Evangelium Evangelium Evangelium Erstkommunion und Firmung E

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Evangelium Evangelium Evangelium Erstkommunion und Firmung E

AUF SEIN WORT

Pfarrbrief aus dem Pastoralverbund Brackwede — Quelle — Ummeln Dezember 2010

Pastoralverbünde und Pastoraler Raum

Das Matthäus

Matthäus-Evangelium

Matthäus Evangelium

Erstkommunion und Firmung

Das neue Büro des Pastoralverbundes


Editorial

Editorial: AUF (S)EIN WORT...

San Damiano, Umbrien, 1205: Vor dem

Kreuz in der Ruine der kleinen Kirche vernimmt

Giovanni Battista Bernardone, der

spätere Hl. Franziskus, der Überlieferung

nach die Worte: „Franziskus, geh hin und

stelle mein Haus wieder her“. Auf diese Vision

hin erbettelt er Baumaterial und stellt

nach Aussage seiner Biographen diese und

zwei weitere Kirchengebäude eigenhändig

wieder her.

Barcelona, Katalonien, 7. November

2010: 28 Jahre nach dem letzten Besuch

eines Papstes kommt Benedikt XVI. nach

Barcelona, um die Kathedrale „Sagrada Familia“

(Heilige Familie) zu weihen. Die Kathedrale,

die seit 1882 im Bau ist, ist außen

noch immer Baustelle: Von den geplanten

achtzehn Türmen sind derzeit acht fertig

gestellt, im Inneren des 90 Meter langen

Hauptschiffes dröhnten Mitte Oktober noch

die Dieselmotoren der Baumaschinen, mehr

als 200 Menschen sind täglich beim Bau

beschäftigt.

Neben Eintrittsgeldern wird auch der Bau

dieser Kirche durch erbettelte Spenden

finanziert.

Zur Einweihung der Kathedrale durch Papst Benedikt

wird der Korpus am Kreuz über dem Altar enthüllt.

Antoni Gaudí, der mit seiner persönlichen

Spiritualität die Gestaltung der „Sagrada

Familia“ wesentlich beeinflusst hat, sollte

43 Jahre seines Lebens an dieser Kathedrale

bauen. In einem Interview auf die Unmöglichkeit

einer baldigen Fertigstellung

der Kathedrale angesprochen, soll Gaudí

geantwortet haben: „Mein Auftraggeber hat

keine Eile.“ 1926 rief sein „Auftraggeber“

den 73-Jährigen aus dem Leben, nachdem

der Künstler auf dem Weg zur Baustelle der

Kathedrale von einer Straßenbahn erfasst

worden war.

Bielefeld, im Advent 2010: Und wir? An

welcher Kirche bauen wir? Sind wir gerade

im Zeichen der aktuellen Entwicklung der

Pastoralverbünde mit den Umgestaltungen

der Kirche vor Ort so sehr beschäftigt, dass

wir vor all den organisatorischen Fragen die

„Kirche Gottes“ nicht mehr sehen?

Die Kirche, die uns Gaudí hinterlassen hat,

wird vollendet werden. Im Jahr 2026, so die

derzeitigen Schätzungen, könnte sie zum

100. Todestag Gaudís fertig gestellt sein.

Die Kirche, die uns derzeitig beschäftigt, ist

eine Unvollendete. Menschen werden sie

nicht vollenden. Aber wir bauen daran:

nicht nur im neuen Pfarrbüro in Brackwede,

das wir Ihnen vorstellen, sondern vor allem

in der Seelsorge: in der Erstkommunion-

und Firmvorbereitung, über die wir berichten,

im „Bibel teilen“, vor dem Meditationstuch

mit dem Kreuz von San Damiano und

anderenorts im Gemeindeleben des Pastoralverbunds.

Die Gelassenheit, die aus dem Wort Gaudís

„mein Auftraggeber hat keine Eile“ spricht,

könnte ausstrahlen auf die Geschäftigkeit

des (kirchlichen) Alltages im Prozess der

Neugestaltung wie auch in der vor uns liegenden

Adventszeit.

Eine „gelassene Adventszeit“

wünscht Ihnen

Ihre Redaktion „Auf (s)ein Wort“

Impressum:

v.i.S.d.P.: Pastor Hubert Maus,

Mackebenstraße 17, Bielefeld-Brackwede

Bildrechte: © private Bilder aus dem Pastoralverbund

oder Bezeichnung am Bild

Texte: : Redaktion „auf (s)ein Wort“ falls nicht anders vermerkt

Rückseite: Gisela Baltes aus: Magnificat. Das Stundenbuch, 12/2007,

Verlag Butzon & Bercker, Kevelaer. www.pfarrbriefservice.de.

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Auf ein Wort...

Es war am Montag,

6. September. Um

8.00 Uhr holte ich

Frau Beissel ab.

Wir wollten gemeinsam

nach

Bonn fahren, um

das Meditationstuch

zur Firmvorbereitung

zu holen.

Ich legte die CD

„Es ist genull neun

Uhr!“ ein. Wir lachten uns schlapp über so

manchen Versprecher in Funk und Fernsehen.

Wir kamen gut voran, erzählten einander

von vielen Ideen, bis wir plötzlich und unerwartet

auf der Autobahn in einen Stau gerieten.

400m vor uns hatte sich gerade ein

Unfall ereignet. Der Notarzt fuhr durch die

Gasse der stehenden Autos, dann kam die

Feuerwehr und ein LKW Fahrer sagte:

“Wenn jetzt noch die Kripo und der Leichenwagen

kommt, dann dauert es 5 Stunden!“

Aber Frau Beissel und ich wollten doch nur

nach Bonn. Wir wollten uns das Münster,

die Innenstadt und das Zentrum der Innenstadtseelsorge

anschauen. Nun standen wir

fest und es bewegte sich gar nichts. Mittlerweile

war der Hubschrauber gelandet und

von hinten sah ich zwei Kehrmaschinen und

ein großes Abschleppauto.

Ganze 3 Stunden standen wir im Stau.

Als wir später in Bonn ankamen und das

Tuch entgegennahmen, mussten wir beide

wie auf Kommando grinsen. Der Titel des

Meditationstuches lautet:

durchKREUZte.WEGe.

Nach unserem Grinsen stellte sich schnell

Nachdenklichkeit ein. Ja, so ist es ja wirklich:

da planst du deine Termine, und plötzlich

stehst du im Stau und alles verändert

sich. Da passt du einmal nicht auf, schon

muss der Rettungshubschrauber kommen.

Vielleicht kannst du aus deinem Leben ähnliche

Beispiele nennen.

Auf ein Wort

Geistliches Wort

Das Meditationstuch wird bis Ende Februar

nicht nur die Firmbewerber zur Betrachtung

und Gebet einladen.

Es wird uns in die Tage von Allerheiligen

und Allerseelen begleiten –

durchKREUZte.WEGe

Die Zeit des Advent -

durchKREUZte.WEGe

Weihnacht und Stephanus -

durchKREUZte.WEGe

Der Jahreswechsel -

durchKREUZte.WEGe

Heilige Dreikönige und Maria Lichtmess -

durchKREUZte.WEGe

Die Feier der Firmung im März -

durchKREUZte.WEGe

Und vielleicht so manche persönliche

Erfahrung -

durchKREUZte.WEGe

Ich freue mich auf die Zeit mit Ihnen

und Euch vor dem Meditationstuch.

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Ihr und Euer Herbert Bittis, Pastor

Inhalt

Pastoralverbünde - Pastoraler Raum

Matthäus - der Evangelist

Das Kreuz von San Damiano

Der Absolutheitsanspruch des

Christentums

Das neue Büro des Pastoralverbunds

Die Vorbereitung auf die Erstkommunion

und Firmung

Die neue Bücherei

Von der Assistentin zur Referentin

Aus den Gemeinden

Buchtipp

Die Messordnung / Termine

Wir sind für Sie da

Die Seiten für die Kids

Das Titelbild zeigt einen

Ausschnitt aus dem Meditationstuch

in der Kirche

St. Michael in Ummeln


Aktuelle Infos im

Netz unter

www.pvherzjesustmichael.de

in den Pfarrnachrichten

und den

Gottesdiensten

Pastoralverbünde im Bielefelder Süden

Pastoralverbünde und neuer Pastoraler Raum

Pfarrer Richard Hesse geht in den Ruhestand – Pastor Hubert Maus wird neuer

Leiter des Pastoralverbundes Senne: Diese Nachricht in einer Sonderausgabe der

Pfarrnachrichten am Wochenende 23./24. Oktober traf die Gläubigen im Pastoralverbund

Senne überraschend. Auch die Gemeindemitglieder im Pastoralverbund

Herz Jesu / St. Michael fragen nach den Auswirkungen vor Ort.

Die Pfarrgemeinderäte und Kirchenvorstände

im Pastoralverbund Senne schreiben in

der Sonderausgabe:„In den vergangenen

Monaten ist immer deutlicher geworden,

dass Pfarrer Richard Hesse aus gesundheitlichen

Gründen den Aufgaben als Leiter des

Pastoralverbundes Senne und auch als Pfarrer

von St. Bartholomäus nicht mehr nachkommen

kann.“ Dennoch kam die Nachricht

für viele der Gottesdienstbesucher sehr

überraschend, denn schließlich hat Richard

Hesse die Gemeinde St. Bartholomäus mit

den Gemeindeteilen St. Johannes und Auferstehung

Christi 24 Jahre lang geleitet.

Seit 2005 war er außerdem Leiter des Pastoralverbundes

Senne mit den Gemeinden

St. Thomas Morus und St. Kunigunde.

Die Gemeindegremien dankten Pfarrer

Hesse herzlich für seinen Dienst

und wünschten ihm für die Zukunft

in besonderer Weise Gesundheit

und Gottes Segen. Er wird weiterhin

im Pfarrhaus wohnen und sich

weiterhin einbringen, soweit es

seine Gesundheit erlaubt.

Pastor Hubert Maus ist von

Erzbischof Hans-Josef Becker neben

seiner bisherigen Aufgabe nun auch mit

der Leitung des Pastoralverbundes Senne

beauftragt worden. Was das für die beiden

Pastoralverbünde im Bielefelder Süden bedeutet,

ist derzeit noch nicht genau abzusehen.

Für das Jahr 2014 war deren Verschmelzung

zwar ohnehin vorgesehen, aber

die bis dahin wünschenswerten Kontakte

zwischen den Menschen und den Gemeinden

sowie die organisatorischen Erforderlichkeiten

müssen nun zum Teil schneller

als vorgesehen umgesetzt werden.

Dabei betont Pastor Maus allerdings, dass

es derzeit noch nicht zu einer Verschmelzung

der beiden Pastoralverbünde kommt.

„Die beiden selbständige Organisationseinheiten

bleiben zunächst bestehen“, so teilt

Hubert Maus mit und korrigiert damit den

Eindruck einer sofortigen Verschmelzung,

den auch die Veröffentlichungen in den Medien

hinterlassen hatten.

Ob und wie schnell eine solche Vereinigung

zum neuen „Pastoralen Raum“ vorgezogen

werde, stehe noch nicht fest. Die fünf Pfarrgemeinderäte

und die vier Kirchenvorstände

bleiben bis auf Weiteres bestehen.

Veränderungen allerdings sind absehbar,

denn die zusätzlichen Aufgaben, die auf den

bisherigen Leiter des Brackwede-Ummelner

Verbundes zukommen, sind vielfältig. Erste

vorbereitende Gespräche sind natürlich sowohl

mit der Bistumsleitung, dem Dekanat

und unter den Seelsorgern im Bielefelder

Süden als auch zwischen den Gremien der

Pastoralverbünde gelaufen. So trafen sich

am 28. Oktober bereits die Vorsitzenden

der Pfarrgemeinderäte aller betroffenen

Gemeinden „in guter, angenehmer

Atmosphäre“, wie Maus betont:

„Und ein gemeinsames Treffen

aller Mitglieder der Pfarrgemeinderäte

und Kirchenvorstände

der Gemeinden ist für

die ersten Wochen des neuen

Jahres auch schon geplant“.

