Download - Quadrat Goslar/Bad Harzburg

quadratgoslar.de

Download - Quadrat Goslar/Bad Harzburg

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2012

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Schwiecheldtstraße 8 -12

38640 Goslar

Tel.: 05321 312-0

Unsere Veranstaltungs-Highlights

4. November, 15-17 Uhr: Musik zur Kaffeezeit mit Lothar

Megerle

6. November: Durchblutungsstörungen der Beine und des

Gehirns Vortrag Dr. med. René Belz: Asklepios Klinik Seesen

Schildautal, Chefarzt der Klinik für Gefäßchirurgie,

7. November: SchwiecheldtsFrüchstück 60+

9. November, 16.00 Uhr: Das besondere Konzert „Domra

und Klavier“, Natalia Anchutina (Domra ) und Lothar Freund

(klavier)spielen Werke russischer Komponisten wie Budaschkin,

Rachmaninoff, Zigankow,Besov und Schenderjew

11. November, 19.00 Uhr: Der Goslarer Salon lädt ein:

Politisches Kabarett mit Bernd Krage-Sieber, Lehrer und

Barde aus Goslar

12. November, 19.30 Uhr Kreishaus: Vortragswerk, mit

Norbert Rosing Wildes Deutschland Naturparadiese vor der

Haustüre. Ein MUSS! www.rosing.de

24. November, 16.00 Uhr: Der Wiener Pianist Klaus Leutgeb

konzertiert mit Werken von Mozart, Haydn, Schubert

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fotolia.com © javarman; pixelio.de © magicpen Auf

Allgemeine Besonderheiten november 2012

die Nüsse

Jetzt geht allmählich wieder die Geschenke-Tour los. Mit

dem bevorstehenden ersten Advent Ende dieses Monats

und allerlei Feiertagen wird es ja auch langsam Zeit. Lie-

ber früher als zu spät unterwegs, fand ich mich kürzlich

der Bequemlichkeit geschuldet in einer denkwürdigen

Szenerie in den öffentlichen Verkehrsmitteln wieder. In

einem völlig überfüllten Linienbus bestand ein pickeliger

halbwüchsiger Macho mit einem pöbeligen „Hallooooh?

Du sitzt auf meinem Platz, du Opfer“ auf sein Sitzrecht.

Und so lernte ich auch an diesem Tag wieder etwas dazu

– in diesem Falle der korrekte Gebrauch von Pöbel-Pronomen.

Die Gesamtsituation und das Wetter gehen mir im Nichtmonat

November nicht selten voll auf die Nüsse, wie der

Volksmund so schön zu sagen pflegt. Da könnte ich dem

nicht anwesenden Petrus, der ja bekanntlich für das Wetter

verantwortlich zeichnet, eine deftige Kopfnuss verpassen

– vielleicht schaltet er ja dann mal auf den Sonne-

Modus um. Dass man wenigstens auf ein wenig Licht am

Tag hoffen darf, ist doch wohl das Mindeste in dieser

grauen „Warteschleife“ zwischen Herbst und Winter.

Zumindest meine Wenigkeit verbringt eh schon wieder

viel zu viel Zeit in der geheizten Bude mit einem Minimum

an Sauerstoff und einem Maxiumum an Weihnachtsleckereien.

Damit versaue ich mir täglich meine

ganz persönliche Energie-Bilanz.

Neulich stand ich gedankenverloren in meiner Küche und

sah aus dem Augenwinkel einen dunklen Schatten im

Baum vor dem Fenster. Ein kleines rotes Eichhörnchen

huschte emsig den Stamm hinauf und hinunter, um sich

einen gigantischen Vorrat an Haselnüssen anzulegen −

auf Halde sozusagen. Kenn ich, tu ich auch auf meine

Weise beim allwöchentlichen Rieseneinkauf. Ich bevorrate

mich eigentlich komplett bis ins nächste Jahrtausend

für eine imaginäre Großfamilie mit gefühlten fünf

Kindern. Wenn ich den Kassenbereich erreiche mit meinem

Einkaufswagen-Monstrum mit den Ausmaßen eines

Kleinwagens, dann beobachte ich heimlich, was in dem

Beute-Wägelchen der anderen liegt. Ich muss das wissen,

schließlich könnte mir ja etwas Wichtiges entgangen

sein. Bei der grauen Pudeldauerwelle vor mir fand ich

zunächst nur der trüben Jahreszeit entsprechend die

handelsüblichen Daueralbträume, wie staubtrockenes

Stollenkonfekt, Betroffenheitsgestrüppblumen in dekorativ

gestalteter Plastik-Terrakottaschale und eine rätselhafte

bunte Geschenkpackung. Auf deren Seite prangte

in altmodischer Schrift „Wintertraum: Nüsse in Weinbrand“.

Grinsend stelle ich mir die Eichhörnchen unserer

Straße vor, wie sie besoffen der Kälte trotzen und alles

und jeden mit Eicheln und alkoholgetränkten Nüssen torpedieren.

Nach meinen Erlebnissen dieser Tage würden

mir da genügend Opfer einfallen.

