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Impressionen von der Meisterschaft 2005 - Fanclub Faszination ...

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6 BASKETBALL-EXTRA FRÄNKISCHER TAG, DIENSTAG, 26. JUNI 2007<br />

„<strong>Meisterschaft</strong> ist die Krönung unserer Arbeit“<br />

INTERVIEW Brose-Baskets-Manager Wolfgang Hey<strong>der</strong> blickt auf eine Saison mit Höhen und Tiefen zurück und freut sich, dass die hohe<br />

Leistungsbereitschaft des gesamten Mitarbeiterstabs am Ende belohnt worden ist.<br />

VON UNSEREM REDAKTIONSMITGLIED KLAUS GROH<br />

Bamberg — Der Geschäftsführer<br />

<strong>der</strong> Basket Bamberg GmbH,<br />

Wolfgang Hey<strong>der</strong>, blickt im FT-<br />

Interview auf eine Saison zurück,<br />

die nach einem mäßigen<br />

Start doch noch ein traumhaftes<br />

Ende fand.<br />

Wie beurteilen Sie diese Saison mit<br />

vielen Höhen und Tiefen?<br />

Wolfgang Hey<strong>der</strong>: Es ist ohne<br />

Frage richtig, dass wir eine Saison<br />

mit vielen Höhen und Tiefen<br />

hinter uns haben. Durch die große<br />

Verän<strong>der</strong>ung des Spielerka<strong>der</strong>s<br />

– die Gründe hierfür sind<br />

hinlänglich bekannt – wurde die<br />

ein o<strong>der</strong> an<strong>der</strong>e unglückliche<br />

Entscheidung getroffen. Auf <strong>der</strong><br />

an<strong>der</strong>en Seite ist es normal, dass<br />

ein Team, das neu zusammengestellt<br />

ist, einfach gewisse Zeit<br />

braucht, um erfolgreich agieren<br />

zu können. Sicherlich waren<br />

auch die späten Sponsorenentscheidungen,<br />

<strong>der</strong> Ausstieg <strong>von</strong><br />

Nici und GHP, für die Zusammenstellung<br />

des neuen Teams<br />

nicht einfach. Um so erfreulicher<br />

ist sicherlich die Tatsache,<br />

dass wir nach <strong>der</strong> Umstellung<br />

Meisterleistung.<br />

E.ON Bayern bedankt sich bei seinem Partner Brose Baskets für eine tolle Saison<br />

mit vielen packenden Spielen und einem energiegeladenen Finale.<br />

Mit unserem Engagement für den Basketball in Oberfranken tragen wir dazu bei,<br />

dass den E.ON Bayern Kunden Sport auf höchstem Niveau geboten wird.<br />

www.eon-bayern.com<br />

des Ka<strong>der</strong>s, <strong>der</strong> Rückholaktion<br />

<strong>von</strong> Steffen Hamann und <strong>der</strong><br />

Verpflichtung <strong>von</strong> Casey Jacobsen<br />

seit Weihnachten furios nach<br />

vorne marschiert sind. Die<br />

<strong>Meisterschaft</strong> ist die Krönung<br />

einer nachhaltigen, geduldigen,<br />

aber auch mit <strong>der</strong> nötigen Emotion<br />

geprägten Arbeit.<br />

Was hat Sie am meisten gefreut,<br />

was am meisten geärgert?<br />

Drei Dinge haben mich ganz beson<strong>der</strong>s<br />

gefreut: Es hat uns allen<br />

Rückenwind verliehen, dass die<br />

Firma Brose mit Michael Stoschek<br />

uns in einer sehr schwierigen<br />

Situation nach dem Ausstieg<br />

<strong>der</strong> Hauptsponsoren so unterstützt<br />

hat, dass Spitzenbasketball<br />

auf diesem Niveau in Bamberg<br />

weiterhin möglich ist. Äußerst<br />

erfreulich ist auch, dass die<br />

sportliche Leitung mit Dirk<br />

Bauermann und dem gesamten<br />

Trainerstab für ihre konsequente,<br />

ruhige, extrem nachhaltige<br />

und unheimlich harte Arbeit belohnt<br />

wurde und viele Kritiker<br />

Lügen strafen konnte. Was mir<br />

beson<strong>der</strong>s gut getan hat, war die<br />

große Unterstützung unserer<br />

Basketballfans auch in kriti-<br />

Nach <strong>der</strong> <strong>Meisterschaft</strong> <strong>2005</strong> jubeln <strong>der</strong> damalige Präsident Hannes<br />

