Fachzeitung des Landesinnungsverbandes des ...

schornsteinfeger.liv.baden.wuerttemberg.de

Fachzeitung des Landesinnungsverbandes des ...

Fachzeitung

des Landesinnungsverbandes

des Schornsteinfegerhandwerks

Baden-Württemberg

E 2621

11

Ausgabe 11/2009


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Der

Schornsteinfeger

Ihr Sicherheits-,

Umwelt- und

Energieexperte

Aus dem Inhalt

Hans-Ulrich Gula verabschiedet 3

Nachgang zum 47. LIV-Tag

in Offenburg 5

Bilderbogen zum LIV-Tag 2009 12

Der LIV informiert 14

Technische Informationen 17

Presseinformationen 18

Bei anderen gelesen 21

Mängeldoku 22

Die aktuelle Seite 23


11/2009 47. Landesinnungsverbandstag in Offenburg

„Großes entsteht, weil

immer einer mehr macht,

als er müsste!“

Hans-Ulrich Gula als Landesinnungsmeister verabschiedet

Nach 21 Jahren im Amt als Landesinnungsmeisters wurde

Hans-Ulrich Gula beim 47. Landesinnungsverbandstag des

Schornsteinfegerhandwerks in Baden-Württemberg in

Offenburg verabschiedet.

Alles begann mit seiner qualifizierten Ausbildung, welche

ihn im Bundesverband der Arbeitnehmer bis zum Vorsitzenden

brachte.

Auszüge aus der Laudatio anlässlich der Ehrung

durch den neu gewählten Präsidenten des Schornsteinfegerhandwerks

Baden-Württemberg Franz

Klumpp

„In Kurzform sollen hier einige Meilensteine seines beruflichen

Werdegangs aufgezeigt werden.

Schon sehr früh, kurz nach seiner Bestellung zum Bezirksschornsteinfegermeister

im Jahr 1975, begann sein Engagement

in der Innung Stuttgart.

7Off enburg

Gemeinsam sind wir stark!

In der größten Innung Baden-Württembergs übernahm er

Verantwortung als Technischer Innungswart, der dann von

1984 bis 1988 die Verantwortung als Obermeister folgte.

Im September 1988 wurde Hans-Ulrich Gula zum Landesinnungsmeister

gewählt. Eine Position, die er bis zum 28.

Oktober 2009 in allen Höhen und Tiefen mit Herz und Seele

sowie sehr viel Arbeitskraft ausgefüllt hat.

In deiner verantwortungsvollen Art hast du, lieber Hans-Ulrich,

über die Landesgrenzen von Baden-Württemberg hinaus

gewirkt.

Als Mitglied der Tarifkommission und im ZIV als Vorstand

Finanzen hast du die Geschicke des Handwerks nicht nur

Innungs- und Landesweit gelenkt, sondern auch auf Bundesebene

mit geprägt.

Was hat sich in der Zeit in unserem Handwerk nicht alles

verändert?

3


4 47. Landesinnungsverbandstag in Offenburg 11/2009

In deiner Verantwortlichkeit wurde Vieles diskutiert, umgesetzt

und auch wieder verworfen.

Genannt seien hier nur die Veränderungen

• im Bereich der Kehr- und Überprüfungsordnung,

• die Einführung der Abgaswegeüberprüfung,

• die Mitarbeit bei der Erarbeitung und Umsetzung von

Gutachten,

• und in der Novelle der 1. BImSchV,

• sowie nicht zuletzt das Ringen in der Reform um den

Fortbestand und die Lebensfähigkeit unseres Berufes.

Sehr viel Zeit wurde von dir in diese Verantwortung investiert.

Nicht unerwähnt bleiben sollen die zahlreichen „Nebenehrenämter“

in unserem Handwerk. So waren dies:

• Vorsitzender der Sterbekasse,

• Vorsitzender der Lehrlingskosten-Ausgleichskasse,

• Vorsitzender des Fördervereins zur Aus- und Weiterbildung

im Schornsteinfegerhandwerk Baden-Württemberg,

• Vorstandsmitglied der Versorgungsanstalt der Deutschen

Bezirksschornsteinfegermeister

oder

• Mitglied der Vertreterversammlung der Württembergischen

Bau-Berufsgenossenschaft.

Als Würdigung für die Verdienste für unser Handwerk

wurde Dir 2002 das Bundesverdienstkreuz am Bande überreicht.

Heizanlagen für

Stückholz

Hackschnitzel,

Späne

Pellets

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• Du wurdest 2002 zum Ehrenmitglied der ungarischen

Schornsteinfeger-Innung,

• 2003 zum Ehrenmitglied des Mitteldeutschen Schulvereins,

• und 2009 zum Ehrenobermeister der Innung Stuttgart

ernannt.

Mit dem 47. LIV-Tag verliert nicht nur das Schornsteinfegerhandwerk

in Baden-Württemberg, sondern auch das

der Bundesrepublik und Europa eine Galionsfigur.

Herzlichen Dank für alles.“

Der ausgeschiedene Landesinnungsmeister erhielt bei der

öffentlichen Veranstaltung des Landesinnungsverbandstages

zwei weiteren Ehrungen. Die Delegierten des 47. Landesinnungsverbandstags

des Schornsteinfegerhandwerks

Baden-Württemberg haben in der Versammlung in Offenburg

einstimmig beschlossen, Hans-Ulrich Gula für seine

langjährige Tätigkeit im Schornsteinfegerhandwerk Baden-

Württemberg zum Ehrenlandesinnungsmeister zu ernennen.

Weiterhin wurde ihm das Ehrenzeichen des Baden-

Württembergischen Schornsteinfegerhandwerks in

Gold überreicht.

Der so hoch verdiente und dekorierte bedankte sich für die

überaus ausführliche Verabschiedung und die vielen ehrenden

Worte unter anderem mit einem Zitat eines anglikanischen

Bischofs, welches da lautete: „Der Herr vergib ihnen,

dass sie so übertrieben haben. Vergib bitte auch mir, dass

es mir gefallen hat!“

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11/2009 47. Landesinnungsverbandstag in Offenburg

Schornsteinfeger –

ein Beruf im Umbruch

Auszüge aus der Festrede der Ministerin Frau Tanja Gönner

vom Umweltministerium Baden-Württemberg anlässlich der öffentlichen

Veranstaltung des 47. Landesinnungsverbandstages 2009 in Offenburg

Herzlichen Dank, Herr Klumpp, für Ihre

freundliche Einführung. Zunächst

möchte ich Ihnen, Herr Klumpp zur

Wahl in das Amt des Präsidenten des

Landesinnungsverbands ganz herzlich

gratulieren. Es freut mich sehr, dass

wir mit Ihnen – nach Herrn Gula, der

diesen für uns wichtigen Verband

21 Jahre führte – wieder einen kompetenten

Ansprechpartner zur Seite haben,

auf den wir uns verlassen können.

Auch Ihnen, Herr Baum, gratuliere ich

recht herzlich zur Wahl in das Amt

des stellvertretenden Präsidenten des

Landesinnungsverbands.

Über die Einladung, heute die Festrede

bei Ihrem Landesinnungsverbandstag

zu halten, habe ich mich sehr gefreut.

Ich tue dies gerne. Bereits beim

letztjährigen Landesinnungsverbandstag

in Bruchsal und beim Regionalverbandstag

des Zentralverbands der

Deutschen Schornsteinfeger in Messkirch

im Juni habe ich die Festrede gehalten.

Wenn ich heute zum dritten

Male innerhalb eines Jahres zu den

Schornsteinfegern komme, so können

Sie daran erkennen, welche Wertschätzung

ich Ihnen entgegen bringe.

Schornsteinfeger –

ein Beruf mit Tradition

Meine sehr geehrten Damen und Herren,

das Schornsteinfegerhandwerk kann

mit Stolz auf eine lange Tradition zurückblicken.

Bereits eine Vorschrift der

Stadt Braunschweig aus dem 13. Jahrhundert

enthält folgende Bestimmung:

„Ein Jeder solle behüten und beschützen

seinen Ofen und seine Feuermauer,

dass die Funken nicht fahren in

Nachbars Hof und ihm schaden.“

Konkreter wird es dann in einer Ratsverordnung

vom 29. August 1586:

„Ein jeder Hausbesitzer hat seine Feu-

erstätten, Kamine, Brauhäuser, Darren

und Backöfen zu reinigen und die

Schornsteine des Jahres wenigstens

einmal fegen zu lassen.“

Seit dieser Zeit haben Schornsteinfeger

Brände verhütet und Menschen

vor dem Erstickungstod bewahrt. Sie

waren in den letzten Jahrzehnten hierbei

sehr erfolgreich. Kaminbrände und

Erstickungstod durch Kohlenmonoxid-

Vergiftung gehören heute in Deutschland

glücklicherweise nicht mehr zum

Erfahrungsschatz der Menschen. Dies

ist ganz Ihrem erfolgreichen Einsatz

zu verdanken.

