Jahresbericht 2010 - OdA Gesundheit

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Jahresbericht 2010 - OdA Gesundheit

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Geschäftsbericht 2010


Ausbilden für den eigenen Bedarf

Qualifizierter Nachwuchs sichert die Wettbewerbsfähigkeit

und damit die Zukunft eines Betriebes

und auch der Gesamtbranche. Im engen Kontakt

mit unseren Mitgliedorganisationen beschäftigten

wir uns im vergangenen Geschäftsjahr erneut mit

dem Ausbildungsbedarf. Gemeinsam haben wir den

kurz- und längerfristigen Bedarf berechnet. Dabei

gab es zu berücksichtigen, welche Auswirkung der

neue Skill- und Grademix in den Pflegeteams hat.

Jedes Jahr kommen neue Berufsleute mit dem eidgenössischen

Fähigkeitszeugnis «Fachfrau / Fachmann

Gesundheit» FAGE auf den Arbeitsmarkt.

Leider ist die Anzahl nicht ausreichend, um die

geplanten Stellen zu besetzen. Dies hat die Konsequenz,

dass die Gesundheitsbetriebe den neuen

Mix in den Pflegeteams nicht wie geplant realisieren

können. Die Implementierung des Berufs

ist noch längst nicht abgeschlossen. Wir sind froh,

dass ein Teil der FAGEs die Laufbahn weiterführt

und das Pflegediplom erwirbt. So erreichen wir auf

der Stufe Höhere Fachschule die minimal erforderliche

Zahl an Studierenden in Bezug auf den definierten

Ausbildungsbedarf. Verstärkt müssen wir

darauf achten, dass wir den Anteil der Fachfrauen

und Fachmänner Gesundheit in den Pflegeteams

erhöhen können. Dieses Ziel erreichen wir nur,

wenn wir noch mehr ausbilden und dazu beitragen,

dass mehr FAGEs im erlernten Beruf bleiben.

Die Gesundheitsbetriebe sind gefordert und der

Kostendruck nimmt zu. Bildungsarbeit ist nicht

nur Mehraufwand, sondern bietet klare Vorteile.

Lernende und Studierende leisten nach einer Ein-

engagiert

arbeitungszeit produktive Arbeit. Jugendliche bereichern

auch die Atmosphäre im Betrieb, sind

kreativ, spontan und bringen unkonventionelle Lösungen.

Als Ausbildungsbetrieb geniesst eine Institution

heute auch ein hohes Ansehen in Gesellschaft

und Politik.

Wir wollen mit den Mitgliedorganisationen die Ausbildungsbereitschaft

im Gesundheitswesen weiter

fördern und unterstützen. Dazu braucht es das Engagement

aller Gesundheitsbetriebe. Nur wer heute

ausbildet, hat morgen genügend Mitarbeitende.

Der vorliegende Bericht zeigt die Vielfältigkeit und

Fülle der Aufgaben des sechsten Geschäftsjahres.

Einige sind mittlerweile zur Routine geworden, weitere

Dienstleistungen sind dazu gekommen. Ein

wichtiger Meilenstein war die Raumerweiterung für

das ÜK Zentrum. Die Inbetriebnahme der farbenfrohen

und zweckmässigen Kursräume erfolgte im

Sommer.

Die im Bericht dargestellten Geschäfte und deren

erfolgreiche Realisierung sind nur möglich dank

der aktiven und mitdenkenden Arbeitshaltung der

engagierten Personen in und rund um die OdA.

Robert Völker, Präsident

1


2

Tätigkeitsfelder 2010

ÜK-Zentrum

– Organisation und Durchführung

von Überbetrieblichen

Kursen in der Grund­

und Nachholbildung

– Lernortkooperation

mit Berufsfachschule und

Lehrbetrieben

– Qualitätsmanagement

Kurskommission ÜK

Wissensmanagement

– Beratung der Betriebe in

Ausbildungsfragen

– Stellungnahme zur Verordnung

der Höheren Fachschule

des Bildungszentrums

Gesundheit BZG

– Mitgestaltung neues

Eignungs verfahren für

Studierende HF

– Lernortkooperation mit

dem Bildungszentrum

Gesund heit BZG und der

BethesdaBildung AG

– Input­Tagung für die drei

Lehrnorte Betrieb, Schule

und ÜK

– Lernortübergreifende

Qualitäts entwicklung:

