VAKA aktuell | nr. 50 | dezember 2012

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VAKA aktuell | nr. 50 | dezember 2012

aktuell

nr. 50 | dezember 2012

VAKA I Der aargauische Gesundheitspartner

Aus dem Inhalt:

100-Jahr-Feier

der VAKA am 20. September 2012

Ein Jahr SwissDRG in den Spitälern –

wo stehen wir heute?

Neue Kurzzeitbehandlung für Suchtkranke

e-Health: Noch glauben wir mehr, als wir wissen

Beiträge aus Mitglieder-Institutionen

Agenda


Aktuell

2

Die VAKA feierte

Hans Dössegger, Präsident VAKA

Wie im VAKA Aktuell bereits berichtet,

feiert die Vereinigung Aargauische

Spitäler, Kliniken und Pflegeinstitutionen

(VAKA) in diesem Jahr

VAKA aktuell | nr. 50 | dezember 2012

ihren 100. Geburtstag. Seit 1912

entwickelte sich der ursprüngliche

Bezirksspitälerverband zur heutigen

VAKA, der kantonalen Interessenvertreterin

der öffentlichen und privaten

stationären Leistungserbringer mit

Schwerpunkt Akutversorgung, Rehabilitation

und Langzeitpflege.

Die heute in der VAKA organisierten

rund 110 Institutionen des Aargauischen

Gesundheitswesens vereinigen

gut 12 000 Mitarbeitende (Lohnsumme

CHF 1.05 Mia.) und rund

8700 Betten. Die VAKA vertritt die

Interessen ihrer Mitglieder gegenüber

Kostenträgern, Politik und Behörden

sowie der Öffentlichkeit. Damit

ist die VAKA der grosse Gesundheitspartner

im Kanton Aargau.

Die Feier zum 100-jährigen Bestehen

der VAKA fand am 20. September

2012 im Festsaal der Klosterkirche

Muri statt. Es war ein schöner

und würdiger Anlass. Auf der

folgenden Doppelseite möchten wir

Ihnen daher einige Impressionen unserer

Feier vermitteln.

Andrea Primosig, Stabsmitarbeiter VAKA; Hans Häfeli, Stellvertretender Direktor

Rehaklinik Bellikon, Vreni Fritz, Sekretariat VAKA

Frau Landammann Susanne Hochuli.

Titus Meier, Historiker und Mitglied der

Gesundheitskommission des Grossen

Rates Aargau.


Brigitte Konrad, Hans Dössegger, Susanne Hochuli. I SALONISTI.

In seiner Begrüssung der rund 140

Gäste berichtet Hans Dössegger,

Präsident der VAKA, dass es Aufgabe

des Verbandes und der Politik

sei, dafür zu sorgen, dass die

Wünsche und Bedürfnisse der Patienten

nicht vergessen würden. Zudem

könne man «viele Anliegen zusammen

erfolgreicher vertreten, als

alleine». Die neue Pflege- und Spitalfinanzierung

sei bei weitem nicht

verdaut. Grosse Herausforderungen

stünden an bei Aus- und Weiterbildung

sowie bei Modellen der integrierten

Versorgung. Damit gab

Hans Dössegger Frau Landammann

und Gesundheitsdirektorin Susanne

Hochuli das Stichwort für ihre Fest-

Links:

Philipp Keller,

Direktor

Hirslanden

Klinik Aarau;

Dr. phil. Samuel

Rom, CEO

Klinik Schützen

Rheinfelden.

Rechts:

Beat Huwiler,

Geschäftsführer

VAKA

Links:

Urs Zemp,

Heimleiter

Wohn- und

Pflegezentrum

Luegenacher;

Peter Altherr,

Heimleiter

Alterszentrum

Schiffländi

Rechts:

Thomas Wernli,

Direktor

pflegimuri

Ein festlicher Abend mit spannenden Referaten,

interessanten Diskussionen und schöner Musik

ansprache. Man müsse nicht immer

ein Herz und eine Seele sein, sagte

sie zu den Jubilierenden, und attestierte

ihnen, man beschreite «gemeinsam

Wege, die zu konstruktiven

Lösungen führen». Sie ist überzeugt,

«dass wir auf dem Weg zu einer integrierten

Versorgung, die den Namen

verdient, rasch konkret werden

müssen». Die VAKA vertrete nicht

Partikulärinteressen, sondern agiere

ganzheitlich. Susanne Hochuli: «Gut,

gibt es die VAKA»

Titus Meier, Historiker und Mitglied

der Gesundheitskommission des

Grossen Rates Aargau, blickte in seinem

spannenden Referat zurück auf

die bewegte Geschichte der VAKA,

von 1912 bis heute.

Musikalisch exzellent begleitet wurde

die Feier von I SALONISTI, dem

Quintett, welches seit 1981 die

vielfältigsten Programme mit grossem

Erfolg im In- und Ausland spielt.

I SALONISTI wurden unter anderem

von James Cameron als Bordorchester

für den Film Titanic verpflichtet.

Anschliessend an die Feier gab es

einen Apéro riche, bei welchem die

Gäste den Abend ausklingen lassen

konnten und der den idealen Rahmen

für interessante Diskussionen bot.

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4

Ein Jahr SwissDRG in den Spitälern –

wo stehen wir heute?

Im Rahmen der neuen Spitalfinanzierung,

welche per 1. Januar 2012

eingeführt wurde, erfolgte die Umstellung

auf SwissDRG (Swiss Diagnosis

Related Groups), das neue

Tarifsystem für stationäre akutsomatische

Spitalleistungen, welches

die Vergütung der stationären Spitalleistungen

nach Fallpauschalen

schweizweit einheitlich regelt.

Beim Fallpauschalen-System Swiss-

DRG wird jeder Spitalaufenthalt anhand

von bestimmten Kriterien, wie

Hauptdiagnose, Nebendiagnosen,

Behandlungen und Schweregrad einer

Fallgruppe zugeordnet und pauschal

vergütet. Diese Form der Vergütung

entschädigt die Leistungserbringer

somit für die medizinische

Behandlung als Ganzes. Das bedeutet:

Die Leistungserbringer erhalten

keine Entschädigung für einzelne

Schritte oder für die Dauer einer

Behandlung, sondern sie erhalten

stattdessen eine gemäss DRG

definierte Pauschale.

Die beiden Kantonsspitäler Aarau

und Baden sowie die Hirslanden Klinik

Aarau konnten sich schliesslich

tarifarisch und vertraglich für das

Jahr 2012 mit der Einkaufsgemeinschaft

Helsana/Sanitas/KPT (HSK) 1

einigen, nicht aber mit tarifsuisse

ag 2 . Hier ist somit eine Tariffestsetzung

durch den Kanton erforderlich.

Die Aargauer Regionalspitäler

(Gesundheitszentrum Fricktal, Asana

Spitäler Leuggern und Menziken,

Spital Muri, Spital Zofingen, Klinik

Villa im Park Rothrist) konnten sich

hingegen sowohl mit der Einkaufsgemeinschaft

HSK wie auch mit tarifsuisse

ag vertraglich auf eine gemeinsame,

einheitliche Baserate für

das Jahr 2012 einigen.

Grund genug, heute – ein knappes

Jahr nach der Einführung von Swiss-

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DRG in den Spitälern – nachzufragen,

welche Erfahrungen am Ort des

Geschehens mit der praktischen Anwendung

des DRG-Systems gemacht

wurden. Wir interviewten daher Marianne

Bugmann (MB), Bereichsleiterin

Finanzen in der Hirslanden Klinik

Aarau, Thomas Holler (TH), Leitung

Qualitätsmanagement & Medizincontrolling

im Kantonsspital Aarau

sowie Tony Schmid (TS), Leiter Betriebswirtschaft

& Infrastruktur im

Kantonsspital Baden, zu elf brennenden

Fragen im Zusammenhang

mit der Einführung von SwissDRG.

Die Fragen stellte Andrea Primosig,

Stabsmitarbeiter bei der VAKA.

Zum Anfang: Wie sieht in

einem oder zwei Sätzen Ihr

Rückblick auf ein knappes Jahr

SwissDRG aus?

TH: Die Kantonsspital Aarau AG hat

den Einstieg ins DRG-Zeitalter gut

gemeistert. Diese Einführung wurde

jedoch durch Unklarheiten, offene

Fragen und zu spät erhaltene Informationen

überschattet. Beispielsweise

wurden die Grundssätze zur

Datenübermittlung an die Versicherer

und dem damit verbundenen Datenschutz

bis heute noch nicht genau

geregelt. Zudem hat der Kanton

Aargau die Tarife für das laufende

Jahr bis heute noch nicht definitiv

festgelegt.

TS: Die organisatorischen und systemspezifischen

Vorbereitungen

haben sich in der Umsetzung bewährt.

Die Tarife sind leider nach wie

vor noch nicht definitiv festgelegt.

MB: Nach anfänglichen technischen

Schwierigkeiten, hat sich die Abrechung

mit SwissDRG schnell eingependelt

und lässt eine effiziente

Fakturierung zu. Wichtig war sicher,

dass wir bereits frühzeitig mit den

Vorbereitungen und der Erarbeitung

der Grundlagen auf SwissDRG begonnen

haben.

In welchem Umfang und mit

welchen Massnahmen hat sich

denn Ihr Spital auf die Einführung

von SwissDRG per 1. Januar

2012 konkret vorbereitet?

MB: In der Hirslanden Klinik Aarau

wurde eine Projektgruppe formiert,

welche sich im Vorfeld regelmässig

getroffen hat, um die nötigen Massnahmen

und Systemanpassungen zu

definieren. Zudem konnten diverse

Aufgaben über die ganze Privatklinikgruppe

Hirslanden koordiniert angegangen

und bearbeitet werden.

