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Impressionen von der Meisterschaft 2005 - Fanclub Faszination ...

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FRÄNKISCHER TAG, DIENSTAG, 26. JUNI 2007 BASKETBALL-EXTRA 3<br />

Steffen Hamann gab nach seiner Rückkehr aus Italien in je<strong>der</strong> Situation<br />

eine gute Figur ab.<br />

Erst Albtraum, dann <strong>Meisterschaft</strong>s-Traum<br />

SAISONBILANZ Mit dem 64:63-Sieg in Quakenbrück ging am Dienstagabend eine beispiellose Aufholjagd <strong>der</strong> Brose Baskets <strong>von</strong> Rang 15 Anfang Januar<br />

bis an den Platz an <strong>der</strong> Sonne zu Ende. Es reifte eine verschworene Gemeinschaft heran, die sich durch nichts da<strong>von</strong> abbringen ließ, ihr Ziel zu erreichen.<br />

VON UNSEREM REDAKTIONSMITGLIED KLAUS GROH<br />

Bamberg — Wer Mitte Januar<br />

vorhergesagt hätte, dass die Brose<br />

Baskets deutscher Meister<br />

werden, dem hätte man wohl sofort<br />

einen Termin beim Nervenarzt<br />

verschafft. Nach vier Nie<strong>der</strong>lagen<br />

in Folge standen die<br />

Bamberger mit 12:12 Punkten<br />

auf dem 15. Tabellenplatz und<br />

mussten sogar um das Erreichen<br />

<strong>der</strong> Play-offs bangen. Auf Grund<br />

<strong>der</strong> Verzögerungen beim Umbau<br />

<strong>der</strong> Jako-Arena hatten die Oberfranken<br />

allerdings auch vier o<strong>der</strong><br />

fünf Spiele weniger ausgetragen<br />

als die Konkurrenz. Dennoch<br />

schrillten zurecht die Alarmglocken<br />

bei <strong>der</strong> mit hohen Zielen in<br />

die Saison gestarteten Mannschaft.<br />

„Wir werden uns zusammensetzen<br />

und Bilanz ziehen. Wir<br />

werden in aller Ruhe analysieren,<br />

jeden Stein umdrehen und<br />

dann Entscheidungen treffen“,<br />

hatte Trainer Dirk Bauermann<br />

schon vor <strong>der</strong> kurzen Weihnachtspause<br />

angekündigt und<br />

ließ postwendend Taten folgen.<br />

Es erfolgte die Trennung <strong>von</strong><br />

Derrick Zimmerman, <strong>der</strong> erst<br />

wenige Wochen zuvor für Jermaine<br />

An<strong>der</strong>son als Spielmacher<br />

geholt worden war. Auch <strong>der</strong><br />

Vertrag mit Adam Harrington,<br />

<strong>der</strong> auf Grund <strong>von</strong> gesundheitlichen<br />

Problemen nur selten die in<br />

ihn gesetzten Erwartungen erfüllen<br />

konnte, wurde aufgelöst.<br />

Im Gegenzug kam mit Steffen<br />

Hamann eine Identifikationsfigur<br />

des Bamberger Programms<br />

aus Bologna zurück, nachdem er<br />

dort nach einem Trainerwechsel<br />

kaum mehr Spielzeit erhielt.<br />

Und einen Tag vor <strong>der</strong> Partie in<br />

Leverkusen suspendierte Trainer<br />

Bauermann den schon lange<br />

in <strong>der</strong> Kritik stehenden DeJuan<br />

Collins. Disziplinarische Gründe<br />

gaben schließlich den Ausschlag<br />

für die Trennung vom<br />

Spielmacher, <strong>der</strong> mit seinen Eskapaden<br />

für viel Aufregung gesorgt<br />

hatte. Und als es dann Ende<br />

Januar auch noch gelang, mit<br />

dem 234-fachen NBA-Profi Casey<br />

Jacobsen einen absoluten<br />

Hochkaräter nach Bamberg zu<br />

locken, ging es plötzlich steil<br />

bergauf. Mit einer Serie <strong>von</strong><br />

neun Siegen in Folge starteten<br />

die „Bauermänner“ in <strong>der</strong> Bundesliga<br />

zu einer Aufholjagd. Als<br />

bestes Rückrundenteam reichte<br />

es bis zum Ende <strong>der</strong> Hauptrunde<br />

noch zum dritten Tabellenplatz<br />

hinter Berlin und Ludwigsburg.<br />

Ein Bild mit Symbolcharakter: Trainer Dirk Bauermann umarmt „Robse“<br />

Garrett, <strong>der</strong> in den Play-offs in ein tiefes Loch gefallen war.<br />

Die schweren Zeiten gehörten<br />

längst <strong>der</strong> Vergangenheit an, <strong>der</strong><br />

Traum vom Titel war schon wie<strong>der</strong><br />

in den Hinterköpfen.<br />

In einer Liga, in <strong>der</strong> das deutsche<br />

Element in den Hintergrund<br />

gedrängt wurde, die sich<br />

aber auf Grund vieler Korbjäger<br />

vornehmlich aus den USA aber<br />

so ausgeglichen wie noch nie<br />

präsentierte, schienen Überraschungen<br />

allerdings vorpro-<br />

DeJuan Collins fühlte sich in Bamberg<br />

oft ungerecht behandelt.<br />

grammiert. Während Berlin und<br />

Köln aber gegen die Artland<br />

Dragons aus Quakenbrück<br />

strauchelten, ging die Taktik<br />

<strong>von</strong> „Verteidigungsminister“<br />

Bauermann in den Schlachten<br />

gegen Bonn und Ludwigsburg<br />

jedoch auf – Bamberg stand zum<br />

vierten Mal in den letzten fünf<br />

Jahren im Finale.<br />

Und auch das Überraschungsteam<br />

aus dem Artland, das sich<br />

Adam Harrington plagten starke<br />

gesundheitliche Probleme.<br />

Nach einem Bandscheibenvorfall meldete sich Zelly Wesson in <strong>der</strong> Finalserie<br />

endgültig zurück und sammelte zahllose Rebounds ein.<br />

zum Auftakt <strong>der</strong> Endspielserie<br />

mit einem 70:69-Erfolg in <strong>der</strong><br />

„Frankenhölle“ behauptet hatte<br />

und sich während <strong>der</strong> gesamten<br />

Serie als ein durchaus ebenbürtiger<br />

Gegner präsentierte, musste<br />

am Ende die Segel streichen. Die<br />

internationale Erfahrung <strong>von</strong><br />

Casey Jacobsen und Steffen Hamann<br />

gaben letztlich den Ausschlag<br />

in diesen spannenden<br />

Duellen, in denen die Bamber-<br />

Jermaine An<strong>der</strong>son ließ nach gutem<br />

Beginn stark nach.<br />

ger auf ihren verletzten Kapitän<br />

Chris Ensminger verzichten<br />

mussten. Mit vereinten Kräften<br />

kompensierten aber Darren<br />

Fenn, Zelly Wesson, Vincent<br />

Yarbrough, aber auch Nachwuchs-Center<br />

Tim Ohlbrecht<br />

und <strong>der</strong> Kämpfer Ivan Pavic diesen<br />

Nachteil und trugen ihren<br />

Teil dazu bei, dass sich für Freak<br />

City nach einem holprigen Start<br />

noch ein Traum erfüllte.<br />

Derrick Zimmerman trug nur kurze<br />

Zeit das Brose-Trikot. Fotos: sportpress

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