Privat - Raiffeisen

raiffeisen.at

Privat - Raiffeisen

PERSÖNLICHE FINANZEN

Vermögensverwaltung

Privat-

Die große

Privat-

Privat-

Privat-

Privat-

Privat-

Privat-

Privat-

Banking-

Übersicht

Die Auswahl an Banken für

individuelle Vermögensverwaltung

wird auch hierzulande größer und

differenzierter – und damit

schwieriger. GEWINN führt Sie

durch das Angebot und beschreibt,

welche Bank sich an welchen

Kunden wendet.

VON MARTIN MAIER

50 GEWINN 5/06


GEWINN 5/06

PERSÖNLICHE FINANZEN

Vermögensverwaltung

51

Foto: Studio Ehringer GmbH


PERSÖNLICHE FINANZEN

Vermögensverwaltung

▲ Andreas S. ist Marketing-Lei-


Dr. Christian Ohswald, Raiffeisen Private Banking Wien: „Wir wurden

für den Mittelstand gegründet und widmen uns somit auch jenen

Kunden, die bereits kleinere Vermögen anlegen möchten.“

ter bei einem international

agierenden Wiener Unternehmen.

Sein Jahreseinkommen

hat mittlerweile rund 100.000

Euro erreicht, womit er für heimische

Verhältnisse durchaus zu den Besserverdienern

zählt. Er fühlt sich bei seiner

Hausbank nicht mehr ausreichend

beraten und möchte eine individuelle

Vermögensberatung in Anspruch nehmen,

obwohl er noch nicht über ein

nennenswertes Finanzvermögen verfügt.

Außerdem braucht er eine Finanzierung,

um sich und seiner Familie

den Traum eines Eigenheims im 19.

Bezirk in Wien zu verwirklichen. Mit

diesen Vorstellungen wendet sich der

Manager an eine renommierte Privatbank,

die ihm von einem Geschäftsfreund

empfohlen wurde. Aus

Höflichkeit hat ihn sein Freund nicht

nach seinen finanziellen Verhältnissen

und Vorstellungen gefragt, wodurch er

ihn mit seinem Tipp eher in die falsche

Richtung gelotst hat. Denn die Berater

eines reinen Private-Banking-Anbieters

werden Herrn S. höflich nahe

legen, sich an eine andere Bank zu wenden,

weil er einerseits noch über kein

zu veranlagendes Vermögen verfügt,

und andererseits aber einen Finanzierungsbedarf

für den Hausbau hat, was

Foto: Raiffeisen Private Banking

die klassischen Private Banker nicht zu

ihrem Leistungsumfang zählen.

Wer zu wem passt

Nicht jeder Kunde passt zu jedem Unternehmen

und umgekehrt. Das gilt

auch, wenn nicht sogar ganz besonders

für individuelle Vermögensberatung

bzw. Private Banking. Ob Kunde und

Bank zusammenpassen, ist zwar nicht

ausschließlich, aber dennoch in erster

Linie eine Frage des Geldes: Manche

sehen sich als der optimale Ansprechpartner

für Leute, die nur über

mittlere Einkommen und noch kein

nennenswertes Vermögen verfügen,

während andere ihr Leistungsspektrum

erst ab einem bereits vorhandenen

Anlagevermögen von einer Million

Euro und mehr so richtig entfalten können.

Darüber hinaus sind weitere Kriterien

für die richtige Partnerwahl entscheidend:

Will man einen reinen

Vermögensverwalter oder auch die

herkömmlichen Bankdienstleistungen

(Girokonto, Finanzierungen . . .) aus

einer Hand? Ist ein besonderes Verständnis

für die Bedürfnisse eines Unternehmers

oder einer Privatstiftung erforderlich?

GEWINN hat aus diesem Grund

die heimischen Anbieter danach befragt,

welche Art von Kunden sie als

Mag. Susanne Höllinger, Erste Private Banking: „Wir bieten unseren

Kunden auch alle Services eines Allfinanzdienstleisters und damit

einen breiteren Leistungsumfang als eine klassische Privatbank.“

ihre Zielgruppe betrachten und wo

sie ihre Stärken sehen.