In diesem Sinne, genießen Sie das Leben und bleiben

Sie versonnen!

spitzmarke kolumne � � quadrat 11/2012 303


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InhaltsverzeIchnIs

Quadrat nr. 11 / 2012 � ausgabe november 2012

14

aktuell

Kurz angetippt 23

InstItutIonen

Qualität beim Schulessen 08

Das Grabmal aus der Meisterwerkstatt 16

EVM-Weindepot auf Expansionskurs 39

Sanitär Buchholz ganz oben 43

kulInara

Kochtipp: Haxe 33

Backen wir's an 40

kultur

Namen, die Geschichten erzählten 11

Deutsch-Ägyptische Völkerverständigung 14

„tot ist nur, wer vergessen wird“ 18

Martinsmarkt in Hahndorf 30

Steinway & Sons: Sie wagen es 32

Kultur Kurzmeldungen 48

18 26

kunst

Waldgeister aus Wasser und Farbe 13

Latente Konstrukte 28

freIzeIt

Erlebnispark 46

ProfIle

Model Levent Lüdke 26

Platz genommen 34

Norbert Pallasch 58

standards

Kolumne 03

Die vergangenen zwei Monate in 8 Minuten 06

Cineplex 44

Angelesen 51

Hoffmanns Erzählungen 53

Reingehört 56

Marunde 61

Quadratabend 62

Schon was vor? 64

Impressum 66

28 32 40

inhalt � quadrat 11/2012 5

Wir brauchen noch Unterstützung!

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Teams suchen wir als

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Redakteure

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15. September

200 Shetland-Ponys treffen sich auf der Bad Harzburger

Rennbahn zu einem Turnier mit verschiedenen

Kraft- und Geschicklichkeits-Aufgaben. Mehrere

100 Zuschauer verfolgen den nunmehr zehnten

Pony-Wettbewerb.

16. September

Hirschbrunft-Erlebnistage nennen sie die Zeit, in der

sich Menschen zu allerlei Kurzweil treffen: Jagdhörner

erklingen, Vorstehhunde werden vorgestellt und

die Hirschrufer lassen Brunftschreie ertönen, um ihren

Meister zu ermitteln. So geschieht es vor dem St.

Andreasberger Kurhaus.

17. September

Alle ahnen, dass der Beschluss des Osteroder Kreistags

zu Fusionsgesprächen mit den Landkreisen Göttingen

und Northeim eine kurze Halbwertzeit hat. Beschlossen

wird trotzdem.

18. September

Die schlanke Variante der Bad Harzburger Ortsdurchfahrt

auf der Bundesstraße 4 kann demnächst getestet

werden. Parallel zur Erneuerung der Fahrbahndecken

zwischen B 6 und Ortseinfahrt wird innerhalb

der Ortsdurchfahrt die zukünftige Markierung aufgebracht.

19. September

Neid muss man sich erarbeiten. Das hat Thale mit

seiner Therme geschafft: Zehn Millionen Zuschuss

zur Investition, weitere 15 Millionen Euro als Zuschuss

in den nächsten 30 Jahren bemängelt der Steuerzahlerbund

im neuesten „Schwarzbuch öffentliche Verschwendung“.

Der september / oktober

20. September

Das Oberverwaltungsgericht Lüneburg muss über

eine Klage des Bundes für Umwelt und Naturschutz

BUND gegen die Erweiterung des Skigebietes am

Wurmberg entscheiden. Zuvor soll ein Eilantrag alle

Arbeiten stoppen.

21. September

Letzte Vorbereitungen auf den Klostermarkt in Walkenried

am Wochenende. Vielfältige Angebote, Verkaufsstände,

Möglichkeiten der Besinnung und Unterhaltung

sowie Kulinarisches aus klösterlichen Gewölben

bieten die 26 angereisten Ordensgemeinschaften.

22. September

Zu hohe Zahlung sollte vorsichtig machen: Weil beim

Verkauf einer Küche ein viel zu hoher Scheck eintrifft,

zahlt eine Bad Harzburgerin den Differenzbetrag als

Überweisung zurück. Scheck geplatzt, überwiesenes

Geld verloren.

23. September

Ein gefundener Autoschlüssel verleitet einen jungen

Bad Harzburger dazu, am frühen Morgen alkoholisiert

das passende Auto zu suchen und dank Funkschließung

zu finden. Der Versuch, zu starten, wird

von den Eigentümern vereitelt. Die Polizei waltet ihres

Amtes.

24. September

Die geballte Zugkraft mehrerer publikumswirksamer

Aktionen – Flohmarkt, Bauern- und Kunsthandwerker-Markt,

Oldtimer-Meeting und verkaufsoffener

Sonntag – zog gestern Tausende Besucher in die Altstadt

von Hornburg.

25. September

Nicht noch einmal Hochwasser, das wünschen sich

die Anwohner der Abzucht in Goslar, die bereits mehrfach

in vergangenen Jahren von Überflutungen überrascht

wurden. In den gefährdeten Bereichen wird

die Flutmauer erhöht.

26. September

Bodenwert gesteigert, ja oder nein? Die Antwort auf

diese Frage dürfte auch zu Durchsetzung oder Rücknahme

der Forderung nach einer Ausgleichsabgabe

gegen mehr als 150 Grundbesitzer in Oker beitragen.

