Chor an der Saar 3/2009 - Saarländischer Chorverband

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Chor an der Saar 3/2009 - Saarländischer Chorverband

Nr. 3 · September 2009 · 53. Jahrgang · Heftpreis: EUR 1,-

CHOR

3/2009

an der Saar

Zeitschrift des Saarländischen Chorverbandes

ChorVision 2009

„Es gilt, das frühe Singen der Kinder

nachhaltig qualitätsorientiert zu fördern“

Chorleitungsseminar

und Chorleiterwoche

Impressionen aus der aktuellen

Ausbildungsphase

Landesjugendchor Saar

A-cappella-Konzerte mit neuem Programm

„Der Alterungsprozess des menschlichen

Körpers macht vor der Stimme nicht halt“

Fachvortrag: Die Altersstimme

St. Wendeler Chorwerkstatt für Kinder und

Jugendliche am 10. Oktober in Marpingen

Tag der jungen Stimmen 2009


EDITORIAL · INHALT

Editorial

Liebe Sängerinnen,

liebe Sänger!

Nun sind Sie sicher alle wieder gesund

und gut erholt aus Ihren Ferien zurück

und haben die chorische Arbeit

wieder aufgenommen.

Zur Zeit laufen die Konzerte des Landesjugendchors

Saar und ich hoffe,

Impressum

Herausgeber:

Saarländischer Chorverband e.V.

66117 Saarbrücken, Schlossstraße 8

Telefon: 0681/58 51 41 oder 58 13 66

Telefax: 06 81/5 84 99 69

E-Mail:

info@saarlaendischer-chorverband.de

www.saarlaendischer-chorverband.de

Redaktion: Rainer Knauf

E-Mail: presse@saarlaendischerchorverband.de

Fotos: Bungart-Wickert (S. 8f.)

Knauf (S. 3., 5r., 5u.) /

Landesakademie Ottweiler (S. 5m.) /

Scherer (S. 4, 10) / privat

Titelfoto: John Krempel / FOTOCASE

Gesamtherstellung:

Krüger Druck +Verlag

Marktstraße 1 · 66763 Dillingen

Telefon: 0 68 31/9 75-1 83· Fax: 1 54

Chor an der Saar“ erscheint vierteljährlich.

Für unverlangt eingesandte Manuskripte

wird keine Haftung übernommen.

Die Auswahl der Beiträge und

Abbildungen zur Veröffentlichung

erfolgt entsprechend aktueller Erfordernisse

und obliegt der Redaktion.

Auch können Beiträge gekürzt

werden.

Redaktionsschluss für die nächste

Ausgabe ist der 17. November 2009.

Chorleiterfeuerwehr

In der letzten Ausgabe von „Chor an

der Saar“ wurde über die Einrichtung

einer „Chorleiterfeuerwehr“

berichtet. Hintergrund ist die Problematik,

dass bei Chorleiterwechseln

oder auch bei der Erkrankung von

Chorleiterinnen oder Chorleitern

eine Vakanz entstehen kann, die zu

überbrücken für die jeweiligen Chöre

wichtig, manchmal sogar existenziell

ist. Hier möchte der Chorverband

mit der Einrichtung einer Liste

dass viele von Ihnen Gelegenheit haben,

eines der Konzerte zu besuchen.

Lassen Sie den Verband bitte wissen,

wie es Ihnen gefallen hat.

Eine Reihe großer Veranstaltungen

in diesem Sommer widmete sich dem

singenden und musizierenden Nachwuchs.

So fand am 13. Juni in der

Saarbrücker Congresshalle zum ersten

Mal der vom Deutschen Musikrat ausgerufene

„Tag der Musik“ statt, an

dem sich Landesjugendensembles des

Saarlandes in einem gemeinsamen

Konzert präsentierten, unter ihnen

auch der Landesjugendchor Saar.

Bei der Abschlussveranstaltung des

„Bün dnis Singen mit Kindern“ und

„Bündnis für Musik“ am 5. Juli verwandelte

sich die Congresshalle dann

in ein Haus voll singender Kinder.

Schließlich widmete sich der Fachkongress

der Deutschen Chorjugend

Ende Juli in Marktoberdorf unter dem

Motto „Bildungskompass: KLASSE

CHOR!“ schulischen und außerschulischen

Initiativen und Möglichkeiten,

das frühe Singen der Kinder nachhaltig

qualitätsorientiert zu fördern.

Unsere Jugendreferentin Stefanie

Bungart­Wickert hat den Kongress

besucht. Im vorliegenden Heft schildert

sie ihre Eindrücke.

Im September wird sich der Gesamtvorstand

noch einmal mit der finanziellen

Situation des SCV befassen um

zu überlegen, welche Einsparungen

wir vornehmen müssen, um den Haushalt

des Verbandes auszugleichen.

Hierzu werden Sie in der nächsten

Ausgabe von „Chor an der Saar“ ausführlich

unterrichtet.

In den kommenden Monaten haben

viele Chöre wieder Konzerte geplant.

Hierzu wünsche ich Ihnen eine fruchtbare

und gelingende Probenarbeit und

gute Resonanz!

Ihre

Marianne Hurth

Präsidentin

von erfahrenen Chorleitern helfen,

die bereit sind, Chören in solchen

Situationen übergangsweise zur Verfügung

zu stehen. Alle Chorleiterinnen

und Chorleiter, die sich für

diese Aufgabe zur Verfügung stellen

und in die Liste aufgenommen

werden wollen, sowie Chöre, die in

solche Situationen geraten, werden

hiermit aufgerufen, sich bei

der SCV-Geschäfts stelle zu melden.

Werden Chorleiter und Chor durch

den SCV zueinander vermittelt, stim­

Inhalt

Editorial 2

Bündnis Singen mit Kindern 3

600 Kinder sangen bei Abschlussveranstaltung

in der Congresshalle

Landesjugendchor Saar 4

A­cappella­Konzerte mit neuem

Programm

Singen im Frauenchor und 4

Chor Total

Chorleitungsseminar 5

Impressionen aus der aktuellen Ausbildungsphase

Musikmentorenausbildung 6

Die Altersstimme 7

Fachvortrag bei der Chorleiterinnenund

Chorleiterversammlung

ChorVision 2009 8

Fachkongress vom 24.­26. Juli in Marktoberdorf

Tag der Musik 2009 10

Verbandsveranstaltungen 10

Berichte aus den Kreisen 11

Konzerte, Projekte, Chorverbandstage,

neue Chöre im SCV

Ehrungen 13

Chormusik im Rundfunk 19

Gesuche 21

Tag der jungen Stimmen 2009 24

Chorwerkstatt für Kinder

und Jugendliche am 10. Oktober

Termine 25

Zum Gedenken 26

men sie beide folgender finanzieller

Regelung zu: Die Bezahlung der

Chorleiter erfolgt durch den Chor

und erfolgt pro gehaltener Probe,

und zwar zu einem festgelegten

Honorarsatz von 50 € für eine 90­minütige

Probe zuzüglich einer Fahrtkostenerstattung

von 0,30 € pro

gefahrenem Kilometer. Vorteil dieser

Festsetzung ist, dass beide Seiten

wissen, worauf sie sich finanziell

einstellen müssen, und dass in einer

sowieso dringenden Situation keine

Verhandlungen nötig sind.

SEITE 2 CHOR AN DER SAAR 3/2009


Während das Saarbrücker Altstadtfest

noch im Frühschlummer lag, ging es

am Vormittag des 5. Juli in der Congresshalle

bereits hoch her. Im voll

besetzten großen Saal präsentierten

über 600 Kinder aus 5 saarländischen

Grundschulen und 19 Kindertageseinrichtungen

stolz ihren Eltern und

Familien ein buntes Programm aus

Gesang und Tanz, das sie im Laufe

des vergangenen Schuljahres erarbeitet

haben. Die Veranstaltung bil­

dete den Schuljahresabschluss des

„Bündnis Singen mit Kindern“ und

„Bündnis für Musik“.

Das „Bündnis Singen mit Kindern“

wurde im Saarland 2005 vom Ministerium

für Bildung, Familie, Frauen

und Kultur, der Landesakademie für

musisch­kulturelle Bildung und dem

Verband Deutscher Schulmusiker

(VDS), Landesverband Saar, ins Leben

gerufen. Ziel ist es, durch verschiedenste

Maßnahmen und Projekte, zum

Beispiel Fortbildungen für Erzieherinnen

oder Liederkalender für Kindergärten

und Schulen, das gemeinsame

Singen mit Kindern frühzeitig zu fördern.

Im vergangenen Jahr hat sich

der Saarländische Chorverband als

weiterer Kooperationspartner dem

Bündnis angeschlossen. Um allen musikalischen

Initiativen und Projekten

im Bereich „kulturelle Bildung für

Kinder und Jugendliche“ gerecht werden

zu können, wurde die Initiative

mittlerweile auf das umfassendere

„Bündnis für Musik“ erweitert.

Von dessen fruchtbaren Wirken konnte

man sich in der Congresshalle überzeugen.

Die verschiedenen Kinder­

CHOR AN DER SAAR 3/2009

gruppen tanzten als Blumen verkleidet

Rock ’n’ Roll, sangen über das „Floh­

fangen“ und darüber, dass kleine

Igel gerne schlafen, trommelten und

tanzten als Indianer über die Bühne

oder bildeten in einer stoffumhüllten

Menschenkette den Tausendfüßler

Tiggititagg, der geradeaus wackelt,

bis es nicht mehr weiter geht und

beim Rückwärtsgehen dann umfällt.

In Matrosenkostümen verabschiedeten

sie sich schließlich mit dem Lied

„Leinen los!“ in die großen Sommerferien.

Durch das kurzweilige Programm

führte Josef Thull, Projektleiter der

Landesakademie für musisch­kulturelle

Bildung und ehemaliger Vorsitzender

des VDS Saar. Gemeinsam mit

dem Clown Piff­Paff brachte er in

lustigen szenischen Darbietungen die

jungen wie auch die älteren Gäste zum

Lachen und animierte sie immer wieder

zum Mitsingen und ­klatschen.

Auch die Erzieherinnen und Lehrerinnen

beteiligten sich als Frauenchor

mit zwei Liedbeiträgen am Programm.

Viele von ihnen haben gerade die im

Rahmen des Bündnisses durchgeführte

4. Zertifizierungsstaffel „Elementare

Musikpädagogik“ abgeschlossen.

Kultusministerin Annegret Kramp­

Karrenbauer unterstrich die grund­

BüNDNIS SINGEN mIT KINDERN

legende Bedeutung der musisch­kulturellen

Bildung von Kindern und

Ein Haus voll singender Kinder

Abschlussveranstaltung des „Bündnis Singen mit Kindern“

und „Bündnis für Musik“ in der Congresshalle

Jugendlichen für unsere Gesellschaft

und dankte allen im Bündnis aktiven

Kräften. Für besondere Leistungen

hierbei zeichnete sie 11 Kindertageseinrichtungen

und 6 Grundschulen

mit der Plakette „Singender Kindergarten“

bzw. „Singende Schule“ und

zugleich als „Mitglied im Bündnis für

Musik“ aus. Die „Deutsche Radio

Philharmonie Saarbrücken­Kaiserslautern“

erhielt für ihr umfassendes

Projekt „Klassik macht Schule“ ebenfalls

eine Plakette.

Die Geschäftsstelle des Saarländischen Chorverbands ist

am 14. und 21. September sowie vom 26. bis 30. Oktober geschlossen.

Rainer Knauf

SEITE 3


LANDESjuGENDCHOR · FRAuENCHORTAGE · CHOR TOTAL

Konzerte in Saarlouis, Homburg und

Hornbach

Unter dem Motto „Come again“ lädt

der Landesjugendchor Saar zu seinem

zweiten Konzertprogramm seit der

Chorgründung im Jahre 2008 ein. Das

junge Ensemble unter Leitung von

Alexander Lauer, das sich überwiegend

aus Sängerinnen und Sängern im

Alter zwischen 16 und 26 Jahren zusammensetzt,

möchte sein Publikum

in diesem Jahr mit einem weltlichen

A­cappella­Programm begeistern. Das

Spektrum der zur Aufführung stehenden

Titel reicht von deutschsprachigen

und skandinavischen Volkslie­

dern über Werke der Renaissance und

der Romantik bis zu zeitgenössischen

Kompositionen. Die musikalische Reise

taucht den Konzertbesucher dementsprechend

in unterschiedlichste

Stimmungen ein und bietet sowohl

gefühlvolle Harmonien als auch mitreißende

Klangspiele, die sich dem

musikalischen Ausdruck bestimmter

Aspekte der Welt widmen. Die Gestaltung

einiger Werke geht dabei über

eine rein musikalische Darbietung hinaus

und umfasst auch szenische Elemente,

um die musikalische Botschaft

auch visuell wahrnehmbar werden zu

lassen. Neben den Darbietungen des

Landesjugendchor Saar mit neuem Programm

Chores werden auch einzelne Chormitglieder

mit Instrumentalbeiträgen,

die teilweise auf eigene Kompositionen

zurückgehen, zum Abwechslungsreichtum

des Konzertprogramms beitragen.

Für diejenigen, die beim

Auftaktkonzert in Losheim am 30.

August nicht dabei sein konnten, gibt

es zwei weitere Gelegenheiten, den

Landes jugendchor Saar mit seinem

neuen Programm zu erleben:

am Samstag, 12. September

im Saalbau in Homburg und

am Sonntag, 13. September

im Theater am Ring in Saarlouis.

Beginn ist jeweils um 19.00 Uhr,

der Eintritt kostet 10 €,

ermäßigt 8 €.

Karten im Vorverkauf erhältlich bei:

Städt. Kultur­ und Verkehrsamt

Rathaus, 66424 Homburg Saar,

Tel. 06841/101­166;

Kulturamt Saarlouis Stadtinfo im

Rathaus, Tel. 06831/443­263 /­393;

Saarländischer Chorverband,

Schlossstr. 8, 66117 Saarbrücken,

Tel. 0681/585141.

Im Rahmen des Festivals EUROKLAS­

SIK 2009 wird der Landesjugendchor

außerdem am 19. September, 20.00

Uhr, in der Klosterkirche Hornbach

gemeinsam mit dem Landes-Jugend-Symphonie-Orchester

Saar die

Bühnenmusik zu Ibsens „Peer Gynt“

von Edvard Grieg aufführen

Eintritt 12 €, erm. 8 €

weitere Infos:

www.festival­euroklassik.de

Frauenchortage in der Landesakademie in Ottweiler

Der SCV bietet auch in diesem Jahr die

Veranstaltung „Singen im Frauenchor“

an. Sie findet an dem Wochenende

7./8. November 2009 in der

Landes akademie für musisch kulturelle

Bildung in Ottweiler statt. Als

Dozenten konnten wieder Marita

Grasmück­Fetik, die Leiterin des seit

vielen Jahren international renommierten

Frauenchores Cantilena Überherrn,

sowie die in Saarbrücken ansässige

und in Operngesang und

Musiker ziehung diplomierte Stimmbildnerin

Cornelia Krempel gewonnen

werden.

Die Literaturauswahl steht dieses Mal

unter dem Thema „Tanzlieder“. Erarbeitet

werden fünf Kompositionen der

europäischen Komponisten Lajos Bárdos,

Béla Bartók, Hugo Alfvén, Steinar

Eielsen und Heinrich Poos. So wird

an Stücken aus Ungarn, Schweden,

Norwegen und Deutschland ge arbeitet,

wenn auch der deutsche Komponist

Poos einen spanischen Tanzrhythmus

verwendet. Doch keine Angst vor der

ausländischen Sprache! Die Kompositionen

sind in Deutsch übersetzt oder

können auf Wunsch in Deutsch gesungen

werden. Das norwegische Werk

besteht textmäßig zudem lediglich

Öffentliches Abschlusskonzert am 8. November, 17 Uhr

aus Silben, versprüht aber eine ungemeine

Freude.

Parallel zur Einübung der Tanzlieder

werden stimmbildnerische Einheiten

durchgeführt, in denen u.a. an der

Wahrnehmung der Einatmung im

Körper, an der Tiefenatmung, am

Stimmeinsatz und der Formung der

Vokale, am „Mut und Selbstvertrauen,

egal in welcher Auftrittssituation“

gearbeitet wird sowie an „progressiver

Muskelentspannung nach Edmund

Jacobson“ (die einen Zustand tiefer

Entspannung des ganzen Körpers verspricht)

.

Freuen Sie sich auf eine ansprechende,

abwechslungsreiche Literatur und

ein körperbetontes und trotzdem sehr

entspannendes Singwochenende!

Beginn: 07.11.2009, 9.00 Uhr

Ende: 08.11.2009, ca. 18.00 Uhr

Teilnehmerbeitrag: 80,00 €

Jugendliche/Studenten: 60,00 €

Anmeldeschluss: 6. Oktober 2009

Anmeldung über die Geschäftsstelle

des SCV, Schlossstr. 8,

66117 Saarbrücken,

Tel. 0681­585141, Fax 0681­5849969,

und im Internet unter:

www.saarlaendischer­chorverband.de

Im Rahmen eines kleinen Konzertes

präsentieren die Teilnehmerinnen

zum Abschluss des Singwochenendes

am 8. November, 17.00 Uhr, die

eingeübte Literatur. Interessierte

sind hierzu herzlich in die Landesakademie

Ottweiler eingeladen. Der

Eintritt ist frei.

Chor Total 2009

Vom 27. bis 29. Dezember 2009 findet

diese schon traditionelle Chorsinge­Lust­Veranstaltung

für Chorsängerinnen

und Chorsänger in der

Landesakademie für musisch­kulturelle

Bildung in Ottweiler statt.

Singen in (fast) allen Chorkategorien,

mit verschiedenen Dozenten.

Weitere Informationen zu Ablauf

und Inhalten demnächst unter:

www.saarlaendischer­chorverband.de

Beginn: 27.12.2009, 09.00 Uhr

Ende: 29.12.2009, 17.00 Uhr

Teilnehmerbeitrag: 120,00 €,

Jugendliche/Studenten: 100,00 €

Anmeldeschluss: 26. November 2009

SEITE 4 CHOR AN DER SAAR 3/2009


Vom 16. bis 23. August fand in der

Landesakademie für musisch­kulturelle

Bildung in Ottweiler die Ausbildungswoche

des SCV­Chorleitungsseminars,

wie im vergangenen Jahr

im Zusammenspiel mit der Chorleiterwoche

statt. Letztere richtet sich als

Fortbildungsangebot an alle interessierten

Chorleiter, unabhängig davon,

ob sie die dreijährige Ausbildung des

SCV ganz, teilweise oder auch gar

nicht absolviert haben. Ein zusätzliches

Angebot bildete an den letzten

drei Tagen der Woche das Seminar

„Orchesterleitung für Chorleiter“, das

denjenigen Hilfestellung gibt, die

mit der Aufgabe konfrontiert werden,

einen Chor gleichzeitig mit einem

Orchester zu leiten. Dozenten neben

Seminarleiter Alexander Mayer waren

Manuela Söhn­Lederle (Gesang,

Stimmbildung), Elmar Neufing (Chorleitung)

und Walter Niederländer

(Chorleitung) – ein engagiertes Team,

das nicht nur kompetent und pädagogisch

geschickt, sondern auch leidenschaftlich

bei der Sache ist!

Gegenüber dem Vorjahr war die Teilnehmerzahl

leicht gesunken, was

noch intensiveres Arbeiten ermöglichte.

Das bereits in den letzten Jahren

hohe Niveau der Seminaristengruppe

stieg dagegen sogar noch mal an, was

zukünftige Interessenten aber keineswegs

abzuschrecken braucht: Denn

die Teilnehmer, die hinsichtlich ihrer

didaktischen, instrumentalen und gesanglichen

Fähigkeiten ganz unterschiedliche

Voraussetzungen mitbringen,

werden individuell, d.h. nach

ihren jeweiligen Fähigkeiten und unabhängig

vom belegten Kurs, gefordert

und gefördert. Dies wird vor

allem erreicht durch Einzelunterricht,

sowohl vor der Gruppe als auch alleine

mit den Dozenten – ein Aspekt, der

stets von den Seminaristen gelobt

wird.

„Singendes Baugerüst“

Neben einer breitgefächerten Übungsliteratur

gab es diesmal als Novum

eine „Studierstunde“, die den Teilnehmern

eine Rückzugsmöglichkeit

bietet, um die Vielfalt der während

der Ausbildungsstunden erhaltenen

und erfahrenen Informationen auf­

und verarbeiten zu können. Erwähnt

sei auch, dass die Teilnehmer zu Beginn

der Seminarwoche Gelegenheit

zu einem nicht ganz alltäglichen

Auftritt hatten: Vom Baugerüst herab

konnten sie ein Ständchen für Kultusministerin

Annegret Kramp­Karrenbauer

singen, die der Landesakademie

einen Zuwendungsbescheid

ihres Ministeriums über 92.000 Euro

CHOR AN DER SAAR 3/2009

zur Sanierung des Daches des alten

Akademiegebäudes (ehem. Ottweiler

Lehrerseminar) überbrachte.

