Die Wedeler Marsch - Carl Zeiss

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Die Wedeler Marsch - Carl Zeiss

Die Wedeler Marsch

Naturerlebnisse rund um die Carl Zeiss Vogelstation


Grafik: E. Schmitt / Bild: © GeoContent / Google 2007

SCHOLENFLETH

So kommen Sie zur Carl Zeiss Vogelstation

HASELDORF

Zu Fuß / per Rad: Gegenüber dem S-Bhf. Wedel in die Bahnhofstr., nach 50m rechts in die

Gorch-Fock-Str., die Schulauer Str. überqueren und weiter über Am Freibad und Marinedamm bis zum

Deich. Vorbei an der Gaststätte Fährmannssand bis zur Station (zu Fuß 60 Min. / per Rad 25 Min.).

Mit dem Auto: Nutzen Sie nach Möglichkeit einen der Parkplätze am Ortsrand von Wedel (s. Karte), um

die Verkehrsbelastung in der Marsch so gering wie möglich zu halten. Den Parkplatz Fährmannssand (von

dort 15 Min. Fußmarsch) erreichen Sie: Von Hamburg kommend am S-Bhf. Wedel vorbei auf der Mühlenstr./Holmer

Str. Richtung Holm, etwa 30m vor dem Ortsausgangsschild links in die Hatzburgtwiete, sofort

wieder links in die Helgolandstr., rechts in den Ansgariusweg, dann den Schildern folgen. Über Hetlingen

erreichen Sie den Parkplatz Klärwerk.

Die Station öffnet mittwochs, samstags,

sonn- und feiertags von 10 bis 16 Uhr

HETLINGEN

Naturerlebnisse in der Wedeler

und Haseldorfer Marsch

e Gaststätte

Fährmannssand

r Carl Zeiss Vogelstation

vom NABU

HOLM

t Weißstorchnest

auf der Idenburg

u Aussichtsturm

i Kormorankolonie

o Obstgarten

p NABU Naturzentrum

Scholenfleth

a Elbmarschenhaus

s Graureiherkolonie

d Schachblumenwiese

WEDEL


Die Herstellung dieser Broschüre

wurde gefördert von

Der NABU Hamburg wird

unterstützt von Carl Zeiss,

Geschäftsbereich Sports Optics

Die Wedeler und Haseldorfer Marsch

Naturraum im Einfluss der Gezeiten 4

Lebensräume zwischen Süßwasserwatt und Feuchtwiese –

Seltene Natur in voller Vielfalt 8

Die Kleientnahmestelle Fährmannssand –

Ein Paradies für Vögel 16

Die Brutvögel der Wedeler Marsch

Nachwuchs aus Gräben und Wiesen 20

Faszination Vogelzug –

Die Reise zwischen den Kontinenten 26

Der Naturschutzbund Deutschland (NABU) –

Einsatz für Mensch und Natur 34

Checkliste und

Bestimmungshilfen 40

Diese Broschüre gibt es auch zum Download unter www.NABU-Hamburg.de


Die Wedeler und Haseldorfer Marsch

Naturraum im Einfluss der Gezeiten


Von Ebbe und Flut geformt

Die Elbe zählt zu den natürlichsten Flusslandschaften

Europas.Von besonderer ökologischer

Bedeutung ist der so genannte Ästuar,

also jener Bereich der Elbmündung,

der von den Tiden der Nordsee beeinflusst

wird. Über Jahrtausende hat das ein- und

ausströmende Wasser Priele, Inseln, Süßwasserwatten

und feuchte Uferzonen an der

Unterelbe geformt. Noch heute entstehen

durch Sedimentablagerungen und Erosionen

ständig neue Lebensräume für spezialisierte

Pflanzen- und Tierarten.

Westfriesische

Inseln

Nachbar Wattenmeer

Wer die besondere Bedeutung der

Wedeler und Haseldorfer Marsch

verstehen will, muss sich den übergeordneten

geografischen Kontext

anschauen: Sie grenzen unmittelbar an

das Wattenmeer, das sich von den Niederlanden

über Deutschland bis nach Dänemark erstreckt.

Das Wattenmeer gehört zu den wertvollsten Ökosystemen

der Erde. Riesige Wattflächen, die bei

Ebbe trocken fallen, werden von Milliarden

Organismen besiedelt – ein reich gedeckter

Tisch für Fische und Vögel.

Ostfriesische

Inseln

Elbe

Wedeler und Haseldorfer

Marsch

Wattflächen

Hamburg

5


6

Die Wedeler Marsch – Teil der Pinneberger Elbmarsch

Die Wedeler Marsch ist der südliche Teil der Pinneberger

Elbmarsch, zu der außerdem noch die Haseldorfer

und die Seestermüher Marsch gehört. Zusammen

erstrecken sie sich auf einer Länge von 22

Kilometern entlang des Elbufers.

Ursprünglich war die Wedeler Marsch eine stark vom

Wasser geprägte Landschaft mit ausgedehnten Grünlandflächen,

die schon bei leicht erhöhten Wasser-

ständen von der Elbe überflutet wurden. Sie war

durchzogen von einem weit verzweigten System von

Elbnebenarmen, Prielen und Gräben, geprägt vom

täglichen Rhythmus der Gezeiten. Von 1976 bis 1978

entstand der neue Landesschutzdeich unmittelbar an

der mittleren Hochwasserlinie der Elbe. Zudem wurden

die Mündungen der Elbnebenflüsse und -arme

durch Sperrwerke gesichert. Die Folge: Der Einfluss

von Ebbe und Flut auf das Gebiet nahm deutlich ab.

Dunkler Wasserläufer Fährmannssander Watt


NSG

Elbinsel

Pagensand

NSG Eschschallen

im

Seestermüher

Vorland

Pinnau

Hohenhorst

NSG Haseldorfer

MühlenwurthScholenfleth

Heute sind

allein die außendeichs

gelegenen

Flächen als Reste der einst

großflächigen Auenlandschaft

geblieben und größtenteils als

Naturschutzgebiete ausgewiesen –

darunter auch die Haseldorfer Binnenelbe mit

Elbvorland, die mit 2.160 Hektar eines der größten

Naturschutzgebiete Schleswig-Holsteins ist und direkt an

Binnenelbe

Haselau

Lühesand

Haseldorf

Graureiherkolonie

HASELDORFER

MARSCH

Heist

Hetlingen

Holm

WEDELER

MARSCH

mit Elbvorland

die Wedeler Marsch grenzt. Die Naturschutzgebiete der Pinneberger

Elbmarsch sind nach der EU-Vogelschutzrichtlinie und Flora-Fauna-Habitat-Richtlinie (FFH-

Richtlinie) geschützt und damit Teile von Natura 2000, einem europaweiten Netz von Schutzgebieten.

Carl Zeiss Vogelstation

Fährmannssander

Watt

LEGENDE

Süßwasserwatt

Sandflächen

Röhricht

Feuchtgrünland

Auwald

Spülfläche, Magerrasen

Naturschutzgebiet

Deichlinien

Lage des Kartenausschnitts

Wedel

WEDEL

Yachthafen

Hamburg

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Lebensräume zwischen Süßwasserwatt und Feuchtwiese

Seltene Natur in voller Vielfalt


Süßwasserwatt – Lebensraum für Spezialisten

Wattflächen entstehen durch den Einfluss von Ebbe

und Flut. In einer Flussmündung steht Süßwasser

unter Tideeinfluss – an der Elbe etwa von Glückstadt

stromaufwärts bis zur Staustufe Geesthacht. Hier ist

ein äußerst seltener Lebensraum entstanden: das

Süßwasserwatt.

Das der Wedeler Marsch vorgelagerte Fährmannssander

Watt ist mit einer Länge von etwa fünf Kilometern

und einer Breite von bis zu 800 Metern eines

der größten Süßwasserwatten Europas. Bei Ebbe

fallen regelmäßig große Flächen frei, die dann den

wechselnden Bedingungen wie Sonne, Regen, Wind,

Frost und Eisgang ausgesetzt sind. Noch immer lagern

Sturmfluten und starker Wellengang den Boden

regelmäßig um.