Erfahrungs gruppe FAGE

BiVo 09

– Vernehmlassung Bildungsverordnung

und Bildungsplan

«Assistent/­in Gesundheit

und Soziales» AGS

– Mitwirken bei Pilotprojekt AGS

Strategierat Beirat Berufsmarketing

– Fachbereiche Grundbildung,

Höhere Fachschule HF und

Fachhochschule FH

– berufsbezogene Fachgruppen

Berufs- und

Lehrstellenmarketing

– Werbung für die Gesundheitsberufe

und die Lehrund

Ausbildungsbetriebe

– Teilnahme an der Berufsund

Bildungsmesse

– Organisation und

Durch führung von Xundjobs­

Erlebnis parcours

– Infoline zu Gesundheitsberufen

0800 567 567,

Info­Beratungsstelle

– Arbeitsgruppe Nachwuchsbedarf

im Bereich Pflege und

Betreuung

Kurse und

Weiterbildungsangebote

– Organisation und Durchführung

von Kursen und

Weiterbildungsangeboten für

Berufsbildner/­innen in

Lehrbetrieben

– Organisation und Durchführung

von Weiterbildungsangeboten

für FAGEs

– Einführung der Lehrbetriebe

in die Ausbildungsgrundlagen

Leistungsvereinbarung Leistungsvereinbarung

Kommunikation und

Öffentlichkeitsarbeit

– eNewsletter

– www.oda­gesundheit.ch

– www.xundjobs.ch

– Xundjobs­Tram

– Mitwirken bei Kantonalkonferenz

der Präsidien der

kantonalen OdAs KOGS

– Zusammenarbeit mit

kantonalen OdAs und

OdA Santé

vernetzt

Erweiterte Dienstleistungen

Die Inbetriebnahme vom neuen ÜK-Zentrum hat

als erstes Mehraufwand ausgelöst und von den

Beteiligten einiges an zusätzlichem Engagement

abverlangt. Es hat sich gelohnt! Die Lernenden, die

ÜK-Berufsbildenden und die Mitarbeiterinnen der

Geschäftsstelle schätzen die neue Lernumgebung.

Als weitere Dienstleistung sind die Kursangebote

für die Berufsbildnerinnen und Berufsbildner dazu

gekommen. Im Rahmen des Qualitätsprojekts hat

die OdA verschiedene Evaluationen durchgeführt

und ausgewertet. Das Team der Geschäftsstelle ist

gewachsen und neue Stellenprofile sind erarbeitet

worden. Die Vorarbeiten für den Pilotlehrgang

«Assistent/-in Gesundheit und Soziales» sind als

gemeinsames Projekt der OdA Gesundheit und OdA

Soziales erfolgreich gestartet. An der Abschlussfeier

für die FAGEs und Berufsmaturant/-innen

konnten wir uns erneut über die Erfolge freuen und

zusammen mit unseren Bildungspartner/-innen

feiern.

Romy Geisser Roth, Geschäftsführerin

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Delegiertenversammlung

Die Delegierten sind wichtige Verbindungspersonen

zu den Mitgliedorganisationen der OdA. An der ordentlichen

Versammlung im April haben sie den

Jahresbericht genehmigt und den Vorstand entlastet.

Im Herbst wurden die Delegierten über den Bericht

zum Nachwuchsbedarf in Kenntnis gesetzt,

und sie haben das Budget für das Folgejahr genehmigt.

Delegierte

Vereinigung Nordwestschweizerischer Spitäler, VNS

– Oling Christoph

– Rosery Silvia

– Völker Robert

– Zeltner Hans

Koordinationskonferenz der Kantonalen

Krankenhäuser Basel-Landschaft, KOKO

– Mohler Rudolf

– Ulmann Hans-Peter

Verband der gemeinnützigen Basler Alters- und

Pflegeheime, VAP

– Bischofberger André

– Johner Iris

– Roche Claudia

Verband Baselbieter Alters-, Pflege- und

Betreuungseinrichtungen, BAP

– Brunner Beat

– Felix Horbaty Margrit

– Meyer Andreas

Spitex Basel

– Kurt Sibylle

Spitex-Verband Baselland

– Baumann Willi

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Vorstand

Der Vorstand hat an acht Sitzungen umfassende

Traktanden aus den einzelnen Ressorts behandelt.