Einen besonderen Schwerpunkt der

Chorleiterwoche bildete in diesem

Jahr die Gregorianik, die Ursprünge

der Musik vor rund 1000 Jahren.

Neben dem Kennenlernen der Tonschriftzeichen

der mittelalterlichen

Musik, der Neumen, bildet hierbei die

intensive Verbindung von Wort und

Ton und die hierdurch bedingte „Freiheit“

beim Dirigat, welches nicht

metrisch gebunden ist, für Chorleiter

eine reizvolle Aufgabe bzw. Erfahrung.

Sie erweitert den Horizont,

schafft mehr Gefühl fürs Dirigieren

und somit letztendlich mehr Flexibili­

CHORLEITuNGSSEmINAR

tät bei der Leitung eines Chores. Ähnliches

gilt auch für das Dirigieren von

Rezitativen, das den Teilnehmern des

Workshops Orchesterleitung vermittelt

wurde. Den fortbildungswilligen

Chorleitern, gerade aber auch denjenigen,

die am Abschluss der dreijährigen

Chorleiterausbildung stehen,

werden damit wichtige Impulse vermittelt,

ihre Dirigiertätigkeit nicht im

Schematismus erstarren zu lassen.

Chorleitungsseminar – Chorleiterwoche –

Orchesterleitung für Chorleiter

Impressionen aus der

aktuellen Ausbildungsphase

Erfüllende Zusammenarbeit

Das Wochenendseminar „Orchesterleitung

für Chorleiter“ machte den Teilnehmern

nicht nur bewusst, wie komplex

das Problemfeld ist, das einen

Chorleiter erwartet, der gleichzeitig

einen Chor und ein Orchester zu dirigieren

hat, sondern vermittelte auch

sehr praxisnah in kurzer Zeit viele

wichtige Grundlagen, um diese Probleme

zu meistern.

Wie gibt man beispielsweise den richtigen

Auftakt? Wann blättert man die

SEITE 5


muSIKmENTORENAuSBILDuNG

Partitur um? Wie schafft man es,

Orchester und Chor gleichermaßen

anzusprechen bei unterschiedlicher

räumlicher Distanz? Wie koordiniert

man Musiker und Sänger richtig? Wie

kann der Dirigent sein inneres Er leben

der Musik auch äußerlich wahrnehmbar

werden lassen und den Musikern

und Sängern kommunizieren? Wie

und wann hat Kontakt durch Blick

und/oder gestisch zu erfolgen. Wie

erreicht man Transparenz und Struktur

im Dirigat? Wie baut man Energie

auf? Wie kann der Dirigent genügend

Dynamik des Chores mitbekommen,

wenn letzterer hinter dem Orchester

platziert ist? Wie muss dementspre­

chend die Ansprache der Sänger sein?

Diese und weitere Fragen wurden anhand

ausgewählter Literatur durchexerziert.

Dabei gaben alle Beteiligten,

also Dirigent, Orchester und Chor,

nach dem jeweiligen Dirigat Feedbacks

ab, um anschließend zu versuchen,

die Kritikpunkte, etwa fehlende

Einsätze und undeutliche Gesten seitens

des Chorleiters oder zu schwache

Artikulation der Konsonanten seitens

des Chores, zu beheben.

Hieraus ergab sich eine hochkonzentrierte,

intensive und damit erfüllende

Zusammenarbeit, die nicht nur den

Teilnehmern des Seminars, also den

Chorleitern bzw. Dirigenten zugute

kam. Auch für den Chor, gebildet von

Teilnehmern der Chorleiterwoche und

des Chorleitungsseminars, war es

spannend und lehrreich, die Interaktion

mit den Musikern zu erleben und

die daraus erwachsenden Probleme

praxisnah zu erfahren, ebenso für die

Mitglieder des Sinfonieorchesters des

Landkreises Kaiserslautern, die das

Streichquintett bildeten. Sie hatten

Gelegenheit, binnen kurzer Zeit Dirigenten

mit unterschiedlichsten Charakteren

und Fähigkeiten zu erleben,

was ihnen regelrecht Spaß zu machen

schien. Nicht zuletzt ihre offene und

konstruktive Mitarbeit ermöglichte

ein angenehmes und effizientes Arbeiten.

Nach all dem blieb am Schluss nur

die Frage, ob der Workshop Orchesterleitung

nach einer schon anstrengenden

Chorarbeitswoche den ein oder

anderen Teilnehmer nicht doch überfordern

könnte. Vielleicht wäre es

sinnvoller, zukünftig den Workshop

an den Anfang der Chorleiterwoche

zu legen oder gar auf ein separates

Wochenende. Eine kritische Rücksprache

und ­schau nach Abschluss

des Chorleitungsseminars im Oktober

sollten hierauf Antwort geben können.

musikmentorenausbildung 2009 in der Landesakademie

Auch in diesem Jahr läuft wieder eine

Musikmentorenausbildung in der Landesakademie

Ottweiler. Ein wesent liches

Ziel der Ausbildung ist die Förderung

der musikpädagogischen Begabung von

Jugendlichen, um ihnen dadurch Impulse

zu geben für die Wahl eines musikpädagogischen

Berufes bzw. für das

Engagement in der musikalischen Jugendarbeit

in Schulen und Vereinen.

Die Musikmentorenausbildung erfolgt

in Kooperation des Ministeriums für

Bildung, Familie, Frauen und Kultur des

Saarlandes und der Landesakademie für

musisch­kulturelle Bildung in Ottweiler.

Dort findet an sechs Wochenenden,

verteilt auf die Dauer von fünf Monaten

die Ausbildung statt:

20./21.11.2009, 11./12.12.2009,

08./09.01.2010, 05./06.02.2010,

05./06.03.2010, 19./20.03.2010,

jeweils freitags ab 16 Uhr bis samstags

18 Uhr.

Eine Informationsveranstaltung findet

am 09.11.2009, 17.00 Uhr in der Landesakademie

statt.

Schülerinnen und Schüler, die im Jahr

2010 das 16. Lebensjahr vollenden oder

älter sind (etwa ab Klasse 9), können

sich für die Ausbildung anmelden. Geeignete

Musikmentoren sind beispielsweise

Schülerinnen und Schüler, die in

der Verbandsarbeit oder im Musikunterricht,

in Chor­ oder Instrumentalgruppen

der Schule in positiver Weise auffallen,

die beim Singen und Musizieren

allgemein gute Leistungen aufweisen,

mit Mitschülern umgehen können und

verantwortungsbewusst handeln.

Grundkenntnisse in Notation und

Rhythmik werden vorausgesetzt. Das

Spielen eines Instrumentes ist zwar erwünscht,

zur Zulassung aber nicht erforderlich.

Die angehenden Musikmentoren

erhalten eine breit gefächerte

Ausbildung, die sie für den Einstieg in

die Leitung und Betreuung von Chor­

und Instrumentalgruppen in Schule

und Verein qualifizieren soll.

Interessierte Schülerinnen und Schüler

können sich bis spätestens 16. Oktober

2009 über ihre Schule (Musik­

Rainer Knauf

lehrer) beim Ministerium für Bildung,

Familie, Frauen und Kultur des Saarlandes

anmelden. (max. 2 Meldungen pro

Schule). Die Zulassungen und ggf. Absagen

werden bis 06. November 2009

erteilt. Für die Ausbildung wird von der

Landesakademie eine einmalige Teilnahmegebühr

in Höhe von 100,00 Euro

erhoben. Anmeldeformulare und weitere

Informationen:

­ Ausbildungsleiter Josef Thull,

Tel. 06824 / 302 90 00,

E­Mail: info@la­ottweiler.de,

­ Ministerium für Bildung, Familie,

Frauen und Kultur Referat E 2,

Horst P. Eisenbeis,

Tel.: 0681­501 72 79

­ Saarländischer Chorverband,

Geschäftsstelle, Tel. 0681­58 51 41,

E­Mail:

info@saarlaendischer­chorverband.de

­ Ein Download des Anmeldeformulars

und der Projektbeschreibung ist auch

im Internet möglich unter:

www.vds.saar, Menüpunkt „Musik

Mentoren Ausbildung 2009

SEITE 6 CHOR AN DER SAAR 3/2009


Bei der diesjährigen Chorleiterinnen­

und Chorleiterversammlung in Saarwellingen

hielt Ruth Maria Kronenfeld einen

Fachvortrag über den „Umgang mir der

alternden Stimme“, den sie nachstehend

für „Chor an der Saar“ zusammengefasst

hat.

Frau Kronenfeld hat an der Hochschule

für Musik Westfalen­Lippe, Institut

Münster, mit Hauptfach Gesang studiert

und dort die Bühnenreife erlangt. Im

Anschluss wechselte sie an das Institut

Detmold, wo sie ein Studium als Gesangspädagogin

und Stimmbildnerin

absolvierte. Es folgte eine Ausbildung

zur Atem­, Sprech­ und Stimmlehrerein.

Sie besuchte außerdem Meisterkurse

für Gesang bei Elisabeth Grümmer und

Körperschulung bei Burga Schwarzbach

in Luzern. Erfolgreich nahm sie an verschiedenen

Gesangswettbewerben auf

Landes­ und Bundesebene teil, hatte

Gastspiele an verschiedenen Landestheatern,

beteiligte sich am europäischen

Sängerwett bewerb und unternahm

Konzertreisen ins Ausland.

Daneben leitete sie Stimmbildungsseminare

und wirkte als Stimmbildnerin für

die Sängerbünde Nordrhein­Westfalen

und Rheinland­Pfalz sowie für verschiedene

Chöre. Hauptberuflich arbeitet sie

derzeit als Atem­, Sprech­ und Stimmlehrerin

an der Universitätsklinik des

Saarlandes in der Abteilung Neurologie.

Der Alterungsprozess des menschlichen

Körpers macht vor der Stimme

nicht halt. Dabei spielt nicht so sehr

das Alter an Jahren eine Rolle, sondern

vielmehr die „biologische“ Alterung.

Die stimmliche Veränderung

muss im Zusammenhang mit einem alterungsbedingten

Leistungsabbau des

Kehlkopfes, des Atemapparates, der

Mundmuskulatur bei der Lautbildung

und einer veränderten Bewegungssteuerung

der betreffenden Organe

gesehen werden.

Der Abbauvorgang der Sprech­ und der

Singstimme kann durch ausgeprägte

Krankheiten und hormonelle Veränderungen

beschleunigt werden. Die

Stimme wird matter, klangärmer und

ist weniger modulationsfähig. Der

Tonumfang wird zudem kleiner, was

sich besonders beim Singen bemerkbar

macht. Oft ist die Stimme brüchig

oder schrill. Die Erscheinungen der

Altersstimme können stärker, aber

auch fast unmerklich auftreten. Viele

Faktoren spielen hierbei eine Rolle.

Stets sollte bewusst sein, dass so etwas

zum Lebenszyklus des alternden

Menschen gehört!

Ab dem sechzigsten Lebensjahr kann

der Beginn der „Altersstimme“ sein.

Es kann zu Erstarrung der Gelenke,

Verkalkung und Verknöcherung der

CHOR AN DER SAAR 3/2009

Kehlkopfknorpels (besonders des

Schild knorpels bzw. Adamsapfels)

kommen. Dieser Prozess beginnt bereits

im 16. Lebensjahr, bei Frauen

etwas später. Er endet frühestens

beim Mann mit 50 Jahren und bei

der Frau mit 76 Jahren. Dann sind

die Kehlkopfknorpel vollständig verknöchert.

Bei der Altersstimme kann es zu folgenden

medizinischen Befunden kommen:

Befund Lunge:

­ Verminderte Atemkapazität durch

eingeschränkte Beweglichkeit des

Brustkorbes und dadurch Abnahme

der atmenden Fläche.

Befund Kehlkopf:

­ Fortschreitende Verknöcherung der

Kehlkopfknorpel mit daraus resultierendem

Elastizitätsverlust.

­ Durch die Rückbildung der Taschenfaltendrüsen

kommt es zur Austrocknung

der Kehlkopfschleimhaut.

­ Durch die Umbauvorgänge der elastischen

Fasern, (z.B. Schwund des M.

Vocalis, d.h. des Muskels der für die

Feineinstellung der Stimmlippen wie

z.B. Stimmlippenspannung, Stimmlippenschluss,

Tonhöhenregulierung

zuständig ist) kommt es zu Abbauerscheinungen

der Schleimhaut. Die

Folge ist eine verminderte Spannung

der Stimmlippen, auch kommt es

manchmal nicht zu einem guten

Stimmbandschluss.

­ Eine weitere Folge kann eine hypofunktionelle

Dysphonie sein, die

dann manchmal auch durch eine

Hyperfunktion kompensiert wird.

Vereinfacht bedeutet das: Dadurch,

dass die Muskulatur des Sängers unterspannt

ist, kommt es zu keinem

richtigen Stimmbandschluss. Der

Sänger hört und fühlt dies und

gleicht diese Schwäche mit zu viel

Kraft aus. Es kommt zu einer ständigen

Überanstrengung und Überbelastung

der Stimme. Zeichen dafür

sind z.B. rot anlaufende Köpfe (zu

viel Druck) oder eine verkrampfte

Körperhaltung (besonders zu sehen

im Hals­Nackenbereich und an der

Kopfhaltung).

­ Es kommt zu unregelmäßige Stimmlippenschwingungen,

hörbar durch

ein aufdringliches Vibrato oder

Tremolo.

­ Und schließlich sinkt der Kehlkopf

wegen seiner Muskelerschlaffung.

Befund Stimme:

­ Der Stimmumfang nimmt ab.

­ Die Altersstimme klingt farblos,

matt, aus­ oder abgesungen, flacher

und härter als in jungen Jahren.

CHORLEITuNG uND CHORPRAxIS

­ Es besteht eine Neigung zum Detonieren

und Tremolieren.

­ Hohe Töne lassen sich nicht längere

Zeit aushalten.

­ Die Stimme kann auch behaucht bis

verhaucht, belegt brüchig, kippend,

evtl. scharf und schrill klingen.

­ Die Bruststimme bei Männern geht

verloren. Die untere Stimmgrenze

wandert nach oben. Männerstimmen

werden höher und dünner infolge

schlaff werdender Stimmlippen.

Manchmal kommt es zum Überschnappen

der Stimme in die Fistellage.

­ Frauenstimmen werden dagegen tiefer

und schriller, infolge vermehrter

Blutfüllung der Stimmlippen und

einer dicker werdenden Schleimhaut.

Die untere Stimmgrenze wandert

weiter nach unten, manchmal

bis zu einer Quarte.

Nach so vielen niederschmetternden

Ergebnissen auch mal eine erfreuliche

Nachricht: Nur sehr selten finden sich

die für das Altern der Stimme typischen

Einzelmerkmale vollständig

oder in größerer Zahl bei ein und

derselben Person.

Die nächste erfreuliche Nachricht:

Mann kann den Alterungsprozess der

Stimme verlangsamen und aufhalten

indem man singt – richtig singt!

Singen macht glücklich und hält gesund!

Singen ist als Stärkung von

Körper, Geist und Seele anzusehen.

Wie wird das erreicht?

Die Schleimhäute werden durch das

Singen kräftiger durchblutet. Die Infektanfälligkeit,

auch durch Stress

bedingt, kann dadurch abnehmen.

Die Stimmlippen werden straffer und

stärker. Die Nebenhöhlen des Kopfes

können besser mitschwingen. Die

Muskeln, die den Kehlkopf nach unten

ziehen, werden kräftiger und halten

die Stimme jung.

Das richtige Singen beugt der Entstehung

der „Greisenstimme“ vor! Wer

singt, schult seine Selbstwahrnehmung.

Der Sänger macht die Erfahrung,

dass sich der Zustand des

Körpers aktiv beeinflussen lässt.

Zum richtigen Singen gehört jedoch

das Wissen um die richtige Stimmhygiene,

die richtige Stimmgebung,

das richtige Einsingen und auch eine

Stimmschulung. Das ist auch wichtig

für jeden Chorsänger:

­ Körperhaltung und Bewegung. Chorleiter

sollten sich diesem Bereich

und dem Bereich „Atmung“ besonders

intensiv widmen. Es bedeutet

Die Altersstimme

SEITE 7


CHORVISION 2009

Gesundheitsförderung für jedes

Chormitglied. Jeder Musiker liebt

und pflegt sein Musikinstrument.

Der menschliche Körper ist das

Musikinstrument eines jeden Sängers.

­ Es ist wichtig die Atmung zu schulen,

besonders die „Zwerchfellatmung“.

­ Die Artikulation / das Sprechen sollte

geschult werden. Angefangen vom

„Lockern der Sprechwerkzeuge“ bis

hin zur Verbindung von „Weite im

Ansatzrohr / Vokaltrakt“, Sprache

und Gefühl (Intension). Das Ansatzrohr

bzw. der Vokaltrakt ist der Raum

vom Kehlkopf bis zu den Lippen.

Durch Verformung und Weithaltung

verändert sich der Klang, er wird

runder, resonanzreicher, weicher

und schöner. Dies geschieht oft auf

Kosten der deutlichen Aussprache.

Es gilt also, edlen Klang, gute Aussprache

und das passende Gefühl

Fachkongress vom 24.-26. Juli 2009

in Marktoberdorf

Die Deutsche Chorjugend hatte eingeladen

– und sie kamen: Vertreter von

Hochschulen für Musik, Bildungsreferenten,

Professoren für Musikpädagogik,

Vertreter von Ministerien, von

Chorverbänden … und nicht zuletzt

Teilnehmer aus den Reihen der Lehrer,

Verantwortliche der Verbände, Chorleiter

... insgesamt über 200 Teilnehmerinnen

und Teilnehmer, und alle

miteinander mit einer einstimmigen

Erkenntnis: Es gilt, das frühe Singen

der Kinder nachhaltig qualitätsorientiert

zu fördern! Dies können wir

nur gemeinsam schaffen: Veranstalter,

Kooperations­ und Medienpartner,

Experten sowie Entscheidungsträger

aus Wissenschaft, Politik, Verwaltung

und Verbänden sowie die vielen hauptund

ehrenamtlichen Aktiven in der

Chorjugendarbeit. Dafür sollte die

diesjährige ChorVision als Austauschplattform

dienen.

zusammen zu bringen. Wenn man

beispielsweise ein trauriges Lied

singt, sollte man auch Trauer empfinden

bzw. fühlen. Gefühle machen

etwas mit unserer Gesamtkörperspannung,

die sich wiederum auf

den Stimmklang überträgt.

­ Die Stimme sollte geschult und

gepflegt werden, z.B. sollte der

Stimmlippenschluss mit Randkantenübungen

trainiert werden. Mit

Glissando­ oder Gleittonübungen,

die registerverbindend sind, kann

man eine lockere und leichte Stimmhöhe

und Stimmtiefe erarbeiten und

mit Crescendo und Decrescendo­

Übungen das Forte­ und das Pian

Singen (mit Einbeziehung der Resonanzräume)

üben (...)

­ Für die Stimmhygiene ist es nicht

gut, sich zu räuspern, zu flüstern,

zu schreien oder auch zu rauchen.

Gut dagegen ist es, die Raumluft

feucht zu halten, durch die Nase zu

Von Freitag bis Sonntag war nun also

Zeit und Raum – in sehr ansprechender

Atmosphäre der Bayerischen Musikakademie

in Marktoberdorf – sich

über aktuellste Methoden, Kooperationen

von Schulen und außerschulischen

Anbietern von kultureller Bildung

und verschiedene Singe­Modelle

für Kinder und Jugendliche in Schulen

zu informieren und auszutauschen.

Die Einheiten trugen fünf verschiedene

Überschriften: So macht’s

Spaß – So macht’s Sinn – So kann’s gehen

– So kann’s werden – So klingt’s.

Freitags wurden die Teilnehmer in

Workshops in die aktuellsten Methoden

nach dem Motto „So macht’s

Spaß“ eingeführt. Harald Rüschenbaum,

freier Musiker und Leiter des

Landesjugendjazzorchesters, früher

auch Lehrbeauftragter an der Münchner

Hochschule für Musik und

Theater, ließ die Anwesenden die

„Wahrnehmung als Schlüssel zur

Rhythmik, Melodik, Harmonik und

Form“ durch praktische Übungen am

eigenen Leib erfahren. Hier galt es

nicht nur zuzuhören, sondern auch

sich selbst als einen aktiven Teil des

Singens mit Kindern und Jugendlichen

zu begreifen und zu erfahren.