Flussuferläufer

Nur hoch spezialisierte Arten können unter diesen

schwierigen Bedingungen leben – und sind wegen

ihrer hohen Spezialisierung voll und ganz auf den

Lebensraum Süßwasserwatt angewiesen. Milliarden

von Kleinstorganismen leben dort und ernähren sich

u.a. von den Sink- und Schwebstoffen, die die Elbe

transportiert. Auf diese Weise leisten sie einen wichtigen

Beitrag zur Selbstreinigung des

Flusses. Gleichzeitig bietet sich bei

Ebbe ein unerschöpfliches Nahrungsreservoir

für Brut- und

Zugvögel, bei Flut finden

Fischarten wie Aal und

Flunder einen gedeckten

Nahrungstisch vor.

Blick ins Watt

Die häufigsten

Organismen der

Schlickwatten in Individuen

pro Quadratmeter

129.600

Schlammröhrenwürmer

61.200

Rädertierchen

48.200

Fadenwürmer

35.000

Borstenwürmer

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W ASSER (ELBE)

10

Watt ist nicht gleich Watt Röhrichte – Platz für versteckte Nester

Je nach Strömungsgeschwindigkeit entstehen unterschiedliche

Watttypen: Nahe dem Elbstrom sind die

artenärmeren Sandwatten ausgebildet, während sich

zum Ufer hin durch abnehmende Strömung Schlickwatten

entwickeln, die teilweise mit dichten Algenrasen

überzogen sind.

SANDWATT

SCHLICKWATT

Schilf- und Binsenröhrichte grenzen an die Wattflächen

an und liegen meist im Bereich der mittleren

Tidehochwasserlinie. Schilfröhrichte sind sehr konkurrenzstark

und siedeln sich sowohl auf Sand als

auch auf Schlick an. Zum Ufer hin gehen sie teils in

Hochstaudenfluren und Weidengebüsche über. Im

nährstoffreichen Uferbereich der Tideelbe werden

Schilfröhrichte bis zu vier Meter hoch. Für zahlreiche

Pflanzen- und Tierarten haben diese fast undurchdringlichen

Dickichte eine hohe Bedeutung:

RÖHRICHT

Rohrweihe

HOCHSTAUDEN-

FLURE


Im Frühling bauen Rohrweihe, Rohrdommel und

Teichrohrsänger im Schilf ihre Nester, im Sommer

finden Enten Verstecke, wenn sie zur Mauser (Wechsel

des Gefieders) für kurze Zeit flugunfähig sind. Im

Herbst finden Schwalben und Stare Schlafplätze auf

ihrem Zug, und im Winter werden die Röhrichte von

Gänsen als Nahrungsquelle genutzt. Insekten und

Spinnen überwintern in den Hohlräumen. Typische

Pflanzen der Röhrichte sind Schwanenblume, Rohrkolben

und Gemeiner Blutweiderich.

Rohrammer

WEIDENGEBÜSCH

Einzigartige Auwälder

Unter dem Einfluss der Süßwassertide hat sich eine

besondere,für Europa einzigartige Form des Auwalds

entwickelt, der aus Weidengebüschen sowie unterschiedlichen

Weich- und Harthölzern besteht. Einige

Pflanzenarten der Krautschicht, die hier vorkommen,

gibt es weltweit nur an der Tideelbe.

Dazu gehören der Schierlings-Wasserfenchel und die

Wiebelsschmiele. Die teils unzugänglichen Auwälder

mit einer Vielzahl von riesenwüchsigen Pflanzen bieten

gute Brutplätze für zahlreiche Singvogelarten.

AUWALD

Schierlingswasserfenchel

DEICH

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Watt

Deckwerk

Deichbau und Wassernot

Der 1978 fertiggestellte Deich hatte gravierende Folgen

für die Wedeler Marsch, da sie seither dem direkten

Einfluss der Gezeiten entzogen ist. Auf den meisten

Flächen ist das ideale Wechselspiel zwischen natürlicher

Nährstoffzufuhr in Form von Sinkstoffen

bei Flut und der Durchlüftung des Bodens durch Austrocknung

bei Ebbe nicht mehr gegeben.Ausbleibende

Überflutungen und eine intensive Trinkwasserförderung

führten dazu, dass der Grundwasserspiegel

bis 1980 um 1,75 Meter sank. Möglicherweise

beschleunigte auch eine neuer Entwässerungskanal,

Außendeichgraben

Treibselabfuhrweg

der 1967 parallel zum Geestfuß gebaut wurde, diesen

Prozess. In der Folge veränderte sich die Pflanzenwelt

massiv: Feuchtigkeitsanzeiger wie das Wiesenschaumkraut

und Futtergräser wie Hornkraut, Kriechender

Hahnenfuß und Sauerampfer wurden seltener.

Ein Blick in den Deich: Bis Mitte der 1950er Jahre wurden

Deiche komplett aus dem dichten, tonhaltigen Kleiboden

gebaut. Moderne Deiche hingegen bestehen hauptsächlich

aus Sand, der mit einer Kleischicht abgedeckt ist. Die

äußere Hülle besteht aus einer festen Grasnarbe, die vor

Ausspülungen schützt. Die Form der Deiche hat sich im

Laufe der Jahrhunderte verändert: Ihre Neigung wurde

flacher, ihre Höhe nahm zu.

Kleidecke

Stärke der Kleidecke


Deichkern (Sand)

--- Höhe an der Nordsee zwischen

6,50 und 9,10 Meter über NN

(Normal Null)

Binnenberme

mit DeichverteidigungswegBinnendeichgraben


Bedrohte Vogelwelt

Die trockeneren Grünländer wurden intensiver von

der Landwirtschaft genutzt: Die Wiesen konnten

jetzt bereits zur Brutzeit im Frühling bearbeitet und

dichter mit Vieh besetzt werden. Traktoren fuhren

öfter und über einen längeren Zeitraum im Jahr,

künstliches Düngen wurde erforderlich. Besonders

Fressen und

gefressen werden

In einem intakten

Ökosystem Feuchtwiese

leben viele Arten mitund

voneinander

Vögel

z.B. Weißstorch

Mäuse und

Amphibien

z.B. Grasfrosch, Erdkröte

Insekten und Spinnen

z.B. Sumpfschrecke, Aurorafalter

Krautige Pflanzen und Gräser

z.B. Wiesenschaumkraut, Schachbrettblume

hart traf all dies die Wiesenvögel wie Kiebitz oder

Uferschnepfe,deren Bestände stark zurückgingen.In

die trockeneren Wiesen drangen Mäuse und Maulwürfe

bis an den Deich vor. Mit ihnen kamen Greifvögel

wie der Mäusebussard, die Artenzusammensetzung

der Vögel in der Marsch veränderte sich.

Erdkröte

Aurorafalter

Sumpfschrecke

Sumpfdotterblume

Mäusebussard

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Die Schachbrettblume

Vor 80 Jahren gab es die schöne, schachbrettartig

gemusterte Blume noch in großer

Anzahl auf den Vorlandwiesen der Elbe.

Heute ist die zu den Liliengewächsen gehörende

Pflanze stark gefährdet, die Bestände

rund um die Idenburg in der Wedeler

Marsch gehören zu den wichtigsten in

Deutschland.

Marschwiesen – je feuchter, desto besser

Die Marschwiesen der Unterelbe sind vom Menschen

geprägte Kulturlandschaften. Auf den ersten

Blick mögen sie fast ein wenig langweilig erscheinen:

Ebene, relativ monoton wirkende

Flächen, auf denen kaum ein

Strauch steht.Doch sie haben es in

sich, wenn sie nur feucht genug sind: Tatsächlich gehören

Feuchtwiesen zu den artenreichsten Lebensräumen

Mitteleuropas mit vielfältigen ökologischen

Nischen. Feuchte Senken wechseln sich ab mit kleinen,

trockeneren Hügeln. Gräben, Zaunpfähle und

Hochstaudenfluren prägen das Bild.


Buntes Leben auf den Wiesen

Einige binnendeichs gelegene Wiesen werden im

Winter überflutet. Hier sind die Pflanzen an die

feuchten, manchmal staunassen Verhältnisse gut

angepasst. Im Frühjahr können sich Schachbrettblume,

Wiesenschaumkraut und Sumpfdotterblume

frei entfalten, während sich Gräser und andere

konkurrierende Pflanzen wegen der Feuchtigkeit

erst später entwickeln. Von der abwechslungsreichen

Pflanzenwelt lebt eine bunte Vielfalt an

Schmetterlingen,Schwebfliegen,Heuschrecken und

anderen Insekten, die wiederum Amphibien und

Wiesenschaumkraut

Vögel ernähren. Watvögel (auch Limikolen genannt)

wie Kiebitz, Austernfischer und Bekassine,

aber auch einige Enten- und Singvogelarten wie die

Feldlerche bauen ihre Nester gerne im feuchten

Grünland. Voraussetzung ist eine extensive Nutzung,

die zur Brutzeit auf das Bearbeiten der Wiesen

verzichtet. Ganz besonders wichtig ist die Bodenfeuchtigkeit

für die Limikolen, damit sie im weichen

Boden nach Nahrung stochern können. Im Winter

ernähren sich nordische Zugvögel wie Grau- oder

Blässgänse von den vielfältigen Pflanzen.