Präsidium und Öffentlichkeitsarbeit – Robert Völker

Neben dem ordentlichen Geschäftsteil hat die

Raumerweiterung zusätzliche Verpflichtungen

ausgelöst wie die Teilnahme an Bausitzungen und

Verhandlungen zum Mietvertrag. Einer der Schwerpunkte

war die Kontaktpflege zu den Mitgliedorganisationen

mit dem Ziel, die Anliegen zu koordinieren

und die Anzahl der Lehrstellen und Studienplätze

auf den Bedarf auszurichten. Ein intensiver Austausch

fand mit den Präsidenten der kantonalen

OdAs der Deutschschweiz statt. Die KOGS (Kantonalkonferenz

der Präsidien) befasste sich mit ihren

eigenen Strukturen. Mit der Vereinigung der Höheren

Fachschulen und der Dachorgansiation OdA

Santé hat die KOGS die Ausgestaltung der Zusammenarbeit

erarbeitet.

Vizepräsidium – Finanzen Beat Brunner

Mit dem neuen Mietvertrag und der Inbetriebnahme

des neuen ÜK-Zentrums ist der Raum- und

Materialaufwand stark gestiegen. Damit verbunden

stiegen die Kosten für die Überbetrieblichen

Kurse. Dank der Tatsache, dass seit 2010 beide

Kantone BL und BS eine Verdoppelung des Kantonsbeitrages

an die Überbetrieblichen Kurse leisten,

werden die Lehrbetriebe entlastet und die

OdA musste die Kurstagespreise nicht erhöhen.

Die Erfolgsrechnung zeigt ein positives Ergebnis.

Das Eigenkapital konnte erhöht werden, was zur

Sicherstellung der Liquidität dringend erforderlich

war. Weiter musste die OdA im Rahmen der

Leistungsvereinbarungen Rückstellungen tätigen,

damit sie die Investitionen und Aufwendungen für

das neue ÜK-Zentrum selber tragen kann.

aktiv

Strategierat – Hans-Peter Ulmann

Der Strategierat hat sich im vergangenen Jahr mit

diversen Bildungsthemen der höheren Berufsbildung

befasst. Ein Systemwechsel für die Eignungsabklärung

mit entsprechenden Modellvarianten

wurde in Zusammenarbeit mit der Höheren Fachschule

erarbeitet.

Die eingeleitete Neustrukturierung des Strategierates

wurde weiterverfolgt und im Sommer realisiert.

Das neue Organigramm umfasst die Bildungsstufen

Grundbildung, Höhere Fachschule

und Fachhochschule. Die Leitungen der jeweiligen

Fachbereiche haben ihre Arbeit aufgenommen und

sind im Kontakt mit den Fachgruppen.

Mitglieder Strategierat

– Ulmann Hans-Peter, Vorstand / Vorsitz

– Bächtold Paul, KoKo BL

– Bärtschi Marianne, Spitex-Verband Baselland

– Berger Monika, VNS

– Fringer Ursula, VNS

– Geisser Roth Romy, Geschäftsführerin OdA

– Meiler Rosmarie, VNS

– Rosery Silvia, Fachbereich FH-Ausbildungen

(Schulz Heike ab 2011)

– Sturzenegger Ruth, Fachbereich Grundbildung

– Willareth Marlise, Fachbereich HF-Ausbildungen

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Kurskommission ÜK – Claudia Roche Berufsmarketing – Willi Baumann

Die OdA konnte mit dem Kanton die Leistungsvereinbarung

für die Überbetrieblichen Kurse

abschliessen. Diese regelt Organisation, Durchführung,

Aufsicht, Abgeltung und die Qualitätsentwicklung

in den Kursen. Die Mitglieder der Kurskommission

hospitierten in den Überbetrieblichen

Kursen, um sich einen Einblick zu verschaffen. In

den Sitzungen hat sich die Kurskommission mit

den Qualitätszielen, deren Indikatoren und Standards

auseinandergesetzt und das laufende Q-Projekt

begleitet. Entscheide zu den Neuzugängen beim

Personalstamm wurden getroffen. Ein Schwerpunkt

bildete ebenso die Raumerweiterung und

die damit verbundenen Umstrukturierungen.