Vieles steht derzeit jedoch noch

in den Sternen, da auch für die

Verantwortlichen die Entscheidung

letztendlich kurzfristig erfolgt ist.

Schließlich sollen die laufenden Aktivitäten

wie zum Beispiel die Vorbereitungen auf

Erstkommunion und Firmung und das

„tägliche Geschäft“ möglichst ungestört davon

aufrecht erhalten werden. Unter anderem

wurde daher beschlossen, die Gottesdienstzeiten

über die Weihnachtsfeiertage

wie geplant zu belassen und zumindest bis

zum Jahreswechsel nicht zu ändern. Ein

gemeinsamer Liturgieausschuss aller Gemeinden

wird sich mit diesem Thema intensiv

beschäftigen.

Die Frage nach dem „und dann?“ kann derzeit

aber auch der neue Leiter der beiden

Pastoralverbünde noch nicht in allen Einzelheiten

beantworten: „Vieles wird sich ergeben

und natürlich werden wir versuchen,

gemeinsam im pastoralen Team und mit

den Gläubigen einvernehmliche Lösungen

zu finden“, so Pastor Maus.

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Die Einteilung des Kirchenjahres spiegelt in

erster Linie die jährlich wiederkehrende Abfolge

von Kirchenfesten und Festzeiten wider,

die sich vor allem in der Liturgie findet.

Damit wird die einzigartige Heilsgeschichte

Gottes mit den Menschen nachvollziehbar.

Und mit dem neuen Kirchenjahr beginnt

auch die neue Zeit eines anderen Evangelisten,

der uns durch die Gottesdienste des

kommenden Jahres begleitet. Die drei

Evangelien, die Markus, Matthäus und Lukas

zugeschrieben werden, wechseln sich

Jahr für Jahr reihum als Evangelientexte ab.

Während im jetzt zu Ende gehenden „Lesejahr“

die Evangelientexte des Lukasevangeliums

„dran“ waren, beginnt mit dem ersten

Advent das „Lesejahr“ des Matthäusevangeliums.

War Lukas, der Evangelist, historisch und

aus seinen Schriften noch gut als Person zu

charakterisieren, fehlen uns für Matthäus

Informationen. Außer in seinen eigenen

Texten erfahren wir kaum etwas über ihn

als Person: „Als Jesus weiterging, sah er

einen Mann namens Matthäus am Zoll sitzen

und sagte zu ihm: Folge mir nach! Da

stand Matthäus auf und folgte ihm“. (Mt

9,9). Markus nennt ihn in seiner Schilderung

der Berufung allerdings „Levi“ (MK

2.14), auch Lukas verwendet diesen Namen

an dieser Stelle und berichtet über ihn: „Als

Jesus von dort wegging, sah er einen Zöllner

namens Levi am Zoll sitzen und sagte

zu ihm: Folge mir nach! Da stand Levi auf,

verließ alles und folgte ihm. Und er gab für

Jesus in seinem Haus ein großes Festmahl.

Viele Zöllner und andere Gäste waren mit

ihnen bei Tisch.“ (Lk 5.27-29).

Aufgelistet ist er als Matthäus noch einmal

in der „Apostelliste“: „Philippus und Bartholomäus,

Thomas und Matthäus, der Zöllner,

Jakobus, der Sohn des Alphäus, und Thaddäus

(Mt 10.3 und ähnlich in Apg 1,13.).

Matthäus soll - alter kirchlicher Überlieferung

zufolge - als erster sein Evangelium in

hebräischer Sprache verfasst haben. Hieronymus

(347–419 n. Chr.) schreibt in seinem

Katalog der Kirchenschriftsteller über ihn:

Das Matthäus-Evangelium

Das Matthäusevangelium

„Gutes Neues Jahr“! – Gutes Neues Jahr?? Doch nicht jetzt schon, im Herbst?

Reicht es nicht, dass die Schokoladen-Weihnachtsmänner im Oktober in den

Regalen stehen? Neben Silvester und dem Neujahrstag, den natürlich auch die

Christen feiern, beginnt für sie mit dem 1. Advent bereits ein neues Jahr, ein neues

Kirchenjahr, ein hoffentlich „gutes Neues Jahr“.

„Matthäus, der auch Levi ist und der von

einem Zöllner zu einem Apostel wurde, und

zwar als erster aller Evangelisten, verfasste

ein Evangelium von Christus in Judäa in der

hebräischen Sprache und in hebräischen

Schriftzeichen zum Nutzen derjenigen aus

der Beschneidung, die geglaubt hatten ...“.

In der späteren Überlieferung kommt es

jedoch zu einer unübersichtlichen Verwendung

der Namen des Matthäus und des

„dreizehnten Apostels“ Matthias, der als

Ersatz für Judas Iskariot in den Kreis der

Apostel gewählt wurde. Daher sind einige

Reihe biografischer Fragen nicht mehr zu

klären, unter anderen die Frage, unter welchen

Umständen Matthäus starb. Nach einigen

Überlieferungen ist er in Äthiopien den

Martyrertod gestorben und soll dort als Auferstandener

das Evangelium gepredigt haben.

Seine Reliquien werden in der Kathedrale

von Salerno verehrt, in einem alten

Wappen von Salerno ist er als Schutzpatron

abgebildet. Auch das Bistum von Salerno

hat Matthäus zum Patron.

Matthäus - Darstellung des Evangelisten an der Kanzel

der Marienkirche, Bergen / Rügen. Die Marienkirche ist

das älteste erhaltene Gebäude Rügens.


Das Matthäusevangelium

Matthäus dürfte dem liberalem, hellenistischen

Diasporajudentum zuzurechnen sein.

Er könnte Lehrer und Schriftgelehrter in

seiner Gemeinde gewesen sein, was man

daraus schließt, dass er Jesus positiv über

Lehrer und Schriftgelehrte sprechen lässt:

„Da sagte er zu ihnen: Jeder Schriftgelehrte

also, der ein Jünger des Himmelreichs geworden

ist, gleicht einem Hausherrn, der

aus seinem reichen Vorrat Neues und Altes

hervorholt“ (Mt 13.52).

Matthäus zeigt sich als ausgezeichneter

Kenner der Heiligen Schriften. Sein Evangelium

ist nicht für die Mission, sondern für

die Juden geschrieben. Er fühlte sich dem

christgläubigen Judentum zugehörig. „Das

Matthäusevangelium (wie das des Johannes)

dürfte eine Reaktion sein auf das gegen

Ende des Jahrhunderts erstarkte pharisäisch-rabbinische

Judentum, unter dessen

Polemik und Ausgrenzung die matthäische

Gemeinde zu leiden hatte“, wie der katholische

Theologe Prof. Dr. Hubert Frankemölle,

Paderborn, ausführt. Als das Volk der

Juden jedoch die Aufnahme des Evangeliums

verweigert, sieht Matthäus das Heil auf

die Nichtjuden übergehen: „Darum sage ich

euch: Das Reich Gottes wird euch weggenommen

und einem Volk

gegeben werden, das die

erwarteten Früchte

bringt.“ (Mt 21.43).

Wenden wir uns nun dem

Evangelium zu, das Matthäus

zugeschrieben wird.

Von vielen Bibelwissenschaftlern

wird Matthäus

(unter Hinweis auf die Zweiquellentheorie)

als alleiniger

Verfasser inzwischen bezweifelt.

Das Evangelium

des Matthäus wird auf die

Zeit zwischen den Jahren

80 und 90 nach Christus

datiert. Es verwendet das

Evangelium des Markus (ca.

70 n.Chr.) als Grundlage,

dazu noch eine andere, bis

heute unbekannt gebliebene Quelle sowie

weitere, vermutlich mündliche Überlieferungen.

Gegenüber Markus und Lukas beschreibt

uns Matthäus zum Beispiel die

Kindheitsgeschichte Jesu sehr viel ausführlicher.

Er deutet Jesus von Nazareth und sein

Geschick ganz von Alten Testament her.

Dies zeigen allein neunzehn sog. Erfüllungs-

Der Evangelist Matthäus

(Buchmalerei aus dem 12. Jh.)

© Pfarrbriefservice

zitate, zum Beispiel: „Da stand Josef in der

Nacht auf und floh mit dem Kind und dessen

Mutter nach Ägypten. Dort blieb er bis

zum Tod des Herodes. Denn es sollte sich

erfüllen, was der Herr durch den Propheten

gesagt hat: Aus Ägypten habe ich meinen

Sohn gerufen“ (Mt 2.15, 16).

Eingerahmt wird sein Evangelium von einem

sehr ausführlichen Prolog, in dem

Matthäus die Herkunft Jesu über 40 Generationen

über König David auf Abraham

zurückführt, und einen kurzen Epilog, in

dem er die Jünger aussendet: „Geht zu

allen Völkern und macht alle Menschen zu

meinen Jüngern“ (Mt 28, 19).

Matthäus erzählt die Kindheitsgeschichte,

die Versuchung Jesu und sein Wirken in

Galiläa. In diesem Zusammenhang steht

auch die sog. Bergpredigt (Mt 5), wohl eine

Zusammenstellung authentischer Herrenworte.

Es ist eine programmatische Offenbarung

der Tora Gottes in der Interpretation

Jesu, gemeint nicht als Gegensatz zur

Offenbarung am Sinai, sondern als deren

Erfüllung. „Denkt nicht, ich bin gekommen,

um das Gesetz oder die Propheten aufzuheben.

Ich bin nicht gekommen um aufzuheben,

sondern um zu erfüllen“ (Mt 5.17).

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Schließlich erzählt das Evangelium

von Jesu Weg nach

Jerusalem mit dem Bekenntnis

des Petrus, den

Leidesvorhersagen und Jesu

Verklärung, der Passion und

Auferstehung.

Im 13. Kapitel stehen die

Gleichnisreden, die Jesus an

das gesamte Volk richtet.

Als die Jünger ihn befragen,

warum er zum Volk in

Gleichnissen redet, antwortet

er ihnen: „Euch ist es

gegeben, die Geheimnisse

des Himmelreichs zu erkennen;

ihnen aber ist es nicht

gegeben.“ Über das Leben

in der von Jesus angekündigten Wirklichkeit

Gottes schreibt Matthäus vor allem zur Vergebungsbereitschaft:

„Da trat Petrus zu ihm

und fragte: Herr, wie oft muss ich meinem

Bruder vergeben, wenn er sich gegen mich

versündigt? Siebenmal? Jesus sagte zu ihm:

Nicht siebenmal, sondern siebenundsiebzigmal.“

(Mt 18, 21, 22).


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Das Kreuz von San Damiano

Das Kreuz von San Damiano

7 x 8 m groß verdeckt es bewusst den Blick auf den Tabernakel und das Ewige

Licht in der St. Michael Kirche: das Meditations– oder Fastentuch. In seiner Mitte

steht ein großes Kreuz in einem Labyrinth, umgeben von merkwürdigen Zeichen.

Das Kreuz von San Damiano aus dem 11. Jh., gemalt nach byzantinischem Vorbild,

zeigt Christus als den König und Herrscher.

Der schwarze Balken hinter ihm stellt das

leere Grab dar, über ihm eine Darstellung

der Himmelfahrt. Unter seinen Armen sind

Maria, seine Mutter, Johannes, Maria Magdalena,

Maria, die Mutter des Jakobus und

der Hauptmann, der das Bekenntnis ablegt:

„Dieser ist Gottes Sohn gewesen“. So fasst

das Kreuz die österlichen Geheimnisse zusammen:

Tod, Auferstehung und Himmelfahrt.

