Geschäftsbericht 2011 der Volksbank Weinheim eG

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Geschäftsbericht 2011 der Volksbank Weinheim eG

Geschäftsbericht 2011

“Willensstark

zum Erfolg.“

Volksbank

Weinheim eG


Titelbild: Peter Bihn, Geschäftsführer, B+S Haushaltwaren GmbH


Inhalt

Jahresbilanz Seite 4

Gewinn- und Verlustrechnung Seite 6

Anhang Seite 9

Bestätigungsvermerk des Prüfungsverbandes Seite 19

Lagebericht Seite 20

Vorschlag für die Ergebnisverwendung Seite 32

Bericht des Aufsichtsrates Seite 32

3


4

Jahresbilanz zum 31.12.2011

Geschäftsjahr Vorjahr

Aktivseite EUR EUR EUR EUR TEUR

1. Barreserve

a) Kassenbestand 5.127.323,65 5.814

b)Guthaben bei Zentralnotenbanken 2.179.150,53 5.012

darunter: bei der Deutschen Bundesbank 2.179.150,53 (5.012)

c) Guthaben bei Postgiroämtern 0,00 7.306.474,18 0

2. Schuldtitel öffentlicher Stellen

und Wechsel, die zur Refinanzierung

bei Zentralnotenbanken zugelassen sind

a) Schatzwechsel und unverzinsliche

Schatzanweisungen sowie ähnliche

Schuldtitel öffentlicher Stellen 0,00 0

darunter:

bei der Deutschen Bundesbank refinanzierbar 0,00 (0)

b)Wechsel 0,00 0,00 0

3. Forderungen an Kreditinstitute

a) täglich fällig 2.725.205,44 10.566

b)andere Forderungen 140.736.988,93 143.462.194,37 75.511

4. Forderungen an Kunden 442.935.694,21 394.492

darunter:

durch Grundpfandrechte gesichert 251.552.609,54 (236.037)

Kommunalkredite 11.514.897,04 (18.860)

5. Schuldverschreibungen und andere

festverzinsliche Wertpapiere

a) Geldmarktpapiere

aa) von öffentlichen Emittenten 0,00 0

darunter:

beleihbar bei der Deutschen Bundesbank 0,00 (0)

ab) von anderen Emittenten 0,00 0,00 0

darunter:

beleihbar bei der Deutschen Bundesbank 0,00 (0)

b)Anleihen und Schuldverschreibungen

ba) von öffentlichen Emittenten 2.623.972,60 5.290

darunter:

beleihbar bei der Deutschen Bundesbank 2.623.972,60 (5.290)

bb) von anderen Emittenten 131.862.760,17 134.486.732,77 154.044

darunter:

beleihbar bei der Deutschen Bundesbank 127.934.198,17 (154.044)

c) eigene Schuldverschreibungen 2.431.372,01 136.918.104,78 3.156

Nennbetrag 2.384.000,00 (3.086)

6. Aktien und andere

nicht festverzinsliche Wertpapiere 73.782.247,47 73.381

7. Beteiligungen und Geschäftsguthaben

bei Genossenschaften

a) Beteiligungen 7.335.418,90 6.545

darunter:

an Kreditinstituten 2.545.309,22 (1.755)

an Finanzdienstleistungsinstituten 0,00 (0)

b)Geschäftsguthaben bei Genossenschaften 358.890,00 7.694.308,90 359

darunter:

bei Kreditgenossenschaften 350.250,00 (350)

bei Finanzdienstleistungsinstituten 0,00 (0)

8. Anteile an verbundenen Unternehmen 25.000,00 25

darunter:

an Kreditinstituten 0,00 (0)

an Finanzdienstleistungsinstituten 0,00 (0)

9. Treuhandvermögen 20.766,07 68

darunter: Treuhandkredite 20.766,07 (68)

10. Ausgleichsforderungen gegen die

öffentliche Hand einschließlich

Schuldverschreibungen aus deren Umtausch 0,00 0

11. Immaterielle Anlagewerte

a) Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte

und ähnliche Rechte und Werte 0,00 0

b)entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche

Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte

sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 31.958,00 41

c) Geschäfts- oder Firmenwert 0,00 0

d)geleistete Anzahlungen 0,00 31.958,00 0

12. Sachanlagen 11.746.903,00 11.232

13. Sonstige Vermögensgegenstände 8.189.224,77 7.793

14. Rechnungsabgrenzungsposten 3.155.389,80 3.239

Summe der Aktiva 835.268.265,55 756.567


Geschäftsjahr Vorjahr

Passivseite EUR EUR EUR EUR TEUR

1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten

a) täglich fällig 0,00 0

b)mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist 26.467.898,03 26.467.898,03 25.881

2. Verbindlichkeiten gegenüber Kunden

a) Spareinlagen

aa) mit vereinbarter Kündigungsfrist

von drei Monaten 102.016.216,86 103.315

ab) mit vereinbarter Kündigungsfrist

von mehr als drei Monaten 28.331.562,03 130.347.778,89 19.629

b)andere Verbindlichkeiten

ba) täglich fällig 195.930.128,06 191.581

bb) mit vereinbarter Laufzeit

oder Kündigungsfrist 313.997.080,00 509.927.208,06 640.274.986,95 242.873

3. Verbriefte Verbindlichkeiten

a) begebene Schuldverschreibungen 97.313.084,47 105.425

b)andere verbriefte Verbindlichkeiten 0,00 97.313.084,47 0

darunter:

Geldmarktpapiere 0,00 (0)

eigene Akzepte und Solawechsel im Umlauf 0,00 (0)

4. Treuhandverbindlichkeiten 20.766,07 68

darunter: Treuhandkredite 20.766,07 (68)

5. Sonstige Verbindlichkeiten 9.072.223,76 11.500

6. Rechnungsabgrenzungsposten 485.484,94 491

7. Rückstellungen

a) Rückstellungen für Pensionen

u. ähnliche Verpflichtungen 6.169.997,00 6.429

b)Steuerrückstellungen 260.096,39 0

c) andere Rückstellungen 2.724.872,09 9.154.965,48 2.979

8. (gestrichen)

9. Nachrangige Verbindlichkeiten 4.794.056,83 6.309

10. Genussrechtskapital 0,00 0

darunter: vor Ablauf von zwei Jahren fällig 0,00 (0)

11. Fonds für allgemeine Bankrisiken 7.500.000,00 5.000

darunter: Sonderposten nach § 340e Abs. 4 HGB 0,00 (0)

12. Eigenkapital

a) Gezeichnetes Kapital 11.617.075,04 11.510

b)Kapitalrücklage 0,00 0

c) Ergebnisrücklagen

ca) gesetzliche Rücklage 8.500.000,00 7.500

cb) andere Ergebnisrücklagen 18.000.000,00 26.500.000,00 14.000

d)Bilanzgewinn 2.067.723,98 40.184.799,02 2.078

Summe der Passiva 835.268.265,55 756.567

1. Eventualverbindlichkeiten

a) Eventualverbindlichkeiten aus weitergegebenen

abgerechneten Wechseln 0,00 0

b)Verbindlichkeiten aus Bürgschaften

und Gewährleistungsverträgen 24.467.490,93 26.522

c) Haftung aus der Bestellung

von Sicherheiten für fremde Verbindlichkeiten 0,00 24.467.490,93 0

2. Andere Verpflichtungen

a) Rücknahmeverpflichtungen aus

unechten Pensionsgeschäften 0,00 0

b)Platzierungs- u. Übernahmeverpflichtungen 0,00 0

c) Unwiderrufliche Kreditzusagen 58.860.111,59 58.860.111,59 41.040

darunter:

Lieferverpflichtungen

aus zinsbezogenen Termingeschäften 0,00 (0)

5


6

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1.1.2011 bis 31.12.2011

Geschäftsjahr Vorjahr

EUR EUR EUR EUR TEUR

1. Zinserträge aus

a) Kredit- und Geldmarktgeschäften 24.076.123,11 21.923

b)festverzinslichen Wertpapieren und

Schuldbuchforderungen 4.999.391,41 29.075.514,52 5.873

2. Zinsaufwendungen 10.815.148,75 18.260.365,77 9.819

3. Laufende Erträge aus

a) Aktien und anderen nicht

festverzinslichen Wertpapieren 2.412.072,98 1.411

b)Beteiligungen und Geschäftsguthaben

bei Genossenschaften 179.611,35 152

c) Anteilen an verbundenen Unternehmen 0,00 2.591.684,33 0

4. Erträge aus Gewinngemeinschaften,

Gewinnabführungs- oder

Teilgewinnabführungsverträgen 0,00 0

5. Provisionserträge 9.655.405,83 9.889

6. Provisionsaufwendungen 556.588,87 9.098.816,96 530

7. Nettoertrag/-aufwand des Handelsbestands 0,00 0

8. Sonstige betriebliche Erträge 542.869,34 279

9. (gestrichen)

10. Allgemeine Verwaltungsaufwendungen

a) Personalaufwand

aa) Löhne und Gehälter 8.358.611,31 8.216

ab) Soziale Abgaben und Aufwendungen

für Altersversorgung und für Unterstützung 1.878.356,93 10.236.968,24 1.884

darunter: für Altersversorgung 468.383,21 (508)

b)andere Verwaltungsaufwendungen 5.077.929,22 15.314.897,46 4.573

11. Abschreibungen und Wertberichtigungen

auf immaterielle Anlagewerte

und Sachanlagen 1.171.331,78 1.211

12. Sonstige betriebliche Aufwendungen 631.524,44 1.029

13. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf

Forderungen und bestimmte Wertpapiere sowie

Zuführungen zu Rückstellungen im Kreditgeschäft 1.701.436,99 2.256

14. Erträge aus Zuschreibungen zu Forderungen und

bestimmten Wertpapieren sowie aus der

Auflösung von Rückstellungen im Kreditgeschäft 0,00 -1.701.436,99 0

15. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf

Beteiligungen, Anteile an verbundenen

Unternehmen und wie Anlagevermögen

behandelte Wertpapiere 0 169

16. Erträge aus Zuschreibungen zu Beteiligungen,

Anteilen an verbundenen Unternehmen

und wie Anlagevermögen behandelten

Wertpapieren 73.952,09 73.952,09 0

17. Aufwendungen aus Verlustübernahme 0,00 0

18. (gestrichen)

19. Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit 11.748.497,82 9.841

20. Außerordentliche Erträge 0,00 0

21. Außerordentliche Aufwendungen 0,00 0

22. Außerordentliches Ergebnis 0,00 (0)

23. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 3.634.270,48 3.130

darunter: latente Steuern 0,00 (0)

24. Sonstige Steuern,

soweit nicht unter Posten 12 ausgewiesen 52.023,74 3.686.294,22 37

24a. Einstellungen in Fonds für allgemeine Bankrisiken 2.500.000,00 1.000

25. Jahresüberschuss 5.562.203,60 5.674

26. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 5.520,38 4

5.567.723,98 5.678

27. Entnahmen aus Ergebnisrücklagen

a) aus der gesetzlichen Rücklage 0,00 0

b)aus anderen Ergebnisrücklagen 0,00 0,00 0

5.567.723,98 5.678

28. Einstellungen in Ergebnisrücklagen

a) in die gesetzliche Rücklage 1.000.000,00 600

b)in andere Ergebnisrücklagen 2.500.000,00 3.500.000,00 3.000

29. Bilanzgewinn 2.067.723,98 2.078


“Management

by sailing.“

Bild: Prof. Dr.-Ing. Rolf-Jürgen Ahlers, Geschäftsführer, ASG Luftfahrttechnik & Sensorik GmbH 7

alexskopje/shutterstock.com


“Kundenzufriedenheit

ist uns Motivation.“

8Bild:

Heinrich Odenwälder, Geschäftsführer, Andrea Odenwälder, Odenwälder Baumaschinen GmbH


Anhang

A. Allgemeine Angaben

Der Jahresabschluss wurde nach den

Vor schriften des Handelsgesetzbuches

(HGB) und der Verordnung über die Rechnungslegung

der Kreditinstitute und Finanz -

dienstleistungsinstitute (RechKredV) auf -

gestellt. Gleichzeitig erfüllt der Jahresabschluss

die Anforderungen des Genossenschaftsgesetzes

(GenG) und der Satzung

der Bank.

