Pinzgauer-Almwanderung auf die Brandalm Ramsau am Dachstein

rinderzuchtverband

Pinzgauer-Almwanderung auf die Brandalm Ramsau am Dachstein

Österreichische Post AG · Info.Mail Entgelt bezahlt

Pinzgauer

aktuellNr. 224/225 1/2012


Fanartikel

···· Unsere aktuellen Fanartikel …

Kinder-T-Shirt

Bio-Baumwolle, diverse Farben,

bestickt 25,–

Pinzgauer-

Jacke

grau oder schwarz 50,–

Südtiroler Schürze

blau 11,–

Holz-Spielkuh

aus der Schweiz 9,50

Kinder-T-Shirt 10,– JZ-Weste

Kinder 35,–

Erwachsene 45,–

Waffel-

Geschirrtuch 5,–

Pinzgauer-

Chronik 16,–

Kalender 2012

deutsch 5,–

JZ-Bluse

oder

JZ-Hemd 25,–

Stofftasche 5,– Schildkappen

dunkelblau, khaki,

grün oder türkis 7,–

Keramik-Häferl

spülmaschinenfest,

versch. Motive 7,–

Filzhut

dunkelgrau 25,–

Pinzgauer-

Plüschkalb 22,–

Schürze

Kinder 7,–

Erwachsene 9,50

JZ-Schildkappe

aus Südtirol 8,–

Mouse-Pad

verschiedene

Motive 9,50

Pinzgauer-

Plüschkuh 33,–

Alle Preise in Euro

Weitere Artikel sehen Sie im Internet:

www.pinzgauerrind.at/shop

Die Fan-Artikel werden auf Wunsch

jederzeit gerne zugeschickt.

Versandkosten sind

vom Besteller zu tragen.

Bestellungen:

Telefon +43 / (0) 65 42 / 682 29-15

Telefax +43 / (0) 65 42 / 682 29-35

arge-pinzgauer@rinderzuchtverband.at

www.pinzgauerrind.at/shop

2 ARGE Pinzgauer 224/225 1/2012


Adressen der

angeschlossenen

Pinzgauer-Zuchtverbände

• Österreich

Arbeitsgemeinschaft

Pinzgauer Rinderzuchtverbände

Mayerhoferstraße 12

5751 Maishofen

Tel.: +43/(0)6542/68229-15

Fax: +43/(0)6542/68229-35

arge-pinzgauer@rinderzuchtverband.at

www.pinzgauerrind.at

Rinderzuchtverband Salzburg

Mayerhoferstraße 12

5751 Maishofen

Tel.: +43/(0)6542/68229-0

Fax: +43/(0)6542/68229-81

www.rinderzuchtverband.at

Pinzgauer-Zuchtverband

Anteil Nordtirol

Mayerhoferstraße 12

5751 Maishofen

Tel.: +43/(0)6542/68229-12

Fax: +43/(0)6542/68229-26

Kärntner Rinderzuchtverband

Zollfeldstraße 100/1

9300 St. Veit/Glan

Tel.: +43/(0)4212/2215 DW 11–15

Fax: +43/(0)4212/2215-10

www.krzv.at

Rinderzucht Steiermark

Pichlmayergasse 18

8700 Leoben

Tel.: +43/(0)3842/25333-0

Fax: +43/(0)3842/25333-11

www.rinderzucht-stmk.at

• International

Südtiroler Rinderzuchtverband

Galvanistraße 38

39100 Bozen, Italien

Tel.: 0039/0471/063830

Fax: 0039/0471/063831

www.rinderzuchtzuchtverband.it

Rinderzuchtverband Traunstein

Kardinal-Faulhaber-Straße 15, Pf. 1847

83268 Traunstein, Deutschland

Tel.: 0049/861/7002-0

Fax: 0049/861/7002-50

www.lbr.bayern.de/rzv-traunstein

Adressen · Inhalt · Termine · Impressum

Inhaltsverzeichnis

Vorwort . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 4

Pinzgauer-Jungzüchter . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 5

Pinzgauer-Almwanderung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 9

6. Dairy Grand Prix in Wieselburg . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 10

Wichtige Termine . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 11

Jubiläumsrinderschau St. Johann/Pongau . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 12

115 Jahre Rinderzuchtverein Maishofen – Viehhofen – Zell am See . . . . . . . . . . . . 15

Vereinsrinderschau in Hollersbach . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 18

Betriebsvorstellung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 26

Aktuelles aus Zucht und Absatz . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 27

Milchleistungskontrolle . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 29

Besamung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 35

Erzeugergemeinschaft Salzburger Rind GmbH . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 41

Landeskontrollverband Salzburg . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 42

Genussreich Salzburg · ARGE Vollversammlung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 43

Kärnten . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 44

Tirol . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 47

Südtirol . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 49

Schweiz . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 59

Deutschland . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 61

Impressionen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 63

Versteigerungstermine im 2. Halbjahr 2012

Verstg. Tag Datum Auftrieb

858. Donnerstag 23. August weibliche Tiere

859. Donnerstag 13. September weibliche Tiere

860. Donnerstag 4. Oktober weibliche Tiere

861. Donnerstag 25. Oktober weibliche Tiere

862. Donnerstag 8. November FL-Stiere, weibliche Tiere

863. Donnerstag 22. November PI-Herbststiermarkt, weibliche Tiere

864. Donnerstag 13. Dezember weibliche Tiere

Nutz- und Schlachtrinder ab Hof werden ständig angeboten.

Anfragen und Katalogwünsche bitte an:

Rinderzuchtverband Salzburg · Mayerhoferstraße 12 · 5751 Maishofen · Austria

Telefon +43 / (0) 65 42 / 682 29-0 · Telefax +43 / (0) 65 42 / 682 29-81

office@rinderzuchtverband.at · www.rinderzuchtverband.at

Herausgeber: Arbeitsgemeinschaft Pinzgauer Rinderzuchtverbände, Mayerhoferstraße 12, 5751 Maishofen,

Tel. +43 / (0) 65 42 / 682 29-15, Fax +43 / (0) 65 42 / 682 29-35.

Erscheint 2x jährlich. Diese Zeitschrift wird an alle angeschlossenen Verbände verteilt und an Interessenten verschickt.

Zusammenstellung und für den Inhalt verantwortlich: Dipl.-Ing. Mathias Kinberger, Christina Sendlhofer.

Bezugsbedingungen, Bezugspreis für 2 Ausgaben pro Jahr – Jahresabonnement: für Mitglieder € 11,00

für Nichtmitglieder im Inland € 14,50

für Nichtmitglieder im Ausland € 18,20

Das Postporto ist im Abo-Preis inbegriffen. Einzelpreis einer Mitteilung: € 5,80 + Versandkosten.

Titelbild: Genussvolle Frühjahrsweide nach einem langen Winter. Ansprechende Pinzgauer-Herde von Anna und Georg Wimmer,

Götsch, St. Martin bei Lofer.

Fotoquellen: Archiv, Baumann, Berger, Besamung Kleßheim, Dürnberger, Edenhauser, Engel-Stiegeler, Fischer, Haka, Heilmaier,

Hetzenauer, Höller, Huber, Keleki, Kinberger, landwirt.com, Lang, Moser, Nolli, Pichler, Ploner, Privat, Schmidt, Schrempf, Sendlhofer,

Südtiroler Rinderzuchtverband, Werner, Zimmermann

Inserate: Werbeeinschaltungen werden jeweils bis Ende April (für die Frühjahrsausgabe) und bis Ende September

(für die Herbstausgabe) entgegengenommen.

Satz & Reproduktion: Typostudio Josef Maringer, 5751 Maishofen.

Druck: Druckerei Samson Ges.m.b.H., 5581 St. Margarethen im Lungau.

ARGE Pinzgauer 224/225 1/2012 3


···· Der Obmann schreibt …

Liebe Pinzgauer-

Züchterinnen

und -Züchter!

Die Pinzgauer-Zucht

hat sich im Frühjahr auf

den Schauen und

Ausstellungen in

St. Johann im Pongau,

in Maishofen, in Hollersbach,

am Litzlhof in

Kärnten, in St. Donat,

in Pfalzen und in Sand

in Taufers bestens präsentiert.

Auch die Teilnahme

am Dairy Grand

Prix und beim Jungzüchterchampionat

hat sich ausgezahlt

und die Pinzgauer-Rasse mit ihren Züchtern

hat allerseits Anerkennung erhalten.

Ein herzliches Dankeschön an alle Organisatoren

und Akteure und eine aufrichtige

Gratulation an alle erfolgreichen Züchter

zu ihren Schau- und Ausstellungserfolgen.

Auf den Pinzgauer-Zuchtbetrieben wird

erfolgreiche Arbeit geleistet. Wir alle können

stolz auf unsere Rasse sein.

Auch der Absatz läuft zurzeit zufriedenstellend,

eine rege Nachfrage für entsprechende

Qualität ist gegeben. An dieser

Stelle danke ich auch den Verantwortlichen

in den jeweiligen Rinderzuchtverbänden

mit all ihren Mitarbeitern für

ihren Einsatz und die reibungslose Zusammenarbeit.

Zuchtvieh ist nach wie vor sehr

gefragt. Zuchtleiter Ing. Thomas Sendlhofer

ist immer bemüht spezielle Anfragen

bestmöglich zu bedienen, obwohl es nicht

leicht ist, entsprechende Lieferungen,

z. B. in die Schweiz, zusammenzustellen.

Das tierzuchtrechtlich konforme Zuchtprogramm

wurde vom Tierzuchtrat

akzeptiert und wird nun per Bescheid offiziell

bestätigt. Geschäftsführer Ing. Bruno

Deutinger und Tierzuchtdirektorin Dipl.-Ing.

Irmgard Mitterwallner haben sich in erster

Linie für die Erarbeitung und Genehmigung

sehr eingesetzt.

Bei der ARGE Generalversammlung

am 10. Mai in Malta in Kärnten wurden

von den Ländervertretern aus Südtirol,

Bayern, Steiermark, Kärnten, Tirol und

Salzburg durchaus erfolgreiche Berichte

über die Rasseentwicklung abgegeben.

Die Pinzgauer-Züchter sehen optimistisch

in die Zukunft und die Bestände entwickeln

sich mit der Ausnahme in Salzburg

positiv bzw. halten sich stabil.

Der Wermutstropfen ist jedoch der

Rückgang der Pinzgauer-Kühe in Salzburg.

Die Ursache wird wahrscheinlich

nicht alleine am niedrigen Stierkälberpreis

liegen, sondern auch in anderen Bereichen

zu suchen sein. Während viele

Betriebe sehr erfolgreich mit Pinzgauer-

Herden arbeiten, geben andere die Pinzgauer-Rasse

teilweise oder ganz auf,

einige schließen auch die Stalltür für

Vorwort

immer. In vielen Gesprächen ist

aber eine eindeutige Antwort

auf das „Warum“ nicht herauszufinden.

Fast einhellig wird

bestätigt, dass für gleiche Qualität

auch gleiche Preise wie bei

anderen vergleichbaren Rassen

zu erzielen sind und auch die

Leistungsbereitschaft der Pinzgauer-Tiere

zufriedenstellend

ist. Die genetische Streuung ist

jedoch breiter.

Seitens der ARGE Pinzgauer

sind wir mit unseren Möglichkeiten

wirklich bestrebt, die

bestmöglichste Unterstützung

für die Züchter zu geben.

Für die Bauern, besonders die Tierhalter,

sind die laufenden Verhandlungen und

Entscheidungen der GAP (Gemeinsame

Agrarpolitik in der EU) von besonderer

Bedeutung. Die entscheidenden Fragen

dabei sind, wie viel Geld steht tatsächlich

in der nächsten Förderperiode für die

Landwirtschaft zur Verfügung und wie

wird das Geld dann in Österreich verteilt.

Dabei ist zu beachten, dass für die Landwirtschaft

bestimmte Fördermittel nicht in

vielen LE-Projekten für Gemeinden und

unterschiedlichen Regionalentwicklungsprogrammen

verwendet wird. Dieses Geld

wird der Landwirtschaft zugerechnet,

Radwege sollten aus anderen Fördertöpfen

finanziert werden. Besonders in

unserem Gebiet sind Landwirtschaft und

Tourismus die Säulen der Wirtschaft. Die

bäuerliche Landwirtschaft ist maßgeblich

an der Landschaftsgestaltung beteiligt

und für ein intaktes, ökonomisches und

kulturelles Leben in den ländlichen Gebieten

verantwortlich. Es kann nicht selbstverständlich

werden, dass über allgemeine

„Greening-Bestimmungen“ die

Leistungen der Landwirtschaft für die

Umwelt zum Nulltarif breit eingefordert

werden und gleichzeitig die Forderung

nach billigen Lebensmitteln gestellt wird.

Hochwertige Nahrungsmittel, umweltverträglich

hergestellt, dürfen preislich nicht

mit jenen aus industrieller Landwirtschaft

verglichen werden. Die Landwirtschaft hat

in den letzten zehn Jahren auch bezüglich

der treibhausschädlichen Schadstoffemissionen

beachtliche Vorleistungen gebracht.

In der Landwirtschaft sind die

Treibhausgase-Emissionen seit 1990 um

13,1% gesunken. Kurzfristige Statistiken

über die letzten drei Jahre sind dabei nicht

zulässig. Wohnbau und Landwirtschaft

haben rechtzeitig reagiert, Verkehr und

Industrie müssen zuerst nachziehen. Ein

Verlagern der Nahrungsmittelproduktion in

Entwicklungsländer würde die Emissionen

um mehr als das Dreifache erhöhen.

Wir leisten mit unserer bäuerlichen

Landwirtschaft, der Almbewirtschaftung

und der nachhaltigen Grünlandbewirtschaftung

eine solide Arbeit zum Wohle

der Umwelt und damit auch zum Nutzen

der gesamten Volkswirtschaft.

Ein Großteil der Landwirte denkt traditionsgemäß

in Generationen und ist nicht

auf den kurzfristigen Erfolg ausgerichtet.

Dieses Bewusstsein muss in der Bevölkerung

weiterhin vorhanden sein. Für mich

sind es Alarmsignale, wenn Kinder in einer

ländlichen Gemeinde nach einer Biologielehrerfortbildung

unterrichtet werden, dass

sie keine Milch oder Milchprodukte konsumieren

sollen, weil diese umweltschädlich

produziert werden. Da fehlt es am Verständnis

der Wissenschaft und Lehre. Für

die bäuerliche Landwirtschaft ist es notwendig,

dass jeder Bauer nach seinen

Möglichkeiten unsere Landwirtschaft ins

rechte Licht rückt.

Auch stimmt es mich bedenklich, dass

die Gastronomie nur 12% heimisches

Rindfleisch verwendet. Dies deutet darauf

hin, dass die meist verantwortlichen

Köche wirtschaftliche Zusammenhänge

nicht erkennen und die verantwortlichen

Betriebsinhaber oder Geschäftsführer kein

Interesse am Erhalt unseres Wirtschaftsraumes

haben. Ausländisches Rindfleisch

um 0,10 Euro billiger eingekauft zählt

anscheinend mehr als heimische Qualität.

Im Vergleich dazu kaufen private Konsumenten

zu mehr als 70% heimisches

Fleisch. Wir können keinen Koch dazu

zwingen, welches Produkt er in seiner

Küche verwendet. Die Tourismusbranche

insgesamt sollte sich jedoch überlegen,

ob sie auch künftig mit der gepflegten

Landschaft, den bewirtschafteten Almen,

den Bauernherbstaktionen der ländlichen

Kultur auf ihren Prospekten werben kann.

Billiger Rohstoffeinkauf wird die Zukunft

der Tourismusbetriebe längerfristig nicht

absichern können. Wir brauchen auch in

der Gastronomie verlässliche Partner. Ein

Pinzgauer-Mutterkuhhalter hat mir vor kurzer

Zeit berichtet, dass er jährlich rund 30

Stück Vieh erfolgreich direkt vermarktet.

Auch seine Kunden sind in erster Linie

Privatpersonen, welche auf Qualität achten.

Kooperationen mit der Gastronomie

scheitern meist an der Unzuverlässigkeit

und am Preis. Er hat aber erreicht, dass

er durch die Vermarktung seiner Pinzgauer-Tiere

den Schritt aus dem Nebenerwerb

zurück zum Vollerwerbsbetrieb

machen konnte.

Als Bauern wissen wir, dass die Mühlen

der Natur langsam mahlen, dass wir uns

einfügen und in Generationen denken

müssen, dass nachhaltige Veränderungen

Zähigkeit verlangen und dass Profitgier in

den Abgrund führt. Den Ausdauernden

belohnt das Leben, wenn er die Gabe hat,

optimistisch und zufrieden sein Dasein zu

bestreiten.

In diesem Sinne wünsche ich allen Pinzgauer-ZüchterInnen

und den Freunden

des Pinzgauer-Rindes einen fruchtbaren

Sommer 2012, eine gute Ernte sowie

Gesundheit bei Tier und Mensch.

Euer Obmann

Ing. Christian Dullnigg ····

4 ARGE Pinzgauer 224/225 1/2012


Pinzgauer-Jungzüchter

···· Der Jungzüchter-Obmann schreibt …

Liebe Züchterfamilien!

In Windeseile ist das

erste Halbjahr schon fast

verstrichen, welches mit

zahlreichen Veranstaltungen

und Präsentationen

ausgefüllt war. Viel Mühe

und Energie wurde in das

Bundesjungzüchterchampionat

in Ried gesteckt, der

Lohn waren viele tolle Platzierungen,

zu denen ich

ganz herzlich gratulieren

möchte.

Darüber hinaus sorgten viele Kinder für

schöne Momente bei den Rinderschauen

in Maishofen und Hollersbach und sind

mittlerweile fixer Bestandteil vieler Züchterfeste.

Die stete Weiterentwicklung

unserer Rasse macht sich neben der

Qualitätsverbesserung auch gerade in den

erstklassigen Präsentationen bemerkbar

und hier gilt mein Dank allen KollegInnen,

die sich im Rahmen des Jungzüchterprofis

aus- und weitergebildet haben und ihre

erworbenen Fähigkeiten in der Praxis

umsetzen. Im Herbst startet übrigens eine

neue JZ-Profi-Seminarreihe unter dem

neuen Projektleiter der ZAR, Martin Unter-

weger. Ich lade hiermit alle

jungen und interessierten

Mädchen und Burschen (ab

14 Jahre) ein, in Gemeinschaft

mit Gleichgesinnten

an diesem einmaligen Ausbildungsprogrammteilzunehmen.

Wie bereits mehrfach

angekündigt, feiern wir

am 3. und 4. November

unser zehnjähriges Vereinsjubiläum,

zu dem ich

heute schon von Herzen

einladen darf. Geplant ist

für den Samstag Abend eine Trachtenschau

sowie der sonntägliche Festakt

mit einem rasseübergreifenden Jungzüchterbewerb.

Genaueres wird in den

kommenden Wochen fixiert und natürlich

zeitgerecht veröffentlicht.

Bei dieser Gelegenheit möchte ich

euch alle ganz herzlich zum Mitmachen

und Mithelfen einladen, damit dieses

Wochenende zu einem unvergesslichen

Ereignis werden kann.

Zuvor gilt es allerdings noch Energie

und Ausdauer zu sammeln und hierfür

bieten sich unsere nächsten Veranstaltungen

bestens an.

···· Pinzgauer-Jungzüchter-Almwanderung

Sonntag, 1. Juli 2012 · Naßfeldalm im Gasteinertal

Das über 3.400 ha umfassende Almgebiet

ist im Besitz der drei Gemeinden Dorfgastein,

Bad Hofgastein und Bad Gastein.

Die großen Weideflächen bieten Platz für

mehr als 300 Rinder, 50 Pferde sowie

400 Schafe.

Sämtliche Vieh haltende Betriebe des

Gasteinertals haben das Recht, ihre Tiere

auf der Naßfeldalm zu sömmern. Die

Milch von mehr als 100 aufgetriebenen

Kühen wird von der Genossenschaft zu

Butter und Käse verarbeitet und über die

Jausenstation, diverse Almfeste und

Bauernläden vermarktet.

Programm

Treffpunkt:

9.30 Uhr Liftparkplatz Sportgastein

Gemütliche Wanderung ins Weißenbachtal

zur Jungviehherde, Rückkehr zur Genossenschaftshütte.

Die Almwanderung führt uns am

Sonntag, 1. Juli auf die Naßfeldalm in

Sportgastein. Zehn Tage später verreisen

wir für vier Tage in die Slowakei, wo

Mathias Kinberger für ein gewohnt ansprechendes

und geselliges Programm

sorgen wird. Die Reise ist noch in Planung

und wird in den kommenden Tagen ausgeschrieben!

So erwarte ich viele begeisterte JungzüchterInnen

mit ihren Familien und

Freunden bei unserer Almwanderung

sowie eine gesellige Reisegruppe, wenn

es gilt, zu neuen Ufern aufzubrechen!

Bis dahin wünsche ich euch eine gute

Zeit des Erntens und verbleibe mit herzlichen

Grüßen!

Euer Obmann, Hannes Hofer ····

Ca. 12.00 Uhr:

Begrüßung und Vorstellung

der Alm durch Geschäftsführer

Johann Gruber.

Käsereiführung mit Käser

Josef Sendlhofer.

Die Pinzgauer-Jungzüchter

laden alle begeisterten Almgeher

zu einem informativen und

gemütlichen Almtag im

Gasteinertal ein!

Anreise:

B167 Gasteinertalstraße bis

Böckstein, Mautstraße Gasteiner

Alpenstraße – Sondertarif Euro

3,50 pro Person nur gegen Vorlage

der Einladung!

ARGE Pinzgauer 224/225 1/2012 5


Das schöne Ambiente auf Schloss

Kammer bot einen sehr würdigen Rahmen

für den Auftakt ins Jubiläumsjahr

und Obmann Hannes Hofer zeigte sich

hoch erfreut über das ungebrochene

Interesse der Pinzgauer-Züchterjugend.

Gemeinsam mit Mathias Kinberger

durfte Hannes Hofer einen umfassenden

Tätigkeitsbericht abliefern und unterstrich

damit die enorme Aktivität, welche

nur aufgrund der funktionierenden und

vorbildlichen Zusammenarbeit innerhalb

des Vereines möglich ist. Neben vielen

gesellschaftlichen Veranstaltungen wurde

2011 auch die Weiterbildung der JungzüchterInnen

stark gefördert – eine

Investition, die sich bereits im nächsten

Tagesordnungspunkt als sehr lohnend

erweisen sollte …

Acht JungzüchterInnen standen nämlich

als HauptreferentInnen im Mittelpunkt

der Versammlung und berichteten

über die Erfahrungen ihres Sommerpraktikums.

Folgende JungzüchterInnen lieferten

interessante Beiträge:

- Josef Berger über einen besonders

erlebnisreichen Sommer in Kanada

- Rupert Gruber über den Almsommer

auf der hofeigenen Hubalm in Hüttschlag

- Anita Meusburger sammelte Erfahrungen

in der Besamung Kleßheim

- Jakob Sommerer verbrachte bereits

den zweiten Sommer am Nusserhof in

Weißbach

- Julia Fersterer wagte sich auf die

Alpe Vermunt im Silvrettagebiet

- Christine Berger berichtete über

einen lehrreichen und schönen Sommer

auf der Jaidbachalm

Pinzgauer-Jungzüchter

···· Beeindruckende Jahresbilanz unserer Züchterjugend

Selbst extremstes Winterwetter konnte die zahlreichen Züchterfamilien nicht abhalten und so trotzten

über 60 begeisterte TeilnehmerInnen aus allen Teilen Salzburgs, Tirol und sogar aus der Schweiz den

ergiebigen Schneefällen, um einer überaus gelungenen Jahreshauptversammlung Gehör zu verleihen.

Junge Menschen mit Visionen – Jakob Sommerer,

Rupert Gruber, Christine, Josef und

Marlene Berger, Julia Fersterer, Anita Meusburger,

Obmann Hannes Hofer und Franz

Laubichler.

- Marlene Berger – die „Daheimgebliebene“

der Geschwister vom Grubhof

erledigte die Arbeiten auf der eigenen

Alm

- Franz Laubichler erzählte vom

„brüderlichen Einsatz“ auf der

Hafeuchtenalm in Flachau

Äußerst begeistert zeigten sich die aufmerksamen

ZuhörerInnen und ARGE-

Obmann Ing. Christian Dullnigg zollte in

seinen Grußworten höchsten Respekt vor

den Leistungen der JungzüchterInnen.

Dullnigg bedankte sich bei den jungen

Menschen für den enormen Einsatz und

freute sich über die Bereitschaft der

Jugend zur Weiterbildung.

„Ihr habt mit eurem Obmann einen

wahren Glücksgriff gemacht und mit

einem derartigen Mann an der Spitze

braucht euch um die Zukunft nicht

bange sein“, so Dullnigg, der damit viel

Wertschätzung und Anerkennung ausdrückte.

Beeindruckt zeigte sich auch der

Geschäftsführer des RZV Salzburg, Ing.

Bruno Deutinger, und überbrachte in netten

Worten Glückwünsche und aufrichtige

Gratulation.

„Das einzig Beständige ist die Veränderung

und an diese kann man positiv

herangehen – schließlich zeigen diese

JungzüchterInnen vor, wie stete Weiterentwicklung

gelingen kann“, meinte

Deutinger und sicherte auch weiterhin

seine Unterstützung zu.

Eine besondere Ehre war der Besuch

von BBK-Obmann Hansjörg Kirchner,

der in seiner Rede von großer Euphorie

sprach. „Für mich ist es das erste Mal,

bei einer Jungzüchterversammlung

dabei zu sein und

meist ist ja der erste

Eindruck ein bleibender.

Ich bin überwältigt

von der Arbeit dieses

Vereins, der die praktischen

Erfahrungen in

den Mittelpunkt stellt

und hiermit den Sinn

einer Veranstaltung

klar demonstriert“,

sagte der begeisterte

Bezirksbauernkammerobmann.

Kirchner appellierte an die Jugend, an

der vorbildlichen Arbeit festzuhalten, um

für die Zukunft gerüstet zu sein. Kein

Grund zur Sorge sei die GAP, so der Bauernvertreter,

der bei einem Besuch in

Brüssel einmal mehr die Bestätigung

erhielt, dass die Förderung der Berggebiete

auch zukünftig nicht gefährdet ist.

Hannes Hofer bedankte sich für die

lobenden Worte und schwenkte zum

Highlight des heurigen Jahres über, das

mit dem zehnjährigen Vereinsjubiläum

im Herbst gefeiert wird. In einer zweitägigen

Veranstaltung werden am 3. und 4.

November „10 Jahre Pinzgauer-Jungzüchtergemeinschaft“

gefeiert und der

Obmann nützte die Gelegenheit, alle

Züchterfamilien um ihre Mithilfe zu bitten,

um dieses Fest zu einem unvergesslichen

Ereignis werden zu lassen.

Nach dem Ausblick auf ein arbeitsreiches

Jahr galt es für den Obmann wieder

einmal größten Dank auszusprechen.

„Da für mich das letzte Jahr als

Obmann angebrochen ist, möchte ich

allen Wegbegleitern und Unterstützern

größten Dank aussprechen. Der Erfolg

unseres Vereines beruht auf enormen

Einsatz und Idealismus unserer aktiven

Mitglieder. Das Resultat ist eine einzigartige

Gemeinschaft und dieses wertvolle

Kapital möchte ich nächstes Jahr

an meinen Nachfolger oder meine

Nachfolgerin übergeben“, lautete die

Botschaft von Hannes Hofer.

Als Zeichen der Wertschätzung lud

Obmann Hofer alle BesucherInnen zum

gemeinsamen Mittagessen in die gemütlichen

Gaststuben auf Schloss Kammer.

Mit zwei interessanten Betriebsbesuchen

wurde das Nachmittagsprogramm

fortgesetzt und eine große Zahl an Jungzüchtern

folgte dem Obmann zum Oberhausbauern.

Jungbauer Hannes Gensbichler

stellte den Betrieb vor: es werden

28 Kühe gemolken, die Leistung

liegt im Durchschnitt

bei rund 5.500 kg Milch.

Weitere Standbeine sind die

Zuchtviehvermarktung,

Stieraufzucht und die Vermietung

einiger Ferienwohnungen.

Während die Kühe

das ganze Jahr im Stall bzw.

auf den Weiden sind, verbringt

das Jungvieh den

Sommer auf der direkt

angrenzenden Alm.

Nach der Betriebsvorstellung im

Schneetreiben wurden die Tiere im Stall

besichtigt. Anschließend lud Familie Gensbichler

in die gemütliche Stube zu heißem

Tee, Keksen und einem ausgezeichneten

Kletzenbrot.

6 ARGE Pinzgauer 224/225 1/2012


Im Anschluss ging es frisch gestärkt

zum Stoffenbauern. Elfriede und

Andreas Rohrmoser-Höller empfingen

die Besucherschar bereits im Stall. Am

Stoffengut werden rund 100 Stück reinrassige

Pinzgauer gehalten, davon ca.

