Mehr BIO von hier. - Bizz!

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edi[torial]

INHALT

TITELTHEMA

Was bist du dir wert? Selbstwertgefühl 4

Kolumne: Highlerlight 5

Arbeit im Wandel der Zeit Die neue Visitenkarte. 6

Leben auf Pump Überschuldung der Gesellschaft 7

Diner´s für drei Die erste Kreditkarte 7

Mobbing Unfaire Attacken am Arbeitsplatz 8

Motivation Führungskräfte auf dem Prüfstand & Tipps 9

Die zweite Chance Der 2. Bildungsweg in Deutschland 10

Nachgefragt Nachwuchs im Handwerk gesucht 10

Kommentar Doppelt bringt mehr 11

Köpfchen & Dümmchen Buchkritik 11

LEBENSART

Mal woanders... Unsere Autorin über Work and Travel 12

Kolumne Alt & Älter von Andrea Hailer und Henriette Matovina 20

Filmkunstkultur vorgestellt von Soulkino 43

Kinofilme im März und April 44

FAMILIENZEIT

Allein unter Eltern Eine Alleinerziehende erzählt 16

Veranstaltungstipps für Kinder & Familie 18

Suchbild 18

Kinderbücher 19

Kinderrezept Zimt Muffins 20

Geboren 2011 Die Zahlen der Zukunft.

Schwamm drüber Anna Winter über Leisungsmessung. 21

ESSKULTUR

Rezept Eierlikör-Käsekuchen zum Nachbacken 22

Buchvorstellung Vegetarisch kochen 22

Omis Ratgeber Tipps und Tricks 22

KULTTOUR

Interview mit Sascha Grammel 28

Kulturhighlights aus der Region 31

Ohrwurm: Die neue Platte con chromatic BLaCK 35

Musik: Akustikversionen

Das bairische Eck Was für ein Theater 35

Buchkritik Die Feigheit der Frauen 40

Klassiker Friedrich Dürrenmatts „Der Richter und sein Henker“ 40

Interview Hans Helmich zu seinem Debüt-Roman „Stadt Der Spitzel“ 41

Buchtipps 41

KUNSTBOXX

Aktuelle Ausstellungen 38

Kunstskandale Fett weg, Kunst weg 39

WISSENSWERT

In aller Munde 42

Rätsel 43

Verlosung 44

SCHLUSSLICHT 46

Impressum/ Sonderverteilstellen 46

Erfolg ist mit einem Jahr, nicht in

die Hosen zu machen. Mit 25 Sex zu

haben. Mit 50 viel Geld. Mit 75 noch

Sex zu haben und mit 90 – nicht in

die Hosen zu machen.

Liebe Leser,

Eckhart von Hirschhausen

was erwarten Sie sich heute

von meinem Editorial? Soll

ich über das Wetter schreiben,

über Begegnungen

oder Inhalt? Ich meine ja

nur. Erwartungen. Hat jeder.

Kennt jeder. Werden an

jeden gestellt. Werden Sie,

oder ich, ihnen gerecht oder

machen sie uns allen Angst?

Stellen wir uns den Erwartungsvollen

mutig in den

Weg oder verstecken wir

uns unter der alten, schweren Daunendecke? Verstecken?

Können Sie sich eh nicht, zumindest nicht,

wenn Sie sich jeden Tag auf den Weg zur Arbeit

machen. Wir haben uns die letzten zwei Monate

viele Gedanken gemacht rund um unser Thema

„Was bist du dir wert?“ mit dem Untertitel Arbeit.

Geld. Karriere und haben viele Beiträge zusammengetragen,

die fernab gängiger Berichterstattung zu

altbekannten Themen mal ganz neue Perspektiven

aufgreifen. Eben anders. Wie immer. Nehmen Sie

es mit einem Augenzwinkern. Wir freuen uns auf Ihr

Feedback!

Henriette Matovina, Redaktionsleiterin

& das BIZZ! Team

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redaktion@bizz.das-magazin.de; posten Sie ihn direkt

auf Facebook unter: www.facebook.com/BIZZ.ZEIT!

Mehr zur Teilnahme auf Seite 46.


4

titelthema

Henriette Matovina

Was bist du dir wert?

Was ist „Selbstwertgefühl“? Wird es von der Gesellschaft auferlegt oder ist jeder

selbst für sein eigenes verantwortlich. Wir nähern uns einem Thema, das viele

berührt, aber das niemand gerne anspricht.

Selbstwertgefühl. Haben Sie davon

genug oder vergleichen Sie sich oft mit anderen? Bestimmen

Sie ihren eigenen Wert oder lassen Sie es zu, dass es andere

tun? Selbstwert, Selbstvertrauen, Selbstzweifel, Selbstständigkeit,

Selbstachtung: Was sind Sie sich wert?

Die scheinbar einfache Frage „Was bist du dir wert?“ hat heiße

Diskussionen über die Definition von „Selbstwert“, ihre Messbarkeit

bis hin zu Grundsatzdiskussionen über die Werte der

Gesellschaft ausgelöst. Kindheit, Erziehung, Erfahrungen,

Partnerschaften, Bildung, Arbeitssituation: Es gibt unendlich viele Einflüsse,

abhängig von der Lebensphase, gepaart mit individuellen Wesenszügen,

die das Selbstwertgefühl eines jeden Menschen prägen. Doch bei

aller Vielfalt haben wir uns drei Aspekten zugewandt, die auch das Titelthema

der aktuellen BIZZ! umfassen: Arbeit, Geld und Karriere.

Hunderte Ratgeber haben das Thema aufgegriffen unter dem Motto

„Selbstwert. Die beste Investition Ihres Lebens“. Motivationstrainer verdienen

sich eine goldene Nase an den Selbstzweifeln ihrer Kunden. Psychologen

hören Ihnen zu, während sie auf der Couch liegend versuchen

„Ihren Wert an den Fingern abzuzählen“, verschreiben Beruhigungsmittel

und halten danach die Hand auf. Fragen Sie nach einer Gehaltserhöhung,

formulieren Sie klare Ansagen, sagen Sie dies, machen Sie das.

Menschen suchen vorgefertigte Wege, die leicht zu beschreiten sind und

sind bereit, für diese viel (Geld) zu investieren. Diesen Weg jedoch gibt

es nicht. Und am Ende war der Mitbewerber besser, der Kollege schlauer

und sie hängen im Jammerloch gefüllt von Komplexen. Trösten Sie sich:

Sie sind nicht allein, viele messen ihren Selbstwert am Maß anderer. „Die

Investition ihres Lebens“ können Sie sich nicht auszahlen lassen wie ein

Gehalt, sie steht auch nicht im Arbeitszeugnis oder in Ihrer Personalakte.

Während sich der Mensch an moralisch vertretbaren Werten zu orientieren

versucht, wie zum Bespiel an Freundschaft, Ehrlichkeit, Hilfsbereitschaft,

macht er seinen Selbstwert von Schulbildung, Leistung und Erfolg abhängig,

vergleichbar mit einem Zeugnis, das man jederzeit aus der Tasche ziehen

und vorzeigen kann. Berufliche Selbstverwirklichung, Kompetenzen,

Verdienst und die Stufen auf der Karriereleiter kann man in Zahlen formulieren.

Damit wird unsere Arbeitsleistung konkret vergleichbar, zumindest

für andere. Sind die Ergebnisse im Mittelfeld oder im unteren Bereich der

Messlatte angesiedelt, wird es schwierig: „Bin ich gut genug? Warum wird

mein Einsatz nicht geschätzt oder gar belohnt? Habe ich versagt?“

Fest steht, dass vor allem Frauen mit einem negativen Selbstbild zu kämpfen

haben, das über weite Teile des Lebens niedriger als bei Männern ist.

Während Männer Selbstwert bevorzugt an Karriere und Macht definieren,

machen berufstätige Frauen diesen von der Anerkennung auf emotionaler

Ebene abhängig wie Lob und Dank. Andrea schrieb: „Ich bin mir

viele Dinge wert. Ich bin mir Liebe, Vertrauen, Ehrlichkeit, Zufriedenheit,

Geborgenheit und Familie wert. Leider sind diese Dinge in der heutigen

Zeit fast gänzlich verschwunden. Wird einem nicht der Marktwert-Stempel

aufgedrückt? Den wirklichen Wert auf dem Arbeitsmarkt bestimmen das

Diplom und vor allem das „Vitamin B“. Engagement wird als Selbstverständlichkeit

gesehen, Mehreinsatz/ Fleiß als falsche Organisation des Arbeitsplatzes,

Selbst seinen Wert zu bestimmen ist oft sehr schwierig oder

gar unmöglich. Gerne würde man seinen eigenen Wert oft höher sehen,

doch die Enttäuschung die man aus seinem Umfeld erfährt ist psychisch

vernichtend. Zumindest vermittelt dieses Gefühl oft die Arbeitstelle und die

Allgemeinheit.“

Wollen wir nicht versuchen, den eigenen Wert von einer neuen, unge-


wohnt persönlichen Seite zu betrachten, fernab vom ständig

schwankendem Fremdwert? Die Gesellschaft kann man nicht

ändern, aber jeder Mensch kann an seiner eigenen Einstellung

zu dieser und seiner Denkweise arbeiten. Somit ist er durchaus

in der Lage, seinen Wert selbst zu bestimmen, wenn er den Mut

dazu findet.

Selbstvertrauen kann das Resultat einer positiv erlebten Kindheit

sein, muss aber nicht. Viele Kinder, für die Lob und Anerkennung

ein Fremdwort war, entwickeln sich trotz allem zu

starken Persönlichkeiten oder vielleicht eben deshalb. Von

der Kindheit bis zum Erwachsenenalter ist es jedoch ein weiter

Weg. Wie eine Freundin treffend bemerkte: die Reife spielt

eine wichtige Rolle bei der Selbstreflexion und dadurch auch

bei der Bestimmung des Selbstwertes. Wenn Erwachsene unter

einem schwachen Selbstwertgefühl leiden, dann oft aus

dem Grund, weil sie einerseits zu hohe Erwartungen an sich

selbst stellen und andererseits ihren Fremdwert in den Vordergrund

rücken. Das zeigt sich bereits bei einem Bewerbungsgespräch:

„Welches Gehalt erwarten Sie sich?“ Ich kenne kaum

jemanden, der diese Antwort ungeniert beantwortet, vor allem

keine Frauen. Also ordnet man sich Tarifen unter, die nichts mit

dem Selbstwert gemein haben. Doch wenn wir uns selbst zu einem geringen

Preis verkaufen, dann wird ihn sicher kein anderer erhöhen. Niemand

sieht unsere Vorteile, wenn wir sie nicht betonen. Niemand schert sich um

unsere Erwartungen, wenn wir diese nicht mitteilen. Was tut man nicht

alles, um andere nicht zu enttäuschen, nicht abgelehnt zu werden und

lechzen wir nicht danach, von diesen Applaus zu kassieren?

Wenn wir ein gutes Selbstwertgefühl besitzen, dann bedeutet dies: wir

sind überzeugt, wertvoll und gut genug zu sein - trotz der Schwächen

und Fehler, die wir alle haben. Wir sind also mutig genug, uns selbst den

Rücken zu stärken, wir glauben an uns. Und das hat wirklich in keinster

Weise etwas mit Arroganz oder Narzissmus zu tun. „Je gesünder und positiver

unser Selbstwertgefühl ist, umso gelassener können wir mit unserem

Fremdwert umgehen“, sagen Psychologen. Aber vielleicht sollten wir statt

auf Experten, einfach auf Hermann Hesse hören: Der wahre Beruf des

Menschen ist, zu sich selbst zu kommen.

Andrea Hailer

Was bin ich mir wert?

titelthema 5

Ich ist? Jeder von uns kennt sie - mehr oder weni-

bin mir auf jeden Fall soviel wert, daß ich mich

bemühen möchte, keine Energiezuzler mehr in

mein Leben zu lassen. Was ein Energiezuzler

ger. Der Energierzuzler raubt einem Lebensenergie, Zeit - Lebenszeit

und gschdäid sie auf gut bayrisch so, dass der, nennen wir ihn

kurz EZ, zu allem Überfluss auch noch jede Menge Nerven kostet.

Auf der anderen Seite gestaltet der EZ sein Vorhaben so geschickt,

dass man immer wieder darauf rein fällt. Oft schenkt man, oder Frau,

je nachdem, dem EZ Nerven, Zeit, Geld, Katzenfutter und Energie,

weil man meint, man sei ihn so schnell wieder los. Was ein Trugschluss

ist. Ich sag´s Euch Leute.

Wie erkennt man einen EZ? An Sätzen wie „Kannst Du/Sie mal

schnell...das Layout machen...beim Umzug helfen...das Kind wickeln...das

Banner schalten..die Katze/den Hund/Hasen/Schildkröte/Mann

füttern..bei der Umfrage mitmachen...?“ Und natürlich:

kostenlos, am besten vorgestern, ohne Gemaule und mit Tages -

Make-up, wenn´s recht ist.

Gebt doch mal im Internet „Energiezuzler“. ein... „Meinten Sie: Energie

Zuzler.“ Meinetwegen. Klick. Da kommt man dann vom Hölzchen

aufs Stöckchen, bzw. raus bei Noagal-Zuzler. Meinte ich eben

NICHT. Schaun wir mal bei „Energiesauger“. Da schreibt wer in

einem Esoterik-Forum: „Ich hab keine Probleme mit Energievampiren.

Ich denke immer, dass dazu auch eine Bereitschaft gehört, sich

aussaugen zu lassen.“ Aha. Jetzt bin ich auch noch selber schuld.

Mir gangst. Und überhaupt: wie schreibt man eigentlich „Zuzler“?

Zutsler? Zuzzler? Wurschd! Von mir aus auch Tofu! Ihr wisst alle,

was ich meine, außer Ihr seid selber EZs. Jetzt bemühen wir uns

alle mal, keine EZs zu sein, einverstanden? Dann schon lieber NZ

(Noagal Zuzler)!

Bleibt sauber. Euer Hailerlight.

HAILERLIGHT


6

titelthema

Christian Luecking

Je mehr wir beschäftigt sind,

je mehr fühlen wir, dass wir leben. 1

Arbeit im

Wandel der Zeit

Von einer existenziellen Notwendigkeit hin

zur Visitenkarte einer ganzen Generation.

Nie zuvor standen persönliche Entfaltung

und Selbstverwirklichung mehr im Zentrum

unserer Gesellschaft als heute. Immer

stärker definieren wir uns über unseren

Beruf. Dabei steht außer Frage,

dass Arbeit viel mehr ist als die Existenzgrundlage, um

unseren Alltag zu bestreiten und für unsere kleineren

und größeren Träume Geld anzusparen. Vielmehr ist

sie selbst zum individuellen Markenzeichen, zur Visitenkarte

eines jeden von uns geworden. Zweifelsohne war

dies nicht immer so: Der Arbeitsbegriff hat in den letzten

2.500 Jahren eine steile Karriere hingelegt!

Sowohl in der griechischen als auch in der römischen Antike wurde Arbeit

v. a. im körperlichen Sinne als etwas Niederes angesehen. Wer arbeitete

war in der Regel unfrei und rechtlos. Vielmehr war es üblich, dass Arbeiter

vereinfacht gesagt „Leibeigene“ oder „Sklaven“ waren. Philosophen

oder Staatsleute dagegen wurden nicht zur arbeitenden Schicht gezählt,

sie galten als Gelehrte; ebenso konnte auch nicht jeder innerhalb des Militärs

- ein weiterer wichtiger Grundpfeiler der damaligen Gesellschaften

- Karriere machen. Alles war abhängig von Stand und Herkunft.

Erst innerhalb der einsetzenden Verstädterung des Mittelalters und der

vergrößerten Palette und Nachfrage an (vor allem handwerklichen) Berufen,

wurde Arbeit mit einem Bürgerrecht entlohnt. Immer stärker wurde

das Leistungsprinzip in den Mittelpunkt gerückt. Auch philosophisch

wurde der Arbeitsbegriff stark aufgewertet: „Je mehr wir beschäftigt sind,

je mehr fühlen wir, dass wir leben“, unterstreicht Immanuel Kant.

Der Zusammenbruch feudaler Strukturen, Kapitalismus und technische

Neuerungen führten schließlich zur Industrialisierung. Die Emanzipation

der Arbeiter selbst sowie der starke Modernisierungswille der Gesellschaft

läuteten die so genannte Arbeitergesellschaft ein. Das bedeutete,

dass man zu geregelten Arbeitszeiten, mit einem kalkulierbaren Einkommen,

einem Job nachgehen konnte. Ob dieser einem gefiel war absolut

zweitrangig. Verschiedene Faktoren - etwa Schulbildung, geografische

Herkunft oder Elternhaus - entschieden in der Regel, welche Arbeit man

ausübte, um seinen Lebensunterhalt zu verdienen.

Verglichen mit der Arbeit der Antike war dies ein enormer Fortschritt,

doch gemessen an den Möglichkeiten, die wir heute haben, noch immer

sehr rückständig. Alles scheint erreichbar, solange man sich selbst daran

macht, seine beruflichen Träume zu erfüllen: Angefangen mit einer guten

Schulausbildung, bis hin zum gewünschten Ausbildungs- oder Studienabschluss.

In den meisten Fällen hat man es selbst in der Hand - wenn

man nur den Mut dazu hat!

1 Immanuel Kant zitiert nach Paul Menzer „Eine Vorlesung über Kants Ethik“ 1924


Christian Luecking/ Henriette Matovina

LEBEN AUF PUMP

Warum nicht Luxusgüter zur Überschuldung einer Gesellschaft führen

Dispositionskredite, Kreditkarten oder Zahlen auf Raten - das bedeutet heute kaufen,

was man sich morgen hoffentlich leisten kann. Diese Denkart bringt man

gerne mit Amerika in Verbindung, so wie das „Vom Tellerwäscher zum Millionär“

-Prinzip. In Deutschland wurde dagegen lange Zeit mehr Wert darauf gelegt, mit

Geld vernünftig umzugehen. Das Wort „sparen“ wurde in einem Satz mit dem Ausdruck

„sich etwas ersparen“ verwendet oder durch „horten“ ersetzt. Anschaffungen wie das Haus

mit Garten, das Familienauto und die Vorsorge waren die überzeugenden Argumente, den

gefüllten Sparstrumpf zu öffnen. Und dennoch hat die Überschuldung auch in den deutschen

Privathaushalten Einzug gehalten, seit 2007 begünstigt durch das erleichterte Verbraucherinsolvenzverfahren.

Sicherheit vermittelt nun nicht mehr das Sparbuch, sondern

das Wissen, nach mageren sieben Jahren die angehäuften Schulden von der Backe zu

haben. Und während sich viele in dieser „Wohlverhaltensphase“ suhlen, laufen sich die

Gerichtsvollzieher die Füße wund, um ein wenig Kleingeld einzutreiben. Geringe Bonitätsanforderungen,

hohe und schnell vergebene Dispositionskredite und die einfachen Wege zu

Kreditgesellschaften erleichtern zudem das Leben auf Pump.

Was sind die Ursachen der verbreiteten privaten Überschuldung? Ist es wirklich das

überzogene Konsumverhalten? Sind es verlockende, aber undurchsichtige Angebote

wie die „Null-Prozent-Finanzierung“? Verleitet übertriebene Werbung dazu, in den

roten Apfel zu beißen? Ja, das Paradies ist verlockend, vor allem, wenn es mit Flachbildfernseher

und amerikanischem Kühlschrank ausgestattet ist.

Wir können Sie beruhigen und dem Allgemeindenken entgegensteuern: Die wenigsten

Haushalte sind aufgrund von unverhältnismäßig hohen Ausgaben für Luxusgüter verschuldet,

so aktuelle Studien verschiedener Universitäten. Die Zahl der überschuldeten Haushalte

schwankt immens, aber die Ursachen sind im Wesentlichen die gleichen: Insbesondere bei

Jüngeren war Arbeitslosigkeit mit über 30 Prozent der Hauptgrund für die Anhäufung der

Schulden. Veränderungen der Lebensverhältnisse wie Scheidung, Krankheit oder Suchtprobleme

waren bei ca. 20 Prozent der befragten Personen die zentralen Auslöser. Die meisten

über 50-jährigen sahen den Grund für ihre Überschuldung sogar häufiger in unzureichender

Kreditberatung und gescheiterter Immobilienfinanzierung. In den meisten Fällen waren sogar

mehrere Faktoren für die Überschuldung verantwortlich.

Trotz Hochrechnungen, Krise und schwindender Sparbücher: Dem Deutschen ist es immer

noch eigen, zu leben, um zu arbeiten. Doch Geld darf glücklich machen. Es wäre nur empfehlenswert,

den „Notgroschen“ im Sparstrumpf zu hüten.

titelthema 7

DINER´S FÜR DREI

wurde von dem Science- Fiction

1887 Autor E. Bellamy das erste Mal eine

Art Kreditkarte erwähnt. Doch erst ab 1924 gab es

die erste Kreditkarte in den USA, deren Herausgeber

das Industrieunternehmen Western Union war.

Bald darauf vergab auch die General Petroleum

Corporation eine Metall- Kreditkarte für ihre Mitarbeiter

und für vertrauenswürdige Kunden. Amerikanische

Hotels und Kaufhäuser zogen nach. Große

Gesellschaften boten minimale monatliche Bezahlung

auf die Kreditkarte oder einen 30- tägigen Zahlungsaufschub.

1949 kam die Kreditkarte, die wir heute kennen,

durch Frank McNamara in Umlauf. An einem Abend

im Jahr 1949 ist der New Yorker Kaufmann McNamara

mit zwei Geschäftsfreunden zum Essen verabredet.

Es ist ein vergnüglicher Abend – bis die

Bezahlung ansteht: McNamara will die Rechnung

übernehmen, greift in sein Jackett und bemerkt,

dass er seine Brieftasche vergessen hat. Daraufhin

ruft er seine Frau an, die ihm das notwendige Geld

ins Lokal bringt. Obwohl er die peinliche Situation

klären konnte, stellt er sich die Frage: Warum kann

man nur soviel Geld ausgeben, wie man in diesem

Augenblick dabei hat? McNamara und der Anwalt

Ralph Schneider werden die Gründerväter der

Kreditkarten-Gesellschaft “Diner’s Club”, einem bis

heute hauptsächlich in den USA verbreitetem Kreditkarten

Anbieter. Mit der Kreditkarte war, durch das

einfache Abzeichnen der Rechnung, der bargeldlose

Zahlungsverkehr möglich. 1951 kam durch die

New Yorker Franklin Bank die Master Card heraus.

Sie war die Kreditkarte, die den Durchbruch für ein

weltweites, bargeldloses Zahlen bedeutete.


8

titelthema

MOBBING

DAS PHÄNOMEN UNFAIRER ATTACKEN

Schickane, Ausgrenzung, Beschimpfung bis hin zu Nötigung:

Der Begriff Mobbing wurde 1963 von dem Verhaltensforscher

Konrad Lorenz geprägt, der das Gruppenverhalten

von Tieren erforschte. Mobbing - eine Ableitung aus

dem englischen Wort „to mob“: anpöbeln, angreifen und bedrängen

- hat der Arzt und Psychologe Heinz Leymann in den siebziger

Jahren mit der Arbeitswelt in Verbindung gebracht. Mobbing sorgt

für Zündstoff in den Betrieben, nicht zuletzt, da es eine Strafverfolgung

nach sich ziehen kann.

Kleine Reibereien mit den Kollegen, Meinungsverschiedenheiten mit dem

Vorgesetzten oder Probleme mit schwierigen Kunden: Jeder Mensch, der

schon einmal ins Arbeitsleben hineingeschnuppert hat, kennt die Differenzen,

die an jedem Ort entstehen, an dem mehrere Menschen zusammen

arbeiten. Das heißt aber nicht, dass jeder Streit, jede Auseinandersetzung,

jede Bemerkung oder andere Schwierigkeiten am Arbeitsplatz

gleich zu Mobbing führen oder als solches bezeichnet werden dürfen.

Gerade im deutschsprachigen Raum wird mit der Verwendung des

Wortes Mobbing häufig leichtfertig umgegangen. Es ist sogar zu einer Art

Modewort herangewachsen, dessen Gebrauch sich oftmals in falschem

Kontext wiederfindet. Was ist der Unterschied zwischen den kindlichen

Querelen zu ernstzunehmenden Mobbing-Attacken, die über längere Zeit

hinweg anhalten und regelmäßig auftreten? Die Grenzen, insbesondere

zwischen subjektiver Beurteilung von Bemerkungen und Verleumdung

oder übler Nachrede, sind verschwommen. Mobbing hat immense Auswirkungen

auf die Lebensqualität und viele Lebensbereiche des Opfers.

Neben starken psychischen und physischen Beeinträchtigungen kommt

es zur Zerstörung sozialer Beziehungen, einer Schädigung des gesellschaftlichen

Ansehens oder letztendlich sogar zur endgültigen Arbeitsunfähigkeit,

Suchtverhalten oder zum Selbstmord. Mobbing schleicht

sich langsam ein. Es beginnt mit harmlosen Späßen, Forderungen oder

persönlichen Beleidigungen und steigert sich bis zur offenen Aggression.

Die Festlegung einer Grenze ist schwierig, insbesondere wenn sich die

Attacken über mehrere Jahre hinziehen. In solchen Fällen ist es ratsam,

das Problem offen anzusprechen und sich an einen neutralen Berater

zu wenden. Wie die Zahlen anbei schon vermuten lassen, leiden nicht

nur die Betroffenen, sondern auch die Unternehmen unter feindseligen

Übergriffen am Arbeitsplatz, die mit einem sehr hohen finanziellen Aufwand

verbunden sind. Das schlechte Betriebsklima führt zu häufigen

Fehlzeiten, hoher Fluktuation und abnehmender Arbeitsproduktivität.