Mitglieder Kurskommission ÜK

– Roche Claudia, Vorstand / Vorsitz

– Böddeker Cornelia, Ausbildungsbereich Akut

– Lehmann Dominik, Ausbildungsbereich Langzeit

– Müller Tamara, Ausbildungsbereich Psychiatrie

– Rava Monika, Ausbildungsbereich Akut

– Stücker Beate, Ausbildungsbereich Langzeit

– Sturzenegger Ruth, Ausbildungsbereich Spitex

– Beratende Mitglieder ohne Stimmrecht:

– Geisser Roth Romy, ÜK Leiterin / Geschäftsführerin

– Grossmann Angela, ÜK Koordinatorin

– Wilsch Florian, Berufsfachschule Gesundheit BL

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Der Beirat informierte sich über die OdA Werbemassnahmen

und besprach den Koordinationsbedarf

zu den Aktivitäten der Mitgliedorganisationen.

Das ganze Jahr hat das Xundjobs-Tram

auf der Linie 10 und 11 auf die Vielzahl der Gesundheitsberufe

aufmerksam gemacht. Die Info-Line

der Beratungsstelle für Gesundheitsberufe hat

über 1 600 telefonische Auskünfte erteilt und Beratungen

durchgeführt. Parallel wurde mit Inseraten

in regio nalen Zeitungen für eine Ausbildung

im Gesundheitswesen geworben. Werbespots in

Basler Kinos wiesen auf die attraktiven Arbeitsorte

Pflegeheim, Spitex, Psychiatrie und Spital hin. Die

Berufs- und Bildungsmesse Basel mit rund 3 500

interessierten Standbesuchern und der Xundjobs-

Erlebnisparcours mit 66 Rundgängen für 1 155

Schülerinnen und Schüler der Kantone BS und BL

bildeten die Schwerpunkte der zweiten Jahreshälfte.

Des Weiteren fanden Informationsabende

über die Ausbildungsmöglichkeiten an den Schulen

statt.

Mitglieder Beirat Berufsmarketing

– Baumann Willi, Vorstand / Vorsitz

– Baldinger Françoise, Infoline Gesundheitsberufe

– Bischofberger André, VAP

– Eglin Sabine, KoKo BL

– Ditzler Nicole, VNS

– Frösch Prisca, Berufsmarketing OdA (ab August)

– Geisser Roth Romy, Geschäfsführerin OdA

– Gisin Katharina, Amt für Berufsbildung BL

– Meyer Andreas, BAP

– Zeltner Hans, VNS

Assistent/-in Gesundheit und Soziales

Die nationalen Dachorganisationen der Arbeitswelt

Gesundheit und Soziales (OdA Santé und SAVOIR-

SOCIAL) haben die gemeinsame Erarbeitung und

Einführung einer zweijährigen beruflichen Grundbildung

«Assistent/-in Gesundheit und Soziales»

(AGS) initiiert. Bis anhin haben die Gesundheitsbetriebe

jährlich rund 140 Lehrstellen für die SRK

Ausbildung «Pflegeassistenz» (PA) angeboten. Die

PA-Ausbildung wird im Sommer 2012 definitiv auslaufen.

Sie wird durch die Attestausbildung auf der

Basis einer regulären Bildungsverordnung in einer

gesamtschweizerisch einheitlichen Form abgelöst.

Das BBT hat den Antrag für einen vorgezogenen

Start im 2011 bewilligt. Unter der Federführung

der Kantone BL / BS und der beiden OdAs Gesundheit

und Soziales wird das Pilotprojekt vorbereitet.

Erstmalig findet eine engere Zusammenarbeit

der OdAs aus dem Gesundheits- und Sozialbereich

statt. 45 Lehrstellen im Gesundheitswesen und Behindertenbereich

werden für die neue Attestausbildung

angeboten. Das Umsetzungsprojekt hat gestartet.