Im Rahmen der Übergangsvorschriften

des Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes

(BilMoG) wurde von den mit Art. 67 Ein -

führungsgesetz zum Handelsgesetzbuch

(EGHGB) für bestimmte Bilanzposten und

Wertansätze eingeräumten Beibehaltungsund

Fortführungswahlrechten der Rechtslage

vor Inkrafttreten des BilMoG wie folgt

Gebrauch gemacht:

- Beibehaltung der steuerrechtlichen Ab -

schreibungen (§ 279 Abs. 2 i.V.m. § 254 Satz

1 HGB a.F.) nach Art. 67 Abs. 4 Satz 1 EGHGB.

In der Gewinn- und Verlustrechnung

wurde die Bezeichnung des GuV-Postens 7

auf die Bezeichnung lt. RechKredV geändert.

Im Übrigen ergaben sich in der Gliederung

der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung

keine Veränderungen.

B. Erläuterungen zu den

Bilan zie rungs- und

Bewer tungsmethoden

Die Bilanz wurde unter teilweiser Verwendung

des Jahresergebnisses aufgestellt.

Von der Möglichkeit der Verrechnung des

Aufwandspostens 13 mit dem Ertragsposten

14 lt. § 32 RechKredV und des Aufwands -

postens 15 mit dem Ertragsposten 16 lt. § 33

RechKredV haben wir Gebrauch gemacht.

Die Vermögensgegenstände der Barreserve

(ausgenommen Sortenbestand), die

Forderungen an Kreditinstitute sowie die

sonstigen Vermögensgegenstände wurden

mit dem Nennwert bzw. den Anschaffungskosten

und soweit erforderlich mit dem

niedrigeren beizulegenden Wert bewertet.

Die Forderungen an Kunden wurden

grundsätzlich mit dem Nennwert angesetzt,

wobei der Unterschiedsbetrag zwischen

dem höheren Nennwert und dem

Auszahlungsbetrag in den passiven Rechnungsabgrenzungsposten

aufgenommen

wurde. Dieser Unterschiedsbetrag wird

grundsätzlich planmäßig, und zwar zinsanteilig,

aufgelöst. Im Falle von Festzinsvereinbarungen

erfolgt die Verteilung auf die

Dauer der Festzinsbindung. Die den Forderungen

an Kunden anhaftenden Bonitäts -

risiken haben wir durch Bildung von Einzelwertberichtigungen

und unversteuerten

Pauschalwertberichtigungen in ausreichen -

dem Umfang abgedeckt.

Unverzinsliche bzw. minderverzinsliche

Forderungen wurden entsprechend abgezinst.

Zur Sicherung gegen besondere

Risiken im Kreditgeschäft bestehen darüber

hinaus Vorsorgereserven gemäß § 340f

HGB, die von den Kundenforderungen

abgesetzt wurden.

Wertpapiere im Sinne von § 7 RechKredV,

die in der Bilanz in den Posten "Schuldverschreibungen

und andere festverzinsliche

Wertpapiere" und "Aktien und andere nicht

festverzinsliche Wertpapiere" ausgewiesen

sind, wurden wie folgt bewertet:

Die Bank hält zum Bilanzstichtag Wertpapiere

des Anlagevermögens und der Liquiditätsreserve.

Die Zuordnung der Wertpapiere zu

der jeweiligen Gruppe ist durch Beschlüsse

der zuständigen Organe dokumentiert.

Bei Wertpapieren im Girosammeldepot

wurden die Anschaffungskosten bei gleicher

Wertpapiergattung nach der Durchschnittsmethode

ermittelt.

Sämtliche Wertpapiere wurden nach dem

strengen Niederstwertprinzip bewertet und

dabei die von den "Wertpapiermitteilungen

(WM Datenservice)" zur Verfügung ge -

stellten Jahresschlusskurse herangezogen.

Bei einem Immobilienfonds (Bilanzwert

TEUR 2.330) ist die Rücknahme zum Bilanzstichtag

ausgesetzt sowie die Auflösung

des Fonds beschlossen.

Die als strukturierte Produkte bezeichneten

Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten

werden, soweit sie lediglich

ein Zinsänderungs- und Emittentenrisiko enthalten,

als einheitlicher Vermögensgegenstand

bzw. einheitliche Verbindlichkeit

bilanziert und bewertet.

Sofern Zinsderivate zur Aktiv/Passivsteuerung

des allgemeinen Zinsänderungsrisikos

aller zinstragenden Positionen des

Bankbuchs eingesetzt werden, sind sie von

einer imparitätischen Einzelbewertung

ausgenommen. Die Bewertung dieser derivativen

Finanzinstrumente erfolgt im Rahmen

einer Gesamtbetrachtung aller zinstragen -

den Positionen des Bankbuchs nach dem

Grundsatz der verlustfreien Bewertung.

(IDW ERS BFA 3)

Bei Zinsbegrenzungsgeschäften wird

die gezahlte Prämie über die Laufzeit verteilt,

sofern diese zur Absicherung von

Zinsänderungsrisiken dienen. Ausgleichszahlungen

aus Zinsbegrenzungsverein -

barungen werden zeitanteilig abgegrenzt.

9


10

Die Beteiligungen und Geschäftsguthaben

bei Genossenschaften sowie die Anteile an

verbundenen Unternehmen wurden grundsätzlich

mit den Anschaffungskosten bilanziert.

Im Falle einer voraussichtlich dauerhaften

Wertminderung sind sie mit dem niedrigeren

beizulegenden Zeitwert angesetzt.

Die Sachanlagen und die entgeltlich

erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände

wurden zu den Anschaffungskosten

und, soweit abnutzbar, unter Berück -

sichtigung planmäßiger Abschreibungen

bewertet. Die Abschreibungen wurden

über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer,

die sich grundsätzlich an den von

der Finanzverwaltung veröffentlichten Ab -

schreibungstabellen orientiert, bei Ge -

bäuden linear bzw. mit fallenden Staffelsätzen

und beim beweglichen Sachanlagevermögen

linear und degressiv mit dem

Zweieinhalbfachen der linearen Abschreibung

vorgenommen.

Die Sachanlagen und immateriellen

Anlagewerte wurden im Anschaffungsjahr

pro rata temporis abgeschrieben. Geringwertige

Wirtschaftsgüter bis zu einem

Anschaffungswert von EUR 1.000 wurden

im Jahr der Anschaffung in vollem Umfang

als Sachaufwand erfasst bzw. vollständig

abgeschrieben. Steuerrechtlich wurde für

die Wirtschaftsgüter von über EUR 150 bis

EUR 1.000 ein Sammelposten gebildet und

die Abschreibung auf 5 Jahre verteilt.

Aufgrund voraussichtlich dauernder

Wert minderung wurde bei einem Gebäude

eine außerplanmäßige Abschreibung

vorgenommen.

Unterschiedsbeträge zwischen dem Er -

füllungsbetrag einer Verbindlichkeit und

dem niedrigeren Ausgabebetrag wurden

in den aktiven Rechnungsabgrenzungsposten

eingestellt. Der Unterschiedsbetrag

wird planmäßig auf die Laufzeit der Verbindlichkeit

verteilt.

Die Passivierung der Verbindlichkeiten

erfolgte - bis auf die abgezinsten Sparbriefe,

die zum Ausgabebetrag zuzüglich anteilig

abgegrenzter Zinsen bis zum Bilanzstichtag

passiviert werden - zu dem jeweiligen Erfüllungsbetrag.

Für abgezinste Verbindlichkeiten

wurde ein Ausgleichsposten in den

aktiven Rechnungsabgrenzungsposten eingestellt.

Der Belastung aus Einlagen mit steigender

Verzinsung und aus Zuschlägen

sowie sonstigen über den Basiszins hinausgehenden

Vorteilen für Einlagen wurde

durch Rückstellungsbildung in angemessenem

Umfang Rechnung getragen.

Den Pensionsrückstellungen und den

Rückstellungen für Altersteilzeit liegen versicherungsmathematische

Berechnungen

auf Basis der „Richttafeln 2005 G“ (Prof. Dr.

Klaus Heubeck) zugrunde. Verpflichtungen

aus Pensionsanwartschaften werden mittels

der Projected Unit Credit Methode be -

wertet. Laufende Rentenverpflichtungen

und Altersversorgungsverpflichtungen

gegenüber ausgeschiedenen Mitarbeitern

sind mit dem Barwert bilanziert. Der bei

der Abzinsung der Pensionsrückstellungen

für Gruppenzusagen angewendete Zinssatz

von 5,14 Prozent wurde unter Inanspruchnahme

der Vereinfachungsregel nach

§ 253 Abs. 2 Satz 2 HGB bei einer angenommenen

Restlaufzeit von 15 Jahren fest -

gelegt. Bei Einzelzusagen von Pensionszahlungen

wurde für die Rückstellungsbildung

der Zinssatz der individuellen Laufzeit

zugrunde gelegt. Die Zinssätze beruhen auf

einem Rechnungszinsfuß gemäß Rückstellungsabzinsungsverordnung

(RückAbzinsV).

Es wurden erwartete Lohn- und Gehaltssteigerungen

in Höhe von 3,0 Prozent (Vorjahr

3,0 Prozent) und eine Rentendynamik

in Höhe von 2,5 Prozent (Vorjahr 2,5 Prozent)

zugrunde gelegt.

Bei Rückstellungen für Altersteilzeitverpflichtungen

erfolgte die Bewertung nach

der Projected Unit Credit Methode. Bei der

Abzinsung wurde der Zinssatz angesetzt,

der sich aus der durchschnittlichen Rest-

laufzeit des Altersteilzeitbestandes ergibt.

Rückstellungen für Jubiläumsverpflichtungen

bestehen.

Als Drohverlustrückstellung für zukünftige

Versicherungsbeiträge wurden gemäß IDW

RS HFA 4 insgesamt TEUR 110 beibehalten.

Die anderen Rückstellungen sind in

Höhe der voraussichtlichen Inanspruchnahme

nach vernünftiger kaufmännischer

Beurteilung gebildet.

Rückstellungen mit einer Restlaufzeit

von über einem Jahr wurden gemäß

§ 253 Abs. 2 HGB abgezinst.

Über die Höhe der passiven Steuer -

latenzen hinausgehende aktive latente

Steuern wurden in Ausübung des Wahlrechts

gemäß § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB nicht aktiviert.

Die aktiven latenten Steuern bestehen

insbesondere aufgrund der vorhandenen

Vorsorgereserven gemäß § 340f HGB.

Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände

und Verbindlichkeiten

wurden mit dem Devisenkassamittelkurs

des Bilanzstichtages umgerechnet.

Die sich aus der Währungsumrechnung

er gebenden Aufwendungen wurden in

der Gewinn- und Verlustrechnung berücksichtigt.

Soweit die Restlaufzeit der auf

fremde Währung lautenden Vermögensgegenstände

oder Verbindlichkeiten bis zu

einem Jahr betrug, wurden Erträge aus der

Währungsumrechnung in der Gewinn- und

Verlust rechnung vereinnahmt.

Eventualverbindlichkeiten wurden mit

dem Nennbetrag abzüglich erforderlicher

Risikovorsorge angesetzt.


C. Entwicklung des

Anlage vermögens 2011

(volle EUR) Anschaffungs- / Zugänge (a) Umbuchungen (a) Abschreibungen Buchwerte am Abschreibungen

Herstellungs- Zuschrei- Abgänge (b) (kumuliert) Bilanzstichtag Geschäftsjahr

kosten bungen (b)

des Geschäftsjahres

EUR EUR EUR EUR EUR EUR

Immaterielle

Anlagewerte

b) entgeltlich erworbene 520.340 26.383 (a) 0 (a) 269.347 31.958 34.680

Konzessionen, gewerbliche

Schutzrechte und

ähnliche Rechte und

Werte sowie Lizenzen

an solchen Rechten und

Werten.