Weil der heutigen Generation in

Deutschland solche Erfahrungen fehlen,

scheinen manche das Wirken der

Schornsteinfeger nicht mehr im dem

gebotenem Maße zu schätzen. All denen

sei ein Blick in andere Länder

empfohlen. Als Polen beispielsweise

die Bestimmungen im Jahre 1989 lockerte

bzw. aufhob, schnellte die Zahl

der Kohlenmonoxid-Vergiftungen auf

jährlich bis zu 1.000 – überwiegend

mit Todesfolge – hoch. Im Jahre 1994

sah sich die polnische Regierung gezwungen,

die Änderungen zurückzunehmen.

Berufsbild im Umbruch

Der Beruf des Schornsteinfegers unterliegt

einem starken Wandel, man

kann auch von einem Umbruch sprechen.

Dies hat zunächst mit einem

Technikwandel zu tun. Während früher

der Kehrbesen das wichtigste

Werkzeug der Zunft war, dominieren

heute moderne Messgeräte.

Aber nicht nur die Technik bewirkt einen

Wandel. Auch die tiefgreifenden

Änderungen im Schornsteinfegerrecht

– ausgelöst durch Forderungen

der Europäischen Kommission – sind

nicht ohne.

Im Kern des neuen Schornsteinfegerrechts

verlieren die Schornsteinfeger

in weiten Teilen ihre Monopolstellung

und unterliegen dem Wettbewerb. Ich

bin sehr gespannt, ob sich die Neuregelungen

in der Praxis bewähren.

Als Folge der neuen Bundesgesetze

müssen wir die Zuständigkeiten im

Land mit einem neuen Landesgesetz

regeln. Diesen Montag hat die Landesregierung

beschlossen, den Gesetzentwurf

hierzu dem Landtag zuzuleiten.

Bei allem Wandel setzen wir hier

auf Kontinuität. Da sich die bisherige

Aufgabenverteilung als sachgerecht

erwiesen hat, bleibt es beim Bewährten.

Die unteren Verwaltungsbehörden

bei den Stadt- und Landkreisen

bleiben beispielsweise zuständig für

die Durchsetzung der Kehr- und Überprüfungspflichten

und das Regierungspräsidium

Stuttgart vergibt wie bisher

die Kehrbezirke. Ich bin froh, dass andere

Überlegungen nicht weiterverfolgt

wurden. Hier scheinen die Betei-

5


6 47. Landesinnungsverbandstag in Offenburg 11/2009

ligten sich den Spruch: „Erwäge neue

Wege, vergiss aber das Bewährte

nicht“ zu Herzen genommen zu haben.

Zum Umbruch im Beruf des Schornsteinfegers

trägt auch bei, dass neben

den herkömmlichen Aufgaben beim

Brandschutz und der Feuersicherheit

mehr und mehr Umweltschutzaufgaben

hinzukommen. In zentralen

Handlungsfeldern des Umweltschutzes

sind die Schornsteinfeger

für mich wichtige Akteure: Es

sind dies der Klimaschutz und hier

insbesondere die Energieeinsparung

sowie die Luftreinhaltung.

Klimaschutz und

Energieeinsparung

Baden-Württemberg unterstützt mit

Entschlossenheit die auf europäischer

und auf Bundesebene vereinbarten

Klimaschutzziele.

Bei allen Überlegungen setzen wir auf

die Motivation und Information der

Bürgerinnen und Bürger und auf eine

klare politische Zielrichtung. Diese Politik

baut in hohem Maße darauf, dass

viele Maßnahmen im Bereich des Klimaschutzes

den Bürgern nicht nur etwas

abverlangen, sondern für sie

auch mit Nutzen und ökonomischem

Gewinn verbunden sind. Energieeffizienzsteigerung

in Gebäuden stellt für

jeden eine krisensichere und zukunftsorientierte

Anlageform dar. Sie wirft

eine sichere und dauerhafte Rendite

ab.

Wer Klimaschutz betreiben will

muss sich vordringlich um Energieeinsparung

kümmern. Ein sehr

großes Energieeinsparpotenzial liegt

in Deutschland im Gebäudebestand:

Bestehende Gebäude brauchen etwa

dreimal soviel Energie zur Beheizung

wie Neubauten. Außerdem werden

mehr als 80 Prozent des gesamten

Energiebedarfs in privaten Haushalten

für die Raumerwärmung und

Warmwasser benötigt. Durch fachgerechtes

Sanieren und moderne Gebäudetechnik

können bis zu 80 Prozent

davon eingespart werden.

Das Land hat bereits im vergangenen

Jahr bundesweit erstmalig eine gesetzliche

Pflicht zur Nutzung erneuerbarer

Energien bei neuen Wohngebäuden

eingeführt. Der Bund hat dies

aufgegriffen und im letzten Sommer

in Anlehnung daran das deutsche Erneuerbare-Energien-Wärme-Gesetz

verabschiedet, das seit Anfang dieses

Jahres für Neubauten gilt.

Ab 2010 wird das Erneuerbare-Wärme-Gesetz

des Landes auch den

Wohngebäudebestand in die Pflicht

nehmen. Das ist insofern von großer

Bedeutung, als es natürlich viel mehr

bestehende Gebäude als entstehende

gibt. Diese Regelung wird jedes Jahr

bei schätzungsweise 50.000 Heizungserneuerungen

greifen. Dabei

ist Technologieoffenheit das Markenzeichen

unseres Wärmegesetzes: der

Hauseigentümer hat die Möglichkeit,

zwischen der Nutzung von Sonnenenergie,

Biomasse oder Erdwärme zu

wählen.

Darüber hinaus kann der Eigner sich

auch für eine anspruchsvolle Wärmedämmung,

eine Heizung mit Kraft-

Wärme-Kopplung oder den Anschluss

an ein Wärmenetz entscheiden. Baden-Württemberg

ist damit Pionier bei

der Verpflichtung zum Einsatz erneuerbarer

Wärme im Gebäudebereich.

Und wir freuen uns, dass unsere Idee

so schnell Nachahmung im Bund gefunden

hat.

Auch und gerade die Schornsteinfeger

sind beim Vollzug des Gesetzes

eine wichtige Stütze. Als Sachkundige

können Sie die Erfüllung der

gesetzlichen Anforderungen für die

Verpflichteten bestätigen. Neben den

Anforderungen, die wir im Land vorgeben,

betrifft eine Regelung des Bundes

besonders Planer, Architekten,

Bauherren und auch das Schornsteinfegerhandwerk:

Die neue Energieeinsparverordnung

EnEV; sie trat in ihrer

Neufassung Anfang Oktober in Kraft.

Da die Neufassung auch direkt Aufgaben

der Bezirksschornsteinfeger formuliert,

müssen Sie sich, meine Damen

und Herren, unmittelbar mit

der Verordnung auseinandersetzen.

So müssen Sie prüfen, ob ein alter

Heizkessel außer Betrieb zu nehmen

ist. Sie müssen sich im Rahmen

der Feuerstättenschau ansehen, ob

Wärmeverteilungsanlagen und Armaturen

ausreichend gedämmt sind. Bei

der ersten Feuerstättenschau nach

Heizungserneuerung in bestehenden

Gebäuden schauen Sie nach, ob die

Anforderungen der EnEV an Umwälzpumpen

und Wärmeverteilanlagen

eingehalten sind.

Der Prüfaufwand entfällt nur, wenn eine

Unternehmererklärung durch den

die Anlage sanierenden Handwerker

vorgelegt wird. Die Einbeziehung der

Bezirksschornsteinfeger in den Vollzug

der EnEV war aus meiner Sicht eine

wichtige Maßnahme, um diesen zu

stärken. Sie sind die Experten mit dem

notwendigen Fachwissen und vor allem

mit hervorragender Praxiserfahrung.

So leisten Sie einen sehr wichtigen

Beitrag um uns, die Politik, bei

unseren Bemühungen zur Erreichung

der Klimaschutzziele zu unterstützen.

Luftreinhaltung und 1. BImSchV

Wir können die Ziele, die wir uns im

Klimaschutz gesteckt haben, nur erreichen,

wenn wir uns auf allen Gebieten

anstrengen.

Neben der Energieeinsparung müssen

wir beispielsweise bei der Stromerzeugung

weiter auf Wasser- und Windkraft

sowie auf Photovoltaik setzen.

Auch die nachwachsenden Rohstoffe

müssen zur Strom- und Wärmeerzeugung

beitragen. So wird z. B. auch

Holz als Brennstoff wieder wichtiger.