35 Kühe gemolken. Die Kühe werden in

Pinzgauer-Jungzüchter

der Vegetationszeit auf Vollweide gehalten,

das Jungvieh auf den zwei eigenen

Almen in Hinterglemm gesömmert.

Sämtliche Stierkälber werden aufgezogen

und als halbjährige Ochseneinsteller

nach Bayern verkauft. Besamt wird zu

100% mit Teststieren. Kühe und Kalbin-

nen, welche für die Milchzucht uninteressant

sind, werden mit Pinzgauer-Fleischgenetik

besamt und als Mutterkühe vermarktet.

Oberste Priorität erfährt zurzeit

die Restauration des 900 Jahre alten

Bauernhauses, das bald in neuem Glanz

erstrahlen wird.

Für die herzliche Aufnahme und Vorstellung

der Betriebskonzepte sei den beiden

Züchterfamilien ganz herzlich gedankt!

Mit vielen positiven Eindrücken konnte

die Jahreshauptversammlung 2012 abgeschlossen

werden und nun heißt es wieder,

mit viel Elan und Motivation an die

kommenden Herausforderungen heranzugehen

die Pinzgauer-JungzüchterInnen

freuen sich darauf und hoffen, viele Züchterfamilien

und Freunde der Pinzgauer für

all das Kommende begeistern zu können!

Christina Sendlhofer ····

···· Tolles Startkapital für Jungbauer Markus Gahleitner

Zum Abschluss seiner Tätigkeit als Projektleiter des Jungzüchter-Profis hat uns Markus Gahleitner auf

seinen Hof eingeladen und so besuchten ihn Jungzüchter aus mehreren Bundesländern auf seinem Betrieb

im Mühlviertel. Die Pinzgauer-Jungzüchter und ein paar Holstein- bzw. Fleckvieh-Jungzüchter hatten ein

besonderes Geschenk dabei.

Angekommen bei der Familie Gahleitner wurden wir herzlich

empfangen und bewirtet. Anschließend gab es eine informative

Stallführung durch den neuen Betriebsleiter, denn Markus hat

mit Februar 2012 den Betrieb seiner Eltern übernommen.

Familie Gahleitner bewirtschaftet einen Milchviehbetrieb mit derzeit

circa 40 Milchkühen und 40 Stück Nachzucht. Die Kühe

sind in einem planbefestigten Boxenlaufstall mit Tiefboxen untergebracht.

Vor einigen Wochen wurde das Projekt „Neu- bzw.

Umbau des Stalles für ca. 60 Kühe“ gestartet. Dass der Betrieb

über ein sehr gutes Management verfügt, konnten wir auch an

den hervorragenden Herdenkennzahlen feststellen.

Markus hat die große Überraschung – das Pinzgauer-Kalb

Kathi (Luchs x Rat), das in einer Kälberbox „abgestellt“ wurde,

zuerst nicht entdeckt und so war die Freude über das

„schöne Mitbringsel“ riesengroß. Das Kalb kann nun sicher die

Einzigartigkeit im Fleckvieh-Betrieb genießen.

Am Abend ging es zum Gasthof Kräutermandl, dort wurde

Ein schönes Abschiedsgeschenk für einen besonderen Menschen –

für Markus Gahleitner ist Arbeit weit mehr als Pflichterfüllung!

Eine gute Kommunikation

unter Gleichgesinnten

fördert das Zusammenleben

und

-arbeiten. Julia Fersterer

und Marlene Berger mit

Holstein-Jungzüchter-

Obmann Josef Pichler.

Die Überraschung scheint geglückt! Markus entdeckt das liebe Mitbringsel

in der Kälberbox!

dann gemütlich beisammen gesessen, gelacht und bei der

Captain-Morgan-Party noch viel getanzt. Natürlich bewiesen die

Jungzüchter wieder einmal Ausdauer und so wurde es für einige

etwas später bzw. auch schon wieder früher.

Es war wieder einmal ein tolles Wochenende, besonders möchten

wir uns für die Einladung und die nette Gastfreundschaft bei

Markus und der ganzen Familie bedanken.

Markus, wir wünschen dir für deine neue Herausforderung

alles Gute, viel Freude, Glück und Erfolg!

Der Kontakt wird ja hoffentlich trotz Beendigung deiner Tätigkeit

bei der ZAR aufrechterhalten und so werden wir dich sicher nach

wie vor als Jungzüchter-Obmann bei diversen Veranstaltungen

treffen. Vielleicht kann dir in einiger Zeit auch der eine oder

andere Pinzgauer-(Jung)züchter mit Anpaarungsempfehlungen

behilflich sein.

Christine Berger ····

ARGE Pinzgauer 224/225 1/2012 7


Am Sonntag, den 12. Februar luden die Pinzgauer-Jungzüchter

zu einem gemeinsamen Skitag ins Großarltal ein.

Bei schönem, aber eisig kaltem Winterwetter folgten über 20

begeisterte SkifahrerInnen und Boarder der Einladung und erkundeten

das schöne Skigebiet zwischen Großarl und Dorfgastein.

Etwas getrübt wurde die gute Stimmung durch einen Horrorsturz

von Josef Pirchner, dessen Mutprobe im Krankenhaus

Schwarzach endete. Zum Glück kam Pirchner mit einer Gehirnerschütterung

und einer Schnittwunde davon und konnte das

Krankenhaus am nächsten Tag wieder verlassen.

Wir danken Rupert Gruber für die Organisation und unseren

„Großarler Ski Guides“ für die tolle Führung durch das schöne

Skigebiet.

Johann Höller ····

Pinzgauer-Jungzüchter

···· Erlebnisreicher Jungzüchter-Skitag

Sie trotzten den arktischen Temperaturen und wurden mit prächtigen

Bedingungen belohnt – herrlicher Wintertag im Skigebiet Großarl-

Dorfgastein.

···· 4. Bundesjungzüchter-Championat in Ried

Schönstes Jungrind kommt aus Salzburg –

„Evita“ von Josef Volgger holt den Typ-Champion der Pinzgauer-Rasse!

Einen äußerst erfreulichen Eindruck hinterließ die Pinzgauer-Züchterjugend

beim Bundesjungzüchter-Championat

in Ried am 24. und 25. März. Insgesamt 23 TeilnehmerInnen

(14 Salzburg, 6 Kärnten, 2 Tirol, 1 Oberösterreich) repräsentierten

in beeindruckender Manier die Pinzgauer-Rasse und ernteten viel

Lob und Anerkennung für ihre Leistungen.

Nicht leicht war es den Anforderungen der Preisrichterin

Heike Röthenbacher aus Bayern gerecht zu werden, die

22-jährige Jung-Landwirtin aus Mittelfranken war für das Bewerten

des Vorführens zuständig, während der souveräne Richter

Stefan Hodel aus der Schweiz für die Typwahl zeichnete.

Bundesländereinzug am Vorabend: Marlene Berger mit „Mona-Lisa“

(V: Atlas) und Melanie Kröll als Repräsentanten von Salzburg.

Die erst 14-jährige Theresa Stock aus Bischofshofen verblüffte

bei ihrem Debüt mit einem Top-Auftritt. In souveräner Art

und Weise setzte sie sich in der zehnköpfigen Gruppe der Pinzgauer-Juniors

durch und schaffte es mit einer grandiosen Vorführleistung

bis ins Finale der besten VorführerInnen Österreichs.

Zudem stand Theresa mit der ausdrucksstarken Gideon-

Großartige

Debütantin –

Theresa Stock

mit „Walli“

(V: Gideon).

Nachzucht „Walli“ aus dem Stall der LFS Bruck auch als Typsiegerin

im Finale der schönsten Pinzgauer-Kalbinnen.

Jubelstimmung brandete im Lager der Salzburger auf, als mit

„Evita“ endlich der Typsieg für das Stammzuchtgebiet geschafft

war.

„Es ist für mich eine schöne Abwechslung, die Rasse Pinzgauer

zu richten und überhaupt so schöne Rinder“, kommentierte

der sympathische Stefan Hodel seine Entscheidung. Die

Champion der Pinzgauer-Rasse: „Evita“ (V: Lotus) von Josef Volgger,

an der Hand des Top-Vorführers Peter Horngacher.

8 ARGE Pinzgauer 224/225 1/2012


kapitale Lotus-Nachzucht aus dem Betrieb Josef Volgger,

Nusser in Weißbach, und an der Hand des tollen Vorführers

Peter Horngacher überzeugte mit einem enormen Becken,

bestem Fundament und einer „Siegerausstrahlung“, so der

Preisrichter.

Neben den Toperfolgen durften sich auch Josef Berger, Josef

Stock sowie Rupert Rieser und Peter Horngacher freuen – sie

triumphierten in den beiden Gruppen Pinzgauer-Senior als

Zweit- bzw. Drittplatzierte im Vorführen und bestätigten eindrucksvoll

das hohe Niveau unserer Züchterjugend!

Wir bedanken uns bei unseren VorführerInnen bzw. AusstellerInnen

für ihren großartigen Einsatz und gratulieren zu den hervorragenden

Ergebnissen, die uns einmal mehr sehr stolz machen!

Macht weiter so!

Danke auch allen BetreuerInnen, Eltern und freiwilligen HelferInnen

für die enorme Unterstützung – ohne diesen Rückhalt wären

solche Erfolge niemals möglich!

Ein ganz großes Danke verdient einmal mehr Helmut Meusburger,

der seit Jahren stets freiwillig im Dienste der Pinzgauer-

Jungzüchter steht – wir wissen es zu schätzen und sagen vielen,

vielen Dank!

Christina Sendlhofer ····

Pinzgauer-Jungzüchter

Das Ergebnis des 1a-Betreuerteams – Pinzgauer wie aus dem

Schachterl!

···· Pinzgauer-Almwanderung auf die Brandalm

Ramsau am Dachstein · Sonntag, 8. Juli 2012

Am Fuße des Dachsteinmassivs auf 1.600 m gelegen,

bietet die Brandalm der Familie Schrempf in der

steirischen Ramsau einen herrlichen Rahmen

für die diesjährige Pinzgauer-Almwanderung.

Das detaillierte Programm ergeht zeitgerecht

an alle Pinzgauer-ZüchterInnen sowie online unter

www.pinzgauerrind.at

Von der ARGE Pinzgauer werden bei Bedarf Busse organisiert.

Interessierte melden sich bitte bei Christina Sendlhofer,

Telefon 06542/68229-15, Mobil 0664/8132 660

oder per E-Mail an c.sendlhofer@rinderzuchtverband.at

Anreise: Abfahrt Autobahn Eben – Filzmoos – Ramsau

Abzweigung Dachstein-Gletscherbahn. Taxi ab Gasthof

Edelbrunn (ca. 1 km vor Ortszentrum, Schildlehen 53).

ARGE Pinzgauer 224/225 1/2012 9


6. Dairy Grand Prix in Wieselburg

···· 6. Dairy Grand Prix in Wieselburg –

exzellenter Auftritt der Pinzgauer

Ein perfektes Aufgebot lieferte die kleine, aber feine Pinzgauer-Abordnung beim 6. Dairy Grand Prix

in Wieselburg – mit einem stolzen Ergebnis für den Rinderzuchtverband Salzburg, der sowohl Champion

als auch Reservesieger stellte.

Insgesamt 16 hochkarätige Tiere der Rasse Pinzgauer und

PI x RF boten ein höchst erfreuliches Bild – acht reinrassige

Jungkühe und acht mehrkalbige Kreuzungskühe repräsentierten

die Vorzüge unserer Rasse auf höchstem Niveau!

Den verdienten Titel bei den Pinzgauern holte sich die kapitale

Mungo-Tochter „Stolz“ von Matthäus Hochfilzer, Ginsberg

in Tirol – eine Pinzgauer-Jungkuh, die keine Wünsche offen

ließ. An zweiter Stelle rangierte „Sira“ – der Name bürgt für Qualität

– eine formschöne Rat-Tochter von Gerhard Innerhofer,

Champion „Stolz“ (V: Mungo) von Matthäus Hochfilzer, Ginsberg,

Going/Tirol.

Ergebnisliste – Pinzgauer-Reinzucht

Rang Tier- Tier- Geburts- Vater X MV Aussteller

nummer name datum

1 AT 026.502.317 STOLZ 28. 9. 2008 MUNGO x GIDRAN Hochfilzer Matthäus, Going

2 AT 910.950.116 SIRA 21. 10. 2008 RAT x LENKER Innerhofer Gerhard, Mittersill

3 AT 173.838.117 REBECA 12. 1. 2009 LUREX x MARS Landesschulgut Litzlhof, Lendorf

4 AT 974.582.116 KÖSS 26. 2. 2009 RAT x MARKANT Hasenauer Rupert, Hinterglemm

5 AT 031.287.317 ALMA 6. 9. 2009 GERMANUS x LUREX Caritas Landwirtschaft, Bruck

6 AT 026.504.517 KUNI 11. 10. 2008 REIS x GREIF Hochfilzer Matthäus, Going

7 AT 906.177.616 ALMERIN 5. 2. 2009 ROLL x RASANT Betrieb der LFS, Bruck

8 AT 895.909.716 ELLI 2. 10. 2008 MARAT x MARTENKO Riepler Andreas, Wagrain

Ergebnisliste – Pinzgauer-Kreuzung

Einödberg in Mittersill, die sich aufgrund ihres traumhaften

Euters noch als Eutersiegerin feiern lassen durfte. Auf den dritten

Platz reihte Preisrichter Hubert Schönenberger (D) die

Lurex-Tochter „Rebeca“ vom Landesschulgut Litzlhof in

Kärnten.

Bei den PI x RF-Kühen führte eine bereits siegerprobte

Topkuh die Gruppe an – Zweitkalbskuh „Senta“, eine Elayo

Red-Tochter von Wolfgang Porsche, Schüttgut in Zell am

See, die bereits beim Jungkuhchampionat 2011 triumphierte und

Reservechampion „Senta“ (V: Elayo Red) von Dr. Wolfgang Porsche,

Schüttgut, Zell am See.

Rang Tier- Tier- Geburts- Vater X MV Aussteller

nummer name datum

1 AT 903.365.716 SENTA 21. 12. 2008 ELAYO RED x MALTUS Dr. Porsche Wolfgang, Zell am See

2 AT 102.300.816 NONNE 30. 12. 2007 ELAYO RED x KERR Laubichler Franz, Flachau

3 AT 081.722.307 BUTTA 11. 11. 2004 TRADEMARK RH x BINGO Stöckl Peter, Neukirchen

4 AT 184.419.516 RUBY REDROSE 23. 12. 2007 MALTUS x OREGON RED Landesschulgut Litzlhof, Lendorf

5 AT 296.918.716 DUNKL 17. 1. 2008 TRADEMARK RH x MALTUS Stöckl Peter, Neukirchen

6 AT 020.188.917 KELLY 1. 9. 2008 BISTON x TRADEMARK RH Dr. Porsche Wolfgang, Zell am See

7 AT 106.870.816 BIRKE 8. 9. 2007 JOYBOY RED x MARDER Dr. Porsche Wolfgang, Zell am See

8 AT 965.822.172 RAUSCHL 7. 10. 2004 MELUS x MALTUS Landesschulgut Litzlhof, Lendorf

10 ARGE Pinzgauer 224/225 1/2012


neben dem Reservechampionstitel auch den Eutersieg einheimste.

An zweiter Position landete ebenfalls eine Schauerfahrene

– „Nonne“ von Franz Laubichler, Thurnhof in Flachau, mit

selbem Vater und ebenso in zweiter Laktation stehend, verkörperte

exzellent den Hochleistungstyp mit perfekten Körperformen.

An dritter Stelle wurde „Butta“ von Peter Stöckl, Oberrohrer

in Neukirchen, gereiht – die Trademark-Tochter überzeugte

bereits bei der Gebietsschau in Bramberg und konnte

trotz fünf Abkalbungen dank perfektem Fundament und

Topeuter mühelos mit den „Jungen“ konkurrieren.

Einen weiteren Höhepunkt gab es Samstag Abend zu feiern –

bei der Dairy Grand Prix Gala wurde aus jeweils fünf nominierten

ehemaligen Champions einer Rasse die „All Dairy“ gewählt.

Bei den Pinzgauern konnte sich hier ganz klar „Sira“ von Josef

Ebenkofler, Oberpichler in Ahornach, durchsetzen, die mit den

Große Auszeichnung für „Sira“ – Martin Ebenkofler erhält den „All

Dairy“-Preis der Pinzgauer-Rasse.

6. Dairy Grand Prix in Wieselburg · Wichtige Termine

···· Wichtige Termine 2. Halbjahr 2012

Eine Augenweide! Die homogene und erstklassige Pinzgauer-Jungkuhgruppe

sorgte für viel Aufsehen und Bewunderung.

Championstiteln 2008 und 2010 ein besonderes Double geschafft

hat.

Mit der Präsentation der Champions endete am Sonntag Nachmittag

eine Veranstaltung, die die Begeisterung für niveauvolle

Rinderzucht eindrucksvoll demonstrierte.

Allen TeilnehmerInnen sei für ihre Mühe und ihren Einsatz herzlichst

gedankt – sie haben mit einer glanzvollen Vorstellung unverzichtbare

Werbung für die Pinzgauer-Rasse erbracht! Dazu gratulieren

wir von Herzen und sagen danke!

Christina Sendlhofer ····

Sonntag, 1. Juli: Jungzüchter-Almwanderung auf die Naßfeldalm

Donnerstag, 5. bis Samstag, 7. Juli: National Agricultural Show in Herning (Dänemark)

mit Pinzgauer-Beteiligung

Sonntag, 8. Juli: Pinzgauer-Almwandertag auf die Brandalm,

Ramsau am Dachstein

Donnerstag, 12. bis Sonntag, 15. Juli: Jungzüchter-Reise in die Slowakei

Freitag, 21. bis Sonntag, 23. September: Pinzgauer-Züchterreise in die Schweiz

Samstag, 3. bis Sonntag, 4. November: 10 Jahre Pinzgauer-Jungzüchtergemeinschaft –

große Jubiläumsfeier in Maishofen

Samstag, 10. November: Steiermarkschau in Leoben mit Pinzgauer-Beteiligung

Samstag, 17. bis Sonntag, 18. November: Bezirksschau mit Eliteversteigerung

in St. Lorenzen, Südtirol

Mittwoch, 21. November: 63. Pinzgauer-Züchtertagung

Donnerstag, 22. November: Pinzgauer-Herbststiermarkt

···· Vorschau Herbst 2013

Ende August / Anfang September Internationaler Pinzgauer-Kongress in Südafrika

ARGE Pinzgauer 224/225 1/2012 11


Die Rassengruppe Pinzgauer wurde von 35 qualitativen

Kühen und Jungkühen bestens vertreten, welche einen hervorragenden

Querschnitt des Zuchtfortschrittes der letzten

Jahre repräsentierten.

Die erste Siegerin des Tages war die Jungkuh „Munta“

(V: Fidelio) von Anton Hartl, Marchlschwaig, vor „Krone“

(V: Giga) von Michaela Mitterlechner, Lindbichl, und „Alma“

(V: Fidelio), ebenso von Anton Hartl, Marchlschwaig.

Bei den Zweitkalbskühen dominierte ebenso wieder Anton

Hartl mit „Zirl“ (V: Gimpl) vor „Mainz“ (V: Leon) von Gabi und

Hans Wölfler, Palfner, und „Kersch“ (V: Rist) von Michaela

Mitterlechner, Lindbichl.

Mit äußerster Vitalität präsentierte sich die 15-jährige Groll-

Tochter „Muster“ von Familie Wölfler, Palfner, die in der Gruppe

der Mehrkalbskühe ihre bekannte Tochter „Meran“ (V: Rat) –

keine Geringere als die Bundesreservesiegerin – hinter sich ließ.

Das Palfner-Triple machte hier „Muskat“ (V: Strawanzer) – ehemalige

Teilnehmerin beim Jungkuhchampionat – komplett.

Die Riege der „veredelten Pinzgauer“ führte Jungkuh

„Tamara“ (V: Rat, 25% RF) von Rupert Pirnbacher, Lehen, an.

Ihr folgten zwei weitere vom Lehenhof, nämlich Jungkuh

„Kerstin“ (V: Lenta, 39,8% RF) sowie Zweitkalbskuh „Senta“

(V: Ritter, 39% RF).

Jubiläumsrinderschau St. Johann/Pongau

···· Jubiläumsrinderschau St. Johann –

perfekt inszenierter Feiertag im Pongau

Die schier endlosen Mühen von Vereinsobmann Johann Wölfler und seinem Team wurden mehrfach belohnt.

Immenser Besucheransturm, ein gnädiger Wettergott und eine sehenswerte Vie(h)lfalt

machten das 100-jährige Vereinsjubiläum zu einem würdigen Fest mit bleibenden Erinnerungen!

Bei den Kühen über 50% RF-Anteil konnte sich die enorm

leistungsstarke Joyboy Red-Tochter „Mona“ (58,8% RF) von

Gabi und Hans Wölfler, Palfner, behaupten. Der exzellenten

Zweitkalbskuh folgten zwei starke Drittkalbskühe – „Miss“

(V: Faber Red, 54,4% RF), ebenso vom Palfner und „Bella“

(V: Jordan Red, 56,3% RF) von Monika und Rupert Emberger,

Hub.

Für ein schönes und buntes Bild sorgten zudem 50 leistungsstarke

Fleckvieh- und FL x RF-Kühe und eine kleine Abordnung

von Holstein und Fleischrindern sowie 20 imposante Noriker-

Pferde.

Allen AusstellerInnen sei an dieser Stelle zu ihren Leistungen

herzlichst gratuliert und gedankt. Sie haben mit viel Freude und

Stolz ihr tägliches Bemühen um eine erfolgreiche Weiterentwicklung

der Pinzgauer-Zucht repräsentiert – Vergelt’s Gott dafür!

Größte Anerkennung hat sich das Organisationsteam, allen

voran Hans Wölfler, Palfner, und seine Familie verdient, die

sämtliche Energien in das Gemeinschaftsprojekt 100 Jahre Rinderzuchtverein

St. Johann investierten – derartiges Engagement

verdient höchsten Respekt und größte Wertschätzung!

Christina Sendlhofer ····

12 ARGE Pinzgauer 224/225 1/2012


Gruppe 1:

Pinzgauer-Jungkühe

1. MUNTA AT 970.058.616

(V: FIDELIO), Hartl Anton junior, Marchlschwaig

2. KRONE AT 907.165.416

(V: GIGA), Mitterlechner Michaela, Lindbichl

3. ALMA AT 970.054.216

(V: FIDELIO), Hartl Anton junior, Marchlschwaig

4. GRÄFIN AT 001.858.117

(V: NAAR), Pirnbacher Rupert junior, Lehen

5. KUFSTEIN AT 334.909.817

(V: STAHL), Wölfler Gabi und Hans, Palfner

6. ENZIAN AT 918.942.816

(V: RAT), Ackerl Michaela, Niederbach

Gruppe 2:

Pinzgauer-Zweitkalbskühe

1. ZIRL AT 953.864.514

(V: GIMPL), Hartl Anton junior, Marchlschwaig

2. MAINZ AT 104.177.416

(V: LEON), Wölfler Gabi und Hans, Palfner

3. KERSCH AT 977.927.945

(V: RIST), Mitterlechner Michaela, Lindbichl

4. EDELWEISS AT 796.428.609

(V: STRATUS), Wölfler Gabi und Hans, Palfner

Gruppe 3:

Pinzgauer-Mehrkalbskühe

1. MUSTER AT 727.397.357

(V: GROLL), Wölfler Gabi und Hans, Palfner

2. MERAN AT 907.069.672

(V: RAT), Wölfler Gabi und Hans, Palfner

3. MUSKAT AT 130.360.209

(V: STRAWANZER), Wölfler Gabi und Hans,

Palfner

4. ZIFFER AT 785.370.272

(V: MANDARIN), Hartl Anton junior, Marchlschwaig

5. MUSTER AT 021.726.172

(V: WICK), Hartl Anton junior, Marchlschwaig

6. GLOCKE AT 754.123.345

(V: MENTOR), Pirnbacher Rupert junior, Lehen

7. EDELWEISS AT 197.600.409

(V: STERZ), Ackerl Michaela, Niederbach

Jubiläumsrinderschau St. Johann/Pongau

Gruppe Pinzgauer-Zweitkalbskühe

Gruppe Pinzgauer-Mehrkalbskühe

Gruppe PI x RF-Kühe


Gruppe PI x RF-Kühe >50%RF

Jubiläumsrinderschau St. Johann/Pongau

Pinzgauer-Veredelungskuh nach Maß! Exzellente Zweitkalbskuh „Mona“ (V: Joyboy

Red, 58,8% RF) von Familie Wölfler/Doppler, Palfner.

Gruppe 4:

PI x RF-Kühe < 50% RF

1. TAMARA AT 001.848.817

(V: RAT), Pirnbacher Rupert junior, Lehen

2. KERSTIN AT 513.564.116

(V: LENTA), Pirnbacher Rupert junior, Lehen

3. SENTA AT 104.212.616

(V: RITTER), Pirnbacher Rupert junior, Lehen

4. SUSI AT 392.819.209

(V: MELUS), Vötter Christine und Anton,

Mitterbichl

5. GUSTI AT 260.664.214

(V: BISTON), Pirnbacher Rupert junior, Lehen

6. NELLI AT 513.562.816

(V: NAAR), Pirnbacher Rupert junior, Lehen

Gruppe 5:

PI x RF-Kühe > 50% RF

1. MONA AT 534.855.716

(V: JOYBOY RED), Wölfler Gabi und Hans, Palfner

2. MISS AT 260.762.114

(V: FABER RED), Wölfler Gabi und Hans, Palfner

3. BELLA AT 968.913.909

(V: JORDAN RED), Emberger Monika und Rupert,

Hub

4. GOSAU AT 731.762.207

(V: TACO RED), Pirnbacher Rupert junior, Lehen

5. STRASSBURG AT 841.719.207

(V: JORDAN RED), Wölfler Gabi und Hans, Palfner

6. SENTA AT 353.747.172

(V: FABER RED), Emberger Monika und Rupert,

Hub

7. RONDA AT 547.850.109

(V: RENZ), Vötter Christine und Anton,

Mitterbichl

14 ARGE Pinzgauer 224/225 1/2012


115 Jahre Rinderzuchtverein Maishofen – Viehhofen – Zell am See

···· Rinderzuchtverein Maishofen – Viehhofen – Zell am See:

Würdige Jubiläumsfeier zum 115-jährigen Bestehen

Regnerisches und kaltes Aprilwetter tat einer schönen Jubiläumsfeier keinerlei Abbruch – schließlich boten

die Anlagen des Rinderzuchtverbandes nicht nur schützendes Dach, sondern auch einen festlichen Rahmen

für eine gelungene bäuerliche Festveranstaltung.

Eröffnet wurde die bunte Vie(h)lfalt von den Jüngsten –

15 JungzüchterInnen (davon acht Pinzgauer) präsentierten mit

viel Freude und Eifer ihre Kälber und durften sich über großen

Applaus der begeisterten Zuschauer und eine Glocke für jedes

Kälbchen freuen.

Jungzüchter-Obmann Hannes Hofer zollte den Kindern größtes

Lob: „Seit Jahren leisten diese Kinder geniale Arbeit und

schließlich stellen sie die nächste Generation der Rinderzüchter

dar“, meinte der erfreute Funktionär. Zugleich lud er alle

Züchterfamilien herzlich ein, gemeinsam am 3. und 4. November

„Zehn Jahre Pinzgauer-Jungzüchtergemeinschaft“ zu feiern

und motivierte alle Kinder, im Herbst wieder dabei zu sein.

In vier Gruppen (drei Pinzgauer, eine PI x RF) wurden 30 qualitätsvolle

Pinzgauer-Kühe gezeigt, die einerseits die perfekte

Doppelnutzung als auch den veredelten Leistungstyp demonstrierten.

Neben den Fleckvieh- und Holstein-Kühen sorgten eine

Gruppe Zuchtstiere, Mutterkühe und schöne Noriker-Stuten für

eine große Aufwertung der Vereinsschau.

Aus allen Sieger- und Reservesiegertieren wurden abschließend

von Preisrichter Ing. Hans Terler Gesamt- bzw. Eutersieger der

jeweiligen Rassen gekürt.

Bei den Pinzgauern wurde diese Ehre der Zweitkalbskuh

„Strauß“ (V: Liwo) von Alfred Schipflinger, Brandl, zuteil, das

perfekte Euter sicherte ihr zudem den Gesamt-Eutersieg.

Den Reservesieg holte sich verdient die kapitale Drittkalbskuh

„Glück“ (V: Mason) von Johann Höller, Entfeld. Das einstige

Abschiedsgeschenk der Brucker Schülerinnen für ihre Lehrerin

Mathilde Höller wurde von Johann junior exzellent präsentiert

und sorgte wiederum für große Freude bei der Entfeld-Familie

sowie den anwesenden Ex-Schülerinnen von Mathilde!

Bei den PI x RF-Kühen triumphierte der Organisator und Vereinsobmann

Franz Streitberger, Poltenbauer, mit seiner hervorragenden

Elayo Red-Tochter „Verena“ vor der Merold-Tochter

„Wien“ von Monika Rieder, Oberdilling.