Uferschnepfe

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Die Kleientnahmestelle Fährmannssand

Ein Paradies für Vögel


Ideale Bedingungen für Enten, Gänse und Watvögel

Ende der 1970er Jahre wurde die Wedeler Marsch

trotz massiver Proteste des NABU und anderer

Umweltverbände eingedeicht. Einziger Trost für die

Naturschützer: Die für den Deichbau nötige Kleientnahmestelle

wurde zu einem ökologischen Ersatzlebensraum

für Wat- und Wasservögel gestaltet

(Klei bezeichnet den schweren, tonhaltigen Marschboden).

Nach Vorgaben und unter

tatkräftiger Mithilfe von NABU-

Mitgliedern entstand auf dem

etwa 17,5 Hektar großen

Schutzgebiet ein

elf Hektar großes Gewässer

mit buchtenreichen

Ufern, Flachwasserzonen,

Schlammbänken

und Brutinseln. Abgerundet

wurden die Maßnahmen

durch das

Pflanzen von Binsen,

Seggen und Schilf sowie

einen gezielten

Fischbesatz. Seither ist die Kleinentnahmestelle

Fährmannssand vom NABU Hamburg gepachtet

und wird ständig gepflegt und weiterentwickelt zu

einem wahren Paradies für Vögel: Durch die Strukturvielfalt

auf engstem Raum finden Enten und

Gänse, Limikolen und Möwen dort ideale Bedingungen

vor.

Sturmmöwe

Austernfischer

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Vögel schützen und erleben

r Von den drei Beobachtungsständen Weißstorch, Kiebitz und Eisvogel aus

bietet sich ein freier Blick auf das angrenzende Gewässer und die Inseln. Durch

höhenverstellbare Sehschlitze lassen sich Wasser- und Watvögel bequem

beobachten, teilweise aus nur wenigen Metern Entfernung.

Sichtschutzwälle verhindern mögliche Störungen der Vogelwelt

durch die Besucher.

tFlachwasserzonen locken mit einem

reichen Nahrungsangebot. Limikolen

wie Bekassine oder Austernfischer

ziehen Kleinkrebse, Insektenlarven und

Würmer mit ihren langen Schnäbeln aus dem

schlammigen Boden.

uIm tieferen Wasser jagen Gänsesäger sowie Reiher-, Tafel- und Schellente.

Anders als die Schwimmenten gründeln sie nicht, sondern erbeuten tauchend

ihre Nahrung.

i Feuchte Wiesen werden von Wiesenvögeln wie Kiebitz und Rotschenkel

als Brutplatz und Nahrungsgrund genutzt. Bei Flut rasten hier viele

Limikolen.

t

r

r

e

r

Reiherente

u


o

i

eMitten im Schutzgebiet steht die Carl Zeiss Vogelstation des

NABU Hamburg. Sie wurde bereits 1984 als Hermann-Kroll-Haus

errichtet und 2005/2006 umfangreich modernisiert. Der Beobachtungsraum

ist von drei Seiten von Wasser umgeben und bietet einen

außergewöhnlichen Blick auf die Vögel.Ein hauptamtlicher und

mehrere ehrenamtliche Betreuer informieren die Besucher über die

Natur vor Ort, verleihen Ferngläser und begeistern auf zahlreichen

Führungen die Teilnehmer für die heimische Vogelwelt.

o Auf 15 Inseln finden die Vögel Brutplätze, die vor Räubern wie Marder und

Fuchs geschützt sind. Hier rasten Enten, Limikolen und Gänse, wenn die Flut sie

zum Verlassen des nahrungsreichen Süßwasserwatts jenseits des Deichs zwingt.

Außerdem bieten die Inseln Schutz für Enten, wenn diese im Sommer zur

Mauser einige Zeit nicht voll flugfähig sind.

Die dicht bewachsenen Gräben der Marsch und im Schutzgebiet

dienen Löffel- und Knäkente im Frühling als Brutplatz.

Hochstauden und Zaunpfähle werden gerne von

Wiesenschafstelze und Wiesenpieper als Sing- und

Sitzwarten genutzt.

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Die Brutvögel der Wedeler Marsch

Nachwuchs aus Gräben und Wiesen


Kinderstube für 80 Vogelarten

Watt und Wiesen, Gräben, Gewässer und Gebüsche

– so unterschiedlich wie die Lebensräume, so zahlreich

sind die Vogelarten, die in der Wedeler Marsch

ihre Nester bauen, brüten und ihre Jungen großziehen.

Aktuell gibt es achtzig Brutvogelarten.

Typisch für die Wedeler Marsch sind die weiten, offenen

Wiesen, die jedoch an einigen Straßen, Wegen

und Brunnenschutzgebieten von Gehölzen oder

Obstbaumpflanzungen unterbrochen sind. Da-

durch hat sich das Artenspektrum der Marsch erweitert:

Neben den Wiesenvögeln gehören auch viele

Gebüsch- und Baumbrüter zu den regelmäßigen

Brutvögeln der Marsch, darunter Waldvogelarten

wie Buntspecht, Zaunkönig, Buchfink und Zilpzalp.

Auf den vier Gehöften Fährmannssand,

Kleinwort, Idenburg und Giesensand

siedeln Gebäudebrüter wie Haussperling,

Rauch- und Mehlschwalbe sowie

Hausrotschwanz.

Weißstorch

1930 brütete der Weißstorch noch

zahlreich in der Marsch. Heute gibt

es nur noch ein einziges genutztes

Nest auf der Idenburg. Hier wurde

1979 eine Nisthilfe installiert,die die

Störche sofort angenommen haben.

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Bestandsentwicklung

von Wiesenvögeln

Nach dem Deichbau

in den 1970er Jahren

wurde die Wedeler

Marsch deutlich trockener.

In der Folge

haben die Bestände

von Wiesenlimikolen

zunächst deutlich abgenommen.

Seit einigen

Jahren hat sich

die Population der

meisten Arten auf

niedrigem Niveau

stabilisiert.

Nachwuchs aus den Wiesen

Feuchtwiesen werden gerne von Vogelarten besiedelt,

die ursprünglich in den großen, heute leider

kaum noch intakten Mooren Norddeutschlands

lebten. Kiebitz, Uferschnepfe, Bekassine und Rotschenkel

fühlen sich hier wohl. Sie gehören zu den

Limikolen, die gekennzeichnet sind durch lange

Schnäbel und schlanke Beine. Für ihre Brutplätze

Kiebitz

Rotschenkel

Uferschnepfe

Wiesenschafstelze

Quelle: Jens Hartmann,

NABU-Hamburg

1985

bevorzugen sie feuchte, lockere Böden, in denen sie

nach Nahrung stochern.

Im März kehren die Limikolen in ihre angestammten

Brutgebiete in der Wedeler Marsch zurück und

markieren durch imposante Balzflüge ihre Reviere

gegenüber Artgenossen. Besonders auffällig sind die

akrobatischen Flugmanöver der Kiebitze.

1990 1995 2000 2005 0

120

100

80

60

40

20


Doch auch andere Vögel sind in den Wiesen zu Hause:

Ab Frühling begleitet der unüberhörbare, melodische

Gesang der Feldlerche den Spaziergänger bis

weit in den Juli hinein.Wiesenschafstelzen und Wiesenpieper

nutzen Zaunpfähle als Gesangs- und Sitzwarten.

Besonders viele Brutreviere der Wiesenschafstelze

findet man entlang des Deiches, wo der

gelbe Vögel im satten Grün nicht zu übersehen ist.

Er sucht die Nähe des Viehs, weil er hier Nahrung

findet – Heuschrecken und andere Insekten, die

vom Vieh aufgeschreckt werden.

Wiesenpieper

Wiesenschafstelze Kiebitz

Kormoran

Als vermeintlicher Nahrungskonkurrent

wurde der Kormoran in der Vergangenheit

massiv verfolgt und war

Ende des 19. Jahrhunderts als Brutvogel

in Schleswig-Holstein ausgestorben.