Kemmer (l.) und Wolfgang Hey<strong>der</strong>. Fotos: sportpress<br />

schen Situationen ohne Vorbehalt<br />

und die extrem konstruktive,<br />

immer unterstützende Zusammenarbeit<br />

mit Sabine<br />

Günther, dem Aufsichtsratsvorsitzenden<br />

Carsten Bissel, dem<br />

Vertreter des Hauptsponsors<br />

Matthias Drewniok, dem Präsidenten<br />

Herbert Lauer sowie den<br />

Vizepräsidenten Herbert Brauner<br />

und einem Backoffice, das<br />

dem Team und mir je<strong>der</strong>zeit den<br />

Rücken freigehalten hat. Geärgert<br />

hat mich die teilweise unsachliche<br />

Kritik <strong>von</strong> einer Gruppe<br />

<strong>von</strong> so genannten Basketballexperten,<br />

die unter <strong>der</strong><br />

Gürtellinie war und nie berücksichtigt<br />

hat, dass die Entscheidungsträger<br />

in den letzten sechs<br />

Jahren ein Programm nach vorne<br />

gebracht haben, das so in<br />

Deutschland einmalig ist. Ich<br />

meine, da gehören Nie<strong>der</strong>lagen,<br />

falsche Entscheidungen und<br />

Tiefpunkte auch dazu. Nach wie<br />

vor enttäuscht bin ich <strong>von</strong> den<br />

politischen Entscheidungsträgern<br />

in <strong>der</strong> Stadt. Basketball als<br />

Aushängeschild mit unglaublicher<br />

Promotion für Bamberg<br />

bundesweit, aber auch mit einer<br />

einmaligen Fangemeinde hat in<br />

Bamberg keine Lobby. Zuschüsse<br />

für Symphoniker, Theater<br />

o<strong>der</strong> <strong>der</strong> Umbau einer Fußballtribüne<br />

werden nicht diskutiert.<br />

Ich kritisiere keineswegs die<br />

Notwendigkeit in diesen Bereichen,<br />

bin aber <strong>der</strong> Meinung,<br />

dass auch das Produkt Basketball<br />

diese Unterstützung verdient<br />

hat, zumal die Basket<br />

Bamberg kein unbedeuten<strong>der</strong><br />

Steuerzahler ist und obendrein<br />

eine erkleckliche Summe <strong>von</strong><br />

fast 450 000 Euro in Jugend- und<br />

Schülerarbeit steckt.<br />

Wie ist diese unglaubliche Kontinuität<br />

im Bamberger Programm in<br />

den letzten fünf Jahren zu erklären?<br />

Ohne Frage ist eine solch kontinuierliche<br />

Entwicklung wie in<br />

Bamberg nur möglich, wenn die<br />

sportliche Kompetenz an <strong>der</strong><br />

Spitze mit Dirk Bauermann,<br />

aber auch ein hoch qualifizierter<br />

Trainerstab eng zusammenarbeitet<br />

mit einem funktionierenden<br />

Backoffice, einem innovativen<br />

Management und Sponsoren<br />

und Partner, die solch ein<br />

Projekt tragen müssen. Ich den-<br />

Wolfgang Hey<strong>der</strong> (l.) und Derrick Taylor präsentieren die Erinnerungsstücke an die <strong>Meisterschaft</strong> vor zwei<br />