0 (b) 245.418 (b)

Sachanlagen

a) Grundstücke und 18.919.107 1.134.775 (a) 0 (a) 9.877.638 10.176.244 534.340

Gebäude

b) Betriebs- und

0 (b) 0 (b)

Geschäftsaus- 6.528.833 528.657 (a) 0 (a) 5.002.351 1.570.659 602.312

stattung 0 (b) 484.480 (b)

Anschaffungs- Veränderungen Buchwerte am

kosten (saldiert) Bilanzstichtag

EUR EUR EUR

Wertpapiere des

Anlagevermögens *)

154.458.313 154.843.211

Beteiligungen und

Geschäftsguthaben

bei Genossenschaften

7.695.012 7.694.309

Anteile an verbundenen 25.000 25.000

Unternehmen

a 25.968.280 1.689.815 (a) 0 (a) 15.149.336 11.778.861 1.171.332

0 (b) 729.898 (b)

b 162.178.325 384.195 162.562.520

Summe a und b 188.146.605 174.341.381

*) davon TEUR 18.500 aus Aktiva 3 sowie TEUR 16.500 aus Aktiva 4.

11


12

D. Erläuterungen zur Bilanz

In den Forderungen an Kreditinstitute

sind EUR 134.189.709 Forderungen an die

zuständige genossenschaftliche Zentralbank

enthalten.

Die in der Bilanz ausgewiesenen Forderungen

haben folgende Restlaufzeiten:

Andere Forderungen an Kreditinstitute (A 3b)

(ohne Bausparguthaben)

EUR

bis 3 Monate

mehr als 3 Monate

41.250.000

bis ein Jahr

mehr als ein Jahr

79.500.000

bis 5 Jahre 18.500.000

mehr als 5 Jahre 0

Forderungen an Kunden (A 4)

EUR

bis 3 Monate

mehr als 3 Monate

19.640.118

bis ein Jahr

mehr als ein Jahr

25.376.533

bis 5 Jahre 126.878.851

mehr als 5 Jahre 249.369.142

Anteilige Zinsen, die erst nach dem Bilanzstichtag

fällig werden, wurden nicht nach

den Restlaufzeiten gegliedert.

In den Forderungen an Kunden (A 4) sind

EUR 21.418.004 Forderungen mit unbestimmter

Laufzeit enthalten.

Von den in der Bilanz ausgewiesenen

Schuldverschreibungen und anderen festverzinslichen

Wertpapieren (A 5) werden

im auf den Bilanzstichtag folgenden

Geschäftsjahr EUR 47.950.257 fällig.

In den Forderungen sind folgende Beträge

enthalten, die auch Forderungen an Beteiligungsunternehmen

sind:

Forderungen an Beteiligungsunternehmen

Geschäftsjahr Vorjahr

EUR EUR

Forderungen an

Kreditinstitute (A 3)

Forderungen an

134.839.932 81.001.628

Kunden (A 4)

Schuldverschreibungen

und andere festverzins-

10.856 14.169

liche Wertpapiere (A 5) 16.046.951 20.205.088

In folgenden Posten sind enthalten:

Schuldverschreibungen und andere

festverzinsliche Wertpapiere (A 5)

EUR

börsenfähig 136.918.105

davon:

börsennotiert 132.494.290

nicht börsennotiert 4.423.815

nicht mit dem

Niederstwert bewertete

börsenfähige Wertpapiere 0

Aktien und andere nicht festverzinsliche

Wertpapiere (A 6)

EUR

börsenfähig 2.329.787

davon:

börsennotiert 0

nicht börsennotiert 2.329.787

nicht mit dem

Niederstwert bewertete

börsenfähige Wertpapiere 0

Wir halten folgende Anteile an inlän -

dischen Investmentvermögen (§ 1 InvG bzw.

§ 2 Abs. 9 InvG) im Posten Aktien und

andere nicht festverzinsliche Wertpapiere

mit Anteilsquoten von mehr als 10 Prozent:

DEVIF-Fonds Nr. 136

EUR

Wert der Anteile i. S. § 36 InvG

bzw. vergleichbarer ausländischer

Vorschriften (Zeitwert) 75.404.444

Differenz zum Buchwert

(Reserve) 3.951.984

Erfolgte Ausschüttung

für das Geschäftsjahr 2.309.278

Anlageziel:

Das Sondervermögen dient der Abbildung

der strategischen Asset-Allokation der Bank,

insbesondere durch Beimischung von Aktien -

fonds, aktienähnlichen Wertpapieren, Währungs-,

Bonitäts- und Rohstoffanlagen.

Beschränkungen in der täglichen Rück -

gabemöglichkeit bestehen.

Die Veräußerung ist an die Zustimmung

der Kapitalanlagegesellschaft gebunden.

Wir besitzen an unserem Tochter -

unternehmen "Reisebüro der Volksbank

Weinheim GmbH" 100 Prozent der Anteile.

Das Eigen kapital beträgt zum 31.10.2011

(abweichendes Geschäftsjahr) EUR 25.000.

Ein Ergebnisabführungsvertrag besteht. Ein

Konzernabschluss wurde nicht aufgestellt,

weil aufgrund untergeordneter Bedeutung

für die Vermögens-, Finanz- und

Ertragslage (§ 296 Abs. 2 HGB) auf eine

Aufstellung verzichtet werden konnte. Der

Geschäftsbetrieb ist eingestellt.

In den Bilanzposten "Treuhandvermögen"

und "Treuhandverbindlichkeiten" sind ausschließlich

Kredite ausgewiesen, die wir im

eigenen Namen für fremde Rechnung halten.

Im Aktivposten "Sachanlagen" sind

Grundstücke und Bauten, die wir im

Rahmen eigener Tätigkeit nutzen, in Höhe

von EUR 9.068.317 und Betriebs- und

Geschäftsausstattungen in Höhe von

EUR 1.570.659 enthalten.

In dem Posten “Sonstige Vermögensgegenstände”

sind folgende wesentliche Einzelbeträge

enthalten:

31.12.2011

EUR

Prämie aus derivativen Geschäften

mit Kunden 6.559.750

Körperschaftsteuerguthaben

aus Vorjahren 757.653


Im aktiven Rechnungsabgrenzungsposten

sind Unterschiedsbeträge zwischen dem

Ausgabebetrag und dem höheren Erfüllungsbetrag

von Verbindlichkeiten in Höhe

von EUR 37.570 (Vorjahr EUR 103.713)

und gezahlte Prämien für Zinsbegrenzungsvereinbarungen

in Höhe von EUR 3.117.750

(Vorjahr EUR 3.131.300) enthalten.

In den folgenden Posten sind Vermögensgegenstände,

für die eine Nachrangklausel

besteht, enthalten:

Posten Geschäftsjahr Vorjahr

EUR EUR

4 Forderungen an Kunden 2.043.056 0

6 Aktien und an dere

nicht festverzinsliche

Wertpapiere 0 119.264

In den Vermögensgegenständen sind

Fremdwährungsposten im Gegenwert von

EUR 2.096.589 enthalten.

In den Verbindlichkeiten gegenüber

Kreditinstituten sind EUR 21.410.046 Verbindlichkeiten

gegenüber der zuständigen

genossenschaftlichen Zentralbank enthalten.

Die in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten

weisen folgende Restlaufzeiten

auf:

Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten mit

vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist (P 1b)

EUR

bis 3 Monate

mehr als 3 Monate

367.747

bis ein Jahr

mehr als ein Jahr

1.331.207

bis 5 Jahre 11.742.200

mehr als 5 Jahre 12.352.324

Spareinlagen mit vereinbarter Kündigungsfrist

von mehr als drei Monaten (P 2ab)

EUR

bis 3 Monate

mehr als 3 Monate

650.198

bis ein Jahr

mehr als ein Jahr

12.342.262

bis 5 Jahre 47.350

mehr als 5 Jahre 15.291.751

Andere Verbindlichkeiten gegenüber Kunden mit

vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist (P 2bb)

EUR

bis 3 Monate

mehr als 3 Monate

156.862.313

bis ein Jahr

mehr als ein Jahr

141.438.743

bis 5 Jahre 14.457.923

mehr als 5 Jahre 0

Anteilige Zinsen, die erst nach dem Bilanzstichtag

fällig werden, wurden nicht nach

den Restlaufzeiten gegliedert.

Von den begebenen Schuldverschreibungen

(P 3a) werden im auf den Bilanzstichtag

folgenden Jahr EUR 19.610.282 fällig.

Im Posten "Sonstige Verbindlichkeiten"

sind folgende wesentliche Einzelbeträge

enthalten:

31.12.2011

EUR

erhaltene Prämien aus

derivativen Geschäften,

die im Dienstleistungsauftrag

für Kunden abgewickelt wurden 7.171.750

Steuerverbindlichkeiten 1.416.164

Im passiven Rechnungsabgrenzungsposten

sind Disagiobeträge, die bei der

Ausreichung von Forderungen in Abzug

gebracht wurden, im Gesamtbetrag von

EUR 278.057 (Vorjahr EUR 251.422) enthalten.

Zu den nachrangigen Verbindlichkeiten

(Passivposten 9) ergeben sich folgende

Angaben:

Im Geschäftsjahr fielen Aufwendungen für

nachrangige Verbindlichkeiten in Höhe von

EUR 241.422 an.

Mittelaufnahmen, die 10 Prozent des

Gesamtbetrages der nachrangigen Verbindlichkeiten

übersteigen, erfolgen zu folgenden

Bedingungen:

Betrag Währung Zinssatz Fälligkeit

1.500.000 EUR 4,48% *) September 2014

2.450.000 EUR 4,00 % Dezember 2016

800.000 EUR 3,75% März 2017

*unter Berücksichtigung eines 0,35% umsatzabhängigen

Nachlasses

Eine vorzeitige Rückzahlungsverpflichtung

ist ausgeschlossen. Die Verbindlichkeiten

sind im Falle des Insolvenzverfahrens oder

der Liquidation der Bank erst nach Befriedigung

aller nicht nachrangigen Gläubiger

zurückzuzahlen. Eine Umwandlung in an -

dere Eigenkapitalformen ist nicht möglich.

Die mit den Gläubigern der nachrangigen

Verbindlichkeiten getroffenen Vereinbarungen

erfüllen die Voraussetzungen be -

züglich der Anrechnung als haftendes

Eigenkapital.

In den nachstehenden Verbindlichkeiten

sind folgende Beträge enthalten, die auch

Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen

Unternehmen oder Beteiligungsunternehmen

sind:

Verbindlichkeiten gegenüber

verbundenen Unternehmen

Geschäftsjahr Vorjahr

EUR EUR

Verbindlichkeiten

gegenüber Kreditinstituten

(P 1) 0 0

Verbindlichkeiten

gegenüber

Kunden (P 2) 25.000 25.000

verbriefte

Verbindlichkeiten (P 3) 0 0

13


14

Verbindlichkeiten gegenüber Beteiligungsunternehmen

Geschäftsjahr Vorjahr

EUR EUR

Verbindlichkeiten

gegenüber Kreditinstituten

(P 1) 25.587.887 24.971.402

Verbindlichkeiten

gegenüber

Kunden (P 2) 0 0

verbriefte

Verbindlichkeiten (P 3) 41.383.433 41.384.082

In den Verbindlichkeiten einschließlich

Eventualverbindlichkeiten sind Fremdwährungsposten

im Gegenwert von

EUR 26.964.315 enthalten.

Latente Steuern sind nicht aktiviert. Bei

einer Gesamtdifferenzbetrachtung er -

rechnet sich ein aktiver Überhang von

latenten Steuern, der in Ausübung des

Wahlrechts nach § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB

nicht angesetzt wurde. Als wesentliche

aktive Steuerlatenz bestehen Vorsorge -

reserven nach § 340f HGB.

Die unter Passivposten 12a "Gezeichnetes

Kapital" ausgewiesenen Geschäftsguthaben

gliedern sich wie folgt:

EUR

Geschäftsguthaben

a) der verbleibenden Mitglieder 11.356.800

b) der ausscheidenden Mitglieder 255.075

c) aus gekündigten Geschäftsanteilen

Rückständige fällige Pflichtein-

5.200

zahlungen auf Geschäftsanteile 22.825

Die Ergebnisrücklagen (P 12c) haben sich

wie folgt entwickelt:

andere

Gesetzliche Ergebnis-

Rücklage rücklagen

EUR EUR

Stand 01.01.2011

Einstellungen

aus Bilanzgewinn

7.500.000 14.000.000

des Vorjahres

aus Jahresüberschuss

0 1.500.000

des Geschäftsjahres 1.000.000 2.500.000

Stand 31.12.2011 8.500.000 18.000.000

Dem haftenden Eigenkapital werden mit

Feststellung dieses Jahresabschlusses nicht

realisierte Reserven i.S.v. § 10 Abs. 2b Satz 1

Nr. 7 KWG in Höhe von EUR 2.744.091 nach

den Zahlen der Jahresbilanz zugerechnet.