TS: Die Vorbereitungen im Kantonsspital

Baden erfolgten in interdisziplinären

Arbeitsgruppen über einen

Zeitraum von mehr als einem Jahr.

TH: Die Kantonsspital Aarau AG

hat seit dem Jahre 2011 eine Task

Force zum Thema Vorbereitung auf

SwissDRG eingesetzt, in der Vertreterinnen

und Vertreter aus den Bereichen

Tarife, Patientenaufnahme

und Patientenabrechnung, des Medizincontrollings

und Informatik vertreten

waren.

Sind Sie zufrieden mit der Umstellung

auf SwissDRG in Ihrem

Spital?

TS: Grundsätzlich ja, denn das neue

System spiegelt die erbrachten

Leistungen korrekter als das vorherige

System.

TH: ... allerdings ist DRG-System

noch nicht so ausgereift, wie es

von für ein Zentrumsspital zu erwarten

wäre, denn hochkomplexe

Leistungen oder Innovationen werden

bisher noch nicht gut abgebildet.

1 Die Einkaufsgemeinschaft HSK ist ein Verbund der Helsana, Sanitas und KPT für den gemeinsamen Einkauf von medizinischen

Leistungen für die obligatorische Krankenversicherung. Sie vertritt nach eigenen Angaben 2.2 Millionen Grundversicherte beziehungsweise

rund 30 % des Marktes.

2 tarifsuisse ag ist eine Tochtergesellschaft von santésuisse. tarifsuisse ag ist mit rund 50 angeschlossenen Krankenversicherern und

70% Marktanteil nach eigenen Angaben die grösste Leistungseinkäuferin im KVG-Bereich.


MB: ... und ausserdem wird zum Beispiel

die Verabreichung von Chemotherapien

finanziell nicht genügend

berücksichtigt. Hier wäre es sinnvoll,

wenn für diese Fälle – analog German-DRG

– Zusatzentgelte verrechnet

werden könnten.

Im Zusammenhang mit DRG

hört man immer wieder – insbesondere

von Seiten der Rehabilitationskliniken

– von der

Gefahr von so genannten «blutigen

Entlassungen». Es wird

den Spitälern also unterstellt,

dass sie Patientinnen und Patienten

zu früh entlassen, da sie

neu nur noch eine Fallpauschale

erhalten, jedoch nicht mehr

pro zusätzlichen Pflegetag

entschädigt werden. Wie beurteilen

Sie das?

TS: Blutige Entlassungen sind für

uns auch unter DRG kein Thema.

TH: ... zudem wurde mit der Einführung

von SwissDRG auch die so genannte

Wiedereintrittsregelung geschaffen,

welche besagt, dass für

eine Wiederaufnahme für die glei-

Ihr Team in Ihrer Nähe

che Erkrankung innerhalb von 18 Tagen

keine erneute Vergütung ausgelöst

wird. Im Kantonsspital Aarau

zeigt sich im ersten Halbjahr 2012

sogar eine leichte Steigerung der

durchschnittlichen Aufenthaltsdauer,

was jedoch auf die gestiegene

Fallschwere im Kantonsspital Aarau

zurückzuführen ist.

MB: In der Hirslanden Klinik Aarau

waren die Liegedauern der Patienten

aus Effizienzgründen schon immer

relativ kurz. Diese Aufenthaltsdauer

hat sich während der letzten Monate

nicht verändert.

Ein weiterer Vorwurf, den man

im Zusammenhang mit DRG

hört: Die – vor allem kleineren

– Spitäler würden schwierige,

aufwändige Fälle von vorneherein

an andere Spitäler abschieben.

Wie sind Ihre diesbezüglichen

Erfahrungen und

wie beurteilen Sie generell die

finanzielle Abgeltung dieser

«aufwändigen» Fälle unter DRG?

TS: Im Kantonsspital Baden sind

keine signifikanten Verschiebungen

Wir finden die Persönlichkeiten, die exzellent zu Ihnen passen

Michael Steiner, Partner

michael.steiner@gcp.ch

erkennbar - die Geltungsdauer von

SwissDRG ist aber noch zu kurz für

eine definitive Beurteilung.

TH: Im Kantonsspital Aarau wurde

festgestellt, dass die durchschnittliche

Fallschwere unserer Patientinnen

und Patienten steigt. Ob dies

daran liegt, dass uns schwerere Fälle

zugewiesen werden, wäre aber reine

Spekulation. Als Zentrumsspital

ist das Kantonsspital Aarau gerne

bereit und zudem per Leistungsauftrag

verpflichtet, auch schwere Fälle

aufzunehmen und zu behandeln.

Für uns entsteht allerdings dann ein

Problem, wenn wir aus dem Patientenkollektiv

einer einzelnen DRG jeweils

nur die «teuren Fälle» zugewiesen

bekommen.

Zusatzfrage an die Hirslanden

Klinik Aarau: Wie gehen Sie damit

um, dass die die Hirslanden

Klinik Aarau als Privatspital

neu auch allgemein Versicherte

aufnehmen muss? Was bedeutet

dies finanziell?

MB: Die auf wändigen Fälle der Gr undversicherung

werden unter Swiss-

Nicolas B. de Grenus, Partner

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6

DRG für die Hirslanden Klinik Aarau

finanziell gerechter abgebildet,

da hier der entsprechende Schweregrad

entgolten wird, was bei den Tagespauschalen

nicht der Fall war. Im

alten System konnten die Kosten bei

schweren Fällen mit Versicherungsstatus

«Allgemein» hingegen nie gedeckt

werden. Die Hirslanden Klinik

Aarau hatte zudem im Jahr 2010

bereits im Hinblick auf einen möglichen

Spitallistenplatz zusätzliche

vier Mehrbettzimmer für allgemein

Versicherte geschaffen.

Mit der Einführung von Swiss-

DRG strebte der Gesetzgeber

zumindest eine Stabilisierung

der Spitalkosten, wenn nicht

gar deren Rückgang an. Beurteilen

Sie dies immer noch als

realistisches Ziel? Falls nicht:

Welche Vorteile ergeben sich

denn überhaupt unter dem

neuen System im Vergleich zur

Vergangenheit?

TH: Alleine der der Versionenwechsel

von SwissDRG 1.0 auf 2.0 führt zu

Einnahmeverlusten für das Kantonsspital

Aarau von etwa CHF 2.5 Millionen.

Dies, obwohl die Verantwortlichen

von SwissDRG immer wieder

beteuern, dass SwissDRG kein Kostensenkungsmodell

sei. Für die Zukunft

erhoffen wir uns von Swiss-

DRG eine wirklich leistungsorientierte

Spitalvergütung.

TS: Die Einführung von SwissDRG

war kein Sparprojekt, sondern ein

Projekt für eine aufwandgerechte

Entschädigung.

MB: Wegen der demografischen Entwicklung

der Bevölkerung und der

immer besseren Behandlungsmöglichkeiten

werden die Kosten auch in

Zukunft sicherlich nicht sinken. Hingegen

wird der Druck aufgrund der

Fallpauschalen auf die Lieferanten

der Medizintechnik, Medikamente

und so weiter steigen, was sich in

tieferen Preisen auswirken sollte.

Ein Vorteil des SwissDRG-Systems

ist zudem die bessere Vergleichbarkeit

der verschiedenen Leistungserbringer.

Wie entwickelte sich der administrative

Aufwand (etwa für

Abrechnungen mit den Krankenversicherern

oder mit dem

Kanton) in Ihrem Spital mit der

Einführung der neuen Spitalfi-

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nanzierung beziehungsweise

von SwissDRG? Da hört man ja

teilweise Haarsträubendes...

MB: Die Abrechnungen sind unter

SwissDRG einfacher, da die Handhabung

klar geregelt und jederzeit

nachvollziehbar ist. Aufwändiger gegenüber

früher ist aber die Dokumentierung

und Codierung sowie die

sich daraus ergebenden Rückfragen

der Kostenträger. Zudem sind das

Kostengutspracheverfahren und die

Abrechnungen für ausserkantonale

Patientinnen und Patienten teilweise

schwierig.

TS: ...also für das Kantonsspital Baden

hat sich der administrative Aufwand

erheblich erhöht.

TH: Im Kantonsspital Aarau ist der

administrative Aufwand für die Einführung

von SwissDRG nach wie vor

enorm. Alleine für die Bearbeitung

der Krankenversicherungsanfragen

musste eine neue Stelle geschaffen

werden. Die Zusammenarbeit mit

einzelnen Versicherern ist hervorragend,

mit anderen eher verbesserungswürdig.

Gesamthaft fällt dabei

auf, dass gerade die grossen Krankenversicherer

ihr DRG-Management

besser aufgegleist haben, als

die meisten Kleinen.

Wie wir wissen, waren die

Tarifverhandlungen mit den

Krankenversicherern im Jahr

2011 für dieses Jahr nicht immer

einfach und in manchen

Bereichen konnten keine Vertragsabschlüsse

erzielt werden

– das heisst, diese Tarife müssen

durch den Kanton festgesetzt

werden. Wie beurteilen

Sie vor diesem Hintergrund die

derzeitige Tarif- und Finanzierungssituation

Ihres Spitals

und was denken Sie, wie sich

diese im Hinblick auf das nächste

Jahr verändern wird?

TH: Das DRG-System stellt in der

Abbildung der Fallschwere, der Innovationsfinanzierung

und der Differenzierung

der Leistungen noch

kein ausgereiftes System dar. Wie

bereits erwähnt, sinkt durch den

Systemwechsel auf SwissDRG 2.0

der Case Mix-Index des Kantonsspitals

Aarau - um dies auszugleichen,

müsste die Baserate im Jahr 2013

höher sein als im Jahr 2012. Es darf

aber daran gezweifelt werden, dass

dies durch die laufenden Tarifver-

handlungen zu erreichen ist, zumal

die Preise durch politische Einflüsse

verzerrt werden.