27. September

Goslars Oberbürgermeister Dr. Oliver Junk, CSU,

dankt dem SPD-Vorsitzenden Sigmar Gabriel für dessen

Akquisitionserfolg in Berlin. Gabriel bringt eine

halbe Million Euro aus einem Denkmalschutz-Fördertopf

mit nach Goslar.

28. September

Der Bauherr eines Riesen-Baumarktes in der Bassgeige

prognostiziert, dass der Markt „spätestens zum

Weihnachtsgeschäft 2013“ tätig wird. Da erwartet

man wohl doch erhebliche Umsätze aus dem „innenstadtrelevanten

Bereich“.

29. September

Mitten in der Ortsdurchfahrt Bad Harzburgs an der

Bundesstraße 4 vergammelt seit Jahren ein Altbau.

Den hat jetzt (endlich) der Betreiber der benachbarten

Barbarossa-Klinik, Kurt-Josef Michels, kaufen

können und Abrisspläne für Oktober bekannt gegeben.


30. September

Aggressives Quartalsende: Allein viermal musste die

Polizei nachts gegen pöbelnde und prügelnde Männer

und Frauen in Goslar einschreiten. Immer war Alkohol

im Spiel.

01. OktOber

Jetzt kann man im Internet nachschauen, welches

Restaurant, welcher Imbiss oder Lebensmittelhändler

unhygienisch arbeitet. Wer das bei der angespannten

Personallage der Kontrolleure ermitteln wird,

bleibt abzuwarten.

02. OktOber

Kunst in Kisten liefert der diesjährige Kaiserring-Preisträger

John Baldessari in das Mönchehaus-Museum

am Rosentor, Goslar. Der Künstler arbeitet großformatig,

was in Einzelfällen zu Problemen beim Einzug

führt.

03. OktOber

Eine für die Durchfahrt verbotene Baustelle auf der

Landesstraße 515 zwischen Lautenthal und Langelsheim

wird trotzdem durchfahren, weil der Umweg

von etwa 40 Kilometern teurer ist als das womöglich

anfallende Bußgeld.

04. OktOber

Der einer sexuellen Gewalttat bezichtigte Bad Harzburger

wird vor dem Braunschweiger Landgericht

wegen zahlreicher Widersprüche in den ihn belastenden

Aussagen freigesprochen.

05. OktOber

Arbeitsagentur-Bittsteller – Kunden genannt – aus

Walkenried, Wieda und Zorge dürfen die bis zu 20

Minuten Busfahrt entfernte Agentur Braunlage nicht

mehr in Anspruch nehmen, angeblich, weil die Lan-

desregierung ihre Bürger lieber auf eine stundenlange

Reise nach Osterode schickt.

06. OktOber

Kaiserring-Verleihung und Kaisermarkt in Goslar,

Gründung der Kinderfeuerwehr und Oldtimer-Meeting

in Bad Harzburg, Herbstmarkt im Kurgastzentrum

Braunlage und viele weitere Veranstaltungen; es

ist viel los im Landkreis.

07. OktOber

Und so weiter: Zweiter Tag für den Kaisermarkt Goslar

und die Oldtimer-Ausstellung auf der Rennbahn

in Bad Harzburg, beide dank des Wetters gut besucht.

Auch der vielseitige Künstler Armin Mueller-Stahl,

82, lockt zur Eröffnung seiner Doppelausstellung in

der Stubengalerie und der Goslarer Marktkirche, wo

die Eröffnung zelebriert wird, Hunderte von Besuchern.

08. OktOber

Er war zu schnell und überschätzte sein Können. Das

stellt die Polizei nach abschließenden Erkenntnissen

zum Tod eines Mountainbikers auf einer Abfahrtstrecke

am Bocksberg bei Hahnenklee fest.

09. OktOber

Das geflügelte Rad, das vor etwa 1.100 Tagen vom

Dach des Bad Harzburger Bahnhofs geweht wurde,

wird wieder installiert. Das dazu notwendige Gerüst

ist aufgebaut.

10. OktOber

Im Alten Rathaus, Hannover, erhält die Goslarerin

Annika Weinert den Wissenschaftspreis des Landes

Niedersachsen aus der Hand der Wissenschaftsministerin

Professorin Dr. Johanna Wanka für hervorragende

Studienleistungen bei gleichzeitig hohem

Engagement auf gesellschaftlichen Feldern.

11. OktOber

zurück geblickt � quadrat 11/ 2012 07

Die Biathlon-Anlage auf Sonnenberg erhält ein 200.000

Euro teures Loipenspurgerät; die Hälfte übernimmt

die Landesförderbank, je ein Viertel kommt vom Kreis

und der Sportförderung. Die Investition soll die Trainingsmöglichkeiten

verbessern und die Anlage für

den Wintersport fit machen.

12. OktOber

Heute vor 100 Jahren gegründet: Die Frauenhilfe

Bündheim besitzt die originale Gründungsurkunde,

unterschrieben von Kaiserin Auguste Viktoria 1912.

Gefeiert wurde schon am vergangenen Wochenende.

13. OktOber

Wie viel Angst (um seine Pfründe?) muss ein Landrat

haben, der ein Bürgerbegehren behindert, weil er

weiß, dass die Bürger seine Wünsche für absurd halten?

Das ist der Stand im Streit um die Fusion Osterodes

mit Northeim und Göttingen, die Landrat

Geißlreiter unbedingt durchsetzen will.