Banken für „Besserverdiener“

Österreich ist zwar ein reiches Land,

aber nicht jeder wird hier automatisch

reich geboren. Diesen Umstand

haben einige Banken erkannt und

wenden sich nicht in erster Linie an Millionenerben

und schwerreiche Privatstiftungen,

sondern dezidiert an jene

Zielgruppe, die man hierzulande wohl

als „gute Verdiener“ bezeichnen würde

und die sich etwas mehr von ihrer Bank

erwarten als die herkömmliche Betreuung

am Schalter. Es gibt in Österreich

nur 16.000 Personen mit über

einer Million Euro Finanzvermögen,

dafür rund 60.000 Leute im gutbürgerlichen

Mittelstand und 300.000 bis

eine Million Freiberufler, die sich im

Filialbetrieb tendenziell unterversorgt

fühlen, aber Berührungsängste mit Private

Banking haben. „Raiffeisen Private

Banking Wien wurde für den gehobenen

Mittelstand gegründet und

widmet sich somit auch jenen Kunden,

die kleinere Vermögen anlegen möchten“,

outet sich Dr. Christian Ohswald,

Chef von Raiffeisen Private Banking

Wien, als ein Spezialist für mittlere

bis hohe Einkommen.

Ganz klar sieht auch die Wiener

52 GEWINN 5/06

Foto: Erste



PERSÖNLICHE FINANZEN

Vermögensverwaltung

Mag. Georg-Viktor

Dax, Raiffeisen Capital

Management:

„Unsere Berater für

gehobene Privatkunden

sind direkt in der

Raiffeisenbank vor

Ort erreichbar.“

Privatbank (ehemalige

Samesch-Bank) laut

Mag. Josef Halbmayr

ihre Stärken bei Vermögen

bis zu einer Million,

was auf gut 70 Prozent

ihrer Kunden zutrifft:

„Unsere Bank ist

die richtige Adresse für

Einsteiger ins Private

Banking und für Interessenten

an Veranlagung

in Immobilien.“

Die Hypo Vorarlberg betreut laut

Dr. Johannes Hefel, Vorstandsmitglied

und zuständig für Private Banking,

Kunden, die zwar bereits gut verdienen,

aber dennoch nicht zu den wirklich

Vermögenden zählen müssen,

So viel Ertrag brachten die Depots

der Private Banker

Das unabhängige Frankfurter Ranking-Institut firstfive AG analysiert

und vergleicht im Auftrag von Private-Banking-Anbietern

und -Kunden die Erträge von real existenten Wertpapier-

Portfolios, die von Private Bankern verwaltet werden. Die Ergebnisse

werden in vier verschiedenen Risikoklassen zusammengefasst

und veröffentlicht. Die hier gezeigten Werte stellen

die Durchschnittserträge der analysierten Depots für das Jahr

2005 dar.

Überraschend dabei ist, dass trotz der gebotenen Vorsicht bei

der Verwaltung der Kundengelder und der entsprechend risikoscheuen

Anlagepolitik der Private Banker dennoch stattliche Erträge

eingefahren werden konnten. Die üblicherweise vorsichtigen

Prognosen von jährlichen vier bis acht Prozent wurden für

letztes Jahr deutlich übertroffen. Dabei stellt sich aber die

Frage, ob auch in einem nicht so guten Investmentjahr (wie

man das Jahr 2005 rückblickend bezeichnen kann) ebenso gute

Ergebnisse erzielt werden könnten. Denn das sollte ja schließlich

zu den Kernkompetenzen eines Private Bankers gehören.

54 GEWINN 5/06

Foto: Raiffeisen Capital Management


2005: Von acht bis 22 Prozent Plus

Durchschnittsertrag der verschiedenen Risikoklassen in Prozent

konservativ ausgewogen moderat dynamisch

dynamisch

Quelle: firstfive AG


und bietet ab 50.000 je

nach Risikoneigung unterschiedlicheStandarddepots

an.

Private Banking

österreichweit

Die BA-CA-Tochter

Schoellerbank richtet

ihre Dienstleistungen

in ihrem eigenen österreichweiten

Filialnetz

prinzipiell an alle Privatkunden

auch bis hin zu Schwerreichen

und wollte sich nicht auf eine Kundengruppe

festlegen lassen (siehe Tabelle

auf Seite 64). Aber mit einem recht

niedrigen Einstiegspotenzial von 70.000

Euro Veranlagungsvolumen für Privatkunden

ist man auch als „Einsteiger“

offenbar bereits

sehr willkommen.

Ähnlich positioniert

sich auch die Raiffeisen

KAG, die unter

der Marke „Raiffeisen

Capital Management“

individuelle Vermögensverwaltung

ab

75.000 Euro in vielen

der regionalen Raiffeisen-Filialen

mit Unterstützung

von einer zentralenVermögensberatung

aus anbietet. Nur 20 Prozent der

Kundendepots übersteigen hier die

300.000-Euro-Grenze. Laut Mag.

Georg-Viktor Dax „sind wir eher auf

dem Land stärker vertreten. Die Beratung

über die herkömmlichen Bankgeschäfte

erfolgt in der Filiale vor Ort.

