25.01.2013 Aufrufe

Informationsflyer von allen Kandidat/Innen der Gemeinderatswahl ...

Informationsflyer von allen Kandidat/Innen der Gemeinderatswahl ...

Informationsflyer von allen Kandidat/Innen der Gemeinderatswahl ...

MEHR ANZEIGEN
WENIGER ANZEIGEN

Sie wollen auch ein ePaper? Erhöhen Sie die Reichweite Ihrer Titel.

YUMPU macht aus Druck-PDFs automatisch weboptimierte ePaper, die Google liebt.

Dynamisch. Lebensfroh.<br />

NLK<br />

www.neue-linie-konstanz.de


Dafür treten wir an.<br />

Was macht die Qualität einer Stadt<br />

aus? Attraktiver und bezahlbarer<br />

Wohnraum, ein gutes Angebot an qualifizierten<br />

Arbeitsplätzen, sozialer<br />

Frieden, eine gute medizinische<br />

Versorgung, ein hoher Freizeitwert,<br />

attraktive kulturelle Angebote und die<br />

gute verkehrstechnische Anbindung <strong>der</strong><br />

Stadt und seiner Stadtteile durch den<br />

ÖPNV und den Individualverkehr. Wir<br />

denken, im Vergleich zu an<strong>der</strong>en<br />

Städten <strong>der</strong> Region steht Konstanz hier<br />

nicht schlecht da. Dennoch dürfen wir<br />

uns nicht ausruhen. Vieles, was wir uns<br />

heute leisten können, basiert auf<br />

Einnahmen weniger Steuerzahler.<br />

Gleichzeitig verlieren wir, fast unbemerkt,<br />

wichtige Einrichtungen und<br />

Unternehmen. Die Post und die<br />

Telekom sind in Konstanz zur<br />

Nie<strong>der</strong>lassung geschrumpft. Das<br />

Sozialgericht wird in die Provinz verlegt.<br />

Unternehmen wie Herosé und<br />

Great Lakes schlossen ersatzlos die Tore.<br />

Alte gewachsene Unternehmen<br />

schwächeln und bauen Personal ab. Der<br />

SWR hat in Konstanz nur noch ein<br />

Korrespondentenbüro ... Diese Entwicklung<br />

muss gestoppt werden.<br />

Damit Konstanz dynamisch und<br />

lebensfroh bleibt, müssen wir die<br />

Stadt für die Zukunft fit machen.<br />

Denn nur ein starkes Konstanz<br />

kann sich den hohen Standard im<br />

Sozialen und in <strong>der</strong> Kultur leisten.<br />

Unser Wahlprogramm:<br />

www.neue-linie-konstanz.de<br />

o<strong>der</strong> per Post:<br />

Neue Linie Konstanz (NLK)<br />

Hohenhausgasse 16, 78462 KN<br />

c/o Tel. 90-61-0<br />

info@neue-linie-konstanz.de


Neue Linie Konstanz?<br />

Die Neue Linie Konstanz ist ein Zusammenschluss<br />

<strong>von</strong> Konstanzer Bürgerinnen<br />

und Bürgern. Der Verein will<br />

an <strong>der</strong> politischen Willensbildung mitwirken.<br />

Der Verein strebt insbeson<strong>der</strong>e<br />

an, in <strong>der</strong> Bevölkerung das Interesse an<br />

kommunal- und landespolitischen<br />

Fragen zu intensivieren und die Bereitschaft<br />

zur Mitarbeit in politischen Gremien<br />

zu för<strong>der</strong>n.<br />

Erste Überlegungen zu diesem Verein<br />

wurden bereits im Sommer 1992 angestellt.<br />

Selbstkritisch mussten die Initiatoren<br />

feststellen, dass sie – wie auch<br />

viele Bürger – mit <strong>der</strong> Stadtpolitik und<br />

Entwicklung unzufrieden sind und sich<br />

machtlos <strong>der</strong> Verwaltung unterordnen<br />

müssen. Daraus entstand das Motiv zur<br />

Gründung <strong>der</strong> Neuen Linie Konstanz.<br />

Nicht nur reden, son<strong>der</strong>n aktiv mitarbeiten,<br />

um zu verän<strong>der</strong>n, ist das Ziel.<br />

Die Neue Linie Konstanz ist überparteilich.<br />

Das politische Spektrum <strong>der</strong><br />

Mitglie<strong>der</strong> reicht <strong>von</strong> sozialliberal bis<br />

konservativ. Gemeinsam treten sie für<br />

Bürgernähe und wirtschaftliches<br />

Denken und Handeln ein. Die Neue<br />

Linie Konstanz engagiert sich ausschließlich<br />

für Konstanz. Sie ist überzeugt,<br />

dass wirkliche Bürgernähe nur<br />

dann möglich ist, wenn man vor Ort<br />

lebt und keine Abhängigkeit <strong>von</strong> über-<br />

regionalen Parteien, Strömungen und<br />

Anweisungen vorhanden ist.<br />

Die Neue Linie Konstanz war mit zwei<br />

Stadträten im Gemein<strong>der</strong>at vertreten.<br />

Durch Beitritt <strong>von</strong> Dr. Ottomar Neuß<br />

<strong>von</strong> <strong>der</strong> CDU-Fraktion in die Neue<br />

Linie sind wir jetzt eine Fraktion und<br />

haben zum ersten Mal in <strong>allen</strong> Ausschüssen<br />

und Beiräten Stimmrecht.<br />

Unser Ziel: Erhalt <strong>der</strong> Fraktionsstärke<br />

und mehr Mitsprachemöglichkeiten.<br />

Unsere <strong>Kandidat</strong>innen<br />

und <strong>Kandidat</strong>en finden<br />

Sie auf den folgenden<br />

Seiten:


Frie<strong>der</strong><br />

Schindele<br />

„Es ist höchste Zeit,<br />

dass wir etwas unternehmen.“<br />

Der Werbekaufmann ist gebürtiger Konstanzer und seit<br />

10 Jahren für die Neue Linie Konstanz im Gemein<strong>der</strong>at.<br />

Wichtige Themen für ihn sind Standortsicherung, Wirtschaftsför<strong>der</strong>ung<br />

und die breite Bürgerbeteiligung im<br />

Stadtmarketingprozess. Seit vielen Jahren setzt er sich für<br />

den Bau eines Konzert- und Kongresszentrums ein. „Im<br />

Gegensatz zu an<strong>der</strong>en Gemeinden, geht es Konstanz recht<br />

gut. Es ist höchste Zeit, dass wir etwas unternehmen, damit<br />

es auch so bleibt.“<br />

Frie<strong>der</strong> Schindele ordnet sich politisch als sozialliberal ein. Er ist unter<br />

an<strong>der</strong>em Mitglied in <strong>der</strong> Deutsch-Französischen Vereinigung, in den<br />

För<strong>der</strong>vereinen Feuerwehr, Dreifaltigkeitskirche, Stadtmarketing und<br />

Kulturzentrum sowie in den Vereinen Impulshäusle, Fremdenverkehrsverein<br />

und im Hallo Konstanz e.V. Seinen Wohnsitz hat Frie<strong>der</strong><br />

Schindele in <strong>der</strong> Altstadt.


Fabriken kann man in Billiglohnlän<strong>der</strong> verlegen, die<br />

Bodenseelandschaft aber nicht. Rüdiger Niedzwietzki sieht<br />

deshalb im Tourismus ein wichtiges Standbein für sichere<br />

Arbeitsplätze in <strong>der</strong> Zukunft. Die Qualität muss allerdings<br />

stimmen und das Angebot rundum auch. Dazu gehört auch<br />

ein Konzert- und Kongresszentrum, eine gute Verkehrsanbindung<br />

per Bahn, Auto und Schiff. Er begrüßt die<br />

Bemühungen, die Region zur UNESCO-Kulturlandschaft<br />

Bodensee zu erklären. Zu einer Urlaubsregion gehört allerdings<br />

auch die Möglichkeit, die Natur verantwortungsvoll<br />

für Freizeit, Sport und Erholung zu nutzen.<br />

Rüdiger Niedzwietzki ist 1. Vorsitzen<strong>der</strong> <strong>der</strong> Neuen Linie Konstanz,<br />

1. Vorsitzen<strong>der</strong> des Wirtekreises und, für den Wirtekreis, Gesellschafter<br />

in <strong>der</strong> Touristinformation Konstanz. Außerdem ist er im Vorstand <strong>der</strong><br />

DEHOGA. Unter an<strong>der</strong>em ist er in folgenden Vereinen Mitglied:<br />

För<strong>der</strong>verein Feuerwehr, För<strong>der</strong>verein Ellenrie<strong>der</strong>, AWO, Club <strong>der</strong><br />

Flieger und Samba Kretzer. Er wohnt am Königsbau.<br />

Rüdiger Niedzwietzki<br />

„Tourismus ist ein<br />

wichtiges Standbein.“


Richard Walser<br />

„Den vielen Ampeln den Kampf angesagt.“<br />

Der Schreinermeister und Obermeister <strong>der</strong> Schreinerinnung<br />

ist Konstanzer und seit 1 Jahr im Gemein<strong>der</strong>at. Die<br />

Politik des "Rumschwätzens" ist nicht seine Art. Er ist<br />

immer geradeheraus und nimmt kein Blatt vor den Mund.<br />

Politik für Menschen vor Ort zu machen, findet er sehr<br />

wichtig. „Kommunalpolitik darf nicht zum parteipolitischen<br />

Taktieren für die Bundes- o<strong>der</strong> Landespolitik verkommen.“<br />

Als Bootsbesitzer engagiert er sich in <strong>der</strong> Wassersportgemeinschaft<br />

Egg. Als langjähriges aktives Mitglied <strong>der</strong><br />

Freiwilligen Feuerwehr weiß er, wie wichtig Ehrenämter<br />

für die Stadt sind. Weitere Schwerpunktthemen <strong>von</strong> Richard<br />

Walser sind Bürgernähe, eine vernünftige Verkehrspolitik<br />

und ein Tarifverbund über den See. Den vielen Ampelanlagen<br />

in Konstanz hat er den Kampf angesagt.<br />

Richard Walser ist Obermeister <strong>der</strong> Schreinerinnung und Mitglied in folgenden<br />

Organisationen: Landesverband Schreinerhandwerk, Regionalbeirat<br />

<strong>der</strong> Innungskasse, Vertreterversammlung des Spar- und Bauvereins,<br />

Wassersportgemeinschaft WGE. Richard Walser wohnt in Egg.


