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8. MÄRZ 2006 l ITB-AUSGABE

Cool

bleiben

Wie Sie aus Nörglern

zufriedene Kunden machen

BESCHWERDEMANAGEMENT ➤ 20

Travel Trade Press GmbH ∙ Pf 10 07 51 ∙ 64207 Darmstadt

PVST ∙ DPAG ∙ Entgelt bezahlt

DAS MAGAZIN FÜR REISEPROFIS

INTERVIEW

TUI-Chef Böttcher will

Eigenvertrieb ausbauen

Warum der Marktführer

im Web und in Reisebüros

investiert ➤ 16

SPACE TOURISM

Nervenkitzel am Rande

der Atmosphäre

Was heute schon

an Weltraum-Touren

buchbar ist ➤ 62

ZUM RAUSNEHMEN

Guter Smalltalk

in Englisch

Der praktische Helfer

von TRAVEL ONE und

Business Spotlight ➤ 19

Successful

Socializing

in English

Business Spotlight

8.3.2006 TRAVEL ONE 1

www.travel-one.net


PULS News, Facts, Trends

2 TRAVEL ONE 8.3.2006


Veränderung ist Trumpf

Thomas Hartung, Chefredakteur

Wie die Zeit vergeht. Drei Jahre

schon ist es her, als TRAVEL

ONE aus dem traditionsreichen

Reisebüro Bulletin entstand. Drei Jahre, in

der sich die Reisebranche stark verändert

hat. Lowcosts sind im Reisebüro selbstverständlich.

Kunden zahlen extra für

Beratung. Reisebüros eröffnen Filialen im

Internet. Veranstalter und Leistungsträger

investieren massiv in den Eigenvertrieb.

Aldi, McDonald‘s, Ebay und andere versuchen

sich im Reiseverkauf. Die Konzerne

bauen um. Und die Zeiten bleiben unruhig.

Veränderung ist Normalzustand.

TRAVEL ONE will Ihnen dabei helfen, diese

Veränderung zu meistern. Wir wollen, dass

Sie Erfolg und Freude im Job haben.

Deshalb verändern wir uns mit Ihnen.

Zahllose Gespräche mit Ihnen, Praktika der

Redaktion am Counter und eine Umfrage

mit überwältigender Beteiligung von über

2.000 Reiseprofis sind die Basis dafür.

Produktwissen, Zielgebietsinfos und Reisebüropraxis

stehen auf Ihrer Wunschliste ganz

oben. Das ist für uns Programm. Heute

präsentieren wir das Ergebnis und feiern mit

Ihnen die Premiere des perfekten Doppels für

den Counter: das neue TRAVEL ONE Magazin

und TRAVEL ONE Morning News.

Glückscodes für Glückspilze!

Holen Sie sich Ihren persönlichen Glückscode auf dem ELVIA ITB-Messestand. Denn dafür

gibt es Extra-Nuggets in der ELVIA WinnersWorld und das heißt Extra-Gewinne für Sie!

Loggen Sie sich ein und spielen Sie gleich mit unter www.elvia.de.

8.3.2006 TRAVEL ONE 3

ELVIA auf der ITB: Halle 25, Stand 121.

Ausgabe 10 l 8.3.2006 EDITORIAL

Die optische Veränderung im Heft ist

schnell erfasst. Moderneres Layout,

übersichtlich und leicht. Doch die wahre

Veränderung steckt im Inhalt. Mehr Wissen,

mehr Nutzwert und mehr Orientierung quer

durchs Heft. Neue Standards wie Best

Practice, Kundenprofile und Kolumnen von

Reiserechtlern und Karl Born unterstreichen

diesen Anspruch. Das alles auf mehr Seiten

und ab sofort 14-tägig.

Die neue Erscheinungsweise ist kein

Widerspruch zu Ihrer anderen großen

Anforderung an uns: Aktualität. Denn die

lässt sich heute nur auf elektronischem Weg

garantieren. Deshalb kommt jetzt täglich

TRAVEL ONE Morning News per E-Mail.

Kostenlos. Montags bis freitags pünktlich

um 9 Uhr machen wir Sie fit für den Tag:

Tagesgeschehen aus der Counterperspektive,

Top-News der Branche, Tagestipp und

das Wetter der wichtigsten Reiseziele.

Wenn Sie nicht zu den 11.000 Reiseprofis

gehören, die heute die Erstausgabe von

TRAVEL ONE Morning News in ihrer E-Mail

haben, gleich bestellen unter www.travelone.net.

Viel Spaß beim lesen.

Mailen Sie uns Ihre Meinung.

t.hartung@travel-one.net


PULS News, Facts, Trends

Urlaubsspaß

à la CALIMERA

CALIMERA AKTIVHOTELS rund ums Mittelmeer, auf den Kanaren,

in Ägypten, Bulgarien und in der Schweiz.

NEU: **** + CALIMERA Habiba Beach, Marsa Alam, Ägypten

**** CALIMERA Miramare Beach, Korfu, Griechenland

• CALIMERINI-FUN FOR KIDS: Kinderbetreuung in

nach Alter unterteilten Gruppen von 4 bis 12 Jahren

• Teenyprogramme in den Ferien (bis 17 Jahre)

• DLRG-Kinderschwimmkurse in den Sommerferien

Die aktive Urlaubswelt fi nden Sie bei

4 TRAVEL ONE 8.3.2006


20

■ PULS

8 News, Facts & Trends

Alles, was die Branche bewegt

16 Interview

TUI Deutschland-Chef Dr. Volker Böttcher

■ SALES

20 TITELTHEMA Beschwerdemanagement. Der richtige

Umgang mit unzufriedenen Kunden ist eines der wichtigsten

Kundenbindungsinstrumente. Tipps und Regeln.

28 Exklusiv: Schober Lifestyle-Report Touristik 2006.

Analysen und Trends. Das Ende des Lowcost- und Internet-

Hypes, die Umsetzung von Urlaubsplänen und Markentreue.

30 Kataloge der Zukuft. Reisekataloge haben längst nicht

ausgedient, wenn sie sich Kundenwünschen anpassen.

■ PRODUKT

38 Kreuzfahrten. Mehr Durchblick im Verkauf.

Welcher Ozeanliner passt zu welchem Kundentyp?

39 Kreuzfahrtschiffe im Überblick.

50 Best Practice. Sylvia Gohlke hat mit dem Reisebüro

Cruises4you ihr Hobby erfolgreich zum Beruf gemacht.

54 Fähren. Auf dem Weg zu Nettopreisen. Immer mehr

Fährreedereien denken über eine Kürzung der Vergütung nach.

62 Destination Space. Der Reiz des großen Kicks. Reisebüros

können an der Faszination des Weltraums mitverdienen.

68 Gegen den Mainstream. Das Hotel Weyberhöfe im

Spessart gehört zu den ersten Adressen in Rhein-Main.

QUEENSLAND

Die 16-seitige Beilage mit zahlreichen

Tipps und Ideen. Hier

fi nden Reiseprofi s alles, was sie

über Urlaub mit dem Mietwagen

oder Camper im Sunshine

State wissen müssen.

Inhalt

28

102 116

■ DESTINATION

74 Bilanz. Top oder Flop. Welche Destinationen sich im

vergangenen Jahr auf dem Urlaubsmarkt behauptet

haben und welche Länder um Gäste kämpfen müssen.

