APA-Science Spezial 1/2012

apa.at

APA-Science Spezial 1/2012

SPECIAL # 1/2012

Auch Als iPAd-APP!


inhaltsverzeichnis

APA-SCienCe SPeCiAl

APA-MArketing & VerkAuf

Telefon: +43/1/360 60-3333

E-Mail: marketing@apa.at

redAktion

Walter Eisenwort/Petra Haller/Verena Krawarik/

Christian Müller/Alexandra Roth/Nikolaus Täuber/

Stefan Thaler/Mario Wasserfaller

konzePtion & design

APA-DesignCenter:

Michael Gacksch/Patrick Nell

uMsetzung

vektorama. grafik.design.strategie

www.vektorama.at

MedieninhAber, herAusgeber

und hersteller

APA – Austria Presse Agentur

Laimgrubengasse 10

1060 Wien

Telefon: +43/1/360 60-0

Fax: +43/1/360 60-3099

Web: www.apa.at

druck

Grasl Druck und Neue Medien GmbH, Bad Vöslau

erscheinungsort

Wien

inforMAtion

APA-science

+43/1/360 60-5834

science@apa.at

science.apa.at

twitter: twitter.com/APA_science

AbrufbAr im APP-store

unter „APA-VAlue“

toP story

4 Von der Vorratswirtschaft zur hochblüte

Wissenschaftsthemen sind heute in den Medien en vogue

5 „grenzen zwischen Wissenschaftsjournalismus

und Pr werden durchlässiger“

Oliver Lehmann im Interview mit Verena Krawarik/APA

8 Wo Wissenschaft die hauptrolle spielt

10 unterwegs zu APA-science

Die lange Evolution eines Medienprojekts

custoMer VAlue

12 Wissenschafts kommunikation durch das bMWf wirkt

Das Kamel geht durch die Wüste Gobi und Science goes public

14 der luxus des Weitblicks

Ein Think-Tank für die Forschungspolitik

16 zukunft gestalten – Qualitätsvoll. chancengerecht.

Maßnahmen des BMUKK sind langfristig angelegt

18 Ait als „leading research team“

Größte heimische außeruniversitäre

Forschungseinrichtung will wachsen

20 neue ideen stärken Österreichs Wirtschaft

Wirtschaftsministerium fördert Innovation

22 stadtwerke denken Wiener zukunft

Wiener Stadtwerke setzen auf Forschung und Innovation

26 innovation entscheidet Wettbewerb

Lösungspotenzial muss von Gesellschaft

nachvollzogen werden können

28 Markt.start

Eine Million Euro für innovative Start-ups

coMMunicAtion

30 Was bisher geschah

Rückschau der monatlichen Schwerpunktdossiers


editoriAl WAlter eiSenWort/redAktionSleiter APA-SCienCe Foto APA

Liebe Leserinnen

und Leser!

Die diesjährige „Lange Nacht der

Forschung“ war gerade angesagt,

und nach arbeitsintensiven Monaten

erblickte genau zu diesem Zeitpunkt

eine neue APA-Webplattform

das Licht der Welt – APA-Science

mit einem umfassenden Themen-

Dossier zu eben den Aktivitäten

der „Nacht“.

Aus vorher bereits existierenden

und weithin akzeptierten Berichts-

und Recherche-Angeboten der APA

wurde nun ein dialogorientiertes

System, entwickelt nach dem Prinzip

von Open Innovation. Das APA-

Entwicklungsteam vernetzte sich

dazu mit Stakeholdern aus der Branche,

holte deren Expertise ein und

lud zur Mitwirkung im Dialog. Die

Fülle von Ideen und Anregungen

wurde neben Bewährtem nun in ein

modernes Netzwerk-Konzept umgesetzt,

das der Scientific-Community,

der öffentlichen Hand, den Medien

und nicht zuletzt dem breiten

Publikum zur Verfügung steht.

Tagesaktuelle Berichte stehen hier

neben den monatlich angebotenen,

exklusiv von einer eigenen Mannschaft

verfassten Themen-Dossiers,

aktuelle Termininformationen

neben multimedial aufbereiteten

Inhalten wie Slideshows und Videos.

Aktive Mitwirkung der Community

ist absolut willkommen, dafür

sorgt auch ein eigener Bereich

auf der Plattform, über den Partner

unter anderem bei der Themenplanung

mitwirken können.

Einmal im Jahr soll nun rund um

APA-Science auch Gedrucktes zu

einschlägigen Themen in die Hände

von Kunden, Partnern, Förderern

und Interessierten gelangen.

Lassen Sie sich also mit vorliegender

Ausgabe des APA-Science Specials

in ein spannendes Kaleidoskop

von Beiträgen rund um das Thema

Wissenschafts- und Bildungskommunikation

entführen.

Ein einleitender Artikel unseres

langjährigen (und mehrfach ausgezeichneten)Wissenschaftsredakteurs

Christian Müller beleuchtet

die schillernden Aspekte und

Trends rund um die Wissenschaft

in der heimischen Medienlandschaft.

Auch über die (Vor-)Geschichte

des Projekts APA-Science

ist in einem eigenen Beitrag Näheres

zu erfahren.

Partnerinstitutionen und kommunikative

Forschungs- und Bildungseinrichtungen

spielen wie erwähnt

eine zentrale Rolle im neuen Konzept.

So lassen wir in diesem Heft

vor allem Träger von APA-Science

zu Wort kommen und ihre Strategien

präsentieren – und zwar die Ministerien

BMWF, BMUKK, BMVIT

und BMWFJ sowie das Austrian

Institute of Technology (AIT), den

Rat für Forschungs- und Technologieentwicklung

und schließlich die

Wirtschaftspartner Siemens und

Wiener Stadtwerke.

Zur Abrundung der Lesereise soll

eine Rückblende auf die bisherigen

Themen-Dossiers in APA-Science

dem Herzstück des neuen Portals –

einen Einblick in die Arbeitsweise

und Intention des Redaktionsteams

gewähren.

Interessante Einblicke beim Stöbern

in dieser Ausgabe und viel Vergnügen

bei der Lektüre wünscht Ihnen

Ihr

Walter Eisenwort

Special 2012

apa-Science

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toP Story text ChriStiAn Müller/APA Foto Bernd thiSSen/dPA/PiCturedeSk.CoM

Wissenschaftsthemen sind

heute in den Medien en vogue

Von der Vorratswirtschaft

zur Hochblüte

„täglich je eine WissenschAfts- und bildungsMeldung Mit Österreichbezug.“

So Lautete 1992 die jugendLicH-LeicHtSinnige antWort deS friScH engagierten

redakteurS auf die frage deS daMaLigen aPa-cHefredakteurS, WaS denn Sein

ZieL für den gerade neugeScHaffenen aPa-ScHWerPunkt „WiSSenScHaft und

BiLdung“ Sei.

4

Mit dieser Frequenz sollte ein kontinuierliches

Nachrichtenangebot von

Wissenschaftsmeldungen aus Ös-

terreich etabliert und heimische Medien

zur Nachahmung animiert werden.

Dass diese Kontinuität Anfang

der 1990er Jahre gar nicht so einfach

zu erreichen war, sollte sich erst

im Redaktionsalltag herausstellen.


oliVer lehMAnn iM interVieW Mit VerenA krAWArik/APA

„grenzen zwischen Wissenschaftsjournalismus

und Pr werden durchlässiger“

oliVer lehMAnn, VorSitZender deS kLuBS für BiLdungS- und WiSSenScHaftSjournaLiSten,

MitHerauSgeBer deS uniVerSuM MagaZinS, SPrecHer deS inStitute

of Science and tecHnoLogY auStria (iSt auStria) Über die notWendigkeit der

trAnsPArenz.

Oben: oliver lehmann

FOTO: Privat

Schaffte man mit etwas Glück an

einem Tag zwei Wissenschaftsmeldungen,

legte man eine davon für

„schlechte“ Tage beiseite.

Journalistische Vorratswirtschaft

war das – notwendig zu einer Zeit,

als die ersten Uni-„Außeninstitute“

zaghaft ihre Aktivitäten entfalteten;

als Professoren noch auflegten,

wenn man sich am Telefon als Journalist

zu erkennen gab; als sich am

Schreibtisch noch die Vorlesungsverzeichnisse

stapelten, um darin

nach möglichen Ansprechpartnern

zu suchen, als man Fachzeitschriften

wie „Nature“ nur aus Besuchen

in Universitätsbibliotheken kannte.

20 Jahre später bietet der APA-

Basis dienst im Schnitt neun Wissenschafts-

und Bildungsmeldungen

mit Österreichbezug täglich – und

das mit weitgehend gleicher Teamgröße

wie Anfang der 1990er Jahre.

Eine Entwicklung, die nur durch

die Professionalisierung der gesamten

Branche und die Öffnung der Elfenbeintürme

und abgeschotteten

APA: Der Markt für Wissensmedien

in Österreich wächst, z. B. mit „Terra

Mater“ und „Profil Wissen“. Ist

derzeit eine besonders gute Zeit für

Wissenschaftsjournalisten?

oliver lehmann: Im Prinzip ist jede

neue und solide gemachte Publikation

ein Gewinn, sowohl für

die Leser wie für die Journalisten

– und in letzter Konsequenz auch

für den Verlag, wie der Erfolg von

„Zeit Wissen“ beweist. Für „Terra

Mater“ und „Profil Wissen“ arbeiten

exzellente Autoren und Fotografen.

Wenn die jeweiligen Verlage den Redaktionen

dann auch noch die ent-

oliVer lehMAnn iM interVieW *** oliVer lehMAnn iM interVieW *** oliVer lehMAnn iM interVieW *** oliVer lehMAnn iM i

Laboratorien möglich war. Parallel

dazu fand eine kontinuierliche Ausweitung

der Wissenschaftsberichterstattung

in nahezu der gesamten

heimischen Medienlandschaft statt,

die mit der zunehmenden Verlagerung

Richtung online noch viel Entwicklungspotenzial

hat.

In diesen Jahren ist auch der Druck

auf Universitäten und Forschungseinrichtungen

ständig gewachsen,

ihre zumeist mit öffentlichen Geldern

bezahlten und immer teurer

werdenden Leistungen dem Financier

(= Steuerzahler) gegenüber zu

rechtfertigen. Auch das Streben

nach Renommee und Markenbildung

zwingt die Institutionen dazu,

nicht nur „Gutes zu tun“, sondern

auch „darüber zu reden“.

Und so publiziert heute kaum eine

Wissenschafterin oder ein Wissenschafter

in einem renommierten

Fachjournal, ohne gleichzeitig

die Öffentlichkeit darüber zu informieren.

Unterstützt werden die Forscher

einerseits von den Marketing-

sprechende Zeit und die benötigten

Budgets zur Verfügung stellen,

steht einem Erfolg nichts im Wege.

Wissenschaftsjournalismus unterscheidet

sich von anderen Feldern

auch dadurch, dass sich die Themen

im Regelfall einer vordergründigen

Vermarktung entziehen, weil in der

Wissenschaft andere Kriterien als

die kurzlebige Anerkennung durch

eine breite Öffentlichkeit gelten. Interessanterweise

wird der daraus

entstehende Bedarf nach einleuchtenden,

auf profundem Wissen basierenden

Erklärungen von den Lesern

auch honoriert.