14. OktOber

Einführungsgottesdienst in der Kreuzkapelle der Asklepios

Harzkliniken in Goslar für Pastor Hartwig Wrede.

Der evangelische Geistliche ist neuer Krankenhausseelsorger

der Klinik und unabhängig von der

Konfession für Patienten, Angehörige und Personal

tätig. Unterstützt wird er vom katholischen Diakon

Eugen Greismayr.

15. OktOber

Redaktionsschluss, damit das QUADRAT-Magazin

für das Leben im Harz Anfang November erscheint.

(tg)


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8 quadrat 11/2012 �

Qualität bei Schulessen

Mit den wachsenden Ganztagsschul-Ange-

boten steigt auch die Nachfrage nach

zuverlässiger und qualitativ hochwertiger

Essenversorgung für die Schüler.

regiOnaler eSSenverSOrger in gOSlar

Habekost+Fichtner Goslar stellt sich als überregi-

onal tätiges Unternehmen im Bereich Essenversor-

gung/Catering vor. Das Unternehmen mit Sitz im

Gewerbegebiet Baßgeige liefert täglich mehrere

100 Komplettmahlzeiten in der Region Goslar aus.

Neben zahlreichen Schulen zählen auch Kinder-

gärten, Seniorenheime, Behinderteneinrichtungen

sowie Industriebetriebe zum Kundenkreis.

beiSpiel lebenShilfe gOSlar

– aktueller denn je!

pOrtrait über den gOSlarer Caterer und dienStleiSter habekOSt+fiChtner

Die Einrichtung in der Probsteiburg wird seit Langem

aus der H+F-Küche beliefert. Pünktlich und

zuverlässig rollen hier täglich mehr als 300 nahrhafte

Mahlzeiten an – und das regelmäßig an allen

Werktagen im Jahr.

Michael Wietgrebe, Geschäftsführer von H+F

Goslar, liegt hier der direkte Kontakt zwischen

Lieferant und Abnehmer sehr am Herzen. „Nur

wenn ich in engem Kontakt mit meinen Kunden

stehe, kann ich auch deren Wünsche und Erwartungen

erfüllen.“ Und weiter: „Schließlich wollen

wir auf jeden unserer Kunden individuell eingehen

und seinen speziellen Bedarf fachgerecht abdecken.“

„Richtig“, kommentiert ein Sprecher der

Organisation, „was wir in unserem Hause brauchen,

ist die absolute Verlässlichkeit in der Belieferung,

und die bekommen wir bei H+F in Perfektion.“

Im Gewerbegebiet Baßgeige ist auch

das H+F-Bistro zu finden, das von

vielen Geschäftsleuten aus der

Umgebung in ihren Pausen aufgesucht

wird. Hier kann man in ruhiger

Umgebung den täglich wechselnden

herzhaften Mittagstisch

rundum genießen. Und das zu zivilen

Preisen.

Qualität

geht hier über alleS

Grundlage einer verlässlichen

Lebensmittel-Versorgung ist einwandfreie

Rohware. Daher bezieht

H+F-Chefkoch Olli Waldeyer den

Großteil seiner benötigten Waren direkt aus dem

Umland.

„Tiefkühlprodukte nicht nachvollziehbarer Herkunft

kommen hier nicht in den Topf“, sagt Waldeyer

bestimmt, „ich verlasse mich lieber auf die

regionalen Lieferanten von Gemüse, Backwaren,

Fleisch und heimischen Früchten.“ So liefern

regelmäßig Erzeuger aus dem Vorharzland frische

Ware direkt in die H+F-Küche.

Und die Goslarer Kochprofis verstehen sich auf

noch mehr: Der Catering-Service bedient Firmenevents

sowie private Feiern mit ausgefallenen Kreationen

oder bodenständiger Kost – je nach Anlass

und nach persönlichen Vorlieben.

Weitergehende Informationen im Internet:

www.habekost-fichtner.de

fotos: fotolia/habekost+fichtner


dienStleiStungen auf höChStem niveau

Mit rund 900 Mitarbeitern an den vier norddeut-

schen Standorten Garbsen, Goslar, Berlin und

Königs Wusterhausen bietet H+F bundesweit Ser-

vice-Leistungen für Industrie, Handel und

Gewerbe. Die beiden Geschäftsführer Dieter

Lorenz (links) und Michael Wietgrebe setzen dabei

auf ein breites Angebot, auf höchste Qualität der

Leistung sowie ein transparentes Preis-Leistungs-

Verhältnis.

„Unser Portfolio deckt komplett alle Dienstleistungen

im Bereich Facility Management ab“,

erläutert Wietgrebe. „Schwerpunkte dabei sind

alle Arten der Sonderreinigungen wie zum Beispiel

Reinigungen in Industriebetrieben, Solarflächenreinigung

oder umweltverträgliche Beseitigung von

Algenbewuchs an Gebäuden und auf Wegen.“

Lorenz ergänzt: „Dabei garantieren wir ein gleichbleibend

hohes Niveau der Leistungen. Mit unserem

umfassenden Dienstleistungsangebot reduzieren

wir Ihre Kosten und sichern Ihren hohen

Standard.“

Habekost+Fichtner wird 2012 mit dem RAL-Testat

ausgezeichnet.