Dabei müssen wir aber die Luftqualität

im Auge behalten. Im Winter legen

sich Inversionswetterlagen wie

ein Deckel auf unsere Täler und verhindern

den Abtransport der Schadstoffe.

24.000 Tonnen Staub pro Jahr aus

Holzfeuerungen belasten die Luft. Daran

führt kein Weg vorbei, zumal mit

der Zahl der Anlagen deren Schadstoffemissionen

steigen. Wenn Holz in

großen Anlagen eingesetzt wird, können

wir das unbesorgt tun. Hier gibt

es strenge Grenzwerte und gute Filtertechniken.

Bei den kleinen und mittleren

Feuerungsanlagen gibt es noch eine

offene Flanke.

Deshalb habe ich mich bereits vor

mehr als drei Jahren für die Novellierung

der 1. BImSchV eingesetzt. Leider

hat das Verfahren viel Zeit

benötigt . Wir scheinen aber jetzt auf

die Zielgerade einzubiegen. Im Mai

hatte das Bundeskabinett den Entwurf

verabschiedet und dem Bundestag zugeleitet,

der dem Entwurf ohne Änderungen

am 2. Juli zustimmte.


11/2009 47. Landesinnungsverbandstag in Offenburg

Am 16. Oktober stimmte der Bundesrat

dem Entwurf zu. Dabei fanden

insgesamt neun Änderungsanträge

eine Mehrheit, die wegen Forderungen

der Europäischen Kommission

notwendig waren bzw. zu redaktionellen

Änderungen führen. Inhaltlich sind

die Änderungen kaum der Rede wert.

Das Bundesumweltministerium muss

den Entwurf jetzt erneut ins Bundeskabinett

einbringen und dem Bundestag

noch einmal zuleiten.

Ich freue mich sehr, dass im Koalitionsvertrag

zwischen CDU, CSU und

FDP die folgenden beiden Sätze beim

Thema Immissionsschutz gleich eingangs

formuliert sind:

„Zur weiteren Verbesserung der Luftqualität

wollen wir die Schadstoffe bereits

an der Quelle reduzieren – auch

bei der nachhaltigen Nutzung von

Biomasse. Dafür ist die zügige Verabschiedung

der vorliegenden

1. BImSchV notwendig.“

Für Schornsteinfeger besonders wichtig

ist etwa das Beratungsgespräch,

mit dem Betreiber von handbeschickten

Feuerungsanlagen für feste Brennstoffe

in die sachgerechte Bedienung

eingeführt werden. Dies ist deshalb

bedeutend, weil auch Anlagen, die

strenge Grenzwerte einhalten können,

bei falscher Betriebsweise enorm hohe

Schadstofffrachten ausstoßen.

Im Zusammenhang mit der Feuerstättenschau

kontrolliert der Schornsteinfeger

bei Einzelraumfeuerungen für

feste Brennstoffe den Feuchtegehalt

der Brennstoffe und den technischen

Zustand der Anlagen. Er bescheinigt

dem Betreiber die ausreichende

Schornsteinhöhe. Eine weitere bedeutende

Änderung ergibt sich bei den

wiederkehrenden Überwachungen.

Bei Festbrennstoffen sind künftig Messungen

sowohl bei mechanisch beschickten

Kesseln – also den Pelletund

Holzhackschnitzelkessel – als

auch bei Scheitholzkessel vorgeschrieben.

Die Leistungsgrenze sinkt von

15 auf 4 Kilowatt. Dafür verlängern

sich die Messintervalle bei Gas- und

Ölheizungen, die bisher jährlich gemessen

wurden. Hier gibt es abhängig

vom Alter der Anlage Messungen

nur noch im zwei- bzw. dreijährigen

Rhythmus.

Ich weiß, dass Sie, die Schornsteinfeger

mit dieser Regelung unzufrieden

sind. Auch das Umweltministerium

hatte – wie Sie – viel Sympathie

für eine an der Anlagetechnik orientierten

Regelung.

Sie wissen aber, dass es auch Bestrebungen

gab, generell einen dreijährigen

Messrhythmus einzuführen. Ein

an der Technik orientierter Ansatz ließ

sich leider nicht durchsetzen. Beim

Messrhythmus handelt es sich um ein

sensibles Thema. Mir scheint es jetzt

besser, den Kompromiss mitzutragen.

Ansonsten könnten wir neue Auseinandersetzungen

mit ungewissem Ausgang

provozieren. Das kann niemand

wollen.

Zum Ende meiner Ausführungen

möchte ich noch einmal auf Sie, Herr

Gula und auf Sie, Herr Klumpp zurückkommen.

Herr Gula, Sie werden

am 25. November vom Ministerpräsidenten

unseres Landes verabschiedet.

Dabei wird Ihr Lebenswerk

gewürdigt. Dem kann und will

ich nicht vorgreifen. Ich denke aber

ohne einige Worte des Danks und der

Anerkennung kann ich heute nicht

schließen.

Herr Gula, Sie übergeben Herrn

Klumpp ein wohl bestelltes Haus und

können mit Stolz auf das Geleistete

zurückblicken. Sie haben den Landesinnungsverband

über zwanzig Jahre

geführt und dabei Maßstäbe gesetzt.

Für das Umweltministerium waren sie

immer ein kompetenter und hilfsbereiter

Ansprechpartner. Sie waren Pionier

und haben neue Wege beschritten.

Die Übernahme Ihres ersten Kehrbezirks

fiel fast genau mit dem Beginn

der Emissionsmessung zusammen.

Auch beim Pilotprojekt Energieeinsparung

mit dem Start der Energieberater

in Heilbronn waren Sie ein Wegbereiter.

Sie haben oft hart mit uns um die

richtige Lösung gerungen. Dabei haben

Sie stets eine gute Balance zwischen

konsequenter Interessenwahrnehmung

und Kompromissfähigkeit

gefunden. Das hat meinen Mitarbeitern

und mir gefallen und imponiert.

Für Sie mag heute der Satz von Arthur

Schnitzler gelten: „Der Abschied

schmerzt immer, auch wenn man sich

schon lange darauf freut.“

Eines mag Sie jetzt trösten: wir lassen

heute zum Abschied nur Ihre Hand

los, nicht den Menschen. Nochmals

vielen Dank für alles und alles Gute

für Ihren neuen Lebensabschnitt.

Von Ihnen, den Schornsteinfegern unter

der neuen Führung Ihres Präsidenten,

Herrn Klumpp wünsche ich mir,

dass Sie die von Herrn Gula eingeschlagene

Linie fortführen. Bereits im

Jahre 1973 haben wir gemeinsam in

Baden-Württemberg als Vorreiter in

Deutschland die Emissionsmessung

eingeführt. Sie haben damals bewiesen,

dass Sie bereit und in der Lage

sind, neue Wege zu beschreiten. Das

war der Einstieg in Aufgaben für den

Umweltschutz. Tätigkeiten im Bereich

Energieeinsparung folgten. Mit

230 Energieberatern im Jahre 2008

stellen Sie traditionell wieder die

größte Gruppe.

Bei 1.500 von 3.400 EnergieSpar-

Checks liegen Sie unangefochten an

der Spitze. Dafür danke ich Ihnen ausdrücklich.

Machen Sie weiter so.

Ihr Beruf befindet sich im Umbruch.

Ich kann mir gut vorstellen, dass vielen

von Ihnen die zahlreichen Änderungen

auch Sorgen bereiten. Wenn

Sie jedoch neue Themen weiter offensiv

aufgreifen, ist mir um Ihre Zukunft

nicht bange.

Beim Klimaschutz und der Energieeinsparung

tun sich neue Felder auf. Ich

rege an, dass wir die Felder im konstruktiven

Miteinander gemeinsam bestellen.

Bitte kommen Sie rechtzeitig

auf das Umweltministerium zu, damit

wir gemeinsam den besten Weg für

die neu anstehenden Aufgaben ausarbeiten.

In diesem Sinne, lassen Sie uns auf

die Felder gehen, damit wir bald die

Früchte unserer Arbeit ernten können.

Vielen Dank!

7Off enburg

Gemeinsam sind wir stark!

7


8

47. Landesinnungsverbandstag in Offenburg 11/2009

„Der Zusammenhalt

unseres Handwerks ist

sehr wichtig . . .“

Auszüge aus der Antrittsrede des neugewählten Präsidenten

des Landesverbandes der Schornsteinfegerhandwerks Baden-Württemberg

anlässlich der öffentlichen Veranstaltung

des 47. Landesinnungsverbandstags 2009 in Offenburg

Sehr geehrte Frau Ministerin,

liebe Ehrengäste,

werte Festgäste,

meine sehr geehrten Damen und

Herren,

der 47. Landesinnungsverbandstag

des Schornsteinfegerhandwerks Baden-Württemberg

wurde traditionsgemäß

in eine Arbeitstagung, die gestern

stattgefunden hat und in die heutige

öffentliche Veranstaltung unterteilt.