Maschinerien der Top-Journals wie

„Nature“ oder „Science“, die weltweit

höchstprofessionellen Service

für Journalistinnen und Journalisten

bieten – nicht uneigennützig, lässt

sich doch über den Umweg der Medien

und die Themenführerschaft

das eigene Renommee steigern.

Andererseits haben auch alle Wissenschaftseinrichtungen

erkannt,

dass PR-Stellen kein Luxus sind. Deshalb

wurden allerorten die Abteilungen

für Öffentlichkeitsarbeit ausgebaut

und professionalisiert. Seither

erfährt jeder interessierte Journalist

jeden neuen Studiengang, jede neue

Kooperation, jeden neuen Professor

etc. und das, obwohl diese PR-

Stellen im internationalen Vergleich

nach wie vor chronisch unterbesetzt

sind und so nebenbei und zusätzlich

zur Pressearbeit auch den Web-Auftritt,

Social Media und Aufgaben wie

Studienberatung oder Fundraising

übernehmen müssen.

Jedenfalls gibt es hohe Bereitschaft,

Geld für Vermittlungstä-

Special 2012

apa-Science

5


toP Story text ChriStiAn Müller

Das Angebot im Online-Bereich

ist im Vergleich zu Deutschland

noch recht überschaubar, obwohl

sich mit Hilfe interaktiver Grafiken

und Videos Vieles leichter erklären

lässt. Woran liegt das?

Möglicherweise an dem Phänomen,

dass der Wissenschaft Verwaltungsgrenzen

ziemlich egal sind und österreichische

User diese Online-Angebote

ohnehin nutzen. Ich sehe aber

eine Chance für ein in Österreich generiertes

Online-Angebot, wenn es

sich selbstverständlich nicht an Län-

derquoten orientiert, sondern an den

Kriterien der Exzellenz und der Originalität.

Weil dann ja auch das Vertriebsproblem

wegfällt, könnten diese

Angebote im deutschsprachigen

Ausland reüssieren.

APA-Science setzt neben journalistischen

Nachrichten auch auf die Vernetzung

der Community und sorgt

für die Aufbereitung von deren Informationen.

Wie wird sich Ihrer

Meinung nach das Verhältnis von

Wissenschaftsjournalismus, PR und

Social Media nutzenden Wissenschaftern

weiterentwickeln?

In jene Richtung, die schon jetzt

ab sehbar ist: Die Grenzen zwischenWissenschaftsjournalismus

und PR werden immer

durchlässiger. Deswegen ist es im

Interesse aller Beteiligten, Quelle,

Herkunft und Verschränkungen

jederzeit nachvollziehbar offen zu

legen. Kurz gesagt: durch maximale

Transparenz. Die Öffentlichkeit

hat ein Recht zu wissen, wer

in wessen Interesse informiert.

nn iM interVieW *** oliVer lehMAnn iM interVieW *** oliVer lehMAnn iM interVieW *** oliVer lehMAnn iM interVieW

6

tigkeit in die Hand zu nehmen.

Davon pro fitiert eine zunehmende

Zahl an PR-Agenturen, die – je nach

Spezialisierung – mehr oder weniger

professionell und spannend die

Redaktionsstuben und Newsrooms

mit Informationen aus der Welt der

Wissenschaft versorgen.

Auch das wissenschaftliche Beilagen-,

Inseraten- und Kooperationsgeschäft

blüht. Denn auch die

Verlagshäuser haben erkannt, dass

bei Ministerien, Universitäten, Förderorganisationen,Forschungseinrichtungen

etc. Geld zu holen ist.

Und so werden Wissenschaftsseiten

und -beilagen unterstützt, Seiten

gekauft, Inserate geschalten, Kooperationsprojekte

eingegangen …

Alles das natürlich für ein höheres

Ziel, den traditionell wissenschaftsskeptischen

Österreicherinnen und

Österreichern die Bedeutung von

Wissenschaft und Forschung zu

Oben: christian Müller

FOTO: thomas Preiss/APA

vermitteln. Auch wenn es hierzulande

schwer fällt: Lassen Sie uns

an die gute, uneigennützige Absicht

all dieser Anstrengungen glauben.

Immerhin ermöglichen sie eine blühendeWissenschaftsberichterstattung

in den heimischen Medien, der

keine inhaltliche Abhängigkeit zu

unterstellen ist.

Die Frage ist nur, wie lange diese

Blüte angesichts knapper werdender

Budgets anhält. Denn wirtschaftlich

besteht sehr wohl Abhängigkeit:

Ohne diese Sponsor- und

Kooperations gelder verwelken solche

Beilagen und Kooperationsprojekte

in den ohnehin krisengebeutelten

Verlags- und Medienhäusern

wohl schnell. Was bleibt dann übrig?

Wieder nur einzelkämpferische,

von Kollegen milde belächelte Vertreter

eines journalistischen Orchideenfachs,

die nicht nur um Zeilen,

sondern gleich ums Überleben

kämpfen müssen?

zur Person:

Doch „think pink!“-Wissenschaft ist

heute en vogue, ist im Alltag angekommen,

damit lässt sich Geld

verdienen. Wissenschaftsseiten

(meist Halbseiten oder Spalten) sind

selbstverständlich geworden, private

TV-Sender überflügeln mit ihrer

Sendezeit über Wissenschaft öffentlich-rechtliche

Anstalten, Medienhäuser

und Verlage gründen neue

Magazine oder Ableger.

Ausschlaggebend dafür ist auf Konsumentenseite

wohl der Bedarf nach

Erklärungen in einer immer komplexer

werdenden Welt und der Wunsch

nach anspruchsvollen Inhalten in einer

immer stärker akademisierten

Wissensgesellschaft.

Der Hauptgrund ist aber das schier

unerschöpfliche Reservoir der Wissenschaft

an aufregenden neuen Geschichten,

die es wert sind, erzählt zu

werden – Wissenschaft ist und bleibt

spannend.

christian Müller ist redakteur für Wissenschaft und bildung bei der

APA – Austria Presse Agentur, bei der er ab 1992 die Wissenschafts- und bildungsredaktion

der APA aufgebaut und von 1996 bis 2000 die leitung des

ressorts „kultur-Wissenschaft-bildung“ innehatte. seit 2000 ist er als stellvertretender

ressortchef für die Wissenschafts- und bildungsberichterstattung

verantwortlich. er ist initiator der jährlich vergebenen Auszeichnung

„Wissenschafter des jahres“ des Österreichischen klubs der bildungs- und

Wissenschaftsjournalisten. Müller wurde ausgezeichnet mit dem Österreichischen

förderungspreis für Wissenschaftspublizistik (1994), dem kardinal-innitzer-Würdigungspreis

für wissenschaftlich fundierte Publizistik (1999), dem

Medienpreis des österreichischen universitätsprofessoren-Verbandes (2006)

und dem Österreichischen staatspreis für Wissenschaftspublizistik (2006).


Special 2012

apa-Science

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toP Story text VerenA krAWArik/APA Foto: BArBArA Gindl/APA/PiCturedeSk.CoM

8

Wo Wissenschaft die Hauptrolle spielt

WissenschAft Wird hierzulAnde Über zAhlreiche kAnäle gesendet. VoM radioMagaZin üBer

tV-SHoWS BiS Hin Zur forScHungSBeiLage in groSSen tageSZeitungen giBt eS für intereSSierte

LeSer, Hörerinnen und SeHer ein VieLfäLtigeS PrograMM. Hier ein auSZugSWeiSer üBerBLick üBer

daS üBerregionaLe angeBot Mit öSterreicHiScHen ScHWerPunkten.

tV

newton. neues aus

der Welt der Wissenschaft

Sender: ORF I

DRW: 105.000 Seher

(Eigenangabe ø 2012; ab 12 J.)

Marktanteil: 8 %

(Eigenangabe ø 2012 ab 12 J.)

Sendezeit: SA, 18.25 Uhr

science busters

Sender: ORF I

DRW: 217.000 Seher

(Eigenangabe ø 2012; ab 12 J.)

Marktanteil: 16 %

(Eigenangabe ø 2012; ab 12 J.)

Sendezeit: SA, 17.55 Uhr

science.talk

Sender: ORF III

DRW: k.A.

(derzeit keine Ausweisung)

Marktanteil: k.A.

(derzeit keine Ausweisung)

Sendezeit: jeden zweiten MI, 21.45 Uhr

treffpunkt Medizin

Sender: ORF III

DRW: k.A.

(derzeit keine Ausweisung)

Marktanteil: k.A.

(derzeit keine Ausweisung)

Sendezeit: jeden zweiten MI,

ca. 21.50 Uhr

dokupedia

Sender: ATV

DRW: 40.000 Seher

(Eigenangabe ATV ø 2012;

ab 12 J.)

Marktanteil: 3 %

(Eigenangabe ø 2012; ab 12 J.)

Sendezeit: SA, ca. 18.10 Uhr

servustV – Wissenswert

Sender: ServusTV

DRW: 19,8 Seher

(Eigenangabe ø 2012; ab 12 J.)

Marktanteil: 0,8 %

(Eigenangabe ø 2012; ab 12 J.)

Sendezeit: MO, 19.45 Uhr

radio

Langformate

dimensionen

Sender : Ö1

DRW: 72.000 Hörer

(Eigenangabe ø 2012;

ab 10 Jahre)

Marktanteil: k.A

Sendezeit: MO-FR, 19.05 Uhr

salzburger nachtstudio

Sender: Ö1

DRW: 27.000 Hörer

(Eigenangabe ø 2012;

ab 10 Jahre)

Marktanteil: k.A.

Sendezeit: MI, 21.00 Uhr

kinderuni

Sender: Ö1

DRW: 49.000 Hörer

(Eigenangabe ø 2012;

ab 10 Jahre)

Marktanteil: k.A.

Sendezeit: SO, 17.10 Uhr

Der Radiosender Ö1 hat 2012 erstmals

einen ganzjährigen Programmschwerpunkt

auf ein Thema gelegt –

„ÖkoScience“.

In den Sendungen „Dimensionen“,

„Radiokolleg“, „Wissen aktuell“,

„Vom Leben der Natur“ und im

„Salzburger Nachtstudio“ wurde

daher speziell Phänomenen wie Klimawandel,

Energiewende oder Verlust

an Biodiversität auf den Grund

gegangen.

Unter oe1.orf.at/oekoscience sowie

auf science.orf.at findet sich eine

Zusammenschau der Beiträge.

Print

Magazine

Profil Wissen

Verlag: Verlagsgruppe

NEWS GmbH

Druckauflage: 50.000

(Eigenangabe)

Reichweite: k.A.

Erscheinungsweise: 4 x Jahr


terra Mater

Verlag: Red Bull

Media House GmbH

Druckauflage: 60.000

(Eigenangabe)

Reichweite: k.A.