Habekost + Fichtner GmbH

Dieselstraße 7, 30827 Garbsen

Telefon: 05131 61 58

Habekost+Fichtner Goslar GmbH

Pracherstieg 2 A, 38644 Goslar

Telefon: 05321 4 30 43

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� quadrat 11/2012 9

Oberes Bild: Regelmäßige Reinigung der Solarpanels sichert Funktion und Effizienz der Anlage.

Unteres Bild: Entfernung von Algenbewuchs auch in ökologisch sensiblen Bereichen mit umweltverträglichen

Produkten.


10 quadrat 11/2012 �

kOmpletteS pOrtfOliO

Der Slogan des Unternehmens, „SauberkeitSi-

cherheitService“, definiert die drei Tätigkeitsfelder

des Goslarer Dienstleisters.

Professionalität und Sorgfalt in der Ausführung

sowie eine unbedingte Kundennähe sind dabei

Grundgedanken und Leitbild des Unternehmens.

Wichtig für den Kunden: Im Bereich Sauberkeit

werden ausschließlich Materialien und Reinigungsmittel

eingesetzt, die behördlich als ökologisch

unbedenklich eingestuft sind.

Bereich Sauberkeit:







Unterhaltsreinigung

Pflegefilmsanierung

Glasreinigung im Osmo-Jet Verfahren

Fassadenreinigung

Baureinigungen

Sämtliche Sonderreinigungen

riSiken mindern

Schadensereignisse, die ein Unternehmen heimsuchen

können, sind vielfältiger Natur:

– Diebstahl

– Sabotage

– Ausspähen und Entwendung sensibler

Firmendaten

– Manipulation an Computern und Netzwerken

Bedrohliche Ereignisse im Überwachungsareal

werden von den Sicherheitskräften noch vor Scha-

denseintritt erkannt und notwendige Gegenmaßnahmen

eingeleitet.

Bereich Sicherheit:







Objektbewachung

Revierdienste und Schließdienste

24-Stunden-Videoüberwachung

Personenschutz-Konzepte

Technische Gebäudeüberwachung

Baustellenbewachung

entlaStung für ihr unternehmen

Der Service-Bereich deckt alle Tätigkeiten rund

um ein Gebäude ab, die nicht zum Kerngeschäft

eines Unternehmens gehören.

Habekost + Fichtner eröffnet Outsourcing-Lösun-

gen mit vielen Dienstleistungen – zeitlich begrenzt

oder auf Dauer. So werden Personalkosten deut-

lich reduziert und Budgets sind wieder für die

Kerngeschäfte offen.

Bereich Service







Essenversorgung, Catering

Hausmeisterdienste

Postdienste, Empfang

Transporte, Kurierdienste

Veranstaltungsservice

Gründienst, Winterdienste


foto: weber

im Wandel der Zeit

Unsere Sprache verändert sich stetig, Wörter geraten

in Vergessenheit, andere kommen hinzu, Sprachen

vermischen sich und sogar Bedeutungen verändern

sich gelegentlich. Das ist übrigens kein besonderes

Merkmal unserer Zeit, denn schon unsere Urgroßeltern

haben nicht mehr wie Goethe gesprochen und

der musste sich als junger Mann sicher auch schon

Bedenken darüber anhören, wie sich doch die Artikulation

zum Schlechteren verändere. Fürchten wir

uns also nicht zu sehr, wenn die Generationen nach

uns sich anders ausdrücken, als wir es gelernt haben.

Im Gegenteil, wir sollten froh sein, eine lebendige

Sprache zu sprechen. Wer etwas Statisches lieber

möchte, kann ja ab und zu ein wenig Latein reden.

Was aber nicht bedeutet, dass wir alte Bezeichnungen

einfach vergessen sollten; auch was man nicht

mehr täglich nutzt, lohnt ja oft, aufbewahrt zu werden.

geflügelfutter?

Haben Sie schon einmal den Hahnenklee in einem

Pflanzenführer nachgeschlagen? Nun, fündig wären

Sie eh nicht geworden, selbst das Internet kennt

keine solche Kleeart. Was bitte hat es dann aber mit

dem Hahnenklee auf sich, der gleich mehrfach in

Harzer Ortsnamen vorkommt? Begleiten Sie mich

auf einen Spaziergang zu den Hahnenkleeklippen,

hier lässt sich dieser Name besonders gut erklären.

Unser Ausgangs- und Zielpunkt ist Königskrug kurz

vor Braunlage. Direkt gegenüber der Gaststätte

Königskrug führt uns die Hahnenkleer Waldstraße zu

den besagten Klippen. Nach knappen zwei Kilometern

zweigt ein kleiner Pfad westlich in den Wald ab.

Am Ende dieses Pfades scheint dann auch so etwas

Namen, die

Geschichte(n) erzählen

alte OrtS- und flurnamen unSerer regiOn

wie das Ende der Welt zu sein. Wir stehen auf den

Hahnenkleeklippen. Der Blick schweift über ein weites

Tal. Nordwestlich liegt der Rehberg, südwestlich

St. Andreasberg. Nun zur Bedeutung des Ortsnamens:

Hahn hat nichts mit dem Tier zu tun und klee

nichts mit der Pflanze. Das Ganze leitet sich ab vom

mittelniederdeutschen hahne klef, was nichts weiter

heißt als hohe Klippe. Das „Klippe“, das im heutigen

Sprachgebrauch dazu gekommen ist, ist somit absolut

überflüssig. Direkt gegenüber am Südosthang des

Rehberges gibt es ebenfalls eindrucksvolle Felsen,

die interessanterweise „Hohe Klippen“ heißen. Entweder

hat es da mit der Namensüberlieferung besser

funktioniert, oder der Name ist erst sehr viel später

entstanden.

