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Der Maulwurf - FWU

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DVD 46 02458 / VHS 42 01794 13 min, Farbe<br />

<strong>FWU</strong>-Klassiker<br />

<strong>Der</strong> <strong>Maulwurf</strong><br />

00<br />

<strong>FWU</strong> – Schule und Unterricht<br />

<strong>FWU</strong> –<br />

das Medieninstitut<br />

der Länder<br />

®


Lernziele –<br />

nach Lehrplänen und Schulbüchern<br />

Den ober- und unterirdischen Lebensraum des<br />

<strong>Maulwurf</strong>s kennen lernen; Besonderheiten im<br />

Körperbau des <strong>Maulwurf</strong>s als Anpassungen an<br />

seine unterirdische Lebensweise deuten; den<br />

<strong>Maulwurf</strong> als Lästling erkennen, wenngleich<br />

er – nahrungsökologisch betrachtet – eher ein<br />

Regenwurmfresser als ein Insektenverzehrer<br />

ist; das lebensraumtypische Verhalten des<br />

<strong>Maulwurf</strong>s erkennen und beschreiben<br />

Zum Inhalt<br />

Nach der Vorstellung des oberirdischen Lebensraumes<br />

folgen wir dem <strong>Maulwurf</strong> in<br />

sein Gangsystem unter der Erde. Mit seinen<br />

extrem verkürzten Vorderbeinen gräbt er<br />

sich durch das Erdreich. Seine durch ein<br />

Sichelbein verbreiterten Vorderpfoten sind<br />

ausgezeichnete Grabwerkzeuge. Die gelockerte<br />

Erde wird entweder in die Gangwände<br />

gepresst oder an die Erdoberfläche<br />

transportiert. Zeitlupenaufnahmen machen<br />

es möglich, ihn bei seiner Grabtätigkeit ausführlich<br />

zu beobachten.<br />

Im Frühjahr überschwemmen häufig lang<br />

anhaltende Regenfälle das Gangsystem des<br />

<strong>Maulwurf</strong>s. Um nicht zu ertrinken, muss er<br />

seinen Lebensraum verlassen. Dabei erweist<br />

sich der <strong>Maulwurf</strong> als tüchtiger Schwimmer.<br />

Ist das Wasser versickert, kehrt er in sein<br />

Gangsystem zurück. Mehrmals am Tag<br />

durchstreift der <strong>Maulwurf</strong> sein unterirdisches<br />

Revier. Dabei legt er täglich 2 bis 3 km<br />

Strecke zurück. Das Gewicht seines Körpers<br />

liegt nicht auf der flachen Hand, sondern<br />

auf der Handkante, das heißt auf Daumen<br />

und Sichelbein. Die Hinterbeine sorgen für<br />

den Antrieb.<br />

Zwischen seinen Streifzügen ruht der <strong>Maulwurf</strong><br />

jedes Mal aus, in der Regel 3 bis 4 Stun-<br />

2<br />

den. Dabei lassen sich das samtartige Fell<br />

ohne Strich, die stecknadelkopfgroßen Augen<br />

und die Ohren (ohne Ohrmuscheln)<br />

deutlich beobachten. <strong>Der</strong> Schwanz ist ein<br />

wichtiges Tastorgan. Seine Tastbewegungen<br />

liefern zusätzliche Orientierungshilfen. Mit<br />

seiner rüsselartigen Nase spürt er zahlreiche<br />

Beutetiere auf. Neben Insekten und Insektenlarven<br />

stehen vor allem Regenwürmer<br />

auf seinem Speisezettel. <strong>Der</strong> <strong>Maulwurf</strong><br />

ist ein reiner Fleischfresser. Ein deutlicher<br />

Beweis dafür ist sein Insektenfressergebiss<br />

mit 44 spitzen Zähnen.<br />

Sind genügend Beutetiere vorhanden, vergräbt<br />

der <strong>Maulwurf</strong> überflüssige Nahrung.<br />

Je nach Bodenbeschaffenheit liegt das<br />