Bei der Mitgliederversammlung wurde

von den Delegierten ein sehr umfangreiches

Arbeitsprogramm bewältigt.

Wir befassten uns sehr intensiv mit

den erfolgten und noch zu erwartenden

Änderungen im Schornsteinfegerhandwerk.

Diskutiert wurde über die Aufgabengebiete

des Schornsteinfegerhandwerks

heute und in der Zukunft.

Gilt es doch von einer solchen

Tagung Impulse zu den Berufsangehörigen

als auch nach außen zu senden.

Berufspolitische Themen waren die

Schwerpunkte der Tagung.

Es galt Zukunftsvisionen zu erstellen

und deren Umsetzung vorzubereiten

bzw. anzugehen.

In dieser, für das Schornsteinfegerhandwerk

sehr veränderungsfreudigen

Zeit, fanden gestern auch Wahlen

statt. Es gab auch hier gravierende

Veränderungen. Darauf werde ich an

anderer Stelle noch näher eingehen.

Neue Weichen wurden gestellt und

die Vorstandschaft für die Zukunftsaufgaben

aufgestellt.

Das Schornsteinfegerhandwerk in

Baden-Württemberg betreut rund

2,17 Millionen Gebäude. Nimmt man

drei Personen pro Gebäude an, dann

betreut unser Handwerk mehr als

6,5 Millionen Bürger.

Beschwerden über das Handwerk, deren

Angehörigen oder der durch das

Handwerk durchgeführten Arbeiten

sind in der vergangenen Zeit sehr

stark zurückgegangen.

Komplett ausschließen kann man solche

Beschwerden nie, obwohl es uns

und allen ansonsten Beteiligten am

liebsten wäre, wenn niemand eine Beschwerde

über unser Handwerk vortragen

müsste.

Viele Faktoren führen sicherlich zu

diesem Ergebnis.

Es reicht nicht aus, wenn wir uns bei

der Arbeitsausführung hinter einem

Gesetz oder einer Verordnung verstecken.

Der Kunde muss über eine fachliche

Information die Notwendigkeit

und den Sinn der uns übertragenen

Tätigkeit erkennen und für sich einen

Nutzen ableiten. Nur dann wird er zufrieden

sein.

Der Bezirksschornsteinfegermeister

nimmt, als beliehener Unternehmer,

für den Staat öffentliche Aufgaben

war.

Er wird im Bereich

– der Betriebs- und Brandsicherheit,

des Umwelt- und Gesundheitsschutzes

– sowie der Energieeinsparung und

des Klimaschutzes tätig.

Dazu überprüft er beim Kunden, ob

die Feuerungsanlage betriebs- und

brandsicher ist.

Wir überprüfen bei den unterschiedlichsten

Arbeiten den vorhandenen

Ist- Zustand mit dem für die Sicherheit

oder den Umweltschutz erforderlichen

Soll-Zustand.

Im Jahr 2008 mussten bei den ausgeführten

Arbeiten in Baden-Württemberg

fast 160.000 solcher Abweichungen,

solcher Mängel, an bestehenden

Feuerungsanlagen festgestellt werden.

An neugebauten Feuerungsanlagen

wurden bei der Überprüfung und Begutachtung

nach dem geltenden Baurecht

mehr als 28.100 Abweichungen

und an wesentlich geänderten Feuerungsanlagen

mehr als 25.700 Abweichungen

festgestellt.

Diese Feststellungen ziehen im großen

Umfang Instandsetzungs- bzw. Wartungsarbeiten

durch geeignete Fachkräfte

nach sich.


11/2009

Im vergangenen Jahr registrierten wir bei 21.800 Gasfeuerstätten

eine gefährliche Kohlenmonoxidkonzentration.

Auch hier wurde eine Wartung erforderlich und auch

durchgeführt.

Durch diese Tätigkeiten trägt das Schornsteinfegerhandwerk

bei den betreuten Gebäuden wesentlich zum Erhalt

dieses Volksvermögens bei.

Nimmt man diese Zahlen und die daraus resultierenden

nachfolgenden Arbeiten, so partizipieren einige Berufszweige

von unseren Tätigkeiten. Dies sollten die Vertreter der

dem Schornsteinfegerhandwerk nahe stehenden Verbände

einmal überlegen. Konfrontation ist sicherlich für keinen

sinnvoll oder produktiv.

Solche Überlegungen sollten auch die politischen – im Besonderen

die wirtschaftspolitischen – Vertreter auf Bund-

und Landesebenen anstellen. Es ist sicherlich eine falsche

Annahme zu erwarten, dass Sicherheit, welche als Allgemeingut

über die Wohnungstür oder ein Gebäude hinausgeht,

nur in die Verantwortlichkeit des Eigen tümers oder

Betreibers gestellt werden kann.

Eine wesentlich rechtliche Säule für die Tätigkeit in unserem

Handwerk ist die Kehr- und Überprüfungsordnung.

Zum 01. Januar 2010 tritt hier erstmalig eine bundesweit

geltende Verordnung in Kraft. Wir begrüßen

dies von Seiten des Handwerks ausdrücklich. Diese Verordnung

trägt den veränderten Anforderungen Rechnung.

Zur Ergänzung landesspezifischer Belange kann jedes Bundesland

eine Ergänzungsverordnung erlassen. Hierin hat

jedes Bundesland die Möglichkeit landesinterne Regelungen,

welche über die Bundesreglung hinaus gehen, zu treffen.

Auch wir in Baden-Württemberg erhalten zum 01. Januar

2010 eine solche Ergänzung.

Leider war es nicht möglich, sinnvolle und im Vorfeld als

notwendig angesehene Tätigkeiten hierin aufzunehmen.

Ich nenne hier beispielhaft die Überprüfung von gewerblich

genutzten Dunstabzugsanlagen. Trotz Forderungen

von unterschiedlichsten Seiten war die Landesregierung

hier nicht bereit diese, dem vorbeugenden Brandschutz

dienende Tätigkeit, in der Kehr- und Überprüfungsordnung

festzuschreiben.

Dies verwundert umso mehr, wenn man bedenkt, dass die

Forderung nach der Festschreibung in der Bundes Kehr-

und Überprüfungsordnung von Seiten Baden-Württembergs

nicht boykotiert wurde.

Ein weiterer Eckpfeiler unseres Berufes sind die Tätigkeiten

im Bereich des Umweltschutzes.

Durch die in der 1. Verordnung zur Durchführung des Bundesimmissionsschutzgesetzes

festgelegten Tätigkeiten

sorgt das Schornsteinfegerhandwerk zur Einsparung von

Energie und zur Entlastung der Umwelt.

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DIE CLEVERE ALTERNATIVE


10 47. Landesinnungsverbandstag in Offenburg 11/2009

956.000 Ölheizungen, 101.900 Gasheizungen

mit Gebläsebrenner,

473.400 Gasheizungen mit Brenner

ohne Gebläse und 55.100 raumluftunabhängige

Gasfeuerstätten werden

durch die Schornsteinfeger gemessen

und auf die Einhaltung der Grenzwerte

überprüft.

Die Überarbeitung dieser Verordnung

wird von Seiten unseres Handwerks

positiv begleitet.

Unverständlich ist es für uns aber,

warum die Intervalle für die Durchführung

der Überprüfung am Alter einer

Anlage und nicht deren Technik festgemacht

wurde.

Wird eine Anlage dadurch besser,

weil sie nicht älter als 12 Jahre oder

wird sie schlechter, weil sie diese

Altersgrenze überschritten hat?

Diese Frage wird in der Novelle mit

„ja“ beantwortet.

Jetzt auch mit NOx!

Eine solche Festlegung ist nicht nur

für unsere Berufsangehörigen unverständlich.

Ich bin mir sicher, dass wir in der Festansprache

unserer Frau Ministerin

noch einiges zu diesem Thema hören

werden.

Veränderungen im Bereich des

Schornsteinfegerhandwerks stehen

auch noch in anderen Bereichen an.

Ich will mir an dieser Stelle Ausführungen

zur Änderung des Schornsteinfegergesetzes

und zu den Veränderungen

durch die Einführung des Schornsteinfegerhandwerksgesetzesersparen.

Der Präsident des Schornsteinfegerhandwerks

Hans-Günther Beyerstedt

wird als letzter Grußwortredner sehr

ausführlich auf diese Veränderungen

eingehen.

