s Neu? - AWO Bamberg

awo.bamberg.de

s Neu? - AWO Bamberg

37. Ausgabe

Herbst 2007

AWO’s Neu’s


Dipl.-Ing. (FH) Klaus Schulz

Ingenieurbüro

Beratender Ingenieur

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Inhaltsverzeichnis/Impressum

Inhaltsverzeichnis

Seite

Grußworte . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 4

Neues vom Vorstand . . . . . . . . . . . . . 7

Neues vom Kreisverband . . . . . . . . . 10

Aus Vorstand und Kreisvortand . . . . 13

Wohnheim Rattelsdorf . . . . . . . . . . . 16

Selbsthilfebüro . . . . . . . . . . . . . . . . . 18

Veranstaltungstermine . . . . . . . . . . . 21

Aus dem Kreisverband . . . . . . . . . . . 26

Geschichte des Kreisverbandes . . . . . 27

Aus den Kindertagesstätten . . . . . . . . 28

Neues aus der Geschäftsstelle . . . . . . 33

Migrationssozialdienst . . . . . . . . . . . 35

Neues vom Kreisverband . . . . . . . . . . 38

Seniorenzentrum Strullendorf . . . . . . 39

SPD Gundelsheim . . . . . . . . . . . . . . . 40

pro familia . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 42

Seniorenzentrum Bischberg . . . . . . . . 45

Seniorenzentrum Bamberg . . . . . . . . 46

Impressum

Herausgeber Öffentlichkeitsausschuß

der Arbeiterwohlfahrt

Kreisverband Bamberg

Stadt und Land e.V.

Hauptsmoorstraße 26a

96052 Bamberg

Telefon (09 51) 40 74-0

Red./Lektorat Arbeitskreis Marketing

und Öffentlichkeit

V.i.S.d.P. KV der AWO Bamberg

Stadt und Land e.V.

Erscheinung vierteljährlich

Auflage 2.500 Exemplare

Herstellung Druckerei Lindenmayr

Nürnberger Straße 73

96050 Bamberg

Telefon (09 51) 2 39 83

www.lindenmayr.com

Gedruckt auf chlorfrei gebleichtem

Papier.

!

Titel: Prälatenbau – Wohnheim für

psychisch Kranke in Rattelsdorf.

Redaktionsschluß für die Frühlingsausgabe

ist der 29. Februar 2008.

Auf diesem Weg bedanken wir uns für die freundliche Unterstützung unserer

Werbepartner, Mitarbeiter und aller Helfer, ohne deren Beteiligung die Erstellung

dieser Zeitschrift nicht möglich gewesen wäre.

3


Grußwort

Liebe Mitglieder,

im September wurde durch die Sozialstiftung

Bamberg, die gemeinnützige

Gesellschaft für soziale Dienste und

unserer AWO die Bamberger Akademie für

Gesundheitsberufe gegründet.

Mit dieser Neugründung mit dem Sitz am

Klinikum ist es uns gelungen eine langersehnte

eigene Bildungsakademie für

die Aus- und Weiterbildung unserer

Mitarbeiter zu schaffen. Diese Schule trägt

zur zusätzlichen Stärkung unseres Dienstleistungsangebotes

bei.

Ziel dieser Akademie ist insbesondere die

Aus-, Fort- und Weiterbildung von

qualifiziertem Nachwuchs und erfahrenen

Mitarbeitern. In den Einrichtungen

unseres Verbandes arbeiten Fachkräfte

einer Vielzahl an sozialen Berufen.

Insbesondere in Hinblick auf die demographische

Entwicklung muss die Ausbildung

von qualifiziertem Nachwuchs auch in

Zukunft sicher gestellt werden. Dazu trägt

diese Akademie bei. Daneben gilt es auch,

die Aus- bzw. Weiterbildung an die

Erfordernisse des Marktes anzupassen. Vor

allem auch vor dem Hintergrund einer

bereits begonnenen Harmonisierung und

Standardisierung der Berufsbilder im europäischen

Markt hilft uns die gemeinsame

Akademie konkurrenzfähig zu bleiben.

Herausragendes Merkmal der Bamberger

Akademie für Gesundheitsberufe ist darüber

hinaus die Anbindung an eine Hochschule,

was Interessierten die Möglichkeit

eröffnet, bei uns auch ein berufsbegleitendes

Studium absolvieren zu können.

4

Grußwort des AWO-Geschäftsführers

Wir als Gesellschafter

der neu

gegründeten

Bamberger Akademie

für Gesundheitsberufe

sehen vor allem

in der Förderung

der Jugend Werner Dippold

unsere Aufgabe.

Mit unseren Bildungsangeboten wollen

wir die Menschen in unserer Gesellschaft

geistig wie sozial bereichern und ihnen

helfen, sich sicherer in ihrer Umwelt zu

bewegen. Den Erfolg sieht man oft erst

nach Jahren, doch Bildung hat insbesondere

einen langfristigen Effekt. Dies sollten

wir bei allen Anfangsschwierigkeiten der

Neugründung einer Schule bedenken.

Mein Schwerpunkt und unser Augenmerk

bei der Unterstützung unserer gemeinsamen

Akademie und der Lernenden in

unserer Gesellschaft sehe ich aber auch in

der Einbindung von Menschen mit

Migrationshintergrund.

Bildung darf nicht nur als fachliche

Bildungsarbeit gesehen werden, sondern

Bildung muss bei den Menschen auch eine

soziale Basis für ihre zukünftige Arbeit

sicherstellen.

Ich wünsche allen Beteiligten, den

Schülerinnen und Schülern und den

Mitarbeitern in dieser Schule für die

Zukunft alles Gute und viel Erfolg.

Werner Dippold

AWO Geschäftsführer


Grußwort des Erzbischofs von Bamberg

Grußwort

Liebe Leserinnen und Leser!

Es ist bekannt, dass die hl. Elisabeth von

Thüringen meine Lieblingsheilige ist. Sie

hat mein Leben von Kindheit an, aber

auch meinen Werdegang als Priester und

Bischof geprägt. Heuer feiern wir ihren

800. Geburtstag. 1207 wurde sie in

Ungarn geboren, 24-jährig starb sie in

Marburg an der Lahn, meinem Geburtsort.

Neulich wurde ich gefragt: „Was würde

die hl. Elisabeth sagen, wenn sie heute

unser Leben anschauen würde?“ Ich habe

geantwortet: „Sie würde zuerst sagen: Ihr

habt vieles verwirklicht, was mir ein Herzensanliegen

war. Ich bin zufrieden mit

euch! Ihr habt es gut gemacht!“ Es war ihr

ein Herzensanliegen, dass die Kinder

gefahrlos zur Welt kommen; die heutigen

Voruntersuchungen während der Schwangerschaft

und die Geburten unter ärztlicher

Aufsicht garantieren das weitgehend.

Es war der hl. Elisabeth wichtig, dass Kinder

und Jugendliche gesund und gut betreut

aufwachsen; unsere Kindertagesstätten

und Schulen ermöglichen eine gute Erziehung.

Sie würde auch Seniorenzentren,

Altenheime und Hospize loben. Elisabeth

würde uns für unsere sozialen Errungenschaften

loben, davon bin ich überzeugt.

In dieses Lob darf sich auch die AWO mit

ihren Werken und Einrichtungen einbezogen

fühlen. Sie hat einen guten Anteil daran,

dass in unserer Gesellschaft vieles von

dem selbstverständlich geworden ist,

worum die hl. Elisabeth gekämpft hat.

Dann würde aber die Heilige dem Lob

hinzufügen: „Passt auf! Gefährdet das

Erworbene nicht! Bewahrt es, fördert es

und baut es aus!

Dafür ist es

wichtig, dass Ihr

den Boden für

alle diese Errungenschaften

nicht verliert.“

Was ist der Boden

für das, was

Elisabeth begon-

Erzbischof Dr. Ludwig Schick

nen hat und was wir weiterentwickeln

konnten? Drei Säulen würde Elisabeth von

Thüringen nennen: „Jesus Christus im

Herzen, sein Evangelium im Kopf und das

Gebet auf den Lippen.“

Elisabeth steht für soziale Gerechtigkeit

und gegen Ausbeutung von Untergebenen,

für das Wohl von Kindern, Kranken

und Sterbenden. All das ist nicht ohne ihr

Glaubensleben zu denken. Ich bin davon

überzeugt, dass unserer Gesellschaft

neben aller angestrebten und immer

wieder gefährdeten Perfektion im sozialen

Bereich vor allem eines Not tut: Das

christliche Bild vom Menschen hoch und

heilig zu halten, das in jedem Mitmenschen

nicht nur einen Kostenfaktor

oder eine Sozialversicherungsnummer

sieht, sondern die Schwester und den

Bruder, ein Ebenbild Gottes!

In diesem Sinn wünsche ich der Arbeiterwohlfahrt,

ihren Mitarbeitern und den von

ihr betreuten Menschen den Geist der hl.

Elisabeth. Ich grüße Sie herzlich mit der

Bitte um Gottes Segen für Sie alle. Ein

gesegnetes Weihnachtsfest und ein gutes

Jahr 2008 mögen Ihnen zuteil werden.

Dr. Ludwig Schick, Bamberger Erzbischof

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Neues vom Vorstand (1/3)

Politische Prominenz bei der Kreiskonferenz

Der Vorsitzende der AWO Bayern Dr. Thomas Beyer im Gespräch mit Werner Dippold.

Der Kreisverband der Arbeiterwohlfahrt

Bamberg Stadt und Land e.V. lud zu seiner

jährlichen Gesamtkonferenz. Zahlreiche

Mitglieder folgten der Einladung und

kamen in der Gemeindeturnhalle in Breitengüßbach

zusammen, um sich über die

aktuellen Entwicklungen des Verbandes

zu informieren.

