STUDIENFÜHRER VERWALTUNGS- UND WIRTSCHAFTS ... - VWA

vwaaachen

STUDIENFÜHRER VERWALTUNGS- UND WIRTSCHAFTS ... - VWA

STUDIENFÜHRER

VERWALTUNGS- UND WIRTSCHAFTS-

AKADEMIE AACHEN e.V.


INHALT

Vorwort 3

Leitung der Verwaltungs- und Wirtschafts- 4

Akademie Aachen

Geschichte der Verwaltungs- und 5

Wirtschafts-Akademie Aachen

Stimmen zum Studium 6

Praktiker im Studium 8

Dozentenverzeichnis 10

Zulassungsvoraussetzungen 13

Erläuterungen zum Studium 14

Übersicht über das Studienangebot 16

der Pflichtveranstaltungen

Prüfungsordnung 18

VWA-Standorte in Deutschland 25

Die VWA auf einen Blick 26


VORWORT

Bei der Bewältigung der Zukunftsaufgaben hat

die Weiterbildung eine Schlüsselfunktion. Seit

über 50 Jahren ist die Verwaltungs- und Wirtschafts-Akademie

Aachen ein Garant für flexible

Anpassung und kontinuierliche Weiterentwicklung

beruflicher Qualifikation.

Wenn auch immer wieder gesagt wird, dass

Weiterbildung für die Unternehmen und öffentlichen

Institutionen ein unverzichtbares Instrument

zur Sicherung der Arbeitsplätze und zur Verbesserung

der Wettbewerbsfähigkeit ist, so liegt

doch letztlich die Initiative – besonders bei zeitlich

umfangreichen Weiterbildungsmaßnahmen – oft

bei den einzelnen Interessenten.

Die VWA verlangt ihren Studierenden mit ihrem

dreieinhalbjährigen berufsbegleitenden Studium

in Abendform viel Engagement, Durchhaltevermögen

und Stressstabilität ab. Aber gerade diese

Herausforderung gegen den beruflichen Trott

wird von den Arbeitgebern sehr positiv gesehen.

Jürgen Drewes

Akademieleiter

Prof. Malte Brettel

Studienleiter

Bedeutend für den Ruf der VWA ist auch, dass

die Veranstaltungen sowohl von renommierten

Hochschullehrern wie auch von erfahrenen

Praktikern angeboten werden. Das beugt jeder

rein akademisch vermittelten Theorie vor und

garantiert vielmehr einen soliden theoriegestützten

Praxisbezug.

Wir laden Sie ein, den vorliegenden Studienführer

aufmerksam zu lesen und der Frage nachzugehen,

inwieweit Sie mit der VWA Aachen Ihrer Arbeit

und Ihrer Kompetenz neue Impulse verleihen und

Ihren Wissensstand aktualisieren, um sich so für

höherwertige Tätigkeiten vorzubereiten. Die meisten

der bisherigen Absolventinnen und Absolventen

konnten berichten, dass sie mit dem

Diplom der VWA ihre bisherigen Beschäftigungsverhältnisse

nicht nur stabilisieren, sondern verbessern

konnten.

Wolfgang Loggen

Geschäftsführer

3


4

LEITUNG DER

VERWALTUNGS- UND WIRTSCHAFTS-AKADEMIE AACHEN

AKADEMIELEITER

Ass. Jürgen Drewes

Hauptgeschäftsführer der Industrie- und Handelskammer Aachen

STELLVERTRETENDER AKADEMIELEITER

Oberbürgermeister Dr. Jürgen Linden

KURATORIUM

Das Kuratorium beschließt über alle Angelegenheiten,

die gesetzlich der Mitgliederversammlung

im Sinne der vereinsrechtlichen Vorschriften vorbehalten

sind. Weitere Aufgaben sind z.B. die

Wahl der Studienleitung, die Festsetzung der Teilnahmegebühren,

die Aufstellung des Haushaltsplanes

und die Entgegennahme des Rechnungsabschlusses.

Dem Kuratorium gehören der

STUDIENLEITER

Universitätsprofessor Dr. rer. pol. Malte Brettel

Rheinisch-Westfälische Technische Hochschule Aachen

GESCHÄFTSFÜHRER

Dipl.-Ing. Dipl.-Theol. Wolfgang Loggen

Akademieleiter und der Studienleiter, deren

Stellvertreter und weitere Personen an, die an

der beruflichen Qualifizierung von Beschäftigten

aus Industrie, Handel, sonstiger gewerblicher

Wirtschaft und aus öffentlicher Verwaltung Interesse

zeigen und über besondere Sachkunde

verfügen.


GESCHICHTE DER

VERWALTUNGS- UND WIRTSCHAFTS-AKADEMIE AACHEN

Die ersten Akademien sind in Deutschland bereits

vor dem ersten Weltkrieg als Verwaltungs-Akademien

entstanden. Sie sollten seinerzeit eine

„außerdienststündliche“ Fortbildung für nichtakademische

Beamte und Angestellte in Behörden

ermöglichen. Die Aachener Akademie wurde

bis zum Ende des zweiten Weltkrieges als Teilanstalt

der 1926 gegründeten Verwaltungs-Akademie

Köln geführt. Nach dem Kriege etablierte

sich die Aachener Akademie als selbstständige

Einrichtung. Die Genehmigung hierzu wurde von

der britischen Militärregierung am 04.12.1947

und vom Innenministerium des Landes Nordrhein-Westfalen

am 15.03.1948 (Aktz. II A

663/48) erteilt. Die Bezeichnung wurde wie bei

den übrigen Akademien im Bundesgebiet in

„Verwaltungs- und Wirtschafts-Akademie“ erweitert,

um der steigenden Bedeutung einer

engen Verzahnung von Verwaltung und Wirtschaft

Rechnung zu tragen.

Der Studienbetrieb wurde mit dem ersten verwaltungs-

und kommunalwissenschaftlichen

Studiengang im Jahr 1950 aufgenommen. Erster

Akademieleiter war Oberstadtdirektor Albert

Servais, sein Stellvertreter der Präsident der IHK,

Hermann Heusch. Als erster Studienleiter wurde

der Kölner Staatsrechtler Professor Hans Peters

gewonnen.

Während die Hörer aus Verwaltung und Wirtschaft

zunächst nur auf freiwilliger Basis die

Diplomprüfung ablegen konnten und nur unter

besonderen Voraussetzungen ein „Kommunalverwaltungsdiplom“

erteilt wurde, war ab dem

dritten Studiengang (d.h. ab 1956) je nach

belegter Studienrichtung der Abschluss mit

einem Verwaltungs-, Kommunal- oder Wirtschaftsdiplom

möglich. Seit dem Jahr 1970

konnte schließlich ein Wirtschaftsdiplom betriebswirtschaftlicher

Fachrichtung mit der

Berechtigung zur Führung der Bezeichnung

„Betriebswirt (VWA)“ erworben werden.