Seit 1994 gibt es wieder

eine Kolonie in der Nähe des Haseldorfer

Hafens mit heute etwa 300

Paaren.

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24

Wachtelkönig

Seit Mitte der 1990er Jahre gehört

der vom Aussterben bedrohte Wachtelkönig

wieder zu den Brutvögeln

der Wedeler Marsch.Er lebt sehr versteckt

und ist meistens nur durch

das Rufen der Männchen festzustellen.

In der Marsch leben zwei bis

sieben Revierpaare.

Den Vögeln ins Nest geschaut

Einige Arten konnten sich erst in der Marsch ansiedeln,

nachdem das Schutzgebiet an der Kleientnahmestelle

entstanden war. Besondere Aufmerksamkeit

ruft bei Vogelfreunden der seltene Säbelschnäbler

hervor. Der elegante, schwarz-weiß gefiederte

Watvogel hat seinen Namen wegen des

auffällig langen, nach oben gebogenen

Schnabels, mit dem er in Flachwasserzonen

den Boden nach Nahrung absucht.

Wie auch viele andere Limikolen,bevorzugt

der Säbelschnäbler Brutplätze mit

niedriger Vegetation, da er seine Nester

auf dem Boden baut. Dort scharrt er

eine kleine Mulde für das

Gelege und baut aus umliegenden

Grashalmen ein

Nest. Der Rotschenkel

zieht oberhalb noch einige

Grashalme zusammen,

um das Nest besser vor

Räubern aus der Luft zu

schützen. Die Küken der

Wiesenlimikolen sind Nestflüchter, das heißt sie

laufen bereits unmittelbar nach dem Schlüpfen mit

den Eltern umher und müssen schon frühzeitig

selbst nach Nahrung suchen.

Uferschnepfengelege

Säbelschnäbler Höckerschwan Austernfischer


Stockente

Besonders sehenswert ist die Balz des sehr auffälligen

Haubentauchers im April / Mai. Mindestens ein Paar

brütet jedes Jahr erfolgreich. Außerdem brüten fast

sämtliche Blässhuhnbrutpaare der Wedeler Marsch

auf den Inseln und den Binsenbulten am Ufer der

Kleientnahmestelle.

Reiher- und Tafelente brüten regelmäßig auf den

Inseln und an den bewachsenen Ufern. Beide Arten

gehören zu den Tauchenten, da sie ihre Nahrung

tauchend erbeuten. Ihre Küken schlüpfen im Juni /

Juli. Schwimmenten wie Stock-, Löffel-, Knäk- und

Schnatterente brüten schon früher. Ihre Küken begeistern,

wenn sie im Mai/Juni ihre Nester verlassen,

insbesondere junge Besucher der Carl Zeiss Vogelstation.

Grau-, Kanada- und Nilgänse brüten

erst seit 1999 in der Wedeler Marsch,

auch sie meistens auf den Inseln. Im

März/April beginnen sie mit Nestbau

und Brut, von Mai bis Juli führen sie ihre

Gössel. Kanada- und Nilgänse sind

sehr häufig geworden und breiten sich

überall in Deutschland stark aus.

Nilgans Blässhuhn Haubentaucher

Graureiher

In der Haseldorfer Marsch gibt es in

der Nähe des Schlossparks die größte

Graureiherkolonie Schleswig-Holsteins

mit bis zu 300 Brutpaaren.

Das ganze Jahr hindurch zeigt sich

der große Vogel auch an der Carl

Zeiss Vogelstation,wo er Fische,Amphibien

und Mäuse jagt.

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Faszination Vogelzug

Die Reise zwischen den Kontinenten


Die Wedeler Marsch – Dreh- und Angelpunkt des Vogelzugs

Jeden Herbst ziehen riesige Vogelschwärme über das

Land. Die einen sind gerade auf dem Weg in die südlichen

Winterquartiere, die anderen kommen, um

bei uns zu überwintern. Jährlich pendeln auf der

ganzen Welt etwa 50 Milliarden Vögel zwischen

Brutgebieten und Winterquartieren, manche legen

dabei Tausende Kilometer zurück. Sie überqueren

Ozeane, Gebirge und Wüsten, manche sogar im

Non-Stop-Flug. Sie finden ihren Weg bei Tag und bei

Nacht, bei Sonnenschein und bedecktem Himmel.

Und sie kommen immer pünktlich, oft auf den Tag

genau, in ihren Brutgebieten an.

Durchzügler und Rastvögel bleiben

nur wenige Tage (z.B. Fischadler) bis

einige Wochen (z.B. viele Entenarten)

Wintergäste bleiben, bis es sie im

nächsten Frühjahr wieder

zu ihren Brutplätzen

im Norden zieht (z.B. viele

Gänsearten)

Rotschenkel

Die Wedeler Marsch hat als Durchzugs-, Rast- und

Überwinterungsgebiet eine besondere Bedeutung

für den ostatlantischen Vogelzug. Über das Jahr

kommen hier 160 Vogelarten vor, darunter besonders

viele Wasser- und Watvögel. Tausende von Zugvögeln

nutzen die Süßwasserwatten als Kraft-Tankstelle

auf ihrem Zug von Skandinavien oder Nordrussland

in den Süden. So finden beispielsweise

Tausende Krickenten Nahrung in den Süßwasserwatten

bei Fährmannssand, Bishorst und dem Mühlenberger

Loch.

Andere Vögel überwintern in der Wedeler

Marsch. Zu ihnen gehören

Weißwangen-, Grau- und Blässgänse

genauso wie Singschwäne. Die Wiesen

bieten ihnen Schutz und Nahrung.

Schwärme mit bis zu 10.000

Gänsen beeindrucken regelmäßig

den Spaziergänger am Elbdeich.

Blässgänse

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Bruchwasserläufer

Was Sie schon immer über Zugvögel wissen wollten…

Warum ziehen Zugvögel?

Weil sie ganz unterschiedliche Klimazonen optimal

für sich nutzen: Im Sommer benötigen Zugvögel besonders

viel Futter für Ihre Küken. Das finden sie in

den großflächigen Tundrenlandschaften des Nordens,

wo in den Sommermonaten wegen des feuchtwarmen

Klimas viele Insekten vorkommen und zugleich

wenig Konkurrenz herrscht, da es kaum

ortsansässige Vögel gibt. Wenn zum Winter die

Nahrung knapp wird, ziehen Zugvögel in weiter

südlich gelegene, mildere Gebiete.

Welche Vögel ziehen?

Fast alle Vögel der nördlichen Halbkugel und der

Arktis gehören zu den Zugvögeln. Generell gilt: Je

milder das Klima im Brutgebiet, desto weniger Vogelarten

ziehen, weil im Winter mehr Nahrung zur

Verfügung steht.

Im mitteleuropäischen Winter finden beispielsweise

Schwalben, Grasmücken und die meisten Drosseln

nicht genügend Insekten und ziehen daher in

den Süden. Den weitesten Weg unter allen diesen so

genannten Langstreckenziehern legt die Küstenseeschwalbe

zurück: Von ihren Brutgebieten in der

Arktis bis in die Antarktis, wo sie überwintert, sind

es etwa 20.000 Kilometer.

Beeren- und Körnerfresser wie die Elster hingegen

können sich auch im Winter noch bei uns ernähren,

sie ziehen daher nicht und werden Standvögel genannt.

Daneben gibt es die so genannten Teilzieher

wie Amsel, Rotkehlchen und Star. Sie alle ernähren

sich relativ vielseitig, weshalb ein Teil der Population

im Brutgebiet bleibt.


Wie finden die Zugvögel ihren Weg?

Sie orientieren sich am Erdmagnetfeld, an den Sternen

und an der Sonne. Einige Vogelarten nutzen zusätzlich

Geländeformen, Küstenstreifen und Flüsse

als Leitlinien.

Von wo kommen die Vögel

und wohin ziehen sie?

Die Unterelbe liegt genau im Knotenpunkt des ostatlantischen

Zugwegs, der die Brutgebiete im Norden

mit den Winterquartieren in Südeuropa und Afrika

verbindet. Wat- und Entenvögel kommen aus Skandinavien,

Sibirien, Island, Grönland und Nordostkanada

ins Wattenmeer und an die Unterelbe.

Hier rasten sie eine Weile und nehmen Nahrung auf

– Energie, die sie für ihren Weiterflug in südliche Gefilde

brauchen. Sobald es noch kälter wird, zieht ein

großer Teil der Zugvögel an die französische Atlantikküste,

nach Mauretanien und Südafrika. Im

Frühjahr fliegen sie dieselbe Strecke wieder zurück.

