bloßes

,Da-Sein‘ Halt gibt, wenn man dem Klienten helfen

kann, letzte

Dinge zu

regeln, wenn

Versöhnungen

in der Familie

am Lebensende

möglich werden

oder ein

tiefes Gespräch.

Am Lebensende

fallen Masken,

es spielt sich

das pure Leben

ab. Diese Dinge

erleben zu

dürfen, ist ein

Geschenk!“ß

DGKS Judith Resch

Rotes Kreuz, Mobiles Hospiz

Eferding

Tel.: 07272 2400-23

judith.resch@roteskreuz.at


Palliativ-Station

St. Stephan in Wels

Bei allen pflegerischen oder medizinischen

Behandlungen steht der

geäußerte oder mutmaßliche Wille

des Kranken an erster Stelle. So

wird unheilbar Kranken in ihrer

letzten Lebensphase eine respektvolle,

umfassende und kompetente

Betreuung durch ein interdisziplinäres

Team zuteil. Dies ist Teil

eines Konzepts der ganzheitlichen

Sterbe- und Trauerbegleitung.

„Die Aufgabe dieser im Jahr 2009

eröffneten Palliativstation ist

die Linderung von körperlichen

Symptomen und psychosozialem

Leid sowie die Erfüllung spiritueller

Bedürfnisse“, erklärt Prim.

Univ. Prof. Dr. Josef Thaler, Leiter

der Abteilung für Innere Medizin

WEGE

palliativversorgung

Prim. Univ. Prof.

Dr. Josef Thaler

Leiter der Abteilung für

Innere Medizin IV und Leiter

der Palliativstation St. Stephan

„Die Palliativmedizin versteht sich als

ganzheitliche Betreuung von schwer kranken Menschen

in ihrer letzten Lebensphase. Ihr Ziel ist,

eine gute Lebensqualität möglichst lange zu erhalten

und in einem angemessenen Rahmen

bis zum Abschied die Würde jedes Menschen zu respektieren

sowie ihn beim Abschiednehmen zu begleiten!“

IV und Leiter der neuen Palliativstation:

„Die Notwendigkeit eines

stationären Aufenthaltes ist gegeben,

wenn Patienten eine pflegerische,

therapeutische und ärztliche

Behandlung benötigen und mit

den ambulanten Möglichkeiten

der Hospizbewegung nicht das

Auslangen gefunden wird.“ Dabei

spielt die Kontrolle der Symptome

eine große Rolle, allen voran die

Schmerztherapie. „Die Palliativ-

Station von St. Stephan ist für die

Patienten der gesamten Region

Wels-Grieskirchen-Eferding eine

wesentliche Erleichterung“, sagt

Mag. Raimund Kaplinger, Sprecher

der Geschäftsführung des Klinikum

Wels - Grieskirchen. ß

Leistungen

nach MASS

Seit mehr als einem Jahrzehnt

ist CE MASS verlässlicher Partner

für Industrie und Gewerbe.

Das Spektrum reicht vom Anlagenbau

und der Entwicklung

und Fertigung von Sondermaschinen

für die Nahrungsmittel-,

Baustoff-, Pharma- und

chemische Industrie. Seit vielen

Jahren gehört auch das Klinikum

Wels - Grieskirchen zum

Kundenkreis, für das erst 2009

85 Essenstransportwägen geliefert

wurden.

„Darüber hinaus zählen namhafte

Unternehmen zu unseren

Stammkunden wie beispielsweise

Kotanyi, Fuller Austria, Garant

Aschach, Avenarius Agro,

das Aula Werk, Teufelberger,

Dullinger oder Berglandmilch,“

berichtet Eigentümer

und Geschäftsführer Edwald

Cservenka, der am Firmensitz

in Thalheim bei Wels 8 Mitarbeiter

beschäftigt. ß

CE-MASS

Maschinenhandel

| Anlageninstandhaltung

| Service

und Reparatur | Sonderlösungen

Am Thalbach 31

4609 Thalheim,

Tel.: +43 (0) 7242 66 77 0

WEGE 43


44 lebens

WEGE

service

Barbara Reindl ist 43, eine erfahrene

Diplomierte Physiotherapeutin

und arbeitet als „Mobile“. Das

bedeutet, sie kommt zu den Patientinnen

und Patienten nach Hause.

So wie zu Josefine M. Nach der

Behandlung eines Schlaganfalls

wurde Frau M. in häusliche Pflege

entlassen. Ihr Ehemann, der selbst

nicht gut zu Fuß ist, konnte diese

Aufgabe nicht übernehmen und so

ist Josefine M. jetzt bei ihrer Tochter

in einem anderen Ort. Weil

Frau M. sich seit ihrem Schlaganfall

durch eine Aphasie (Sprachstörung)

nicht gut mitteilen kann,

ist es für ihre Tochter nicht leicht,

die richtigen Pflegemaßnahmen zu

„erraten“.