Bis zum Wintersemester 2005/2006 wurden

insgesamt 25 Studiengänge durchgeführt.

Studienbeginn war bis zum 14. Studiengang

(Dauer: Wintersemester 1989/90 bis Wintersemester

1992/93) alle drei Jahre. Mit dem 15.

Studiengang (ab Wintersemester 1992/93) wurde

auf einen jährlichen Studienbeginn umgestellt.

Insgesamt haben bis zum Wintersemester

2005/2006 1215 Kandidatinnen und Kandidaten

die Diplomprüfung zur Betriebswirtin (VWA) bzw.

zum Betriebswirt (VWA) erfolgreich abgelegt.

Jakob Rohn

Geschäftsstelle der Verwaltungs- und

Wirtschafts-Akademie Aachen

5


6

STIMMEN ZUM STUDIUM

„Praxisorientierte Weiterbildung ist das Herausragende,

das wir an der Zusammenarbeit mit

der VWA schätzen. Die Absolventen der Studiengänge

haben eine fundierte Basis für ihre berufliche

Entwicklung im Unternehmen gelegt,

wodurch ihnen vielfältige Einsatzmöglichkeiten

offen stehen. Dies wird durch Karrierewege

ehemaliger Absolventen belegt.“

Günther Fleig,

Personalvorstand der Daimler Chrysler AG,

Stuttgart

„Die VWA ist nicht von ungefähr eine bei den

Unternehmen hoch geschätzte Einrichtung. Die

Absolventen sind bekannt dafür, dass sie in der

beruflichen Praxis mit hervorragender Qualifikation

und überdurchschnittlichem Leistungsvermögen

überzeugen... Meinen Unternehmerkollegen

kann ich nur raten, das Potenzial der Verwaltungs-

und Wirtschafts-Akademien zu nutzen

und Mitarbeiter, die diesen beschwerlichen Weg

auf sich nehmen, zu unterstützen.“

Dr. Dieter Hundt,

Präsident der Bundesvereinigung der

Deutschen Arbeitgeberverbände, Berlin

„Das Studium an der Verwaltungs- und Wirtschaftsakademie

war für mich persönlich ein

wesentlicher Schritt zu meiner beruflichen Weiterentwicklung.

Ich halte aufgrund meiner Erfahrungen

die Studienmöglichkeiten, welche von

den Verwaltungs- und Wirtschafts-Akademien

angeboten werden, für unabdingbar in der heutigen

wirtschaftlichen und gesellschaftlichen

Situation, um erfolgreich in der Praxis bestehen

zu können. Die praxisorientierte Ausrichtung

dieser Ausbildung bedingt ihre Einzigartigkeit

und stellt ihren wichtigsten Vorteil dar.“

Hubert Schulte-Kemper,

Vorstandsvorsitzender der Hypothekenbank in

Essen AG, Essen

„Der erfolgreiche Berufsweg vieler VWA-Absolventen

beweist immer wieder, dass sich der

hohe Einsatz lohnt. An den Akademien sind

Hochschullehrer und andere hervorragende

Fachleute tätig. Auch wer mit seinem Schulabschluss

keine Hochschulreife erworben hat,

kann mit ihnen arbeiten und bei ihnen lernen.

Die VWA bietet eine besondere berufliche Weiterbildung,

die man nutzen sollte.“

Prof. Dr. Ernst Benda,

Präsident des Bundesverfassungsgerichts a. D.,

Karlsruhe


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PRAKTIKER IM STUDIUM

„Wenn es die Verwaltungs- und Wirtschafts-

Akademien nicht gäbe, müssten sie eigentlich

erfunden werden“, sagen Unternehmer, die

regelmäßig die Absolventen dieser Bildungseinrichtung

einstellen. Sie sind private Einrichtungen

und als eingetragene Vereine nach Bürgerlichem

Gesetzbuch organisiert. Träger sind die kommunalen

Selbstverwaltungseinrichtungen im öffentlichen

Bereich und in der Wirtschaft. Viele Industrie-

und Handelskammern sind mit den

Akademien eng verbunden und tragen mit dazu

bei, den Charakter der Akademien als selbstständige

Bildungseinrichtungen im deutschen

Bildungsgefüge zu wahren.

Seit der Wiedergründung von Akademien im Jahr

1949 wurden 110.000 Diplome ausgehändigt;

davon zwei Drittel in den wirtschaftswissenschaftlichen

und ein Drittel in den verwaltungswissenschaftlichen

Studiengängen. Jährlich sind mehr

als 20.000 Studierende an den Akademien eingeschrieben.

Aus einer Umfrage des Diplom-Inhaber-Verbandes

wurde festgestellt, dass in der Wirtschaft

fast drei Viertel der Absolventen innerhalb von

zwei Jahren berufliche Vorteile angeben konnten.

Bemerkenswert ist, dass die beruflichen Vorteile

nur zu einem guten Drittel durch einen Wechsel

des Arbeitgebers erreicht wurden. Von den

Wirtschaftsabsolventen hatten 63 Prozent Positionen

im gehobenen Management bis hin zu

Spitzenpositionen. Relativ hoch ist auch der

Anteil der Selbstständigen mit etwa 13 Prozent,

wovon sich jedoch 80 Prozent überwiegend als

Steuerbevollmächtigte oder in der Versicherungsbranche

selbstständig gemacht haben.

Das Betriebswirte-Modell der Akademien kann

für sich in Anspruch nehmen, ein bundesweit

anerkanntes Konzept im kaufmännischen

Bereich darzustellen. Ziel des Studiums ist die

wissenschaftliche Weiterbildung von Führungskräften

in der Wirtschaft im Sinne der Universalität

der Hochschulen. Erfordernisse der Praxis und

die Berufserfahrung sollen in besonderer Weise

berücksichtigt werden. Da die Maßnahmen

berufsbegleitend durchgeführt werden, ist die

Verbindung zur Praxis gesichert. Darin sehen

die Akademien die von ihnen angestrebte Synthese

zwischen betrieblicher Ausbildung und

beruflicher Praxis einerseits sowie theoretischer

und wissenschaftsorientierter Wissensvermittlung

andererseits. Durch den Lehrkörper, dem neben

Hochschullehrern auch Führungskräfte aus der

Wirtschaft angehören, soll dies sichergestellt

werden.

Auf der Suche nach Alternativen zum Hochschulstudium

könnten die Akademien eine richtungsweisende

Antwort geben.