TS: Auch für das Kantonsspital Baden

stellt die aktuell offene Tarifsituation

sowohl für das aktuelle Rechnungsjahr,

wie auch für das Budget

2013, eine grosse Herausforderung

dar.

MB: Wir konnten mit der Einkaufsgemeinschaft

Helsana/Sanitas/KPT einen

Tarif für das laufende Jahr vereinbaren,

mit tarifsuisse ag wurden

wir uns hingegen nicht handelseinig.

Leider wurde dieser Tarif noch nicht

definitiv durch den Kanton festgesetzt,

so dass wir noch immer mit

einem Arbeitstarif abrechnen. Bei

einer Festsetzung auf einer anderen

Höhe als provisorisch festgelegt

wurde, müssten somit sämtliche stationären

Fälle rückabgewickelt werden.

Zudem basieren die Tarifverhandlungen

für das Jahr 2013 auf

den Daten des Jahres 2011, also einer

Zeit noch vor der DRG-Einführung.

Dies kann zu verzerrten Datengrundlagen

führen, was durch

den Systemwechsel auf SwissDRG

2.0 zusätzlich verstärkt wird.

Wie beurteilen Sie die Problematik,

dass andere Kantone

– im Gegensatz zum Kanton

Aargau – ihre Spitäler zum

Teil massiv subventionieren

(etwa über die Abgeltungen

der gemeinwirtschaftlichen

Leistungen), was für die Aargauer

Spitäler theoretisch einen

Wettbewerbsnachteil zur

Folge hat?

MB, TH und TS (einstimmig): Wir

haben die Problematik erkannt und

halten fest, dass die Subventionierung

von Spitälern in anderen Kantonen

klar zu einer Benachteiligung

der Aargauer Spitäler im Benchmark

mit Spitälern anderer Kantone führen.

Durch die unterschiedliche Finanzierungspraxis

der Kantone findet

letztlich nicht ein Wettbewerb

zwischen den Spitälern, sondern ein

Wettbewerb zwischen den Kantonen

statt. Dies war aber nicht die Absicht

des Gesetzgebers. Ausserdem wird

der grosse Vorteil des DRG-Systems,

nämlich die Vergleichbarkeit der Leistungserbringer,

verwässert.


Wo stehen wir bei der Spitalfinanzierung

in drei Jahren? Was

sollte aus Ihrer Sicht im Bereich

DRG noch optimiert werden?

MB: Wie bereits erwähnt, sollte das

SwissDRG-System noch verfeinert

und gegebenenfalls mit Zusatzentgelten

ergänzt werden, so dass etwa

hochteure Medikamente separat abgegolten

werden.

TH: Wir hoffen, dass das DRG-System

in drei Jahren differenzierter

wird und somit die Unterschiede zwischen

den einzelnen Spitalkategorien

nicht mehr via Baserate ausgeglichen

werden müssen, sondern

über die entsprechenden Kostengewichte

und die notwendigen Zusatzentgelte.

Für die Universitäts- und

Zentrumsspitäler ist dies ein wesentlicher

Faktor zur Schaffung der

immer wieder geforderten Transparenz

im Gesundheitswesen.

TS: ... und wir hoffen, dass - vorausgesetzt,

das KVG wird korrekt umgesetzt

- für wirtschaftlich erbrachte

Leistungen aufwandgerechte Entschädigungen

bezahlt werden, damit

keine parallelen «Subventionen»

mehr erforderlich sind.

Zum Schluss: Was möchten Sie

unseren Leserinnen und Lesern

abschliessend noch mitteilen?

TS: Wir hoffen auf eine gesetzeskonforme

Umsetzung ohne Wettbewerbsverfälschungen.

MB: Oft wird uns die Frage gestellt,

ob die Kosten für eine stationäre

Behandlung in der Hirslanden Klink

Aarau teurer sind als in den Aargauer

Kantonsspitälern, da es sich

um eine Privatklinik handelt. Diese

Frage können wir verneinen. Unsere

Kosten sind erwiesenermassen

nicht höher als jene der Kantonsspitäler

.

TH: Die Kantonsspital Aarau AG erbringt

hervorragende Leistungen

zum Wohle der Aargauer Bevölkerung.

Nur durch die Verbesserung

des Tarifsystems SwissDRG kann es

gelingen, diese Leistungen auch gerecht

zu finanzieren. Erst die gemeinsame

Arbeit mit und am System

SwissDRG wird zu seiner Weiterentwicklung

und damit auch zu

seiner permanenten Verbesserung

beitragen. Zur optimalen Entwicklung

von SwissDRG ist eine wohlwollende

Haltung aller Beteiligten

trotz des Wissens um manche noch

zu lösende Unzulänglichkeit unverzichtbar.

Die Kantonsspital Aarau

AG wird auch weiterhin aktiv an

der Verbesserung des DRG-Systems

mitarbeiten.

Baserates im Kanton Aargau für das Jahr 2012 (Arbeitstarife): Kantonsspital Aarau

CHF 10 350; Kantonsspital Baden CHF 10 175; Hirslanden Klinik Aarau CHF 10 150; Regionalspitäler

(Gesundheitszentrum Fricktal, Asana Spitäler Leuggern und Menziken, Spital

Muri, Spital Zofingen, Klinik Villa im Park Rothrist) CHF 9 632.

BERTA WILLIMANN

Kleines DRG-Glossar:

� Baserate: Der Betrag, der für

einen bestimmten Fall vergütet

wird, wird berechnet, indem

das Kostengewicht der

DRG, welcher der betreffende

Fall zugeteilt ist, mit dem Basispreis

(Baserate) multipliziert

wird. Die Baserate bezeichnet

den Betrag, der im DRG-System

für einen Behandlungsfall

bezahlt wird, dessen Kostengewicht

1.0 beträgt. Der

Basispreis wird durch die Tarifpartner

(Versicherer und Leistungserbringer)

festgelegt.

� CMI: Der Case Mix beschreibt

den gesamten Schweregrad der

abgerechneten Behandlungsfälle

eines Spitals. Er ergibt sich aus

der Summe der Kostengewichte

der Fälle eines Spitals. Dividiert

man den Case Mix durch die Anzahl

Fälle, erhält man den Case

Mix Index (CMI) – das heisst den

durchschnittlichen Schweregrad

eines Spitals.

� DRG (Diagnosis Related

Groups): Ein Patientenklassifikationssystem,

das Patientinnen

und Patienten anhand

von medizinischen und weiteren

Kriterien in möglichst homogene

Gruppen einteilt.

� SwissDRG: Die SwissDRG AG

ist gemäss den gesetzlichen

Vorgaben zuständig für die Erarbeitung

und Weiterentwicklung

sowie die Anpassung und

Pflege des SwissDRG-Fallpauschalensystems

zur Abgeltung

der stationären Leistungen der

Spitäler.

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Klinik Im Hasel: neue Kurzzeitbehandlung für Suchtkranke

Autoren: Dr. med. Gerhard Krautstrunk, Oberarzt

Dr. med. Thomas Lüddeckens, Chefarzt

Suchterkrankungen gehören zu

den bedeutendsten sozialen Problemen

in der Schweiz. Betroffen

sind alle Bevölkerungsschichten

und alle Altersgruppen. Am häufigsten

sind die Alkohol- und

die Tabakabhän gigkeit, daneben

stellen aber auch der Cannabis-,

Kokain- und Opiatkonsum ein

grosses Problem dar. In den letzten

Jahrzehnten haben sich in der

Schweiz führende wissenschaftlich

evidente und wirksame

Konzepte in der Suchtmedizin

durchgesetzt. Dazu gehört die

opiatgestützte Behandlung, mit

der die Sterblichkeit von Suchterkrankten

signifikant gesenkt

werden konnte. Mit der neuen

Kurzzeitbehandlung schliesst die

Klinik Im Hasel nun eine weitere

medizinische Versorgungslücke.

Das Therapieangebot für Suchtkranke

in der Schweiz ist gross. Dennoch

klaffte bis anhin eine wichtige medizinische

Versorgungslücke: eine stationäre

Kurzzeitbehandlung für Patienten,

die trotz ihrer Sucht einer regelmässigen

Arbeit nachgehen und

in einem intakten sozialen Umfeld leben.

Eine über mehrere Monate dauernde

stationäre Therapie kommt für

diese Patientengruppe oft nicht in

VAKA aktuell | nr. 50 | dezember 2012

Frage, da sie die Toleranz und Unterstützungsbereitschaft

vieler Arbeitgeber

übersteigt.

Das Kurzzeitbehandlungs-

konzept «Kompakt»

Das neue Kompakt-Konzept sieht eine

klare Begrenzung der Behandlung

auf zwei Monate vor. Die Patienten

einer Gruppe treten gleichzeitig ein

und durchlaufen den Zyklus gemeinsam.

Die Therapieschwerpunkte basieren

auf der Einzelpsychotherapie,

der achtsamkeitsbasierten Gruppentherapie,

der achtsamkeitsbasierten

Rückfallprävention und der Psychoedukation.

Die klar definierte und zeitlich

begrenzte Struktur dieser Therapie

bietet einige wichtige Vorteile:

1. Arbeitgeber lassen sich leichter

ins Boot holen, da ein Ausfall von

zwei Monaten in den meisten Betrieben

verkraftet wird.

2. Die Patienten sind motivierter als

bei einer Langzeittherapie von bis

zu sechs Monaten. Das kann sich

positiv auf die Therapiebereitschaft

auswirken.

3. Durch die kurze Dauer und klare

Struktur der Therapie sind sowohl

der Patient als auch das Be-

handlungsteam gefordert, von

Beginn weg an einem Anschlussprogramm

zu arbeiten.