102 Türkische Riviera. Ideal für Familien. Wo die

Urlaubsregion Eltern und Kindern am meisten bietet.

110 Boutique-Hotels. Abseits der Riesenanlagen.

Auch Individualisten fi nden in der Türkei ihr Hotel.

116 Südindien. Indien »light«. Eine Reise durch den Süden

des Subkontinents eignet sich auch für Anfänger.

124 Asien. Ein Strand für alle Fälle. Wo Partygänger

und Traumtänzer am schönsten baden können.

130 Australien. Auf der südaustralischen Insel Kangaroo Island

fi nden Natur- und Tierfreunde ihr Paradies.

■ EXIT

38

134 Relax Schnäppchen für Touristiker

135 TV Tipps

137 Community & Impressum

138 Mensch Joachim Hunold

INHALT

8.3.2006 TRAVEL ONE 5


Das NEUE Konzept von TRAVEL ONE. Mehr Wissen, mehr Tipps, mehr Orientierung

und NEU jeden Morgen in der Mail. Ganz nach Ihren Wünschen. Wir helfen verkaufen.

Das perfekte Doppel

Mehr Seiten, mehr Information,

mehr Nutzen. TRAVEL ONE erscheint

jetzt mit mindestens 48

Seiten alle 14 Tage. Das Layout wird

leichter und übersichtlicher und bietet

mehr Platz für Storys mit Tiefgang. Geschrieben

für Reisebüros, liefern wir Ihnen

die Informationen, die Sie für ihren

Job wirklich brauchen. Für jedes Reisebüro

ein Heft kostenlos.

■ Ressortaufmacher und Sonderthemen:

Fachautoren und Landeskenner

schreiben, was Reisebüros wissen

müssen; Marktübersichten mit

konkreten Produkten; praktische Tipps

und Infoquellen; mindestens fünf Seiten.

■ Best Practice zum Nachmachen:

Fallbeispiele aus der Reisebüropraxis;

Lernen von Kollegen, zwei Seiten in

jedem Heft.

■ Kolumnen zum Nachdenken:

Reiserechtler bewerten aktuelle Urteile;

Karl Born spießt Branchenthemen auf;

die Redaktion porträtiert echte Kunden.

■ Bewährtes bleibt: Das kritische

Editorial, das aktuelle Interview, die

Kurzkommentare Moment X,

die Seite Mensch – Touristiker privat.

Geballte Information für Ihren Erfolg. Übersichtlich präsentiert.

Verständlich geschrieben. Sofort nutzbar im nächsten Verkaufsgespräch.


für den Counter

morning

news

TRAVEL ONE MORNING NEWS MITTWOCH, 8. MÄRZ 2006

Guten Morgen Reisebüro Die Top-Themen von heute:

� Eissturm in Chicago: Heute keine Flüge

� Ebay schnappt Reisebüros Last-Minute-Angebote weg

� Tipp des Tages: Heute abend Reisebürotest auf RTL

DIE WELT

Eissturm in Chicago: Heute keine Flüge

� Feuguercilla amet, sequisl erat. Ure tatue magnit aciduis alis alit

eugait nim quat.Sim iure dolor sequam aliquis nos del ipis ex eseniam

conseni scillam iure ectet augait iurnostrud er sed et adionseniam

nis eu faccum ea alis feugait.

sum zzrit nostrlam volorpe rcidunt augait corer senim nonse tet

aliquiscilla faci tisit nostud er sed et adionseniam nis eu faccum ea

alis eu feugait, sum seniam nis eu faccum ea alis eu feugait, sum

zzrit augait lam volorpe rcidunt augait corer senim.

nonse tet aliquiscilla faci tisit nostsum zzrit augait nnostrud er sed

et adionseniam nis eu faccum ea alis eu lam volorpe rcidunt augait

adigna faccummolore dolut venisi bla alit volobor illaoreet lutat venis

eugait ametum incilis.

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DIE BRANCHE

Ebay schnappt Reisebüros Last-Minute weg

� Feuguercilla amet, sequisl erat. Ure tatue magnit

aciduis alis alit eugait nim quat.Sim iure dolor

sequam aliquis nos del ipis ex eseniam conseni

scillam iure ectet augait iurnostrud er sed et

adionseniam nis eu faccum ea alis feugait nis

eu faccum ea alis eu lam vo.

sum zzrit nostrlam volorpe rcidunt augait corer

senim nonse tet aliquiscilla faci tisit nostud

er sed et adionseniam nis eu faccum ea alis eu

feugait, sum seniam nis eu faccum ea alis eu feugait, sum zzrit

augait lam volorpe rcidunt augait corer senim. nonse tet aliquiscilla

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TIPP DES TAGES

Heute abend: RTL nimmt Reisebüros ins Visier

� Feuguercilla amet, sequisl erat. Ure tatue magnit aciduis alis alit

eugait nim quat.Sim iure dolor sequam aliquis nos del ipis ex eseniam

conseni scillam iure ectet augait iurnostrud er sed et adionseniam

nis eu faccum ea alis feugait. sum zzrit nostrlam volorpe rcidunt

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et adionseniam nis eu faccum.

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TOP NEWS IN EINEM SATZ

� Dertour amet, sequisl erat. Ure tatue magnit aciduis alis alit

eugait nim quat. � del ipis ex Vietnam conseni scillam iure ectet

augait. � iure corer senim er sed et Holidayland nis eu faccum ea

Last Minute Wetter

Mallorca Sonne 32°

Kühler, leicht bewölkt

Gran Canaria Sonne 32°

Kühler, leicht bewölk ölkt

Malaga Sonne 32°

Kühler, leicht bewölkt

Faro Sonne 32°

Kühler, leicht cht bewö bewölkt

Djerba Sonne 32°

Kühler, leicht icht bew bewölkt

Kreta Sonne 32°

Kühler, leicht cht bew bewölkt

Antalya Sonne 32°

Kühler, leicht bew bewölkt

Hurghada Sonne 32°

Kühler, leicht bewölk bewölkt

Phuket Sonne 32°

Kühler, leicht ht bewölkt bewö

Dom Rep Sonne 32°

Kühler, leicht bewölkt

Mittagstemperaturen vom mVo Vortag.

Vorhersage für die nächsten fünf Tage.

Das Wetter wird präsentiert

von www.wetter.com

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Impressum

TRAVEL ONE Morning News

erscheint im Verlag

Travel T Trade Press GmbH

Stephanstr. 3

64295 Darmstadt

Tel. 06151/39 07 90

Geschäftsführung:Thomas Hartung

Verantwortlicher Redakteur:

Klaus Göddert

TRAVEL ONE Morning News

� BESTELLEN

� ABBESTELLEN

� DRUCKEN (PDF)

� FEEDBACK

PREMIERE für TRAVEL ONE

Morning News, die perfekte Ergänzung

zum Heft. Schnell, kompakt

und direkt. Macht Reisebüros fit für

den Tag. Jeden Morgen um 9 Uhr als

gestaltete HTML-Mail. Erscheint montags

bis freitags. Für alle Reiseprofis

kostenlos.

■ Die Welt durch die Counter-Brille.

Was die Kunden bewegt und für

Reiseverkäufer wichtig wird.