Gangsystem bis zu 60 cm tief unter der Erde.<br />

Mehrere animierte Grafiken vermitteln<br />

eine gute Übersicht über seinen unterirdischen<br />

Lebensraum. In seinem Mittelpunkt<br />

befindet sich mindestens ein weich gepolsterter<br />

Nestkessel. Hier schläft der <strong>Maulwurf</strong><br />

und hier bringt das Weibchen im Mai nach<br />

einer Tragzeit von in der Regel vier Wochen<br />

3 bis 4 Junge zur Welt. Sie sind nackt und<br />

blind und können bereits von Nestparasiten<br />

(Flöhe) befallen sein. Da Maulwürfe Einzelgänger<br />

sind, müssen die ausgewachsenen<br />

Jungtiere das mütterliche Gangsystem verlassen.<br />

<strong>Maulwurf</strong>sbaue werden häufig durch andere<br />

Tierarten besiedelt. <strong>Der</strong> Film zeigt Hummeln,<br />

die im <strong>Maulwurf</strong>snest ein Volk gegründet<br />

haben. Auf der Suche nach einem eigenen<br />

Lebensraum sind die Jungtiere großen Gefahren<br />

ausgesetzt. Während Hund und Katze<br />

den <strong>Maulwurf</strong> töten, ohne ihn zu fressen, ist<br />

er für viele räuberisch lebende Säugetiere<br />

(Iltis, Baummarder, Fuchs, Wiesel) und Vögel<br />

(Schleiereule, Waldkauz, Bussard, Storch,<br />

Reiher, Kranich) ein wichtiges Beutetier. Seine<br />

natürlichen Feinde können den <strong>Maulwurf</strong>


in seinem Bestand nicht gefährden. Das<br />

schafft schon eher der Mensch aufgrund<br />

seiner Unwissenheit über die Lebensweise<br />

des <strong>Maulwurf</strong>s. Aufgewühlte Erde in Vorgarten<br />

und Rasen haben ihn sehr unbeliebt gemacht.<br />

Indem er zahlreiche Schadinsekten<br />

vertilgt, den Boden lockert, vermischt,<br />

durchlüftet und drainiert, macht er diese<br />

Schönheitsfehler aber längst wieder wett.<br />

Als so genannter „Lästling“ wird der <strong>Maulwurf</strong><br />

weder als ausgesprochener Schädling<br />

noch als reiner Nützling angesprochen. Im<br />

Übrigen steht der <strong>Maulwurf</strong> unter Naturschutz<br />

und darf weder gefangen noch getötet<br />

werden.<br />

Ergänzende Informationen<br />

Gemäß den Anforderungen von Richtlinien<br />

und Rahmenplänen sowie den Themenstrukturierungen<br />

der Schulbücher für verschiedene<br />

Jahrgangsstufen informiert der Film<br />

über ökoethologische Aspekte als Exempel<br />

für Beziehungszusammenhänge (Körperbau<br />

und Verhalten als Anpassungsmerkmale an<br />

die belebte und unbelebte Umwelt. <strong>Der</strong> Film<br />

führt durch „das Jahr des <strong>Maulwurf</strong>s“ und<br />

zeigt gleichzeitig einen Querschnitt durch<br />

das Leben dieser solitär auftretenden, territorialen<br />

heimischen Tierform.<br />

Zur Verwendung<br />

<strong>Der</strong> Film soll mit seinen besonders informativen<br />

und bestechenden Einstellungen für<br />

einen humanen und pfleglichen Umgang mit<br />

unserer Welt motivieren. Dazu werden entsprechende<br />

biologische Grundinformationen<br />

geliefert. „<strong>Der</strong> <strong>Maulwurf</strong>“ begleitet den<br />

Betrachter auf einer „Expedition vor der<br />

Haustür“ und steht beispielhaft für das<br />

Herausgabe und bearbeitete Fassung<br />

<strong>FWU</strong> Institut für Film und Bild, 1990<br />