Am meisten verbreitet ist in Deutschland die etwas harmlosere Art des

Mobbings: Rufmord. Viele Mobber setzen beim „guten Ruf“ ihrer Opfer

an. Wer kann schon zurückverfolgen von wem ein Gerücht ausging? Abgesehen

davon, orientiert sich die öffentliche Meinung gern am unteren

Level, das Resultat davon: „Je mehr Dreck desto besser.“ Auf der Strecke

bleiben die Dezenten, die Scheuen und Sensiblen, denen oft nur der

Ausweg bleibt, die Firma zu wechseln oder sogar in eine andere Stadt

zu ziehen. Es sei denn man erwägt eine radikale Änderung der eigenen

Einstellung und hält es mit Wilhelm Busch:

„Ist der Ruf erst ruiniert, lebt sich‘s völlig ungeniert!“

Betrug die Zahl der bekanntgeworden Mobbingopfer

im Jahr 2000 noch 0,8 Millionen so stieg sie

bis 2007 auf 1,5 Millionen, also fast das Doppelte.

2010 waren 1,7 Millionen Menschen von Mobbing

betroffen.

Gerichtsverfahren (Zivilverfahren) legten im Zeitraum

2000 - 2009 um 30 Prozent zu.

Im Bereich Cybermobbing sind die Zahlen noch

deutlicher angestiegen, etwa um 70 Prozent!

Altersgruppen: Mit 60 % sind Arbeiter zwischen 35

und 50 Jahre am meisten von Mobbing betroffen.

Der sogenannte Mobbing-Risiko-Faktor ist in sozialen

Berufen, im Verkauf und bei Banken/ Versicherungen

am höchsten.

KOSTEN: 11,2 Mrd. € für direkte Aufwendungen

wie Krankheitsbehandlung sowie 13,4 Mrd. € für

indirekte Kosten als Folge des Produktionsausfalls.


Henriette Matovina

ARBEIT oder FRUST?

Die Masche mit der Prämie funktioniert nicht. Warum Führungskräfte

mehr dazulernen müssen als ihre Mitarbeiter.

Engagierte Mitarbeiter erwartet sich jeder Chef, einen engagierten Chef

erwarten sich Mitarbeiter. Doch was in der Theorie locker zu handhaben

scheint, ist in der Praxis oft nicht durchsetzbar. Zu verschieden sind Charaktere,

Erwartungen und Ansprüche, denen man nur mit individuellen

Lösungsansätzen begegnen kann.

Gehaltserhöhung, Prämien und Ehrenurkunden sind beliebte Mittel, um kurzfristige

Zufriedenheit zu erzeugen, aber keine Dauergaranten. Vielmehr sorgen Rahmenbedingungen

für Frust am Arbeitsplatz, den man mit materiellen Zuckerln nicht ausgleichen

kann. Zahlreiche Studien zeigen auf, dass die meisten Arbeitnehmer sich nicht mehr

an ihre Firma gebunden fühlen, 5 Prozent sind gar nicht mehr bereit, eigene Initiative

zu ergreifen. Auch Bonbons wie die Bezahlung nach Leistung oder „Mitarbeiter des

Monats“ wecken nicht selten eher Unmut, nämlich bei den 99 Prozent, die nicht die

Leistungsolympiade gewinnen. Insbesondere bei teamorientierten Arbeitsplätzen sind

solche Aktionen kontraproduktiv und zerstören rasch den Zusammenhalt.

Experten sind sich einig: Mitarbeitermotivation beginnt bei der Auswahl der richtigen

Führungskräfte, die glaubhaft vorleben, was sie selbst fordern. „Noch immer werden

die sozialen Kompetenzen von Führungskräften den fachlichen Qualifikationen zu sehr

untergeordnet“, sagen Wirtschaftspsychologen.

„In die oberen Etagen werden oft die knallharten Kalkulierer

gerufen. Leute, die mit Zahlen umgehen können

- nicht mit Menschen.“

Dauerhafte Motivation kommt aber von innen. Für Führungskräfte sollte es daher wichtig

sein, Mitarbeitern Verantwortung zu übertragen und sie einzubeziehen - zum Beispiel

durch umfangreiche Mitarbeiterbefragungen. Das funktioniert allerdings nur, wenn man

konstruktive Kritik ernst nimmt. Und am Ende sind es oft die kleinen, unspektakulären

Dinge, die das meiste ausrichten: ein aufrichtiges Lob, konstruktive Kritik und ehrliche

Wertschätzung der Arbeit wirken auf die meisten Mitarbeiter weitaus motivierender als

der jährlich erzwungene Betriebsausflug.

titelthema 9

MOTIVATIONSLOCH PASSÉ

8 Fragen Sie sich, ob Sie an der richtigen Stelle

arbeiten. Machen Sie etwas, was Ihnen Spaß macht

und in dem Sie gut sind? Denken Sie über Alternativen

nach - und wechseln Sie den Arbeitsplatz, falls Sie in

einer Sackgasse stecken.

8 Der Beruf ist nicht alles. Lassen Sie Familie und

Freunde nicht zu kurz kommen. Beides ist wichtig für

das innere Gleichgewicht.

8 Jammern Sie nicht! Vor allem nicht, wenn Sie aus

dem Urlaub zurückkommen. Das nervt nicht nur die

Kollegen, sondern sorgt für ein neues Motivationstief.

8 Entspannen Sie sich durch Sport und autogenes

Training. Beides hilft, auf andere Gedanken zu kommen.

Außerdem steigert es das Selbstwertgefühl.

8 Treffen Sie sich in Ihrer Freizeit mit Menschen,

die nichts mit Ihrem Job oder Ihrem Studium zu tun

haben.

8 Achten Sie darauf, dass Sie nach Feierabend und

am Wochenende wirklich entspannen.

8 Versprechen Sie nur, was Sie auch schaffen können

- sich selbst, Ihren Vorgesetzten oder Kollegen.

Alles andere führt nur zu Überforderung und Frust.

8 Gewöhnen Sie sich in Ihrem eigenen Arbeitsstil

Techniken an, die den Alltag erleichtern. Belohnen Sie

sich für gute Arbeit oder geben sich selbst ein kurzes

Feedback: „Was habe ich heute Vormittag geschafft?“

8 Qualifizieren Sie sich vielseitig, machen Sie

Sprachkurse, nehmen Sie an Fortbildungen teil. Dadurch

erweitern Sie Ihren Horizont - und im nächsten

Schritt vielleicht Ihr Aufgabengebiet.


10

titelthema

HANDWERK

3 FRAGEN

Das Handwerk kämpft mit fehlendem Nachwuchs.

Zahlreiche Lehrstellen bleiben unbesetzt.

Die langfristige Folge ist der Mangel an

Fachkräften. Ein Grund bei einem der führenden,

international operierenden Unternehmen

mit regionalen Wurzeln der Baubranche nachzufragen, das

kommendes Jahr sein 50jähriges Bestehen in Deutschland

feiert. Die Firma Swietelsky, mit Hauptsitz in Traunstein und

zahlreichen Standorten in der Region, bietet jährlich zahlreiche

Ausbildungsplätze für diverse Fachbereiche an. Im letzten

Jahr wurden sogar mehrere Lehrlinge für außergewöhnliche

Leistungen ausgezeichnet und alle übernommen.

„Wenn sich in Deutschland keine Lehrlinge finden, sucht

das Handwerk seinen Nachwuchs eben im Ausland“, so

ein Artikel in der Süddeutschen Zeitung. Kommt Ihnen

die schwierige Suche nach geeigneten Lehrlingen bekannt

vor?

In den vergangen Jahren zeigen sich bei der Lehrstellenbesetzung

immer die gleichen Probleme. Speziell bei den handwerklichen Berufen

ist die Anzahl der Initiativbewerbungen gleich Null. Selbst nach

Inseraten in den einschlägigen Tageszeitungen ist die Zahl der Bewerber

äußerst überschaubar. Leider lassen sich im Moment eben

nur wenige Jugendliche für eine Ausbildung im Baugewerbe motivieren.

Oft wird der Nachwuchs auch firmenintern über die Nachkommen

langjähriger Mitarbeiter quasi rekrutiert. Vielleicht ist in

diesen Familien die Akzeptanz für den Bauberuf durch den eigenen

Vater oder die Mutter etwas ausgeprägter. Bei den Lehrstellen für

den Technischen Zeichner/in oder den Bürokaufmann/frau ist das

Interesse grundsätzlich etwas höher. Dies zeichnet sich hier bereits

durch das Interesse an Praktikas ab.

Handwerk hat den Ruf eines soliden Berufsfeldes, das

keinen schnellen Entwicklungen unterworfen ist wie zum

Bespiel IT-Berufe. Woher kommt Ihrer Meinung nach das

Desinteresse der jungen Generation?

Der schnelle wirtschaftliche Aufschwung in der maschinellen Industrie

und in den IT Berufen hat uns in den vergangenen Jahren viele

Interessenten in diese Firmen abgezogen. Die anfänglich bessere

Bezahlung und die Arbeitsbedingungen „unter Dach“ sind eventuell

auch eine Grund für diese Entwicklung. Der Bauarbeiter an

der Straße ist vielleicht in den Augen der Jugendlichen immer noch

der Dumme, der bei Nässe, Hitze und Kälte seine Arbeit im Freien

verrichten muss. Das Arbeiten „auf dem Bau“ hat nicht unbedingt

an positivem Image in den letzten Jahren zugelegt. Die technischen

Entwicklungen in der Bauwirtschaft haben seit der Jahrtausendwende

erhebliche Schritte gemacht. Über die digitale Vermessung bis

hin zur dreidimensionalen Steuerung von Erdbaumaschinen geht

heute ohne den Computer auf der Baustelle fast nichts mehr. Dies

hat sich jedoch leider noch nicht in der breiten Masse herumgesprochen.

Es liegt an uns das Image des Baugewerbes wieder in das

richtige Licht zu rücken.

Wie schätzen Sie die Zukunftsaussichten eines handwerklichen

Berufes in der Baubranche ein?

Ich schätze die Zukunftsaussichten als sehr hoch ein. Viele unser

leitenden Angestellten haben Ihre Karriere als Azubi direkt am Bau

begonnen und sich in den letzten 15-20 Jahren weiterentwickelt,

weitergebildet und so bis zum Techniker oder Bauleiter hochgearbeitet.

Die unternehmerseitige Unterstützung der Weiterbildung

nach Abschluss der Berufsausbildung ist wohl in keinem handwerklichen

Beruf so hoch wie im Bauhauptgewerbe. In der Regel kann

bereit nach einem Gesellenjahr die Polierausbildung begonnen und

somit der Grundstein zum Meistertitel gelegt werden. Mit etwas

Fleiß, Grips und Interesse sind den Aufstiegsmöglichkeiten keine

Grenzen gesetzt.

Wir bedanken uns für das Interview bei

Dipl. Wirtsch. Ing. (FH), Helwig Falch, Bereichsleiter Tiefbau

Swietelsky Baugesellschaft m. b. H ., Traunstein


Alexandra Tobisch

KOMMENTAR:

DOPPELT BRINGT MEHR

Arbeiten bis der Arzt kommt oder ergeht es ihm genauso?

Lange Zeit war der deutsche Arbeitsmarkt vorwiegend von einem Prinzip

bestimmt, nämlich von „ganz oder gar nicht.“ Natürlich gab es die Paradiesvögel

neben den Blaumännern, wie zum Bespiel Künstler, die „brotloser

Kunst“ nachgingen und die man in der Arbeitswelt nur belächelt

hatte wie es der Onkel Heinrich Heines einmal über diesen bemerkte: „Hätten

gelernt machen Geschäfte, hätten nicht brauchen schreiben Gedichte.“

In den meisten europäischen Ländern sind Erwerbstätige mit einer Nebentätigkeit häufiger

als in Deutschland zu finden. Allerdings ist hierzulande die Zahl der Personen

mit mehreren Beschäftigungsverhältnissen in den letzten Jahren

weit über den europäischen Durchschnitt gewachsen. Wir kennen sie

noch, die Pioniere der Nebenjobber: es war der Versicherungsvertreter,

der neben seiner festen Anstellung versuchte, Versicherungspolicen zu

verkaufen. Landwirte, die von den Einnahmen aus der Landwirtschaft

ihre Familie nicht mehr ernähren konnten. Der „Ottonormalverbraucher“

jedoch erlernte einen Beruf oder machte einen Studienabschluss und

ergatterte sich anschließend einen Arbeitsplatz, auf den er im wahrsten

Sinnen des Wortes bauen konnte.

In den letzten Jahrzehnten hat sich der deutsche Arbeitsmarkt stark gewandelt,

der Schnelllebigkeit und Austauschbarkeit Platz gemacht und

damit an Sicherheit verloren. Eine Anstellung mit unbefristetem Arbeitsvertrag,

die gerechte Bezahlung - zumindest nach Tarif, pünktlich bezahlte

Löhne bleiben vielen Menschen verwehrt. Somit hält auch langsam,

aber sicher, das insbesondere aus Amerika bekannte Phänomen „Working

Poor“ Einzug in Deutschland. Das bedeutet, dass ein erheblicher

Teil der Erwerbstätigen der Mittelschicht nur mit Mehrfachbeschäftigungen

ein hinreichendes Haushaltseinkommen erzielen kann, um nicht

unter der Armutsgrenze zu leben. Nicht zuletzt führt jedoch diese Art der

Existenzsicherung, so Statistiken, langfristig zu gesellschaftlichen Problemen

(Schlüsselkinder) und zahlreichen berufsbedingten Krankheiten

wie zum Beispiel Burn Out. Am Ende vom Lied ist der Deutsche also

wieder da angekommen, wo er war - „Er lebt, um zu arbeiten.“

titelthema 11

KÖPFCHEN & DÜMMCHEN

Literatur zum Thema Job, Geld und Karriere gibt es wie

Sand am Meer. Von staubtrocken über übertrieben witzig,

vollgestopft mit Strategien, vom flachen „Mit Sexappeal

zum neuen Job“ bis hin zu „Karriere-Tipps für jeden Tag.

7 Minuten täglich, die Sie voranbringen.“ Zugegebenermaßen

hören sich die Titel mehr als Erfolg versprechend

an, doch wie Prof. Faltin, Herausgeber unserer Empfehlung

„Kopf schlägt Kapital“ in seinem Vorwort bemerkt:

„Auffallend ist, dass Sie unterwegs viele Berater treffen,

die vorgeben, den Weg zu kennen, ohne ihn selbst gegangen

zu sein.“ Prof. Faltin lehrt Unternehmensgründung

an der Freien Universität Berlin und ist zudem

Begründer der Teekampagne/ Projektwerkstatt GmbH,

das 2009 mit dem Gründerpreis ausgezeichnet worden

ist. Auf bestechend inspirierende Weise verpackt er die

trockene Theorie der Unternehmensgründung

in eine locker formulierte Sprache. Fern von betriebswirtschaftlich

geprägten Begrifflichkeiten

erklärt er den harten Stoff der Selbstständigkeit

mit greifbaren Beispielen und macht Mut, Ideen

zu verwirklichen.

„Kopf schlägt Kapital“, das Gegenteil von „Doof

it yourself“, das es wahrscheinlich nur aufgrund

der positiven Rezension von Helmut Karasek

-“Der Sound der Generation. Ein bemerkenswertes

Buch“ - in die Reihe der Spiegel-Bestseller

geschafft hat. Das sprachlich denglische

Niveau - Check it Out, die All-in-one-Fernbedienung

für dein Leben - ist schon bemerkenswert

weit unten angesiedelt und möchte sich damit

wohl effektiver der „doofen Generation“ anpassen:

Pauschalisierte Ratschläge und zahlreiche

Tipps, um sich mit Halbwissen durch das Leben

zu mogeln, folgen. Dieses Buch gibt das

Gefühl, dass die neue Generation dumm sei

und sollte sich daher, statt sich mühsam Wissen

anzueignen, mit Tricks über Wasser halten.

Ob das der beste Weg ist, schreibt jedoch keiner

der Autoren.


12

lebensart

Mal woanders ...

Anna Winter

Work andTravel

neugierig, Studium

in der Ta- JUNG,

sche, erste Jobs

erfolgreich absolviert, reiselustig - da

kann die Welt nicht groß genug sein. Ein

spontanes „Ja!“ auf die Frage meiner

Freundin, ob ich nicht auch gern mal in

Australien leben möchte, brachte mich

nur zwei Monate später in einen Flieger

von Emirates und nach weiteren 24

Stunden ans andere Ende der Welt. Wie

heißt es doch bei J. R. R. Tolkien: „Es ist

eine gefährliche Sache, Frodo, aus deiner

Haustür hinaus zu gehen. Du betrittst

die Straße und wenn du nicht auf deine

Füße aufpasst, kann man nicht wissen,

wohin sie dich tragen.“ Ziemlich unvorbereitet

brachten mich meine Füße

erst mal nach Kingscross, Sydneys bekanntem

Rotlichtviertel, das aber auch

Zentrum der Backpacker-Szene ist.

Um Geld zu sparen, heuerten wir im „Funk House“

als Chefköche an gegen kostenlose Unterkunft

und Verpflegung. Nicht, dass eine von uns jemals

für mehr als vier Personen gekocht hätte. Trotzdem

schwangen wir jeden Abend den Kochlöffel und versorgten

70 ausgehungerte Rucksacktouristen aus

aller Welt. Und was man alles lernen kann: noch

heute entstängle ich meinen Salat oder hacke ich

Knoblauch nach den Tipps unserer Zimmergenossin,

einer philippinischen Tabledancerin.

Weil sich in Sydney die Jobsuche auf Grund der

großen Konkurrenz sehr schwierig gestaltete, flogen

wir mehrere tausend Kilometer nach Westen, um

das „richtige“ Australien kennen zu lernen. Unser

Traum von einer Tour im Flower Power VW-Bus wurde

allerdings in der Autovermietung zerschlagen:

auf dem einzig verbliebenen Bus waren, für uns

sichtbar, nur zwei vollbusige Frauen abgebildet (und

ein riesiger Penis auf dem Dach – so erklärte sich

dann eine Woche später das ständige Hupen der

Trucks und das aggressive Verhalten einer älteren

Dame, die vom Balkon herunter schimpfte, als wir

höflich fragten, ob wir nicht in ihrer Einfahrt übernachten

könnten…).

Jeder Tag hielt neue Abenteuer und neue Bekanntschaften

für uns bereit: Begegnungen mit der nicht

ganz ungefährlichen Tierwelt Australiens, aber auch

mit den süßen Quokkas (Mini-Kängurus) auf Rottnest,

endlos langen roten Pisten und faszinierenden

Landschaften.

Nach einer aufregenden Zeit im Outback ruhten wir

uns in Adelaide etwas aus: drei Wochen putzten wir

in einem Hostel, wieder für Kost und Logis. So sparten

wir uns eine Menge Geld und hatten nach all der

Zeit in Mehrbettzimmern und dem Bus ein Loft nur

für uns alleine! Luxus pur! Den einzigen bezahlten

Job, den wir in den vier Monaten gefunden hatten

(Geschirrspülen und Putzen in einem Restaurant),

lehnten wir ab. Über Melbourne ging es zurück nach

Sydney, wo ich meine Reise alleine nach Neuseeland

fortsetzte. Das Wiedereinreisen mit einem Working

Holiday Visum ist in Australien kein Problem.

So konnte ich drei Monate als Tourist in Neuseeland

bleiben und danach ohne Behördengänge wieder

zurückkommen.

Da wir beide bereits in Deutschland Geld gespart

hatten, konnten wir uns den Luxus leisten, mehr zu

reisen als zu arbeiten, auch einmal geführte Ausflüge

zu machen, ein Auto zu mieten und Flug- und

Zugreisen zu buchen. Ohne Rücklagen hätten wir

uns diese Summe nie in Australien erarbeiten können.

Die meisten Jobs bekommt man dort als Ern-


tehelfer, dabei verdient man derzeit

durchschnittlich 7,60 Euro = 12,75

AUD, abzüglich 29 Prozent Steuerabgaben

und den Ausgaben für Kost

und Logis (Ein Teil der Steuern kann

zurückgefordert werden, aber erst

nach dem Aufenthalt.) Man müsste

also ca. 5-6 Wochen arbeiten und

asketisch leben, um einen Monat zu

reisen und könnte immer noch keine

großen Sprünge machen. Außerdem

ist es harte Arbeit:

Melonen zum Beispiel wiegen um

die 15 kg, müssen sehr behutsam

geerntet werden, oft wird nach Stückzahl

abgerechnet.

Zurück in Perth heuerte ich in einem

Restaurant an. Diese Jobs sind spärlich

gesät, man bekommt sie meist

nur mit sehr guten Englischkenntnissen

und wenn man vorhat, länger zu

bleiben (mindestens drei Monate).

Außerdem benötigte ich ein Gesundheitszeugnis.

Das Working Holiday Visum ist hervorragend

und unkompliziert, wenn

man für längere Zeit ein Land bereisen

möchte. Für die Reiseplanung

und die benötigten Geldmittel sollte

man sich vorab überlegen, was

einem wichtiger ist: mehr Reisen, kurze

Jobs und dadurch vor allem Kontakt

mit internationalen Backpackern

oder lieber doch lange an einem Ort

in einem besseren Job arbeiten und

dafür wirklich Land und Leute kennen

lernen. Also, raus aus der Haustür

und auf ins Abenteuer!

Luxus sieht bei Work & Travel anders aus:

Das Bild zeigt unsere zwar unaufgeräumte,

aber beste Unterkunft.

White Board


14

lebensart

Andrea Hailer & Henriette Matovina

ALT & ÄLTER

Woran merkt man eigentlich, dass man älter wird? Eine kleine

Gesprächsrunde unter Frauen...

Von: h.matovina@bizz-das-magazin.de

Gesendet: Freitag, 11. Februar 2011 16:02

An: Andrea Hailer

Betreff: alt & älter

Liebe Andrea,

woran merkt man eigentlich, dass man älter

wird? Weil die Eltern älter werden oder die

Kinder uns beim angesagten Styling beraten?

Wenn sich die gefühlte Tagesform dem wahren

Alter annähert? Wenn man mit dem neuen

Handy „nur“ telefoniert? Ich stehe in der

Schlange, umgeben von Teens in körperbetonten

Overalls, die im zarten Alter schon terminieren

und noch dazu aussehen wie frisch

geschlüpfte Businessküken. Ich trage meinen

Wohlfühlpulli und kein Tages-Make-up. Bin ich

alt oder möchten die Kleinen älter sein? Jeder

Schritt, bei dem mein Ischias aufschreit, aber

mich näher an die verdammt junge Kassiererin

bringt, stelle ich fest, dass ich das potentielle

Pimkie-Alter längst überschritten habe und

mein Geburtsjahr einfach ins Unterbewusstsein

verfrachte. Vor allem nach der Frage

„Möchten Sie bar oder

mit Karte bezahlen?“

Manchmal sehne ich mich nach den Zeiten, als

ich noch beim Kauf einer Jack Daniels Flasche

den Ausweis vorzeigen musste. Also stopfe ich

mein rosafarbenes (Hält-Jung) -T-Shirt in meine

überdimensionale Handtasche und flüchte

in den nächsten Drogeriemarkt. Anti-Aging-

Pflege heißt das Zauberwort. Und jetzt lass

bitte nicht den Spruch „Hauptsache im Herzen

jung“ los – das hat meine Mutter schon getan

;(((

Deine, sich heute älter fühlende, Henriette

Von: a.hailer@moedmd.de

Gesendet: Samstag, 12. Februar 21:12

An: Henriette Matovina

Betreff: AW: alt & älter

Liebe Henriette,

alte Freundin!

Davon abgesehen, dass ich NICHT glaube,

dass du dir jemals eine Flasche Jackie einverleibt

hast, bleibt das Herz nicht jung, da

erzählt dir deine hochgeschätzte Mama nicht

ganz die Wahrheit. Und schon lange nicht,

nach dem „Genuss“ einer Flasche Hochprozentigem.

Bekommt unser einer ja schon

Kopfweh und drei Tage Kater bei zwei Flaschen

Bier. Daran merkt man, dass man nicht

mehr der junge Haudegen ist, der Frau mal

war. Auch daran, dass man „früher“ nach irgendwelchen

Gelagen, schnell heim ist, dann

duschen, umziehen und ab in die Schule! Und

heute? Heute überlegt man dreimal, ob es

das wert ist. Und überhaupt, Stichwort „Pimkie-Alter“:

eine wunderschöne Umschreibung

für das, wegen dem wir uns gerade unsere

nach Collagen, Hyarolon, oder wie das Zeug

heißt, dürstenden Stirn in Fältchen werfen!

Im Pimkie-Alter war ich nie - bin ich zu alt, so

schaut´s aus. Ist das so schlimm?

Dein alter Haudegen

P. S. Und überhaupt: ein Handy ist zum Telefonieren

da. In dem großen Fachgeschäft da

gibt´s extra eine Abteilung „Mobil telefonieren

für Senioren“ - Tasten, so groß wie Turnschuhe.

Sehr zu empfehlen;) und vor allem:

UNMISSVERSTÄNDLICH.

besorgen

Gurken

Quark, Gemüse

Nachtcreme Antif. + Tag

Ratgeber für Tipps

Venencreme

Make-up rose

Wasser

Von: a.hailer@moedmd.de

Gesendet: Freitag, 18. Februar 2011 15:09

An: Andrea Hailer

Betreff: RE: AW: alt & älter

Liebe Andrea,

Jack Daniels mit ´ner eiskalten Coke war unser

Wochenend-Wellnessdrink - nix von wegen

Maracuja-Prosecco und Gummibärli-Saft. Ja,

andere Zeiten waren das, die man mir heute

gar nicht mehr zutraut. Was passiert ist? Ich

habe Kinder gekriegt. Oder es ist einfach das

Alter, die Reife - wie eine gute Freundin letztens

ansprach - oder der Selbstwert, das im

Moment am heißesten diskutierte Thema in der

Agentur. (Wir sind schon bei den Lemmingen

angekommen, die sich freiwillig von der Klippe

stürzen...)