Der VWA-Absolvent ist der in der Wirtschaft

ausgebildete und weiterbildungswillige Mitarbeiter,

der mit erheblichem persönlichen Einsatz Intensität

und Durchhaltevermögen unter Beweis

gestellt und damit gezeigt hat, dass er in vielseitiger

Form belastbar ist.“

Auszug:

Geerd Woortmann †

Leiter der Abteilung Weiterbildung des

Deutschen Industrie- und Handelstages


Dozentenverzeichnis __

Braun, Dirk, Dipl.-Kfm.

Lehr- und Forschungsgebiet f. Entscheidungsforschung

u. Finanzdienstleistung der RWTH Aachen

braun@efi.rwth-aachen.de

Brettel, Prof. Dr. rer. pol.

Lehrstuhl f. Wirtschaftswissenschaften f. Ingenieure

und Naturwissenschaftler der RWTH Aachen

brettel@win.rwth-aachen.de

Brömmelmeyer, Prof. Dr. iur.

Lehr- und Forschungsgebiet Privatrecht und Internationales

Wirtschaftsrecht der RWTH Aachen

broemmelmeyer@wiwi.rwth-aachen.de

Clermont, Marcel, Dipl.-Kfm.

Lehrstuhl f. Unternehmenstheorie der RWTH Aachen

Clermont@lut.rwth-aachen.de

Decken, Elke, M.A.

elkedecken@yahoo.de

Dyckhoff, Harald, Prof. Dr. rer. pol.

Lehrstuhl für Unternehmensthorie der RWTH Aachen

Lut@lut.rwth-aachen.de

Freund, Matthias, Dr. rer. pol.

Bundeskartellamt, Bonn

Matthias.freund@bundeskartellamt.bund.de

Frings, Michael, Prof. Dr. iur.

Lehrgebiet Bürgerliches Recht und

Wirtschaftsrecht der Fachhochschule Aachen

Frings@fh-aachen.de

Gösgens, Jutta, Dipl.-Kff.

Personalbetreuerin

Jutta@ac-vision.de

Granados, Gilberto, Dr. rer. pol.

Lehrstuhl für VWL der RWTH Aachen

Gilberto.granados@rwth-aachen.de

Greten, Verena, Dr. rer. pol.

Referentin Ministerium Eupen

Verena.greten@dgov.be

Hellenbroich, Tobias, Dr. iur.

Rechtsanwalt, Aachen

hellenbroich@anwaltsgemeinschaft-ac.de


Holtemöller, Oliver, JunProf., Dr.

Allgemeine Volkswirtschaftslehre der RWTH Aachen

Oliver.holtemoeller@rwth-aachen.de

Houben, Egidius, Drs.

Onderwijs Service Bureau Arnhem

e.houben@osg.nl

Kavermann, Markus, Dr. rer.pol.

Lehrstuhl für Betriebswirtschaftslehre, Unternehmungsrechnung der RWTH Aachen

Markus.Kavermann@lur.rwth-aachen.de

Karla, Jürgen, Dr. rer. pol.

Lehrstuhl für Wirtschaftsinformatik & OR der RWTH Aachen

Karla@winfor.rwth-aachen.de

Keller, Matthias, Dr. iur.

Vorsitzender Richter, Verwaltungsgericht Aachen

Matthias.Keller@vg-aachen.nrw.de

Kunter, Marcus, Dipl.-Kfm.

Lehrstuhl für Unternehmenspolitik und Marketing der RWTH Aachen

mk@lum.rwth-aachen.de

Linn, Ingo

Steuerberater

Ingo.linn@steuerberater-schuler.de

Loggen, Wolfgang, Dipl.-Ing. Dipl. Theol.

Leiter der Zentralen Studienberatung der RWTH Aachen

info@vwa-aachen.de

Lorz, Oliver, Prof. Dr. sc. pol.

Lehr- und Forschungsgebiet

Internationale Wirtschaftsbeziehungen der RWTH Aachen

Lorz@rwth-aachen.de

Mensler, Stefan, Prof. Dr. iur.

Fachbereich Wirtschaft der Fachhochschule Gelsenkirchen

Stefan.mensler@web.de

Nowatius, Niklas, Dr. iur.

Richter Amtsgericht Essen

Niklas.nowatius@ag-essen.nrw.de

Paape, Björn, Dipl.-Kfm., Prof. Dr. päd. Dr. phil.

Lehrgebiet Didaktik der Wirtschaftslehre der RWTH Aachen

Paape@wiwi.rwth-aachen.de

Peter, Christoph,

Rechtsanwalt

kanzlei@rapeter.de

Rassenhövel, Sylvia, Dipl.-Kff.

Lehrstuhl für Unternehmenstheorie der RWTH Aachen

rassenhoevel@lut.rwth-aachen.de


Rawanschad, Andrea

Rechtsanwältin

Andrea@Rawanschad.de

Schmidt, Ludger, Prof. Dr.-Ing.

Fachgebiet Mensch-Maschine-Systemtechnik der Universität Kassel

Ludger.Schmidt@gmx.de

Schreiber, Walter

Rechtsanwalt

post@walter-schreiber.de

Schüssler, Manuel, Dipl.-Volksw.

Lehr- und Forschungsgebiet f. Entscheidungsforschung

und Finanzdienstleistungen der RWTH Aachen

schuessler@abwl.rwth-aachen.de

Soiron, Marc

Rechtsanwalt, Aachen

soiron@anwaltsgemeinschaft-ac.de

Stich, Volker, Dr.-Ing.

FIR – Forschungsinstitut für Rationalisierung e.V.

volker.stich@fir.rwth-aachen.de

Thomas, Michael, Dipl.-Volksw.

Institut für Volkswirtschaftslehre II der RWTH Aachen

michael.thomas@vwl2.rwth-aachen.de

van Loo, Sebastian, Dipl.-Kfm.

Lehrstuhl für Unternehmenspolitik und Marketing der RWTH Aachen

svl@lum.rwth-aachen.de

Wagner, Thomas, Dipl.-Kfm.

Lehr- und Forschungsgebiet Wirtschaftsinformatik der RWTH Aachen

wagner@wi.rwth-aachen.de

Waletzke, Katrin, Dr. rer. pol.

Katrin.waletzke@t-online.de

Willms, Christiane

Rechtsanwältin

willms@anwaltsgemeinschaft-ac.de


ZULASSUNGSVORAUSSETZUNGEN

Zulassung zum wirtschaftswissenschaftlichen

Studiengang:

• Kaufleute und kaufmännische Angestellte mit

einer dreijährigen Regelausbildungszeit bzw.