Die im Posten 1b) und 2c) unter dem

Bilanzstrich ausgewiesenen Verpflichtungen

unterliegen den für alle Kreditverhältnisse

geltenden Risikoidentifizierungsund

-steuerungsverfahren, die eine rechtzeitige

Erkennung der Risiken gewährleisten.

Akute Risiken einer Inanspruchnahme aus

den unter dem Bilanzstrich ausgewiesenen

Haftungsverhältnissen sind durch Rückstellungen

gedeckt.

Die ausgewiesenen Verpflichtungen betref -

fen ausschließlich breit gestreute Bürgschaftsund

Gewährleistungsverträge für bzw.

offene Kreditzusagen gegenüber Kunden.

Die Risiken wurden im Zuge einer Einzelbewertung

der Bonität dieser Kunden beurteilt.

Die ausgewiesenen Beträge unter 1b) zeigen

nicht die zukünftig aus diesen Verträgen zu

erwartenden tatsächlichen Zahlungsströme,

da die überwiegende Anzahl der Eventualverbindlichkeiten

und anderen Verpflichtungen

nach unserer Einschätzung ohne

Inanspruchnahme auslaufen werden.

In der nachfolgenden Tabelle sind die

nicht zum beizulegenden Zeitwert bilanzierten

Derivatgeschäfte (Nichthandels -

bestand), die am Bilanzstichtag noch nicht

abgewickelt waren, zusammengefasst (§ 36

RechKredV bzw. § 285 Nr. 19 HGB). Neben

der Gliederung nach Produktgruppen wird

die Fälligkeitsstruktur auf Basis der Nominalbeträge

angegeben. Die Adressen -

risiken sind als Kreditrisikoäquivalente entsprechend

den Eigenkapitalvorschriften der

Solvabilitätsverordnung angegeben:


Volumen im Derivatgeschäft (Angaben in TEUR)

Die unter dem aktiven Rechnungsab -

grenzungsposten (Aktivposten 14) erfassten

Prämien der Zinsbegrenzungsvereinbarungen

belaufen sich auf TEUR 3.118.

Zinsswaps des Nichthandelsbestands werden

anhand der aktuellen Zinsstrukturkurve

am Bilanzstichtag nach der Barwert -

methode bewertet. Hierbei werden die

Zahlungsströme (Cashflows) mit dem risikound

laufzeitadäquaten Marktzins diskontiert.

Bei den Devisentermingeschäften, Zinsbegrenzungsvereinbarungen

und aktien -

bezogenen Optionsgeschäften wurden

die veröffentlichten Börsen- bzw. Marktwerte

zu Grunde gelegt. Bei den Devisentermingeschäften

sowie aktienbezogenen Optionsgeschäften

handelt es sich um Grundgeschäfte

mit Kunden sowie die dazugehörigen

Deckungsgeschäfte mit der DZ BANK.

Nominalbetrag beizu- Adressen-

Restlaufzeit legender risiko

Zeitwert

5 Jahre Summe

Zinsbezogene

Geschäfte

OTC Produkte

Zinsswap

(gleiche Währung)

Zinsbegrenzungs-

0 0 45.000 45.000 -4.986 675

geschäfte (Caps) 0 0 67.500 67.500 1.438 2.350

Währungsbezogene

Geschäfte

OTC Produkte

Devisentermingeschäfte

- Käufe

Devisentermin-

2.858 0 0 2.858 157 187

geschäfte - Verkäufe

Aktien-/Indexbezogene

Geschäfte

OTC Produkte

Aktien-/Index-Opt.-

2.866 0 0 2.866 -144 29

Käufe

Aktien-/Index-Opt.-

137.300 0 0 137.300 4.633 12.648

Verkäufe 137.300 0 0 137.300 -4.633 0

Zum Bilanzstichtag bestanden folgende

strukturierte Produkte, die als einheitliche

Vermögensgegenstände bzw. Verbindlichkeiten

bilanziert und bewertet wurden:

Anleihen A5

Floater mit Zinsbegrenzungsvereinbarungen

(Mini-Max-Floater)

Anleihen A5

nominal TEUR 8.000

Kapitalmarktfloater

Anleihen mit Schuldner-

nominal TEUR 9.000

kündigungsrecht A5

Schuldscheindarlehen A3

Zinssatz gekoppelt an den

nominal TEUR 1.000

10 Jahres Zinsswap-Satz

Schuldscheindarlehen A3

Zinssatz gekoppelt an

den 4 Jahres CMS

nominal TEUR 10.000

Zinsswap-Satz

Inhaberschuldverschreibungen

mit

Schuldnerkündigungs-

nominal TEUR 5.500

recht P3

Inhaberschuldverschreibungen

P3

Zinssatz Min-Maxnominal

TEUR 4.000

Floater

Inhaberschuldverschreibungen

P3

Zinssatz gekoppelt an

den 4 Jahres Euro

nominal TEUR 6.000

Swap-Satz nominal TEUR 3.000

Von den Verbindlichkeiten und Eventualverbindlichkeiten

sind durch Übertragung

von Vermögensgegenständen gesichert:

Gesamtbetrag der als

Passivposten Sicher heit übertragenen

Vermögenswerte in EUR

Verbindlichkeiten

gegenüber

Kreditinstituten (P 1) 21.586.328

15


16

E. Erläuterungen zur Gewinnund

Verlustrechnung

Die Provisionserträge aus für Dritte er -

brachte Dienstleistungen für die Verwaltung

und Vermittlung, insbesondere für den

Zahlungsverkehr, Wertpapier- und Depotgeschäft,

sowie die Vermittlung von Immo -

bilien, Bausparverträgen und Versicherungen

nehmen in der Ertragsrechnung einen

festen Bestandteil ein.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen

betreffen mit EUR 105.179 (Vor -

jahr EUR 515.908) Aufwendungen aus der

Währungsumrechnung und mit EUR 350.550

(Vorjahr EUR 322.321) Aufwendungen aus

der Aufzinsung von Rückstellungen.

Die Steuern vom Einkommen und vom

Ertrag entfallen unter Berücksichtigung

von Abweichungen zum steuerlichen

Ergebnis auf das Ergebnis der gewöhnlichen

Geschäftstätigkeit.

F. Sonstige Angaben

Auf die Angabe der Gesamtbezüge

des Vorstands, früherer Mitglieder des

Vorstands und deren Hinterbliebenen

wurde gemäß § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.

Die Gesamtbezüge des Aufsichtsrates

betrugen EUR 72.223.

Für frühere Mitglieder des Vorstands

und deren Hinterbliebenen bestehen zum

31.12.2011 Pensionsrückstellungen in Höhe

von EUR 1.586.983.

Die Forderungen an und aus eingegangenen

Haftungsverhältnissen betrugen

für Mitglieder des Vorstands EUR 1.192

und für Mitglieder des Aufsichtsrats

EUR 2.641.393.

Nicht in der Bilanz ausgewiesene oder

vermerkte Verpflichtungen bestehen in Form

einer möglichen Leistungsverpflichtung in

Höhe von EUR 1.085.460 gegenüber dem

Bundesverband der Deutschen Volksbanken

und Raiffeisenbanken e.V. (Garantieverbund)

durch Abgabe einer Garantieerklärung.

Die Zahl der 2011 durchschnittlich be -

schäftigten Arbeitnehmer betrug:

Vollzeit- Teilzeitbeschäftigte

beschäftigte

Prokuristen 8 0

Sonstige kaufmännische

Mitarbeiter 110 44

Gewerbliche Mitarbeiter 2 0

Summe 120 44

Außerdem wurden durchschnittlich 12 Aus -

zubildende beschäftigt.

Mitgliederbewegung

Anzahl der Anzahl der Haft-

Mitglieder Geschäfts- summen

anteile EUR

Anfang 2011 20.459 224.117 11.205.850

Zugang 2011 873 9.119 455.950

Abgang 2011 698 6.100 305.000

Ende 2011 20.634 227.136 11.356.800

Die Geschäftsguthaben der verbleibenden

Mitglieder haben sich im

Geschäftsjahr vermehrt um EUR 150.978

Die Haftsummen haben sich im Geschäfts -

jahr vermehrt um EUR 150.950

Höhe des Geschäftsanteils EUR 50

Höhe der Haftsumme je Anteil EUR 50

Der Name und die Anschrift des zu -

ständigen Prüfungsverbandes lauten:

Baden-Württembergischer

Genossenschaftsverband e.V.

Lauterbergstraße 1

76137 Karlsruhe

Mitglieder des Vorstandes,

ausgeübter Beruf

Wolf-Dietrich Möller -Sprecher-,

Geschäftsleiter

Uwe Bleich, Geschäftsleiter

Manfred Soßong, Geschäftsleiter


“Natur.“

Bild: Klaus Müller, Geschäftsinhaber, Mähen - Mulchen - Häckseln 17


“Starke

Partner.“

18

Bild: Hermann Wetzel, Geschäftsinhaber, Gärtnerei - Feinkost - Floristik Wetzel


Mitglieder des Aufsichtsrates

ausgeübter Beruf

Andreas Hufnagel

-Vorsitzender-

Geschäftsführer der

Metzgerei A. Hufnagel GmbH

Wolfgang Scheffler

-Stellv. Vorsitzender-

Direktor des Conference Board, CFO

Council Europe

Dr. Edgar Dietrich

Geschäftsführer der

Q-DAS GmbH & Co. KG

Dr. Dietmar May

Wirtschaftsprüfer/Steuerberater

Karl Schnell

Geschäftsführer der

Josef Schnell GmbH Bauunternehmung

Peter Unrath

Rechtsanwalt und Notar,

Fachanwalt für Erbrecht

Achim Walter

Geschäftsführer der Walter & Guth GmbH

Weinheim, 21. Februar 2012

Volksbank Weinheim eG

Der Vorstand

Wolf-Dietrich Möller -Sprecher-

Uwe Bleich

Manfred Soßong

Bestätigungsvermerk des Prüfungsverbandes

Wir haben den Jahresabschluss - bestehend

aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung

so wie Anhang - unter Einbeziehung der

Buchführung und dem Lagebericht der

Volksbank Weinheim eG, 69469 Weinheim,

für das Ge schäftsjahr vom 1. Januar bis 31.

Dezember 2011 geprüft. Die Buchführung

und die Auf stellung von Jahresabschluss

und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen

Vorschriften und den

ergänzenden Bestimmungen der Satzung

liegen in der Verantwortung der gesetzlichen

Vertreter der Genossenschaft. Unsere

Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von

uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung

über den Jahresabschluss unter Einbeziehung

der Buchführung und über den

Lagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung

nach § 53 Abs. 2 GenG, §§ 340k und 317

HGB unter Beachtung der vom Institut der

Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten

deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger

Abschluss prüfung vorgenommen. Danach

ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen,

dass Unrichtigkeiten und Verstöße,

die sich auf die Darstellung des durch den

Jahresabschluss unter Beachtung der

Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung

und durch den Lagebericht vermittelten

Bildes der Vermögens-, Finanz- und

Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender

Sicherheit erkannt werden. Bei

der Festlegung der Prüfungshandlungen

werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit

und über das wirtschaftliche und

rechtliche Umfeld der Genossenschaft

sowie die Erwartungen über mögliche

Fehler be rücksichtigt. Im Rahmen der

Prüfung werden die Wirksamkeit des

rechnungslegungsbezogenen internen

Kontrollsystems sowie Nachweise für die

Angaben in Buchführung, Jahresabschluss

und Lagebericht überwiegend auf der

Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung

umfasst die Beurteilung der angewandten

Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen

Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter

sowie die Würdigung der Gesamtdar-

stellung des Jahresabschlusses und des

Lageberichtes. Wir sind der Auffassung,

dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere

Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen

geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei

der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen

Vorschriften und den ergänzenden

Bestimmungen der Satzung und vermittelt

unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger

Buchführung ein den tatsächlichen

Verhältnissen entsprechendes

Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

der Genossenschaft. Der Lagebericht

steht in Einklang mit dem Jahresabschluss,

vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild

von der Lage der Genossenschaft und stellt

die Chancen und Risiken der zukünftigen

Entwicklung zutreffend dar.