Eindrucksvoll präsentierte sich auch die qualitative Pinzgauer-

Fleischrinderzucht, angeführt von Zuchtstier „Haller-Griff“ und

der amtierenden Bundessiegerin „Lisa“ (V: Haller-Wirk) von

Oswald Dick, Lacken, sowie einigen weiteren Tieren.

Dem OK-Team unter Obmann Franz Streitberger und Stellvertreter

Rupert Wenger ist es meisterhaft gelungen, die schöne

Vie(h)lfalt Maishofens zu präsentieren und damit Einblick in die

züchterische Weiterentwicklung zu gewähren. Derartige Leistungen

verdienen Anerkennung und Respekt – auf diesem Wege ein

herzliches Danke für das große Engagement!

Allen Ausstellern gratulieren wir zu den erbrachten Leistungen

und wünschen viel Freude und Motivation in der täglichen Zuchtarbeit!

Christina Sendlhofer ····

Lassen Herzen höher schlagen – die jüngsten unter den Züchtern!

V. l. n. r.: Vanessa und Victoria Gensbichler, Florian Innerhofer und

Leonhard Rieder.

Simon Innerhofer Maria Gensbichler

Beeindruckende Fleischrinderfamilie von Oswald Dick, Lacken.

ARGE Pinzgauer 224/225 1/2012 15


Gruppe Pinzgauer-Altkühe

Gruppe PI x RF

115 Jahre Rinderzuchtverein Maishofen – Viehhofen – Zell am See

Pinzgauer-Schau- und Eutersiegerin „Strauß“ von Alfred Schipflinger, Brandl.

Bambini – nicht gereiht

AT 770.979.119 NELLI

Gensbichler Maria, Maishofen

AT 387.913.819 WICKI

Rieder Leonhard, Maishofen

AT 620.972.418 BLANKA

Innerhofer Florian, Hollersbach

AT 710.704.119 SARAH

Gensbichler Victoria, Maishofen

AT 770.975.619 LISA

Gensbichler Vanessa, Maishofen

AT 768.003.519 BUTTER

Gratz Andreas, Großarl

AT 666.457.819 MERCEDES

Gruber Johannes, Dienten

AT 771.157.719 ScH NAMIBIA

Wenger Theresa, Maishofen

AT 042.128.519 FURY

Wenger Tobias, Maishofen

AT 620.966.618 KLARA

Innerhofer Georg, Hollersbach

AT 388.608.119 SABINE

Fritzenwanker Julia, Saalfelden

AT 124.311.118 GRACIA

Lainer Julian, Lend

AT 340.718.219 ENNS

Eder Rupert, Leogang

AT 620.957.518 BELINDA

Innerhofer Simon, Hollersbach

AT 357.653.119 ROSINA

Kathrin Stock, Bischofshofen

Pinzgauer-Jungkühe

1. AT 357.754.117 GOLDEGG

Gensbichler Johannes, Maishofen

2. AT 972.565.516 PREIS – Eutersieg

Höller Johann, Thumersbach

3. AT 021.377.117 GAMS

Gensbichler Johannes, Maishofen

4. AT 922.316.716 BLEAMI

Brunner Susanne, Thumersbach

5. AT 337.822.117 KAISERIN

Resch Ferdinand, Thumersbach

Pinzgauer-Kühe

1. AT 110.057.116 STRAUSS –

Eutersieg

Schipflinger Alfred junior, Maishofen

2. AT 664.486.414 GLÜCK

Höller Johann, Thumersbach

3. AT 003.045.117 MUSTER

Resch Ferdinand, Thumersbach

4. AT 535.796.816 SALZACH

Gensbichler Johannes, Maishofen

5. AT 262.358.514 ENZIAN

Höller Johann, Thumersbach

6. AT 264.843.714 LAURA

Rohrmoser Stefan, Thumersbach

16 ARGE Pinzgauer 224/225 1/2012


Pinzgauer-Altkühe

1. AT 394.455.609 MERNHOF – Eutersieg

Gensbichler Johannes, Maishofen

2. AT 674.343.372 MUNTER

Resch Ferdinand, Thumersbach

3. AT 438.873.507 STOLZ

Resch Ferdinand, Thumersbach

4. AT 907.152.909 SPANDL

Gensbichler Johannes, Maishofen

5. AT 394.233.709 MOARIN

Rohrmoser Stefan, Thumersbach

6. AT 330.206.607 ENZIAN

Brunner Susanne, Thumersbach

7. AT 268.873.472 GLÜCK

Brunner Susanne, Thumersbach

8. AT 511.007.847 SEGEN

Gensbichler Johannes, Maishofen

9. AT 992.192.245 MONI

Resch Ferdinand, Thumersbach

10. AT 461.672.847 SALZBURG

Gensbichler Johannes, Maishofen

PI x RH

1. AT 974.427.216 VERENA – Eutersieg

Streitberger Franz, Maishofen

2. AT 110.085.516 WIEN

Rieder Monika, Maishofen

3. AT 910.916.772 MILKA

Streitberger Franz, Maishofen

4. AT 792.623.409 MARTHA

Rieder Mag. Kathrin und Hermann, Maishofen

5. AT 907.566.109 MOLLY

Rieder Mag. Kathrin und Hermann, Maishofen

6. AT 530.785.509 WICKY

Rieder Mag. Kathrin und Hermann, Maishofen

Gesamtsieg Pinzgauer

Siegerin AT 110.057.116 STRAUSS

Schipflinger Alfred junior, Maishofen

Reservesiegerin AT 664.486.414 GLÜCK

Höller Johann, Thumersbach

Gesamtsieg PI x RH

Siegerin AT 974.427.216 VERENA

Streitberger Franz, Maishofen

Reservesiegerin AT 110.085.516 WIEN

Rieder Monika, Maishofen

Eutersieger Pinzgauer

AT 110.057.116 STRAUSS

Schipflinger Alfred junior, Maishofen

Eutersieger PI x RH

AT 974.427.216 VERENA

Streitberger Franz, Maishofen

115 Jahre Rinderzuchtverein Maishofen – Viehhofen – Zell am See

PI x RF: Schau- und Eutersiegerin „Verena“ von Franz Streitberger, Polten.

Große Freude bei

Mathilde Höller – das

einstige Abschiedsgeschenk

ihrer Schülerinnen

entwickelte sich zu

einer Prachtkuh und

wurde mit dem Gesamtreservesieg

bedacht!

Rinderschauen bieten auch Zeit zur Pflege einer guten Gesprächskultur – Pinzgauer-

Weltpräsident Mag. Hans Scharfetter, GF Ing. Bruno Deutinger, RZV-Obmann

Toni Hörbiger und Schauorganisator Franz Streitberger in reger Diskussion.

ARGE Pinzgauer 224/225 1/2012 17


Aus insgesamt sechs reinrassigen und sechs Kreuzungsgruppen

die jeweiligen Eutersieger bzw. Gruppensieger und Reservesieger

zu ermitteln, welche im Finale um die begehrten Gesamttitel

rittern, war die Aufgabe Deutingers bei den Pinzgauern.

Die erste große Entscheidung im Finale war die Wahl des

Eutersiegers bei den Pinzgauern und endete mit dem überaus

verdienten Sieg für die Fünftkalbskuh „Elke“ (V: Rat) von Franz

Riedlsberger, Stockerhaid in Mittersill. „Schauen Sie sich dieses

Euter an, es belegt eindrucksvoll den enormen Zuchtfort-

Vereinsrinderschau in Hollersbach

···· Rinderzuchtverein Mittersill-Hollersbach brillierte:

Glanzvolle Vereinsrinderschau in Hollersbach

„Diese Gruppe lässt eine sehr gute Qualität an Pinzgauer-Kühen erahnen“, mit diesen Worten begrüßte

Preisrichter Ing. Bruno Deutinger die erste von insgesamt 26 Gruppen, die zum 110-jährigen Vereinsjubiläum

am Gelände der Panoramabahn in Hollersbach vorgestellt wurden.

Deutinger sollte Recht behalten, denn die gesamte Pinzgauer-Kollektion als auch die der Rassen Fleckvieh

und Holstein waren von unübertrefflicher züchterischer Leistung geprägt und für Züchter und Besucher

gleichermaßen eine Augenweide.

Ein Festtag für die Pinzgauer-Rinderzucht – man präsentiert sich

im besten Kleid!

Zogen alle in ihren Bann – die Bambinis!

schritt dieser Rasse“, kam Ing. Bruno Deutinger ins Schwärmen.

Den Reservesieg holte sich die kapitale Jungkuh „Sira“

(V: Rat) von Gerhard Innerhofer, Einödberg in Mittersill, welche

schon beim Dairy Grand Prix in Wieselburg mit einem Reservesieg

aufhorchen ließ.

Eutersieg bzw. -Reservesieg in der Abteilung PI x RF gingen

an ein und denselben Zuchtbetrieb – nämlich an Manfred Nindl,

Schranzlern in Hollersbach, mit „Maxi“ (V: Classic Red, 61,9%

RF) und „Nina“ (V: Faber Red, 73% RF).

Den Kampf um den Gesamtsieg bei Pinzgauer und PI x RF

lieferten sich jeweils 12 Kühe – als erster jubelte Matthias

Blaickner, Einöd in Mittersill, mit der Drittkalbskuh „Wolk“

(V: Stallberg), die den gewünschten Pinzgauer-Typ eindrucksvoll

verkörperte.

Mit dem Reservesieg wurde die Gesamteutersiegerin „Elke“

von Franz Riedlsberger, Stockerhaid, bedacht – die mittelrahmige

Kuh punktete mit einem Top-Fundament und enormer

Vitalität.

„Wenn Sie sich erinnern, sprach ich schon in der Vorrunde

von einer auffälligen Spitze dieser beiden Zweitkalbskühe”,

rechtfertigte Preisrichter Deutinger seine Entscheidung zum

Gesamtsieg bzw. Reservesieg PI x RF. Gemeint war neben der

Siegerin „Maxi“ (V: Classic Red) von Manfred Nindl, Schranzlern,

die Reservesiegerin „Lerch“ (V: Trademark) von Josef

Höttl, Obermühle in Mittersill, die das gewünschte Ziel der

Einkreuzung zweifelsohne belegten.

Als Vorspann zu den qualitätsvollen Darbietungen absolvierten

über 40 JungzüchterInnen einen tollen Auftritt, daneben boten

die verschiedensten Ziegen und Schafe, schöne Noriker sowie

vielfältige Fleischrinderrassen ein schönes und buntes Bild der

vielschichtigen Landwirtschaft des Oberpinzgaues.

Die ZüchterInnen von Mittersill und Hollersbach verdienen sich

für diese gezeigten Leistungen höchste Anerkennung und enormen

Respekt, wurden hier doch sämtliche Erwartungen deutlich

übertroffen und neue Maßstäbe gesetzt – herzliche Gratulation

dazu!

Höchsten Respekt verdient vor allem aber der Organisator

dieser Schau, Alois Riedlsberger, Lahnbauer aus Hollersbach,

– gemeinsam mit einem starken Team hat er eine Veranstaltung

auf die Beine gestellt, die seinesgleichen sucht. Gratulation und

Danke allen Beteiligten, ihr habt uns einen Freudentag bereitet!

Gratulieren darf man aber auch dem Preisrichter Bruno

Deutinger, der das fast monströse Programm von 36 Ringen(!)

in äußerst kurzweiliger und profunder Art und Weise absolviert

hat. Danke dafür!

Christina Sendlhofer ····

18 ARGE Pinzgauer 224/225 1/2012


Bambini – nicht gereiht

SENTA AT 361.269.319 (V: STODER),

Benedikt Schwab, Baseiten, Mittersill

STOLZ AT 729.365.219 (V: KARTON),

Theresa Ellmauer, Obermühl, Mittersill

BLICK AT 386.886.419 (V: LUCHS),

Lena Riedlsberger, Peilberg, Hollersbach

BLANKA AT 620.972.418 (V: LANDLER),

Florian Innerhofer, Reit, Hollersbach

LILLIFEE AT 386.794.319 (V: MOREDO).

Barbara Riedlsberger, Vorderlahn, Hollersbach

MELLY AT 748.825.819 (V: RUACANA RED),

Tamara Wörgetter, Unteralpschwendt, Hollersbach

WALDIN AT 361.523.119 (V: RAMORAT).

Alois Astl, Seetal, Hollersbach

KLARA AT 620.966.618 (V: REITER),

Georg Innerhofer, Reit, Hollersbach

BLACKY AT 710.475.419 (V: MARMOR),

Christoph Steiner, Mitterhaid, Hollersbach

RED ROSE AT 400.410.719 (V: LAWN BOY

RED), Stefan Lemberger, Mooserbauer, Mittersill

STOLZ AT 045.739.118 (V: ROXY),

Frederick Höller, Stabler, Hollersbach

BELLA AT 549.575.318 (V: HALLER-WURZ),

Michael Sedivy, Guggengrund, Mittersill

KLARA AT 045.682.318 (V: HALLER-NERO).

Paul Islitzer, Schupfen, Hollersbach

BELINDA AT 620.957.518 (V: RIEDL),

Simon Innerhofer, Reit, Hollersbach

MUSTER AT 045.738.918 (V: ROLL),

Madleine Höller, Stabler, Hollersbach

MUNTER AT 361.267.119 (V: STODER),

Samuel Schwab, Baseiten, Mittersill

MONA AT 570.109.118 (V: WAL),

Bernhard Voithofer, Bachbauer, Mittersill

Jungzüchter

1. SISSI AT 361.585.619 (V: ZANZIBAR),

Romana Astl, Seetal, Hollersbach

2. MUNTER AT 592.705.918 (V: GRIMM),

Sebastian Riedlsberger, Vorderlahn, Hollersbach

3. MANU AT 620.895.118 (V: ADONIS),

Michaela Riedlsberger, Peilberg, Hollersbach

RELEXE AT 620.442.218 (V: TOYSTORY),

Patrick Schratl, Vorderegg, Mittersill

NELLY AT 549.646.818 (V: MARKO),

Christina Steiner, Mitterhaid, Hollersbach

GABI AT 527.815.618 (V: RIEDL),

Christoph Hartl, Schranzlern, Hollersbach

GONDL AT 339.928.317 (V: MALU),

Florian Langegger, Unterwimm, Mittersill

SCHWEIZER AT 309.433.117 (V: GAMON),

Alexander Altenberger, Hinteregg, Mittersill

BRITTA AT 093.073.618 (V: RAPTOR),

Thomas Schratl, Vorderegg, Mittersill

MINA AT 458.263.916 (V: HORITO),

Claudia Brennsteiner, Stangenlehen, Mittersill

SILBER AT 125.705.918 (V: ADONIS),

Peter Brennsteiner, Hinterstallberg, Mittersill

SEMMEL AT 554.612.516 (V: DON JUAN),

Hanspeter Kröll, Lirkstein, Mittersill

Vereinsrinderschau in Hollersbach

Große Hoffnungsträger für die Zukunft – die nächste Generation begeisterter

Rinderzüchter in den Startlöchern.

Mit Freude und Coolness bei der Sache: Michael Sedivy und Frederick Höller.

Imponierende Gruppe an Schwarzen Pinzgauern.

ARGE Pinzgauer 224/225 1/2012 19


Gruppe Pinzgauer-Jungkühe 1

Pinzgauer-Jungkühe 2

Vereinsrinderschau in Hollersbach

Preisrichter Ing. Bruno Deutinger

zollte den Züchtern größtes

Lob und absolvierte das Mammutprogramm

in souveräner Art

und Weise.

Jungzüchter 2

1. ROMY AT 570.238.718 (V: HERICH),

Melanie Kröll, Viehlehen, Mittersill

2. SONNE AT 024.612.318 (V: RUGNY RED),

Hermann Rauchenbacher, Wiedlehen, Mittersill

3. KATHI AT 570.000.918 (V: MARMOR),

Julia Scharler, Löschenbrand, Mittersill

LINDE AT 303.744.417 (V: REDON),

Christian Bachmayer, Moewegen, Hollersbach

LINDAU AT 093.141.818 (V: MOTTO),

Christian Goller, Rieser, Mittersill

KÖNIGIN AT 305.057.617 (V: RASTER),

Eva Scharler, Löschenbrand, Mittersill

STEFFI AT 984.998.617 (V: RAT),

Alexander Steger, Hintergugg, Mittersill

MUSTER AT 321.573.517 (V: ROXY),

Paul Höller, Stabler, Hollersbach

FLIEDER AT 093.301.218 (V: LOTUS),

Hans Peter Astl, Scharlern, Hollersbach

Gruppe 1 –

Pinzgauer-Jungkühe 1

1. Eutersieg SIRA AT 910.950.116 (V: RAT),

Innerhofer Gerhard, Einödberg, Mittersill

2. DONAU AT 455.952.716 (V: RAT),

Scharler Katharina, Löschenbrand, Mittersill

3. REGA AT 003.934.717 (V: RAT),

Astl Juliana und Franz, Seetal, Hollersbach

4. MERAN AT 003.696.917 (V: MARGO),

Blaickner Matthias, Einöden, Mittersill

5. RIA AT 923.197.616 (V: FIDELIO),

Lemberger Andreas, Magau, Mittersill

6. GOIDL AT 003.700.417 (V: MARGO),

Blaickner Matthias, Einöden, Mittersill

7. WOLK AT 557.505.216 (V: MANTEL),

Höller Gustav, Hackstein, Mittersill

8. MERNHOF AT 923.341.116 (V: STAHL),

Steiner Herbert, Mitterhaid, Hollersbach

Gruppe 3 –

Pinzgauer-Jungkühe 2

1. GAMS AT 003.704.817 (V: NAAR),

Blaickner Matthias, Einöden, Mittersill

2. Eutersieg ELLI AT 907.201.716 (V: LODER),

Riedlsberger Franz, Stockerhaid, Mittersill

3. WUNDER AT 923.162.416 (V: RAT),

Altenberger Franz, Hinteregg, Mittersill

4. SONJA AT 706.949.717 (V: RAT),

Riedlsberger Anton, Peilberg, Hollersbach

5. WOHLMUT AT 286.004.117 (V: LORD),

Astl Juliana und Franz, Seetal, Hollersbach

6. REGINA AT 020.794.417 (V: KANZLER),

Höller Gustav, Hackstein, Mittersill

20 ARGE Pinzgauer 224/225 1/2012


Gruppe 5 –

PI x RF-Jungkühe < 40% RF

1. Eutersieg MONA AT 303.861.617

(V: NORMUS), Nindl Manfred, Schranzlern,

Hollersbach

2. SENTA AT 894.912.916 (V: BISON),

Scharler Anton junior, Ottach, Hollersbach

3. ZIRL AT 905.871.516 (V: BISMART),

Riedlsberger Alois, Vorderlahn, Hollersbach

4. BLANKA AT 305.787.117 (V: MOREDO),

Innerhofer Hans Jörg, Reit, Hollersbach

5. KARIN AT 305.786.917 (V: LOTUS),

Innerhofer Hans Jörg, Reit, Hollersbach

6. GRAZ AT 305.896.317 (V: SPRANZ),

Georg Kaltenhauser, Scharrer, Hollersbach

7. GRÄFIN AT 303.672.717 (V: RAT),

Astl Margarethe, Scharlern, Hollersbach

8. GLÜCK AT 303.670.517 (V: GIGA),

Astl Margarethe, Scharlern, Hollersbach

9. WANDA AT 031.757.217 (V: NOBEL),

Hartl Angela und Georg, Staudlehen, Bramberg

Gruppe 7 –

PI x RF-Jungkühe > 40% RF

1. MUSTER AT 303.863.817 (V: CLASSIC RED),

Nindl Manfred, Schranzlern, Hollersbach

2. Eutersieg BRAUNAU AT 905.868.116

(V: NORMUS), Riedlsberger Alois, Vorderlahn,

Hollersbach

3. ZITHA AT 023.261.618 (V: LOTUS),

Nindl Manfred, Schranzlern, Hollersbach

4. GLORIA AT 903.845.816 (V: BISON),

Scharler Anton junior, Ottach, Hollersbach

5. FREIL AT 973.817.216 (V: LENTA),

Rieder Andrea und Martin, Leiten, Hollersbach

6. KORDULA AT 355.216.417 (V: NORMUS),

Riedlsberger Anton, Peilberg, Hollersbach

7. GISA AT 021.020.817 (V: BISON),

Scharler Anton junior, Ottach, Hollersbach

8. KATHI AT 003.861.917 (V: NORMUS),

Riedlsberger Anton, Peilberg, Hollersbach

9. STERN AT 887.684.916 (V: BISMARK),

Rieder Andrea und Martin, Leiten, Hollersbach

10. NEULAND AT 292.636.817 (V: MEROLD),

Nindl Johann, Klausenstein, Hollersbach

Gruppe 9 – Pinzgauer-Kühe 1

1. Eutersieg GLÜCK AT 296.738.916 (V: REIS),

Riedlsberger Franz, Stockerhaid, Mittersill

2. KATHIA AT 198.743.909 (V: MAKLER),

Bacher Rupert, Steiner, Hollersbach

3. KUNI AT 148.004.514 (V: NELSON),

Steger Johann, Vordergugg, Mittersill

4. HAWAI AT 148.052.414 (V: GARY),

Steger Nadja, Bamerbauer, Mittersill

5. STOLZ AT 573.766.107 (V: STALIN),

Höller Rosmarie und Rupert, Stabler, Hollersbach

6. PREISS AT 452.087.114 (V: RIST),

Rohregger Robert, Großbruck, Mittersill

Vereinsrinderschau in Hollersbach

Gruppe PI x RF-Jungkühe 40% RF

Gruppe Pinzgauer-Kühe 1

ARGE Pinzgauer 224/225 1/2012 21


Gruppe PI x RF-Kühe 1 40% RF

Gruppe Pinzgauer-Kühe 2

Vereinsrinderschau in Hollersbach

Gruppe 11 –

PI x RF-Kühe l < 40% RF

1. Eutersieg SILBER AT 973.810.416

(V: BISON), Goller Roswitha, Rieser, Mittersill

2. KLARA AT 263.451.114 (V: STAUF),

Riedlsberger Anton, Peilberg, Hollersbach

3. EFEU AT 108.826.816 (V: BISON),

Kaltenhauser Georg, Scharrer, Hollersbach

4. KARIN AT 148.087.614 (V: LENKER),

Höttl Josef, Obermühl, Mittersill

5. MUSTER AT 263.452.214 (V: LENIN),

Riedlsberger Anton, Peilberg, Hollersbach

6. MARION AT 260.709.514 (V: STAUF),

Goller Roswitha, Rieser, Mittersill

7. GLANZ AT 263.534.114 (V: BISON),

Kaltenhauser Georg, Scharrer, Hollersbach

8. ENZIAN AT 394.928.809 (V: RITTER),

Wieser Bruno, Grueblleiten, Mittersill

Gruppe 13 –

PI x RF-Kühe 1 > 40% RF

1. Eutersieg MAXI AT 956.408.814 (V: CLASSIC

RED), Nindl Manfred, Schranzlern, Hollersbach

2. LERCH AT 148.089.814 (V: TRADEMARK RH),

Höttl Josef, Obermühl, Mittersill

3. WOHLMUT AT 558.911.616 (V: NORMUS),

Riedlsberger Alois, Vorderlahn, Hollersbach

4. STERN AT 263.508.814 (V: ELAYO RED),

Astl Juliana und Franz, Seetal, Hollersbach

5. NUSS AT 263.519.214 (V: MEROLD),

Astl Juliana und Franz, Seetal, Hollersbach

6. STERN AT 529.529.309 (V: ADONIS),

Goller Martin, Oberhof, Mittersill

7. BREGENZ AT 552.383.214 (V: MAKRO),

Innerhofer Hans Jörg, Reit, Hollersbach

Gruppe 16 – Pinzgauer-Kühe 2

1. Eutersieg WOLK AT 263.293.914 (V: STALL-

BERG), Blaickner Matthias, Einöden, Mittersill

2. SCHWEIZER AT 530.020.809 (V: KLAUS),

Rieder Andrea und Martin, Leiten, Hollersbach

3. KÖNIGIN AT 285.505.509 (V: FAMOS),

Schwab Gerhard, Großummerstall, Mittersill

4. MARLIES AT 529.669.309 (V: RESCH),

Schwarzenbacher Maximilian, Pflueglern, Mittersill

5. SPANDL AT 907.151.809 (V: RASS),

Innerhofer Gerhard, Einödberg, Mittersill

6. BUDA AT 907.142.709 (V: MANTER),

Innerhofer Gerhard, Einödberg, Mittersill

7. MADAM AT 529.583.909 (V: LUCHS),

Blaickner Matthias, Einöden, Mittersill

8. FLORA AT 736.604.107 (V: NERZ),

Maier Antonia, Filzen, Hollersbach

22 ARGE Pinzgauer 224/225 1/2012


Gruppe 18 – Pinzgauer-Kühe 3

1. Eutersieg ELKE AT 438.433.207 (V: RAT),

Riedlsberger Franz, Stockerhaid, Mittersill

2. BRIX AT 439.609.607 (V: MANDARIN),

Fuchs Franz, Schiederbauer, Mittersill

3. GUNDI AT 081.544.707 (V: NERZ),

Blaickner Matthias, Einöden, Mittersill

4. DONAU AT 080.713.907 (V: KAMPER),

Höttl Josef, Obermühl, Mittersill

5. LERCH AT 028.274.209 (V: WASTL),

Riedlsberger Alois, Vorderlahn, Hollersbach

6. DONAU AT 736.637.107 (V: RANK),

Innerhofer Gerhard, Einödberg, Mittersill

7. WUNDER AT 081.543.607 (V: NERZ),

Blaickner Matthias, Einöden, Mittersill

8. KERSCH AT 573.426.807 (V: NERZ),

Scharler Katharina, Löschenbrand, Mittersill

Gruppe 20 –

PI x RF-Kühe 2 < 40% RF

1. Eutersieg TESSA AT 530.063.109 (V: LEN-

TOS), Scharler Anton junior, Ottach, Hollersbach

2. SEIDE AT 263.606.714 (V: MARKO),

Hartl Angela und Georg, Staudlehen, Bramberg

3. SELINA AT 263.467.914 (V: LENTOS),

Scharler Anton junior, Ottach, Hollersbach

4. BREGENZ AT 394.962.109 (V: GERN),

Fuchs Franz, Schiederbauer, Mittersill

5. MATAUN AT 001.298.947 (V: LECKI),

Riedlsberger Alois, Vorderlahn, Hollersbach

6. ZIRM AT 737.069.507 (V: RUDI),

Nindl Manfred, Schranzlern, Hollersbach

7. SALLI AT 271.921.707 (V: TAMBUR),

Schwarzenbacher Maximilian, Pflüglern, Mittersill

8. STERN AT 529.753.509 (V: STALLBERG),

Brennsteiner Annemarie, Hinterstallberg, Mittersill

Gruppe 22 –

PI x RF-Kühe > 40% RF

1. Eutersieg NINA AT 263.489.614 (V: FABER

RED), Nindl Manfred, Schranzlern, Hollersbach

2. GABI AT 263.461.314 (V: LENTOS), Scharler

Anton junior, Ottach, Hollersbach

3. FREIL AT 910.745.172 (V: JORDAN RED),

Steger Johann, Vordergugg, Mittersill

4. GERLOS AT 263.610.314 (V: MELUS),

Hartl Angela und Georg, Staudlehen, Bramberg

5. MISS AT 263.503.314 (V: LAGUS),

Astl Juliana und Franz, Seetal, Hollersbach

6. GABI AT 737.063.807 (V: MELUS),

Nindl Manfred, Schranzlern, Hollersbach

Vereinsrinderschau in Hollersbach

Gruppe Pinzgauer-Kühe 3

Gruppe PI x RF-Kühe 2 40% RF

ARGE Pinzgauer 224/225 1/2012 23


Pinzgauer-Altkühe

Pinzgauer-Finale: Gesamtsiegerin „Wolk“ von Matthias Blaickner

und Reserversiegerin bzw. Eutersiegerin „Elke“ von Franz Riedlsberger.

Entscheidung bei PI x RF: Reservesiegerin „Lerch“ von Josef Höttl

und Gesamtsiegerin bzw. Eutersiegerin „Maxi“ von Manfred Nindl.