Von 1994 – 1999 saß <strong>der</strong> Hotelier Jürgen Wiedemann für<br />

die Neue Linie Konstanz im Gemein<strong>der</strong>at. Nach einer<br />

beruflich bedingten Pause stellt er sich wie<strong>der</strong> zur Wahl.<br />

Jürgen Wiedemann möchte in Zukunft wie<strong>der</strong> dafür sorgen,<br />

dass nichts in <strong>der</strong> Stadt anbrennt. Aus seiner Sicht wurde<br />

zum Beispiel <strong>der</strong> vor Jahren begonnene Prozess <strong>der</strong><br />

Verschlankung in <strong>der</strong> Verwaltung nicht zu Ende geführt.<br />

„Insbeson<strong>der</strong>e müsse man das Sport- und Kulturdezernat in<br />

den Strukturen endlich optimieren.<br />

Das klassische Parteiensystem sei für die Kommunalpolitik<br />

eher hin<strong>der</strong>lich. Sachliche Entscheidungen würden lei<strong>der</strong> viel<br />

zu oft durch politische Machtspiele falsch gefällt. Was vielen<br />

Politikern fehle, sei <strong>der</strong> gesunde Menschenverstand.“<br />

Jürgen Wiedemann ist unter an<strong>der</strong>em Mitglied im Karate- und Fitness<br />

Dojo Konstanz, im DSMC, im Wirtekreis und in <strong>der</strong> Deutsch-Französischen<br />

Vereinigung. Er wohnt in <strong>der</strong> Altstadt.<br />

Jürgen Wiedemann (rechts)<br />

„Will nichts anbrennen lassen.“


Dr. Ottomar Neuß<br />

„Ein unschätzbares Potential für Konstanz.“<br />

Mit dem langjährigen CDU-Mitglied Dr. Ottomar Neuß<br />

hat die Fraktion <strong>der</strong> Neuen Linie Konstanz einen erfahrenen<br />

Strategen gewinnen können. Neuß engagiert sich vor<br />

allem im Bereich Soziales und Gesundheit. Die stärkere<br />

Vernetzung <strong>der</strong> Universität und <strong>der</strong> Fachhochschule mit<br />

dem Stadtleben ist ihm ein Herzenswunsch. „Hinter beiden<br />

Institutionen steht ein unschätzbares Potential für Konstanz,<br />

sowohl wirtschaftlich als auch kulturell.“ Beson<strong>der</strong>s ärgert er<br />

sich, wenn die Verwaltung immer weiter aufgebläht wird.<br />

„Jede genehmigte Stelle produziert den Wunsch nach weiteren<br />

Stellen.“ Er ist für den Erhalt des Flugplatzes.<br />

Dr. Ottomar Neuß ist Mitglied im DAV, in <strong>der</strong> Deutsch-Griechischen<br />

Gesellschaft und im TCK. Er wohnt in Petershausen.


Wenn die Voraussetzungen fehlen, hat das Handwerk keinen<br />

„goldenen Boden“. Der Juwelier und Goldschmiedemeister<br />

ärgert sich vor allem über die schwerfällige Verwaltung und<br />

die ungleiche Behandlung verschiedener Personen, Gruppen,<br />

aber auch Stadtteile. Die Gebühren- und Abgabenpolitik <strong>der</strong><br />

Stadt sind ihm oft ein Rätsel. Wenn die Stadt versagt, ist<br />

<strong>der</strong> Geldbeutel <strong>der</strong> Bürgerinnen und Bürger gefragt. „Lasst<br />

bloß die Verwaltung keine 42 Stunden arbeiten. Dann produzieren<br />

die noch mehr Verordnungen und Gesetze.“ Sein<br />

Engagement gilt dem Einzelhandel <strong>der</strong> Stadt, aber auch <strong>der</strong><br />

Natur. „Aber nicht so, wie es die verbissenen Grünen und<br />

<strong>der</strong> BUND sehen.“<br />

Otto Ehniss ist seit rund 20 Jahren Schöffe am Sozialgericht. Er bezeichnet<br />

sich selbst als liberal. Seinen Wohnsitz hat er im Stadtteil Stadelhofen.<br />

Otto Ehniss<br />

„Kein goldener Boden.“


Martina (Tina) Carls<br />

„Wünscht sich mehr Mut für Verän<strong>der</strong>ungen.“<br />

Die gelernte Touristikfachfrau spricht 5 Sprachen und hat<br />

sich weltweit umgeschaut. Heute engagiert sich die Mutter<br />

<strong>von</strong> zwei Kin<strong>der</strong>n für eine gute Schulbildung. „Gegen die<br />

Billiglohnlän<strong>der</strong> haben unsere Kids nur eine Chance und die<br />

heißt Bildung, Bildung, Bildung.“ Entsprechend for<strong>der</strong>t sie<br />

die Betreuung <strong>der</strong> Schüler im Zuge <strong>der</strong> neuen Bildungspläne,<br />

ausreichende Lehrerversorgung und gleiche Bildungschancen<br />

für alle. Die geborene Konstanzerin ärgert sich<br />

beson<strong>der</strong>s über die Bürokratie in <strong>der</strong> Verwaltung, mangelnde<br />

Flexibilität in <strong>der</strong> Schullandschaft, endlose Diskussionen um<br />

das Kongresshaus, überhaupt über den fehlenden Mut zu<br />

Verän<strong>der</strong>ungen in Konstanz. Im Verein Hunde helfen Kids<br />

erteilt sie Unterricht mit ihrem Hund zum Thema „Keine<br />

Angst vorm großen Hund“.<br />

Sie ist aktiv als stellvertr. Vorsitzende des Elternbeirats <strong>der</strong> Sonnenhaldeschule,<br />

Mitglied im Elternbeirat des Ellenrie<strong>der</strong>-Gymnasiums und Mitglied<br />

im Gesamtelternbeirat. Ihren Wohnsitz hat Tina Carls am Königsbau.


„Die ganze Welt weiß, wer die Nr. 1 am „Lake of Constance“<br />

sein sollte – klar, Konstanz. Nur wir in Konstanz<br />

wissen es nicht so richtig. Denn wir träumen oft vor uns<br />

her, als wenn wir ein kleiner Kurort wären. Bestes Beispiel<br />

dafür ist das Jaköble. Während wir darüber reden und<br />

reden, haben Meersburg und Überlingen längst ihre Bä<strong>der</strong><br />

gebaut. Ähnlich ist es mit einem Kongresszentrum. Hier<br />

reden wir schon seit über 100 Jahren – an<strong>der</strong>e Städte haben<br />

auch hier schon lange gehandelt. Nicht nur bei öffentlichen<br />

Projekten gehen die Uhren langsam. Wer in Konstanz investieren<br />

will, muss meistens viel Geduld mit sich bringen.“<br />

„Ich meine, Konstanz muss wie<strong>der</strong> Boss am See werden.<br />

Wir sind das Oberzentrum und sollten uns auch so verhalten.“<br />

Martin Haggenmiller wohnt in <strong>der</strong> Altstadt.<br />

Martin<br />

Haggenmiller<br />

„In Konstanz mahlen die<br />

Mühlen langsam.“


Petra Kape<br />

„Da stimmt ja wohl einiges nicht.“<br />

Geboren ist sie in Konstanz. Aufgewachsen in Allensbach.<br />

Aus <strong>der</strong> „Vorstadtperspektive“ war Konstanz schon immer<br />

attraktiv für sie. Ihr Abi machte Sie am Humboldt. Nach<br />

einer Lehre als Bauzeichnerin studiert sie jetzt an <strong>der</strong><br />

Fachhochschule Architektur.<br />

Längst ist sie wie<strong>der</strong> in Konstanz wohnhaft. Eine wun<strong>der</strong>schöne<br />

Stadt findet sie, die allerdings wenig für ihre Studenten<br />

macht. „Wenn Studierende am Anfang eines Wintersemesters<br />

in Turnh<strong>allen</strong> schlafen müssen, stimmt ja wohl<br />

einiges nicht. Dabei sind die Fachhochschulen ein wichtiger<br />

Wirtschaftsfaktor für die Stadt. Rund 15% <strong>der</strong> Bevölkerung<br />

in Konstanz sind Studenten, also wichtige Kunden für<br />

den Handel und die Gastronomie. Und manche bleiben für<br />

ihr ganzes Leben in Konstanz.“<br />

Petra Kape wohnt in <strong>der</strong> Altstadt.