■ Die Top-Meldung aus der Reisebranche

und was sie für den Counter bedeutet.

■ Der Tipp des Tages, praktisch und sofort

anwendbar. Plus die fünf wichtigsten

News in einem Satz.

■ Last-Minute-Wetter für Reiseprofi s.

Die Top-Ten-Reiseziele auf einen Blick;

aktuelles Wetter und Vorhersage.

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PULS News, Facts, Trends

Spannung unterm Funkturm

Zum 40. Geburtstag präsentiert sich die ITB BERLIN als Multi-Messe

■ In diesem Jahr feiert die ITB

40. Geburtstag. Im Jubiläumsjahr

hat die Messe, die erstmals von

Mittwoch bis Sonntag stattfindet,

ihr Angebot kräftig ausgeweitet.

Viel Neues gibt es beim Kongress

Noch keine Verkehrsrechte

■ »Wir werden den Antrag auf Verkehrsrechte genau unter die

Lupe nehmen«, kommentiert das LUFTFAHRTBUNDESAMT die Ankündigung

von MUNICH AIRLINES, vom Sommer an von München

aus auf die Bermudas zu fliegen. Zum Hintergrund: Munich Airlines

selbst ist kein gewerbliches Luftfahrtunternehmen, sondern

tritt lediglich als Charterer auf.

Der Flugbetrieb soll durch das Unternehmen

Sky Gate International

Aviation mit Sitz in Jordanien erfolgen.

Diese Gesellschaft ist allerdings

nach Auskunft des Luftfahrtbundesamts

(LBA) noch nie nach

Deutschland geflogen und verfügt

derzeit auch nicht über gültige

Verkehrsrechte. »Wir kennen die

gar nicht«, so das LBA. Allerdings

Der Plan: Von München aus

nonstop ins »Pink Paradise«

habe Sky Gate International Aviation

noch Zeit, um den Antrag zu

stellen, räumt die Behörde ein.

Den ersten Bermuda-Flug hat

Munich Airlines für den 2. Juni angekündigt. Bis Oktober seien die

Flüge koordiniert, heißt es vom Flughafen München.

www.munich-airlines.de/fl ugplan.html

Informationen zu den geplanten Flugzeiten

Market Trends & Innovations mit

TRAVEL ONE als Mediapartner.

Für die Reisebüros am interessantesten

dürfte der neue Marketing

& Sales Day am 11. März sein.

Hier wird zum Beispiel Bahn-Ver-

Vom 8. bis 12. März ist die Messe Berlin der Nabel der touristischen Welt

i i

triebschef Jürgen Büchy am Podiumsgespräch

zum Thema »Verkaufen

über Lidl, Aldi, Penny &

Co.« teilnehmen. Auch die Frage,

ob der Tourismus noch Veranstalter

braucht, steht zur Diskussion.

Spannend dürfte auch der

Travel-Technology-Kongress werden,

der am 9. und 10. März unter

dem Namen »TRAVDEX@ITB«

erstmals als zweitägige Veranstaltung

stattfindet. Hier werden die

neuesten Entwicklungen, etwa

beim Suchmaschinenmarketing

oder beim Vertrieb von Flugtickets,

beleuchtet. Ebenfalls neu

ist der Hospitality Day am 9.

März, bei dem sich alles um die

Hotellerie dreht. Zum zweiten

Mal richtet die ITB die Business

Travel Days aus. Zu den Highlights

gehören Podiumsdiskussionen

zu Themen wie »Die Zukunft

TUI startet Versicherungsprodukt

■ Agenturen des Veranstalters können das im vergangenen Jahr gestartete

Produkt »TUI Zusatzversicherungen« nun auch unabhängig

davon verkaufen, bei welchem Veranstalter eine Reise gebucht wurde.

Damit ist der Versicherungsverkauf von der Reisebuchung abgekoppelt.

Angeboten werden Produkte der Europäischen und der Elvia. Für beide

Versicherungen gibt es ein gemeinsames Provisionsmodell der TUI und

der Umsatz fließt in den TUI-Gesamtumsatz ein. Ein Agenturvertrag

mit einem der beiden Versicherer ist nicht erforderlich. Dieses Prozedere

kann vor allem den Reisebürokooperationen nicht gefallen. Ihre Mitglieder

können die Policen nun außerhalb der Rahmenverträge zwischen

Kooperation und Versicherern abschließen. Dadurch laufen die

Kooperationen Gefahr, die nächste Provisionsstufe nicht zu erreichen.

Buchungscode »ZUS«

Code gilt für Toma, Merlin und Iris.plus

David Ruetz: Der Bedarf

an Weiterbildung wächst

der Geschäftsreisebüros« oder

»Erfolg mit Einkaufsgemeinschaften«.

ITB-Projektleiter David

Ruetz rechnet mit großer Resonanz:

»Der Bedarf nach differenzierter

Weiterbildung wächst, das

spüren wir deutlich.«

Auch in den Hallen gibt es

Neues. Das Segment Wellness

wird in Halle 16 zusammengefasst.

Hier präsentieren sich beispielsweise

Wellnesshotels und

Spa-Vereinigungen. In Halle 4.2

sind erstmals die ITB-Buchwelt

und die Aussteller zum Thema

Kultur-Tourismus untergebracht.

Eine Etage tiefer, in Halle 4.1.,

präsentieren sich gewohnt farbenfroh

die Anbieter von Jugendreisen.

Bei TUI gibt es

Versicherungspolicen

nun ohne Bindung an

die Reisebuchung

8 TRAVEL ONE 8.3.2006


PROFIL

Seit die Kinder da sind, ist alles anders. Auch die Urlaubsplanung. Vorher war es

unkomplizierter. »Da haben wir uns ins Auto gesetzt und sind einfach losgefahren. Und

wenn die Unterkunft nicht so schön war, dann haben wir uns eben eine andere gesucht.

Das Hotel hat keine so große Rolle gespielt. Wir wollten uns ja vor allem die Gegend

anschauen«, erzählt Katja Homann über frühere Ferien mit Ehemann Boerries.

Doch nun bestimmen Malina (vier Jahre) und Joscha (zehn Monate) und deren

Bedürfnisse Leben und Urlaub der Familie. »Wer mit Kindern reist, braucht genaue

Angaben, muss vieles schon vorher wissen, damit es ein gelungener Urlaub wird«,

erklärt sie den Unterschied. »Wenn im Katalog steht, dass der Miniclub Kinder ab vier

Jahren betreut und meine Tochter gerade erst dreieinhalb ist, dann muss ich vorher

wissen, ob sie dort trotzdem hingehen kann«, gibt sie ein Beispiel. »Das ist unser

Jahresurlaub und deshalb muss zu 90 Prozent alles okay sein. Planung ist das A und O.«

Schließlich sei man doch mit Kindern quasi an einem Ort »festgebunden«. Und so hat

die 36-Jährige heute recht konkrete Vorstellungen vom Feriendomizil.