Spieglein, Spieglein…

Haben Sie Lust, trotz des Novemberwetters noch ein

wenig weiter zu wandern? Dann lassen Sie uns zum

Silberteich weitergehen auf der Hahnenkleer Waldstraße

Richtung Süden. Nach etwas mehr als zwei

Kilometern geht es östlich in den Wald zum Teich,

der silbrig spiegelnd daliegt. Wir umrunden ihn auf

seiner Ostseite und lernen dabei aus großen Holzfolianten

am Wegesrand, was Goethe und Grimm so

über Wasser zu sagen hatten. Der breite Waldweg

führt uns nach Norden zurück zum Königskrug. (sw)

Holzfoliant am Silberteich.

Firmen: Calida, Chantelle, Susa, Marie Jo,

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luStige „brummer“

Luca Weber ist 16, Schüler des Werner-von-Sie-

mens-Gymnasiums in Bad Harzburg und im Augen-

blick einfach nur froh, dass endlich

Ferien sind. Das letzte halbe Jahr hatte

er nicht nur mit Formeln und Vokabeln

zu kämpfen, sondern auch noch eine

„Auftragsarbeit“ fertigzustellen. „Der

Auftrag kam zwar von meiner Mutter,

aber das hat die Sache keineswegs einfacher

gemacht“, erfahren wir von Luca,

„Da sitzt einem die „Chefin“ ja gleich

rund um die Uhr im Nacken.“ Aber nun

ist es vollbracht, die Kindergeschichte

„Radaufall oder Wer glaubt denn schon

an Geister“ ist geschrieben, illustriert,

gedruckt und im Handel erhältlich. Der

Text an sich war schon seit längerem fertig,

aber es hatte sich noch niemand

gefunden, der Bilder dazu hätte malen

können. Auf die Idee, dass ihr Sohn das

Büchlein illustrieren könnte, kam Sonja Weber, als

dieser begann, Comics zu zeichnen und sich dann

ernsthaft mit Techniken und Material auseinandersetzte,

ausprobierte, verfeinerte und schließlich tolle

Bilder entstanden. „So richtig angefangen hat alles

mit ein paar Comics über eine Fliege, damit hatten

wir in der Familie alle ziemlichen Spaß. Lucas Insektenzeichnungen

mag ich besonders, und da eine

meiner Hauptfiguren in der Radau-Wasserfall-

Geschichte ein Insekt ist, dachte ich mir, dass seine

Bilder gut passen würden, denn ich glaube, dass

besonders Kinder die Bilder mögen. Sie sind lustig

und die Charaktere sind gut getroffen“, erzählt die

Bad Harzburger Autorin, der die Geschichte rund um

ihre Heimatstadt besonders am Herzen liegt, und die

sich nun nach „Heinrich IV.“ und einem Stadtführer

über die Kurstadt an die älteste hiesige Touristenattraktion

gewagt hat, den Radau-Wasserfall. Dank der

2007 durchgeführten Sanierungsmaßnahmen, an

der viele Helfer und Sponsoren beteiligt waren, sprudelt

er heute immer noch über die Felsen des Winterbergs.

eine bunte geiSterSChar

kunst � quadrat 11/2012 13

Waldgeister aus Wasser und Farbe

eine geSChiChte vOm radau-WaSSerfall

In „Radaufall oder Wer glaubt denn schon an Geister“

sind es die verschiedenen Geister des Waldes,

die einen Pilzsucher dazu bringen, sich

den versandeten Zulauf und das defekte

Wehr des Wasserfalls anzuschauen.

Zusammen mit Dudu, dem Insektengeist,

dem Berggeist Winterberg, dem

Geist der Radau, einem Pilz und den

mächtigen Bäumen des Waldes gelingt

es dem Menschen, den vom Austrocknen

bedrohten Wasserfallgeist Radaufall

zu retten. Für alle, die es etwas

genauer und „spukfrei“ haben möchten,

gibt es in einem kurzen Anhang die

geschichtlichen Daten und Fakten. 41

Illustrationen begleiten den Leser über

die 40 Seiten des kleinen Büchleins, in

das Mutter und Sohn viel Arbeit gesteckt

haben. „Einige Bilder habe ich mehrfach

verändert und neu gemalt und die

richtige Schrift zu finden war auch nicht ganz einfach.