„Eine so schön herausgeputzte Stadt wie Konstanz, mit all<br />

ihrem Charme, <strong>der</strong> Kultur und <strong>der</strong> großen Vergangenheit,<br />

muss auch etwas für die Zukunft tun.“ Wolfgang Sensz<br />

vermisst hier eine erkennbare Strategie. „Je<strong>der</strong> in <strong>der</strong> Stadt<br />

scheint für sich zu wursteln. Im Haushaltsplan <strong>der</strong> Wirtschaftsför<strong>der</strong>ung<br />

findet man kein Budget für bedeutende<br />

Gestaltungsmaßnahmen. Alle hoffen, dass es uns auch in<br />

Zukunft gut geht – mehr passiert kaum.“<br />

Konstanz muss sich aus seiner Sicht zum Dienstleistungszentrum<br />

entwickeln. Große Chancen sieht er im Tourismus.<br />

Welches Potential dahinter steckt, erlebt er hautnah an Bord<br />

<strong>der</strong> Bodenseeschiffe München und Überlingen, die sein<br />

Unternehmen unter an<strong>der</strong>em gastronomisch betreut.<br />

Wolfgang Sensz ist aktiv im Verein <strong>der</strong> Ulmisriedhexen. Er wohnt im<br />

Stadtteil Petershausen.<br />

Wolfgang Sensz<br />

„Konstanz zum<br />

Dienstleistungszentrum<br />

entwickeln.“


Jürgen Schelle (links)<br />

„Rat mit großer<br />

Mehrheit gegen Parkplätze.“<br />

Mit <strong>der</strong> 2. Position begnügt sich Jürgen Schelle äußerst<br />

ungern, es sei denn, es geht um den 2. Vorsitz bei <strong>der</strong> Neuen<br />

Linie Konstanz o<strong>der</strong> um ein Kartrennen auf Eis gegen<br />

Michael Schumacher. Ansonsten ist die Frohnatur <strong>der</strong> NLK<br />

gerne an <strong>der</strong> Spitze.<br />

Kritisch beurteilt er die Verkehrssituation in Konstanz, zum<br />

Beispiel die falsch konstruierten Kreisel o<strong>der</strong> die unnötigen<br />

Ampelanlagen. Dass die Parkhäuser nicht reichen, wun<strong>der</strong>t<br />

ihn gar nicht. Dabei war <strong>der</strong> Investor des Lagos bereit, fast<br />

die doppelte Menge Parkplätze zu bauen. Der Rat hat mit<br />

großer Mehrheit dagegen gestimmt. Die Neue Linie<br />

Konstanz hatte schon damals verwun<strong>der</strong>t den Kopf geschüttelt.<br />

Weitere Schwerpunktthemen <strong>von</strong> Jürgen Schelle sind Freizeitmöglichkeiten<br />

sowie eine liberale Jugendpolitik. Seinen Wohnsitz hat Jürgen<br />

Schelle in Petershausen.


„Vor rund 38 Jahren kam ich durch einen Freund zum<br />

DJK. Bis heute bin ich dem Verein treu geblieben und bin<br />

jetzt dort <strong>der</strong> 1. Vorsitzende. Die Führung eines solchen<br />

Vereins mit seinen rund 700 Mitglie<strong>der</strong>n wäre allerdings<br />

ohne das Engagement <strong>von</strong> Jugendleitern nicht möglich. Sie<br />

leisten, wie in vielen an<strong>der</strong>en Vereinen, Enormes zum<br />

Nulltarif. Sie holen, im wahrsten Sinne des Wortes, die<br />

Kin<strong>der</strong> <strong>von</strong> <strong>der</strong> Straße – o<strong>der</strong> vom Fernseher weg.“<br />

„Deshalb setze ich mich zum Beispiel für die Jugendleiterkarte<br />

ein. Sie ist eine kleine Anerkennung für viel<br />

Engagement. Insgesamt muss das Ehrenamt mehr gewürdigt<br />

werden, beson<strong>der</strong>s in <strong>der</strong> Jugendarbeit.“<br />

Martin Wiggenhauser ist seit über 12 Jahren 1. Vorsitzen<strong>der</strong> <strong>der</strong> DJK<br />

Konstanz. Er ist wohnhaft in Petershausen.<br />

Martin Wiggenhauser<br />

„Mehr Ehre für das Ehrenamt.“


Hans-Peter Kratzer<br />

„Wir brauchen die Mittelständler.“<br />

Was für eine Wohnkarierre: <strong>von</strong> Stadelhofen über Petershausen<br />

nach Dettingen. In Dettingen will er jetzt endgültig<br />

Wurzeln schlagen.<br />

Zwischen Stadelhofen und Dettingen lagen allerdings auch<br />

einige Jahre in Tokio, Stuttgart und Frankfurt. „Es ist gut,<br />

dass man auch einige Jahre <strong>von</strong> zu Hause weg war“, so<br />

HaPe Kratzer, „da erkennst du, wie schön Konstanz ist –<br />

allerdings auch wie rückständig. Wir müssen aufwachen,<br />

sonst laufen uns die an<strong>der</strong>en Städte am Bodensee den Rang<br />

ab.“ Engagieren will er sich vor allem für den Mittelstand.<br />

„Wir können froh sein, dass wir ein so großes Unternehmen<br />

wie Altana haben. Zu unserer Sicherheit müssen wir aber<br />

die kleinen Mittelständler pflegen.“<br />

Hans-Peter Kratzer ist Mitglied im Symphonischen Chor Konstanz, im<br />

DSMC, in <strong>der</strong> Alt-Konstanzer Hanselezunft und bei den Blätzlebuebe.<br />

Außerdem ist er Mitglied im Bodensee-Schifffahrtsmuseum, im Reservistenverband<br />

und im Verband <strong>der</strong> Deutschen Kriegsgräberfürsorge.


„Der Handel spielt in Konstanz eine wichtige Rolle. Dabei<br />

dürfen wir uns aber nicht nur auf die sogenannten „Magnete“<br />

verlassen. Die Qualität einer Handelsstadt wird vor<br />

allem auch durch das einmalige Angebot kleiner Händler<br />

und einen gesunden Branchenmix bestimmt.“<br />

„Wenn ich jemanden einlade, muss ich einen Platz anbieten,<br />

d. h. es müssen ausreichende Parkplätze vorhanden sein.“<br />

Der Handel erwartet <strong>von</strong> <strong>der</strong> Verwaltung auch Unterstützung<br />

bei <strong>allen</strong> Aktivitäten. Ein Hickhack wie beim verkaufsoffenen<br />

Sonntag darf es nicht mehr geben. Ein Ausbremsen<br />

des Handels durch Politik und Verwaltung muss<br />

vermieden werden.“<br />

Peter Billet ist Mitglied bei den Harmonikafreunden und im TC Nicolai.<br />

Er wohnt im Paradies.<br />

Peter (Pierre) Billet<br />

„Wichtig für den Handel<br />

sind ausreichende Parkplätze.“


Peter Schulz<br />

„So einfach ist das.“<br />

„Geht es <strong>der</strong> Wirtschaft gut, geht es meinen Mitarbeiter<strong>Innen</strong><br />

und meinem Geschäft gut - so einfach ist das. Deutlich<br />

sehen wir das, wenn wir die Wirtschaft in Deutschland<br />

betrachten. Ginge es <strong>der</strong> Wirtschaft gut, gäbe es genügend<br />

Arbeitsplätze, genügend Ausbildungsplätze, genügend Geld<br />

für die Krankenkassen und für die Rentenkassen. Die Bürgerinnen<br />

und Bürger würden keine Angst vor <strong>der</strong> Zukunft<br />

haben. Im Vergleich zur Wirtschaft in Gesamtdeutschland<br />

steht Konstanz noch recht gut da. Wie lange, ist eine an<strong>der</strong>e<br />

Frage.Und was machen wir, damit es so bleibt? Praktisch<br />

nichts. Deshalb engagiere ich mich in <strong>der</strong> Konstanzer Kommunalpolitik<br />

für eine starke Stadt.“<br />

Peter Schulz ist Inhaber des gleichnamigen Bürogeschäfts Schulz. Privat<br />

ist Schulz Mitglied des DSCM und des Skiclubs Edelweiß. Er schätzt das<br />

große Vereinsleben in unserer Stadt. Seinen Wohnsitz hat Peter Schulz<br />

am Königsbau.