Ursprünglich hing dieses Kreuz in dem zerfallenen

Kirchlein von San Damiano. Der

Legende nach hörte Franziskus von dem

Kreuz die Stimme „Franziskus, stelle mein

Haus wieder her“. Danach gründete er den

nach ihm benannten Orden. Das Kreuz gilt

damit als wichtiger Ort in der Berufungsgeschichte

des Heiligen. Heute hängt es in der

Kirche der Heiligen Klara in Assisi.

Das Labyrinth, in dem das Kreuz auf der

Abbildung steht, ist kein „Irrgarten“, wie wir

ihn aus dem Maisfeld oder aus dem sagenhaften

Palast des Königs Minos von Kreta

kennen. Hier geht es nicht um das Verirren,

sondern um die viel ältere Gestaltung eines

Weges. Labyrinthe sind unverzweigte Wege

auf engstem Raum, wie sie zum Beispiel in

der Kathedrale von Chartre in Frankreich,

einer Station auf dem berühmten Jakobsweg,

im Eingangsbereich den Boden zieren.

Man kann in ihnen den Weg nur scheinbar

verlieren - er führt aber mit Sicherheit ins

Zentrum - allerdings über viele Wendungen,

Kehren und lange Um-Wege, lange Lebenswege.

Es ist ein Gehen und Suchen, ein

Suchen und Gehen - oft über Jahre. Wer

nicht aufgibt, kommt zur Mitte. Hier muss

der Besucher seine Richtung ändern, sich

selbst verändern. Die Umkehr im Zentrum

ist Tod und Wiedergeburt zugleich. Sonst

gibt es keinen Weg zurück. So wird das

Labyrinth zum Lebensweg des Menschen.

Um das Kreuz herum sind sechs Zeichen

gruppiert. Auf den ersten Blick Hieroglyphen,

die erschlossen und gedeutet werden

müssen.

Suchen und Fragen

Wer sucht, der hat offene Augen, benötigt

seine Sinne, um alles gewahr zu

werden.

Liebe muss man tun

Wer dem anderen die Hand hinhält, wird

selbst gehalten.

Erleuchte die Finsternis meines Herzens

Sie zu durchdringen fällt auch Gott nicht leicht.

Manchmal muss er Umwege machen oder sich

langsam und vorsichtig dem Herzen nähern, damit

es bereit ist, zu sehen, Licht zu empfangen.

Kirche aufbauen

Kirche, das ist ein Ort von Geben und

Nehmen, von Ändern und Entwickeln. Es

ist der Raum, in dem das Zeugnis wachsen

kann.

Verschwenderisch geben

Wenn sich eine Hand am Brunnen mit Wasser

füllt, dann kommt irgendwann der Zeitpunkt, an

dem das Wasser über den Rand der Hand hinweg

strömt. Wer ganz mit Gott gefüllt ist, wird

verschwenderisch im Geben

MITLEIDen

Wer leidet, der ist zuweilen schutzlos wie

ein Embryo. Wer mitleidet, der gibt dem

Leidenden Raum und Geborgenheit


Prof. Dr. Klaus von Stosch zu Gast

Der Absolutheitsanspruch des Christentums

Der Absolutheitsanspruch des Christentums scheint einem ernsthaften Dialog mit

den nichtchristlichen Religionen entgegen zu stehen. Welche Lösungen die

christlichen Kirchen sehen und welche Probleme damit verbunden sind, erläuterte

Prof. Dr. Klaus von Stosch, Institut für katholische Theologie der Universität

Paderborn, am 28.10. auf Einladung des Bildungswerks im Pfarrheim Herz Jesu.

Die Vorsitzende des katholischen Bildungswerks, Herlinde Jolk, bedankte sich bei Prof.

Dr. Klaus von Stosch für seinen interessanten Vortrag im Pfarrheim Herz Jesu

Dass es sich dabei keineswegs um eine nur

theoretisch abgehobene Diskussion handelt,

wurde den Zuhörern dieses Abends schnell

klar. Der Referent führte zunächst aus,

wenn man sich für die Lösung „katholisch

oder Hölle“ entscheide und begründe dieses

beispielsweise mit Joh. 14,6 („Ich bin der

Weg, die Wahrheit und das Leben“) entstehe

ein Widerspruch zu Gottes Absicht, das

Heil aller Menschen zu wollen (1 Tim. 2,4).

Das 2. Vatikanische Konzil sehe daher das

Heil durch Christus auch außerhalb der Kirche,

z.B. für die Menschen, die die Kirchen

nicht kennen (der Theologe Karl Rahner

prägte hierfür den Begriff „anonyme Christen“).

Diese Sichtweise setze jedoch eine

gewisse Hierarchie voraus, d.h. den Menschen

anderer Religionen werde unterstellt,

die seien zwar eigentlich Christen, „wüssten

es aber nicht“, so Prof. von Stosch. Ein Gespräch

auf Augenhöhe sei so nicht möglich.

Eine andere, auf den ersten Blick plausible

Lösungsmöglichkeit, die der Referent aufzeigte,

sei es, die verschiedenen Religionen

als „unterschiedliche Fenster oder Wege zu

Gott“ zu betrachten. In dieser pluralistischen

Betrachtungsweise scheitere man

jedoch u.a. daran, wichtige Glaubenselemente

einer Religion aufgeben zu müssen.

Die Frage, wer im Besitz der letzten Wahrheit

sei, sei so nicht zu lösen.

Fraglich sei daher, so Prof. Klaus von

Stosch, ob die Fragestellung nach „der

Wahrheit“ als solche richtig sei.

In diesem Dilemma ist nun nach von Stosch

der Ansatz der vergleichenden

(komparativen) Theologie erfolgversprechender

zu beurteilen. Hier werde jeweils

an einem Einzelfall die Auffassung in den

unterschiedlichen Bekenntnissen betrachtet,

zum Beispiel die Theologie der Freiheit im

Islam und Christentum oder auch einzelne

Formen des Bekenntnisses in den Religionen.

In dieser Sichtweise stelle man häufig

überraschend viele Überlappungen zwischen

den Religionen fest. So sei zum Beispiel

die singend rezitierte Sure, die nach

islamischer Überzeugung Gottes Wort

offenbare, auch für den nicht-islamischen

Zuhörer in ihrer Schönheit besonders ansprechend.

Diese Schönheit ist im christlichen

Glauben in gregorianischen Gesängen

zu finden, die für Christen heute eine weitaus

geringere Rolle spielen.

Auch das Auswendiglernen der Suren des

Koran spiele im Islam eine gewichtige Rolle.

Obgleich in der westlichen Welt heute nur

noch Begriffe wie „learning by heart“ (mit

dem Herzen lernen) für den Wert des Auswendiglernens

stehen, sei es doch dem tieferen

Verständnis, zum Beispiel eines

Psalms, zuträglich, das Auswendiglernen als

Lern- und Vertiefungsmethode neu zu entdecken.

So könne es möglich sein, „sich in den Anderen

hineinzudenken und so vom Anderen

aus das Eigene neu zu entdecken“.

Ein solcher Dialog in der komparativen

Theologie setze jedoch voraus, dass sich

jeder der Gesprächsteilnehmer öffne, sich

dabei aber auch verletzbar mache.

Eine Betrachtung der Suren des Koran als

jederzeit wörtlich zu befolgende Anweisung,

wie sie in der wahhabitischen Auslegung

des Korans Tradition sei und derzeit massiven

Einfluss auf die islamischen Gemeinschaften

auch in Deutschland nehme, sei

für diesen Prozess jedoch kaum geeignet.

Fortsetzung

8


9

Das neue Büro

Das neue Büro des Pastoralverbunds

Eine der Auswirkungen der Planung zum neuen Pastoralverbund zeigt sich jetzt

in Brackwede: das neue Büro des Pastoralverbunds St. Michael / Herz Jesu wurde

nach mehrmonatiger Umbauphase seiner Bestimmung übergeben. Der Leiter des

Pastoralverbundes, Pfarradministrator Hubert Maus, stellte den neuen Arbeitsplatz

für die Gemeindereferentin und die Sekretärin der Öffentlichkeit vor.

„Auch wenn hier zunächst nur eine Erweiterung

für den bisher existierenden Pastoralverbund

geschaffen wurde“, erklärte Hubert

Maus, „so haben wir für die Situation, die

uns spätestens 2014 mit einem großen Pastoralverbund

für den Bielefelder Süden erwartet,

schon die Weichen gestellt“.

Noch steht der genaue Termin der Zusammenlegung

aller katholischen Gemeinden in

diesem Gebiet nicht fest. Mit seinem Gesetz

zur Neuordnung der Pastoralverbünde hat

Erzbischof Becker jedoch bereits festgelegt,

dass der Sitz des Leiters des Pastoralverbundes

in der Herz Jesu Gemeinde in

Brackwede sein wird. Daher wird dort auch

ein zentrales Büro einzurichten sein.

Die bisherigen Arbeitsplätze der Sekretärin

und der Gemeindereferentin waren sehr

beengt. Ein Arbeitsplatz für eine weitere

Sekretärin und ein Besprechungsraum

waren darüber hinaus notwendig. Auch die

Archive aller Gemeinden des Pastoralverbundes

müssen für eine sinnvolle Arbeit vor

Die neue

Erreichbarkeit des Büros

Telefon: 584827-0

Fax 584827-99

E-Mail

pfarrbuero-herz-jesu@gmx.de

(Fortsetzung v. S. 8) Ein Islam aber, der die

Worte des Korans vor dem Hintergrund der

jeweiligen Situation sehe, in die sie durch

den Engel Gabriel an Mohammed geoffenbart

worden seien, führte Prof. von Stosch

aus, stehe diesem Dialog gegenüber offen.

An der Universität Paderborn, so der Theologe,

arbeiteten derzeit wissenschaftliche

Mitarbeiter aus diesem islamischen Kulturkreis

in den Dialogen mit den christlichen

Religionen in positiver Weise zusammen.

Ort sein. Daher wurden nach der Verlegung

der Bücherei (siehe Bericht an anderer Stelle

im Heft) zunächst einige Wände zwischen

den Räumen eingerissen. Mit einem anderen

Grundriss wurden die Büros der Sekretärin

und der Gemeindereferentin neu gestaltet.

Im Bereich der früheren Bücherei

befindet sich jetzt ein Besprechungsraum.

Durch die gleichzeitige Erweiterung der Telefonanlage

auf vier Amtsleitungen sind neben

dem Pfarrbüro Herz Jesu jetzt auch das

Büro St. Michael, Pastor Herbert Bittis und

der Küster Hans-Jürgen Neudecker erreichbar.

In Zukunft werden auch weitere Gemeindebüros

und Mitarbeiter an die neue

Technik angeschlossen und über eigene

Durchwahlnummern erreichbar sein.

Das Kellergeschoss des Pfarrhauses ist nun für die Verwaltung eingerichtet

Dies sei eine in Deutschland (noch) einmalige

Vorgehensweise. Damit es sich jedoch

bei diesen Gesprächen nicht nur um eine

Diskussion im Elfenbeinturm der Wissenschaft

handle, sei neben der guten Ausbildung

aller Imame eine Weiterführung in

einen konfessionell-kooperativen Religionsunterricht

in deutschen Schulen erforderlich.

Das nicht nur theoretische Wissen um

die Religion des jeweils Anderen, erlebt

möglichst mit islamischen Lehrerinnen und

Lehrern, sei ein vielversprechender Weg.


Erstkommunion und Firmung

Vorbereitung auf die Erstkommunion und Firmung

Die Vorbereitungen auf diese Sakramente sind angelaufen. In diesem Jahr gehen

die Gemeinden mit dem Pastoralteam dabei neue Wege. Gemeindereferentin Regina

Beissel, Ansprechpartnerin und Hauptverantwortliche für die Erstkommunionvorbereitung

und Pastor Herbert Bittis, der diese Rolle für die Firmvorbereitung

übernommen hat, standen der Redaktion für ein Gespräch zur Verfügung.