Erscheinungsweise: 4 x Jahr

universum

Verlag: LW Werbe- und

Verlags GmbH

Druckauflage: 52.000

(ÖAK 1 HJ 2012)

Reichweite: 227.000 Seher

(CAWI Print 2011)

Erscheinungsweise: 10 x Jahr;

2 x Special für Kinder

heureka

Verlag: Falter

Zeitschriften GmbH

Druckauflage: k.A.

Reichweite: 94.000 Leser

(MA) Erscheinungsweise 4 x Jahr

Austria innovativ

Verlag: Bohmann Druck

& Verlag GmbH & Co. KG

Druckauflage: 12.500

(ÖAK 1. HJ 2012)

Reichweite: 47.000 Leser

(Eigenangabe)

Erscheinungsweise: 6 x Jahr

industriemagazin

Verlag: INDUSTRIEMAGAZIN

Verlag GmbH

Druckauflage: 27.100

(ÖAK 1 HJ 2012)

Reichweite: 50.000 Leser

(Eigenangabe)

Erscheinungsweise: 12 x Jahr

Print

tageszeitungen/

Specials

der standard forschung spezial

Verlag: STANDARD Verlags-GmbH

Druckauflage: 83.862

(ÖAK 1 HJ 2012, Mittwoch)

Reichweite: k.A.

Erscheinungsweise: 1 x Woche

die Presse „forschung. Magazin für

technologie und innovation“

Verlag: „Die Presse“

Verlags-GmbH & Co KG

Druckauflage: 93.753

(ÖAK 1 HJ 2012)

Reichweite: k.A.

Erscheinungsweise: 6 x Jahr

Web

futurezone.at

Medieninhaber: Futurezone GmbH

Visits/Monat: 1.037.056

(ÖWA 09/2012)

Page Impressions/Monat: 4.272.102

(ÖWA 09/2012)

Unique Clients/Monat: 363.462

(ÖWA 09/2012)

science.orf.at

Medieninhaber: ORF

Visits/Monat: 692.000

(Eigenangabe 09/2012)

Page Impressions/Monat: k.A.

Unique Clients/Monat: 361.000

(Eigenangabe 09/2012)

science.apa.at

Medieninhaber: Austria Presse

Agentur

Visits/Monat: 27.099

(Eigenangabe 09/2012)

Page Impressions: 839.532

(Eigenangabe 09/2012)

Unique Clients/Monat: k.A.

economyaustria.at

Medieninhaber: Economy

Verlagsgesellschaft

Visits/Monat: 24.018

(Eigenangabe 09/2012)

Page Impressions/Monat: k.A.

Unique Clients/Monat: 16.824

(Eigenangabe 09/2012)

Eigene Wissenschafts-Channels im

Rahmen ihrer Webangebote bieten

die Tageszeitungen „Der Standard“

und „Die Presse“ unter:

derstandard.at/wissenschaft

diepresse.com/wissenschaft

Special 2012

apa-Science

9


toP Story text WAlter eiSenWort/APA

die lange evolution

eines Medienprojekts

unterwegs zu

aPa-Science

Wir ScHreiBen daS jaHr 1992: die BaLkankriSe ScHWeLt Weiter, in MaaStricHt Wird

der eu-Vertrag unterZeicHnet, BiLL cLinton Wird uS-PräSident und tHoMaS kLe-

StiL HierZuLande BundeSPräSident. die APA stArtet in dieseM jAhr eine offensiVe

in der WissenschAftsberichterstAttung.

10

Die Redaktion für Wissenschaft und

Bildung erblickt in diesem Jahr

als neues Sub-Ressort im Hause

APA – Austria Presse Agentur das

Licht der Welt. Zwei eigens eingestellte

routinierte Fachjournalisten

sorgen für mehr Meldungen und damit

für „mehr Wind“ zu diesem Thema

in der heimischen Medienlandschaft.

Zugleich haben die Häuser

am Minoritenplatz, die damaligen

Ministerien für Wissenschaft und

Unterricht, ein gänzlich neues Medienprodukt

geschnürt, schon damals

dem „digitalen Zeitalter“ geschuldet.

Das On line-Know-how der APA

nutzend, soll ein virtuelles Gesicht

der Berichterstattung entstehen,


das auch den damaligen Partnern

Gelegenheit bietet, ihre Themen

elektronisch zu positionieren und

damit auch den APA-Eigentümern

zur Verfügung zu stellen. Im Herbst

des Jahres ist es dann soweit:

Die Online-Datenbank APA-Wissenschaft

& Bildung – kurz APA-W&B,

oftmals auch einfach APA-WIBI genannt

– wird vor Publikum der

Öffentlichkeit vorgestellt.

Und damit nicht genug: Auch die

wöchentlich erscheinende Print-Produktgruppe

der APA, die APA-Journale,

wurde 1992 um je einen Titel

zu Forschung und Bildung erweitert,

hier konnte unter anderem zusätzlich

der einstige FFF, der Forschungsförderungsfonds

für die gewerbliche

Wirtschaft, als Kooperationspartner

gewonnen werden. Noch bis Ende

2008 sollte das Forschungsjournal

seine Leserschaft erfreuen, ab 2009

abgelöst durch den von Anfang an

beliebten elektronischen APA-Newsletter

„Forschung“.

Freilich erforderte W&B zunächst

noch die Installation einer eigenen

Software-Oberfläche, was aber vom

damaligen akademischen Kundenkreis

gerne goutiert wurde, da dies

vielfach den „ersten“, nicht selten

einzigen Zugang zur APA darstellte.

Ein Aspekt dieses Dienstes, der sich

als durchaus zukunftsträchtig erweisen

sollte. Die sogenannten „Themenkörbe“

von APA-W&B wurden

in den kommenden Jahren mehrmals

durchforstet und auch erweitert,

aber mittlerweile wurde ein

Internet-Service von wahrhaft globaler

Dimension erwachsen: das

World Wide Web. APA-W&B sollte

diesem Trend bald Rechnung tragen.

Gegen Ende 1996 präsentierte

sich APA-W&B in einer ersten Version

im „Web“, und zwar wegweisend

als eines der ersten APA-Produkte

überhaupt.

„Mit täglich rund 100 neuen Meldungen

handelt es sich dabei um das

größte Informationssystem dieser

Art in Österreich“, konnte die APA

stolz verkünden. APA-W&B glänzte

erstmals auch mit einer Palette an

Service-Informationen, darunter einer

Datenbank mit den wichtigsten

Kongress- und Seminarterminen.

Ein unter frei zugänglichen Schnupperangeboten

lesbares „Thema des

Monats“ brachte aktuelle Diskussionen

und Ergebnisse auf den Punkt.

Auch eine Auswahl an Nachrichten

wurde frei zugänglich gemacht.

Was wichtig blieb: Die ministerielle

Unterstützung begleitete APA-

W&B weiter. In der Folge wurde das

Portal in Mehrjahresabständen immer

wieder einem umfassenden Re-

launch unterzogen, das Gesicht und

die Themen wurden vertraglichen,

inhaltlichen und technologischen

Neuforderungen angepasst.

Ein massiver Innovationsschub unter

Ansporn aller Beteiligten ereilte

APA-W&B dann im Lauf des Jahres

2005. Das Inhalts- und auch das Vermarktungskonzept

wurden gänzlich

überarbeitet, und unter dem neuen

Namen APA-ZukunftWissen zog

das nunmehrige Community-Netzwerk

als interministerielle Plattform

neue Nutzerschichten an sich. Mehr

Inhalt als je zuvor wurde angeboten,

mehr als je zuvor davon frei

zugänglich. Im Rahmen des neuen

„Channel“-Aufbaus der Seite wurde

ein neuer, starker Fokus auf die

Innovations- und Technologiekommunikation

im Land gelegt. Erstmals

zeigten die Anstrengungen

der APA Früchte, weitgehend alle

Akteure einer erweiterten Scientific

Community via APA-ZukunftWissen

zu verbinden: Wirtschafts- (BMWA)

und später Technologieministerium

(BMVIT) waren mit von der Partie.

ZukunftWissen ließ bei verschiedenen

Gelegenheiten immer wieder

aufhorchen: So etwa schon im

November 2005 mit großer internationaler

Resonanz bei der Tagung

„Communicating European Research“

in Brüssel oder wie schon

gewohnt bei den Alpbacher Tech-

nologiegesprächen, wo im Sommer

2006 mit Hilfe der Daten von APA-

ZukunftWissen im Eingangsbereich

eine künstlerische Lichtinstallation

errichtet wurde.

Bis April 2012 behielt die Netzwerk-

Plattform ihr Gesicht und ihre Ausrichtung.

Eine ganze Reihe von

Partner- und Kundenbedürfnissen

und einschlägigen Rückmeldungen

– zugleich mit neuen journalistischen

Grundüberlegungen – führten

schließlich zur Neukonzipierung

von APA-ZukunftWissen. Eine neue

Träger- und Mitgliederorganisation

wurde entwickelt und führende Part-

2012 2009 2008 2006 2005 1996 1992

ner – darunter auch solche aus der

forschenden Wirtschaft – wurden in

den Prozess der Neugestaltung im

Sinne einer „Open Innovation“ einbezogen.

Mit einem ersten „Themen-

Dossier“ zur „Langen Nacht der Forschung“

war APA-Science geboren.

netzWerk-PArtner

Neben dem monatlich erscheinenden

Themen-Dossier, zu dessen Gestaltung

und Themenfindung auch

die führenden Science-Partner in

Abstimmung mit der Redaktion beitragen,

besticht APA-Science wie

gehabt mit einer modern aufbereiteten,

tagesaktuellen Berichterstattung

und bewährten Info-Schienen,

die nunmehr öffentlich zugänglich

sind. Ein speziell ausgelegter Login-Bereich

bleibt allerdings den

Science-Partnern vorbehalten, in

dem vor allem Service, Austausch

und Kommunikation stattfinden.

Special 2012

apa-Science

Hauptpartner von APA-Science sind das Bundesministerium

für Unterricht, Kunst und Kultur, das Bundesministerium

für Verkehr, Innovation und Technologie,

das Bundesministerium für Wirtschaft und

Jugend, das Bundesministerium für Wissenschaft

und Forschung, der Rat für Forschung und Technologieentwicklung,

Siemens Österreich, die Wiener

Stadtwerke sowie das Austrian Institute of Technology.

Darüber hinaus sind 45 Netzwerkpartner bei

APA-Science aktiv.

11


EntgEltlichE Einschaltung

12

das kamel geht durch die Wüste Gobi

und Science goes public

Wissenschafts -

kommunikation durch

das BMWF wirkt

OBEN: Kamelsuche in der Mongolei – aktiv vom BMWF gefördertes Projekt

FOTO: Pauline Charruau, MSc


zahlreiche Wege zur förderung der Wissensvermittlung

beschreitet das bundesministerium für Wissenschaft

und forschung (bMWf), zunehmend auch

abseits der wohl gepflegten klassischen Medienpartnerschaften.

Wesentliches Anliegen dabei ist unter anderem

die konfrontation von jugendlichen mit vielen

bereichen der Wissenschaft, wobei man hier – auch

international gesehen – Pionierarbeit leistet.

