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Presse-Information

Dänen, Schweden, Holländer – Spuren europäischer Geschichte

in der Maritimen Landschaft Unterelbe

Mehrere europäische Nationen haben ihre Spuren in der Maritimen Landschaft

Unterelbe hinterlassen. Dänen in Altona und Glückstadt, Schweden

in Stade, Holländer im Alten Land, sephardische Juden und Händler aus

aller Welt in Hamburg. Auf zahlreichen geführten Stadtrundgängen und bei

Radtouren oder Spaziergängen auf eigene Faust sind die Zeugnisse

europäischer Geschichte in der Region noch heute erlebbar.

Holland und Altes Land

Schon im 12. Jahrhundert holte der Bremer Erzbischoff holländische Deichbau-

und Entwässerungspezialisten um die Gegend zwischen Stade und Hamburg –

das heutige Alte Land – urbar zu machen. In drei Abschnitten machten diese

Hollandria durch Kanäle und Deiche aus Sümpfen und Mooren bebaubares

Land. Auch wenn der Kampf gegen die Elbfluten damit noch lange nicht gewonnen

war und sich die Elbe in vielen Sturmfluten Teile des Landes immer wieder

zurückholte, die vielen Fleete (Wettern genannt) und Kanäle prägen diese drei

Meilen Kulturlandschaft noch heute.

Hamburg, Stade, Buxtehude – Hansehäfen

Unter dem Einfluss der Hanse blühte der Handel an der Unterelbe. Die Häfen in

Stade und Buxtehude wurden neu angelegt beziehungsweise erweitert. Hamburg

war neben Lübeck zentraler Handelshafen der Hanse in Deutschland und

orientierte sich im Laufe der Jahrhunderte immer mehr elbabwärts und in

Richtung Nordsee. Auch in Stade und Buxtehude florierte der europaweite

Handel – unter den argwöhnischen Augen der Hamburger. Das große Los

zogen die Stader 1587 als englische Tuchkaufleute, die Merchants Adventures,

eine Niederlassung an der Schwinge gründeten. Zwar wurde die Stadt danach

aus der Hanse ausgeschlossen. Den Handelserfolgen tat das aber keinen

Abbruch.

Glückstadt – ein dänischer Königstraum

Anfang des 17. Jahrhunderts begann Christian IV, König von Dänemark und

Herzog von Schleswig-Holstein eine Stadt in die Wildnis zu bauen. Wildnis, so

wird das Mündungsgebiet des kleinen Flüsschens Rhin noch heute genannt und

Hrsg.: Arge Maritime Landschaft Unterelbe GbR

Geschäftsstellenleiterin Karin Warncke

Kirchenstieg 30 � 21720 Grünendeich

Tel. +49 (0) 41 42 - 812076 � Fax +49 (0) 41 42 - 812096

E-Mail: maritime-landschaft-unterelbe@t-online.de

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das sicherlich nicht ohne Grund. 1615 wurde das Gebiet eingedeicht. Kurz

darauf begann der Bau der Festungsstadt begonnen. 1617 bekam Glückstadt

Stadtrechte. Schon 1627/28 war die Anlage so aufgerüstet, dass die Stadt als

einzige des Landes der Belagerung durch Wallensteins Truppen im Dreißigjährigen

Krieg widerstehen konnte. Neben den Dänen prägten auch Holländische

Händler und portugiesische Juden die Stadt während ihrer Hochzeit als Handelsstadt.

Schon Ende des 17. Jahrhunderts zeigte sich allerdings, dass die

Glückstädter den Hamburgern beim Handel keine ernsthafte Konkurrenz machen

konnten. Militärisch und politisch blieb Glückstadt aber bis zum Ende der

dänischen Herrschaft im 19. Jahrhundert von einiger Bedeutung, so dass viele

der Prunkbauten aus der Zeit Christians IV und vor allem die Anlage der Stadt

sehr gut erhalten sind.

Das kommt mir Dänisch vor – Altona rot weiß

Dass im Hamburger Stadtteil Altona bei Fußballländerspielen gern auch mal

dänische Flaggen gehisst werden zeigt, wie stolz die Altonaer noch heute auf

ihre dänische Vergangenheit sind. Von Mitte des 1640 bis 1864 stand Altona –

mit kleinen Unterbrechungen – unter dänischer Herrschaft.

Die Schweden in Stade

Mit dem Ende des 30-järhigen Krieges fielen die Herzogtümer Bremen und

Verden an Schweden. Stade wurde Hauptsitz der schwedischen Verwaltung.