»Es sollte eine schöne Anlage sein, kein Betonbunker. Auf jeden Fall muss es eine

Möglichkeit geben, um für das Baby die Gläschen warm zu machen. Außerdem darf das

Bad nicht zu klein sein. Zudem sollte es einen Balkon geben, damit ich mich mit meinem

Mann abends draußen hinsetzen und mal ein Glas Wein trinken kann, wenn die Kinder

im Bett sind. Auch wichtig: ein kindertaugliches Schwimmbecken. Ein Extra-Schlafzimmer

ist ebenfalls eine prima Sache«, zählt sie ihre Checkliste auf. Außerdem sei ihr wichtig,

dass man draußen zu Abend essen könne. »Mein persönlicher Horror ist es, im

Sommerurlaub eingepfercht in einem klimatisierten Speisesaal zu sitzen.«

Und was erwartet sie von der Beratung im Reisebüro? »Wenn ich sage, in welches Land

ich möchte und meine persönlichen Vorstellungen äußere, dann möchte ich konkrete

Angebote – und nicht einfach fünf Kataloge in die Hand gedrückt bekommen.« Außerdem

wünscht sie sich Hilfe bei der Beantwortung all der Fragen, die nach der Katalog-Lektüre

noch offen sind. Doch leider habe sie andere Erfahrungen gemacht. Die Beratung im

Reisebüro ende häufig bei eben diesen für Familien wichtigen Detailfragen.

Katja Homann, 36,

Theaterpädagogin und

Mutter von Malina (4) und

Joscha (10 Monate)

Echt und direkt: TRAVEL ONE fragt

Verbraucher nach ihren Urlaubsgewohnheiten.

Zielgruppe heute: Familie.

»Bloß kein Betonbunker«

News, Facts, Trends PULS

Hallo, wir sind schon

angekommen!

Mit Privat-Transfer* schnell und bequem

vom Flughafen ins Feriendomizil.

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8.3.2006 TRAVEL ONE 9


PULS News, Facts, Trends

Mückenschutz ist das A und O

Empfehlungen für den Umgang mit dem CHIKUNGUNYA-FIEBER.

■ Auf La Réunion, Mauritius, den

Seychellen und Mayotte grassiert

das Chikungunya-Fieber. Die

Virusinfektion, die durch die Aedesmücke

übertragen wird, führt

zu einem Fieberschub, Kopf- und

Muskelschmerzen sowie Gelenkschmerzen.

Am stärksten betroffen

ist das französische Über-see-

Département La Réunion.

Helmut Jäger, Leiter des Reisemedizinischen

Zentrums des

Bernhard-Nocht-Instituts für Tropenmedizin,

rät Expedienten,

Kunden über das Risiko zu informieren.

»Danach müssen sie

selbst entscheiden, ob sie fahren

wollen, ähnlich wie bei Reisen in

die Malaria-Gebiete«, sagt Jäger.

Schwangere, chronisch Kranke

und Rheumatiker sollten die

Region meiden. Das Risiko, sich

■ Etihad Airways bietet nun via Abu Dhabi auch Flüge nach Jakarta

und Muscat an. Damit stockt der Carrier aus Abu Dhabi seine

Angebotspalette auf 27 Destinationen auf. Bis 2010 sollen es 70

sein. In Deutschland startet die Fluggesellschaft in München und

Frankfurt. Auf der täglichen Route von der Mainmetropole nach

Abu Dhabi setzt die Fluggesellschaft die neue Boeing 777-300 ein.

Passagiere können zwischen der Pearl (28 Sitze) und der Coral

(350 Sitze) Zone wählen.

i

anzustecken, hängt davon ab, wo

sich die Touristen aufhalten. Jäger

legt Reiseverkäufern ans Herz,

Kunden ein Hotel der gehobenen

www.etihadairways.com/presentation/default.aspx

Infos über die neuen Flugzeuge

La Réunion: Das Auswärtige Amt gibt

einen medizinischen Hinweis, aber keine Reisewarnung

»Mood Lightning« – eine besondere Beleuchtung sorgt für Entspannung

Etihad erweitert Zielpalette

Klasse zu empfehlen. Die Betreiber

achteten darauf, dass es in

den Anlagen keine stehenden Gewässer

gibt und arbeiteten ver-

Updates

stärkt mit Insektiziden. Die Aedesmücke

brütet mit Vorliebe in

kleinen Wasserpfützen, auch in

Autoreifen und Blumenvasen.

Chlor- und Meerwasser dienen

der Mücke nicht als Brutplatz.

Die beste Prophylaxe sei zudem

ausreichender Mückenschutz.

Als gut beurteilt das von

Pharma-Unternehmen unabhängige

Institut unter anderem einen

Schutz, der auf die Kleidung – auf

die Bündchen an Ärmeln und Hosenbeinen

sowie am Kragen – aufgetragen

wird. Es enthält den

Wirkstoff Phyretrum. Zum Auftragen

eignen sich Mittel, die DEET

enthalten. »Die sind aber nicht

sehr hautfreundlich«, gibt Jäger zu

bedenken. Verträglicher sei der

Wirkstoff Ikaridin.

Bei den pflanzlichen Alternativen

habe ein Mückenschutz sehr

gut abgeschnitten, das Kokosöl

beinhalte.

www.gesundes-reisen.de

Chikungunya-Merkblatt

Reisebüros haben jetzt die Möglichkeit, mit GALILEO elektronische

Flugscheine für 61 Airlines auszustellen. Mit dabei sind auch Aero

Mexico, Korean Air Lines und Royal Brunei.

Passagiere von DBA können nun mit dem Handy einchecken.

Voraussetzung ist ein MMS-fähiges Mobiltelefon und die Anmeldung

auf der dba-Internetseite. Die Bordkarte wird drei Stunden vor

Abfl ug mit einem 2D-Barcode auf das Handy geschickt.

TUI CARS nimmt sechs weitere europäische Länder ins Programm.

Somit vermietet der Anbieter nun auch Fahrzeuge in Belgien, den

Niederlanden, Luxemburg, Rumänien, Herzegowina und der Slowakei.

Vom 14. Juli an fl iegt CYPRUS AIRWAYS fünfmal wöchentlich von

Frankfurt nach Larnaca auf Zypern. Neu hinzugekommen ist die

Donnerstagsverbindung, ein Flug mit Stopp in Paphos.

Die BAHN will die Deutschen mit ihrer Begeisterung für die Fußball-

Weltmeisterschaft anstecken. Sie tingelt mit Sportmoderatoren,

Promis und Fußballern durch die Republik und wirbt sonntags auf

den Bahnhöfen der Austragungsstätten für das Großereignis.

GO ASIA versucht potenziellen Interessenten die Mitgliedschaft

schmackhaft zu machen. Wer noch diesen Monat beitritt, erhält als

Bonbon das Leistungspaket für Premium-Mitglieder.

Konstantin Bissias ist bei Sea Cloud Cruises zum Geschäftsführer

aufgestiegen. Der 34-Jährige, bislang Marketing- und Vertriebschef,

übernimmt den Job von Christer Mörn.

10 TRAVEL ONE 8.3.2006

i


Frankreich prescht vor

■ Für DRV-Präsident Klaus Laepple

ist die Ticketabgabe »ein erneuter

Versuch, die Reisenden zu

schröpfen«. Umweltverbände dagegen

begrüßen das französische

Vorhaben: Frankreich führt zum

1. Juli eine so genannte Solidaritätsabgabe

auf Flugtickets ein.

Die Regelung gilt für alle Flüge

ab Frankreich. Transitpassagiere

müssen die Gebühr – zwischen

einem und 40 Euro – nicht bezahlen.