„geisterkamele“ im Wohnzimmer

der Österreicher/innen

chris Walzer und Pamela Burger (Veterinärmedizinische

universität Wien) haben sich in der Mongolei auf eine

abenteuerliche Suche nach den „baktrischen“ kamelen,

den letzten echten Wildkamelen des Planeten, gemacht.

trotz widrigster umstände sind aufnahmen von den „geisterkamelen“

in ihrem natürlichen Lebensraum gelungen.

das BMWf unterstützt aktiv dieses forschungs-unternehmen

(in kooperation mit der österreichischen akademie

der Wissenschaften) bzw. die daraus entstandene fernseh-dokumentation

der orf-Sendereihe uniVerSuM.

einige forscher/innen konnte das BMWf mit exponaten

für den „tag der offenen tür“ (26. oktober, nationalfeiertag)

und für die „Lange nacht der forschung“ (Lnf) gewinnen.

dies ist nur ein Beispiel von vielen für gelungene

Wissenschaftskommunikation durch das Ministerium mit

„Breitenwirkung“, wenn man bedenkt: allein im rahmen

der Langen nacht der forschung waren vom Boden- bis

zum neusiedlersee 100.000 österreicherinnen und österreicher

auf den Beinen.

jugendliche mit forscher/innen zusammengespannt

– eine Pionierleistung

Sparkling Science ist ein forschungsprogramm, das seit

2007 einen unkonventionellen und in europa einzigartigen

Weg der nachwuchsförderung beschreitet. die Besonderheit

des Programms: in mittlerweile mehr als 200 Projekten

arbeiteten Wissenschaftler/innen Seite an Seite mit

jugendlichen an aktuellen wissenschaftlichen fragestellungen,

und zwar aus den unterschiedlichsten themenfeldern.

durch die Verankerung von kooperationen zwischen

forschungs- und Bildungseinrichtungen werden gezielt Barrieren

zwischen Schule und universität abgebaut, qualifiziertere

Studienwahl ermöglicht und ein schnellerer transfer

wissenschaftlicher erkenntnisse in das Bildungssystem

und an die öffentlichkeit unterstützt.

erfolgreiche kinderuni

die ersten wissenschaftlichen Sporen können sich kinder

allerdings bereits auf der „kinderuni“ verdienen. die kinderunis

stellen für familien und kinder nicht nur ein qualitätsvolles

und pädagogisch zielführendes freizeitangebot

dar, sondern leisten als erste kontaktpunkte von kindern

mit dem thema Wissenschaft auch einen wichtigen Beitrag

zur nachwuchsförderung. Bisher wurden rund 3,5 Mil-

lionen euro in kinderuni-Projekte investiert und seit 2008

mehr als 78.000 kinder und jugendliche als begeisterte

teilnehmer/innen gezählt. das Ministerium bietet darüber

hinaus im rahmen von ‚Young Science‘ auch weitere

Schwerpunktprogramme, die sich der annäherung von

kindern an das thema Wissenschaft widmen und dazu

beitragen, den kontakt zwischen Schulen und universitäten

zu intensivieren.

einen traditionellen, aber bewährten Weg der Wissenschaftskommunikation

geht das Ministerium mit der

Verleihung des Wissenschaftspublizistikpreises, einer

auszeichnung für journalistinnen und journalisten, die

Wissenschaft und forschung auch für Laien verständlich

aufbereiten können, so dass man oft eher das gefühl hat,

einen krimi oder ähnlich Spannendes zu lesen.

apropos Buch! alljährlich – nämlich bereits seit sechs jahren

– läuft die aktion „das beste Wissenschaftsbuch des jahres“

in kooperation mit dem Magazin „Buchkultur“. Ziel ist

es, Leistungen der forschung und den heutigen Stand der

errungenschaften zu kommunizieren – in jenen themenbereichen,

die die öffentlichkeit wirklich berühren. die wissenschaftlichen

Sachbücher stehen dabei im Mittelpunkt und mit

ihnen jene Personen, die forschung betreiben und durch Publikationen

vermitteln. dass im letzten Weihnachtsgeschäft

jedes sechste Buch ein Sachbuch war, spricht erneut für erfolgreiche

Wissenschaftskommunikation und vor allem dafür,

dass der Wissensdurst äußerst groß ist!

science goes public

das jüngste kind in Sachen Wissenschaftskommunikation

findet sich in der aula der Wissenschaften. die aula im

Zentrum Wiens wird kontinuierlich zum lebendigen und interaktiven

ort von Wissenschafts- und forschungsvermittlung.

Prägend ist dabei vor allem der anspruch, Wissen

öffentlich zu machen und den austausch mit der öffentlichkeit

als wesentliches Leitmotiv zu verfolgen – Science

goes public, die neue Veranstaltungsreihe des BMWf.

der aPa – austria Presse agentur wiederum ist es mit dem

neuen Portal aPa-Science gelungen, die letzten Staubkörner

wissenschaftlicher kommunikation abzubeuteln und

in der aktuellsten aller wissenschaftlichen darstellungsformen

anzukommen. darum ist für einen Wissenschafts-

und forschungsbetrieb wie das BMWf die Zusammenarbeit

mit der aPa nicht wegzudenken.

LINKS:

www.sparklingscience.at

www.kinderuni.at/

www.youngscience.at/

www.wissenschaftsbuch.at/

www.aula-wien.at/de/news_events/aktuelles

Special 2012

apa-Science

13


CuStoMer VAlue text MArio WASSerFAller/APA Foto MArk A. GArliCk/SCienCe Photo liBrAry/PiCturedeSk.CoM

ein think-tank für die forschungspolitik

der Luxus

des Weitblicks

Als strAtegisches berAtungsorgAn der bundesregierung in forschungsPolitischen

frAgen iSt der rat für forScHung und tecHnoLogieentWickLung (rft)

nicHt nur für eMPfeHLungen ZuStändig, Sondern aucH für daS Monitoring der

uMSetZung. Wie Man eS ScHafft, tHeMen Zu tHeMen Zu MacHen und SicH daBei

nicHt in den niederungen der tageSPoLitik Zu VerLieren, erZäHLt rft-geScHäftSfüHrer

LudoVit garZik.

14


Mangels einer für die Regierung

verbindlichen Umsetzungsverpflichtung

lässt sich nur spekulieren,

wie vielen der Empfehlungen

auch Taten folgen. Nimmt man die

2005 verabschiedete „Forschungsstrategie

2010“ als Maßstab, dann

hat das Wort des RFT bei den Entscheidungsträgern

großes Gewicht.

Laut Rechnungshof wurden 85 Prozent

der Empfehlungen umgesetzt

oder befanden sich in Umsetzung.

eine frAge der PersPektiVe

Gäbe es den Forschungsrat nicht,

würde in der politischen Diskussion

die mittel- bis langfristige Perspektive

nur eingeschränkt vorkommen,

ist Garzik überzeugt. Als unabhängiges

Beratungsgremium könne man

sich einfach von den tagespolitischen

Notwendigkeiten lösen und

die Frage stellen: „Wo wollen wir

in zehn Jahren sein? Tatsache ist,

dass der Rat es schaffen kann, eine

gewisse öffentliche Aufmerksamkeit

auf Themen zu bringen, die vielleicht

noch etwas zurückstehen.“

An den wesentlichen Zielsetzungen

habe sich auch mehr als drei

Jahre, nachdem der Forschungsrat

die Strategie 2020 ausgegeben

hat, nichts geändert. Das Anliegen,

aus der Gruppe der „Innovation

Followers“ endlich zu den Top-Forschungsnationen

aufzuschließen,

sei aber nicht nur eine Frage des

Geldes. Um in die europäische Spitzenliga

aufzusteigen, gelte es etwa,

strukturelle Defizite im Bereich der

Humanressourcen zu beseitigen.

„Das Ausbildungssystem, die Universitäten

haben derzeit kein gutes

Image. Wir sind in den Rankings

sehr schlecht“, meint der Experte.

Nicht zu unterschätzen sei auch

der Migrationsaspekt. Der derzeit

„positive Brain Drain“ aus den Oststaaten

werde sich zunehmend umdrehen,

sobald sich dort die Wirtschaftslage

bessere.

Was die benötigten Investitionen

betrifft, um bis 2020 gemessen am

Bruttoinlandsprodukt (BIP) die Forschungsquote

von derzeit 2,8 auf

3,76 Prozent zu steigern, ist laut

RFT „von einem kumulierten zusätzlichen

Finanzierungsbedarf von

mehr als 900 Mio. Euro“ seitens

der öffentlichen Hand auszugehen.

Wobei natürlich auch der Output ins

Gewicht falle: „Für die Politik ist es

wichtig zu wissen, wie viele Firmen

mit dem investierten Geld gegründet

wurden und wie viele Grundlagenforschungsergebnisse

dann

auch den Weg in die Innovation und

in die Produktüberleitung gehen.“

schWierige

beWusstseinsbildung

Laut einer Eurobarometer-Umfrage

von 2010 ist es für mehr als die Hälfte

der Österreicher im täglichen Leben

unwichtig, etwas über Wissenschaft

zu wissen. Damit lag die Alpenrepublik

europaweit an der wenig ruhmreichen

ersten Stelle. „Da verändert

sich traurigerweise wenig. Und ich

glaube schon, dass die Akteure in

Österreich zu wenig gemeinsam arbeiten

in dem Bereich.“ Mit Ausnahme

der Langen Nacht der Forschung

oder dem schwimmenden Science

Center „MS Wissenschaft“ gelinge

es kaum, auch Menschen außerhalb

der Community anzusprechen

und über den Tellerrand hinauszuschauen.

Auch bei der medialen Vermittlung

von Forschung gebe es noch viel

Luft nach oben. „Medien, die in die

Breite gehen und eine sehr hohe

Auflage haben, haben tendenziell

weniger wissenschaftliche Berichterstattung.

Das mag natürlich auch

daran liegen, dass sozusagen die

Meinung vorherrscht, dass die breite

Öffentlichkeit gar nicht daran interessiert

ist. Das ist eine Self-Fulfilling-Prophecy.“

Im Reigen der Wissenschaftsmedien

erfülle APA-Science eine wichtige

Rolle, „denn die Breite, die

man mit der APA schaffen kann,

sind alle Medien, die in ihr vertreten

sind“. Die APA könne ihren

USP als Informationsdienstleister

sogar noch stärker als bisher vertreten,

meint der RFT-Geschäftsführer.

„Da muss nicht jeder selber recherchieren,

sondern da gibt es jemanden,

der das für uns macht. Das ist

der Grund, warum ich glaube, dass

APA-Science die richtige Idee zum

richtigen Zeitpunkt ist und warum

der Rat auch Partner ist: Weil es

eben diese zentrale Organisation

braucht, denn die Informationen

sind sonst zu breit gestreut.“

die richtige

idee zum

richtigen Zeit-

punkt. (Ludovit Garzik)

Special 2012

apa-Science

Oben: ludovit garzik,

geschäftsführer rft

FOTO: roland schlager/

APA

15


EntgEltlichE Einschaltung

16

Maßnahmen des BMukk

sind langfristig angelegt

Zukunft gestalten –

Qualitätsvoll.

Chancengerecht.