Produktion<br />

Institut für den Wissenschaftlichen Film Göttingen<br />

Trick<br />

Filmproduktion Armin Lang, Stuttgart<br />

Schnitt<br />

Charly Fugund<br />

Ton<br />

Bodo Rucker<br />

Begleitkarte<br />

Prof. Dr. Günter R. Witte<br />

Fachberatung<br />

Prof. Dr. Günter R. Witte<br />

Pädagogischer Referent im <strong>FWU</strong><br />

Ulrich Berner<br />

Verleih durch Landes-, Kreis- und Stadtbildstellen,<br />

Medienzentren<br />

Verkauf durch <strong>FWU</strong> Institut für Film und Bild,<br />

Grünwald<br />

Nur Bildstellen/Medienzentren: öV zulässig<br />

© 2007<br />

<strong>FWU</strong> Institut für Film und Bild<br />

in Wissenschaft und Unterricht<br />

gemeinnützige GmbH<br />

Geiselgasteig<br />

Bavariafilmplatz 3<br />

D-82031 Grünwald<br />

Telefon (0 89) 64 97-1<br />

Telefax (0 89) 64 97-240<br />

E-Mail info@fwu.de<br />

„Abenteuer Biologie“ im Unterricht. 1’7/5/07 Bau<br />

vertrieb@fwu.de<br />

Internet www.fwu.de


®<br />

<strong>FWU</strong> Institut für Film und Bild<br />

in Wissenschaft und Unterricht<br />

gemeinnützige GmbH<br />

Geiselgasteig<br />

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D-82031 Grünwald<br />

Telefon (0 89) 64 97-1<br />

Telefax (0 89) 64 97-300<br />

E-Mail info@fwu.de<br />

Internet http://www.fwu.de<br />

zentrale Sammelnummern für<br />

unseren Vertrieb:<br />

Telefon (0 89) 64 97-4 44<br />

Telefax (0 89) 64 97-2 40<br />

E-Mail vertrieb@fwu.de<br />

Laufzeit: 13 min<br />

Kapitelanwahl auf DVD-Video<br />

Sprache: Deutsch<br />

Systemvoraussetzungen<br />

bei Nutzung am PC<br />

DVD-Laufwerk und<br />

DVD-Player-Software,<br />

empfohlen ab Windows 98<br />

Alle Urheber- und<br />

Leistungsschutzrechte<br />

vorbehalten.<br />

Nicht erlaubte/genehmigte<br />

Nutzungen werden<br />

zivil- und/oder<br />

strafrechtlich verfolgt.<br />

LEHR-<br />

Programm<br />

gemäß<br />

§ 14 JuSchG<br />

<strong>FWU</strong> – Schule und Unterricht<br />

■ 1:1 DVD-VIDEO 46 02458 DVD mit Kapitelanwahlpunkten<br />

■ VHS 42 01794<br />

13 min, Farbe<br />

<strong>FWU</strong>-Klassiker<br />

<strong>Der</strong> <strong>Maulwurf</strong><br />

Nach einer kurzen Vorstellung des <strong>Maulwurf</strong>s werden<br />

die verschiedenen Anpassungen (kurze Extremitäten,<br />

Grabschaufeln, Sichelbeine, Fell, Augen, Ohren,<br />

Schwanz) an seinen Lebensraum aufgezeigt. Zahlreiche<br />

Einstellungen zur Nahrungsaufnahme und vom Gebiss<br />

des <strong>Maulwurf</strong>s machen deutlich, dass er ein reiner<br />

Fleischfresser ist. Nach einer kurzen Sequenz über die<br />

Jungtiere stehen seine natürlichen Feinde im Vordergrund.<br />

Ergänzende Trickaufnahmen erläutern sein weit<br />

verzweigtes unterirdisches Gangsystem.<br />

Bei diesem Film handelt es sich um eine <strong>FWU</strong>-Produktion<br />

aus dem Jahr 1990.<br />

Schlagwörter<br />

<strong>Maulwurf</strong>, Erdbau, Anpassung, Lebensweise<br />

Biologie<br />

Zoologie • Wirbeltiere • Säugetiere • Wild lebende Tiere<br />

Grundschule<br />

Sachkunde • Tier, Wildtier<br />

Allgemeinbildende Schule (3–6)<br />

Sonderschule

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