Unter den Mitgliedern fand sich auch viel

Prominenz. Der Oberbürgermeister der

Stadt Bamberg, Andreas Starke, seit vielen

Jahren Mitglied der Arbeiterwohlfahrt,

dankte den haupt- und ehrenamtlichen

Mitarbeitern und betonte die enge Kooperation

zwischen der Stadtverwaltung und

der Arbeiterwohlfahrt.

Auch Franz-Josef Schick, Fraktionsvorsitzender

der SPD im Kreisrat, und Heinz

Kuntke, Fraktionsvorsitzender der SPD im

Stadtrat, zählen zu den Mitgliedern des

Verbandes. Schick begrüßte die Ausweitung

der Aktivitäten des Kreisverbandes

im Landkreis. In zahlreichen Gemeinden

im Umland betreibe die Arbeiterwohlfahrt

in der Zwischenzeit Einrichtungen im

Senioren- oder Kinderbereich und trage so

einen bedeutenden Teil zur Versorgung

der Bevölkerung bei. Kuntke erläuterte

mit einem Blick auf die demographische

Entwicklung der Stadt Bamberg die

zunehmende Bedeutung von Senioreneinrichtungen.

Die Arbeiterwohlfahrt wirke

insbesondere mit ihren Generationen

übergreifenden Projekten in der Stadt und

im Landkreis der Vereinsamung von alten

Menschen entgegen und fördere alternative

Seniorenkonzepte.

7


Der Oberbürgermeister der Stadt Bamberg begrüßt die Mitglieder.

Nach dem Bericht des ersten Kreisvorstands,

Rudolf Peterhänsel, begrüßten die

Mitglieder den Vorsitzenden des AWO-

Landesverbandes Bayern und stellvertretenden

SPD-Fraktionsvorsitzenden im

bayerischen Landtag, Dr. Thomas Beyer.

Beyer ging in seiner engagierten Rede auf

die soziale Kälte in Bayern ein. In Zeiten,

in denen die Kinderarmut wieder zunehme

und Kürzungen im Sozialetat weiter an

der Tagesordnung wären, fielen Wohlfahrtsorganisationen

wie der AWO eine

immer größere Verantwortung zu. Er kritisierte

das Bayerische Kinderbetreuungsgesetz,

das den Erzieherinnen einen

höheren Verwaltungsaufwand und damit

weniger Zeit für die Betreuung der Kinder

bringe.

Schließlich legte der Geschäftsführer des

Kreisverbandes, Werner Dippold, seinen

Geschäftsbericht vor. Zum wiederholten

8

Neues vom Vorstand (2/3)

Male habe die Arbeiterwohlfahrt ihre

Mitarbeiterzahl erhöht. Die AWO befinde

sich weiter auf Konsolidierungskurs. Mit

einem positiven Jahresergebnis kann

Dippold jedoch eine stabile Geschäftslage

vorweisen.

Die finanzielle Situation des AWO-

Kreisverbandes war im vergangenen Jahr

geprägt durch die großen Investitionstätigkeiten

in der beschützenden

Einrichtung in Bamberg und vor allem

durch den Neubau und Umbau der

Klosteranlage in Rattelsdorf zu einem

Wohnheim für psychisch kranke Menschen.

Mit vielen neuen Projekten, der Bamberger

Akademie für Gesundheitsberufe und

der Ausweitung des Beratungsangebots

wird die Arbeiterwohlfahrt ihr Angebot an

die Menschen weiter ausbauen.


Neues vom Vorstand (3/3)

Angeregte Diskussion während der Konferenz

9


Seit September bereits läuft das neue Ausbildungsjahr

in der Bamberger Akademie

für Gesundheitsberufe. Direkt am Klinikum

werden seit diesem Ausbildungsjahr

Altenpfleger, Gesundheits- und Krankenpfleger,

Gesundheits- und Kinderkrankenpfleger

und Pflegefachhelfer ausgebildet.

Anfang November wurde die neue

gemeinsame Schule jetzt offiziell

eingeweiht. Der Vorstand der Sozialstiftung,

Xaver Frauenknecht, eröffnete

die Veranstaltung und begrüßte die

Kooperationspartner und Mitveranstalter,

den Kreisverband der Arbeiterwohlfahrt

und die Gemeinnützige Gesellschaft für

soziale Dienste. Im Gesundheitssektor,

dem größten Wachstumsbereich der nächsten

Jahrzehnte, finden umgreifende Veränderungen

statt. Frauenknecht erläuterte,

dass bisher getrennte Bereiche zusammenwachsen

und Kompetenzen daher

ausgebaut werden müssten. Sowohl die

Ausbildung von Nachwuchskräften, als

auch die Fort- und Weiterbildung des

Personals im Gesundheitswesen müssten

diesen Veränderungen angepasst werden.

Claus Lüders, Geschäftsführer der

Gemeinnützigen Gesellschaft für soziale

Dienste, stellte fest, dass mit diesen

Veränderungen die Spezialisierung und

Akademisierung im Gesundheitsbereich

zunehme. Die Zusammenarbeit der

Akademie mit einer Fachhochschule trüge

dem Rechnung. Insbesondere der Bedarf

an Fort- und Weiterbildung von Fachkräften

stelle in den kommenden Jahren eine

zunehmende Ressource dar. Und auch hier

müssten laut Lüders neue pädagogische

10

Neues vom Kreisverband (1/2)

Bamberger Akademie für Gesundheitsberufe

Wege eingeschlagen werden. Insbesondere

in der Alten- und Krankenpflege wäre

die Quote an Berufsabbrechern und

Mitarbeitern mit Erschöpfungszuständen

besonders hoch. Hier greife das neue

Konzept der Bamberger Akademie.

Schließlich stellte sich der dritte Gesellschafter

der Akademie den Zuhörern vor.

Werner Dippold, Geschäftsführer des

AWO-Kreisverbandes, betonte insbesondere

die europäische Ausrichtung der

Akademie. Vor allem auch vor dem

Hintergrund einer bereits begonnenen

Harmonisierung und Standardisierung der

Berufsbilder im europäischen Markt helfe

die gemeinsame Akademie der Arbeiterwohlfahrt

konkurrenzfähig zu bleiben.

Auch in Hinblick auf die demographische

Entwicklung muss der Kreisverband die

Ausbildung von qualifiziertem Nachwuchs

in Zukunft durch eine eigene Schule sicher

stellen.

Zuletzt stellte Inge Brüggemann, Leitung

des Bereiches Schulen bei der Sozialstiftung,

das neue Ausbildungskonzept der

Akademie vor. Neben der fachlichen

Qualifikation stünde insbesondere die

Forderung nach lebenslangem Lernen im

Mittelpunkt der Ausbildung. In allen vier

Säulen der neuen Schule, Ausbildung,

Fortbildung, Weiterbildung und berufsbegleitendem

Studium, stünde handlungsorientiertes

Lernen im Vordergrund, das

auf die Ausbildung auch der sozialen

Kompetenzen des Menschen ziele.

Ansprechpartner für die Fort- und

Weiterbildungsprogramme der Bamberger


Neues vom Kreisverband (2/2)

Akademie für Gesundheitsberufe sind Ilse

Kanzok und Inge Brüggemann. Unter der

E-Mail-Adresse info@ba-afg.de können Sie

weitere Informationen zu den Bildungsangeboten

der Bamberger Akademie für

Gesundheitsberufe anfordern.

v.l.n.r.: Harald Becker (Sozialstiftung), Werner Dippold (AWO), Inge Brüggemann (Sozialstiftung),

Xaver Frauenknecht (Sozialstiftung), Claus Lüders (Gem. Ges. für Soziale Dienste)

11


12

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Aus Vorstand und Kreisvorstand (1/3)

Interview mit Kurt Berger

Ihre Motive sich zur Kandidatur zu stellen

waren vor einem Jahr folgende: „Die AWO

Bamberg in einem ruhigen Fahrwasser

zum Erfolg zu führen.“

Wie verlief aus Ihrer Sicht das vergangene

Jahr und wie ruhig schätzen Sie das

„Fahrwasser“ ein, das uns umgibt?

Nach meinem Empfinden haben der neu

gewählte Vorstand und die Geschäftsführung

den richtigen Weg eingeschlagen

um Kontinuität und Ruhe in unsere AWO-

Bamberg zu bringen. Das dies mit der

vorgefundenen Situation nicht einfach war

und ist, liegt da ja auf der Hand. Trotzdem

bin ich guten Mutes, dass wir den

richtigen Weg weiter gehen werden um

eine wirtschaftlich stabile AWO-Bamberg

zu erreichen, die zum Wohle der von ihr

betreuten Menschen arbeitet und für

sichere Arbeitsplätze ihrer Mitarbeiter

sorgt.

Sie waren viele Jahre Leiter des Seniorenzentrums

in Bamberg. Sie kennen die

Aufgabenstellungen und die Probleme

des Hauptamtes sehr genau. Was unterscheidet

Ihre jetzige Tätigkeit als stellvertretender

Kreisvorsitzender der AWO

Bamberg von Ihrer ehemaligen Tätigkeit?

Wo sehen Sie Schwierigkeiten und wo

Möglichkeiten?

Als langjähriger Praktiker fällt es mir schon

schwer, wenn ich von Problemen in

unseren Einrichtungen höre, ich aber

dann nicht direkt eingreifen kann um die

Angelegenheit einer Lösung zuzuführen.

Meine Möglichkeiten sehe ich in beratenden

Gesprächen, soweit sie gewünscht

werden. Aber auch die Einbringung

meiner Vorstellungen zur Beratung in der

Vorstandschaft bis zur Verabschiedung als

Arbeitsauftrag an die Geschäftsführung ist

eine Möglichkeit.

Das ehrenamtliche Engagement füllt einen

Teil Ihrer nun reichlich vorhandenen

Freizeit. Wie gestalten Sie außerdem

Ihren Ruhestand? War es ein Problem für

Sie nach so langer und sehr intensiver

Arbeitszeit von heute auf morgen zu

Hause zu sein?