OBEN: BMUKK fördert SchülerInnen und Jugendliche auf vielfältige Weise

FOTO: Inge Prader/TMW


jede und jeder von uns kann etwas besonders gut

und andere damit begeistern. unterschiedliche begabungen

und interessen bereichern nicht nur unser zusammenleben,

sie sind grundlage für eine zufriedene,

leistungs- und zukunftsorientierte gesellschaft. interessen

zu erkennen und chancengerecht in allen Altersstufen

zu fördern, ist zentrales grundprinzip der

Arbeit des bundesministeriums für unterricht, kunst

und kultur (bMukk).

die Maßnahmen und reformen des Ministeriums sind langfristig

angelegt und greifen für alle altersgruppen ineinander.

im Schulbereich liegt ein fokus auf dem qualitätsvollen

ausbau fünf zentraler reformen: neue Mittelschule,

Schulische tagesbetreuung, Bildungsstandards, Matura

neu, oberstufe neu.

die neue Mittelschule

die neue Mittelschule startete im Schuljahr 2008/09 mit

67 „Pionieren“ als Schulversuch. Seit 1. September 2012

ist sie gesetzlich verankerte regelschule. im Schuljahr

2012/13 gibt es in österreich 698 neue Mittelschulen.

Bis zum Schuljahr 2015/16 entwickeln sich alle österreichischen

Hauptschulen gemäß eines Stufenplans in neue

Mittelschulen. auch alle aHS-Standorte sind eingeladen,

auf die neue regelschule umzusteigen. die neue Mittelschule

ist eine Leistungsschule. Sie verwirklicht moderne

pädagogische konzepte und gestaltet eine neue gemeinsame

Lehr- und Lernkultur: jedes einzelne kind und dessen

individuelle fähigkeiten und talente werden gefördert, es

gibt mehr raum für kreativität und entfaltung. die künftige

Bildungs- und Berufsentscheidung wird gut vorbereitet.

www.neuemittelschule.at

schulische tagesbetreuung

die schulische tagesbetreuung ist an allen allgemein bildenden

Pflichtschulen (= Volksschulen, Sonderschulen, neue

Mittelschulen, Hauptschulen, Polytechnische Schulen) und

in der aHS-unterstufe möglich. Sie garantiert, dass jeder

Schüler, jede Schülerin in Lern- wie freizeit optimal betreut

wird. gemeinsames Lernen steht dabei genauso auf dem

Programm wie sportliche und kulturelle aktivitäten sowie

Science- und umweltprojekte.

www.bmukk.gv.at/tagesbetreuung

bildungsstandards

die Bildungsstandards sind ein Meilenstein in der österreichischen

Bildungsforschungund Schulentwicklung. erstmals

in der geschichte des österreichischen Bildungswesens

werden umfassend und flächendeckend daten über die Lernergebnisse

der Schülerinnen erhoben. die erste testung

erfolgte im Mai 2012 für Mathematik auf der 8. Schulstufe.

die rückmeldungen an Schülerinnen, Lehrerinnen, Schulen,

Schulaufsicht und BMukk erfolgen systematisch, um

eine kontinuierliche Qualitätsentwicklung des Bildungssystems

zu ermöglichen.

www.bmukk.gv.at/bildungsstandards

Matura neu

Mit der einführung der standardisierten, kompetenzorientierten

reife- und diplomprüfung werden einheitliche

grundkompetenzen und gleiche rahmenbedingungen für

alle Schülerinnen und Schüler geschaffen. die so erzielte

objektivierung der Matura ist vor allem für die Bewerbung

bei weiterführenden institutionen, wie universitäten und

Hochschulen, aber auch auf dem arbeitsmarkt von großer

Bedeutung. erstmals können nun konkrete und vergleichbare

kompetenzen aus dem Maturazeugnis abgeleitet werden.

Mit der verpflichtenden vorwissenschaftlichen arbeit

an der aHS und den diplomarbeiten an den berufsbildenden

höheren Schulen werden die Schülerinnen auf wissenschaftliche

arbeitsmethoden vorbereitet. Bereits im

Schuljahr 2012/13 werden österreichweit 310 aHS-Standorte

und 71 BHS-Standorte teile der neuen reifeprüfung

in Schulversuchen durchführen.

www.bmukk.gv.at/reifepruefungneu

oberstufe neu

die oberstufe neu ist ein kurssystem, das den Schülerinnen

eine ihren interessen und fähigkeiten angepasste Leistungserbringung

ermöglicht. die Semester sind in fixe und

individuell wählbare kompetenzmodule gegliedert, die semesterweise

beurteilt werden. individueller förderunterricht

und freiwillige Lernbegleitung gehen auf Begabungen des

Schülers/der Schülerin ein und helfen, Lernmängel zu kompensieren.

gegenwärtig wird die modulare oberstufe an 42

Standorten in ganz österreich erfolgreich erprobt. Bis zum

Schuljahr 2017/18 soll der Vollausbau der oberstufe neu

mittels Stufenplan erreicht sein. Sie gilt für alle 3 bis 5-jährigen

mittleren und höheren Schulen ab der 10. Schulstufe.

www.bmukk.gv.at/oberstufeneu

alle diese Maßnahmen sichern langfristig den Bildungs-, Wirtschafts-

und Wissenschaftsstandort österreich. denn auch die

forscherinnen und Wissenschaftlerinnen von morgen können

ihre fähigkeiten und talente nur in einem chancengerechten

und qualitätsvollen Bildungssystem entdecken und entwickeln.

PrOJEKTE, WETTBEWErBE UNd PrEISE dES BMUKK

ZUr NAChWUChSFördErUNg

Das bMUKK initiiert und fördert zahlreiche Projekte und

Wettbewerbe – z. b. in den bereichen Architektur, Kunst,

Science, neue Medien etc. Anfang Oktober erfolgte der

Startschuss für den „Wettbewerb für kluge Köpfe“ – jugendinnovativ.

In diesem Wettbewerb beweisen Österreichs

SchülerInnen seit 25 Jahren, dass Innovation nicht nur eine

Sache der „erwachsenen“ ist. Das diesjährige Motto lautet

„Verstrickt! entwickle deine Ideen!“ Das Projektthema

kann frei gewählt werden, muss aber in eine der folgenden

Kategorien passen: business, Design, engineering, Science,

Sustainability, idea.goes.app oder neU! tech&society.

Die einreichfrist endet am 21. Dezember 2012.

www.bmukk.gv.at/preise, www.jugendinnovativ.at

Special 2012

apa-Science

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CuStoMer VAlue text nikolAuS täuBer/APA

größte heimische außeruniversitäre

forschungseinrichtung will wachsen

ait als „Leading

research team“

daS AustriAn institute of technology (Ait) befindet sich nAch einer PhAse

der neuAusrichtung Wieder Auf WAchstuMskurs. die Verträge der Beiden

geScHäftSfüHrer, WoLfgang knoLL und anton PLiMon, Wurden kürZLicH

VerLängert – ein eindeutigeS ZeicHen dafür, den 2008 eingeScHLagenen Weg

fortZuSetZen. die aPa SPracH Mit ait-koMMunikationScHef MicHaeL HLaVa üBer

ZukunftSStrategien und den SteLLenWert der WiSSenScHaftSkoMMunikation.

18

APA: Die Umstrukturierung des AIT

ist weitestgehend abgeschlossen.

Was sind nun die neuen und alten

Stärkefelder?

Michael hlava: Das war der größte

Change-Prozess in der Geschichte

des Unternehmens. Der Take off war

im Jahr 2008. Es war keine Nachjus-

Oben: Michael hlava/

kommunikationschef Ait

FOTO: thomas Preiss/APA

tierung oder nur eine geänderte Ausrichtung.

Es war viel mehr: der komplette

Neubau des Unternehmens,

neues Management, neue Strategie,

MichAel hlAVA iM interVieW *** MichAel hlAVA iM interVieW *** MichAel hlAVA iM interVieW *** MichAel hlAVA


neue organisatorische Aufstellung,

neue Governance, geänderte Eigentümer:

Republik Österreich mit

51 Prozent und 49 Prozent Österreichische

Industriellenvereinigung.

Diesen Change-Prozess kommunikativ

zu begleiten sowie die gesamte

integrierte Unternehmens- wie

auch Innovations- und Technologiekommunikation

neu aufzusetzen, ist

ein Traumjob.

Heute realisieren wir getreu unserem

Slogan „Tomorrow Today“ bereits

unsere Zukunftsstrategie – und

diese beantwortet Ihre Frage: Um

das AIT bis 2020 zu einer der weltweit

sichtbaren und top-gereihten

Organisationen zu machen, liegt der

Schwerpunkt auf der Stärkung der

Position als „das“ österreichische

Institut, das sich auf technologische

Lösungen konzentriert, um die

„Grand Challenges“ – insbesondere

hinsichtlich infrastrukturbezogener

Systeme – zu adressieren.

Wohin soll die Reise in Zukunft gehen,

und wie steht man im internationalen

Vergleich da?

Einen besonderen Stellenwert nehmen

Kooperationen ein, um in allen

Gebieten bestes Know- und Dohow

vereinen zu können. Genau da,

wo wir zusätzlich zu unserem Technologiewissen

auch Systemwissen

erarbeitet haben, konnten wir uns

schon als Leading Research Team

mit unseren Partnern und für unsere

Auftraggeber etablieren. Aus diesem

Systemwissen zeigt sich wiederum,

was Technologien leisten

können und müssen, um Erfolg zu

haben. Dieses Wissen geben wir direkt

an unsere Kunden – hoffentlich

an immer mehr unter ihnen – weiter

und entwickeln mit ihnen gemeinsam

Lösungswege in Form konkreter

Projekte.

Worum geht es dem AIT in seiner

Öffentlichkeitsarbeit?

In einer Sache sind sich alle einig.

Investitionen in Forschung, Innovation

und Technologie zählen

zu den Zukunftsinvestitionen, die

unseren Wohlstand sichern helfen

und Österreich zum Innovation

zur Person:

Michael hlava (42) ist seit 2008 kommunikationschef des Austrian

institute of technology (Ait). er war zuvor von 1998 bis 2000 Pressesprecher

und von 2001 bis 2005 kommunikationschef bei den Österreichischen

bundesbahnen (Öbb). hlava ist Präsident des corporate

communications cluster Vienna (www.cccv.at), Mitglied des Vorstandes

beim Verband für integrierte kommuni kation (www.vikom.at)

und forschung Austria (www.forschungaustria.ac.at). in der kommunikationsbranche

ist er als Mitglied im PrVA, Österreichischen klub

der bildungs- und Wissenschaftsjournalisten, european Association

of communication directors (www.eacd-online.eu/), bundesverband

deutscher Pressesprecher (www.bdp-net.de/) und european

Public relations education and research Association (euPrerA)

(www.euprera.org/) vernetzt.

Leader verhelfen. Das AIT nimmt

hier als größte außeruniversitäre

Forschungseinrichtung auch einen

besonderen Stellenwert im gesellschaftspolitischen

Kontext ein.