Die Lehrpläne sind in Erarbeitung, und die

Einführung und Schulung der Ausbildungsbeteiligten

ist in Planung. Mit dem Pilotprojekt will man

erste Erfahrungen sammeln für die Einführung der

regulären Attestausbildung im 2012. Die AGS ist für

die Branche eine wichtige Ergänzung im Angebot

der beruflichen Grundbildungen.

organisiert

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Lernortübergreifende Qualitätssicherung

Bei der FAGE Grundbildung nach neuer Bildungsverordnung

läuft die Phase der Erfahrungsgruppe

zur Evaluation und Qualitätssicherung. Die bikantonale

Gruppe hat zweimal getagt. Einsitz haben

Vertreterinnen und Vertreter der Lernorte Praxis,

Schule und Überbetriebliche Kurse sowie die Chefexpertinnen

und die Berufsberatung. Für jede OdA

Mitgliedorganisation bildet eine Person die Schnittstelle

zu den Berufsbildungsverantwortlichen aus

ihren Versorgungsbereichen. In diesen bereichsspezifischen

ERFA-Gruppen werden Erfahrungen

ausgetauscht und Themen der Lernortkooperation

bearbeitet.

Vorsitzende bereichsspezifische ERFA Gruppen

– VNS: Rosemarie Meiler

– VAP: Barbara Bourgin, Judith Weiche

– Spitex BS: Ruth Sturzenegger

– KoKo: Kathrin Schwob, Annelies Studer

– BAP: Madeleine Kluge

– Spitex-Verband BL: Marianne Bärtschi

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Die OdA Input-Tagung befasste sich mit der Lernbegleitung

und den Rollen in der Begleitung von

«pflegeschwierigen Lernenden» und den Möglichkeiten

und Grenzen des berufspädagogischen

Auftrages. Weiter haben die Berufsbildungsverantwortlichen

der Lehrbetriebe Modelle zur Rekrutierung

und Selektion besprochen.

Höhere Fachschule

Erfreulicherweise gab es erstmalig für die Studienplätze

am Bildungszentrum Gesundheit BZG

und der BethesdaBildung AG genügend Interessierte

für die Diplomausbildung HF. Dazu beigetragen

hat die höhere Anzahl von Fachangestellten

Gesundheit, die sich mit dem verkürzten Bildungsgang

Pflege HF weiterbilden. Am BZG konnten

auch für die Lehrgänge Medizinisch-Technische

Radiologie HF und Biomedizinische Analytik HF

genügend Studierende rekrutiert werden.

Die OdA nahm Stellung zur neuen Verordnung des

Bildungszentrums Gesundheit, in der die Zusammenarbeit

mit den Verbundpartnern geregelt ist.

Diverse Koordinationsthemen von Schule, Praxis

und LTT wurden in Fachgruppen bearbeitet. Weiter

wurde in Zusammenarbeit mit dem BZG ein neues

Modell für die Eignungsabklärung erarbeitet, das

im kommenden Jahr umgesetzt wird.

Neues ÜK-Zentrum

Das Bauprojekt wurde Mitte Jahr erfolgreich abgeschlossen

und die Zügelarbeiten konnten beginnen.

Im August wurde das neue ÜK-Zentrum in Betrieb

genommen. Das zentrale Lager beinhaltet über

650 Artikel an Verbrauchs- und Übungsmaterial

für die Überbetrieblichen Kurse. Ende August feierte

die OdA die neuen Räumlichkeiten mit einem

open house. Über 100 Personen besichtigten die

farbenfrohen Kursräume und führten Gespräche

mit den Berufsbildner/-innen und den Lernenden,

die an diesem Tag ÜK hatten. Das ÜK-Konzept

für die Nachholbildenden FAGE wurde überarbeitet

und die organisatorischen Abläufe neu definiert.

Die ÜK-Koordinatorinnen haben neue Aufgaben

in einzelnen Fachbereichen übernommen.

Gesamthaft beschäftigte die OdA im vergangenen

Jahr 49 ÜK-Berufsbildner/-innen. Die Pflege- und

Betreuungsfachleute sind aus den Arbeitsfeldern

Akut-, Langzeit- und Kinderbereich, Psychiatrie

präsent

und Spitex. Der Personalstamm umfasst weitere

Fachpersonen aus den Fachbereichen Kinästhetik,

Kommunikation, Spiel- und Theaterpädagogik, Aktivierungstherapie,

Gastronomie und Ökonomie.