Jahren.<br />

ke aber auch, dass hinter alledem<br />

viel Fleiß und Herzblut stecken.<br />

Welche Rolle spielt die Basketball-<br />

Begeisterung in <strong>der</strong> ganzen Region?<br />

Erstmals sind die Brose Baskets ja<br />

Zuschauerkrösus <strong>der</strong> Liga.<br />

Die riesige Basketballbegeisterung<br />

in Bamberg und <strong>der</strong> gesamten<br />

Metropolregion hat die<br />

Mannschaft und das Umfeld in<br />

unvergleichbarer Art und Weise<br />

auch in schwierigen Situationen<br />

getragen. Was ich für absolut<br />

fantastisch halte, ist die Tatsache,<br />

dass die Jako-Arena auch<br />

nach dem Umbau auf 7000 Plätze<br />

praktisch immer ausverkauft<br />

ist. Die Mixtur <strong>von</strong> vielen jungen<br />

Fans und Schülern, aber<br />

auch die langjährigen Dauerkartenbesitzer<br />

aus <strong>der</strong> Kennedy-<br />

Halle o<strong>der</strong> die vielen neuen Fans<br />

aus ganz Franken und die Basketballcommunity<br />

<strong>der</strong> Bamberger<br />

Vereine ist unvergleichlich<br />

und motiviert uns alle immer<br />

wie<strong>der</strong> an die Grenzen zu gehen.<br />

Nur so ist es erklärlich, dass<br />

Bamberg die Nummer 1 in<br />

Deutschland ist.<br />

Wie sind Sie finanziell über die<br />

Runden gekommen?<br />

Nach dem Ausfall <strong>der</strong> Hauptsponsoren<br />

GHP und Nici waren<br />

und sind wir unheimlich dankbar,<br />

dass die Firma Brose mit<br />

Michael Stoschek die Riesenverantwortung<br />

mit übernommen<br />

hat, den Basketballstandort<br />

Bamberg auf diesem Niveau zu<br />

halten. Zusammen mit Sabine<br />

Günther hat die Firma Brose<br />

auch dafür gesorgt, dass das<br />

Loch des fehlenden Trikotsponsors<br />

ausgeglichen werden konnte.<br />

Die zusätzlichen Einnahmen<br />

aus den Play-off-Spielen sind<br />

fast vollständig für die daraus<br />

entstehenden Kosten – Hotel,<br />

Reisen, Hallenlogistik, Schiedsrichter<br />

und Prämien – fällig.<br />

Welche Vorteile versprechen Sie<br />

sich mit <strong>der</strong> Kooperation mit<br />

Nürnberg?<br />

Auf Dauer wird es notwendig<br />

sein, die gesamte Metropolregion<br />

in die Bemühungen einzubinden,<br />

den Spitzenbasketball in<br />

Bamberg zu erhalten. Das gilt<br />

sowohl für die Talentsichtung,<br />

wo in Nürnberg einfach unheimliches<br />

Potenzial ist, aber<br />

auch für den Sponsorenmarkt,<br />

wo es natürlich Firmen gibt, die<br />

sich durchaus dem Basketball<br />

verbunden fühlen. Mit dem Pro-<br />

A-Team hoffen wir die jungen<br />

Spieler entwickeln zu können,<br />

die nicht sofort den Sprung in die<br />

Bundesliga schaffen und für die<br />

die Pro-B-Mannschaft zu niedrig<br />

ist. Ich meine, dass mit diesem<br />

Modell <strong>der</strong> Nachwuchsför<strong>der</strong>ung<br />

<strong>von</strong> <strong>der</strong> Grundschule<br />

über U 14, U16, Nachwuchs-<br />

Bundesliga bis zu Pro B in Güßbach<br />

und Pro A in Nürnberg mit<br />

unseren qualifizierten Trainern<br />

ein lückenloses För<strong>der</strong>system<br />

zur Verfügung steht.<br />

Wie sehen die personellen Planungen<br />

für die neue Saison aus?<br />

Was die Personalplanungen betrifft,<br />

haben wir zwar Ideen,<br />

können aber keinerlei konkrete<br />

Aussagen treffen. Alle weiteren<br />

Spekulationen – wie auch kürzlich<br />

in <strong>der</strong> Boulevardpresse geschehen<br />

– sind unseriös und <strong>der</strong><br />

Sache nur abträglich.

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