Beschreiten einen neuen Weg in der Vorbereitung auf die Sakramente der Kommunion

und der Firmung: Pastor Herbert Bittis und Gemeindereferentin Regina Beissel

Termine:

Die Firmungen werden

am 26. März

2011 in beiden Gemeinden

gespendet.

Die Erstkommunionfeiern

sind in St.

Michael am 1. Mai

2011 um 09.30 Uhr

und in Herz Jesu am

8. Mai 2011 um

10.00 Uhr.

Die Erstkommunionkinder bereiten sich

über zwei Jahre hinweg auf den Empfang

des Sakraments vor. Für sie wie auch für

die Firmbewerber sind die Zeiten der reinen

Wissensvermittlung in Unterrichtsstunden

vorbei. „Warum diese Veränderungen?“, die

Redaktion hat die Verantwortlichen befragt.

„Zunächst einmal sehen wir hier die Auswirkungen

der SINUS-Milieu-Studie (siehe Kasten),

die Gemeinde gibt es nicht mehr,“

erklärt Herbert Bittis. Und Regina Beissel

ergänzt: „Die Voraussetzungen der Kinder

und Familien sind daher sehr vielschichtig.

Viele haben aus den unterschiedlichsten

Gründen lange Jahre keinen Kontakt mehr

zu den Gemeinden gehabt. Kirchliche Riten

und Gebräuche, Gebete und biblische Geschichten

sind oft gar nicht mehr bekannt.“

Früher konnten die Katechentinnen auf einem

durchaus vorhandenen Wissen der

Kinder um Gebete und kirchliche Riten aufbauen.

„Heute müssen wir da vielfach bei

Null anfangen“, stellt die Gemeindereferentin

fest, „wir möchten den Lernort Familie

stärken. Viele Eltern fragen sich: Wie kann

ich selbst und mit meinen Kindern religiös

leben?“. So richtet sich die Erstkommunionvorbereitung

auch an die Eltern. Mit der

10

reinen Wissensvermittlung, so Pastor Bittis,

sei in dieser Generation ohnehin eine radikale

Wende erkennbar: Erstmals müssten

sich Eltern dem Phänomen stellen, dass ihre

Kinder mehr wissen als sie, dies werde am

Beispiel der modernen Medien deutlich.

„Und warum soll das beim Thema Gott

nicht so sein?“, fragt der Seelsorger. „Es

geht um neue Zugänge zu Gott“, erläutert

er und warnt vor der Katholischen Falle. Es

könne nicht darum gehen, Menschen zu

vereinnahmen, alle Bemühungen gleich zu

verzwecken. Ein absichtsloses Begegnen,

wie es Jesus vorgelebt habe, sei Ziel der

Begegnung mit Kindern und Jugendlichen.

Auch in der Verbindlichkeit der Teilnahme

an den Treffen setzt Bittis auf Vertrauen:

Glaube und Pflicht schließen sich aus, aber

wer die freie Entscheidung zur Firmung getroffen

habe, von dem erwarte er auch

Konsequenz. Dies lasse durchaus Bandbreite

zu: Auch unter den Anhängern Jesu habe

es Menschen gegeben, die dicht bei ihm

gewesen seien und solche, die ihm aus einiger

Entfernung nahe gewesen seien.

Und so geht es in den Treffen mit den Kindern

und den Jugendlichen darum, einen

Zugang zu Gott über das Erleben zu ermöglichen.

Bittis betont allerdings, dass es sich

dabei nicht um noch weitere Events handeln

soll, da seien Profi-Event-Manager der

Kirche ohnehin weit voraus. Ein „Er-leben“,

ein absichtloses Angebot an die Menschen,

könne zum Beispiel im Anzünden einer Kerze

mit den Erstkommunionkindern Gestalt

gewinnen, so Regina Beissel: „darin kann

ich Kinder spüren lassen, wie Gott ist“. Es

geht darum, die Lebenswirklichkeit der

Menschen zu emotionalisieren, Gefühle wie

Liebe, Trauer, Freude, Hass erlebbar zu

machen. Und so sei das Ziel, den Jugendlichen

„Geschmack am Glauben zu machen“,

so der Pastor.

Der Spielplan Firmung, in dem die Termine

der Vorbereitung als Angebote an die Jugendlichen

aufgeführt sind, zeigt dann auch

nicht zufällig das Kreuz von San Damiano,

das einen wichtigen Ort in der Berufungsgeschichte

des Heiligen Franziskus darstellt.


11

Auf dem Meditationstuch in der St. Michael

Kirche und dem Titelbild dieses Heftes ist es

abgebildet (und an anderer Stelle in diesem

Heft erläutert).

Gebete und Meditationen vor diesem Bild

sind wichtige Bausteine der elf Abendgebete,

die im Rahmen der Firmvorbereitung in

St. Michael stattfinden. „An jedem zweiten

Termin wird das gemeinsame Gebet ergänzt

durch ein gemeinsames, einfaches

Mahl“, erläutert Pastor Bittis und lädt auch

bisher schon in den Gemeinden Engagierte

ein: „Die Kerngemeinde hat den Jugendlichen

nichts voraus, sie kann aber die Jugendlichen

ein Stück des Weges begleiten“.

Einige junge Erwachsene aus beiden Gemeinden

machen sich in der Vorbereitung

der Firmung mit den Jugendlichen auf den

Weg.

Auch in der Erstkommunionvorbereitung

sind wieder Erwachsene aus beiden Gemeinden

als Katecheten engagiert. An den

Nachmittagen sind die Eltern der Kinder mit

dabei, in jeweils einer Einheit werden Eltern

und Kinder gemeinsam Glauben erleben

können, in einer weiteren Einheit spüren die

Eltern und Kinder getrennt ihrem Glauben

nach. Der Nachmittag wird mit einer kleinen

Gottesdienstfeier beendet.

In Projekten wie dem Krippenspiel für die

Feier am Heiligen Abend, der Teilnahme an

der Sternsingeraktion oder Erlebnissen in

der Karwoche liegen Höhepunkte der Vorbereitung

der Kinder auf die Kommunion.

In der Vorbereitung auf die Firmung stehen

ebenfalls Highlights auf dem Programm: An

zwei Klosterwochenenden bei den Benediktinern

im Kloster Gerleve oder drei Übernachtungen

im Gemeindehaus St. Michael

erfahren die Jugendlichen christliche Gemeinschaft.

In der Aktion „Friedenslicht aus

Bethlehem“ oder „Cities for Life“, einer Initiative

gegen die Todesstrafe, steht auch

globales christliches Engagement im Fokus.

Einladung an die Gemeindemitglieder:

Die Abendgebete in der Firmvorbereitung

mit anschließenden Abendessen, zu denen

alle Gemeindemitglieder herzlich eingeladen

sind, finden statt in diesem Jahr am 2.12.

und im nächsten Jahr am 6.1., 3.2. und 3.3.

(Jeder bringt zu den Mahlzeiten etwas zu

Essen mit)

Erstkommunion und Firmung

GLAUBENSBEKENNTNIS

Aus dem Gottesdienst der Firmbewerber

Ich glaube an einen Gott, der für mich wie

eine Schale ist, wenn er jederzeit offen für

meine Freude und mein Leid ist.

Ich glaube an einen Gott, der für mich wie

ein Brunnen ist, wenn ich bei ihm wie

Wasser Kraft schöpfen kann.

Ich glaube an einen Gott, der für mich wie

ein Wind ist, wenn er mich sanft berührt

und doch die Freiheit lässt.

Ich glaube an einen Gott, der für mich wie

Licht ist, wenn er mir den Weg in meiner

Dunkelheit zeigt.

Ich glaube an einen Gott, der für mich wie

eine große Hand ist, wenn er mich vor Gefahren

beschützt.

Ich glaube an einen Gott, der für mich wie

ein Spiegel ist, wenn ich selbst sehe, wie

ich handeln soll.

Ich glaube an einen Gott, der für mich wie

ein Mosaik ist, wenn ich ihn wie einzelne

Steine erkennen kann.

Ich glaube an einen Gott, der für mich unbeschreibbar

ist, auch wenn es noch so viele

Bilder gäbe, ihn zu beschreiben.

Christine, 25

Stichwort Sinus-Milieu-Studie:

Die Sinus-Milieu-Studie stammt aus der

Marktforschung. Sie erkennt Gruppen von

Menschen, die sich in ihrer Lebensauffassung

und Lebensweise ähneln. Die grundlegende

Wertorientierung geht dabei ebenso

in die Analyse ein wie Alltagseinstellungen

zur Arbeit, zur Familie, zur Freizeit, zu Geld

und Konsum. Auch die Einstellungen der

Menschen gegenüber der Kirche wurden

erforscht.

Die Ergebnisse dieser Studien fließen zur

Zeit auch in die Arbeit der kirchlichen Gremien

(z.B. Pfarrgemeinderäte) ein, um pastorale

Schwerpunkte für die Arbeit setzen

zu können.


Katholische Öffentliche Bücherei

Katholische öffentliche Bücherei in neuen Räumen

Am 26. September eröffnete die Bücherei in der Herz Jesu Gemeinde offiziell wieder

ihre Pforten: in neuen Räumen im Pfarrheim. Pfarradministrator Hubert Maus

betonte in seiner Ansprache in der Bücherei, ihm habe der Fortbestand der Einrichtung

sehr am Herzen gelegen. Er zeigte sich froh über die nun gefundene

Raumlösung, auch wenn in einigen Bereichen Kompromisse notwendig waren.

Die Nachricht traf die ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen

der katholischen Bücherei in der

Herz Jesu Gemeinde im Frühjahr dieses

Jahres wie ein Schock: Die Bücherei muss

weg, Platz machen für ein größeres Pfarrbüro.

Immerhin kann die viel genutzte Einrichtung

der Gemeinde auf eine jahrzehntelange

Tradition zurückblicken und viele der

Mitarbeiterinnen sind auch schon über Jahre

hier ehrenamtlich tätig.

Auch wenn die Notwendigkeit der Erweiterung

des Büros auf der Hand lag und dies

nur in den bisherigen Räumen der Bücherei

geschehen konnte, stand die Existenz dieser

für das Gemeindeleben wichtigen Einrichtung

auf der Kippe. Wohin, so fragten

sich nicht nur die Mitglieder des Büchereiteams,

konnten die Bücher und die anderen

Medien der Einrichtung umziehen? Schließlich

sind die Räume, die der Gemeinde zur

Verfügung stehen, nicht nur begrenzt, sondern

auch durch Gruppenaktivitäten und

Besprechungen besetzt.

Letztlich fand sich ein als geeignet eingestufter

Raum im Pfarrheim: einer der Gruppenräume

im Kellergeschoss schien von

seiner Größe und Erreichbarkeit als Büchereiraum

nutzbar. Allerdings bedurfte es eini-

Freuen sich über die neuen Räume der Bücherei: Pastor Hubert Maus und die ehrenamtlichen

Mitglieder des Büchereiteams

ger Gespräche mit den Gruppen, die diesen

Raum bisher nutzten. Unter der Zusage,

dass sich im neuen Büchereiraum wieder

ein Besprechungstisch einrichten ließ, der

auch für den Erstkommunionund Firmunterricht

sowie für Jugendgruppen genutzt

werden kann, waren alle Beteiligten zum

Kompromiss bereit. Und dann spielte auch

noch der Terminplan eine Rolle. Schließlich

mussten die Arbeiten am Pfarrbüro beginnen

und der Umzug der Bücherei sollte,

wenn eben möglich, in den Schulferien

stattfinden, damit anschließend eine Fortsetzung

der Ausleihe möglich war.