Also, der Eintritt in den Ruhestand brachte

für mich keinerlei Probleme. Ich war

darauf gut vorbereitet und, wie sagt man

in der Sportwelt, „mental gut eingestellt“.

Mit Jogging, Zeitung studieren, Rätsel

raten, bei Spaziergängen die Natur

genießen, viel lesen und natürlich öfter

verreisen, verbringe ich meine freie Zeit.

Ich habe in den vergangenen Jahren im

13


Ruhestand festgestellt, dass meine Tage

noch kürzer geworden sind, als die

ständig, wegen der vielen Arbeit und

Termine, zu kurzen Arbeitstage.

Die Arbeiterwohlfahrt hat sich mit ihren

Einrichtungen in der Gartenstadt (Seniorenzentrum,

Kindergarten, Kinderhort)

für das Modell „Mehrgenerationenhaus“

beworben. Welche Möglichkeiten sehen

Sie hier vor allem für das Seniorenzentrum?

Durch meine langjährige Tätigkeit im

AWO Seniorenzentrum Bamberg hängt

mein Herz an dieser Einrichtung besonders.

Wenn im Zusammenhang mit der

Schaffung eines Mehrgenerationenhauses

die Zukunft des Seniorenzentrums gesichert

wird, halte ich dieses Unterfangen

für wünschenswert. Sollte es aber nicht

dazu kommen, bleibt trotzdem die

Anstrengung zur Stabilisierung und

Erhöhung der Konkurrenzfähigkeit des

Seniorenzentrums eine sehr wichtige

Aufgabe. Das Seniorenzentrum in der

Gartenstadt ist der Grundstock für die

AWO in Bamberg. Es ist in ihrem Besitz.

Diesen Besitz gilt es so zu erhalten, dass

die AWO Bamberg für die Zukunft

gesichert bleibt, auch wenn wieder einmal

schwere Zeiten durchzustehen sind.

Sie stammen aus Österreich – wie sind

Sie nach Deutschland gekommen?

Mein Geburtsort Krems liegt an der Donau,

in Österreich. Da bin ich auch aufgewachsen.

Die vorbeifahrenden Flussschiffe

haben mich immer interessiert. Nach

meiner Berufsausbildung zum Einzelhandelskaufmann

habe ich, unter anderem als

Schiffszahlmeister, auf einem Flussfrachtschiff

gearbeitet. Auf diesen Reisen kam

14

Aus Vorstand und Kreisvorstand (2/3)

ich bis ins Donaudelta, aber auch nach

Deutschland. Hier habe ich meine Frau

kennen gelernt.

Wie kamen Sie zu dem Beruf in der

Altenpflege, war das damals nicht ein

unüblicher Männerberuf?

Ja, sie haben Recht. Männer in der Altenpflege

waren kaum bekannt. Aber auch

ausgebildete Altenpflegerinnen gab es

kaum. Dieser Beruf war erst in der

Entwicklung. Im niederbayerischen

Ortenburg bekam ich durch meine Frau,

Köchin im dortigen AWO Altenheim,

Kontakt zu der Altenhilfe. Nach einiger

Zeit der Beobachtung des Heimalltages,

ließ ich mich von meinem damaligen

Arbeitgeber freistellen, um in eben diesem

Heim ein Praktikum zu leisten. Das

Ergebnis der dreimonatigen Praktikumszeit

war: Ja, das ist für mich der richtige

Beruf!

Die Pflegeversicherung kam 1995, ebenso

ein neues Altenhilfegesetz. Nun mehr

ergab sich ein Arbeiten im gleichen Beruf

nach vollkommen neu gestalteten

Gesetzesgrundlagen, war das damals

schwierig? War es besser für die Senioren

oder ein Rückschritt auf Grund der

Kostenregulierung?

Die Einführung von Altenhilfegesetz und

Pflegeversicherung brachte aus meiner

Sicht für die Senioren eine ganz wichtige

Änderung für ihr Leben im Heim. Waren

doch bis dahin die meisten Heimbewohner

auf Sozialhilfe angewiesen, bekamen im

Auftrag des Sozialamtes, über die Heimleitung

ein monatliches Taschengeld

ausbezahlt, so war jetzt ein Großteil dieser

Menschen in der Lage, über ihr Geld zu

bestimmen und ihre Heimkosten selbst zu


Aus Vorstand und Kreisvorstand (3/3)

bezahlen. Dies war eine immense Aufwertung

der Lebensqualität der Betroffenen.

Die Anforderungen des Altenhilfegesetzes

und der Pflegeversicherung an die Heime

führte auch dazu, dass wesentlich mehr,

gut ausgebildetes Pflegepersonal eingesetzt

werden konnte. Auch die baulichen

und technischen Anforderungen, sowie

die Qualität der Pflege mussten nun

ständig verbessert werden. Die Arbeitssituation

wurde, durch die zunehmende

Verwaltungsarbeit in allen Bereichen,

stark belastet. Gesetze…, Ausführungsbestimmungen…,

Verordnungen. Wenn

ich zurückdenke an die Zeit, als ich die

erste Heimleitung übernahm, war mein

„Ratgeber“ ein Buch vom Vincentsverlag

mit 300 Seiten.

Welche Voraussetzungen müssen Jugendliche

mitbringen, die den Beruf der

Altenpfleger/in erlernen möchten?

Als Mitarbeiter in der Altenpflege

wünsche ich mir Menschen, auch

Seiteneinsteiger, die sich für diesen Beruf

interessieren und nicht dazu gedrängt

werden oder nur einen Job suchen. Sie

sollten gerne mit alten Menschen umgehen

wollen, diese achten und ehren. Um

dies für sich vor Beginn der Ausbildung zu

testen, sollten einige Praktikas in geeigneten

Einrichtungen absolviert werden.

Auch ein steter Wille und Neugier nach

Fort- und Weiterbildung sollten vorhanden

sein. Wer den Beruf der Altenpflege

ergreift, sollte auch akzeptieren können,

dass man nach Dienstende nicht ganz frei

von den Belastungen durch den Dienst ist.

Man hat nicht mit Maschinen, sondern

mit Menschen und deren Probleme zu tun

und dieses Erleben kann man mit Dienstende

nicht so ohne weiteres abschalten.

Leben Ihre Kinder und Enkelkinder in

Bamberg? Wie verbringen Sie Zeit mit

Ihnen?

Meine Kinder und deren Familien leben

alle in und um Bamberg.

Mit Telefon, Besuchen und Familienfeiern

wird der Kontakt gehalten.

Wie und wo verbringen Sie am liebsten

Ihren Urlaub?

Meine Frau und ich haben da keine festen

Plätze. Mal ist der Norden, dann der

Süden, gelegentlich sind auch noch die

Berge unser Urlaubsziel. Das Schöne ist

dabei, dass wir im Urlaub nicht aktiv sein

müssen, sondern nur, wenn wir wollen.

Wie sehen Sie die AWO in einigen Jahren,

was sind die Fernziele?

Ich weiß nicht was die fernere Zukunft für

die Arbeiterwohlfahrt bringen wird. Ich

wünsche mir aber, dass die Menschen

erkennen, wie unverzichtbar die „Freie

Wohlfahrtspflege“ in unserem Land ist,

einem Land, das immer mehr von den

Aktienmärkten bestimmt wird und wo

„der kleine Mann“ immer mehr auf der

Strecke bleibt. Dafür muss die Arbeiterwohlfahrt

in all ihren Gliederungen

erhalten und stark gemacht werden, um

sich weiterhin für die Benachteiligten

einsetzen und kämpfen zu können.

Kurt Berger wurde interviewt von Bianca

Clauß.

15


Zahlreiche Gäste fanden sich zur Einweihung

des Wohnheims für psychisch Kranke

in Rattelsdorf ein. Beginn war um 9 Uhr

mit einem Festgottesdienst, musikalisch

umrahmt von den Itzgrunder Musikanten.

Mit einfühlsamen Worten würdigte

der neue Pfarrer Reinhold Braun die

Bedeutung der Einrichtung.

Übereinstimmend in ihren Festreden

hoben der Geschäftsführer der AWO

Werner Dippold, Vorstand Rudolf Peterhänsel

und Bürgermeister a.D. Gerhard

Jäger noch einmal hervor, welche Hürden

zu überwinden waren, um das Areal von

den Oberzeller Schwestern zu erwerben.

Umso größer war die Freude, dass dann

durch die tätige Mithilfe Gerhard Jägers

der Vertrag unter Dach und Fach gebracht

wurde.

Bürgermeister Bruno Kellner hob in seinen

Begrüßungsworten die Bedeutung des

Standortes der Einrichtung sowohl für die

Gemeinde als auch für die Heimbewohner

hervor.

In Erinnerung an die Vorbesitzer wurde

der Neubau, als eines der drei Häuser, auf

den Namen „Haus Oberzell“ geweiht. Im

Anschluss an den Gottesdienst segnete

Pfarrer Braun die drei Gebäude. Danach

trafen sich bei herrlichem Wetter Heimbewohner,

Mitarbeiter, Bürger der Gemeinde,

Angehörige der Bewohner, Freunde

des Hauses und viele geladene Gäste zum

fröhlichen Feiern im weitläufigen Garten.

Interessierte Gäste wurden von Mitarbeitern

in mehreren Führungen durch die

16

Wohnheim für Psychisch Kranke (1/2)

Festliche Weihe und Tag der Offenen Tür

im „Haus an der Itz“

Häuser geleitet, die Einrichtung vorgestellt

und die dort geleistete Arbeit erläutert.

Gestaltet wurde der Nachmittag von den

beiden örtlichen Musikkapellen, von der

Ebinger und der Mürsbacher Blasmusik.

Das große Interesse der vielen Besucher

lies es zu einem wahrlich gelungenen Fest

werden.

