HASTEC - ORBIS Gabionen Aufbauanleitung - Roess Nature Group

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HASTEC - ORBIS Gabionen Aufbauanleitung - Roess Nature Group

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HASTEC - ORBIS Gabionen

Elektronisch punktgeschweißte Stahldrahtgitter, BEZINAL - beschichtet

Aufbauanleitung

1. Zusammenbau des Korbes

Den Boden mit den vier Seitenwänden mit Steckstäben verbinden, bei zusammenhängendem

Einbau mehrerer Körbe, die Böden der anschließenden Körbe mit einbeziehen.

Trennwände an den vorgesehenen Stellen mit den Steckstäben am Boden befestigen.

Seitenwände hochklappen und diese an den Ecken mit Spiralen verbinden, die Seitenwände

der sich anschließenden Körbe mit einbeziehen.

Bei zusammenhängendem Einbau mit geraden Front- und Rückseiten kann auf Seitenwände

bzw. bei mehrlagigem Einbau auf Deckel oder Böden verzichtet werden. Die Frontseiten,

Seitenwände bzw. Deckel oder Böden sind beim Aufbau entsprechend miteinander zu

verbinden. (Ggfls. die Mauer mit 0,5 – 8 % je nach statischen Erfordernissen gegen den Hang

neigen) Wir machen darauf aufmerksam, daß für Gabionenbauwerke je nach Bundesland, ein

Standsicherheitsnachweis erforderlich sein kann.

2. Hilfsschalung

Damit beim Befüllen der Körbe ein Ausbauchen der Frontgitter verhindert wird, können Leitern

oder Kanthölzer bzw. Schalungsträger an der Längsseite befestigt werden.

3. Befüllung des Korbes und Einbauen der Schnellspannstäbe

Vor dem Füllen der Körbe ist der Boden des unteren Korbes mit Splitt 8 / 16 mm bis ca. 5 cm

oberhalb der Oberkante Bodengitter aufzufüllen. Danach auf ca. 1/3 der Höhe die erste Reihe

der Schnellspannstäbe einhängen und die Enden mit einer Zange oder einem Rohr

zusammendrücken, damit eine geschlossene Schlaufe entsteht.

Anschließend die Körbe bis ca. 1/3 der Höhe mit den vorgesehenen frostsicheren und

druckstabilen Natursteinen hohlraumarm verfüllen, dann wieder die Schnellspannstäbe auf 2/3

der Höhe einhängen und den Korb zuerst bis 2/3 der Höhe und dann bis zur endgültigen Höhe

füllen. Nach dem Einbau jeder Lage muß eine Verdichtung der Steinschüttung erfolgen. Die

Steine müssen dicht an den Drahtgittern anliegen. Eckbereiche sind sorgfältig mit

ausgesuchten Steinen zu verfüllen. Die genannten Bereiche sind händisch zu packen, ggfls,

sind einzelne Steine steinmetzartig nachzuarbeiten. Die Schnellspannstäbe geben dem Korb

die geforderte Stabilität und verhindern ein Verformen der Seitenwände.

4. Schließen des Deckels

Die Oberfläche ist zur Gewährleistung eines ausreichenden Kraftschlusses des Deckels mit

einem feinkörnigem Material abzustreuen. Die Körnung ist auf die Füllung so abzustimmen,

dass eine Erosion verhindert wird. Die Oberfläche ist zu verdichten.

Nachdem der Korb bis zum oberen Rand gefüllt ist (16 / 32 mm oder 32 / 56 mm) die

Zwischenräume ausfüllen und leicht überfüllen, zum Abschluss den Deckel mit Spiralen an den

Seitenwänden befestigen, benachbarte Körbe mit einbeziehen.

Internationale Geotextil Gesellschaft mbH

Oststraße 65 D - 57392 Schmallenberg Tel: 02972 – 48 117 Fax: 02972 – 48 119

Bremer Straße 54 D – 27239 Twistringen Tel: 04243 – 92 8818 Fax: 04242 – 92 88 22


Das offene Ende der

Distanzhalter

schliessen !!

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Um beim Befüllen der Körbe ein

Ausbauchen der Frontseite zu

verhindern, können verschiedene

Hilfsmittel eingesetzt werden, z.B. DOKA

– Schalungsträger oder Aluminium- oder

Holzleitern werden vor dem Auffüllen der

Körbe mit Bindedraht befestigt und nach

dem Verschließen wieder entfernt.