Vereinsrinderschau in Hollersbach

Gruppe 25 – Pinzgauer-Altkühe

1. Eutersieg DUNKL AT 910.679.172 (V: RANK),

Innerhofer Gerhard, Einödberg, Mittersill

2. KERSCH AT 573.440.547 (V: MALTUS),

Riedlsberger Franz, Stockerhaid, Mittersill

3. GRÄFIN AT 321.343.145 (V: KANDI),

Kaltenhauser Georg, Scharrer, Hollersbach

4. ELLI AT 476.144.147 (V: RANK),

Innerhofer Gerhard, Einödberg, Mittersill

5. BLICK AT 476.143.947 (V: RANK),

Innerhofer Gerhard, Einödberg, Mittersill

6. MERNHOF AT 787.386.572 (V: RONALD),

Schwab Gerhard, Großummerstall, Mittersill

7. LIABIN AT 670.407.947 (V: MALTUS),

Rohregger Robert, Großbruck, Mittersill

Gesamtsieger Pinzgauer

1. Gesamtsieg WOLK AT 263.293.914

(V: STALLBERG), Blaickner Matthias, Einöden,

Mittersill

2. Reservesieg ELKE AT 438.433.207 (V: RAT),

Riedlsberger Franz, Stockerhaid, Mittersill

PI x RF

1. Gesamtsieg MAXI AT 956.408.814

(V: CLASSIC RED), Nindl Manfred, Schranzlern,

Hollersbach

2. Reservesieg LERCH AT 148.089.814

(V: TRADEMARK RH), Höttl Josef, Obermühl,

Mittersill

Eutersieger Pinzgauer

1. Eutersiegerin ELKE AT 438.433.207 (V: RAT),

Riedlsberger Franz, Stockerhaid, Mittersill

2. Euterreservesiegerin SIRA AT 910.950.116

(V: RAT), Innerhofer Gerhard, Einödberg, Mittersill

PI x RF

1. Eutersiegerin MAXI AT 956.408.814

(V: CLASSIC RED), Nindl Manfred, Schranzlern,

Hollersbach

2. Euterreservesiegerin NINA AT 263.489.614

(V: FABER RED), Nindl Manfred, Schranzlern,

Hollersbach

24 ARGE Pinzgauer 224/225 1/2012


Finale Eutersieg mit zwei hochkarätigen Kühen von Manfred Nindl,

Schranzlern – Siegerin „Maxi“ und Reservesiegerin „Nina“.

Vereinsrinderschau in Hollersbach

Die Freude ins Gesicht geschrieben! Franz Riedlsberger, Stockerhaid,

durfte sich über viele Auszeichnungen freuen.

Ein Mann, ein Wort! Alois Riedlsberger, Lahnbauer aus Hollersbach, hat mit der Organisation dieser Schau alle Maßstäbe gebrochen.

Als Zeichen des Dankes überreichte Landesrat Sepp Eisl eine Glocke.

ARGE Pinzgauer 224/225 1/2012 25


···· Betriebsvorstellung

Der Betrieb der Familie Nindl, der Schranzlernhof, liegt auf

der Sonnseite von Hollersbach im Ortsteil Jochberg. Der Hof

befindet sich auf 920 Metern Seehöhe – wunderschön auf einem

Plateau, unweit der bekannten Oberkrammernalm.

Am Betrieb Nindl, Schranzlern, wird schon lange erfolgreich

Veredelungszucht betrieben. Begonnen hat es mit dem Stier

Brand, der als einer der ersten RF-Stiere im Einsatz war. Damals,

Anfang der 1970er Jahre, wurden nur einige Portionen pro

Betrieb ausgegeben. Später wurden dann die Stiere Blizzard und

Brutto eingesetzt. Die Begründerin der wichtigsten Kuhfamilie am

Schranzlernhof war Marbl, die über ihre bekannten Nachkommen

Marbl (V: Melus), Michi (V: Brutto) und deren Tochter Michi

(V: Maltus) ihre Spuren im Kuhbestand hinterlassen hat. Auch der

Stier Abel (V: Adonis) entstammt aus dieser Linie. Von ihm war

unter anderen auch die Teilnehmerin des 1. Jungkuhchampionats

Edel, deren Sohn Lamour (V: Lotus) im Moment als Teststier ausgegeben

wird. Zahlreiche Töchter dieser Kuhfamilie verkörpern

das Zuchtziel der Nindls: viel Milch von Kühen mit guten Klauen,

einem feinem Fundament, besten, drüsigen Eutern und als Draufgabe

eine gute Oberlinie.

Die Kühe wurden heuer vor allem mit dem Stier Benni (65%

RF-Anteil) belegt, der beim Frühjahrsstiermarkt verkauft wurde.

Dessen Vater Billy war ein Bison-Sohn aus einer Cousin Red-Kuh

und wurde auch beim Märzmarkt letzten Jahres verkauft. Die

Mutter von Benni, eine Faber Red-Tochter steht beim dritten Kalb

am Betrieb. Am Betrieb wurde immer wieder mit Natursprungstieren

mit Fremdgenanteil gearbeitet und sehr gute Erfolge erzielt.

Nur die Kalbinnen mit einem RF-Anteil unter 50% werden gezielt

mit einem Red Holstein-Stier angepaart, um nicht den Rassencharakter

zu verlieren.

Rund 20 Milchkühe und ebenso viele Jungtiere bewohnen im

Winter den im Jahr 2011 neu erbauten Laufstall. Es wurde ein

geräumiger, großzügiger Stall errichtet. Die Kühe werden in Liege-

Betriebsvorstellung

Betriebsdaten

Milchquote: 82.000 kg A-Quote auf dem Heimbetrieb

20.000 kg Alm-D-Quote

Leistung:

Jahr Kuhzahl Milch-kg Fett-% Eiweiß-% F-E kg

1995 13,9 4.957 3,97 3,38 365

2005 16,4 6.561 4,15 3,41 496

2010 17,5 6.810 4,14 3,22 502

gleitend 18,5 6.854 4,01 3,31 502

boxen mit einer Stroh-Mistmatratze und befestigten Laufgängen

gehalten, gemolken wird im 4er-Auto-Tandem-Melkstand mit

automatischer Milchmengenmessung. Die Kalbinnen stehen in

einer Zweiflächenbucht mit erhöhtem Fressgang und einer Tiefstreuliegefläche.

Eingestreut wird mit Streu von den vier Hektar

Streuwiesen im Talboden von Hollersbach. Das Futter wird auf

der gleichen Ebene wie die Tiere in der Futterbergehalle gelagert

und kann direkt mit dem Kran auf den Futtertisch gebracht werden.

Drei Viertel des Winterfutters besteht aus Grassilage, die ihn

Hochsilos konserviert wird, ein Viertel aus Heu, das vor allem

beim zweiten Schnitt gewonnen wird.

Ab Anfang Juni sind alle Tiere auf der Agrargemeinschaft

Baumgartenalm im Mühlbachtal, wo sie den Almsommer bis um

den 20. September verbringen. Ein Anteil von einem Sechstel

gehört zum Schranzlernhof. Es können daher nach den Rechten

13 Milchkühe aufgetrieben werden. Die anderen Kühe werden

über den Sommer trockengestellt. Eine Kuh bleibt zu Hause als

Heimkuh, und versorgt den Hof und die Nachbarschaft mit frischer

Milch. Auf der Alm teilen sich jeweils zwei Bauern einen

Almstall, neben den Schranzlern-Kühen werden auch die Unterkrammern-Kühe

im gleichen Scherm gemolken. Den Melker stellt

jedes Jahr abwechselnd einer der beiden Betriebe. Verarbeitet

wird die Milch in der gemeinsamen Käserei von Franz Hofer – der

bereits über 50 Jahre Käser auf der Baumgartenalm ist – zu

Bergkäse, Pinzgauer-Käse und Butter. Die angelieferte Milch wird

jeden Tag gemessen und dementsprechend werden dann die

erzeugten Produkte aufgeteilt. Vermarktet wird der Käse von den

Bauern selbst und findet reißenden Absatz. Die Kalbinnen weiden

auf der von der Agrargemeinschaft dazu gepachteten benachbarten

Wimmalm und werden dort auch vom Almpersonal betreut.

Währenddessen wird im Sommer auf 17 Hektar Grünland (5 ha

gepachtet) das Winterfutter eingebracht. Auf fünf Hektar zugepachteter

Streuwiesen im Talboden wird im Herbst die Einstreu

gewonnen, diese Flächen werden im Frühjahr von den Kalbinnen

beweidet.

Jährlich werden einige Milchkühe über die Versteigerungen in

Maishofen vermarktet, Schlachtkühe und Stierkälber werden über

die EZG Salzburger Rind abgesetzt. Der Name Nindl, Schranzlern,

ist auch bei Schauen kein unbekannter, zahlreiche Teilnahmen

an Verbandsschauen,

Dairy Grand

Prix und Jungkuhchampionaten

haben dazu

beigetragen. Der letzte

schöne Erfolg war der

PI x RF-Gesamt- und

Eutersieg bei der Schau

des Rinderzuchtvereins

Mittersill-Hollersbach

Anfang Mai mit der

Zweitkalbskuh Maxi

(V: Classic Red).

Dipl.-Ing. Mathias Kinberger ····

26 ARGE Pinzgauer 224/225 1/2012


Zucht und Absatz

···· Aktuelles aus Zucht und Absatz

Die im Frühjahr durchgeführten Rinderschauen

haben den Zuchtinteressierten

wieder einen guten Einblick in die laufende

Zuchtarbeit ermöglicht. Zum einen konnte

man die eine oder andere Stiermutter

sehen und zum anderen wurden auch

etliche Töchter von Teststieren bzw. von

geprüften Vererbern gezeigt.

Schauen mit besonders guter Qualität

an Tieren motivieren die Züchter und sind

wichtig weil sie einen entsprechenden

Werbeeffekt für die Rasse erzielen.

Darum sind wir interessiert auch an

Schauen in weiterer Entfernung teilzunehmen

und machen mit unseren Tieren

immer wieder ein hervorragendes und eindrückliches

Bild für die Zuschauer. Es sei

an dieser Stelle besonders jenen gedankt

die diese Strapazen auf sich nehmen und

weder Kosten noch Mühen scheuen und

dadurch auch einen großen Dienst für die

Rasse leisten.

In der Zuchtarbeit sind wir ständig

gefordert beste Tiere zu selektieren und

diese gezielt anzupaaren. Durch das

enorme Arbeitspensum wird dem oft nicht

ganz Genüge getan und ich bitte auch die

Züchter mitzudenken und interessante

Kühe gezielt besamen zu lassen bzw. sich

eine Empfehlung einzuholen.

Insgesamt läuft das Zuchtprogramm

ganz positiv, schön wäre es noch mehr

Teststierkandidaten selektieren zu können,

wobei die Vorgaben auf jeden Fall eingehalten

werden sollten.

Neugierige Blicke nach draußen

– was die Zukunft wohl bringt?

Verheißungsvolle Kalbinnen

von Josef Edenhauser, Innergrub,

auf der Zillstattalm

in Fieberbrunn.

Derzeit stehen die Stiere „Waldherr“,

„Lenz“ und „Rochus“ zur Verfügung, Ende

Mai wurden die Stiere „Fall“, „Falke“,

„Streich“, „Sterling“, „Schell“ und „Barroso“

(PI x RF) sowie ein genetisch hornloser

Stier und ein Schwarzer Pinzgauer in

Wieselburg zur Absamung eingestellt und

Anfang Juli sollen weitere fünf Teststierkandidaten

folgen.

Bei den positiven Vererbern wurde der

Stier „Lust“ neu zugelassen, für den

Herbst sollten weitere Stiere folgen – allerdings

muss noch die Zuchtwertsicherheit

und die Exterieurvererbung abgesichert

werden.

Trotzdem ist es unerlässlich das Teststierprogramm

möglichst stark zu nutzen

um eine entsprechende Anzahl an Töchtern

zu bekommen.

Hier spielt inzwischen auch die Vermarktung

eine entsprechende Rolle.

Durch das große Interesse an Pinzgauern

in der Schweiz werden jetzt relativ

viele meist gut entwickelte, trächtige

Kalbinnen verkauft, die auch von Teststieren

stammen. Ich hoffe, dass wir in der

Zuchtwertschätzung dadurch keinen

Nachteil haben und genügend Tiere für

aussagekräftige Werte übrigbleiben.

Die Schweiz ist für uns inzwischen ein

guter und beständiger Markt geworden.

So wurden im ersten Halbjahr 2012 von

der Firma Hinder schon wieder 60 Tiere

für den Export angekauft. Die Nachfrage

ist nach wie vor groß und für den Herbst

sind schon jetzt wieder Ankäufe geplant.

Neben dem Grauvieh hat sich die Pinzgauer-Rasse

in der Schweiz bisher einen

guten Namen gemacht und die Tiere werden

vor allem wegen ihrer Umgänglichkeit

gerne gekauft.

Natürlich dürfen auch unsere Kleinkunden

im Inland und vor allem auch aus

Deutschland nicht vergessen werden.

Wir werden im August/September wieder

eine Ausschreibung machen, welche

Kategorien zu welcher Menge gefragt sind

und bitten jetzt schon um zahlreiche

Anmeldungen.

Die Preisbildung ist im Ab-Hof-Bereich

meines Erachtens zufriedenstellend, die

Entscheidung ob ein Tier verkauft wird

oder nicht trifft ausschließlich der Landwirt!

Bei den Versteigerungen gab es

durchaus eine ordentliche Preisbildung

wenn diese auch manchmal nicht an das

Niveau anderer Rassen heranreichen

kann. Entscheidend ist vor allem eine

marktgerechte Vorbereitung der Verkaufstiere.

Für den Herbstabsatz sind die Prognosen

nicht schlecht und ich hoffe auch im

züchterischen Bereich wieder mit guten

Neuigkeiten aufwarten zu können.

Ich wünsche allen ZüchterInnen einen

guten, ertragreichen Sommer und viel

Freude mit euren Pinzgauern!

Ing. Thomas Sendlhofer ····

ARGE Pinzgauer 224/225 1/2012 27


Zucht und Absatz

···· Martin Unterweger – neuer Projektleiter der ZAR

Dipl.-Ing. Martin Unterweger

(29 Jahre) übernimmt

die Leitung der Bildungsprojekte,

die im Rahmen des

Förderprogrammes der

ländlichen Entwicklung über

die ZAR angeboten werden.

Aufgewachsen auf einem

Bergbauernbetrieb in Assling

(Osttirol), absolvierte er

die BOKU in Wien mit Auslandssemestern

in Bologna

(I) und Melbourne (AUS)

sowie die Hochschule für

Agrar- und Umweltpädagogik

in Wien Ober St. Veit.

Die offizielle Amtsübergabe

vom bisherigen Projektleiter Dipl.-Ing. Markus Gahleitner

erfolgte bei der Sitzung der Steuerungsgruppe „Bildungsprojekte“

am 2. Februar 2012.

Martin bereitet derzeit den Neustart der Jungzüchterprofi-Ausbildung

im Herbst 2012 vor und würde sich freuen, möglichst

viele junge Menschen für die neue Serie des Jungzüchterprofis

zu gewinnen.

Alle interessierten JungzüchterInnen (ab 14 Jahren) sind also

aufgerufen, ab kommenden Herbst in Gemeinschaft mit Gleichgesinnten

acht interessante und lehrreiche Wochenenden zu verbringen.

Die genauen Termine und Veranstaltungsorte sind noch

nicht fixiert und werden nach Festlegung sofort online gestellt –

auf www.zar.at oder www.pinzgauerrind.at

Von Seiten der Pinzgauer-Jungzüchter wird diese fundierte

Aus- bzw. Weiterbildung weiterhin gefördert, das heißt alle Mitglieder

des Pinzgauer-Jungzüchtervereines erhalten die Seminarkosten

von 30,– Euro pro Modul refundiert.

Interessierte bitte um baldige Anmeldung bei Christina

Sendlhofer, Telefon 0664/8132660 oder per E-Mail unter

c.sendlhofer@rinderzuchtverband.at

Auf Wunsch versenden wir gerne Informationsflyer bzw. geben

jederzeit unverbindliche Auskunft.

Besonders eingeladen sind auch alle „halben Absolventen“, ihre

noch fehlenden Module nachzuholen. Wir freuen uns also auf

einen guten Neu- bzw. Wiedereinstieg und hoffen auf die Fortsetzung

dieses Erfolgsprojektes!

RINDERZUCHT

AUSTRIA

Züchterbefragung –

machen Sie mit!

Liebe Züchterinnen und Züchter!

Mit „OptiGene“ wurde ein Projekt gestartet, das die

Optimierung der langfristigen züchterischen Entwicklung

der österreichischen Rinderrassen unter

besonderer Berücksichtigung der Gesundheit und

der genomischen Selektion zum Ziel hat. Bei der

Festlegung des Zuchtzieles sind wir auf Ihre Unterstützung

angewiesen, denn das Wissen und die

Erfahrung der Tierhalter durch den täglichen Umgang

mit den Tieren sind wesentlich für eine zukunftsorientierte

Ausrichtung der Zuchtmaßnahmen.

Sie werden ca. 20 Minuten benötigen und die Auswertung

erfolgt selbstverständlich vollkommen

anonym. Für jede Rasse wurde jeweils ein eigener

Fragebogen im Internet veröffentlicht und kann dort

von Ihnen bis Ende Juni beantwortet werden.

Die Fragebögen sind unter folgender Adresse erreichbar:

http://www.zar.at/fragebogen

Ihre Meinung ist uns wichtig!

Wir bedanken uns bei allen ZüchterInnen, welche

mit ihrer Mitarbeit Bereitschaft an einer züchterischen

Weiterentwicklung bekundet haben.

Alle Spätentschlossenen sind herzlich eingeladen,

ihre Meinung abzugeben – bis 30. Juni 2012 unter

www.zar.at/fragebogen

Danke!

28 ARGE Pinzgauer 224/225 1/2012


···· Milchleistungskontrolle

Milchleistungskontrolle

Die jeweils 5 besten Herdendurchschnitte 2011 – überwiegend Pinzgauer haltende Betriebe

Bewirtschafter Kuhzahl Milch kg Fett % Fett kg Eiw. % Eiw. kg F+E kg

1. Herden mit 2 bis 6 Kühen

Mattersberger Josef, Jösen, Matrei, T 3,8 8.268 4,05 335 3,51 290 625

Walcher Johann, Ramsau, ST 2,4 7.962 3,98 317 3,41 272 588

Dengg Johanna, Mooslehen, Bischofshofen, S 4,2 6.873 4,89 336 3,28 225 561

Schober Matthias, Graben, Flachau, S 6,0 7.278 3,88 282 3,51 255 538

Moser Erwin, Mühlbauer, Piesendorf, S 5,0 7.250 4,03 292 3,37 244 537

2. Herden mit 6,1 bis 13 Kühen

Steiner Gerhard, Mitteracker, Kitzbühel, T 9,0 8.802 3,74 329 3,22 283 613

Hofer Walter, Unterau, Bramberg, S 7,5 8.231 3,84 316 3,47 286 602

Stock Inge und Josef, Schnurrn, Bischofshofen, S 8,4 7.304 4,26 311 3,32 242 554

Wieland Anni, Trattner, St. Margarethen/Lg., S 6,1 6.927 4,41 305 3,49 242 547

Aigner Rosa, Steffler, Fieberbrunn, T 6,1 7.242 4,05 293 3,33 241 534

3. Herden mit 13,1 bis 20 Kühen

Gensbichler Alexander, Perfeld, Hinterglemm, S 19,0 7.640 3,86 295 3,42 261 556

Brunner Hans-Thomas, Taferner, Radenthein, K 15,4 7.344 3,70 272 3,45 253 525

Krepper Michael, Pechtl, Kirchdorf, T 15,5 6.976 4,32 301 3,18 222 523

Gießhammer Martin, Rattenstätt, Koppl, S 18,8 6.820 4,19 286 3,36 229 515

Ebner Claudia und Josef, Oberbichl, Großarl, S 17,2 7.027 3,85 271 3,46 243 513

4. Herden mit 20,1 bis 30 Kühen

Hochfilzer Matthäus, Ginsberg, Going, T 29,1 7.611 4,11 313 3,44 262 575

Dipl.-Ing. Lackner Johannes, Zehenthof, Flachau, S 25,5 7.418 4,13 306 3,43 254 561

Widmoser Klaus, Widmoos, Waidring, T 25,4 7.256 4,04 293 3,33 242 535

Berger Josef, Grub, Saalbach, S 22,7 7.245 3,91 283 3,35 243 526

Langwallner Andrea und Anton, Haller, Wals, S 28,0 6.360 4,57 291 3,38 215 506

5. Herden mit mehr als 30 Kühen

Laubichler Franz, Thurnhof, Flachau, S 55,5 8.099 4,11 333 3,46 280 613

Dr. Porsche Wolfgang, Schüttgut, Zell am See, S 76,1 8.673 3,81 330 3,21 278 609

Landesschulgut Litzlhof, Lendorf, K 43,7 6.895 4,29 296 3,41 235 530

Lindner Stefan, Schörgerer, Oberndorf, T 34,4 7.318 3,68 269 3,36 246 515

Scharler Anton junior, Ottach, Hollersbach, S 38,5 6.800 4,01 273 3,40 231 504

Die Pinzgauer-Zucht in Osttirol befindet sich

auf dem Vormarsch. Anspruchsvolle Herde

des Josef Mattersberger, Jösen in Matrei.

ARGE Pinzgauer 224/225 1/2012 29


Milchleistungskontrolle

Die jeweils 5 besten Herden nach der durchschnittlichen Lebensleistung 2011 –

überwiegend Pinzgauer haltende Betriebe

Bewirtschafter Kuhzahl Milch kg Fett % Eiw. % F+E kg LL

1. Herden mit 2 bis 6 Kühen

Scheibner Andreas, Untertrigl, Taxenbach, S 2,3 5.190 4,00 3,36 382 26.149

Schober Matthias, Graben, Flachau, S 6,0 7.278 3,88 3,51 538 25.210

Reiter Ursula, Heil, Abtenau, S 5,8 6.905 3,71 3,24 480 24.886

Gensbichler Markus, Berghof, Hinterglemm, S 5,3 4.739 4,20 3,24 352 24.737

Irschitz Christian, Leitenneuhof, St. Koloman, S 2,0 5.527 4,40 3,15 417 24.620

2. Herden mit 6,1 bis 13 Kühen

Mitterwallner Rosa und Ernst, Oberzauner, Haus, ST 11,4 5.813 3,77 3,21 406 30.520

Armstorfer Andrea und Johann, Heindl, Lamprechtshausen, S 9,3 6.230 4,29 3,32 474 26.134

Gimpl Anneliese, Niederbacher, Sankt Lorenz, OÖ 6,1 5.599 3,51 3,26 379 25.642

Grünwald Barbara, Oberschwandt, Abtenau, S 10,6 6.501 3,79 3,32 462 25.238

Liesinger Johann, Rader, Villach, K 11,5 4.864 3,57 3,18 328 24.920

3. Herden mit 13,1 bis 20 Kühen

Brunner Hans-Thomas, Taferner, Radenthein, K 15,4 7.344 3,70 3,45 525 28.541

Maislinger Friedrich, Gastagwirt, Eugendorf, S 19,2 5.568 3,88 3,41 406 28.185

Riepler Andreas, Jandl, Wagrain, S 18,2 6.948 3,82 3,47 506 24.060

Kendlbacher Rupert junior, Unterbründling, Taxenbach, S 13,9 6.254 3,98 3,22 450 24.035

Schnitzer Horst, Jaklbauer, Feldkirchen, K 14,0 6.264 4,44 3,63 506 23.850

4. Herden mit 20,1 bis 30 Kühen

Widmoser Klaus, Widmoos, Waidring, T 25,4 7.256 4,04 3,33 535 31.378

Moser Eva-Maria und Georg, Wimmer, Seekirchen, S 21,4 6.573 4,14 3,52 504 29.385

Dipl.-Ing. Lackner Johannes, Zehenthof, Flachau, S 25,5 7.418 4,13 3,43 561 25.157

Foidl-Bernsteiner Johannes, Schaunberg, Piesendorf, S 22,6 5.539 3,56 3,28 378 22.412

Berger Josef, Grub, Saalbach, S 22,7 7.245 3,91 3,35 526 20.932

5. Herden mit mehr als 30,1 Kühen

Landesschulgut Litzlhof, Lendorf, K 43,7 6.895 4,29 3,41 530 31.183

Reitstaetter Stefan, Hackl, Kössen, T 31,6 6.836 3,63 3,29 473 25.314

Krepper Hermann, Bachmann, Waidring, T 38,2 5.972 4,03 3,27 435 23.940

Edenhauser Josef, Innergrub, Fieberbrunn, T 33,5 6.442 3,83 3,32 461 20.820

Blaikner Alois, Hauser, Bramberg, S 34,5 6.098 3,68 3,35 429 20.758

Der Jandlbauer steht für Pinzgauer-Qualitätszucht

– im Bild Jungbauer Andreas Riepler

mit Jungkuh „Elli“ (V: Marat) beim Dairy

Grand Prix in Wieselburg.

30 ARGE Pinzgauer 224/225 1/2012


Milchleistungskontrolle

Die jeweils 5 besten Herden nach der durchschnittlichen Zellzahl 2011 –

überwiegend Pinzgauer haltende Betriebe

Bewirtschafter Kuhzahl Milch kg Fett % Eiw. % F+E kg Zellzahl

1. Herden mit 2 bis 6 Kühen

Steiner Herbert, Mitterhaid, Hollersbach, S 4,0 4.357 3,85 3,46 319 17

Rohrmoser Josef, Vorderklausberg, Großarl, S 5,1 5.184 3,97 3,03 363 21

Höller Rosmarie, Stabler, Hollersbach, S 3,1 4.769 3,82 3,42 345 22

Moser Eduard, Eibenstein, St. Martin/Tgb., S 3,8 5.501 3,88 3,34 398 31

Rohrmoser Stefan, Oberpirch, Zell am See, S 4,2 5.196 3,77 3,16 360 31

2. Herden mit 6,1 bis 13 Kühen

Horner Katharina, Burnstein, Flachau, S 12,5 5.131 3,45 3,07 335 24

Eder Natalia, Schefbänk, Abtenau, S 9,2 4.860 3,66 3,09 328 41

Fritzenwallner Franz, Öbrist, Wagrain, S 11,7 4.997 3,64 3,19 341 41

Weiß Elisabeth und Johann, Hundsalz, Flachau, S 7,0 6.806 3,91 3,32 492 47

Aigner Rosa, Steffl, Fieberbrunn, T 6,1 7.242 4,05 3,33 534 48

3. Herden mit 13,1 bis 20 Kühen

Kendlbacher Rupert junior, Unterbründling, Taxenbach, S 13,9 6.254 3,98 3,22 450 54

Jenerwein Rupert, Burglehen, Wagrain, S 18,2 5.157 3,65 3,22 354 59

Hartl Anton junior, Marchlschwaig, St. Johann/Pg., S 15,3 5.412 3,99 3,53 407 66

Stelzhammer Monika, Hallerwirt, Aurach, T 16,5 4.529 3,57 3,18 306 67

Mitteregger Ludwig, Oberlehen, Kaprun, S 13,8 6.715 3,88 3,25 479 73

4. Herden mit 20,1 bis 30 Kühen

Etzer Martin, Kendlhof, Bruck, S 22,3 6.678 3,43 3,33 451 85

Wölfler Gabi und Hans, Palfner, St. Johann/Pg., S 27,6 6.441 3,87 3,29 461 88

Volgger Josef, Nusser, Weißbach, S 22,7 6.771 4,06 3,37 503 92

Foidl-Bernsteiner Johannes, Schaunberg, Piesendorf, S 22,6 5.539 3,56 3,28 378 94

Schwab Gerhard, Großummerstall, Mittersill, S 21,7 5.864 3,86 3,33 422 95

5. Herden mit mehr als 30,1 Kühen

Edenhauser Josef, Innergrub, Fieberbrunn, T 33,5 6.442 3,83 3,32 461 82

Blaikner Alois, Hauser, Bramberg, S 34,5 6.098 3,68 3,35 429 107

Scharler Anton junior, Ottach, Hollerbach, S 38,5 6.800 4,01 3,40 504 112

Reitstaetter Stefan, Hackl, Kössen, T 31,6 6.836 3,63 3,29 473 142

Krepper Hermann, Bachmann, Waidring, T 38,2 5.972 4,03 3,27 435 145

Leistungsbereite Lentos-Tochter „Gabi“

von Anton Scharler, Ottacher in Hollersbach

– Gruppenreservesiegerin

bei der Vereinsschau in Hollersbach.