IHK-Abschluss,

• Industrie- und Handwerksmeister sowie staatlich

geprüfte Techniker,

• Hochschulabsolventen mit einjähriger Berufstätigkeit,

• Beamte des gehobenen Dienstes,

• Angestellte im öffentlichen Dienst mit mindestens

der Angestelltenfachprüfung II.

In Ausnahmefällen können auch Bewerber, die

keine abgeschlossene Berufsausbildung oder

kein abgeschlossenes Studium aufweisen,

aufgrund ihrer Vorbildung oder ihres beruflichen

Werdeganges zugelassen werden. Über die

Zulassung entscheidet die Studienleitung.

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14

ERLÄUTERUNGEN ZUM STOFFANGEBOT UND ZU DEN PRÜFUNGEN

FÜR DAS STUDIUM DER BETRIEBSWIRTSCHAFTSLEHRE AN DER

VERWALTUNGS- UND WIRTSCHAFTS-AKADEMIE AACHEN

Der Stoffangebotsplan enthält die Mindestanforderungen

im Umfang von insgesamt etwa 900

Stunden, die gemäß der Rahmenstudienordnung

des Bundesverbandes Deutscher Verwaltungsund

Wirtschafts-Akademien nachgewiesen

werden müssen. Es handelt sich um Pflichtveranstaltungen,

die als Mindestnachweis eines

geordneten Studiums gelten. Sie umfassen die

Fachgebiete Betriebswirtschaftslehre, Volkswirtschaftslehre

und Recht. Unter der Bezeichnung

„Wirtschaftswissenschaften allgemein“ werden

Lehrveranstaltungen zusammengefasst, die fachübergreifend

sind.

Der Stoffangebotsplan ist so aufgebaut, dass das

gesamte Lehrangebot in zwei Jahren (4 Semestern)

einmal angeboten wird. Lediglich einige

Lehrveranstaltungen, wie z.B. „Einführung in die

Betriebswirtschaftslehre“ und „Allgemeine Volkswirtschaftslehre“,

die für Erstsemester verbindlich

sind, werden in jedem Wintersemester durchgeführt.

Dieses System ermöglicht es, dass in jedem

Wintersemester mit dem Studium begonnen werden

kann. Die Studierenden müssen sich dann

ihre Studienpläne aus den Lehrangeboten für das

jeweilige Semester zusammensetzen, und zwar in

der Art, dass sie das gesamte Lehrangebot auf 6

Semester verteilen. Das bedeutet für einen Jahrgang,

dass bei einem 6-semestrigen Studium die

Veranstaltungen des 1. und 2. Semesters auch

im 5. und 6. Semester noch gehört werden können,

wohingegen die Chance, die Veranstaltungen

des 3. bis 6. Semesters später zu belegen,

ohne eine Verlängerung des Studiums nicht

besteht. Das 7. Studiensemester steht für die

Prüfungsvorbereitung zur Verfügung, wozu die

Examensübungen angeboten werden.

Für jedes Semester wird ein Vorlesungsverzeichnis

herausgegeben. Hierin finden sich die in dem

Semester angebotenen Lehrveranstaltungen.

Die Art der Durchführung der Lehrveranstaltungen

wird durch die Dozentinnen/Dozenten bestimmt.

Die Lehrveranstaltungen sollen als Vorlesungen,

als Übungen, in denen Übungsscheine erworben

werden können, oder als Seminare, in denen

Seminarscheine erworben werden können,

durchgeführt werden. Die meisten Dozentinnen/

Dozenten trennen Vorlesungen und Übungen

nicht scharf, so dass die Studierenden immer

die Möglichkeit zu Rückfragen und zur Diskussion

während der Veranstaltung haben.

Übungs- und Seminarscheine werden für die

Lehrveranstaltungen aufgrund besonderer Leistungen

der Studierenden ausgestellt. Dabei

bestimmen die jeweiligen Dozenten/Dozentinnen

die Leistungsanforderungen. Sie bestehen in

der Regel aus dem erfolgreichen Bestehen einer

Klausur oder aus der erfolgreichen Anfertigung

einer schriftlichen Hausarbeit, ggf. nebst Vortrag

im Rahmen eines Seminars. Für die Zulassung

zur Diplomprüfung sind wenigstens je zwei mit

mindestens „ausreichend“ bewertete Übungsoder

Seminarscheine aus den Gebieten der

Betriebswirtschaftslehre, der Volkswirtschaftslehre

sowie des Wirtschaftsrechts vorzulegen.

Die Diplomarbeit wird in einem betriebswirtschaftlichen

Fach angefertigt. Nicht alle Dozentinnen

und Dozenten betreuen immer oder unbegrenzt

Diplomarbeiten. Die Kandidaten müssen


sich selbst um einen Betreuer für ihre Diplomarbeit

bemühen.

Die Prüfung besteht aus der Diplomarbeit sowie

aus schriftlichen Klausuren unter Aufsicht und

mündlichen Prüfungen jeweils in den Fächern

Betriebswirtschaftslehre, Volkswirtschaftslehre

und Recht. Die Themen und Aufgaben für die

schriftlichen Klausuren werden von den beteiligten

Dozentinnen/Dozenten gemeinschaftlich

gestellt, wobei in der Regel der beteiligte Dozent

aus seinen Lehrveranstaltungen Themen und

Aufgaben wählt und korrigiert. Die mündlichen

Prüfungen werden in der Regel von jeweils einem

Prüfer in den drei Fächern abgenommen. Diese

Prüfer werden für jeden Prüfungstermin von der

Studienleitung bestimmt. Im übrigen wird den

Hörern empfohlen, sich mit der abgedruckten

Prüfungsordnung vertraut zu machen. Da es

eine Regelstudienzeit nicht gibt, kann auch länger

als 6 bzw. 7 Semester studiert werden,

wenn persönliche Umstände dies erforderlich

machen. Bei regelmäßiger Mitarbeit und häuslicher

Nacharbeit reicht die angegebene Zeit aber

für einen erfolgreichen Abschluss des Studiums

aus. Die Studierenden müssen mit durchschnittlich

3 bis 4 Vorlesungsabenden pro Woche im

Semester rechnen. Hinzu kommt die Zeit für

das Nacharbeiten und für die Anfertigung der

erforderlichen Übungs- oder Seminararbeiten

sowie der Diplomarbeit. Die Semester dauern

in der Regel von Mitte Oktober bis Mitte Februar

(Wintersemester ) und von Mitte April bis Ende

Juli (Sommersemester). Die genauen Termine

enthält das jeweilige Vorlesungsverzeichnis. Die

Vorlesungszeit ist grundsätzlich von montags

bis freitags von 18.00 Uhr bis 20.30 Uhr. Vorlesungen

finden im Hauptgebäude der RWTH

Aachen, Templergraben 55, und gelegentlich in

einem ehemaligen Gebäude der Fachhochschule

Aachen, Rochusstraße 2-14, statt.