Alle unsere Forschungsthemen sind

Themen der Infrastruktur für die

Menschen und bestimmen unsere

Zukunft und unsere Umwelt. Und

hier leisten wir große Anstrengungen

in unserer Öffentlichkeitsarbeit,

die sich an die breite Öffentlichkeit

richtet. Wesentlich konkreter

und detaillierter gehen wir in der

Technologie- und Innovationskommunikation

vor. Hier adressieren

wir unsere Stakeholder und Shareholder.

Anders ausgedrückt – wir

wenden uns an alle, die Innovationen

voranbringen wollen. Die Teilnehmerinnen

und Teilnehmer der

Alpbacher Technologiegespräche

vermitteln ein sehr gutes Bild dieser

Zielgruppe.

Wie schätzen Sie die „Lage der Nation“

im Hinblick auf die Wissenschaftsberichterstattung

ein? Welchen

Platz nimmt eine Plattform

wie APA-Science Ihrer Einschätzung

nach ein?

Hier sprechen wir oft von folgendem

Dilemma: Wissenschaftskommunikation

ist wichtig, aber unbedeutend

für mich, da viel zu kompliziert.

Und hier versuchen wir, nicht zu

missionieren oder gar zu ermahnen,

sondern ganz einfach den News

Value zu steigern. Wir versuchen,

Dritte über uns sprechen zu lassen,

am liebsten natürlich unsere Kunden

und Partner. Und wir wollen aufzeigen,

was konkret jeder Einzelne von

unserer Arbeit hat – der berühmte

Mehrwert. Und wir versuchen zu begeistern,

indem wir sehr viele Gründe

aufzeigen, warum wir alle in Österreich

stolz auf Wissenschaft und

Forschung sein können. Markentechnisch

gesprochen: unsere Wissenschafts-,

Technologie- und Innovationskommunikation

als „Brand Value

Driver“ für ein Nation-Branding Österreichs.

Ich weiß, das ist sehr nach

den Sternen greifen. Aber Visionen

bewirken Leidenschaft und Begeisterung

in unserer Arbeit, und diese

stellen sicher, dass wir nicht müde

und pragmatisch werden.

Um auf Ihre zweite Frage zu kommen:

Erlauben Sie mir einen Vergleich

mit der Luftfahrt. APA-Science

ist für mich wie der berühmte

Boeing Jumbo Jet, der jetzt ganz neu

als 747-8 als „die Königin der Lüfte“

von allen Themenaffinen gelobt

und geschätzt wird. Es sind die Redakteurinnen

und Redakteure sowie

alle Player der heimischen FTI-Landschaft,

die dieses Portal bespielen.

Und wir brauchen diese Plattform.

Und wir brauchen die APA für diese

Plattform, sonst würde die Qualität,

Anmutung und das Vertrauen auf

der Strecke bleiben. Ich bin gewiss

hier sehr euphorisch. Meine Karriere

begann als Pressesprecher, und

hier lernt man, mit APA zu leben und

diese zu lieben. (lacht)

iM interVieW *** MichAel hlAVA iM interVieW *** MichAel hlAVA iM interVieW *** MichAel hlAVA iM interVieW

Special 2012

apa-Science

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EntgEltlichE Einschaltung

20

Wirtschaftsministerium

fördert innovation

Neue Ideen stärken

österreichs Wirtschaft

OBEN: Ideenschmieden haben Vorteile auf dem Wirtschaftsparkett

FOTO: OTS-Bild/IMP-IMBA graphics department


im aktuellen konjunkturklima sind innovationen der

entscheidende faktor für Wachstum, beschäftigung

und Wettbewerbsfähigkeit. daher unterstützt das

Wirtschaftsministerium forschung und entwicklung

intensiver denn je. die dafür notwendigen Mittel werden

weiter aufgestockt.

„gezielte förderungen für forschung und entwicklung

sind das beste konjunkturpaket“, betont das Wirtschaftsministerium

gegenüber der aPa unter Verweis auf eine

aktuelle Wifo-Studie, in der rund 600 unternehmen untersucht

wurden. demnach sind jene firmen, die f&e betreiben,

krisenfester, wachsen deutlich schneller und schaffen

mehr arbeitsplätze als unternehmen, die das nicht tun.

darüber hinaus zeigt die erhebung, dass innovationen ein

optimales eintrittsticket in neue exportmärkte sind.

das Wirtschaftsministerium fördert kooperationen zwischen

Wissenschaft und Wirtschaft und legt einen Schwerpunkt

auf die gründung und das Wachstum von innovativen

unternehmen. damit will das ressort vor allem den

Strukturwandel forcieren, die innovationsfähigkeit und forschungskompetenz

der unternehmen erhöhen sowie deren

internationale orientierung verstärken. eine maßgebliche

rolle dafür spielen die förderbank austria Wirtschaftsservice

(aws) und die forschungsförderungsgesellschaft

(ffg), in denen das ressort einer der eigentümervertreter

des Bundes ist.

kMu im fokus

die Maßnahmen in den Bereichen forschung und entwicklung

(f&e) konzentrieren sich vor allem darauf,

kleine und mittlere unternehmen (kMu) bei ihren innovationsaktivitäten

zu unterstützen. damit leistet das

Wirtschaftsministerium einen signifikanten Beitrag

zu den Zielen der fti-Strategie, die forschungsquote

bis 2020 auf 3,76 Prozent des Bruttoinlandsprodukts

zu erhöhen und zu den führenden forschungsnationen

europas aufzuschließen. um diesem anspruch gerecht

zu werden, sollen beispielsweise die privaten forschungsinvestitionen

forciert werden und soll die anzahl

systematisch f&e-betreibender unternehmen bis 2020

um 25 Prozent steigen.

im „innovation union Scoreboard 2011“ liegt österreich

auf dem 8. Platz und damit in der gruppe der „innovation

follower“, die sich unmittelbar hinter der gruppe der

innovationsführer befindet. die gute Positionierung zeige

die überdurchschnittliche innovationsperformance, mache

aber auch deutlich, dass weiterhin effiziente investitionen

in den Zukunftsbereich f&e notwendig sind, so das

Wirtschaftsministerium. im aktuellen Standortranking des

World economic forum (Wef) liegt österreich um drei Plätze

verbessert auf rang 16 unter 144 Ländern – eine Bestätigung

der objektiv guten datenlage und des kurses, die

Wirtschaft gezielt zu stärken.

Weiteren Handlungsbedarf sieht das Wirtschaftsministerium

beim Zugang zu risikokapital. denn wenn nach

dem Startschuss kapital und kontakte fehlen, bleiben viele

potenziell erfolgreiche unternehmen auf halber Strecke

stecken. im jahr 2013 starten daher zwei neue jungunternehmerfonds:

ein gründerfonds für die langfristige risikofinanzierung

und den optimalen Zugang zu allen awsangeboten

sowie ein Business angel fund, der neben

risikokapital zusätzliches know-how und netzwerke in die

jungen unternehmen einbringt.

gezieltes standort-Marketing

gestärkt wird der f&e-Bereich auch durch die aktivitäten

der zum Wirtschaftsministerium ressortierenden austrian

Business agency (aBa), indem die agentur forschungsaktiven

internationalen firmen bei der ansiedlung in österreich

unter die arme greift. allein im Vorjahr siedelten

sich zehn f&e-treibende firmen an, drei davon verlegten

sogar ihre internationalen forschungszentralen nach österreich.

insgesamt wurden zwischen 2000 und 2011 rund

1.800 ausländische ansiedlungen mit einem investitionsvolumen

von rund 4,9 Milliarden euro betreut. um weitere

impulse zu setzen, wurde die kampagne „forschungsplatz

österreich“ bis 2013 verlängert. damit wird österreich

durch gezieltes Marketing im rahmen von Messen und

informationsreisen als chancenreicher innovations-Standort

positioniert.

sprungbrett für nachwuchsforscher

um jugendliche für innovationen zu begeistern und ein

Sprungbrett für nachwuchsforscher zu bieten, spielt der

heuer bereits zum 25. Mal ausgetragene Schüler-Wettbewerb

„jugend innovativ“ eine wichtige rolle. Bei der

jüngsten auflage wurden 539 Projekte eingereicht. die Siegerprojekte

feierten anschließend auch bei internationalen

Wettbewerben große erfolge. gleichzeitig betont das Wirtschaftsministerium

die Bedeutung einer möglichst umfassenden

information der österreicher über forschung, technologie

und innovation, da es sich dabei „um ein zentrales

thema für die Zukunftssicherung und den Wohlstand unseres

Landes handelt“. Hierbei spiele auch die aPa eine

wichtige rolle. „die aPa greift forschungsthemen auf und

stellt diese qualitativ aufbereitet anderen Medien und der

interessierten öffentlichkeit zur Verfügung.“

Special 2012

apa-Science

LINKS: „Jugend

Innovativ“ 2012

FOTO: Wolfgang

Voglhuber/aws/

VOgUS

21


CuStoMer VAlue text PetrA hAller/APA Foto roBert JäGer/APA/PiCturedeSk.CoM

Wiener Stadtwerke setzen

auf forschung und innovation

Stadtwerke denken

Wiener Zukunft

in zehn jAhren Wächst Wien uM Mehr Als 150.000 Menschen. dieS entSPricHt in

etWa der einWoHnerZaHL Von SaLZBurg. gedanken an die Zukunft der Stadtent-

WickLung Werfen Sofort aucH fragen nacH VerkeHr und energie auf. MitteLS innoVatiVer

Projekte entWickeLn die Wiener StadtWerke SPannende antWorten ...

22


Dem Thema Zukunft wird bei den

Wiener Stadtwerken seit jeher hoher

Stellenwert eingeräumt. So hoch,

dass vor etwa einem Jahr gar eine

eigene Initiative, quasi ein interner

Forschungsfonds, gegründet wurde,

der die vielgestaltigen Innovationskräfte

der gesamten Unternehmensgruppe

bündelt, synergetisch

zusammenführt und in manchen

Fällen überhaupt erst ermöglicht.

Die Arbeitsgruppe Forschung, Technologie

und Innovation greift v. a.

dort ein, wo es keine oder keine

ausreichenden externen Förderungen

gibt. Mit einem namhaften

Beirat im Gepäck machte man sich

auf, in intensiven Dialog mit der Wissenschaft

zu treten, zukunftsweisende

Projekte im Bereich Mobilität

und Energieversorgung zu orten

und diese tat- und finanzkräftig zu

unterstützen.

Eines der Megathemen ist laut Generaldirektorin

Gabriele Payr Elektromobilität:

„Diesen Be reich so an-

wenderfreundlich wie möglich zu

machen ist unser Ziel, allerdings

sind hier noch viele Fragen offen,

z. B. jene der langen Ladezeiten,

der tatsächlichen Einsatzgebiete

oder wie sich Elektromobile sinnvoll

mit dem öffentlichen Nahverkehr

verbinden lassen.“

sMile

Ein weiteres Zukunftsprojekt der

Wiener Stadtwerke trägt einen sympathischen

Namen: Gemeinsam mit

den Wiener Linien, der ÖBB und anderen

Kooperationspartnern entwickelt

man derzeit das völlig neuartige

Informations- und Buchungssystem

für den öffentlichen Individualverkehr

– SMILE. Über eine einheitliche

Datenplattform soll der Kunde per

Knopfdruck informiert werden, wie

er seinen Weg von A nach B möglichst

einfach bewältigen kann. Dabei

werden relevante Umgebungsparameter,

Fahrgastströme und Ähnliches

miteinbezogen. „Klingt simpel,

beinhaltet jedoch auch eine Verein-

Oben: gabriele Payr, generaldirektorin

der Wiener stadtwerke

FOTO: rita newman/ Wiener

stadtwerke

heitlichung der Ticket- und Verrechnungssysteme

– ein Knoten punkt,

der das Projekt komplex macht“, so

Payr. „Mobilität muss in ein sinnvolles

Gesamtkonzept eingebettet

sein, das möglichst alle Mobilitätsanbieter

umfasst.“ Das Bild, das

Payr zeichnet, ist ein durchaus Bequemes:

Systeme bei den Einstiegen

orten die Fahrgäste mittels Karten

über elektronische Signale.