12

Nach dem Verstauen der Bücher in der

„alten Bücherei“ in Kisten wurden Schränke

aus dem bisherigen Gruppenraum im Pfarrheim

ausgebaut und in den übrigen Räumen

wieder montiert. Die Wände und die

Decke wurden neu gestrichen, Lampen

mussten eingebaut und schließlich alle Regale

wieder in neuer Zusammenstellung

aufgestellt werden.

Nebenher wurden alle Bücher– und Spielebestände

gesichtet und die gefragtesten

wieder eingeräumt. „Nicht alle Bücher und

Spiele konnten wir übernehmen, denn etwas

weniger Platz haben wir schon“, so

Barbara Neudecker vom Büchereiteam, aber

mit der neuen Lösung in den renovierten

Räumen können wir den vielen großen und

kleinen Nutzern weiterhin ein attraktives

Angebot machen“.

Am Sonntag, 26. September, eröffnete Pastoralverbundsleiter

Hubert Maus zusammen

mit dem Büchereiteam die neuen Räume.

Die kostenlose Ausleihe ist vor und nach

den Gottesdiensten möglich:

Sonntag:

10.30 bis 11.00 Uhr u. 11.45 bis 12.30 Uhr

und an jedem ersten Samstag im Monat

16.30 bis 17.00 Uhr u. 17.45 bis 18.30 Uhr


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Beauftragung der Gemeindereferentin / Bibel-Teilen

Gemeindeassistentin wird Gemeindereferentin

Im Hohen Dom zu Paderborn wurde Gemeindeassistentin Regina Beissel am 25.

September nach Abschluss ihrer Ausbildung feierlich als Gemeindereferentin beauftragt.

Zusammen mit drei Kollegen und zehn Kolleginnen wurde Frau Beissel

durch Weihbischof Manfred Grothe feierlich in ihr neues Amt eingeführt. Ihr

„Dienstort“ wird weiterhin der Pastoralverbund Brackwede/Quelle/Ummeln sein.

Am Ende der Studienzeit absolvierten die

Kandidatinnen und Kandidaten zwei Jahre

als Gemeindeassistenten in Pastoralverbünden

des Erzbistums. In dieser Zeit waren

sie bereits in die Gemeindearbeit eingebunden,

mussten sich jedoch auch noch Prüfungen

unterziehen.

Am 25. September war es dann so weit.

Zum Orgelspiel zogen die 14 Gemeindeassistentinnen

und Assistenten zusammen

mit Weihbischof Grothe und Msgr. Andreas

Kurte, dem Leiter der Abteilung Pastorales

Personal im Generalvikariat, sowie weitere

Zelebranten in den Hohen Dom zu Paderborn

ein.

Weihbischof Grothe beauftragte Regina

Beissel zum Dienst als Gemeindereferentin

im Pastoralverbund Herz Jesu / St. Michael

und verlieh ihr wie auch allen anderen die

kirchliche Lehrbefähigung "missio canonica".

Msgr. Kurte überreichte die Urkunden

über die Beauftragung.

Im Anschluss an den Gottesdienst fand im

benachbarten Konrad-Martin-Haus ein Empfang

statt, bei dem die ca. 30 aus Bielefeld

mitgereisten Gemeindemitglieder der neuen

Gemeindereferentin ihre Glück- und Segenswünsche

überbrachten.

Gemeindereferentin Regina Beissel im Kreis ihrer Kolleginnen

bei der Beauftragungsfeier im Paderborner Dom

Bibel teilen - wie geht das denn?

Bibel teilen geht ganz ohne Schere und bedeutet eigentlich Bibel "mit-teilen",

über eine Textstelle ins Gespräch kommen. Entstanden ist dieser Zugang zur Bibel

in Südafrika in Gemeinden, die überwiegend ohne Priester auskommen müssen

und ihr Gemeindeleben selbst gestalten.

Es geht also nicht um eine wissenschaftlichtheologisch

„korrekte“ Interpretation einer

Textstelle. Beim Bibelteilen haben alle Teilnehmer

den Text vorliegen und teilen Ihre

Gedanken mit. Dabei gehören stille Momente,

das „auf sich wirken lassen“, dazu.

Seit Oktober lädt Gemeindereferentin Regina

Beissel an jedem ersten Mittwoch im

Monat zum Bibel teilen ein, um so über

Glauben und Bibel ins Gespräch zu kommen:

zum Beispiel beim Evangelium der

Heilung der zehn Aussätzigen. Alle wurden

geheilt, aber nur einer kehrte um zu Jesus.

"Aber Jesus hat doch gesagt, geht und zeigt

euch den Priestern, was war denn dann am

Verhalten der anderen falsch?" war eine der

Anmerkungen. „Das war doch schon ganz

schön mutig, da auf Jesus zuzugehen“ war

ein anderer Beitrag. Und so entwickelte sich

im Verlauf eines Abends eine ganz andere

Betrachtung der Textstellen.

Immer wieder ist es faszinierend zu beobachten,

welche unterschiedlichen Aspekte

angesprochen werden, und das alles von

Laien.

Eine Teilnehmerin sagte: „Es ist so wunderbar,

mit Gleichgesinnten ganz frei und offen

über den Glauben sprechen zu können.

Wann kann man das heute noch?“

Für alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer ist

es selbstverständlich, dass alle Gesprächsinhalte

„im Raum bleiben“ und nicht weitergetragen

werden. Jede(r) kann sich so ermutigt

fühlen, auch eigene Erfahrungen

mitzuteilen.

Die letzte Veranstaltung dieses Jahres ist

am 1. Dezember um 19.30 Uhr im Gemeindehaus

St. Michael.

Im neuen Jahr wird die Reihe in St. Michael

am 2. Februar und 2. März fortgesetzt,

jeweils wieder um 19.30 Uhr .

Weitere Infos:

Regina Beissel

Tel.: 584827-12

oder im Netz


Kontakt:

Birgit Engelke

Tel.: 9 467 467

Mechtild Pogatzki-

Jaschewski

Tel.: 44 20 31

Aus den Gemeinden

10 Jahre „Spirit of Joy“ - Jubiläum des Gospelchors

Ein ständiger Begleiter der Gottesdienste in der katholischen Herz Jesu Kirche

und der evangelischen Bartholomäus Kirche ist er im Laufe der Jahre geworden:

der ökumenische Gospelchor der beiden Gemeinden in Brackwede. „Geist der

Freude“ heißt der Chorname übersetzt.

In diesem Jahr feiert der Chor sein zehnjähriges

Bestehen. Und was eignet sich besser,

um ein solches Chorjubiläum zu feiern, als

ein Chorkonzert?! "Ways of Life" - Wege

des Lebens - so lautete der Titel, unter dem

der Chor am 2. und 3. Oktober in beiden

Kirchen seine Jubiläumskonzerte gab. Und

die 27 Sängerinnen und Sänger unter der

Leitung von Kerstin Harms hatten für das

Die Sängerinnen und Sänger des Gospelchores vor ihrem Jubiläumskonzert am

3. Oktober auf den Stufen des Altars der Herz Jesu Kirche

2 Jahre Frauentreff „Alltagsinseln“

Wer kennt nicht die Situation nach einem ausgefüllten Tag etwas für sich selbst

tun zu wollen und keinen Anderen motivieren

zu können, so dass der Abend auf dem Sofa

endet? Das wollen wir ändern!

Wir, das sind Frauen im Alter von 30 bis 55, die

sich jeden dritten Donnerstag im Monat ab

20.00 Uhr treffen. Gemeinsam hatten wir bisher

viel Spaß: beim Walken mit anschließendem

Besuch eines Open-Air-Konzertes, beim

Bowlen, Spieleabenden, Kinobesuchen oder

einfach nur beim Klönen in gemütlicher Runde.

Kommt doch einfach mal vorbei!

Unser nächstes Treffen ist am 20. Januar 2011 um 20.00 Uhr

im Pfarrheim Herz Jesu.

14

Publikum eine Auswahl von Gospels und

Songs zusammengestellt, die einen Querschnitt

aus den 10 Jahren ihres Wirkens

zeigten. Unter der Überschrift "Ways of Life"

- Wege des Lebens - standen Lieder wie

"I´m on my Way", "Come and go" und

"Close to God´s Footprints". Aber auch die

"Evergreens" des Chores "Heaven is a Wonderful

Place" oder "Every Time I Feel the

Spirit" ließen das Publikum begeistert applaudieren.

Hubert Maus, Leiter des Pastoralverbundes,

beglückwünschte den Chor und seine Leiterin

zum zehnjährigen Jubiläum und überreichte

ein Geschenk der Gemeinde für die

Chorkasse.

Auf einer Stellwand hatte der Chor unter

der Überschrift "Stationen der Freude" einige

der zahlreichen Zeitungsberichte aus

zehn Jahren zusammengestellt.

Und die nächste Veranstaltung in der Gemeinde

ist auch schon geplant: am Sonntag,

12. Dezember, wird der Chor im Gottesdienst

für die musikalische Begleitung

sorgen.


15

Aus den Gemeinden

Mexiko-Jahr: Die ersten 8500 Euro sind gesammelt

Hunderte gegrillter Würstchen, Töpfe voll geschnippelten Salaten und viele Gläser

Marmelade: Diese und andere Aktionen und Einzelspenden haben es möglich gemacht.

Fast alle Projekte der Mexiko-Hilfe sind finanziert. Und die Zeit ist noch

nicht um, bis Ende 2010 sollen noch weitere Mittel zusammenkommen.

Knapp 8500 € Spendenstand konnte Georg

Rother, Vorsitzender des Entwicklungshilfe

e.V., auf Anfrage der Kolpingsfamilie Brackwede

jetzt vermelden. „Damit sind fast alle

Projekte bezahlt“, so Julia Klaus, Vorsitzende

der Kolpingsfamilie. Dennoch sind weitere

Spenden nötig, um alle Anfang des Jahres

für förderungswürdig erachteten Projekte

zu unterstützen. Mehr als 5000 € wären

nämlich noch erforderlich, um auch die beiden

letzten Projekte zu fördern:

Eine Kooperative der Kolpingsfamilie

Nuestra Señora de Guadalupe möchte einen

gebrauchten Pkw kaufen, um die Vermarktung

von Likör und Marmelade auszubauen.

Damit können die Absatzmärkte der

Initiative erweitert werden, um die wirtschaftliche

Situation der Menschen zu sichern.

Um die kontinuierliche Bildung für die Kolping-Präsides

der vier Regionen des Landes

fortzusetzen, wurde von den Antragstellern

um finanzielle Unterstützung für ein einwöchiges

Seminar in Mexiko-Stadt gebeten.

Wer die Aktionen unterstützen möchte,

kann direkt auf das Konto der Aktion einzahlen.

Spendenbescheinigungen werden

auf Wunsch zugesandt.

Engelwoche in St. Michael

Vom 27.09.2010 bis zum 03.10.2010 fand in der Gemeinde die „Engelwoche“

statt, in der auch zahlreiche Mitglieder der KJG mit von der Partie waren.

Bereits am Montag, den 27.09 stellten

KJG’ler das Thema „Was ist überhaupt ein

Engel?“ vor. Sie beschäftigten sich zusammen

mit Mitgliedern aus der Gemeinde mit

ganz verschiedenen Engelbildern

und nutzen dabei viele

verschiedene Methoden wie

Geschichten, Musik und Werbespots.

Auch im Verlaufe der Woche

haben Mitglieder der KJG die

„Engelangebote“ aktiv genutzt.

So testeten beispielsweise

am Donnerstag, den

28.10 einige junge Leute ihre

Gesangskünste während des

gemeinsamen Singens in der

Kirche und waren teilweise

doch überrascht, wie engelsgleich

ihre Stimmen klingen können. Aber

es wurde auch über die „Engel der Trauer“

gesprochen d.h. über die Kehrseite des Lebens

wie den Verlust eines Menschen oder

über schwere Krankheiten.