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16

ÜBERSICHT ÜBER DAS STUDIENANGEBOT

DER PFLICHTVERANSTALTUNGEN (Änderungen vorbehalten)

Stand: August 2006

FACH Stundenzahl

Betriebswirtschaftslehre

Einführung in die Betriebswirtschaftslehre 42

Kosten und Kostenrechnung 21

Einführung in die EDV und Wirtschaftsinformatik I 15

Einführung in die EDV und Wirtschaftsinformatik II 15

Organisationslehre 18

Absatzwirtschaft 18

Produktionswirtschaft 15

Investitionsrechnung 15

Personalwesen 15

Betriebswirtschaftliche Steuerlehre 15

Planung, Entscheidung und Kontrolle 15

Electronic Business 15

Finanzwirtschaft 15

Bilanz- und Erfolgsrechnung 15

Examensübungen 57

Summe 306

Volkswirtschaftslehre

Allgemeine Volkswirtschaftslehre (Einführung und Mikroökonomie) 42

Allgemeine Wirtschaftspolitik 18

Volkseinkommen, Konjunktur und Wachstum 18

Geld und Kredit 15

Finanzwissenschaft 12

Außenwirtschaft 12

Europäische Integration und Wirtschaftspolitik 15

Wettbewerbstheorie und Wettbewerbspolitik 15

Märkte und Preisbildung 15

Examensübungen 57

Summe 219


FACH Stundenzahl

Wirtschaftswissenschaften allgemein

Mathematik für Wirtschaftswissenschaftler 15

Statistik 18

Umweltökonomie (betriebswirtschaftliche Aspekte) 12

Arbeitswissenschaft 12

Standortfragen und Wirtschaftsförderung 12

Transport, Verkehr, Logistik

Einführung in die Anfertigung wiss. Hausarbeiten

12

(Seminar- und Diplomarbeiten) und Examensklausuren 12

Summe 93

Wirtschaftsrecht

BGB Einführung und Allgemeiner Teil 30

Schuldrecht 24

Sachenrecht und Kreditsicherungsrecht 18

Immaterialgüterrecht 9

Handelsrecht 12

Gesellschaftsrecht 24

Arbeitsrecht 24

Steuerrecht 18

Übungen im Wirtschaftsrecht 54

Examensübungen 30

Summe 243

Seminar in VWL oder Wirtschaftsrecht 18

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18

PRÜFUNGSORDNUNG FÜR DIE ERTEILUNG DES

WIRTSCHAFTS-DIPLOMS BETRIEBSWIRTSCHAFTLICHER FACHRICHTUNG

AN DER VERWALTUNGS- UND WIRTSCHAFTS-AKADEMIE AACHEN

§ 1

Prüfungszweck

Das Wirtschafts-Diplom betriebswirtschaftlicher

Fachrichtung dient dem Nachweis, dass sich

die Studierenden in einem abgeschlossenen,

mindestens sechs-semestrigen Studium an der

Verwaltungs- und Wirtschafts-Akademie das

für eine selbstständige Berufstätigkeit auf wissenschaftlicher

Grundlage erforderliche Wissen und

Können angeeignet haben und insbesondere

wissenschaftliche Arbeitsmethoden sach- und

fachgerecht anzuwenden vermögen. Das Diplom

wird aufgrund einer Abschlussprüfung erteilt.

§ 2

Zulassungsvoraussetzungen

1. Für die Zulassung zur Diplomprüfung sind

erforderlich:

(1) eine abgeschlossene Berufsausbildung

nach Absatz 2,

(2) ein ordnungsgemäßes Studium von mindestens

sechs Semestern,

(3) die Teilnahme an einem Seminar in Volkswirtschaftslehre

oder Wirtschaftsrecht,

(4) wenigstens je zwei mit mindestens „ausreichend“

bewertete Übungs- oder Seminararbeiten

aus den Gebieten der Betriebswirtschaftslehre,

der Volkswirtschaftslehre

sowie des Wirtschaftsrechts. Von den

Arbeiten in Betriebswirtschaftslehre sollte

eine aus der ersten Hälfte, die andere aus

der letzten Hälfte des Studiums stammen.

2. Eine abgeschlossene Berufsausbildung gilt

als nachgewiesen:

(1) bei Kaufleuten und kaufmännischen Angestellten,

wenn sie eine abgeschlossene kauf-

männische Lehre und eine danach liegende

mindestens vierjährige kaufmännische Tätigkeit

nachweisen;

(2) bei Abiturientinnen und Abiturienten, die

eine mit der Verwaltungs- und Wirtschafts-

Akademie koordinierte kaufmännische Ausbildung

durchlaufen haben;

(3) bei Handwerksmeistern und Meistern der

Industrie nach abgelegter Meisterprüfung

und einer mindestens dreijährigen Tätigkeit

als Meister;

(4) bei sonstigen in der Wirtschaft Tätigen –

gleich, ob selbstständig oder unselbstständig

– wenn sie eine staatlich anerkannte Fachprüfung

auf ihrem Berufsgebiet abgelegt haben

und insgesamt eine mindestens vierjährige

praktische Tätigkeit nachweisen können;

(5) bei im öffentlichen Dienst Tätigen, wenn

ihre Berufstätigkeit wirtschaftliche Kenntnisse

voraussetzt, und wenn sie die beruflichen

Voraussetzungen für die Zulassung

zur Verwaltungs-Diplomprüfung erfüllen.

3. In besonderen Ausnahmefällen können auch

Bewerber, die keine abgeschlossene Berufsausbildung

im Sinne des Absatzes 2 aufweisen,

aufgrund ihrer Vorbildung oder ihres

beruflichen Werdeganges unter Berücksichtigung

ihrer an der Akademie gezeigten

Leistungen zugelassen werden.

4. Für den Erwerb des Wirtschafts-Diploms

betriebswirtschaftlicher Fachrichtung sind

folgende besonderen Voraussetzungen zu

erfüllen:

(1) der Schwerpunkt des Studiums muss im

Bereich der betriebswirtschaftlichen Fächer


liegen. Dies ist dann der Fall, wenn die

betriebswirtschaftlichen Fächer im Studium

mit mindestens 45 % des Mindestlehrangebots

berücksichtigt worden sind;

(2) die Prüfungsbewerberinnen und -bewerber

müssen den qualifizierten Abschluss der

Sekundarstufe I erworben haben oder einen

gleichwertigen Bildungsstand nachweisen.