Special 2012

apa-Science

aPa-Science bietet

schnelle Vernetzung

mit der Wissenschaftscommunity.

(Gabriele Payr)

23


CuStoMer VAlue text PetrA hAller/APA Foto SChreinerkAStler/otS

24

Die korrekt berechneten Fahrtkosten

werden nur noch vom eigenen

Konto abgebucht – ganz ohne Ticket-,

Zonen- und Automatenchaos.

sMArt city Wien

Neue Wege in der autonomen Energieversorgung

will man auch in der

„Seestadt Aspern“ gehen. Der neue

Stadtteil mit der ungefähren Flächengröße

des achten Bezirks gilt

für die Wiener Stadtwerke als wichtiges

Forschungsprojekt. „Der gesamte

Energiebedarf für die etwa

20.000 Bewohner soll durch das

neue Geothermie-Kraftwerk Aspern

abgedeckt werden. Dieses Kraftwerk

wird rund 60 Prozent mehr thermische

Leistung bringen als vergleichbare

Anlagen in Österreich“, so

Payr. Geothermie nutzt die Eigenwärme

des Erdkörpers und zählt derzeit

zu den innovativsten und umweltfreundlichsten

Methoden zur

Energiegewinnung.

Dem folgt logisch das Thema der

Effizienz. Die EU-Energieeffizienzrichtlinie

2012 tritt in Kürze in Kraft

und sieht die Erreichung des über-

Wiener stAdtWerke:

die Wiener stadtwerke holding Ag steht zu 100 Prozent im eigentum

der stadt Wien und zählt zu den 25 größten unternehmen

Österreichs. seit der Ausgliederung aus der Wiener gemeindeverwaltung

(1999) agiert sie als strategische und organisatorische

dachgesellschaft des konzerns. die Versorgung mit energie

und damit verbundene dienstleistungen liegen ebenso im Verantwortungsbereich

des konzerns wie die sicherstellung des öffentlichen

Personennahverkehrs. Mit den bereichen energie, Verkehr,

bestattung und friedhöfe erwirtschafteten die Wiener stadtwerke

im geschäftsjahr 2011 umsatzerlöse von mehr als drei Mrd. euro.

im jahresdurchschnitt 2011 waren rund 16.000 Mitarbeiterinnen

und Mitarbeiter beschäftigt.

geordneten Energieeffizienzziels

der EU von 20 Prozent bis 2020 vor.

„Dass hier bei noch eine ganze Menge

an Anstrengungen und Herausforderungen

vor uns liegt, ist klar“,

ergänzt Payr.

Forschung, Technologieentwicklung

und Innovation sind für die Wiener

Stadtwerke essenziell, um die Wettbewerbsfähigkeit

und die Pionierstellung

zu halten. Daher auch das

Engagement und die Präsenz im

Forschungs- und Technologienetz

APA-Science. „Warum wir hier dabei

sind, ist einerseits die Möglichkeit

der schnellen Vernetzung mit

der Wissenschaftscommunity, andererseits

bietet uns APA-Science

eine Plattform, auf der Forschungsthemen

so aufbereitet sind, dass

sie von einer breiten und medialen

Öffentlichkeit verstanden werden.“

Und „Verständnis“, so Payr, „ist sowohl

für Akzeptanz als auch für Kooperation

von hohem Wert“.


cuStomer value apa-picturedeSk text maxine muStermann/apa

Headline2

Headline1

EniHiliquE rE vEniEnis por sit ut aut quisciu ntiunt, tEs aut volupta tiatEm. sEquE

Et EaturEmpos EicturE stiorEp EritaE volor ma voloristrum ima nonsEquam

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planditio temperum veliquibus dolum

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aut omnimet faccull aborum,

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ate consed endant.

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fugia nimil et in nonse volupta

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si odis de nusa parchil iusa prae sit

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rae eum ius.

Cipicid eicatempost peraturent res

dolupid qui dolorecum voluptati occae

volupta porehendes dolupturis

aboreic iumqui te desto ipsa plabore

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odi dolorion reperat autem que

volo id eum, tem etur, te consectur,

nectiossequo demodit hillendae

et arum ne vercipienda aboris sed

quos eium et vellaccusam esequas

etur? Or moluptatiam et quam fuga.

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quas aut libus, suscipsum im quis

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mag nihitatur?

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consedi officti occulluptae ex eatiorr

undaeriae vent.

Lanimus enimus voloriatem fugitis

prepuda ectaquam anis erovit

que nus am si utesed unt exceperum

eatquatur aut volumet que odi

ut alicimet as et et quiatem porunt,

ut lis volut voluptatium is quid quis

ma a ipiet que porem ipiciunt qui

con et doluptae laborio. Harum invendi

pient.

Acium invelis volor sunte repudit et,

quianda ndignis tinctatis que pedicim

agnam, aut volorercit harissum

reium reptatum qui nim vitis eruptate

et volut verum ape doluptia

num excest dolorae num fugia illupis

peditatur sam untiste si corum

solupta tatquamet excest, nis derio

que minullia sunt dolorerunt ipsam,

id eos excescimi, ideni aut a voluptur

simendiam alit lam vendit, sincilique

net dolorerum fugia sam rem

sequis quatur arunt.

Es deratem etur sanduciet re desciatiis

cus eum aces nust ut odi dolore

susdandes nempori busdae evella

volo in peritat ectore sa vernatur

si ommodit, toremquae sit evenitae

asped mi, aut eate nonse cum haris

reiur aliquibus, sunt dusantiunt esedignis

sae re quisqui aut enis seque

voluptatem nis esequia vid miliquaturio

verum quibusc ipsume vel magnihit

aut a senducia est ut parum

andaeriorio. Nem lantis etus aut verorio

blam int eatus sitisitio. Ut quo

berferum, suntempos arum evelitatem

quis volorun tiaepelitis dolorer

estiam aperitibus.

Ut es elluptaesti in esenit facculparum

alibus archillaut as ea autem

quas sitem venis ad quam, sandest

orendit harum volo ea volorporum

eatiam aborempore volliqui reium

ex esti ommolo que verem voluptati

doloribusdae volum, odigendis il

id que lamusci pisquo et faccumqui

nusaperum ut acero corepta tumquam,

acilibus, temoluptini dolupta

velluptio officat uritis accum consequamus,

nosant re aliquiae volut

aruptas et qui qui optur autatum volorpore,

torem et prorenis et ventinusda

nus dolupta quatque ratia

con re porendent qui velessit quas

id moluptas nulliqui blaccul lestibus

dolupis si cum dolupic tessimusanto

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mod eium qui cus eate poriandit,

omnihil iquuntio elistempor aut ute

corum, a qui ius et iliquasit fugiant.

Perferum aut esed quod utat volesci

milliquae veles qui consequatqui

quam fugitatem quis sitas eumquunt.

Iquis non cus. Bore, sitest volut eliquas

di demporpor at labore lant,

que essit, sam voluptatis veles eaturisqui

cusdand anisquam facea cusci

venis consed quos rehenda pelibus,

ut aut plignis iduciae. Vernate

ctatibeatem quis sectium reris eostrum

illutectori quas enis rem dunt a

quiaspi endanitatis nonse dis dollate

num el il eturiberatem veriae labo.

Labo. Ipid ut haris nobis doluptam

sit ra quist atia quuntiis molore volecep

elesendis voluptat ad que plame

omnihitae sum is imoluptatis nonsequatem

qui to conest, volorro beribus

dellatur? Qui nusamus dellaut

eat lit repudiam ipisse qui apidera

tectus, into maximolor aut optissitatum

remperia quist, totatem porecuptate

vendi occum quiam adi cum

fugit provit estrum et autestrum volorioria

dolupta sequos inverorro es

sam, etur simodis sit abo. Nem faccus,

tent qui rem. Oluptu

Special 2012

apa-Science

25


CuStoMer VAlue text SteFAn thAler/APA Foto Joe PeSl/PiCturedeSk.CoM

Lösungspotenzial muss von gesellschaft

nachvollzogen werden können

innovation entscheidet

Wettbewerb

ein PAtent Pro Woche, eine Million euro f&e-inVestMent Pro tAg und 1.300

MitArbeiterinnen und MitArbeiter, für die innoVation PraktiScH aLLtag iSt: die

SieMenS ag öSterreicH iSt unBeStritten einer der PLatZHirScHe in der HeiMiScHen

forScHungSLandScHaft. Wie daS unterneHMen Mit tecHnoLogiefeindLicHkeit uMgeHt,

den „krieg uM taLente“ SieHt und daS aktueLLe niVeau der WiSSenScHaftSkoMMunikation

BeurteiLt, Verriet konZernPreSSeSPrecHer HaraLd StockBauer.

26


Für innovationsgetriebene Technologiekonzerne

wie Siemens sei der

Kommunikationsalltag – beispielsweise

durch den Trend zu Social

Media – komplexer und herausfordernder

geworden. Die Anzahl der

Kanäle nehme zu, und die Inhalte

müssten in unterschiedlichster

Intensität und Tonalität vermittelt

werden. Andererseits habe auch

das gesellschaftliche Interesse an

Forschung und Entwicklung, sowie

an Wissenschaft generell zugenommen.

Laut Stockbauer zu

Recht: „Die großen Probleme der

industrialisierten Welt werden nur

mit Forschung, mit Innovation zu

lösen sein.“

Gerade an Hochlohnstandorten wie

Österreich und Deutschland müsse

ständig an der Weiterentwicklung

der intellektuellen Kompetenz

gearbeitet werden, „weil der Wettbewerb

nur auf dem Feld Innovation

zu gewinnen ist“, erklärte der

Siemens-Manager. Um mit technologischer

Führerschaft am Markt

zu punkten, brauche es aber den

entsprechenden Input der Wissenschaft.

„Das heißt, wir sind im Krieg

um die besten Talente aktiv und be-

Wissen:

mühen uns, im Dialog mit den Universitäten

und der Forschungsszene

generell an den jeweiligen Standorten

top präsent zu sein“, so Stockbauer.

WAhrnehMung bestiMMt

bildungsWeg

Eine Hürde dabei sei die spürbare

Technikfeindlichkeit in der Gesellschaft.

„Die schlägt dann auch auf

die Wissenschaft und die Wahrnehmung

von neuen Forschungsentwicklungen

durch“, sagte Stockbauer.