Wenn dann die Frage

der Vermögensverwaltung

auftaucht, werden

wir hinzugezogen.“

Auch bei der Capital

Bank mit Filialen

in Wien, Salzburg, Graz

und Kitzbühel liegt der

Schwerpunkt bisher bei

Kunden, die über eher

kleinere Portfolios verfügen

(60 Prozent haben

Depots bis 300.000

Euro, 35 Prozent bis zu

einer Million, nur fünf Prozent darüber).

Im Unterschied zur Hypo Vorarlberg

konzentriert sich die Tiroler Sparkasse

eher auf den Westen des Landes

und möchte Leuten mit hohem bis

mittleren Einkommen individuelle

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Dir. René Ott, LGT

Bank in Liechtenstein,

vertritt die

Privatbank der liechtensteinischenFürstenfamilie

mit einer

eigenen Repräsentanz

in Wien.

Ernst Abensperg und

Traun, Anglo Irish

Bank Österreich,

betreut mit seinem

Multikulti-Team von

Wien aus eine sehr

internationale Kundschaft

Foto: LGT Bank in Liechtenstein AG

Foto: Sissi Furgler Fotografie Foto: Niko Formanek

Dr. Michael Vollath,

Bankhaus Krentschker

& Co, sieht sich als

richtige Adresse für

vermögende Personen

und Selbstständige, die

die Möglichkeit der Finanzierung

benötigen



PERSÖNLICHE FINANZEN

Vermögensverwaltung

Dr. Ruth Iwonski-Bozó, BankPrivat, wendet sich als BA-CA-Tochterbank

an alle, welche die individuelle Beratung einer Privatbank

schätzen und gleichzeitig die Sicherheit einer Großbank wollen

Heiß umkämpft: Private-Banking-Markt in Österreich

(nach Eigenangaben der Anbieter, in Mio. Euro, Stand: 8. 2005)

56

NAME DER BANK VERWALTETES VERMÖGEN IN ÖSTERREICH

ERSTE PRIVATE BANKING 20.000

CONSTANTIA PRIVATBANK 14.600

BANK GUTMANN 9.100

SCHOELLERBANK 5.900

HYPO VORARLBERBG 5.300

BANKHAUS CARL SPÄNGLER 5.000

CAPITAL BANK 4.700

BANK PRIVAT 3.900

SAL. OPPENHEIM ÖSTERREICH 3.100

BANKHAUS JUNGHOLZ 2.800

ANGLO IRISH 2.500

BANK VONTOBEL ÖSTERREICH 2.000

RAIFFEISEN

PRIVATE BANKING WIEN 1.700

BANKHAUS

SCHELHAMMER & SCHATTERA 1.600

M & A PRIVATBANK AG 1.100

EUROAM-BANK 550

BANKHAUS

KRENTSCHKER & CO

500

TIROLER SPARKASSE 271

Foto: Bank Privat AG

KEINE ANGABEN VON:

Deutsche Bank Österreich, Kathrein

& Co, LGT Bank Liechtenstein, Oberbank,

Portfolio Management Associates,

Privatinvest Bank, Raiffeisen

Capital Management, UBS Österreich,

Wiener Privatbank, Meinl Bank

Angaben in Mio. Euro

0 5.000 10.000 15.000 20.000

Franz Witt-Dörring, UBS Wealth Management Österreich, vertritt in

Österreich einen Konzern, der weltweit mehr als 1,7 Billionen Euro

an Kundengeldern verwaltet


Vermögensverwaltung anbieten, auch

wenn man in Tirol einen „guten Verdienst“

offenbar anders definiert: Kunden

unter 300.000 Veranlagungsvolumen

zählen nicht zu ihrer Klientel.

Dennoch wird Anlegern mit einem Kapital

ab 35.000 Euro eine standardisierte

Vermögensverwaltung mit Fonds

geboten.

Vermögen bereits vorhanden

Die nächste Gruppe an Banken konzentriert

sich zwar nicht auf die wirklich

reiche Kundschaft, setzt jedoch

voraus, dass ein gewisses Vermögen

(Startkapital von 100.000 bis 500.000

Euro) bereits vorhanden ist, um optimale

Ergebnisse erzielen zu können.

Kunden, die nur über mittlere Einkommen

verfügen, zählen definitiv

nicht zu der Zielgruppe mit der höchsten

Priorität. So sieht sich zum Beispiel

das Bankhaus Krentschker mit Sitz in

Graz und Wien laut Karl Freidl als der

richtige Ansprechpartner für „bereits vermögende

Personen, Leute aus der Erbengeneration,

aber auch Selbstständige,

die die Möglichkeit einer Finanzierung

benötigen, um im Lauf ihres Berufslebens

einmal zu einem sehr vermögenden

Kunden zu werden“. Das

notwendige Veranlagungskapital wird

Lesen sie weiter auf Seite 66.