Sie sollte gut lesbar sein, auch für Kinder, aber

natürlich gleichzeitig auch toll aussehen und zu der

Geschichte passen…ich glaube, wir haben das gut

hinbekommen. Und als wir dann die Kisten von der

Druckerei abgeholt haben, das war schon aufregend“,

antwortet Luca auf die Frage nach ersten

Erfahrungen als Mitarbeiter an einem Buch. Ob er so

etwas gern öfter machen würde, wollen wir noch wissen:

„Ja, das war schon cool!“ (sw)

„Radaufall oder Wer glaubt denn schon an Geister“

– Eine Geschichte für Kinder ab fünf Jahren

und für Erstleser

40 Seiten, 41 farbige Illustrationen, 5,80 Euro

Erhältlich in den Bad Harzburger und Goslarer

Buchhandlungen, sowie im Sonnenhof/Winuwuk

und im Radau-Wasserfall oder direkt unter

www.bergziege-bad-harzburg.de


14 quadrat 11/2012 � kultur 2

Deutsch-Ägyptische Völker-

verständigung im Harz

Als einen „Pfeiler der Völkerverstän-

digung“ charakterisiert Prof. Dr.

mult. Ewald Schnug die Arbeit des

Deutsch-Ägyptischen Forschungsfonds.

Der Professor ist am Julius Kühn-Institut

tätig, dem Bundesforschungsinstitut für

Kulturpflanzen in Braunschweig. Er ist

dort Leiter des Instituts für Pflanzenbau-

und Bodenkunde und gehört dem

Lenkungs komitee des Forschungsfonds

an. Die Kooperation von Wissenschaftlern

geht auf eine Initiative der zuständigen

Ministerin, Prof. Annette Schavan, im

Rahmen des Deutsch-Ägyptischen Jahres

der Wissenschaften in 2007 zurück. Ziel

ist die Förderung von innovativen, anwendungsorientierten

Projekten in unterschiedlichen

Disziplinen. Bei den regelmäßig stattfindenden

Workshops, wie kürzlich in Goslar, werden diese Projekte

vorgestellt, Erfahrungen ausgetauscht sowie

Fragen der Finanz- und Kommunikationsabwicklung

diskutiert.

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Savoy SWINGTETT

Kontakt: Klaus Wittig � 05321 306024 | mobil 0170 4055665 | info@savoyswingtett.de | www.soultyzer.de | www.savoyswingtett.de

Vom Jazzfrühschoppen mit Gospel und Dixieland bis zur

rauschenden Ballnacht, wir spielen für Sie ein individuelles

Musikprogramm.

Ob dezent als Loungemusik z. B. als Untermalung für Ihr

Firmenevent (Messe, Meeting oder Empfang), für Feierlichkeiten

im privaten Rahmen (Hochzeit & Geburtstage)

oder als Konzert, erstklassige Vollblutmusiker bereiten Ihnen

und Ihren Gästen ein unvergessliches Erlebnis.

Das Savoy Swingtett zählt zu den vielseitigsten Gala- und

Partybands Deutschlands.

Das abwechslungsreiche Repertoire umfasst neben den

be-swingten Evergrees, Tanzmusik und rhythmischen

Die ägyptische Delegation hielt sich vier Tage in Goslar

auf und lernte im Harz eine völlig neue Sicht auf

Deutschland, abseits der Metropolen und Ballungsräume,

kennen. Das von Prof. Schnug organisierte

anspruchsvolle Programm beinhaltete neben einem

mehr oder weniger klassischen Stadtrundgang unter

anderem den Besuch der Grube Samson,

des Luchs-Geheges und des Energieforschungszentrums

Niedersachsens (EFZN).

Neue Erfahrungen für die arabischen

Gäste in der Provinz, aber nicht provinziell.

Im Maltermeisterturm, im Zwinger

oder im Niedersachsenkrug in Jerstedt

erhielten die offiziellen Kontakte eine persönliche

Note und vertieften die Beziehungen

weit über das wissenschaftliche

Interesse hinaus. Von Goslar, der Gastfreundschaft

und der Fülle der Erlebnisse

waren die Teilnehmer begeistert, wenngleich

sich für Prof. Dr. Sehan Gad El Hak

die Frage stellte, wo gehen die Damen

shoppen, wenn sie Schuhe, Taschen und

schicke Klamotten brauchen? Das Interesse der Professorin

für Toxikologie an der medizinischen Fakultät

der Universität Mansoura richtet sich allerdings

eindeutig auf ihre Kooperation mit Kollegen an der

Universität in München. Gemeinsam forschen die

deutschen und ägyptischen Wissenschaftler an der

Die perfekte musikalische Untermalung

für jeden Anlass!

Hörbeispiele auf

den Homepages

Zitaten aus Südamerika auch Soul, Rock´n Roll und Pop

auf höchstem Niveau und wirklich live gespielt!

Sollte später getanzt werden?

Gern passen wir unser Programm Ihren Wünschen an

und machen Ihre Veranstaltung zu einem unvergesslichen

Event.

…oder buchen Sie einen unserer internationalen Ausnahmekünstler

hinzu und erleben Sie das perfekte Show-Programm

von Soultyzer, das bedeutet: keine Computer, keine

Konserven, sondern hautnaher explosiver Live-Dialog

mit dem Publikum.


foto: privat

Entschlüsselung der Parkinson-Krankheit. Prof. Gad El Hak betont den hohen Nut-

zen der Zusammenarbeit: „Beide Seite benötigen den Fonds, aber unsere Bedürf-

nisse sind größer, wir benötigen Technologie und möchten Expertise übernehmen“

– in beiderseitigem Interesse. Auch Prof. Dr. Sakr, Direktor des Ägyptischen Wissenschafts-

und Technologie-Entwicklungsfonds, bezeichnet die Partnerschaft als

eine Win-win-Situation und als gute Basis „die Brücken weiterzubauen“.