Wenn sie was macht, macht sie es richtig. Vor vier Jahren hat<br />

sie mit Joggen als Ausgleich begonnen. Beim letztjährigen Insellauf<br />

auf <strong>der</strong> Reichenau belegte sie in ihrer Klasse den 1. Platz.<br />

Als Unternehmerin ist die Diplomingenieurin europaweit in <strong>der</strong><br />

Messearchitektur und im Messebau tätig. Politisch ärgert sie<br />

sich vor allem über die „Engstirnigkeit“ vieler öffentlicher<br />

Einrichtungen. Nach ihrer Vorstellung sollte es eine unabhängige<br />

Abteilung geben, die laufend alle Behördenvorgänge überprüft,<br />

optimiert, vereinfacht und möglichst sogar wegrationalisiert.<br />

Insgesamt findet sie Konstanz konservativ. „Kein Wun<strong>der</strong>, dass<br />

immer weniger Student<strong>Innen</strong> nach Konstanz wollen. Konstanz<br />

muss jungen Leuten mehr bieten.“<br />

Ute Dolle engagiert sich bei Frauen helfen Frauen in Not e. V.. Sie ist Mitglied<br />

im Turnverein KN und im Tennis Club Nicolai. Ihren Wohnsitz hat sie in <strong>der</strong><br />

Altstadt.<br />

Ute Dolle<br />

„Konstanz muss jungen Leuten mehr bieten.“


Wolfgang Maus<br />

„Wichtig ist das Umfeld.“<br />

Wenn es in den späten 70er Jahren etwas zum Protestieren<br />

o<strong>der</strong> Proklamieren gab, war <strong>der</strong> Drucker Wolfgang Maus<br />

immer eine preiswerte Anlaufstelle für Flugzettel. Heute ist<br />

aus dem „Alternativdrucker“ ein erfolgreicher Unternehmer<br />

geworden.<br />

Wirtschaftsför<strong>der</strong>ung ist für ihn kein Thema. „Hilf dir<br />

selbst, so hilft dir Gott“ - so ist seine Devise. Wichtiger für<br />

ihn ist das Umfeld, das in <strong>der</strong> Verantwortung <strong>der</strong> Stadt<br />

liegt. Veschaukelt fühlt er sich durch sogenannte Architektur.<br />

Die Überbauung des Engstlers Biergarten ist für ihn ein<br />

typisches Negativbeispiel. Insgesamt befürchtet er eine schleichende<br />

Zerstörung alter Substanzen in unserer Stadt. „So<br />

etwas wie das Kulturzentrum gehört einfach nicht an den<br />

Münsterplatz.“ Gespannt ist er, wie die Stadt mit den römischen<br />

Funden umgeht.<br />

Politisch ordnet sich Wolfgang Maus als linke Mitte ein. Seinen Wohnsitz hat<br />

er in Petershausen.


Als Croupier lebt er stark <strong>von</strong> den Gästen, die nach<br />

Konstanz kommen – und Konstanz lebt recht gut vom<br />

Casino. Denn ohne die grünen Tische und Automaten gäbe<br />

es kein Stadttheater und manch an<strong>der</strong>e städtische Einrichtung<br />

auch nicht. Er möchte deshalb schnell das neue<br />

Konzert- und Kongresszentrum und somit einen neuen,<br />

attraktiven Standort für das Casino.<br />

Das Seenachtsfest findet er dringend überholungsbedürftig.<br />

„Das Preis-Leistungsverhältnis stimmt vorne und hinten<br />

nicht mehr. Der Tourismus sollte mehr mit <strong>der</strong> Kultur<br />

verzahnt werden.“ Den Stadtgarten möchte er wie<strong>der</strong><br />

aufwerten. Wehmütig erinnert sich <strong>der</strong> Konstanzer an<br />

den ehemaligen Ententeich, <strong>der</strong> wenigstens etwas Leben<br />

in den Stadtgarten gebracht hatte.<br />

Peter Haag wohnt in Wollmatingen.<br />

Peter Haag<br />

„Die Enten haben wenigstens etwas<br />

Leben in den Stadtgarten gebracht.“


Roger Woischwill<br />

„Zum Beispiel Konzilfestspiele.“<br />

Den Wirtschaftsingenieur hat es vor 8 Jahren <strong>von</strong> Berlin<br />

nach Konstanz verschlagen. In <strong>der</strong> Zwischenzeit ist die Stadt<br />

für ihn zur neuen Heimat geworden. „Ich kann mir kaum<br />

ein Fleckchen vorstellen, das schöner als Konstanz und <strong>der</strong><br />

Bodensee ist.“<br />

Wun<strong>der</strong>n tut er sich über die Unbekümmertheit, mit <strong>der</strong><br />

hier viele leben. Auffällig für ihn ist das hohe Anspruchsdenken<br />

und das Unverständnis für Maßnahmen zur<br />

Sicherung <strong>der</strong> Standortqualität. Den Tourismus sieht er als<br />

wichtiges Standbein. Absolut unverständlich ist für ihn die<br />

Ablehnung des Konzert- und Kongresszentrums. Aus seiner<br />

Sicht braucht Konstanz jährliche Sport- o<strong>der</strong> Kulturevents<br />

<strong>von</strong> internationalem Niveau. Naheliegend für ihn wären<br />

Konzilfestspiele mit begleitenden Ausstellungen.<br />

Roger Woischwill wohnt in Litzelstetten.


1985 kam er an die Uni Konstanz, um Diplomchemiker zu<br />

werden. Heute sorgt er als Unternehmensberater dafür, dass<br />

die „Chemie“ in Unternehmen stimmt. Dabei hat er das<br />

verständliche Bedürfnis, dass die Wirtschaft in Konstanz<br />

brummt. Wirtschaft, stellt er fest, ist in Konstanz allerdings<br />

ein ungeliebtes Stiefkind. Wirtschaftsför<strong>der</strong>ung ein<br />

Fremdwort und zwischen Uni, Fachhochschule und <strong>der</strong><br />

Bevölkerung hat sich noch keine Liebe entwickelt. „Dabei<br />

profitiert Konstanz erheblich <strong>von</strong> den Hochschulen. Sie sind<br />

die größten Arbeitgeber, bieten attraktive Arbeitsplätze,<br />

bringen interessante Menschen nach Konstanz und tragen<br />

den Ruf <strong>von</strong> Konstanz in die ganze (akademische) Welt<br />

hinaus.“ Im Falle einer Wahl will er sich für eine Intensivierung<br />

<strong>der</strong> Kontakte einsetzen.<br />

Klaus Fluck schätzt sich politisch als liberal ein. Er wohnt in <strong>der</strong><br />

Schwaketenstraße.<br />

Klaus Fluck<br />

„Konstanz profitiert <strong>von</strong> den Hochschulen.“


Vincenzo Lo Frano<br />

„... viel zu oft nebeneinan<strong>der</strong><br />

als miteinan<strong>der</strong>.“<br />

Seine zwei Diplome als Verwaltungswissenschaftler und<br />

Informatiker hat <strong>der</strong> Italiener an <strong>der</strong> Uni Konstanz gemacht.<br />

Dann wollte er weiterziehen. In <strong>der</strong> Zwischenzeit<br />

lebt er seit über 20 Jahren hier, ist verheiratet, hat eine<br />

Tochter und eine Eigentumswohnung. „Irgendwie war es ein<br />

schleichen<strong>der</strong> Prozess vom Durchreisenden zum Konstanzer.“<br />

In den ersten Berufsjahren hat er Konzepte für die Re-<br />

Integration <strong>von</strong> Emigranten entwickelt. Heute entwickelt er<br />

Computerprogramme für große Unternehmen. Geblieben ist<br />

sein Sinn für Min<strong>der</strong>heiten. „Manche, die zugewan<strong>der</strong>t<br />

sind, finden nicht den Anschluss. Jung und Alt leben viel zu<br />

oft nebeneinan<strong>der</strong> als miteinan<strong>der</strong>.“ Er vermisst Toleranz –<br />

auch im Straßenverkehr. Alles wird reglementiert, kanalisiert<br />

und organisiert. Er wünscht sich mehr Eigeninitiative<br />

statt Bürokratie.<br />

Vincenzo Lo Frano wohnt in Petershausen.


Sport ist das Hauptthema <strong>von</strong> Oliver Göggel, Inhaber eines<br />

Sicherheitsunternehmens und Trainer einer Sportschule.<br />

„Kin<strong>der</strong>n und Jugendlichen gibt Sport einen wichtigen Halt<br />

fürs Leben. Die fernöstlichen Kampfsportarten för<strong>der</strong>n dabei<br />

höchste Disziplin und das soziale Verhalten.“ Das wichtigste<br />

Ehrenamt in Konstanz haben für Oliver Göggel die Frauen<br />

und Männer <strong>der</strong> Freiwilligen Feuerwehr. „Ohne ihr Engagement<br />

müsste die Stadt viele Millionen mehr ausgeben.“<br />

Persönlich unterstützt er den Verein für sexuell missbrauchte<br />

Kin<strong>der</strong> und den Tierschutzverein. „Beruflich schaue ich<br />

oft hinter die Kulissen. Kin<strong>der</strong> und Tiere brauchen einen<br />

beson<strong>der</strong>en Schutz.“<br />

Oliver Göggel ist aktiver Feuerwehrmann in Konstanz. Seinen Wohnsitz<br />

hat er im Industriegebiet.<br />

Oliver Göggel<br />

„Engagiert sich unter an<strong>der</strong>em<br />

im Tierschutzverein.“


Lawrence Carls<br />

„Möchte die Bürger mehr zu<br />

Wort kommen lassen.“<br />

Die Neuverfilmung <strong>von</strong> „Manche mögens heiß“ wäre sein<br />

Traum. Doch im Alltag produziert <strong>der</strong> Produktionsleiter<br />

und Regisseur einer Schweizer Videoproduktionsfirma<br />

Industriefilme und Nachrichtensendungen. Bei <strong>der</strong> Neuen<br />

Linie Konstanz ist <strong>der</strong> Deutsch-Englän<strong>der</strong> Carls <strong>von</strong><br />

Anfang an. In Konstanz lebt <strong>der</strong> geborene Londoner seit<br />

1961. Die Neue Linie schätzt er wegen dem breiten<br />

Mitglie<strong>der</strong>spektrum. „Ich glaube, es gibt keine politische<br />

Gruppierung in Konstanz, in <strong>der</strong> man sich mit so vielen<br />

unterschiedlichen Meinungen auseinan<strong>der</strong>setzen muss. Das<br />

Tolle dabei, selbst bei heftigen Diskussionen gibt es am<br />

Schluss fast immer einen breiten Konsens.“ Lawrence Carls<br />

will, dass Bürgerinnen und Bürger in Konstanz mehr zu<br />

Wort kommen und ihre persönliche Erfahrung einbringen<br />

können.<br />

Sich selbst bezeichnet Lawrence Carls als links-liberal. Seinen Wohnsitz hat<br />

er am Königsbau.