Pfarrer Braun segnet die Räumlichkeiten

Besichtigung der Ergotherapie

Maria Stingl


Wohnheim für Psychisch Kranke (2/2)

Festgottesdienst im Park

Nachmittags herrschte im Park gute Stimmung

17


Selbsthilfe macht selbstbewusst

Dieses Motto des 6. Bayerischen Selbsthilfe-Kongresses

stellten im Oktober über

300 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus

ganz Bayern unter Beweis. Denn trotz

Bahnstreik ließen sich Selbsthilfeaktive

und Kooperationspartner nicht abschrecken

und nahmen den weiten Weg

nach Oberfranken in Kauf, um sich unter

dem Motto „Selbsthilfe macht selbstbewusst“

auszutauschen.

Veranstaltet wurde der Kongress vom Verein

Selbsthilfekontaktstellen Bayern e.V.

und vom Selbsthilfebüro der Arbeiterwohlfahrt

Bamberg.

Beim Hauptvortrag von Professor Dr.

David Klemperer aus Regensburg ging es

vor allem um die Zusammenarbeit zwischen

Selbsthilfe und Ärzten. „Der Patient

soll Partner des Arztes und in der Gesundheitspolitik

vom Zuschauer zum Player

werden“, so seine Meinung. Dabei müssten

neben den Ärzten auch die Selbsthilfegruppen

unabhängig von den Interessen

der Pharmaindustrie bleiben. Dr. Klemperer

selbst ist Mitglied der Ärzte-Initiative

„Mein Essen zahle ich selbst“ und fordert

eine erhöhte Aufmerksamkeit in der

Zusammenarbeit mit der Wirtschaft.

In den weiteren Veranstaltungen wurde

das Thema des Sponsoring durch die

Industrie immer wieder aufgegriffen.

Selbsthilfeaktive stellten klar, dass durch

eine konstante öffentliche Förderung eine

Beeinflussung von Selbsthilfegruppen

verhindert werden könne.

„Leider ist es schwer, vom Freistaat Bayern

und den gesetzlichen Krankenkassen

18

Selbsthilfebüro (1/4)

ausreichend Fördermittel für unsere

Gruppenarbeit zu bekommen“, so eine

Selbsthilfevertreterin, „aber wir brauchen

Geld und so sind wir manchmal auch auf

Sponsorengelder angewiesen.“

In der Talkrunde unter Leitung von

Werner Buchberger vom Bayerischen

Rundfunk beklagten verschiedene Vertreter

der Selbsthilfe die geringe öffentliche

Förderung. Und hier geht es nicht alleine

um Geld. Jutta Sturm-Heidler von der

Arbeitsgemeinschaft Bamberger Selbsthilfegruppen

chronisch kranker und

behinderter Menschen e.V. forderte von

der Kommune auch die Bereitstellung von

Räumlichkeiten. Der Bamberger Oberbürgermeister

Andreas Starke versprach,

die Anliegen der Selbsthilfe ernst zu nehmen.

Werner Dippold, Geschäftsführer des

AWO-Kreisverbandes, bot den Selbsthilfegruppen

spontan an, Räumlichkeiten der

Arbeiterwohlfahrt zu nutzen. „Sie können

sich jederzeit beim Kreisverband melden,

wenn Sie für Ihre Gruppe einen Raum

benötigen. Wir helfen gerne jederzeit mit

unseren Räumlichkeiten in der Stadt und

im Landkreis“, versprach er während der

Diskussion.

Mehrfach wurde die Idee einer gemeinsamen

Selbsthilfestiftung oder eines

gemeinsamen Förderpools für die Selbsthilfe

in Bayern diskutiert. „Hier könnten

sich dann auch Pharmaunternehmen

einbringen ohne dass die Selbsthilfe ihre

Glaubwürdigkeit verliert“, stellte Moderator

Buchberger klar.

Er gab die Gründung des Förderpools

gleich als Hausaufgabe an Staatssekretär


Selbsthilfebüro (2/4)

v.l.n.r.: Werner Dippold (AWO), Melanie Huml (MdL), Jochen Peters und Margot Murr (beide Selbsthilfekontaktstellen

Bayern e.V.)

Jürgen W. Heike mit. Dieser möchte bei

der Überarbeitung der Selbsthilferichtlinie

Bürokratie abbauen und bot nochmals

seine persönliche Unterstützung im

Ministerium an.

Wer sich nicht mit Politik, sondern mit

den Inhalten der Selbsthilfearbeit beschäftigen

wollte, konnte sich in sieben Workshops

zu Themen wie Kommunikation

und Selbstwert, Selbsthilfe und professionelle

Hilfe bei Depressionen, Elemente der

Ruhe oder zum Thema Haftpflicht und

Unfallversicherung fortbilden und

untereinander austauschen.

Vorstand Margot Murr fasste die Ergebnis-

se des Tages beim Abschlussplenum

nochmals zusammen: „Selbsthilfe ist

vielfältig und selbstbewusst, aber sie

braucht dringend mehr Unterstützung.

Hier sind Geldgeber aber auch Ärzte und

andere Berufsgruppen sowie die Medien

gefragt.“

Das Selbsthilfebüro Bamberg (Telefon

0951/91700940) als Mitveranstalter

unterstützt über 80 Selbsthilfegruppen in

der Region Bamberg und informiert

interessierte Bürgerinnen und Bürger über

Selbsthilfeaktivitäten.

Mehr Infos unter www.seko-bayern.de

oder unter 0931/2057910

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Selbsthilfebüro (3/4)

AWO besucht Jubiläumsfeier in Würzburg

Der Geschäftsführer

Werner Dippold und

Alexander Schlote vom

Selbsthilfebüro besuchten

die Jubiläumsveranstaltung

der Selbsthilfekoordination

Bayern in

Würzburg und gratulierten

SeKo-Leiterin Theresa

Keidel zum fünfjähriges

Bestehen.

Unter dem Motto der

Feier „Selbsthilfe in

Bewegung“ informierte

Theresa Keidel die Gäste

über wichtige Erfolge

und Zukunftsthemen zur

Selbsthilfe in Bayern.

Stolz verwies sie auf

enorme Zuwachsraten in

der Nutzung von SeKo

Bayern: In den letzten

fünf Jahren hat sich die

Inanspruchnahme der

Netzwerkeinrichtung

verdreifacht, die Nutzung

des eigenen Selbsthilfeportals

im Internet

sogar verneunfacht. Im

Jahr 2007 besuchten

monatlich knapp 8000 Nutzer die

Internetseite von SeKo.

Festredner Jürgen Matzat, Buchautor und

Diplompsychologe aus Gießen, zeigte

anhand der Geschichte der Selbsthilfe seit

den 70er Jahren auf, dass sich die Selbsthilfe

von der stillen Revolutionsbewegung

zum angesehenen Partner im Gesund-

v.r.n.l.: Werner Dippold, Alexander Schlote, Theresa Keidel, Jochen Peters

heitswesen weiterentwickelt hat. Im

Vortrag stellte er klar, dass trotz wichtiger

politischer Lobbyarbeit das Gespräch in

der Gruppe nicht zu kurz kommen darf.

„Ursprung und Basis ist und bleibt das

Engagement möglichst vieler Betroffener

in eigener Sache und im Austausch mit

ihresgleichen.“

Alexander Schlote

21


Um die Selbsthilfearbeit in der Region

weiter zu stärken, eröffnete die Arbeiterwohlfahrt

Anfang November nun auch in

Forchheim ein Selbsthilfebüro. Werner

Dippold initiierte diese wichtige Informations-

und Kontaktstelle. Unterstützt wird

Dippold bei seinem Vorhaben durch den

benachbarten AWO-Kreisverband in

Forchheim und Pro Familia.

Selbsthilfegruppen haben sich inzwischen

zu einem wesentlichen Faktor des

Gesundheitssystems entwickelt. Selbsthilfe

ist wertvolles bürgerschaftliches

Engagement, doch die Selbsthilfegruppen

benötigen für ihre Arbeit immer wieder

auch professionelle Unterstützung.

Diese Hilfe bietet der KV Bamberg, der

2005 das Selbsthilfebüro in Bamberg

übernahm und damit das Überleben der so

wichtigen Kontakt- und Informationsstelle

sicherte. Das Büro in Forchheim wird Bür-

22

Selbsthilfebüro (4/4)

Eröffnung des Selbsthilfebüros in Forchheim

v.l.n.r.: Elke Spindler (pro familia), Lisa Hofmann (AWO Forchheim), Werner Dippold (AWO Bamberg) und

Alexander Schlote (Selbsthilfebüro)

ger zum Thema Selbsthilfe beraten, Kontakte

zu bestehenden Gruppen vermitteln

und bei Neugründungen oder der Beantragung

von Fördermitteln beratend zur

Seite stehen. Die Dienste sind kostenlos.

Organisiert werden darüber hinaus Kontakte

zu Referenten, Fortbildungen und

Treffen für den Austausch der Gruppen

untereinander. Das Selbsthilfebüro arbeitet

mit überregionalen Organisationen wie

der SEKO-Bayern zusammen und sucht

den Dialog mit Ärzten, Krankenkassen

und Kliniken.

Selbsthilfebüro Forchheim, Hauptstraße 5

Beratungszeiten jeden Mittwoch von

11 bis 14 Uhr (Telefon 09191/699015)

Selbsthilfebüro Bamberg, Theatergassen 4

(Telefon 0951/91700940)

Interessierte Selbsthilfegruppen können

sich jederzeit anmelden.