Zur Prüfung kann auch zugelassen werden,

wer mindestens die Hauptschule mit Erfolg

besucht und sich einer Zwischenprüfung

unterzogen hat, die in der Regel nach dem

3. Semester, spätestens jedoch ein Jahr

vor der abschließenden Prüfung stattzufinden

hat. Die Zwischenprüfung wird von der

Studienleitung abgenommen, wobei zwei

schriftliche Arbeiten vorgelegt werden

müssen, die die Prüfungsbewerberin oder

der Prüfungsbewerber im Rahmen des

Studiums an der Akademie gefertigt hat.

§ 3

Anrechnung von Semestern

Das Studium an einer anderen Verwaltungs- und

Wirtschafts-Akademie oder ein Studium der für

den wirtschaftswissenschaftlichen Studiengang

erforderlichen Fächer an einer wissenschaftlichen

Hochschule kann ganz oder teilweise

angerechnet werden. Den Absolventinnen oder

Absolventen einer Bildungseinrichtung, an der

die für den wirtschaftswissenschaftlichen Studiengang

erforderlichen Fächer gelehrt worden

sind, können zwei Semester angerechnet werden.

Die Entscheidung über die Anrechnung

trifft die Studienleitung.

§ 4

Zulassung

Über den Antrag auf Zulassung entscheidet die

Studienleitung. Vor einer Zulassung in besonderen

Ausnahmefällen (§ 2 Abs. 3) ist dem

beim Bundesverband Deutscher Verwaltungsund

Wirtschafts-Akademien gebildeten Zulassungsausschuss

Gelegenheit zur Stellungnahme

zu geben.

§ 5

Prüfungsausschuss

1. Der Prüfungsausschuss setzt sich zusammen

aus:

(1) dem vom Innenministerium des Landes

Nordrhein-Westfalen zu bestimmenden

Staatskommissar als Vorsitzenden; im Falle

der Verhinderung übernimmt die Studienleiterin

oder der Studienleiter oder die Stellvertreterin

oder der Stellvertreter den Vorsitz;

(2) der Studienleitung;

(3) mindestens zwei weiteren Dozentinnen oder

Dozenten, die die Studienleitung bestimmt;

(4) dem Präsidenten der Industrie- und Handelskammer,

der einen Vertreter benennen kann;

(5) einem vom Ministerium für Wirtschaft, Mittelstand

und Verkehr des Landes Nordrhein-

Westfalen zu benennenden Vertreter.

2. Der Akademieleiter ist berechtigt, an der

Prüfung teilzunehmen. Im Falle der Teilnahme

ist er Mitglied des Prüfungsausschusses.

3. Der Prüfungsausschuss ist beschlussfähig,

wenn mindestens der Vorsitzende und zwei

weitere Mitglieder des Prüfungsausschusses

zugegen sind.

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20

§ 6

Prüfungsgebiete

Prüfungsgebiete sind:

1. Betriebswirtschaftslehre,

2. Volkswirtschaftslehre,

3. Rechtswissenschaft (die für das Wirtschaftsleben

bedeutsamen Gebiete des

Privatrechts und des öffentlichen Rechts).

§ 7

Prüfungsbestandteile

Die Prüfung besteht aus einem schriftlichen

und einem mündlichen Teil.

§ 8

Schriftliche Prüfung

1. Die schriftliche Prüfung umfasst eine

Diplomarbeit (Hausarbeit) und Aufsichtsarbeiten

aus den Prüfungsgebieten.

Die Diplomarbeit wird in Betriebswirtschaftslehre

geschrieben.

2. Die Aufgaben für die Diplomarbeiten und

für die Aufsichtsarbeiten werden von der

Studienleitung gestellt. Bei der Diplomarbeit

ist auf die Wünsche des Prüflings tunlichst

Rücksicht zu nehmen. Die Frist für

die Anfertigung der Diplomarbeit beträgt

acht Wochen. Eine Verlängerung der Frist

ist aus begründetem Anlass (z. B. Krankheit)

zulässig.

3. Die Diplomarbeit ist vom Prüfling mit folgender

Versicherung zu versehen: „Hiermit

versichere ich, dass die vorliegende Arbeit

von mir selbstständig und ohne unerlaubte

Hilfe angefertigt worden ist, insbesondere,

dass ich alle Stellen, die wörtlich oder annähernd

wörtlich aus Veröffentlichungen

entnommen sind, durch Zitate als solche

kenntlich gemacht habe.“ Nicht zitierte

Stellen aus Veröffentlichungen und aus verfügbaren

Dokumenten im Internet führen

zur Bewertung der Diplomarbeit mit

„ungenügend“.

4. Die Aufsichtsarbeiten in Betriebswirtschaftslehre

und Volkswirtschaftslehre sind

in je fünf Stunden und im Fach Recht in

vier Stunden anzufertigen. Für jede der

Arbeiten können dem Prüfling ein Katalog

von Aufgaben oder zwei Themen zur Auswahl

gestellt werden.

§ 9

Mündliche Prüfung

1. Zur mündlichen Prüfung darf nur zugelassen

werden, wer in wenigstens zwei

schriftlichen Prüfungsarbeiten mindestens

die Note „ausreichend“ erhalten hat.

2. Wird der Prüfling nicht zugelassen, gilt die

Prüfung als nicht bestanden.

3. Gegenstand der mündlichen Prüfung sind:

(1) die in § 6 genannten Prüfungsgebiete,

(2) ein freier Vortrag von etwa zehn Minuten

Dauer über ein Thema in Volkswirtschaftslehre

oder Wirtschaftsrecht, das die Studienleitung

stellt. Der Vortrag in der mündli-


chen Prüfung kann nur in dem Fach gehalten

werden, in dem nicht das Seminar

besucht wurde. Die Bekanntgabe des Themas

für den Vortrag in der mündlichen Prüfung

erfolgt 14 Tage vor der ersten mündlichen

Prüfung. Eine kurze schriftliche

Vortragsgliederung darf benutzt werden.

4. Bei der mündlichen Prüfung sollen höchstens

fünf Prüflinge zu einer Prüfungsgruppe

zusammengefasst werden. Die Prüfungszeit

beträgt – außer der Zeit des mündlichen

Vortrags – in den Fächern Betriebswirtschaftslehre

und Volkswirtschaftslehre in

der Regel 10 Minuten und im Fach Recht

15 Minuten je Kandidat.

5. Die Benotung des Vortrags in der mündlichen

Prüfung geht in allen Fächern in die

Gesamtnote der mündlichen Prüfung zu

gleichen Teilen ein.

6. Personen, die ein berechtigtes Interesse

nachweisen, können von dem Prüfungsvorsitzenden

als Zuhörerinnen bzw.

Zuhörer zugelassen werden.