Wie viele Menschen in Konstanz ist sie mit Leib und Seele<br />

Hundehalterin. Eine Liebe, die nicht bei <strong>allen</strong> auf Verständnis<br />

stößt. „Oft ist es falsches Wissen über Hunde o<strong>der</strong> sogar<br />

persönliche, negative Erlebnisse, die für Ablehnung sorgen.“<br />

Hier möchte sie mo<strong>der</strong>ieren und aufklären. Sie wünscht sich<br />

auch Plätze, an denen man Hunde ungestört austoben lassen<br />

kann und ausgewiesene Hundewiesen fürs Gassi gehen.<br />

Über Hundehäufchen ärgert sie sich genauso wie alle an<strong>der</strong>en.<br />

Sie vermisst allerdings Hundetüten wie sie in <strong>der</strong><br />

Schweiz üblich sind. „Angekündigt sind sie in Konstanz ja<br />

schon lange.“<br />

Geschockt ist sie über die extreme Zunahme <strong>von</strong> Glasscherben<br />

in den letzten Jahren. „Hier muss unbedingt etwas<br />

unternommen werden. Glasscherben sind eine große Gefahr<br />

für spielende Kin<strong>der</strong> und Hunde.“<br />

Uta Isensee wohnt in Wollmatingen.<br />

Uta Isensee<br />

„Ist mit Leib und Seele<br />

Hundehalterin.“


Matthias Paul Baier<br />

„Hier wird aktive Jugendarbeit geleistet.“<br />

Nein, <strong>der</strong> Flugplatz in Konstanz ist keineswegs eine Tummelwiese<br />

für Reiche. Er selbst ist Polizeiobermeister i. BGS<br />

und dem Flugsport verf<strong>allen</strong>. Als 1. Vorsitzen<strong>der</strong> des Club<br />

<strong>der</strong> Flieger freut er sich über die Verlängerung des Mietvertrages<br />

durch die Stadt. „Auf dem Flugplatz wird aktive<br />

Jugendarbeit geleistet. Viele Piloten internationaler Airlines<br />

haben hier in ihrer Jugend die Grundausbildung erhalten.“<br />

Seit 12 Jahren ist Konstanz seine Heimat. Im Gegensatz<br />

zu vielen an<strong>der</strong>en Städten findet er das soziale Klima sehr<br />

gut. Negativ fällt ihm ein steigen<strong>der</strong> Trend zum Vandalismus<br />

auf. Jugendliche haben oft keinen Respekt vor fremdem<br />

Eigentum. Hier ist Aufklärung dringend notwendig.<br />

Matthias Paul Baier ist auch Mitglied im Freizeitpolizeimusikcorps<br />

Konstanz. Er wohnt in Petershausen.


Vor rund 6 Jahren hat er zusammen mit seiner Frau den<br />

Getränkemarkt <strong>von</strong> seinem früheren Chef übernommen.<br />

Seitdem wird die Freizeit etwas knapp. Allenfalls zum<br />

Angeln reicht hie und da die Zeit. Umso mehr ärgert er<br />

sich, wenn an<strong>der</strong>e seine Zeit stehlen. Fast drei Monate<br />

musste er auf die Baugenehmigung für eine Bodenplatte in<br />

seinem Getränkemarkt warten, und die kam auch erst<br />

nach einigem Druck. „Von Dienstleistung am Kunden ist<br />

in Konstanz noch nicht viel zu spüren.“<br />

Unverständlich für ihn ist auch die Tatsache, dass beim<br />

Austauschen <strong>von</strong> Werbeschil<strong>der</strong>n jeweils ein neuer Bauantrag<br />

nötig ist. „Hier wiehert nicht nur <strong>der</strong> Amtsschimmel,<br />

hier wird <strong>der</strong> Bürger schikaniert.“ Mehr Service am<br />

Bürger ist deshalb sein Ziel.<br />

Ralf Henke wohnt im Industriegebiet.<br />

Ralf Henke<br />

„Mehr Service am Bürger.“


Gerd Mörsch<br />

„Umweltqualität ist<br />

ein wichtiger Wirtschaftsfaktor.“<br />

In <strong>der</strong> Neuen Linie Konstanz vertritt Gerd Mörsch die grünen<br />

Positionen. Der selbstständige Kaufmann ist Mitglied<br />

am „Runden Tisch Asyl“, arbeitete bei <strong>der</strong> Agenda 21 Benediktinerplatz<br />

mit, war aktiv bei <strong>der</strong> Büdingenparkinitiative<br />

und ist Mitglied beim BUND und bei Greenpeace. Beson<strong>der</strong>s<br />

ärgert er sich über manche schlechten Bauvorhaben in<br />

Konstanz, die überhaupt keine Rücksicht auf die historische<br />

Bausubstanz und die Landschaft nehmen.<br />

Umweltqualität ist für ihn ein wichtiger Wirtschaftsfaktor.<br />

Menschen arbeiten gerne in einer intakten Umwelt. Für den<br />

Tourismus ist eine intakte Umwelt sogar existenziell wichtig.<br />

Gerd Mörsch ist für den weiteren Ausbau <strong>der</strong> Fahrradwege.<br />

Gerd Mörsch bezeichnet sich als grün-liberal. Er wohnt im Stadtteil<br />

Petershausen.


Ein Forschungsprojekt an <strong>der</strong> Uni hat die Psychologin und<br />

Deutsch-Amerikanerin an den Bodensee gebracht. Die<br />

Arbeit in ihrer Praxis motiviert sie jetzt zum kommunalpolitischen<br />

Engagement. Die Politik habe speziell bei <strong>der</strong><br />

schulischen Integration <strong>von</strong> Auslän<strong>der</strong>kin<strong>der</strong>n versagt. Die<br />

Schulen seien nicht in <strong>der</strong> Lage, Konflikte zu lösen. Erschreckend<br />

sei <strong>der</strong> Drogenkonsum schon bei 14-jährigen in<br />

unserer Stadt. Die Schule schaue weg, Lehrer fühlten sich<br />

nicht zuständig. Die Stadt muss hier dringend aufklären<br />

und Lehrer im Konfliktmanagement schulen.<br />

Die For<strong>der</strong>ung <strong>der</strong> Neuen Linie nach Maßnahmen für die<br />

Standortsicherung trägt sie voll mit. „Wenn sich in Konstanz<br />

nichts än<strong>der</strong>t, f<strong>allen</strong> wir eines Tages hinten runter.“<br />

Eileen Gallagher ist Mitglied im Hospiz-Verein Konstanz, bei Ärzte ohne<br />

Grenzen und im Sportverein Litzelstetten. Sie wohnt in Litzelstetten.<br />

Eileen Gallagher<br />

„Die Schule schaut weg.“


Andrea Marx<br />

„Millionen für den<br />

Umbau rausgeschmissen.“<br />

Bei den Großen, so ihr Eindruck, wird je<strong>der</strong> Wunsch <strong>von</strong><br />

den Lippen abgelesen, um die kleinen Läden kümmert sich<br />

niemand. Dabei ärgert sich die Mitinhaberin eines Waschsalons<br />

und eines Dessous-Geschäftes vor allem über die Reglementierung<br />

bei den Werbebeschriftungen und den<br />

Hinweisschil<strong>der</strong>n. Auch die Aufschreibwut <strong>der</strong> städtischen<br />

Sheriffs findet sie nicht gut. „Da hat die Stadt selbst die<br />

prekäre Parkplatzsituation verschuldet und kassiert trotzdem<br />

gnadenlos ab. Dabei sind wir doch eine Touristen- und<br />

Einkaufsstadt und sollten etwas mehr Gastlichkeit zeigen.“<br />

Über die pompösen Radwege ärgert sich die Radfahrerin<br />

ebenfalls. „Ich verstehe nicht, wie man in Konstanz<br />

Millionen für den Umbau solcher Straßen zum Fenster<br />

rausschmeißen kann. In Holland o<strong>der</strong> in <strong>der</strong> Schweiz zieht<br />

man dafür einfach einen Strich auf die Straße.“<br />

Andrea Marx wohnt in <strong>der</strong> Altstadt.