ARGE Pinzgauer 224/225 1/2012 31


Milchleistungskontrolle

Die jeweils 5 besten Herden nach der durchschnittlichen Zwischenkalbezeit 2011 –

überwiegend Pinzgauer haltende Betriebe

Bewirtschafter Kuhzahl Milch kg Fett % Eiw. % F+E kg Zwischenkalbezeit

1. Herden mit 2 bis 6 Kühen

Gögele Franz, Feichtengütl, Saalfelden, S 2,1 4.208 3,77 3,25 295 327

Jetzbacher Barbara, Lottermoos, St. Johann/Pg., S 2,7 4.858 3,85 3,09 337 331

Goller Roswitha, Riesen, Mittersill, S 5,8 4.807 3,90 3,35 348 332

Hollaus Josef, Vorderlaffer, Goldegg, S 2,7 4.156 3,96 3,17 296 334

Kronbichler Peter junior, Kramer, Erl, T 6,0 6.285 4,17 3,64 491 346

2. Herden mit 6,1 bis 13 Kühen

Winkler Alexander, Oberklamm, St. Veit/Pg., S 8,5 5.472 4,12 3,48 416 321

Bichler Erwin, Unterschützing, Saalfelden, S 6,2 5.425 3,84 3,35 390 345

Birnbacher Johann, Mühlberg, St. Veit/Pg., S 6,7 7.459 3,80 3,23 524 345

Vitzthum Christine, Falter, Unken, S 7,2 4.338 4,01 3,18 312 347

Haider Katharina und Walter, Percht, Unken, S 10,6 5.229 3,80 3,35 374 350

3. Herden mit 13,1 bis 20 Kühen

Steger Sieglinde und Klaus, Hintergitschen, Niedernsill, S 13,7 3.737 3,57 3,24 254 359

Vorderegger Peter, Berger, Neukirchen, S 14,6 6.891 3,98 3,29 501 359

Huber Otmar, Schütter, Rauris, S 17,2 5.573 3,85 3,29 398 359

Landmann Peter, Oberlein, Kössen, T 17,3 5.052 3,63 3,37 354 359

Thurner Anton, Oberhof, Wagrain, S 18,7 5.710 3,82 3,37 410 361

4. Herden mit 20,1 bis 30 Kühen

Eisl Gabriele und Matthäus, Breitenbach, Strobl, S 24,5 5.085 3,72 3,30 357 358

Schwaiger Bernhard, Ginz, Kössen, T 21,7 4.466 3,81 3,21 313 359

Etzer Martin, Kendlhof, Bruck, S 22,3 6.678 3,43 3,33 451 361

Sams Josef, Wagner, Bad Ischl, OÖ 20,2 3.753 3,66 3,19 257 366

Schörkhuber Hermann, Jager, Laussa, OÖ 21,9 4.988 3,67 3,40 353 366

5. Herden mit mehr als 30,1 Kühen

Scharler Anton junior, Ottach, Hollersbach, S 38,5 6.800 4,01 3,40 504 370

Voglreiter Sebastian, Sulzbach, Fusch, S 32,5 4.089 3,80 3,21 287 372

Laubichler Franz, Thurnhof, Flachau, S 55,5 8.099 4,11 3,46 613 373

Reitstaetter Stefan, Hackl, Kössen, T 31,6 6.836 3,63 3,29 473 383

Lindner Stefan, Schörgerer, Oberndorf, T 34,4 7.318 3,68 3,36 515 384

Topkuh „Silber“ (V: Bison) von Roswitha

Goller, Rieser in Mittersill, konnte einen

Gruppen- und Eutersieg für sich verbuchen.

32 ARGE Pinzgauer 224/225 1/2012


Milchleistungskontrolle

Die besten Dauerleistungkühe 2011 – Pinzgauer-Kühe bis 12,5% RF

Name Lebens- Vater FG- Lak- Milch Fett Fett Eiw. Eiw. F+E Betrieb

nummer Anteil tation kg % kg % kg kg

MALI AT 283.874.926 STARK 0 10 76.531 4,06 3.104 3,22 2.467 5.571 Landesschulgut Litzlhof, Lendorf, K

MONI AT 724.920.957 MASCHA 11,7 11 73.273 4,35 3.187 3,41 2.498 5.685 Reischl Bartholomäus, Bachschmied, Wals, S

WELLI AT 267.970.326 SPERBER 0 11 71.423 3,68 2.630 3,17 2.264 4.895 Wassermann Georg, Dellach/Gail, K

GRÄFIN AT 730.253.457 GRANT 0 12 69.683 3,60 2.506 3,27 2.280 4.786 Bacher Alois, Radler, Mühlbach, S

BRÜNN AT 434.270.211 GÖTZ 9,4 8 69.599 3,47 2.415 3,19 2.220 4.635 Schröcker Anna, Aubauer, Golling. S

LINDAU AT 720.173.657 SAILER 0 12 68.986 3,84 2.647 3,10 2.142 4.788 Langbrandtner Gertraud u. Engelbert, Hochberg, Taxenbach, S

KÖNIGIN AT 187.340.934 SIMBA 0 10 68.956 3,76 2.590 3,50 2.412 5.002 Reitstaetter Stefan, Hackl, Kössen, T

LIABIN AT 733.556.757 MASCHA 0 10 66.783 3,91 2.614 3,17 2.119 4.733 Gold Juliane, Stöckl, Dienten, S

STRAUSS AT 449.849.411 SPELZ 12,5 10 65.935 3,52 2.322 3,32 2.191 4.513 Bacher Alois, Radler, Mühlbach, S

GITTI AT 680.757.757 KARTON 0 12 65.137 4,15 2.705 3,77 2.454 5.160 Hirscher Johann, Rottenhof, Annaberg, S

Die besten Dauerleistungkühe 2011 – PI x RF-Kühe

Name Lebens- Vater FG- Lak- Milch Fett Fett Eiw. Eiw. F+E Betrieb

nummer Anteil tation kg % kg % kg kg

MIRA AT 205.635.526 ALPENKING RH 68,7 11 114.538 4,23 4.847 3,34 3.826 8.673 Landesschulgut Litzlhof, Lendorf, K

SELENA AT 190.662.526 ALPENKING RH 56,3 13 100.833 4,71 4.750 3,52 3.546 8.295 Landesschulgut Litzlhof, Lendorf, K

WOLGA AT 591.565.657 21,9 14 99.094 3,69 3.653 3,02 2.991 6.644 Gruber Rupert, Reit, Großarl, S

EHRENPREIS AT 465.313.811 RASPUTIN RED 55,5 9 94.972 3,98 3.778 3,11 2.952 6.730 Andexer Walburga u. Josef, Unterbichl, Großarl, S

MARINA AT 252.715.175 CEYLON RED 64,0 9 92.551 3,69 3.412 2,99 2.765 6.177 Widmoser Klaus, Widmoos, Waidring, T

ALMA AT 723.315.457 GIN 46,5 11 92.394 3,97 3.670 3,22 2.972 6.641 Sommerer Albin, Steiner, Lend, S

MONA AT 251.282.526 MOLOCH 14,9 12 90.513 4,34 3.931 3,32 3.005 6.936 Landesschulgut Litzlhof, Lendorf, K

BLEAML AT 462.999.311 RASPUTIN RED 62,5 11 87.655 3,82 3.348 3,03 2.653 6.001 Burgschwaiger Peter, Oberschönberg, Goldegg, S

ROXY AT 183.301.326 SOLITAER 37,5 14 86.517 4,75 4.108 3,56 3.083 7.190 Landesschulgut Litzlhof, Lendorf, K

NUSS AT 461.028.411 RASPUTIN RED 50,0 11 84.201 3,35 2.819 3,14 2.646 5.465 Hörfarter Stefan, Riadl, Kössen, T

Die besten Standardlaktationen 2011 – Pinzgauer-Kühe unter 12,5% RF

nach Fett- und Eiweiß-kg gereiht

Name Lebens- Vater FG- Lak- Milch Fett Fett Eiw. Eiw. F+E Betrieb

nummer Anteil tation kg % kg % kg kg

FLORA AT 907.328.972 MARTENKO 7,4 5 9.725 3,96 386 3,67 357 742 Riepler Andreas, Jandl, Wagrain, S

KRÖNDL AT 738.303.107 TIZIAN 0 3 8.552 5,11 437 3,20 273 710 Oberhollenzer Ferdinand, Duxer, Krimml, S

KRANZ AT 075.312.347 MALTUS 7,8 5 8.757 4,43 388 3,43 301 689 Hochfilzer Matthäus, Ginsberg, Going, T

ALMANA AT 527.790.609 LUREX 0 2 8.136 4,91 400 3,28 267 666 Heim Johann, Schneider, Waidring, T

WEINL AT 738.276.807 TILL 0 3 8.178 4,43 363 3,64 298 661 Oberhollenzer Ferdinand, Duxer, Krimml, S

NAGL AT 569.527.307 MARMOR 7,0 4 8.457 4,31 365 3,48 294 659 Laubichler Franz, Thurnhof, Flachau, S

FAHNE AT 551.076.714 GNEIS 3,9 2 8.265 4,31 357 3,65 302 658 Mattersberger Josef, Jösen, Matrei, T

MUNTA AT 118.975.972 GLITZER 0 5 8.853 4,36 386 3,05 270 655 Mitteregger Ludwig, Oberlehen, Kaprun, S

BRIX AT 062.254.345 RÖMER 11,7 7 8.661 4,01 347 3,42 296 643 Lackner Johannes, Zehenthof, Flachau, S

SEIDL AT 738.282.607 TIZIAN 0 3 7.457 4,97 370 3,54 264 634 Oberhollenzer Ferdinand, Duxer, Krimml, S

Die besten Standardlaktationen 2011 – PI x RF-Kühe

nach Fett- und Eiweiß-kg gereiht

Name Lebens- Vater FG- Lak- Milch Fett Fett Eiw. Eiw. F+E Betrieb

nummer Anteil tation kg % kg % kg kg

NELLI AT 526.374.909 AGENT RED 70,7 2 12.624 3,94 498 3,13 395 893 Hettegger Paul, Unterharbach, Großarl, S

RAUSCHL AT 965.822.172 MELUS 31,2 4 10.824 4,79 519 3,29 356 875 Landesschulgut Litzlhof, Lendorf, K

ZITTA AT 325.571.847 TRADEMARK RH 58,9 6 11.173 4,02 449 3,41 381 830 Hochfilzer Matthäus, Ginsberg, Going, T

HEIDI AT 262.185.772 MALTUS 36,7 6 10.410 4,14 431 3,54 369 799 Laubichler Franz, Thurnhof, Flachau, S

ROLLA AT 765.897.142 OREGON RED 50,0 7 9.803 4,36 428 3,78 370 798 Landesschulgut Litzlhof, Lendorf, K

STOLZ AT 524.270.909 JORDAN RED 50,0 3 10.673 4,42 472 3,02 322 794 Laubichler Franz, Thurnhof, Flachau, S

KERSCH AT 316.661.847 RAINBOW RED 50,0 5 10.727 4,34 465 3,06 328 794 Lackner Anton, Kremersberg, Niedernsill, S

SCHÖNAU AT 434.832.607 MELUS 59,3 3 10.154 4,14 421 3,64 370 790 Laubichler Franz, Thurnhof, Flachau, S

FARA AT 759.421.807 AGENT RED 50,0 4 12.324 3,45 426 2,94 363 788 Steiner Gerhard, Mitteracker, Kitzbühel, T

BUDA AT 025.145.672 FABER RED 54,7 5 10.144 4,19 426 3,55 360 785 Gensbichler Alexander, Perfeld, Hinterglemm, S

ARGE Pinzgauer 224/225 1/2012 33


Milchleistungskontrolle

Die 10 besten Erstlingslaktationen 2011 – Pinzgauer-Kühe unter 12,5% RF

nach Fett- und Eiweiß-kg gereiht

Name Lebens- Vater FG- Lak- Milch Fett Fett Eiw. Eiw. F+E Betrieb

nummer Anteil tation kg % kg % kg kg

FAHNE AT 551.076.714 GNEIS 3,9 1 7.934 4,19 333 3,70 293 626 Mattersberger Josef, Jösen, Matrei in Osttirol, T

SEGEN AT 261.108.914 GNEIS 10,1 1 6.857 4,12 282 3,30 226 509 Ebner Claudia und Josef, Oberbichl, Großarl, S

HAUSSIERL AT 459.046.614 MAKLER 0 1 7.249 3,68 267 3,27 237 504 Stieg Ingrid, Buchmann, Irdning, ST

FARAH AT 145.230.314 MEIK 4,6 1 7.620 3,60 275 2,94 224 499 Scharfetter Ernst, Specher, Flachau, S

MUSTER AT 106.449.716 GLITZER 0 1 7.758 3,15 245 3,13 243 488 Etzer Martin, Kendlhof, Bruck, S

ELBA AT 524.754.509 SAFIR 9,8 1 7.593 3,24 246 3,12 237 483 Haym Maria und Konrad, Untersulzberg, Radstadt, S

KARINA AT 048.157.814 SAMER 0 1 6.087 4,13 251 3,74 228 479 Oberauner Heimo, Zerza, Kirchbach, K

ASTA AT 139.951.709 LUCHS 9,6 1 6.249 4,44 277 3,22 201 479 Krepper Hermann, Bachmann, Waidring, T

WOLGA AT 529.594.309 STALIN 0 1 6.357 4,09 260 3,35 213 473 Blaickner Matthias, Einöd, Mittersill, S

GAMS AT 839.710.714 GIMPL 0 1 6.786 3,78 256 3,14 213 469 Reiter Ursula, Heilbauer, Abtenau, S

Die 10 besten Erstlingslaktationen 2011 – PI x RF-Kühe

nach Fett- und Eiweiß-kg gereiht

Name Lebens- Vater FG- Lak- Milch Fett Fett Eiw. Eiw. F+E Betrieb

nummer Anteil tation kg % kg % kg kg

IRIS AT 176.230.116 CLASSIC RED 73,1 1 9.886 4,40 435 3,27 324 758 Weber Reinhold, Unterer Stocker, Bad St. Leonhard, K

ALMRAUSCH AT 102.296.416 ELAYO RED 67,0 1 10.628 3,66 390 3,35 356 746 Laubichler Franz, Thurnhof, Flachau, S

BERTA AT 661.784.814 FABER RED 57,2 1 8.693 4,12 358 3,53 307 665 Lackner Johannes, Zehenthof, Flachau, S

BEA AT 341.143.516 LENTA 24,9 1 7.805 4,73 369 3,69 288 657 Laubichler Franz, Thurnhof, Flachau, S

GAMS AT 262.389.314 LOTUS 49,2 1 7.996 4,54 363 3,57 285 648 Mattersberger Josef, Jösen, Matrei, T

NONNE AT 102.300.816 ELAYO RED 53,5 1 9.134 3,85 352 3,21 293 645 Laubichler Franz, Thurnhof, Flachau, S

SPEICK AT 452.275.814 CADON RED 71,9 1 8.744 4,05 354 3,31 289 643 Stöckl Peter, Oberrohrer, Neukirchen, S

STRAUSS AT 904.677.809 LEITNER 48,6 1 6.987 5,33 372 3,84 268 641 Laubichler Franz, Thurnhof, Flachau, S

KELLY AT 102.283.816 LICHTBLICK R 50,0 1 8.368 4,10 344 3,49 292 636 Laubichler Franz, Thurnhof, Flachau, S

LILIE AT 027.823.147 GOLDSTAR RED 56,1 1 8.244 4,21 347 3,26 269 616 Kofler Simone und Erwin, Irgelehof, St. Egyden, K

Höchste Leistungsbereitschaft und beste

Kondition – Zweitkalbskuh „Nonne“

(V: Elayo Red) von Franz Laubichler, Thurnhof

in Flachau, beim Dairy Grand Prix

in Wieselburg.

34 ARGE Pinzgauer 224/225 1/2012


Laufendes Besamungsjahr 2011/2012

Das Besamungsjahr 2011/2012 ist gut angelaufen und vor

allem im Pinzgauer-Bereich konnten wieder zahlreiche Jungstiere

für den Zuchteinsatz selektiert werden. Die Selektion der Stiere

erfolgt von der Körkommission des Rinderzuchtverbandes Salzburg

und danach organisiert die Besamung Kleßheim die Absamung

sowie den Vertrieb der Stiere. Nachdem in Kleßheim keine

Absamung mehr erfolgt, werden die Stiere nach Wieselburg

gestellt. Die Einstellung in die Besamungsstation Wieselburg

erfolgt je nach Verfügbarkeit der Stiere überwiegend in den Frühlings-

und Sommermonaten.

Seit Oktober 2011 wurden insgesamt zehn Pinzgauer-Zuchtstiere

(Napoleon, Wolfi, Rupp, Haller-Gidi, Falke, Sterling, Fall,

Streich, Barroso und Schell) zur Absamung nach Wieselburg

gestellt.

Im Zeitraum von 1. Oktober 2011 bis 31. März 2012 wurden

insgesamt 6.482 Besamungen mit Pinzgauer-Stieren durchgeführt.

Davon entfielen auf

geprüfte Vererber: 3.266 Portionen

Teststiere: 2.706 Portionen

Fleisch-Pinzgauer: 510 Portionen

Geprüfte: Fidelio (616), Makler (358), Mungo (310)

Tester: Lois (506), Ritzl (336), Lago (323)

Fleisch: Marmor (166), Horio (39), Moltus (38)

Besamung

···· Aktuelles aus der Besamung

Vielversprechender Pinzgauer-Stier für die Fleischrinderzucht: „Napoleon“

(Nano x Glitzer) von Friedrich Auernig, Obervellach im Mölltal

(Kärnten).

Wie in den letzten Jahren wurde der Großteil der Besamungen

auch heuer wieder über die Tierärzte durchgeführt. Der Rahmenvertrag

zwischen der Landwirtschaftskammer Salzburg und der

Salzburger Tierärztekammer hat sich auch im abgelaufenen Jahr

als eine sehr gute Kooperation erwiesen. Seitens der Besamung

Kleßheim wird großes Augenmerk auf die Versorgung der

Bernhard Schernthaner, Präsident ÖR Franz Essl, Abgeordneter zum

Nationalrat, und Tierzuchtdirektorin Dipl.-Ing. Irmgard Mitterwallner.

Tierärzte in den einzelnen Bezirken gelegt. Die Besamer werden

regelmäßig von unserem Auslieferteam mit Sperma und Stickstoff

versorgt.

Im Bereich der Medianarbeit gab es in den letzten Monaten

einige Presseberichte in der Bauernzeitung, den Fachzeitungen

der Verbände sowie vor allem auch über das Internet und die

Homepage www.besamung-klessheim.at

Aus- und Weitbildung

Im Bereich der Aus-und Weiterbildung (EBB-Kurse, Auffrischungskurse,

Klauenpflege und Milchmanger) wurde im letzten

Jahr das Angebot an Kursen deutlich erhöht. Gemeinsam mit

dem LFI Salzburg konnte diese Aufstockung auch sehr gut

umgesetzt werden. Als Ausbildungsstätte für Eigenbestandsbesamer

hat die Besamung Kleßheim weit über die Grenzen unseres

Bundeslandes hinaus einen sehr guten Ruf.

Die Teilnehmer kommen aus Salzburg, den angrenzenden östlichen

Bundesländern, aus Bayern und aus Südtirol. Das derzeitige

Team der Vortragenden bemüht sich auch immer wieder hier

neue aktuelle Akzente einzubringen. Gerade die Einführung eines

Auffrischungskurses, gedacht für jene Teilnehmer die schon einmal

einen Kurs absolviert haben und die Kenntnisse wieder einmal

auffrischen möchten, soll dazu ein Beispiel sein.

Zusammenfassung

Das Team der Besamung Klessheim ist ständig bemüht beste

Genetik aus dem In- und Ausland anzubieten. Die Auswahl der

Stiere, sowie die Besichtigungen der Nachzuchten und die Beratungen

der Bauern, erfolgt in der Regel von den Zuchtverbänden.

Die Besamung Kleßheim mit ihrem Mitarbeiterteam sorgt in der

Folge für die flächendeckende Belieferung der Besamer mit

Sperma, Stickstoff sowie Unterlagen zu den jeweiligen Stieren.

TZD Dipl-Ing. Irmgard Mitterwallner ····

ARGE Pinzgauer 224/225 1/2012 35


Besamung

36 ARGE Pinzgauer 224/225 1/2012


Besamung

ARGE Pinzgauer 224/225 1/2012 37


Besamung

38 ARGE Pinzgauer 224/225 1/2012


Besamung

ARGE Pinzgauer 224/225 1/2012 39


Besamung

40 ARGE Pinzgauer 224/225 1/2012


Erzeugergemeinschaft Salzburger Rind GmbH

···· Bio-Schlachtkälber gesucht

Kälber einstellen für Sommer, Herbst und Weihnachten

Die Nachfrage nach Schlachtkälbern ist in den Herbstmonaten

und zu Weihnachten sehr groß. In den Sommermonaten ist der

Markt mit guten Bio-Schlachtkälbern ebenfalls unterversorgt. Die

zu erzielenden Preise sind gerade zu diesem Zeitpunkt am

lukrativsten.

In den kommenden Wochen und Monaten ist daher ein guter

Zeitpunkt um Kälber für die Milchmast einzustellen. Besonders

Pinzgauer-Kälber eignen sich sehr gut für die Milchmast.

Höhere Zuschläge für Bio-Schlachtkälber

Um den Landwirten einen Anreiz zu geben, wird der Biozuschlag

ab Ende Juli bis Ende Dezember wieder auf 90 Cent pro

Kilogramm Schlachtgewicht für Bio-Vollmilchkälber angehoben.

Das bedeutet, dass bei einem Kalb mit 100 kg Schlachtgewicht

mit 100,– Euro Zuschlag (inkl. Mehrwertsteuer) zu rechnen ist.

In der ersten Jahreshälfte lag der Zuschlag bei ca. 60 Cent

pro Kilogramm Schlachtgewicht. Durch diese Erhöhung wird der

deutlich höheren Nachfrage in der zweiten Jahreshälfte wiederum

Rechnung getragen und für den Bauern sind wirklich lukrative

Preise zu erwarten.

Schon ab August ist mit Kälberpreisen von 6,– Euro pro Kilogramm

netto zu rechnen.

Qualität ist sehr wichtig

Kalbfleisch soll sich durch eine hellrosa Farbe auszeichnen und

vom Rindfleisch deutlich abheben. Der Landwirt hat die Möglichkeit,

durch Fütterung die Farbqualität positiv zu beeinflussen.

Eine reichliche Versorgung mit Vollmilch und keine Verfütterung

von Kälberstartern, Silage, Gras oder Heu (ausgenommen gesetzlich

notwendige Raufuttergaben) sind dabei die wichtigsten

Maßnahmen, die man beachten sollte.

Wir empfehlen, generell den Kälbern nur sauberes Stroh zur

Ergänzung der Milch zu füttern. Gegen Ende der Mast kann der

Energiebedarf mit etwas Maismehl ergänzt werden.

Ermittlung der Fleischfarbe

Die Fleischfarbe wird am Schlachthof mittels einer Farbkarte

festgestellt. Dabei wird die Farbkarte zum Schlachtkörper gehalten

und die Fleischfarbe ermittelt. Für die Farbe gibt es eine Skala

von 1 bis 8, wobei 1 sehr hell ist und 8 sich farblich nicht mehr

vom Rindfleisch unterscheiden lässt. Aus der Erfahrung wissen

wir, dass es in der Vermarktung keine Probleme bei den Farben 1

bis 4 gibt, ab Farbe 5 kommt es zu Schwierigkeiten. Für diese

dunklen Kälber gibt es entsprechende Abzüge.

Ganzjährige Belieferung

Es ist immer wieder schwierig in den kommenden Monaten

(Juli bis Dezember) genügend Schlachtkälber für unsere Kunden

aufzubringen. Ein wesentlicher Punkt ist jedoch die ganzjährige

Belieferung zu ermöglichen. Generell fallen in diesen Monaten in

unseren Regionen wenige Kälber an und auch ein Großteil der

Kühe ist auf den Almen. Die EZG Salzburger Rind versucht

selbstverständlich, die für die Jahreszeit übliche Unterversorgung

an Einstellkälbern auszugleichen indem kleine Kälber gerne an Sie

weiter vermittelt werden.

Marktanforderungen

···· Kalbinnen und Ochsen

für Qualitätsfleischvermarktung gesucht

Die Erzeugergemeinschaft Salzburger Rind GmbH hat im letzten

Jahr gemeinsam mit ihren zwei Partnern – der Firma Tauernlamm

und der Metzgerei Heilmaier – zwei Vermarktungsprojekte

speziell für Pinzgauer-Rinder aufgebaut. Mit dem Qualitätsfleisch

wird die heimische Gastronomie beliefert. Die Rückmeldungen

über die Qualität des Fleisches des Pinzgauer-Rindes sind sehr

gut.

Diese Vermarktungsprojekte will die Erzeugergemeinschaft

unbedingt weiter ausbauen. Ganz besonders wichtig ist dabei

auch die Versorgung im Sommer sicherzustellen. Aus diesem

Grund werden dringend gut ausgemästete Pinzgauer-Jungkühe,

Kalbinnen und Ochsen zur Schlachtung gesucht.

Alter: unter 4 Monaten

Fütterung: Vollmilch, Stroh, Maisschrott

Schlachtgewicht: 80 bis 110 kg kalt

Lebendgewicht: ca. 150 bis 190 kg

Handelsklassen: E, U, R, O

Fettstufen: 2, 3

Fleischfarbe: 1 bis 4 (hell)

Zu allen oben genannten Punkten geben wir gerne detaillierte

Informationen. Dazu steht Ihr Betreuer vor Ort und das Büro in

Maishofen gerne zur Verfügung.

Anforderungen

Ing. Thomas Edenhauser ····

Pinzgauer-Kalbinnen und Jungkühe unter 48 Monaten

Pinzgauer-Ochsen unter 36 Monaten

– Bio und konventionell

– Handelsklasse mindestens O2

Anmeldung und Information jederzeit im Büro der EZG

Salzburger Rind, Telefon 06542/68229-36 oder per E-Mail

an m.kirchner@rinderzuchtverband.at

Ing. Thomas Edenhauser ····

ARGE Pinzgauer 224/225 1/2012 41


Landeskontrollverband Salzburg

···· Projektmanagement des LKV Salzburg

Mein Name ist Dipl.-Ing. Monika Schipflinger.

Ich bin am elterlichen Betrieb in

Maishofen aufgewachsen und so von klein

auf mit der Landwirtschaft verbunden. Ich

maturierte an der HBLA für Land- und

Ernährungswirtschaft Kematen in Tirol und

startete das Studium der Veterinärmedizin.

Es erfolgte der Wechsel an die Universität

für Bodenkultur Wien, wo ich das Masterstudium

der Nutztierwissenschaften vor

kurzem beendete. Zusätzlich zum Studium

absolviere ich gerade die agrarpädagogische

Ausbildung an der Hochschule

für Agrar- und Umweltpädagogik in

Wien / Ober St. Veit. Während des Studiums

arbeitete ich im Sommer auf verschiedenen

Salzburger Almen und im

Winter als Skilehrerin bzw. Kellnerin.

Zukünftig bin ich für den LKV Salzburg

im Projektmanagement tätig. Mit Oktober

2012 werden vom LKV Salzburg für Mitglieder

Schulungen im Bereich RDV4M

sowie Rationsberechnung und gemeinsam

mit dem RZV der Anpaarungsplaner

angeboten, welche ich organisieren und

leiten werde. Was steckt nun hinter den

einzelnen Projekten?

RDV4M

Der Rinderdatenverbund für Mitglieder

(RDV4M) ermöglicht es Landwirten, welche

Mitglied des Landeskontrollverbandes

(LKV) sind, verschiedene Datenabfragen

direkt aus dem Rinderdatenverbund (RDV)

selbst durchzuführen. Betriebe mit Eigenbestandsbesamung

sowie Eigen- und

Vereinsstierhalter bietet der RDV4M die

Möglichkeit durchgeführte Besamungen

zu erfassen. Der RDV4M setzt sich aus

den Modulen Betrieb, Tier, Grafik und

Admin zusammen.

Rationsberechnung

Das Rationsberechnungsprogramm

arbeitet auf Basis der Milchleistungskontrolldaten

und berechnet tierindividuell den

Kraftfutterbedarf. Es stehen drei verschiedene

Berechnungsmethoden zur Verfügung:

getrennte Vorlage, aufgewertete

Grundration und totale Mischration. Es

steht eine Futtermitteldatenbank zur Verfügung,

die auch eine Vielzahl von Firmenfuttermitteln

enthält. Aktuelle Untersuchungsergebnisse

der Hauptfuttermittel

sind von Vorteil.

Ablauf und Dauer

einer Veranstaltung

Die Einschulung ins RDV4M wird in

Form von Abendveranstaltungen angeboten.

Fütterungs- und Anpaarungsplanung

sind etwas komplexer und daher werden

diese als halb- bzw. ganztägige Schulungen

stattfinden.

Gruppengröße, Ort

und Kosten

Für die Schulung ist es nötig, dass

jede/r Teilnehmer/in an einem eigenen

Computer mit Internetverbindung arbeitet.

Daher ist angedacht, dass Schulungen in

landwirtschaftlichen Fachschulen, Hauptschulen

usw. mit vorhandener EDV abgehalten

werden, wobei die maximale Gruppengröße

auf zehn Personen beschränkt

ist. Ein Kursbeitrag von 10,– bis 15,– Euro

pro Person wird eingehoben. In Absprache

mit dem Tiergesundheitsdienst wird

es hier auch eine Anrechnung von TGD-

Stunden geben.

Nähere Informationen

und Anmeldung

Dipl.-Ing. Monika Schipflinger

m.schipflinger@lkv-sbg.at

0664/8132662

SB Andreas Gimpl

a.gimpl@lkv-sbg.at

06542/68229-22

Ich freue mich auf eine spannende, vielseitige

Tätigkeit und natürlich auf Anmeldungen

von euch!