Die Begrüßung durch Hermann Olberding,

den Vorsitzenden der Deutschen

Chorjugend, wurde durch den Auftritt

der ersten beiden Chorklassen aus

Schwaben belebt. Danach wurde in

dem Workshop mit dem Titel „Singen

atmen, sich einzusprechen bzw. einzusingen,

viel zu trinken (v.a. Wasser)

und Sprechpausen einzuhalten.

Zu meiden ist Kamille (trocknet

Schleimhäue aus). Statt „Hals­Bonbons“

mit ätherischen Ölen wie z.B.

Menthol, Eukalyptus oder Pfefferminz

nimmt man besser Isla­Moos­

Pastillen, Emser Salz oder Salbei­

Bonbons.

­ Grundsätzlich kann man sich merken:

Nicht zu scharf, nicht zu heiß,

nicht zu kalt und nicht zu hochprozentig!

Alles meiden was für unsere

Schleimhäute nicht gut ist.

Quellen:

Günther Habermann: Stimme und

Sprache, 4. Aufl. 2003

Tadeus Nawka / Günter Wirth:

Stimmstörungen, 5. Aufl. 2007

Ruth Maria Kronenfeld

ChorVision 2009 – Bildungskompass: KLASSE CHOR!

tut gut“ von Friedhilde Trüün, Bildungsreferentin

für Kinderstimmbildung

und Kinderchorleitung, nach einer

kurzen theoretischen Einführung

in einer praktischen Vorführung mit

einer ca. 20­köpfigen Chorklasse die

Überschrift zum Programm.

„Kinder beim Singen an die Hand nehmen“

Am frühen Nachmittag wurden die

Inhalte mit einem Fachvortrag von

Prof. Dr. Bernhard Hofmann, Professor

für Musikpädagogik an der Universität

Regensburg vertieft.

Bei „So macht’s Sinn“ standen danach

die Kooperationen mit Schulen

und anderen Anbietern von kultureller

Bildung im Mittelpunkt. Nach

einer Einführung eines konkreten

landesweiten Modells aus Baden­

Württemberg (Ausbildung von Chormentoren,

Elisabeth Tull) wurden

Qualitätskriterien für Kooperationen

zwischen Ganztagsschulen und kultu­

SEITE 8 CHOR AN DER SAAR 3/2009


ellen Einrichtungen dargestellt (Thomas

Busch, Deutsche Kinder­ und Jugendstiftung).

Nach einer sehr beeindruckenden Aufführung

des Musicals „Kiss me Kate“

des Musischen Gymnasiums Marktoberdorf

ging’s am Samstag mit den

Inhalten zu „So kann’s gehen“ weiter.

Hier wurden die Teilnehmer über

die Vielfalt der Singe­Modelle für Kinder

und Jugendliche in Schulen mit

verschiedenen Kooperationspartnern

informiert, die in Impulsvorträgen

von den jeweiligen Initiatoren vorgestellt

wurden:

­ „Eppelheimer Modell“ – Dr. Ralf

Schnitzer (Initiator Singe­Klassen,

Dietrich­Bonhoeffer­Gymnasium)

­ „Chorklasse“ – Uwe Friedrich

(LAG Schulchor, Bayer. Kultusministerium)

­ „kids in Takt / teens in Takt“ –

Rainer Müller (Vorstand DCJ)

­ „Klasse! Wir singen“ – Elke

Lindemann (Domsingschule

Braunschweig)

­ „Primacanta – Jedem Kind

seine Stimme“ – Felix Koch

(HfM Frankfurt)

­ „Chorklassen an Grundschulen in

Bayern“ – Christiane Franke

(Netzwerk Musik)

­ „Chor:Klasse!“ – Silja Stegemeier

(Dozentin Kinderchorleitung,

Uni Oldenburg)

­ „Vokalorientierter Musikunterricht“

Prof. Andreas Mohr (FH Osnabrück)

Am Nachmittag wurden unter dem

Leitsatz „So kann’s werden“ Erfahrungen,

Erkenntnisse und Ideen aus

dem Fachkongress in einer Podiumsdiskussion

erläutert, ausgewertet und

weiterentwickelt. Warum ist es wichtig,

mit Kindern und Jugendlichen

altersgerecht an Schulen zu singen?

Warum werden die Kooperationen immer

wichtiger? Wie lassen sich bun­

CHOR AN DER SAAR 3/2009

desweite Standards gestalten? Moderiert

von Marion Glück­Levi vom

Bayerischen Rundfunk gingen die Experten

zusammen mit dem Publikum

der Frage nach, auf welchen Wegen

der Chorgesang an Schulen qualitativ

und quantitativ gefördert werden

kann.

Die Expertenrunde bildeten Eva­Maria

Atzerodt (Leiterin LAG Schulchor/

Beauftragte der Kultusministerkonferenz),

Prof. Robert Göstl (Prof. für

Kinder­/ Chorleitung HfM Köln), Prof.

Dr. Nimczik (Bundesvorsitzender des

VDS), Hartmut Doppler (Vizepräsident

des Deutschen Chorverbands), Hans

Walter (Ministerialrat, Kultusministerium

Niedersachsen), Prof. Dr. Hans

Bäßler (Vizepräsident des Deutschen

Musikrats) und Hermann Olberding

(Vorsitzender Deutsche Chorjugend).

Erfreulich hierbei war zu sehen, dass

die Erkenntnis der dringenden Handlungsnotwendigkeit

bei allen Anwesenden

unumstritten war und dass

dank der Hartnäckigkeit von Frau

Glück­Levi es konkrete Kooperationsergebnisse

zu verzeichnen gab. In

dieser hoffnungsvollen Stimmung

konnte man das herausragende Festkonzert

anlässlich des 25­jährigen

Bestehens der Bayerischen Musikakademie

in der Stadtpfarrkirche St. Martin

des „Mendelssohn Vocalensemble“

(Ltg. Karl Zepnik) und des Landes­

Jugendjazzorchesters (Ltg. Harald Rüschenbaum)

ganz besonders genießen.

Am Sonntag schließlich hieß es „So

kann’s klingen“. Hier konnten die

Teilnehmer bei einer Begegnung von

Chorklassen noch einmal hautnah erleben,

zu welchen Ergebnissen solche

Projekte führen können. Hinzu kam

ein weiterer Aspekt: das Offene Singen.

Exemplarisch zeigte Prof. Göstl

verschiedene in der Praxis erprobte

Methoden.

Zu Recht hatte Herr Hermann Olberding

zum Schluss der Abschlussmatinee

vielen Verantwortlichen zu

danken.

Ich bin froh, an der ChorVision 2009

teilgenommen zu haben, bot sie doch

vielfältige Möglichkeiten, Kontakte

sowohl unter den Teilnehmern als

auch zu den Experten zu knüpfen und

sich auszutauschen. Auch die Literaturbörse

bot umfassende Informationsmöglichkeiten.

Bleibt zu hoffen,

dass die unzähligen Inspirationen,

die wir mit nach Hause nehmen durften,

und dieses große Paket an frischer

Motivation, die Kinder­ und Jugendchorförderung

im Verband weiter

konstruktiv voran zu bringen, sowie

all die offensichtlichen Argumente

für frühe Sing­Förderung sich in

Taten umsetzen lassen.

Stefanie Bungart-Wickert,

Jugendreferentin

Infos zur ChorVision2009 auch unter

www.deutsche-chorjugend.de/

chorvision/

Die Geschäftsstelle der

Deutschen Chorjugend ist seit

1. September 2009 in Berlin ansässig,

die neuen Kontaktdaten lauten:

Deutsche Chorjugend e.V.

Eichendorffstr. 18

10115 Berlin

Tel. 030 / 847 10 89 ­ 50

Fax 030 / 847 10 89 ­ 59

E­Mail:

info@deutsche­chorjugend.de

Internet:

www.deutsche­chorjugend.de

SEITE 9


TAG DER muSIK 2009 · VERBANDSVERANSTALTuNGEN

SEITE 10

Das Wochenende vom 12.­14. Juni

2009 war vom Deutschen Musikrat

zum ersten TAG DER MUSIK ausgerufen

worden. Mit ihm soll der kulturel­

TAG DER muSIK 2009 im Saarland

Der Landesjugendchor Saar in der Congresshalle

len Vielfalt unseres Landes Ausdruck

verliehen werden. Bundespräsident

Köhler hatte die Schirmherrschaft

übernommen.

Der Landesmusikrat Saar wollte den

Tag der Musik mit einem kräftigen

Impuls versehen und hat mit einer

Veranstaltung in der Congresshalle

Saarbrücken diesen Tag genutzt, um

auf die Bedeutung der musikalischen

Jugendarbeit hinzuweisen. Die Idee

war, die Landesjugendensembles des

Saarlandes in einem gemeinsamen

Konzert und in gemeinsamer Begeg­

26.-27. September 2009

10.-11. Oktober 2009

Ottweiler, Landesakademie

für musisch­kulturelle Bildung

Chorleitungsseminar des SCV

mit Alexander Mayer, Manuela

Söhn­Lederle, Elmar Neufing

und Walter Niederländer

12. September 2009, 19.00 Uhr

Homburg, Saalbau

Landesjugendchor Saar

A-cappella-Konzert

13. September 2009, 19.00 Uhr

Saarlouis, Theater am Ring

Landesjugendchor Saar

A-cappella-Konzert

nung zusammenzuführen und vorzustellen.

Über die Presse und durch

Sendungen und Hinweise des Saarländischen

Rundfunks wurde die

Öffentlichkeit aufmerksam gemacht.

Vereine und Verbände wurden umfassend

informiert.

Am 13. Juni, 16 Uhr, startete die Veranstaltung

mit einem „Drum Circle“,

einem Percussions­Projekt, auf dem

Vorplatz der Congresshalle. Das Musikhaus

Artur Knopp hatte Leonardo

Ortega und Kalle Charon eingeladen,

mit Jung und Alt zu musizieren. Um

17 Uhr ging es mit der Landes­

Schüler­Bigband des Saarlandes (Saarländischer

Landesverband Jazz) im

Foyer der Congresshalle weiter. Unter

der Leitung von Matthias Ernst und

Ernst Urmetzer gab es einen Querschnitt

von Swing bis Jazzrock zu erleben.

Anschließend wechselte das

Publikum in den Großen Saal. Nach

der offiziellen Begrüßung durch den

Präsidenten des Landesmusikrates,

Bernhard Fromkorth, und die Kulturstaatssekretärin

Dr. Susanne Reichrath,

stellte das Schülerorchester des

Orchestervereins Wadgassen (Bund

Saarländischer Musikvereine) unter

Björn Jacobs einen Querschnitt seiner

musikalischen Arbeit – von ABBA bis

Philipp Sousa – vor.

Es folgte der vom Saarländischen

Chorverband neugegründete Landesjugendchor

Saar unter Leitung von

Verbandsveranstaltungen

19. September 2009, 20.00 Uhr

Hornbach, Klosterkirche

Landesjugendchor Saar und

Landes-Jugend-Symphonie-

Orchester Saar:

„Peer Gynt“ von E. Grieg

im Rahmen des Festivals

EUROKLASSIK 2009

(www.festival­euroklassik.de)

11. Oktober 2009, 17.00 Uhr

Ottweiler, Landesakademie

für musisch­kulturelle Bildung

Abschlusskonzert

des SCV-Chorleitungsseminars

Teilnehmer des Chorleitungsseminars

und der Chorleiterwoche

dirigieren Werke von der

Gregorianik bis zur Moderne.

Eintritt frei

Alexander Lauer. In einem vielfältigen

Programm, u.a. mit anspruchsvollen

Chorsätzen von Schumann und

Brahms, wechselte das junge Ensemble

virtuos zwischen den Stilen und

weckte die Neugier auf die im Spätsommer

anstehenden Konzerte.

Die anschließende Umbaupause gab

Gelegenheit, sich über die Ensemble­

Projekte an den aufgestellten Pinnwänden

zu informieren. Den dritten

Programmteil bestritt das Landes­Jugend­Symphonie­Orchester

Saar unter

Alexander Mayer. Die jungen Musiker

spielten aus ihrem Frühjahrsprogramm

Tschaikowsky, Rachmaninoff und

Mussorgski und machten mit Edvard

Grieg schon auf die Herbstarbeitsphase

aufmerksam. Zum Abschluss

machte das JugendJazzOrchester Saar

(Leitung Georg Ruby) noch einmal

richtig Dampf. Es sorgte u.a. mit

Titeln aus seiner neuen CD dafür, dass

die Zuschauer noch lange nicht nach

Hause gingen.

Der Tag der Musik in der Congresshalle

war ein erfüllter Tag, gestaltet durch

Können und Begeisterung der jungen

Musiker, die durchweg Hervorragendes

zu bieten hatten. Dank gilt allen

Mitwirkenden, insbesondere auch dem

Saarländischen Rundfunk für die

wunderbare Kooperation und dem

Ministerium für Bildung, Familie,

Frauen und Kultur für die ideelle und

finanzielle Unterstützung. Ohne sie

wäre das Fest zum TAG DER MUSIK

nicht möglich ge wesen.

Bernhard Fromkorth

7.-8. November 2009

Ottweiler, Landesakademie

für musisch­kulturelle Bildung

Singen im Frauenchor

Mit Marita Grasmück

und Cornelia Krempel

Teilnehmerbeitrag: 80 €/ erm. 60 €

Anmeldeschluss: 6. Oktober 2009

Öffentliches Abschlusskonzert

am 8. November, 17.00 Uhr

Eintritt frei

27.-29. Dezember 2009

Ottweiler, Landesakademie

für musisch­kulturelle Bildung

Chor Total

Teilnehmerbeitrag: 120 €/erm. 100 €

Anmeldeschluss: 26. November 2009

24. Januar 2010, 17.00 Uhr

Saarbrücken­St. Arnual,

Stiftskirche

Konzert des SCV zum neuen Jahr

CHOR AN DER SAAR 3/2009


Lieder, die die Liebe schrieb

Bexbacher Schubert-Chor brillierte mit musikalischem

Sommercocktail

Mit einem bunten Strauß aus Liebesliedern

und Weisen berühmter Meister

erfreute der Bexbacher Schubert­

Chor die große Zuhörerkulisse in der

Waldorfschule Bexbach. Nach der

„Weihnachtsgeschichte“ von Orff und

dem wundervollen „Laetare“­Konzert

für die Levi­Kirche im März stellte der

Chor unter Leitung von Chormusikdirektor

Paul O. Krick beim musikalischen

Sommercocktail unter dem

Motto „Lieder, die die Liebe schrieb“

seine Vielseitigkeit und seinen Fleiß

wieder einmal eindrucksvoll unter

Beweis.

Alle Liebesweisen zwischen Mozart

und Bernstein, zwischen dem Wiener

Prater und dem New Yorker Broadway

erklangen in Bearbeitungen für Soli,

Chor und Klavier, die CMD Paul O.

Krick in den letzten vierzig Jahren

für seine „Schubertianer“ angefertigt

hatte. Sie trafen den klassischen

Tonfall bei Mozart, Beethoven und

Martini so sicher wie die Romantismen

von Mendelssohn, Liszt oder gar

Tschaikowsky. Sie weckten in den unvergesslichen

Prater­Liedern von Stolz

und Sieczýnski durch die geschliffenen

Interpretationen gleichermaßen

Begeisterung wie in den zündenden

CHOR AN DER SAAR 3/2009

Rhythmen nach Loewe, Bernstein

oder Porter. In den Krick­Arrangements

bewährten sich einmal mehr

die choreigenen Solisten Peter Lehmann

in „Ganz Paris träumt von der

Liebe“, der junge Christian Lambert in

„Vor meinem Vaterhaus“ und Horst

Kraus in der unverwüstlichen „Diana“.

Auf eigenen Wunsch hin trat

Willi König letztmals als Tenorsolist

zusammen mit seinen Chorfreunden

auf. Noch einmal brillierte er in Liebesweisen

von Stolz und im mitreißenden

„Amor“­Song aus Brasilien,

vor allem in den großen Tenorserenaden

des Finales „Non ti scordar di me“,

„Still wie die Nacht“ und im glutvollen

„O sole mio“.

Auf diese Art und Weise war für die

vielen begeisterten Zuhörer nach über

zwei Stunden ein farbenfroher Strauß

der schönsten Liebesweisen entstanden.

Für den stehenden Applaus bedankten

sich Paul O. Krick und seine

Sänger mit einer der kostbarsten

musikalischen Blüten, dem Mottolied

„Liebe ist wie eine Rose“.

(Quelle: SZ 14.07.2009)

Konzert mit acht Chören

Am 17 Mai präsentierte sich der Kreis­

Chorverband Homburg im Volkshaus

Oberbexbach mit einem Konzert. Das

musikalische Programm reichte vom

klassischen alten Liedgut über Lieder

aus Musicals bis hin zu moderner Literatur.

Die Gesamtleitung lag in den

Händen des stellvertretenden Kreis­

Chorleiters Wolfgang Schmitt. Der

Kreis­Chorverband Homburg nahm das

Konzert auch zum Anlass, sich von

Heidrun Scherer zu verabschieden, die

die Geschäftsstelle des Saarländischen

Chorverbands über 28 Jahre lang geleitet

hat und wenige Tage zuvor den

wohlverdienten Ruhestand angetreten

hatte.

Insgesamt acht Chöre nutzten die Gelegenheit

zum gemeinsamen Gesang. Mitwirkende

in dem zweistündigen Konzert

waren der Männerchor der

Liedertafel Oberbexbach (Chorleiter

Wolfgang Link), der Gemischte Chor

Niederbexbach (Chorleiterin Annegret

Geibig), der Männergesangverein Er­

Bernhard Reichhart

bach (Chorleiter Emanuel Drobczyk),

der Junge Chor „Voices Alive“ (Chorleiterin

Annegret Geibig), der Gemischte

Chor des MGV Beeden „Taktlos“ (Chorleiter

Wolfgang Schmitt), der Jugendchor

der Liedertafel Oberbexbach

„Young Voices“ (Chorleiterin Judith

Strauß), der Gemischte Chor von Einöd­

Ingweiler (Chorleiterin Ines König) sowie

Sing ‚n‘ Swing aus Bruchhof­Sanddorf

unter der Leitung von Thorsten

Hansen.

Zufrieden zeigte sich Frank Vendulet,

stellvertretender Vorsitzender des Kreis­

Chorverbands Homburg mit dem zweiten

Konzert in diesem Jahr. Die Palette

an alten und modernen Liedbeträgen

habe bewiesen, dass man Chorgesang in

Zukunft fördern müsse. Daher wird der

Kreis­Chorverband Homburg alle zwei

Jahre an wechselnden Orten Konzerte

veranstalten.

Heinz-Peter Schuler

KREIS-CHORVERBAND

BERICHTE Merzig-Wadern AuS DEN KREISEN

KREIS-CHORVERBAND

Homburg

1. Vorsitzender: Matthias Omlor, Tel. 06841-5803

E-Mail: kreischorverband.homburg@yahoo.de

Zu Beginn des Konzertes zeichnete der Präsident des Schubert­Chores,

Horst Kraus, Chormusikdirektor Paul O. Krick

für sein 50­jähriges Jubiläum als Chorleiter – davon 40 Jahre

beim Schubert­Chor – mit der Ehrennadel in Gold des Deutschen

Chorverbandes aus.

Ines König leitet

Chorgemeinschaft

Lyra – männerchor

Oberbexbach

Nach über neuen Jahren hat Chorleiterin

Isolde Fernes Blatt aus familiären

Gründen das Dirigat der Chorgemeinschaft

beendet. Offiziell verabschiedet

wird sie zum 10(+1)­jährigen Chorbestehen,

das die Chorgemeinschaft am

18. Oktober mit einem Liedernachmittag

feiert. Durch Vermittlung des stellvertretenden

Kreisvorsitzenden Frank

Vendulet konnte schnell eine Nachfolgerin

gefunden werden: Ab sofort übernimmt

Ines König die Chorgemeinschaft.

Die Vorstandschaft glaubt, mit

ihr eine sehr gute Chorleiterin gefunden

zu haben, und hofft, mit ihr genau

so schöne und erfolgreiche Stunden zu

erleben wie mit ihrer Vorgängerin.

Frank Vendulet

SEITE 11


KREIS-CHORVERBAND

BERICHTE AuS DEN KREISEN

Saarbrücken

KREIS-CHORVERBAND

Merzig-Wadern

1. Vorsitzender: Franz Meiers, Tel. 06872-993308

E-Mail: FranzMeiers@t-online.de

Ausrichter des diesjährigen Chorverbandstags

war der Männergesangverein

„Concordia“ Brotdorf, der die

Veranstaltung unter Leitung von

Chorleiter Joachim Meiers mit Liedern

aus der Romantik feierlich eröffnete.