Als Gebietsverkaufsleiter eines regional bekannten Mineralbrunnens<br />

ist er beruflich mehr unterwegs als in Konstanz.<br />

„Ich sehe viele Städte, vor allem kleinere, aber kaum eine<br />

Stadt ist so verschlafen wie Konstanz. Wir feiern das neue<br />

Einkaufszentrum LAGO als Quantensprung. Dabei ist es<br />

nur ein kleiner Schritt auf einer Aufholjagd.“ Konstanz hat<br />

aus <strong>der</strong> Sicht <strong>von</strong> Bernd Dehne viel zu lange geschlafen.<br />

„Sehen wir zum Beispiel nach Friedrichshafen, da ist es<br />

nicht nur die Industrie, die alles finanziert hat. Mut gehört<br />

dazu und <strong>der</strong> Wille, vorwärts zu gehen.“<br />

Bernd Dehne ärgert sich über die fehlenden Anwohnerparkplätze,<br />

speziell in Petershausen. In <strong>der</strong> Zwischenzeit<br />

verstopfen Pendler und Besucher <strong>der</strong> VHS die Straßen auf<br />

<strong>der</strong> an<strong>der</strong>en Rheinseite.<br />

Bernd Dehne ist Geschäftsführer des Suserfestes und seit 42 Jahren<br />

Mitglied im DLRG. Er wohnt in Petershausen.<br />

Bernd Dehne<br />

„Mut gehört dazu und <strong>der</strong> Wille,<br />

vorwärts zu gehen.“


Brigitte Niedzwietzki<br />

„Konstanz, das Tor zum Bodensee.“<br />

Seit vielen Jahren arbeitet sie bei ihrem Mann auf den<br />

Fähren zwischen Konstanz und Meersburg. Täglich beobachtet<br />

sie, wie hun<strong>der</strong>te <strong>von</strong> Menschen <strong>von</strong> <strong>der</strong> einen Seite<br />

des Sees auf die an<strong>der</strong>e zur Arbeit fahren. Gleichzeitig stellt<br />

sie fest, <strong>der</strong> See trennt nach wie vor mehr, als dass er verbindet.<br />

Unverständlich, haben doch die Seegemeinden viele<br />

Gemeinsamkeiten und Interessen. Sie sind stark vom<br />

Tourismus abhängig und somit <strong>von</strong> einer gesunden Umwelt,<br />

sie stehen mit dem Rücken zur Wand – sprich am See, ihre<br />

Verkehrsanbindung ist fast immer schwierig, sie haben ein<br />

großes historisches Erbe zu verwalten und nicht zuletzt, sie<br />

alle leben <strong>von</strong> einer „Vermarktung“ des Sees.<br />

Die gelernte Bankkauffrau Brigitte Niedzwietzki will sich<br />

deshalb für mehr Miteinan<strong>der</strong> rund um den See einsetzten.<br />

„Ein gemeinsamer Wirtschaftsraum Bodensee ist eine große<br />

wirtschaftliche Chance, vor allem für den Tourismus.“<br />

Ihren Wohnsitz hat Brigitte Niedzwietzki am Königsbau.


Eigentlich ist er im Augenblick zufrieden mit Konstanz.<br />

„Es entwickelt sich prächtig. Ja, <strong>der</strong> Verkehr und das mit<br />

den Parkplätzen hat die Stadt noch nicht im Griff.“ Die<br />

Jägerkaserne, in <strong>der</strong> er seine Werkstatt hat, wurde zu dicht<br />

bebaut. „Eigentlich ist das Gelände viel zu schade für<br />

Werkstätten. Aber es ist jetzt so, das sind die Fehler <strong>von</strong><br />

gestern. Wir müssen vielmehr aufpassen, dass wir Fehler in<br />

Zukunft vermeiden.“ Manfrede Wilke vermisst da<br />

Maßnahmen zur Zukunftssicherung. „Noch geht es<br />

Konstanz gut. Noch schließen wir keine Bä<strong>der</strong>, keine<br />

Kultureinrichtungen und keine Spielplätze. Aber was<br />

machen wir, dass es so bleibt? Es ist keine Strategie zu<br />

erkennen. Das will die Neue Linie Konstanz än<strong>der</strong>n.“<br />

Manfred Wilke ist im Club <strong>der</strong> Flieger und in <strong>der</strong> Interessengemeinschaft<br />

Seerhein (KIS). Er wohnt in Wollmatingen.<br />

Manfred Wilke<br />

„Zufrieden, aber ....“


Katja May<br />

„Ausreichende<br />

Betreuungsmöglichkeiten<br />

schaffen.“<br />

Wie viele Frauen möchte die allein erziehende Mutter <strong>von</strong><br />

drei Kin<strong>der</strong>n keine zu lange Berufspause einlegen.<br />

Allerdings vermisst sie ausreichende Betreuungsmöglichkeiten<br />

für berufstätige Mütter. „Wenn Politiker über sinkende<br />

Geburtenzahlen jammern, müssen sie auch geeignete<br />

Voraussetzungen schaffen, damit sich Beruf und Familie mit<br />

gutem Gewissen kombinieren lassen können.“<br />

Insgesamt empfindet Katja May die Stadt kin<strong>der</strong>freundlich.<br />

Man kommt mit einem Kin<strong>der</strong>wagen überall leicht hin.<br />

Einzige Schwachstelle ist die alte Rheinbrücke in beiden<br />

Richtungen. Beim Einzelhandel und in <strong>der</strong> Gastronomie<br />

sieht sie noch Handlungsbedarf. Sie for<strong>der</strong>t rauchfreie Zonen<br />

und Kin<strong>der</strong>spielecken.<br />

Katja May ist Mitglied im Montessori-Verein. Sie wohnt in<br />

Wollmatingen.


Der Versandleiter eines erfolgreichen Konstanzer Unternehmens<br />

ist Betriebsratsvorsitzen<strong>der</strong>. Sorge macht ihm <strong>der</strong><br />

Abbau <strong>von</strong> „einfachen“ Arbeitsplätzen wie sie zum Beispiel<br />

Herosé o<strong>der</strong> Grate Lakes angeboten hatten. „Die Stadt Konstanz<br />

ist dabei nicht besser. Die Fähren sind ein Beispiel<br />

dafür, wie gerade einfache Arbeitsplätze wegrationalisiert<br />

werden. In Konstanz gibt es immer mehr Jobs für Häuptlinge,<br />

Jobs für einfache Indianer bleiben aber auf <strong>der</strong><br />

Strecke.“ Chancen für eine Verbesserung <strong>der</strong> Arbeitsmarktsituation<br />

sieht er vor allem im Tourismus, im Handel und<br />

im Handwerk. Ein Kongresszentrum würde auf einem<br />

Schlag mehr als 300 neue Arbeitsplätze schaffen und wäre<br />

ein wichtiger Impuls für die Stadt.<br />

Ralf Menze ist musikalischer Leiter <strong>der</strong> Seegeister Schalmeien und<br />

1. Vorsitzen<strong>der</strong> <strong>von</strong> Tabaluga (www.tabaluga-konstanz.de). Er wohnt am<br />

Königsbau.<br />

Ralf Menze<br />

„Mehr Jobs für Indianer.“


Horst Jürgen Roy<br />

„Immer schön einmischen.“<br />

Viel Zeit zum Nachdenken hat <strong>der</strong> Heilpraktiker i. R. in<br />

seinem romantischen Garten. Die Stadt hat sich, so findet<br />

er, in den letzten Jahren gut entwickelt. Dabei möchte er<br />

nicht daneben stehen, son<strong>der</strong>n aktiv mitgestalten. Die Neue<br />

Linie Konstanz ist dafür die richtige Gruppierung, denn am<br />

meisten hasst Horst-Jürgen Roy Leute, die nachplappern,<br />

was ihnen <strong>von</strong> den fernen Parteizentralen vorgekaut wird.<br />

„Bei <strong>der</strong> NLK findest du noch echte Lokalpolitiker. Hier<br />

wird noch richtig diskutiert und um Lösungen gekämpft.“<br />

Weitere Themen <strong>von</strong> Horst-Jürgen Roy sind Bürgerengagement,<br />

Eigenverantwortung und „immer schön einmischen“,<br />

damit die da oben nicht zu überheblich regieren.<br />

Seinen Wohnsitz hat Horst-Jürgen Roy in Staad.


Seit vielen Jahren schaut sie dem Volk „aufs Maul“. Als<br />

Wirtin einer Stadtteilkneipe in Stadelhofen bekommt sie<br />

vor allem die heftige Diskussion um die Verdichtung des<br />

ehemals ruhigen Stadtteils mit.<br />

Persönlich findet sie, dass sich die Stadt recht dynamisch<br />

entwickelt hat. Gemeinsam mit ihren Gästen ist sie <strong>der</strong><br />

Meinung, dass dabei die Qualität oft auf <strong>der</strong> Strecke bleibt.<br />

Vor allem bei den Festen in Konstanz sehen sie und die<br />

Gäste die schnelle „Mark“ im Vor<strong>der</strong>grund und nicht das<br />

Image <strong>der</strong> Stadt.<br />

Mehr Flair und weniger Lärm wünscht sie sich und ein<br />

ausgewogenes Miteinan<strong>der</strong> <strong>von</strong> Wirtschaft, Umwelt und<br />

Sozialem.<br />

Anita Meyer ist Mitglied bei den Freien Blätz. Sie bezeichnet sich als<br />

liberal und wohnt im Stadtteil Stadelhofen.<br />

Anita Meyer<br />

„Qualität statt<br />

Quantitat.“


Marlis<br />

Trummer<br />

„Konstanz bekommt endlich<br />

wie<strong>der</strong> Schwung.“<br />

Mehrere Jahre war sie mit einer eigenen Boutique selbstständig.<br />

Jetzt ist sie Teamleiterin einer Boutique im Lago.<br />

„Als kleines Geschäft war die Abwan<strong>der</strong>ung <strong>der</strong> Kaufkraft<br />

aus Konstanz beson<strong>der</strong>s hart zu spüren. Mit dem Lago<br />

kommt endlich wie<strong>der</strong> <strong>der</strong> notwendige Schwung in die Stadt.<br />

Täglich sehe ich an <strong>der</strong> Kasse Kunden, <strong>von</strong> denen wir jahrelang<br />

geträumt haben.“<br />

„Wir dürfen uns aber jetzt nicht auf den Lorbeeren ausruhen.<br />

Wir müssen das neue Einkaufszentrum mit den<br />

bestehenden Geschäften verbinden. Nur gemeinsam können<br />

wir die Attraktivität <strong>von</strong> Konstanz steigern und wie<strong>der</strong><br />

dem Ruf einer Handelsstadt gerecht werden.“<br />

Ihren Wohnsitz hat Marlis Trummer in Petershausen.