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Alle Distanzhalter in den 1,0 m hohen Körben werden jeweils auf ca. 1/3 und 2/3

der Höhe in 2 Lagen angeordnet

30

20

50

Anordnung der

Distanzhalter in

der Draufsicht bei

einer Korbgröße

von L= 200 x B=

100 x H= 100 cm

(ohne Trennwand)

30 40 30 30 40 30

Anordnung der

Distanzhalter in

der Draufsicht von

2 miteinander

verbundenen

Einzelkörben bei

einer Korbgröße

von L= 100 x

B=100 x H= 100

cm

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200

Anordnung der Distanzhalter bei Korbgröße 200 x 50 x 50 cm

Maßangabe in cm


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Hinterfüllung der Gabionen

• Geeignetes Hinterfüllmaterial gemäß ZTV E-StB. Optional verdichtungsfähiger, gut

wasserdurchlässiger, nichtbindiger Boden mit einem Reibungswinkel von mind. 34° und

einem Durchlässigkeitsbeiwert von >1*10-5 m/s

• Nicht geeignetes Hinterfüllmaterial führt zu Wasseransammlungen

• Lagenweise Verdichtung

• Auf eine Verschiebung oder Veränderung des Anlaufes achten

• Keine Berührung der Verdichtungsgeräte mit der Gabionenwand

• Geotextiler Filter Trennvlies max. 150 gr./m² bei nicht gegeneinander filterstabilem

Verfüllmaterial

Ausführung der Böschung hinter der Gabionenwand

während der Bauphase

• DIN 18300 Erdarbeiten und DIN 4124

Baugruben und Gräben beachten

• Lastfreier Streifen an der Böschungsschulter

• Böschung vor Austrocknung und

Durchfeuchtung schützen

• Unbedingt ein Aufweichen der

Böschung verhindern

• Absturzsicherung

• Eine Berme an der Böschungsschulter

verhindert das Eindringen von

Oberflächenwasser

• Durch eine abgetreppte Böschung

verzahnt sich die Hinterfüllung besser

mit der Baugrubenwand

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Bodengründung und Fundamente

- in der Regel nur eine Ausgleichs- und Sauberkeitsschicht

- entweder kornabgestufte Gemische aus Kies-Sand oder gebrochenes

Material (0/16 – 0/45) mind. 10 cm

- oder Beton B10 oder B15

Jedoch immer die statischen Erfordernisse beachten.

Verfüllung mit Steinmaterial

- Nur druckstabiles frost- und witterungsbeständiges Material verwenden

- Maschenabstand und Korngröße sind abzustimmen

(maximale Kantenlänge von 30 cm)

- Maschinelle Befüllung oder per Hand gesetzter trockenmauerähnlicher

Aufbau der Sichtseiten

- Zwei bis drei verschiedene Korngrößen je Korb

- Zwischen den Lagen 2-3 cm Ausgleichsschicht aus einem Splitt 16/32 mm

- Möglichst hohlraumarm

- Porenräume können mit sandigem Oberboden verfüllt werden (bessere

Begrünbarkeit)

Verfüllung mit Erd- und Bodenmaterial

- Auskleiden mit einer Geocompositmatte

- Verfüllung mit Erd- oder Bodenmaterial (z. B. bei Verwendung als

Lärmschutzgabione) ausschließlich mit nichtbindigem Boden mit mind. 80 –

90 % mineralischem Anteil (lt. DIN 18196 und 18915)

- Bei der Verfüllung und Verdichtung ist besonders darauf zu achten, dass die

Außenwände der Gabionen gegen Verformung gesichert sind.

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Diomensionierungsrichtlinien

für Stützmauern aus

Gabionen

Die folgenden Tabellen sollen die

Dimensionierung von Schwergewichtsstützmauern

aus Steinkörben erleichtern,

sowohl mit innerer als auch äußerer Stufung.

Für Schwergewichtsmauern (Höhe von zwei

bis zehn Metern) werden drei verschiedene

Schlankheitsgrade H/B angegeben.

Die Fundamente, mit Höhe über fünf bis

sechs Metern, werden normalerweise mit

Steinkörben mit einer Höhe von 0,50 m

ausgeführt.

Neben den Hauptabmessungen der Verbauungen (H und B) werden auch die Werte für den inneren

Reibungswinkel des drückenden Geländes φ, angegeben, und zwar so, dass der Sicherheitsfaktor gegen

den (geringsten zugelassenen) Wert ȃs = 1,3 erreicht. Für diese Werte von φ werden zudem angegeben:

- Maximale und minimale Druckspannung auf das Gelände, (ơ1 , ơ2);

- Kippsicherheit und Gleitsicherheit koeffizienten

- Gesamtstabilitätskoeffizient.

Die o. a. Werte werden, soweit es sich um Längenmaße handelt, in Metern angegeben, während

Spannungen in t/qm angegeben werden. In den Berechnungen wurden als spezifisches Gewicht für die

Steinkörbe √t = 1,75 t/kbm angenommen, für das spezifische Gewicht des Erdreichs √t = 1,8 t/kbm.

Für die Neigung des Werkes nach innen α= 6° und für das Fundament unter der Erdoberfläche gleich zu

0,50 m für Mauern H ≤ 4.00 m und 1.00 m für Mauern H > 4.00 m.

Es wurden drei verschiedene Belastungszustände berücksichtigt:

- Flache Böschung und keine Auflast (ε = 0, p0 = 0);

- Flache Böschung und Auflast entsprechend dem Gewicht eines Meters Überdeckung (ε = 0,

p0 = √t x 1,00 m);

- Geeignete Böschung mit einem Winkel von nahe φ und keine Auflast (ε = 0, p0 = 0);

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