In einem Lied zum Totengedenken

wurde der verstorbenen Sängerinnen

und Sänger gedacht. Der Vorsitzende

des Chorverbands Franz Meiers begrüßte

sodann die Delegierten der

Chöre. Als Ehrengäste konnte er den

Vizepräsidenten des Saarländischen

Chorverbands Werner Zeitz und in

Vertretung des Oberbürgermeisters

der Stadt Merzig den Ersten Beigeordneten

und Ortsvorsteher von Brotdorf

Ernst Schrader willkommen heißen.

Beide gingen in ihren Grußworten auf

die Bedeutung des Chorgesangs ein

und wünschten der Veranstaltung

einen guten Verlauf.

Nach Feststellung der Beschlussfähigkeit

der Versammlung – von derzeit 45

aktiven Chören waren nur 27 durch

Delegierte vertreten – ging der Vorsitzende

auf die Aktivitäten im Chor­

KREIS-CHORVERBAND

Homburg

Der Kammerchor Collegium Cantorum

Merzig wurde 2002 im Nordsaarland

von Chorleiter Markus Stein ins Leben

gerufen. Ziel ist es, als projektbezogener

Kammerchor anspruchsvolle Chorliteratur

zu erarbeiten. Im Jahr 2008

Neu im SCV:

Collegium Cantorum merzig

wurde die Arbeit des Chors durch

Gründung des Collegium Cantorum

Merzig als eingetragener Verein auf

solide organisatorische Basis gestellt.

Der Schwerpunkt liegt dabei im Bereich

der oratorischen Werke des

17./18. Jahrhunderts. Im Februar

2003 debütierte das junge Ensemble

mit Händels „Messias“. Die Aufführungen

von Bachs „Johannes­

Kreis-Chorverbandstag 2009

mit Neuwahl des Vorstands

verband ein. Er bedauerte, dass 2008

nur ein Kreischorkonzert durchgeführt

werden konnte. Er dankte der

Chorgemeinschaft Hausbach und den

teilnehmenden Chören für ihr Engagement.

Für die Durchführung von

Kreischorkonzerten sei der KCV auf

die Mitwirkung der einzelnen Chöre

angewiesen. Meiers erläuterte das

Projekt der Musikschule im Landkreis

Merzig­Wadern „Singen macht Schule“

und das Projekt des Deutschen und

Saarländischen Chorverbands „FELIX“,

das kindgerechtes Singen in den Kindergärten

fördern will. Die Dauerthemen

GEMA und Gemeinnützigkeit

wurden ebenso angesprochen wie die

Ehrenamtbörse und das neue Internet­

Vereinsportal des Landkreises.

Schatzmeister Winfried Schilz gab

den Kassenbericht ab. Die Kassenprüfer

aus Brotdorf bescheinigten ihm

eine gute Kassenführung. Unter der

Versammlungsleitung des Vorsitzenden

des MGV „Concordia“ Brotdorf

Rudi Rebmann erfolgte die einstimmige

Entlastung des Vorstands, welcher

anschließend neu gewählt wurde. Für

weitere zwei Jahre wurde Franz

Meiers zum Vorsitzenden wiedergewählt.

In ihrem Ämtern wurden bestätigt:

der stellvertretende Vorsit­

passion“ (2004) und des „Weihnachtsoratoriums“

(2005) waren weitere

heraus ragende Konzerte der bisherigen

Chorarbeit.

Seit 2005 besteht eine enge Zusammenarbeit

mit der „Fritz­Neumeyer­

Akademie für Alte Musik im Saarland“

sowie dem „Institut für Alte Musik“

der Hochschule für Musik Saar: Im

Februar 2006 eröffnete das Ensemble

die „Tage alter Musik im Saarland –

TAMIS“ mit einem Programm zum 300.

Todestag von Johann Pachelbel.

Im Sinne der historischen Aufführungspraxis

arbeitet das Collegium

Cantorum Merzig mit international

konzertierenden Barockensembles wie

Neumeyer Consort, Ensemble Mediolanum

Frankfurt, Concerto Saarbrücken

zusammen. Konzertmitschnitte des

Saarländischen Rundfunks dokumentieren

die Arbeit des Chores.

zende Manfred Comteße, Schatzmeis ­

ter Winfried Schilz sowie Christel

Reinert und Werner Brücker. Als

Nachfolger für Kreischorleiter Walter

Langenfeld wurde Joachim Meiers

gewählt. Heinz Schett gab sein Amt

als Schriftführer aus gesundheitlichen

Gründen zurück. Der Vorsitzende

dankte ihm für 15 Jahre zuverlässige

und selbstlose Arbeit im KCV­Vorstand.

Dem Vorstand gehören weiter Bernd

Rolinger und Rudi Rebmann an. Die

Aufgabenverteilung soll im Vorstand

festgelegt werden. Zum Bedauern des

Vor sitzenden fand sich kein Vereinsvertreter

bereit, in seinem Chor 2009

ein Kreischorkonzert durchführen zu

wollen. Der Chorverbandstag 2010

wurde auf den 14. März 2010 in Perl

festgelegt.

In seinem Schlusswort dankte der

Vorsitzende für das Vertrauen, das

ihm und den übrigen Vorstandsmitgliedern

entgegengebracht wurde.

Er rief die Delegierten auf, sich

verstärkt um eine für die Kinder­

und Jugendchorarbeit verantwortliche

Person zu bemühen.

Franz Meiers

Chorleiter Markus Stein erhielt seine

erste kirchenmusikalische Ausbildung

bei Prof. Ekkehard Schneck in Trier

und übernahm schon mit 16 Jahren

seine erste Orgel­ und Chorleitungsstelle.

Wichtige musikalische Impulse

als Kammermusiker und Chordirigent

erhielt er im Ensemble Concertino

Saarbrücken, dem Institut für Alte

Musik der Hochschule für Musik Saar,

sowie bei Wiebke Weidanz (Cembalo),

Christoph Siebert (Dirigieren) und

Martin Lücker (Orgel) in Frankfurt/M.

2005 erhielt Markus Stein ein TAMIS­

Stipendium der Akademie für Alte

Musik im Saarland und war im selben

Jahr Stipendiat der Internationalen

Sommerakademie an der Hochschule

für Musik und Darstellende Kunst in

Frankfurt/M. Er nahm an Meisterkursen

bei Jon Laukvik, Harald Hoeren,

Petra Müllejans und Michael Schneider

teil. Seit 2008 studiert er an der

Hochschule für Musik und Darstellende

Kunst in Frankfurt/M. Cembalo bei

Prof. Harald Hoeren und Orgel bei

Prof. Martin Lücker.

SEITE 12 CHOR AN DER SAAR 3/2009


Juni 2009

Bexbacher Schubertchor

Dr. Paul O. Krick 50 Jahre

Chorleiter

Singkreis Heinitz

Ernst Schmelzer 50 Jahre

Siegfried Berwian 40 Jahre

Annemarie Berwian 40 Jahre

Brigitte Dupont 40 Jahre

Inge Müller 40 Jahre

Helmut Stein 40 Jahre

Gesangverein 1874 Lautzkirchen

Angelika Schneider Gold und

Onyx (1. Schriftführerin)

Herbert Gaa 60 Jahre

Theodor Graf 60 Jahre

Gerhard Gaa 50 Jahre

Franz Kohl 50 Jahre

Friedel Pfitzer 50 Jahre

Norbert Rastetter 50 Jahre

Hans Müller 40 Jahre

Großer Auftritt der ILL-Chöre

in Welschbach

Der MGV Liederkranz 1905 Welschbach

hatte im Auftrag des Gruppenvorsitzenden

Manfred Nikolay am 9. Mai

zu einem Gruppen­Konzert nach

Welschbach in die Welschbachhalle

einge laden. Von elf geladenen Vereinen

haben sich leider nur sieben

Chöre an diesem Vorhaben beteiligt:

der MGV 1885 Frohsinn Hirzweiler

(Leitung Dieter Eckstein), der MGV

1885 Illingen­Gennweiler (Ltg. Stefan

Monshausen), der GV 1910 Concordia

Merchweiler (Ltg. Kreischorleiter Hans

Werner Will), der MGV 1872 Wilhelm

Merchweiler (Ltg. Eric Weiler), die

Sängervereinigung 1882 Frohsinn

Merchweiler (Ltg. Rudi Meiser), der

Männerchor 1924 Uchtelfangen (Ltg.

Chordirektor ADC Uwe Alter) und

der MGV Liederkranz 1905 Welschbach

(Ltg. Gruppenchorleiter Stefan

Schnur).

... so schallte es am 16. Mai in der

Mehrzweckhalle in Steinbach. Wie

schon in den vergangenen Jahren

hatte der Männerchor Steinbach unter

Leitung von Hans­Werner Müller zum

„Singen beim Wein“ eingeladen. Und

viele kamen. Als musikalische Gäste

nahmen die Sangesfreunde aus Fürth

unter Hans­Werner Will sowie der

Männerchor aus Oberkirchen unter

Alfred Kastel in gekonnter Manier an

der frohen Runde teil. Der evangelische

Kirchenchor aus Steinbach, eben­

CHOR AN DER SAAR 3/2009

MGV Eintracht 1902 Weiten

Gerhard Jacob 50 Jahre

Klaus Sieren 50 Jahre

Manfred Berg 40 Jahre

Reinhold Kirf 40 Jahre

Benno Klein 40 Jahre

Bernd Philipps 40 Jahre

Klaus Thielen 40 Jahre

Juli 2009

MGV Concordia 1891 Beckingen

Karl Tiné 50 Jahre

MGV Limbach

Horst Wirth 50 Jahre Chorleiter

MGV Kulturgemeinde

Sitterswald e.V.

Brigitte Drumm 40 Jahre

Mit dem Sängergruß „Brüderlich und

fest uns bindet“ stimmte der MGV

Liederkranz 1905 Welschbach die Besucher

und Gäste auf ein mehr als

zweistündiges Konzert in der vollbesetzten

Welschbachhalle ein. Die

sieben Chöre sorgten für beeindruckende

Liedvorträge und ernteten

auch den entsprechenden, immer

wieder lang anhaltenden Applaus.

Zum Höhepunkt des Abends versammelten

sich alle Chöre auf und vor

der Bühne. Unter der Leitung von

Kreischorleiter Hans Werner Will

sangen 164 Sängerinnen und Sänger

das Schottische Volkslied „Ein schöner

Tag war uns beschert“ und gaben

damit dem Abend eine besondere

Note.

„Jeder Verein hat sich selbst übertroffen“

fasste Günter Schüller, Vorsitzender

des MGV Liederkranz 1905 Welsch­

falls von Hans­Werner Müller geleitet,

zeigte in erfrischender Weise, dass

nicht nur sakrale Lieder zu seinem

Repertoire gehören. Abgerundet wurde

das Programm durch ein Musikensemble

aus Als weiler in Begleitung

der Oberkircher Sänger. Martin Neu

aus Steinbach feierte mit einer jungen

Bläsergruppe eine Bühnenpremiere,

die bestens gelang.

Ein volles Haus, ein guter Wein, begeisterter

Zuhöre, dazu Sängerehrun­

GEDENKEN

TERMINE

August 2009

GV Friede Steinberg-Deckenhardt

Hans Veckes 60 Jahre

Werner Schunck 50 Jahre

Gold und Onyx (Vorsitzender)

Jubiläen und

EHRUNGEN

Sängerchor 1875 Theley

Reinhold Hornetz 60 Jahre

Arnold Spaniol 60 Jahre

Eduard Casper 50 Jahre

Manfred Nonnengard 50 Jahre

KREIS-CHORVERBAND

Saarlouis

KREIS-CHORVERBAND

Neunkirchen

bach, die Leistungen aller Sängerinnen

und Sänger zusammen. „Chorgesang

führt St. zusammen Ingbert

und hält zusammen,“

stellte Manfred Nikolay, Vorsitzender

der Gruppe ILL, fest. Auch bedankte

er sich beim MGV Liederkranz 1905

Welschbach für die hervorragende Organisation,

die es erst ermöglichte,

das Konzert in diesem schönen Rahmen

KREIS-CHORVERBAND

über die Bühne zu bringen. Das

Konzert war bei freiem Eintritt eine

ausgezeichnete Werbung für den

Chorgesang!

Alois Schäfer

EHRuNGEN

1. Vorsitzender: Erich Bick

Tel. 06825-88299, E-Mail: bicke@gemue.net

KREIS-CHORVERBAND

St. Wendel

KREIS-CHORVERBAND

gen, die die Frauenreferentin des

Kreis­Chorverbands Neunkirchen Elke

Saarbrücken

Wohlauf noch getrunken

den funkelnden Wein

Rothaar vornahm – rundum ein gelungener

Abend!

KREIS-CHORVERBAND

Merzig-Wadern

Hans Diesel

SEITE 13


BERICHTE AuS DEN KREISEN

Der Frauenchor wurde im Herbst 2005

von Mathias Staut ins Leben gerufen.

Neben seiner Chorleitertätigkeit im

Kirchenchor St. Ludwig in Spiesen,

wollte er den Versuch starten, eine

Frauenschola auf die Beine zu stellen.

Mathias Staut absolvierte 2001 sein

C­Examen für Kirchenmusik am Bi­

Neu im SCV:

Frauenchor „Cantiamo!“

schöflichen Kirchenmusikalischen Institut

der Diözese Speyer. 2004 begann

er das Kirchenmusikstudium an

der Hochschule für Musik Saar und

wechselte 2006 an die Musikhochschule

Köln. Seit 2007 studiert er zusätzlich

auf Lehramt für Gymnasium

und Gesamtschule mit den Schwerpunkten

Musik, Theologie und Erziehungswissenschaften,

ebenfalls in

Köln.

Die Idee eines „Projektchores“ fand

schnell bei einigen Sängerinnen Anklang.

In sporadischen Proben wurde

für den ersten Auftritt am 2. Weihnachtstag

des gleichen Jahres geprobt.

Rasch machte sich die „Frauenschola

St. Ludwig Spiesen­

Elversberg“ einen Namen. Immer

wieder fanden sich neue Mitsängerin­

2008 war für den Madrigalchor Illingen

ein erfolgreiches Jahr mit vielen Höhepunkten.

Es begann mit einem Chorkonzert

in der Stadthalle St. Ingbert im

Januar 2008 mit europäischen Madrigalen,

im März folgte ein interessantes

Passionskonzert zusammen mit einem

Gambenorchester in der Pfarrkirche Elversberg.

Im Mai 2008 gestaltete der

Chor die Ehrenamtsfeier der Gemeinde

Illingen mit. Ebenfalls im Mai wurden

Teile des Mozart­Requiems in einem Toten­Gottesdienst

in Hüttigweiler aufgeführt.

Eine Gottesdienstgestaltung erfolgte

auch im Juni, uns zwar in der

Pfarrkirche in Holz. In der ersten Juliwoche

führten die Illinger Madrigalisten

eine Konzertreise nach Polen durch mit

Auftritten in Krakau, Tuchow, Tarnow

und in der Musikhochschule in Rzeszow.

In bester Erinnerung ist der Besuch in

Illingens Partnergemeinde Tuchow, wo

die Einheimischen alles taten, um ihre

Illinger Freunde zu begeistern: vom ausverkauften

Konzert in der Stadthalle

nen, denen die folgenden Auftritte

(mal an Ostern, mal im Advent…) so

gut gefielen, und die endlich mal wieder

eine Gelegenheit sahen, in einem

Chor mitzusingen. Mittlerweile besteht

der Frauenchor „Cantiamo!“, wie

er sich seit Dezember 2008 nennt, aus

ca. 18 Sängerinnen im Alter zwischen

17 und 70 Jahren. Zum Repertoire

des ein­ bis dreistimmig singenden

Frauenchores gehören sowohl klassische

als auch moderne Stücke, u. a.

von John Rutter (Star Carol, I will sing

with the spirit, The Lord bless you

and keep you…), Josef Rheinberger

(Messe für dreistimmigen Frauenchor,

über ein gemeinsames Mittagessen bis

hin zum Schwenkbratenfest mit Musik

mitten im Wald an einem Weiher. Anfang

Dezember fand das jährliche Chorwochenende

auf dem Finkenrech statt,

um das Weihnachtsoratorium von J.S.

Bach vorzubereiten, das am 4. Advent

zusammen mit dem Ensemble vocale in

St. Stephan in Illingen vor einem begeisterten

Publikum aufgeführt wurde.

Höhepunkte 2009 waren bislang die

Aufführung des Requiems von Karl Jenkins

im März in der Aula des Krebsberggymnasiums

in Neunkirchen und in St.

Stephan in Illingen: Beide Male volles

Haus und stürmischer Beifall für ein

sehr ungewöhnliches Werk mit lateinischen

Messgesängen, Gregorianischem

Choral, mit aktuellem Hip­Hop und japanischen

Haiku­Liedern. Die weiteren

Vorhaben: Am 26. September, 20 Uhr,

findet in der Illipse ein großes Gala­

Konzert mit Werken der Komponisten

Händel, Haydn und Mendelssohn­Bart­

Missa brevis in A…), George Dyson

(Magnificat), Thomas Gabriel (Te lucis

ante terminum), Nancy Hill Cobb

(Cantate Domino) und überarbeitete

Stücke von Mathias Staut (Let us

break bread together, Möge die Straße…),

um nur einige zu nennen.

Die Proben finden freitags von 18.30

bis 20.00 Uhr in der Kirche St. Ludwig

in Spiesen statt. Zum Organisations­

Team gehören Anne Sesar, Trudel Jacoby

und Jutta Herrmann.

Mathias Staut

Nach erfolgreichem jahr 2008:

madrigalchor Illingen zu neuen ufern

Gala-Konzert zum Händel-Haydn-Mendelssohn-Jahr 2009 am 26. September in der Illipse

holdy statt, die allesamt in diesem Jahr

ein Jubiläum begehen.

Am Freitag, 11. Dezember 2009, ist ein

Adventskonzert mit dem Madrigalchor,

Christian Schmitt, Orgel, und Thomas

Hammes, Trompete, in St. Stephan in

Illingen geplant. Die Moderation hat

Lothar Ackva vom SWR. Nach den

Großen Ferien geht es aber zunächst im

Rahmen des zweijährlichen Chor­Ausflugs

über Marmoutier und Colmar nach

Freiburg, wo der Madrigalchor Illingen

am 6. September das Hochamt im weltbekannten

Münster musikalisch gestalten

wird.

Wünschenswert wäre, wenn noch mehr

Männerstimmen – sowohl im Tenor, als

auch im Bass – den Chor bereicherten.

Chorprobe ist jeden Montagabend um

20 Uhr im Musiksaal des Illtalgymnasiums.

Interessenten sind stets willkommen.

Gottfried Backes

SEITE 14 CHOR AN DER SAAR 3/2009


Intervall zurück in der Zukunft

Auf ein gelungenes Konzert blickt der

junge Mädchenchor Intervall zurück:

Mit der neuen, engagierten Chorleiterin

Verena Laase sowie den 11 Sängerinnen

begaben sich fast 400 Zuschauer

in der Großwaldhalle Eiweiler am

16. Mai auf eine „Reise durch die Zeit“.

Dieses Motto umfasste viele verschiedene

Genres der Musikgeschichte, vom

Charme der Comedian Harmonists

aus den Zwanziger Jahren über den

schrillen Neon­Look der 80er­Jahre­

Musical­Szene bis hin zu einigen

Titelmelodien bekannter Disney­Filme.

Das Publikum klatschte begeistert

zu den alten Klassikern der Beatles

oder verausgabte sich beim Mittanzen

des „Time Warp“.

Die Sängerinnen konnten das Resultat

monatelanger Arbeit endlich vorführen

und wurden im Nachhinein mit

sehr guten Kritiken von Verwandten,

Freunden, aber auch der Presse belohnt.

Ein großes Dankeschön für die

tolle und problemlose Umsetzung des

Die Worte des Schirmherrn Lothar

Ringle, Bürgermeister von Riegelsberg,

ließen die Zuhörer zu Beginn

des Konzertes aufhorchen: „Drei

Familien der Gemeinde Riegelsberg

sind betroffen.“ Ein Benefizkonzert

zu Gunsten des Kinderhospizes. Dazu

hatten sich die Sänger und ihr

Chorleiter Eric Weiler entschlossen.

Singen zum Wohle von Menschen –

von Kindern – deren junges Leben

ohne großes Leid und großen Schmerz

zu Ende gehen darf.