Als Barbara Reindl das erste Mal

zu Frau M. kommt, nimmt sie

gleich mit ihr Kontakt auf und

erkennt, „dass sie mich großteils

versteht. Sie zeigt mir daraufhin,

was sie schon alles kann: Und das

MOBILE

THERAPIE

Dank der „Mobilen Therapie“ gibt es TherapeutInnen, die zum Reha-Patienten nach Hause

kommen. Ins Leben gerufen wurde sie vom Verein für prophylaktische Gesundheitsarbeit

(PGA) der OÖ Volkshilfe und des OÖ Hilfswerks.

ist eine ganze Menge!“ Die Tochter

ist überrascht, denn bisher hat sie

ihre Mutter überall hin gehoben,

im Bett umgedreht und alles angezogen.

Erfolge einer

Schlaganfallpatientin

Im Laufe eines Monats hat Josefine

M. viel gelernt. Zwar muss ihre

Tochter zur Sicherheit noch in der

ANSPRUCH AUF MOBILE THERAPIE

Dafür braucht man eine ärztliche

Verordnung mit einer

• Zuweisung an den PGA –

mobile Therapie, Physiotherapie

oder Ergotherapie

• Diagnose

• Verordnung der Therapie

• Hausbesuch

Nähe sein, doch Frau M. macht

gute Fortschritte: Sie kann mittlerweile

schon wieder selbstständig

gehen, auch wenn sie noch etwas

unsicher ist, in der Küche helfen

und vieles mehr – dank der mobilen

Therapie durch Barbara Reindl.

Sie ist eine von sieben Physiotherpeutinnen

und drei Ergotherapeutinnen,

die für den PGA in Wels/

Grieskirchen-Umgebung unterwegs

sind. ß

Die Anmeldung erfolgt über das

Welser PGA-Büro telefonisch unter

07242/35 16 86 -0, per Mail unter

mobile@pga.at

oder persönlich

im Büro Wels,

Kaiser-Josef-Platz

52, 4600 Wels.


WEGE

service

Mehr Lebensqualität dank Rufhilfe

So lange wie möglich in den eigenen vier Wänden wohnen. Das wollen viele

Menschen. Voraussetzung ist: Die Betroffenen fühlen sich zu Hause sicher

und die Angehörigen müssen nicht ständig in Sorge leben. In diesen Fällen

hat sich das Notrufsystem des OÖ Roten Kreuzes

bewährt. Mehr als 10.000 Oberösterreicher vertrauen

bereits auf die so genannte Rufhilfe.

„Meine Oma ist 85 Jahre alt, lebt alleine, hat Osteoporose

und stürzt immer wieder einmal. Wir haben

uns einfach Sorgen gemacht, wenn sie alleine zu

Hause war“, erzählt eine Angehörige, deren Oma die

Rufhilfe in Anspruch nimmt. „Anfangs meinte meine

Oma, sie brauche so etwas nicht. Erst nach einer gewissen

Zeit merkte sie, dass sie davon keinerlei Nachteile

hat, ganz im Gegenteil.“

Heute ist die trotz kleiner Wehwehchen rüstige Pensionistin

eines Besseren belehrt: „Ich hätte es selbst

kaum für möglich gehalten, aber seit ich die Rufhilfe

habe, fühle ich mich einfach sicherer. Es ist ein gutes

Gefühl zu wissen, es ist sofort jemand da, wenn etwas

passiert.“ Mit einem Knopfdruck können die betroffenen

Personen Alarm auslösen und so rasche und

kompetente Hilfe durch die Einsatzkräfte des Roten

Kreuzes anfordern. „Dies bedeutet nicht nur ein Mehr

an Sicherheit für die Teilnehmer selbst, sondern auch

eine enorme Erleichterung für die Angehörigen, die

ihre Liebsten in Sicherheit wissen“, erklärt OÖRK-

Präsident Leo Pallwein-Prettner.

Auch jüngere Personen

schätzen die Rufhilfe

„Auch jüngere Menschen, die z.B. im Rollstuhl sitzen,

an Epilepsie oder Multipler Sklerose leiden oder

blind sind, vertrauen auf die Rufhilfe. Das bedeutet

für Betroffene und deren Angehörige mehr Lebensqualität“,

fasst der oö. Rotkreuz-Präsident das Ziel

der Rufhilfe zusammen. ß

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Essen auf Rädern

Warme Mahlzeiten – schmackhaft

zubereitet – gehören zu den

angenehmen Dingen des Lebens,

auf die niemand gerne verzichtet.