Die Vorbereitungen in der Woche fanden

ihren Höhepunkt schließlich in dem Gemein-

Der Altarraum mit dem Engel

defest am Sonntag. Hier bot die KJG wie

jedes Jahr einige Angebote für jüngere Besucher

an. Im Clubraum wurde kräftig

„Singstar“ gesungen. Da das Wetter zum

Glück auch mitspielte, wurden

draußen auf der Wiese Crêpes

gebacken und man konnte

seine Wurfkünste an einer

selbstgebauten Negerkusswurfmaschine

testen.

Bis in die späten Abendstunden

wurde zusammen gelacht,

gesungen und auch das ein

oder andere Engelbier getrunken.

Die Stimmung war also

klasse.

Die Wirkung des Gemeindefestes

und der Engelwoche

zeigte sich aber nicht nur während

dieser Zeit. Auch im Nachhinein berichteten

einige junge Leute von Begegnungen

mit Menschen, die für sie wie Engelsbegegnungen

waren. Die Vorbereitungen und

das anschließende Gemeindefest haben also

Spuren hinterlassen………

Daniel Giersch

Fragen zum Mexiko-

Jahr beantworten

gerne:

Julia Klaus und

Patricia Knoke

Spendenkonto:

Entwicklungshilfe

e.V.,

Bank für Kirche

und Caritas,

Bankleitzahl:

472 603 07

Kontonummer:

18 901 801


Aus den Gemeinden

Kaffee und reiche Erinnerungen

Auf Einladung der Caritaskonferenz Herz Jesu treffen sich zwei Mal jährlich im

Pfarrheim die über 80 Jährigen, die im vorangegangenen Halbjahr Geburtstag

feiern konnten. Am 27. April waren es wieder 40 Senioren, die bei einer guten

Tasse Kaffee und leckerem Kuchen alte Bekannte wieder trafen.

Kaffee, Kuchen, Musik und gute Gespräche: Treffen der „80+“ bei der Caritas

Auch wenn sich Manche über Jahre nicht

gesehen hatten, entwickelten sich schnell in

diesem gemütlichen Rahmen interessante

Gespräche. Erlebnisse aus früheren Jahren

wurden wieder lebendig, viele natürlich davon

aus dem Gemeindeleben in Herz Jesu.

Caritaskonferenz St. Michael

Am 12. Mai 2010 war in der Caritaskonferenz

Gemeindereferentin Regina Beissel zu

Gast. Sie berichtete über ihre Arbeit mit

jugendlichen Sexualstraftätern in der Caritas-Beratungsstelle

„Praevent“ in Bielefeld:

Der Vortrag gab einen ersten Einblick in die

Handlungsmechanismen sexuell aggressiver

Menschen sowie in die therapeutische Arbeit

mit jugendlichen Sexualstraftätern,

denn Opfer können erst dann nachhaltig

geschützt werden, wenn man um die Täterstrategien

weiß.

Am 18. November 2010 feiert die Caritaskonferenz

das Elisabethfest. Nach der Feier

der Heiligen Messe und gemeinsamem Kaffeetrinken

wird das Elisabethkreuz an Brigitte

Vogel, Brigitte Recker und Georg Schönwälder

verliehen für mehr als 20jährige ehrenamtliche

karitative Tätigkeit in der Caritas-Konferenz

St. Michael. (Dr. Ulrike Junge)

16

Es ging sehr persönlich zu und wer wollte,

erzählte etwas aus seinem Leben. Dieser

Schatz der Erinnerungen war immer interessant,

manchmal auch ein wenig traurig

aber auch oft recht lustig. War erst mal eine

Begebenheit angesprochen, trugen die Umsitzenden

oft weitere Details und Anekdoten

dazu bei.

Dank der liebenswerten Unterstützung

durch Herrn Kerker, der mit seinem riesigen

Repertoire alle Musikwünsche erfüllen konnte,

war es ein schöner, viel zu kurzer Nachmittag.

Dabei wurde viel gesungen und

gelacht; so war es gedacht.

Aufgrund des großen Interesses der Senioren

ist die Veranstaltung inzwischen eine

regelmäßige Einrichtung. So wird das

nächste Treffen schon wieder Geschichte

sein, wenn diese Ausgabe „Auf (s)ein Wort“

in der Gemeinde verteilt ist: am 9. November

sind wieder viele „Geburtstagskinder

80+“ Gäste der Caritaskonferenz Herz Jesu.

Die jährlich etwa 200 Besuche zum 75. und

80. (und danach zu jedem) Geburtstag behalten

die fleißigen Damen der Caritas-

Konferenz Brackwede natürlich bei.

Caritaskonferenzen

St. Michael und Herz Jesu

Wollen auch Sie sich in unseren

Gruppen engagieren?

Wir brauchen Sie!

Benötigen Sie Unterstützung?

Wir helfen!

Bitte melden Sie sich:

Caritas St. Michael:

Pfarrbüro

Tel. 584827-0

Caritas Herz Jesu:

Ingrid Klaus

Tel. 430226

oder 45669


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Aus den Gemeinden

Das neue Angebot für die Kinder in der Herz Jesu

Gemeinde: Die Kolpingjugend für die Kids

In diesem Jahr gibt´s nicht nur ein neues

Konzept für die Vorbereitung auf die Erstkommunion,

sondern auch ein neues Angebot

mit Spiel und Spaß für alle Kinder!

Auch die Kolpingjugend setzt auf das gemeinsame

Erleben, miteinander Spielen und

Spaß haben bei großen Aktionen. So soll ab

Januar 2011 statt des wöchentlichen Freitagnachmittagstreffs

ein Mal im Monat eine

große Aktion für die kleinen und großen

Kinder in der Gemeinde stattfinden.

Ganz herzlich eingeladen sind alle Erstkommunionkinder

mit ihren Geschwistern und

natürlich auch alle anderen Kinder im Alter

zwischen 6 und 13 Jahren.

Noch laufen die Planungen für diese Aktionen

in der Kolpingjugend.

Am Wochenende 8. und 9. Januar startet

wieder die Sternsinger-Aktion. Die als Weise

aus dem Morgenland verkleideten Kinder

und Jugendlichen bringen den Häusern den

Segen Gottes. Die Buchstaben C, M und B

sind nämlich nicht nur die Anfangsbuchstaben

der drei Namen Caspar, Melchior und

Balthasar, sie stehen auch für den Spruch

„Christus segne dieses Haus“ (Christus

Mansionem Benedicat), den die Sternsinger

„Messdiener? Das sind doch die Kinder, die

dem Pastor in der Messe immer helfen.“

Ja, das stimmt, doch das ist nicht alles, was

Messdiener zusammen erleben.

Messdiener sind eine Gemeinschaft innerhalb

unserer Gemeinde, die für Spaß und

gute Laune steht, und das von Anfang an!

Die Übungen helfen den jüngsten Ministranten

nicht nur die Aufgaben in der Messe zu

erlernen, sondern sorgen auch für eine

Menge Spaß. So sind Unterbrechungen

durch lustige und peinliche Anekdoten der

Leiter aus ihrer Messdienerzeit nicht selten.

Außerhalb dieser Übungsstunden finden

viele Aktionen für die kleinen und großen

Ministranten statt.

So haben die Messdiener des Pastoralverbunds

in diesem Jahr ein gemeinsames Wochenende

verbracht. „Mann über Bord", so

Die Termine für die anstehenden Kindernachmittage

einschließlich des Programms

werden jeweils in den Pfarrnachrichten

bekannt gegeben, die auch im Internet der

Gemeinde eingesehen werden können.

Wer über die „Kindernachmittagsaktionen“

zusätzlich noch regelmäßig per E-Mail

informiert werden möchte, sendet bitte eine

E-Mail an

kolpingjugend-brackwede@web.de

Ansprechpartner sind

Christian Atzler und

Alexandra Blattner

Die Kolpingjugend freut

sich auf zahlreiche Nachmittage

mit Euch!

Sternsinger-Aktion für die Mexikohilfe in Herz Jesu

an die Türen der besuchten Häuser schreiben.

Der Erlös der diesjährigen Aktion in

der Herz Jesu Gemeinde fließt in die Sammlung

der Jahresaktion „Mexiko Hilfe“ und

wird hier für Projekte genutzt, die Kindern

zugute kommen.

Wenn Sie wünschen, dass unsere Sternsinger

zu Ihnen kommen, tragen Sie sich bitte

in die Listen ein, die in der Kirche ausliegen

werden oder melden sich im Pfarrbüro.

Messdienerwochenende im Pastoralverbund

lautete das Motto der Veranstaltung.

Am Freitag Abend trafen sich mehr als 60

Ministranten in der Kirche St. Michael in

Ummeln zur gemeinsamen Andacht. Bei

einem anschließenden großen Grillabend im

Hof der Kirche hatten die Messdiener im

Pastoralverbund die Chance, sich gegenseitig

besser kennen zu lernen.

Am Samstag Morgen stand dann gemeinsames

Vergnügen im Vordergrund und alle

verbrachten einen Tag zwischen Achterbahnen

und Karussells im Heidepark Soltau.

Abschließend feierten die Messdiener gemeinsamen

einen festlichen Gottesdienst

am Sonntag in der Herz-Jesu Kirche.

Wenn du auch Lust bekommen hast Messdiener

zu werden, komm doch nach dem

Gottesdienst einfach in die Sakristei.


Wappen des Bischofs

von Bacabal

Aus den Gemeinden

Neuigkeiten aus der Partnerstadt Esperantinopolis

Der Bischof von Bacabal, Dom Armando Martin Gutierrez, bedankt sich für unsere

Unterstützung und informiert uns über die neuesten Entwicklungen aus Brasilien.

„Liebe wohltätige Freunde aus St. Michael, Gesundheit und Friede des guten Gottes!“

So beginnt der Brief des Bischofs, der die Unterstützer jetzt erreichte.

„Ich sende euch einige Neuigkeiten der Kirchengemeinde

aus Esperantinópolis, um

Euch über den Weg dieser Gemeinde, die

Ihr mit missionarischem Geist unterstützt,

auf dem Laufenden zu halten.

Im Allgemeinen sind wir jetzt in einer Periode,

in der sich die pastoralen Aktivitäten

normalisieren, da in unserem äquatorialen

Klima nach 6 Monaten Regenzeit nun die

Trockenzeit beginnt. Dies bedeutet die

Möglichkeit die Kommunikation wiederherzustellen,

sich fortzubewegen und in den

Dörfern im Umland anzukommen, um dort

die Arbeit der Evangelisierung und humanitären

Hilfe fortzusetzen, was aufgrund der

starken Regenfälle in vielen Fällen ausgesetzt

werden musste.

So haben die missionarischen Tätigkeiten

bereits begonnen, um allmählich in den 60,

auf 1.000 km 2 verteilten und der Kirchengemeinde

zugehörigen Gemeinden, von denen

einige schwer erreichbar sind, anzukommen.

Neu dabei ist die Mitarbeit vieler Jugendlicher,

die den Wert der missionarischen

Arbeit des christlichen Glaubens entdecken

und sich nach einer intensiven Vorbereitung

der Herausforderung stellen und

das Evangelium zu den Entferntesten bringen.

Aus verschiedenen Gemeinden haben sich

mehrere Jugendgruppen gemeinsam organisiert,

um die II. Jugendwallfahrt der Kirchengemeinde

zu planen.

So wurde zum Beispiel in diesem Jahr ein

Projekt der hydroponischen Gartenarbeit in

einem abgelegenen Dorf namens Maõcheinha

für mehr als 50 Familien für den Anbau

von Gemüse basierend auf einem System

mit geringen Kosten durch die Wiederverwendung

von Plastikflaschen initiiert.