Lange Nächte - die gibt´s in der Arbeit, heiße

Nächte, wenn wir über Prognosen, Zukunft

und Entwicklung diskutieren oder unsere Kinder

Fieber haben.

Aber was soll´s?

Ich möchte nicht mehr zurück in die Pubertät.

Ich bin gerne da, wo ich jetzt bin. Wäre halt

cool, wenn sich die Alterserscheinungen noch

ein bisschen Zeit lassen würden. Auf der anderen

Seite sollte ich es nicht auf´s Alter schieben:

katastrophale Ernährung, die nichts knackig

Grünes zu bieten hat, der einzige Sport

das Windelnwechseln und Fingergymnastik an

der Tastatur - das junge Gemüsealter ist gegessen.

Und jetzt hör ich auf zu Jammern, dafür

bleibt im Moment zu wenig Zeit. Wie heißt es

so schön - „Wenn der Mensch keine Probleme

hat, dann sucht er sich welche.“

Deine Henriette


d

FAMILIENZEIT

16 � ALLEIN UNTER ELTERN

Ehrliche Worte einer Alleinerziehenden.

18 � KINDERTHEATER

Kultur für die Kleinsten

19 � LESEECKE

Besser als Buchstabensuppe

20 � ZIMT MUFFINS

Schnell zubereitet & richtig lecker!

21 � SCHWAMM DRÜBER

Was nicht passt, wird passend gemacht!

Unsere Redakteurin Anna Winter über

schulische Leistungsmessung


allein unter eltern

Alleinerziehend zu sein ist nicht mehr die Ausnahme. Wenn Schwierigkeiten auftauchen, ist die

gesellschaftliche Toleranzgrenze schnell erreicht. Ein Erfahrungsbericht.

Henriette Matovina


Die Gesellschaft ist tolerant, zumindest sagt

sie das. Vorbei sind die Zeiten, in denen die

mögliche Personenbeschreibung „geschieden,

mit Kind“ einen Aufschrei ausgelöst hatte.

Die Gruppe alleinerziehender Mütter und

Väter steht nicht mehr am Rande, sondern

rückt immer mehr in den Mittelpunkt der modernen Welt, in der

auf jeden, der auf familiäre Beständigkeit pocht, mit dem Stock

der Emanzipation eingeprügelt wird. Allerdings muss man anmerken,

dass Alleinerziehende nur aus „Selbstsucht“ in diese

Situation geschlittert sind und die Konstellation „Mann, Frau und

Kind“ ablehnen. Über 10 Prozent aller Familien sind „Ein-Eltern-

Familien“, davon wiederum über 80

Prozent alleinerziehende Mütter, laut

Studien des Statistischen Bundesamtes.

Angesichts dieser Zahlen

möchte man meinen, dass heutzutage

alles kein Problem mehr ist: das

Umfeld hat Verständnis, Vereine helfen, das Jugendamt bietet

Unterstützung. In schlaflosen Nächten kann man sich sogar online

mit Betroffenen austauschen. Der soziale Halt greift scheinbar.

Doch hinter der vorgetäuscht lockeren Fassade verbergen

sich Einsamkeit und die Angst vor schneller Verurteilung, wenn

man versagt.

„Es ist immer leicht, Ratschläge zu erteilen, wie es viele gerne tun. Aber

niemand kann sich in die Situation wirklich einfühlen, der sie nicht selbst

erlebt“, sagt Andrea Leichtenberger, selbstständige Bekleidungstechnikerin

für Damen- und Herrenmaßanzüge aus Rabenden/ Altenmarkt. Ich

bin eingeladen in ihr Haus, dessen Interieur mich glatt von den Socken

haut: Alles selbstgemacht, vom Steinboden bis zum Kamin. Vor kurzem

hat eine Dachlawine einige Ziegel vom Vordach gerissen. Eine Firma

beauftragen? Zu teuer. Mann mit Rat und Tat zur Seite. Fehlanzeige. „Do

it yourself“ heißt die Devise der starken Frau, die mir gegenübersitzt.

Andrea hat viel erreicht, was andere oft zu zweit nicht bewältigen. Doch

seitdem ihr Sohn Schwierigkeiten hat, sich in der Schule zu konzentrieren,

muss sie mit noch härteren Bandagen kämpfen. Perfekt zu sein,

das wird von der Umwelt erwartet, die gerne ganz genau beäugt und

beurteilt, vor allem bei Alleinerziehenden. Sind die Noten unterdurchschnittlich,

das Kind mal frech oder ungezogen, wird schnell zum „Ist ja

kein Wunder, stammt ja aus zerrütteten Familienverhältnissen“ – Stempel

gegriffen. „Ich versuche, alles mehr als perfekt zu machen und das

ist anstrengend. Ich versuche, Vater und Mutter gleichzeitig zu sein,

meinem Sohn mehr zu bieten, weil ich das Gefühl habe, Defizite ausgleichen

zu müssen. Es ist niemand da außer mir, der zum Beispiel die

Hausaufgaben mit meinem Sohn macht, nur weil ich eigentlich arbeiten

müsste. Also bleibt die Arbeit für die Nacht. Ich bräuchte mehr Arme und

Beine, die doppelte Kraft und die doppelte Geduld“, erzählt sie. „Ich will

mich nicht beklagen oder jammern. Aber man merkt schon, dass man

als Alleinerziehende unter Eltern gern ausgeschlossen wird, nur weil

man weniger Zeit für Kaffeekränzchen hat. Und wenn mal die Nerven

überstrapaziert sind, wird mir das von Vollzeitmamas sofort angekreidet

als wäre das nicht das Normalste der Welt. Zeig mir doch Eltern, die 24

Stunden am Tag, 365 Tage im Jahr Geduld aufbringen. Statt es aber zuzugeben,

spielt man Tag ein, Tag aus heile Welt.“ Andrea ist unabhängig

und ehrlich, meistert ihr Leben so selbstständig wie nur möglich, auch

wenn es manchmal noch so mühsam ist. Zeitmanagement, Kinderer-

„Perfekt zu sein, das wird

von der Umwelt erwartet.“

MEHR ARBEITEN

für die Katz´!

familienzeit 17

ziehung, Haushalt, Geld verdienen, Unterlagen verwalten: Organisation

steht an erster Stelle für die alleinerziehende Mutter, die ihr Kind nicht

mal auf die Schnelle zur Oma schieben kann. Und im Gegensatz zu anderen

Ländern, ist die Fremdbetreuung von Kindern in Deutschland nur

begrenzt möglich oder unerschwinglich. Doch Andrea hat alles im Griff:

nach mehreren Anstellungsverhältnissen hat Sie sich zur Selbstständigkeit

entschlossen, die sie zu Hause in ihrem Atelier ausüben kann.

„Den Wiedereinstieg in den Beruf zu schaffen ist nicht einfach, schon gar

nicht, wenn man alleinerziehende Frau ist“. Direkt zeigt sich das auch

schon mal in Bewerbungsgesprächen, die Monika Kleppek, Autorin des

Buches „Hilfe! Alleinerziehende Mutter braucht einen Job, halbtags!“

an folgendem Beispiel greifbar macht: „Was machen Sie, wenn das Kind

krank ist?“ - „Ich habe einen Nanny.“ - „Und

was machen Sie, wenn die Nanny krank ist?“

Warum würde so eine Frage niemals jemand

an Mitglieder einer „intakten“ Familie

stellen?

Die soziale Lage für allein erziehende Mütter und die Doppelbelastung

in den Rollen als Mutter und berufstätige Frau, die die Existenz

sichern muss, ist nicht leicht zu bewältigen und verdient

mehr ehrliche Anerkennung, auch in einer Welt, die doch noch an gesellschaftlich

und kulturell geprägten, geordneten Rollenvorstellungen

hängt. Und bitte: jenseits von der Emanzipationskeule und Frauenquote.

Vorreiter könnten hier auch die Medien sein: statt Frauentausch und Supernanny,

die zu Gunsten von Zuschauerquoten den Fokus gern auf Alleinerziehende

richten, die „ihr Leben nicht auf die Reihe kriegen“, sollte

man das Bild, das man in die Köpfe der Zuschauer pflanzt, gerechter

und mit echten Mutmachern besetzen.

Das deutsche Steuersystem erschwert bei vielen Alleinerziehenden

den Wiedereinstieg in den Beruf zusätzlich.

Das ist das Ergebnis einer Studie der Bertelsmann-Stiftung.

Demnach lohnt sich nur in seltenen Fällen der Wechsel aus

geringfügig bezahlten Minijobs auf 400-Euro-Basis in besser bezahlte

Tätigkeiten. Übersteigt das Bruttoeinkommen die 400 Euro,

muss Einkommensteuer auf die gesamten Einkünfte gezahlt werden.

Alleinerziehende können hier maximal auf die Steuerklasse 2

hoffen und sind gegenüber verheirateten Paaren mit Familie deutlich

schlechter gestellt. Bei einem Bruttoeinkommen von 500 Euro fallen

bei einem Steuersatz von 25 Prozent dann 125 Euro Einkommensteuer

an – unter dem Strich hätte eine Alleinerziehende somit also

nur 375 Euro netto und damit weniger als bei einem Minijob. Um

den Anreiz für eine stärkere Erwerbstätigkeit von alleinerziehenden

Müttern zu erhöhen, schlägt die Bertelsmann-Stiftung vor, die Freigrenze

von 400 Euro durch einen Freibetrag zu ersetzen. Nur die

Summe, die die 400 Euro überstiege, sollte durch Steuern und Sozialabgaben

belastet werden. Sollte es auf diese Weise gelingen,

mehr Mütter in sozialversicherungspflichtige Jobs zu bringen, würde

dies auch den Sozialkassen zugute kommen.


18

familienzeit

BIZZ!SUCHBILD

Wir haben in das untere Bild 7 Fehler eingebaut!

r

5. KLOSTERMARKT

IN RAITENHASLACH

Ein würziges Klosterbier von

Schwester Doris, Bayerns

einziger Braumeisterin, Deftiges

vom Grill und dazu ein warmes,

knuspriges Holzofenbrot aus St.

Florian. Als Nachspeise gibt es feine

Süßigkeiten und Karmelitentrüffel

aus dem Karmelitenkloster St. Josef.

Die schmackhaften Köstlichkeiten

aus eigener Herstellung bringen die

25 Klöster und Abteien aus Deutschland,

Österreich, Ungarn und sogar

Weißrussland zum Klostermarkt in

Raitenhaslach mit. Natürlich dürfen

auch Tee, Honig, Senf und weitere

Schmankerl nicht fehlen. Die Blumen

der Klostergärtnerei Gars duften

durch den Prälatengarten. Die mitgebrachten Köstlichkeiten und

Erzeugnisse sind aus biologischem Anbau, nach alten Rezepten

und mit viel Liebe hergestellt. Für Leib und Seele ist also bestens

gesorgt… Neben dem geschäftigen Marktgeschehen gibt es ein

abgestimmtes Rahmenprogramm für Jung und Alt, dass die Besucher

einlädt auf dem Klostermarkt zu verweilen.

Tourist-Information Burghausen, Stadtplatz 112,

84489 Burghausen, Telefon 08677/ 887140

www.tourismus.burghausen.de

KINDERTHEATER RITTER ROST

„Ritter Rost und das Gespenst“, das Musical nach dem gleichnamigen Buch

mit Noten und CD von Jörg Hilbert (Text/Illustration) und Felix Janosa (Musik)

geht auf Tournee. Die 3. von bisher 4 Produktionen ist laut den Autoren auch

schon für Kinder ab 4 Jahren gut geeignet. Ein obdachloses Gespenst erscheint

auf der Eisernen Burg von Ritter Rost und veranstaltet zusammen mit

Koks, dem Hausdrachen, eine Gespenstershow. Dabei sind das Burgfräulein

Bö, König Bleifuss, der Verbogene, sein Schreiber Ratzefummel, der Ritter

Rost persönlich und viele andere Blechritter. Am Ende wird ein großes Turnier

ausgerichtet, das mit einer dicken Überraschung für den Ritter Rost endet.

U

KINDERTHEATER HAYDN FÜR KIDS

Kinderfestspiele Salzburg | präsentiert von ESB

Joseph Haydn war ein durchaus humorvoller Zeitgenosse, was sich auch in

seinen Kompositionen niederschlug. In der berühmten Symphonie mit dem

Paukenschlag etwa “stört” die Pauke an scheinbar ungünstigen Stellen; in

der Abschiedssymphonie verlassen die Musiker nach und nach die Bühne,

womit Haydn auf charmante Weise den Wunsch seiner Musiker nach

Urlaub zum Ausdruck brachte. Was Haydn sonst noch erlebte, warum er

die Musikgeschichte nachhaltig beeinflusste und warum er als Österreicher

auch die deutsche Hymne komponierte – das alles erfahren große und kleine

Zuhörer ab drei Jahren in einem Konzert, das Joseph Haydn als Komponist

und Mensch erlebbar macht.

U

09.04.2011 - 15.00 Uhr - Haus der Kultur, Waldkraiburg

16.04.2011 - 14.30 Uhr - k1, Traunreut


Marie-Aude Murail

DREI FÜR IMMER

Bonjour, le malheur! Kaum jemand

fängt den Ernst des Lebens

mit so viel Humor ein wie

Marie-Aude Murail. In diesem Roman

machen sich drei verwaiste

Geschwister auf die Suche nach

ihren älteren Halbgeschwistern

in der Hoffnung, dort ein neues

Zuhause zu finden. Was ihnen

auch gelingt – aber bis es so

weit ist, hat der Leser sich mehr

als einmal verstohlen die Tränen

der Rührung und des Lachens aus den Augen gewischt. Eine Geschichte

voller turbulenter Ereignisse, schräg, zeitgemäß, witzig und

unglaublich ergreifend.

AUSGEZEICHNET Marie-Aude Murail stammt aus einer Schriftstellerfamilie

aus Le Havre, Frankreich. Sie studierte Philosophie an

der Sorbonne. Mit ihren Geschichten amüsiert sie Kinder wie Erwachsene

– deshalb zählt sie zu den beliebtesten zeitgenössischen

Kinder- und Jugendbuchautorinnen Frankreichs und wurde mit zahlreichen

Preisen geehrt. 2008 wurde ihr Roman »Simpel« von der Jugendjury

mit dem Deutschen Jugendliteraturpreis ausgezeichnet.

Wir entdecken die Zahlen

WIESO? WESHALB? WARUM?

Zahlen, das weiß jedes Kind, haben

etwas mit Zählen zu tun. Dieser Band

zeigt eindrucksvoll, dass die Welt der

Zahlen noch viel mehr umfasst: Zahlen

bringen Ordnung ins Leben. Neben

den Ausflügen in die Geschichte

- Woher kommen unsere Zahlen? Wer

hat und warum die Zahlen „erfunden“?

- werden auf zahlreichen Seiten

Übungen angeboten: Suchbilder,

Plus- und Minusgeschichten sowie

eine Seite mit Tafelfolie zum selber

Rechnen.

familienzeit 19

SINNVOLL Das Buch bringt ihrem Kind auf anschauliche und spannende

Weise den Umgang mit Zahlen nahe. Durch das einzigartige Konzept der Wieso?

Weshalb? Warum? Buchreihe können Kinder ab 4 Jahren den Spaß am

Lernen entdecken. Die Bücher sind sachlich, genau recherchiert und mit Hilfe

bunter Bebilderung kinderfreundlich dargestellt. Die Klappen bieten spielerisch

ungewohnte Ein- und Überblicke und sorgen dafür, dass mit zahlreichen Spieleffekten

Spaß und Wissenserwerb Hand in Hand gehen.

� Taschenbuch / Fischer Verlag / Preis: 8,95 / ISBN: 978-3-596-80995-0 �

Hardcover / Ravensburger Buchverlag / Preis: 12,95 / ISBN: 978-3-473-33295-3

GESUNDE FRISCHE AUS DER REGION!

Gerade zum Ende des Winters ist es besonders wichtig, sich mit gesunder

Ernährung und vielen Vitaminen fit fürs Frühjahr zu machen.

Eine Riesen-Auswahl an gesundem Bio-Obst und Gemüse bieten die

beiden biofair-Märkte in Trostberg und Traunstein. Aber nicht nur das:

biofair ist längst zur festen Adresse für ernährungsbewusste Genießer

geworden. Gelobt wird vor allem die Frische, die enorme Sortimentsbreite

und das große Angebot an Produkten aus der Region.

Am 5. November 2009 öffnete der biofair-Markt zum ersten Mal seine Pforten.

Mitbegründer Richard Müller hatte eine klare Vision: „Wir wollen gerade

auf dem Land den Menschen die Möglichkeit geben, Bio-Produkte

in großer Auswahl zu kaufen. Alles mit einem starken Bezug zur Region.“

Denn Bio ist nicht nur gesund, sondern auch umweltschonend. Vieles

bezieht biofair direkt aus der Region. Fleisch von ansässigen Bauern.

Wo es möglich ist, kommt auch Gemüse und Obst von nahegelegenen

Lieferanten. Frische Backwaren kommen von Bio-Bäckern vor Ort. Das

garantiert kurze Wege und eine geringe Umweltbelastung. Und so ganz

nebenbei wird die regional ansässige Bio-Landwirtschaft gefördert. Auch

das gehört zur Philosophie von biofair.

Mehr BIO von hier kommt sehr gut an.

Anzeige

Dass dieses Konzept vom Verbraucher sehr positiv angenommen wird,

zeigt die Erfolgsgeschichte von biofair. Bereits 4 Monate nach dem

Start in Trostberg eröffnete ein weiterer biofair-Markt in Traunstein in der

Stadtplatzpassage. In beiden Märkten finden die Kunden auf ca. 500 m2

Verkaufsfläche alles für die gesundheitsbewusste Ernährung und eine

große Auswahl an Naturkosmetik. In Trostberg bietet das biofair-Bistro

zusätzlich einen abwechslungsreichen, gesunden Mittagstisch. Den biofair-Markt

finden Sie in Trostberg, Bayernstraße 8 und in Traunstein am

Karl-Theodor-Platz 33, direkt hinter Rossmann.

Mehr BIO von hier.

BIO-Obst ist kerngesund und stärkt die Abwehrkräfte

Holen Sie sich Ihren natürlichen Vitaminschub. In den

biofair-Märkten Trostberg und Traunstein.

Trostberg:

Bayernstr. 8

ggb. Busbahnhof

Tel.: 0 86 21/90 59 83 0

Mo - Fr 9.00 bis 19.00 Uhr

Sa 8.00 bis 14.00 Uhr

Kommen

Sie ins

Vitamin-Reich

Traunstein:

Karl-Theodor-Platz 33

in der Stadtplatzpassage

Tel.: 0 861/16 60 99 0

Mo - Fr 8.30 bis 19.00 Uhr

Sa 8.00 bis 14.00 Uhr

riesige

Obstauswahl

www.biofair-chiemgau.de


20

familienzeit

ZIMTMUFFINS

MIT NUTELLA

ZUTATEN

Butter oder Papierförmchen für das

Blech,

240 g Mehl, 2 TL Backpulver,

1 Pck. Bourbon-Vanillezucker,

½ TL Salz, 150 g Butter,

200 g Zucker, 1 Ei,

110 g Saure Sahne,

60 ml Milch, Nutella, 1 TL Zimt

1. Den Backofen auf 190° C vorheizen. Das Muffinblech mit Förmchen auslegen

oder mit Butter ausfetten.

2. Mehl, Backpulver, Vanillezucker und Salz in einer großen Schüssel vermischen.

80 g Butter zerlassen und mit 100 g Zucker, dem Ei, Saurer Sahne und Milch in

einer mittelgroßen Schüssel gut verrühren.

3. Die flüssigen Zutaten in die Mehlmischung geben und vermengen, bis das Mehl

ganz untergearbeitet ist.

4. Den Teig zur Hälfte gleichmäßig auf die Muffinformen verteilen, einen halben

Teelöffel Nutella darauf geben, dann den restlichen Teig gleichmäßig verteilen. Die

Muffins auf der mittleren Schiene des Ofens 18 – 20 Minuten backen, bis sie leicht

bräunlich sind. Nach 10 Minuten aus den Vertiefungen nehmen und auf einem

Gitterrost abkühlen lassen.

5. Die restliche Butter zerlassen und in eine kleine Schüssel geben. Den restlichen

Zucker und Zimt in eine andere Schüssel geben und vermischen. Wenn die Muffins

nicht mehr heiß sind, jeden Muffinkopf erst kurz in die Butter und dann in den

Zimtzucker tauchen. Die Muffins am besten warm und frisch genießen.

GEBOREN 2011

Dermatologischer Wandel, höhere Lebenserwartung,

Anstieg der Rentenbezugsdauer, späterer Berufseinstieg,

Rückgang der Geburtenzahl: der Rentenbeginn

mit 70 Jahren wird immer wahrschein-

licher.

2011 in Deutschland geborene Jungen haben im Durch-

schnitt eine Lebenserwartung von 77,5 Jahren,

Frauen von 83 Jahren. Und wahrscheinlicher als

heute ist, dass Ihr Kind 100 Jahre alt wird.

In den nächsten Jahren wird die Zahl der Studierenden

laut Kultusministerium zwar stark ansteigen und bis

2014 bis zu 2,7 Millionen betragen. 2020 er-

wartet man jedoch wieder einen Rückgang auf etwa 2,3

bis 2,4 Millionen Studenten. Der Arbeitsmarkt wird sich

durch die geburtenschwachen Jahrgänge entspannt

haben.

Die durchschnittliche Körpergröße bei jungen Männern

stagniert seit einigen Jahren bei 180,1 Zentimetern,

während das durchschnittliche Gewicht um 1,5 Kilo-

gramm zugenommen hat. 52 Prozent der

Männer fallen bereits heute in die Kategorie „übergewichtig“.

Frauen dagegen sind heute 42 Prozent

übergewichtig. 4 Prozent der Frauen sind heute untergewichtig.


Diese Grafik von Hans Traxler hängt in meinem Arbeitszimmer

über dem Monitor. Es ist Donnerstagabend, 22:00 Uhr,

ich sitze über den Zeugnissen, trage die im letzten halben

Jahr gesammelten Leistungen meiner Schüler ein. Vor mir

die Schülerbeobachtungen der fünf Schüler, die in Mathe die

Note 3 erhalten. Mein Herz macht einen Freudenhüpfer: Moritz,

der sich auf Grund früherer Misserfolge für „zu blöd fürs

Rechnen“ einstufte, hat sich von einer 5 auf eine 3 verbessert. Rebecca

soll aufs Gymnasium. Sie hatte keinen einzigen Fehler in den Proben, setzte

sich aber so unter Druck, dass sie alles dreimal prüfte und in der vorgegebenen

Zeit nie fertig wurde. Aleyna ist auch ein heller Kopf, doch mit ihren

noch schlechten Deutschkenntnissen blieben ihr viele Aufgabenstellungen

einfach unverständlich. Für Leo, ein guter Schüler, schienen in diesem Jahr

Hausaufgaben unter seiner Würde zu sein. Faulheit und Flüchtigkeitsfehler

ließen ihn auf eine 3 zurückfallen.

Tim dagegen übte zuhause

fleißig. Dadurch konnte er

bekannte Rechnungen sicher

lösen, Neues wird ihm jedoch

immer Schwierigkeiten bereiten.

Sie alle erhalten für ihre

erbrachte Leistung das gleiche

„Befriedigend“.

Gerecht? Welchen„Dreier“

würden

Sie als Unt

e r n e h m e r

einstellen? Für Eltern und

Wirtschaft scheinen Noten

als Vergleichs- und Auswahlinstrument

unverzichtbar, derweil

sind die Faktoren, die sie beeinflussen, kaum zu überschauen. Damit

die Auslese „objektiver“ funktioniert, werden in der Grundschule seit dem

letzten Schuljahr die gleichen Proben am gleichen Tag, zum Beispiel in

allen vierten Klassen, geschrieben. Sinnvoll? Was wurde aus dem „individualisierenden

Unterricht, der sich am Leistungsspektrum einer Klasse

orientiert“?¹ Unsere Gesellschaft liebt Rankinglisten, Hauptschüler werden

mit Realschülern verglichen, Stadtschüler mit Landschülern oder Privatschülern

und alle zusammen mit Schülern anderer Länder.

Waren Sie nicht auch stolz, dass „wir“ bei PISA endlich besser abschnitten?

Nun, die Schüler haben mit VERA & Co. (Vergleichsarbeiten) auch

fleißig genug internationale Testverfahren geübt. Aber waren unsere

Schüler vorher wirklich dümmer? Wenn ich einen Intelligenztest oft genug

wiederhole und übe, dadurch meinen IQ –Wert verbessere, macht

mich das wirklich intelligenter? Die Schulsysteme sind so unterschiedlich

wie die Schüler einer Klasse. Trotzdem scheint es uns unverzichtbar,

Birnen mit Äpfeln zu vergleichen.

Im Kultusministerium ist das Dilemma bekannt: „Die Grundschule als

erste gemeinsame Schule ist Lernort und Lebensraum für eine Schülerschaft

von großer Heterogenität in Bezug auf ihre familiäre, soziale,

regionale und ethische Herkunft sowie ihre individuellen Lern- und

Leistungsdispositionen.“²

Als Übersetzung schauen

Sie sich bitte noch einmal

die Grafik an oder kurz

formuliert: wir wissen, wie

fantastisch verschieden

unsere Schüler sind (trotzdem

scheren wir sie alle

über den gleichen Kamm.)