Am 28. Juni 2009 gaben die Sänger

und Solisten bei sommerlichen Hochtemperaturen

im Saal der Vierjahreszeiten

des Hotels Gabriel ihr Bestes.

Schon im Vorfeld konnte der Zuhörer

auf die Darbie tungen gespannt sein,

denn das Programm war vielseitig und

abwechselungsreich gestaltet. Die

Sänger des MGV Reingold überzeugten

gleich zu Beginn mit Schuberts

„Abendfrieden“ und „Die Rose“ von

Amanda McBroom. Alice Münz, Sopranistin

und langjährige Chorleiterin

des MGV, besang gekonnt und

professionell „Solveigs Lied“ von

Edvard Grieg, Auszüge aus Mozarts

Zauberflöte sowie Otto Nicolai’s „Die

lustigen Weiber von Windsor“. Monika

CHOR AN DER SAAR 3/2009

Konzerts, für die großartige Hilfe

aller Beteiligten sowie das tolle Publikum,

welches den Abend zu einem

wundervollen Ereignis machte!

Die erfolgreiche Resonanz spornt den

Chor selbstverständlich zu weiteren

großen Taten an und er wird den Fans

des frischen, weltlichen Chorgesangs

sicherlich auch im nächsten Jahr ein

neues Programm mit abwechslungsreicher

Bühnenshow und passenden

Kostümen präsentieren. Unter

www.chor-intervall.de

können künftig alle wichtigen Termine,

Veranstaltungen oder Neuigkeiten

nachgelesen, ebenso Lob, Kritik oder

Grüße hinterlassen werden. Die Kontaktdaten

des Vorstandes sind ebenfalls

dort hinterlegt. Die Sängerinnen

freuen sich bereits auf die kommenden

Auftritte, so beim Weinfest des

MGV Landsweiler am 7. November

2009.

Esther Ziegert

Scheier konnte das Publikum mit

„Schlösser, die im Monde liegen“ aus

„Frau Luna“ von Paul Linke ebenso

überzeugen wie mit „Ich hätt’ getanzt“

aus „My fair Lady“. Erwähnenswert

auch das „Duett Frau Fluth – Frau

Reich“, gesungen von den Sopranistinnen

Alice Münz und Monika

Scheier, in dem der Casanova Falstaff

besungen wird.

Janine Schyma­Scheier, die dritte

Sopranistin im Bunde, begeisterte das

Publikum mit bekannten Liedern wie

„Memory“ aus dem Musical „Cats“ und

„Ich gehör’ nur mir“ aus „Elisabeth“.

Bassist Armin Scheier und Chor präsentierten

mit gemeinsamen Auftritten

im zweiten Teil des Konzerts dem

Publikum Stücke aus der Zauberflöte

„O Isis und Osiris“ und „Chor der

Priester“ sowie aus „Die lustigen

Weiber von Windsor“ mit „Als Büblein

klein“. Mit großem Engagement sangen

zum Abschluss die Sänger aus

der Oper „Der fliegende Holländer

den „Matrosenchor“, der nach einem

langen Applaus auch ein zweites Mal

als Zugabe gesungen wurde. Nicht

unerwähnt bleiben darf ein junges

Talent, das durch ein zweistündiges

abwechslungsreiches Programm den

KREIS-CHORVERBAND

St. Wendel

KREIS-CHORVERBAND

Saarbrücken

1. Vorsitzender: Peter Kolb, Tel. 06897-72059

E-Mail: p.kolb2@gmx.de

KREIS-CHORVERBAND

Merzig-Wadern

KREIS-CHORVERBAND

Homburg

mGV Reingold

Benefizkonzert für das

Saarbrücker Kinderhospiz

Chor und die Solisten am Flügel begleitete:

Sebastian Benetello.

Ein herzliches Dankeschön an Bürgermeister

Lothar Ringle und den Landtagsabgeordneten

Bernd Wegner für

die Übernahme der Schirmherrschaft,

Dank allen Akteuren und letztendlich

Dank an alle Besucher, die das Konzert

mittrugen und unterstützten.

Neugierig geworden auf den MGV

Reingold? Interessenten sind herzlich

eingeladen, unsere Chorprobe zu besuchen.

Wir proben montags, 20.00

bis 21.30 Uhr, in der Kurzestraße 5 in

Riegelsberg.

Petra Brück

SEITE 15


BERICHTE AuS DEN KREISEN

Sängerchor Bischmisheim

startet Chorprojekt

Sängerinnen und Sänger gesucht

Neu im SCV:

„Das Projekt 010 – Ein Chorprojekt

für Jedermann“, so lautet der Aufruf

zu einen Projekt, das der Sängerchor

Bischmisheim im kommenden Herbst

anbietet. Das großartige Chorwerk

„The armed man – a mass for peace“

für gemischten Chor und Orchester

von Karl Jenkins soll zur Aufführung

kommen. Hierfür wird ein Projektchor

gegründet, der ausschließlich für dieses

Projekt ins Leben gerufen wird

und einen völlig neuen Klangkörper

bilden soll. Das Grundgerüst bilden

die Sängerinnen und Sänger des Sängerchors

Bischmisheim mit seinen

Sie hören gerne Oldies, Musik von

Abba, Queen, Beatles, Robby Williams,

oder doch lieber Gospels, NGL, oder

Spätromantik?

Das saarländische Show­ und Soundensemble

(bestehend aus 18 Sängerinnen/Sängern,

12 Musikern, 1 Conférencier

sowie Ton­ und Licht­

technikern und zahlreichen Helfern)

ist in der Lage, die unterschiedlichsten

musikalischen Stilrichtungen in

seine Konzerte/Bühnenshows zu integrieren.

Hierbei ist zu bemerken,

dass die neuzeitlichen Arrangements

ergänzend für Orchester und die Chorsätze

fast alle von Lothar Klockner

transkribiert werden und ohne Musik­

Konserve ,,100% handgemacht“ von

der Bühne zum Zuhörer gelangen.

Mit Unterstützung einer professionellen

Beschallungs­ und Lichttechnik

kann sich CHORWURM jeweils den örtlichen

Begebenheiten gut anpassen

und effektvoll in Szene setzen.

CHORWURM bietet neben einem sehr

umfangreichen Rock­ und Pop­Repertoire

seine aktuelle Musik­Revue ,,On

Broadway“. Im Mittelpunkt stehen

hier aufwendig inszenierte Auszüge

beiden Sparten Frauenchor Canzonetta

’90 und Männerchor.

Gesucht werden also noch Sängerinnen

und Sänger, die dieses Projekt mit

ihrer Stimme unterstützen möchten.

Eingeladen sind alle, die gerne singen

und schon immer mal bei solch einem

großen Chorwerk mitwirken wollten.

Diesen Chor gibt es nur sieben Monate

lang! Im Vordergrund steht dabei das

gemeinsame Musizieren und die Freude

am Singen, eine weitere Verpflichtung

gibt es nicht. Somit möchte der

Sängerchor Bischmisheim all diejenigen

erreichen, die gerne singen, jedoch

keinem Verein mit all seinen

Verpflichtungen beitreten möchten.

Jeder, der Spaß am Singen hat oder

ihn noch entdecken möchte, ist herzlich

eingeladen mitzusingen.

aus dem mitreißenden ABBA­Musical

„Mamma Mia“ und der Bühnenfassung

der kultigen Kino­Romanze „Dirty

Dancing“. Zudem verbreitet Chorwurm

100%­ige Live­Atmosphäre mit der

Science­Fiction­Rock­Revue „We will

rock you“ und den Songs der legendären

Band QUEEN und präsentiert

last but not least orchestral arran­

gierte Stücke aus dem Mantel­und­

Degen­Musical „Die drei Musketiere“

in bunter Kostümvielfalt.

„On Broadway“ – der Name ist Programm.

Die weltberühmte Theatermeile

in New York steht seit Jahrzehnten

für beste Unterhaltung mit

einzigartigen Shows. Nichts lag für

das Kreativteam von CHORWURM daher

näher, als sie zum Namenspaten

zu machen. Schließlich versammelt

das neue Programm alles, was begeisterndes

Bühnen­Entertainment

braucht: ausgefallene Kostüme, eindrucksvolles

Licht­ und Tondesign,

üppige Arrangements, fesselnde Choreografien

und einzigartige Stimmen.

Publikumsmagnet ist auch das jähr­

Die Proben beginnen im November

und finden ein­ bis zweimal im Monat

zu festgelegten Terminen samstags

als Kompaktproben statt. So ist es

Sängerinnen und Sängern aus anderen

Chören möglich, neben der normalen

Probenarbeit am Projekt teilzunehmen.

Das Werk wird dann am 16.

Mai 2010 in der Pfarrkirche St. Mauritius

in Ormesheim aufgeführt.

Wenn wir Ihr Interesse geweckt haben,

dann kommen Sie einfach zur

ersten Probe am 14. November um

14.00 Uhr in die Festhalle Bischmisheim.

Kontakt und weitere Information:

Rolf Hippchen (1. Vorsitzender)

Tel.: 0681 / 89 38 32

Tel. tagsüber Mo­Fr: 0681/81908­50

E­Mail: rolf.hippchen@gmx.de

liche Benefiz­Konzert in einer Kirche

im Saarland, wo neues geistliches

Liedgut, stimmungsvoller klassischer

oder gospelgeprägter Chorgesang

u.v.m. zu hören sind.

Gleichermaßen beliebt ist Chorwurms

weihnachtliches Konzert, dieses Jahr

am 5. Dezember in der Congresshalle

Saarbrücken, wo u.v.a. traditionelles

Weihnachtsliedgut in klassischer und

sehr selten gehörter Form dargebracht

wird.

Mehr Infos über CHORWURM und

Termine unter: www.chorwurm.de

Kontakt:

Lothar Klockner

Kellerstr. 1

66299 Friedrichsthal

Tel.: 06897/89491

SEITE 16 CHOR AN DER SAAR 3/2009


Anspruchsvolles Kreis-Chorkonzert

Der Vorstand des Kreis­Chorverbands

Saarlouis war hoch erfreut, dass

sich zahlreiche Chöre bereit erklärt

hatten, beim Kreis­Chorkonzert am

17. Mai in der Stadthalle Lebach mitzuwirken.

Konzerte dieser Art sind

nämlich dazu geeignet, in der Öffentlichkeit

werbend für den Chorgesang

zu wirken. Sie tragen den Charakter

einer freundschaftlichen Begegnung

von Chören im Kreis Saarlouis und

haben einen nicht zu unterschätzenden

kulturpolitischen Stellenwert.

Bei der Organisation und Logistik

wurde der Kreisvorstand durch den

Männerchor Lebach unterstützt; alles

war bestens vorbereitet, was dem

zügigen und reibungslosen Verlauf

des gemeinsamen Singens zugute

kam. Auf die Mitwirkenden und die

Besucher wartete ein abwechslungsreiches,

sinnvoll konzipiertes und

auch zeitlich vernünftig bemessenes

Programm, das die verschiedensten

Stil­ und Zeitbereiche berührte.

Folgende Chöre wirkten mit: der

MGV Harmonie 1882 Lebach­Steinbach

sowie der Rathauschor Saarlouis

(Ltg. Walter Langenfeld), die Chorgemeinschaft

Friedrichweiler (Ltg.

Knapp 70 Personen umfasste die Reisegruppe

des Männergesangvereines Concordia

Bous, die Mitte Juni eine dreitägige

Konzertreise nach Forchheim

in Franken antrat. Auf dem Programm

stand unter anderem ein Gemeinschaftskonzert

mit dem einheimischen

MGV Eintracht Reuth, der bei uns vor

zwei Jahren im Saarland zu Gast war.

Das Konzert beim Gegenbesuch fand

nunmehr in der Kaiserpfalz zu Forchheim,

einem wassergrabenbewehrten,

festungsähnlichen Bauwerk mit großem

kopfsteinbepflasterten Innenhof statt.

Das Wetter spielte mit und wir erlebten

in diesem tollen Ambiente ein Konzert,

dessen besonderer musikalischer Reiz

in den unterschiedlichen Stimmkulturen

lag. Zum einen die der leichten

Unterhaltungsmusik und dem volkstümlichen

Gesang zuträgliche Schule

CHOR AN DER SAAR 3/2009

Heinz Schmidt), der MGV Germania

Elm (Ltg. Peter Hellmann­Rosenberg),

der Männerchor Lebach 1858 (Ltg.

Petra Marcolin), das Vocalensemble

Canto Lebach­Steinbach (Ltg. Stephan

Langenfeld), der MGV Edelweiß

Hüttersdorf (Ltg. Klaus Baldes) sowie

der MGV Liederkranz Hemmersdorf

(Ltg. Karl Franz Mandernach).

Ein besonderes Ereignis war der Auftritt

des MGV Frohsinn Überherrn

gemeinsam mit Chorale Orpheon Harmonie

L’Hôpital (Ltg. Franz Fetik/

Gilles Amblard), ein guter Wegweiser

unseres Kreischorleiters Franz Fetik,

mehr mit singenden französischen

Nachbarn zu kooperieren und schließlich

auch zu konzertieren.

Bekanntlich ist es stets sehr schwer,

nach einem anspruchsvollen Chorkonzert

alle Stimmungsschattierungen,

die ganze Meinungsvielfalt, die Auffassungsbreite

und ­tiefe sowohl der

Darbietungen als auch der Hörenden

in einem kritisch sezierenden, im

Großen und Ganzen aber wohlmeinenden

Bericht einzufangen. So sucht

man zwischen Subjektivität und Objektivität

hin und her schwankend

die rechte, allen „gerecht“ werdende

der Franken und zum anderen die durch

Opernkonzerte und große Oratorien geprägten

Vorträge der saarländischen

Concordia. Dies fiel allen Beteiligten

und Besuchern auch ohne musikalische

Ausbildung sofort auf. Stellvertretend

für die unterschiedliche Kultur sei einerseits

das von Reuth vorgetragene

Lied „Männer mag man eben“, gleichzeitig

der Konzerttitel, und andererseits

unser Paradestück, der Eröffnungschor

von Verdis „Ernani“, genannt. So glänzte

jeder Chor auf seine Art. Das wir

überhaupt glänzen konnten, verdanken

wir Vizechorleiter und Pianist Joachim

Geber, der den konzertbedingt verhinderten

Chorleiter Adolph Seidel vertrat.

Den Höhepunkt des Konzertes bildeten

die gemeinsamen Beiträge, bei welchen

sich die beiden Männerchöre im Zigeu­

KREIS-CHORVERBAND

Saarlouis

1. Vorsitzender: Joachim Roden, Tel. 06831-87760

E-Mail: rjrod@kabelmail.de

Mitte und Ausgewogenheit. Ein nicht

leichtes, KREIS-CHORVERBAND

undankbares Unterfangen.

Trotz dieser allgemeinen Vorbehalte

ist Neunkirchen

hier aber die Aussage berechtigt,

dass sich alle Beteiligten auf ihren

Auftritt gründlich vorbereitet hatten

und mit großem Einsatz ihren Chorgesang

darboten.

Man bemerkte differenzierte Dynamik

und wohl abgestimmten Chorklang,

tonliche KREIS-CHORVERBAND

Akkuratesse, stilistisches

Verständnis, herzerfrischendes Temperament,

St. lyrischen Ingbert

Schmelz sowie

schöne, runde, ausbalancierte Klanglichkeit.

Insofern bekam man ganz

ausgezeichnete Darbietungen präsentiert,

so dass niemand es bereuen

musste, an diesem Konzert, sei es als

Sänger/­in oder Zuhörer/­in, teilge­

KREIS-CHORVERBAND

nommen zu haben.

St. Wendel

Günter Maurer

nerchor aus von Webers „Preciosa“ als

Echochöre abwechselten und wunderbar

ergänzten oder bei dem bekannten

KREIS-CHORVERBAND

mGV Concordia Bous

Saarbrücken

Konzertreise in die fränkische Schweiz

Jägerchor aus dem „Freischütz“, wobei

dann gut 80 Sänger gemeinsam musizierten.

Nach dem Konzert, in deren

Verlauf den Gastgebern unter satirisch

verpackten KREIS-CHORVERBAND

Erläuterungen von Wesensund

Lebensart der Saarländer eine zur

Merzig-Wadern

Uhr umfunktionierte „Pannenschipp“

und eine Grubenlampe übergeben wurden,

klang ein schöner, multikulturell

gefärbter Tag bei einem fränkischen

Buffet auf Einladung des Gastgeberchores

aus. Als wir am Ende dieser

KREIS-CHORVERBAND

mehrtägigen Konzertreise Abschied

Homburg

nahmen, wurde dies nicht ohne einen

tröstlichen Ausblick getan: Im Herbst

2010 wollen wir in Bous wieder eine

Operngala veranstalten, wozu der Männerchor

aus Franken uns als Gastchor

natürlich herzlich willkommen ist. Und

im Jahr 2011 feiert der Reuther Chor

sein 100­jähriges Jubiläum!! Schaun

mer mal …

Christian Neu

SEITE 17


BERICHTE AuS DEN KREISEN

Mit einem gut besuchten Chorkonzert

in der Primshalle wurde die 33.

Schmelzer Woche eröffnet. Im Händel­

Jahr eröffneten „Festliche Klänge“

nach dessen „Wassermusik“ das Konzert

– gemeinschaftlich vorgetragen

von den gemischten Chören, der Chorgemeinschaft

Primsweiler und der

Singgemeinschaft Schmelz.

Abwechslungsreiches Chorkonzert

zur Schmelzer Woche

Frisch und schnörkellos sang die Singgemeinschaft

Schmelz unter Leitung

von Marianne Becker das weltbekannte

„Mamma Mia“ der Pop­Gruppe

ABBA. Es folgte der MGV Edelweiß

Saengeroel_neue_chorzeitoriginal.indd 1 21.11.2008 22:22:08

Hüttersdorf unter seinem Dirigenten

Klaus Baldes mit dem einnehmenden

„Belle rose du printemps“ und die

Chorgemeinschaft Primsweiler, ebenfalls

von Klaus Baldes geleitet, mit

„Carmencita“, der temperamentvollen

Komposition von Otto Groll. Vor der

Pause sang der Männerchor Schmelz

unter der Leitung von Horst Lenhof

nicht nur volkstümliche Lieder wie

„Nun leb’ wohl du kleine Gasse...“ (Silcher)

oder „Im Krug zum grünen Kranze“

sondern auch Ohrwürmer wie

„Sierra Madre del sur“ oder „Chim

Chim Cherie“, das Lied von den Schornsteinfegern,

die Glück und Liebe bringen,

im Satz von Rudolf Desch.

„Die zwölf Räuber“ und „Stenka

Rasin“, vom MGV Edelweiß Hüttersdorf

Einen enormen Ansturm erlebte am

10. August das Hülzweiler Haus für

Kultur und Sport wohin Hülzweilers

Kulturvereine zum Kirmesfrühschoppenkonzert

eingeladen hatten.

Zu den Hunderten von Musikbegeisterten,

die den Saal aus allen Nähten

platzen ließen, hatte sich im Superwahljahr

auch eine so große Zahl

von Politikern aus Bund, Land, Kreis

und Gemeinde eingefunden, dass Vorsitzender

Günter Altmaier, dem Begrüßung

und Moderation für den ausrichtenden

Männerchor Hülzweiler

oblagen, alle Aufmerksamkeit walten

lassen musste, um den Überblick zu

behalten. Dennoch gewohnt leger und

routiniert führte er durchs Programm

in betont launiger Reimform. Er begrüßte:

„Zunächst, wegen des hohen

Ranges, Johannes Knoll, den Kirwenhannes“,

stellvertretend für alle die

Hausherren, Bürgermeister Eberhard

Blass und Ortsvorsteher Ernst­Peter

Hirschmann, und im Fortgang der

Moderation die Parteienprominenz,

darunter die Bundestagsabgeordneten

Peter Altmaier, Otmar Schreiner und

Oskar Lafontaine, Ministerpräsident

Peter Müller, Finanzstaatssekretär

Gerd Wack, Minister a. D. Alfred

Wilhelm, den Ministerpräsidentenkandidaten

der SPD, Heiko Maas, die

Landtagsabgeordneten Dagmar Heib,

Thomas Schmitt, Günter Heinrich,

Georg Jungmann und Christoph Kühn,

Landrätin Monika Bachmann sowie

Dillingens Bürgermeister Franz­Josef

Berg.

dargeboten, sorgten ebenso für Abwechslung

im Programm wie „Über

den Wolken“ (Reinhard Mey), gesungen

vom Männer­Projektchor Schmelz

unter Horst Lenhof. Der Projektchor

glänzte auch mit der schwedischen

Volksweise „Til Österland“ und mit

„Kostenkorva“ von Ludwig Spohr.