In Zusammenarbeit mit der Kinderpastoral

der Diözese wurde ein weiteres Projekt für

einen Gemeindegarten in einem Vorstadtviertel

initiiert, in dem ein Teil der Nahrung

für die Kinder zur Vorbeugung der Unterernährung

durch die Kirchengemeinde angebaut

wird. Die Kinderpastoral hat sich als

18

Ziel gesetzt, durch die Aufklärung der Mütter

über die medizinischen Versorgung und

korrekte Ernährung auf Basis der lokalen

Produkte, die in der gesamten Gemeinde

für die gut 500 Kinder verfügbar sind, die

Kindersterblichkeit und Unterernährung zu

vermeiden. Wir komplettieren die Führungsgruppe,

die die Mütter weiterbildet und die

Kinder begleitet.

Gerne würden wir weitere Initiativen dieser

Art umsetzen, aber leider verfügen wir nur

über geringe Mittel. Der Umbau des Gemeindehauses,

der im vergangenen Jahr

begonnen wurde um den zur Unterstützung

von Pe. Carlinho gesandten Pe. Nilson würdevoll

zu empfangen, konnte abgeschlossen

werden und bietet nun ein funktionales und

warmes Heim.

Die Anwesenheit dieses weiteren jungen

Priesters, der die Leute besucht und anhört

sowie die Gemeinden begleitet, führte zu

einer stärker Beteiligung. So werden durch

lokale Initiativen die Kirchen in den größten

Gemeinden ohne Druck und nur Schritt für

Schritt, da nur wenige Mittel verfügbar sind,

erweitert. Diese sind São Raimundo (7.000

Einwohner) und São Roberto (5.000 Einwohner).

Der Zustand der Kirchen ist für die

Gemeindemitglieder von hoher Bedeutung,

da sie der Ort des Gottesdienstes und der

Katechese sind und immer als Referenz für

Treffen humanitärer Bildung, Bürgerrechtler

sowie dem Gemeindeleben dienen.

Dies ist ein Teil des Weges der Gemeinde

Nossa Sra. do Rosário de Fátima, die dank

Eurer Unterstützung weiterhin ihre Mission

fortsetzen und das Evangelium und das Leben

Christi zu unseren so geduldigen Leuten

tragen kann.

Ihr könnt sicher sein, dass wir für Euch beten

und den guten Gott bitten, dass er jeden

einzelnen von Euch und Eure Familien

segne.

Mit Wertschätzung und Dankbarkeit.

Armando Martin Gutierrez“

(Übersetzung von Timo Plattner)


19

Der zweite Teil der Frage, die der Buchtitel

aufwirft - „und was machen wir, wenn es

ihn gibt?“ -, lässt aber sofort klar werden,

dass es hier nicht um eine die eigenen Möglichkeiten

überschätzende theoretische Spekulation

aus reiner Wissbegier geht. Peter

Schallenberg, Professor für Moraltheologie

in Paderborn, möchte mit seinem Buch vielmehr

aufzeigen, dass es dem Menschen

einfach nicht egal sein kann, ob es Gott gibt

bzw. wer dieser Gott ist, da das von größter

lebenspraktischer Bedeutung ist.

Um möglichen Missverständnissen zu begegnen,

weist der Autor zunächst aber

gleich darauf hin, dass es bei dieser Frage

nicht darauf ankommt, ob Gott für unser

Leben nützlich sei oder ob der Glaube an

Gott den Menschen glücklich mache; das

Leben wird zugegebenermaßen auch keineswegs

bequemer oder sorgloser, wenn

man an Gott glaubt. Und natürlich bestreitet

Schallenberg auch keineswegs, dass ein

moralisches Leben prinzipiell ebenso ohne

den Glauben an Gott möglich ist, aber er

stellt die berechtigte Frage auf, ob ein Leben,

das sich an „vorletzten“ Werten ohne

ein letztes Ziel orientiert, sinnvoll erscheint

– denn was bedeutet dann überhaupt „gut“

und weshalb sollen wir es sein?

Wer sich diesen Fragen jenseits von bloßen

Nützlichkeitserwägungen stellt, der wird

nach Ansicht des Autors darauf stoßen,

dass der Mensch selber in einem ganz fundamentalen

Sinn „besser“ wird, wenn er im

Glauben an Gott lebt – weil er dann nämlich

sich selbst (und ebenso seine Mitmenschen)

als Abbild Gottes begreift und für sein Leben

ein sinnvolles und selbst den Tod überdauerndes

Ziel findet: die Gemeinschaft mit

Gott.

Am Gerüst des Apostolischen Glaubensbekenntnisses

wird in den folgenden Kapiteln

zum einen aufgezeigt, „wer“ der christliche

Gott ist, d.h. wie er sich den Menschen in

der Heiligen Schrift und natürlich vor allem

in Jesus Christus geoffenbart hat. Zum anderen

werden dabei aber auch die wichtigsten

Fragen der menschlichen Existenz ange-

Buchtipp

Wer ist Gott und was machen wir, wenn es ihn gibt?

Der Buchtipp: Ein Buch, das bereits im Titel eine so grundlegende Frage zu stellen

wagt wie „Wer ist Gott?“, muss in der modernen Gesellschaft, die gerade in religiösen

Fragen größte Zurückhaltung gewöhnt ist, eigentlich auf provozierende Weise

unbescheiden klingen.

sprochen und erläutert, wird untersucht,

was der christliche Glaube für das Leben

des Menschen bedeutet. Wie etwa der

Glaube an den allmächtigen Vater, den

Schöpfer des Himmels und der Erde, die

Begriffe Freiheit, Güte, Macht und Liebe in

einen Zusammenhang stellt, der Sinn und

Richtung des Lebens angibt. Und wenn Gott

selbst in Jesus Christus Mensch geworden

ist, dann muss jeder Mensch in seiner Würde

geachtet werden; dann muss aber auch

das eigene Leben ausgerichtet werden am

Vorbild von Jesu Leben, gerade auch in den

scheinbar unbedeutenden Situationen und

Entscheidungen des Alltags.

Um den Menschen nicht durch einen unerreichbaren

Maßstab zu überfordern, muss

zugleich jedoch festgehalten werden, dass

für den Glaubenden ein Leben in Hingabe

nicht nur gefordert ist, sondern ihm vor

allem auch ermöglicht wird - durch die Gewissheit,

von Gott gewollt und geliebt zu

sein, trotz aller Schwächen und Unzulänglichkeiten,

trotz allen Versagens und trotz

aller Schuld. Das Christentum ist deshalb

auch keine Morallehre, sondern zuallererst

Gotteserfahrung, und die vom Christen angestrebte

Heiligkeit bedeutet nicht eine moralische

Perfektion, sondern „eine von Gott

gewirkte und vom Menschen zugelassene

Ergriffenheit und ein dann allmählich beginnendes

Wachstum in der Liebe“ (S. 125).

So gibt das Buch nicht nur kluge Unterweisung

in grundlegenden Fragen, es ist vor

allem auch eine hilfreiche Ermutigung zum

christlichen Glauben, der man viele Leserinnen

und Leser wünscht. (Sankt Michaelsbund)

Peter Schallenberg: Wer ist Gott und was

machen wir, wenn es ihn gibt? Augsburg:

Sankt Ulrich Verlag, 2010. – 141 S.; 17,90 €

Vorgeschlagen als „Religiöses Buch des Monats“ im

September 2010. Der Borromäusverein (Bonn) und der

Sankt Michaelsbund (München) benennen monatlich

eine religiöse Literaturempfehlung, die inhaltlichliterarisch

orientiert ist und auf den wachsenden Sinnhunger

unserer Zeit antwortet.

Quelle: Pfarrbriefservice


Gottesdienste

Regelmäßige Gottesdienste im Pastoralverbund

Herz Jesu St. Michael

samstags 17.00 Uhr Vorabendmesse zum Sonntag 18.30 Uhr Vorabendmesse zum Sonntag

sonntags 11.00 Uhr Hl. Messe,

an jedem 2. So. im Monat mit

Gemeindestammtisch,

an jedem letzten Sonntag im

Monat mit Kinderkirche

dienstags 15.00 Uhr 1. Dienstag im Monat:

Gottesdienst im Altenheim

Rosenhöhe

mittwochs 9.00 Uhr 2. Mittwoch im Monat:

Hl. Messe der

Frauengemeinschaft

15.00 Uhr 2. Mittwoch im Monat:

Hl. Messe im Joh.-Heermann-

Haus

10.30 Uhr 4. Mittwoch im Monat:

Hl. Messe mit kleinen Kindern

donnerstags 15.00 Uhr Seniorenmesse

(gerade Kalenderwoche)

15.30 Uhr Hl. Messe im Pflegeheim Quelle

(ungerade Kalenderwoche)

freitags 9.00 Uhr Hl. Messe, am ersten Freitag

im Monat mit eucharistischer

Anbetung, anschließend Krankenbesuche

in den Gemeinden

Beichtgelegenheit

9.30 Uhr Hl. Messe, an jedem 1. So. im

Monat Familiengottesdienst,

anschl. Frühschoppen;

an jedem 3. So. im Monat

Kinderkirche

8.30 Uhr Hl. Messe

9.15 Uhr jeden 1. Mittwoch im Monat Hl.

Messe mit den Frauen und kleinen

Kindern; anschl. Frühstück

15.00 Uhr Seniorenmesse

(3. Mi., nur im Winterhalbjahr)

8.30 Uhr

14.30 Uhr

Hl. Messe

Rosenkranzgebet

19.00 Uhr Hl. Messe

samstags 16.15 Uhr nach Vereinbarung

Bußgottesdienste

Hl. Abend

24.12.2010

1. Feiertag

25. 12.2010

2. Feiertag

26.12.2010

Silvester

31.12.2010

Neujahr

1.1.2011

1. Advent

28. November: 18.30 Uhr

Weihnachtsgottesdienste

16.00 Uhr Krippenfeier

(Wortgottesdienst)

4. Advent

19. Dezember 18.30 Uhr

16.00 Uhr Krippenfeier

(Wortgottesdienst)

18.00 Uhr Christmette 22.00 Uhr Christmette

11.00 Uhr Gottesdienst 9.30 Uhr Gottesdienst

11.00 Uhr Gottesdienst 9.30 Uhr Gottesdienst

17.00 Uhr Vorabendmesse 18.30 Uhr Vorabendmesse

11.00 Uhr Gottesdienst 9.30 Uhr Gottesdienst mit

anschl. Sektempfang

Am Neujahrstag (Samstag, 1. Januar) finden keine Vorabendmessen statt.

20


21

Anschriften und Telefonnummern

Pfarrei Herz Jesu

Mackebenstr. 17

33647 Bielefeld

� 0521 584827-0, Fax 584827-99

E-Mail:

pfarrbuero-herz-jesu@gmx.de

www.pv-herzjesu-stmichael.de

Bürozeiten:

Di., Mi. 9.00 - 11.00 Uhr

Do. 15.00 - 17.00 Uhr

Pfarrsekretärin

Birgit Nümann

Küster

Hans-Jürgen Neudecker

� 0521 584827-14

Kath. öffentliche Bücherei

Öffnungszeiten:

So. 10.30 - 11.00 Uhr

11.45 - 12.30 Uhr

Sa. 16.30 - 17.00 Uhr

17.45 - 18.30 Uhr

(1. Samstag im Monat)

Kath. Kindertagesstätte

Leiterin: Ingrid Klaus

Papenkamp 19, 33647 Bielefeld

� 0521 430226

Seelsorger im Pastoralverbund

Pastor Hubert Maus, Mackebenstr. 17 � 0521 584827-0

Wir sind für Sie da

Pfarrvikarie St. Michael

Am Depenbrocks Hof 39

33649 Bielefeld

� 0521 441175, Fax 441145

E-Mail:

st_michael_ummeln@yahoo.de

www.pv-herzjesu-stmichael.de

Bürozeiten:

Di. 9.00 - 10.30 Uhr

Fr. 9.00 - 10.30 Uhr

Ihre Ansprechpartnerin

Andrea Lindhorst

Küsterin/Küster

Elisabeth Ottensmann

Georg Neumann

Pfarrnachrichten per Mail

Möchten Sie die monatlichen Mitteilungsblätter

von Herz Jesu oder St. Michael per

E-Mail erhalten?