Das wiederum beeinflusse junge

Menschen in ihrer Entscheidung für

bestimmte Ausbildungswege. „Wir

haben das Problem, dass wir gerne

mehr Frauen mit technischen Studienabschlüssen

rekrutieren würden.

Die gibt es nur leider nicht in dem

Ausmaß, wie wir es gerne hätten.“

Entsprechende Programme, das zu

ändern, würden zwar schon existieren,

aber es müsse ständig daran

gearbeitet werden. „Das Bemühen

ist da, und wir fördern das

sehr. Beispielsweise übergeben wir

in Kindergärten Forscherkisten, wo

schon Kinder spielerisch lernen,

sich kreativ mit Technik auseinanderzusetzen.

All diese Bestrebungen

sind sehr wichtig, und die unterstützen

wir auch beispielsweise

seitens Politik und Verwaltung“, erklärte

Stockbauer.

diAlog Mit der

„science-coMMunity“

Um zu einer Trendumkehr beim

„Technikklima“ beizutragen, müsse

ein Konzern wie Siemens, der sich

als integrierter, grüner Infrastrukturkonzern

aufstelle und selbst eine

komplexe Portfolio-Struktur aufweise,

auch in der Kommunikation

darauf achten, dass die Lösungs-

die siemens Ag Österreich investierte im jahr 2011 mehr als 331

Mio. euro in forschung & entwicklung, 45 Patente wurden angemeldet.

rund 1.300 Mitarbeiter sind beim heimischen forschungsriesen

in diesem bereich tätig. Von den 50 globalen forschungsfeldern

des konzerns werden sieben von siemens Österreich abgedeckt,

bei zwei davon hat man headquarter-funktion, also die weltweite

Verantwortung.

potenziale des Unternehmens von

der Gesellschaft wahrgenommen

und nachvollzogen werden können.

„Und da spielt natürlich die

Zielgruppenkommunikation mit der

,Science-Community‘ eine wichtige

Rolle“, erklärte der Siemens-

Manager.

Als Schwierigkeit sieht der Experte

dabei den anhaltenden Trend zur

Spezialisierung, was auch das Herstellen

von Zusammenhängen zwischen

den einzelnen Forschungsfeldern

komplizierter mache. „Da

muss es verstärkt Generalisten ge-

ben, auch in Wissenschaft und Forschung,

die hier Übersetzungsarbeit

leisten können. Und das wird,

glaube ich, noch herausfordernder,

als es ohnehin schon ist“, prognostiziert

Stockbauer, der den Begriff

„Innovation“ vor allem mit der

Schumpeterschen Definition von

der schöpferischen Zerstörung in

Zusammenhang bringt.

Die Wissenschaftsberichterstattung

in den österreichischen Qualitätsmedien

sei sehr gut und erfolge

auf hohem Niveau. In anderen Medien

gebe es aber noch Verbesserungspotenzial.

Der Stellenwert von

Netzwerken nehme in diesem Zusammenhang

zu: „Wir sehen APA-

Science als seriöse Plattform, die

sowohl in die Wissenschaftscommunity

hineinstrahlt als auch von

forschungsnahen Unternehmungen,

von Universitäten und von

Medien wahrgenommen wird. Hier

gibt es wirklich eine Plattform, die

man aktiv nutzt“, ist Stockbauer

überzeugt.

eine gewisse

technikfeindlichkeit

ist spürbar.

(Harald Stockbauer)

Special 2012

apa-Science

Oben: harald stockbauer,

konzernpressesprecher

siemens

FOTO: stefan thaler/APA

27


EntgEltlichE Einschaltung

28

eine Million euro für innovative Start-ups

Markt.Start

FOTO: Odilon dimier/PhotoAlto/picturedesk.com


in den österreichischen unternehmen gibt es großes

innovatives Potenzial. Viele junge kMu haben

hervorragende ideen. um diese zu realisieren, gibt

es ein gezieltes und praktisch lückenloses Angebot

in der forschungsförderung. jedoch besteht unterstützungsbedarf

nach fertigstellung des Prototyps.

denn nur jede zweite innovation schafft auch den

schritt auf den Markt. Mit „Markt.start“ beseitigt

das bundesministerium für Verkehr, innovation und

technologie (bMVit) ab sofort dieses Manko: mit jeweils

einer Million euro in form eines beinahe zinsfreien

darlehens ohne besicherung.

darlehen als brücke zum Markt

damit schließt das BMVit eine Lücke im System, indem

jungen, innovativen unternehmen schnell, einfach und unbürokratisch

geholfen wird. da alle für „Markt.Start“ in

frage kommenden unternehmen ohnehin bereits mit der

österreichischen forschungsförderungsgesellschaft ffg

in Verbindung stehen, wird außer einer guten idee keine

weitere Sicherheit für dieses darlehen verlangt.

Motor für Wachstum

das österreichische institut für Wirtschaftsforschung (Wifo)

hat in einer unternehmensumfrage herausgefunden,

dass 60 Prozent nicht über ausreichende finanzmittel zur

Marktführung von innovationen verfügen. die folge sind

Probleme bei Vertriebsaufbau, Markterschließung und auch

Personalgewinnung. für diese unternehmen bedeutet

dies, dass sie den gefährlichen Weg durch das sogenannte

„tal des todes“ gehen müssen. Hier setzt das BMVit

mit „Markt.Start“ an. ein darlehen mit derzeit ein Prozent

Verzinsung löst die kreditklemme und hilft den unternehmen,

ihre innovationen auf den Markt zu bringen. damit

geht das BMVit einen Schritt weiter als bisher und fördert

nicht nur die forschungsphase, sondern unterstützt die unternehmen

auch beim Markteintritt.

neue Arbeitsplätze

das unterstützungspaket soll dazu beitragen, dass in spätestens

fünf jahren 80 statt bisher 50 Prozent der innovationen

den Markt erreichen. dadurch werden in den

kommenden zehn jahren jährlich 1.000 neue, qualitativ

hochwertige arbeitsplätze entstehen.

FACTS:

Das Darlehen beträgt maximal eine Million euro pro Unternehmen

und läuft maximal acht Jahre. Die Verzinsung

beträgt zur Zeit ein Prozent. Das Darlehen gibt es für jene

Unternehmen, die bereits durch das bMVIT bzw. die

FFG in der Forschung unterstützt wurden.

ALLE INFOS:

KMU-Hotline: 05 77 55 – 5000

www.ffg.at

www.bmvit.gv.at

Special 2012

apa-Science

29


CoMMuniCAtion text AlexAndrA roth/APA

rückschau auf die monatlichen

Schwerpunktdossiers

Was bisher geschah

auf science.APA.At LeSen Sie MonatLicHe, MuLtiMediaL geStaLtete tHeMendoSSierS

Zu ZukunftSfragen Wie etWa SMart citieS oder forScHende jugend.

dieSe VoM Science-redaktionSteaM recHercHierten und aufBereiteten

tHeMenPakete BeLeucHten ScHWerPunkttHeMen auS unterScHiedLicHen

BLickWinkeLn und Werden Mit StandPunkten und exPertiSen der füHrenden

akteure der BrancHe HinterLegt.

30

FOTO: dpa/APA

FOTO: epa/APA

Neben ergänzenden Hintergrundinformationen

beinhalten die Dossiers

auch Expertenkommentare führender

Brancheninsider sowie Origi-

AbrufbAr im APP-store

unter „APA-VAlue“

nalbeiträge der Science-Partner. Die

Textberichterstattung wird ergänzt

mit Fotoshows, Infografiken, interaktiven

Visuals und Videos.

intelligenter unterWegs

Sicherer, effizienter und umweltfreundlicher soll sie werden, die Mobilität

der Zukunft. Möglich machen sollen das intelligente Verkehrssysteme,

die Nutzer, Fahrzeug und Verkehrsträger zunehmend vernetzen

und interagieren lassen. Wie das in Zukunft aussehen könnte,

wurde auf dem 19. ITS-Weltkongress im Oktober diesen Jahres in

Wien demonstriert.

go.apa.at/VdhoAk09

Österreich iM WeltrAuM

Die bereits seit 25 Jahren bestehende Vollmitgliedschaft Österreichs

bei der europäischen Raumfahrtagentur ESA hat der heimischen Forschung

und Industrie enormen Schub verliehen. Raumfahrttechnologie

„Made in Austria“ ist heute kein Fremdwort mehr.

go.apa.at/pylrjxrA

Folgende APA-Science-Dossiers

wurden seit dem Start der neuen

Plattform im Mai dieses Jahres veröffentlicht:


FOTO: Robert Parigger/APA

FOTO: camcat-systems

FOTO: georg hochmuth/APA

FOTO: dpa/APA

FOTO: georg hochmuth/APA

die VerMessung der zukunft

Die Alpbacher Technologiegespräche kreisen dieses Jahr um die ganz

großen Zukunftsthemen für die Menschheit. Eine zentrale Frage ist,

welchen Einfluss Wissenschaft und Technologie auf die weitere Entwicklung

haben – im besten und im weniger guten Fall.

go.apa.at/h2ualdur

hÖher, schneller, hightech

Sportliche Großveranstaltungen wie Olympische Spiele oder Fußballturniere

sind ohne die Unterstützung moderner Technologien im

Hintergrund kaum mehr vorstellbar. Hightech aus Österreich ist oft

dort mit dabei, wo man sie am wenigsten erwartet.

go.apa.at/dnjvdWXr

Aus neugier zu neuen ufern

Rund um die Zusammenarbeit von Wissenschaft mit Kindern und

Jugendlichen gibt es viele Initiativen. Eine der ältesten ist der Wettbewerb

„Jugend Innovativ“, dessen 25. Ausgabe Anfang Juni über

die Bühne ging. Doch auch Young Science, KinderUnis und viele andere

Projekte begeistern den Nachwuchs.

go.apa.at/kaeM3VXk

Auf deM Weg zur eXzellenz

Im internationalen Wettbewerb setzen die europäischen Cluster voll

auf Exzellenz. In Wien wurde jetzt Bilanz gezogen und ein Blick in die

Cluster-Zukunft gewagt. Mit der Verleihung der ersten drei „Gold Labels“

für exzellente Cluster wurden auf der „European Cluster Conference

2012“ in Wien (18. bis 20. April) sowohl erste Ergebnisse der

Exzellenz-Initiative als auch ein Cluster-Manifest mit konkreten Vorstellungen

für die Zukunft präsentiert.

go.apa.at/iAur8pne

forschung in der AuslAge

„Wissenschaft stellt so wie Kunst etwas Schönes dar, man fragt

auch nicht nach dem Nutzen eines Gemäldes von Rubens oder einer

Symphonie von Beethoven“, erklärte der Direktor des Naturhistorischen

Museums, Christian Köberl, bei der Eröffnung der „Langen

Nacht der Forschung“ in Wien. Wie „schön“ und spannend Wissenschaft

und Forschung sein kann, konnten Besucher bei der mittlerweile

fünften derartigen „Langen Nacht“ in acht Bundesländern an

mehr als 80 Standorten hautnah erleben.

go.apa.at/i2dtsgjs

Special 2012

apa-Science

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