4. Mit der Kurzzeitbehandlung lassen

sich Therapiezyklen planen.

Konkret heisst das, dass alle vier

Wochen eine neue Gruppe mit

acht Patienten in die Klinik eintritt

und das zweimonatige Therapieprogramm

durchläuft. Damit

werden, um vier Wochen versetzt,

immer zwei Therapiegruppen

pa rallel geführt.

5. Das Risiko für einen Hospitalismus

wird durch das kurze und strukturierte

stationäre Therapieprogramm

gesenkt.

6. Die Autonomie der Patienten wird

verstärkt.

Erste Auswertungen

zeigen die Wirksamkeit

Das neue Therapiekonzept unterliegt

einem kontinuierlichen Evaluationsprozess.

Die Auswertungen der

ersten drei Kurzzeittherapie-Gruppen

vom Juni, August und September

2012 bestätigen, dass das Konzept

greift. Untersucht wurden folgende

Bereiche: Qualität der therapeutischen

Beziehung, Fortschritte

innerhalb der Therapie, Fortschritte

ausserhalb der Therapie, Zufriedenheit

mit dem Gruppensetting, Wissenszuwachs

bei der Ressourcenaktivierung,

Problembewältigung und

motivationale Klärung. Vergleicht

man die Wirkfaktoren in den drei

Gruppen, zeigt sich zwischen der

ersten, zweiten und dritten Gruppe

eine deutliche Erhöhung der Wirksamkeit

bei den primären Faktoren

(Abb 1). Auch die Wirksamkeit der

sekundären Faktoren konnte deutlich

verbessert werden (Abb 2).

Für welche Patienten eignet sich die

«Kompakt-Therapie»?

Um in das Kompakt-Programm der

Klinik Im Hasel eintreten zu können,

muss ein Patient ein soziales Umfeld

haben, das ihn ausreichend stützt.


Damit ist gemeint, dass er in einer

stabilen Wohn- und Arbeitssituation

lebt und destruktive oder pathogene

Einflüsse ausgeschlossen werden

können. Zudem muss der Patient

motiviert sein, die Therapie in

Primäre Wirkfaktoren «Hasel Kompakt»

KT Juli 12 KT Aug. 12 KT Okt. 12

3.0

2.8

2.6

2.4

2.2

2.0

1.8

1.6

1.4

1.2

1.0

0.8

0.6

0.4

0.2

0.0

-0.2

A

B C D E F G

Angriff zu nehmen. Die Anmeldung

für die Kurzzeittherapie erfolgt über

das Ambulatorium der Klinik Im Hasel

in Lenzburg. Das Ambulatorium

gewährleistet zudem einen Teil der

Therapie-Nachsorge.

A

B

C

D

E

F

G

Qualität therapeutische

Beziehung

Zufriedenheit mit

therapeutischer Beziehung

Fortschritte innerhalb

der Therapie

Fortschritte ausserhalb

der Therapie

Emotionalität

Zufriedenheit mit

Gruppensetting

Wissenszuwachs

Abb. 1

Modulare Lehrgänge, Kurse

Spitäler – Heime – Spitex

in den Bereichen

– Pflege&Betreuung

– Beratung&Kommunikation

– Führung&Management

– Alter(n)&Generationen

– Lehren&Lernen

Tagung 25.04.2013

Alter und Spiritualität

Sekundäre Wirkfaktoren

«Hasel Kompakt»

3.0

2.8

2.6

2.4

2.2

2.0

1.8

1.6

1.4

1.2

1.0

0.8

0.6

0.4

0.2

0.0

-0.2

KT Juli 12 KT Aug. 12 KT Okt. 12

A

B

C

D

A B C D

Ressourcen-Aktivierung

Problembewältigung

Motivationale Klärung

Problemaktualisierung

Persönliche Beratung: Tel. + 41 (0)62 837 58 39

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Abb. 2

VAKA aktuell | nr. 50 | dezember 2012 9


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eHealth: Noch glauben wir mehr, als wir wissen

Enrico Kopatz, stv. Leiter Kommunikation Departement Gesundheit und Soziales

Kanton Aargau

Mit dem Programm «eHealth

Aargau 2015» will der Kanton

Aargau die Kollaboration und

die Interoperabilität unter den

Leistungserbringern im Gesundheitswesen

erhöhen. Dabei

setzt der Kanton einerseits

auf gute Rahmenbedingungen

und andererseits auf eine ausgewiesene«Open-Source-Kultur».

Die breite Einführung von Informations-

und Kommunikationstechnologie

(IKT) zur Erzeugung von positiven

Effekten für Kosten, Qualität und Service

im Gesundheitswesen im Sinne

eines Mehrwerts gegenüber der derzeitigen

Situation ist eine Chance für

eine Verbesserung der Kollaboration

und der Interoperabilität unter den

Leistungserbringern – und schliesslich

der medizinischen Versorgung.

eHealth-Lösungen produzieren allerdings

nicht per se qualitative oder

ökonomische Vorteile – sie führen

nicht automatisch zu neuen oder verbesserten

Dienstleistungen.

eHealth-Lösungen müssen also

einem konkret definierten gesundheitspolitischen

oder betriebswirtschaftlichen

Ziel dienen. Sie sind untauglich,

wenn sie technikzentriert

VAKA aktuell | nr. 50 | dezember 2012

sind und Ergebnisse anstreben oder

anbieten, für die von den Nutzern

keine entsprechende Problematik

wahrgenommen wird. Folglich kann

eHealth nur dann erfolgreich eingeführt

werden, wenn es den Anforderungen

der zentralen Entscheider,

vor allem aber der Endnutzer, hinreichend

Genüge tut. Andernfalls können

eHealth-Lösungen mittelfris tig

zu einem erheblichen Minderwert

führen, wenn zum Beispiel suboptimale

Versorgungsstrukturen, Prozesse

oder Organisationsformen

zementiert werden oder Abläufe so

gestaltet werden, dass die Anwendungsnutzerinnen

und -nutzer in ihrer

Arbeit eher behindert als unterstützt

werden.

Der programmatische Ansatz

des Programms

eHealth Aargau 2015

Die konkreten Erfahrungen zeigen,

dass eHealth so lange wenig bis

keinen Mehrwert in der Breite erbringt

– und schon gar nicht Kosteneinsparungen

–, wenn es nicht gelingt,

die sektorübergreifenden Prozesse

im Gesundheitssystem und in

seinen Teilsystemen weiterzuentwickeln.

eHealth-Lösungen bieten

über mehrere Paradigmenwechsel

hinweg grundsätzlich die Chance

zu erheblichen Verbesserungen

des Gesundheitssystems und damit

langfristig auch zu positiven Effekten

für die Qualität medizinischer

Leistungen. Wie nationale und ausländische

Beispiele zeigen, können

Organisations- und Zusammenarbeitsformen

wie Ärztenetze, integrierte

Versorgungsabläufe, abgestimmte

klinische Behandlungspfade

u.Ä. zu Mehrwert bei Qualität und Effizienz

führen.

Das Gesundheitssystem ist ein

hoch komplexes, adaptives System

mit einer beinahe unüberschaubaren

Menge von Akteuren. Jeder

Eingriff in dieses System führt

beinahe system immanent zu unerwünschten

oder nicht vorhersehbaren

(Neben-)Wirkungen. Daher

muss jeder eHealth-motivierte Eingriff

möglichst leichtgewichtig sein.

Dort, wo professionelle Nutzer bereits

bei der Konzipierung eine zentrale

Rolle übernehmen, ist der Erfolg

wahrscheinlicher, weil die notwendige

Akzeptanz für die Anwendungen

einfacher hergestellt werden

kann.

Verfolgt man den Ansatz einer Vielfalt

von lokalen oder regionalen

eHealth-unterstützten Netzen bedarf

es auf nationaler Ebene der

Regelung geeigneter Rahmenbedingungen

und einer Infrastruktur,

die Kollaboration fördert, Interoperabilität

ermöglicht und letztendlich

auch garantiert. Technische

und semantische sowie organisatorische

Interoperabilität verschiedener

Komponenten und Systeme

sind der Schlüssel für eine vernetzte

und patientenzentrierte Versorgung

unter Nutzung moderner IKT.

Daneben sollte ein Voneinander-Lernen

durch Herstellung von Transparenz,

durch Networking-Mechanismen

und die Förderung einer «Open-

Source»-Kultur ermöglicht werden,

um Geschwindigkeit und Qualität

der regionalen und nationalen Entwicklung

zu fördern. Dies erfordert

ein Mindestmass an zentraler Unterstützung.

Hier setzt das Programm

eHealth Aargau 2015 an, das am 1.

Januar 2012 gestartet ist und noch

bis Ende 2015 laufen wird.

Die ersten «Schuhlöffel-

anwendungen» im Programm

«eHealth Aargau 2015»

Die mit dem «Programm eHealth

Aargau 2015» lancierten Teilprojekte

(Stand Oktober 2012) gründen

auf den Vorabklärungen aus dem

Vorprojekt «eHealth Aargau 2015»

(Oktober 2010 bis Dezember 2011)

und konkretisieren diese:

� Das Projekt «eGo Grundversorger»

erörtert den Datenaustausch und

damit zusammenhängende Prozesse

zwischen Hausärzten und


stationären Leistungserbringern,

konzipiert und begleitet die konkrete

Umsetzung.

� Das Projekt «eGo Akut-Reha» erörtert

den Datenaustausch und damit

zusammenhängende Prozesse

zwischen Spitälern und Kliniken,

konzipiert und begleitet die konkrete

Umsetzung.

� Das Projekt «eMedikation/eRezept»

erörtert den Datenaustausch

und damit zusammenhängende

Prozesse zwischen Apotheken,

Grundversorgern und stationären

Leistungserbringern,

konzipiert und begleitet die konkrete

Umsetzung.