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Foto: www.mediendienst.com



PERSÖNLICHE FINANZEN

Vermögensverwaltung

Dr. Rudolf Stahl, Bank Gutmann, lässt einen Betreuer maximal

60 Kunden betreuen, damit für jeden Einzelnen in der Beratung

genügend Zeit bleibt

Foto: Bank Gutmann AG

Mag. Norbert Gertner, Constantia Privatbank, lässt in den Kundendepots

maximal 40 Prozent an Eigenprodukten zu, den Großteil machen

Produkte namhafter nationaler und internationaler Emittenten aus

Private-Banking-Anbieter in Österreich: Teil 1 von Anglo Irish bis Bank Privat

(in alphabetischer Reihenfolge, Inhalt nach eigenen Angabe der Banken)

Name der Bank

Anglo Irish

Bank

Österreich

Bank Gutmann

AG

Bankhaus

Carl Spängler

Bankhaus

Jungholz

Bankhaus

Krentschker

& Co

Bankhaus

Schelhammer

& Schattera AG

Bank Privat AG

Web-Seite (www.)

angloirish

bank.at

gutmann.at spaengler.at

bankhaus

jungholz.at

krentschker.at schelhammer.at bankprivat.com

(Mehrheits-)Eigentümer

Anglo Irish

Bank, Irland

Familie

Kahane

Familie

Spängler

Raiffeisenbank

Reutte

Steirische

Sparkasse

Männl. Ordensgemeinschaften

BA-CA

Gründungsjahr in Österreich 1995 1922 1828 1898 1923 1832 2000

Zahl der Berater in Österreich 34 23 52 25 18 8 50

Zahl der Berater weltweit – – – 35 20 – –

Verwaltetes Vermögen gesamt in Österreich 2,5 Mrd. 9,1 Mrd. 5 Mrd. 2,8 Mrd. 500 Mio. 1,6 Mrd. 3,9 Mrd.

Verwaltetes Vermögen weltweit – – – 3 Mrd. – – 4,7 Mrd.

Ab welchem Veranlagungsvolumen in Euro

ist Private Banking möglich?

100.000,– 500.000,– 100.000,– 100.000,– 100.000,– 1 150.000,– 1.000.000,– 2

Anzahl ihrer Kunden nach der Höhe des verwalteten Vermögens (in Prozent):

Kunden mit bis zu 300.000 Euro – – – – 20 40 –

Kunden von 300.000 bis eine Million Euro – – – – 70 40 –

Kunden über eine Million Euro – – – – 10 20 –

„High-Networth-Individual“ ab Euro 1.000.000,– 3.000.000,– keine Einstufung 1.500.000,– 400.000,– keine Einstufung 1.000.000,–

Gibt es weitere Unterscheidungen

innerhalb der HNWI?


Family Service

ab 3 Mio. Euro

– – Nein – Nein

In welchem Kundensegment liegen die Stärken? (Priorität von 1 „sehr“ bis 3 „weniger“)

Mittlere Einkommen, Selbstständige 3 2 3 – 1 3 2

Hohe Einkommen bzw. vorh. Vermögen 1 1 1 1 1 2 2

Bereits sehr vermögende Personen 1 1 2 1 1 1 1

Ab welcher Höhe des Anlagevermögens

werden individuelle Portfolios relevant?

500.000,– – 100.000,– 100.000,– 400.000,– 150.000,– 300.000,–

Welches Angebot besteht für Kunden, die

über kein solches Vermögen verfügen?

vier verschiedene

Anglo-

Irish-Fonds

Kombination

Einzel- und

Dachfonds

Fondsportfolios Standardlösunin

sechs Risiko- gen mit Best-inkategorien

Class-Produkten


Investmentfonds


1 ) ab 20.000,– im Rahmen der Avantgarde-Produktreihe; 2 ) Bzw. ab 150.000,– disponiblem Bruttojahreseinkommen

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Foto: www.peterrigaud.com



PERSÖNLICHE FINANZEN

Vermögensverwaltung

Schoellerbank-Vorstand Jürgen Danzmayr: „Seine“ Bank (100-Prozent-Tochter

der BA-CA) ist mit 13 Standorten und rund 360 Mitarbeitern

auch österreichweit vertreten

Foto: Schoellerbank AG

Dr. Johannes Hefel, Vorstandsmitglied der Hypo Vorarlberg:

„Wir bieten unseren Kunden schon ab 50.000 Euro Standarddepots

zur Vermögensverwaltung an.“

Private-Banking-Anbieter in Österreich: Teil 2 von Bank Vontobel bis Hypo Vorarlberg