Im Hauptberuf leitet er das Betriebsrestaurant eines großen<br />

internationalen Unternehmens. Als „Hobby“ betreibt er mit<br />

einem Partner in Bodman eine Wassersportschule. Unumwunden<br />

gibt er zu: „Ich genieße Konstanz, ich liebe das<br />

Flair. Die Stadt ist groß genug für mich und sie entwickelt<br />

sich stetig weiter. Durch die Touristen, die Uni und Fachhochschule,<br />

aber auch durch die Schweiz trifft man hier<br />

spannende Menschen, wie man sie sonst nicht in einer Stadt<br />

dieser Größenordnung trifft.“<br />

Das einzige was ihn stört sind die teilweise überzogenen<br />

Preise. „Wir müssen aufpassen, dass wir nicht zur Côte<br />

d’Azur <strong>von</strong> Deutschland werden. Denn dort sind die Mieten<br />

für Einheimische fast unbezahlbar. Und auch in den Kneipen<br />

findet man oft nur noch gutbetuchte Fremde als Gast.“<br />

Andreas (Andy) Thiel wohnt im Stadelhofen.<br />

Andreas Thiel<br />

„Weiter so.“


Siegfried Stroppel<br />

„Ist insgesamt mit<br />

Konstanz zufrieden.“<br />

Konstanz ist zum Schaffen und zum Altwerden gut, meint<br />

<strong>der</strong> Jungrentner „Sigi“ Stroppel. 23 Jahre war er in <strong>der</strong><br />

Gastronomie, jetzt genießt er die Stadt selbst als Gast. Das<br />

Angebot für „Senioren“ findet er hervorragend. Schwimmen,<br />

Computerkurse, Theater, Kino, jetzt das neue Einkaufszentrum,<br />

... <strong>der</strong> Tag reicht fast nicht aus. Im Gegensatz zu<br />

5 Jahren vorher, als er schon einmal kandidierte, hat sich<br />

einiges in Konstanz verbessert. „Die Stadt ist sauberer, die<br />

Verkehrsführung wesentlich besser geworden, die Busse<br />

funktionieren hervorragend.“ Einzig die Parkplatzsituation<br />

gefällt ihm überhaupt nicht. „Vor allem haben die Anwohner<br />

viel zu wenig Parkmöglichkeiten. Hier ist dringend<br />

Handlungsbedarf geboten.“<br />

Seinen Wohnsitz hat Siegfried Stroppel in <strong>der</strong> Altstadt.


Der ehemalige Kassierer <strong>der</strong> weißen Flotte ist zufrieden.<br />

Er hat frühzeitig im Paradies eine betreute Wohnung beim<br />

Spar- und Bauverein bekommen. „Vorbeugen ist besser als<br />

später in einen an<strong>der</strong>en Stadtteil ziehen zu müssen.“<br />

Insgesamt ist er mit <strong>der</strong> Entwicklung in seinem „Paradies“<br />

zufrieden. „Die Blechlawine am Rhein ist endlich auch<br />

weg.“<br />

Genervt fühlt er sich aber vom Verkehr. „Seit die Autos<br />

über die neue Rheinbrücke kommen, ist im Paradies die<br />

Hölle los. Dabei ignorieren die Autofahrer alle 30 km-<br />

Zonen. Die Stadt muss Schleichwege abschaffen o<strong>der</strong> rigoros<br />

Pförtnerampeln einbauen.“<br />

Karl Schreiner ist seit 50 Jahren in <strong>der</strong> Schützengesellschaft <strong>der</strong><br />

Stadt Konstanz 1438 e. V. und Mitglied im „Altenclub“ <strong>der</strong> Feuerwehr.<br />

Er wohnt (klar) im Paradies.<br />

Karl Schreiner<br />

„Gegen Schleichwege durchs Paradies.“


Auszug aus dem Programm<br />

<strong>der</strong> Neuen Linie Konstanz:<br />

(Das gesamte Programm finden Sie unter<br />

www.neue-linie-konstanz.de)<br />

Konstanz zum attraktiven<br />

Dienstleistungszentrum entwickeln:<br />

Den Traum <strong>von</strong> industriellen Ansiedlungen<br />

in <strong>der</strong> Dimension einer AEG kann Konstanz<br />

vergessen. Unser Standort ist zu teuer, zu<br />

abgelegen - und ehrlich gesagt auch zu schade<br />

für neue industrielle Großansiedlungen.<br />

Die Zukunft <strong>von</strong> Konstanz liegt vielmehr im<br />

Bereich <strong>der</strong> Dienstleistungen, vor allem in<br />

<strong>der</strong> Bildung, im Tourismus, im Handel, in<br />

<strong>der</strong> Forschung und Entwicklung und im<br />

Gesundheitswesen und somit auch im Handwerk<br />

und bei den freien Berufen.<br />

Wesentliche Säule dafür ist ein Konzert- und<br />

Kongresszentrum <strong>von</strong> internationaler<br />

Bedeutung. Dieses wird entscheidende wirtschaftliche<br />

Impulse in Konstanz auslösen<br />

und vorhandene Dienstleistungsbereiche<br />

stärken. Gerade weil wir nur wenige potente<br />

Steuerzahler haben, müssen wir in den „fetten<br />

Jahren“ in ein solches Projekt investieren.<br />

Die Neue Linie Konstanz for<strong>der</strong>t deshalb,<br />

dass auf Klein Venedig begonnene<br />

Projekt ohne Wenn und Aber umgehend zu<br />

realisieren. Schluss mit Standortdiskussionen,<br />

die einzig und alleine das Projekt verzögern,<br />

wenn nicht sogar verhin<strong>der</strong>n sollen.<br />

Eine rasche Entscheidung ist auch zur<br />

Sicherung des Casinos notwendig, das mit<br />

seinen Einnahmen die Kultur und den<br />

Tourismus in Konstanz mit über 3,2 Mio.<br />

EUR för<strong>der</strong>t.<br />

Kaufkraft in die Stadt ziehen:<br />

In <strong>der</strong> Entwicklung <strong>der</strong> Stadt hin zum<br />

Dienstleistungszentrum für die Region spielt<br />

<strong>der</strong> Handel eine wesentliche Rolle. Die<br />

NLK steht hinter dem Zentrenkonzept <strong>von</strong><br />

Konstanz, das ein Ausbluten <strong>der</strong> <strong>Innen</strong>stadt<br />

verhin<strong>der</strong>t hat. Nachdem es <strong>der</strong> Stadt gelungen<br />

ist, attraktive Handelsunternehmen nach<br />

Konstanz zu holen, müssen wir dafür sorgen,<br />

dass genügend Besucher nach Konstanz<br />

kommen, damit Groß und Klein <strong>von</strong> <strong>der</strong><br />

gestiegenen Attraktivität profitieren. Die<br />

Stadt muss sich an die Spitze einer Werbegemeinschaft<br />

stellen. Der durch den günstigen<br />

Frankenkurs geprägte Kaufzufluss aus<br />

<strong>der</strong> Schweiz muss mittelfristig durch eine<br />

Imagesteigerung <strong>der</strong> Stadt gesichert werden.<br />

Verstärkt müssen wir am Nordufer für Konstanz<br />

werben. Dies nicht nur im Interesse


des Handels, son<strong>der</strong>n auch im Interesse unserer<br />

Fähren und unserer Bodenseeschifffahrt.<br />

Die Nie<strong>der</strong>burg darf dabei nicht weiter <strong>der</strong><br />