Dipl.-Ing. Monika Schipflinger ····

···· LKV Salzburg bietet Trinkwasseruntersuchungen an

Aufgrund der gesetzlich immer strengeren

Auflagen sind chemische und bakteriologische

Untersuchungen des Trinkwassers

unumgänglich und sollen auch im

Eigeninteresse eines jeden Betriebes

durchgeführt werden. Bei Milchproduzenten

ist alle drei Jahre eine bakteriologische

(sofern der Befund in Ordnung ist, ansonsten

jährlich) und bei Direktvermarktern,

Betrieben mit Vermietung (darunter

fallen auch Quellen und Brunnen, die

mehrere Objekte versorgen) bzw. Almhütten

mit Ausschank eine jährliche bak-

teriologisch/chemischeTrinkwasseruntersuchung vorgeschrieben. Derzeit sind im

Bundesland Salzburg 17 Probenehmer für

den Landeskontrollverband tätig.

Es gelten folgende Tarife:

Bakteriologische Untersuchung € 89,–

Bakteriologisch/chemische

Untersuchung € 144,–

UV-Anlage € 267,–

Preise für Probenahme innerhalb einer

Stunde Zeitaufwand, darüber hinaus wird

jede angefangene Viertelstunde mit

6,50 Euro zusätzlich verrechnet.

Anmeldung bei Susanne Brunauer,

Telefon 0662/870571-252.

42 ARGE Pinzgauer 224/225 1/2012


···· Genussreich Salzburg

Anfang Mai stand ein Abend im Heffterhof ganz im Zeichen des

Pinzgauer-Rindes. Gebratenes, Geschmortes und Gekochtes

vom Pinzgauer-Jungrind wurde einem breiten Publikum vorgestellt.

Abgerundet mit Käse vom Salzburger Land, Trumer Bier

und Weinen aus Österreich wurde das Qualitätsfleisch vom Pinzgauer-Rind

verkostet. Durch den Abend führte Elfi Geiblinger, die

bekannte Stimme von Radio Salzburg. Geiblinger interviewte

unter anderem ARGE Pinzgauer-Obmann Ing. Christian Dullnigg

zu den Vorzügen des Pinzgauer-Rindes. Unter den Gästen war

auch der Pinzgauer-Weltpräsident LAbg. Mag. Hans Scharfetter,

der von der Qualität des Pinzgauer-Rindes schon immer überzeugt

ist und diese Überzeugung auch in den Tourismusbetrieben

der Familie lebt.

Am 10. Mai versammelten sich sämtliche

Vertreter der ARGE Pinzgauer in Kärnten. Im

Gepäck der Mitgliedsverbände waren durchaus

positive und erfolgreiche Berichte sowie

optimistische Ausblicke in die Zukunft.

Im Anschluss an die Vollversammlung lud

Familie Thurner auf ihren Hof in Gmünd.

Jungbauer Gustav entschloss sich 2011

zum Bau eines Liegeboxen-Laufstalles mit

Melkroboter. Seit jeher werden am Betrieb

Pinzgauer gehalten, momentan sind am

Thurnerhof ca. 40 fast ausschließlich reinrassige

Pinzgauer-Kühe beheimatet. Der

Laufstall ist für 60 Melkkühe konzipiert, das

heißt dass momentan sämtliche Nachzucht

zur Remontierung bzw. Aufstockung herangezogen

wird. Die Belegungen werden teilweise

mit geprüften Stieren als auch mit

Teststier „Feldherr“ (V: Famos) – gezüchtet

von Johannes Schwab, Sauschneid, Taxenbach

und bei der Märzversteigerung erworben

–, durchgeführt.

Der Betrieb umfasst eine Größe von 60 ha

(11 ha Acker, 15 ha Grünland, 27 ha Wald,

7 ha Alm). Als Futtergrundlage dienen Heu,

Gras- und Maissilage bzw. Kraftfutter (Gerstenschrot

und Eiweißfuttermittel über Melkroboter).

Der Stalldurchschnitt betrug 2011

mit 34 Kühen 5.137 kg Milch – 4,14% Fett –

3,55% Eiweiß.

Ein zusätzliches Einkommen bietet Gustav

Thurner die saisonale Tätigkeit über den

Maschinenring (Mähdrescher, Feldhäcksler

und Forstanhänger).

Wir wünschen dem Jungunternehmer und

seinen Eltern weiterhin viel Freude und

Schaffenskraft, besonders aber Gesundheit

und Erfolg in Haus und Hof!

Christina Sendlhofer ····

Genussreich Salzburg · ARGE Vollversammlung

Dipl.-Ing. Mathias Kinberger ····

···· Vollversammlung in Kärnten

Kulinarik vom Pinzgauer-Rind bei einer Genussregionsveranstaltung

im Heffterhof. Mathias Kinberger, Landesbäuerin Elisabeth Hölzl

und Christian Dullnigg als Repräsentanten des Pinzgauer-Rindes.

Die Mitglieder der ARGE Pinzgauer anlässlich der Vollversammlung in Kärnten.

Altes und neues gut vereint – gelungene Stallerweiterung am Thurnerhof in Gmünd/Kärnten.

ARGE Pinzgauer 224/225 1/2012 43


Kärnten

···· Neuer Pinzgauer-Obmann in Kärnten

Beim Pinzgauer-Züchtertag am

14. Februar am Litzlhof wurde Horst

Schnitzer einstimmig zum neuen Obmann

der Kärntner Pinzgauer-Züchter gewählt.

Er löste in diesem Amt ÖR Johann Liesinger

ab, der einer der bekanntesten und

weit über die Landesgrenzen hinaus

geschätzter Funktionär ist.

Doch nicht nur ein neuer Obmann bzw.

Vorsitzender des Pinzgauer-Züchterbeirates

wurde gewählt, sondern auch die weiteren

Mitglieder des Züchterbeirates. So

stehen dem Obmann, Hans-Thomas

Brunner aus Radenthein als Obmann-

Stellvertreter und die Mitglieder Heimo

Oberauner aus Kirchbach, Gerhard

Mikitsch von der LFS Litzlhof und Bernhard

Fleischhacker aus Bodensdorf zur

Seite.

Beachtliche Fleischleistungen

Erfreulich fiel der Bilanzbericht über das

Jahr 2011 aus. Im letzten Jahr gab es

einen sehr erfolgreichen Tag der offenen

Tür am Betrieb der Familie Liesinger in Villach,

wo eine sehr ausgeglichene reinrassige

Milchkuhherde und eine sehr fleischige

Pinzgauer-Mutterkuhherde gefielen.

Weiters präsentierten sich die Pinzgauer

2011 bei der Kärntner Fleischrindermesse

und bei der Bezirksrinderschau Lavanttal

sehr erfolgreich. Vor allem bei der Fleischrindermesse

überzeugte die Gruppe der

Kalbinnen.

Nicht nur beste Fundamente sprechen

für Pinzgauer-Kalbinnen – im letzten Jahr

machten die Pinzgauer auch im Bereich

der Fleischleistung einen großen Schritt

vorwärts. Dies unterstreicht der Fleischleistungsjahresbericht

2011. Demnach

lagen die 200-Tage-Zunahmen bei den

männlichen Tieren bei 1.198 Gramm und

bei den weiblichen Tieren bei 1.062

Gramm. Die Ergebnisse bei den 365-

Tage-Zunahmen der Pinzgauer-Betriebe,

die durchwegs in extensiveren Gebieten

liegen, konnten ebenfalls überzeugen

(7 1.086 Gramm, 6 877 Gramm).

Gerade in der Mutterkuhhaltung wissen

die Betriebe die Qualitäten einer Pinzgauer-Mutterkuh

zu schätzen. Hervorragende

Muttereigenschaften, Leichtkalbigkeit

und das unkomplizierte Rind, das

bestens für die Alpung geeignet ist,

erfreuen sich bei den Betrieben vermehrter

Beliebtheit. Aber auch eine hervorragende

Fleischqualität, die vor allem in der

Direktvermarktung und bei Markenfleischprogrammen

geschätzt wird, sprechen für

die Vorzüge des Pinzgauer-Rindes.

Der neue Züchterbeirat der Rasse Pinzgauer (v. l.): KRZV-Geschäftsführer Ing. Ernst Lagger,

Alt-Obmann ÖR Johann Liesinger, Obmann Horst Schnitzer, Bernhard Fleischhacker, Obmann-

Stellvertreter Hans-Thomas Brunner, Gerhard Mikitsch (nicht am Bild Heimo Oberauner).

100.000-Liter-Kühe

Auch in der Milchproduktion beweisen

die Pinzgauer immer wieder ihre Qualitäten.

So sind die Leistungen von durchschnittlich

5.685 kg Milch bei 3,99% Fett

und 3,40% Eiweiß bei Betrieben in großteils

extensiven Gebieten durchaus

beachtlich.

Die Einkreuzung mit Red Holstein bringt

hier bei den Kühen noch etwas mehr

Milchleistung und zusätzlich bleibt das

genügsame und robuste des Pinzgauer-

Rindes erhalten.

Besonders hervorzuheben ist, dass im

abgelaufenen Jahr gleich zwei Kühe über

100.000 kg Milch ermolken haben. Bei

den Kühen „Mira“ (114.538 kg Milch) und

„Selena“ (100.833 kg Milch), beide Alpenking-Töchter

von der LFS Litzlhof, wurden

die Fitnessqualitäten der Pinzgauer-Rasse

und die Leistung der Red Holstein

bestens vereint.

Ing. Georg Moser

Kärntner Rinderzuchtverband ····

Litzlhof-Verwalter Gerhard Mikitsch präsentierte gekonnt die Kühe der Fachschule.

44 ARGE Pinzgauer 224/225 1/2012


Kärnten

···· Fleischrinder auf dem Laufsteg

Die Höhepunkte der 8. Kärntner Fleischrindermesse in Sankt Donat

Bereits zum achten Mal öffnete die Zollfeldhalle

in Sankt Donat ihre Pforten am

Samstag, dem 17. März, um die besten

Fleischrindertiere auszuzeichnen. Bei hervorragendem

Wetter besuchten zahlreiche

Züchter, Mutterkuhhalter und Interessierte

an der Fleischrinderzucht diese Veranstaltung.

Zum vierten Mal mit dabei war eine

Pinzgauer-Kalbinnen-Gruppe. Zusätzlich

konnte sich heuer auch noch eine erstklassige

Pinzgauer-Fleisch-Stiergruppe

dem Publikum präsentieren.

Jungrinderchampionat

Äußerst spannungsvoll verlief das Jungrinderchampionat.

Die Preisrichter Robert

Allmannsberger aus Fürstenzell und

Georg Rietzler aus dem Allgäu, beide

Charolais-Züchter, richteten zügig über 80

Tiere in 20 Gruppen der Fleischrinderrassen

Angus, Charolais, Fleckvieh-Fleisch,

Limousin, Pinzgauer-Fleisch sowie Schottisches

Hochlandrind aus ganz Österreich.

Besonders auffallend waren die durchwegs

gute Qualität sowie die enorme

Gleichmäßigkeit der Tiere innerhalb der

einzelnen Gruppen. Ein besonderes

Augenmerk legten die beiden Preisrichter

neben der Entwicklung der Tiere und

natürlich deren Bemuskelung vor allem auf

die Korrektheit in den Fundamenten. Die

intensiven Vorbereitungen der Züchter

haben sich gelohnt, alle Gruppen präsentierten

sich in bester Kondition.

Hervorragende Präsentation

der Pinzgauer-Fleisch-Züchter

Bei der Stiergruppe wurden fünf Stiere

im Alter von 20 bis 12 Monaten ausgestellt.

Nicht zu schlagen war der Caesar-

Sohn „Capri“ von Ernst Zellnig aus

Lavamünd. Dieser rahmige, lange Stier mit

sehr guter Bemuskelung und guten Fundamenten

überzeugte den Preisrichter.

Viel zu erwarten ist vom Stier „Rolando“,

ein Rader x Stark-Sohn vom Betrieb

Bernhard Fleischhacker aus Bodensdorf.

Der zweitrangierte und jüngste dieser

Gruppe glänzte durch gewaltige Jugendentwicklung

(200-Tage-Zunahme: 1.755

g), hervorragendes Beinwerk und viel Typ.

Den 3. Rang in dieser sehr guten Stiergruppe

belegte der älteste, schwerste

(905 kg) und der Stier mit der meisten

Bemuskelung, „Rocky“ (V: Caesar) von

Horst Schnitzer aus Himmelberg. Auch

die weiteren Stiere präsentierten sich sehr

gut: der Schwarze Pinzgauer-Stier „Gerry“

von Michael Gleißner aus Ebene Rei-

Die gefährdete Rinderrasse Pinzgauer wird

in Kärnten in der Nutzungsrichtung Milch

als auch Fleisch gezüchtet. Mit großem

Engagement nahmen zehn Tiere beim diesjährigen

Jungrinderchampionat teil. Die

Stiergruppe konnte „Capri“ (V: Caesar, MV:

MIll II) für sich entscheiden. Er stammt vom

Betrieb Ernst Zellnig aus Ettendorf in Kärnten.

(Züchter: Bernhard Fleischhacker aus

Bodensdorf.)

„Rolando“ (Rader x Stark) belegte in der

Stiergruppe den zweiten Rang. Ab Herbst

2012 ist dieser Stier auch als Besamungsstier

erhältlich. (Besitzer: Fleischhacker Bernhard

aus Bodensdorf.)

chenau und ein weiterer Caesar-Sohn,

„Carlo“, von Bernhard Fleischhacker aus

Bodensdorf.

Fünf Kalbinnen

von fünf Ausstellern

Das Engagement und die perfekte Qualität

der Kärntner Pinzgauer-Fleisch-Züchter

wurde auch bei der Gruppe der Kalbinnen

deutlich.

In dieser sehr einheitlichen Gruppe mit

drei schwarzen und zwei braunen Kalbinnen

war die Entscheidung denkbar

knapp. Schlussendlich hat der Preisrichter

der älteren und etwas breiteren Kalbin,

„Kristin“, eine Caesar-Tochter von Franz

Tschernigg aus St. Michael/Lavanttal, den

Vorzug gegeben. Sie überzeugte durch ihr

enorm breites, langes Becken bei guten

Fundamenten und genügend Wuchs.

An zweiter Stelle gereiht wurde die typvolle,

tiefrumpfige schwarze Kalbin „Kathi“

(V: Gustl) von Michael Gleißner aus Ebene

Reichenau. Den dritten Rang belegte eine

Luchs-Tochter, „Regina“, von Ernst Zellnig

Die Caesar x Molto-Tochter „Kristin“ vom

Betrieb Franz Tschernigg aus St. Michael im

Lavanttal in Kärnten holte den Sieg aufgrund

ihres enorm breiten Beckens sowie

der guten Fundamente in der Kalbinnengruppe.

Sie wurde am 3. 7. 2010 geboren

und konnte als Älteste in der Gruppe überzeugen.

Die schwarze Kalbin „Kathi“ (V: Gustl) von

Michael Gleißner aus Ebene Reichenau

wurde an die zweite Stelle gereiht.

aus Ettendorf. Aber auch die Kalbinnen

von Ingrid Rosenauer aus Gmünd und

Markus Modl aus Feld am See konnten

das Publikum begeistern.

Schmankerl-Straße – Fachausstellung

– Gewinnspiel

Ein tolles Rahmenprogramm rundete

den Messetag ab. Beste Spezialitäten

vom heimischen Rindfleisch konnten in

der „Schmankerl-Straße“ bei verschiedenen

Gastronomiebetrieben von den Besuchern

genossen werden. Die Fachausstellung

informierte über Neuheiten aus den

Bereichen Tiergesundheit, Zucht, Haltung,

Agrartechnik, Beratung, Fütterung usw.

Das Gewinnspiel ist ebenso ein fixer Programmpunkt

der Veranstaltung und wartete

auch heuer wieder mit tollen Preisen

auf.

Der Kärntner Rinderzuchtverband freut

sich bereits auf die nächste Kärntner

Fleischrindermesse im Jahr 2013, wenn

die Spannung im Ring bei der Wahl des

Champions wieder steigen wird und sich

die Rasse Pinzgauer erneut mit perfekten

Tieren präsentieren kann.

Ing. Georg Moser

Kärntner Rinderzuchtverband ····

ARGE Pinzgauer 224/225 1/2012 45


Kärnten

···· Kärntner Milch Gebietsrinderschau –

ein Großereignis in Oberkärnten

Am 15. April fand am Gelände der LFS

Litzlhof eine großartige Veranstaltung der

Viehzuchtgenossenschaft Oberkärnten

statt. Die Oberkärntner Rinderzucht der

Rassen Fleckvieh, Holstein, Braunvieh,

Pinzgauer, Jersey und die Kärntner Jungzüchter

präsentierten sich auf internationalen

Niveau den über 4.000 interessierten

Besuchern.

Miteinander erfolgreich

Beim Radio Kärnten Frühschoppen mit

Starmoderator Arnulf Prasch wurde die

Stimmung im Festzelt so richtig angeheizt.

Alle Gastredner, unter ihnen Präsident ÖR

Hans Mössler, Landesrat Mag. Harald

Dobernig, Obmann Ing. Sebastian Auernig,

Obmann ÖR Josef Wielscher,

Abfahrtsolympiasieger Fritz Strobl und

Dipl.-Ing. Dr. Tatjana Figl-Wolfsberger

(Firma Agrana, Actiprot) lobten die hervorragende

Qualität der ausgestellten Rinder

und die liebevolle Betreuung der Tiere

durch die Züchter und Züchterinnen. Sie

unterstrichen, dass nur durch ein gemeinsames

Miteinander, wie es bei dieser Veranstaltung

präsentiert wurde, die neuen

Herausforderungen in der Landwirtschaft

erfolgreich bestanden werden können.

Vom Bambini zum Jungzüchter

Ein besonderes Highlight der Veranstaltung

waren die 28 Kinder, die in drei

Gruppen ihr Können beim Vorführen präsentierten.

Mit den Kleinsten ging es los.

Zehn Kinder im Alter von sechs bis neun

Jahren brachten mit ihren Kälbern ein Bild

der Freude und Begeisterung in den Ring,

das sicher vielen Besuchern noch lange in

Erinnerung bleiben wird. Bei den kleinsten

war die Rasse Pinzgauer mit Maximilian

Bernthaler und mit Corina Mikitsch, die

ihre Tiere in perfekter Manier präsentierten,

vertreten. Bei den älteren Jungzüch-

Maximilian Bernthaler aus Lind an der Drau

führte seine Kalbin „Sella“ (Marko x Ronus)

schon wie ein großer vor.

„Afrodite“ (Mato x Joyboy) wurde von

Corina Mikitsch aus Penk perfekt präsentiert.

tern stieg die Spannung nach dem Vorführen

weiter an, denn der Obmann der

Jungzüchter Meinhard Huber hatte die

Aufgabe, die Besten beider Gruppen zu

bestimmen. Gleichberechtigung auch im

Schauring – die erste Gruppe gewann

Martin Schwinger mit „Fuchtel“ aus Lendorf

und die zweite Gruppe Julia Mikitsch

mit „Dahoam is dahoam“ aus Penk.

Pinzgauer

Die Rasse Pinzgauer wurde mit fünf

korrekten Kühen unterschiedlichen Alters

präsentiert, wobei gerade die Vorteile der

Rasse Pinzgauer vorzüglich ins Bild

gesetzt wurden. Alle Kühe präsentierten

sich im Pinzgauer-Typ mit genügend Substanz

und sehr guten Leistungen. Auch

die guten Fundamente und Euter dieser

Kollektion konnten die Besucher begeistern.

Der Sieg ging an „Rauschl“ (V:

Melus) aus dem Betrieb LFS Litzlhof in

Lendorf. „Rauschl“ überzeugte den Preisrichter

Dr. Thomas Grupp durch ihr Format,

der sehr guten Länge und dem hervorragenden

Euter. Den Reservesieg holte

Direktor Josef Huber freute sich über den

Gesamtsieg der Rasse Pinzgauer durch

„Rauschl“ von der LFS Litzlhof.

sich, durch ihre Länge und ihr sehr gut

aufgehängtes Euter, die Maltus-Tochter

„Ruby Redrose“ und den dritten Platz

belegte Sieger-Tochter „Munterle“. Beides

Tiere von der LFS Litzlhof.

Aber auch die zwei weiteren Kühe –

„Gina“, eine Mister-Tochter vom Betrieb

Astrid Bernthaler-Egarter aus Lind an der

Drau und Fabio-Tochter „Madagaska“,

ebenfalls von der LFS Litzlhof – konnten

die Rasse Pinzgauer bei dieser Schau

würdig vertreten.

Der Kärntner Rinderzuchtverband und

der Kärntner Holsteinverband möchten

sich auf diesem Wege bei allen Ausstellern,

Helfern, Sponsoren und Gästen für

das Mitwirken an der Kärntner Milch Gebietsrinderschau

bedanken. Nur durch

Zusammenarbeit wird es uns auch in den

nächsten Jahren gelingen, die neuen Herausforderungen,

die an die Rinderzucht

und -produktion gestellt werden, erfolgreich

zu bewältigen.

Ing. Georg Moser

Kärntner Rinderzuchtverband ····

Eine sehr gute Gruppe an Kühen hat die Rasse Pinzgauer bei der Kärntner Milch Gebietsrinderschau

vertreten.

46 ARGE Pinzgauer 224/225 1/2012


···· Vollversammlung der Pinzgauer-Züchter Tirols

Ein volles Haus, gute Stimmung und ein erfreulicher Tätigkeitsbericht – drei typische Merkmale

für die Vollversammlung der Tiroler Pinzgauer-Züchter, die mit der Bilanz 2011 die Fortsetzung

ihrer Erfolgsgeschichte schrieben.

Dem allgemeinen Trend des Bauernsterben

setzen die Tiroler mit dem Wachsen

ihrer Betriebe (+12) stetig entgegen,

dennoch ist es Fakt, dass zukünftig der

Wirtschaftlichkeit die höchste Priorität

eingeräumt wird, betonte Obmann

Stefan Lindner in seinen Worten.

Lindner bedankte sich bei den Funktionären

und Geschäftsführern der RZV

Tirol und Salzburg sowie der LK Tirol für

das gute Miteinander, welche Basis für

eine erfolgreiche und vor allem zufriedenstellende

Zusammenarbeit ist.

Den Erfolgsbericht 2011 durfte Geschäftsführer

Ing. Thomas Edenhauser

übermitteln – beginnend mit den Toperfolgen

beim Jungkuhchampionat in

Maishofen und endend mit dem Championstitel

beim Dairy Grand Prix in Wieselburg

– wo es Titel abzuholen gibt,

führen diese scheinbar nur über Tirol!

Zuwächse gab es in Tirol nicht nur bei

den Betrieben, auch in der Milchmenge

gab es ein leichtes Plus, sodass der

Durchschnitt 2011 bei 5.669 kg Milch –

3,85% Fett – 3,28% Eiweiß – 404 Fett/

Eiweiß-kg liegt.

Anlass zur Freude war auch heuer wieder

die Verleihung der Herdenmanagement-Preise

– insgesamt 17 Züchtern

wurde die Auszeichnung „Tirol Vital

2011“ verliehen – wir gratulieren dazu:

Aigner Rosa, Steffl, Fieberbrunn

Bosetti Alois, Hauser, Brixen i. Th.

Dagn Johann, Steger, Schwendt

Edenhauser Josef, Innergrub,

Fieberbrunn

Grander Robert, Stindl, Wagrain

Huber Michael, Wahler, Thurn/Osttirol

Krepper Michael, Pechtl, Erpfendorf

Kronbichler Peter junior, Kramer, Erl

Landmann Paul, Steinberg,

Oberndorf

Lindner Stefan, Schörgerer,

Oberndorf

Manzl Michael, Ginz, Kelchsau

Obwaller Johann, Pamern,

Fieberbrunn

Probst Josef, Hof am Platzli,

St. Anton/A.

Reitstaetter Stefan, Hackl, Kössen

Steiner Gerhard, Mitteracker,

Kitzbühel

Widmoser Klaus, Widmoos, Waidring

Zass Ägidius, Bichl, Erpfendorf

Tirol

Alljährlich im Mittelpunkt der Vollversammlung – die Verleihung der Herdenmanagementpreise

„Tirol Vital“.

Als Hauptreferent war Dr. Christian

Mader, Geschäftsführer des Tiergesundheitsdienstes

in Tirol zum Thema

„Gesunde Euter – die Basis für eine wirtschaftliche

Milchproduktion“ geladen.

Anhand Statistiken der ZAR bzw.

Zuchtdata verwies Mader auf die hohe

Zellzahl bei den Pinzgauern in Tirol und

sorgte damit für teilweise Unstimmigkeiten

unter den Züchtern. Tatsache ist, dass die

Zellzahl absolut nicht rasseabhängig,

sondern eine Frage des Managements ist.

Der Referent versuchte, die wichtigsten

Voraussetzungen wie entsprechende

Hygiene, Fütterung usw. näher zu bringen

und beschloss sein Referat mit dem Satz:

„Wer aufhört besser zu werden, hört

auf gut zu sein“ – eine Weisheit, die für

alle Bereiche des Lebens gilt und Motivation

und Ansporn zugleich ist!

In zahlreichen Ansprachen – von TZD

Hussl, den Verbandsobmännern Ehammer

und Hörbiger, GF Deutinger – war man

sich einig, weiterhin mit allen Kräften am

Gedeihen der Betriebe und den Zuchtverbänden

zu arbeiten und alle Synergien zu

nutzen, um bestmögliche Ergebnisse

erzielen zu können.

Um sich die nötige Motivation für den

Alltag zu holen und den Zusammenhalt zu

fördern, wird in Tirol besonders auch die

Gemeinschaft der Züchterkollegen hochgehalten.

So traf man sich tags darauf

zum traditionellen Skitag in der SkiWelt

Wilder Kaiser-Brixental und wie immer

fand sich eine große Gruppe ein, um bei

Kaiserwetter und schönstem Frühlingsschnee

die Akkus wieder aufzuladen!

Christina Sendlhofer ····

Auch ein beliebter Fixpunkt im jährlichen Kalender – ein gemütlicher Skitag als Balsam für Leib

und Seele!

ARGE Pinzgauer 224/225 1/2012 47


Die Pinzgauer-Rasse wurde eindrucksvoll von Familie Hochfilzer,

Ginsberg, vertreten – acht Spitzenkühe des Ginsbergers

zeigten den Querschnitt seiner leistungsbetonten und

erlesenen Pinzgauer-Herde und sorgten für viel Aufsehen und

Begeisterung bei einer großen Besucherschar, die trotz des

anfänglich miesen Wetters nach Going gekommen war.

Zuchtwart Hannes Schreder stellte in bewährter Art und

Weise die ausgestellten „Betriebs-Schaufenster“ aus Going vor

und wählte anschließend das jeweils beste Ausstellungstier

jedes Zuchtbetriebes.

Eine Aufgabe, die bei der gebotenen „Ginsberg-Parade“ wohl

nicht die leichteste war. Schlussendlich wurde aber der aktuelle

Tirol

···· Tierschau des Viehzuchtvereines Going II –

beeindruckende Pinzgauer-Parade der Familie Hochfilzer,

Ginsberg

Der Viehzuchtverein Going/Tirol organisierte am Sonntag, dem 22. April, eine Tierschau der besonderen Art.

Rinder der Rassen Fleckvieh, Holstein, Pinzgauer sowie Mutterkühe, Pferde, Schafe, Ziegen, Schweine

und Hühner boten einen wunderbaren Einblick in die Vielfältigkeit einer funktionierenden Landwirtschaft.

Dairy Grand Prix-Champion der Pinzgauer-Rasse, nämlich die

exzellente Jungkuh Stolz (V: Mungo) mit der ehrenvollen Auszeichnung

bedacht.

Wir gratulieren Familie Hochfilzer, Ginsberg, herzlich zu diesem

eindrucksvollen Auftritt, der einmal mehr die Qualität der Pinzgauer-Zucht

veranschaulicht hat!

Danke für eure Bereitschaft und euren Einsatz, derartige Präsentationen

sind schließlich unverzichtbare Werbung für unsere

schöne Rasse!

Christina Sendlhofer ····

Hochkarätige Pinzgauer-Parade des Ginsbergers: Wunda (V: Atlas), Lawendl (V: Lurch), Stolz (V: Mungo), Floit (V: Wiff), Bianca (V: Matador),

Viola (V: Mandarin) und Loni (V: Mandarin) – nicht im Bild Kuni (V: Reis).

48 ARGE Pinzgauer 224/225 1/2012


Südtirol

···· Südtiroler Pinzgauer-Jungzüchter-Vollversammlung

am 20. Jänner 2012 im Gasthof Edy in Pfalzen

Über 70 Mitglieder zählt der erst vor

zwei Jahren gegründete Pinzgauer-Jungzüchterverein

in Südtirol. Über diese stolze

Zahl zeigte sich Obmann Martin Ebenkofler

bei der Begrüßung zur Vollversammlung

sehr erfreut, und dass großes

Interesse herrscht, bewies auch der gut

gefüllte Saal. Neben zahlreichen Mitgliedern

waren auch der Geschäftsführer des

Rinderzuchtverbandes und einige seiner

Mitarbeiter, Vertreter des Pinzgauer-Züchterausschusses

und Kollegen des Holstein-

und Grauvieh-Jungzüchtervereins

anwesend. Der Vorsitzende der Pinzgauer-Züchter

Südtirols Siegfried Gatterer,

sowie die Jungzüchterkollegen aus Österreich

stießen etwas verspätet zur Versammlung.

