Der gestiefelte Kater

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Der gestiefelte Kater

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D E R B E T T E L S T U D E N T

»Ach, ich hab’ sie

ja nur auf die

Schulter geküsst«

Carl Millöckers Operette

»Der Bettelstudent«

unter freiem Himmel

1

Für alle Liebhaber der Operette

steht in dieser Saison eine Neuinszenierung

von Millöckers

Der Bettelstudent“ auf dem

Spielplan der Naturbühne an

den Greifensteinen. Millöckers

Meisterwerk, das 1882 in Wien

uraufgeführt wurde, zählt

heute noch zu den beliebtes -

ten deutschsprachigen Operetten.

Verantwortlich dafür ist

nicht nur die großartige Musik,

sondern auch die turbulente

Geschichte, die die Zuschauer

in ihren Bann zieht.

3

2

Ort des Geschehens ist das polnische Krakau im Jahre 1704. Zu dieser Zeit war August der Starke nicht nur

Kurfürst von Sachsen, sondern auch König von Polen. Der erste Akt des „Bettelstudenten“ spielt im Krakauer

Gefängnis: Viele Polen wurden inhaftiert, weil sie gegen die sächsische Herrschaft aufbegehrten. Plötzlich

trifft der aufgeblasene sächsische Gouverneur Oberst Ollendorf ein. Er ist außer sich und kocht vor Wut.

Warum? Nun, am Vortag hat ihn die schöne polnische Komtesse Laura ihren Fächer ins Gesicht geschlagen –

dabei hatte er sie doch „nur auf die Schulter geküsst“. Der selbstverliebte Oberst ist zutiefst beleidigt. Für

diese Bloßstellung unter den Augen der feinen Gesellschaft Krakaus will sich der Sachse nun an der schönen

Polin rächen. Oberst Ollendorf schmiedet einen hinterlistigen Plan: Einer der Gefangenen soll sich als reicher

Fürst Wybicky ausgeben und Laura heiraten. Die Wahl fällt auf Symon, den Bettelstudenten, der aber darauf

besteht, dass ihn sein Freund Jan als Sekretär begleitet.

Der Oberst reibt sich die Hände: Er kann es kaum erwarten, seinen Plan in die Tat umzusetzen. Zur Eröffnung

der Frühjahrsmesse bietet sich dann auch schon die passende Gelegenheit und Oberst Ollendorf stellt Symon

als reichen Graf Wybicky der schönen, aber leider mittellosen Komtesse Laura sowie deren adelsstolzen

Mutter vor. Bei Laura und Symon ist es Liebe auf den ersten Blick. Aber auch Lauras Schwester

Bronislawa blickt sich interessiert um – sie fühlt sich zu Jan, den vermeintlichen Sekretär des Fürs -

ten, hingezogen. Der Plan des Oberst scheint zu gelingen: Nur kurz darauf wird die Hochzeit

ausgerufen – das Glück scheint per- fekt! Doch Symon wird von Gewissensbissen

geplagt, da er Laura aufrichtig liebt. Er bringt es nicht übers Herz, seiner

Braut offen die Wahrheit zu sagen und gesteht seine Situation in einem

Brief. Dieser jedoch wird vom Oberst abgefangen und kommt niemals bei

Laura an. So bleibt Symons wahre Iden- tität weiterhin im Dunkeln. Nun ist der

Tag der Hochzeit angebrochen und Kra- kaus Prominenz, die Reichen und Schönen

der Stadt, erscheinen zu den Fest- lichkeiten. Doch plötzlich tauchen unter

all den prunkvoll gekleideten Hochzeits - 4

gästen merkwürdige Gestalten auf, bahnen

sich ihren Weg durch die illustren Gäste und beglück wünschen ihren alten Freund Symon, den

Bettelstudenten, zu seiner Heirat. Ein Skandal! Die Braut ist zu Tode bestürzt und Oberst Ollendorf triumphiert.

Im Hintergrund läuft jedoch noch eine weitere Intrige. Oberst Ollendorf hat erfahren, dass Jan in Wirklichkeit

Graf Opalinski, der Feldhauptmann von Herzog Adam Kasimir ist, der eine Revolte gegen die Sachsen plant.