Das Geld soll Umwelt-

und Entwicklungsprojekten in

armen Ländern zu Gute kommen.

Frankreich rechnet mit Einnahmen

von rund 200 Millionen

Euro im Jahr.

Air France/KLM erwartet

von dem neuen Gesetz laut Vorstand

Jean-Cyril Spinetta keine

negativen Auswirkungen für die

Fluggesellschaft. Anders sieht das

Laepple. Er befürchtet, dass eine

derartige Gebühr den Airlines

Blick hinter

die Kulissen

■ Sonnenklar TV lädt auf der

ITB am Samstag zu einem Blick

hinter die Kulissen ein. Um 15.30

Uhr können Neugierige am Stand

des Reise-Shoppingkanals in Halle

2.1, Stand 120 an einer Führung

durch das eigens für die ITB errichteten

Produktionsstudios teilnehmen.

Um 16 Uhr sind sie als

Zuschauer bei der Produktion einer

Reiseverkaufssendung dabei,

dann wird der Film »Hinter den

Kulissen« gezeigt. Für alle Teilnehmer

gibt‘s kalte Getränke.

Die Besucher können sich zudem

in einer Box filmen lassen

und diese Grüße von der ITB

nach Hause senden. Die schönsten

Beiträge werden ausgestrahlt,

verspricht Sonnenklar TV. Auf jeden

Fall nehmen die Gefilmten

ihren Fernsehgruß auf DVD mit

nach Hause. Wer teilnehmen

will, sollte pünktlich am Stand

erscheinen.

8.3.2006 TRAVEL ONE

massiv schadet und ruft die Bundesregierung

auf, dem Beispiel

Frankreichs nicht zu folgen. Das

tun aber elf Staaten, darunter Luxemburg,

Norwegen, Brasilien

und Mauritius.

Air-France-Passagiere, die in Frankreich starten,

14330_TO_152x210_JBK_399.ai müssen 22.02.2006 eine Solidaritätsabgabe 10:33:23 Uhr zahlen


PULS News, Facts, Trends

Airline-Preissystem bei Accor

Der Hotelgigant führt Yield Management und FRÜHBUCHERTARIFE ein.

Deutschland-Chef Witschi: »Wer früher bucht, zahlt weniger«

■ Die französische Hotelgruppe

Accor kupfert bei den Fluggesellschaften

ab und führt ein neues

Preissystem ein. Ab sofort gilt für

alle Kunden auch im Hotel: Je früher,

desto besser. Wer sein Bett in

den Häusern der Marken Dorint

Sofitel, Dorint Resorts, Dorint

Novotel und Mercure einige Wochen

im Voraus bucht, erhält die

beste Zimmerrate – das gilt für

alle elektronischen Vertriebskanä-

Car Del Mar will ins Reisebüro

■ Der Mietwagen-Broker, der bislang ausschließlich über das Internet

vertreibt, will seine Urlaubsautos künftig auch über Reisebüros

vermarkten. Dabei arbeitet er mit NETTOPREISEN, die er für Reisebüros

um neun Prozent niedriger kalkuliert als für Endverbraucher.

Reisebüros könnten ihre Marge

aber auch selbst festlegen, und

zwar für jede einzelne Buchung,

sagt Geschäftsführer Carsten

Greiner.

Das Buchungssystem bietet

ihnen die Möglichkeit, eine Vergütung

zwischen null und 35 Prozent

in den Endpreis einzurechnen.

Preissensiblen Kunden könne

das Reisebüro also Tarife unterhalb

der Car Del Mar Internet-

Greiner: Nettopreise bieten

Reisebüros Freiheiten

preise bieten, bei Kunden mit hoher

Beratungsintensität könne die

Marge nach oben angepasst wer-

den, so Greiner. Zusätzlich zahlt Car Del Mar Kickbacks in Höhe

von 50 Euro für die erste Buchung, weitere zehn Euro für jede

zehnte Buchung und 100 Euro für jede 50. Buchung.

i

www.cardelmar.com/agent

Direktlink zur Anmeldung für Reisebüros

le, auch für die Reisebüros. Gäste

können zwischen drei variablen

Preisstufen auswählen, die sich

ebenfalls am Airline-Vorbild orientieren.

Zudem garantiert Accor auf

der eigenen Internetplattform

den besten Zimmerpreis für alle

Hotels der Gruppe. Am günstigsten

wird die Übernachtung mit

dem Tarif, der weder umbuch-

noch stornierbar ist. Die »Beste

Rate« eignet sich für Geschäftsreisende:

Kunden können das Zimmer

bis 18 Uhr am Anreisetag

absagen. Dazwischen gibt es

noch die Variante, die bis drei

Tage vor der Anreise stornierbar

ist. Über die Höhe der Raten bestimmt

jeder Hotelier selbst. Erst

entscheidet der Faktor Zeit, danach

die Auslastung. André Witschi,

Vorsitzender der Geschäfts-

Dorint Bayernpost München: Auch

hier gibt es drei Preisklassen

führung von Accor Deutschland

bezeichnet das neue System als

einfach, bequem und transparent.

So habe das oft beklagte Wirrwarr

vieler verschiedener Zimmerpreise

ein Ende. Mit der neuen Struktur

komme man Partnern aus

dem Veranstalterbereich nicht in

die Quere, versichert er.

Neues gibt es auch von der

Konzernstrategie: Accor will den

Anteil an Carlson Wagonlit Travel

ganz oder teilweise verkaufen.

Bahn meets Burger: Kunden des Buletten-Giganten sollen Züge füllen

Bahn baut auf Burger-Buden

■ Anfang Februar hatte DB-Vertriebschef Jürgen Büchy im Interview

mit TRAVEL ONE bereits deutlich gemacht, dass er nach der Lidl-Aktion

im vergangenen Jahr mit neuen Partnern für Verkaufsmaßnahmen

im Gespräch sei. Seit Anfang der Woche werden nun Bahntickets beim

Burger-Brater McDonald‘s verkauft – eine Million à 99 Euro für vier

Einzelfahrten, gültig bis 1. Juni. Dass er damit erneut vehemente Kritik

der Reisebüros auf sich zieht, weiß der Vertriebsprofi. Und er bleibt bei

seiner Argumentation: Es gehe um Neukundengewinnung, von der

schließlich auch Reisebüros profitierten. Außerdem, so Büchy, könnten

Agenturen den zu erwartenden Ansturm gar nicht bewältigen.

12 TRAVEL ONE 8.3.2006


Mietwagensteuer erneut vertagt?

■ Die nun schon mehrfach angekündigte

und vielfach diskutierte

Mietwagensteuer auf MALLORCA

ist nun offenbar ein weiteres Mal

vertagt worden. Estanislao de

Mata, Vizepräsident der Vereinigung

der Mietwagenunternehmer

auf den Balearen und außerdem

Geschäftsführer von Hasso

Rent a Car, geht jedenfalls nach

Informationen des mallorquinischen

Radiosenders »Inselradio«

davon aus, dass die umstrittene

Abgabe dieses Jahr nicht mehr

eingeführt wird.