Peter Bodner berichtete anhand einer

Bilderschau über die Tätigkeiten des vergangenen

Jahres. Höhepunkte waren die

Teilnahme am Jungkuhchampionat in

Maishofen am 5. März und am Jungzüchterevent

in Lienz am 29. Oktober. Beide

Male konnten für die jeweils fünf Teilnehmer

aus Südtirol große Erfolge eingeholt

werden. Im Sommer wurde ein Bus zur

Almwanderung der Pinzgauer-Jungzüchtergemeinschaft

auf die Hintererlschliefalm

in Mühlbach/Oberpinzgau organisiert. Der

Tiervorbereitungskurs im Oktober musste

leider aufgrund mangelnder Teilnehmer

abgesagt werden.

Im Anschluss dankte Martin Ebenkofler

besonders dem Rinderzuchtverband mit

Geschäftsführer Herbert Lang und Siegfried

Gatterer, den Zuchtwarten und Mitarbeitern

im Büro und seinem Ausschuss

für die Unterstützung beim Organisieren

der verschiedenen Veranstaltungen. Bei

der ARGE Pinzgauer sei es vor allem

Christina Sendlhofer die stets ein offenes

Ohr auch für Südtirols Jungzüchter habe.

Nicht zuletzt seien es jedoch die Mitglieder

die den Verein funktionieren lassen.

Nach dem Vortrag des Kassaberichts

durch Maria Aichner wurden die Ansprachen

der Ehrengäste vorgezogen. Als

Erster wurde Herbert Lang gebeten ein

paar Worte an die Jungzüchter zu richten.

Er unterstrich, dass die Pinzgauer-Rasse

ein besonderes Erbe sei, und die Jungzüchter

einen besonderen Auftrag hätten.

Auch teilt er mit, dass die Rasse nun

national anerkannt ist. Er schätze bei den

Jungzüchtervereinen besonders, dass sie

eine neue, rassenübergreifende Philosophie

mitbringen und leben. Wichtig seien

auch die gesellschaftlichen Veranstaltun-

Haben sich in kurzer Zeit zur Erfolgstruppe formiert – Südtirols Pinzgauer-Jungzüchter leisten

vorbildliche Arbeit!

gen, denn gerade bei jungen Leuten darf

nicht nur die Arbeit im Vordergrund stehen.

Abschließend rief er dazu auf, dass

die Jungzüchterschau am 24. März in

Bozen, an welcher sich die „westlichen“

Jungzüchter beteiligen, vom gesamten

Verein unterstützt werde.

Nun ergriff Jakob Unterhofer, als Stellvertreter

von Siegfried Gatterer, das Wort.

Er erinnerte daran, dass die Situation der

Pinzgauer-Rasse in den 60er-Jahren ein

harter Kampf ums Bestehen war. Dank

einiger hartnäckiger, überzeugter Züchter

konnte die Rasse gehalten werden.

Wurde man früher belächelt, so wird man

heute beneidet. Umso wichtiger sei es,

dass im Sinne der Rasse weiterhin

gemeinsam an einem Strang gezogen

werde.

Hannes Hopfgartner, Obmann der Holstein-Jungzüchter,

nutzte die Gelegenheit

um Martin Ebenkofler für seinen Einsatz

um Südtirols Jungzüchter, welche er auch

in Österreich immer bestens vertritt, zu

danken. Er unterstrich die Besonderheit

der drei Rassen im Rinderzuchtverband,

womit es auch den Jungzüchtervereinen

ermöglicht wird gemeinsam Veranstaltungen

zu organisieren.

Der Obmann der Grauvieh-Jungzüchter

Andreas Tauferer gratulierte zur Tätigkeit

und zur großen Mitgliederzahl. Er bewundere

die gute Zusammenarbeit mit der

Pinzgauer-Jungzüchtergemeinschaft in

Österreich, was von sehr viel Weitblick

zeuge. Abschließend lud auch er zur

Schau im März ein und freue sich auf eine

gute Zusammenarbeit.

Nächster Punkt war die Vorschau auf

das angebrochene Tätigkeitsjahr durch

Matthias Ploner. Die bereits mehrmals

genannte Jungzüchterschau am 24. März

in Bozen stand als Erstes an. Am 15. April

war ein Jungzüchtertag mit Betriebsbesichtigungen

in Gsies geplant. Auch die

Almwanderung der Jungzüchtergemeinschaft

im Frühsommer soll wieder besucht

werden. Im Herbst steht dann die 4. Bezirksschau

in St. Lorenzen an, bei welcher

wieder Pinzgauer gemeinsam mit Holstein

und Grauvieh auftreten.

Inzwischen waren auch die Kollegen

aus Österreich eingetroffen. Hannes Hofer

und Dipl.-Ing. Mathias Kinberger berichteten

anhand einer PowerPoint-Präsentation

über die rege Tätigkeit der Jungzüchtergemeinschaft

in Österreich. Sie freuten

sich ganz besonders, dass sie seit zwei

Jahren in Südtirol einen Partnerverein

haben und bedankten sich für die gute

Zusammenarbeit. Auch ihr Verein habe für

das Jahr 2012 bereits einiges geplant,

wobei in besonderer Weise das zehnjährige

Bestehen gefeiert werde. Als

Höhepunkt ist im November eine Schau

geplant, bei welcher man sich über Südtiroler

Beteiligung sehr freuen würde.

Martin Ebenkofler dankte Hannes und

Mathias für ihren Vortrag und unterstrich,

dass er die Zusammenarbeit mit Österreich

sehr schätze. Aber auch mit Südtirols

Jungzüchtervereinen funktioniere die

Zusammenarbeit sehr gut und mit Unterstützung

des Rinderzuchtverbandes und

des Züchterausschusses werde man versuchen

auch im Jahr 2012 gut weiterzuarbeiten.

Bei einem gemeinsamen Essen und

bester Unterhaltung fand die Versammlung

einen gemütlichen Abschluss.

Martina Thaler

Südtiroler Rinderzuchtverband ····

ARGE Pinzgauer 224/225 1/2012 49


Südtirol

···· 1. Südtiroler Jungzüchtertag –

interessante Betriebsbesuche im Gsiesertal

Rund 20 Jungzüchter und Junggebliebene trafen sich am

Sonntag, dem 15. April, um gemeinsam drei Betriebe im Gsiesertal

zu besichtigen. Erste Station war der Veiderhof der Familie

Schwingshackl in Pichl/Gsies.

Zeit zum Fachsimpeln und Meinungsaustausch am Vorzeigehof

der Familie Schwingshackl, Veider in Pichl/Gsies.

Der Erbhof umfasst ca. 14 Hektar zwei- bis dreischnittige Wiesen,

das Jungvieh verbringt den Sommer auf der eigenen Alm. Im

blitz-blanken Anbindestall stehen 23 Melkkühe (7.300 kg Stalldurchschnitt)

samt Nachzucht. Besonders auffallend sind die vielen

langlebigen und leistungsbereiten Kühe, die das gute Her-

denmanagement widerspiegeln. Die bekannteste Kuh im Stall ist

sicherlich „Maya“, eine Kant-Tochter, die schon auf verschiedenen

Schauen zu sehen war.

Nach einer ausgiebigen Jause am Veiderhof ging es weiter zum

Joglerhof in St. Martin. Florian Lamp übernahm den Betrieb

(auch er ein Erbhof) bereits mit 22 Jahren und ist seither um ständige

Erneuerung und Weiterentwicklung bemüht. Der 2008 bezogene

Laufstall ist Heimat von 15 Milchkühen und ca. zehn Stück

Jungvieh. Auch hier stehen einige sehr interessante Kühe, die das

ganze Jahr am Heimbetrieb verbringen, während das Jungvieh

auf der Alm sömmert.

Nach der interessanten Zeit am Joglerhof stand das Mittagessen

beim Kircherwirt am Programm.

Im Anschluss an das vorzügliche Essen ging es weiter zur letzten

Besichtigung dieses Tages, nämlich zur Familie Hofmann,

Hirber. Betriebsführer Elmar stellte uns seine hochkarätige Herde

vor, 19 Kühe bei über 7.400 kg Stalldurchschnitt, sowie die

Nachzucht stehen im Anbindestall. Besonders Brutus-Tochter

„Brunelle“ (Agrialp Gruppensiegerin) und einige Lotus-Töchter hinterließen

einen sehr guten Eindruck.

Nach Kaffee und Kuchen in der gemütlichen Stube beim Hirber

war auch schon die Zeit gekommen, den Heimweg anzutreten.

Abschließend möchten wir uns noch einmal recht herzlich bei den

Familien für ihre große Gastfreundschaft bedanken und wünschen

ihnen weiterhin viel Erfolg in der Pinzgauer-Zucht!

···· Jungzüchter-Hochzeit in Südtirol

Angelika und Franz Steger gaben sich das Jawort

Einen schönen Grund zum Feiern hatten Südtirols Jungzüchter-

Kollegen am Samstag, dem 5. Mai 2012.

Angelika und Franz Steger gaben sich in der Kirche von Aufhofen

das Eheversprechen. Gefeiert wurde anschließend im Gasthof

Garber in St. Jakob im Ahrntal. Die gemeinsame Zukunft verbringen

die beiden am Rotreinerhof in St. Jakob, der Heimat von

Franz.

Die Pinzgauer-Jungzüchter gratulieren herzlich und wünschen

viel Glück, Gesundheit und Gottes Segen auf dem gemeinsamen

Lebensweg!

Martin Ebenkofler ····

Martin Ebenkofler ····

50 ARGE Pinzgauer 224/225 1/2012


Südtirol

···· Pinzgauer-Zuchtrinderschau in Pfalzen

Am Samstag, dem 28. April, brachten die Pinzgauer-Rinderzüchter

des Unter- und Oberpustertals ihre besten Tiere zur

Schau nach Pfalzen. 29 Züchter stellten 79 Tiere aus, die in neun

Kategorien aufgeteilt wurden.

Eine Premiere im Richten von Pinzgauer-Rindern feierte dabei

die Schweizer Preisrichterin Tamara Hess-Steinmann, die normalerweise

zum Richten von Rindern der Braunvieh-Rasse berufen

ist. Die auferlegte Aufgabe wurde von ihr souverän gemeistert,

was einmal mehr unter Beweis stellt, dass professionelle Preisrichter

imstande sind, jede Rasse zu richten.

Die Verantwortlichen für die Pinzgauer-Zucht in Südtirol stellten

erfreut fest, dass von den 79 ausgestellten Tieren, 55 von in Südtirol

gezüchteten Stieren abstammten. Diese Tatsache hatte

zudem einen enormen Werbeeffekt für die vielen aus dem Salzburger

Ursprungsgebiet angereisten Züchter. Zieht man einen

Vergleich mit der Schau, welche vor zehn Jahren in Toblach von

derselben Züchtergruppierung veranstaltet wurde, kann man mit

Stolz vermelden, dass diese Betriebe einen enormen Zuchtfortschritt

erzielt haben.

Doch nun zur Schau selbst. Die Kalbinnen waren vom Alter her

etwas unterschiedlich, sodass es für die Preisrichterin gar nicht

so einfach war, diese zu reihen. Im Finale traten dann sechs

hochwertige Kalbinnen gegeneinander an und es gab eine ganz

klare Siegerin. Die überaus gut entwickelte Brutus-Tochter

„Emerina“ vom David Hainz, Ehrenreicher in Pfalzen, setzte sich

vor die etwas jüngere aber in allen Körperteilen sehr korrekte

Monky-Tochter „Senta“ vom Franz Gatterer, Starklbauer in Pfalzen,

durch.

Gesamtsiegerin der Kalbinnen: „Emerina“ mit Fabian Hainz, Preisrichterin

Tamara Steinmann-Hess, der Vorsitzende des OK Siegfried Gatterer

und GF Herbert Lang.

Die Erstlingskühe, die in zwei Gruppen vorgeführt wurden,

waren im Finale durch die jeweils zwei erstgereihten Tiere repräsentiert.

Im zweiten Finale wurde das beste Euter gekürt, dabei

standen sich fünf Tiere gegenüber: die Monky-Tochter „Greta“

vom Starklbauern aus Pfalzen, die Bismark-Tochter „Selina“ vom

Huber in Pfalzen, die Mister-Tochter „Gundi“ ebenfalls vom Huber

in Pfalzen, die Biston-Tochter „Kleopatra“ vom Hacker in Welsberg,

sowie die Rat-Tochter „Somat“ vom Huber in Pfalzen. Die

Entscheidung war sehr eng, standen sich doch Kühe gegenüber,

die schon an der AGRIALP-Ausgabe 2011 beste Figur abgegeben

hatten. Für Preisrichterin Hess-Steinmann war dann doch die

viertlaktierende „Kleopatra“ vom Ernst Moser, Hacker in Welsberg,

jene Kuh, die an diesem Tag das beste Euter aufzuweisen

Eutersiegerin und Reserve-Schausiegerin „Kleopatra“ mit ihren stolzen

Besitzern Ernst und Matthias Moser vom Hackerhof in Welsberg.

hatte. Nun kam es zum absoluten Höhepunkt, galt es doch die

Schau- und Reserveschausiegerin ausfindig zu machen. Zehn auf

Hochglanz aufgeputzte Pinzgauer-Kühe nahmen im Ring Aufstellung

und warteten auf das Urteil der sehr kompetenten Jurorin.

Die vielen Zuschauer gingen mit der Preisrichterin synchron,

sodass die Schausiegerin nur die „Somat“ vom Peter Bodner,

Huber in Pfalzen, lauten konnte. Unter dem Applaus der vielen

Zuschauer und der Konkurrenten im Ring, wurde dem Tier die

Siegerschleife von Landesrat Hans Berger umgehängt. Den

Reservesieg trug die „Kleopatra“ vom Ernst Moser, Hacker in

Welsberg, davon.

Schausiegerin „Somat“ mit Peter und Alois Huber, Preisrichterin

Tamara Steinmann-Hess und LR Hans Berger.

Die Pinzgauer-Rinderzüchter haben einmal mehr bewiesen,

dass man auch mit einer kleineren Population enorme Zuchtfortschritte

erzielen kann. Voraussetzung dafür ist aber sehr viel Fleiß

und die Vernetzung, sowie der Austausch mit den Züchtern des

Salzburger Ursprungzuchtgebietes. Solange solche Zuchtexemplare

auf Ausstellungplätze gebracht werden, braucht uns um den

Fortbestand und den Ausbau der Pinzgauer-Zucht in Südtirol

nicht bange sein.

GF Herbert Lang

Südtiroler Rinderzuchtverband, Bozen ····

ARGE Pinzgauer 224/225 1/2012 51


Südtirol

Aufstellung der Siegertiere – Pinzgauer-Ausstellung – Pfalzen, 28. April 2012

Name Vater geboren Besitzer

1. Gruppe Kalbinnen

1. Königin Kevin 11. 6.10 Hofmann Elmar, Hirber, Gsies

2. Enzian Lotus 12. 12.10 Aichholzer Thomas, Riedhof, Gsies

3. Gala Monky 27. 9.10 Gatterer Franz, Starkl, Pfalzen

2. Gruppe Kalbinnen

1. Senta Monky 17. 2. 10 Gatterer Franz, Starkl, Pfalzen

2. Belsy Glido 7. 12. 09 Hintner Huber A., Kleinsterhof, Gsies

3. Seidl Liebher 6. 12 .09 Hainz David, Ehrenreicher, Pfalzen

3. Gruppe Kalbinnen

1. Gesamtsiegerin Kalbinnen Emerina Brutus 28. 8. 09 Hainz David, Ehrenreicher, Pfalzen

2. Elina Glido 4. 11. 09 Hainz David, Ehrenreicher, Pfalzen

3. Samira Lotus 27. 10. 09 Taschler Werner, Taschler, Toblach

Trockenstehende Kühe

1. Prinzessin Lenta 12. 5. 07 Hofmann Elmar, Hirber, Gsies

2. Rose Biston 11. 2. 07 Hofmann Elmar, Hirber, Gsies

3. Dolly Bismark 24. 1. 09 Aichholzer Thomas, Riedhof, Gsies

1. Gruppe Erstlingskühe

1. Greta Monky 1. 10. 09 Gatterer Franz, Starkl, Pfalzen

2. Lina Lotus 7. 9. 09 Bodner Peter, Huber, Pfalzen

3. Walli Monky 14. 7. 09 Gatterer Franz, Starkl, Pfalzen

2. Gruppe Erstlingskühe

1. Selina Bismark 11. 1. 09 Bodner Peter, Huber, Pfalzen

2. Brunelle Brutus 3. 5. 09 Hofmann Elmar, Hirber, Gsies

3. Enzi Bismark 18. 12. 08 Wierer F.J., Kofler in der Linde, Rasen-Antholz

1. Gruppe Mehrmelkkühe

1. Gundi Mister 20. 1. 08 Bodner Peter, Huber, Pfalzen

2. Princessin Melus 2. 10. 07 Taschler Werner, Taschler, Toblach

3. Kalinka Mister 8. 7. 08 Bodner Peter, Huber, Pfalzen

2. Gruppe Mehrmelkkühe

1. Eutersiegerin / Reserveschausiegerin Kleopatra Biston 22. 8. 06 Moser Ernst, Hacker, Welsberg

2. Nadin Maltus 21. 9. 06 Bodner Peter, Huber, Pfalzen

3. Elke Biston 30. 3. 07 Schwingshackl Thomas, Veider, Gsies

3. Gruppe Mehrmelkkühe

1. Schausiegerin Somat Rat 5. 10. 04 Bodner Peter, Huber, Pfalzen

2. Blieme Biston 1. 5. 06 Hofmann Elmar, Hirber, Gsies

3 Paula Sama 21. 10. 05 Von Grebner Robert, Jogler, Gsies

52 ARGE Pinzgauer 224/225 1/2012


Bestandssituation zum 31. Dezember 2011

Die besten Betriebsdurchschnittsleistungen

Südtirol

Milchleistungskontrolle

Leistungsergebnis der Pinzgauer-Rasse im Kontrolljahr 2010/2011

31. 12. 2011 31. 12. 2010 Differenz 2010/2011

Betriebe insgesamt 176 178 –2

davon Betriebe mit Milchleistungskontrolle 123 128

davon Aufzuchtbetriebe 16 14

davon Mutterkuhbetriebe 37 36

Kontrollkuhbestand 1.092 1.099 –7

Neuaufnahmen ins Herdebuch 281 261 +20

Nachzuchtkennzeichnung 361 358 +3

davon männlich 11 8

davon weiblich 350 350

Laktation Kühe VA Milch kg Fett % Fett kg Eiweiß % Eiweiß kg Alter J/M Tage

1 208 5.631 3,93 221 3,42 193 2/6 297

2 170 6.304 3,97 250 3,45 217 3/6 297

3 und mehr 365 6.872 3,93 270 3,35 230 6/2 295

Insgesamt 1.092 743 6.395 3,94 252 3,39 217 4/6 296

2009/2010 1.099 709 6.236 3,95 247 3,40 212 4/8 295

Differenz –7 +34 +159 –0,01 +5 –0,01 +5 0/–2 +1

Betrieb Kühe VA Milch Fett Fett Eiweiß Eiweiß

kg % kg % kg

Oberhollenzer Ferdinand, Hochgruber, Mühlwald 24 17 8.863 3,96 351 3,51 311

Haller Siegfried, Oberwaidacher, St. Lorenzen 13 8 8.524 3,63 309 3,45 295

Bodner Peter, Huber, Pfalzen 24 18 8.465 3,89 329 3,45 292

Hainz David, Ehrenreicher, Pfalzen 5 4 8.305 4,15 345 3,52 293

Valentin Josef, Balzl, Pfalzen 7 5 8.219 4,04 332 3,21 264

Hofer Friedrich Johann, Rastbichl, St. Johann i. A. 30 25 8.164 3,95 323 3,39 277

Unterhofer Jakob, Grossgasteiger, Mühlwald 27 17 8.041 3,98 320 3,47 279

Stolzlechner Paul, Niederkofler, St. Jakob i. A. 23 19 8.015 4,11 329 3,47 278

Obermair Josef, Obermair, St. Jakob i. A. 6 5 7.872 3,66 288 3,28 258

Huber Alois Josef, Wieser, Pfunders/Vintl 8 7 7.762 3,69 286 3,50 272

Taschler Werner, Taschler, Toblach 16 10 7.603 3,67 279 3,42 260

Hofmann Elmar, Hirber, Gsies 21 16 7.435 3,92 292 3,31 246

Schwingshackl Thomas, Veider, Gsies 27 16 7.305 4,27 312 3,47 254

Auer Stefan Josef, Kleinarzbacher, St. Johann i. A. 35 24 7.170 3,96 284 3,37 241

Ebenkofler Josef, Oberpichler, Ahornach, Sand i. T. 20 16 7.116 3,93 279 3,48 248

Hofer Wolfgang Alois, Brugger, Steinhaus i. A. 19 16 7.075 4,40 312 3,50 248

Gatterer Franz, Starkl, Pfalzen 25 15 7.040 4,08 287 3,45 243

Baur Gruber Veronika, Branter, Prags 17 11 7.008 3,46 243 3,23 226

Gruber Gottfried, Niederlechner, St. Johann i. A. 29 19 6.888 3,80 262 3,33 229

Taschler Josef, Rotmoos, Gsies 9 7 6.748 3,75 253 3,26 220

Steger Andreas, Moaregger, St. Johann i. A. 20 13 6.729 3,96 266 3,32 223

Laimer Florian, Tratter, Mut/Dorf Tirol 34 27 6.687 3,87 259 3,37 226

Wierer Franz Josef, Kofler in der Linde, Rasen-Antholz 29 24 6.638 4,06 269 3,42 227

Stauder Josef, Mitterfeichter, Toblach 22 18 6.616 3,94 261 3,41 226

Stuflesser Thomas, Petlin, St. Ulrich/Gröden 21 16 6.505 3,95 257 3,38 220

ARGE Pinzgauer 224/225 1/2012 53


Die besten Milchleistungen

Südtirol

Name HB-Nummer Tage Milch Fett Eiweiß Lak- Betrieb

kg % % tation

Kalbealter bis 36 Monate

Gloria IT021001572731 305 9.320 4,01 3,76 1 Oberhollenzer Ferdinand, Hochgruber, Mühlwald

Pinsi AT00 734399807 305 8.516 3,68 3,25 1 Dorfmann Martina, Moar, Feldthurns

Kira IT021001586490 305 8.457 3,78 3,50 1 Haller Siegfried, Oberwaidacher, St. Lorenzen

Grazia IT021001559071 305 8.219 4,67 3,77 1 Bodner Peter, Huber, Pfalzen

Fluscha IT021001618765 304 8.098 3,62 3,51 1 Stolzlechner Paul, Niederkofler, Ahrntal

Gabi IT021001605357 287 7.899 3,58 3,79 1 Oberhollenzer Ferdinand, Hochgruber, Mühlwald

Evelin IT021001573936 301 7.869 4,33 3,33 1 Auer Stefan Josef, Kleinarzbach, Ahrntal

Bina IT021001568586 305 7.852 4,25 3,35 1 Schwingshackl Thomas, Veiderhof, Gsies

Glocke IT021001563908 305 7.691 4,37 3,58 1 Hofer Wolfgang Alois, Brugger, Ahrntal

Krone II IT021001554691 297 7.627 3,80 3,29 1 Hofmann Elmar, Hirber, Gsies

Goldmarie IT021001585945 305 7.609 4,06 3,43 1 Auer Stefan Josef, Kleinarzbach, Ahrntal

Rebin IT021001625605 305 7.509 4,14 3,61 1 Hofer Friedrich Johann, Rastbichl, Ahrntal

Flora IT021001564866 305 7.445 4,61 3,60 1 Stolzlechner Paul, Niederkofler, Ahrntal

Benita IT021001548665 305 7.243 3,93 3,58 1 Stolzlechner Paul, Niederkofler, Ahrntal

Kalinka IT021001638957 284 7.229 3,65 3,43 1 Bodner Peter, Huber, Pfalzen

Kalbealter bis 48 Monate

Sandra AT00 514877309 295 9.502 4,28 3,45 2 Oberhollenzer Ferdinand, Hochgruber, Mühlwald

Resi IT021001511105 305 9.489 3,88 3,49 2 Hofer Friedrich Johann, Rastbichl, Ahrntal

Wels AT00 528444809 305 9.158 3,71 3,32 2 Laimer Florian, Tratter, Dorf Tirol

Emerie IT021001552856 287 9.029 4,60 3,68 2 Hainz David, Ehrenreicher, Pfalzen

Kelly AT00 796915609 305 8.850 3,57 3,57 2 Bodner Peter, Huber, Pfalzen

Flaminga IT021001509109 305 8.513 4,11 3,58 2 Hainz David, Ehrenreicher, Pfalzen

Roma IT021001546945 300 8.476 3,86 3,35 2 Oberhollenzer Ferdinand, Hochgruber, Mühlwald

Taube IT021001496848 305 8.281 3,97 3,30 2 Hofer Wolfgang Alois, Brugger, Ahrntal

Wachau IT021001494859 305 8.270 4,14 3,69 2 Unterhofer Jakob, Großgasteiger, Mühlwald

Kamisel AT00 514871609 305 8.264 5,57 3,51 2 Fill Oswald, Zehentner, Lajen

Siena IT021001585855 286 8.224 4,30 3,60 2 Hofer Friedrich Johann, Rastbichl, Ahrntal

Weiße IT021001541808 305 8.221 4,26 3,42 2 Gatterer Franz, Starklhof, Pfalzen

Welle IT021001545368 305 8.152 4,24 3,28 2 Gruber Gottfried, Niederlechn, Ahrntal

Nadin IT021001509238 305 8.126 4,16 3,65 2 Bodner Peter, Huber, Pfalzen

Fichtl IT021001535875 305 8.023 4,49 3,69 2 Oberhollenzer Ferdinand, Hochgruber, Mühlwald

Kalbealter über 48 Monate

Welli IT021001392918 305 10.711 3,74 3,24 4 Stolzlechner Paul, Niederkofler, Ahrntal

Gusti IT021001127725 300 10.654 3,90 3,33 5 Bodner Peter, Huber, Pfalzen

Glück IT021001411027 305 10.637 3,84 3,30 3 Bodner Peter, Huber, Pfalzen

Speik IT021001401063 289 10.094 3,63 3,21 3 Obermair Josef, Obermair, Ahrntal

Rosalia IT021001129726 305 9.872 3,81 3,39 6 Oberhollenzer Ferdinand, Hochgruber, Mühlwald

Glück IT021001382372 305 9.793 4,06 3,22 3 Hofer Friedrich Johann, Rastbichl, Ahrntal

Sonne AT00 799613245 303 9.555 4,42 3,35 5 Fill Oswald, Zehentner, Lajen

Nutella IT021001437619 305 9.519 3,40 3,35 3 Hofer Friedrich Johann, Rastbichl, Ahrntal

Finke IT021001303489 280 9.516 3,87 3,29 5 Hainz David, Ehrenreicher, Pfalzen

Walli IT021001392919 305 9.435 4,31 3,43 3 Stolzlechner Paul, Niederkofler, Ahrntal

Braunau IT021001388447 305 9.396 4,37 3,31 3 Ploner Josef, Moar, Lajen

Finster AT00 675195547 303 9.356 4,07 3,58 6 Oberhollenzer Ferdinand, Hochgruber, Mühlwald

Sterna IT021001401027 299 9.346 3,73 3,30 3 Hofer Friedrich Johann, Rastbichl, Ahrntal

Wanda IT021001114990 305 9.269 4,13 3,48 6 Oberhollenzer Ferdinand, Hochgruber, Mühlwald

Fuxl IT021001096585 305 9.247 4,36 3,51 5 Stolzlechner Paul, Niederkofler, Ahrntal

54 ARGE Pinzgauer 224/225 1/2012


Pinzgauer-Kühe mit über 75.000 kg Milch

Jungkuh „Selina“ (V: Bismark) von Peter Bodner,

Huber in Pfalzen.

Südtirol

Name HB-Nummer geboren Vater Laktation Milch kg Besitzer

Wonda ITBZ0000545585 25. 4. 98 Factor 11 97.826 Gatterer Franz, Starkl, Pfalzen

Winea IT021000817124 25. 5. 00 Rally 9 84.437 Gatterer Franz, Starkl, Pfalzen

Taube ITBZ0000711730 19. 3. 99 Greif 10 75.743 Wierer F. J., Kofler i. d. Linde, Rasen/Antholz

Ergebnis der Punktierungen

Die besten Erstlingskühe

Name Vater Punkte AE RC KK EU Besitzer

Sennerin Lenta 86 + M + M Gruber Baur Veronika, Branter, Prags

Gisa Biston 86 + M + M Hofer Friedrich J., Rastbichl, St. Johann/Ahrntal

Grazia Lenktor 86 M + M M Schwingshackl Thomas, Veider, Gsies

Tulpe Rat 86 + M M M Steger Andreas, Moaregger, St. Johann/Ahrntal

Efeu Brutus 86 M + M M Auer Stefan J., Kleinarzbacher, St. Johann/Ahrntal

Selina Bismark 86 M M M + Bodner Peter, Huber, Pfalzen

Die besten Nachpunktierungen

Name Vater Punkte AE RC KK EU Besitzer

Somat Rat 89 M O + O Bodner Peter, Huber, Pfalzen

Flora Biston 89 M O + M Stolzlechner Paul, Niederkofler, St. Jakob/Ahrntal

Kleopatra Biston 89 + M M O Moser Ernst, Hacker, Welsberg

Marbl Lutz 88 M M O + Ebenkofler Josef, Oberpichler, Ahornach/Sand i. T.