Ist der Zugtrieb angeboren?

Ja. Das Wanderverhalten ist Teil der Evolution und

fest in den Genen verankert. Selbst Standvögel wie

Elster oder Tannenhäher unternehmen periodisch

Wanderungen.

29


30

Singschwan

Weißwangengans

Blässgans

Schnatterente

Pfeifenten

Pfeifente

Krickente

Löffelente

Gänsesäger

Weißstorch

Rohrweihe

Austernfischer

Säbelschnäbler

Goldregenpfeifer

Kiebitz

Sandregenpfeifer

Flussregenpfeifer

Sandregenpfeifer

Uferschnepfe

Bekassine

Flussuferläufer

Dkl. Wasserläufer

Grünschenkel

Bruchwasserläufer

Kampfläufer

Temminckstrandläufer

Alpenstrandläufer

Zwergmöwe

Trauerseeschwalbe

Vogelzugkalender

Januar Februar März April Mai Juni Juli August September Oktober November Dezember

Durchzugsgipfel Regelmäßig anwesend sporadisch, unregelmäßig anwesend


Zugvögel im Jahresverlauf

Januar / Februar: Einige Gänsearten und Schwäne

verbringen den Winter in der Marsch. Auch

Krick- und Stockente trotzen den kalten Temperaturen

und sind noch lange zahlreich auf der Elbe, an

der Hetlinger Binnenelbe oder an der Kleientnahmestelle

Fährmannssand anzutreffen. Auch Schellente

und Gänsesäger sind häufig im Gebiet zu beobachten.

Wacholderdrosseln bedienen sich am reichlichen

Beerenangebot der vielen Gehölze oder

suchen zusammen mit Saatkrähen und Dohlen auf

den Wiesen nach Nahrung.

März / April / Mai: Dies ist die Hauptzugzeit vieler

Limikolen, die im Norden Europas brüten. Dazu gehören

Sandregenpfeifer, Grünschenkel, Flussuferläufer

und Kampfläufer. Seltenere Gäste sind Regenbrachvogel

und Temminckstrandläufer, sie lassen

sich an den Flachwasserzonen rund um die Carl Zeiss

Vogelstation oder auf den benachbarten Süßwasserwatten

beobachten.Von Mitte April bis Ende Mai ziehen

vermehrt Zwergmöwen und Trauerseeschwalben

durch den Unterelberaum. An der Kleientnah-

mestelle Fährmannssand fliegen sie in großen Kreisen

dicht über die Wasseroberfläche und jagen nach

Insekten. Sie alle bleiben jedoch nur kurz in der Wedeler

Marsch,da sie möglichst schnell ihre Brutgebiete

erreichen und gute Brutplätze besetzen wollen.

Juni: Ende des Monats beginnt der Wegzug der Limikolen.

Die ersten Durchzügler wie Waldwasserläufer

und Dunkler Wasserläufer treffen ein. Sie haben

ihr Brutgeschäft in den arktischen Gebieten abgeschlossen

und machen hier nun eine längere Rast.

Juli / August: Die meisten Limikolen streifen auf

ihrem Zug aus den nordischen Brutgebieten in den

Südwesten die Wedeler Marsch. Häufig treffen zunächst

die Alt- und später dann die Jungvögel ein.

Zahlreich wechseln Bekassine und Bruchwasserläufer

bei Hochwasser von den Süßwasserwatten auf

die ruhigen Uferbereiche und Inseln an der Carl

Zeiss Vogelstation, um dort ihr Gefieder zu pflegen

oder in Ruhe zu rasten. Mit etwas Glück zeigen sich

auch Sichelstrandläufer und Zwergstrandläufer.

Krickente

Kampfläufer

Wacholderdrossel

31


32

Brandgans

Bekassine

Großer Brachvogel

September / Oktober:

Zu Hunderten kommen Goldregenpfeifer und

Kiebitz in das Gebiet. Sie locken Wanderfalken an, die

regelmäßig an den nordwestlich gelegenen Strommasten

sowie an den Türmen des Wedeler Heizkraftwerkes

brüten. Mit spektakulären Jagdmanövern

schrecken die Wanderfalken und andere Greifvögel

die Kiebitze auf,die in riesigen Schwärmen tolle Flugformationen

bilden.

September: Auf ihrem Rückweg aus den Mausergebieten

in der südlichen Nordsee treffen immer

mehr Brandgänse zum Rasten ein, außerdem die ersten

Pfeifenten,die in milden Wintern in größerer Anzahl

in der Wedeler Marsch überwintern.

Oktober: Aus den nördlich gelegenen Brutgebieten

treffen Weißwangengänse ein, wovon ein großer Teil

den Winter an der Unterelbe verbringt. In den kommenden

vier bis fünf Monaten lassen sich immer

wieder riesige Gänseschwärme mit bis zu 5.000 Exemplaren

beobachten. Regelmäßig kurz vor der

Silberreiher

Dämmerung fliegen

sie in großen

Schwärmen ins

Fährmannssander

Watt ein, um dort gemeinsam

die Nacht zu verbringen. Für die

Weißwangengans ist die Wedeler

Marsch von internationaler Bedeutung.

November / Dezember: Die meisten Zugvögel

sind in den warmen Süden gezogen. Nur wenige Arten,

darunter Weißwangen-, Bläss- und Graugänse

und der Alpenstrandläufer, finden auf den Grünländern

und im Watt noch ausreichend Nahrung. Auf

überschwemmten Wiesen stochert der Große Brachvogel

nach Nahrung, und hin und wieder gesellt sich

ein Bergpieper dazu. Mäusebussarde und Graureiher

jagen auf den Wiesen nach Kleinsäugern. In milden

Wintern sind um die Carl Zeiss Vogelstation zudem

viele Krick- und Stockenten zu sehen, die im Schutz

der Inseln solange verweilen, bis das Gewässer zugefroren

ist.


Höchstleistungen

Blässgans – baut auf Fettreserven

Die Blässgans kommt aus Sibirien, um an der deutschen Küste und am Niederrhein zu überwintern.

Auf ihrem Zug flattert sie ununterbrochen mit den Flügeln und verbraucht dabei viel Energie.

Um trotzdem die Strecke von etwa 6.000 Kilometern zu schaffen, frisst sie sich einen großen Fettvorrat

an, bevor sie die Reise ins Winterquartier antritt.

Weißstorch – der Energiesparer

Als Segelflieger ist der Weißstorch der größte Energiesparer. Anstatt mit den Flügeln zu

schlagen, lässt er sich von Aufwinden tragen. Auf diese Weise spart er viel Energie, die

er für seine lange Reise in die Winterquartiere nach Afrika benötigt.Weißstörche fliegen

bei einem Durchschnittstempo von 90 km/h bis zu 400 Kilometer täglich.

Säbelschnäbler–immerentlangderKüste

Der Säbelschnäbler folgt dem Küstenverlauf Westeuropas und Westafrikas, um an

der Atlantikküste zu überwintern. Je nach Temperatur kann das im Senegal, in der

Bretagne oder in milden Wintern sogar im deutschen Wattenmeer sein.Allerdings

gehören nur solche Säbelschnäbler zu den Zugvögeln, die ihren Brutplatz in Nordwesteuropa

haben. Andere Säbelschnäbler-Populationen zählen zu den so genannten

Standvögeln, d.h. sie ziehen nicht.

Knutt – Tausende Kilometer non-stop

Der Knutt fliegt, wie auch andere Strandläuferarten, regelmäßig Strecken von bis zu

6.000 Kilometern im zwei bis drei Tage dauernden Non-stop-Flug. Wenn er Rast

macht,frisst er Muscheln und andere Wirbellose.Dabei kann der nur etwa 140 Gramm

schwere Vogel innerhalb weniger Wochen bis zu 50 Prozent des eigenen Körpergewichts

zunehmen.

Alpenstrandläufer – meisterhafte Orientierung

Der Alpenstrandläufer brütet in arktischen Tundren der Nordhalbkugel. Seine Jungvögel machen

sich kurz nach den Altvögeln – ohne Anleitung – auf den langen Weg in Richtung Wattenmeer/Unterelbe

und weiter gen Süden. Dabei zeigt der Alpenstrandläufer eine verblüffende Orientierung:

Beringte Vögel werden alljährlich fast auf den Tag genau an denselben Brut- und Rastplätzen

beobachtet.