Veranstaltungstermine (1/3)

Seniorenzentrum Bamberg

10. Dezember 13.45 Uhr Besuch des Tierheims

13. Dezember 15.00 Uhr VHS-Diavortrag

19. Dezember 14.00 Uhr Seniorenclub Weihnachtsfeier

20. Dezember 14.30 Uhr Weihnachtsfeier mit dem Kemmerer Kuckuck

Seniorenzentrum Bamberg Geburtstage

22.10.1916 90 Jahre Magdalena Walz

07.11.1921 85 Jahre Mathilde Lohbrandt

24.11.1931 75 Jahre Franz Mayer

01.12.1916 90 Jahre Maria Czopka

17.12.1921 85 Jahre Margarete Pavel

22.12.1905 101 Jahre Elisabeth Schmortte

23


Seniorenzentrum Strullendorf

06. Dezember Nikolausfeier

14. Dezember evangelischer Gottesdienst

16. Dezember Besuch des Strullendorfer Chors

24. Dezember Christmette – katholischer Gottesdienst

24

Veranstaltungstermine (2/3)

Termine für die VDK-Nikolausfeier, den Auftritt des Strullendorfer Schulchors und das

Konzert des Bläsertrios werden noch separat bekannt gegeben.

Besuch der Kinderkrippe einmal pro Woche. Termine werden separat bekannt gegeben.

Jeden Dienstagvormittag liest Frau Kohmann Geschichten und Märchen.

Jeden Dienstagnachmittag Rosenkranz in der Kapelle mit Frau Günthner oder Frau Stein.

Freitags ist immer Koch- und Backtag.

Zweimal im Monat macht Frau Fuchs-Deinlein Gymnastik mit unseren Bewohnern.

Zudem finden Aktivitäten wie z.B. Gedächtnistraining, Spiele (z.B. Kim-Spiele),

Singrunden, Koch- und Backgruppen, Basteln usw. statt, die im Wochenplan verankert

sind.

Seniorenzentrum Strullendorf Geburtstage

75 Jahre 11. Oktober Gertraud Panzer

95 Jahre 16. Oktober Johanna Wenninger

95 Jahre 30. Oktober Adolf Purschke

85 Jahre 26. November Theresia Grimm

90 Jahre 27. November Walter Roßner


Veranstaltungstermine (3/3)

Seniorenzentrum Bischberg

06. Dezember 14.30 Uhr Geburtstag und Nikolausfeier

18. Dezember 16.00 Uhr Katholischer Gottesdienst

20. Dezember 10.30 Uhr Kiga-Vogelberg

kommen zum Geburtstagssingen

24. Dezember 14.30 Uhr Weihnachtsfeier im Hause mit Angehörigen

Jeden Dienstag 15.00 Uhr Sitzgymnastik mit Monika

Jeden Mittwoch 9.00 Uhr Gruppentherapie

für psych. Kranke ältere Menschen

mit Herrn Thümlein/Frau Geßner

Jeden Mittwoch 10.30 Uhr Bewegungstraining

Jeden Donnerstag 15.00 Uhr Volkslieder singen

Weitere Veranstaltungen/Aktivitäten z.B. Geburtstagsfeier; Lese- und Spielangebote;

Basteln; Hauswirtschaftliche Tätigkeiten usw. entnehmen Sie bitte den aktuellen

Aushängen im Hause. Änderungen vorbehalten!

Seniorenzentrum Bischberg Geburtstag

75 Jahre 19. Oktober Georg Fischer

Pflegeheim Breitengüßbach Geburtstage

80 Jahre 7. Oktober Marga Sakowsky

85 Jahre 3. November Michael Wolf

25


AWO Dienstjubiläen Oktober – Dezember 2007

26

Dienstjubiläen

Einrichtung Name Eintritt Jubiläum

SZ BIS Annette Ullein 01.10.1997 10 Jahre

Kiga AS Stefanie Fischer 12.11.1997 10 Jahre

Sozialstation Bamberg Christa Stößel 01.11.2002 5 Jahre

Sozialstation Bamberg Sybille Melle 01.10.2002 5 Jahre

SZ BIS Susanne Scherzer 01.10.2002 5 Jahre

SZ BRE Monika Stütz 01.10.2002 5 Jahre

SZ BRE Maria Süppel 01.12.2002 5 Jahre

SZ BA Kristina Dillig 01.10.2002 5 Jahre

SZ BA Isolde Garcia 01.10.2002 5 Jahre

SZ BA Nelli Lauer 01.12.2002 5 Jahre

SZ BA Eleonore Wolf 01.11.2002 5 Jahre


Geschichte des Kreisverbandes

Ehemalige Praktikanten der Post trafen sich:

Sie wohnten vor 40 Jahren im AWO-Heim

Die ehemaligen Praktikanten

Fast genau 40 Jahre ist es her, als rund

35 Jugendliche im Alter zwischen 17 und

18 Jahren aus Ober- und Unterfranken und

der Oberpfalz in Bamberg ein Praktikum

bei der damaligen Deutschen Bundespost

begannen. Diese Ausbildung, von der ein

Jahr in Bamberg und ein Jahr in Nürnberg

absolviert werden mussten, war Vorraussetzung

für ein Ingenieurstudium in den

Fachbereichen Elektro- oder Nachrichtentechnik

der Post, heute Telekom.

Gewohnt haben die damals noch jungen

Herren im Wohnheim der AWO.

Zum 40. Jubiläum trafen sich die ehemaligen

Praktikanten in Bamberg und besuchten

die Gebäude der früheren BWKW in

der Memmelsdorfer Straße, wo seinerzeit

die Ausbildungswerkstätten untergebracht

waren. Viele zog es auch zur AWO, und

man war erstaunt über die baulichen Ver-

änderungen. Zufällig trafen die Jubilare

dort mit dem Geschäftsführer Werner Dippold

zusammen und es entwickelte sich

ein netter Plausch: „Das Leben im AWO-

Heim war nicht immer einfach für uns.

Wir mussten z.B. spätestens Punkt 22 Uhr

zuhause sein, sonst gab es vom Heimleiter,

Herrn Lindenmeier, eine ordentliche Strafpredigt.

Diese Leiden kann nur begreifen,

wer weiß, dass so mancher von uns in

Bamberg eine Freundin gefunden hatte,

und da war es manchmal schwer, sich so

bald zu verabschieden“, erzählte schmunzelnd

Ulrich Storer aus Würzburg. „Ebenfalls

im Heim untergebrachte schwer erziehbare

Mädchen durften wir unter Strafandrohung

nicht ansprechen. So streng

waren damals die Sitten. Insgesamt war es

für uns in Bamberg aber eine schöne Zeit,

an die wir uns alle gerne erinnern.“

Ernold Detler

27


„Rollentausch“ im Kinderhort Ankerplatz

Für alle war es ein toller Nachmittag

Die bayerischen Wohlfahrtsverbände traten

in diesem Herbst mit einer besonderen

Bitte an Kommunalpolitiker, Politiker auf

Landes- und Bundesebene unterschiedlichster

Parteien heran. Einen „Rollentausch“

sollte es geben: Politiker weg vom

Rednerpult und raus aus den Sitzungsräumen,

hinein in den Alltag der

Beschäftigten in Seniorenzentren oder

Kindertagesstätten.

So mancher hat sich schon einmal einen

Politiker an seiner Stelle auf seinem

Arbeitsplatz gewünscht. Den Satz: „Wenn

der doch nur mal einen halben Tag hier

arbeiten müsste, …“, kennt doch jeder,

geäußert oder wenigstens gedacht. Diese

Wunschvorstellung wurde Ende Oktober

28

Aus den Kindertagesstätten (1/4)

im Kinderhort Ankerplatz der Arbeiterwohlfahrt

in Hallstadt Realität: Franz Josef

Schick, Fraktionsvorsitzender und Landratskandidat

der SPD sowie Reinhard

Schmid, Kommunalpolitiker aus Rattelsdorf

und zweiter Vorsitzender der Arbeiterwohlfahrt,

tauschten für einen Nachmittag

die Rollen. Aus Rechtsanwälten

und Politikern wurden für ein paar Stunden

Erzieher. Der Kontakt zu den Kindern

war schnell und unkompliziert hergestellt,

verfügten doch beide über eine respektvolle

und einfühlsame Art den Kindern

und der Situation gegenüber. Die Aufgeschlossenheit

unseres „Zusatzpersonals“

wurde mit der Sympathie unserer Kinder

belohnt, die es sehr genossen, mal mit

richtigen Profis Kicker zu spielen.


Aus den Kindertagesstätten (2/4)

Kickerprofi Schmid begeisterte vor allem die Buben

Vorher ging es jedoch richtig ernsthaft zu

Sache während der Hausaufgabenzeit.

Franz Josef Schick engagierte sich rührend

und war jederzeit zur Stelle, sobald ein

Kind seine Hilfe benötigte. Mit Geschick

Nikolas und Franz-Josef Schick bei der Hausaufgabenerledigung

und Ernst widmete er sich seiner neuen

Rolle.

Ebenso machte Reinhard Schmid bei der

Essensvergabe eine gute Figur. Zu keinem

Zeitpunkt wirkte dieser Rollentausch

aufgesetzt oder gar unecht.

Auch das Gespräch mit unserer Hauswirtschaftshilfe,

einer Hartz IV-Empfängerin

und 1,50 Euro-Jobberin, bot ihnen Einblick

in nicht allzu glückliche Biografien

und wurde als echte Bereicherung für die

weitere politische Arbeit wahrgenommen.

Es gibt sie doch noch, die Politiker, die

sich für die Basis interessieren! So haben

es das Personal und die Kinder auf jeden

Fall empfunden. Von diesem Nachmittag

des „Rollentausches“ konnte jede Seite

profitieren. Eine Wiederholung in

regelmäßigen Zeitabständen wäre gut

vorstellbar.

Bianca Clauß

29


Den Tag mit gemeinsamem Singen und

Zählen im Morgenkreis zu beginnen, ist

für die Kinder der Kinderkrippe Sonnenschein

festes tägliches Ritual. Nicht alltäglich

ist, wenn ein Bundestagsabgeordneter

dabei ist: MdB Thomas Silberhorn kam

zusammen mit dem Bürgermeister der

Gemeinde, Andreas Schwarz, nach

Strullendorf zu Besuch.

