Peiner Wirtschaftsspiegel Wirtschaftsspiegel Ein(B)lick in die ...

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wito Titelgeschichte

gmbh

Zum Greifen nahe: Wenn Objekte

vor dem Bildschirm schweben …

� Erbittert kämpfen Stürmer

und Verteidiger um den Ball.

Plötzlich fällt der Angreifer im

Strafraum. Strafstoß. Sorgfältig

legt sich der Elfmeterschütze

den Ball zurecht. Wie

eine Kanonenkugel schießt

das Leder über die Köpfe der

Zuschauer hinweg, die sich

erschrocken ducken. Nur,

dass die Fußballfans nicht im

Stadion sitzen, sondern vor

dem Fernseher. „3D ist die

Zukunft“, sind Experten mittlerweile

überzeugt.

Eigentlich ist die

Technologie längst

keine neue mehr,

denn wer kennt sie

nicht, die etwas unförmigen

Brillen mit

den unterschiedlich

eingefärbten Gläsern

für den lebendigenSeheffekt,

die den

Kinobesuch bereits

vor Jahrzehnten zu einem besonderen

Erlebnis werden ließen?

3D entwickelte sich zu ei­

nem Hype, der aber offensichtlich

ebenso schnell, wie er gekommen

war, auch wieder in

der Versenkung verschwand –

oder dort zumindest leise vor

sich hinschlummerte. Denn

spätestens seit dem Film „Avatar“,

der sämtliche Besucherrekorde

brach und die Kinokassen

nur so klingeln ließ, hat

das dreidimensionale Seherlebnis

eine neue Ebene erreicht.

Schließlich hat es längst

nichts mehr mit dem zu tun,

was noch von „damals“ in Erinnerung

geblieben ist. Die neuen

Bilder mit „Tiefenwirkung“

sind gestochen scharf, voller

Farbbrillanz und vom störenden

Flimmern vor den Augen

ist auch keine Spur mehr.

Daher läuft die Filmindustrie

bereits auf Hochtouren:

Allein in diesem Jahr sollen

10 bis 12 Mega­Blockbuster

in

die Kinos kommen.

Und Experten

sind sich sicher,

dass das

Zeitalter des Übergangs

von Zelluloid

zum Digital­

Kino längst

eingeläutet

ist und

schon bald

knapp 90 Prozent

aller Kinofilme in

3D laufen werden.

Bewegung per Gestik

Wobei das 3D­Erlebnis nicht

nur Cineasten große Freude

bescheren soll, sondern

künftig auch Fernsehfreaks

begeistern könnte

und Unternehmern

neue Möglichkeiten der Produktpräsentation

eröffnet. –

Und zwar ohne, dass die Betrachter

Hilfsmittel wie sogenannte

Shutter­ oder Farbfilterbrillen

auf der Nase vor sich

hertragen. Denn Forscher haben

bereits eine Technik entwickelt,

die dreidimensionale

Objekte förmlich vor dem PC­

Peiner Wirtschaftsspiegel ;

Bildschirm schweben lässt.

Zum Anfassen nahe erscheinen

sie dem Betrachter, der sie

berührungslos, einfach per

Handbewegung dann auch

noch in alle Richtungen und

rund um die eigene Achse drehen

kann. „Möglich macht

diese nutzerfreundliche Interaktion

ein videobasiertes System,

das körperliche Gesten

registriert, zeitgleich verarbeitet

und das via Bildschirm dargestellte

Ausstellungsstück entsprechend

rotieren lässt“, erläutern

die Experten des

Fraunhofer Heinrich­Hertz­Institutes.

Ein Effekt, der begeistert

. Doch klar ist auch: Bevor

die 3D­Technik auf Kinoleinwand,

Flimmerkiste und Monitor

zur Standardausrüstung gehören

wird, gibt es sowohl für

Fotos: © Fraunhofer Heinrich-Hertz-Institut

die Forscher als auch entsprechende

Industriezweige noch

einiges zu tun. Denn ein echter

Durchbruch gelingt bekanntlich

nur, wenn Geräte

und Technik auch bezahlbar

sind.

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