Karlsruhe, 23. April 2012

Baden-Württembergischer

Genossenschaftsverband e.V.

Krauß

Wirtschaftsprüfer

19


20

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2011 der Volksbank Weinheim eG

I. Geschäftsverlauf

1. Entwicklung der Gesamtwirtschaft und

der Kreditgenossenschaften

Gesamtwirtschaftliche Entwicklung

in Deutschland

Die Wirtschaft der Bundesrepublik Deutschland

konnte die Erwartungen an das Jahr 2011 deutlich

übertreffen. Das Wirtschaftswachstum lag durch

einen geringeren Außenbeitrag mit 3,0 Prozent

niedriger als im Vorjahr (3,7 Prozent), aber deutlich

über den Prognosen. Die Wachstumsdynamik

hatte im 2. Halbjahr 2011 deutlich nachgelassen,

so dass für 2012 mit einem geringen Wachstum

gerechnet wird.

Der Arbeitsmarkt in Deutschland überraschte

weiterhin positiv. Die Anzahl der Erwerbstätigen

erreichte den höchsten Stand seit der Wiedervereinigung

und trug damit entscheidend zur Stärkung

der Binnennachfrage bei.

Die konjunkturelle Entwicklung zeigt sich auch in

der regionalen Wirtschaft. Die IHK Rhein-Neckar

berichtet von einem weiteren moderaten Arbeitsplatzaufbau

und einem etwas schwächeren Konjunkturausblick

in unserer Region.

Entwicklung an den Finanzmärkten

Die Verschuldungskrise der Euro-Staaten hielt die

Märkte und die Institutionen der Europäischen

Union in hoher Anspannung. Insbesondere die Entwicklungen

in Griechenland, die in der Entscheidung

zu einem Schuldenschnitt der privaten Inves -

toren gipfelte, führten zu einer Zäsur im Euroraum.

So sank die Umlaufrendite deutscher Staatsanleihen,

die international als „sicherer Hafen“ gesehen

werden, zum Jahresschluss 2011 auf ein weiteres

historisches Tief von 1,46 Prozent. Sie lag damit um

1,8 Prozent niedriger als im April 2011 (3,26 Prozent),

als die EZB den Refinanzierungssatz der

Banken in zwei Schritten von 1,0 auf 1,5 Prozent

anhob. Das griechische Drama um Rezession und

Staatsdefizit, sowie die Unfähigkeit einiger handeln -

der politischer Personen in den Krisenländern

verdarben der EZB allerdings die beginnende Normalisierung

der Geldpolitik kräftig.

So scheiterte im Herbst 2011 nicht nur die griechische,

sondern auch die italienische Regierung, nachdem

sie das Vertrauen der Marktteilnehmer in der

Bewältigung der Krise verspielt hatte. Die EZB war

gezwungen, wieder ihr Staatsanleihenkauf -

programm zu aktivieren und den EZB-Zins wieder

auf 1 Prozent zu senken. Zudem erweiterte sie die

außerordentlichen Instrumente zur Bewältigung

der Krise, indem sie die unbeschränkte Kreditvergabe

gegenüber den Banken in der Eurozone

gegen schwächere Sicherheiten zuließ und Finanzierungen

mit bis zu drei Jahren Laufzeit durchführte.

Zwischen Dezember 2011 und Anfang

März 2012 pumpte die EZB damit über 1 Billion

Euro in die Banken der Eurozone. Damit soll eine

Kreditklemme insbesondere in den Peripherie -

ländern der Eurozone verhindert werden.

Der deutsche Aktienmarkt folgte der politischen

Entwicklung in Europa. So konnte der DAX

Anfang des Jahres 2011 mit den aufkeimenden

Hoffnungen zur Bewältigung der Krise bis Mai

noch gut 10 Prozent zulegen. Mit dem Platzen

dieser Hoffnungen stürzte das Kursbarometer

innerhalb von 4 Monaten um 35 Prozent auf das

Jahrestief von unter 5.000 Punkten ab. Die stark ausgeweiteten

außerordentlichen Maßnahmen der

EZB beruhigten die Lage, so dass der Dax mit einem

Minus von nur 14,7 Prozent aus dem Jahr ging.

Auch an den Währungsmärkten spielte die Euro-

Staatsschuldenkrise eine große Rolle. Insbesondere

solide Staaten wie die Schweiz erlebten durch die

starke Nachfrage eine dramatische Aufwertung ihrer

Währungen. Die Schweizer Nationalbank sah sich zu

einem Devisenregime gezwungen, um die Schweizer

Wirtschaft vor dem Kollaps zu schützen. Sie akzeptiert

derzeit keinen Kurs unter 1,20 CHF je Euro.

Die hohe Unsicherheit über die weitere Entwicklung

der Eurozone, insbesondere über die Auswirkungen

der hohen Liquiditätsspritzen der EZB,

lassen auch für 2012 eine volatile Entwicklung an

den Märkten erwarten.

Entwicklung der baden-württembergischen

Kreditgenossenschaften im Jahr 2011

Die 230 Kreditgenossenschaften in Baden-Württem -

berg (Vorjahr 232) wirtschafteten auch in 2011


sehr erfolgreich. Die Gesamtbilanzsumme erhöhte

sich auf 129,9 Mrd. Euro. Dies entspricht einer Steige -

rung von 3,1 Prozent.

Die Kundeneinlagen inklusive der Inhaberschuldverschreibungen

legten um 3,1 Prozent auf 96,3 Mrd.

Euro zu. Gewachsen sind die Sichteinlagen um 4,2

Prozent auf 43,1 Mrd. Euro sowie die befristeten

Einlagen um 13,1 Prozent und die Spar -

briefe/Anlagezertifikate um 7,0 Prozent. Die Spareinlagen

blieben mit 34,8 Mrd. Euro stabil (-0,2

Prozent). Die begebenen Schuldverschreibungen

entwickelten sich mit -16,1 Prozent weiter rückläufig.

Die bilanziellen Kundenkredite erhöhten sich um

3,1 Prozent auf 71,8 Mrd. Euro.

Über 3,4 Mio. Mitglieder zählen die baden-württem -

bergischen Kreditgenossenschaften. Der Zuwachs an

Vertrauen, den die Volks- und Raiffeisenbanken nach

der Finanzkrise erfahren haben, zeigt sich gerade in

der Erhöhung der Mitgliederan zahl von über 69.000

Menschen in Baden-Württemberg.

Mit der starken Marktstellung, einem leistungs -

fähigen Geschäftsmodell sowie einer guten Eigenkapitalausstattung

(Kernkapitalquote über 10 Prozent)

ist eine solide Grundlage für den Ausbau und

die Festigung der Wettbewerbsposition auch im

Geschäftsjahr 2012 gegeben.

2. Entwicklung der Volksbank Weinheim eG

Berichtsjahr 2010 Veränderung

TEUR TEUR TEUR %

Bilanzsumme 835.268 756.567 78.701 10,4

Außerbilanzielle

Geschäfte *) 476.151 458.844 17.307 3,8

*) Hierunter fallen die Posten unter dem Bilanzstrich 1 (Eventualverbindlichkeiten),

2 (Andere Verpflichtungen) und Derivatgeschäfte

Die Bilanzsumme der Volksbank Weinheim per

31.12.2011 stieg im Verbandsvergleich überdurchschnittlich

um 78,7 Mio. Euro oder 10,4

Prozent. Das Wachstum wurde durch die starke

Zunahme der Kundeneinlagen getragen.

Die außerbilanziellen Geschäfte nahmen stichtagsbedingt

um 17,3 Mio. Euro zu. Die wesentlichen

Veränderungen waren insbesondere bei den

Derivatgeschäften im Kundenauftrag (-18,1 Mio.

Euro), bei den unwiderruflichen Kreditzusagen

(+17,8 Mio. Euro) und den Zinssicherungsgeschäften

(+25,0 Mio. Euro) zu verzeichnen.

Aktiv- Berichtsjahr 2010 Veränderung

geschäft TEUR TEUR TEUR %

KundenforderungenWertpapier

442.936 394.492 48.444 12,3

anlagen

Forderungen an

210.700 235.871 -25.171 -10,7

Kreditinstitute 143.462 86.077 57.385 66,7

Die Kundenforderungen konnten wir gegenüber

2010 kräftig steigern. Der Zuwachs betraf überwiegend

langfristige Finanzierungen. Wir haben auch

im Jahr 2011 alle an uns herangetragenen und vertretbaren

privaten und gewerblichen Kreditanfragen

unserer Kunden bedient.

In 2011 haben wir verstärkt Kundengelder fristenkongruent

bei unserer genossenschaftlichen Zentralbank

angelegt. Die Forderungen an Kreditinstitute

nahmen daher stark zu. Zum Ausgleich nahm

das Wertpapierportfolio um 10,7 Prozent ab. Der

Anteil der Wertpapieranlagen an der Bilanzsumme

beträgt 25,2 Prozent (Vorjahr 31,2 Prozent).

Passiv- Berichtsjahr 2010 Veränderung

geschäft TEUR TEUR TEUR %

Verbindlichkeiten

gegenüber KreditinstitutenSpar-

26.468 25.881 587 2,3

einlagen

andere

130.348 122.944 7.404 6,0

Einlagen

verbriefte

Verbind-

509.927 434.454 75.473 17,4

lichkeiten

Nachrangige

Verbind-

97.313 105.425 -8.112 -7,7

lichkeiten 4.794 6.309 -1.515 -24,0

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten

sind durch die Sonderkreditmittel der Förderbanken

geprägt, die wir an unsere Kunden weitergereicht

haben. Es besteht eine Position von Fremd währungs -

krediten. Die Interbankenkredite sind nicht wesentlich

für die Refinanzierung der Bank.

21


22

Unsere Kundeneinlagen (Passiva 2) sind um 14,9 Prozent

auf 640 Mio. Euro gestiegen. Die Spareinlagen

konnten um 6,0 Prozent auf 130 Mio. Euro

zulegen. Die weitgehend kurzfristigen anderen

Einlagen nahmen um 17,4 Prozent oder 75,5 Mio.

Euro zu. Hier konnten größere Zuflüsse in zweckgebundene

Anlagen unserer Kunden verzeichnet

werden. Die längerfristigen Inhaberschuldverschreibungen

gingen dagegen um 7,7 Prozent auf

97 Mio. Euro zurück.

Eine Tranche der Nachrangverbindlichkeiten war

in 2011 fällig.

Dienstleistungs-

Berichtsjahr 2010 Veränderung

geschäft TEUR TEUR TEUR %

Erträge aus

WertpapierdienstleistungsundDepotgeschäftenVermittlungs-

5.061 5.310 -249 -4,7

erträge

Erträge aus

1.912 1.737 175 10,1

Zahlungsverkehr 2.070 2.204 -134 -6,1

Auch im abgelaufenen Geschäftsjahr konnten wir

weit überdurchschnittliche Erträge aus dem Wertpapierdienstleistungs-

und Depotgeschäft erzielen.

Das durch Unsicherheit gekennzeichnete Kapitalmarktumfeld

führte zu einem Rückgang dieser

Erträge um 4,7 Prozent.

Die gute Zusammenarbeit im FinanzVerbund be -

währte sich auch im vergangenen Jahr bei der Vermittlung

von Bausparverträgen, Versicherungen,

Derivaten, Einlagen und Krediten. Die daraus

erzielten Erträge konnten im Vergleich zum Vorjahr

um 10,1 Prozent ausgebaut werden.

Die Zahlungsverkehrserträge waren 2011 durch

Preissenkungen in einigen Segmenten geprägt. Im

Jahr 2011 nahmen die Transaktionserträge trotz

des Zugewinns im Bereich der Zahlungsverkehrsumsätze

leicht ab. Das Transaktionsvolumen stieg

um 4,2 Prozent auf fast 6,8 Mio. Umsatzposten.

Investitionen

Im Jahr 2011 lag der Investitionsschwerpunkt im

Ausbau unseres Zwischenbaues in Weinheim zum

neuen „Unternehmerhaus“. Wir freuen uns, dass

durch die Aufstockung des Zwischenbaues moderne

Arbeits-, Besprechungs- und Veranstaltungsräume

für unsere Firmenkunden entstanden sind, die optimale

Betreuungsmöglichkeiten zulassen.