Das Publikum erlebte ein hochwertiges

Konzert, jeder Chor erntete viel

Beifall. Zum Finale stimmten alle

Chöre zusammen die pompösen

„Klänge der Freude“ nach Edward

Elgar an.

Ausverkauftes Hülzweiler

Kirmesfrühschoppenkonzert

Dieter Ettelbrück

Gut gelaunt fragte der Moderator angesichts

dieser geballten Politikerkraft:

„Ihr Politiker aus Bund, Land

und Kreis. Warum kommt Ihr nur im

Wahljahr so scharenweis’? Verteilt

doch die Wahlen auf die Jahre dazwischen,

dann könnt Ihr jährlich

mit uns einen zischen!“ Wofür er bei

Betroffenen und Publikum zustimmenden

Beifall fand.

Sie alle erlebten im Verlaufe des

Morgens musikalische Höhepunkte,

für die der über die Grenzen unserer

Heimat hinaus geachtete Verein der

Musikfreunde (Ltg. Thomas Leinenbach),

der in der musica sacra vielbeschäftigte

Kirchenchor „Cäcilia“ (Ltg.

Peter Lorson), der mehrfach preisgekrönte

Chor „Jung & Sing“ (Ltg. Uli

Linn), Ralf Rosche und seine durch

Funk und Fernsehen bekannten

Hülzweiler Dorfmusikanten mit ihrem

neuen Gesangsduo Nicole und Harro

Constroffer, der als Oratorienchor

überregionale Geltung besitzende

„Philharmonische Chor an der Saar

(Ltg. u. Klavierbegleitung Prof. Leo

Krämer), sowie der Männerchor (Ltg.

u. Klavierbegleitung Walter Langenfeld)

sorgten.

Das Publikum bedachte alle Vorträge

mit begeistertem Applaus und vielen

„Zugabe­Rufen“. Mit dem von den

Besuchern stehend mitgesungenen

Steigerlied beendeten Musiker und

Akteure eine Morgenveranstaltung,

wie sie weit und breit ihresgleichen

suchen dürfte.

Günter Altmaier

SEITE 18 CHOR AN DER SAAR 3/2009


Der Philharmonische Chor an der Saar,

der im nächsten Jahr sein 50­jähriges

Bestehen feiert, würdigte im Juli

die 40­jährige Dirigententätigkeit

seines künstlerischen Leiters Prof.

Leo Kraemer mit einem Jubiläumskonzert.

Als junger Kirchenmusiker übernahm

der gebürtige Püttlinger den Philharmonischen

Chor im Mai 1969 als

Nachfolger von Prof. Robert Leonardy.

Er entwickelte und schulte die in

Hülzweiler ortsgebundene Sängerschar

zu einem erfolgreichen Oratorienchor,

dem sich immer mehr Sängerinnen

und Sänger aus dem ganzen

Saarland und der Pfalz anschlossen.

Es gelang Leo Kraemer während seiner

40­jährigen kontinuierlichen Tätigkeit

als Dirigent, den Chor so zu

motivieren und zu formen, dass zum

Repertoire mittlerweile alle großen

Oratorien, Konzertmessen, Passionen

und Requien verschiedenster Zeitepochen

gehören.

Die Hülzweiler Laurentiuskirche erwies

sich daher auch als würdiger

Rahmen für dieses Festkonzert. So

sollte die Auswahl der Darbietungen

die Qualität der langjährigen Chorar­

SR 2 KulturRadio

Montag, 7. September, 20.05 Uhr

ARD RADIOFESTIVAL 2009:

MUSIKFEST BREMEN

Michelangelo – Geistliche Musik

aus der Sixtina

Gesualdo Consort Amsterdam

Dirigent: Harry van der Kamp

(Aufnahme vom 1. September 2009)

Mittwoch, 9. September,

20.05 Uhr

ARD RADIOFESTIVAL 2009:

MUSIKFEST BERLIN

Joseph Haydn: „Die Jahreszeiten“

u. a. mit dem Rundfunkchor Berlin

Berliner Philharmoniker

Dirigent: Sir Simon Rattle

(Direktübertragung)

Freitag, 18. September, 15.30 Uhr

AprèsMidi

Geschichtsträchtige Talentschmiede:

700 Jahre Dresdner Kreuzchor

Werke von Felix Mendelssohn

Bartholdy, Johann Sebastian Bach,

Rudolf Mauersberger, Luigi Gatti,

Joseph Haydn und Gottfried

August Homilius

CHOR AN DER SAAR 3/2009

beit dokumentieren und die Konzertbesucher

teilnehmen lassen an der

Freude, solch ein Jubiläum zu be­

gehen. Dem Anspruch – den sich der

Philharmonische Chor immer wieder

selbst setzt – gerecht zu werden, war

oberste Priorität an diesem Nachmittag,

und die Klassikliebhaber, die

trotz schönsten Sommerwetters den

Weg nach Hülzweiler fanden, wurden

nicht enttäuscht.

Zusammen mit den Bläsern des neu

gegründeten palatia Classic­Brass­Ensembles

wurde das Konzert mit Claudio

Monteverdis packendem „Deus in

adjutorum“ eröffnet, dem die „Fanfare

für Bläser“ von Johann Sebastian

Bach, als auch Werke von Giovanni

Gabrieli folgten.

Sowohl mit Mendelssohn­Bartholdys

Psalm „Jauchzet dem Herrn alle Welt“

und „Richte mich Gott“, als auch mit

Hans Leo Hasslers doppelchöriger

„Missa Octo Vocum“ wurde ein Spektrum

aufgezeigt, das mit Sensibilität

CHORmuSIK Im RuNDFuNK

die Zusammenarbeit von Chor und

Dirigent nicht nur vor Augen, sondern

auch zu Ohren führte. Maestro

40 jahre Dirigent Leo Kraemer in Hülzweiler

Festliches Jubiläumskonzert des Philharmonischen Chores an der Saar

Freitag, 18. September, 20.05 Uhr

1. Soirée

Deutsche Radio Philharmonie

EuropaChorAkademie

Leitung: Christoph Poppen

u. a. mit Beethovens

„Missa solemnis“

(Direktübertragung aus der

Congresshalle Saarbrücken)

Samstag, 10. Oktober, 18.00 Uhr

Soli Deo Gloria: Musik in saarländischen

Kirchen (57)

Die Schola Cantorum Blieskastel

Von Brigitte Mages

Samstag, 21. November,

17.30 Uhr

Musik an der Saar

Hugo Distler: „Totentanz“,

Motette zum Totensonntag

Homburger Vokalensemble

Leitung: Carola Ulrich

Gunter Cremer, Sprecher

SR 3 Saarlandwelle

Sonntag, 13. September,

19.04 Uhr

Singendes, klingendes

Dreiländereck

Kraemer selbst zeigte sein Können

an der Orgel mit Improvisationen zu

Mendelssohns „Sommernachtstraum“

und lud die Zuhörer mit virtuosem

Spiel zum Meditieren ein. Den Schlussund

Höhepunkt setzte er jedoch mit

seinem Hymnus „Lauda Sion Salvatorem“

– eigens von ihm zur Amtseinführung

des neuen Speyerer Bischofs

Wiesemann komponiert – sowie Georg

Friedrich Händels „Halleluja“ aus dem

Messias.

HÖR-TIPP

Mit lang anhaltendem Applaus dankten

die Konzertbesucher den Sängerinnen

und Sängern des Philharmonischen

Chores, dem Chor der

Saarländischen Praxis-Tipp Bachgesellschaft, den

palatia Classic­Brass­ und Vocal­

Ensembles CHORLEITUNG

sowie Leo Kraemer für

sein Dirigat und zum Jubiläum.

Praxis-Tipp

Margret Knierim

VORSTAND

Öffentliche Veranstaltung

u.a. mit dem Chor Jung&Sing

(Direktübertragung aus dem

Funkhaus Halberg)

Chormusik im

RUNDFUNK

Sonntag, 18. Oktober, 19.04 Uhr

Singendes, klingendes

Dreiländereck

Chor/Leiter

Öffentliche Veranstaltung

GESUCHT

u.a. mit „Ill corretto“ Kinder­ und

Jugendchor Illingen, Leitung Sabi­

ne Böhme

(Direktübertragung aus dem Funkhaus

Halberg)

Sonntag, 8. November, 19.04 Uhr

Singendes, klingendes

Dreiländereck Zum

Öffentliche Veranstaltung

u.a. mit dem Vokalensemble Lied­

GEDENKEN

schatten

(Direktübertragung aus dem Funkhaus

Halberg)

SEITE 19


BERICHTE AuS DEN KREISEN

Mit einem Festabend am 23. Mai in der

Kirchberghalle Piesbach erinnerte das

Männer­Quartett daran, dass 1919

Festabend und Freundschaftssingen

Männer-Quartett Piesbach feierte 90-jähriges Bestehen

vierzehn begeisterte Sänger den Verein

gründeten. Bei der Gestaltung der

Feier wirkten der Musikverein Lyra

Nalbach­Piesbach, der Männergesangverein

Körprich und der Kirchenchor

Piesbach mit. Nach der schwungvollen

Eröffnung durch den Musikverein begrüßte

der erste Vorsitzende Egon

Engstler die Gäste, insbesondere den

Schirmherrn des Festes Pastor Manfred

Plunien, der anschließend die

Festansprache hielt.

Mit der „Weihe des Gesangs“ von W.A.

Mozart und der „Hymne an die Zukunft“

von Udo Jürgens begann das

Männer­Quartett die gesanglichen

Darbietungen. Moderator Hans­Georg

Zahlreiche Glückwünsche und anerkennende

Respektbezeugungen erfuhren

die Chorleiter Walter und

Stephan Langenfeld, als ihr außergewöhnliches

Jahreskonzert ausklang,

das der Männerchor Hülzweiler mit

Unterstützung des Schwalbacher Kulturfördervereins

und dem Gastensemble

CANTO aus Lebach­Steinbach im

Hülzweiler männerchorkonzert mit

großer Publikumsresonanz

mit fast 400 Besuchern gut besetzten

Hülzweiler Haus für Kultur und Sport

gab. Einhellig war man der Auffassung,

dass mit der Aufführung etwas

gelungen ist, was in dieser Ausrichtung

in unserem Einzugsbereich bisher

kaum gewagt oder gar so überzeugend

dargeboten worden ist. Unter

dem Motto „Von Michael Haydn bis

Carl Orff“ erlebten die begeisterten

Zuhörer eine Zeitreise durch die Jahrhunderte

des Männergesangs, die es

mit 28 Titeln in sich hatte. 13 davon

sang der Männerchor, 9 übernahm

CANTO und 6 wurden gemeinsam vorgetragen.

Die Programmgestaltung über eine so

große Zeitspanne unterschiedlicher

Epochen bedurfte natürlich einer angemessenen

Einführung, die Männerchorvorsitzender

Günter Altmaier in

aufschlussreicher wie kurzweiliger

Moderation beisteuerte. Es ging ihm

dabei auch darum, die Texte der zu

Beginn des 19. Jahrhunderts entstandenen

Patriotischen Lieder mit ihrer

Engel gab Hinweise zu den einzelnen

Liedern und erwähnte auch einige Daten

aus der Geschichte des Vereins.

Nach dem Grußwort des Bürgermeisters

Patrik Lauer konnte er den Männergesangverein

Körprich aufrufen,

der bei der Fahnenweihe 1968 die

Patenschaft für das Männer­Quartett

übernommen hatte. Entsprechend den

Darstellungen auf beiden Seiten der

Fahne wählten die Sänger die Lieder

„Lebe, liebe, lache“ von R. Tappert,

„Mein Lied“ von Führmann und „Heimat“

von E. Hansen als Darbietungen

aus. Danach gratulierte Ortsvorsteher

Josef Mees dem Männer­Quartett.

Passend zu den Zielen des Vereins,

nämlich Pflege des Liedes und des

Gemeinschaftssinns, sang dann der

Kirchenchor „Mein Stimme klinge“

nationalen Überbetonung, wie z.B. in

„Die Wacht am Rhein“, mit Blick auf

den heutigen Zeitgeist zu relativieren,

eine Absicht, die beim Publikum

zustimmend ankam.

Was beide Chöre dann in 7 Blöcken zu

Gehör brachten, zeugte von sehr solider

Vorbereitung durch die Chorleiter

und zog das Publikum, ob der gesan

lichen Glanzleistungen, in den Bann.

Schon die Eröffnung beider Gruppen

als gemeinsamer Chor mit den Klassikern

Schubert, M. Haydn und W.A.

Mozart ließ hohe Solidität erkennen,

mit der die Sänger ihre Aufgabe angingen.

Das zeigte sich dann auch, als

die Männerchorsänger sich mit Sätzen

von Zelter, Silcher und Abt in die

Anfänge der Männerchöre zurückversetzten.

Ihr wunderbares Stimmenmaterial

konnten die 10 Sänger von

CANTO in Kompositionen der Romantiker

Kreutzer, von Weber, Mendelssohn

Bartholdy und Schumann zur

Geltung bringen.

Nach der Pause führte der Männerchor

in die Zeit der Patriotischen­ und

Studentenlieder, um 1850, zurück und

beschloss damit die Epoche des 19.

Jahrhunderts. Bis hierhin hatte die

Regieanweisung, auf Zwischenbeifall

zu verzichten, gehalten. Als die Steinbacher

Einzelkönner im 5. Block dann

mit Titeln der Männerchorgruppen

Comedian Harmonists, The Tokens,

von V. Rathgeber und „Miteinander,

füreinander“ von K. Ochs.

Nicht fehlen durfte die Würdigung

verdienter Vereinsmitglieder. SCV­

Vizepräsident Thomas Schmitt ehrte

Hans Dräger und Manfred Kronenberger

für 50­jährige Singetätigkeit.

Danach überreichte Egon Engstler den

fördernden Mitgliedern Horst Mysliewitz

und Gerhard Schmidt Ehrenurkunden

für ihre langjährige Treue.

Anschließend traten die mitwirkenden

Gesangvereine noch einmal auf.

Das Männer­Quartett beschloss den

Festabend mit dem Lied „Wenn der

Tag zu Ende geht“ von Rudi Kühn.

Am folgenden Tag wurde das Fest mit

der Traditionsveranstaltung „Tag des

Liedes“ fortgeführt. Neun Chöre aus

der näheren Umgebung gratulierten

mit ihren Darbietungen dem Männer­

Quartett und fanden in der Kirchberghalle

ein aufmerksames und dankbares

Publikum.

Egon Engstler

The Flying Pickets, Die Prinzen und

Wise Guys wunderbare Ohrwürmer unserer

Zeit servierten, solistisch von

Multitalent Stephan Langenfeld und

weiteren CANTO­Sängern abwechselnd

glänzend untermalt, ließen sich die

mitgehenden Zuhörer nicht mehr

zurückhalten und es gab Beifall auf

offener Szene. Den konnten dann

auch die Männerchorsänger entgegen

nehmen, als sie mit populären Titeln

von Udo Jürgens und Reinhard Mey,

von Stephan Langenfeld am Klavier

und CANTO­Mitgliedern auf der Gitarre

gekonnt begleitet, ins Repertoire

der Gegenwart führten.

Im letzten Block „Moderne Chormusik“

stellten sich beide Chöre gemeinsam

mit Werken von Willy Giesen und

Carl Orff noch einmal höchsten Anforderungen,

die unter der souveränen

Direktion von Walter Langenfeld

bravourös gemeistert wurden. Insbesondere

als das mit erstaunlicher

Sicherheit und Einfühlsamkeit vorgetragene

schwierige Orff’sche „Concento

di voci“ ausklang, hielt es die Zuhörer

nicht mehr auf den Sitzen. Als

Dank für stehende Ovationen kehrte

man zurück zum deutschen Volkslied.

„Im schönsten Wiesengrunde“, im

Satz von Stephan Langenfeld, von ihm

selbst einfühlsam dirigiert, setzte

den Schlusspunkt. Chorleiter und

Sänger wurden mit lang anhaltendem,

dankbarem Beifall bedacht, den sie

als Lohn für die enorme Vorbereitungsarbeit

zu diesem umfangreichen

Programm glücklich und freudestrahlend

entgegen nahmen.

Günter Altmaier

SEITE 20 CHOR AN DER SAAR 3/2009


Gestandener, aufgeschlossener

Männerchor sucht ab sofort neuen

Chorleiter,

der die bisher erfolgreiche Tätigkeit

von Bernhard Hayo fortsetzt und

mit Engagement das Beste aus uns

herauskitzelt.

Wir sind 35 aktive Sänger und allem

Neuen aufgeschlossen. Vom Probentag

sind wir flexibel, Donnerstag

wäre ideal. Unser mittelfristiges Ziel

ist ein Schubertkonzert, Zum das wir im

März gemeinsam mit dem MGV Ludweiler

durchführen wollen. Singen

in Großrosseln macht Freu(n)de!

Bewerbungen an:

Männergesangverein Großrosseln

e.V., 1.Vors.: Heinz Burgard,

66352 Großrosseln · Haldenstr. 18

Tel. 06898­43895 · Fax 06898­40426

Mobil 0171­4258851,

E­Mail: heinz.burgard@gmx.de,

mgv­großrosseln@gmx.de

FELIx für

den Kindergarten Niederlinxweiler

CHOR AN DER SAAR 3/2009

Chormusik im

RUNDFUNK

Chor/Leiter

GESUCHT

GEDENKEN

TERMINE

Jubiläen und

EHRUNGEN

Der WESTRICHER MADRIGALCHOR,

Waldmohr, sucht

neuen Leiter/-in

Wir sind ein leistungswilliger

gemischter Chor, der gern anspruchsvolle

Literatur singt, vom Volkslied

zur Messe über Broadway­ und

Filmmusik.

Klassik oder Moderne, wir sind für

alles offen. Gründliches Einsingen

ist für uns selbstverständlich.

Von der neuen Leitung erhoffen wir

Professionalität, Kreativität und

Flexibilität.

Um sich besser über uns zu informieren

besuchen Sie uns im Internet:

www.wemachor.de

Bei Interesse rufen Sie an:

06842­538206 oder 0151­12846272

oder schicken Sie eine Mail an:

madrigalchor@online.de

KREIS-CHORVERBAND

Saarlouis

GESUCHT

Chorleiter gesucht

MGV Harmonie Hasborn

25 Sänger

Proben KREIS-CHORVERBAND

z.Zt. montags, 19.30­21.00 Uhr

Kontakt: Hans Albert Baus

Römerstraße Neunkirchen

62a

66636 Tholey­Hasborn,

Tel. 06853­7211 / Mobil 0170­7220680

Chorleiter/-in

zum Aufbau eines Kinderchores

ab sofort gesucht! Kontakt:

Kulturvereinigung Fechingen

Fred Breit / Tel. 0681­854168

KREIS-CHORVERBAND

St. Ingbert

KREIS-CHORVERBAND

St. Wendel

Der Evang. Kindergarten Niederlinxwei­ Projekt FELIX, das durch den Deutschen

ler veranstaltete am 29. Juni sein dies­ Chorverband ins Leben gerufen und auf

jähriges Kindergartenfest. Bei strahlen­ die Kreise übertragen wurde. FELIX ist

dem Sonnenschein folgten viele Kinder ein kleiner singender Vogel, der als

mit ihren Eltern, Großeltern, Freunden Plakette sowie auch in Puppenform zu

und Bekannten der Einladung des KiGa­ erwerben ist. Hiermit werden Kinder­

Teams unter Leitung von Inge Arend.

Am frühen Nachmittag begann das

Programm mit Liedern, die von den

Kleinsten lustig und froh vorgetragen

gärten, die täglich singen und gewisse

Anforderungen für das Singen mit

Kindern erfüllen, ausgezeichnet. Unter

anderem wird auf die richtige Tonhöhe,

Auch für die soziale und die geistige

Entwicklung KREIS-CHORVERBAND

der Kinder ist Gesang sehr

wichtig.

Adelheid Saarbrücken

Recktenwald, Chorleiterin des

wurden. Nach dem Märchenspiel „Frau die richtige, kindgerechte Liedauswahl Kinderchores Urexweiler, ist FELIX­

Holle“ schließlich kündigte Frau Arend – hierbei auch Lieder aus fremden Beauftragte des Kreis­Chorverbands

die Verleihung der FELIX­Plakette als Kulturkreisen – großen Wert gelegt. St. Wendel. Sie fährt zu den Kindergär­

„Überraschung des Tages“ an.

Man hat in den Chorverbänden erkannt, ten, die die Auszeichnung beantragen,

Der Vorsitzende des Kreis­Chorverbands dass man schon sehr früh mit den begutachtet und berät die Kindergärten

St. Wendel, Ingbert Schummer, überreichte

die Urkunde und erläuterte das

Kleinsten singen muss, um ihren natürlichen

Drang zum Singen zu fördern.