Kompromisslos gut –

der neue

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EUROLYZER

Meine sehr verehrten Damen und

Herren,

das Schornsteinfegerhandwerk steht

vor seiner größten strukturellen Veränderung.

Gemeinschaft, Zusammenhalt,

Verantwortung – diese Werte haben

in der Vergangenheit unser Handwerk

geprägt und werden uns, gepaart

mit einer entsprechenden Fachkompetenz,

helfen diese Veränderung

zu einem für uns positiven Ergebnis

führen.

Die Veränderungen werden nicht nur

die einzelnen Betriebe sondern auch

die Verbandsstrukturen betreffen.

Die Verbände sind auf allen Ebenen

dafür da, die Interessen der Kollegen

zu vertreten.

Unsere Aufgabe ist es, zukunftsorientierte

und sachgerechte Lösungen zu

finden.

Der Zusammenhalt unseres Handwerks

ist sehr wichtig, damit wir alle

Reformen in unserem Handwerk

meistern können.

Das Schornsteinfegerhandwerk muss

eine Zukunftsfähigkeit, eine dauerhafte

Perspektive erhalten. Es ist politisch

gewollt, dass sich unser Handwerk

entgegen den bisherigen gesetzlichen

Regelungen marktgeöffnet verhält

und sich dem Wettbewerb öffnet. Dies

sehen wir als Chance für den Berufsstand.

Aus diesen Erwägungen heraus haben

wir bei der gestrigen Tagung auch

hierzu die Weichen gestellt. Vorbehaltlich

der Zustimmung durch die einzelnen

Innungen wurde eine zukunftsfähige

Gesellschaft auf den Weg gebracht.

Unter dem Namen STSBW – Schornsteinfeger,

Technologie, Service Baden-Württemberg

GMBH – wird diese

Gesellschaft uns helfen, uns am Markt

zu orientieren, Marktstrategien zu entwickeln

und Marktpartner mit ins

Boot zu nehmen.

Wir müssen und wir wollen uns in Zukunft

an den Bedürfnissen des Marktes

orientieren.

Die anstehenden Veränderungen werden

zwangsläufig dazu führen dass

wir in Zukunft unterschiedliche Be-


11/2009 47. Landesinnungsverbandstag in Offenburg

triebsstrukturen mit einem unterschiedlichen

Leistungsangeboten für

die Kundschaft bekommen werden.

Es wird für uns alle wichtig sein zu erkennen,

dass die Orientierung am

Kunden und das Erkunden seiner Bedürfnisse

unabdingbare Erfolgsparameter

sein werden. Darauf müssen

wir unsere Angebote und unsere Leistungspalette

abstimmen.

Unser Vorteil ist es, dass zwischen

dem Kunden und seinem Schornsteinfeger

eine hohe Vertrauensbasis besteht.

Die Qualität und Kompetenz ist

so hoch wie in kaum einem anderen

Gewerk. Das ist unsere Stärke, darauf

müssen wir aufbauen, das müssen wir

nutzen, das müssen wir pflegen.

Als Berufsorganisation werden

wir für den Fortbestand unserer

Betriebe kämpfen.

Es ist die Aufgabe des Schornsteinfegerhandwerks,

sich am Markt zu positionieren,

das Dienstleistungsangebot

unserer Betriebe fort zu entwickeln

und dabei die wirtschaftlichen Interessen

nicht aus den Augen zu verlieren.

Wenn uns das gelingt und wir uns als

moderne Dienstleister verstehen, mit

fachlicher Kompetenz und handwerklichem

Können, die flexibel reagieren

und die Fähigkeit haben, den Bürgern

ihre Leistung zu verkaufen, können wir

die Herausforderungen der Zukunft

annehmen und dazu beitragen, dass

es weiterhin heißen wird:

„Zum Glück gibt’s den Schornsteinfeger“.

Herzlichen Dank für Ihre Aufmerksamkeit.

7Off enburg

Gemeinsam sind wir stark!

11


Stehende Ovationen für Hans-Ulrich Gula Empfang durch OB Frau Schreiner

Der neugewählte LIV-Vorstand

Uwe Wütherich wurde aus dem Vorstand verabschiedet

Rundgang durch die Fachausstellung

Blick in die Mitgliederversammlung

Franz Klumpp

Gespräche am Rande der Fachausstellung Hans-Ulrich Gula zum Ehrenlandesinnungsmeister

ernannt

BILDERBOGEN


Die „Gula-Revue“ beim Festabend

Frau Gönner war gut aufgehoben . . .

. . . und gut bewacht

Die Innung Freiburg zeigte viel Haut Kalter Krieg der 70er-Jahre

Gruppenbild mit Dame

Zum Abschied gab’s Geschenke 10 Jahre Blaskapelle der Schornsteinfeger-Innung Freiburg

ZUM LIV-TAG 2009


14 Der LIV informiert 11/2009

Wirtschaftsministerium Baden-Württemberg

Postfach 10 34 51 • 70029 Stuttgart

Landesinnungsverband des

Schornsteinfegerhandwerks

Baden-Württemberg

Königstraße 94

89077 Ulm

EnEV-Durchführungsverordnung – Außerbetriebnahme von Heizkesseln

Ihre Mail vom 18. Dezember 2008

Telefongespräch mit Herrn Wütherich im Januar 2009

Sehr geehrte Damen und Herren,

vielen Dank für Ihre Mail, in der Sie anfragen, wie die in § 5 EnEV-DVO angeführte „angemessene

Frist zur Außerbetriebnahme“ der zur Rede stehenden Heizkessel zu interpretieren ist.

Nach Auffassung des Wirtschaftsministeriums ist ein Zeitraum von drei Monaten als Frist für die

Außerbetriebnahme angemessen. Im Einzelfall kann es aber durchaus angemessen sein, diese

Frist entsprechend zu verlängern. Kriterien für eine Verlän gerung dieser Frist sind insbesondere

die Art des festgestellten Mangels, Überlegun gen zur praktischen Durchführbarkeit (Lieferfristen

o. ä.) und die Berücksichtigung der jahreszeitlichen Bedingungen (z. B. Heizperiode).

Wir hoffen, Ihnen mit diesen Informationen weitergeholfen zu haben.

Mit freundlichen Grüßen

Kromer

Baden-Württemberg

WIRTSCHAFTSMINISTERIUM

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11/2009 Der LIV informiert

EnEV-Durchführungs-

verordnung

Außerbetriebnahme von Heizkesseln

Rechtliche Grundlage Fristen Ausnahmen

Nach § 10 (1) EnEV müssen folgende

Heizkessel fristgemäß außer Betrieb

genommen werden:

• für flüssige oder gasförmige

Brennstoffe,

• die vor dem 01. Oktober 1978 eingebaut

oder aufgestellt, und

• so ertüchtigt worden sind, dass

die zulässigen Abgasverlustgrenzwerte

eingehalten sind, oder

• deren Brenner nach dem 01. November

1996 erneuert worden

sind.

Nach § 10 (2) EnEV:

bei Wohngebäuden mit nicht mehr

als 2 Wohnungen, von denen der

Eigentümer eine Wohnung am

01. Februar 2002 selbst bewohnt

hat.

§ 5 der DVO zur EnEV

• Die fristgemäße Außerbetriebnahme

von Heizkesseln nach § 10

Abs. 1 und 2 EnEV wird vom Bezirksschornsteinfegermeister

im

Zuge der Feuerstättenschau überprüft.

Bis zum 31. Dezember 2008 • Niedertemperatur-Heizkessel

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deren Nennwärmeleistung < 4 kW

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nach (1) erst im Falle eines

Eigentümerwechsels, der nach

dem 01. Februar 2002 stattgefunden

hat, von dem neuen Eigentümer

zu erfüllen.

• 2 Jahre nach dem ersten Eigentumsübergang

jedoch nicht vor

dem 31. Dezember 2008.

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Stellungnahme des Wirtschaftsministeriums:

• 3 Monate angemessen, im Einzelfall

kann eine längere Frist zum

Tragen kommen (z. B. Heizperiode,

Durchführbarkeit)

Der Schornsteinfeger

Ihr Sicherheits-, Umwelt-

und Energieexperte

15


16 Der LIV informiert 11/2009

Wirtschaftsministerium Baden-Württemberg

Postfach 10 34 51 • 70029 Stuttgart

Landesinnungsverband des

Schornsteinfegerhandwerks

Baden-Württemberg

Herrn Landesinnungsmeister Gula

Königstr. 94

89077 Ulm

Zustellung des Feuerstättenbescheides

06. Oktober 2009

Sehr geehrter Herr Gula,

mit Schreiben vom 28. 09. 2009 berichten Sie über die Probleme, die Bezirksschornsteinfegermeister

teilweise haben, um einen Feuerstättenbescheid mit Postzustellungsurkunde zustellen zu können.