� Das Projekt «eAGLE» ermöglicht

im Rahmen der neuen Spitalfinanzierung

die Kontrolle und Verarbeitung

der Rechnungen der akutstationären

Leistungserbringer.

Wir sprechen hier von mehreren

Zehntausend Einzelrechnungen

pro Jahr und unter dem Eindruck

von eHealth von «administrativmedizinischen

Daten».

� Das Projekt «Recht&Datenschutz»

bereinigt im Sinne des vorliegenden

Umsetzungsvorschlages

die rechtlichen Fragen, die sich mit

der elektronischen Verarbeitung

von besonders schützenswerten

Daten, wie es die persönlichen Gesundheitsdaten

eben sind, ergeben.

Es geht in erster Linie darum,

das Feld für erste Versuche mit der

Digitalisierung und der elektronischen

Zurverfügungstellung von

medizinischen Daten zu regeln und

es geht um organisatorische Fragen,

was die Rolle des Kantons in

der künftigen eHealth-Strategie im

Kanton Aargau angeht.

� Das Projekt «Aufbau Trägerschaft

& Transformation» setzt sich mit

der Frage einer künftigen Trägerschaft

des Systems eHealth in unserem

Kanton auseinander: Wer finanziert,

wer betreibt und wer entwickelt

die Grundlagen, die wir bis

2015 erarbeitet haben, weiter?

� Mit dem Projekt «elektronisches

Impfdossier» wird bis Mitte 2013

der erste konkrete Anwendungsfall

von eHealth im Kanton Aargau

realisiert. Dabei soll so rasch

als möglich im Kanton Aargau die

Möglichkeit bestehen, seine Impfdaten

elektronisch zu erfassen.

Im Rahmen dieses Projekts werden

insbesondere auch erste Kommunikationsmassnahmengegenüber

der Bevölkerung zum Thema

eHealth lanciert und eine erste,

konkrete Nutzenanalyse durchgeführt.

Im Oktober 2013 findet im

Auftrag des DGS und mithilfe ausgewählter

Leistungserbringer eine

Bevölkerungsumfrage zum Thema

eHealth und eImpfdossier statt.

� Das Projekt «Aufbau&Vernetzung»

nimmt sich den technischen Fragen

an. Hier findet die «Übersetzung»

der Anforderungen aus den übrigen

Projekten in eine technische Lösung

statt. Wir stellen uns vor, dass

wir zuhanden des Projekts «Aufbau

Trägerschaft&Transformation» einen

technischen Vorschlag erarbeiten,

der dann idealerweise im

Verantwortungsbereich dieser Trägerschaft

auch realisiert wird.

� Das Projekt «Kommunikationsstrategie

& -konzept» nimmt sich der

Herausforderungen in der Kommunikation

mit den Leistungserbringern

und mit der Bevölkerung an.

� Das Projekt «Bildung&Forschung»

will das Thema eHealth auch im

Rahmen der Aus- und Weiterbildung

von Fachpersonen im Gesundheitswesen

fördern.

Die Leistungserbringer im Gesundheitswesen

können sich im Rahmen

des Programms «eHealth Aargau

2015» in einem eigens dafür geschaffenen

Rahmen die Frage stellen,

wie sie vor dem Hintergrund

der eHealth-Entwicklung aufgestellt

sind. Der Kanton unterstützt sie dabei

mit Know-how, mit Vernetzungsmöglichkeiten

und im Sinne einer Anschubfinanzierung

in kleinem Masse

auch mit finanziellen Leistungen,

sofern diese einen ausgewiesenen

Nutzen für ein sektorübergreifendes

eHealth-System aufweisen. Wenn

Bedarf und Nutzen von eHealth in

Einklang gebracht werden können,

werden die Leistungserbringer auch

bei der Umsetzung Verantwortung

für die sektorübergreifende, fachspezifische

Kommunikation übernehmen.

Heutiger Handlungsbedarf

Der grösste Handlungsbedarf besteht

heute bei der Frage nach dem

Bedarf und dem Nutzen von eHealth.

Immer mehr Leistungserbringer im

Gesundheitswesen digitalisieren immer

mehr medizinische Daten. Die

Frage stellt sich, welche Datensätze

in welcher Form und über welche

Kanäle auch für welche anderen

Leis tungserbringer zur Verfügung

gestellt werden können oder

– mit Inkrafttreten des Bundesgesetzes

über das elektronische Patientendossier

(EPDG) – gar müssen.

Zudem ist das ganze Fragenspektrum

rund um die Bedürfnisse und

die Rolle der Bürgerinnen und Bürger

bezüglich Handling der eigenen

medizinischen Daten noch unzureichend

geklärt.

Schliesslich gilt es zu klären, welche

die Koordinaten eines möglichen,

künftigen Geschäftsmodells

sein werden, um ein aus Teilsystemen

aufgebautes eHealth-Netzwerk

im Kanton Aargau zu betreiben, zu

finanzieren und weiterzuentwickeln.

Ausgangspunkt dafür ist die heutige

Programmorganisation. Dabei steht

auch die Frage nach der langfristigen

Rolle des Kantons im Raum.

Diese organisatorischen, rechtlichen,

inhaltlichen und technischen

Aktivitäten im Rahmen des Programms

«eHealth Aargau 2015» bilden

die Grundlage für den Aufbau

des elektronischen Patientendossiers

gemäss eHealth-Strategie von

ehealthsuisse, dem Koordinationsorgan

von Bund und Kantonen.

Fazit nach dem ersten knappen Jahr

des Programms «eHealth Aargau

2015»: Noch glauben wir mehr als

wir tatsächlich wissen.

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Infos

Beiträge aus Mitglieder-Institutionen

In eigener Sache

Frau Liliane Prina tritt per 1. November

2012 die Nachfolge von Frau

Christine Blaser an, als Kaufm. Sachbearbeiterin,

in unserem Sekretariat.

Ihre Fähigkeiten konnte sie in

den vergangenen Jahren bei verschiedenen

Arbeitgebern, als Geschäftsleitungsassistentin,

unter

Beweis stellen.

Es freut uns, Frau Liliane Prina als

kompetente und engagierte Mitarbeiterin

auf unserer Geschäftsstelle

zu begrüssen. Wir wünschen ihr bei

ihrer neuen Tätigkeit viel Erfolg und

Befriedigung.

Herr Karl-Heinz Heidenreich hat

am 12. November 2012 seine Tätigkeit

als Stabsmitarbeiter bei der

VAKA aufgenommen. Der 52-jährige

kommt ursprünglich aus dem Pflegebereich,

hat dort leitende Funktionen

ausgeübt und sich in verschiedenen

Nachdiplomstudien, Schwerpunkt

Gesundheitsökonomie und Sozialmanagement,

weiter- und fortgebildet.

Er hat bisher in verschiedenen

Kliniken sowie als Projektleiter, Produktmanager

und Berater in der Gesundheitsbranche

gearbeitet.

VAKA aktuell | nr. 50 | dezember 2012

Zwei neue Stiftungsräte

für die aarReha Schinznach

Der Stiftungsrat der aarReha Schinznach

hat am 22. August 2012 mit

Jörg Knecht und Titus J. Meier

zwei neue Mitglieder gewählt.

Herr Hans Dössegger hatte auf den

30. Juni 2012 seinen Austritt aus

dem Stiftungsrat erklärt.

Herr Jörg Knecht ist 56-jährig und

wohnhaft in Aarau. Er ist Geschäftsführer,

Delegierter des Verwaltungsrates

und Partner einer Treuhand-

und Beratungsunternehmung in

Aarau. Herr Knecht ist ein ausgewiesener

Finanzfachmann und kennt

aus seiner Beratungstätigkeit sowie

aus seiner Funktion als Vizepräsident

des Kantonsspitals Baden die

Herausforderungen für medizinische

Leistungserbringer bestens.

Die aarReha Schinznach

am runden Tisch

Zum zwölften Mal hat die aarReha

Schinznach zum roundTable geladen.

Über siebzig Personen – darunter

Mediziner, Versicherungsexperten

und Vertreter aus Wirtschaft,

von Kanton und Gemeinden – sind

diesem

traditionellen Aufruf gefolgt. Gefachsimpelt

wurde über die demografische

Herausforderung und darüber,

«was die Schweiz dabei vom

Ausland und was das Ausland von

der Schweiz lernen kann.»

Prof. Dr. Thomas Zeltner hat an diesem

Abend referiert. Er reiste aus

Malta an, wo die europäischen Ge-

Herr Titus J. Meier ist 31-jährig und

wohnhaft in Brugg. Er ist Gymnasiallehrer

und arbeitet momentan an seiner

Dissertation. Herr Meier ist seit

2005 Mitglied des Einwohnerrates

Brugg und seit 2009 Mitglied des

Grossen Rates des Kantons Aargau

und dessen Gesundheitskommission.

Er ist als Ressortchef Gesundheit

der FDP Aargau, als Verwaltungsrat

des Medizinischen Zentrums Brugg

und als Vorstandsmitglied der PubliSana

Kranken kasse mit den Fragestellungen

im Gesundheitswesen

bes tens vertraut.

Der Stiftungsrat der aarReha Schinznach

ist überzeugt, mit der Einsitznahme

von Jörg Knecht und Titus

J. Meier die persönlichen und fachlichen

Kompetenzen im Stiftungsrat

weiter auszubauen und freut sich auf

die künftige Zusammenarbeit.

sundheitsminister der WHO tagten.