über das Singen mit den Kleinsten. Sie

war KREIS-CHORVERBAND

auch zu Gast im KiGa Niederlinxweiler

und hat sich von der Qualität des

Singens Merzig-Wadern

überzeugt und diese mit „sehr

gut“ beurteilt. Sie überreichte den

Kindern drei kleine FELIX­Puppen und

gab in die Hände der Erzieherinnen

ein ausgewähltes Liederbuch mit dem

dazugehörenden Handbuch für die täglichen

KREIS-CHORVERBAND

Singetätigkeiten.

Die große Plakette mit dem singenden

FELIX, die natürlich auch überreicht

Homburg

wurde, wird nun für drei Jahre den

Eingang des Kindergartens Niederlinxweiler

zieren, danach muss ein neuer

Antrag erfolgen. Der Kreis­Chorverband

St. Wendel wünscht den Erzieherinnen

weiterhin ein frohes Schaffen, genauer

gesagt ein fröhliches Singen mit den

Kleinen.

Adelheid Recktenwald, Ingbert Schummer und Inge Arend bei

der FELIX­Verleihung (v.l.n.r.)

Ingbert Schummer

GESuCHE

1. Vorsitzender: Ingbert Schummer, Tel. 06875-263

E-Mail: ingbert.schummer@web.de

SEITE 21


BERICHTE AuS DEN KREISEN

Männerchor Winterbach

Frauenchor Belle Canto

Über 400 Zuhörer erlebten am Pfingstsamstag

im St. Wendeler Saalbau ein

Konzert der Spitzenklasse. Den Komponisten

Felix Mendelssohn Bartholdy,

Robert Schumann und Joseph

Gabriel Rheinberger war das Jubiläumskonzert

gewidmet, und was der

Frauenchor Belle Canto, der Männerchor

Winterbach und der Gemischte

Chor Schaumberger Kantorei an diesem

Abend boten, war musikalischer

Hochgenuss.

Hommage an mendelssohn Bartholdy,

Schumann und Rheinberger

Der Männerchor Winterbach eröffnete

das Konzert mit „Abschied vom Wald“,

„Der Jäger Abschied“, „Wasserfahrt“,

„Komitat“ und „Der frohe Wandersmann“

von Mendelssohn Bartholdy.

Vom Pianissimo bis zum kräftigen

Forte folgte der Chor mit perfekter

Aussprache seinem Chorleiter Hubert

Hoffmann, der damit die Messlatte für

die nachfolgenden Chöre sehr hoch

gelegt hatte.

Aber der Kammerchor Belle Canto

unter der Leitung von Susanne Hoffmann

zog mit, brillierte mit feiner

Intonation, sauberer Harmonik und

präziser Rhythmik. Ludmila Will am

Flügel begleitete die Romanzen

Robert Schumanns sehr einfühlsam.

„Rosmarien“, „Jäger Wohlgemut“, „Der

Wassermann“, „Das verlassene Mägdelein“

und das schwierige „In Meeres

Mitten“ forderten kräftigen, anerkennenden

Applaus eines sachkundigen

Publikums.

„Es fiel ein Reif“, „Ihr Vöglein in

den Zweigen schwank“, „Mailied“ und

„O sanfter süßer Hauch“ von Mendelssohn

Bartholdy waren die Beiträge der

Schaumberger Kantorei, die diesmal

wegen Erkrankung des Dirigenten

von ihrem langjährigen Leiter und

Gründer Alfons Kreutzer geleitet wurde.

Er war kurzfristig eingesprungen

und der Chor reagierte präzise auf

sein Dirigat. Auch mit Rheinbergers

Sätzen „Um Mitternacht“, „Waldesgruß“,

„Ein Stündlein wohl vor Tag“

und dem immer wieder unter die Haut

gehenden sechsstimmigen „Abendlied“

konnte der Chor überzeugen.

Kreis­Chorleiter Thomas Martin und sein Stellvertreter Hubert Hoffmann

laden zur diesjährigen Chorleiterversammlung ein am

Samstag, 17. Oktober 2009 ab 9.30 Uhr,

im Landhaus Mörsdorf in Neunkirchen/Nahe.

Alle Chorleiter, sind dazu herzlich eingeladen.

Themenschwerpunkte sind u.a.: Literaturauswahl für unsere Chöre,

neues aus den Chören und die derzeitige Chorleitersituation.

Kleiner Imbiss zum Abschluss.

Der Kammerchor Belle Canto brachte

Rheinbergers „Der Gebirgsbach“, „Im

Erdenraum“, Märchenzauber“ und

„Gute Nacht“ zu Gehör. Insbesondere

vom letzten Lied dürften die herrlichen

Motive der Dämmerung, des

Anglers oder der Liebe Gottes wie

Ohrwürmer nachhallen, so überzeugend

der Vortrag.

Es folgte noch einmal der Männerchor

mit Rheinbergers „Mailied“ und „Drei

Wanderer“ und dann, sicherlich als

Höhepunkt des Konzertes gedacht

und als saarländische Uraufführung

angekündigt, „Das Tal des Espingo“,

ein Werk, in welchem sich Empfinden

und Tonmalerei zu künstlerischer Einheit

verbinden. Ein Werk mit hohem

Schwierigkeitsgrad. Behutsam am

Flügel begleitet von Kreischorleiter

Thomas Martin setzten Chor und Chorleiter

einen herausragenden Höhepunkt.

Das umfangreiche Werk des

Literaturnobelpreisträgers Paul Heyse

ging unter die Haut. Da war Rheinbergers

„Rheinfahrt“ als letzter Beitrag

der Winterbacher eine zwar gekonnt

vorgetragene, aber eher wieder

auflockernde Übung.

Nach reichem und wohlverdientem

Applaus schickte man ein tolles Publikum

mit Rheinbergers „Abendlied“

nach Hause. Viele aber wollten den

Sängerinnen und Sängern und den

Chorleitern und der Chorleiterin noch

persönlich danken für diesen bemerkenswerten

Konzertabend.

Chorleiterversammlung 2009 des KCV St. Wendel

Volker Klos

SEITE 22 CHOR AN DER SAAR 3/2009


Werner Rech und seine Frau als

Akkordeon­Duo

Für ein besonderes musikalisches Erlebnis

sorgte der MGV Bosen bei den

vielen Besuchern aus aller Welt, die

sich in der Basilika Notre Dame des

Marien­Wallfahrtsortes Lourdes aufhielten.

Mit den gesanglichen Darbietungen:

„Sancta Maria“ und „Alta

trinita beata“ beeindruckte der Chor

Am 4. Juli veranstaltete der Kreis­

Chorverband St. Wendel in der Kulturhalle

Nonnweiler das schon zur Tradition

gewordene große Chorkonzert

„Nacht der Chöre“ mit verschiedenen

Chorgattungen aus dem Landkreis

St. Wendel. Vor allem junge Chöre sind

immer dabei, aber auch unsere Erwachsenenchöre

sangen ein breitgefächertes

Repertoire guter und anspruchsvoller

Chorliteratur.

Eingeladen waren zum diesjährigen

Konzert der Jugendchor der „VielHarmonie“

Alsweiler/Bliesen (Ltg. Christoph

Demuth), der Gemischte Chor

„Marpinger Singkreis“ (Ltg. Mario

Lauck), der Gemischte Chor „Just

Voices“ Niederlinxweiler (Ltg. Steffen

Hällmayr), sowie der neu gegründete

Männerchor „Hochwaldchor“ (Ltg.

Hubert Hoffmann).

Instrumentale Musik zwischen den

Auftritten der Chöre spielte das Klarinettenquartett

„Schaumberger Land“

unter Leitung von Horst Nagel – ein

hervorragend besetztes Konzert mit

leistungsfähigen Chören und einer

exzellent spielenden Bläsergruppe.

Die Konzertbesucher erlebten eine

bunte Melodienfolge vom einfachen

Volksliedsatz bis zu Rock und Pop.

Erstmals dabei war der neue „Hochwaldchor“

unter Leitung von Hubert

Hoffmann. Die Männer aus der Hochwaldregion

Primstal, Braunshausen,

Kastel und Schwarzenbach bildeten

CHOR AN DER SAAR 3/2009

unter Leitung seines Dirigenten Karlheinz

Prehm die Zuhörer. Auch für die

Sänger selbst, die sich am 9. August

im Rahmen ihres Vereinsausflugs an

diesem ehrwürdigen Ort der Marienverehrung

aufhielten, war es ein historisches

Erlebnis mit seelischem

Tiefgang.

Einen weiteren Höhepunkt des Aufenthalts

in Südfrankreich bildete, neben

reichem Besichtigungsprogramm,

die Feier zum 70. Geburtstag von Lehrer

Werner Rech. Der Jubilar hat sich

nebenberuflich lange Jahre dem Chorgesang

verschrieben und sich davon

33 Jahre lang als Chorleiter dem MGV

1898 Bosen gewidmet. In den Hautes­

Pyrénées erfüllte er sich einen lang

gehegten Wunsch, erwarb ein aufgegebenes

landwirtschaftliches Anwesen

und verlegte seinen Wohnsitz

dorthin.

Der MGV Bosen nahm den 70. Geburtstags

seines ehemaligen Dirigenten in

enger Absprache mit der Familie, aber

ohne Wissen von Werner Rech, zum

eine Chorformation von fast 40 Sängern,

die sich durch ein großes gesangliches

Volumen, aber auch durch

Arbeit des Chorleiters bestens einstudierte

gesangliche Präzision auszeichnete.

Kreisvorsitzender Ingbert Schummer

sieht einen solchen Zusammenschluss

von Chören als richtungsweisend für

die Zukunft an. Durch die demographische

Entwicklung wird es in absehbarer

Zukunft nicht mehr den 100

Mann starken Dorfchor, wie es früher

einmal war, geben. Überörtlich, gut

geführt und geleitet und mit einem

hohen Qualitätsanspruch werden Chöre

auch in der Zukunft bestehen können.

Diese Zeichen der Zeit hatten

der Vorsitzende des Männerchores

„Palme“ Braunshausen, Manfred Steffen,

sowie Chorleiter Heinz Gassner,

der auch die Chöre von Primstal und

Schwarzenbach leitete, rechtzeitig erkannt

und so die Chöre mit Sängern

dieser Region zum heutigen Chor zusammengeführt.

Leider verstarb Chorleiter

Heinz Gassner nach schwerer

Krankheit, so dass der Chor vom stellvertretenden

Kreis­Chorleiter Hubert

Hoffmann aus Winterbach übernommen

wurde. Chor und Vorstand sind

von der neuen Zusammenarbeit begeistert

und man hofft, dass der neue

Chorleiter fest verpflichtet werden

kann.

Auch die übrigen am Konzert teilnehmenden

Chöre bestanden aus bester

Anlass, den Vereinsausflug in der Nähe

seines jetzigen Wohnorts durchzuführen.

Die Männer um den 1. Vorsitzen­

mGV 1898 Bosen in Lourdes

Dirigentenehrung in den Pyrenäen

den Karl Wendel Brill betrachteten es

als eine Selbstverständlichkeit, aus

langjähriger Verbundenheit den Jubilar

an seinem runden Geburtstag mit

einem musikalischen Ständchen zu

ehren. Die Überraschung war für

Werner Rech perfekt. Die von seinen

Angehörigen und Nachbarn insgeheim

vorbereitete Geburtstagsfeier zog sich

über den ganzen Tag hin. Für die

herzliche Gastfreundschaft bedankte

sich der Chor mehrfach mit Liedbeiträgen

und bei soviel Nostalgie ließ es

sich der Jubilar nicht nehmen, selbst

noch einmal den Taktstock in die

Hand zu nehmen.

Georg Tabellion

und großer Zusammensetzung und

boten ein abwechslungsreiches Pro­

Die „Nacht der Chöre“

in Nonnweiler

gramm. Das Klarinettenensemble

„Schaumberger Land“ unter Horst Nagel

setzte mit den modernen Sätzen

„Black and White Rag“, „The Pink

Panther”, „Summertime“, „Alexander’s

Ragtime Band“ und einer Zugabe den

vom Publikum mit großem Applaus

bedachten Schlusspunkt.

Ingbert Schummer

Der neue Hochwaldchor beim Auftritt in Nonnweiler

SEITE 23


CHORWERKSTATT ST. WENDEL · INTERKuLTuR

Die diesjährige Chorwerkstatt des

Kreis­Chorverbands St. Wendel findet

Tag der jungen Stimmen 2009

Chorwerkstatt für Kinder und Jugendliche am 10. Oktober

am 10. Oktober 2009 von 9 bis 20

Uhr in der Gesamtschule Marpingen

statt. Kinder ab 6 Jahre und Jugendliche

aus dem ganzen Kreis, auch

Kinder aus anderen Ländern und Kulturkreisen,

sind herzlich eingeladen,

einen Tag lang Erfahrungen mit der

eigenen Stimme zu sammeln – im Kinderchor,

im Jugendchor, gemeinsam

mit allen oder in kleinen Gruppen.

Egal, ob man schon im Chor singt oder

einfach nur Spaß am Singen hat, in

der Chorwerkstatt zeigen fünf erfahrene

Chor leiter/­innen und zwei

Stimmbildnerinnen, wie man mehr

aus seiner Stimme machen kann. Wer

richtig singen will, braucht für seine

Stimme ein tragfähiges Gerüst. Nur

dann kann sich die Stimme entfalten.

Erst mit der richtigen Atemtechnik,

der optimalen Haltung und dem Wissen

um den Einfluss des persönlichen

Befindens offenbart sich ihre ganze

Bandbreite.

Start ist pünktlich um 9 Uhr in

der Aula der Gesamtschule Marpingen

mit der Begrüßung, der Einteilung

der Teilnehmer in einen Kinder­ und

einen Jugendchor, der Ausgabe der

Notenmappen und der Vorstellung der

Dozenten. Es folgen ein altersgerechtes

Warm­Up und Chorproben beider

Chöre, mal getrennt, mal gemeinsam.

Gesungen wird ein bunter Mix aus

verschiedenen Stilrichtungen und

Epochen. Den ganzen Tag über werden

die Stimmbildnerinnen in Kleingruppen

Gesangsunterricht erteilen und

den Umgang mit dem Instrument

„eigene Stimme“ üben. Für viele sicher

eine interessante und spannende

Erfahrung, die das Singen im Chor

fördert. Natürlich gibt es auch ausreichend

Pausen zur Erholung, und

für Essen und Trinken ist bestens gesorgt.

Um 18.30 Uhr werden dann

die Lieder, die tagsüber einstudiert

www.interkultur.com

Neue Homepage des Fördervereins INTERKULTUR

Modern, multimedial, kundenorientiert

und vielsprachig – der Pohlheimer Förderverein

INTERKULTUR, Veranstalter

der weltweit größten Chorwettbewerbe,

wurden, in einem kleinen Konzert

aufgeführt. Eltern, Freunde und Be­

kannte und alle Sangesfreunde sind

hierzu herzlichst eingeladen.

Die Teilnahme an der Chorwerkstatt

ist für alle frei. Sämtliche Kosten

übernimmt der Kreis­Chorverband

St. Wendel.

Das Dozententeam

Die musikalische Leitung liegt in

den Händen von Thomas Martin, Dekanatskantor

und Kreis­Chorleiter im

Kreis­Chorverband St. Wendel. Er leitet

die Kirchenchöre von Theley und

Sotzweiler und arbeitet sehr erfolgreich

mit den Kinder­ und Jugendchören

von Theley.

Horst Müller, Musiklehrer, studierte

Schulmusik an der Musikhochschule

in Saarbrücken. Seine Fähigkeiten

und Kenntnisse in der Jazz­Chorleitung

hat er durch die Teilnahme an

vielen Workshops bei renommierten

Dozenten erweitert. Er leitet sehr erfolgreich

den Jazz­Chor „92 Hertz“ in

Eiweiler.

Adelheid Recktenwald leitet den

Kinderchor Urexweiler und hat im

Frühjahr 2006 mit dem Chor den 1.

Preis beim Kinderchorwettbewerb des

präsentiert sich seit Juli mit einem

neuen optimierten Internet­Auftritt im

Netz.

www.interkultur.com bietet in Deutsch

und Englisch alle wichtigen Informationen

und Hintergründe zu den Veranstaltungen,

Projekten und Perspektiven

von INTERKULTUR. Schritt für Schritt

Saarländischen Rundfunks gewonnen.

Claudia Nirschl ist Kinder­ und Jugendreferentin

im Kreis­Chorverband

Homburg. Sie leitet neben zwei Erwachsenenchören

auch den Kinder­

u. Jugendchor der evang. Kirchengemeinde

St. Wendel.

Stefanie Wachter studierte für Lehramt

mit Schwerpunkt Klavier und

Gesang. Sie leitet den Kinder­ und

Jugendchor „Haste Töne“ Niederkirchen.

Angela Lösch (Stimmbildung) studierte

Gesang und Klavier an der

Hochschule für Musik in Saarbrücken.

Als ausgebildete Terlusollogin lehrt

sie erfolgreich die chorische wie auch

die solistische Stimmbildung.

Stefanie Fels (Stimmbildung) studierte

Gesang und ist seit 2007

Lehrbeauftragte für den Fachbereich

Gesang an der Musikhochschule Saarbrücken.

Sie war mehrere Jahre

Stimmbildnerin des Magdeburger

Domchores.

Weitere Infos / Anmeldung:

Kreis­Chorverband St. Wendel

Ingbert Schummer, Vorsitzender

Blumenstr. 17

66625 Nohfelden­Selbach

Tel.: 06875­263

Fax: 06875­1412

E­mail: ingbert.schummer@web.de

www.saengerkreis­stwendel.de

Anmeldeschluss:

25. September 2009

wird das Informationsangebot auch in

den weiteren Sprachen, wie gewohnt,

präsentiert – in Französisch, Italienisch,

Russisch und Spanisch.

SEITE 24 CHOR AN DER SAAR 3/2009


19.09.2009, 18.00 Uhr

Niederwürzbach,

kath. Pfarrkirche St. Hubertus

Abendmesse mit dem MGV Liederkranz

Niederwürzbach, anschließend

Ehrung von aktiven und

passiven Mitgliedern im Sängerheim

Kirkelerstraße

26.09.2009, 20.00 Uhr

Eppelborn, Big Eppel

CHORWURM on broadway –

Musik­Revue

Infos: www.chorwurm.de

26.09.2009, 20.00 Uhr

Illingen, Illipse

Festkonzert zum Händel­

Haydn­Mendelssohn­Jahr 2009

Mit Chorwerken, aber auch

Instrumentalstücken wird der

Madrigalchor Illingen ein abwechslungsreiches

Jubiläumskonzert für

die drei Komponisten gestalten.