Begrüßt wurden die Politiker vom

Geschäftsführer der Arbeiterwohlfahrt,

Werner Dippold, der dem CSU-Abgeordneten

für sein Interesse an der Arbeit der

AWO dankte. Beim gemeinsamen Essen,

Singen und Spielen war das Eis zwischen

den Kindern und den Erwachsenen dann

bald gebrochen.

30

Aus den Kindertagesstätten (3/4)

„Rollentausch“ im „Sonnenschein“

Thomas Silberhorn, Andreas Schwarz und Werner Dippold beim morgendlichen Freispiel

Auch beim gemeinsamen Spaziergang

konnten sich die Mitarbeiterinnen der

Kinderkrippe über die tatkräftige Unterstützung

durch die Politiker freuen. Hier

bot sich dem Bürgermeister der Gemeinde

auch zugleich die Gelegenheit, den von

ihm gesponserten Krippenwagen einmal

selbst auszuprobieren. Der Besuch nahm

sich jedoch nicht nur für die Kinder,

sondern auch für die Belange der

Kinderkrippe Zeit und informierte sich

über den Krippenalltag.

Manuela Lindner, die Leiterin der AWO-

Kinderkrippe Sonnenschein, verzeichnet

einen stetig wachsenden Bedarf an

Betreuung für Kinder unter drei Jahren.

Nicht nur berufstätige Eltern und Allein-


Aus den Kindertagesstätten (4/4)

Andreas Schwarz und Werner Dippold sind bereit für den Spaziergang durch die Gemeinde

erziehende gäben ihr Kind in Betreuung.

Immer mehr Familien nutzten zunehmend

das Angebot, ihr Kind für mindestens drei

Vormittage pro Woche in die Krippe zu

bringen. „Die Krippe ist vor allem ein

Erfahrungs- und Lernort“, so Lindner. Die

Betreuung der Kinder folge einem

Bildungs- und Erziehungsplan, ohne individuelle

Bedürfnisse zu vernachlässigen.

Gerade das gemeinsame Lernen von

Kindern unterschiedlichen Alters hob die

Erzieherin als positiv hervor.

MdB Silberhorn bekräftigte das Vorhaben

der Großen Koalition, die Kinderbetreuungseinrichtungen

auszubauen. Auch

wenn dies eine Aufgabe der Länder und

Kommunen sei, werde der Bund zur

Anschubfinanzierung Investitionshilfen

von 2,15 Milliarden Euro zur Verfügung

stellen. Um Wahlfreiheit der Eltern zu ermöglichen,

müssten für unterschiedliche

Lebensentwürfe vielfältige Betreuungsangebote

für Kinder gefördert werden.

Geschäftsführer Werner Dippold betonte,

dass die AWO Bamberg das Bayerische

Kinderbildungs- und -betreuungsgesetz

schnell und problemlos habe anwenden

können. Man profitiere allerdings davon,

als Organisation mit mehr als 460 Mitarbeiterinnen

und Mitarbeitern in insgesamt

24 Einrichtungen personell flexibel reagieren

zu können. „Die Leistung der Mitarbeiter

in sozialen Berufen am Menschen

werde in unserer Gesellschaft zu wenig

gewürdigt“ und fordere mehr öffentliche

Anerkennung und Wertschätzung.

Kinder und Mitarbeiterinnen der

Kinderkrippe erlebten einen aufregenden

Vormittag und auch die Politiker nahmen

bleibende Eindrücke mit.

Manuela Lindner, Saskia Delbrügge

31


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Neues aus der Geschäftsstelle

Rechtsberatung

Liebe Mitglieder,

langfristig planen wir den Aufbau einer zentralen Beratungsstelle

zur Unterstützung unserer Mitarbeiter und auch der Mitglieder

der Arbeiterwohlfahrt Kreisverband Bamberg Stadt und Land e.V.

Wir möchten unser Beratungsangebot insbesondere durch die

Zusammenarbeit mit externen Kooperationspartnern weiter

ausbauen. In Zukunft wird es neben der Rechtsberatung auch

Beratung zu den Themen Versicherung (Sachversicherung und

Altersvorsorge), Pflegeversicherung, Mutter-Kind-Kuren, Ausund

Weiterbildung, Arbeitsmarkt- und Karrierechancen und für

pflegende Angehörige geben.

Den Anfang einer Beratung für Mitglieder macht seit September

die Rechtsanwaltskanzlei Schick & Kollegen mit einer kostenlosen

Rechtsberatung. Diese findet jeweils einmal im Monat, immer am

ersten Montag, statt.

Der nächste Termin ist am Montag, den 7. Januar 2008. Von

14 Uhr bis 16 Uhr wird den Mitgliedern der Arbeiterwohlfahrt ein

Rechtsanwalt für eine kostenlose Beratung zur Verfügung stehen.

Ich bitte alle Mitglieder, die sich für einen Termin zur Rechtsberatung

an diesem Tag interessieren, sich telefonisch im Sekretariat

unter der Telefonnummer 0951/4074-400 anzumelden.

Erst nach Vergabe eines Termins ist die Beratung an diesem Tag

oder einem der nächsten Beratungstage möglich.

Mit freundlichen Grüßen

Werner Dippold, Geschäftsführer

33


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Migrationssozialdienst (1/3)

Integration durch Begegnung

Die Leiterin des Migrationssozialdienstes Besaret Penzkofer begrüßt die Gäste

Zahlreiche Gäste fanden am Tag der Offenen

Tür den Weg zum Migrationssozialdienst

der AWO in den Theatergassen. Das

Büro, das Freunde, ehrenamtliche Helfer

und Interessierte eingeladen hatte, informierte

über seine Arbeit im Integrationsund

Bildungsbereich.

Nach einem Willkommensgruß für die Besucher

in zehn verschiedenen Sprachen,

begrüßten die Leiterin des Migrationssozialdienstes,

Besaret Penzkofer, und der

Vorstandsvorsitzende des AWO-Kreisverbandes

Bamberg Stadt und Land e.V.,

Rudolf Peterhänsel, die Gäste.

Die hauptamtlichen Mitarbeiter stellten

die einzelnen Bereiche der Integrations-

arbeit vor. Neben einem umfangreichen

Beratungsangebot für Migranten und

deutsche Interessierte bietet das Büro

ambulante Erziehungshilfen, die außerschulische

Betreuung TIGER und ein

umfangreiches Bildungsprogramm.

Carola Wieland, stellvertretende Leitung

des Migrationssozialdienstes, dankte den

vielen ehrenamtlichen Unterstützern.

Zahlreiche Freiwillige, Deutsche wie

Zuwanderer, engagieren sich in Deutschkursen,

bei der Hausaufgabenbetreuung,

in der Beratung oder der aktiven Integrationsarbeit.

Gerade Migranten würden mit

ihrem ehrenamtlichen Engagement eine

wertvolle Möglichkeit zur Integration in

35


Begrüßungsworte des Vorsitzenden Rudolf Peterhänsel

die deutsche Gesellschaft geboten. Doch

auch viele deutsche Ehrenamtliche finden

hier in ihrer Arbeit Selbstbestätigung und

wertvolle Kontakte.

Der Migrationssozialdienst soll einen Rahmen

für den Austausch von Erfahrungen

bieten und ein Ort der interkulturellen

Begegnung sein. Migranten aus den

unterschiedlichsten Kulturräumen treffen

sich hier. Es wäre jedoch wünschenswert,

wenn auch immer mehr Bamberger den

Weg zum Migrationssozialdienst finden

würden. „Der regelmäßige Kontakt zu

36

Migrationssozialdienst (2/3)

Deutschen in einem ungezwungenen

Rahmen ist einfach das wirksamste Mittel

der Integration.“, schloss Carola Wieland

ihren Bericht.

Bei einem internationalen Buffet und

einem reichhaltigen Unterhaltungsprogramm

konnten sich die Besucher über

die facettenreiche Arbeit des Migrationssozialdienstes

informieren.

Infos bei www.awo-bamberg.de und beim

MSD, Theatergassen 7, 96047 Bamberg,

Telefon 91700936


Migrationssozialdienst (3/3)

Kursangebote

zum Vertiefen der deutschen Sprache

Arbeiterwohlfahrt

Kreisverband Bamberg

Stadt und Land e. V.

Migrationssozialdienst

Fachdienst für interkulturelle

Bildungs- und Sozialarbeit

Theatergassen 7

96047 Bamberg

Tel.: 0951 / 91 70 09 36

Fax: 0951 / 91 70 09 38

Migrationssozialdienst@awo-bamberg.de

Ziel der Konversationskurse ist es:

- die im Integrationskurs gelernten Sprachinhalte praktisch umsetzen zu können,

- Deutsch im geschützten Rahmen zu sprechen, um mehr Selbstsicherheit im Sprechen zu erlangen,

- die persönlichen Sprachkenntnisse zu vertiefen und die Sprechfertigkeit zu verbessern,

- den Interessent/inn/en Raum zu bieten, damit sie soziale Kontakte knüpfen bzw. die eigene Isolation

überwinden können.

Inhalte der Konversationskurse:

Die Themen orientieren sich am Sprachstand und an den Interessen der Teilnehmer/innen.

Meist handelt es sich dabei um alltags- und arbeits-/berufsbezogene Themen.

Konversationskurse: Stand Nov. 2007

montags 14.00 Uhr bis 15.30 Uhr Frauen mit einfachen Deutschkenntnissen

dienstags 9.00 Uhr bis 11.00 Uhr Fortgeschrittene mit sehr guten Deutschkenntnissen

14.00 Uhr bis 15.30 Uhr Frauen und Männer mit einfachen Deutschkenntnissen

15.30 Uhr bis 17.30 Uhr Frauen und Männer mit sehr einfachen Deutschkenntnissen

mittwochs 12.45 Uhr bis 14.15 Uhr Frauen mit guten Deutschkenntnissen

14.00 Uhr bis 15.30 Uhr Frauen mit guten Deutschkenntnissen

14.30 Uhr bis 16.00 Uhr Frauen und Männer mit sehr einfachen Deutschkenntnissen

donnerstags 09.00 Uhr bis 11.00 Uhr Fortgeschrittene mit sehr guten Deutschkenntnissen

10.00 Uhr bis 12.00 Uhr Frauen mit (sehr)guten Deutschkenntnissen

14.00 Uhr bis 16.00 Uhr Männer mit (sehr) guten Deutschkenntnissen

freitags 09.00 Uhr bis 11.00 Uhr Frauen mit einfachen Deutschkenntnissen

Kursen

13.30 Uhr bis 15.30 Uhr 2 x 1h Stützunterricht für Langsamlerner/innen aus den

Zusätzliches Angebot: Interkulturelle Theatergruppe

dienstags 17.00 Uhr bis 19.00 Uhr Migrant/inn/en und Deutsche üben unter fachkundiger

Leitung zusammen kleine Sketche ein.