Florida Biston 88 M + M M Stolzlechner Paul, Niederkofler, St. Jakob/Ahrntal

Speik Maltus 88 M + M M Obermair Josef, Obermair, St. Jakob/Ahrntal

Arnika Glido 88 M M M M Hofer Friedrich J., Rastbichl, St. Johann/Ahrntal

Drittkalbskuh „Flora“ (V: Biston) von Paul Stolzlechner,

Niederkofler in St. Jakob/Ahrntal.

ARGE Pinzgauer 224/225 1/2012 55


Südtirol

···· Gemeinsame Tierschau in Sand in Taufers

Am 12. Mai luden die Viehzüchter von

Sand in Taufers, unter der Regie von Lambert

Weitlaner vom Neuhaushof in Ahornach

zu einer gemeinsamen Tierschau ein.

Die Viehzucht in Sand in Taufers ist

geprägt von einer reichen Arten- und Rassenvielfalt.

So brachten die insgesamt 85

Aussteller nicht weniger als 160 Tiere auf

den Ausstellungsplatz und begeisterten

damit die zahlreichen Besucher. 135 Rinder

der Braunvieh-, Fleckvieh-, Holstein-,

Pinzgauer-, Pusterer Sprinzen- und Grauviehrasse,

13 Norikerpferde, 6 Haflingerpferde,

20 Schafe und 15 Ziegen wurden

herausgeputzt und bei idealem Ausstellungswetter

abwechselnd in den Ring

gebracht.

Zur Gemeinde Sand in Taufers gehört

auch die Fraktion Ahornach am Eingang

des Reintales, wo die Pinzgauer-Zuchtbetriebe

der Familie Ebenkofler, Oberpichler,

und der Familie Kirchler, Meraleiter, ihre

Heimat haben. Die Familie Ebenkofler

brachte zwei Kalbinnen, fünf Kühe und

zwei Kälber zur Tierschau ins Tal. Drei Kalbinnen,

eine Kuh und ein Kalb stellte die

Familie Kirchler. Auch im Stall der Familie

Weitlaner vom Neuhaushof in Ahornach

steht seit Herbst 2011 eine Pinzgauer-

Kuh, welche sehr erfolgreich an der Schau

teilnahm. Die zwölf Pinzgauer-Tiere waren

von sehr guter Qualität und machten ihrer

Rasse damit alle Ehre.

Die Aufgabe des Preisrichtens bei den

Rindern hatte Dipl.-Ing. Erwin Brunner,

Tierzuchtdirektor aus Kärnten, über.

Bei den Kalbinnen ging der Sieg an die

Monky-Tochter „Gusti“ von Hermann

Kirchler, Meraleiter. Sie wurde vor die Rat-

Tochter „Waldin“ von Josef Ebenkofler,

Oberpichler, gestellt.

Die sieben vorgeführten Kühe kennzeichneten

sich durch sehr guten Pinzgauer-Typ,

gute Euter und viel Leistungsbereitschaft.

Älteste Kuh der Gruppe war

die bekannte, mittlerweile zehnjährige „Sira“

der Familie Ebenkofler. Sie präsentiert sich

Siegertiere

Rang Name Vater geboren Besitzer

auch in der achten Laktation noch mit

einem überaus guten Euter und in sehr

gutem Haltungszustand. Den Preisrichter

überzeugte schließlich die Lutz-Tochter

„Marbl“ der Familie Ebenkofler. Eine sehr

lange, in den Formen korrekte Kuh mit

einem für die fünfte Laktation hervorragend

aufgehängten Euter. Damit sicherte

sie sich auch im Finale den Euter- und

den Gesamtsieg der Pinzgauer-Rasse.

Kalbinnen

1. Gusti Monky 11. 11. 2009 Kirchler Hermann, Meraleiter, Ahornach

2. Waldin Rat 4. 8. 2010 Ebenkofler Josef, Oberpichler, Ahornach

3. Belsy Glido 27. 7. 2010 Ebenkofler Josef, Oberpichler, Ahornach

Kühe

1. Marbl Lutz 12. 11. 2005 Ebenkofler Josef, Oberpichler, Ahornach

2. Wera Biston 30. 5. 2006 Ebenkofler Josef, Oberpichler, Ahornach

3. Staul Ritter 5. 11. 2007 Elzenbaumer Kristel, Neuhaushof, Ahornach

Die Siegerin

der Kalbinnen:

„Gusti“

(V: Monky)

mit Günther

Kirchler.

Schau- und

Eutersiegerin:

„Marbl“

(V: Lutz)

mit Martin

Ebenkofler.

Nach der feierlichen Tiersegnung fand

ein Kinderwettbewerb statt. 14 Kinder

brachten ihre Kälber in den Ring und

meisterten ihren Auftritt sehr vorbildhaft.

Mit dabei auch drei Pinzgauer-Kälber:

Jonas Ebenkofler mit „Wunder“, Lukas

Ebenkofler mit „Menta“ und Jasmin Kirchler

mit „Enzian“. Alle drei sind bereits

erfahren mit solchen Auftritten und teilen

die Freude ihrer Familien an der Pinzgauer-Zucht.

Die Tierschau in Sand in Taufers war ein

Schaufenster der Viehzucht und des bäuerlichen

Lebens der Gemeinde und zog

viele Besucher an. Die Züchter erhielten

ihre verdiente Anerkennung und werden

gleichzeitig motiviert auch in Zukunft Viehwirtschaft

zu betreiben, damit Sand in

Taufers mit seinen Fraktionen Mühlen,

Kematen, Ahornach und Rein lebendig

bleibt und die Bauern ihre wertvolle Aufgabe

als Lebensmittelproduzenten weiterhin

mit Freude ausüben.

Martina Thaler

Südtiroler Rinderzuchtverband ····

56 ARGE Pinzgauer 224/225 1/2012


Südtirol

···· Imponierende Jungzüchterschau in Bozen

Unter dem Motto „Mitmachen, Fitfiebern, Mitfeiern“ haben

Südtirols Jungzüchter der Grauvieh-, Holstein- und Pinzgauer-

Rinderrassen in einer Abendschau ein kräftiges Lebenszeichen

Südtirols Rinderzucht gesetzt.

Die Versteigerungsarena in Bozen-Süd war bis auf den letzten

Platz besetzt, als die Jungzüchter mit ihren auf Hochglanz geputzten

und vor Eleganz strotzenden Tieren den Ring betraten.

Es bedurfte 23 Durchgängen, bis die 75 Tiere in die richtige Reihung

gebracht waren. Größtes Augenmerk wird bei Veranstaltungen

für Jungzüchter auf das richtige Vorführen der Tiere gelegt.

Als Juroren konnten zwei Damen aus Oberösterreich gewonnen

werden. Stephanie Großpötzl dirigierte die Jungzüchter

souverän durch den Ring und wählte im Finale den besten Vorführer.

Bei den Grauen war Georg Kneissl aus Moos in Passeier mit

seiner Kalbin „Lara“ eine Klasse für sich. Bei der Holstein-Rasse

führte Zeno Frei aus Freienfeld seine „Gabi“ sicher durch den

Ring.

Großes Lob gab es auch für die Jungzüchter der Pinzgauer-

Rasse, die sich erstmals in Bozen an einer solchen Schau beteiligt

haben. Hans Aichholzer, ein bereits schauerprobter Jungzüchter,

bildete mit seiner Jungkuh „Blume“ das beste Paar.

Spannend verlief das Finale für die besten Typtiere der drei Rassen.

Mit der Kür der Besten war Annemarie Baumgartner

betraut, die sich lobend über die hohe Qualität der vorgeführten

Tiere äußerte.

Hans Aichholzer wurde Vorführsieger mit der Mokka-Tochter „Blume“

vom Moarbauern in Lajen.

Es war schon spät in der Nacht, als die Sieger unter dem

Applaus der zahlreichen Zuschauer gewählt wurden.

Grauvieh-Rasse: beste Kalbin war die „Graue“ von Christian

Ennemoser aus Moos in Passeier, beste Jungkuh und zugleich

Eutersiegerin war die „Honda“ von Martin Gögele ebenfalls aus

Moos in Passeier.

Holstein-Rasse: Siegerin bei den Kalbinnen war die „Seerose“

vom Töt in Vöran, vorgeführt von Stefan Egger aus Vöran; Siegerin

bei den Jungkühen war die „Glenda“ der Verena Reiterer aus

Flaas/Jenesien. Der Eutersieg ging an „Hilke“ von Paul Markart

aus Freienfeld.

Pinzgauer-Rasse: beste Kalbin war die „Wanda“ vom Martin

Schenk aus Lajen. Beste Jungkuh die „Noemi“ vom Matthias

Ploner aus Lajen. Hubert Verginer hatte mit der Kuh „Lines“

das beste Euter der Pinzgauer-Erstlingskühe.

Die Siegerin der Kalbinnen: „Wanda“ (V: Monky) vom Zehentner

in Lajen, vorgeführt von Martin Schenk.

Die Schausiegerin des Abends stellte Matthias Ploner, Tantscher

in Lajen: „Noemi“ (V: Mato).

Eutersiegerin „Lines“ (V: Liebher) mit Hubert Verginer vom Trogglerhof

in Lajen.

ARGE Pinzgauer 224/225 1/2012 57


Pinzgauer-Rasse

Zuchtrinderschauen haben nicht nur didaktischen Charakter für

die gesamte Züchterschaft, sondern sind auch Motivation, vor

allem für junge Leute, an der Rinderzucht festzuhalten, denn

neben der Erwirtschaftung eines Einkommens, sind sie Garant für

eine funktionierende Berglandwirtschaft.

Für die Pinzgauer-Jungzüchter des westlichen Südtirols war

dies der erste Schauauftritt, welchen sie vorbildhaft und motiviert

Südtirol

Kalbinnen

Nr. Name geboren Vater Besitzer Vorführer

1. 47 WANDA 28. 11. 2009 MONKY Schenk Meinhard, Zehentner, Lajen Schenk Martin

2. 45 MISS 2. 3. 2011 RUBIN Ploner Josef, Moar, Lajen Prackwieser Tina

3. 44 WICKI 13. 3. 2011 RUBIN Schenk Meinhard, Zehentner, Lajen Schenk Simon

4. 46 FLOTTE 26. 11. 2010 FALZ Ploner Josef, Tantscher, Lajen Ploner Thomas

Erstlingskühe

Nr. Name geboren Vater Besitzer Vorführer

1. 54 NOEMI 3. 12. 2008 MATO Ploner Josef, Tantscher, Lajen Ploner Matthias

2. 53 BLUME 9. 12. 2008 MOKKA Ploner Josef, Moar, Lajen Aichholzer Hans

49 BIRKE 29. 8. 2009 BISMARK Luiprecht Hubert, Traubenhof, Nals Eschgfäller Tanja

50 SELINA 23. 7. 2009 NIGG Laimer Florian, Tratter, Dorf Tirol Laimer Philipp

51 SINDY 6. 3. 2009 BISMARK Laimer Florian, Tratter, Dorf Tirol Laimer Florian

52 LINES 5. 2. 2009 LIEBHER Verginer Josef, Torggler, Lajen Verginer Hubert

55 BENITA 10. 11. 2008 MOKKA Ploner Josef, Moar, Lajen Schenk Martin

56 NATALIE 2. 10. 2008 SIEGER Laimer Gerhard, Oberegghof, Dorf Tirol Laimer Brigitte

Eutersiegerin

52 LINES 5. 2. 2009 LIEBHER Verginer Josef, Torggler, Lajen Verginer Hubert

Vorführsieg

53 BLUME 9. 12. 2008 MOKKA Ploner Josef, Moar, Lajen Aichholzer Hans

meisterten. Ein großer Dank gebührt Matthias Ploner, welcher mit

unermüdlichem Einsatz die Pinzgauer im Organisationskomitee

vertreten hat.

GF Herbert Lang

Südtiroler Rinderzuchtverband, Bozen ····

···· Interessiert,

motiviert und engagiert –

die Pinzgauer-Züchterjugend

Wir laden zur großen

Jubiläumsfeier

„10 Jahre Pinzgauer-

Jungzüchtergemeinschaft“

am 3. und 4. November 2012

in der Versteigerungshalle Maishofen

Seid dabei – wir freuen uns auf euch!

58 ARGE Pinzgauer 224/225 1/2012


Schweiz

···· Generalversammlung Pinzgauer-Rind Schweiz –

erstes Vereinsjahr erfolgreich abgeschlossen

Der noch junge Verein „Pinzgauer-Rind Schweiz“ hielt am

24. März 2012 seine erste Generalversammlung ab. Da die Mitglieder

weit verstreut in der ganzen Schweiz leben, war es schon

eine kleine Herausforderung einen Ort zu finden, der für alle in

halbwegs passabler Anreisezeit zu erreichen war und zudem

noch einen Bezug zu Pinzgauer-Rindern hat. Wir fanden diesen

Ort im Kanton Luzern in der Nähe von Sursee. In Großwangen

lebt nämlich Familie Annelis und Alois Wyss – sie haben vor

rund zwei Jahren ihren Mutterkuhbetrieb von Simmentaler

Rindern auf Pinzgauer umgestellt.

So trafen wir uns in Sursee, von wo aus uns Annelis in einem

recht zügigen Fahrtempo zu ihrem Betrieb lotste. Ihre Familie

empfing uns sehr herzlich und wir wurden mit einer herrlichen

Käseplatte, frischem Brot, Zopf und Gipfeli bewirtet. Auf der Terrasse

ihres Hauses konnten wir die wunderbare Aussicht genießen

und dabei die ersten Fachgespräche über Pinzgauer-Rinder

führen.

Dann begrüßte uns

Alois Wyss nochmals

ganz offiziell und

stellte uns kurz den

Betrieb vor. Anschließend

durften wir uns

selber von der wunderschönen

Herde

überzeugen. Besondere

Freude bereiten

ihnen die Nachkommen

vom Stier

Bastian, die wirklich

vielversprechend aussahen.

Die Herde –

bestehend aus 19

Mutterkühen mit

ihren Jungen –

konnten wir auf der

Weide noch länger

begutachten. Es war für uns alle eine Freude so schöne und

edle Pinzgauer zu sehen. Alois Wyss betonte nochmals die

Gutmütigkeit, Ausgeglichenheit und Anhänglichkeit zum

Menschen dieser Rasse, Eigenschaften, die er von anderen

Rassen nie in diesem ausgeprägten Ausmaß feststellen

konnte. Seine einzige Sorge ist, dass er bis jetzt immer noch keinen

passenden Stier gefunden hat. Und so musste er jetzt einen

Limousin-Stier zukaufen, der im Moment, bis er fündig wird, mit

der Herde mitläuft. Sein langfristiges Ziel ist aber, reinrassige

Pinzgauer-Rinder von hoher Qualität zu züchten.

Die Zeit am Betrieb Wyss verging sehr schnell und wir mussten

uns wieder auf dem Weg machen, um nach dem Mittagessen,

das wir im nahe gelegenen Ort Geiss einnahmen, die Generalversammlung

abhalten zu können.

Der Präsident Matthias Zimmermann begrüßte nochmals die

Mitglieder und Gäste zur ersten Generalversammlung des Vereins

Pinzgauer-Rind Schweiz. Nachdem die verschiedenen Traktanden

zügig durchgegangen wurden kam es zur Wahl des Vorstands.

Der Vorstand freute sich, mit Annelis Wyss eine kompetente

und engagierte Ansprechperson für Mutterkuhhalter gefunden

zu haben. Sie wurde auch einstimmig gewählt. Matthias Zimmermann

wird weiterhin als Präsident agieren und Barbara

Jenni muss wohl oder übel auch künftig die beiden Ämter

Aktuar und Kassier machen. Sie hofft aber immer noch, dass

sich jemand bereit erklärt das Amt des Aktuars zu übernehmen.

Danach wurde noch verschiedenes diskutiert. Unter anderem

wurde ein Treffen auf einer Alp im Sommer 2012 abgemacht,

ebenso wurde kurz über die Rassenanerkennung vom BLW

(Bundesamt für Landwirtschaft) informiert. Auch bei der Diskussion

über eine eigene Vereins-Homepage wurde schnell klar, dass

dafür der Verein im Moment noch zu klein ist und auch zu wenig

Aktivitäten durchführt um eine spannende und attraktive Homepage

anbieten zu können. So dürfen wir weiterhin auf die Unterstützung

unserer österreichischen Freunde und insbesondere auf

Christina Sendlhofer zählen. An dieser Stelle möchten wir ihr auch

für ihre großartige Unterstützung danke sagen, dass sie immer

unsere Anliegen und Fragen so schnell und fachkundig erledigt

und auch sämtliche Berichte und Informationen auf der Homepage

für uns veröffentlicht. Vielen Dank!

Und zum Schluss stellte uns Erwin Engel das neueste Produkt

von Pinzgauer „Fanartikel“ vor. Etwa 10 cm große, wunderschön

geschnitzte Pinzgauer-Kühe, die er extra im Bernbiet

anfertigen hat lassen, nachdem seine Söhne nicht mehr mit den

handelsüblichen Fleckholzkühen spielen wollten – das sind noch

wahre Pinzgauer-Fans! Ein paar konnte er bereits an der Versammlung

verkaufen und mittlerweile kann man sie auch in

Österreich käuflich erwerben.

Danach wurde die Versammlung geschlossen und wir widmeten

uns noch einem feinen Zvieri (genüssliche Nachmittagsjause),

bei dem noch rege diskutiert, besonders aber viel gelacht wurde.

Gegen 16.30 Uhr haben dann alle mit vielen schönen Eindrücken

die Heimreise angetreten. An dieser Stelle möchten wir

uns noch ganz herzlich bei Familie Wyss, vor allem bei Annelis,

für den tollen Tag bedanken.

Barbara Jenni ····

ARGE Pinzgauer 224/225 1/2012 59


Bei der Rassenschau der Milchkühe war Christian Putzi aus

Pany mit einer leistungsbereiten Gobi-Tochter vertreten.

Ebenso präsentierte er in der Abteilung Fleischrinder-Rassen

eine Pinzgauer-Mutterkuh mit Kalb und konnte dafür großes

Interesse von Seiten der zahlreichen Besucherschar quittieren.

„Die Ausstellung wechselt jedes Jahr in eine andere

Region des Kanton Graubünden und ich hoffe, nächstes Mal

Schweiz

···· agrischa – Erlebnis Landwirtschaft mit Pinzgauern!

Pinzgauer erobern die Schweiz – erstmals auch auf der

Landwirtschaftsmesse im Kanton Graubünden

Großes Aufsehen erregte die kleine, aber feine Pinzgauer-Abordnung bei der großen Landwirtschaftsausstellung

„agrischa“ in Grüsch im Kanton Graubünden. Schließlich war es ja eine Premiere

für die Pinzgauer – vier ausgestellte Rinder vertraten die neue Doppelnutzungsrasse in der Schweiz

und sorgten für großes Interesse und viel Bewunderung.

Vertreten waren die Pinzgauer auch bei den Jungzüchtern.

Der erst siebenjährige Simon Engel aus St. Antönien präsentierte

beim Bambinibewerb ganz stolz sein Kälbchen Edelweiß

(V: Morris).

Ein herziges Duo – Simon Engel mit Edelweiß (V: Morris).

Viel Aufsehen erregte Christian Putzi mit seiner Milchkuh „Pinzga“

(V: Gobi).

bringen wir eine eigene Abteilung mit den Pinzgauern zusammen“,

schrieb der engagierte Pinzgauer-Züchter Erwin Engel.

Derartige Präsentationen sind einzig motivierten Züchtern wie

Erwin Engel und Christian Putzi zu verdanken und machen uns

natürlich sehr stolz.

An dieser Stelle gratulieren wir euch von Herzen zu diesem

gelungenen Auftritt und hoffen, dass das „Pinzgauer-Vorhaben

2013“ viele begeisterte AnhängerInnen findet. Danke für eure Vorreiterrolle!

Christina Sendlhofer ····

www.pinzgauerrind.at

Die Seite

der Pinzgauer!

60 ARGE Pinzgauer 224/225 1/2012


Deutschland

···· Mitgliederversammlung der deutschen

Pinzgauer-Züchter und Pinzgauer-Halter

Am Wochenende des 28. und 29. April fand die diesjährige Mitgliederversammlung

der deutschen Pinzgauer-Züchter und -Halter

in Cölbe bei Marburg statt.

Wir trafen uns ab 13 Uhr bei Andreas und Anita Fischer, die

zu einer köstlichen und gemütlichen Kaffeerunde einluden. Vielen

Dank an Andreas und Anita für die Verköstigung.

Am Nachmittag wurde zur Herdenbesichtigung geladen und wir

konnten den Betrieb näher kennenlernen. Familie Fischer bewirtschaftet

20 ha Grünland, davon sind 4 ha Eigentum, der Rest ist

gepachtet. Das Grünland ist extrem hügelig und kommt daher

einer Beweidung sehr entgegen. Es werden durchschnittlich acht

bis zehn Mutterkühe mit Nachzucht gehalten sowie drei Kaltblutpferde.

Im Winter sind die Tiere in einem Offenstall mit Auslaufmöglichkeit

untergebracht. 2010 kam der Beschluss auf Pinzgauer

umzusteigen und es wurde sogleich mit dem Zukauf von

drei weiblichen Rindern und einem Zuchtbullen begonnen. Inzwischen

ist der Bestand auf elf Pinzgauer angewachsen, alle Tiere

sind im Herdbuch gemeldet, sechs Kreuzungstiere sind noch vorhanden.

Die extreme Trockenheit letztes Jahr hat auch im Betrieb

der Fischers zu Futterknappheit geführt, dennoch konnten wir

zufriedene und ausgeglichene Tiere sehen, die den neuen Weidegang

sichtlich genossen.

Im Anschluss fuhren wir dann in die wunderschöne Altstadt

von Marburg und besuchten das dortige Schloss. In einer sehr

interessanten Führung erfuhren wir viel Neues und Wissenswertes

über Marburg und die Geschichte des Schlosses bzw. der

Schlossherren. Alleine der Besuch dort war schon die Reise wert.

Die dicken Schlossmauern sorgten für ein angenehm kühles

Klima, so konnten wir uns von der sengenden Hitze bei der

Herdenbesichtigung etwas erholen.

Der Abend stand ganz im Zeichen der Jahresversammlung.

Nach Feststellung der ordnungsgemäßen Einladung und der

Beschlussfähigkeit wurde das Protokoll der letzten Versammlung

vorgelesen und bestätigt. Die Berichte des Vorsitzenden und der

Kassenprüfer folgten, der Vorstand und der Kassierer wurden entlastet.

Eine rege Diskussion um eine neue Züchterfahrt, neue

Besamungsbullen und die Verbesserung der Werbung bildete den

Abschluss. Der nächste Tag wurde geplant und wir ließen den

Abend gemütlich ausklingen.

Am Sonntagmorgen machten wir uns dann alle auf den Weg zu

unserem zweiten Ziel, dem Betrieb der Familie Hoffmann-

Schäfer. Im Familienbetrieb werden 45 ha Grünland bewirtschaftet,

16 ha sind Eigentum, 29 ha gepachtet, 0,5 ha Wald und 0,25

ha Hof- und Gebäudeflächen runden den Betrieb ab. Neben den

Pinzgauer-Mutterkühen werden auch Kaltblutpferde gezüchtet

und eine Pension mit drei Fremdenzimmern und einer Ferienwohnung

betrieben. All das funktioniert natürlich nur in einem starken

Familienverbund und wird von allen Familienmitgliedern getragen

und gelebt. Bis 1995 wurde eine intensive Milchviehhaltung

betrieben, mit 20 Milchkühen und deren Nachzucht, die von einer

extensiven Limousin-Ochsenmast abgelöst wurde. Die Familie

investierte in einen neuen Offenstall in Ortsrandlage, den sie 1999

ARGE Pinzgauer 224/225 1/2012 61


ezog. Im Jahr 2002 wurde auf eine ökologische Bewirtschaftung

des Hofes umgestellt und 2005 erfolgte die Umstellung auf Mutterkuhhaltung

mit Pinzgauern. Inzwischen ist die Herde auf zwölf

Kühe mit Nachzucht und zwei Deckbullen angewachsen. Die

Tiere erhalten durchschnittlich 180 Tage Weidegang, im Winter

wird ausschließlich selbst erzeugte Silage/Heulage gefüttert und

mit Mineral- und Salzlecksteinen ergänzt. So präsentierten sich

uns die Tiere in einem tadellosen Futterzustand und zeigten den

Besuchern ihr genetisches Potenzial nur zu gut. Die weiblichen

Zukäufe waren sehr gut ausgewählt und bilden sicherlich den

Grundstein für die harmonische Herde. Bei den Zuchtbullen wurden

keine Kosten und Mühen gescheut die besten Betriebe in

Österreich zu besuchen, wenn es sein muss mit der ganzen

Familie, und wertvolle Genetik zu erwerben. Bis auf zwei Kreuzungstiere

sind alle Tiere inzwischen im Herdbuch eingetragen. Es

hat einige Mühen gekostet. Die Anstrengungen werden sicherlich

···· Neues vom

RUPERTIRIND ®

Metzger und Wirt

Wenn beste Zutaten und feinste Zubereitung

zusammen kommen, entsteht die Basis für kulinarischen

Hochgenuss. Kein Wunder also, dass

die Qualität vom RUPERTRIND ® immer mehr

Anhänger bei der heimischen Gastronomie findet.

Besonders lobende Worte fand Franz Tanner vom Landhaus

Tanner in Waging am See: „Das Fleisch vom Rupertrind hat sich

in kürzester Zeit zum ,must-have‘ für den ambitionierten Gastronomen

der Region entwickelt!“ Auch beim Gasthof Moosleitner in

Freilassing, dem Bräustüberl in Schönram oder dem Hotel Edelweiß

in Berchtesgaden steht regelmäßig RUPERTIRIND ® auf der

Speisekarte. Eine Übersicht mit allen Gastronomiepartnern gibt es

unter www.rupertirind.at

Ein ganz besonderer Pinzgauer-Fan ist auch Walter Bankhammer,

der Wirt vom Bräu-Stüberl in Berchtesgaden. Der gebürtige

Salzburger betreibt mit seiner Frau Monika die Gaststätte des

Hofbräuhauses Berchtesgaden sehr erfolgreich mit bayrisch-salzburgerischen

Spezialitäten. Besonders g’schmackig sind dabei

der „Bierochs in dunkler Biersauce“ oder auch das „Metzger-

Raindl“. Eine spezielle Attraktion gab es am Pfingstwochenende.

Ausgehend von der Tradition des Pfingstochsen, wurde am

Samstag und am Pfingstsonntag jeweils ein ganzer Ochse am

Spieß gebraten und mit Genuss verspeist. Mehr Informationen:

www.braeustueberl-berchtesgaden.de

Deutschland

belohnt werden und man wird in Zukunft noch einiges von dem

Betrieb hören.

Nach der Besichtigung der Herde lud die Chefin zum leckeren

Gulaschessen ein, ein Gaumenschmaus für alle Teilnehmer. Wer

sich den Bauch noch nicht übervoll geschlagen hatte, konnte sich

noch am Kuchenbuffet sattessen. Vielen Dank auch hier nochmal

an Heike und Familie.

Nach einem wunderschönen Wochenende machten sich alle

wieder auf den Heimweg, das Wetter war toll, die Betriebe waren

sehr interessant und wir waren alle froh uns mal wieder gesehen

zu haben.

Johannes Schmidt ····

Bei dieser Nachfrage ist es gut, dass inzwischen rund um den

Waginger See die ersten RUPERTIRIND ® -Mutterkühe mit Kälbern

für Nachwuchs sorgen. In der Zwischenzeit und für den weiteren

Aufbau der Mutterkuhhaltung in Waging werden weiterhin Pinzgauer-Rinder

aus Salzburger Weide- und Almhaltung gesucht.

Kontakt und Abwicklung über die EZG Salzburger Land.

Hilde Fabry ····

Pfingstochse im Bräustüberl Berchtesgaden. Von links: Walter Bankhammer,

Gottfried Heilmaier und Robert Tauscher (Ochsenbrater:

tauscherr@t-online.de).

62 ARGE Pinzgauer 224/225 1/2012


···· Impressionen

Impressionen

ARGE Pinzgauer 224/225 1/2012 63


Pinzgau Milch Produktions GmbH

Saalfeldner Straße 2 · 5751 Maishofen · Austria

Telefon (+43) 0 65 42 / 682 66-0 · Fax (+43) 0 65 42 / 682 66-338

office@pinzgaumilch.at · www.pinzgaumilch.at

Weitere Magazine dieses Users
Ähnliche Magazine