ÜK-Koordinatorinnen

– Arnold Miriam, Fachbereich Qualität

– Gantenbein Sonja, Fachbereich

ÜK-Berufsbildner/-innen

– Grossmann-Wettstein Angela, Fachbereich Lernende

– Rudin Beatrix, Fachbereich Nachholbildung

ÜK-Berufsbildnerinnen und -Berufsbildner

Aebi Marianne, Bernauer Prisca, Beyeler Verena,

Bircher Andrea, Blattner Martin, Bolliger Corina,

Borruat Brigitte, Bourgin Barbara, Brunner Claudia,

Buonfrate Susanna, Denicola Janine, Deubelbeiss

Barbara, Diekel Stefanie, Elmiger Doris, Ernst Ursula,

Francini Gabriela, Glitsch Nora, Gschwend Karin,

Gugelmann Liesbeth, Gutekunst Claudia, Hasler Gaby,

Heimann Karin, Hell Marc, Herzberg Martin,

Hugenschmidt Carine, Iseli Nina, Käser Pia, Kerschbaumer

Pascal, Klingenberg Marino, Knaus Andy,

Lehmann Dominik, Lehmann Olivia, Leuenberger

Franziska, Mächler Susanne, Mannhardt Anita,

Probst Martina, Rickenbacher Claudia, Schmid Agnes,

Schmidt Esther, Schöpflin Stephanie, Studer Ivan,

Thüring Marion, Valdiviéso Rahel, Waibel Gerald,

Wegenstein Friederike, Weiche Judith, Wunderlich Kurt,

Zeller Beatrice, Zurfluh Cornelia

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Qualifikationsverfahren mit PkOrg

Für die Organisation und Durchführung der IPA (Individuelle

Praktische Arbeit) hat der Kanton Baselland

mit den Chefexpertinnen FAGE ein neues

IT-gestützte Prozesstool eingeführt. Mit diesem

«PkOrg-Tool» wird ein grosser Teil des administrativen

Ablaufs über das Internet geregelt. Im Herbst

fanden mehrere Schulungen statt, und über 650 an

der IPA beteiligten Personen lernten das neue System

kennen. Das Qualifikationsverfahren für das

eidgenössische Fähigkeitszeugnis FAGE beinhaltet

die praktische Prüfung und das Erstellen einer Dokumentation

im Lehrbetrieb, ein Fachgespräch mit

Experten und zusätzlich die schulischen Prüfungen

für Berufskenntnisse und Allgemeinbildung.

Die kantonale Prüfungsleitung erfasst alle Kandidatinnen

und Kandidaten, welche zur Prüfung

angemeldet sind auf dem PkOrg. Alle Absolventinnen

und Absolventen erhalten einen Usernamen

und ein Passwort für den Zugang zur Plattform.

Die Chefexpertinnen sind für das ganze Qualifikationsverfahren

verantwortlich. Sie koordinieren die

Arbeit der Expertinnen und Experten. Die Berufsbildnerinnen

und Berufsbildner legen die Aufgabenstellung

fest und koordinieren den ganzen Prozess

der IPA im eigenen Lehrbetrieb. Sie arbeiten

intensiv mit dem PkOrg. Die IT-gestützte Lösung

bedingt, dass alle Beteiligten (Lernende, Berufsbildungsverantwortliche,

Berufsbildner/-innen,

Expert/-innen) über eine stabile und persönliche

E-Mail Adresse verfügen und Zugang zum Internet

haben. Bei den Schulungen wurde festgestellt,

dass dies für einige Arbeitgeber eine Herausforderung

darstellte. Die IPA-Beteiligten sind nun ge-

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schult, erste Erfahrungen mit PkOrg liegen nach

den Prüfungssequenzen im ersten Quartal 2011

vor. Sicher kann man schon heute sagen, dass mit

diesem Systemwechsel der Planungs- und Organisationsaufwand

für die rund 300 Prüfungen vermindert

werden kann.