Wedeler

Marsch

33


Der Naturschutzbund Deutschland (NABU)

Einsatz für Mensch und Natur


Der NABU in Hamburg

Der Naturschutzbund, kurz NABU, zählt 400.000

Mitglieder, mehr als 18.000 davon in Hamburg.

Bereits seit mehr als 100 Jahren verfolgt der Verband

das Ziel, die Schönheit und die Vielfalt der

Natur zu erhalten. An vielen Orten gelingt das

durch praktischen Biotop- und Artenschutz. So

brüten im Nordosten Hamburgs Kraniche und

in Bergedorf Störche. Seltene Amphibien wie

Kammmolch oder Moorfrosch finden in den Naturschutzgebieten

einen Platz zum Leben,und die

Fledermauspopulation erholt sich u.a. durch den

gezielten Schutz von alten, höhlenreichen Bäumen.

Insgesamt betreut der NABU Hamburg

über seine 17 Stadtteil- und fünf Fachgruppen

mehr als 60 Flächen, darunter über die Hälfte aller

Hamburger Naturschutzgebiete. Aktive Mitglieder

leisten jedes Jahr zigtausende Stunden ehrenamtlicher

Arbeit. So müssen bestimmte Flächen

von Gehölzen freigehalten werden, damit

sich beispielsweise wieder Trockenrasen entwi-

ckeln können.An anderer Stelle bietet ein höherer

Wasserstand die Voraussetzung dafür, dass neue

Moore entstehen oder dass eine stark entwässerte

Wiese wieder für Wiesenvögel

attraktiv wird.

Gewässer werden aus ihrem

Betonkorsett befreit

und erhalten eine natürliche

Struktur zurück.

Der Verband macht politischen Druck und verleiht

mit Pressearbeit, Aktionen und Kampagnen

der Natur eine Stimme in der Öffentlichkeit. Ein

weiterer Schwerpunkt ist die Umweltbildung für

Groß und Klein: Schulklassen bekommen Besuch

vom mobilen Erlebnislabor „Fuchs-Mobil“ und

erleben die Natur mit allen Sinnen. Jugendliche

machen Ausflüge und Seminare mit der Naturschutzjugend

(NAJU), und Erwachsene entdecken

auf den zahlreichen NABU-Führungen die

Naturoasen der Region.Denn nur was man kennt,

das schützt man auch.

Großer Abendsegler

Wasserfrosch

35


36

Weißstorch

Einsatz in der Wedeler Marsch Ehrenamtlich für die Natur

Bereits seit Jahrzehnten ist der NABU gemeinsam

mit dem Arbeitskreis an der Staatlichen Vogelschutzwarte

Hamburg in der Wedeler Marsch aktiv. In den

1950er und 1960er Jahren begeisterte der Ornithologe

Hermann Kroll auf unzähligen Führungen Menschen

für die Vogelwelt und ihren Schutz. Damals

wie heute kommen viele Vogelfreunde aus Hamburg.Die

Folge: Obwohl die Wedeler Marsch jenseits

der Landesgrenze liegt, engagiert sich dort bis heute

der Hamburger NABU-Landesverband.

Hermann Kroll

1977 gründete sich NABU-Ortsgruppe Wedel.Anlass

war der Widerstand gegen den geplanten Deichbau

und weitere damit verbundene ökologischen Zerstörungen:

Auf einer etwa 80 Hektar großen Fläche sollten

ein Bootsverleih, Badestrände, Campingplätze,

ein Café,Sportanlagen und Parkplätze entstehen. Die

massiven Proteste einer breiten Front von Natur- und

Vogelschützern konnten zwar den Freizeitpark, nicht

jedoch den Deichbau verhindern. Darüber hinaus

wurde erreicht, dass außendeichs gelegene Gebiete

erhalten blieben und die Kleientnahmestelle Fährmannssand

im Sinne der Vögel gestaltet wurde. Letztere

wird seither durch die Wedeler Ortsgruppe betreut:

Zunächst wurde ein Wohnwagen aufgestellt,

Anfang der 1980er Jahre entstand die Station. Hans

Jacobi aus Wedel leitete die Station mit großem Engagement

mehr als 20 Jahre lang, ganzjährig wohnten

hier Zivildienstleistende. Intensiv wurden Brut-,

Rast- und Zugvögeln gezählt und kartiert. Seither gehört

die Wedeler Marsch zu den ornithologisch am

besten erfassten Gebieten Deutschlands – ein Erfolg

der Naturschützer aus Wedel und Hamburg.


Im Winter 2005/2006 wurde die Vogelbeobachtungsstation

von Grund auf renoviert und modernisiert,

wiederum wurden unzählige Stunden ehrenamtlicher

Arbeit investiert. Zusammen mit einem

hauptamtlichen Stationsleiter betreut die NABU-

Gruppe Wedel heute die Carl Zeiss Vogelstation, informiert

Besucher und verbessert in Arbeitseinsätzen

die Bedingungen im Gebiet.

20259 Hamburg

Osterstraße 58

Haus der Zukunft

NABU Hamburg e.V.

ANTWORT

Der NABU

übernimmt

das Porto

für Sie

Bei Familienmitgliedschaften Angehörige bitte hier

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Ja, ich möchte der Natur helfen und Mitglied werden

im Naturschutzbund Deutschland (NABU), Landesverband Hamburg e.V.

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als Unternehmen (600,– Jahresbeitrag) von €

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Bei Neumitgliedern

der Aktion „Mitglieder

hamstern“

bitte Namen und

Mitglieds-Nr. der/

des Werbenden

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Machen Sie mit

Mithelfen beim Schutz unserer Tiere und Pflanzen,

diese Idee verbindet die Mitglieder der NABU-Gruppe

Wedel. In Arbeitseinsätzen verbessern sie Lebensräume,

auf Führungen und bei der Betreuung der Carl

Zeiss Vogelstation stecken sie andere mit ihrer Begeisterung

für die heimische Natur an.

Tatkräftige Unterstützung ist dabei stets willkommen.

Möchten auch Sie in der Gruppe mitmachen?

Dann nehmen Sie Kontakt auf – wir freuen uns auf Sie:

NABU-Gruppe Wedel

Uwe Helbing, Tel. (0 41 03) 144 09

uwehelbing@hotmail.com

Horst Linkert, Tel. (0 41 03) 847 41

h.linkert@t-online.de

Sie sind nicht aus der Region?

Kein Problem, NABU-Gruppen gibt es überall in

Hamburg (Adresse siehe Impressum rechts) und

Schleswig-Holstein.


Impressum

Herausgeber: Naturschutzbund Deutschland (NABU)

Landesverband Hamburg

– Haus der Zukunft –

Osterstr. 58, 20259 Hamburg

Tel. (040) 69 70 89 – 0; Fax –19

NABU@NABU-Hamburg.de

Carl Zeiss Marco Sommerfeld,Tel. (0160) 654 79 28

Vogelstation: Sommerfeld@NABU-Hamburg.de

Inhalt / Text: Tobias Hinsch, Marco Sommerfeld

Abb. S. 42/43: Christopher Schmidt,Tel. (0 43 83) 461

Gestaltung: esPR!NT Erik Schmitt

Druck: Max Siemen KG, Hamburg

Fotos: B. O. Struppek Seite 4, 10 l; J. O. Kriegs 6 l, 18, 28 o, 31 o;

E. Herrmann 6 r, 10 r, 12 o, 21 u, 44; G. Helm 7; A. Lettow 9 l, 13 r,

15 l, 16, 17 ru, 23 um, 23 ur, 25 r, 27 ru, 28 u, 29, 30 u, 32 u, 34; B. U.