(in alphabetischer Reihenfolge, Inhalt nach eigenen Angabe der Banken)

Name der Bank Bank Vontobel

Capital

Bank AG

Constantia

Privatbank AG

Deutsche Bank

Private Wealth

Man. Österreich

Erste Private

Banking

EURAM-Bank

European American

Inv. Bank

Hypo Vorarlberg

(Wien)

Web-Seite (www.) vontobel.at capitalbank.at constantia.at pwm.db.com/de

privatebanking.

erstebank.at

euram.com hypovbg.at

(Mehrheits-)Eigentümer

Vontobel AG, Grazer Wechsel-

Zürich seitige Vers.

Familie

Turnauer

Deutsche

Bank-Konzern

Die Erste Privat- Investorengrupstift.,

Streubes. pe aus den USA

Hypo

Vorarlberg

Gründungsjahr in Österreich 1996 1922 1986 1989 1993 1999 1897

Zahl der Berater in Österreich 15 17 17 17 28 13 59

Zahl der Berater weltweit – 25 – – 28 24 –

Verwaltetes Vermögen gesamt in Österreich 2 Mrd. 4,7 Mrd. 14,6 Mrd. – 20 Mrd. 550 Mio. 5,3 Mrd.

Verwaltetes Vermögen weltweit 37 Mrd. – – 168 Mrd. – 5 Mrd. –

Ab welchem Veranlagungsvolumen in Euro

500.000,– k. A. 500.000,– 300.000,– 500.000,– 3 ist Private Banking möglich?

500.000,– 250.000,–

Anzahl ihrer Kunden nach der Höhe des verwalteten Vermögens (in Prozent):

Kunden mit bis zu 300.000 Euro – 60 0 – 30 0 –

Kunden von 300.000 bis eine Million Euro – 35 59 – 40 35 –

Kunden über eine Million Euro – 5 41 – 30 65 –

„High-Networth-Individual“ ab Euro 5.000.000,– 1.000.000,– 7.000.000,– 1.000.000,– 2.500.000,– 1.500.000,– 700.000,–

Gibt es weitere Unterscheidungen

innerhalb der HNWI?


Family Office Family Office

ab 2 Mio. Euro ab 50 Mio. Euro

Family Office

Family Office Family office ab 1 Mio. spezi-

ab 10 Mio. Euro ab 15 Mio. Euro elle Lösungen

In welchem Kundensegment liegen die Stärken? (Priorität von 1 „sehr“ bis 3 „weniger“)

Mittlere Einkommen, Selbstständige 3 3 – 3 3 3 2

Hohe Einkommen bzw. vorh. Vermögen 2 1 2 2 2 2 1

Bereits sehr vermögende Personen 1 2 1 1 1 1 3

Ab welcher Höhe des Anlagevermögens

werden individuelle Portfolios relevant?

– 300.000,– 1.000.000,– – 500.000,– 4 1.000.000,– 250.000,–

Welches Angebot besteht für Kunden, die

über kein solches Vermögen verfügen?

Fünf Portfolios Zero-Cost-Dach- Asset Allocation

(Safety, Safety fonds, Value- Funds (z. B.

Adv., Balanced, Investment- Constantia

Bal.Adv,Growth) Fonds Absolute Fonds)


Standard-

Vermögensverwaltung

Premium Plus

Fonds und

Zertifikate

Standarddepots

ab 50.000,–

Euro

3 ) ab zirka 250.000,– Personal Banking (stärker standardisiert); 4 ) gemischtes Portfolio mit Fonds und Aktien, ab 300.000,– ein Fondsportfolio

60 GEWINN 5/06

Foto: Hypo Vorarlberg



PERSÖNLICHE FINANZEN

Vermögensverwaltung

KR Heinrich Spängler: „Das Bankhaus Spängler ist die richtige Bank

für Kunden, die vom Girokonto über Finanzierungen bis hin zum

Private Banking alles aus einer Hand haben wollen.“

Foto: Bankhaus Spängler

Mag. Charles van Erp, Deutsche Bank Wien: „Viele unserer Mandanten

haben Verbindungen ins Ausland, so erfordert ihre Betreuung,

auch komplexe Strukturen im In- und Ausland zu erfassen.“

Private-Banking-Anbieter in Österreich: Teil 3 von Kathrein & Co bis Privatinvest Bank

(in alphabetischer Reihenfolge, Inhalt nach eigenen Angabe der Banken)

Name der Bank

Kathrein & Co

Privatgeschäftsbank

LGT Bank in

Liechtenstein

AG, Wien

M & A

PrivatBank AG

Meinl Bank AG Oberbank

Portfolio

Management

Associates

Privatinvest

Bank

Web-Seite (www.) kathrein.at lgt.com mabankag.com meinlbank.at oberbank.at pmag.at

privatinvest

bank.at

(Mehrheits-)Eigentümer

Raiffeisen

Zentralbank

Fürstenfamilie

Techno AG (Fam.