Wäckerli Johanna, Kantonale Prüfungsleiterin FAGE

Huber-Widmer Heidi, Chefexpertin FAGE

Willareth Marlise, Chefexpertin FAGE

Bilanz und Erfolgsrechnung 2010

Bilanz per 31. 12. 2010 in CHF

Aktiven

Flüssige Mittel 132 425

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 21 470

Aktive Rechnungsabgrenzung 223 690

Mobile Sachanlagen 1

377 586

Passiven

Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 79 961

Anzahlung von Kunden 0

Passive Rechnungsabgrenzung 33 987

Rückstellungen 60 000

Vereinskapital 141 698

Jahresgewinn 61 940

377 586

Erfolgsrechnung 2010 in CHF

Revisionsstelle: Hehlen Treuhand AG, Reinach

gesund

Einnahmen Ausgaben

Einnahmen aus Kursgelder ÜK 1 070 185

Mitgliederbeiträge 330 000

Kantonsbeiträge 410 920

Übriger Ertrag 54 656

Total 1 865 761

Personalaufwand 1 043 773

Aufwand für Material, Waren und Dienstleistungen 79 846

Raumaufwand 218 570

URE, Ersatz 14 904

Sachversicherungen, Abgaben und Gebühren 1 866

Energie und Entsorgungsaufwand 3 273

Verwaltung und Informatikaufwand 91 775

Werbeaufwand, Veranstaltungen 286 196

Total Betriebsaufwand 1 740 203

Finanzaufwand 137

Finanzertrag 696

Abschreibungen 24 177

Aussserordentliche Rückstellungen 40 000

Unternehmungserfolg 61 940

11


Willkommen im Gesundheitswesen!

Lernende, Studierende Lehrbeginn 2010

VNS

PA FAGE GB* FAGE NB* Diplom HF*

Adullam Geriatrie Spital, Basel

Bethesda-Spital, Basel

Felix Platter-Spital, Basel

Hildegard Hospiz, Basel

Hirslanden Klinik Birshof, Münchenstein

Hospiz im Park, Arlesheim

Ita Wegman Klinik AG, Arlesheim

Klinik Sonnenhalde, Riehen

Lukas Klinik, Arlesheim

Merian Iselin, Basel

Praxisklinik Rennbahn, Muttenz

Reha Chrischona, Bürgerspital Basel

REHAB Basel

Schmerzklinik, Basel

St. Claraspital AG, Basel

Universitäre Psychiatrische Klinik Basel, UPK

Universitäts-Kinderspital beider Basel UKBB

Universitätsspital Basel

**

KoKo

Kantonale Psychiatrische Dienste Baselland

Kantonsspital Bruderholz

Kantonsspital Laufen

Kantonsspital Liestal

* FAGE GB = dreijährige Grundausbildung

* FAGE NB = modulare Weiterbildung für Erwachsene

* Diplom HF = Pflegefachfrau/-mann HF

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PA FAGE GB* FAGE NB* Diplom HF*