Eintritt 12 € / erm. 6 €

Kinder bis 14 Jahre frei

03.10.2009, 19.00 Uhr

Saarlouis-Roden,

Pfarrkirche Maria Himmelfahrt

50 Jahre „Männer­Quartett“

1959 Saarlouis­Roden

Gala­Konzert mit dem weltberühmten

DON KOSAKEN CHOR

Wanja Hlibka

Kartenverkauf bei allen Sängern,

und bei der Stadt­Info im Rathaus

Saarlouis. Preis: € 15,­

Infos: Tel.: 06831­62355,

E­Mail:

hans­walter.koch@schlau.com

11.10.2009, 17.00 Uhr

Niederwürzbach, Würzbachhalle

Jubiläums­Konzert zum 105­jährigen

Bestehen des MGV Liederkranz

Niederwürzbach

17.10.2009, ab 9.30 Uhr,

Neunkirchen/Nahe, Landhaus

Mörsdorf

Chorleiterversammlung des KCV

St. Wendel

25.10.2009, 19.00 Uhr

Fechingen, kath. Kirche

Festkonzert 20 Jahre Frauenchor

Fechingen

Mitwirkende: Frauenchor der

Kulturvereinigung Fechingen,

Frauenvokalensemble „In Tune“

(Ltg. Ulla Ecker), eine Instrumentalgruppe

sowie als Gastchor der

gemischte Chor aus Neunkirchen­

Potzberg (Ltg. Angelika Rübel)

07.11.2009, 13.30 Uhr/14.30 Uhr

Homburg (genauer Ort wird noch

bekannt gegeben)

Chorleiterversammlung mit

anschließender Hauptversammlung

des Kreis­Chorverbands Homburg

CHOR AN DER SAAR 3/2009

07.11.2009, 17.00 Uhr

Saarbrücken-Fechingen, Festhalle

Volksliedersingen

Mitwirkende: Gustav Weber Chor

Quierschied, Männerchor Harmonie

Dudweiler, Chorgemeinschaft

Völklingen­Altenkessel, Halberger

Sängerbund, Chorgemeinschaft

Fischbach­Herrensohr

15.11.2009, 18.00 Uhr

Illingen-Uchtelfangen,

kath. Pfarrkirche

Requiem von W.A. Mozart und mehr,

mit dem Chor Amici Cantus,

Solisten und Mit gliedern der

Radiophilharmonie Saarbrücken­

Kaiserslautern unter der Leitung

von Stefan Monhausen

22.11.2009, 17.00 Uhr

Saarbrücken-Herrensohr,

kath. Kirche St. Marien

Kreiskonzert des KCV Saarbrücken

Mitwirkende: Männerchor Euphonia­Constantia

Saarbrücken,

Gem. Chor Bischmisheim, Gem. Chor

Altenkessel, Gem. Chor Thalia

Dudweiler, Gem. Chor Schafbrücke,

Gem. Chor Frohsinn Alt­Saarbrücken

05.12.2009, 20.00 Uhr

Saarbrücken, Congresshalle

CHORWURM – Weihnachtliches

Konzert 2009

Infos: www.chorwurm.de

06.12.2009, 17.00 Uhr

Güdesweiler, Christ-König-Kirche

Festliches Konzert des KCV St. Wen del

zum Advent und zur Weihnacht

Mitwirkende:

Kinderchor Eiweiler (Ltg. Evelin

Finkler), Singkreis Oberthal

(Ltg. Theo Schwarz), Schaumberger

Kantorei (Ltg. Joachim Oehm),

Männerchor Cäcilia Güdesweiler,

Posaunenquartett des Musikvereins

Braunshausen

13.12.2009, 17.00 Uhr

Oberbexbach, kath. Kirche

St. Barbara

Weihnachtskonzert mit dem

Jugendchor der Liedertafel „Young

Voices“ und den Kolbe Singers aus

Wiebelskirchen, Ltg: Judith Strauß

13.12.2009, 17.00 Uhr

Schwalbach-Hülzweiler,

Pfarrkirche St. Laurentius

ADVENT Konzert mit Jung & Sing

20.12.2009, 15.00 Uhr

Saarbrücken, kath. Pfarrkirche

St. Jakob

Bachs Weihnachtsoratorium für

Kinder

Benefizkonzert für UNICEF

Mitwirkende: Vokalensemble

Cantabile, Kinderchor Cantabile,

Musiker des Saarländischen

Staatsorchesters Saarbrücken,

Pfarrer i. R. Otto Deutsch (Erzähler)

Bachs Weihnachtsoratorium für

Chormusik im

VERANSTALTuNGSKALENDER

RUNDFUNK

Kinder, eingerichtet von Michael

Gusenbauer, dauert eine knappe

Stunde und ist für Kinder ab vier

Chor/Leiter

Jahren geeignet. Die gekürzte

GESUCHT

Fassung enthält die wichtigsten

und anschaulichsten Passagen aus

dem Originalwerk. Ziel ist es,

Freude am Singen zu wecken und

Kinder auf verständliche Art und

Weise an die große Tradition der

MUSICA SACRA heranzuführen

VVK (5 € / erm. 3 €): Musikhaus

Arthur Knopp (Sbr., Futterstr. 4),

Geigenbau Tebbi (Sbr., Bismarckstr.

10), Zum Musikhaus Adagio (Sbr.,

Dudweiler Str. 10)

Telefon. VVK: Elisabeth Münch,

Tel: 0681/399842

Tageskasse

GEDENKEN

TERMINE

20.12.2009, 17.30 Uhr

Saarbrücken, kath. Pfarrkirche

St. Jakob

Weihnachtsoratorium

von Jubiläen J. S. Bach und

Kantaten I­III

Benefizkonzert für UNICEF

EHRUNGEN

Ausführende: Solisten: Konstanze

Ruttloff (Sopran), Vinzenz Haab

(Bass), N.N.

Vokalensemble Cantabile

Kinderchor Cantabile

Musiker des Saarländischen

Staatsorchesters Saarbrücken

Tanzgruppe „Meditatives Tanzen“

(Ltg. Beate Hüsslein)

Leitung: KMD Annemarie Ruttloff

VVK (15 € / erm. 10 €): Musikhaus

Arthur Knopp (Sbr., Futterstr. 4),

Geigenbau Tebbi (Sbr., Bismarckstr.

10), Musikhaus Adagio (Sbr.,

Dudweiler Str. 10)

Telef. VVK: Elisabeth Münch,

Tel: 0681/399842

Tageskasse

27.12.2009, 9.30 Uhr

Saarlouis-Roden, Pfarrkirche

Maria Himmelfahrt

Festhochamt mit gesanglicher

Gestaltung durch das Männer­

Quartett Saarlouis­Roden

Anschließend um 11.00 Uhr

Fest­Matinee im Karl­Thiel­Haus

mit Festansprache des Schirmherrn

Roland Henz, Oberbürgermeister

der Kreisstadt Saarlouis, und unter

Mitwirkung Rodener und befreundeter

Vereine. Vorgesehen sind

auch Ehrungen verdienter Sänger

durch den DCV, SCV und den KCV

Saarlouis.

Der Eintritt ist frei.

SEITE 25


Zum GEDENKEN

Praxis-Tipp

CHORLEITUNG

Praxis-Tipp

VORSTAND

Chormusik im

Miteinander.

RUNDFUNK

Chor/Leiter

GESUCHT

Zum

GEDENKEN

TERMINE

Jubiläen und

Rudi Hofmann

EHRUNGEN

schaft geehrt.

Die ChorgemeinschaftOmmersheim

trauert um ihren

Sangesfreund

Rudi Hofmann, der

Anfang Mai nach

kurzer, schwerer

Krankheit im Alter

von nur 49 Jahren

verstorben ist.

Rudi Hofmann war

Sänger mit Leib und Seele. Nach seiner Zeit

in Kinder­ und Jugendchor trat er 1974 dem

gemischten Chor unserer Chorgemeinschaft

bei. Er war ein stets engagierter und zuverlässiger

Sänger im Tenor. Sein ruhiges

und ausgleichendes Wesen, sein Humor und

seine zupackende Art wurden sehr geschätzt.

Auch legte er viel Wert auf Geselligkeit,

Kameradschaft und harmonisches

Er hat unser Vereinsleben stets engagiert

mitgestaltet. Unzählige Male hat er sich bei

der Organisation von Vereinsfahrten als

selbstständiger Reiseverkehrskaufmann

mit seinem fachmännischen Rat und seiner

Tatkraft eingebracht. Unvergessen werden

auch seine vielen Auftritte mit unserer

Theaterspielgruppe bleiben.

Alle Mitglieder der Chorgemeinschaft Ommersheim,

besonders die Sängerinnen und

Sänger des gemischten Chores werden Rudi

Hofmann stets in dankbarer Erinnerung

behalten.

Mathilde Reuter

Die Chorgemeinschaft

Primsweiler

e.V. trauert um ihre

Sängerin Mathilde

Reuter, die am 6.

Mai 2009 im Alter

von fast 87 Jahren

verstorben ist.

Frau Reuter gehörte

unserem Chor von

1974 bis 2007 als

aktive und seitdem als inaktive Sängerin

an. Im Alter von 85 Jahren wurde sie 2007

zum Ehrenmitglied ernannt. Vom SCV wurde

sie 1999 für 25­jährige aktive Mitglied­

Der Chorgesang war ein Teil ihres Lebens.

Als gute Sopranistin war sie eine starke

Stütze für den Chor. Für ihre ruhige und

freundliche Art wurde sie von den Sängerinnen

und Sängern geehrt und geachtet.

Wir haben mit Frau Reuter eine zuverlässige

und hilfsbereite Sängerin verloren.

Wir danken der Verstorbenen für ihre

Treue und Verbundenheit mit dem Chor.

Mit dem Besuch des Trauergottesdienstes

und dem anschließenden Gang zum Friedhof

erwiesen wir ihr die letzte Ehre. Wir

werden unsere Sängerkameradin in guter

und dankbarer Erinnerung behalten.

Der Männergesangverein

PALME

Braunshausen

trauert um seinen

langjährigen Chorleiter

Heinz Gassner,

der am 27. Juli

2009 nach langer

schwerer Krankheit

im Alter von 73 Jahren

verstorben ist.

Heinz Gassner

1963 war er unserem Verein als aktiver

Sänger beigetreten. Im Herbst 1968 begann

seine über 40­jährige erfolgreiche

Dirigententätigkeit bei der Palme. Sein

ganzer Stolz war der Chor der Palme, den

er mit Ehrgeiz und Leidenschaft zu einem

hervorragenden Klangkörper formte.

Durch seine Arbeit und seinen Ehrgeiz für

den Chorgesang verfolgte er die Gründung

des Hochwaldchores. Schon von Krankheit

gezeichnet übte er weiterhin seine Dirigententätigkeit

im Hochwaldchor aus.

Krankheitsbedingt legte er Anfang 2009

den Dirigentenstab nieder.

GESUCHT

Der Männerchor

Harmonie 1896

e.V. Dudweiler trauert

um seinen

lieben Sangesbruder

Dieter Hoffmann,

der am 7.

Juli 2009 nach

schwerer Krankheit

Dieter Hoffmann

im Alter von 71

Jahren verstarb. Er

war eines der letzten Gründungsmitglieder

der „neuen“ Harmonie von 1952 und hat

sich in besonderem Maße um unseren Chor

verdient gemacht. Erfolgreich war er

25 Jahre im Vorstand tätig, wofür er

durch den Deutschen Sängerbund, den

Saar­Sängerbund und seinen Chor hoch geehrt

wurde. Als 2. Bassist der „Harmonie“

treu ergeben, war Dieter Hoffmann bei

seinen Sängerkameraden hoch geschätzt

durch seine große Hilfsbereitschaft, Verlässlichkeit

und sein kameradschaftliches

Verhalten.

Unser Ehrenmitglied wurde am 10. Juli

von seinen Kameraden zur letzten Ruhe

begleitet. Der Tod unseres lieben Freundes

Dieter Hoffmann hat uns tief getroffen. Er

wird als einer unserer Besten in unseren

Herzen weiterleben.

Möge er in Frieden ruhen.

Während seiner langen Dirigententätigkeit

wurden ihm eine ganze Reihe von

Ehrungen zuteil:

1977 Chormusikdirektor SSB,

1982 Chorleiterehrennadel

für 25­jährige Dirigententätigkeit,

1996 Chorleiterehrennadel

für 40­jährige Chorleitertätigkeit,

2006 Chorleiterehrung

für 50­jährige Chorleitertätigkeit,

2006 Ehrung durch den Kultusminister für

seine Verdienste um den Chorgesang.

Neben seiner Tätigkeit als Chorleiter der

Palme leitete er gleichzeitig auch den Männerchor

aus Schwarzenbach, den Männerchor

und den gemischten Chor Primstal

sowie den Kirchenchor Braunshausen.

Mit der gesanglichen Umrahmung des

Trauergottesdienstes erwiesen ihm die

Sänger des Hochwaldchores die letzte

Ehre. Alle Mitglieder, vor allem die Sänger

der Palme bedanken sich bei ihm, dass wir

den langen erfolgreichen Weg gemeinsam

gehen durften. Der Vorstand und die Sänger

werden ihm ein ehrendes Andenken

bewahren.

Der Männergesangverein

Illingen-

Gennweiler trauert

um seinen Sängerkameraden

Heinz

Bender, der am 6.

Mai 2009 im Alter

von 73 Jahren verstorben

ist.

Heinz Bender

Heinz Bender war

seit 1952 aktiver

Sänger in unserem Chor. Während dieser

Zeit hat er mehrere Jahre, zuletzt 1995

bis 1999, im Vorstand die Vereinsarbeit

mitgestaltet. Mit seiner ausgezeichneten

Baritonstimme war er 57 Jahre ein

verlässlicher Sänger im 1. Bass. Seine

freundliche und gesellige Art, seine Begeisterung

für den Chorgesang und Zuverlässigkeit

waren beispielhaft. 2002

wurde er vom Deutschen Chorverband mit

der goldenen Ehrennadel ausgezeichnet.

Mit der musikalischen Gestaltung des

Trauergottesdienstes in der Pfarrkirche

St. Stephan erwiesen wir ihm die letzte

Ehre. Unser Mitgefühl gilt seiner Ehefrau

Irene und seiner Familie. Wir danken

Heinz Bender für seine Verbundenheit

und Treue und werden ihn stets in guter

Erinnerung behalten.

SEITE 26 CHOR AN DER SAAR 3/2009


Der Männerchor

EUPHONIA-CONS-

TANTIA Saarbrücken-Malstatttrauert

um seinen

langjährigen Sangesbruder

und EhrenmitgliedReinhold

Thiel, der am

4. Mai 2009 im Alter

Reinhold Thiel

von 82 Jahren verstorben

ist.

Reinhold Thiel war seit 1950 mit Begeisterung

Sänger und wertvolle Stimme im

2. Tenor. Darüber hinaus begleitete er

20 Jahre mit viel Engagement und zuverlässig

das Amt des Notenwartes. Für seine

Verdienste wurden ihm alle Ehrungen des

Vereins und des Saarländischen wie des

Deutschen Chorverbandes zuteil. Seine

stets offene Art machte ihn zu einem angenehmen

und beliebten Sangesfreund,

auf den jederzeit Verlass war. Hierfür danken

wir ihm.

Schweren Herzens gaben wir ihm das letzte

Geleit. Wir werden ihn sehr vermissen

und ihm in unseren Gedanken und Gesprächen

immer wieder gedenken. Unser Mitgefühl

gilt seinen Angehörigen.

Die Sänger des

Männerchores

1890 e.V. Steinbach

trauern um

ihren Sangesbruder

Albert Pfaff, der am

4. April 2009 nach

langer schwerer

Krankheit im Alter

Albert Pfaff

von 81 Jahren verstorben

ist.

Während seiner 60­jährigen Sängerlaufbahn

im 2. Tenor bekleidete Albert Pfaff

40 Jahre das Amt des 1. Schriftführers.

Daneben war er langjähriger Sänger im

Ev. Kirchenchor und im Quartett von Theo

Kannengießer. 2006 wurde er für 60 Jahre

Sängertätigkeit ausgezeichnet.

Mit der gesanglichen Umrahmung der

Trauerfeier und der anschließenden Beisetzung

erwiesen ihm die Sängerkameraden

die letzte Ehre.

Wir danken ihm für seine Treue und Verbundenheit

zu unserem Chor und werden

ihm stets ein ehrendes Andenken bewahren.

Unser Dank und Mitgefühl gilt auch

seinen beiden Töchtern.

Der Gemischte Chor

Rubenheim trauert

um seinen langjährigen

Sänger Willi

Welsch, der am 30.

Juni 2009 nach langer

Krankheit im

Alter von 76 Jahren

verstarb. Viele Jah­

Willi Welsch

re war er als Tenor

im damaligen MGV

Rubenheim tätig, danach im Gemischten

Chor. Viele Jahre hat er auch in der Vorstandschaft

mitgearbeitet.

CHOR AN DER SAAR 3/2009

Josef Schäfer

Die Sänger des Männerchores

Schmelz

e.V. trauern um

ihren langjährigen

Sängerkameraden

Josef Schäfer, der

am 9. April 2009

verstorben ist.

Josef Schäfer war

als aktiver Sänger

nahezu 60 Jahre

Mit glied des Männerchores Schmelz. Er

trat 1950 in den Chor ein, wo er sich als

aktiver Sänger im 2. Tenor, ebenso als

langjähriges Vorstandsmitglied große Verdienste

erwarb, so dass er für sein Engagement

zum Ehrenmitglied ernannt wurde.

Für seine aktive Sängertätigkeit wurde er

für 25­ und 40­jährige Mitgliedschaft vom

Männerchor Schmelz und vom Saar­Sängerbund

geehrt.

Seine Sängerkameraden erwiesen ihm die

letzte Ehre durch die Mitgestaltung des

Trauergottesdienstes und bereiteten ihm

einen würdevollen Abschied. Nicht zuletzt

wegen seines hilfsbereiten Wesens werden

wir Josef Schäfer nicht vergessen und in

dankbarer Erinnerung behalten.

Der MGV 1871 Sängerbund

e.V. Saarwellingen

trauert

um seinen Sangesfreund

und Ehrenmitglied

Erwin Heckel,

der plötzlich

und unerwartet im

Alter von 75 Jahren

Erwin Heckel

verstorben ist. Sein

Tod ist ein schmerzlicher

Verlust für unseren Chor, denn wir

verlieren einen treuen, hilfsbereiten Kameraden

und guten Sänger, dessen Charakter

besonders durch Zurückhaltung und

Bescheidenheit geprägt war.

Dank sei ihm gesagt für seine über 50jährige

Sängertätigkeit zum Wohle des

Deutschen Chorgesanges. Erwin Heckel

war Träger höchster Auszeichnungen des

Deutschen und des Saarländischen Chorverbandes

und wurde aufgrund seiner Verdienste

im Verein 2004 zum Ehrenmitglied

ernannt.

Für die Zeit, die er uns geschenkt hat, danken

wir ihm. Wir trauern um einen treuen

und verdienten Freund und Sänger, der uns

stets in bester Erinnerung bleiben wird.

Sein freundliches Wesen, seine Kameradschaft

und seine Hilfsbereitschaft bei allen

Anliegen unseres Vereins, insbesondere

sein „Traktoreneinsatz“ bei vielen Weiherfesten,

werden uns ebenso in Erinnerung

bleiben wie sein vorbildlicher Chorprobenbesuch.

Auch sein „Meckern“ über das

„ausländisch Dinges“ werden wir nicht

vergessen.

Für die gemeinsam verbrachten Stunden

und für die von ihm geleistete Unterstützung

unseres Chores danken wir ihm und

seiner Familie.

Die Sänger des

Männerchores

Schmelz e.V. trauern

um ihren aktivenSängerkameraden

Leander Lang,

der am 27. Februar

2009 nach langer

Krankheit verstor­

Leander Lang

ben ist.

Leander Lang galt

über 20 Jahre als verlässlicher, aktiver

Sänger in den Reihen des Männerchores

Schmelz.

Die Sänger des Männerchores Schmelz waren

an der Gestaltung der hl. Messe beteiligt

und geleiteten ihren Sängerkameraden

zu seiner letzten Ruhestätte. Nicht

zuletzt wegen seines ruhigen und ausgeglichenen

Wesens werden wir Leander

Lang nicht vergessen und in dankbarer

Erinnerung behalten.

Der Männerchor

Harmonie 1896

e.V. Dudweiler hat

seinen lieben SängerkameradenWilhelm

Lamy verloren,

der am 23. Juli

2009 im Alter von

73 Jahren verstarb.

Wilhelm Lamy

Er sang mit einer

kurzen Unterbrechung

insgesamt 38 Jahre im 1. Bass und

wurde von unserer „Harmonie“ dafür 1996

mit der silbernen Ehrennadel ausgezeichnet.

In all den Jahren dokumentierte er

die Treue zu seinem Verein, auch durch

die langen Anmarschwege von Kirkel­Limbach.

„Willem“ war ein begeisterter Sänger

und ein liebenswerter lebensfroher

Freund, den seine Sängerkameraden nicht

vergessen werden. Bei seiner Beisetzung

am 3. August erwies ihm die „Harmonie“

an seinem Grabe die letzte Ehre. Er wird

uns sehr fehlen.

Am 9. April 2009

verstarb nach langer,

schwerer Krankheit

unser langjähriger

Sangesbruder Rudolf

Kirsch im Alter von

67 Jahren. 26 Jahre,

bis zu seiner Erkrankung,

stand er als

Rudolf Kirsch

aktiver Sänger in

den Reihen des MGV

Harmonie 1882 Lebach-Steinbach.

Im Jahre 2007 wurde dem Verstorbenen die

silberne Ehrennadel des SCV für 25 Jahre

Treue zum Chorgesang verliehen.

Die letzte Ehre erwiesen ihm die Sänger mit

der gesanglichen Umrahmung des Trauergottesdienstes

und einem letzten Sangesgruß

auf dem Friedhof.

Wir danken unserem Sangesbruder Rudolf

Kirsch für seine Treue und Verbundenheit

zu unserem Chor und werden ihm stets ein

ehrendes Andenken bewahren.

Seiner Familie gilt unser tiefes Mitgefühl.

SEITE 27


Kontinuität.

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und Neubeginn Ihr Vertrauen

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Alexandra Knopp,

neue Leiterin der Pianoabteilung

im Musikhaus Arthur Knopp

MUSIKHAUS

ARTHUR KNOPP

Das große Musik- und Pianohaus an der Saar

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www.musikhaus-knopp.de

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