Netz 10 m; M. Sommerfeld 11 lo, 13 mu, 14 r, 15 r, 19 2x, 24 2.v.l,

24 o, 27 l, 32 o, 32 m, 35 o; H. H. Harms 11 lu, 20, 21 r, 25 2.v.r, 31 m,

31 u; H.-J. Augst 11 r; B. Hälterlein 11 l, 37 u; A. Wiermann 13 mo,

13 lu, 14 l, 25 o, 26, 35 rm, 36 o; K. v.d. Voort 17 ro, 23 o, 23 ul, 24

3.v.l., 24 ru, 25 3.v.r, 27 ro, 30 o, 32, 33 1.v.o, 3.v.o; G.Teenck 25 l; M.

u. Z.Ward 23 r, 33 4.v.o;O. Fedder 35 m;P.Trötschel 36 u;T. Hinsch

37 o;Alle anderen: NABU Archiv

Die Natur braucht Freunde

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40

Die Vögel der Wedeler Marsch

r = regelmäßig, s = selten, B = Brutvogel, D = Durchzügler, W = Wintergast,

N = Nahrungsgast, G = Gefangenschaftsflüchtling, I = Irrgast

Entenvögel

Schwarzkopf-Ruderente Oxyura jamaicensis _____sG ____p

Schwarzschwan Cygnus atratus _______________G_____p

Höckerschwan Cygnus olor __________________rD, rB __p

Singschwan Cygnus cygnus __________________rD, rW _p

Zwergschwan Cygnus bewickii ________________sD, sW _p

Ringelgans Branta bernicla __________________sD ____p

Kanadagans Branta canadensis_______________rB ____p

Weißwangengans Branta leucopsis ____________rD, rW _p

Streifengans Anser indicus __________________G_____p

Saatgans Anser fabalis _____________________rD, sW _p

Zwerggans Anser eurythopus _________________sD ____p

Blässgans Anser albifrons ___________________rD,rW__p

Graugans Anser anser ______________________rD, rB __p

Nilgans Alopochen aegyptiaca ________________B, G ___p

Brandgans Tadorna tadorna _________________rD, B __p

Rostgans Tadorna ferruginea_________________G_____p

Mandarinente Aix galericulata________________G_____p

Schnatterente Anas strepera _________________rD, rB __p

Pfeifente Anas penelope_____________________rD, rW _p

Krickente Anas crecca ______________________rD, rW _p

Stockente Anas platyrhynchos ________________rD, rB __p

Spießente Anas acuta ______________________rD, rW _p

Knäkente Anas querquedula _________________rD,rB__p

Löffelente Anas clypeata ____________________rD,rB__p

Tafelente Aythya ferina _____________________rD, rB __p

Moorente Aythya nyroca ____________________sD ____p

Reiherente Aythya fuligula___________________rD, rB __p

Bergente Aythya marila ____________________sD ____p

Eiderente Somateria mollissima_______________sD ____p

Schellente Bucephala clangula________________rW____p

Zwergsäger Mergus albellus _________________sW____p

Mittelsäger Mergus serrator__________________sD ____p

Gänsesäger Mergus merganser________________rD, rW _p

Hühnervögel

Wachtel Coturnix coturnix ___________________sB ____p

Jagdfasan Phasianus colchicus________________rB ____p

Rebhuhn Perdix perdix _____________________sB ____p

Seetaucher

Sterntaucher Gavia stellata __________________I _____p

Lappentaucher

Zwergtaucher Tachybaptus ruficollis ___________rB ____p

Haubentaucher Podiceps cristatus _____________rD, rB __p

Rothalstaucher Podiceps grisegena _____________sD ____p

Ohrentaucher Podiceps auritus _______________sD ____p

Schwarzhalstaucher Podiceps nigricollis _________sD ____p

Kormoranvögel

Kormoran Phalacrocorax carbo siniensis_________rD ____p

Ibisse

Löffler Platalea leucorodia ___________________sD ____p

Reiher

Silberreiher Casmerodius albus _______________rD ____p

Graureiher Ardea cinerea____________________rD, rN__p

Seidenreiher Egretta garzetta _________________sD ____p

Purpurreiher Ardea purpurea _________________I _____p

Storchenvögel

Schwarzstorch Ciconia nigra _________________sD ____p

Weißstorch Ciconia ciconia __________________rB ____p

Greifvögel

Fischadler Pandion haliaetus _________________rD ____p

Wespenbussard Pernis apivorus_______________rD ____p

Kornweihe Circus cyaneus ___________________rD, rW _p

Wiesenweihe Circus pygargus ________________rD ____p

Rohrweihe Circus aeruginosus ________________rB ____p

Habicht Accipiter gentilis ____________________rW____p

Sperber Accipiter nisus _____________________rD, rW _p

Rotmilan Milvus milvus_____________________rD ____p

Schwarzmilan Milvus migrans ________________sD ____p

Seeadler Haliaeetus albicilla _________________rW, rN _p

Rauhfußbussard Buteo lagopus _______________rW____p

Mäusebussard Buteo buteo __________________rB ____p

Falken

Merlin Falco columbarius____________________sD ____p

Baumfalke Falco subbuteo ___________________sD ____p

Wanderfalke Falco peregrinus_________________rN ____p

Turmfalke Falco tinnunculus _________________rB ____p

Kranichvögel

Kranich Grus grus _________________________rD ____p

Wasserralle Rallus aquaticus _________________rD ____p

Wachtelkönig Crex crex _____________________rB ____p

Tüpfelsumpfhuhn Porzana porzana ____________sB ____p

Teichhuhn Gallinula chloropus________________sB ____p

Blässhuhn Fulica atra ______________________rB ____p

Wat-, Alken- und Möwenvögel

Austernfischer Haematopus ostralegus __________rB ____p

Säbelschnäbler Recurvirostra avosetta __________rD, rB __p

Kiebitzregenpfeifer Pluvialis squatarola _________sD ____p

Goldregenpfeifer Pluvialis apricaria ___________rD, sW _p

Kiebitz Vanellus vanellus ____________________rD, rB __p

Flussregenpfeifer Charadrius dubius ___________rD, sB __p

Sandregenpfeifer Charadrius hiaticula _________rD ____p

Regenbrachvogel Numenius phaeopus __________rD ____p

Großer Brachvogel Numenius arquata __________rD, rW _p

Uferschnepfe Limosa limosa _________________rD, rB __p

Pfuhlschnepfe Limosa lapponica ______________sD ____p

Zwergschnepfe Lymnocryptes minimus _________sD ____p

Bekassine Gallinago gallinago ________________rD, rB __p

Odinshühnchen Phalaropus lobatus ____________sD ____p

Flussuferläufer Actitis hypoleucos ______________rD ____p

Dunkler Wasserläufer Tringa erythropus _________rD ____p

Rotschenkel Tringa totanus __________________rD, rB __p

Teichwasserläufer Tringa stagnatilis ___________sD ____p

Grünschenkel Tringa nebularia _______________rD ____p

Waldwasserläufer Tringa ochropus_____________rD ____p

Bruchwasserläufer Tringa glareola _____________rD ____p

Kampfläufer Philomachus pugnax _____________rD ____p

Steinwälzer Arenaria interpres________________sD ____p

Sumpfläufer Limicola falcinellus ______________sD ____p

Knutt Calidris canutus______________________sD ____p

Sanderling Calidris alba ____________________sD ____p

Zwergstrandläufer Calidris minuta ____________rD ____p

Temminckstrandläufer Calidris temminckii_______sD ____p

Sichelstrandläufer Calidris ferruginea___________rD ____p

Alpenstrandläufer Calidris alpina schinzii _______rD, rW _p

Schmarotzerraubmöwe Stercorarius parasiticus ___I _____p

Skua Stercorarius skua______________________I _____p


Zwergmöwe Hydrocoloeus minutus ____________rD ____p

Lachmöwe Larus ridibundus _________________rD, rW _p

Schwarzkopfmöwe Larus melanocephalus _______rD ____p

Sturmmöwe Larus canus____________________rD, rW _p

Mantelmöwe Larus marinus _________________rD, rW _p

Eismöwe Larus hyperborus __________________sD ____p

Silbermöwe Larus argentatus_________________rD, rW _p

Mittelmeermöwe Larus michahellis ____________sD ____p

Steppenmöwe Larus cachinnans ______________sD ____p

Heringsmöwe Larus fuscus __________________rD ____p

Zwergseeschwalbe Sternula albifrons __________sD ____p

Weißflügel-Seeschwalbe Chlidonias leucopterus ___sD ____p

Trauerseeschwalbe Chlidonias niger ___________rD ____p

Flussseeschwalbe Sterna hirundo _____________rD ____p

Küstenseeschwalbe Sterna paradisaea__________sD ____p

Taubenvögel