Die Zubereitung von Essen kann

mit zunehmendem Alter jedoch

beschwerlich werden, womit oft

gesundheitliche Einschränkungen

und Verlust von Lebensqualität

verbunden sind.

Das OÖ Rote Kreuz bietet daher

in vielen oberösterreichischen Gemeinden

„Essen auf Rädern“ an.

Dabei erhalten die Kunden täglich

ein warmes Menü direkt an ihre

Haustüre geliefert.

In Wels Stadt, Thalheim und Sattledt

bietet das OÖ Rote Kreuz die

Möglichkeit, sich Tiefkühlmenüs

zustellen zu lassen. Die Antragstellung

erfolgt in diesen Bereichen

über die zuständigen Gemeinden,

beziehungsweise den Magistrat. ß

Foto: Rotes Kreuz

Persönlicher

Wäscheservice

Gerade älteren Menschen macht

die Wäsche häufig zu viel Arbeit.

Dafür soll es ab dem Frühjahr

Abhilfe geben: Mit dem

persönlichen Wäscheservice der

Firma Wozabal, das in Zusammenarbeit

mit Prof. Paul Brandl

von der Fakultät für Gesundheit

und Soziales der Fachhochschule

OÖ entwickelt wurde. Ziel

dieses Pilotprojektes ist die individuelle

Versorgung der KlientInnen

der mobilen Pflege im

Bezirk Eferding mit

frisch gewaschener

Bett- und Privatwä-

Studium mit Zukunft

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Patienten

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2

8

Anlaufstelle

des Spitals

öst. Erfinder

† (Carl)

kleinster

Bestandteil

des Idioplasmas

Abk. für

"Nummern"

Leberfleck

18

latein. für

"Kopf"

Zwangslage

1

sprießen,

zu wachsen

beginnen

12

untere

Extremität

Zeichen

für Niob

LöSUNG:

1 2 3 4

medizin. für

"Krankheit"

Gelbsucht

sowieso

fadenförmigesOberhautgebilde

im Gesicht

Abk. für

"Einsatzleitung"

irgendwer

rege,

rührig

unerwünschter,

zusätzlicher

Effekt

Abk. für

"Nachzahlung"

Stammvater

Maßeinteilung

Die Auflösung gibt es in der nächsten Ausgabe von „lebensWEGE“!

5

Stoff der

Erdkruste

Zeichen

für Thoron

mit VergnügenBrutstätte

5 6 7

14

21

ein

Seltenerdmetall

Die Lösung in der letzten Ausgabe von „LebensWEGE“ lautete: INFO UND SOZIALSTELLE

Wir bedanken uns bei allen fürs Mitmachen und gratulieren den Gewinnerinnen und Gewinner ganz herzlich!

19

20

Eierkunde

buddhistischerGebetsruf

Abk. für

"und andere

mehr"

Langeweile

plötzliche

Taubheit

7

Zeichen

für Neon

Abk. für

"Richtlinie"

3

Abk. für

"Erste-Hilfe-

Training"

Geschwulst

6

Bolzen

Fischöl

11

Heftigkeit

Zeichen für

"Natriumfluorid"

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Schmerz

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"BH"

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"Versuchsreihe"

in dem

Abk. für

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des Ölbaumes

ein

Sternbild

geschlossen

Ausruf vor

Schreck

Abk. f. "Normalgewicht"

Genesung

(Kurzwort)

eine Augenkrankheit

2. Buchstabe

im

griech.

Alphabet

lebhaft

"in die Wiege

gelegt"

Transportmittel

für

Leichtverletzte

8 9 10 11 12 13 14 15 16

10

englisch

für

"Tee"

arabisch

für "Vater"

fuchsteufelswild

Abk. für

"Europäische

Norm"

Abk. für

"intrafokal"

Hirnströmemessung

das Ego

Abk. für

"id est"

Strick

Bevölkerung

in Ruanda

und Burundi

Abk. für

"Neurochirurgie"

Pfui!

Vorläuferin

der EU

Abk. für "Anus

praeter"

15

4

Abk. für

"incorporated"

Abk. für

"ehrenamtlich"

13

Abk. für

"Exposition"

"Kraft

mal

Weg"

"Endstation

für Pechvögel"

16 17

Senden Sie bitte bis spätestens 14. Februar 2011 das Lösungswort an:

wazek & partner, Kennwort „lebensWEGE aktiv“, Bethlehemstraße 10/DG, 4020 Linz

oder per E-Mail an aktiv@lebenswege-online.at | Absender nicht vergessen!

17

18 19

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