Dem Sender sagte de Mata,

dass er hundertprozentig versichern

könne, dass die Steuer für

dieses Jahr vom Tisch sei. Dabei

berief er sich auf Quellen aus dem

Kreis der Balearenregierung. Diese

hat sich allerdings bislang nicht

offiziell zu diesem Thema geäußert.

Sollte die Regierung die

Mietwagensteuer tatsächlich auf

Endlich

nach Zürich

■ AIR BERLIN bietet vom 24.

April an erstmals Flüge zwischen

den beiden Finanzmetropolen

Frankfurt und Zürich an. Seit vielen

Jahren hatte die Fluggesellschaft

nach eigenen Angaben vergeblich

Slots für die Strecke beantragt,

die vor allem von Geschäftsreisenden

stark frequentiert wird.

Nachdem vor einiger Zeit Lufthansa

die Schweizer Fluggesellschaft

Swiss übernommen hatte,

verfügte die Brüsseler EU-Kommission,

dass diese zur Vermeidung

einer Monopolstellung mehrere

Verbindungen am Tag abgeben

müsse. Von Montag bis Freitag

wird Zürich nun viermal täglich

von Air Berlin angeflogen, am Wochenende

soll der Euro Shuttle die

beiden Städte jeweils einmal am

Tag miteinander verbinden. Die

Flugpreise für die einfache Strecke

beginnen bei 29 Euro.

nächstes Jahr verschieben, muss

man sich allerdings fragen, ob die

tatsächliche Erhebung denn überhaupt

noch wahrscheinlich ist.

Ursprünglich sollten Urlauber bereits

seit Januar zahlen, nach Pro-

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testen wurde die Abgabe auf

Herbst dieses Jahres verschoben.

Rund zwölf Millionen sollte die

Besteuerung von bis zu fünf Euro

am Tag pro Wagen den Mallorquinern

in die Kasse spülen.

Kommt sie oder kommt sie nicht?

Malle streitet um die Autosteuer

ITB 2006 / Halle 9 / Stand 103

8.3.2006 TRAVEL ONE 13


PULS News, Facts, Trends

§recht

Reiserecht

DIE VORSCHRIFT: Reisemittler müssen Fluggäste schon bei

der Buchung den Namen der tatsächlich eingesetzten Airline

nennen und sie bei Änderungen unverzüglich informieren.

EU-Verordnung 2111/2005 vom 27. Dezember 2005.

Die Verordnung über eine »gemeinschaftliche Liste« unsicherer

Fluggesellschaften (von Schwarzer Liste wollte man nicht sprechen) hat

Schlagzeilen gemacht. Die konkreten Auswirkungen für Reisebüros und

Veranstalter nicht. Von besonderer Bedeutung für sie sind die Artikel 10

bis 12 im Kapitel II. Dort werden Reiseveranstalter und Reisemittler

verpflichtet, die Fluggäste über die Identität des den Flug tatsächlich

ausführenden Luftfahrtunternehmens bei der Buchung zu unterrichten.

Wenn zu diesem Zeitpunkt das ausführende Luftfahrtunternehmen noch

nicht feststeht, was zumindest im Ferienflugverkehr die Ausnahme sein

dürfte, muss dem Kunden die Fluggesellschaft genannt werden, die den

Flug wahrscheinlich durchführen wird. Sobald aber der Reisemittler

genau weiß, wer fliegt, muss er den Kunden informieren. Wenn die

Fluggesellschaft nach der Buchung gewechselt wird, muss der

Reisemittler unverzüglich dafür sorgen, dass sein Kunde über den

Wechsel informiert wird. Das kann natürlich nur gelten, wenn der

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Prof. Dr. Ronald Schmid ist Rechtsanwalt in Frankfurt am Main und lehrt

Luftverkehrs- und Reiserecht an den Universitäten Darmstadt und Dresden.

Darüber hinaus ist er Schlichter der Reiseschiedsstelle.

Reisemittler zum Beispiel vom Veranstalter über die Identität der

Fluggesellschaft auch informiert wurde. Ist das nicht der Fall, kann ihm

die Nichterfüllung der Informationspflichten nicht angelastet werden.

In jedem Fall aber muss der Fluggast bei der Abfertigung, oder wenn bei

einem Anschlussflug keine Abfertigung erforderlich ist, zum Zeitpunkt des

Einstiegs in das Flugzeug unterrichtet werden. Diese Pflicht trifft aber in

der Regel nur die Luftfahrtunternehmen selbst.

Die Informationspflicht gilt für alle Luftbeförderungen. Es spielt also keine

Rolle, ob sie im Rahmen einer Pauschalreise oder als Nur-Flug durchgeführt

werden. Dabei sind nicht nur die Hinflüge betroffen, sondern

auch Rückflüge, wenn der Hinflug in einem Mitgliedstaat der Europäischen

Union begann. Auch Flüge zwischen zwei Staaten, die nicht

Mitglied der Europäischen Union sind, also Beispiel Flüge bei einer

Rundreise im Zielgebiet, sind von der Informationspflicht erfasst.

Der Verstoß gegen diese Informationspflichten wird vom 16. Januar 2007

an geahndet, die nach den Vorstellungen der Europäischen Kommission

»wirksam, verhältnismäßig und abschreckend« sein muss. Das bedeutet

Bußgelder in nicht unbeträchtlicher Höhe oder andere Sanktionen.

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L‘Tur weitet Online-Angebot aus

■ In den nächsten Tagen will der

LAST-MINUTE-ANBIETER seinen

neuen Internet-Auftritt mit stark

erweitertem Angebot freischalten.

Vor allem die Produktpalette im

Nur-Flug und Baustein-Bereich soll

im Online-Verkauf kräftig ausgebaut

werden. Darüber hinaus werden

verschiedene Marktsegmente

mit eigenen Portalseiten abgedeckt

– etwa Wellness, Familienurlaub

oder das Hotelangebot.

Hinter der Angebotsausweitung

im Flugbereich stecken dynamische

Schnittstellen, die

L‘Tur-Kunden neben den eigens

eingekauften Tarifen auch das gesamte

Flugangebot aus den CRS

darstellen. Im Hotelsektor soll

künftig ebenfalls verstärkt mit dynamischen

Schnittstellen gearbeitet

werden.

»Wir wollen den Anteil der

Online-Buchungen von heute 30

auf 40 Prozent steigern, formu-

Frauen buchen

häufiger online

■ Jeder dritte deutsche Internetnutzer

mit Reiseplänen will in diesem

Jahr online buchen. Das sind

rund neun Millionen Urlauber.

Etwa elf Millionen Deutsche haben

schon einmal übers Internet

gebucht. Das sind einige der Ergebnisse

einer STUDIE, die das

Marktforschungsinstitut Forsa im

Auftrag von Seven One Interactive,

dem Onlinevermarkter der

ProSiebenSat.1-Gruppe, und FTI

durchgeführt hat.

Demnach sind es vor allem

Frauen, Besserverdienende und

Web-Erfahrene, die ihre Reisen

mehr und mehr über das Internet

abwickeln. Besonders gerne gebucht

werden Flüge. Diese Möglichkeit

haben 36 Prozent aller

Deutschen schon einmal genutzt,

gefolgt von Hotelbuchungen

(33%), Pauschalreisen (26%),

Städtereisen (14,5%) und Wellness-Urlaub

(5,5%).

liert L‘Tur-Vorstand Markus Orth

die Zielsetzung. Dabei werde das

dynamische Wachstum im Online-Bereich

das Geschäft der L‘Tur

Shops nicht beeinträchtigen.