§ 10

Abmeldung, Versäumnis, Rücktritt,

Täuschung

1. Der Prüfling kann sich bis spätestens drei

Tage vor dem Prüfungstermin von der Prüfung

abmelden. Die Abmeldung von der

Diplomarbeit gilt für die gesamte Prüfung,

die Abmeldung von der Teilnahme an einer

schriftlichen Aufsichtsarbeit gilt auch für die

mündliche Prüfung im gleichen Fach. Die Ablegung

einer abgemeldeten Prüfung ist frühestens

im nächsten Prüfungszeitraum möglich.

2. Eine Prüfungsleistung gilt als mit „ungenügend“

(6) bewertet, wenn der Prüfling zu

einem Prüfungstermin ohne triftige Gründe

nicht erscheint, oder wenn er nach Beginn

der Prüfung ohne triftige Gründe von der

Prüfung zurücktritt. Dasselbe gilt, wenn

eine schriftliche Prüfungsleistung nicht

innerhalb der vorgegebenen Bearbeitungszeit

erbracht wird.

3. Die für den Rücktritt oder das Versäumnis

geltend gemachten Gründe müssen der

Akademie unverzüglich, schriftlich gemeldet

und glaubhaft gemacht werden.

Erkennt die Studienleitung die Gründe an,

kann der Prüfling vorbehaltlich der endgültigen

Bestätigung durch den Prüfungsausschuss

die Prüfung fortsetzen, bzw. im

nächsten Prüfungszeitraum ablegen.

Bereits vorliegende Prüfungsergebnisse

werden angerechnet. Werden die Gründe

nicht anerkannt, ist die gesamte Prüfung

zu wiederholen.

4. Versucht der Prüfling, das Ergebnis einer

Prüfung durch Täuschung, z.B. Benutzung

nicht zugelassener Hilfsmittel, zu

beeinflussen, gilt die betreffende Prüfungsleistung

als mit „ungenügend“ (6)

bewertet. Die Feststellung wird von der

jeweiligen Prüferin oder dem jeweiligen

Prüfer oder von der aufsichtsführenden

Person getroffen.

21


22

5. Der Prüfling kann verlangen, dass Entscheidungen

nach Absatz 4 vom Prüfungsausschuss

überprüft werden.

§ 11

Prüfungsergebnis

1. Das Prüfungsergebnis wird zunächst für

die einzelnen schriftlichen und mündlichen

Leistungen festgesetzt. Aus ihnen wird das

Teilergebnis eines jeden Prüfungsgebietes

gebildet. In dem Fachgebiet, in dem das Proseminar

besucht bzw. der Vortrag gehalten

bzw. die Diplomarbeit geschrieben wurde,

setzt sich die Note zu 1/2 aus der schriftlichen

und zu je 1/4 aus der mündlichen Prüfung und

der Proseminarnote bzw. der Vortragsnote

bzw. der Diplomarbeitsnote zusammen.

Die Gesamtnote ergibt sich aus dem gewichteten

Mittel der Einzelnoten, wobei mündliche

und schriftliche Fachprüfungen und die

Diplomarbeit jeweils das Gewicht 1/7 haben.

In Grenzfällen können die Noten der Übungsscheine

und des Proseminars zu Gunsten

des Studierenden berücksichtigt werden.

Stimmenmehrheit entscheidet. Bei Stimmengleichheit

gibt die Stimme des Vorsitzenden

den Ausschlag.

2. Das Prüfungsergebnis wird durch eine der

folgenden Noten ausgedrückt:

sehr gut (1) = eine den Anforderungen

in besonderem Maße

entsprechende Leistung;

gut (2) = eine den Anforderungen

voll entsprechende

Leistung;

befriedigend (3) = eine im allgemeinen

den Anforderungen

entsprechende Leistung;

ausreichend (4) = eine Leistung, die zwar

Mängel aufweist, aber

im ganzen den Anforderungen

entspricht;

mangelhaft (5) = eine den Anforderungen

nicht entsprechende

Leistung, die jedoch

erkennen lässt, dass

die notwendigen Grundkenntnisse

vorhanden

sind und die Mängel in

absehbarer Zeit behoben

werden können;

ungenügend (6) = eine den Anforderungen

nicht entsprechende

Leistung, bei der selbst

die Grundkenntnisse

so lückenhaft sind,dass

die Mängel in absehbarer

Zeit nicht behoben

werden können.

Bei außergewöhnlichen Leistungen kann

der Prüfungsausschuss das Gesamtprädikat

„mit Auszeichnung“ verleihen.

3. Der Gesamteindruck, den der Prüfling

während der Studienzeit gemacht hat, wird

in Zweifelsfällen bei der Gesamtbewertung

berücksichtigt. Das Gesamturteil darf nicht

besser als „ausreichend“ lauten, wenn der

Prüfling in einem der Prüfungsgebiete als

Teilergebnis „ungenügend“ erhalten hat.


4. Die Prüfung ist nicht bestanden,

a) wenn in einem Prüfungsgebiet die Note

„mangelhaft“ oder „ungenügend“ lautet und

nicht ein Ausgleich entweder mit mindestens

der Note „gut“ in einem Prüfungsgebiet oder

mit der Note „befriedigend“ in zwei anderen

Prüfungsgebieten erzielt ist oder

b) wenn das Gesamtergebnis schlechter als

„ausreichend“ ist, oder

c) wenn in der Prüfung für das Wirtschafts-

Diplom betriebswirtschaftlicher Richtung das

Teilergebnis im Prüfungsgebiet Betriebswirtschaftlehre

schlechter als „ausreichend“ ist

In diesen Fällen wird das Gesamtergebnis mit

„nicht bestanden“ benotet.

§ 12

Wiederholung der Prüfung

1. Eine nicht bestandene Prüfung kann nur

einmal, und zwar frühestens nach einem

Jahr und spätestens nach fünf Jahren, wiederholt

werden. Der Prüfungsausschuss

bestimmt die Einzelheiten für die Zulassung

zu der Wiederholungsprüfung.

2. Bei bestandener Prüfung kann der Prüfling

die Wiederholung der Prüfung in Prüfungsgebieten,

in denen die Note schlechter als

„ausreichend“ lautet, beantragen. Eine solche

Wiederholung ist nur einmal und nur

im nächsten Prüfungszeitraum möglich.

Das Diplom nach § 13 Abs. 1 wird in diesem

Fall nach der Wiederholung verliehen.

§ 13

Diplom

1. Im Falle des Bestehens der Prüfung wird

das „Wirtschafts-Diplom betriebswirtschaftlicher

Fachrichtung“ verliehen.