Wir sollten uns fragen, was

wir wirklich wollen: die

bunte Vielfalt der ganzen

Tierwelt oder nur Affen,

die auf einem Baum sitzen.

Liebe Eltern, reduzieren

Sie Ihre Eltern-Kind-Beziehung

nicht auf eine Eltern-

Hans Traxler, betrifft: beziehung 7/1975

Schulkind-Beziehung und

Ihr Schulkind nicht auf seine

Noten. Schließlich liest man über den Schüler sogar im Lehrplan,

dass die „im Zeugnis durch Noten dokumentierten Leistungen nur einen

Teilbereich seines Könnens beschreiben.“³

Jetzt ist es fast Mitternacht. Ich trage die Noten fertig ein. Am Zeugnistag

werde ich jedem Schüler jede Einzelne erläutern, motivieren und aufbauen,

loben oder tadeln und so seine individuelle Leistung hervorheben.

Meistens rede ich auch noch mit den Eltern oder habe es zuvor schon

in den Sprechstunden kann – ob es etwas nützt? Was bleibt, zu Hause

nachlesbar, Schwarz auf Weiß, sind doch nur die Ziffern auf einem Blatt

Zeugnispapier.

Apropos Zeugnis: in der nächsten BIZZ!-Ausgabe übersetzen wir

Ihnen Deutsch-Zeugnisch und Zeugnisch-Deutsch, wie es der Musik-

Kabarettist Han’s Klaffl formulierte.

Anna Winter, Lehrerin

1, 2, 3 Bayerisches Staatsministerium für Unterricht und Kultus: Lehrplan für die

Grundschulen in Bayern, München, 2000.


22

esskultur

OMIS WEGWEISER

Glanz

im empfindlichen Edelstahlspülbecken erhält

man, indem man es mit der Schale einer

ausgepressten Zitrone abreibt.

Natron

im Schälchen sorgt dafür, dass einem beim

Öffnen des Kühlschranks keine schlechte

Luft entgegenkommt.

Quark

-flecken niemals weg reiben! – Nur trocknen

lassen und abbürsten, so verschwinden

sie ohne zu schmieren wie beim Ausreiben.

EIERLIKÖR-KÄSEKUCHEN

ZUBEREITUNGSZEIT: ca. 55 Minuten/ BACKZEIT ca. 70 Minuten

FÜR DEN QUARK-ÖL-TEIG: 200 g Magerquark, 100 ml Öl und Öl für das

Blech, 1 Ei (Gr. M), 100 g Zucker, 1 Pck. Vanillinzucker, 350 g Mehl und Mehl

zum Arbeiten, ½ Pck. Backpulver

FÜR DEN BELAG: 7 Eier (Gr. M), 1 Prise Salz, 1 kg Magerquark, 350 ml

Eierlikör, 1 Pck. Vanille-Puddingpulver (zum Kochen), 250 g Zucker, 1 Pck.

Vanillinzucker, 100 g Mandelblättchen, 250 g Schlagsahne´. Nach Belieben

Eierlikör, Schokoröllchen und Kakaopulver zum Verzieren

Für den Teig, Quark mit Öl, Ei, Zucker und Vanillinzucker ver-

1. rühren, Mehl und Backpulver zugeben und alles zu einem

glatten Teig verkneten.

Teig auf einer leicht bemehlten Arbeitsfläche dünn ausrollen.

2. Ein geöltes, tiefes Blech mit dem Teig auskleiden. Ofen auf

175 Grad vorheizen.

Eier trennen, Eiweiße mit Salz steif schlagen. Eigelbe mit

3. Quark, Eierlikör, Puddingpulver, Zucker und Vanillinzucker

verrühren. Mandeln unterrühren. Eischnee unterheben.

Quarkmasse gleichmäßig auf den Teig streichen. Den Kuchen im

4. Ofen 60 – 70 Minuten backen. Kuchen auskühlen lassen. Schlagsahne

steif schlagen. Kuchen in Stücke schneiden. Mit Sahne und

nach Belieben mit Eierlikör, Schokoröllchen und Kakao verzieren. �

Carolyn & Chris Caldicott

World Food Café

VEGETARISCHE GERICHTE AUS ALLER WELT

Ausgewählte Rezepte aus Marokko, Ägypten,

Jordanien und der Levante, der Türkei, dem

Oman, Mali und den Seychellen, aus Indien,

Nepal, Sri Lanka, Birma, China, Laos, Thailand,

Malaysia und Indonesien, aus Brasilien, Bolivien,

Peru, Ecuador, Costa Rica, Mexiko und

Kuba. Das Dessert jedoch stammt aus Frankreich!

Im Londoner Covent Garden führen Chris und Carolyn Caldicott

ihr mittlerweile berühmtes World Food Café, in dem

sie köstliches vegetarisches Essen nach Rezepten anbieten,

die sie auf ihren abenteuerlichen Reisen durch ferne Länder

gesammelt haben. Ihr mit stimmungsvollen Fotos ausgestattetes

Buch ist eine wunderbare Kombination von Rezepten

mit kurzweiligen Reiseanekdoten.

Das besondere Kochbuch wird jeden abenteuerlustigen

Gourmet oder kulinarisch interessierten Reisenden begeistern.

Carolyn und Chris Caldicott führten durch die Reisedokumentationen,

die sie für die Royal Geographical Society, die BBC oder Magazine

und Zeitungen wie Vanity Fair, Elle oder The Times machten,

lange Jahre ein Leben als Globetrotter. 1991 entschieden sie sich

in London sesshafter zu werden, und eröffneten das World Food

Café. Da das Restaurant inzwischen eine Institution der Londoner

Gastronomieszene ist, ergreifen sie nun wieder jede sich bietende

Möglichkeit, um auf Reisen zu gehen - immer auf der Suche nach

neuen Fotomotiven und Gerichten für Ihre Küche.

192 Seiten/ Verlag Freies Geistesleben

ISBN 978-3-7725-2521-6 / 19,90 Euro


20.00 Schauspiel - „Die gelehrten

Frauen | Komödie von Molière“

20.00 Schauspiel - „Die gelehrten

Frauen | Komödie von Molière“

Theaterchen „O“ e.V. k1, traunreut

13.00 Ausstellung - „Ans Licht!

Museumsarbeit hinter den Kulissen“

Museum Wasserburg, Wasserburg

20.00 Theater - „Edelweiß“ Thea-

13.00 Ausstellung - „Ans Licht!

Museumsarbeit hinter den Kulissen“

Museum Wasserburg, Wasserburg

Garten-Fest Schloss Amerang

Schloss, Amerang

20.00 Konzert des Musikvereins

Chieming

Gasthof Unterwirt, Chieming

20.00 Bühnenkunst - „Der Großinquisitor“

Ensemble TAM-OST

TAM-OST, Rosenheim

freitag 22 april

09.00 Ausstellung - „Indianer

- Ureinwohner Nordamerikas“

Lokschuppen, Rosenheim

mittwoch 13 april

20.00 Konzert - „Celtic Music“

Liadan

Haus der Kultur, Waldkraiburg

20.00 Komödie - „Der Trauschein“

Theater Rosenheim

KU´KO, Rosenheim

20.00 Konzert - „Frühlingskonzert“

Stadtkapelle Laufen

Salzachhalle, Laufen

freitag 8 april

20.00 Kabarett - „Es geht weiter“

Bruno Jonas Stadtsaal, Mühldorf

20.00 Musikalische Lesung

- „Sterbelieder fürs Leben“

Marianne Sägebrecht und Josef

Brustmann k1, traunreut

20.00 Theater - „Urfaust“ Stück

von Goethe

Theater Belacqua, Wasserburg

20.00 Theater - „Der Bockerer“

Junge Buehne Trostberg

Postsaal, Trostberg

20.00 Bühnenkunst mit Martin

Schmitt Haberkasten, Mühldorf

09.00 Ausstellung - „Indianer

- Ureinwohner Nordamerikas“

Lokschuppen, Rosenheim

20.00 Theater - „Urfaust“ Stück

von Goethe

Theater Belacqua, Wasserburg

15.00 Kindertheater - „Dornröschen“

Klick-Klack-Theater

Haus der Kultur, Waldkraiburg

20.00 Komödie - „Der Trauschein“

Theater Rosenheim

KU´KO, Rosenheim

20.00 Theater -“Fast ned zum

glam“ Hans Kotter

Haus der Kultur, Waldkraiburg

dienstag 12 april

20.00 Kabarett - „All inclusive“

Kaya Yanar KU´KO, Rosenheim

20.00 Kabarett - „RausZeit“ Angelika

Beier TAM-OST, Rosenheim

20.00 Konzert - „Die Nacht der

Volksmusik“ mit Sabine Sauer

k1, traunreut

20.00 Konzert - „Steep und deep“

Jimmy Roggers Band

Kleinkunstbühne, Laufen

20.30 Konzert mit Tormenta Jobarteh

Knoxoleum, Burghausen

20.00 Konzert - Frühjahrskonzert

mit der Stadtkapelle Postsaal,

Trostberg

10.00 Heimathaus-Führung

in Chieming Haus des Gastes,

Chieming

18.00 Workshop - „Gospeltrain“

Hans Chistian Jochimsen

Berufsschule, Freilassing

donnerstag 21 april

19.00 Konzert - „Kosmopoliten“

Petit Trianon Festsaal, Seeon

20.00 Konzert - „Ostwind“ Evrus

Trio Rathaus, Wasserburg

09.00 Ausstellung - „Indianer

- Ureinwohner Nordamerikas“

Lokschuppen, Rosenheim

20.00 Kabarett - „Der etwas andré

Chopin“ André Hartmann

k1, traunreut

20.00 Konzert - „Jazz & Swing

Session“ Golden Swing

Sextett Trostberg Postsaal, Trostberg

montag 11 april

20.00 Multimedia - „Cuba - zwischen

Revolution und Freiheit“

Martin Engelmann k1, traunreut

09.00 Ausstellung - „Indianer

- Ureinwohner Nordamerikas“

Lokschuppen, Rosenheim

15.00 Kindertheater - „Hase &

Igel“ Kindertheater Limpe Fuchs

Postsaal, Trostberg

19.30 Volksmusiktage - „Bayern

International“ Die Unterbiberger

Hofmusik Schloss, Amerang

Freitag 29 april

20.00 Schauspiel - „Die gelehrten

Frauen | Komödie von Molière“

Theaterchen „O“ e.V. k1, traunreut

Samstag 2 april

19.00 Konzert - „Crispy Anno‘“

Christina Gnan & Sonja Kühler

Postsaal, Trostberg

13.00 Ausstellung - „Ans Licht!

Museumsarbeit hinter den Kulissen“

Museum Wasserburg, Wasserburg

10.00 Heimathaus-Führung in

Chieming

Haus des Gastes, Chieming

14.30 Familienkonzert - „Haydn

für kids präsentiert von Energie

Südbayern“ Kinderfestspiele

Salzburg k1, traunreut

20.00 Kabarett - „LOL“ Florian

Simbeck Kleinkunstbühne, Laufen

20.00 Konzert mit den Paldauern

KU´KO, Rosenheim

19.00 Konzert - „Ensemble Clemente“

Kulturkreis 72 e.V. & k1

k1, traunreut

09.00 Ausstellung - „Indianer

- Ureinwohner Nordamerikas“

Lokschuppen, Rosenheim

donnerstag 7 april

10.00 Ausstellung - „Indianer

- Ureinwohner Nordamerikas“

Lokschuppen, Rosenheim

mittwoch 20 apirl

20.00 Komödie - „Der Trauschein“

Theater Rosenheim

KU´KO, Rosenheim

20.00 Theater - „Der Bockerer“

Junge Buehne Trostberg

Postsaal, Trostberg

18.00 Theater - „Acht Frauen“

Salzachtheater Laufen

Salzachhalle, Laufen

20.00 Theater -“Americana Reihe“

Lloyd Cole & Small Ensemble

Haus der Kultur, Waldkraiburg

samstag 16 april

20.00 Konzert -“A Tribute to Bob

Dylan“ Dylan on the rocks

Haus der Kultur, Waldkraiburg

20.00 Bühnenkunst - Kabarettistische

Lesung mit Sigi Zimmerschied

Haberkasten, Mühldorf

15.00 Kindertheater - „Oh, wie

schön ist Panama“ Figurentheater

Künster, Mayen

Haus der Kultur, Waldkraiburg

13.00 Ausstellung - „Ans Licht!

Museumsarbeit hinter den Kulissen“

Museum Wasserburg, Wasserburg

16.00 Kindertheater - „Kasperl und

der verzauberte König“ Berchtesgadener

Kasperlkiste Kongresshaus

Berchtesgaden, Berchtesgaden

22.00 Party - „Schwarzlicht“ 80´s,

Pop & Wave, Dark Electronic &

more Libella, Altenmarkt

Donnerstag 28 april

20.00 Schauspiel - „Die gelehrten

Frauen | Komödie von Molière“

Theaterchen „O“ e.V. k1, traunreut

09.00 Ausstellung - „Indianer

- Ureinwohner Nordamerikas“

Lokschuppen, Rosenheim

20.00 Konzert - „The Spirit Of

Django“ Diknu Schneeberger Trio

k1, traunreut

10.00 Ausstellung - „Indianer

- Ureinwohner Nordamerikas“

Lokschuppen, Rosenheim

20.30 Konzert mit Jamaram

Magazin 4, Bad Reichenhall

dienstag 19 april

20.00 Theater - „Edelweiß“ Theater

des GTEV

Gasthaus Weingast , Bad Feilnbach

19.00 Filmvorführung - „Plattln

in Umtata“ Kulinarische Filmtage

Feilnbach

LandWirtschaft Höß, Bad Feilnbach

sonntag 10 april

20.00 Bühnenkunst mit den Paldauern

Haberkasten, Mühldorf

19.30 Kino - „Rama Dama“

Mühldorfer KIno, Mühldorf

Freitag 1 april

Mittwoch 6 April

20.30 Konzert mit Tormenta Jobarteh

Hilgerhof, Pittenhart

20.00 Komödie - „Der Trauschein“

Theater Rosenheim

KU´KO, Rosenheim

20.00 Kabarett - „Scherzinfarkt-

Tour“ Studiotechniker Nullinger

& Stefan Meixner

Hirzinger Stadl, Söllhuben

13.00 Ausstellung - „Ans Licht!

Museumsarbeit hinter den Kulissen“

Museum Wasserburg, Wasserburg

Mittwoch 27 april

KULTUR- UND VERANSTALTUNGSKALENDER

April 2011


MÄRZ 2011

KULTUR- UND VERANSTALTUNGSKALENDER

20.00 Schauspiel - „Die gelehrten

Frauen | Komödie von Molière“

Theaterchen „O“ e.V. k1, traunreut

dienstag 22 MÄRZ

Freitag 18 MÄRZ

20.00 Konzert - „Here we go“

Peter Schmidt

Haus der Kultur, Waldkraiburg

20.00 Ball - k1 Schwarzweissball

mit der Band Night Live

k1, traunreut

Dienstag 1 MÄRZ

19.00 Jazzwoche Burghausen,

diverse Künstler Stadtsaal, Burghausen

12.00 Vernissage - „Urban Stage“

Gudrun Kemsa

Haus der Kultur, Waldkraiburg

20.00 Kabarett - „Hader spielt

Hader“ Josef Hader

Haus der Kultur, Waldkraiburg

19.00 Filmvorführung - „Grenzverkehr“

Kulinarische Filmtage

Feilnbach

Hotel Maximilian, Bad Feilnbach

SOnnTAG 6 MÄRZ

21.00 Salsa-Party im TAM-OST

TAM-OST, Rosenheim

20.00 Konzert - „Here we go“

Peter Schmidt

Haus der Kultur, Waldkraiburg

12.00 Vernissage - „Urban Stage“

Gudrun Kemsa

Haus der Kultur, Waldkraiburg

20.00 Zaubershow - „VISION - Die

live Show“ Harry Riegel

Studio 16, Traunstein

20.00 Konzert - „Violin Tales“

Martina Eisenreich

Schloss Pertenstein, Pertenstein

mittwoch 23 MÄRZ

20.00 Schauspiel - „Die gelehrten

Frauen | Komödie von Molière“

Theaterchen „O“ e.V. k1, traunreut

22.00 Party - „Overdose“ 80s Pop/

Wave & Dark Electronic

B-LACK (Ex-Cave Club), Salzburg

15.00 Kindertheater - „Kasperl als

Nachtwächter“ Klick-Klack-Theater

Haus der Kultur, Waldkraiburg

20.00 Kabarett - „Wer Glück hat,

kommt“ Martina Schwarzmann

KU´KO, Rosenheim

20.00 Neuöttinger Gitarrentage

- Konzert von Women, Strings &

Voices Stadtsaal, Neuötting

20.00 Schauspiel - „Die gelehrten

Frauen | Komödie von Molière“

Theaterchen „O“ e.V. k1, traunreut

20.00 Comedy - „Scherzinfarkt-

Tour“ Mike Hager & Stefan

Meixner Postsaal, Trostberg

Samstag 12 MÄRZ

20.00 Sänger- und Musikantenhoagart

Gasthof Unterwirt, Chieming

19.00 Faschingsshow - „Route 66“

Ensemble Theater am Markt

TAM-OST, Rosenheim

21.00 Salsa-Party im TAM-OST

TAM-OST, Rosenheim

20.00 Theater - „Der Großinquisitor“

nach Fjodor Dostojewski

TAM-OST, Rosenheim

20.00 Jazzwoche Burghausen,

diverse Künstler

Wackerhalle, Burghausen

20.00 Neuöttinger Gitarrentage

- Konzert von Francis Drake

Stadtsaal, Neuötting

19.00 Konzert - „Wanderlust -

Zuhause in der Ferne “ Anne

Haigis und Jan Laacks k1, traunreut

Mittwoch 2 MÄRZ

20.00 Konzert- „Das Beste von

Ambros, Fendrich und Danzer“

AustriX Salzachhalle Laufen

donnerstag 24 MÄRZ

20.00 Theater - „The final Tour

2010/2011“ DANCE MASTERS!

Best Of Irish Dance Haus der Kultur,

Waldkraiburg

20.00 Theater - „Meister der

Herzen 3“ Koproduktion mit

Metropoltheater München

Theater Belacqua, Wasserburg

20.00 Filmvortrag - „Land & Freedom“

Vetternwirtschaft, Rosenheim

12.00 Vernissage - „Urban Stage“

Gudrun Kemsa

Haus der Kultur, Waldkraiburg

20.00 Jazzwoche Burghausen,

diverse Künstler

Wackerhalle, Burghausen

23.00 Jazzwoche Burghausen,

diverse Künstler

Jazznight, Burghausen

20.00 Kabarett - „Der Fleischhauerball“

Sarah Hakenberg

Haus der Kultur, Waldkraiburg

20.00 Kabarett - „Futter - Streng

Verdaulich! Eine satirische

Magenspiegelung“ Philipp Weber

NUTS, Traunstein

20.30 Konzert mit Marco Lobo &

Friends Le Pirate, Rosenheim

20.00 Theater - „Die Hinrichtung“

Fabriktheater e.V. NUTS, Traunstein

19.00 Vernissage - „Assoziationen

der phantastischen Art ...“ Angelika

Waurig-Schulz NUTS, Traunstein

sonntag 27 MÄRZ

20.30 Konzert - „Irischer Abend

- St. Patricks Day Night“ John

Barden Clan

Kleinkunstbühne „Zur Post“, Obing

20.00 Neuöttinger Gitarrentage -

Konzert von Aighetta Quartett

Stadtsaal, Neuötting

Montag 7 MÄRZ

20.00 Kabarett - „Wer Glück hat,

kommt“ Martina Schwarzmann

KU´KO, Rosenheim

09.30 Neuöttinger Gitarrentage -

Workshop mit Vicky Genfan,

Susan Weinert und Christina Lux

Berufsfachschule für Musik. Altötting

20.00 Kabarett - „Überstunden“

von und mit Tobias Öller und

Christine Eixenberger

TAM-OST, Rosenheim

20.30 Konzert mit Anna Leman

Hilgerhof, Pittenhart

19.00 Faschingsshow - „Route 66“

Ensemble Theater am Markt

TAM-OST, Rosenheim

22.00 Party - „Schwarzlicht“ 80´s,

Pop & Wave, Dark Electronic &

more Libella, Altenmarkt

Donnerstag 3 MÄRZ

20.00 Konzert mit Heart Fall

Hearts

Kleinkunstbühne „Zur Post“, Obing

Sonntag 13 MÄRZ

20.30 Konzert mit Blues Project

Le Pirate, Rosenheim

10.30 Jazzwoche Burghausen,

Frühshoppen mit den „Stützles

Halbe Stompers“

Jazzkeller, Burghausen

Samstag 19 MÄRZ

12.00 Vernissage - „Urban Stage“

Gudrun Kemsa

Haus der Kultur, Waldkraiburg

freitag 25 MÄRZ

19.30 Konzert - „Wolfgang Amadeus

Mozart – Die Entführung aus

dem Serail“ Bad Reichenhaller

Philharmonie Altes Königliches

Kurhaus, Bad Reichenhall

21.00 Livemusik - „Brown Sugar“

Theater Belacqua, Wasserburg

15.00 Kinderkino - „Heidi“

Postsaal, Trostberg

19.00 Faschingsshow - „Route 66“

Ensemble Theater am Markt

TAM-OST, Rosenheim

16.00 Jazzwoche Burghausen,

diverse Künstler

Stadtsaal, Burghausen

19.30 Konzert - „Klassik trifft bayerischen

Flamenco“ Das Ensemble

Gruber & Gruber

Klosterstüberl, Seeon

16.30 Konzert - „Mozart für

Kinder“ Kinderkonzert Mitglieder

der Münchner Philharmoniker

KuKo, Rosenheim

Dienstag 8 MÄRZ

20.00 Theater - „Meister der

Herzen 3“ Koproduktion mit

Metropoltheater München

Theater Belacqua, Wasserburg

14.00 Kinderfasching im TAM-OST

TAM-OST, Rosenheim

20.00 Schauspiel - „Diener zweier

Herren von Carlo Goldoni“ Schauspielhaus

Salzburg k1, traunreut

19.00 Konzert - „Von Queen bis

Halleluja“ KaLIEDoskop trifft

Spatzenquartett k1, traunreut

20.00 Oper - „Faust (Margarete)“

Oper von Charles Gounod

Haus der Kultur, Waldkraiburg

19.30 Konzert - „Dylan on the

Rocks“ mit Special Guests Sarah

und Vera Klima Postsaal, Trostberg

Mittwoch 9 MÄRZ

20.00 Konzert - „Dylan on the

Rocks“ Bob Dylan Tribute Concert

Kleinkunstbühne, Laufen

21.00 Jazzwoche Burghausen,

Hannah Köpf Band

Jazzkeller, Burghausen

20.00 Schauspiel - „Die gelehrten

Frauen | Komödie von Molière“

Theaterchen „O“ e.V. k1, traunreut

19.30 Lesung - „Ich war zuerst

Hier“ mit Marcus H. Rosenmüller

& Gerd Baumann

20.00 Neuöttinger Gitarrentage -

Konzert von Stochelo Rosenberg

& Jermaine Landsberger Quartett

Stadtsaal, Neuötting

20.00 Konzert - „Europe’s Finest

Traditional Jazz & Blues Band“

The Big Chris Barber Band

Ballhaus, Rosenheim

montag 28 MÄRZ

20.00 Kabarett - „Wer Glück hat,

kommt“ Martina Schwarzmann

KU´KO, Rosenheim


20.00 Konzert mit Brendan

Murphy Kesselhaus, Kolbermoor

20.00 Musicalshow - „Die Nacht

der Musicals“ ASA-Event

k1, traunreut

Peterhoflichtspiele, Bayrischzell

Montag 14 MÄRZ

20.00 Musicalshow - „Die Nacht

der Musicals“ ASA-Event

Theater im Kurgastzentrum, Bad

Reichenhall

20.00 Konzert - „Jazz & Swing

Session“ Golden Swing

Sextett Trostberg Postsaal, Trostberg

20.30 Konzert mit der Papa Joe

Band Knoxoleum, Burghausen

20.00 Schauspiel - „Die gelehrten

Frauen | Komödie von Molière“

Theaterchen „O“ e.V. k1, traunreut

19.30 Konzert - „St. Petersburg

Wien – Linz“ Bad Reichenhaller

Philharmonie Altes Königliches

Kurhaus, Bad Reichenhall

Donnerstag 10 MÄRZ

20.00 Satire - „Musik-Comedy

am unsinnigen Donnerstag“

Mark‘n‘Simon NUTS, Traunstein

dienstag 29 MÄRZ

20.00 Konzert - „St. Patricks

Day“ Irish-Folk-Night mit Matching

Ties und Tanzgruppe Ivy Leaf

Postsaal, Trostberg

20.00 Theater - „Der Großinquisitor“

nach Fjodor Dostojewski

TAM-OST, Rosenheim

20.30 Konzert mit Anna Leman

Knoxoleum, Burghausen

10.00 Heimathaus-Führung in

Chieming Haus des Gastes, Chieming

21.00 Salsa-Party im TAM-OST

TAM-OST, Rosenheim

20.00 Jazzwoche Burghausen,

diverse Künstler

Wackerhalle, Burghausen

Freitag 4 MÄRZ

Dienstag 15 MÄRZ

19.00 Ausstellung - „Harmonie

der Farben“ Roswitha Brunnhuber

Haus der Kultur, Waldkraiburg

Mittwoch 30 MÄRZ

20.30 Kabarett - „Jedes Vorspiel

hat ein Nachspiel“ Karli & Anneliese

Kleinkunstbühne „Zur Post“,

Obing

12.00 Vernissage - „Urban Stage“

Gudrun Kemsa

Haus der Kultur, Waldkraiburg

20.00 Neuöttinger Gitarrentage -

Konzert von Macubaja

Stadtsaal, Neuötting

21.00 Salsa-Party im TAM-OST

TAM-OST, Rosenheim

20.00 Schauspiel - „Die gelehrten

Frauen | Komödie von Molière“

Theaterchen „O“ e.V. k1, traunreut

Sonntag 20 MÄRZ

20.00 Konzert - „The Voice and the

Piano“ Veronika Zunhammer und

Michael Alf k1, traunreut

20.30 Konzert - „Weltmusik trifft

Kunstlied“ Bet Williams

Knoxoleum, Burghausen

19.00 Faschingsshow - „Route 66“

Ensemble Theater am Markt

TAM-OST, Rosenheim

20.00 Theater - „Der Großinquisitor“

nach Fjodor Dostojewski

TAM-OST, Rosenheim

15.00 Kindertheater - „Die kleine

Hexe“ Klick-Klack-Theater

Haus der Kultur, Waldkraiburg

20.00 Kabarett - „NUTS-Kabarett-

Brettl“ Michael Altinger & Gäste

NUTS, Traunstein

20.00 Vortrag - „Energetisches

Heilen “ Hans Reichensdörfer

Studio 16, Traunstein

19.00 Multimedia-Show - „Neuseeland“

KuKo, Rosenheim

Mittwoch 16 MÄRZ

20.00 Improtheater mit dem

Ensemble stadtland impro

TAM-OST, Rosenheim

19.00 Filmvorführung - „Die Scheinheiligen“

Kulinarische Filmtage

Feilnbach

Landgasthof Aumannwirt, Bad

Feilnbach

Donnerstag 31 MÄRZ

23.00 Jazzwoche Burghausen,

Dancenight mit DEPHAZZ

DJs Bastian Schuster & Marco

Wahl. DJs weesley brothers

GUM, Burghausen

20.00 Komödie - „Lauf doch nicht

immer weg“ mit Chariklia Baxevanos,

Julia Stelter, Christiof Arnold

Haus der Kultur, Waldkraiburg

19.30 Konzert mit den Salzburger

Bläsersolisten Altes Königliches

Kurhaus, Bad Reichenhall

Freitag 11 MÄRZ

20.00 Tanzshow - „Night of the

Dance“ ASA-Event k1, traunreut

15.00 Kindertheater - „Das Traumfresserchen“

Klick-Klack-Theater

Haus der Kultur, Waldkraiburg

samstag 26 MÄRZ

20.00 Kabarett - „Neue Texte und

Lieder“ Stephan Sulke

Haus der Kultur, Waldkraiburg

20.00 Konzert mit dem Minguett

Quartett Köln Rathaus, Wasserburg

20.00 Neuöttinger Gitarrentage -

Konzert von Blues Caravan

Stadtsaal, Neuötting

20.00 Konzert - Werke von Mozart,

Schubert u.a. vom Trio Tivalent

Altes Rathaus, Laufen

19.00 Ausstellung - „Argonaut -

Mathilda“ Christian Schnurer Haus

der Kultur, Waldkraiburg

14.00 & 20.00 Jazzwoche Burghausen,

diverse Künstler

Wackerhalle & Stadtsaal, Burghausen

Donnerstag 17 MÄRZ

20.00 Theater - „Meister der

Herzen 3“ Koproduktion mit

Metropoltheater München

Theater Belacqua, Wasserburg

20.00 Theater mit Power! Percussion

Haus der Kultur, Waldkraiburg

20.00 Kabarett - „Gestern war

heute morgen“ Günter Grünwald

k1, traunreut

20.00 Theaterpremiere - „Die

Hinrichtung“ Fabriktheater e.V.