Die Kurse finden fortlaufend in kleinen Gruppen statt. Ihre Dauer richtet sich

nach dem Bedarf. Der Einstieg ist meist jederzeit nach Absprache möglich. Die

Kursgebühr pro Termin beträgt: 20 Euro pro Monat (außer bei der

Theatergruppe).

37


Gemeinsam mit Iso, dem Verein für innovative

Sozialarbeit e.V. in Strullendorf, hat

der AWO-Kreisverband vom Bundesfamilienministerium

den Zuschlag für das Mehrgenerationenhaus

erhalten. Innerhalb der

nächsten fünf Jahre wird das Projekt nun

finanziell und organisatorisch unterstützt,

um den Aufbau des Mehrgenerationenhauses

in der Gemeinde zu fördern.

Das Mehrgenerationenhaus im Gröne-Bau

soll in den nächsten Monaten ein zentraler

Treffpunkt für die Bürger der Gemeinde

werden. Die vor Ort bestehenden

AWO-Einrichtungen werden in das Konzept

integriert und durch bürgerschaftliches

Engagement ergänzt. Der Bürgermeister

der Gemeinde, Andreas Schwarz,

unterstützt das Projekt und die Ideen, die

es tragen.

Alle Generationen in Strullendorf werden

langfristig von dieser Institution profitieren.

Das Mehrgenerationenhaus bietet in

den nächsten Jahren eine Plattform für

alle. Bürger, die Hilfe suchen und andere,

die ihre Unterstützung anbieten wollen

finden hier alles unter einem Dach. Neben

den Generationen übergreifenden Angeboten

gibt es auch alterspezifische Dienste.

Das Mehrgenerationenhaus bietet

zum Beispiel ausreichende Betreuungsmöglichkeiten

für jüngere Kinder.

Besonders konzentrieren möchte man sich

daneben auf die soziale Integration von

Ausländern und älteren Bürgern.

Die Initiatoren, AWO-Geschäftsführer

Werner Dippold und Iso-Geschäftsführer

38

Neues vom Kreisverband

AWO erhält Zuschlag

für Mehrgenerationenhaus in Strullendorf

Mathias Gensner, möchten mit diesem Pilotprojekt

im Landkreis die Generationen

zusammenbringen und bürgerschaftliches

Engagement stärken. Einen besonderen

Schwerpunkt bilden daher die ehrenamtlichen

Aktivitäten. In das zukünftige

Mehrgenerationenhaus kann sich jeder

mit seinen Ideen und Aktivitäten einbringen.

Flexibel gestaltete Angebote und

niederschwellige Möglichkeiten des

gegenseitigen Austauschs sollen die Basis

des Projektes bilden. Insbesondere die

Zusammenarbeit zwischen der AWO-

Kinderkrippe und dem Jugendzentrum

Iso e.V. soll in Zukunft verstärkt werden.

Nach den Plänen von Iso e.V. und der

AWO hat sich das Haus in wenigen Jahren

als Treffpunkt, Erholungsort und Anlaufstelle

für Bürger unterschiedlichen Alters

und verschiedener Herkunft etabliert.

Ehrenamtliche haben dann die Verantwortung

über die Aktivitäten übernommen

und das Haus ist zu einem Ort der Bürger

geworden. Das Mehrgenerationenhaus in

Strullendorf soll zukünftig ein stetiges

Miteinander von Jung und Alt bieten,

zur gegenseitigen Unterstützung und

Bereicherung.


Seniorenzentrum Strullendorf

Pflanzaktion im „Haus an der Itz“

Die Arbeit geht voran

Unser Projekt Wildblumen um das Haus

Oberzell:

Durch Dias und Broschüren bekamen wir

einen ersten Eindruck, wie bereits ähnliche

Wildblumenwiesen und Beete angelegt

wurden und wie sie sich nach ein,

zwei, drei Jahren verändern.

Nach einigen Überlegungen und

Gesprächen stand unser Plan und: Los

ging es!

Die Vorbereitungen der Beete war das

Wichtigste und auch das Schweißtreibendste.

Mit Pickel, Hacke, Schaufeln und

Schubkarren sind wir losgezogen. Die Alte

und lehmige Erde musste abgetragen werden

und mit Sand-, Schotter- und Humusgemisch

füllten wir die Beete wieder auf.

Um uns zu stärken genossen wir in den

Pausen Eiskaffee, Saftschorlen, Wurstsemmeln,

Schokolade. Die Anerkennung

der anderen Bewohner und Mitarbeiter

motivierten uns, mit der Arbeit fortzufahren.

Nach tagelangem Erdebewegen war es

endlich soweit. Das Pflanzen konnte

beginnen. Herr Steiniger verteilte die

Setzlinge, die von einer speziellen Gärtnerei

geliefert wurden. Jeder Bewohner und

jeder Mitarbeiter wurde mit Pflanzspaten

ausgestattet und ein sonniger Tag machte

das Unternehmen perfekt.

Das Arbeiten machte durstig und zufrieden.

In den Pausen bewunderten wir

unser wachsendes Werk und am Ende des

Tages staunten wir über unsere geleistete

Arbeit. Das Gießen der neu angelegten

Beete wurde unter verschiedenen Bewohnern

aufgeteilt. Neugierig lassen wir uns

überraschen, welche Blüten von den

jeweiligen Wildblumen hervorgebracht

werden.

Uli Beilner

39


Seniorenzentrum in Gundelsheim

AWO-Geschäftsführer Werner Dippold rät

von reinem Pflegeheim und privaten

Investoren ab – SPD Gundelsheim bringt

Thema in den Gemeinderat.

Die SPD Gundelsheim hat zum Themenabend

„Alten- und Pflegeheim“ in

Gundelsheim geladen. „Durch die große

Besucherzahl wird klar, dass das Thema

für die Gundelsheimer nicht nur relevant

ist, sondern endlich von allen angepackt

werden muss und Wahlkampfversprechen

eingelöst werden müssen“, betonte Jonas

Merzbacher, Vorsitzender der SPD

Gundelsheim.

Mit Werner Dippold, Geschäftsführer der

AWO Bamberg, konnte die SPD Gundelsheim

nun einen Fachmann gewinnen.

Besonders erfreut waren die zahlreichen

Besucher darüber, dass durch einige

anwesende Investoren und Bauunternehmen

die Sache weiter an Bewegung

gewann.

Zu Beginn stellte Werner Dippold den

AWO Kreisverband Stadt und Land e.V.“

kurz vor: 2000 Besucher werden allein im

Raum Bamberg täglich betreut, 24 Häuser

(Kindergärten, Seniorenzentren, Wohnheime

etc.) unterhält die AWO mit über

450 Mitarbeitern – Zahlen, mit welchen

Werner Dippold die Nähe des Wohlfahrtverbandes

zur Bevölkerung unterstrich.

Bei der Situation in Gundelsheim betonte

er die gute Infrastruktur mit Stadtbusanbindung,

Schule, Kindergarten, Kirche

und Einkaufsmöglichkeiten. Die derzeitige

Bevölkerungsstruktur mit 12% im Alter

von über 66 Jahren und die weitere

40

SPD Gundelsheim (1/2)

Entwicklung hinsichtlich der Alterstruktur

gerade in Gundelsheim ließen somit eine

Versorgung und einen Bau vor Ort zu.

Jedoch erteilte er – wie auch die SPD

Gundelsheim – dem Vorhaben eines reinen

Pflegeheimes und privaten Investoren

eine klare Absage. Vielmehr schlug er den

Bau eines Mehrgenerationenhauses oder

eines Seniorenzentrums (Betreutes

Wohnen, Cafeteria, Arzt, Physiotherapie,

Tagespflege) vor.

Beide Projekte könnten einen Mittelpunkt

in der Gemeinde bilden, die neue

Optionen bzw. Perspektiven erschließen.

Bei der Größe sollte man mit 40 Pflegebetten

und 30 weiteren Einheiten für

Tagespflege und betreutes Wohnen

rechnen. Während die AWO beim

Raumfindungsverfahren und den weiteren

Planungen die Gemeinden vor Ort eng mit

einbezieht, stehe für private Investoren

vielmehr der Gewinn im Vordergrund als

das örtliche Gefüge und der dauerhafte

Erfolg am Standort. Ein privater Investor

haftet bei Weitem nicht so wie ein

Wohlfahrtsverband als Non-Profit-

Unternehmen.

Karl-Heinz Oppel, Gemeinderat, und Jonas

Merzbacher brachten als Baugrund das

Gelände bei den Vereinsheimen im Süden

von Gundelsheim ins Gespräch. Von Investoren

und Werner Dippold wurde dieser

Vorschlag vor der Veranstaltung bereits

geprüft und als gut befunden. Jedoch sei

der Lärmschutz an dieser Stelle mit der

Nähe zum Bamberger Kreuz voraussichtlich

noch nicht ausreichend vorhanden.

Somit müsse man nun baldmöglichst alle


SPD Gundelsheim (2/2)

weiteren relevanten Stellen mit einbeziehen.

Das Seniorenzentrum Bischberg sei

ein Beispiel dafür, dass auch an viel befahrenen

Straßen sehr attraktive Standorte

entstehen können, erklärte Dippold.