2. Das Diplom enthält das Gesamtergebnis der

Prüfung. Außer dem Diplom erhält der Prüfling

ein Zeugnis, das die Teilergebnisse eines

jeden Prüfungsgebietes, die Note der Diplomarbeit

und das Gesamtergebnis enhält.

3. Ein durch Täuschung erschlichenes Diplom

kann durch die Akademie innerhalb eines

Jahres entzogen werden, nachdem die

Studienleitung von der Täuschung Kenntnis

erlangt hat.

§ 14

Bezeichnungen der Diplominhaber

Das Wirtschafts-Diplom betriebswirtschaftlicher

Fachrichtung berechtigt Frauen, die Bezeichnung

„Betriebswirtin (VWA)“ und Männer, die

Bezeichnung „Betriebswirt (VWA)“ zu führen.

§ 15

Prüfungsgebühren

1. Es werden Prüfungsgebühren erhoben. Die

Höhe der Prüfungsgebühren bestimmt die

Akademie.

2. Bei Nichtbestehen der Prüfung oder Ausschluss

von der Prüfung oder vorzeitigem

Prüfungsabbruch (§ 10) werden die

Gebühren nicht erstattet.

23


24

3. Bei einer Wiederholung der Prüfung nach §

12 Abs. 1 sind die vollen Gebühren erneut

zu entrichten.

§ 16

Diese Prüfungsordnung tritt erstmals für den

29. Studiengang in Kraft. Gleichzeitig tritt ab

dem 29. Studiengang die Prüfungsordnung für

die Erteilung des Wirtschafts-Diploms betriebswirtschaftlicher

Fachrichtung an der Verwaltungs-

und Wirtschafts-Akademie Aachen vom

05. Mai 2004 außer Kraft.

Aachen, 30. April 2006

gez. Ass. Jürgen Drewes

Akademieleiter


25

OBERHAUSEN

RECKLINGHAUSEN

MÜNSTER

NORDHORN

OLDENBURG

LEER

STADE

LÜNEBURG

SCHWERIN

GREIFSWALD

BERLIN

FRANKFURT/O

COTTBUS

BAUTZEN

MAGDEBURG

HALLE

ERFURT

GERA

FULDA

ZWICKAU

CHEMNITZ

HOF

KOBLENZ

FRANKFURT/M

WIESBADEN

ASCHAFFENBURG

SCHWEINFURT

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NÖRDLINGEN

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VILLINGEN-SCHWENNINGEN

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COBURG

GARMISCH-

PATEN-

KIRCHEN

DARMSTADT

GIESSEN

KREFELD

VWA - STANDORTE IN DEUTSCHLAND

Verwaltungs- und

Wirtschaftsakademien


26

DIE VWA AUF EINEN BLICK

Studiengang:

Die Verwaltungs- und Wirtschafts-Akademie

Aachen bietet den betriebswirtschaftlichen

Studiengang an, der jeweils sechs Studiensemester

und ein Examenssemester umfasst.

Studienvoraussetzungen:

siehe Seite 13

Studienziel:

Ziel des Studiengangs ist es, Angehörige aus

Verwaltung und Wirtschaft auf höherwertige

berufliche Tätigkeiten vorzubereiten und die dafür

erforderlichen Kenntnisse und Fähigkeiten in der

Anwendung wissenschaftlicher Arbeitsmethoden

für die berufliche Praxis zu vermitteln. Lehrveranstaltungen

auf Hochschulniveau sollen systematisches

und kritisches Denken fördern und die

Teilnehmer damit in den Stand setzen, übergreifende

Zusammenhänge zu erfassen und komplexe

Fragen zu lösen. Die Studiengänge dienen

zugleich der Erneuerung, Erweiterung und Vertiefung

der in der Erstausbildung und in der Praxis

erworbenen Kenntnisse und Erfahrungen.

Studienfächer:

Betriebswirtschaftslehre, Volkswirtschaftslehre,

Bürgerliches Recht und Handelsrecht, für das

Wirtschaftsleben bedeutsame Teile des öffentlichen

Rechts.

Studienabschluss:

Der Studiengang schließt mit einer schriftlichen

und einer mündlichen Prüfung ab. Die schriftliche

Prüfung umfasst eine Diplomarbeit (Hausarbeit)

und Aufsichtsarbeiten aus den Prüfungsgebieten

Betriebswirtschaftslehre, Volkswirtschaftslehre

und Rechtswissenschaft. Im Falle des Bestehens

der Prüfung wird das „Wirtschafts-Diplom betriebswirtschaftlicher

Fachrichtung“ mit der

Bezeichnung „Betriebswirt/in (VWA)“ verliehen.

Vorlesungszeiten und -orte:

Lehrveranstaltungen finden im Wintersemester

in der Zeit von Mitte Oktober bis Mitte Februar

des folgenden Jahres, im Sommersemester von

Mitte April bis Mitte/Ende Juli statt. Die Vorlesungen

sind nicht immer an bestimmte Wochentage

gebunden sondern variabel, durchschnittlich

3 – 4 mal pro Woche.

Samstags sind gewöhnlich keine Veranstaltungen.

Die genauen Termine werden im Vorlesungsverzeichnis

bekannt gegeben. Die Vorlesungen

finden in der Regel in den Räumen des

Hauptgebäudes der RWTH Aachen, Templergraben

55, statt.

Kosten:

Die Semestergebühr (1. bis 6. Semester) beträgt

z. Z. 300,00 €. Sie ist jeweils vor Beginn des

Semesters ohne besondere Aufforderung auf das

Konto Nr. 118 786,

BLZ 390 500 00,

IBAN: DE 403 905 000 000 00 118 786

SWIFT: AACSDE33

bei der Sparkasse Aachen einzuzahlen.


Darüber hinaus wird für die Abschlussprüfung

eine Prüfungsgebühr von z. Z. 360,00 €

erhoben, die gleichzeitig zum Besuch der

Examensübungen (7. Semester) berechtigt.

Studienförderung:

Die Aufwendungen des VWA-Studiums können

gewöhnlich im Rahmen der Werbungskosten

steuerlich geltend gemacht werden. Gegebenenfalls

beteiligen sich Arbeitgeber und Dienstherren

auch finanziell an den Gebühren für das Studium.

Auskünfte und Beratung:

Dipl.-Ing. Dipl.-Theol. Wolfgang Loggen

Geschäftsstelle der Verwaltungs- und

Wirtschafts-Akademie Aachen

Templergraben 83,

52062 Aachen (im Gebäude der Zentralen

Studienberatung der RWTH Aachen)

Tel. 0241 - 400 5000

Fax 0241 - 80 92 406

Internet www.vwa-aachen.de

E-Mail info@vwa-aachen.de

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