Gleichzeitig können nun in der Villa Hagander alle

Betreuer des Bereiches Vermögende Privatkunden

ihren Kunden ein ansprechendes

Ambiente für die Themen Vermögensanlage und

Vermögensnachfolge bieten.

Zur optimalen Gestaltung der Geschäftsabläufe ist

eine moderne EDV-Infrastruktur unumgänglich.

Diese halten wir durch permanente Investitionen

und Optimierung auf dem neuesten Stand.

Personal- und Sozialbereich

Die fachliche Qualifikation unserer Mitarbeiterinnen

und Mitarbeiter ist für uns ein wesentliches

Erfolgskriterium, das wir weiterhin intensiv fördern.

Zahlreiche innerbetriebliche Schulungsveranstaltungen

und der Besuch von Fortbildungsseminaren

innerhalb und außerhalb der genossenschaftlichen

Organisation trugen 2011 dazu bei, den Leistungsstandard

unserer Angestellten weiter zu verbessern

und auf die ständig wachsenden Anforderungen

auszurichten. Für Aus-, Fort- und Weiterbildung

haben wir im Berichtsjahr 238 TEUR investiert.

Dabei erweiterten unsere Mitarbeiterinnen und

Mitarbeiter an 682 Weiterbildungstagen ihr Fachwissen

für unsere Kunden. Im Jahresdurchschnitt

beschäftigten wir, umgerechnet auf Vollzeitkräfte,

153 Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen (Vorjahr 148).


II. Darstellung der Lage und Risikobericht der Volksbank Weinheim eG

1. Gesamtbanksteuerung,

Risikomanagement

Unser Unternehmensleitbild und die Unternehmens -

ziele beschreiben unser Selbstverständnis als

genossen schaftliche Bank. Wir sind im Marktauftritt

an den Wünschen und Zielen unserer Mitglieder und

Kunden orientiert. Gleichzeitig richten wir uns auf die

speziellen Anforderungen des Struktur wandels im

Finanzdienstleistungsmarkt aus. Ziel ist das nachhaltige

Erwirtschaften eines betriebswirtschaftlich angemessenen

Ertrages, um den genossen schaftlichen

Förderauftrag dauerhaft erfüllen zu können.

Der Schwerpunkt unserer langfristig angelegten

Unternehmensplanung liegt im Ausbau der langfristigen

Geschäftsbeziehung mit unseren Mitgliedern

und Kunden innerhalb der definierten strategischen

Geschäftsfelder. Dabei kommt der ganzheitlichen,

umfassenden Beratung in allen Kundensegmenten

eine besondere Bedeutung zu.

Ein weiteres Ziel liegt in der kontinuierlichen Verbesserung

unserer Geschäftsprozesse und internen

Abläufe, um neben wettbewerbsgerechten Kostenstrukturen

ein Optimum an Service für unsere

Mitglieder und Kunden bieten zu können.

Für die daraus im Strategieprozess abgeleitete

Geschäftsstrategie wurden die gegenwärtigen und

zukünftigen Einflussfaktoren einschließlich der

Risiko- und Ertragskonzentrationen der Bank angemessen

berücksichtigt und eine konsistente Risikostrategie

entwickelt. Dabei überprüfen wir

regelmäßig die Einflussfaktoren, um erforderlichenfalls

die Strategien anzupassen.

Mit Hilfe der aus den Strategien abgeleiteten

Kennzahlen und Limitsysteme planen und steuern

wir unser Institut hinsichtlich Ertrag, Kosten und

Risi ken. Bei Abweichungen zur geplanten Entwicklung

sind ge gebenenfalls Anpassungen der Strategien

erforderlich.

Risikosteuerung

Das Risikomanagement hat die Aufgabe, Risiken

zu erkennen, einzuschätzen, zu beurteilen und zu

begrenzen. Die Risikosteuerung, -überwachung

und -kontrolle ist in die Unternehmensplanung

und Unternehmungssteuerung der Bank integriert

und gesamtbankbezogen ausgerichtet.

Der Begrenzung der Risiken aus unserer Geschäftstätigkeit

messen wir besondere Bedeutung bei.

Durch Funktionstrennungen in den Arbeits -

abläufen und die Tätigkeit unserer funktionsfähigen

Internen Revision haben wir die Zuverlässigkeit

der Steuerungsinformationen aus der ordnungs -

gemäßen Geschäftsabwicklung sichergestellt.

Die instrumentalisierte Früherkennung von Risiken ist

vor dem Hintergrund wachsender Komplexität der

Märkte im Bankgeschäft von großer Bedeutung. Wir

verstehen dies als eine zentrale Aufgabe. Der hierfür

zuständige Bereich berichtet direkt dem Vorstand.

Im Management der Risiken unterscheiden wir

zwischen Adressenausfall-, Marktpreis-, Liquiditäts-,

Vertriebs- und Betriebsrisiken.

Adressenausfallrisiken

Das Kreditrisikomanagement beinhaltet die Risiko -

steuerung und -kontrolle sowie das Reporting,

insbesondere die Umsetzung und Einhaltung der

Kredit- und Kreditrisikostrategie des Vorstandes,

die Betreuung problembehafteter Engagements

sowie die Sicherheitenverwertung und Abwicklung

von gekündigten Krediten.

Zur Steuerung unserer Adressenausfallrisiken im

Kreditgeschäft und der Emittentenrisiken im

Wertpapiergeschäft haben wir ein vermögensorientiertes

Managementsystem aufgebaut.

Auf Basis der durch den genossenschaftlichen Verbund

erhobenen, validen Ausfallwahrscheinlichkeiten

in Verbindung mit der Sicherheitenstruktur

unseres Kreditportefeuilles sind wir in der Lage,

den „erwarteten Verlust" sowie die „unerwarteten

Verluste“ im Bereich der Kreditrisiken betriebswirtschaftlich

zu ermitteln. Die Ergebnisse des erwarteten

Verlustes berücksichtigen wir als Plan-Risikokosten

im Rahmen unserer Planungsrechnungen.

Zur Deckung der unerwarteten Verluste stehen

ausreichende Vorsorgereserven nach § 340f HGB

zur Verfügung. Daneben werden Emittenten- und

Kontrahentenlimite geführt und überwacht.

23


24

Neben der betriebswirtschaftlichen Quantifizierung

der Kreditrisiken ermitteln wir auch durch

historische und hypothetische Stresssimulationen

die Verlustanfälligkeit unserer Kreditpositionen. Die

daraus gewonnenen Erkenntnisse werden angemessen

in der Kreditrisikostrategie berücksichtigt.

Marktpreisrisiken

Für das Messen und Steuern der Marktpreisrisiken

besteht ein Limitsystem, das an der Risikotrag -

fähigkeit der Bank ausgelegt ist. Neben dem klassischen

Zinsänderungsrisiko aus der Fristentrans -

formation können wir bewusst auch andere Risikoarten

zur breiteren Diversifizierung eingehen.

Neben den Aktienrisiken sind dies Immobilien-,

Fremdwährungs- und sonstige Marktpreisrisiken.

Diese sind streng limitiert und an unsere Risikotragfähigkeit

angepasst. Die Risikopositionen

außerhalb des Zinsbuches sind überwiegend in

unserem Spezialfonds gebündelt.

Wir steuern unsere Marktpreisrisiken mit einem

vermögensorientierten Ansatz. Dabei werden alle

Risikopositionen nach den Vorgaben des bundeseinheitlichen

VR-Control-Konzeptes erfasst, bewertet

und gesteuert. Hierzu dient die barwertige Bewertung

der Marktpreisrisikopositionen mittels Value at

Risk-Kennziffern. Neben der betriebswirtschaftlichen

Quantifizierung der Marktpreisrisiken ermitteln wir

auch durch historische und hypothetische Stress -

simulationen die Verlustanfälligkeit unserer Marktpreisrisikopositionen.

Die daraus gewonnenen Erkenntnisse

werden angemessen in der Eigenanlagestrategie

berücksichtigt.

Wir hielten die Marktpreisrisiken und insbesondere

das Zinsänderungsrisiko innerhalb unserer Limite,

so dass auch die aufsichtsrechtlichen Limitierungen

eingehalten wurden.

Neben der vermögensorientierten Steuerung

haben wir als strenge Nebenbedingung die periodische

G+V-Betrachtungsweise implementiert.

Liquiditätsrisiken

Durch die Anbindung an den genossenschaftlichen

Liquiditätsverbund über die genossenschaftliche

Zentralbank sind die Liquiditätsrisiken für die

einzelne Primärgenossenschaft grundsätzlich

beschränkt. Daneben werden diese Risiken durch

die aufsichtsrechtliche Liquiditätskennzahl

begrenzt. Wir achten auf eine jederzeit ausreichende

Liquiditätsversorgung. Hierzu halten wir

einen Bestand an erstklassigen, offenmarktgeschäftsfähigen

Wertpapieren in der Liquiditätsreserve.

In der Liquiditätsrisikosteuerung berücksichtigen

wir sowohl das Abzugsrisiko von großen Einzelanlegern

als auch das allgemeine Abzugsrisiko

unserer Ein lagen, bzw. das Risiko der Inanspruchnahmen

offener Linien mittels hypothetischer

Annahmen. Daneben haben wir als Steuerungsgröße

ein Mindestvolumen kurzfristig verfügbarer

Liquidität festgelegt und einen Notfallplan für

Liquiditätsengpässe eingerichtet.

Durch unser lokales Geschäftsmodell, das eine

hohe Refinanzierungsquote durch Kundeneinlagen

aufweist, sind wir von der Refinanzierung am Geldund

Kapitalmarkt nicht abhängig.

Vertriebsrisiken

Die Vertriebsrisiken - insbesondere Ertrags -

konzentrationen - werden erfasst, bewertet und

gesteuert. Wir haben sie angemessen in unserer

Vertriebs strategie und in unserer Planung berücksichtigt.

Durch eine konservative Planung der Kundengeschäftserträge

sind die Vertriebsrisiken angemessen

in der Risikotragfähigkeit der Bank berücksichtigt.

Mittels hypothetischer Stresssimulationen haben wir

Vertriebsrisiken im Limitsystem eingebunden.

Sonstige Risiken

Die Betriebsrisiken werden durch klare Regeln in der

Aufbau- und Ablauforganisation, ein Qualitäts -

management sowie eine risikoorientierte, unabhängig

agierende Innenrevision, die direkt an

den Vorstand berichtet, so niedrig wie möglich

gehalten. Operationelle Risiken werden durch ein

institutionalisiertes Verfahren qualifiziert und quantifiziert.

In das Risikomesssystem fließen die operationellen

Risiken mit dem in der Solvabilitätsver -

ordnung definierten Standardansatz als eine eigenständige

Risikoklasse ein. Versicherbare Gefahrenpotenziale

sind durch Versicherungsverträge in

banküblichem Umfang abgedeckt.


2. Vermögenslage

Das bilanzielle Eigenkapital sowie die Eigenmittelausstattung

und Solvabilität gemäß § 10 KWG

stellen sich gegenüber dem Vorjahr wie folgt dar:

Eigenmittel,

Solva- Berichtsjahr 2010 Veränderung

bilität TEUR TEUR TEUR %

Eigenkapital

laut Bilanz *)

Haftendes

52.479 46.397 6.082 13,1

Eigenkapital 71.890 64.973 6.917 10,6

Eigenmittel

Solvabilitäts-

71.890 64.667 7.223 11,2

kennziffer 16,4 % 16,4 %

*) Hierzu rechnen die Passivposten 9 (Nachrangige Verbindlichkeiten),

11 (Fonds für allgemeine Bankrisiken) und 12 (Eigenkapital).

Das Eigenkapital laut Bilanz hat sich insbesondere

durch die bilanziellen Eigenkapitalzuführungen und

Einstellungen in den Fonds für allgemeine Bank -

risiken - die teilweise noch der Zustimmung der

Vertreterversammlung bedürfen - erhöht.

Unser Kernkapital gemäß Gewinnverwendungs -

vorschlag beträgt 46,7 Mio. Euro; das sind 5,6 Prozent

der Bilanzsumme.

Ein angemessenes haftendes Eigenkapital, auch als

Bezugsgröße für eine Reihe von Aufsichtsnormen,

bildet neben einer stets ausreichenden Liquidität

die unverzichtbare Grundlage einer soliden

Geschäftspolitik.