Auch deren Umsatz sei in den ers-

ten acht Wochen 2006 gegenüber

dem Vorjahr zweistellig gewachsen.

Das Umsatzplus im Internet

lag allerdings weit höher. Es erreichte

im selben Zeitraum satte

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PULS Interview

Läuft alles nur noch

Der Marktführer baut das Deutschland-Geschäft um und forciert den

Vertrieb über das Internet. TRAVEL ONE sprach mit Dr. Volker Böttcher,

Vorsitzender der Geschäftsführung von TUI Deutschland.

Das Interview führten Christian Schmicke

und Thomas Hartung

■ TUI will den Anteil der Online-

Buchungen mit Hilfe des neuen Portals

tui.com auf 30 Prozent anheben.

Was bedeutet das für die Reisebüros?

Das Internet soll den Vertriebskanal Reisebüro

nicht ersetzen oder ablösen. Wir wollen

im Online-Vertrieb vor allem in den Segmenten

wachsen, in denen die Kunden ohnehin

häufig im Internet nach Angeboten suchen.

Neben dem Einzelplatzverkauf im Flugbereich

zählen dazu vor allem Segmente wie

das Ferienhausgeschäft und die Städtereisen,

aber natürlich auch einfache Pauschalreiseprodukte.

■ Dennoch sorgen Sie damit für weitere

Konkurrenz zum stationären Vertrieb...

Die Strategie richtet sich nicht gegen die Reisebüros.

Bei Wolters, zum Beispiel, werden

heute schon rund 40 Prozent aller Ferienwohnungen

im Internet gebucht. Der

Schwerpunkt im Online-Vertrieb liegt auf Geschäftsfeldern,

in denen wir die Kunden auf

andere Weise nicht erreichen. Die klassische

Pauschalreise wird davon zunächst weniger

berührt. In diesem Bereich ist das Buchungsverhalten

der Kunden eher traditionell geblieben.

Je komplexer ein Produkt ist, desto größer

ist der Beratungsbedarf der Kunden.

■ Wird sich die Vormachtstellung

der Reisebüros bei Pauschalreisen

auch langfristig halten?

Jüngere Käuferschichten tendieren stärker zu

Online-Buchungen als ältere, in allen Segmenten,

auch bei Pauschalreisen. Aber ich

glaube nicht, dass der Online-Vertrieb den

Reisebüroverkauf massiv kannibalisieren

wird. Außerdem verkaufen ja auch Reisebüros

online.

■ Neben Ihrem Kerngeschäft Pauschalreisen

forcieren Sie den Verkauf von

Einzelleistungen. Macht sich ein Reiseveranstalter

damit nicht überflüssig?

Wenn wir uns darauf beschränken würden,

künftig nur noch Einzelleistungen anzubie-

16 TRAVEL ONE 8.3.2006


online, Herr Böttcher?

ten, sicher. Unser Kerngeschäft muss der Verkauf

von Urlaubsinhalten sein, die Veredelung

von Leistungen durch Angebote, die

den Kunden zusätzlichen Nutzen bieten. So

wie eine Flusskreuzfahrt mehr ist als ein Bett

in einer Schiffskabine, ist auch eine Pauschalreise

mehr als ein Zimmer und ein Flug. Denken

Sie nur an All-inclusive-Angebote für die

Türkei oder Ägypten, mit denen wir den

Kunden die vollständige Planung ihres Urlaubsbudgets

schon vor Reisebeginn ermöglichen.

Oder an den Katalog »Zeit zu zweit«

mit maßgeschneiderten Angeboten für Paare,

die ohne Kinder verreisen. Es muss uns gelingen,

aus Kundensicht mit der Pauschalreise

Vorteile im Vergleich zur Bausteinbuchung

zu erbringen, dann gibt es auch langfristig

eine Perspektive für die Pauschalreise.

■ Kommunizieren Sie diese

Leistung wirksam genug?

Wenn wir die Kunden nicht davon überzeugen

könnten, würden wir diese Reisen ja

nicht millionenfach verkaufen.

■ Wir dachten, die Nachfrage nach

klassischen Pauschalreisen sinkt...

Irrtum. Auch in klassischen Reisezielen wie auf

Mallorca oder den Kanaren verzeichnen wir

ein kräftiges Wachstum der Pauschalreisen, obwohl

die Kunden schon oft dort gewesen sind

und sich im Zielgebiet auch ohne uns zurechtfinden

würden. Das zeigt doch, dass die Gäste

die Vorzüge der Pauschalreise verstanden haben

und gerne annehmen. Die Pauschalreise

zeigt keine Ermüdungserscheinungen.

■ Warum setzen Sie dann so stark

auf die Expansion in Nischenmärkte

und bei neuen Zielgruppen?

Es ist unser Ziel, den Anteil nicht austauschbarer,

hochwertiger Produkte sowohl beim

Badeurlaub als auch im Spezialgeschäft zu

erhöhen. Außerdem entfalten einige Nischenmärkte

derzeit eine besondere Wachstumsdynamik.

Deshalb ist es sinnvoll, dort ebenfalls

präsent zu sein, etwa mit einem eigenen

Katalog für Paare oder unseren neuen Angeboten

für Sportler. Allerdings dürfen die Nischen

nicht zu klein sein.

■ Wann ist eine Nische zu klein?

Das hängt vom Segment ab. Als Faustregel

kann man sagen, dass Nischenangebote, mit

denen wir weniger als 20.000 Gäste pro Jahr

generieren, angesichts unserer Struktur als

Großveranstalter nicht rentabel sind. Da

überlassen wir den kleineren Spezialisten das

Geschäft.

■ Zieht es Sie in weitere Nischenmärkte?

Ja, aber ich werde unseren Mitbewerbern

jetzt noch nicht verraten, welche das sind.

■ Bei den hochwertigen Reisen

werden Sie gerade von Dertour

angegriffen – ein Grund zur Sorge?

Wir nehmen das durchaus ernst, denn die

Kollegen in Frankfurt verstehen ihren Job.

Aber wir sind in diesem Segment stark genug,

um selbstbewusst aufzutreten. Ich habe

nichts gegen Wettbewerb – er treibt die eigene

Produktentwicklung voran.

■ Wie läuft Ihre Offensive

auf der Fernstrecke?

Ausgezeichnet. Mit Ausnahme von Mexiko

und der Dominikanischen Republik, wo die

Hurrikan-Folgen uns als Marktführer natürlich

treffen, verzeichnen wir erhebliches

Wachstum, sowohl im Winter als auch für

den Sommer. In Asien liegen wir mehr als 50

Prozent über dem Vorjahr. Das ist weitaus

mehr, als wir im vergangenen Jahr durch den

Tsunami verloren haben.

■ Wie ist der Stand der Dinge im Kreuzfahrtbereich?

Wann kommt TUI Cruises?

Zur Frage eigener Investitionen in Schiffe

kann ich nichts Neues berichten. Über weitere

Schritte bei der Vermarktung fremder

Schiffe denken wir aber ebenfalls nach. Im

Bereich Flusskreuzfahrten sind wir ja bereits

mit einem eigenen Katalog präsent.