Liechtenstein

Egger, Hönigsberger,

Kovats)

– –

Hottinger

Group, Schweiz

Reuschel & Co.

Finanz-Service

München

Gründungsjahr in Österreich 1923 2004 2000 1923 1869 2002 1885

Zahl der Berater in Österreich 12 5 12 – – 4 –

Zahl der Berater weltweit 12 150 – ca. 20 100 70 15

Verwaltetes Vermögen gesamt in Österreich – – 1,1 Mrd. – – – –

Verwaltetes Vermögen weltweit – 50 Mrd. – 8 Mrd. 1,46 Mrd. – –

Ab welchem Veranlagungsvolumen in Euro

ist Private Banking möglich?

1.000.000,– 250.000,– 150.000,– 1.000.000,– 350.000,– 500.000,– 30.000,–

Anzahl ihrer Kunden nach der Höhe des verwalteten Vermögens (in Prozent):

Kunden mit bis zu 300.000 Euro – 10 5 – 10 –

Kunden von 300.000 bis eine Million Euro – – 70 15 – 47 –

Kunden über eine Million Euro – – 20 80 – 43 –

„High-Networth-Individual“ ab Euro ab 7–10 Mio. 2.000.000,– 1.000.000,– 10 Mio. – – 1.000.000,–

Gibt es weitere Unterscheidungen

innerhalb der HNWI?

nein nein nein nein nein nein nein

In welchem Kundensegment liegen die Stärken? (Priorität von 1 „sehr“ bis 3 „weniger“)

Mittlere Einkommen, Selbstständige 3 3 1 2 2 3 3

Hohe Einkommen bzw. vorh. Vermögen 2 2 1 1 1 2 1

Bereits sehr vermögende Personen 1 1 1 1 1 1 2

Ab welcher Höhe des Anlagevermögens

werden individuelle Portfolios relevant?

1.000.000,– 5 2.000.000,– 500.000,– 1.000.000,– 350.000,– 500.000,– 30.000,–

Welches Angebot besteht für Kunden, die

über kein solches Vermögen verfügen?

verschiedene

Investmentprodukte

Strategie

Sondervermögen

fünf

Vier-Asset- Standard-

Standarddepots

Klassen-Fonds Vermögensver-

„Meinl Quattro“ waltung „AVM“

Brokerage und Einzelanleihen,

Advisory Acc. Aktien oder

ab 100.000,– Investmentfonds

5 ) Depots mit Fonds und Anleihen, ab 2,5 Mio. Einzelaktiendepots

62 GEWINN 5/06

Foto: Susanne Stemmer



PERSÖNLICHE FINANZEN

Vermögensverwaltung

Dr. Robert Kofler, Meinl Bank: „Wir halten Portofolios mit Einzelaktien

ab einer Höhe von einer Million Euro für sinnvoll, darunter

bieten wir Vier-Asset-Klassen-Fonds für die Vermögensverwaltung.“

Foto: Perdomo

Erich Stadlberger, Oberbank: „Wir setzen auf Kundennähe durch regionale

Präsenz, welche wir durch ein dichtes Filialnetz im Einzugsgebiet

sicherstellen.“

Private-Banking-Anbieter in Österreich: Teil 4 von RCM bis Wiener Privatbank Immo Invest

(in alphabetischer Reihenfolge, Inhalt nach eigenen Angabe der Banken)

Name der Bank

Raiffeisen

Capital

Management

Raiffeisen

Private

Banking Wien

Sal. Oppenheim

Österreich

Schoellerbank

Tiroler

Sparkasse

UBS Wealth

Management

Österreich

Wiener PrivatbankImmobilieninvest

AG

Web-Seite (www.) rcm.at

privatebankingraiffeisen.at

oppenheim.at schoellerbank.at

tiroler

sparkasse.at

ubs.com

wiener

privatbank.at

(Mehrheits-)Eigentümer RZB RLB NÖ/Wien

Private Gesellschafter,

(D)

BA-CA

AVS und

Erste Bank

UBS Group,

Schweiz

Kerbler & Kowar

Holding GmbH

Gründungsjahr in Österreich 1987 2003 2001 1833 2002 2003 2001

Zahl der Berater in Österreich 8 43 39 110 4 26 6

Zahl der Berater weltweit – – – – – – –

Verwaltetes Vermögen gesamt in Österreich – 1,7 Mrd. 3,1 Mrd. 5,9 Mrd. 271 Mio. 4.154 –

Verwaltetes Vermögen weltweit 1,5 Mrd. – 140 Mrd. – – 1.111 Mrd. –

Ab welchem Veranlagungsvolumen in Euro

ist Private Banking möglich?