Die in der Solvabilitätsverordnung (SolvV) geforderte

Eigenmittelausstattung wurde von uns auch im

Geschäftsjahr 2011 jederzeit eingehalten. Nach

derzeitigem Erkenntnisstand erfüllen wir bereits

heute die erhöhten Anforderungen an das Eigenkapital

nach Basel III. Hier kommt dem Kernkapital

eine besonders hohe Bedeutung zu. Dieses

konnten wir im Verhältnis der Eigenkapitalanforderungen

der SolvV in den letzten Jahren im Verbandsvergleich

überdurchschnittlich erhöhen,

liegen aber immer noch unter dem Verbandsschnitt.

Nach unserer Unternehmensplanung ist

eine weitere Annäherung an den Durchschnittswert

in den folgenden Jahren durch über dem

Bilanzsummenzuwachs liegende Dotierungen des

Fonds für allgemeine Bankrisiken gemäß § 340g

HGB und der Ergebnisrücklagen vorgesehen.

Kundenforderungen

Der Anteil der Kundenforderungen (Aktiva 4) an

der Bilanzsumme ist auf 53,0 Prozent angestiegen

(Vorjahr 52,1 Prozent). Daneben haben wir für

unsere Kunden Fremdwährungskredite im Gegen -

wert von 20,8 Mio. Euro zum Bilanzstichtag (Vorjahr

22,4 Mio. Euro) vermittelt. Für diese Kredite

haben wir Garantien in der jeweiligen Fremd -

währung übernommen.

Die Struktur und der räumliche Umfang unseres

Geschäftsgebietes ermöglichen uns weiterhin eine

ausgewogene branchen- und größenmäßige

Streuung unserer Ausleihungen. Alle Kredit -

regelungen des KWG und satzungsgemäße

Beschränkungen wurden eingehalten.

Die Ermittlung der strukturellen Risiken erfolgt

durch die Einstufung der Kreditnehmer in Bonitäts -

klassen. Dabei werden die vom Bundesverband

der deutschen Volks- und Raiffeisenbanken (BVR)

empfohlenen und validierten Ratingverfahren für

das gewerbliche sowie das private Kreditgeschäft

eingesetzt. In diesen Ratingverfahren wird u.a.

die Vermögens-, Ertrags- und Finanzlage sowie

die Kapitaldienstfähigkeit unserer Kunden beurteilt.

Ziel ist es, mit diesem Verfahren Kreditrisiken

frühzeitig zu erkennen, um rechtzeitig geeignete

Maßnahmen einleiten zu können.

Die Kundenforderungen haben wir auch zum

Jahres ende 2011 wieder mit besonderer Vorsicht

bewertet. Die akuten Risiken wurden in voller

Höhe durch Einzelwertberichtigungen abgeschirmt.

Die bestehenden latenten Risiken sind

durch Pauschalwertberichtigungen und Vorsorgereserven

abgedeckt. Wir begleiten die betreffenden

Kreditnehmer eng, um diese Risiken

kontinuierlich abzubauen.

Die für erkennbare bzw. latente Risiken gebildeten

Einzel- und Pauschalwertberichtigungen wurden

von den entsprechenden Aktivpositionen abgesetzt.

Im Neugeschäft steuern wir unsere Kredit -

vergabe durch risikobegrenzende Vorgaben an

Bonität und Sicherheiten. Durch eine risiko -

orientierte Preispolitik gewährleisten wir, dass die

erwarteten Ausfälle durch den ordentlichen Ertrag

aus dem Kreditgeschäft abgedeckt werden können.

25


26

Wir begleiten unsere Firmenkunden mit unserem

Betreuungsansatz eng, um ihnen die Möglichkeit

einer betriebswirtschaftlichen Standortbestimmung

aufzuzeigen und Impulse für eine positive

wirtschaftliche Entwicklung zu geben.

Durch unsere Liquiditätsplanung konnten wir allen

vertretbaren Kreditwünschen unserer mittelstän -

dischen Kunden und Mitglieder entsprechen.

Wertpapieranlagen

Die Wertpapieranlagen (Aktiva 5 und 6) der

Genossen schaft setzen sich wie folgt zusammen:

Wertpapier-

Berichtsjahr 2010 Veränderung

anlagen TEUR TEUR TEUR %

AnlagevermögenLiquiditäts-

121.070 120.501 569 0,5

reserve 89.630 115.369 -25.739 -22,3

Unsere Anlagestrategie basiert auf zwei Säulen. Das

Wertpapierportfolio dient vorrangig als Liquiditäts -

puffer. Hierzu dienen Anlagen in erstklassigen und

bei der Deutschen Bundesbank für Offenmarkt -

geschäfte zugelassenen Wertpapieren.

Die zweite Säule dient der Verstetigung der Erträge

unseres Wertpapierportfolios. Dabei nutzen wir insbesondere

auch Anlagen in unserem Spezialfonds,

um zum einen durch hohe Diversifikation Einzel -

risiken in ihrer Auswirkung effizient zu begrenzen

und zum anderen verschiedene Asset-Klassen zur

Diversifikation zu nutzen. Dieses Konzept hat sich

gerade auch in der Finanzkrise bewährt.

Dabei wird den verschiedenen Risikoarten durch

eine enge Risikoüberwachung sowie stresstest -

orientierte Risikobegrenzungen Rechnung getragen.

Unser gesamter Bestand an Wertpapieren wurde

nach dem strengen Niederstwertprinzip bewertet.

Zum Bilanzstichtag bestanden erhebliche Kurs -

reserven, insbesondere in unserem Spezialfonds.

Weitere wesentliche Aktiv- und Passivstrukturen

Überschüssige Liquidität wurde auch in Form von

Schuldscheindarlehen (Aktiva 3 und 4) und Namensbriefen

(Aktiva 3) angelegt.

Derivatgeschäfte

Es bestehen Derivate (Devisentermingeschäfte

sowie OTC-Aktienoptionen) im Kundeninteresse,

die alle durch entsprechende Gegengeschäfte

gedeckt sind. Ferner haben wir Derivate zur

Begrenzung der Ertragsauswirkung bei steigenden

Zinsen (Aktiv-Passiv-Steuerung) abgeschlossen.

Mitgliedschaft in der Sicherungseinrichtung

des BVR

Unsere Genossenschaft ist der Sicherungseinrich -

tung des Bundesverbandes der Deutschen Volksbanken

und Raiffeisenbanken e.V. angeschlossen,

die aus dem Garantiefonds und dem Garantie -

verbund besteht.

3. Finanz- und Liquiditätslage

Die Zahlungsbereitschaft war im Geschäftsjahr 2011

stets gegeben. Der Verpflichtung zur Mindestreservehaltung

sind wir jederzeit nachgekommen.

Die aufsichtsrechtlichen Mindestanforderungen

der Liquiditätsverordnung haben wir im Berichtszeitraum

zu jedem Zeitpunkt deutlich übererfüllt.

Unser Geschäftsmodell ist von der Refinanzierung

unserer lokalen Kreditkunden durch die

Einlagen unserer lokalen Kunden geprägt. Dies

ist gerade in Krisenzeiten die Stärke der genossenschaftlich

organisierten Banken.

Durch ein Verhältnis der Kreditausleihungen (Aktivposten

4) zu den Kundeneinlagen (Passivposten 2

und 3) in Höhe von 60,1 Prozent ist eine vom Geld- und

Kapitalmarkt unabhängige Refinanzierung gegeben.

Eine künftige Gefährdung der Liquiditätslage ist

derzeit nicht erkennbar.


4. Ertragslage

Die wesentlichen Erfolgskomponenten der

Genossenschaft stellen sich im Vergleich zum

Vorjahr wie folgt dar:

Erfolgskomponenten

Berichtsjahr 2010 Veränderung

TEUR TEUR TEUR %

Zinsüberschuss

1) Provisions-

20.852 19.540 1.312 6,7

überschuss 2) Verwaltungs-

9.099 9.359 -260 -2,8

aufwendungen

a) Personalauf-

15.315 14.673 642 4,4

wendungen

b) andere Verwaltungsauf

10.237 10.100 137 1,4

wendungen

Betriebsergebnis

5.078 4.573 505 11,0

vor Bewertung 3) 13.376

Bewertungs-

12.265 1.111 9,1

ergebnis 4) Ergebnis der normalenGeschäfts-

-1.627 -2.425 798 32,9

tätigkeit 11.748 9.841 1.907 19,4

Steueraufwand

Einstellung in

Fonds für allge-

3.686 3.167 519 16,4

meine Bankrisiken 2.500 1.000 1.500 150,0

Jahresüberschuss 5.562 5.674 -112 -2,0

1) GuV-Posten 1 abzüglich GuV-Posten 2 zuzüglich GuV-Posten 3

2) GuV-Posten 5 abzüglich GuV-Posten 6

3) Saldo aus den GuV-Posten 1 bis 12

4) Saldo aus den GuV-Posten 13 bis 16

Die Zinsstrukturkurve hat sich auf einem extrem

niedrigen Niveau der Geld- und Kapitalmarktsätze

verflacht. Dies führte temporär zu hohen Fristentransformationserträgen

auch im Jahr 2011. Im

Zusammenhang mit dem gesteigerten Geschäftsvolumen

und höheren Wertpapiererträgen konnte

der Zinsüberschuss nochmals um 1,3 Mio. Euro auf

fast 20,9 Mio. Euro gesteigert werden.

Durch niedrigere Erträge sank der Provisionsüberschuss

um 0,3 Mio. Euro auf 9,1 Mio. Euro. Gleichwohl

ist dies im Vergleich mit anderen baden-württem -

bergischen Banken ein sehr gutes Ergebnis und

zeigt das hohe Vertrauen, das unsere Kunden ihrer

Bank entgegenbringen.

Die Verwaltungsaufwendungen entwickelten sich

planmäßig. Die operativen Personalaufwendungen

sind durch Neueinstellungen und eine tarifliche

Gehaltssteigerung leicht angestiegen. Die anderen

Verwaltungsaufwendungen nahmen um 0,5 Mio.

Euro zu. Belastend wirkten der gestiegene Instand-

haltungsaufwand, die allgemeine Entwicklung der

Preise und außerordentliche Kosten für die optische

Archivierung unserer Kreditakten. Dieses Projekt

wird voraussichtlich im Jahr 2012 abgeschlossen sein.

Der saldierte Bewertungsaufwand verbesserte sich um

0,8 Mio. Euro. Dabei entwickelte sich das operative

Kreditrisikoergebnis positiv. Belastend wirkte

die starke Ausweitung von Risikoprämien im Zuge

der mit dem Schuldenschnitt in Griechenland verbundenen

Unsicherheit bei einigen Wertpapier -

emittenten. Dies führte zu einem negativen Er -

gebnis im Wertpapier-Bereich. Dabei haben wir alle

Wertpapiere nach dem strengen Niederstwertprinzip

bewertet. Die Zuführungen zu den Vorsorgereserven

nach § 340f HGB waren in 2011

geringer als im Vorjahr.

Das Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit legte

um 1,9 Mio. Euro gegenüber dem Vorjahr zu.

Der Steueraufwand nahm um 0,5 Mio. Euro zu. Hier -

bei wurden auch die Ergebnisse der steuerlichen

Außenprüfung von Vorjahren berücksichtigt.

Nach der Verabschiedung der neuen Eigenkapitalregeln

nach Basel III, die ab 2013 gelten sollen, ist

ein besonderer Schwerpunkt auf die Stärkung des

Kernkapitals zu legen. Wir haben aus diesem

Grund zu dem Fonds für allgemeine Bankrisiken

gemäß § 340g HGB für das Jahr 2011 2,5 Mio.

Euro zugeführt. Der Jahresüberschuss liegt in

etwa auf Vorjahreshöhe.

Zur weiteren Stärkung des Kernkapitals beschlossen

Vorstand und Aufsichtsrat, aus dem Jahresüberschuss

3,5 Mio. Euro im Rahmen einer Vorweg -

zuweisung den Ergebnisrücklagen zuzuführen.

5. Zusammenfassende Beurteilung der Lage

Als selbstständige, moderne Bank, die ihren Mitgliedern

gehört, sehen wir unsere Stärke in der

regionalen Präsenz, der Kundennähe und der

damit einhergehenden emotionalen Bindung

unserer Kun den an die Volksbank Weinheim eG als

ihrer Hausbank. Seit über 140 Jahren beweisen wir

Kontinuität in der Förderung der Region und ihrer

Menschen.