NUTS, Traunstein

19.30 Konzert mit Tango á trois

Postsaal, Trostberg

20.00 Kabarett - „Knut, Heinz,

Schorsch und die Anderen“ Sarah

Hakenberg k1, traunreut

20.00 Konzert - „Liebesfarben“

Sabina Hank-Duo NUTS, Traunstein

Samstag 5 MÄRZ

20.00 Vortrag - „Jeder Mensch hat

einen Engel“ Pater Anselm Grün

Salzachhalle Laufen

20.00 Konzert - „Elvis - The Show

feat. Dr. Kingsize“ Creative Concerts

k1, traunreut

montag 21 MÄRZ

20.00 Multimedia-Show - „ÄGYP-

TEN - Das Vermächtnis der Pharaonen“

Katja & Josef Niedermeier

NUTS, Traunstein

20.00 Konzert mit denCreedence

Choogle Rockers

Haberkasten, Mühldorf

14.00 Vernissage - „Urban Stage“

Gudrun Kemsa

Haus der Kultur, Waldkraiburg

20.30 Konzert mit der Papa Joe

Band Knoxoleum, Burghausen

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20.00 Konzert - Livekonzert mit

Martin Kälberer

Kesselhaus, Kolbermoor

20.00 Theater - „Acht Frauen“

Salzachtheater Laufen

Salzachhalle, Laufen

19.30 Volksmusiktage - „Kammerfenster-Ringl-Wiagn“

Bert Lindauer

& Ensemble Bernhard Kohlhauf

Schloss, Amerang

09.00 Ausstellung - „Indianer

- Ureinwohner Nordamerikas“

Lokschuppen, Rosenheim

Garten-Fest Schloss Amerang

Schloss, Amerang

montag 18 april

13.00 Ausstellung - „Ans Licht!

Museumsarbeit hinter den Kulissen“

Museum Wasserburg, Wasserburg

15.00 Kino - „Rama Dama“

Mühldorfer KIno, Mühldorf

20.00 Theater - „Der Bockerer“

Junge Buehne Trostberg

Postsaal, Trostberg

Dienstag 5 april

19.30 Konzert - „Macubaja“ mit

Heli Punzenberger, Marieta Veliz

und Javier Veliz

Klosterstüberl, Seeon

dienstag 26 april

10.00 Ausstellung - „Indianer

- Ureinwohner Nordamerikas“

Lokschuppen, Rosenheim

20.00 Theater - „Edelweiß“ Theater

des GTEV

Gasthaus Weingast , Bad Feilnbach

sonntag 31 April

15.00 Kindertheater -“Ritter Rost“

Haus der Kultur, Waldkraiburg

15.00 Kinderkino - „Die kleinen

Bankräuber“ Salzachhalle, Laufen

freitag 15 april

15.00 Kinderkino - „Urmel aus

dem Eis“ Postsaal, Trostberg

20.00 Theater - „Urfaust“ Stück

von Goethe

Theater Belacqua, Wasserburg

11.00 Konzert - „W. A. Mozart, J.

M. Kraus, C. Franck“ Hartmann &

Oganesjan Festsaal, Seeon

Garten-Fest Schloss Amerang

Schloss, Amerang

Montag 4 april

20.00 Konzert mit Jamaram

Haberkasten, Mühldorf

10.00 Ausstellung - „Indianer

- Ureinwohner Nordamerikas“

Lokschuppen, Rosenheim

19.00 Komödie - „Der Trauschein“

Theater Rosenheim

KU´KO, Rosenheim

09.00 Ausstellung - „Indianer

- Ureinwohner Nordamerikas“

Lokschuppen, Rosenheim

20.00 Theater - „Urfaust“ Stück

von Goethe

Theater Belacqua, Wasserburg

19.30 Musikkabarett - „Ich bin so

frei“ Christine Rothacker

Postsaal, Trostberg

Samstag 9 april

20.00 Kabarett - „Mit Tante Frieda

ist das Leben Boogie Woogie“

Irmgard von Oesen

Kleinkunstbühne, Laufen

montag 25 april

20.00 Konzert mit PlankTon

TAM-OST, Rosenheim

19.30 Volksmusiktage - „bauern_

tschäss“ Herbert Pixner Projekt

Schloss, Amerang

19.00 Komödie - „Der Trauschein“

Theater Rosenheim

KU´KO, Rosenheim

20.00 Konzert mit The Sammy

Dean Martin Show

Cultino im Kurgastzemtrum, Bad

Reichenhall

20.00 Kabarett - „Schmitzophren“

Ralf Schmitz KU´KO, Rosenheim

19.30 Konzert mit den Luftmentschn

Postsaal, Trostberg

13.00 Ausstellung - „Ans Licht!

Museumsarbeit hinter den Kulissen“

Museum Wasserburg, Wasserburg

19.30 Konzert - „Abschluss-

Wagon“ Hans Chistian Jochimsen

& der Gospeltrain-Chor

Lokwelt, Freilassing

18.00 Konzert - „Ich hätt‘ getanzt

heut‘ Nacht …“ mit Heli Punzenberger,

Marieta Veliz und Javier

Veliz Klosterstüberl, Seeon

20.00 Konzert - „Werkstattkonzert

37“ Limpe Fuchs und die Musikschule

Postsaal, Trostberg

19.00 Kabarett - „Ois für d´Katz“ da

bertl und i Neuötting, Stadtsaal

20.00 Theater - „Acht Frauen“

Salzachtheater Laufen

Salzachhalle, Laufen

10.00 Ausstellung - „Indianer

- Ureinwohner Nordamerikas“

Lokschuppen, Rosenheim

19.30 Konzert mit den invocata

Postsaal, Trostberg

donnerstag 14 april

16.00 Schauspiel - „Die gelehrten

Frauen | Komödie von Molière“

Theaterchen „O“ e.V. k1, traunreut

10.00 Ausstellung - „Indianer

- Ureinwohner Nordamerikas“

Lokschuppen, Rosenheim

sonntag 24 april

19.00 Konzert - „Mozart - Wege

der Liebe“ Opernarien im Takt

Festsaal, Seeon

20.00 Konzert -“Wir machen

Musik“ Ars Vitalis

Haus der Kultur, Waldkraiburg

20.00 Kabarett - „Es geht weiter“

Bruno Jonas Stadtsaal, Mühldorf

sonntag 17 april

15.00 Konzert mit dem Symphonischen

Ensemble München

Postsaal, Trostberg

17.00 Konzert - „We love you,

Amadeus“ Sax Allemande

Festsaal, Seeon

10.00 Ausstellung - „Indianer

- Ureinwohner Nordamerikas“

Lokschuppen, Rosenheim

20.00 Theater - „Urfaust“ Stück

von Goethe

Theater Belacqua, Wasserburg

20.00 Konzert mit MIKAÎL ASLAN

ENSEMBLE

Haus der Kultur, Waldkraiburg

Sonntag 3 april

20.30 Konzert mit dem J. Schneeberger

Sextett

Magazin 4, Bad Reichenhall

10.00 Ausstellung - „Indianer

- Ureinwohner Nordamerikas“

Lokschuppen, Rosenheim

09.00 Workshop - „Gospeltrain“

Hans Chistian Jochimsen

Berufsschule, Freilassing

Theaterchen „O“ e.V. k1, traunreut

20.00 Theater - „Der Bockerer“

Junge Buehne Trostberg

Postsaal, Trostberg

20.00 Schauspiel - „Die gelehrten

Frauen | Komödie von Molière“

Theaterchen „O“ e.V. k1, traunreut

ter des GTEV

Gasthaus Weingast , Bad Feilnbach

samstag 23 april

samstag 30 april


d

KULTTOUR

30 � SASCHA GRAMMEL

Ein Gespräch mit dem beliebten

„Puppet-Comedian“ aus Berlin.

35 � OHRWURM

Die neue Scheibe von chromatic BLaCK:

Andrea Hailer hat reingehört.

35 � AKUSTIKVERSIONEN

Jeder kennt sie, aber wir erklären

Ihnen, was Musiker darunter verstehen.

34 � JAZZWOCHE

& viele weitere Kulturhöhepunkte

im März und April

37 � DAS BAIRISCHE ECK

Dialektwächterin Isabella Guttenstein


Gewinnen

Sie signierte Autogrammkarten!

Teilnahmebedingungen auf Seite 44.

sascha

grammel

Henriette Matovina

DIE MAGIC STONES

GRÖSSER ALS

DIE WELT

Henriette Matovina

erobert Deutschland, sorgt für Mega-

Wir haben vier blutjunge Musiker getroffen, die unbeeindruckt von Musiktrends,

Einschaltquoten. aber beeindruckend selbstbewusst, Ein Gespräch ihre Identität über nicht an

Vorbildern Erfolg, definieren, Kritik sondern und ihren den eigenen echten Weg erarbeiten. Sascha Da lässt

auch der Erfolg nicht lang auf sich warten: die Magic Stones wurden

Grammel.

schon für einige Auftritte gebucht. In einem Interview verrieten Sie uns,

dass Billy Talent ihr großes Idol ist.

www.saschagrammel.de


18.00 Uhr. Es gibt wieder einen Ver-

anstaltungshöhepunkt im k1, das

Besucherströme anlockt. Ich drängele

mich durch und folge einem

Mitarbeiter durch lange Gänge zum

Starbereich. Ich bin wenigstens nicht die Einzige

mit Lampenfieber: die Vorbereitungen laufen

auf Hochtouren, Techniker und Tourbegleiter

schwitzen, um alles perfekt abzustimmen. Abgestellt

in einem Probenraum, in dem die einzige

Geräuschkulisse das eintönige Summen

eines Generators ist, warte ich auf den Star des

Abends. Aber ich bin gut vorbereitet: 15 Fragen

auf meinem Notizblock und den Werdegang im

gedanklichen Gepäck. Dann geht die Tür auf:

Sascha Grammel betritt den Raum und die

Aufregung weicht einer großen Überraschung:

„Das ist hier aber etwas ungemütlich. Gehen

wir in unseren Aufenthaltsraum, da gibt es

auch etwas zu essen und zu trinken.“

Bis zu diesem Zeitpunkt konnte ich mich

nur auf YouTube von seinen Qualitäten

überzeugen, doch der „echte“ Sascha

Grammel hat noch viel mehr zu bieten:

sympathisch, locker, unkompliziert, kein

Unterschied zum im Moment wohl angesagtesten

Sympathieträger im Comedy-

Dschungel, der nicht nur Tausende zum

Lachen bringt, sondern charmant die Herzen

seiner Fans erobert.

„Hetz mich nicht“, so der Titel seines aktuellen

Programms, das bereits bei RTL die

hohen Erwartungen an Einschaltquoten

übertraf. „Ich jogge gerne, aber da ich im

Moment nicht so gut in Form bin, sollte ich

mir diesen Satz lieber hinten als vorn auf

mein T-Shirt schreiben.“ Auch kurz vor seinem

Auftritt, wo andere wohl eher weniger

für Späßchen aufgelegt wären, wirkt seine

gute Laune ansteckend. Vielleicht liegt das

auch an seiner langen Bühnenerfahrung,

oder einfach nur an seiner aufgeschlossenen

Persönlichkeit.

„Frederic, Josie ... Eine kleine Fanfrage.

Was hältst du eigentlich von

Tierschutz?“

Ich bekomme ganz viel Post. Ich wurde

sogar schon von einer Organisation angesprochen,

die sich um Schildkröten

kümmert. Natürlich ist es ein wichtiges Thema

und würde sich gut vermarkten lassen. Aber ich

habe ein eigenes Programm ins Leben gerufen,

das „Die roten Nasen“ unterstützt. Ich finde sie

super und mache das nicht der Presse zu Liebe,

sondern aus Überzeugung. Ich habe sie auch

schon bei ihrer Arbeit begleitet. Da kommen

einem die Tränen, wie sie individuell auf jeden,

ob jung oder alt, eingehen und den Menschen

Freude schenken. Selbst hätte ich nicht die Kraft

dazu, aber auf diese Weise kann ich zumindest

auch helfen.

Unser Titelthema „Job, Karriere, Geld“

- du bist auch auf dem Weg nach oben.

Gibt es ein Rezept für Erfolg?

Nein, das glaube ich nicht, sonst hätte ich das

schon viel früher so umgesetzt. Ich stehe auf

der Bühne, seitdem ich neun Jahre alt bin und

wollte da schon immer stehen. Ich glaube, der

Wille muss tief verankert sein. Ich wollte nicht

berühmt sein, sondern das machen, was ich

jetzt mache und das mache ich schon länger,

als mich alle kennen. Es ging mir vorher schon

gut, denn ich konnte davon leben, was ich von

Herzen gerne mache. Das ist ein Geschenk.

„Ich bin für die gute Laune zuständig

und nicht für die schlechte.“

Ich bin gelernter Zahntechniker, aber ich war zu

langsam. In dem Beruf ist das ein großes Problem.

Wenn man etwas länger macht, mit viel

Enthusiasmus, dann wird das irgendwann belohnt

- und zwar nicht unbedingt nur mit Geld.

Wie war es früher?

Seit 1997 lebe ich davon. Damals wurde ich von

kulttour 29

Firmen für Festlichkeiten gebucht und musste

mir meine Zuschauer regelrecht erkämpfen. Ich

erinnere mich an ein Sommerfest, veranstaltet

von Langnese - ich stand im Zelt, während

draußen eine Menge Attraktionen die Leute anlockten.

Nur langsam, nach und nach kamen sie

ins Zelt, näher an die Bühne. Heute bekomme

ich schon einen Applaus, wenn ich auf die Bühne

komme - sowie früher am Schluss. Und ich

habe noch nicht einmal etwas gesagt.

Verführt Bekanntheit zum „Abheben“?

Ich kann das ganz gut einordnen. Aber nachvollziehbar

ist es schon. Wenn du ständig bejubelt

wirst, dann denkst du, du bist der Knaller. Doch

wenn sie einen fallen lassen und man denkt

immer noch, man sei der Knaller, dann kommt

man nicht mehr zurecht. Ich bin alt genug, um

zu wissen, was gerade passiert und ich genieße

es auch. Aber sollten die Medien mich

nicht mehr mögen, werde ich weitermachen,

weil es mich glücklich macht.

Wird es irgendwann Kommerz?

Deutschland ist groß und im Moment wollen

sehr viele die Show sehen - im Moment zumindest.

Aber ich möchte nicht mehr als 70

Auftritte im Jahr machen, weil ich es eben

noch mit Freude machen möchte. Ich werde

auch die Hallengröße begrenzen. Meine

Show braucht eine gewisse Intimität, die

Puppen muss man auch noch live erkennen

können. Über einen Mario Barth lacht man

eben auch wenn man ihn nur hört. Aber hier

muss man die Puppen sehen und je näher

man dran ist, desto schöner ist es.

Wie gehst du mit Kritik um?

Das muss ich auch noch lernen. Konstruktive

Kritik finde ich super. Ich habe 14 Jahre in

einem Trio gearbeitet und wenn wir von der

Bühne kamen, haben uns manche gesagt:

„Das war jetzt großer Mist, was du da gerade

gemacht hast.“ Aber auch begründet, warum.

Ich habe gelernt zuzuhören und mich

nicht gleich zu verteidigen. Dann habe ich in

Ruhe überlegt, ob da etwas Wahres dran ist.

Ich bin offen gegenüber ehrlicher Kritik, auch

von Zuschauern.

Und welche Kritik tat weh?

Ich hatte mal einen schönen Auftritt. Ein super

Abend. Die Presse hat dann allerdings geschrieben:

„Sascha Grammel begeisterte mit

Harmlosigkeiten.“ Aber das habe ich mir in der

Zwischenzeit auf die Fahne geschrieben. Ich

finde es gerade gut, dass ich harmlos bin. Ich

habe keine Ecken und Kanten, da wird keiner

vorgeführt. Klar bin ich auch mal frech, aber ich

mache keinen fertig. Und das muss mir einer

erst mal nachmachen.


30

kulttour

Der einfache Weg ist es immer, andere nieder-

zumachen. Zum Schluss hieß es: „Was war

das? Eine billige Werbeveranstaltung für Kindergeburtstage

oder war es das ewig aufgewärmte

Gleiche?“ Am schlimmsten an diesem Artikel

finde ich nicht die subjektive Kritik des Journalisten,

sondern, dass er die Menschen, die da

waren und eine Menge Spaß hatten, nicht erwähnt

hat.

Ist das Bauchreden mit dem Erlernen

einer Sprache vergleichbar?

Es bedarf sehr viel Übung, jedes einzelne Wort

in Verbindung mit den Bewegungen, die ich

gleichzeitig mit der Puppe mache - Sprache -

Bewegung-Reaktion.

Das kann man zwar ein stückweit auch improvisieren.

Hat auch mal gut geklappt, aber nicht

immer. Wenn Sprache und Bewegung nicht

übereinstimmen, dann fehlen die Pointe, der

Witz und die Illusion. Werde ich in den Interviews

gefragt, ob man zum Bespiel ein Interview

mit Frederic machen kann, muss ich verneinen.

Ich möchte eben immer das Beste zeigen.

Comedy & Puppenspiel. Muss das immer

etwas mit Kritik an Gesellschaft

und Politik zu tun haben? Welches Thema

würdest du niemals aufgreifen?

Ich wurde letztens gefragt, ob ich mit Josie nicht

etwas zur Wirtschaftkrise sagen möchte. Aber

ich bin eben für die gute Laune zuständig und

nicht für die schlechte. Ich möchte, dass die

Zuschauer zwei Stunden lang alles vergessen.

Und außerdem glaube ich auch, dass die Leute

von mir keine Gesellschaftskritik hören wollen.

Das passt nicht zur Puppenwelt, zu

meinem Bühnencharakter, zu dem Bild,

das ich kreiere.

Du kannst über dich selbst lachen

und das finde ich ansteckend.

Aber das wurde von Kritikern auch

schon negativ bewertet. Wobei dann

auf Facebook hunderte Gegenreaktionen

von meinen Fans kamen. Ich

habe Spaß daran und das merkt man.

Ich kann mich eben nicht verändern.

Facebook. You Tube. Du bist medial

sehr gut vertreten. Abgesehen von

deiner Internetseite, habe ich im Facebook

sogar Josie, Frederic und Prof.

Dr. Hacke gefunden - und natürlich

Freundschaft geschlossen.

Ja, wir haben die Klicks vor kurzem zusammengezählt

und waren irgendwo bei 6 Millionen.

Das ist Wahnsinn. Es ist eine gute Plattform, um

schnell vielen Menschen Aktuelles mitzuteilen

und das nütze ich auch gerne.

Erwartet das Umfeld, dass man 24

Stunden am Tag lustig ist?

Eigentlich habe ich da wenig Erfahrung, weil

das alles noch nicht solange andauert. Ich

könnte mir vorstellen, dass, wenn man mal traurig

ist oder Probleme hat und allein sein will,

sich das etwas schwierig gestalten könnte. Ich

bin ein fröhlicher Mensch und wenn ich zum

Beispiel nach einer Show müde bin, dann sage

ich das. Bisher war noch niemand böse. Es ist

wahrscheinlich auch die Art und Weise, wie man

etwas kommuniziert.

„Traumfrau Miss Piggy“ und „beim Psychiater

auf der Couch“ finden wir über

dich auf deiner Internetseite.

Also man darf nicht alles ernst nehmen, was

ich über mich schreibe. Aber man muss sich

nur vorstellen, dass ich ja die ganze Zeit mit mir

selbst rede, und das zwei Stunden lang.

Josie, Frederic, Prof. Dr. Hacke - ihre

Charaktere sind auf deiner Internetseite

ausführlich beschrieben. Aber wie

würdest du dich beschreiben?

Ich bin sehr unpünktlich. Ich arbeite zwar an mir,

aber ich krieg das vor allem privat nicht gebacken.

Das mag ich selbst an mir nicht. Ich bin

ein sehr gerechter Mensch und hasse es, wenn

jemand ungerecht behandelt wird, oder jemand

unfair wird. Ich merke, dass ich immer zuvorkommender

behandelt werde und andere aus

meinem Team werden, zum Bespiel bei Touren,

gern herumkommandiert. Das hasse ich wie die

Pest. Jeder ist genauso wichtig wie ich, denn

ohne sie würde das alles doch gar nicht funk-

tionieren. Dieses Statusgehabe ist einfach anstrengend,

denn in einer Gesellschaft trägt jeder

zum Allgemeinwohl bei.

Wie ist es beim Fernsehen?

Das Fernsehen ist gut, denn da kann ich vielen

Menschen das zeigen, was ich mache. Aber die

eigentliche Fernsehwelt ist nicht das Meine. Die

Sektempfänge ... ich mache es mit, weil es dazugehört,

aber ich bin auch der erste, der weg

ist.

Wie geht es weiter?

Ich bin gespannt. Ich mache alles mit Liebe

zum Detail und einer großen Portion Perfektionismus,

was auch nicht immer alle freut. Letztens

habe ich einen Entwurf von Josie erhalten.

Alle fanden es toll, nur ich nicht. Da habe ich

mich selbst ans Werk gemacht, mit Photoshop.

Cover, dachten die Profis, könnte man auch an

einem Tag machen ... nur nicht meines.

Ein kleines Geheimnis zum Schluss?

Ich kenne eigentlich nur große Geheimnisse,

was die neue Show und neue Puppen betrifft.

Aber etwas verrate ich: Josie gibt es bald als Kuscheltier.

Das weiß noch niemand.

Direkt nach dem Interview geht es

zur Show. Wird es anders, besser,

als schon auf You Tube gesehen?

Doch Sascha Grammel überzeugt

wieder. Schon die Ankündigung,

dass an diesem Abend gefilmt wird, sorgt für

Heiterkeit beim Publikum. Dr. Prof. Hacke, Frederic

und Josie, die kreative Überleitung zur

Pause, Zauberstücke und beeindruckendes

Schattenspiel zum Abschluss: das in sich runde

Programm eines vielseitigen Künstlers, der

eine beeindruckende Palette seines Könnens

auffährt, mit Herz und Charme den Abend füllt.