Dort wurde am Vortag ein Konzept

verabschiedet, das zum Schutz und

zur Förderung der Gesundheit der

Schwächsten dient. Es waren keine

grundlegend neuen Zielvorgaben,

die Zeltner präsentierte: Prävention

von Stürzen, Förderung körperlicher

Betätigung, Infektionsprävention,

staatliche Unterstützung für informelle

Betreuer, Kapazitätsaufbau

in den Bereichen Geriatrie und Gerontologie

sowie die Verhinderung

sozialer Isolation. In diesen Interventionen

sind, gemäss WHO, die

Wirksamkeit und der Beitrag zu einer

nachhaltigen Gesundheits- und

Sozialpolitik begründet.


Mit kleinen Schritten

zum Erfolg

Die Praxis zeigt – wie so oft – ein

deutlich komplexeres Bild. In einem

föderalistischen Land lassen sich

neue Programme nicht sang- und

klanglos einführen. Das ist in Singapur

anders. Dort bestimmt eine

staatliche Elite «diktatorisch» über

das Wohlergehen von rund fünf Millionen

Stadtbewohnenden. Der Stadtstaat

publiziert Informationen zu

Prävention und Gesundheitsförderung

beispielsweise längst schon

flächendeckend und ausführlich auf

dem Internet – und das erfolgreich.

In der Schweiz sei es wichtig, Ideen

für ein gesundes Altern etappenweise

umzusetzen, wird Zeltner etwas

später beim Apéro noch anfügen

und dabei auf das Bundesgesetz

zum Schutz vor Passivrauchen verweisen.

In Etappen denkt auch die Helsana

Krankenversicherung. Zusammen

mit der Spitex der Stadt Zürich lancierte

sie 2011 die tertiäre Sturzprävention.

Ziel dieser Zusammenarbeit

ist es, bei älteren, bereits gestürzten

Versicherten das Risiko für weitere

Unfälle durch gezielte Heimberatung

zu verringern. Damit lassen sich die

Vergütungskosten, von über 80 Millionen

Franken pro Jahr, markant senken.

Ein Vorzeigemodell, das sich

jederzeit auf andere Regionen und

Partner ausdehnen lässt.

Hoffnungslose Aussichten?

Trotz guter Beispiele: Unser Gesundheitssystem

ist nach Meinung vieler

vertrackt. Wir sind überversichert, leiden

im Alter vermehrt an chronischen

Erkrankungen – was zu mehr Therapien

und höherem Medikamentenverbrauch

führt. Gesundheitsfördernde

Programme und Ressourcen fehlen.

Prozessleitende Ärzte sollen mehrfach

erkrankte Patienten in ihrer Gesamtheit

betrachten und Prioritäten setzen.

Es braucht also neue Konzepte.

Soweit so gut

Nur sind auch die Lösungsansätze

vertrackt. Richtlinien zur Verbesserung

des Gesundheitssystems verfehlen

oft ihr Ziel und lassen das System

noch mehr kränkeln. Das weiss

Zeltner aus seiner Zeit im Bundeshaus,

über die er ebenfalls berichtete.

Einen gangbaren (Aus-)Weg sieht

Zeltner in sogenannten Computersimulationen,

die speziell für komplexe

Systeme entwickelt wurden.

Studien vom amerikanischen Prof.

John Sterman belegen, dass sich die

Wechselwirkung unserer Entscheidungen

anhand elektronischer Parameter

simulieren lassen. Alle Wenn

und Aber einer Lösung würden somit

berechenbar. Eine Technologie,

die weit über unsere Grenzen reicht

und mögliche Wege für ein neuartig

aufgebautes Gesundheitssystem

aufzeigt. Franziska Vonaesch

Alterszentrum Sunnmatte,

Kölliken

Herr Daniel Stauffacher hat per

1. September 2012 zu 50 % und ab

1. November 2012 zu 100 % die Zentrums-Leitung

der «Sunnmatte» in

Kölliken übernommen.

Der berufliche Weg führte ihn über

die Ausbildung zum diplomierten

Psychiatriepfleger HF in Meiringen/

Münsingen sowie diversen Managementausbildungen

wie Stationsleiter,

Oberpfleger und HöFa 1 in Pflege

in die Sunnmatte Kölliken.

1997 übernahm er die Leitung Pflege

und Betreuung im APH Sonnmatt in

Thun/Dürrenast. Danach wechselte er

2002 zusammen mit seiner Ehefrau in

die gemeinsame Geschäftsleitung des

Mon Bijou Kur- und Gesundheitszentrums

in Unterseen bei Interlaken.

Während dieser Zeit prägten ihn die

weiteren Ausbildungen wie Marketingplaner

2007 und die 2011 erfolgreich

abgeschlossene Heimleiterausbildung

ZfP am Tertianum

stark. Als Präsident (2006 – 2012)

des Vereins Schweizer Kurhäuser

Kanton Bern (VSK BE) vertrat er

die Mitgliedskurhäuser des Kantons

Bern in Verhandlungen mit der Gesundheitsdirektion

GEF Kanton Bern

und den Krankenkassenvertretern

und führte diese zum Abschluss der

in die neue Pflegefinanzierung integrierten

«Akut- und Übergangspflege»

AÜP. Ab 2009 bis 2012 vertrat

er den VSK BE als Vorstandsmitglied

in der schweizerischen Dachorganisation

der Kurhäuser (Wohlbefinden

Schweiz).

Lindenfeld, spezialisierte

Pflege und Geriatrie, Suhr

Personelle Erweiterung

der Geschäftsleitung:

Die Entwicklungen im Gesundheitswesen

sowohl bezüglich der

Rahmenbedingungen (Neue Pflegefinanzierung

und damit veränderte

Ansprüche: Umsetzung Ausbildungsverpflichtung

für Pflegeberufe,

Qualitätsanforderungen usw.)

aber auch interne Vorhaben (Einführung

Prozessmanagement; Strategie

der Spezialisierung; Konzentration

der Kräfte) haben Vorstand und Geschäftsleitung

bewogen, die bestehende

Führungsstruktur zu hinterfragen

und zu optimieren.

Nach eingehenden Diskussionen haben

Vorstand und Geschäftsleitung

beschlossen, ein prozessorientiertes

Organigramm einzuführen und die

Geschäftsleitung um zwei Personen

und einen Bereich zu erweitern. Diese

Massnahmen sind per 1. Oktober

2012 operativ wirksam geworden.

Neu in die Geschäftsleitung berufen

wurden per 1. Oktober 2012:

Frau Susi Scheiber, Leiterin Hauswirtschaft,

und Herr Sven Egger,

Ausbildungsverantwortlicher und

Stv. Pflegedienst.

Strukturelle Erweiterung /

Neuer Bereich

Hotellerie:

Der Bereich Zentrale Dienste, der

heute unter der Leitung des Direktors

steht, wird zum Dienstleistungsbereich

Hotellerie und ab dem

1. Oktober 2012 durch Frau Scheiber

geführt. Folgende Aufgabenschwerpunkte

verteilen sich auf zwei Abteilungen:

� H o t e l l e r i e

Anlässe/Cafeteria/Verpflegung

Lingerie

Reinigung/Dekoration

Verpflegung

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� Technischer Dienst

Geräte

Infrastruktur

Umgebung

Dienste und Projekte:

Neu geschaffen wird der Bereich

Dienste und Projekte, welcher von

Herrn Sven Egger geführt wird, mit

den Aufgabenschwerpunkten:

� Aus-, Fort- und Weiterbildung

� Fachführung Pflege

� Einkauf von med. Material

� Projektmanagement

� Prozessmanagement/

Datenmanagement

� Qualitätsmanagement

Thomas Holliger, Direktor

Im Lindenfeld ist neu der Bereich

Dienste und Projekte geschaffen

worden (vgl. Beitrag Erweiterung der

Geschäf tsleitung): In diesem Bereich

hat Frau Daniela Munz die Funktionen

«Bildungsverantwortliche» und

«Fachverantwortung Pflege» übernommen.

Sie ist eine erfahrene Pflegefachfrau

im Akut- (dipl. Expertin

Intensivpflege NDS HF) sowie Langzeitbereich,

mit Weiterbildungen im

Management- und Bildungssektor.

VAKA aktuell | nr. 50 | dezember 2012

Klinik im Hasel

Dr. med. Iris Klausmann,

Jg. 1975

Seit Juni 2012 leitende Oberärztin

für den Bereich Komplextherapie in

der Klinik Im Hasel.

Iris Klausmann studierte Humanmedizin

in Regensburg (Oberpfalz) und

München. Sie erhielt ein Stipendium

der Bayerischen Begabtenförderung

und machte ihren Abschluss als

Jahrgangsbeste. Sie promovierte in:

Neurologische Soft Signs bei schizophrenen

und affektiven Patienten

fünf Jahre nach Ersthospitalisation.

Die Berufstätigkeit führte sie durch

verschiedene Stationen in Kliniken in

Bern, München, Zürich und Bellikon.

So sammelte Iris Klausmann unter anderem

Erfahrung in der Akutpsychiatrie,

widmete sich der Alters- und Neuropsychiatrie,

befasste sich mit Essstörungen

und betreute die Ambulanz

für Zwangs- und Angsterkrankungen.

Zudem war sie mass geblich am Aufbau

einer psychosomatischen Therapiestation

beteiligt und absolvierte Weiterbildungen

in multidisziplinärer Schmerztherapie.

Die rege Referententätigkeit

ist auch auf die ausgeprägten kommunikativen

Fähigkeiten von Frau Klausmann

zurückzuführen.

Dr. med. Iris Klausmann lebt in der

Nähe von Aarau. Ihre Freizeit verbringt

sie am liebsten mit kulturellen

Aktivitäten wie klassischer Musik

und Literatur.

Dr. med. Gerhard Krautstrunk,

Jg. 1977

Seit dem 1. Juni 2012 leitender

Oberarzt der Kompakttherapie in der

Klinik im Hasel. An der Entwicklung

des neuen Therapieangebotes hat

Dr. Krautstrunk massgeblich mitgearbeitet.