Sie bitten das Ministerium zu prüfen, wie hier Abhilfe geschaffen werden kann.

Nach Ansicht des Wirtschaftsministeriums sollte jeder Bezirksschornsteinfegermeister, der einen

Feuerstättenbescheid erlässt, zunächst prüfen, ob eine Zustellung per Postzustellungsurkunde

überhaupt notwendig ist.

In § 14 Absatz 2 SchfHwG wird lediglich geregelt, dass durch einen schriftlichen Bescheid gegenüber

dem Eigentümer festgestellt wird, welche Schornsteinfegerarbeiten in welchem Zeitraum

durchzuführen sind. Zur Form der Zustellung ist dabei nichts geregelt. In der Praxis dürfte es

zweckmäßig sein, den Bescheid direkt bei der Feuerstättenschau gegen Empfangsbestätigung dem

Eigentümer auszuhändigen. Durch die von Ihnen angeregte Bescheinigung könnte der Eindruck

entstehen, dass der Feuerstättenbescheid auf jeden Fall per Zustellungsurkunde an den Eigentümer

gegeben werden muss, was die gesetzliche Regelung jedoch nicht hergibt.

Für die in § 17 Absatz 2 SchfHwG genannten Anlagen ist geregelt, dass die Bezirksschornsteinfegermeister

den Feuerstättenbescheid auf der Grundlage der Daten des Kehrbuchs erstellen und

dem Eigentümer zustellen. Selbst wenn hier eine förmliche Zustellung im Sinne des Landesverwaltungszustellungsgesetzes

(LVwZG) angenommen wird (was aus Gründen der Rechtssicherheit

angezeigt ist), ist die Zustellung durch die Post mit Zustellungsurkunde (§ 3 LVwZG) nur eine von

mehreren förmlichen Zustellungsarten. Daneben ist die Zustellung durch die Post mittels Einschreiben

(§ 4 LVwZG) oder die Zustellung durch die Behörde gegen Empfangsbekenntnis (§ 5 LVwZG)

möglich.

Sollte im Einzelfall tatsächlich eine Zustellung per Zustellungsurkunde angezeigt sein, dürfte der

Nachweis, dass hier eine amtliche Handlung vorgenommen wird, nicht schwer fallen. Aus § 14 Absatz

2 SchfHwG in Verbindung mit § 17 Absatz 1 sowie § 3 Absatz 2 SchfG ergibt sich, dass der

Bezirksschornsteinfegermeister bei der Feuerstättenschau und dem darauf gründenden Feuerstättenbescheid

hoheitlich tätig wird.

Bei Bedarf könnte eine solche Bescheinigung vor jeder unteren Verwaltungsbehörde leicht selbst

erstellt werden. Es sollte jedoch weder bei den unteren Verwaltungsbehörden noch bei den Bezirksschornsteinfegermeistern

der Eindruck entstehen, dass das Wirtschaftsministerium diese besondere

Zustellungsform als Regelfall ansieht.

Mit freundlichen Grüßen

Bernd Galuska

Baden-Württemberg

WIRTSCHAFTSMINISTERIUM


11/2009 Technische Informationen

KfW fördert

auch Einzelmaßnahmen

Staatlicher Zuschuss für die Öl-Brennwertheizung

Die Effizienzsteigerung im Gebäudebestand

ist ein wesentlicher Schritt

zur Senkung des Primärenergiebedarfs

und damit ein wichtiger Beitrag

zum Klimaschutz. Vor diesem Hintergrund

hat die KfW-Förderbank ihre

Förderbedingungen erweitert. Berücksichtigt

werden im CO2-Gebäudesanierungsprogramm

neben den Modernisierungspaketen

nun auch Einzelmaßnahmen,

beispielsweise der Austausch

eines veralteten Heizkessels

gegen ein sparsames Öl-Brennwertgerät.

Für eine solche Einzelmaßnahme

können Sanierer einen Zuschuss von

fünf Prozent der Investitionssumme,

maximal 2.500 Euro beantragen. An

einem neuen Öl-Brennwertgerät, das

einschließlich Installation mit durchschnittlich

8.500 Euro zu Buche

schlägt, beteiligt sich der Staat demnach

mit 425 Euro.

Diese Förderung nach dem CO2-Gebäudesanierungsprogramm

gilt für alle

Ein- und Zweifamilienhäuser, die vor

1995 fertiggestellt worden sind. Förderfähig

sind neben einem neuen

Brennwertkessel samt Installation alle

weiteren Arbeiten, die für den Betrieb

der neuen Heizung erforderlich sind,

beispielsweise die Erneuerung der

Heizkörper oder der Rohrleitungen,

ein hydraulischer Abgleich oder die

Anschaffung eines neuen Öltanks im

Zuge der Heizungsmodernisierung.

Der KfW-Zuschuss für Einzelmaßnahmen

lässt sich allerdings nicht mit

anderen Fördermitteln von Bund und

Ländern kombinieren. Deshalb ist es

bei einer Heizungsmodernisierung mit

Einkopplung erneuerbarer Energien in

der Regel vorteilhafter, Mittel aus

dem „Marktanreizprogramm zur Förderung

von Maßnahmen zur Nutzung

erneuerbarer Energien im Wärmemarkt“

(MAP) zu beantragen, erklärt

das Institut für wirtschaftliche Oelheizung

(IWO). Wird zum Beispiel mit

dem Brennwertgerät auch eine Solarwärmeanlage

zur Warmwassererzeugung

und Heizungsunterstützung ins-

talliert, zahlt der Staat einen Kesseltauschbonus

von 750 Euro. Hinzu

kommt die Solarförderung von 105

Euro je Quadratmeter Kollektorfläche

(Stand: 31. Januar 2009). So addiert

sich beispielsweise bei einer zwölf

Quadratmeter großen Solaranlage die

Fördersumme auf insgesamt 2.010 Euro.

Zudem kann bei der Förderung im

Rahmen des MAP zusätzlich die steuerliche

Absetzbarkeit von Handwerkerleis

tungen einkalkuliert werden. Seit

01. Januar 2009 können jährlich

20 Prozent von höchstens 6.000 Euro

der handwerklichen Lohnkosten, maximal

also 1.200 Euro, als direkter Abzug

von der Jahressteuerschuld geltend

gemacht werden. Mit der Förderung

aus dem CO2-Gebäudesanie-

rungsprogramm lässt sich dieser Steuerbonus

hingegen nicht kombinieren.

Modifiziert wurde auch das KfW-Programm

„Wohnraum Modernisieren“.

In der Variante „Öko-Plus“ kann ein

zinsgünstiges Darlehen jetzt ebenfalls

für Einzelmaßnahmen wie die Anschaffung

einer neuen Brennwertheizung

beantragt werden. Ein Mindestalter

für das Gebäude gibt es hier

nicht, außerdem kann der Kredit mit

anderen Fördermöglichkeiten kombiniert

werden, allerdings nicht mit dem

Zuschuss des CO2-Gebäudesanierungsprogramms.

Bei der Vielzahl der Fördervarianten

bietet die individuelle Fördermittelrecherche

des IWO allen Modernisierungsinteressenten

eine wertvolle

Hilfe: www.oelheizung.info.

Die Effizienzsteigerung im Gebäudebestand ist ein wichtiger Beitrag zur Energieeinsparung

und zum Klimaschutz. Deshalb unterstützt die KfW-Förderbank ab sofort nicht nur

Modernisierungspakete, sondern auch Einzelmaßnahmen wie die Installation einer sparsamen

Öl-Brennwertheizung. Moderne Brennwertgeräte brauchen bis zu 30 Prozent weniger Energie als

veraltete Heizkessel.

Foto: IWO

17


18

Presseinformation 11/2009

wodtke culture

auf der ISH 2009

High Tech – High Light – High Design

Im Fokus unsere Umwelt und Nachhaltigkeit

Zur Weltleitmesse ISH 2009 setzte wodtke neue Trends mit

innovativer Technik und dem typischen wodtke-Design. Thematisiert

wurden die Wohnwelten von morgen – auch unter

dem Aspekt des Wohlfühlcharakters.

Innovativ, feinsinnig und hintergründig sind die neuen Entwürfe,

welche wodtke auf der ISH 2009 zeigte – im Fokus

immer jedoch der Umweltgedanke und die Nachhaltigkeit.