Es stimmt: für diese zwei Stunden gibt man sich

einer Illusion hin, die alles andere vergessen

macht. Wir bedanken uns für dieses Geschenk.

Wir möchten uns auch beim k1 Team und dem

Regional Fernsehen Oberbayern herzlich bedanken,

die dieses Interview und diesen Abend

ermöglicht haben. Fotos© P. Wamsganz


KONZERT

THE SPIRIT OF DJANGO

DIKNU SCHNEEBERGER TRIO

Diknu Schneeberger ist ein absolutes Ausnahmetalent,

ein aufgehender Stern am Gitarristenhimmel.

Bei seinem aktuellen Album

„The Spirit Of Django“ kann man über den

jungen Gypsy Jazz Freak nur noch staunen.

Diknu verbindet perfekte Technik mit lockerer

Verspieltheit, natürliche Musikalität und

Melodiegefühl mit Virtuosität! Er fügt hie und

da leichte Latin-orientierte Klänge ein, was

seinen Gypsy-Sound extrem sympathisch

macht. Das Zusammenspiel mit dem renommierten

Wiener Jazzgitarristen Martin

Spitzer, Hans Koller Preisträger 2008, und

mit Vater Joschi Schneeberger am Bass

besticht durch Präzision, Spielfreude und

Spontaneität.

06.04. 2011 - 20.00 Uhr

k1, Traunreut

U

KONZERT

BACH ZU KARZEIT MIT DEM

ENSEMBLE CLEMENTE

Gründer des Ensembles

Clemente

ist der Münchner

Peter Clemente,

mehrfacher Preisträger

nationaler

und internationaler

Wettbewerbe.

1998 gewann das

„Clemente Trio“

den renommiertenInternationalen

ARD-Wettbewerb. Tourneen führten Peter

Clemente u. a. durch Europa, in die USA und

nach Japan. Er spielt auf einer Geige von

Giovanni Paolo Maggini aus dem Jahr 1600,

der berühmten „de Beriot“. Die Besetzung

an diesem Abend formiert sich zudem aus

Christoph Bachhuber, dem stellvertretenden

Soloflötisten an der Bayerischen Staatsoper

und der Cellistin Sissy Schmidhuber, einem

Mitglied der Münchner Philharmoniker. Nicole

Heartseeker ist die virtuose Cembalistin des

„Ensemble Clemente“.

10.04.2011 - 19.00 Uhr

k1, Traunreut

U

kulttour 31

MULTIMEDIA-VORTRAG

CUBA – ZWISCHEN

REVOLUTION UND FREIHEIT

MARTIN ENGELMANN

Ein Zeitungsartikel über Che Guevara weckt

Martin Engelmanns Interesse an Fidel Castro

und dem aktuellen Geschehen auf der karibischen

Trauminsel. Es folgen ausgedehnte

Reisen nach Cuba. Martin Engelmann verfolgt

die Spur der Revolutionsgeschichte,

ist fasziniert von der Atmosphäre und der

scheinbaren Leichtigkeit der einheimischen

Bevölkerung. Neben der Fotografie hält er

seine Eindrücke auch mit der professionellen

Filmkamera fest. Es entstand ein Multimediavortrag,

der in zahlreichen Rückblenden die

Revolutionsgeschichte des Landes dokumentiert

und die heutigen Lebensbedingungen

der Menschen aufzeigt.

20.04.2011 - 20.00 Uhr

k1, Traunreut

O


32

kulttour

KONZERT

LEMANSLAND ANNA LEMAN

Ihre samtweiche, sexy Stimme, das breite Spektrum an Ausdrucksvielfalt,

die absolute Hingabe an die Musik faszinieren

den Zuhörer von der ersten Minute an und entführen ihn in eine

Zauberwelt der Gefühle. Seit ein paar Jahren singt sich Anna

Leman in die Herzen ihres immer größer werdenden Publikums.

2007 gibt sie ihr Debut als Komponistin und Texterin

und zeigt auch hier mit ihrem Album „moonhours“ ein großes

Maß an Kreativität und Musikalität. Ihr Bandprojekt nennt sie

„lemansland“. Unter diesem Namen veröffentlicht sie 2010 ihr

zweites Album „spuren“, das sie mit Pianist Christian Gall produziert.

Lemansland: ein bunter, spannender Jazzmix, impressionistisch

transparent, dann wieder poppig dicht und immer

wieder 100 Prozent erfrischend und überraschend. Anna

Leman komponiert, textet auf englisch und deutsch und singt

ihre Songs mit sinnlicher Leidenschaft und großer Authentizität.

Lemansland-sound ist frischer, frecher, aber auch verträumter

Vocal Jazz. 2007 kam ihr Debüt-Album „moonhours“ heraus,

auf dem ausschließlich Eigenkompositionen zu hören sind.

12.03.2011 - 20.00 Uhr - Hilgerhof

14.03.2011 - 20.30 Uhr - Knoxoleum Burghausen

KONZERT

PAPA JOE BAND

U

Hier treffen Innviertler

MundArt Texte und ein

rockig bluesiger Beat aufeinander.

Der blinde Sänger,

Texter und Komponist Papa-

Joe singt mit markant rauher

Stimme, Lieder vom Leben,

in seiner eigenen, lyrisch, (selbst) kritisch-ironischen Art. Seine

vier Musiker (Gitarre, Keyboard, Bass, und Schlagzeug) sorgen

für heißen Sound und müssen dabei keinem Trend hinterherlaufen.

Eine erdige, ehrliche Mischung. Rock´n’ Roll als Lebensphilosophie,

angehaucht mit oberösterreichischer Seele.

21.03.2011 - 20.30 Uhr

Knoxoleum Burghausen

U

KONZERT

VIOLIN TALES

MARTINA EISENREICH

Eine uralte Geschichtenerzählerin geht

mit uns auf eine sinnliche Reise mit ungewissem

Ziel: die Geige, eine betagte

rote Französin aus dem Jahr 1848, verwandelt

mit unsäglich schöner Stimme

zärtlich verwobene Klangmomente zu

sagenhaften Bildern. Mit geschlossenen

Augen fühlt Martina Eisenreich sich in diese

Anderswelt geigerischer Hexenkunst

ein. Ihre Violintechnik ist außergewöhnlich

wie ihr Einfühlungsvermögen. Ihr inniger

Ton trifft tief und unvermittelt - und

ihr Ensemble agiert mit einer Herzenswärme,

die den Zuhörer von Anfang an

in den Bann schlägt.

Begleitet wird sie vom Meister der Trommeln, Zimbeln und Glöckchen, Wolfgang Lohmeier,

von Stephan Glaubitz an einem eigenwillig starken Kontrabass und Christoph Müller

an einer erfrischend jungen Gipsy - Gitarre und einer noch verwegeneren E-Gitarre. Auch

gute alte Bekannte sind als Gäste eingeladen, wie zum Beispiel Kiko Pedrozo, der südamerikanische

Harfenvirtuose - Seite an Seite mit Evelyn Huber an der großen klassischen

Konzertharfe, und Hansi Zeller am Akkordeon.

Nach dem überwältigendem Erfolg ihrer Konzertprogramme Wundergeige und Lauschgold

präsentiert die rothaarige Komponistin und Geigerin nun ihr neues Album, mit dem

sie einen neuen Meilenschritt in ihrer ganz eigenen Form der kunterbunten Tonpoesie

geht. Im Vordergrund stehen auch hier ihre Eigenkompositionen, wie zum Beispiel die

Legende vom Mondmann - auch wenn die fulminante symphonische Interpretation des

Deutschen Filmorchesters Babelsberg, die auf der CD einen prominenten Platz einnimmt,

im nächsten Moment plötzlich als Reggae im Trommelfeuer um die Ecke biegt. So

sprengt das Quartett stets die Grenzen zwischen traditioneller und komponierter Musik:

von gewaltiger, tief berührender orchestraler Emotion bis hin zu den wildesten Folklorerohstoffen

aller Herren Länder.

26.03. 2011 - 20.00 Uhr

Marstallsaal Schloss Pertenstein

KONZERT

WILLIAMS WETSOX

BAYERISCHER BLUES

Wi l l i am s We t s o x spielen seit 1979/80

den boarischen Blues. In dieser Zeit veröffentlichten

sie 4 LPs und 5 CDs. In eigenen Stücken

mit bayrischen Texten greifen sie Geschichten aus dem Leben, von der Liebe

über Politik bis zu den Themen des Huglfinger Hinterlandes auf. Originell und treffend

mit Musik professionell kombiniert brauchen sich die Wetsox im Vergleich mit internationalen

Acts nicht zu verstecken. Sie spielen ihren Blues mit Seele, voll aus dem

Bauch heraus und liefern auf unspektakuläre Art eine wirklich beeindruckende Vorstellung.

Ihr Verständnis des Blues als Volksmusik der Tramps und Outlaws spiegelt

sich ganz folgerichtig wider in textlich aktualisierten Gstanzln in der Tradition eines

Kraudn-Sepp, selbstverständlich bluesig verpackt wie sich das gehört.

28.03. 2011 - 20.30 Uhr

Knoxoleum Burghausen

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KONZERT

LLOYD COLE & SMALL ENSEMBLE

AMERICANA REIHE

Einer der begnadetsten Singer/ Songwriter macht hier Station.

Die Kritiker verneigen sich vor ihm und seine Fans sind ihm

bereits seit seinen „Commotions“- Zeiten in Treue ergeben. Cole

ist unbestritten einer der ganz großen der Popmusik! Mit „Broken

Record“ hat LLOYD COLE im September letzten Jahres laut FAZ

das wohl „wärmste und intelligenteste Songschreiber-Album des Jahres“ geschaffen. Der erste Teil

seiner Releasetournee mitsamt seinem small ensemble wurde daraufhin auch zu einem eindrucksvollen

Beleg, wie leise und intensive Konzerte frenetisch und begeisternd gefeiert werden können.

06.04. 2011 - 20.00 Uhr

Haus der Kultur, Waldkraiburg

THEATER

VERBRENNUNGEN

EUROSTUDIO LANDGRAF

Als sie mit sechzig Jahren stirbt, hinterlässt

Nawal Marwan ein geheimnisumwittertes

Testament. Ihr Freund, der Anwalt Hermile

Lebel, der mit der Testamentsvollstreckung

beauftragt ist, übergibt ihren Kindern, den

22-jährigen Zwillingen Jeanne und Simon,

einen Brief, den diese ihrem Vater und ihrem

Bruder überbringen sollen. Von der Existenz

eines Bruders wussten beide bisher nichts,

und ihren Vater hielten sie für tot. Nach längerem

Zögern begeben sich die Beiden widerwillig

in das Geburtsland ihrer Mutter. Auf

ihrer Reise klärt sich das von ihrer Mutter

sorgsam gehütete Geheimnis ihrer Herkunft.

31.03. 2011 - 20.00 Uhr

Haus der Kultur, Waldkraiburg

29.04. 2011 - 20.00 Uhr

Haus der Kultur, Waldkraiburg

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KONZERT

MIKAÎL ASLAN ENSEMBLE

ZAZAKISCH-KURDISCHE WELTMU-

SIK AUS DEM OSTEN ANATOLIENS

Geboren wurde

Mikaîl in Dersim

(Tunceli), 1972,

in einer Zeit, in der

es in der Türkei offiziell

keine Kurden

geben durfte. Mit

neun Jahren flüchtete

er mit der Familie

nach Kayseri

in Mittelanatolien.

Dort besuchte er das Gymnasium, um danach

in Malatya an der Universität Mathematik zu

studieren. - Seit seiner Kindheit beschäftigte

er sich mit der Musik seiner Heimat. Während

des Studiums gründete er die ‚Grup Munzur‘,

die mit Protestliedern bekannt wurde. Wegen

politischer Betätigung wurde er nach zwei

Jahren von der Universität verwiesen. Während

einer Deutschlandreise 1995 fiel die Entscheidung

in Deutschland zu bleiben, da in

der Türkei Strafverfolgung wegen ‚Singens in

einer verbotenen Sprache‘ drohte.

13.04. 2011 - 20.00 Uhr

Haus der Kultur, Waldkraiburg

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KONZERT

LIADAN CELTIC MUSIK

Die sechs jungen Damen aus Irland haben es sich zur Aufgabe

gemacht, irische Lieder und Tänze möglichst authentisch

erklingen zu lassen und Traditionen pur zu interpretieren. Líadan

verzichten auf Gitarren, Bouzoukis und Mandolinen. Instrumente

wie die gute alte Harfe, diverse Flöten, Akkordeon und zwei Geigen

genügen ihnen. Das eigentliche Markenzeichen aber ist Líadans

phänomenaler Gesang.

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34

kulttour

KONZERT AUSTRIX

DAS BESTE VON AMBROS, FENDRICH UND DANZER

AustriX ist als Austro-

Pop-Coverband zweifellos

der Vorreiter der

danach neu aufgeflammten

Austropop-Szene unserer

Region. AustriX spielt das

Beste von Ambros, Fendrich

und Danzer im Sound von Austria 3. Die achtköpfige

Band hat wieder eine Reihe neuer Songs und Arrangements im

Gepäck. Altbewährtes, die Gassenhauer und etliche großartige

Songs in ausgefeilten Arrangements versprechen ein wunderbares

Konzert. Austropop im Sound von Austria 3, gespielt von

AustriX. Karten zu e 18,50 sind erhältlich bei all unseren VVK-

Stellen und unter www.inn-salzach-ticket.de sowie an der AK

ab 19 Uhr zu e 20,-.

26.03.2011 - 20.00 Uhr

Salzachhalle, Laufen

VORTRAG PATER ANSELM GRÜN

JEDER MENSCH HAT EINEN ENGEL

Jeder Mensch braucht

für sein Leben die Kraft

der eigenen Seele. Sie

hält Räume des Schutzes

bereit, der Zuversicht,

dass alles wieder gut wird.

Im Bild der Engel, von

denen die Geschichten der Bibel erzählen, gewinnen die Möglichkeiten

der Seele Gestalt. Pater Anselm Grün, geb. 1945,

Dr. der Theologie, u. a. Autor zahlreicher Bücher, hält einen

inspirierenden Vortrag, der Lebenskraft und Zuversicht schenkt

. Karten zu e 15,- bei all unseren VVK-Stellen und unter www.

inn-salzach-ticket.de.

31.03.2011 - 20.00 Uhr

Salzachhalle, Laufen

KONZERT SCHMIDBAUER & KÄLBERER

MOMENTSAMMLER

Werner Schmidbauer

& Martin Kälberer

sind inzwischen eine musikalische

Einheit geworden,

die in ganz Bayern und

auch im Rest der Republik

immer mehr Fans findet. Da steht auf der einen Seite der Liedermacher

Werner Schmidbauer, der aus der Folk-Ecke kommt

und mit Crosby, Stills, Nash & Young und James Taylor aufgewachsen

ist, und auf der anderen Seite der filigrane Pianist und

Multi-Instrumentalist Martin Kälberer, der an der Musikhochschule

in Graz Jazzpiano studiert hat. Sie präsentieren dem

Publikum einen erlesenen Musikgenuss, der unter die Haut

geht. Karten gibts bei all unseren VVK-Stellen und unter www.

inn-salzach-ticket.de zu e 23,80. AK:e 25,-.

14.05.2011 - 20.00 Uhr

Salzachhalle, Laufen

Infos und Karten unter Telefon 08682/ 367

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KONZERTREIHE

42. INTERNATIONALE JAZZWOCHE BURGHAUSEN

22. BIS 27. MÄRZ 2011

Musiker der internationalen Spitzenklasse

wie Kurt Elling und

Clayton-Hamilton, Larry Coryell und

Helge Sunde verwandeln Burghausen

für eine Woche im März in die bajuwarische

Hochburg des Jazz. Fünf,

von einer hochkarätigen Jury ausgewählte

Nachwuchsbands aus Europa

eröffnen das Festival und spielen

neben dem mit 15.000 EUR dotierten

Förderpreis auch um ein Konzert an

exponierter Stelle: am Mittwochabend

als Vorband von Chick Corea und

Gary Burton in der Wackerhalle. Ersterer

wird am Vortag in einer feierlichen

Zeremonie mit einer neuen Bronzeplatte

im musikalischen Gästebuch

der Stadt, der Street of Fame, geehrt.

Während am Freitag nach Trommelwirbel

(Drums United) und zünftigem

Gebläse (Trombone Shorty) die Gruppe

DEPHAZZ im GUM in Tanz-Gefilde

entführt, greift Samstags das Musikfieber

auf die gesamte Altstadt über

und neben den Hauptspielstätten

Wackerhalle, Stadtsaal und Mautnerschloss

laden Restaurants und Cafés

zu einem Streifzug in Sachen Jazz

und Artverwandtes ein. Als Geheimtipp

gelten die nächtlichen Treffen der

Jazz-Schwärmer im Keller des Mautnerschlosses

zu den Late Night Sessions.

Hierfür ist erstmalig das Trio

um den mehrfach ausgezeichneten

belgischen Pianisten Jef Neve in Burghausen. Abschluss einer jeden Festivalwoche

in Burghausen ist der Next Generation Day und auch dieser Sonntag bietet mit vier

erstklassigen Bands wieder einen spannenden Überblick über die Entwicklung des

hiesigen Jazz.

DER 3. EUROPÄISCHE BURGHAUSER

NACHWUCHSPREIS: „FROM LITTLE TO BIG“

Ein passendes Motto für die Auswahl der fünf Finalisten, die am Dienstag, den 22.

März, den Auftakt zur Festivalwoche Burghausen bilden. Ob Trio (die österreichische

Formation Radom Control und das Dirk Häfner Trio aus Dresden) oder Quartett (die

dänischen Interfoam), ob Quintett (das Offshore Quintett aus Köln) oder gar Big Band

(Beats & Pieces Big Band, UK), allesamt sind sie unter 30 Jahre und auf dem Sprung,

zu den Großen des europäischen Jazz zu zählen. Mehr Einsendungen im Vergleich

zum Vorjahr stellten die hochkarätige Jury vor eine große Herausforderung, die ein

spannendes Finale am Dienstag erwarten lässt. Den Sieger erwartet neben der Präsentation

als Vorband zu Chick Corea und Gary Burton in der Wackerhalle mit 15.000 EUR

einen der höchst dotierten Nachwuchspreise Europas!

22.03. - 27.03.2011

Burghausen

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Plattenbesprechung

Andrea Hailer

OHRWURM

chromatic BLaCK

Flatterte doch unlängst ein Päckchen ins Haus, Absender, ein mir bekannter

und geschätzter Carl von der Combo chromatic BLaCK. Was zum Vorschein

kam, war ein wunderbar, altmodisches Package aus Karton, liebevoll gestaltet

- nein: designed! ... und beim Reinlegen der neuen Scheibe denkt man

erstmal gar nix mehr, außer YEAH!YEAH!YEAH!

New School

Rock ´n´ Roll

oder so steht

drauf.

Nix da! Die neue Scheibe von

den Jungs, die bei mir noch auf

der Bühne als „Riff Raff Whatever“

rockten, was das Zeug hielt,

führt in bester Tradition das fort,

was damals Mitte der 70er in

New York City und London mit

den Stooges oder The Clash

entstand. Nur moderner und klischeeloser.

Der alte Satz von John Homstrom „Rock ’n’ Roll von Leuten, die

keine großen Fähigkeiten als Musiker hatten, aber trotzdem ein Bedürfnis fühlten,

sich durch Musik auszudrücken“ passt hier nicht mehr. Chromatic BLaCK

haben große musikalische Fähigkeiten, chromatic BLaCK ist Gesamtkonzept,

machen Spaß und sind schweinslässig im Auftreten und der Show. Die neue

Scheibe ist wie „Sommer in der Stadt“ auf Rock ´n´ Roll.

Ich bin mir sicher, die machen ihren Weg und werden mir auch noch Päckchen

schicken, wenn sie auf den ganz großen Bühnen stehen. Das macht chromatic

BLaCK nämlich auch aus: nie die Wurzeln zu vergessen, das Persönliche.

Da Musik nicht gelesen, sondern gehört werden soll: Überzeugt Euch doch

selbst und holt schon mal die knallroten Boots und das Cabrio raus.

Übrigens: Wir verlosen ein Meet & Greet mit den Jungs von chromatic

BLaCK. Persönliche Übergabe der neuen Scheibe inbegriffen!

Christian Luecking

kulttour 35

AKUSTIKVERSIONEN

Songinterpretationen ohne

elektronischen Klang

Heutzutage gehört es fast schon

zum guten Ton eines jeden Musikers,

zumindest den einen oder

anderen erfolgreichen Song in

einer so genannten Akustikversion zu performen.

Das Ziel ist es dabei, einem Lied eine

andere Stimmung, teilweise auch eine andere

Klangfarbe zu geben.

Musiker erreichen diesen Effekt durch den

Verzicht auf elektronische Elemente - wie E-Gitarre,

E-Violine und Synthesizer. Dennoch können

Akustikversionen nicht als minimalisiert

im eigentlichen Sinne bezeichnet werden, weil

sie sich stark am Originalsong orientieren. Lediglich

die Art der Instrumente wird verändert.

Um die Klangstärke jedoch nicht zu verlieren,

werden häufig Mikrophone verwendet, die

meistens an dem Instrument selbst oder aber

doch wenigstens in der unmittelbaren Nähe

angebracht werden.

Berühmt geworden ist diese Musikrichtung

nicht zuletzt durch die MTV-Show „Unplugged“,

was auf Deutsch etwa soviel heißt wie „ausgesteckt“.

Den Grundstein dafür legten Bon

Jovi als sie 1989 einen Auftritt ausschließlich

mit Akustikgitarren bei den MTV Video Music

Awards performten. Erstmalig im großen Stil

1992 von Eric Clapton produziert, entwickelte

sich die Sendung zu einer Erfolgsgeschichte

im Musikbusiness. Nahezu jeder Interpret mit

internationalem Erfolg trat dort auf: Nirvana,

Alanis Morissette, Shakira, Katy Perry aber

auch deutsche Größen wie Die Fantastischen

Vier, Die Toten Hosen oder aber im letzten Jahr

Sido.


36

kulttour

KONZERT

BET WILLIAMS EPIPHANY PROJECT

Die amerikanische Presse bezeichnet die Musik des Epiphany

Projects als „some of the most evocative and intelligent

music to come down the pike“ – NPR. Diese einzigartige

Mischung aus Weltmusik, modernem Kunstlied, Americana

und Folk wurde von der Washington Post so beschrieben: „Sie

lässt sich absolut keinem Musikgenre zuordnen, aber sie ist

immer überragend schön“. Seit 2003 bereisen John und Bet

die Welt und sammeln neue Eindrücke, die ihre Musik beeinflussen.

Hodian’s Klavierspiel, schon immer abenteuerlich und

voller Improvisationslust, hat dadurch an Spiritualität gewonnen.

In seinen letzten Kompositionen finden sich Instrumente

wie die Saz und die Dhol aus Armenien. Williams mit ihrer vier

Oktaven umfassenden Stimme experimentiert weiter auf der

Suche nach neuen Klängen beim Gesang. In seiner konstanten

Weiterentwicklung und seinem permanenten Wandel ist das

Projekt eher so etwas wie eine musikalische Reflektion über ihr

Leben und bleibt auch weiterhin „eine fesselnde und intensiv

bewegte Zusammenarbeit“ (The Philadelphia Inquirer).

04.04.2011 - 20.30 Uhr

Knoxoleum Burghausen

KONZERT & KULTUR

TORMENTA JOBARTEH

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Der „weiße“ Griot Tormenta Jobarteh wuchs in München auf und

studierte dort am Dante Augustini Institut Schlagzeug. Aber seine

afrikanische Seele gab ihm den Antrieb, seine Heimat, seine „Kunda“

wieder zu finden. Als Musiker tourte er in verschiedenen Besetzungen

durch Europa, Asien und die USA, bis er 1987 eine Band aus Gambia

traf und von ihnen in das kleine, vom Senegal umschlossene westafrikanische

Land eingeladen wurde. Dies hatte weitreichende Konsequenzen,

denn dort hörte er zum ersten Mal das wundervolle Klangbild einer Kora.

Gespielt von einem Musiker, der dieses großartige Westafrikanische

Instrument, einer Harfenlaute virtuos beherrschte.

Bei seinem musikalischen Mentor Basuro Jobarteh, dem anerkannten

Griot von Boraba, Fulladou vergingen für Tormenta acht Jahre in Boraba,

bis das intensive Studium der Kora, sowie der Mandinka Sprache und

der gesamten Mande-Kultur erfolgreich abgeschlossen war. Tormenta

VORSCHAU

MUSIKFESTIVAL

CLUESO ALS ZWEITER TOPACT FÜR DAS

DSJ MUSICFESTIVAL BESTÄTIGT

Nach den Fantastischen Vier

als Headliner kann der Veranstalter

des dsj Musicfestivals

jetzt den zweiten Knaller bekannt

geben: Clueso & Band haben

ihre Teilnahme am Festival in der

Wacker-Arena zugesagt.

Clueso hat sich in den letzten Jahren

zu einem der bekanntesten Interpreten

deutschsprachiger Popmusik

entwickelt. Die eingängigen

Melodien und lyrischen Texte seiner

Lieder wie „Gewinner“ oder

„Keinen Zentimeter“ begeistern

immer mehr Zuhörer. Seine Platten

haben zahlreiche Auszeichnungen

erhalten und die Auftritte der laufenden

Tour müssen aufgrund der

riesigen Nachfrage nach Tickets

reihenweise in größere Hallen verlegt werden.

Für das dsj Musicfestival kommen Clueso & Band am 25. Juni nach Burghausen in die

Wacker-Arena. Gemeinsam mit den Fantastischen Vier und zwei weiteren Bands werden

sie das Stadion für einen Tag in ein Festivalgelände verwandeln. Die weiteren Bands

werden in Kürze bekannt gegeben.