27


28

Unser Auftrag ist es, unsere Kunden aktiv und ganzheitlich

zum Erfolg zu führen. Dies setzen wir täglich,

abgestimmt auf die unterschiedlichen Bedürfnisse

der privaten und gewerblichen Kunden, durch

ganzheitliche Betreuungssysteme um.

Im Mittelpunkt steht der Erfolg unserer Kunden.

Denn ihr Erfolg ist gleichzeitig der Erfolg der Bank

und ihrer Mitarbeiter/-innen. Dabei bieten wir engagiert

hohe Qualität bei all unserem Tun. Unsere Mitarbeiter/-innen

arbeiten eigenverantwortlich und

erbringen gerne überdurchschnittliche Leistungen.

Im Kreditgeschäft setzen wir bei Neuengagements

weiter auf Qualität statt auf Quantität.

Die Prozesse und Strukturen der Volksbank Weinheim

eG sind an den Anforderungen unserer Mitglieder

und Kunden ausgerichtet. Dabei werden die

volkswirtschaftlichen Rahmenbedingungen und der

sich im Bankengewerbe rasant entwickelnde

Anpassungsdruck kontinuierlich überprüft und die

notwendigen Anpassungsmaßnahmen eingeleitet.

Es gilt, die angestrebte Marktstellung im Geschäftsgebiet

zur langfristigen Zukunftssicherung unserer

Bank zu gewährleisten. Dazu wollen wir nachhaltig

unsere Marktbearbeitung intensivieren, um einerseits

unseren Mitgliedern und Kunden in der immer

komplexer werdenden Finanzwelt Orientierung

und Rat zu geben und andererseits durch den

Ausbau der Kundenbeziehungen unseren Ertrag

nachhaltig zu steigern.

Die Volksbank Weinheim eG konnte sich in den vergangenen

Jahren gut behaupten und in wesentlichen

Kennzahlen im genossenschaftlichen Vergleich

überdurchschnittlich abschließen.

Wegen des beschriebenen außergewöhnlichen Zinsumfeldes

ist unser Zinsergebnis höher als in den Vorjahren.

Wir sind mit dem Ergebnis 2011 zufrieden.

Die regulatorischen Änderungen der Rahmen -

bedingungen haben und werden weiterhin das

Betreiben von Bankgeschäften verändern. Es traten

in 2011 schon zahlreiche Regelungen in Kraft, die

zu Belastungen in den administrativen Kosten bei

der Bewältigung der vielzähligen - teils büro -

kratischen - Anforderungen führten.

Der Stärkung des Kernkapitals kommt, neben der

guten Ertragslage, eine zentrale Rolle zur Absicherung

der Zukunftsfähigkeit der Bank zu. Hier sind

wir durch die Dotierung des Fonds für allgemeine

Bankrisiken und der Ergebnisrücklagen in 2011

einen weiteren Schritt vorangekommen.

Die Vermögenslage ist durch die weiter verstärkte

Risikotragfähigkeit geordnet.


“Mit Menschen sprechen,

von Menschen lernen,

Menschen überzeugen.”

Bild: Dr. Peter Schuster, Schlegel und Partner GmbH, Vorsitzender der Vereinigung Weinheimer Unternehmer 29


30

III. Vorgänge von besonderer

Bedeutung nach dem Schluss des

Geschäftsjahres

Als Vorgang von besonderer Bedeutung nach

dem Schluss des Geschäftsjahres ist ein Skimming-Fall

in der SB-Geschäftsstelle Mult im März

2012 zu nennen.

IV. Voraussichtliche Entwicklung

(Prognosebericht) sowie

Chancen und Risiken der zukünftigen

Entwicklung

Durch die hohe Unsicherheit in Bezug auf die weitere

Entwicklung der Finanz- und Wirtschaftskrise ist

es kaum möglich, Prognosen der zukünftigen Entwicklung

zu geben. Das Risiko liegt in der weiteren

Entwicklung der europäischen Staatsfinanzkrise, der

internationalen Finanzmärkte und der Weltwirtschaft.

Der hohe Liquiditätsbedarf der sich bislang am

Geld- und Kapitalmarkt refinanzierenden Banken

wird nach unserer Einschätzung auch in den kommenden

Jahren den Wettbewerb um die Kundeneinlagen

verschärfen. Dabei ist mit einem weiter

steigenden Margendruck zu rechnen.

Wir rechnen für 2012 mit einem moderaten An -

stieg der Inlandsnachfrage sowie einem leichten

Rückgang der Auslandsnachfrage. Allgemein wird

in den Jahren 2012 und 2013 mit einem sich ver -

flachenden Wachstumspfad gerechnet. Das Wachs -

tum ist vom Ausbleiben exogener Schocks abhängig.

Die hohen Haushaltsdefizite und Schuldenstände

vieler Staaten bergen neue Risiken für die weitere

Entwicklung.

Die Zinsen sind auf historischen Tiefs angekommen.

Für 2012 rechnen wir mit keiner Normalisierung der

Zinsentwicklung am Geldmarkt, da die EZB durch

den starken Stimulus der expansiven Geldpolitik die

Zinsen niedrig hält. Die Gefahr von Preisblasen an

den Märkten ist stark gestiegen. Dies trägt weiter

zur Unsicherheit an den Märkten bei.

Für 2012 und 2013 erwarten wir bei gewerblichen

Finanzierungen eine stabile Kreditnachfrage. Für die

private Baufinanzierung sehen wir weiter Chancen

für hohe Wachstumsraten. Wir planen daher eine

weitere Steigerung der Forderungen an Kunden.

Durch das Tiefzinsniveau sind bilanzielle Einlagen im

Vergleich zu anderen Anlageformen weniger

attraktiv. Je nach vorherrschendem Risikoappetit

besteht eine Wahrscheinlichkeit, dass ein Teil

unserer klassischen bilanziellen Einlagen wieder an

die Wertpapiermärkte abfließen. Derzeit werden

fällige Einlagen eher kurzfristig angelegt. Wir

rechnen mit einer unsteten Einlagenentwicklung.


Zusammenfassend planen wir für 2012 und 2013 im

Kreditgeschäft eine steigende Volumensentwicklung.

Die Entwicklung der Kundeneinlagen kann schwer

vorhergesagt werden. Bei einer Normalisierung der

politischen Rahmenbedingungen und einer positiven

Wirtschaftsentwicklung könnten die derzeit unter

Sicherheitsaspekten kurzfristig geparkten Gelder

unserer Kunden abfließen und zu einem Rückgang

der Kundeneinlagen in 2012 und 2013 führen.

Durch die abnehmende Fristentransformation

planen wir für 2012 ein niedrigeres Zinsergebnis.

Für 2013 erwarten wir einen weiteren Rückgang

des Zinsergebnisses. Das Provisionsergebnis sehen

wir in den Jahren 2012 und 2013 in einer konstan -

ten Entwicklung.

Durch die geplante Verstärkung der Marktstellung

in der Region haben wir mit einem leichten

Anstieg der Beschäftigten begonnen. Die Personalaufwendungen

werden im Prognosezeitraum

weiter moderat steigen. Nach einem temporären

Anstieg der allgemeinen Verwaltungsaufwendungen

bis einschließlich 2012 sollten die Aufwendungen

ab 2013 weitgehend konstant bleiben. Insgesamt

erwarten wir in unseren Planungen ein

niedrigeres Betriebsergebnis vor Bewertung.

Das Bewertungsergebnis ist im aktuellen Umfeld

weiterhin nur schwer planbar. Durch die gute

Wirtschaftserholung hat die Wirtschaftskrise zu

keiner erhöhten Risikovorsorge für Kunden

geführt. Die tatsächliche Risikovorsorge liegt derzeit

unter dem erwarteten Verlust. Die gute Risiko -

tragfähigkeit würde auch schlechtere Szenarien

als angenommen abdecken.

Aufgrund des in der Planung zugrunde gelegten

Szenarios rechnen wir im operativen Kredit -

risikoergebnis mit ansteigenden Belastungen, mit

einem ausgeglichenen Bewertungsergebnis der

Eigenanlagen sowie mit geringeren Zuführungen

zu den Vorsorgereserven.

Chancen für die Ertragslage bestehen bei einer

deutlich besseren Konjunkturentwicklung als prognostiziert,

was zu einer positiveren Geschäftsentwicklung

führen könnte. Weitere Chancen können

aus einer deutlich steileren Zinsstrukturkurve als

von uns prognostiziert entstehen.

Risiken für die Ertragslage bestehen in einer

schlechteren Konjunkturentwicklung als prognostiziert,

die zu einer rückläufigen Geschäftsentwicklung

führen könnte. Weitere Risiken können durch

sehr schnell ansteigende Geld- und Kapitalmarktzinsen

entstehen.

Die Auswirkungen der zahlreichen regulatorischen

Maßnahmen auf das Ergebnis lassen sich derzeit

nicht vorhersehen.

Wegen der weiter verbesserten Vermögenslage

und der damit verbundenen Risikotragfähigkeit

sowie unserer regionalen Marktkenntnisse gehen

wir davon aus, auch zukünftig Ertragschancen für

die Mitglieder, Kunden und Mitarbeiter nutzen zu

können. Bestandsgefährdende Risiken, die einen

wesentlichen Einfluss auf die Vermögens-, Finanzund

Ertragslage der Bank hätten, sind weiterhin

nicht zu erkennen.

Insgesamt rechnen wir in den nächsten beiden

Jahren mit einem Ergebnis, das sich unter dem in

2011 erreichten Niveau bewegt. Wir erwarten,

trotz der Normalisierung der derzeit sehr guten

Ertragslage, auch für die nächsten Jahre eine

attraktive Dividende für unsere Mitglieder erwirtschaften

zu können. Dabei sollte es uns möglich

sein, unser Kernkapital überdurchschnittlich zu

stärken. Die mit Basel III verbundenen Eigenkapitalanforderungen

werden wir deutlich übererfüllen.

Weinheim, 27. März 2012

Volksbank Weinheim eG

Der Vorstand

Wolf-Dietrich Möller -Sprecher-

Uwe Bleich

Manfred Soßong

31


32

Vorschlag für die

Ergebnisverwendung

Der Vorstand schlägt im Einvernehmen mit dem

Aufsichtsrat vor, den Jahresüberschuss von

EUR 5.562.203,60 - unter Einbeziehung eines

Gewinnvortrages von EUR 5.520,38 sowie nach

den im Jahresabschluss mit EUR 3.500.000,00

aus gewiesenen Einstellungen in die Rücklagen

(Bilanzgewinn von EUR 2.067.723,98) - wie folgt

zu verwenden:

Vorschlag für die Ergebnisverwendung

Weinheim, 27. März 2012

Volksbank Weinheim eG

Der Vorstand

Wolf-Dietrich Möller -Sprecher-

Uwe Bleich

Manfred Soßong

EUR

Ausschüttung einer

Dividende von 5,00 % 566.095,15

Zuweisung zu den

Ergebnisrücklagen

b) Andere Ergebnisrücklagen 1.500.000,00

Vortrag auf neue Rechnung 1.628,83

insgesamt 2.067.723,98

Bericht des Aufsichtsrates

Der Aufsichtsrat hat im Berichtsjahr die ihm nach

Gesetz, Satzung und Geschäftsordnung obliegenden

Aufgaben erfüllt. Er nahm seine Überwachungsfunktion

wahr und fasste die in seinen Zuständigkeitsbereich

fallenden Beschlüsse.

Der Vorstand informierte den Aufsichtsrat in regelmäßig

stattfindenden Sitzungen über die Geschäfts -

entwicklung, die Vermögens-, Finanz- und Ertrags -

lage sowie über besondere Ereignisse.

Den Jahresabschluss, den Lagebericht und den

Vor schlag für die Verwendung des Jahresüberschusses

hat der Aufsichtsrat geprüft und in Ordnung

be funden. Der Vorschlag für die Verwendung

des Jahres überschusses - unter Einbeziehung

des Gewinnvortrages - entspricht den Vorschriften

der Satzung.

Weinheim, 14. Mai 2012

Der Aufsichtsrat

Andreas Hufnagel -Vorsitzender-


Ihre Notizen

33


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