Die Heizgeräte der Zukunft werden intelligenter, haben bei

wodtke schon lange ihr „verstaubtes“ Image abgelegt und

überzeugen durch ihre Systemtauglichkeit.

wodtke präsentierte wieder einmal gekonnt die Umsetzung

visionärer Ideen. Der Kaminofen „dadoo“ mit optionalem

LED-Package und dem innovativen Comfort Lift-Up; „Tio“,

die neue Produktlinie Kaminofen mit Wasserwärmetauscher

zur Anbindung an das Zentralheizungssystem;

„daily“, dem neuen Pellet Primärofen für raumluftunabhängige

Betriebsweise, und das Flaggschiff „ivo.tec“ in tren-

digem „white“ sind nur einige Beispiele der gekonnten Umsetzung

von Ideen und der Lust an Gestaltung.

Innovation und Design

als Unternehmensphilosophie

wodtke unterstreicht mit einer innovativen, designorientierten

Produktpolitik in den Geschäftsfeldern Pellet Primärofen-Technik

und Kaminöfen für Stückholz den Anspruch

auf zukunftweisendes Heizen mit Holz und Holzpellets.

wodtke Produkte stehen für herausragende Technik und

Funktionalität.

Die wodtke Pellet Primärofen-Technik beinhaltet eine der

wohl schönsten Verbindungen von Umweltbewusstsein und

ökonomischer Effizienz. Innovation heißt für wodtke, neben

dem Design auch den technischen Fortschritt der Pellet Primärofen-

und Kaminofen-Produktwelt voranzutreiben:

Raumluftunabhängige Feuerstätten, Kaminöfen für Stückholz

mit integriertem Wasserwärmetauscher, hochkom-

Feuer in Form – einen tiefen Blick in die Zukunft der Kaminofenwelt gewährt wodtke mit seinem in jeder Hinsicht außergewöhnlichen Kaminofen

„dadoo“.


11/2009 Presseinformation 19

plexe Feuerraumgeometrie zur Optimierung des Ausbrandes

und Erhöhung des Wirkungsgrades, wodtke-Thermoregelung,

Pellet Primärofen-Technik mit Anbindungsmöglichkeit

an Kommunikations-Systeme und vieles mehr.

In Tübingen werden Problemlösungen entwickelt, immer im

Hinblick auf die Steigerung von Qualität und Komfort.

Design ist das tragende Element der Marke wodtke.

wodtke Produkte sind in Form und Qualität international

unverwechselbar und eindeutig identifizierbar – sie werden

seit vielen Jahren von internationalen Jurys ausgezeichnet.

„Diese Vielzahl an Auszeichnungen, wie auch die erneute

Nominierung zum Designpreis der Bundesrepublik

Deutschland, ist für uns weiterer Ansporn für neue und

manchmal auch ‚querdenkende‘ Designlösungen“, so die

geschäftsführende Gesellschafterin Christiane Wodtke. Da-

AZ_Planet_175x123_sw_fpdf.qxd 30.09.2009 18:16 Uhr Seite 2

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bei sollen nicht nur Trends gesetzt, sondern bleibende Werte

geschaffen werden. „Bei all der Leidenschaft, die wir in

das Design unserer Produkte legen, ist es kein Wunder,

dass die Menschen sich in unsere Objekte verlieben – sie

sind Ausdruck vielfältigster Emotionen“, so ihr Credo.

wodtke – Impulsgeber für visionäre Ideen

Christiane Wodtke prägt seit Beginn die Produktentwicklung

und verkörpert die Philosophie und das Design des

Unternehmens: „In Verbindung mit korrespondierenden

Schlüsseltechnologien für intelligentes Bauen dienen unsere

Produkte, Systeme und Lösungen der Lebensqualität des

Menschen. Die Menschen erleben mit unseren Produkten

ein neues Heiz- und Wärmegefühl.“

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20

Presseinformation 11/2009

Der Gas-Check

nach TRGI 2008 – jährliche Überprüfung der Gasanlage

Wussten Sie,

dass ab der Hauptabsperrvorrichtung (HAE, siehe Abbildung)

des Gas-Netzanschlusses die Verantwortung für die

Gasinstallation in den Händen von Eigentümern und Vermietern

liegt?

Bislang war dem Eigentümer nur nahegelegt die Gasanlage

jährlich zu kontrollieren. Doch mit der Änderung der

„Technischen Regeln für Gasinstallationen“ (TRGI 2008)

wurde diese Überprüfung zur jährlichen Pflicht erhoben.

Warum das für Sie wichtig ist?

Weil im Rahmen der allgemeinen Verkehrsicherungspflicht,

aber auch durch den Abschluss eines Gaslieferungsvertrages,

für den Eigentümer die Pflicht einer regelmäßigen

und sachgerechten Überprüfung besteht. Für Vermieter bestehen

darüber hinaus außerdem Prüfungs- und Instandhaltungspflichten.

Es muss dokumentiert sein, dass regelmäßige und sachliche

Überprüfungen der Hausgasleitungen durch Fachpersonal

stattgefunden haben. Denn:

„(1) Für die ordnungsgemäße Errichtung, Erweiterung, Änderung

und Instandhaltung der Gasanlage hinter der

Hauptabsperreinrichtung (Anlage), mit Ausnahme des

Druckregelgerätes und der Messeinrichtung, die nicht in

seinem Eigentum stehen, ist der Anschlussnehmer verantwortlich.

Satz 1 gilt nicht für die Messeinrichtungen, die

nicht im Eigentum des Anschlussnehmers stehen. Hat der

Anschlussnehmer die Anlage ganz oder teilweise einem

Dritten vermietet oder sonst zur Benutzung überlassen, so

bleibt er verantwortlich.

Im Rahmen der allgemeinen Verkehrsicherheitspflicht, aber

auch durch den Abschluss eines Gaslieferungsvertrages

mit ihrem Gasversorger, ist der Eigentümer zur regelmäßigen

und sachkundigen Überprüfung seiner Hausgasleitung

verpflichtet. Darüber hinaus obliegen Vermietern Prüfungs-

und Instandhaltungspflichten.

Spätestens im Schadensfall muss dokumentiert sein, dass

sachgerechte und regelmäßige Überprüfungen der Hausgasleitungen

stattgefunden haben. Nur so kann sich der

Hauseigentümer gegenüber Schadensersatzansprüchen

Dritter entlasten.“ (Auszug aus der NDAVGas) § 13 Gasanlage

Gasspürgeräte GSP 1 & GSP 3 – Die Gerätelösung

für den Gas-Check

Die Gasspürgeräte der Baureihe GSP lokalisieren selbst

kleinste Leckstellen und garantieren eine schnelle und unkomplizierte

Leckgas-Detektion auch an schwer zugänglichen

Stellen.

So erbringen Sie den Nachweis von Undichtheiten im ppm-

Bereich an Gasleitungen, Zähler oder Verbindungsstellen,

wie Verschraubungen, Fittings und Flanschen. Die Geräte

zeichnen sich durch eine einfache Bedienung aus und zeigen

die Leckage eindeutig durch optische und akustische

Signale proportional zur Gaskonzentration an.

Ihre Vorteile

– Blitzschnelle und professionelle Leckgas-Detektion

– Verschiebung der Alarmschwelle auf Tastendruck

– Manuelle Nullpunktkorrektur auf Tastendruck

– Eingebauter Sensorschutz

– Konzentrationsanzeige mit ansteigendem Tonfrequenzsignal

bei ansteigender Gaskonzentration

– Flexible Sonde für den Einsatz an schwer zugänglichen

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11/2009 Bei anderen gelesen

Bericht aus dem „Schwäbischen Tagblatt“ vom 21. Februar 2009

Glücksbringer auf dem Dach

Rund 100 Kaminfeger in Stuttgart unterwegs – Gekehrt wird nicht mehr oft

Etwa 100 Schornsteinfeger sind täglich in Stuttgart unterwegs. Bei Öl- und Holzöfen wird noch ganz klassisch

gekehrt. Viele freuen sich, wenn der schwarz gekleidete Glücksbringer erscheint.

Stuttgart. „Oh, da ist ja ein Kaminkehrer!“, ruft die alte

Dame freudig aus, als sie Nico Erz durch die Eingangstür

kommen sieht. Ein altes Haus im Stadtteil Vaihingen,

ganz in der Nähe der evangelischen Kirche, steht

heute Morgen als erstes auf dem Arbeitsplan des

Kaminkehrermeisters. Der kennt seine Kunden seit

Jahren und weiß ganz genau, wo er hin muss. „Ich bin

auf dem Dachboden“, ruft er der Rentnerin zu.

Eine schwarze Kehrleine in Schlaufen um die Schulter

gelegt, Besen und Schaufel am Gürtel, steigt Erz die

steile Holztreppe zur Bühne hinauf. Mit einem

Vierkantschlüssel öffnet er das Türchen zum Kamin.