1645 nahm der mächtige erste Gouverneur Hans Christoph von Königsmarck

seinen Amtssitz in Stade ein. Die Schweden befestigten die Stadt und errichteten

zwischen 1692 und 1705 direkt am Hafen ein großes Speichergebäude, den

Schwedenspeicher, in dem heute ein Museum zur Stadtgeschichte untergebracht

ist. Das Bild der Stadt hat sich unter schwedischer Herrschaft deutlich

verändert.

Brunsbüttel – Kanal International

Auch Brunsbüttel hat vom Handel auf der Elbe profitiert. Allerdings in früheren

Zeiten vor allen Dingen durch Piraterie. Das hat sich nachhaltig gewandelt.

Durch seine Lage am Nord-Ostsee-Kanal und seine Tradition als Hafenstadt,

hat sich Brunsbüttel zu einer erstaunlich internationalen Kleinstadt entwickelt.

Sowohl in der Wirtschaft als auch in der Kultur haben sich die Brunsbütteler

Kenntnisse und Erfahrungen ausländischer Gäste zu Nutze gemacht. Auch die

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Kulturpfade Brunsbüttel ziehen regelmäßig ausländische Künstler und Kulturinteressierte

in die kleine Stadt am Kanal.

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Die Arbeitsgemeinschaft Maritime Landschaft Unterelbe wurde 2002 gegründet

und wird aus Mitteln des Förderfonds Metropolregion Hamburg unterstützt. Sie

ist ein Leitprojekt der Metropolregion Hamburg und Best-Practice-Beispiel für

Bundesländer übergreifende Kooperation in Sachen Naherholung und Tourismus.

Die 23 Mitglieder aus Hamburg, Niedersachsen und Schleswig-Holstein

setzen sich gemeinsam dafür ein maritime Kulturdenkmäler zu erhalten und das

touristische Potenzial der Region auszubauen und auszuschöpfen. Mit der

Maritimen Landschaft Unterelbe wurde eine Plattform geschaffen, die diese

Aktivitäten bündelt, unterstützt und fördert. Unter www.maritime-elbe.de finden

Touristen ausführliche Informationen über alle maritimen touristischen Angebote

an der Elbe und ihren Nebenflüssen.

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Tipps für Touren auf europäischen Spuren

Holland – Buxtehude und Estebrügge

Besonders das Örtchen Estebrügge nahe Buxtehude hat über die Jahrhunderte

einen Hauch Holland bewahrt. Wer hier durch die Straßen schlendert, hört

förmlich noch den Nachhall von Holzschuhen auf dem Kopfsteinpflaster und

bekommt Appetit auf Tee mit Kandis. Aber auch in Buxtehude selbst mit seinen

Fleeten und dem Viver, der wie eine Gracht angelegt ist und bis ins 19. Jahrhundert

als Hafen diente, ist dieses Erbe erlebbar. www.buxtehude.de

Hanse – die EU des Mittelalters

Bei einer inszenierten Stadtführung durch Stade wird die Hansezeit höchst

lebendig. Beim Bummel durch die Gassen begegnen die Gäste dabei Figuren

aus der Hansestadt, die in historischen Trachten höchst anschaulich von ihrem

Leben berichten. Weitere Informationen: www.stade-tourismus.de

Dänemark – in Glückstadt und Altona

Bei einem historischen Stadtrundgang durch Glückstadt unter fachkundlicher

Führung können Besucher noch heute auf den Spuren Christians des IV und

denen seiner Zeitgenossen wandeln. www.glueckstadt-dm.de

Unter dem Motto „Das kommt mir dänisch vor“ organisiert das Stattteilarchiv

Ottensen einen Stadtrundgang auf den Spuren der Dänen in Ottensen und

Altona. http://www.stadtteilarchivottensen.homepage.t-online.de/

Schweden – in Stade

Wo überall noch heute Spuren der Schweden in Stade zu finden sind, erfahren

Besucher während einer Stadtführung unter dem Motto „Als die Schweden in

Stade waren“, die von der Stade Tourismus GmbH organisiert wird. www.stadetourismus.de

Vom Piratennest zur weltoffenen Kleinstadt

Beim Bummel durch die kleine Stadt am Nord-Ostsee-Kanal treffen Besucher oft

auf Truppenbesuch aus fernen Landen oder Philippinos auf Landgang. Zahlreiche

ausgearbeitete Touren informieren über Industriegeschichte und Kultur in

der Region. www.brunsbuettel.de

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