Großes Plus an diesem Standort sei die

Nähe zu allen Infrastruktureinrichtungen

bzw. ausreichende Parkmöglichkeiten.

Darüber hinaus ist das Gelände Eigentum

der Gemeinde.

Als weitere Standorte wurden ausführlich

die möglichen Bauflächen neben dem

Friedhof, im Gewerbegebiet und am

Königsweg Richtung Wald diskutiert und

noch lange nicht außer Acht gelassen.

„SPRINGENDER PUNKT“ meint, dass

dieses Thema umgehend über alle Parteigrenzen

hinweg ernsthaft angegangen

werden muss und nicht erst wieder im

Wahlkampf auf allen Flyern zu finden sein

sollte.

Dr. Mahmoud Daneschwar

41


42

pro familia (1/2)

Werner Dippold –

neues Vorstandsmitglied bei pro familia

Bei der Mitgliederversammlung zog Vorstandsvorsitzende

Katja Gese eine positive

Bilanz der Arbeit. Sie dankte den Anwesenden

für ihre engagierte Mitarbeit bevor

sie in ihrem Rechenschaftsbericht auf die

vielfältigen Aufgaben des abgelaufenen

Jahres einging. Ein wichtiger Erfolg war

die Stellenerhöhung in der staatlich

anerkannten Schwangerenberatungsstelle,

die aufgrund der Gewährung eines

zusätzlichen Zuschusses möglich wurde.

„Nur so können die steigenden Anfragen

vor allem im sexualpädagogischen Bereich

angenommen werden“, sagte Katja Gese.

Das sexualpädagogische Team ist ab der

4. Jahrgangsstufe in Schulen in und um

Bamberg und in Stadt und Landkreis

Forchheim tätig, um Schüler und Schülerinnen

altersgerecht über körperliche und

seelische Entwicklungen während der Pubertät,

über Schwangerschaft, Verhütung,

Sexualität und Freundschaft – je nach

Anfrage – zu informieren. 2006 wurden

hierbei 2.447 Personen erreicht, das sind

27% mehr als im Vorjahr, Tendenz weiter

steigend.

Neben diesen Präventionsveranstaltungen

bilden Beratungsgespräche ein wichtiges

Element der Arbeit. Die Mitarbeiterinnen

der beiden Beratungsstellen führten

insgesamt 2096 Beratungsgespräche.

In die Schwangerenberatungsstelle kamen

36% der Ratsuchenden, um sich über

Hilfsmöglichkeiten zu informieren oder

um einen Antrag auf Leistungen aus der

Landesstiftung „Hilfe für Mutter und

Kind“ zu stellen. Hierbei spielte das neue

Elterngeld eine große Rolle. 32% der

KlientInnen suchten nach der Geburt ihres

Kindes Rat zu Themen wie Elternschaft,

Erziehung, Kindschaftsrecht, Depression

nach der Geburt und soziale und finanzielle

Hilfsmöglichkeiten in der Elternzeit.

15% befanden sich in einem Schwangerschaftskonflikt.

Auch die Präventionsberatung (Empfängnisverhütung,

Kinderwunsch) nahm mit

17% einen breiten Raum im Beratungsspektrum

ein.

In der Ehe- und Familienberatungsstelle

kamen 39% der KlientInnen wegen

Ehe- und Partnerschaftsproblemen zur

Beratung. Mit nur 12% war der Anteil der

Trennungs- und Scheidungsberatungen im

vergangenen Jahr sehr niedrig. Hierzu

gehörten auch die Mediationsberatungen.

In diesem Fall wollen die Partner, die sich

zur Trennung entschlossen haben, mit

Hilfe einer neutralen Mediatorin eine faire

Konfliktlösung für sich und die Kinder

finden. Fragen und Probleme zur

Sexualität standen bei 18% der Beratungsgespräche

im Mittelpunkt. 7% der Ratsuchenden

hatten Fragen zur Erziehung

und 24% hatten individuelle psychosoziale

Probleme.


pro familia (2/2)

Geschäftsführerin Elke Spindler erläuterte

die finanzielle Situation des Vereins. Da

überraschenderweise der Zuschuss des

Freistaates Bayern für die Ehe- und Familienberatungsstelle

höher und geplante

Ausgaben geringer ausgefallen seien,

konnte das Haushaltsjahr mit einem

positiven Ergebnis abgeschlossen werden.

Damit ist es nun möglich, den finanziellen

Grundstock für einen Ausbildungsplatz zu

schaffen. So erhält ab 1.9.2007 erstmals

eine junge Mutter die Gelegenheit, sich in

Teilzeit zur Kauffrau für Bürokommunikation

ausbilden zu lassen.

Nach der Entlastung des Vorstandes, stand

eine außerordentliche Vorstandswahl an,

da Herr Karlheinz Schott aus gesundheitlichen

Gründen seinen vorzeitigen

Rücktritt bekannt gab.

Werner Dippold hat sich dankenswerterweise

bereit erklärt, diese kurzfristig

entstandene Lücke zu schließen und

wurde von den anwesenden Mitgliedern

zum stellvertretenden Vorsitzenden gewählt.

Er nahm die Wahl gerne an und

versprach, die Arbeit seines Vorgängers

mit viel ehrenamtlichen Engagement

fortzuführen.

Zwischen pro familia und der Arbeiterwohlfahrt

besteht aufgrund der sich

ergänzenden Arbeitsfelder im sozialen

Bereich bereits seit vielen Jahren ein guter

Kontakt. Im Rahmen des engen finanziellen

und zeitlichen Spielraumes, dem

soziale Einrichtungen unterworfen sind,

ist es heute wichtig – und zukünftig immer

wichtiger – Synergieeffekte zum Wohle

aller zu nutzen und auszubauen. Durch

die Mitarbeit im Vorstand ist es möglich,

auf kurzem Wege diese Richtung weiter zu

verfolgen, enger miteinander zu arbeiten,

ohne die Eigenständigkeit der beiden

Vereine zu beeinträchtigen.

Wir freuen uns auf die gemeinsame,

arbeitsreiche Zukunft und wünschen den

beiden Vereinen viel Erfolg.

Pro Familia Bamberg

Beratungsstelle Bamberg

Willy-Lessing-Straße 16

96047 Bamberg

Telefon (09 51) 133 90-0

Telefax (09 51) 133 90-29

bamberg@profamilia.de

Öffnungszeiten:

Termine nach telefonischer

Vereinbarung.

Elke Spindler

Montag 9.00 – 12.00 Uhr

und 16.00 – 18.00 Uhr

Dienstag 14.00 – 17.00 Uhr

Mittwoch 8.30 – 12.00 Uhr

Donnerstag 14.00 – 17.00 Uhr

Freitag 8.30 – 12.00 Uhr

43


Seniorenzentrum Bischberg

„Unsere Feuerwehr – Helfer in der Not –

aber auch ein sehr guter Gastgeber“

Frau Dotterweich im Feuerwehrauto

Wir sehen die netten Leute der Strullendorfer

Feuerwehr eigentlich nur dann,

wenn es einmal einen Fehlalarm gibt und

das ist Gott sei Dank sehr selten.

Diesmal fungierten die Damen und Herren

aber als Gastgeber. Zum „Wepsenfest“ der

Strullendorfer Feuerwehr wurden unsere

Bewohner persönlich eingeladen und bei

der Aussicht auf so viele junge Damen und

Herren, haben sie diese Einladung auch

sehr gern angenommen.

„Wie Ehrengäste wurden wir behandelt –

wir haben es unwahrscheinlich genossen

so verwöhnt zu werden“, dies war die

einstimmige Meinung aller. Essen und

Trinken konnten sie nach Herzenslust und

wurden von hinten bis vorn bedient. Nicht

zu vergessen die vielen Gespräche in der

geselligen Runde.

Auch hatten wir eine Einladung für’s

Oktoberfest der Strullendorfer Feuerwehr

und zu unserem Nachtkaffee waren die

Damen und Herren dann wieder unsere

Gäste.

Fachsimpeln mit dem Kommandanten der

Strullendorfer Feuerwehr

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46

Seniorenzentrum Bamberg

Fränkische Marionettenbühne zu Gast

Begeisterte Besucher der Vorstellung

Eine gemeinsame Projektarbeit zwischen

dem AWO-Seniorenzentrum Bischberg

und den Kindergärten aus Bischberg.

Im August konnte man in Bischberg in

leuchtende Kinderaugen blicken. David

Weiß gab ein Gastspiel mit seiner

„Fränkischen Marionettenbühne“.

Der Speisesaal unserer Einrichtung wurde

an diesem Tag kurzerhand zum Theater

umfunktioniert, als das Märchen „Das

tapfere Schneiderlein“ zur Aufführung

kommt. Noch nie habe ich den Speisesaal

so voll gesehen!

Bewohner, Kinder und Mitarbeiter füllten

den Saal in einem Maß, dass die reguläre

Bestuhlung durch zusätzliche Stühle

ergänzt werden musste. Jeder wollte

schließlich dabei sein, wenn sich der

Vorhang öffnete.

Gespannte Aufmerksamkeit bei den

Großen, fieberhaftes Mitgehen bei den

Kleinen zeugten davon, dass auch heute

noch in unserer schnellen Welt Marionettenfiguren

wie König, Prinzessin, Kaspar

und Räuber eine starke Faszination

ausstrahlen.

Der lange Beifall am Ende war Zeugnis für

die wunderbare Vorstellung. Doch damit

nicht genug. Nach der Vorstellung gab

David Weiß Einblick in die Arbeit mit

Marionetten. Er erläuterte anhand einer

Puppe, wie die kunstvolle Anfertigung

erfolgt und wie kompliziert die Führung

einer Puppe allein mit Fäden ist.

Eine gelungene Veranstaltung, die noch

lange in schöner Erinnerung bleiben

wird.

Monika Neurohr


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