Dann schiebt er einen seiner Besen an einer stabilen,

jedoch biegsamen Stange nach oben, bis der Besen an

der Klappe am oberen Kaminausgang stößt. „Da ist

nicht viel Ruß drinn“, sagt er zufrieden.

Das Haus ist mit einer Ölheizung ausgestattet, drei Mal

im Jahr kommt er kontrollieren. Von der Luke am

Dachboden aus kann er auch nach unten kehren, dazu

lässt er einen anderen Besen an einer Leine hinunter, die

über einen Rollbock läuft. Ein Gewicht am Ende der

Leine sorgt dafür, dass der Besen auch nach unten

wandert. Etwas Asche hat sich unten angesammelt, als

er später die Luke im Ergeschoss öffnet. Mit Handbesen

und -schaufel kehrt er die Reste hinaus. „Alles in

Ordnung“, vermeldet er. 19,70 Euro kostet die Dienstleistung,

was der alten Dame jedoch gar nichts

ausmacht. „Ich freue mich immer wenn Herr Erz

kommt“; sagt sie, lacht und streicht mit ihren Händen

über das schwarze Gewand des Kaminkehrers.

„Hoffentlich bringt er mir Glück. Schließlich war ich

erst vor kurzem im Krankenhaus.“ Und sie lacht noch

viel mehr, als sie ihre Hände ansieht, die vom Stoff des

Schornsteinfegers schwarz geworden sind. Ob Nico Erz

wirklich Glück bringen kann, steht in den Sternen.

Etwas Freude bringt er jedoch immer ins Haus – und

das dankt ihm die Rentnerin, indem sie ihm eine Tafel

Schokolade zusteckt.

Technische Überprüfung steht im Vordergrund

Richtig gekehrt wird in Stuttgart nicht mehr oft – nur

zwei bis drei Wochen pro Jahr sind die Kaminkehrer

von Bezirksschornsteinfegermeister Bernd Walter dafür

unterwegs. Denn die meisten Häuser sind mit Gasheizungen

ausgestattet, „das gibt keine solchen Verbren-

nungsrückstände wie bei Öl oder Holz“, so Walter. Der

Kamin müsse zwar trotzdem überprüft werden – es

könnten sich zum Beispiel Vögel eingenistet haben –

ein bis zwei Mal wird auch mit dem Besen auf- und

abgefahren. Mehr als ein paar Spinnweben und etwas

Staub kommt aber selten zum Vorschein. Walter prüft

in einem Haus in der Nähe, ob die Abgase bei beiden

Gasbrenner richtig abziehen. Dazu hält er einen

Metallspiegel, die sogenannte Tauplatte, an die Fugen –

und tatsächlich, an einer Stelle beschlägt die Oberfläche.

„Hier treten Abgase aus“, erklärt Walter. Viel ist es

zwar nicht, wie eine Kohlenmonoxidmessung ergibt.

Der Ofen darf aber vorerst nicht benutzt werden. Der

Wohnungseigentümer muss sich nun darum kümmern,

dass eine neue Dichtung eingesetzt wird. Die Kontrollen

sind sinnvoll, „in Deutschland sterben nur ganz wenige

Menschen an Kohlenmonoxidvergiftungen“, weiß

Walter. In anderen Ländern, wie Frankreich oder

Belgien, in denen die regelmäßigen Kontrollen nicht

vorgeschrieben seien, seien es mehrere hundert pro Jahr.

Während Walter einen modernen, schwarzen Arbeitsanzug

trägt, arbeitet sein Mitarbeiter Nico Erz in der

klassischen Kaminkehrertracht mit Zylinder. Die Figur

des Heiligen Florian ist auf den Knöpfen der Jacke und

der Gürtelschnalle zu sehen – Schutzpatron nicht nur

der Feuerwehrleute, sondern auch der Schornsteinfeger.

„Die Kleidung ist sehr strapazierfähig“, so Erz. Das

kann er beim nächsten Einsatz auch brauchen. Das

Ehepaar, das in dem Haus wohnt, heizt mit Holz, und

anders als bei der alten Dame mit ihrem Ölöfen sind die

Wände des Kamins von einer dicken schwarzen Schicht

bedeckt. „Das ist nicht verbrannter Kohlenstoff“, erklärt

Erz. Der könnte sich irgendwann selbst entzünden. Wird

die Schicht noch dicker, muss Erz den Kamin wohl

„ausschlagen“ oder „ausbrennen“ – eine aufwändige

Angelegenheit. Für heute reicht es jedoch, mit dem

Besen zu arbeiten und einen Teil mithilfe eines

Schultereisens abzukratzen. Ein bisschen riecht es nach

Lagerfeuer und Gegrilltem, als sich ein Teil der Schicht

ablöst. Um in den oberen Bereich zu kommen, muss Erz

durch eine Luke hinauf aufs Dach steigen – ein weithin

sichtbarer Glücksbringer über den Dächern der Stadt.

Von Martina Fürstenberger

21


22 Mängeldoku 11/2009

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11/2009 Die aktuelle Seite 23

Geburtstage

Wir gratulieren recht herzlich

und W ü n s c h e n alles gute:

Zum 88. Geburts taG

gotthilf Berckhemer, Balingen 25. 12.

Zum 83. Geburts taG

manfred fink, Weilheim/t. 02. 12.

Zum 82. Geburts taG

Paul sc h m i d, remseck 23. 12.

Zum 80. Geburts taG

heinz eichele, rauenBerg 05. 12.

georg strulik, ras tatt 06. 12.

Walter sigle,

Weins tadt-gundel sBach 06. 12.

heinz maurer, WaiBlingen 11. 12.

Zum 77. Geburts taG

harald schaeBerle, esslingen 06. 12.

heinz hirth, isny (im allgäu) 17. 12.

Zum 74. Geburts taG

max th u m m, Weil der stadt 15. 12.

Zum 73. Geburts taG

hors t mayer, freiBurg 12. 12.

lu dW i g ruh,

Bad Peterstal-griesBach 17. 12.

Zum 71. Geburts taG

friedrich Bogner, eBersBach-Weiler 17. 12.

Peter neff, Weilheim 28. 12.

Zum 70. Geburts taG

Wolfgang fleig,

marxzell-schielBerg 01. 12.

hans sc h Wa r z, gärtringen 15. 12.

Zum 69. Geburts taG

dieter kiedaisch, crailsheim 17. 12.

Zum 68. Geburts taG

edgar Joos, Bötzingen 07. 12.

edgar liPhardt,

löffingen-göschWeiler 17. 12.

Zum 66. Geburts taG

Johann Voitl, kandern 21. 12.

Zum 65. Geburts taG

günther lotzer, Balingen 21. 12.

Zum 62. Geburts taG

WilliBald strauB, mochenWangen 27. 12.

Zum 60. Geburts taG

Wilfried stöckler, Pfullingen 12. 12.

Zum 50. Geburts taG

he l m u t Brunner, aalen 06. 12.

Vik tor matussek,

schWäBisch gm ü n d 10. 12.

Bernd Bessey, Wu r m l i ng e n 22. 12.

hannes martin, schönau 27. 12.

Wann? Was? Wo?

November 2009

27. 11. Innungsversammlung Freiburg

Dezember 2009

01. 12. Innungsversammlung Karlsruhe

10. 12. Innungsversammlung Stuttgart

11. 12. Innungsversammlung Tübingen

Impressum

Herausgeber/Verlag

Landesinnungsverband des Schornsteinfegerhandwerks Baden-Württemberg

(jur. Person des priv. Rechts)

Gesamtherstellung

Druck+Verlag Ernst Vögel GmbH

Kalvarienbergstraße 22 � 93491 Stamsried

Telefon: 0 94 66 / 94 00-0 � Telefax: 0 94 66 / 12 76

E-Mail: voegel@voegel.com

Designkonzept: Bernd Lehne, www.lehnedesign.de

Redaktion

Volker Jobst (Redakteur)

Franz Klumpp (stellv. Redakteur, Berufspolitik)

Anschrift

Redaktion Schornsteinfeger-Zeitung Baden-Württemberg

Königstraße 94 � 89077 Ulm

Telefon: 0731/936880 � Telefax: 0731/9368820

E-Mail: info@livulm.de � Internet: www.schornsteinfeger.de

Redaktionsschluss

jeweils am 15. des Vormonats

Unverlangt eingesandte Manuskripte verbleiben der Redaktion.

Gezeichnete Artikel geben nicht in jedem Fall die Meinung der Redaktion wieder.

Nachdruck

nur mit Genehmigung des Herausgebers.

Erscheint

Jeden Monat

Zeitschrift für die Mitglieder des Landesinnungsverbandes Baden-Württemberg.

Im Mitglieds beitrag sind die Druck- und Versandkosten der Zeitschrift enthalten.

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