Verlierer des Zentrenkonzeptes sein. Die<br />

Neue Linie Konstanz sieht mehrere Möglichkeiten,<br />

die Nie<strong>der</strong>burg wie<strong>der</strong> als Stadtteil<br />

attraktiv zu machen. Neben <strong>der</strong> Neuorganisation<br />

des Fußgängerwegs auf <strong>der</strong> alten<br />

Rheinbrücke sehen wir mittelfristig eine separate<br />

Füßgängerbrücke für den Anschluss <strong>der</strong><br />

Nie<strong>der</strong>burg an Petershausen, z. B. durch den<br />

Rheintorturm. Dringend notwendiger Parkraum<br />

für die Nie<strong>der</strong>burg kann durch eine<br />

Tiefgarage auf dem St. Stephans Platz o<strong>der</strong><br />

eine langgezogene Tiefgarage unter <strong>der</strong> Laube<br />

geschaffen werden.<br />

In den Ortsteilen müssen zentrale Flächen für<br />

die Stadtteilversorgung vorgesehen werden.<br />

Die Ansiedlung <strong>von</strong> Unternehmen für die<br />

Stadtteilversorgung muss unterstützt werden.<br />

Eine weitere Stärkung des Standortes versprechen<br />

wir uns durch den gemeinsamen<br />

Auftritt <strong>von</strong> Kreuzlingen und Konstanz<br />

(K&K) als ein Handelszentrum. Kein Handelsstandort<br />

<strong>der</strong> Region kann so viele Angebote<br />

vorweisen wie Konstanz und Kreuzlingen<br />

zusammen. Dabei sind diese Angebote<br />

gerade durch die zwei unterschiedlichen<br />

Län<strong>der</strong> beson<strong>der</strong>s interessant. Mit einem<br />

guten Marketing ist es sehr wohl möglich,<br />

Käufer selbst aus dem Raum Ravensburg und<br />

St. G<strong>allen</strong> anzulocken. Diese Idee muss <strong>von</strong><br />

<strong>der</strong> Politik auf beiden Seiten des Grenzzauns<br />

angeschoben werden.<br />

Konstanz zur gastlichen Stadt rund<br />

ums Jahr entwickeln:<br />

Die Schwäche des Tourismus in Konstanz ist<br />

die hohe Wetter- und Saisonabhängigkeit. Die<br />

Neue Linie Konstanz begrüßt die Aktivitäten<br />

zum Thema IGA Internationale<br />

Gartenbauausstellung und UNESCO Weltkulturlandschaft.<br />

Allein schon die Anträge an<br />

sich bringen eine erhöhte Aufmerksamkeit für<br />

die Region und Konstanz mit sich. Bei Erfolg<br />

versprechen wir uns eine wesentliche Steigerung<br />

<strong>der</strong> Besucherfrequenz, insbeson<strong>der</strong>e <strong>von</strong><br />

qualifizierten Gästen, vor allem in <strong>der</strong><br />

Nebensaison. Diese beiden Anträge dürfen<br />

jedoch nicht die einzigen Maßnahmen zur<br />

Qualifizierung des Tourismus in Konstanz sein.<br />

Der Tourismus in Konstanz muss sich um die<br />

Schaffung bzw. die Optimierung <strong>von</strong> Veranstaltungen<br />

kümmern, die Gäste in die Stadt ziehen<br />

und für Konstanz werben. Insbeson<strong>der</strong>e<br />

sehen wir einen dringenden Handlungsbedarf<br />

beim Konstanzer Seenachtsfest. Es muss <strong>von</strong><br />

<strong>der</strong> Zeitdauer her entzerrt werden und <strong>von</strong> <strong>der</strong><br />

Qualität her, neue Zielgruppen erschließen.


Weiter plädieren wir dafür, das Konzept einer<br />

Festwoche zum Thema Konzil wie<strong>der</strong> aufzunehmen.<br />

Hier ist vor allem eine Kooperation<br />

mit den Kulturschaffenden in Konstanz<br />

gefor<strong>der</strong>t.<br />

Dringend notwendig ist ein qualifiziertes<br />

Kulturkonzept für das geplante Konzert- und<br />

Kongresszentrum mit konkreten Vorschlägen<br />

zur Schaffung eines Festspielzyklus’ o<strong>der</strong><br />

einer jährlichen Festwoche.<br />

Die Touristinformation muss gemeinsam mit<br />

Gastronomie, Hotellerie, Schifffahrt und<br />

Kultur anspruchsvolle Programme speziell für<br />

die Nebensaison entwickeln und vermarkten.<br />

Chancen zur Steigerung <strong>der</strong> Aufenthaltsqualität<br />

in Konstanz sehen wir im Erhalt bzw.<br />

in <strong>der</strong> Rekonstruktion historischer Einrichtungen.<br />

Insbeson<strong>der</strong>e sprechen wir damit den<br />

Erhalt historischer Motorschiffe wie z. B. die<br />

MS Baden an. Die Neue Linie Konstanz<br />

unterstützt auch Projekte wie die Rekonstruktion<br />

einer Badeanstalt im Altstadtbereich, die<br />

bessere Vermarktung <strong>der</strong> Konzertmuschel im<br />

Stadtgarten und die Schaffung eines Zeppelinlandeplatzes.<br />

Hier schlagen wir speziell das<br />

Tägermoos als schnell realisierbaren Landeplatz<br />

vor.<br />

Ein beson<strong>der</strong>es Augenmerk richten wir auf<br />

die römischen Ausgrabungen in Konstanz.<br />

Wir sind für die sichtbare Darstellung <strong>der</strong><br />

Funde.<br />

Lebendige <strong>Innen</strong>stadt:<br />

Die Neue Linie Konstanz engagiert sich für<br />

eine lebendige <strong>Innen</strong>stadt. Dies for<strong>der</strong>t aber<br />

auch ein hohes Maß an gegenseitiger Toleranz.<br />

Wir sind <strong>der</strong> Meinung, dass in einer<br />

Universitäts- und Touristenstadt die Polizeistunde<br />

wesentlich großzügiger gehandhabt<br />

werden muss. Im Gegenzug muss die Gastronomie<br />

sich verpflichten, für Ruhe vor den<br />

Lokalen zu sorgen. Bei negativ auffälligen<br />

Lokalen plädieren wir für die Verlängerung<br />

<strong>der</strong> Polizeistunden – wenn notwendig sogar<br />

schon ab 22:00 Uhr.<br />

Wo die Arbeitsplätze <strong>der</strong> Zukunft<br />

entstehen:<br />

Während an<strong>der</strong>e Kommunen mühselig um<br />

die Ansiedlung neuer Unternehmen buhlen,<br />

bekommt Konstanz solche Gründungen prak-


tisch frei Haus. Geburtshelfer dabei sind die<br />

Universität und die Fachhochschule.<br />

Bekanntestes Unternehmen dafür ist die<br />

Sunways AG, die <strong>von</strong> Mitarbeitern <strong>der</strong> Universität<br />

gegründet wurde und nach wenigen<br />

Jahren über 100 Arbeitsplätze stellt. Die<br />

Neue Linie Konstanz wünscht sich ein spezielles<br />

För<strong>der</strong>programm für Jungunternehmer<br />

aus dem Konstanzer Hochschulbereich.<br />

Darüber hinaus muss sich die Stadt bei <strong>der</strong><br />

Schaffung <strong>von</strong> Wohnraum für Studenten<br />

engagieren. Die dramatische Wohnsituation<br />

jeweils am Anfang des Semesters spricht nicht<br />

für den Studienstandort Konstanz und muss<br />

deshalb verbessert werden.<br />

Geben und Nehmen -<br />

die Kultur in die Pflicht nehmen:<br />

Ein früherer Intendant <strong>von</strong> Konstanz sagte es<br />

einmal den Stadträten <strong>der</strong> Neuen Linie<br />

Konstanz ganz deutlich: „Sie glauben doch<br />

nicht, dass ich da bin, den Hoteliers die<br />

Betten zu füllen.“ Wir meinen – nicht nur,<br />

aber auch. Die Stadt Konstanz investiert jährlich<br />

in die Kultur knapp 10 Mio. EUR. So<br />

wünschen wir uns, dass die Kultur einen<br />

Anteil da<strong>von</strong> wie<strong>der</strong> als Beitrag zur Standortsicherung<br />

leistet und kulturelle Beiträge<br />

abgestimmt mit Touristinformation und<br />

Stadtmarketing einbringt. Im Bereich<br />

Museen wünschen wir uns publikumswirksame<br />

Ausstellungen <strong>von</strong> überregionaler<br />

Bedeutung.<br />

Ausdrücklich positiv möchten wir das Engagement<br />

<strong>der</strong> Philharmonie erwähnen, die sich<br />

gemeinsam mit <strong>der</strong> Wirtschaft für das Projekt<br />

des Konzert- und Kongresszentrums eingesetzt<br />

hat. Die Philharmonie hat sich außerdem<br />

durch neue Programmformen einem<br />

neuen Publikum geöffnet.<br />

Weitere Programmpunkte<br />

- Gesundheit als Wirtschaftsfaktor<br />

- Attraktive Arbeitsplätze brauchen<br />

attraktiven Wohnraum<br />

- Den Bodensee als gemeinsamen Raum<br />

erkennen<br />

- Service für die Wirtschaft<br />

- Damit man über Konstanz spricht<br />

- Bürgermitsprache und Bürgerbeteiligung<br />

- Soziales<br />

- Sport und Kultur<br />

- Stadtentwicklung<br />

- Natur- und Umweltschutz<br />

- Verkehrsentwicklung<br />

www.neue-linie-konstanz.de


www.tmw-kn.com, 45 fotos frie<strong>der</strong> schindele, 2 fotos privat<br />

NLK - Neue Linie Konstanz: „Nur <strong>der</strong> Stadt Konstanz verpflichtet.“<br />

Geschäftsstelle <strong>der</strong> Neuen Linie Konstanz e.V., 78462 Konstanz, Hohenhausgasse 16, Tel. 90-61-0, www-neue-linie-konstanz.de

Hurra! Ihre Datei wurde hochgeladen und ist bereit für die Veröffentlichung.

Erfolgreich gespeichert!

Leider ist etwas schief gelaufen!