Gerhard Krautstrunk absolvierte

das Studium der Humanmedizin in

Aachen/Deutschland 2006. Er promovierte

in einer experimentellen

Doktorarbeit über die Anwendung

nichtlinearer mathematischer

Verfahren während eines akuten

Schmerzereignisses. Anschliessend

führte ihn der Weg in die Schweiz.

In der Privatklinik Meiringen, in der

Klinik Barmelweid und im Universitätsspital

Zürich arbeitete er in

den Fachbereichen legale und illegale

Sucht, Burnout-Syndrom, Borderline-Syndrom,

Schlafstörungen

und Belastungsreaktionen. Für ihn

ist es wichtig, im beruflichen Alltag

zu einem gesundheitsfördernden Arbeitsumfeld

und einer respektvollen

und wertschätzenden Kommunikation

beizutragen.

In seiner Freizeit ist Dr. med. Gerhard

Krautstrunk ebenso vielseitig aktiv.

Er macht Musik, treibt Sport und interessiert

sich für Philosophie.

Kantonsspital Aarau

Neuer Leitender Arzt Hausarztmedizin:

Dr. Stephan Koch

Am 1. Oktober 2012 hat Dr. med.

Stephan Koch die neu geschaffene

Position eines Leitenden Arztes für

Hausarztmedizin am Kantonsspital

Aarau (KSA) übernommen. Dr. Koch

wird sich im Rahmen des vom Departement

Gesundheit und Soziales,

dem Ärzteverband, der argomed AG

sowie dem KSA erarbeiteten Hausarzt-Curriculums

künftig am KSA um

die Weiterbildung der Assistenzärztinnen

und -ärzte in Hausarztmedizin

kümmern. Ziel des neuen Curriculums

am KSA ist einerseits die

Integration der Hausarztmedizin in

den Spitalalltag und andererseits

das Coaching der Assistentinnen

und Assistenten während ihrer Ausbildung

zu Hausärzten.

Dr. Stephan Koch hat sein Medizinstudium

an der Universität Bern

absolviert und nach diversen Sta-


tionen an den Kantonsspitälern Aarau,

Winterthur und Luzern sowie

zwei mehrjährigen Auslandsaufenthalten

als Arzt in Zimbabwe und in

Tansania 1988 den Facharzt in Allgemeiner

Medizin erworben. Seit

1990 verfügt er ausserdem über den

Facharzttitel in Tropen- und Reisemedizin.

1989 eröffnete Dr. Koch gemeinsam

mit seiner Frau in Wohlen eine

Arztpraxis, die 1993 zu einer Praxisgemeinschaft

erweitert wurde

und heute mit insgesamt fünf Partnern

geführt wird. Dr. Koch stellt

seit mehreren Jahren sein fachliches

und organisatorisches Know-how

als Hausarzt in den Dienst der Entwicklung

einer zeitgemässen Hausarztmedizin.

Seit 2009 ist er medizinischer

Projektleiter der argomed

AG, der schweizweit grössten

Organisation für medizinische Versorgungsmodelle

und Ärztenetze

und Mitglied der Kommission Qualität

Hausärzte Schweiz. Seit 2007

ist er ausserdem Vizepräsident der

schweizerischen Fachgesellschaft

für Tropen- und Reisemedizin. Dr.

Stephan Koch ist verheiratet und

Vater von zwei Söhnen.

Verein für Altersbetreuung

im Oberen Fricktal VAOF

Wechsel in der Leitung

des Alterszentrums Bruggbach

in Frick steht bevor

Nach zehn erfolgreichen Jahren als

Zentrumsleiterin des Alterszentrums

Bruggbach in Frick wird sich Frau

Marlis Schmid in den wohlverdien -

ten Ruhestand verabschieden. Der

VAOF bedankt sich bei Marlis

Schmid für ihr enormes Engagement.

Seit ihrem Stellenantritt am

1. März 2003 lagen ihr vor allem

die ihr anvertrauten Bewohnerinnen

und Bewohner am Herzen

und sie führte das Alterszentrum

mit viel Engagement und Humor.

In ihrer Zeit als Zentrumsleitung

fielen wesentliche Geschäfte an

wie beispielsweise der Spatenstich

der Alterswohnungen Bruggbach

im April 2003, das Pico-Pilotprojekt

«Bewegung Kindergarten und Senioren»

in Zusammenarbeit mit der

Universität Basel, Abteilung Sportwissenschaften,

die Einholung der

Betriebsbewilligung gemäss Auflagen

des Kantons Aargau, die Theaterwoche

anlässlich des 30-jährigen

Jubiläums des VAOF im November

2009 sowie zahlreiche Umbauten

und Renovation des Alterszentrums

und die Eröffnung der neuen Temporärstation.

Als Nachfolgerin von Marlis Schmid

hat der Vorstand Frau Madeleine

Dörflinger aus Waltenschwil gewählt.Die

offizielle Stabsübergabe

von Frau Schmid an Frau Dörflinger

findet am 29. November 2012 um

19 Uhr statt.

Frau Madeleine Dörflinger hat

Jahrgang 1957, ist verheiratet und

hat zwei erwachsene Kinder. Sie ist

diplomierte Pflegefachfrau DN ll HF

und diplomierte Heimleiterin. Sie hat

5 Jahre Führungserfahrung als Pflegedienstleiterin

und stellvertretende

Zentrumsleiterin. Der Vorstand des

VAOF ist überzeugt, eine engagierte,

kompetente und kommunikative

Nachfolgerin gefunden zu haben.

Frau Dörflinger wird die Leitung am

29. November 2012 übernehmen.

Rehaklinik Bellikon

Neuer Leiter Pflegedienst

Per 1. Januar 2013 tritt Herr

Miguel González die neu geschaffene

Stelle als Leiter Pflegedienst

in der Rehaklinik Bellikon an. Mit

ihm hat die Klinik einen ausgewiesenen

Fachmann mit einem breiten

Fachwissen und langjähriger Erfahrung

gewinnen können. So arbeitete

er nach erfolgreichem Abschluss

als dipl. Pflegefachmann HF im Kantonsspital

Bruderholz und absolvierte

1995 mit Erfolg die Weiterbildung

zum dipl. Pflegefachmann

in Intensivpflege und Reanimation.

Danach wechselte Miguel González

1998 als dipl. Pflegefachmann

auf die interdisziplinäre Intensivstation

(IPS) des Stadtspitals Triemli.

1999 wurde er zum Gruppenleiter

und zwei Jahre danach zum Leiter

Pflege a. i. sowie 2002 zum Co-

Leiter Pflege der interdisziplinären

IPS befördert. Seit 2007 führt Miguel

González im Stadtspital Triemli die

interdisziplinäre IPS als Leiter Pflege.

Miguel González erlangte unter

anderem 2006 das Nachdiplomstudium

Management im Gesundheitswesen

an der WEG in Aarau. Zur Zeit

absolviert er den Master of Advanced

Studies in Managed Health Care

an der Zürcher Hochschule für Angewandte

Wissenschaften (ZHAW).

Die Rehaklinik Bellikon heisst Mi guel

González herzlich willkommen und

wünscht ihm in seiner neuen Funktion

viel Freude und Erfolg.

VAKA aktuell | nr. 50 | dezember 2012 15


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Neue Departementsleiterin

Pflegezentrum

an der Spital Zofingen AG

Frau Therese Blau hat am 1. September

2012 ihre Tätigkeit als neue

Departementsleiterin Pflegezentrum

und Mitglied der Geschäftsleitung

an der Spital Zofingen AG aufgenommen.

Sie ist diplomierte Pflegefachfrau,

hat sich laufend fachlich

und führungsmässig weitergebildet

und erlangte zuletzt das Diplom für

Supervision, Coaching und Organisationsentwicklung

des Zentrums

für Agogik Basel. Frau Blau verfügt

über eine langjährige Berufs- und

Führungserfahrung im Bereich der

Akut- und insbesondere in der Langzeitpflege.

Die letzten sechs Jahre

war sie Bereichsleiterin Betagte und

Demente in der Heimstätte Bärau

im Kanton Bern. Das Spital Zofingen

freut sich auf die Zusammenarbeit

und heisst Therese Blau herzlich

willkommen.

VAKA aktuell | nr. 50 | dezember 2012

Psychiatrischen Dienste

Aargau AG (PDAG)

Frau Dr. Christiane Roth ist seit

dem 1. Juli 2012 neue Verwaltungsratspräsidentin

der Psychiatrischen

Dienste Aargau AG (PDAG). Sie ist

ausgebildete Ärztin und im Besitz

von Facharzttiteln in Pathologie

und klinischer Zytologie. Während

18 Jahren war sie in leitenden Funktionen

im Management von Universitätsspitälern

in der Schweiz tätig,

zuletzt von 2000 bis 2008 als Spitaldirektorin

des Universitäts-Spitals

Zürich, davor hat sie während gut

fünf Jahren die Universitären Psychiatrischen

Dienste in Bern geleitet.

Im Rahmen ihrer ärztlichen Tätigkeit

und durch ihre Führungsaufgaben

hat sie sich umfassende Kenntnisse

im Schweizer Gesundheitswesen

angeeignet. Seit März 2008 ist

Christiane Roth selbstständig und

beschäftigt sich in erster Linie mit

strategischen Aufgaben und Fragestellungen,

auch im Bereich der spezialisierten

und hochspezialisierten

Medizin.

Pflegeheim Sennhof AG,

Vordemwald

Frau Claudia Eng wird am 1. Dezember

2012 die Leitung Pflege und

Betreuung im Pflegeheim Sennhof

AG in Vordemwald übernehmen. Seit

1999 ist sie stundenweise als Dozentin

im Pflegebereich tätig. Frau Eng

hat in den vergangenen 14 Jahren in

unterschiedlichen Kaderfunktionen

der Akut- und Langzeitpflege gearbeitet.