BAP

Alters-, Pflegeheime, Wohnheime, Alterszentren PA FAGE GB* FAGE NB* Diplom HF*

Aesch, Im Brüel

flexibel

Allschwil / Schönenbuch, Am Bachgraben **

Arlesheim, Stiftung Landruhe

Arlesheim, Stiftung Obesunne

Binningen, Langmatten

Binningen, Verein Pflegewohnungen

Birsfelden, Zur Hard

Bubendorf, Am Weiher

Frenkendorf, Eben-Ezer

Frenkendorf, Schönthal

Gelterkinden, Altersheimstiftung

Läufelfingen, Homburg

Laufen, Rosengarten

Liestal, Brunnmatt

Liestal, Frenkenbündten

Münchenstein, Hofmatt

Muttenz, Käppeli

Muttenz, Zum Park **

Niederdorf, Gritt Seniorenzentrum

Oberwil, Dreilinden

Oberwil, Johanneshaus

Ormalingen, Zentrum Ergolz

Pratteln, Nägelin-Stiftung

Pratteln, Madle

Reigoldswil, Moosmatt

Reinach, Aumatt

Sissach, Mülimatt

Therwil, Blumenrain **

Thürnen, Jakobushaus

** Praktikum 2, kein Anstellungsbetrieb

13


VAP

Alters-, Pflegeheime, Wohnheime, Alterszentren PA FAGE GB* FAGE NB* Diplom HF*

Adullam Stiftung, Basel **

Alban-Breite, Basel

Altershotel Murtengasse, Basel

Atrium Stiftung Basler Wirrgarten

Blindenheim Basel Stiftung der GGG, Basel

Bruderholz, Basel

CasaVita Hasenbrunnen, Basel

CasaVita Kannenfeld Basel

CasaVita Rosental

CasaVita Vincentianum, Basel

CasaVita Wettstein

dandelion, Basel **

Dominikushaus, Riehen

Falkenstein, Basel

Generationenhaus Neubad, Basel

Gundeldingen, Basel **

Gustav Benz Haus, Basel

Haus zum Wendelin, Riehen **

Hirzbrunnenhaus, Basel

Holbeinhof, Basel **

Humanitas, Riehen

Johanniter, Basel

Ländliheim, Basel

Lindenhof, Basel

Marienhaus, Basel

Marthastift, Basel

Neues Heim, Riehen

Pflegehotel St. Johann, Basel

Sonnenrain, Basel

St. Chrischona, Bettingen

St. Christophorus, Basel **

St. Elisabethen, Basel

Sternenhof Leben und Wohnen im Alter, Basel

Tertianum St. Jakobs-Park, Basel

Weiherweg, Basel

Wesley-Haus, Basel

Wiesendamm, Basel

Zum Lamm, Basel

Zum Wasserturm, Basel

14

Spitex BS

PA FAGE GB* FAGE NB* Diplom HF*

Spitex Basel **

Spitex Riehen-Bettingen

Spitex Verband BL

Spitexorganisationen PA FAGE GB* FAGE NB*

Allschwil-Schönenbuch **

Arlesheim

Betagtenhilfe Reinach

Binningen **

Birsfelden **

Birstal, Aesch

Bottmingen

Bubendorf

Gelterkinden und Umgebung

Haus- und Krankenpflege Biel-Benken

Hinteres Frenkental

Kranken- und Hauspflegeverein Wintersingen

Laufental

Lausen-Ramlinsburg-Arisdorf

Mittleres Leimental, Therwil

Münchenstein

Muttenz **

Oberes Homburgertal

Oberwil

Pratteln-Augst-Giebenach

Regio Liestal

Reinach

Sissach und Umgebung

Thürnen-Diepflingen

Waldenburgertal

aufbauend

15


Sekundarstufe II Tertiärstufe

Übersicht Gesundheitsberufe

Berufsorientierte Weiterbildung

Eidg. Diplom

Höhere Fachprüfung

Fachausweis

Eidg. Berufsprüfung

_ Medizinische / -r

Masseur / -in

_ Transportsanitäter / -in

_ und weitere

Berufsattest EBA

Assistent /-in

Gesundheit und

Soziales

Diplom NDS HF Master FH*

Diplom HF

Höhere Fachschule (HF)

_ Aktivierungsfachmann / -frau

_ Biomed. Analytiker / -in

_ Dentalhygieniker / -in

_ Fachmann / -frau für med.

techn. Radiologie

_ Fachmann / -frau Operationstechnik

_ Orthoptist / -in

_ Pflegefachmann / -frau

_ Podologe / Podologin

_ Rettungssanitäter / -in

Berufslehren EFZ

Berufsmatura

lehrbegleitend,

berufsbegleitend,

Vollzeit

_ Fachmann / -frau Gesundheit

_ Podologe / Podologin

_ und weitere

Obligatorische Schulzeit

Bachelor*

* weitere Informationene zu CAS / DAS / MAS unter www.gesundheitsberufe.ch/weiterbildung

* weitere Informationen zu CAS / DAS / MAS unter www.gesundheitsberufe.ch/weiterbildung

Fachhochschule (FH)

_ in Ergotherapie

_ in Ernährung und Diätetik

_ Hebamme

_ in Pflege

_ in Physiotherapie

_ in medizinisch technischer

Radiologie

Fachmatura

Master*

Bachelor*

Universität

Fachmittelschule Matura

Gymnasium


Geschäftsbericht 2010

Kontakt

OdA Gesundheit beider Basel

Emil Frey-Strasse 100

4142 Münchenstein

Tel: 061 552 65 59, Fax: 061 552 69 32

Mail: info@oda-gesundheit.ch

www.oda-gesundheit.ch

www.xundjobs.ch

© April 2011

Impressum

Redaktion: Geschäftsstelle OdA

Gestaltung: vista point, Basel

Fotos: Stefan Schmidlin

Druck: Kreis Druck AG, Basel

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