■ Plant TUI wieder einen eigenen

Katalog mit Hochseekreuzfahrten?

Das ist nicht auszuschließen, aber es gibt

diesbezüglich noch keine Entscheidung.

■ Zum nächsten Winter wird also

noch kein eigener TUI-Katalog mit

Hochseekreuzfahrten erscheinen?

Nein, sicher nicht.

■ Die geplante Umstellung auf Just-in-

Time-Produktion hat große öffentliche

Aufmerksamkeit erregt. Wollen Sie

langfristig das gesamte Risiko auf

Hoteliers und Airlines abwälzen?

Nein. Wir werden auch langfristig mit Hoteliers

und Airlines Verträge über Kontingente

und Preise abschließen. Im Spezialgeschäft

werden wir einige Leistungen tatsächlich erst

dann einkaufen, wenn wir sie benötigen und

damit einer echten Just-in-Time-Produktion

recht nahe kommen. Bei Pauschalreisen ist

das nicht möglich – erst recht nicht, wenn

man Wert auf exklusive Produkte legt. Hier

geht es darum, die Einzelleistungen einer

Reise, die heute schon sehr früh komplett

verknüpft sind, erst zum Zeitpunkt des Verkaufs

zu Paketen zusammenzufassen und dadurch

Kosten zu sparen. Das ist vor allem

eine technische Herausforderung.

■ Warum bedienen Sie sich

nicht der Technologie erfolgreicher

Beteiligungen wie L’Tur?

L’Tur verfügt über eine tolle Technologie,

aber die ist auf ein Angebot zugeschnitten,

das sich auf relativ wenige Produkte konzentriert.

Von solchen Systemen kann TUI zwar

lernen, aber wir können sie schon wegen der

ungeheuren Komplexität unserer Produktpalette

nicht einfach übernehmen.

Dr. Volker Böttcher (47), ist seit 2001 TUI-Deutschland-Chef und seit 2003 bei der

TUI AG Bereichsvorstand für den Quellmarkt Europa Mitte, in dem Deutschland,

Österreich, die Schweiz und Polen zusammengefasst sind. Der Jurist und Betriebswirt

begann seine TUI-Karriere 1987 in der Rechtsabteilung.

8.3.2006 TRAVEL ONE 17

❯❯


PULS Interview

»Wir werden den Eigenvertrieb

als strategische Waffe einsetzen«

■ Wie weit sind Sie mit der Entwicklung

der eigenen IT für die Just-in-Time-Produktion?

Bis Ende März sollen die Anforderungen an

das neue System definiert sein. Die Instrumente,

die dafür erforderlich sind, unsere Anforderungen

zu erfüllen, werden wir zum Teil

selbst entwickeln und teilweise einkaufen.

■ Welche Konsequenzen wird der

Umbau des Deutschland-Geschäfts für

Reisebüros und Kunden haben?

Die Veränderung der technischen Prozesse

läuft im Hintergrund und wird von den Kunden

nicht bemerkt werden. In einzelnen Segmenten,

in denen wir auf starkes Wachstum

setzen, wird unser Sortiment ausgebaut, dies ist

ein klarer Vorteil für Expedienten und Kunden.

■ Themenwechsel: Sie haben in Ihrer

Mitarbeiterzeitschrift angekündigt, dass

Sie den Eigenvertrieb ausbauen wollen.

Wollen Sie neue Reisebüros kaufen?

Punktuell werden wir das sicher tun, da, wo

wir in der Fläche noch nicht gut genug aufgestellt

sind und wo sich gute Chancen bieten.

Aber mindestens ebenso wichtig ist es, den

TUI-Anteil im Eigenvertrieb weiter zu steigern.

■ TUI Leisure Travel ist bemüht, sich

mit der eigenen Handelsmarke ferien.de

ein Stück von der Mutter TUI zu lösen.

Ärgert Sie das?

Nein, keineswegs. Die Reisebüros stehen unter

hohem Ertragsdruck, und wenn ihnen

eine Handelsmarke dabei hilft, dieses Problem

zu lösen, ist das völlig in Ordnung.

Aber wir wollen den Eigenvertrieb in Zukunft

wesentlich konsequenter als strategische

Waffe nutzen.

■ Wird der Fremdvertrieb unter

einer wachsenden Bedeutung des

Eigenvertriebs zu leiden haben?

Nein, mit einer Zahl von 400 Filialen kann

man den Markt nicht abdecken. Wir wissen,

dass wir darauf angewiesen sind, allen TUI-

Agenturen ein attraktives Gesamtpaket zu

bieten.

■ Ihr Marketing-Vorstand Norbert

Munsch hat in der Vergangenheit

mehrfach die Idee ins Spiel gebracht,

unterschiedliche Vergütungen für

Pauschalreisen und Einzelleistungen

zu zahlen. Steht eine solche Änderung

unmittelbar bevor?

Wie die Provisionsregelung für das nächste

Geschäftsjahr aussieht, kann ich Ihnen noch

nicht sagen. Es aber ist richtig, dass wir über

eine Differenzierung zwischen Pauschalreisen

und Einzelleistungen nachdenken, entschieden

haben wir darüber jedoch noch

nicht. Im Kern kommt es darauf an, dass das

Provisionsmodell insgesamt stimmt.

■ Mit der Neuordnung des Deutschland-Geschäfts

habe Sie intern Aufgaben

neu verteilt. Dabei ist aus unserer Sicht

einiges unklar geblieben. Wer verant-

wortet beispielsweise das

Geschäft von Airtours –

Ralf Horter oder Michael Tenzer?

Offenbar wirkt unsere Struktur nach außen

komplizierter als sie ist. Als Geschäftsführer

für den Bereich Touristik Spezialgeschäft von

TUI Deutschland verantwortet Ralf Horter

die strategische Ausrichtung auch bei Airtours.

Michael Tenzer führt bei Airtours weiter

das Tagesgeschäft und ist darüber hinaus

für das Fernreisegeschäft aller TUI-Marken

verantwortlich.

■ Ist ein eigener Standort für Airtours

angesichts der umfassenden Integration

noch haltbar?

Ja. So lange der Standort Frankfurt einen erkennbaren

Wert für uns bietet, ist er weiterhin

sinnvoll. Dieser Wert kann zum Beispiel

im Know-how der Mitarbeiter liegen, das

nicht ohne weiteres ersetzbar ist, und das ist

bei Airtours zweifellos der Fall.

■ Die Produktmanager erhalten

eigene Marketingbudgets. Ist das

zentrale Marketing Schnee von gestern?

Nein, natürlich nicht. Aber wir geben

den Produktmanagern ein zusätzliches

Steuerungsinstrument an die Hand.

Bislang haben sie zwar bereits Budget-

Verantwortung, aber Ihnen steht kein

eigenes Budget für Marketing und Vertrieb

zur Verfügung. Künftig sind die Category

Manager und Produktmanager in der Lage,

Teile des Marketing- und Vertriebsbudgets

selbst zu verwalten. Diese Änderung soll

die zentrale Marketing- und Vertriebssteuerung

nicht ersetzen, sondern ergänzen.

Wir wollen keine Einzelunternehmer,

sondern Produktverantwortliche,

die möglichst viele unternehmerische

Züge an den Tag legen.

18 TRAVEL ONE 8.3.2006


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