Dsj Musicfestival mit den Fantastischen Vier, Clueso & Band + weitere Bands am

25. Juni 2011 in der Wacker-Arena Burghausen. Karten an allen bekannten Vorverkaufsstellen

oder unter www.eventim.de.

25.06. 2011 - Einlass ab 14.00 Uhr

Wacker-Arena Burghausen

Jobarteh brachte die Kultur der Mande-Griots (Musiker,

Historiker, Chronisten, Geschichtenerzähler und

weise Berater in einer Person) nach Deutschland und

entwickelte seiner eigenen afrikanisch-europäischen

Geschichte entsprechend ein neues musikalisches

Konzept. Das wurzelt im gegenseitigen Verständnis

und spirituellen Ansatz dieser zwei großen und kulturell

reichen Erdteile. Seit 10 Jahren tourt Tormenta

Jobarteh mit seiner Weltmusikgruppe Jobarteh-Kunda

und als Geschichtenerzähler auf internationalen Festivals

und zahlreichen pädagogischen Einrichtungen.

09.04.2011 - 20.00 Uhr - Hilgerhof/ Pittenhart

11.04.2011 - 20.30 Uhr - Knoxoleum Burghausen

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WAS FÜR EIN THEATER!

Vom Bairischen Dialekt zur Hochsprache

Die deutsche Sprache,

wie wir sie heute kennen,

wäre ohne den

bairischen Dialekt

nicht denkbar. Denn

Dialekte sind grundsätzlich

die geschichtlich

älteren und damit die ursprünglicheren

Formen unserer Sprache. Es

gibt sie also schon sehr viel länger als

die einheitliche deutsche Standardsprache

und vor allem in einer großen Vielfalt.

Allein schon aus diesem Grund sind

Dialekte – und natürlich vor allem das

Bairische – so wertvoll, dass man ganz

besonders auf sie aufpassen sollte und

vor allem darauf, dass sie gerade in ihrer

Vielfalt nicht verloren gehen.

Heutzutage gibt es ja die Tendenz, dass man

alles, was als gefährdet gilt, in einen Zoo

oder in ein Museum verbannt und dort für alle

Zeiten für die nachkommenden Generationen

aufbewahren möchte. Zum Glück geht das mit

gesprochenen Sprachen eher schlecht. Denn,

unter uns gesagt, finde ich den Gedanken

auch nicht besonders anziehend, wenn man

uns Dialektsprecher in eine museale Glasvitrine

oder in einen Zoo, so zwischen Eisbären

und Pinguinen, sperren möchte. Zum Glück

ist noch keiner auf diese Idee gekommen. Allenfalls

in Tonbandaufnahmen wird der Dialekt

bereits jetzt festgehalten und zum Beispiel

beim Bayerischen Sprachatlas in München

aufbewahrt.

Aber mal ehrlich, es wäre doch fad, wenn man

in Oberbayern nicht ein bisschen anders Bairisch

sprechen würde als zum Beispiel in der

Oberpfalz oder in Niederbayern. Und wie langweilig

wäre es erst, wenn man in Bayern gar

keinen Dialekt mehr sprechen würde, sondern

nur noch eine einheitliche „hochdeutsche“

Standardsprache.

Aber keine Angst, das wird nicht passieren.

Womit wir aber beim Thema wären: Wie kam

es zu dieser Vereinheitlichung des Deutschen

im Gegensatz zur Vielfalt der Dialekte und welchen

Anteil hat das Bairische an der Standardsprache?

Die deutsche Sprachgeschichte ist komplex

und ereignisreich. Eine besondere Rolle bei

der Herausbildung einer einheitlichen geschriebenen

Sprache innerhalb der Vielfalt

von Dialekten spielt das 16. Jahrhundert und

dabei Luthers Bibelübersetzung, die sich dank

des Buchdrucks stark verbreiten konnte. Luther

griff für seine Bibelübersetzung vielfach

Sprachformen der so genannten oberdeutschen

Dialekte auf, zu denen das Bairische

gehört. Während aber in der Folge dann die

Menschen im Norden ihre niederdeutschen

Sprachformen an das Deutsche der Lutherbibel

anpassten und es sowohl mündlich als

auch schriftlich verwendeten, wurde dieses

Hochdeutsch im Süden zwar zunehmend zur

Schriftsprache, mündlich wurde aber weiterhin

Dialekt gesprochen. Und das selbst in höchsten

gesellschaftlichen Kreisen!

So dauerte es noch bis zum Ende des 19.

Jahrhunderts, bis auch bei uns im Süden des

deutschen Sprachraums ein einheitliches gesprochenes

Deutsch an Bedeutung gewann.

Der Grund dafür ist eigentlich ein richtiges

Theater. Also die Bühne, um genau zu sein.

Denn die Theaterdirektoren wollten die Klassiker

der Weltliteratur nicht im Dialekt aufführen

lassen. Wo kämen wir denn da hin, wenn Goethes

Faust mit dem Teufel auf Bairisch über

kulttour 37

das bairische Eck

Dialektwächterin Isabella Guttenstein

seine Seele verhandeln möchte! Das könnte, so

befürchtete man, die hochgeschätzten Stücke

abwerten und womöglich der Lächerlichkeit

preisgeben – das wollte man keinesfalls zulassen.

Also legte man eine einheitliche Sprache

und vor allem Aussprache für die Bühne fest und

fixierte die Regeln dafür am Ende des 19. Jahrhunderts

in einem Buch. Doch blieb diese Bühnensprache

in der Folge nicht allein auf

das Theater beschränkt, sondern galt

bald darüber hinaus als das bessere

und das feinere Deutsch. Damit wurde

diese mündliche Form auch außerhalb

des Theaters zunehmend zur – zumindest

gewünschten – Sprachnorm.

Also denken Sie beim nächsten Mal,

wenn man Ihnen die Bühnensprache als das

bessere Deutsch vor Augen halten will, vor allem

an zwei Dinge: Erstens: Bairische Dialekte hatten

einen großen Anteil an Entstehung und Form

der deutschen Standardsprache. Und zweitens:

Das ist doch alles nur Theater!

Bleiben Sie sich treu!

Bis zum nächsten Mal,

Ihre Dialektwächterin

Isabella Guttenstein

P.S.: Zum Nach- und Weiterlesen: Bayerisches

Staatsministerium für Unterricht und Kultus, Dialekte

in Bayern – Handreichung für den Unterricht,

München 2006; Werner König, Kurt Rein,

Eberhard Wagner und Ludwig Zehetner, Bayerns

Mundarten – Dialektproben mit Kommentaren,

München 1991; Ludwig Zehetner, Das bairische

Dialektbuch, München 1985.


38

kunstboxx

DOKUMENTATION

ANS LICHT!

MUSEUMSARBEIT

HINTER DEN KULISSEN

Die diesjährige Sonderschau des

Museums Wasserburg möchte

neugierig machen, einen Blick

hinter die Ausstellungskulissen

zu werfen.

Die meisten Besucher nehmen Museen

ausschließlich als Ausstellungsräume

wahr, in denen kulturhistorische

Objekte und Kunstwerke präsentiert werden.

Wie diese aber dort hinein kommen, welche

restauratorischen und konservatorischen Maßnahmen

getroffen werden müssen und welche

Forschungsleistungen hinter den Ausstellungstexten

und Katalogen steckten, bleibt oft

im Verborgenen. Die Ausstellung geht daher

auf die vielfältigen Tätigkeitsfelder im Museum

ein und stellt die vier Aufgabenbereiche des

Museums „Sammeln, Bewahren, Forschen

und Vermitteln“ vor.

13.04. - 09.10.2011

Stadtmuseum Wasserburg

sehen möchten.

Auf Schatzsuche

/ Sammeln

Museen sind Orte an

denen Objekte bewahrt

werden, die das kulturelle

Gedächtnis unserer

Gesellschaft bilden. Doch

wer entscheidet was dazu

gehört? Wo kommen die

Objekte in den Museen

her? Nach welchen Kriterien

wird entschieden,

welches Ding Geschichte

schreiben darf und welches

nicht? Die Besucher

erhalten im Rahmen der

Ausstellung Gelegenheit,

Objekte, die ihnen selbst

wichtig sind, zu definieren

und mitzuentscheiden,

was sie in einer zukünftigen

Dauerausstellung

ihres Museums gerne

Im Tresor / Bewahren

Die einmal ins Museum gelangten Objekte

müssen bewahrt werden. Dies ist oft schwieriger

als gedacht. Häufig sind nur 10 % einer

Sammlung ausgestellt. Die restlichen 90 %

befinden sich in riesigen Depots, wo sie bei

einer möglichst gleich bleibenden Temperatur

und Luftfeuchtigkeit gelagert werden. Ist

dies nicht möglich und treten in Folge dessen

Schäden an den Objekten auf, tritt der Restaurator

auf den Plan. Die Ausstellung gibt daher

auch spannende Einblicke in verschiedenen

Restaurierungs- und Konservierungstechniken.

Im Fokus / Forschung

Um mit den gesammelten und bewahrten

Objekten auch richtig umgehen zu können, ist

Forschungsarbeit nötig. Jedes einzelne Objekt

muss zeitlich eingeordnet, vermessen, fotografiert,

beschrieben, mit einer Nummer versehen

und digital erfasst werden. Anschließend wird

es in seiner Bedeutung für die Geschichte und

Kunst untersucht. Dies ist die Voraussetzung,

um es in einer Ausstellung zu präsentieren.

Im Rampenlicht / Vermitteln

Die Ausstellung ist die wichtigste Form der

Vermittlung von Kunst und Kultur im Museum.

An ihr knüpfen wiederum museumspädagogische

Programme, Führungen, Musikveranstaltungen

und Events an. Zunehmend gewinnen

auch neue Medien an Bedeutung für die Vermittlungsarbeit.

Auch das richtige Marketing

spielt eine immer größere Rolle.

Veranstaltungen in der

ersten Ausstellungshälfte

15.05.2011

Internationaler Museumstag

14.00 Uhr Führung durch die Sonderausstellung

15.00 Uhr Überblicksführung durch die

Dauerausstellung

13.00 bis

17.00 Uhr Museumsrallye für Kinder/ Eintritt frei

09.06.2011 - 17.00 Uhr

Alte Königsgemälde in neuem Glanz

Im Ludwigsjahr präsentiert die Stadt Wasserburg

gemeinsam mit der Restauratorin drei

frisch restaurierte Königsgemälde des 19.

Jahrhunderts. Die Veranstaltung erläutert die

Geschichte der Gemälde und stellt die durchgeführten

Konservierungsmaßnahmen vor.

Treffpunkt: Eingang Rathaus Wasserburg.


FOTOGRAFIE

OFFSIGHTS

GÜNTER STANDL

Der Profi-Fotograf Günter Standl ist seit Jahren beruflich

dort unterwegs, wo sich andere im grauen Büroalltag

gerne hinträumen: auf Mallorca, in Thailand,

in Südafrika, in den

exotischen Reisezielen

der ganzen Welt.

Im Auftrag von großen Magazinen

und solventen Werbekunden

bringt Günter Standl

die Schönheit und Farbigkeit

der Welt in die Reisefotografie,

die unsere nach Sonne und

Erholung dürstende Seele mit

Bildern füttert. Doch sind die

Tische und Stühle erst einmal

hochgeklappt, der Himmel verhangen

und die frische Farbe

an den Wellblechwänden der

Souvenirläden abgeblättert,

dann ist entweder Nachsaison

in den Urlaubsparadiesen oder

Günter Standl hat seine Rolleiflex

mit Rollfilm gezückt und

es interessieren ihn nun die

Blicke abseits des touristischen

Glanzes und Rummels. © Günther Standl - Römer (o.)/ Kamel (u.)

Das Nebensächliche rückt ins Zentrum, ungewöhnliche Ausschnitte und

Blickwinkel werden gewählt, die Ästhetik des Normalen und Alltäglichen

dominiert, es entstehen seine fotografischen „Offsights“, eine Worterfindung,

die mit dem touristischen Begriff des Sightseeing spielt und den

Blick des Betrachters auf das „Abseitige am Reisen“ lenkt. Günter Standls

Fotografien sind in diesen Serien nun gar nicht mehr farbenfroh und sonnengetränkt,

sondern es herrscht eine merkwürdig gedämpfte Helligkeit,

welche die Farben pastellig und stumpf macht und das zauberhafte Ambiente

zur Kulisse erstarren, den Landesbewohner zum verkleideten Folklorestatisten

werden lässt. Wenn sich durch die Ironie des Fotografen der

Glanz in Schäbigkeit und Absurdität verwandelt, dann ist das manchmal

witzig und lustig anzusehen, oft aber auch traurig und ernüchternd.

Der Fotograf Günter Standl thematisiert die Ambivalenz des dokumentarischen

Charakters in der Fotografie in einer Serie von Aufnahmen mit

Aussichtsfernrohren. Er kommentiert damit sozusagen sein fotografisches

Handwerk: Fotografie ist Interpretation der Wirklichkeit, sie dokumentiert,

was ist, aber die Stimmung und die Atmosphäre des Bildes prägen unsere

Wahrnehmung von einer Situation, von einem Ort entscheidend.

18.03. - 25.04.2011 - Vernissage 17.03.2011 - 19.00 Uhr

Städtische Galerie Traunstein

KUNSTSKANDALE

kunstboxx 39

FETT WEG - KUNST WEG

Joseph Beuys modellierte mit Hilfe von 5 Kilo Butter in einer Ecke

seines Ateliers die 25 cm hohe „Fettecke“, die er seinem Meisterschüler

mit den Worten „Johannes, jetzt mache ich Dir endlich

Deine Fettecke“ widmete. Nach Beuys‘ Tod im Jahre 1986 sollten

die Räume wieder dem Lehrbetrieb dienen. Der Hausmeister hielt

die inzwischen vier Jahre alte Fettecke für widerlichen Abfall und

wischte sie ab. Der entsetzte Meisterschüler klagte vor dem Landgericht

Düsseldorf auf Schadensersatz. Zur Begründung trug er

vor, sein Meister gelte als bedeutender Repräsentant des sogenannten

„erweiterten Kunstbegriffs“. Die Fettecke sei als ständig

präsenter Hinweis auf die Grundprinzipien der plastischen Theorie

anzusehen. Darüber hinaus gelte sie als bedeutendes Anschauungsstück

für die weitere Erforschung dieser Kunstrichtung.

Das Landgericht Düsseldorf (vgl. NJW 1988, 345) verneinte den

Anspruch. Erst in zweiter Instanz wurde der Rechtsstreit schließlich

durch einen Vergleich beendet. Danach verpflichtete sich das

Land Nordrhein-Westfalen 40.000 DM an den Kläger zu zahlen.

Joseph Beuys Kunst sorgte nicht nur einmal für kontroverse Meinungen,

sondern auch seine ambivalente Persönlichkeit. So trug

der honigbestrichene Joseph Beuys am 26. November 1965 einen

toten Hasen durch die Galerie Schmela in Düsseldorf, um ihm

„die Bilder zu erklären“. Drei Stunden lang. Erst danach wurden

die Zuschauer eingelassen und fanden Beuys mit dem Hasen auf

dem Arm auf einem Hocker vor.

DOKUMENTATION

ARGONAUT - MATHILDA

CHRISTIAN SCHNURER

Im letzten Herbst reiste

Christian Schnurer mit

einem aberwitzigen

dreirädrigen Fahrzeug,

der „Argonaut Mathilda“

von München nach Istanbul.

Dort angekommen

wurden zwei Schwimmschläuche

an das Gefährt

montiert, um damit den

Bosporus zu überqueren.

Zwischen Containerschiffen, Passagierfähren und Begleitkonvoi

erreichte er so das Ende seiner Reise: Die asiatische Seite der Stadt

und damit einen neuen Kontinent. Christian Schnurer geht es um

das Konzept der Freiheit im künstlerischen wie im menschlichen

Sinne. „Geographisch und politisch“, so der Künstler, „ ist die Reise

und ihr Ziel der Beweis, dass individuelle Freizügigkeit möglich ist.“

Die Ausstellung zeigt nicht nur das dreirädrige Gefährt, sondern

auch Videos und Fotos sowie Karten und Dokumente. Christian

Schnurer ist zur Ausstellungseröffnung anwesend.

01.04. - 08.05.2011 - Vernissage 31.03.2011 - 19.00 Uhr

Städtische Galerie Traunstein


40

BUCHKRITIK

kulttour

Mika, Bascha

Die Feigheit der Frauen. Rollenfallen und Geiselmentalität.

Eine Streitschrift wider den Selbstbetrug.

C. Bertelsmann Verlag, 2011. (broschiert 14,99 €)

Anna Winter

Die Diskussion rund um die

Frauenquote hat sie wieder

auf den Plan gerufen:

Fahnenträgerinnen der

Emanzipation der allerersten Stunde,

so wie Bascha Mika. Sie erhielt 1994

den EMMA-Journalistinnen-Preis und

war jahrelang Chefredakteurin der taz,

weiß also wovon sie spricht, wenn es

um Chancengleichheit, Frauen in Führungspositionen

oder Doppelbelastung

geht. Da verwundert es doch, dass gerade

sie behauptet, „Deutschland ist

in Sachen Emanzipation finsteres Entwicklungsgebiet“.

Doch genau das ist

der Grundtenor ihrer Streitschrift.

Sollte man sich als Frau gerade benachteiligt

fühlen, Frust auf männliche

Kollegen oder Männer im Allgemeinen

haben, dann ist man bei Mika ganz

richtig, schließlich sind bei ihr die Männer

ganz klar die alleinigen Übeltäter.

Inwiefern wir uns ihrer Ansicht von der

Frau als ewigem Opfer anschließen

oder uns von diesen altfeministischen

Ansichten emanzipieren, bleibt jedem/r

Leser/in selbst überlassen. Stoff für

Diskussionen bietet es allemal.

VITA

Bascha Mika wurde 1954 in einem schlesischen

Dorf in Polen geboren und übersiedelte

als Kind in die Bundesrepublik.

Nach einer Banklehre studierte sie Germanistik,

Philosophie und Ethnologie. Sie

arbeitete als Redakteurin und Journalistin

und veröffentlichte 1998 eine kritische

Alice-Schwarzer-Biografie, die für großes

Aufsehen sorgte. Von 1999 bis 2009 war

sie Chefredakteurin der taz. Heute ist sie

Honorarprofessorin an der Universität der

Künste, Berlin, und freie Publizistin.

KLASSIKER

DÜRRENMATT, FRIEDRICH:

DER RICHTER UND SEIN HENKER.

Am 05. Januar 2011 wäre der große schweizer

Schriftsteller, Dramatiker und Maler, Friedrich

Dürrenmatt, 90 Jahre alt geworden. Neben

zahlreichen Bühnenstücken (Titus Andronicus,

Der Besuch der alten Dame, Die Physiker) verfasste

er auch zwei Krimis rund um den Kriminalkommissar

Bärlach.

Der erste, 1950 erschienen, war „Der Richter und sein

Henker“. Welch Wohltat, nach all den SOKOS, CSI-Ermittlern,

Knochenjägern, Mentalisten und Profilern, mal

wieder einem echten Kommissar zu begegnen. Außerdem

kann man den Roman durchaus auch als Kritik an

der Kriminalistik sehen oder der „heilen“ Fernsehwelt mit

ihrer hundertprozentigen Aufklärungsquote. Hier wird

nämlich von Anfang an falsch ermittelt: Der Kommissar

weiß schnell, wer der Täter ist; doch er ermittelt weiter.

Als großer Drahtzieher im Hintergrund ist er bestrebt,

eine Gerechtigkeit herzustellen, die sich auf legalem

Weg und nach den kriminalistischen Vorgehensweisen

nicht finden ließe. Kurz: richtig ermittelt würde hier zum

falschen Ergebnis führen, würde einen Verbrecher ungestraft

davonkommen lassen. Bärlach kämpft dabei

nicht nur gegen Ungerechtigkeiten, sondern muss sich

auch mit innerbehördlichen Hierarchien auseinandersetzen.

Abschließend noch die größte Empfehlung für

einen Kriminalroman: es bleibt bis zum Schluss spannend!

Und: Mord verjährt nicht, ein guter Krimi verjährt

auch nicht.

1975 wurde der Roman hervorragend von Maximilian

Schell verfilmt. Dürrenmatt schrieb dafür selbst am Drehbuch

mit und spielte in einer kleinen Nebenrolle mit. Außerdem

erschien der Krimi als Hörspiel, Comic und sogar

als Oper (2008 in Erfurt uraufgeführt). Zu empfehlen

ist auch der Fortsetzungsroman „Der Verdacht“.


interview

HANS HELMICH ZU SEINEM DEBÜT-ROMAN „STADT DER SPITZEL“

Herr Helmich, wie kamen Sie auf

die Idee, einen Roman im Berlin der

1980er Jahre anzusiedeln?

„Das war eine turbulente Zeit! Manchmal

denke ich, viel aufregender als heute. Es war

die Zeit des Protestes gegen Atomkraft, gegen

die Nachrüstung, gegen Immobilienspekulanten.

Dieser Kampf tobte in West-Berlin sehr

viel unerbittlicher als anderswo in Deutschland.

Er war ideologisch aufgeheizt, auch weil

die DDR so nah war. Es gab die schwäbischen

Landeier, die in die Stadt kamen, um sich und

ihre Ideen zu verwirklichen und es gab die

‚Dann-geht-doch-rüber‘-Generation, die gar

nicht begriff, warum man im ‚guten‘ Teil Berlins

überhaupt gegen irgendetwas sein konnte.

Diese aufgeladene, heute ziemlich grotesk

wirkende Atmosphäre ist DIE ideale Kulisse für

einen Krimi! Ich finde aber noch eine andere

Sache spannend, die seltsamerweise bis heute

kaum bekannt ist. Wir alle wissen, dass in

Berlin östliche und westliche Geheimdienste

spionierten, was das Zeug hielt. Dass sie sich

aber an Studenten ranmachten, sie zu Informanten

aufbauen wollten, weiß kaum jemand.

Ich bin als 23-Jähriger an einen KGB-Agenten

geraten. Ich habe ihn abblitzen lassen. Aber

einige Figuren in meinem Krimi lassen es drauf

ankommen …“

TRÜGERISCHES BILD

KRIMI VON ROBERT B. PARKER/ PENDRAGON VERLAG

Vor etwa einem Jahr verstarb Robert B. Parker,

der Erfinder der legendären Krimireihe um den

eigenwilligen Privatermittler Spenser. Rund 40

spannende Fälle knackte dieser Hardboiled der ganz

besonderen Art. Painted Ladies“ konnte der US-Schriftsteller

noch vor seinem Tod vollenden. Und auch hier

läuft Spenser wieder zur Höchstform auf:

Wie nah ist Ihnen Ihr Protagonist, der

Fernsehjournalist Martin Pollock?

„Vielleicht wäre er mein Freund. Obwohl er natürlich

ein anstrengender Typ ist. Wenn Martin

Pollock sieht, wer in unserer Gesellschaft ganz

nach oben kommt und wer nicht, verzweifelt

er. Ich kann das verstehen. Aber der Kampf

dagegen laugt einen aus! Außerdem kann er

dazu führen, dass man selbst rücksichtslos

gegenüber anderen wird. Pollock ist so mit

der Aufklärung krimineller Machenschaften

beschäftigt, dass er Frauen, die sich für ihn interessieren,

brüskiert. Er will eine harmonische

Beziehung, scheitert aber. Er vergisst zum Beispiel,

die Frauen zurückzurufen, obwohl er es

ihnen versprochen hatte. Ich kann das nachvollziehen.

Und was den Fernsehjournalismus

betrifft: Pollock kann bestimmte Sendungen

wegen seines Hangs zum Fremdschämen

nicht ertragen. Auch da ist er mir sehr nah.“

Was hat Ihnen während der Zeit des

Schreibens den größten Spaß gemacht?

„Die Begegnung mit dem Polizisten von der

Polizeidirektion 5, Abschnitt 52 in Berlin-

Kreuzberg. Bei dem meldete ich mein Fahrrad

als gestohlen.

Dr. Ashton Prince braucht Spensers Hilfe. Ein wertvolles

Gemälde wurde aus dem Hammond Museum

gestohlen. Die Diebe fordern ein Lösegeld. Der Privatdetektiv

soll den Kunsthistoriker bei der Geldübergabe

beschützen. Doch hierbei läuft alles schief. Prince wird

durch eine Explosion getötet und auch das Bild fällt

den Flammen zum Opfer. Oder etwa nicht? Spenser

fühlt sich bei seiner Ehre gepackt. Er will den Fall aufklären – auch ohne Auftraggeber.

Geht es hierbei nur um ein wertvolles Gemälde oder steckt noch viel mehr dahinter?

Und welche Rolle spielt die Herzberg-Stiftung, die sich das Aufspüren von „Nazi-Beutekunst“

auf die Fahnen geschrieben hat?

Originaltitel: Painted Ladies/ 1. Auflage/ Übersetzung von Frank Böhmert

Be r u f l i c h e s

und Privates

zu trennen

funktioniert nur selten,

schon gar nicht

bei Georgie und

Flick. Die beiden

geschäftstüchtigen

Frauen vermitteln

nicht nur Putzfrauen

und Handwerker,

sondern lassen sich

von anderen Frauen

auch für Vergeltungsakte

an betrügenden

Ehemänner bezahlen.

kulttour 41

Als der Mann hörte, dass ich einen Krimi

schreibe, schimpfte er erstmal unflätig über

den ‚Tatort‘ und ‚Soko Leipzig‘. Am schlimmsten

fand er ‚Schimanski‘. Und dann? Dann

hat er mir haarklein erklärt, wie es bei Ermittlungen

zugeht und mir seine Visitenkarte gegeben:

‚Kannst mich jeder Zeit anrufen.‘ Das

ist typisch für Berlin. Deshalb lebe ich so gerne

hier.“

Informationen unter www.pendragon.de.