Er bietet „Jan“ 200.000 Gulden an, damit dieser ihm den Herzog ausliefert. Simon ist nach dem Skandal verzweifelt,

und noch dazu bittet Jan ihn um einen weiteren „Identitätswechsel“. Er soll sich als Herzog Adam

Kasimir ausgeben und so den Polen zu dem für die Revolte nötigen Geld verhelfen. Der Plan geht auf und

Ollendorf fällt auf die Geschichte herein. Als er den vermeintlichen Adam Kasimir in den Kerker führen lassen

will, ertönen plötzlich Kanonenschüsse: Die Revolte der Polen ist geglückt. Und natürlich gibt es für die beiden

Paare auch ein Happy End: Symon wird in den Adelsstand erhoben und so wird Laura doch noch Gräfin.

Bronislawa hat ja bereits ihren Grafen. Eine Geschichte voller Irrungen und Wirrungen also, die doch noch ein

gutes Ende nimmt – perfekt für ein unvergessliches Theatererlebnis inmitten der Kulisse der Greifensteine.

1 Die Altstadt von Krakau bietet spannende

Perspektiven.

2 Die Kathedrale und das Schloss im alten Krakau.

3 Ein Schlag mit dem Fächer ist der Auslöser für

eine ganze Reihe an Verwirrungen.

5

4 Der „Bettelstudent“ hält der feinen Gesellschaft

auf augenzwinkernde Weise einen Spiegel vor.

5 Das berühmte Collegium Maius der Krakauer

Universität.

Illustrationen (1-5): Dreamstime.com

Die Universitätsstadt Krakau

Es ist kein Zufall, dass „Der Bettelstudent“ in Krakau

spielt, denn Studenten sind schon immer fest

mit dem Stadtbild der polnischen Metropole verbunden.

Nach der Karls-Universität Prag ist die

Jagiellonen-Universität Krakau die zweitälteste

Hochschule Europas. Zu den wohl berühmtesten

Absolventen zählen Nikolaus Kopernikus, der in

Krakau Ende des 15. Jahrhunderts Mathematik und

Astronomie studierte, und Karol Józef Wojtyła, der

spätere Papst Johannes Paul II., der in Krakau von

1938 bis zur Schließung der Universität aufgrund

des Zweiten Weltkriegs Mitte der 1940er Jahre

Philosophie und Literaturwissenschaften studierte.

In seiner Freizeit trat der zukünftige Papst sogar

in der Theatergruppe der Universität als Schauspieler

auf.

D E R B E T T E L S T U D E N T

Steigen Steigen Sie Sie ein ein und und

„dampfen“ „dampfen“ Sie Sie mit mit uns uns durch durch

das das idyllische idyllische Preßnitztal.

Preßnitztal.

Dampffahrtage der Preßnitztalbahn

Dampfromantik samstags und sonntags

zur Sommerzeit ............ Mai – September 2009

Nachtschwärmerfahrten am 3. Samstag

(Sonderveranstaltung) ........ im Juni, Juli, August

Tag der Technik .................. 20.06. u. 21.06.09

K.-Stülpner-Fahrten.............. 18.07. u. 19.07.09

Wildbachfest,

7. Steinbacher Ziegentreffen 01.08. u. 02.08.09

Fahrten zum Schulanfang .... 08.08. u. 09.08.09

Tag des offenen Denkmals.... 12.09. u. 13.09.09

Volldampf im Herbst .......... 03.10. u. 04.10.09

superior ★★★

Hotel & Restaurant

– Historisches Ausflugsziel seit 1839 –

■ 20 geräumige und komfortable Zimmer mit

Dusche oder Bad, WC, TV, Radio, Telefon

■ 2 Apartments mit Schlaf- und Wohnzimmer

■ Prinzensuite mit Himmelbett & Whirlwanne

■ Behinderten-WC, Lift

■ Sauna, Thermium, Solarium, Massagen

■ klimatisierter Tagungsraum

■ wunderschöner Biergarten und Spielplatz

■ zahlreiche Wanderwege bis/ab Hotel

■ Schaubergwerk gegenüber Hotel

■ Bus- und Pkw-Parkplätze am Haus

■ Historische Köhlerstube 40 Plätze

■ Jagdtstube 35 Plätze ■ Prinzensaal 100 Plätze

■ Café 30 Plätze ■ Stammtisch 15 Plätze

Inhaber: Familie Heiko Schmidt

Am Fürstenberg 7

08344 Grünhain-Beierfeld/OT Waschleithe

Telefon: (03774)1598-0 · Fax: (03774)1598-100

www.koehlerhuette.com

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