Senden Sie eine kurze Mitteilung an das

Pfarrbüro (pfarrbuero-herz-jesu@gmx.de).

Wir nehmen Sie in den Verteiler auf und

Sie erhalten die Pfarrnachrichten sofort

nach ihrem Erscheinen als PDF-Dokument

zugeschickt.

Pastor Herbert Bittis, Am Depenbrocks Hof 39 � 0521 41769792

Pfarrvikar Joachim Köhler � 05205/70586 (PV Senne)

Gemeindereferentin Regina Beissel � 0521 417 698 82

Gemeindereferentin Daniela Bartsch � 94417550 (PV Senne)

Subsidiar Msgr. Wilhelm Schulte (JVA-Seelsorger) � 0521 4896353

Subsidiar Pfarrer i. R. Wolfgang Schmidt � 0521 5237266

Pfarrer i. R. Karl Heinz Kaiser � 0521 433719

Sie möchten unsere Projekte unterstützen?

Kath. Kirchengemeinde Herz Jesu

Renovierung und Orgel: Kt. 31 120 400 BLZ 4726030 Bank f. Kirche u. Caritas Paderborn

Caritaskonferenz: Kt. 350 564 720 BLZ 480 501 61 Sparkasse Bielefeld

Förderverein Kindergarten: Kt. 50 009 661 BLZ 480 501 61 Sparkasse Bielefeld

Kath. Kirchengemeinde St. Michael, Ummeln

Renovierung: Kt. 12 470 514 BLZ 480 501 61 Sparkasse Bielefeld

Esperantinopolis: Kt. 12 455 184 BLZ 480 501 61 Sparkasse Bielefeld

Caritaskonferenz: Kt. 12 473 203 BLZ 480 501 61 Sparkasse Bielefeld

Förderkreis: Kt. 802 136 701 BLZ 480 600 36 Volksbank Brackwede


Ein echtes

KREUZ-

Worträtsel

Senkrecht

1: hier steht die Herz-Jesu-Kirche

2: hier kann man gegen Bezahlung

seine eigene Wäsche waschen

3: in (französisch)

4: Senderdatenanzeige im

(Auto)Radio

5: weibliche Märchenfiguren

6: eine Farbe

7: Abkürzung für Sportclub

8: Kurzname für Ursula

9: Weihnachten (französisch)

10: beliebtes Weihnachtsessen

11. Vierter Buchstabe im Alphabet

12: römisches Zahlzeichen für 1000

13: Glaube, Bekenntnis

14: Steigerung von „dumm“ (oder

See nördlich von Bielefeld)

15: Ast

16: amerikanischer weiblicher

Vorname (… West)

Die SeiteN f�r die Kids

Guten Rutsch!

Warum wünscht man sich eigentlich einen

"guten Rutsch" zum neuen Jahr?

Und wie soll das eigentlich gehen??

Heißt das etwa, man nimmt kurz vor

12 Uhr vollen Anlauf und schliddert dann

auf spiegelglatter Fläche drei Meter weit

ins neue Jahr??? Das gibt doch bloß

blaue Flecken, und wem wünscht man

denn gerne blaue Flecken zum neuen

Jahr? Nein, also eigentlich kommt der

Satz aus dem Jüdischen und lautet "a

god rosch" . Rosch bedeutet so viel wie

Anfang. Also wünscht man sich einen

guten Anfang fürs neue Jahr (und keinesfalls

blaue Flecken). Aus dem Begriff

"Rosch" wurde im laufe des Gebrauches

und der Zeit "Rutsch" gemacht. Daher

also einen guten Rutsch. © Pfarrbriefservice

Als Lösungsworte suchen wir die beiden Tiere, die in der Krippe gewesen sein sollen.

Das erste Tier findet ihr (von oben nach unten gelesen) in diesen Feldern:

Die Geburt Jesu: findest Du die Worte?

So zog auch _____ von der Stadt _______ in

_______ hinauf nach Judäa in die Stadt

Davids, die ________ heißt; denn er war aus

dem Haus und Geschlecht ______. Er wollte

sich eintragen lassen mit _____, seiner

Verlobten, die ein ____ erwartete

Davids

Nazaret

Galiläa

Josef

Das andere Tier steht (von

unten nach oben gelesen)

in diesen Feldern:

Waagerecht

17: Fragewort für den Nominativ

18: Musikgruppe (engl.)

19: Autokennzeichen von Remscheid

20: mit … und Krach

21: darauf warten alle zu Weihnachten

22: schwarz (englisch)

23: Vorgang des Herunterladens von Daten

aus dem Internet: „Down ….“

24: Hundelaut

25: sein Wahlrecht ausüben

26: hier steht die St. Michael Kirche

27: demnach, somit

28: Autokennzeichen von Dortmund

29: Autor „Die unendliche Geschichte“

(Michael …)

30: Ultraleichtflugzeug (Abkürzung)

31: Zahlwort

32: sehr kleine Gewichtseinheit (Abkürzung)

33: Kosename für Emilie

34: Internationale Organisation für

Atomenergie (Abkürzung)

35: mit Freude, bereitwillig etwas tun

Kind

Maria

Betlehem

22

Hilfe-Tipp: Neues Testament, Lukas, Kapitel 2, Vers 4 und 5

Weißt Du es?

Wenn man von den vier

brennenden Kerzen am Adventskranz

eine ausbläst,

wie viele bleiben schließlich

übrig? (Lösung unten)

Hättest du es gewusst?

Von der Bedeutung des

Weihnachtsfestes

Woher stammt der Brauch,

das Weihnachtsfest am

25.12. zu feiern?

a) Jerusalem

b) Bethlehem

c) Rom

d) Paderborn

(Lösung rechte Seite unten)

Der Vater liest am Bett

Märchen vor, damit der

Sohn einschläft. Eine halbe

Stunde später öffnet die

Mutter leise die Tür und

fragt: "Ist er endlich eingeschlafen?"

Antwortet der

Sohn: "Ja, endlich."

Tochter: "Mutti, Mutti, ich

kriege keine Pickel mehr!"

Mutter: "Das ist ja gut, wie

hast Du denn das hingekriegt?"

Tochter: "...kein

Platz mehr!"

Lösung: Eine! Denn die anderen 3 brennen ab


23

In der Weihnachtsbäckerei ...

Weihnachtsplätzchen

(zum Ausstechen)

200 g Butter

300 g Mehl

100 g Zucker

1 Teelöffel Backpulver

1 Tütchen Vanillinzucker

2 Eigelb

Das Eigelb mit Butter, Zucker und

Vanillinzucker cremig schlagen. Mehl

und Backpulver vermischen und unter

die Masse rühren, dann kneten,

bis ein glatter Teig entsteht. Für 30

Min. in den Kühlschrank stellen (in

Frischhaltefolie eingewickelt).

Den Teig ca. ½ cm dick ausrollen.

Mit Backformen ausstechen, auf ein

mit belegtes Blech (Backpapier) legen

und bei 180° ca. ¼ Std. goldbraun

backen.

Nach dem Erkalten mit Zuckerguss

oder Schokolade überziehen.

Der Adventskranz

Vier Kerzen sind es insgesamt, die den Adventskranz

schmücken. Als der Adventskranz

von dem evangelischen Pfarrer Johann Hinrich

Wichern erfunden wurde, hatte er noch viel

mehr Kerzen, nämlich 24. Doch der Reihe

nach: Pfarrer Wichern gründete 1833, also vor

175 Jahren, in Hamburg ein Haus für obdachlose

Kinder und Jugendliche. Um mit ihnen die

Adventszeit zu feiern, entstand um 1850 der

Adventskranz mit kleinen Kerzen für die Wochentage

und vier großen für die Sonntage.

Jeden Tag wurde eine Kerze mehr angezündet

bis es dann an Heilig Abend ganz hell war. Die

Idee vom Adventskranz verbreitete sich

schnell, so dass es ihn bald in vielen Familien

gab. Allerdings brauchte man für 24 Kerzen

einen sehr großen Kranz. Deshalb war es praktischer,

auf einem kleinen Kranz nur noch für

jeden Adventssonntag eine Kerze anzuzünden.

© Andrea Wilke, Bistum Erfurt/ Pfarrbriefservice

Lösung Weihnachtsrätsel

Das Weihnachtsfest am 25. Dezember ist in Rom entstanden. Dort

wurde der Tag der Wintersonnenwende mit einem Fest des „sol

invictus“, des unbesiegten Sonnengottes, begangen. Um das christliche

Fest gegen das heidnische Fest abzugrenzen, hatte die Kirche

dem heidnischen Sonnengott Jesus Christus als die wahre Sonne,

als das wahre Licht der Welt entgegengesetzt. Der Geburtstag Jesu

am Tag der Wintersonnenwende hatte auf jeden Fall eine starke

symbolische Aussagekraft, die die Verbreitung des Weihnachtsfestes

beschleunigte. Die Geburt Jesu symbolisierte für die Menschen,

dass Gott mit diesem Kind das Leben neu entstehen ließ, ein Licht

im Dunkeln entzündete. © Bistum Aachen / Pfarrbriefservice

Marzipan-Kartoffeln

150 g Puderzucker

200 g Marzipan - Rohmasse

2 Esslöffel Kakaopulver

1 Esslöffel Kirschwasser

Marzipan-Rohmasse mit Puderzucker

und Kirschwasser verkneten. Kakaopulver

in eine Schüssel geben. Aus

der Marzipanmasse kleine Kugeln

formen und in dem Kakao wälzen.

Die SeiteN f�r die Kids

Einfaches Spritzgebäck

(für etwa 2 Bleche)

200 g Butter oder Margarine

300 g Mehl

100 g Puderzucker

1 Tütchen Vanillezucker

1 Ei

½ Zitrone (ungespritzt)

Weiche Butter oder Margarine mit

dem Mixer schaumig rühren. Puder-

und Vanillezucker, dann Abgeriebenes

von der halben Zitrone und das

Ei hinzufügen, auf höchster Stufe

durchrühren. Mehl hinzufügen und

mit dem Mixer auf niedrigster Stufe

gut verrühren. Teig ca. 1 Stunde

kühl stellen. Danach in einen Spritzbeutel

oder Gebäckpresse füllen und

auf dem Backblech Kekse formen.

Bei 160° Umluft oder 170-180° Ober/Unterhitze

goldbraun backen.

Krippenfiguren aus Peru: Finde die 8 Unterschiede

Lösung ab 1. Advent auf der Internet-Seite www.pv-herzjesu-stmichael.de © Pfarrbriefservice


Nicht nur im Dezember

Mein Leben

adventlich ausrichten.

Jeden Tag neu.

Den Stern suchen,

der den Weg kennt

aus der Dunkelheit.

Unsichtbares ahnen.

Nach Unsagbarem fragen.

Unerhörtem lauschen.

Lichter anzünden,

Lieder der Sehnsucht singen,

warten, dass ER kommt.

Hoffen, träumen, suchen.

Ausschau halten.

IHN nicht verpassen.

SEINE Spuren suchen.

Vielleicht ist ER schon da.

Unerkannt.

Bereit sein, IHM zu folgen, wenn ER ruft.

Geburtsszene aus der Fassade der Kathedrale „Sagrada Familia“, Barcelona

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