DIE RACHEAGENTUR

ROMAN VON ANNIE SANDERS/ RORORO VERLAG

Die Sofa- und Badewannenlektüre mit Biss und Humor,

die man ungern aus der Hand legt, bevor man

bei der letzten Seite angekommen ist.


42

wissenswert

Anna Winter

IN ALLER MUNDE

Wie wichtig uns Geld ist spiegelt nicht zuletzt der

Reichtum an Redewendungen und volkstümlicher

Ausdrücke in unserer Sprache wieder. Wir sind folgendem

auf den Grund gegangen:

GELD STINKT NICHT

Die Weisheit, dass „Geld nicht stinkt“, geht auf einen der

größten römischen Kaiser zurück. Im 1. Jahrhundert n. Chr.

war Kaiser Vespasian damit beschäftigt, den Schuldenberg

nach Neros Regentschaft abzubauen. Da kam ihm unter anderem

die Idee, auf die Benutzung öffentlicher Toiletten eine

Steuer zu erheben. Als sich sein Sohn Titus bei ihm darüber

beschwerte, hielt er ihm eine Münze hin, die aus dieser Steuer

stammte. Wie bei Sueton überliefert ist, musste der Sohn

eingestehen, dass diese nicht stank, woraufhin Vespasian

ihm entgegenhielt: „Und dennoch stammt sie aus dem Urin.

Pecunia non olet.“ – Geld stinkt nicht.

Mit dieser Latrinensteuer wurde Vespasian aber noch nicht

stinkreich – diese umgangssprachliche Wendung entstand

erst später im Mittelalter. Die Verarbeitung und der Handel

mit dem aus der Waidpflanze gewonnen blauen Farbpulver

war ein lukratives Geschäft. Allerdings musste der Pflanzenextrakt

mit Urin angereichert werden, damit er den richtigen

Farbton erzeugte. Während des Gärungsprozesses fing diese

Mischung furchtbar an zu stinken. So kam es, dass die

Waidjunker zwar reich waren aber eben stinkreich.

Für das Mittelalter wie auch für Heute gilt also weiterhin: Geld

stinkt nicht. Aber bisweilen die Art, wie es verdient wird…

WUNSCHPROGAMM RAMA DAMA

Der Arbeitskreis „Wunschprogramm“ geht in die

zweite Staffel. Ab April zeigen wir wieder jeden

Monat einen „Publikumsliebling“ im Mühldorfer

Kino.

FILM IM APRIL: Rama Dama“ hieß es ab 1945 im zerbombten München.

Hier schlägt sich die Frisörin Kati (Dana Vávrová) mit ihren Kindern

durch. Gatte Felix scheint in Kriegsgefangenschaft oder gefallen zu sein.

Da wirbt Sonnyboy Hans (Werner Stocker) um Kati. Joseph Vilsmaier

gelang ein stimmiges Abbild der Nachkriegszeit.

INFORMATION WUNSCHPROGRAMM

Der Arbeitskreis „Wunschprogramm“ entstand im Rahmen der „Mühldorfer

Stadtgespräche“. Er zeigt mit Unterstützung von „Hollywood am

Inn“ ausgewählte Filme im Mühldorfer Kino. Unser Motto: „Wir zeigen

MITMACHEN UND GEWINNEN!

BIZZ!RÄTSELSPASS

Lohn

� � �


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(schw.)

Sportgröße

Größe

ermitteln

Unverbrauchtes

int.

KfZ-Kennzeichen:

Tunesien

leichtsinniger

Fahrer

Sündenbock

hoher

Fabrikschornstein

Schultornister

5

englischer

Gasthof

Balkenträger

(Figur)




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8

Absender

kleine

Gartenhäuser

hierher

Nonsens


Teil des

Schaltgetriebes

Flächenmaß

türk. Anisbranntwein



6

behördl.

Anordnung



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Schiffseigner

Teilnahmebedingungen und Preise unter der Rubrik Verlosung.



1

1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12


7

ugs.: verstehen

Drosselart








10

12

ägyptischeSchutzgöttin





Katzenlaut





11

wasser-

Bewohner

lösliche

der Arktis

Klebstoffe

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MärchenfigurFremdwortteil:

Sonne


Zirkusarena


Netzball-

Vorname

des


spiel

Sängers

Marley

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Griechen blasinstrument

3


KnorpelSpeisefische

9

fisch


biblischer

Priester

US-Bundesstaat

Verlagsabteilung

med.:

Gewebe


winzige

Menge

ein

Jagdruf

Kinostücke

Gewichtseinheit

beinahe

rote

Rüben

Schneegleitbrett

Abk.:

Madame

Frauenname

Westeuropäer


2

Zeitmaß

4

griech.

Unheilsgöttin


die Filme, die Sie

schon immer sehen

wollten: Kinoklassiker

ebenso

wie neue Filme,

Tragödien, Komödien,Musikverfilmungen

oder Dokumentarfilme“.

Nach den Aufführungenkönnen

Sie am Kinostammtisch mit den Veranstaltern und den Besuchern

über Filme plaudern oder an der Zusammenstellung des „Wunschprogramms“

mitwirken.

>> VORSCHAU: Mai - Brot & Tulpen/ Juni - Vom Winde verweht


FILMKUNSTKULTUR

TRUE GRIT Joel & Ethan Coen sind Meister ihres

Fachs - mit jedem neuen Film überraschen sie auf stilistisch und

inszenatorisch eigenwillige Weise. Nach dem preisgekrönten

„No Country for Old Men“ erweisen sie mit True Grit erneut dem

Western-Genre Reverenz. Packend, kraftvoll und visuell überwältigend

interpretieren sie den Klassiker „Der Marshall“ neu.

Mit Jeff Bridges in der legendären John Wayne-Rolle als verschrobener Haudegen Rooster

Cogburn... Regie: Ethan Coen, Joel Coen - Darsteller: Hailee Steinfeld, Jeff Bridges,

Matt Damon, Josh Brolin, Barry Pepper, Domhnall Gleeson, Leon Russom, u. v. m.

Fassung: ab 12 - Länge: 110 Min. >>> ab Februar/März

DER GANZ GROSSE TRAUM Der ganz große

Traum erzählt dramatisch und humorvoll, frei nach einer wahren

Begebenheit, die Geschichte eines jungen Visionärs, der nicht

nur das Leben seiner Schüler veränderte, sondern Deutschland

den Fußball brachte... Deutschland 2010 - Regie: Sebastian

Grobler - Darsteller: Daniel Brühl, Burghart Klaußner, Justus von Dohnányi, Thomas

Thieme, Kathrin von Steinburg, Axel Prahl - Prädikat: besonders wertvoll - FSK: ohne

Altersbeschränkung - Länge: 113 Min. >>>ab Februar/März

POWDER GIRL Powder Girl hat alles für einen coolen,

frechen und gleichzeitig romantischen Wohlfühl-Film: kuriose

Situationskomik, smarte, rasante Dialoge, eine wunderbare

Lovestory und on top spektakuläre Snowboard-Aufnahmen...

Regie: Phil Traill - Darsteller: Felicity Jones, Ed Westwick,

Tamsin Egerton, Bill Nighy, Ken Duken, Brooke Shields,

Adam Bousdoukos, Gregor Bloeb, Sophia Bush, Nicholas Braun >>>ab März

BEASTLY Beastly erzählt die zeitlose Geschichte von

„Die Schöne und das Biest“ als cooles Teen-Movie mit Starbesetzung:

Vanessa Hudgens („High School Musical“), Alex Pettyfer

(„Wild Child“, „Stormbreaker“) und Mary Kate Olsen („Ein

verrückter Tag in New York“) spielen die Hauptrollen, von Regisseur

Daniel Barnz („Phoebe In Wonderland“) verzaubernd inszeniert. >>> ab April

STUDIO KINO IM CINEWOOD WALDKRAIBURG

08.03. BAL-HONIG Semih Kaplanoglu entführt in eine Welt

voller poetischer Schönheit, die beinah schon märchenhaft anmutet

und etwas Magisches vollbringt. www.bal-der-film.de

15.03. MAMMUTH Mammuth ist ein berührender und zugleich

skurril-komischer Film mit einem Gérard Depardieu, wie man ihn

noch nie gesehen hat. www.mammuth.x-verleih.de

22.03. TALL DARK STRANGERS - ICH SEHE DEN

MANN DEINER TRÄUME Seine 41. Regiearbeit verschlägt

den legendären Regiemeister Woody Allen wieder nach London.

Dort breitet er mit gewohnter Souveränität und bissigem Humor

einen ebenso tragischen wie komischen Beziehungsreigen aus,

in dem jeder der Beteiligten treffsicher und doch unerwartet sein

Fett abbekommt. www.mann-deiner-traeume-derfilm.de

29.03. VON MENSCHEN UND GÖTTERN Auf realen

Tatsachen basierend beschreibt Regisseur Xavier Beauvois in

„Von Menschen und Göttern“ die letzten Monate im Leben der

Trappisten-Mönche von Tibhirine, die 1996 auf brutale und nie

aufgeklärte Weise ums Leben kamen.

www.vonmenschenundgoettern-derfilm.de

>> AKTUELLE INFOS & MEHR www.cinewood.de

kulttour 43

In Zusammenarbeit mit www.soulkino.de

soulkino Termine auch auf www.facebook.com/BIZZ.ZEIT

KINOKULTUR ROSENHEIM E.V

& STADTOASEN

Auch dieses Jahr plant Kinokultur Rosenheim e.V in

Zusammenarbeit mit den Stadtoasen und vielen

Partnern wieder so einiges... Letztes Jahr erfolgreich

gestartet, geht´s 2011 munter weiter... Was sind

Stadtoasen? - Plätze, mitten in der Stadt, alte Kinos, freie

Gärten, Hinterhöfe und vieles mehr, die so gestaltet werden,

dass man sich wohl fühlt, Pause machen kann, man

oder frau eingeladen wird, zu verweilen oder mitzumachen.

Raum für Alternativ-Gastronomie, Open Air Kino mit

dem Kinomobil, Musik, Kunst, Gespräche...

HIER KOMMEN DIE TERMINE

05./19.05. Mühlbachbogen Rosenheim: Stadtoase

03.06. Open Air Kino Salzstadel, Rosenheim

16.06. Mühlbachbogen, Rosenheim: Stadtoase

30.06. Rosenheim Mühlbachbogen: Stadtoase

07.07. Rosenheim Salzstadel Stadtteilfest

21.07. Mühlbachbogen, Rosenheim: Stadtoase

05.08. Rosenheim Salzstadel

18.08. Mühlbachbogen, Rosenheim: Stadtoase

09.09. Mühlbachbogen, Rosenheim: Stadtoase

22.09. Mühlbachbogen, Rosenheim: Stadtoase

www.kinokultur-rosenheim.de/

www.stadtoasen-rosenheim.de

Hier kann übrigens auch unser

Kinomobil gebucht werden.

PETERHOFKINO PROGRAMM

19.03. - 19:30 Uhr Lesung Marcus H. Rosenmüller & Gerd

Baumann „Ich war zuerst Hier“

Marcus H. Rosenmüller, der Shooting-Star der deutschen

Regie-Szene und „sein“ kongenialer Komponist Gerd Baumann

touren bereits seit längerem mit ihrer äußerst unterhaltsamen

Lesung: selbst geschriebene Gedichte vom

Nasebohren bis hin zu Erfahrungen aus dem Reich der

Regenwürmer, aber vor allem mit ihren skurrilen Liebesgedichten

haben sie schon das bayerische Publikum für sich

eingenommen. Tickets für 12 Euro VVK / 15 Euro AK

22.05. - 19:30 Uhr Hundsbuam misrablige! Konzert mit

den Kult-Buam „Ois nei Blosn...

Die „miserabligen Hundsbuam“ mit ihrer deftigen Alpen-

Poesie sind längst keine Unbekannten mehr. Mit im Gepäck

Neuinterpretationen bestehender Hundsbuam Titel sowie

neue Stücke, Lieder und Konzepte. Neue Volksmusik? Alpenrock?

Alpine Weltmusik? Ab sofort wird “Ois Nei Blosn!”

Tickets für 14 Euro VVK/ 17 Euro AK

VORSCHAU 30.10. - 19:30 Uhr:

Marianne Sägebrecht & Josef Brustmann

Mehr Infos unter www.peterhof-lichtspiele.de.


44

lebensart

DER ADLER DER NEUNTEN LEGION

Im Jahr 140 nach Christus erstreckt sich das Römische Reich bis nach Britannien, doch hoch

im Norden der Insel herrschen die Stämme Kaledoniens. Vor 20 Jahren verschwand dort die

5.000 Mann starke, von Flavius Aquila kommandierte Neunte Legion, spurlos. In Britannien

eingetroffen, will Flavius’ Sohn Marcus den Ruf seines Vaters wiederherstellen und das Mysterium

aufklären. Als ein Gerücht die Runde macht, dass der Goldene Adler, das Feldzeichen

der Legion gesichtet wurde, bricht Marcus sofort in das Territorium auf, das für Rom das Ende

der bekannten Welt markiert. Die Gefahr wird immer größer – und so auch das Geheimnis um

Esca, Marcus Begleiter, der mehr als nur seinen Hass auf Rom verbirgt...

DER ADLER DER NEUNTEN LEGION erzählt ein neues episches Abenteuer aus der Zeit des antiken

römischen Weltreichs. Kevin Macdonald (DER LETZTE KÖNIG VON SCHOTTLAND) inszenierte diese

Verfilmung von Rosemary Sutcliffs gleichnamigem Erfolgsroman.

ALMANYA - WILLKOMMEN IN DEUTSCHLAND

er oder was bin ich eigentlich – Deutscher oder Türke?“ Diese Frage stellt

„Wsich der sechsjährige Cenk Yilmaz, dessen Familie bereits seit Ende der 60er

Jahre in Deutschland lebt, als ihn beim Fußball weder seine türkischen noch seine

deutschen Mitschüler in ihre Mannschaft wählen. Eines schönen Abends überrumpelt

Vater Hüseyin seine Lieben mit der Nachricht, er habe in der Türkei ein Haus gekauft

und wolle nun mit ihnen in die alte Heimat fahren. Es beginnt eine Reise voller Erinnerungen,

Streitereien und Versöhnungen – bis der Familienausflug eine unerwartete

Wendung nimmt …

Der sehr persönliche Film der Samdereli-Schwestern lässt die Zuschauer auf unterhaltsame Weise

teilhaben an einer Welt zwischen Orient und Okzident, an Ereignissen in einer Familie, die seit mehr

als 40 Jahren in Deutschland lebt und deren jüngste Mitglieder sich die Frage stellen: „Was bin ich

eigentlich - Deutscher oder Türke?“.

GNOMEO UND JULIA

Das Gras ist ja bekanntlich immer grüner auf der anderen Seite des Gartenzauns,

und bei dem Prachtstück von Graf Zinnoberot sieht sogar Gräfin Blaublut rot.

Seit jeher liegen sich die beiden benachbarten Gartenzwergeclans in den Mützen

und reizen sich bis auf die Keramik. Höhepunkt der Streitereien sind halsbrecherische

Rasenmäherrennen. Doch der rotbezipfelte Tybalt spielt falsch und fährt den

blaubezipfelten Gnomeo fast zu Scherben, der das Blatt erst in letzter Sekunde

wenden kann: Jetzt geht die Fehde richtig los...

GNOMEO UND JULIA treibt Shakespeare auf die Spitze! Mit der grandiosen Musik von Sir Elton

John, der auch als Ausführender Produzent fungiert, lädt dieses fulminante Animationsabenteuer mit

schrägem Anarchotouch und bissigem Humor zu einer verrückten Gartenkinoparty ein, bei der kein

Halm auf dem anderen bleibt.

Lösen Sie das Rätsel, schicken Sie das Lösungswort per Email, Fax oder Post an BIZZ! das magazin für kultur und lebensart

(Kontakt siehe Impressum, letzte Seite). Die Namen der Gewinner geben wir in der Mai/ Juni Ausgabe der BIZZ! am 7. Mai bekannt!

Unter allen Einsendungen des richtigen Lösungswortes bis 15. April verlosen wir:

3 x signierte Autogrammkarten von Sascha Grammel

2 x Trügerisches Bild v. Robert B. Parker, 1 x Drei für immer v. Marie-Aude Murail

1 x die neue Scheibe von chromatic BLack

2 x Eintrittskarten für den Film Ihrer Wahl für einen Besuch bei Cinewood Waldkraiburg

2 x Eintrittskarten für die „Hundsbuam misrablige! Konzert mit den Kult-Buam“

Peterhof Lichtspiele am 22.05. - 19:30 Uhr

Historie, Romanverfilmung

GB/ USA 2010

Regie: Kevin Macdonald

Mit: mit Channing Tatum,

Mark Strong, Jamie Bell,

Donald Sutherland

Ab Donnerstag,

den 03. März

Komödie

Je 1 x Bleib dem Leben auf der Spur: Dempfle, Waldkraiburg/ Räder, Grabenstätt/ Marchl, Teising/ Wagner, Burgkirchen/Haase, Mühldorf

Je 1 x Und hätte die Liebe nicht: Tihanyi, Stein/ Hoffmann, Waldkraiburg/

Je 2 x Eintrittskarten für den Film Ihrer Wahl/ bitte an der Kasse unter Vorlage eines Ausweises zur Namensprüfung abholen:

I. Herbeck, Waldkraiburg (Cinewood Waldkraiburg), S. Surer, Laufen (Park Kino Bad Reichenhall), i. Kirchner, Prien (Mikes Kino Prien),

E. Weick, Rosenheim (Aibvision Bad Aibling), P. Moosmüller, Bad Endorf (Kino Utopia Wasserburg)

Deutschland 2010

Regie: Yasemin Samdereli

Mit: Denis Moschitto, Petra

Schmidt-Schaller, Fahri

Yardim, Vedat Erincin,

Demet Gül, Lilay Huser

Ab Donnerstag,

den 10. März

Fantasy, Animation

USA/ GB 2011

Regie: Kelly Asbury

Mit: Anke Engelke & Bürger

Lars Dietrich

Ab Donnerstag,

den 24. März

BIZZ! verlosung

gewinner


RIO

Im Mittelpunkt der Komödie steht Blu, der glaubt, der letzte Vertreter einer seltenen

Ara-Spezies zu sein. Als Blus Besitzerin herausfindet, dass es noch jemanden

gibt – und dass dieser Jemand eine Sie ist – muss Blu seinen bequemen Käfig in

einer amerikanischen Kleinstadt Minnesotas verlassen und nach Rio aufbrechen,

um den Fortbestand seiner Art zu sichern. Liebe auf den ersten Blick kann man

es nicht nennen, als der im Käfig aufgewachsene Blu, der nicht fliegen kann, und

die ungestüme, freiheitsliebende Jewel unerwartet aufeinander treffen. Gemeinsam

begeben sie sich in das größte Abenteuer ihres Lebens.

In RIO begegnet der Zuschauer einer bunten Mischung einzigartiger Charaktere, eingebettet in eine

bewegende Geschichte, die in einer farbenfrohen, exotischen Umgebung spielt. Untermalt wird der

Animationshit für die ganze Familie von heißen lateinamerikanischen Rhythmen, populären Songs

und einer gehörigen Prise brasilianischer Lebensfreude.

OHNE LIMIT

Eddie Spinola, ein scheinbar ewiger Verlierer und ehemaliger Kokain-Junkie, versucht

sein Leben auf die Reihe zu kriegen und arbeitet mittlerweile als Texter in

einem kleinen Verlag. Durch eine bizarre Verkettung von Zufällen gelangt er in den

Besitz der neuartigen Droge MTD-48. Die hat es in sich: Bei seinem ersten Trip stellt

Eddie fest, dass die Droge den Verstand schärft und ihn gleichzeitig schneller, intuitiver

und charismatischer macht. Es scheint die Wunderpille in der schönen neuen

Welt des steten Informationsfluss zu sein. Doch wie jede Droge hat auch MDT-48

seine Schattenseiten.

Shooting-Star Bradley Cooper spielt die Hauptrolle in diesem nervenaufreibenden Thriller um einen

Schriftsteller, der durch eine Wunderdroge erst auf die Überholspur und dann in große Gefahr gerät.

In weiteren Rollen sind Abbie Cornish und Oscar®-Preisträger Robert De Niro als Finanzmakler Carl

Van Loon zu sehen.

WASSER FÜR DIE ELEFANTEN

hat die „Große Depression“ Amerika fest im Griff. In dieser Zeit durch-

1931 lebt auch Tiermedizinstudent Jacob Jankowski seine größte Krise. Nach

einer familiären Tragödie lässt er sein altes Leben hinter sich und schließt sich als

Tierarzt einem Zirkus an. Hals über Kopf verliebt er sich in die Kunstreiterin Marlena

und sie sich in ihn. Beide entdecken in der Zuneigung zu der eigensinnigen, als nicht

dressierbar geltenden, Elefantendame Rosie ihre Gefühle füreinander. Doch diese

Romanze ist ein riskanter Drahtseilakt. Denn Marlena ist mit als unberechenbar geltenden

Zirkusdirektor August Rosenbluth verheiratet...

WASSER FÜR DIE ELEFANTEN erzählt von einer magischen Liebe, die aller Widerstände zum Trotz

zwei Menschen verändert und ein Leben lang hält. In der aufwändigen Verfilmung von Sara Gruens

gleichnamigem Bestseller wird eine vergangene Ära wieder lebendig und ein Zirkus zum Schauplatz

dramatischer Ereignisse.

Komödie

USA 2011

Thriller

USA 2011

lebensart 45

Regie: Carlos Saldanha

Mit: David Kross, Johanna

Klum, Roberto Blanco

Ab Donnerstag,

den 07. April

Regie: Neil Burger

Mit: Bradley Cooper, Abbie

Cornish, Robert De Niro

Ab Donnerstag,

den 07. April

Drama, Romanze

USA 2011

Regie: Francis Lawrence

Mit: Reese Witherspoon,

Robert Pattinson, Christoph

Waltz

Ab Donnerstag,

den 28. April


46

schlusslicht

Alexandra Tobisch

SCHLUSS mit lustig

2.

Klasse, Grundschule, ein Streit zwischen

zwei Jungs in der Pause, ein Größerer prügelt

auf einen Kleineren ein und was mache

ich? Ich gehe dazwischen und bekomme

natürlich die ganze Prügel ab. Manche sagen

„blöd“, andere nennen es Courage und das mit 7 Jahren.

Nun bin ich erwachsen und würde es auch wieder genauso

handhaben, egal was andere denken. Mein Leben hat

sich weiterentwickelt und neue Eigenschaften prägen mich

als Person: Ehrlichkeit, Mitgefühl, füreinander da sein, sind

einige davon. Das sind die Prinzipien, die meinen Charakter

ausmachen. Ich lebe all das mit Hingabe und ohne Rücksicht

auf die Folgen. Sich trauen, so zu leben wie man es für

richtig hält und das Beste zu geben, nicht nur im beruflichen

Alltag, sind Stärken die uns eigentlich in unserem Dasein bekräftigen

sollten, egal was die anderen denken. Viel zu viele

glauben, nur der Beruf und die daraus folgende Anerkennung

zeichnen uns als gesellschaftsfähige Menschen aus.

Dabei ist es das, was wir sind, wie wir handeln und für welche

Dinge wir uns einsetzen, wann auch immer, was uns als Persönlichkeiten

ausmacht und das Leben lebenswert macht.

Trauen wir uns doch wieder zu sagen, was wir wirklich fühlen

und denken und leben wir nicht nur Phrasen. Jeder hat

seinen eigenen Wert und das Leben ist es wert gelebt zu

werden.

Herausgeber

RediX GbR Werbe- und Verlagsagentur

Matovina & Matovina

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Redaktionelle Mitarbeit

Henriette Matovina, Anna Winter, Andrea Hailer

Christian Luecking, Alexandra Tobisch, Isabella Guttenstein

Kundenbetreuung

Dominik Matovina Tel.: 0160/ 653 46 75

matovina@bizz-das-magazin.de

Alexandra Tobisch Tel.: 0151/ 578 969 51

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Landkreis Rosenheim:

Michael Eimansberger Tel.: 0160/ 938 722 82

eimansberger@bizz-das-magazin.de

Ansprechpartner für BIZZ! in Bad Aibling + Soulkino.de:

Andrea Hailer Tel.: 08061/ 93 79 39

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Auflage: 100.000 Exemplare

Anzeigen- und Redaktionsschluss für

die Mai/ Juni- Ausgabe der BIZZ! ist der

11. April2011.

Die aktuelle Ausgabe und die Mediadaten

des BIZZ! Magazins erhalten Sie unter:

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- Clips mit Gewalt verherrlichendem,

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Kontext oder in jedweder Weise, die im

Clip aufgenommenen Personen diskreditieren

könnte, sind strengstens verboten.

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30. Mai 2011 per Email an

redaktion@bizz.das-magazin.de;

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Burghausen - Bürgerhaus

Burghausen - Tourist Information

Eggstätt - Tourist Information

Kolbermoor - Alte Spinnerei

Laufen - Rathaus

Mühldorf - Kulturbüro

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Neuötting - Rathaus

Prien - Tourist Information

Rosenheim - Kuko

Seebruck - Tourist Information

Seeon - Kloster Seeon

Stephanskirchen - Kletterhalle

Traunreut - k1

Trostberg - Postsaal

Waging - Tourist Information

Waldkraiburg - Haus der Kultur

Waldkraiburg - Rathaus

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VORSCHAU

Die nächste Ausgabe

erscheint am 7. Mai 2011.

Kommendes Thema

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