In den letzten zwei Jahren

war sie beim Departement Gesund-

heit und Soziales in Aarau für diverse

Projekte in der stationären Langzeitpflege

zuständig. Ihre beruflichen

Erfahrungen im Pflege- und Betreuungsbereich

ergänzte Frau Eng mit

den Ausbildungen als Dipl. Erwachsenenbildnerin

HF, dem Nachdiplomstudium

Non-Profit-Management an

der Fachhochschule in Olten und diversen

Modulen der Heimleiterausbildung.

Seniorenzentrum Rosenberg

und Tanner, Zofingen

Am 1. Oktober 2012 hat Ursula Baumann

als Geschäftsführerin die operative

Leitung des Seniorenzentrums

Rosenberg und Tanner, Zofingen,

übernommen. Ursula Baumann verfügt

über eine klassische Ausbildung

im Gesundheitswesen und hat mehrere

Jahre als Intensivpflegefachfrau

gearbeitet. Seit elf Jahren wirkt sie

in Führungsfunktionen im Behinderten-

und Langzeitpflegebereich. Die

letzten fünf Jahre führte Ursula Baumann

das Pflegezentrum am Spital

Zofingen. Die theoretischen Kenntnisse

in Betriebswirtschaft und Unternehmensführung

hat sie sich im

Rahmen verschiedener Aus- und

Weiterbildungen erworben, zuletzt

im Masterstudium «Social Services

and Healthcare Management» der

Hochschule Luzern.

Heinz Schürch, der bisherige Leiter

des Seniorenzentrums Rosenberg

und Tanner, hat am 1. Oktober

2012 die Bereichsleitung Alter

und Gesundheit der Stadt Zofingen

übernommen. Er wird unter anderem

auch weiterhin die anstehenden

Bauprojekte im Rosenberg und Tanner

betreuen.


Tages- und Nachtzentrum Reusspark

Entlastung der pflegenden Angehörigen für 365 Tage

im Jahr rund um die Uhr

Monica Heinzer, Leiterin Pflege und Betreuung, Reusspark

Am 1. Oktober 2012 eröffnete der

Reusspark nach einer Umbauphase

das Tages- und Nachtzentrum im

Haus Rotonda.

Das Tages- und Nachtzentrum

schliesst die bisherige Angebotslücke

in der Region zwischen der Pflege

zu Hause und dem Heimeintritt.

Ein pflege- oder betreuungsbedürftiger

Mensch hatte bisher – neben

der stationären, akuten Versorgung

– die Möglichkeit, zu Hause mit Spitex

betreut zu werden oder dann in

die Langzeit-Pflegeinstitution einzutreten.

Häufig sind diese Personen zu Hause

von Angehörigen mitbetreut. Es sind

dies entweder Partner oder Kinder,

welche nicht selten berufstätig sind.

Die Betreuung und Begleitung von

Angehörigen zu Hause ist eine dankbare,

gleichzeitig aber auch herausfordernde

Aufgabe. Sie kann durchaus

zur Belastung werden und das

soziale Gefüge an physische oder

psychische Grenzen heranführen.

In diesen Situationen reichen auf

längere Zeit die Leistungen durch

die Spitex häufig nicht aus.

Der Aufenthalt im Tages- und Nachtzentrum

soll die pflegenden Angehörigen

entlasten.

Sie können dadurch mehr Zeit für

sich gewinnen: Einzelne Stunden,

über Nacht, einige Tage oder auch

wenige Wochen, in denen sie wieder

Kraft schöpfen können. Ferien

vom Alltag verbunden mit der Gewissheit,

dass sich die pflegebedürftige

Person im Tages- und Nachtzentrum

des Reussparks in besten

Händen befindet. Damit wird eine

äusserst flexible Lösung angeboten,

die zur spürbaren Entlastung

beiträgt. Den betreuten Personen

kann ein längeres Verbleiben im eigenen

Haushalt ermöglicht werden

und der Eintritt in ein Pflegeheim

hinausgezögert oder sogar verhindert

werden.

Vom Kurzaufenthalt von

wenigen Stunden bis zu Ferien

Das Tages- und Nachtzentrum ist

während 365 Tagen im Jahr und

rund um die Uhr geöffnet. Das Angebot

richtet sich möglichst flexibel

nach den jeweiligen Bedürfnissen

der Gäs te und deren Angehörige.

Das macht, bei freier Kapazität, auch

kurzfristige Aufnahmen in Pflegenotfällen

(mit aktuellem Arztzeugnis)

möglich. Ansonsten werden die

Zeiten des Kommens und Gehens

individuell vereinbart. Sofern die

Bring- und Holfahrt nicht durch die

Angehörigen selber wahrgenommen

wird, können Kontakte mit Fahrdiensten

vermittelt werden.

Ein Ambiente zum Wohlfühlen

Das Haus Rotonda bietet nach dem

Umbau sehr grosszügige und optimale

Bedingungen. Der eigentliche

Mittelpunkt des Tages- und Nachtzentrums

ist die offene Wohnküche

mit Gemeinschaftstischen und Fernsehecke

mit Polstergruppe.

Es ist ein angenehmes und familiäres

Ambiente spürbar. Hier sind nach vorheriger

Absprache auch Gäs te zum

Mittagessen herzlich willkommen.

Die Einer- und Zweierzimmer sind

alle mit Patientenruf, Pflegebetten

VAKA aktuell | nr. 50 | dezember 2012 17


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und Nasszellen ausgestattet. Überdies

steht ein separates Badezimmer

mit Pflegebadewanne zur Verfügung.

Vom Wohnbereich führt ein direkter

Ausgang zum geschützten Garten

mit beschattetem Sitzplatz.

Selbstverständlich ist das Tages-

und Nachtzentrum innen und aussen

rollstuhlgängig. Aufgrund der

hohen Prävalenz von Demenzsymptomen

bei älteren Menschen sind

die Innenräume des Tages- und

Nachtzentrums und auch der Aussensitzplatz

im geschützten Rahmen

konzipiert.

Pflege und Betreuung

nach Bedürfnis

Rund um die Uhr gewährleistet

ausgebildetes Pflegefachpersonal

die individuelle Pflege und Betreuung,

die sich die Gäste wünschen

respektive die sie benötigen. Bei

Bedarf können während des Aufenthalts

mit ärztlicher Verordnung

auch Physio- oder Ergotherapie genutzt

werden.

Die Zubereitung einzelner Mahlzeitenkomponenten,

die Pflege von sozialen

Kontakten oder die Nutzung

von Therapieangeboten zielen darauf

ab, die individuellen Fähigkeiten

zu erhalten oder zu fördern.

Selbstverständlich sind die Gäste

im Rahmen der Möglichkeiten auch

zu den vielfältigen Unterhaltungsveranstaltungen

im Reusspark eingeladen.

Der Tagesablauf richtet sich nach

dem Normalisierungsprinzip. Das

bedeutet, dass für die Bewohner des

Tages- und Nachtzentrums nicht andere

Werte gelten als für die vergleichbare

Altersgruppe, welche

noch zu Hause lebt. Die Konzepte

Gepflegte Health-Prozesse

für jedes Bedürfnis

VAKA aktuell | nr. 50 | dezember 2012

Validation und Kinästhetik sind Bestandteil

der Pflege.

Das Tages- und Nachtzentrum im

Reusspark ist während 365 Tagen im

Jahr rund um die Uhr geöffnet.

Die HINT AG bietet Informatik für die Gesundheitsbranche.

Von massgefertigten Lösungen bis zu kostengünstigen Modulen

für den Pflegebereich. HINT schafft Freiräume für das

Kerngeschäft – mit HINTcare für den Pflegebereich nun

auch aus der Private Cloud.

Informationen: info@hintag.ch, Tel. 058 404 57 00

Für Erstkontakt oder für Anmeldungen

sind kompetente Pflegefachpersonen

täglich von 8 bis 17 Uhr

unter Telefon 056 619 67 00 direkt

erreichbar.

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... und noch ein paar weitere Impressionen

zur 100-Jahr-Feier der VAKA am 20. September 2012

im Festsaal der Klosterkirche Muri

agenda

AGENDA

Jeden 1. Samstag im Monat

Öffentliche Führungen im

Psychia triemuseum Königsfelden,

Geschichte und Sammlung.

Weitere Informationen finden Sie

unter www.pdag.ch.

9. April 2013

Informations- und Schulungsanlass

der VAKA für Grossrätinnen und

Grossräte des Kantons Aargau

2. Mai 2013, 14.00 Uhr

Frühjahrskonferenz

Pflegeinstitutionen

Alterswohnzentrum im Gässliacker,

Nussbaumen

13. Juni 2013

Generalversammlung VAKA

Klinik Schützen, Rheinfelden

13. Juni 2013

Generalversammlung FAK-VAKA

Klinik Schützen, Rheinfelden

30. Oktober 2013, 14.00 Uhr

Herbstkonferenz

Pflegeinstitutionen

Süssbach AG, Brugg

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VAKA I Der aargauische Gesundheitspartner

Herausgeber:

VAKA-Geschäftsstelle,

Aarau

Tel. 062 836 40 90

Fax 062 836 40 91

E-Mail: info@vaka.ch

Internet: www.vaka.ch

impressum

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VAKA, Redaktionskommission, Postfach, 5001 Aarau

Redaktionskommission:

Barbara Bumbacher, Hans Dössegger, Daniela Hunziker, Beat Huwiler, Nadja Keller,

Mirja Stöcker, Robert Werder

Sekretariat: Andrea Primosig

Auflage: rund 1200 Exemplare

Erscheinungsweise: 3x jährlich

Druck: Bürli AG, Druck Kommunikation Medien, Hauptstrasse 19, 5312 Döttingen

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