75.000,– 130.000,– 250.000,– 70.000,– 500.000,– 300.000,– 50.000,–

Anzahl ihrer Kunden nach der Höhe des verwalteten Vermögens (in Prozent)

Kunden mit bis zu 300.000 Euro 80 20 5 – 0 – 11

Kunden von 300.000 bis eine Million Euro > 10 60 20 85 57

Kunden über eine Million Euro < 10 20 75 15 32

„High-Networth-Individual“ ab Euro 500.000,– 1.000.000,– – 500.000,– – 1.000.000,– 100.000,–

Gibt es weitere Unterscheidungen

innerhalb der HNWI?

– nein nein

Family Office ab

über 1 Mio.

nein

Family Office

ab 50 Mio.

nein

In welchem Kundensegment liegen die Stärken? (Priorität von 1 „sehr“ bis 3 „weniger“)

Mittlere Einkommen, Selbstständige 2 1 3 1 2 3 1

Hohe Einkommen bzw. vorhand. Vermögen 1 1 2 1 1 1 2

Bereits sehr vermögende Personen 3 2 1 1 3 1 3

Ab welcher Höhe des Anlagevermögens

werden individuelle Portfolios relevant?

500.000,– – 1.000.000,– 500.000,– 300.000,– 6 500.000,– 50.000,–

Welches Angebot besteht für Kunden, die

über kein solches Vermögen verfügen?

Fondsbasierte Raiffeisen

Vermögensver- Private Portfolio

waltung Profit- ab 50.000,–

Inv. ab 75.000,– Euro

Asset

Allocation

Funds


Standardver- Global Allocation Wiener

mögensverwal- Fund, Strategy Privatbank

tung mit Fonds Fund, Managed European

ab 35.000,– Fund Portfolio Property-Fonds

6 ) Individuelles Depots auf Fondsebene, ab 500.000,– ein gemischtes Depot

64 GEWINN 5/06

Foto: www.kruegl.at




PERSÖNLICHE FINANZEN

Vermögensverwaltung

Dir. Günter Bergauer, Bankhaus Schelhammer & Schattera,

bietet Expertisen in der Vermögensübergabe und

ethischen Veranlagung.

Fortsetzung von Seite 56.

hier mit rund 100.000 Euro beziffert –

wenngleich alle Anbieter gleichzeitig betonen,

dass diese Zahl individuell gehandhabt

wird und keine absolute

Größe darstellt. Auch andere Banken

wie die Anglo Irish Bank Österreich, das

Bankhaus Spängler, das Bankhaus Jungholz,

das Bankhaus Schelhammer &

Schattera oder die M&A Privatbank sehen

in 100.000 bis 150.000 Euro eine

vernünftige Größe, um dem Kunden

ernsthaft Private-Banking-Dienstleistungen

anzubieten.

Die Österreich-Repräsentanzen

der internationalen Branchengrößen

wie Deutsche Bank Wealth Management

Österreich, die LGT Bank Liechtenstein,

Sal. Oppenheim oder UBS

Wealth Management setzen hier die

Latte schon etwas höher. „Je nach

Komplexität der Kundenanforderungen

können wir unser Leistungsspektrum

ab etwa 300.000 Euro gut entfalten“,

beschreibt etwa Mag. Charles van

Erp von der Deutsche Bank eine relevante

Vermögensgröße, wo auch

die anderen genannten internationalen

Anbieter sowie die Private-Banking-

Abteilung der Oberbank eine untere

Grenze für ihre Dienstleistungen sehen.

„Traditionell versteht sich die Oberbank

als Bank der Industrie und des

Foto: www.mediendienst.com

Mittelstands – für diese Kundschaft wollen

wir die erste Adresse sein“, definiert

Prokurist Erich Stadlberger die Zielgruppe

der Oberbank.

Die Privatinvest Bank beschreitet

dabei einen anderen Weg und sieht ihre

Priorität zwar eher bei den vermögenden

Personen und weniger bei den

Selbstständigen und Leuten mit mittleren

Einkommen. Dennoch bietet

die Salzburger Bank ihre Dienstleistungen

bereits ab 30.000 Euro an und

hält als einzige Bank auch die Erstellungeines

individuellen Portfolios schon bei

dieser Veranlagungsgröße für relevant.