Straßentaube Columba livia f. domestica ________rN ____p

Hohltaube Columba oenas___________________sD ____p

Ringeltaube Columba palumbus ______________rD, rB __p

Türkentaube Streptopelia decaocto _____________sD ____p

Turteltaube Streptopelia turtur ________________sD ____p

Kuckucke

Kuckuck Cuculus canorus____________________rD,rB__p

Eulen

Waldohreule Asio otus______________________rW____p

Sumpfohreule Asio flammeus ________________sD ____p

Segler

Mauersegler Apus apus_____________________rD ____p

Rackenvögel

Eisvogel Alcedo atthis ______________________sN ____p

Spechtvögel

Grünspecht Picus viridis ____________________sN ____p

Buntspecht Dendrocopos major _______________rB ____p

Kleinspecht Dryobates minor_________________sN ____p

Singvögel

Pirol Oriolus oriolus________________________sD ____p

Neuntöter Lanius collurio ___________________sD ____p

Raubwürger Lanius excubitor ________________sD ____p

Elster Pica pica___________________________rB ____p

Eichelhäher Garrulus glandarius ______________rB ____p

Dohle Coloeus monedula ____________________rD, rN__p

Saatkrähe Corvus frugilegus __________________rW____p

Rabenkrähe Corvus corone corone _____________rB ____p

Nebelkrähe Corvus corone cornix ______________sW____p

Kolkrabe Corvus corax______________________rN ____p

Beutelmeise Remiz pendulinus________________sD ____p

Blaumeise Parus caeruleus___________________rB ____p

Kohlmeise Parus major _____________________rB ____p

Tannenmeise Parus ater ____________________sD ____p

Sumpfmeise Parus palustris__________________sB ____p

Weidenmeise Parus montanus________________sB ____p

Heidelerche Lullula arborea__________________sD ____p

Feldlerche Alauda arvensis __________________rD, rB __p

Ohrenlerche Eremophila alpestris______________sD ____p

Uferschwalbe Riparia riparia ________________rD ____p

Rauchschwalbe Hirundo rustica ______________rD, rB __p

Mehlschwalbe Delichon urbicum ______________rD, rB __p

Bartmeise Panurus biarmicus ________________sD ____p

Schwanzmeise Aegithalos caudatus ____________rN ____p

Fitis Phylloscopus trochilus ___________________rD, rB __p

Zilpzalp Phylloscopus collybita ________________rD,rB__p

Feldschwirl Locustella naevia _________________rD, rB __p

Schilfrohrsänger Acrocephalus schoenobaenus_____rD, rB __p

Sumpfrohrsänger Acrocephalus palustris ________rD, rB __p

Teichrohrsänger Acrocephalus scirpaceus ________rD, rB __p

Gelbspötter Hippolais icterina________________sB ____p

Mönchsgrasmücke Sylvia atricapilla ___________rD, rB __p

Gartengrasmücke Sylvia borin________________rD, rB __p

Klappergrasmücke Sylvia curruca _____________rD, rB __p

Dorngrasmücke Sylvia communis______________rD, rB __p

Wintergoldhähnchen Regulus regulus ___________rD ____p

Sommergoldhähnchen Regulus ignicapilla _______sD ____p

Seidenschwanz Bomycilla garrulus_____________sW____p

Gartenbaumläufer Certhia brachydactyla________rB ____p

Zaunkönig Troglodytes troglodytes _____________rB ____p

Star Sturnus vulgaris _______________________rD, rB __p

Misteldrossel Turdus viscivorus _______________sD, sB__p

Ringdrossel Turdus torquatus ________________sD ____p

Amsel Turdus merula ______________________rB ____p

Wacholderdrossel Turdus pilaris rD, rW _p

Singdrossel Turdus philomelos rD, rB ___p

Rotdrossel Turdus iliacus rD, rW ___________p

Grauschnäpper Muscicapa striata _____________rB ____p

Trauerschnäpper Ficedula hypoleuca ___________sD ____p

Braunkehlchen Saxicola rubetra_______________sD ____p

Schwarzkehlchen Saxicola rubicola ____________sD, sB__p

Rotkehlchen Erithacus rubecula _______________rD, rB __p

Nachtigall Luscinia megarhynchos _____________sD ____p

Blaukehlchen Luscinia svecica ________________rB ____p

Hausrotschwanz Phoenicurus ochruros__________rB ____p

Gartenrotschwanz Phoenicurus phoenicurus ______rB ____p

Steinschmätzer Oenanthe oenanthe ____________rD ____p

Heckenbraunelle Prunella modularis ___________rD,rB__p

Haussperling Passer domesticus _______________rB ____p

Feldsperling Passer montanus ________________rB ____p

Baumpieper Anthus trivialis _________________rD ____p

Wiesenpieper Anthus pratensis _______________rD, rB __p

Rotkehlpieper Anthus cervinus________________sD ____p

Bergpieper Anthus spinoletta_________________rD, sW _p

Strandpieper Anthus petrosus ________________sW____p

Gebirgsstelze Motacilla cinerea _______________sD ____p

Wiesenschafstelze Motacilla flava_____________rD, rB __p

Gelbkopfschafstelze Motacilla flava flavissima____sD ____p

Thunbergschafstelze Motacilla flava thunbergi ____rD ____p

Bachstelze Motacilla alba___________________rD,rB__p

Trauerbachstelze Motacilla yarrellii ____________sD ____p

Buchfink Fringilla coelebs ___________________rD, rB __p

Bergfink Fringilla montifringilla_______________rD ____p

Kernbeißer Coccothraustes coccothraustes ________sD ____p

Gimpel Pyrrhula pyrrhula ___________________sN ____p

Karmingimpel Carpodacus erythrinus___________sD ____p

Girlitz Serinus serinus ______________________sD ____p

Fichtenkreuzschnabel Loxia curvirostra _________sD ____p

Grünfink Carduelis chloris ___________________rB ____p

Stieglitz Carduelis carduelis __________________rD, rB __p

Erlenzeisig Carduelis spinus__________________rD, rW _p

Bluthänfling Carduelis cannabina _____________rD, rB __p

Berghänfling Carduelis flavirostris _____________rD, rW _p

Birkenzeisig Carduelis flammea _______________rD,sB__p

Schneeammer Calcarius nivalis_______________sW____p

Goldammer Emberiza citrinella _______________sD, rW _p

Rohrammer Emberiza schoeniclus _____________rD, rB __p

41


42

Kopf einer

Saatgans

(Anser fabalis)

Brandgans

(Tadorna tadorna)

Graugans

(Anser anser)

Höckerschwan

(Cygnus olor)

Schnatterente

(Anas strepera)

Stockente

(Anas platyrhynchos)

Löffelente

(Anas clypeata)

Knäkente

(Anas querquedula)

Blässgans

(Anser albifrons)

Nilgans

(Alopochen aegyptiacus)

Weißwangengans

(Branta leucopsis)

Pfeifente

(Anas penelope)

Tafelente

(Aythya ferina)

Kanadagans

(Branta canadensis)

Krickente

(Anas crecca)

Weißstorch

(Ciconia ciconia)

Reiherente

(Aythya fuligula)

Spießente (Anas acuta)

Graureiher

(Ardea cinerea)

Gänsesäger

(Mergus merganser)


Rotschenkel

(Tringa totanus)

Zwergtaucher

(Tachybaptus ruficollis)

oben = Schlichtkleid

Mäusebussard

(Buteo buteo)

Trauerseeschwalbe (Chlidonias niger)

Eisvogel

(Alcedo atthis)

Haubentaucher

(Podiceps cristatus)

Kiebitz

(Vanellus vanellus)

Seeadler

(Haliaeetus albicilla)

Blässhuhn (Fulica atra)

Bekassine

(Gallinago gallinago)

Turmfalke

(Falco tinnunculus)

Alpenstrandläufer

(Calidris alpina)

Silbermöwe

(Larus argentatus)

Kopf = Schlichtkleid

Mehlschwalbe

(Delichon urbica)

Feldlerche

(Alauda arvensis)

Kormoran

(Phalacrocorax carbo)

Kopf = Schlichtkleid

Goldregenpfeifer

(Pluvialis apricaria)

Austernfischer

(Haematopus

ostralegus)

Uferschnepfe

(Limosa limosa)

Uferschwalbe

(Riparia riparia) Wiesenpieper

(Anthus pratensis)

Rohrammer

(Emberiza schoeniclus)

Großer

Brachvogel

(Numenius

arquata)

Lachmöwe

(Larus ridibundus)

Kopf = Schlichtkleid

Rauchschwalbe

(Hirundo rustica)

Wiesenschafstelze

(Motacilla flava)

Säbelschnäbler

(Recurvirostra avosetta)

Bachstelze

(Motacilla alba)

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NABU Hamburg

im »Haus der Zukunft«

Osterstraße 58, 20259 Hamburg

Tel. (040) 69 70 89 – 0; Fax –19

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