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Druckdaten Handbuch Suizidprävention inkl ... - TelefonSeelsorge

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Anzahl der Suizide 2.1 |

Anzahl der Suizide 2.1 | Basisfragen 1.200 1.000 800 600 400 200 0 Jan Feb Mär Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez Suizide in Deutschland 2007 und 2006 Abb. 2.4: Suizide in Deutschland 2007 und 2006 im Monatsvergleich (Quelle: Statistisches Bundesamt.) 12/2009

2.2 Hintergründe suizidaler Krisen Suizidalität ist keine psychische oder physische Krankheit. Suizidale Menschen erleben in ihrer Krise extreme seelische und körperliche Zustände, die Krankheitswert haben, aber zugleich zutiefst menschlich sind: Suizid ist eine Möglichkeit, die nur der Mensch hat. Wie kommt es zu einer solchen Krise? Welche Merkmale hat diese Krise? „Krise“ bedeutet Ausnahmezustand, hier eines Individuums. Im engeren und hier gemeinten Sinne geht es nicht um lebensphasenspezifi sche, länger andauernde Krisen, wie Pubertät, Midlife-Crisis, Wechseljahre oder ähnliches, sondern um einen als traumatisch erlebten Ausnahmezustand, der durch bedrohliche Veränderungen im psychosozialen Lebensraum hervorgerufen wird. Das Individuum reagiert mit Angst und Hilfl osigkeit (Engführung der Gefühle). Bisherige Bewältigungsmuster versagen, der Druck zur Lösung bleibt aber und ist enorm. Die Person ist unfähig, eine Entscheidung bzw. Lösung herbeizuführen. Sonneck defi niert Krise so: „Verlust des seelischen Gleichgewichts, den ein Mensch verspürt, wenn er mit Ereignissen und Lebensumständen konfrontiert wird, die er im Augenblick nicht bewältigen kann, weil sie von der Art und vom Ausmaß her seine durch frühere Erfahrungen erworbenen Fähigkeiten und erprobten Hilfsmittel zur Erreichung wichtiger Lebensziele oder zur Bewältigung seiner Lebenssituation überfordern.“ (SONNECK, 2000; zit. N. Siebert, 2004, S. 5). Hintergründe suizidaler Krisen 2.2 „Krise“ ist ein relativer Begriff . Ob ein Mensch seine Situation als Krise erlebt, hängt also stark von subjektiven Vorerfahrungen, Bedeutungszuschreibungen und von Umgebungsfaktoren ab. Insofern könnte man auch sagen: Ein Mensch befi ndet sich in einer Krise, wenn er das Gefühl hat und sagt, dass er sich in einer Krise befi ndet. Auslöser solch kritischer Situationen und Zustände können zum Beispiel Katastrophenerfahrungen sein (Unfälle, Naturkatastrophen), Trennung von wichtigsten Bezugspersonen (Eltern, Kinder, Partner), Trennung durch Tod, schlimme Erkrankungen, Arbeitsunfähigkeit, Verlust des Arbeitsplatzes, schwierige Ortswechsel (Umzug), auch Schuld-, Scham- oder Versagensgefühle nach belastenden zwischenmenschlichen Situationen (Streit, moralische oder religiöse Verfehlungen). Im psychischen Erleben geht eine solche Krise einher mit Symptomen wie starker Unruhe, Schlafstörungen, gedanklichen Einengungen und Verwirrtheit, Angstzuständen, Verzweifl ung bis hin zu Suizidgedanken. Kann die Krise durch die Erweiterung der eigenen Erlebens- und Handlungsmöglichkeiten nicht bewältigt werden, kommt es zur „Einengung bisheriger Lebensmöglichkeiten, zur Entwicklung chronischer Persönlichkeitsstörungen und erhöhter Krisenanfälligkeit“ (SEID- LITZ, 1995, S. 214). Bei der suizidalen Krise geht es um eine solche Engführung: Der Druck über die Aussichtslosigkeit der Situation und die Belastung über die Unmöglichkeit, eine Lösung herbeizuführen wird so stark, dass der Suizid als eine solche (Er-)Lösung vorgestellt und empfunden wird. Die Psychoanalyse sieht den Suizid im Beziehungskontext: Wenn jemand einen Menschen verliert, „an den er ambivalent – liebend und hassend – Basisfragen | 2.2

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