Gesucht: „sehr vermögend“

Für alle jene, die sich bisher noch

nicht so richtig angesprochen gefühlt

haben, möchten wir zu guter Letzt

noch jene Anbieter vorstellen, die ihre

Stärken in erster Linie in der Betreuung

von sehr wohlhabenden Personen,

Familien oder Privatstiftungen sehen.

Sie bieten ihre Dienstleistungen erst ab

einer Höhe des Veranlagungskapitals

von rund einer halben bis zu einer Million

Euro an und zählen oft auch Menschen

mit dreistelligen Millionbeträgen

zu ihrem Kundenkreis. Auch wenn

diese Banken auf die gleiche Klientel

abzielen, unterscheiden sie sich sehr

Dr. Bernhard Ramsauer, Sal. Oppenheim: „Wir bieten ab zirka einer

Million Euro individuelle Vermögensberatung und standardisierte

Vermögensverwaltung ab rund 250.000 Euro.“

stark in ihrer Entstehung beziehungsweise

ihrem Ursprung.

Die Bank Gutmann und die Kathrein

& Co Privatgeschäftsbank zählen

zu den alt eingesessenen Wiener Privatbanken,

die Anfang der 1920iger-

Jahre gegründet wurden. So wie ihr Ursprung

ist auch die geschäftliche Ausrichtung

der beiden Anbieter ähnlich:

„Unsere Kernkompetenz liegt in der

Verwaltung von großen Vermögen, die

von Unternehmen und deren Familien

stammen. Unsere Tätigkeitsschwerpunkte

liegen insbesondere bei Fragen

der Gründung und Führung einer Stiftung,

Nachfolgeregelung und Vererbung“,

beschreibt Dr. Christoph Kraus,

Vorstand bei Kathrein & Co, die Zielgruppe

der Bank, die sich zu 100 Prozent

im Besitz der Raiffeisen Zentralbank

befindet. Auch bei der Bank

Gutmann, die mit 9,6 Milliarden Euro

verwalteten Kundengeldern zu den

größten Anbietern zählt, ist man auf

Privatkunden, Familien und Privatstiftungen“

spezialisiert und die Höchstzahl

von 60 Kunden pro Berater soll

dafür sorgen, dass für jeden Einzelnen

auch genügend Zeit bleibt.

Viele neuer Anbieter

Ebenfalls zu den klassischen Privatbanken

in Österreich zählt die Cons-

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Foto: Sal. Oppenheim


tantia Privatbank, wenn sie mit ihrem

erst zwanzigjährigen Bestehen auch bedeutend

jünger als Gutmann und Kathrein

ist. Mit den beiden älteren Mitbewerbern

verbindet sie jedoch ihre

Ausrichtung auf eine eher vermögende

Klientel: Mehr als vierzig Prozent ihrer

derzeitigen Kunden verfügen über

Depots mit mehr als einer Million

Euro, die restlichen sechzig Prozent nagen

auch nicht gerade am Hungertuch

und haben zumindest eine halbe Million

bei der Constantia liegen, die sich

mehrheitlich im Besitz der Familie

Turnauer befindet.

Während sich die Raiffeisen-

Gruppe mit der Kathrein & Co kur-

GEWINN 5/06

zerhand eine etablierte Privatbank gekauft

hat, haben sich BA-CA und -

Erste Bank auf den Aufbau einer eigenen

Private-Banking-Schiene konzentriert.

Zu diesem Zweck hat die Erste

Bank 1993 eine Sparte für

individuelle Vermögensverwaltung

gegründet, die ihre Dienstleistungen in

erster Linie Kunden mit einem Volumen

von einer halben Million Euro anbietet.

Eine stärker standardisierte Variante

(„Personal Banking“) wird ab

250.000 Euro geboten, die von einem

Drittel der aktuellen Kunden in Anspruch

genommen wird.

Die im Jahr 2000 von der BA-CA

ins Leben gerufene Bank Privat sieht

PERSÖNLICHE FINANZEN

Vermögensverwaltung

ihre Stärken bei Kunden, die entweder

bereits eine Million veranlagen

können oder über ein disponibles

Bruttojahreseinkommen von 150.000

Euro verfügen, was ja auch nicht gerade

auf den Otto Normalverbraucher

zutrifft.

Seit Mitte der 90er-Jahre haben sich

noch drei internationale Anbieter in

Österreich angesiedelt, um hierzulande

ebenfalls um die betuchte Kundschaft

zu buhlen. Dazu zählen die

Österreich-Tochter der schweizerischen

Bank Vontobel, die Euram Bank

(European American Bank) und Portfolio

Management Associates der internationalen

Hottinger Group. G

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