Mit den derzeitigen politischen Konstellationen im Ägypten der Nach-Mubarak-Ära

stehen die Zeichen für Forschung und Entwicklung günstig. Der neue Präsident

des Landes, Mursi, kommt als Universitätsprofessor selbst aus der Forschung und

hat den staatlichen Forschungsetat verdoppelt. Gute Voraussetzungen auch für

eine weitere Internationalisierung der Zusammenarbeit in Forschung und Entwicklung.

Diesem Ziel hat sich auch die Vertreterin des deutschen Fraunhofer Instituts

in Ägypten verschrieben. Prof. Dr. Mona El Tobgui hat seit 2007 mit viel persönlichem

Engagement den Aufbau der Fraunhofer-Repräsentanz in Kairo vorangetrieben,

die sich heute als Synonym für Innovation etabliert hat und auch öffentlich

so wahrgenommen wird. Mona El Tobgui sieht sich in einer dualen Vermittlerrolle,

professionell auf der Suche nach Industriepartnern und mit gleich hohem Stellenwert

als kulturelle Mediatorin. Denn, und das bestätigt auch Prof. Ewald Schnug,

die kulturellen Unterschiede müssen erklärt, verstanden und in der Zusammenarbeit

berücksichtigt werden. Das reicht bei einzelnen Projekten von der Entscheidungsfindung

bis hin zu Einzelheiten der Abrechnungsmodalitäten. Zurzeit unterstützt

der Deutsch-Ägyptische Fonds insgesamt 32 Forschungsprojekte. Unter dem

Motto „Better Plants for Better Life“ werden zum Beispiel die Auswirkungen von

Stressfaktoren an Pflanzen untersucht. Wie wirken sich Hitze oder Trockenheit auf

ihre Beschaffenheit aus und welchen Einfluss hat das auf die Extraktion und den

Wirkstoffgehalt? Mit den Ergebnissen kann in der Entwicklung von Phytopharmazeutika

die Wirksamkeit eines Arzneimittels verbessert werden. An der konkreten

industriellen Umsetzung solcher Forschungsergebnisse ist der ägyptische

Geschäftsmann Hussein Abou Bakr sehr interessiert. Er gehört zum Management

des Unternehmens Fridal, dessen Eigentümer sein Vater ist. 1957 gegründet,

belieferte Fridal zunächst die französische Parfümindustrie in Grès mit Ölen zur

Herstellung kostbarer Düfte. Mittlerweile wurde die Geschäftstätigkeit auf weitere

Bereiche ausgedehnt. Mit Kräutern und Gewürzen bedient die ägyptische Firma

den Weltmarkt und auch deutsche Firmen mit Rohstoffen für die Gewürzherstellung.

In Sachen Forschung liegt das Augenmerk des Familienunternehmens auf

einzelnen Aspekten der Gefriertrocknung. In diesem Sektor wurde bereits erhebliches

Know how aufgebaut und in neue Technologien investiert. Heute ist Fridal der

Lieferant von gefriergetrockneten Gurken zur geschmacklichen Veredelung von

Burgern der weltweit angesiedelten Filialen von McDonalds. Mit der aktuellen

Geschäftsentwicklung ist Abou Bakr äußerst zufrieden, seit der Revolution steigen

Umsatz und Export. Der 29-Jährige spricht von Aufbruchstimmung und viel Optimismus

in Bezug auf die weitere politische und wirtschaftliche Entwicklung seines

Landes. Vor allem die junge Generation sehe für sich völlig neue Chancen, Chancen,

die im Verbund mit einem intensiven deutsch-ägyptischen Austausch maßgeblich

verbessert werden können. Prof. Schnug hat mit seinem sehr individuellen

und engagierten Programm für die ägyptischen Gäste die beiden Kulturen in ihrer

Annäherung einen großen Schritt weiter gebracht und dient so, neben dem Ausbau

persönlicher Kontakte, auch dem übergeordneten politischen Ziel der Stabilisierung

in Nah-Ost. (uju)

Susanne Rosacker

Herzog-Wilhelm-Straße 93, 38667 Bad Harzburg, Tel. 05322 877220

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Öffnungszeiten: Di. bis Fr. von 11:00 bis 13:30 Uhr, und 15:30 bis 18:30 Uhr

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15

Malschule Malschule

Bad Harzburg

Harzburg


16 quadrat 11/2012 �

Das Grabmal aus der

Meisterwerkstatt

Seit nunmehr 80 Jahren besteht der familiär

geführte Steinmetzbetrieb Götze Grabmale

in Goslar. Verlässlichkeit, faire Preisgestaltung

und vor allem solide Qualität zeichnen seine

Arbeit aus. Gegründet wurde der Betrieb 1931 von

Bildhauermeister Wilhelm Götze im Goslarer

Stadtteil Oker. Sein Enkel Klaus Götze legte 1965

erfolgreich die Meisterprüfung im Steinmetzhandwerk

ab und übernahm die Firma noch im selben

Jahr. Nach einem Neubau eröffnete Götze Grabmale

1977 am heutigen Standort in der Feldstraße,

direkt neben dem „Neuen Friedhof“, einen

modernen Betrieb, der damals schon allen Anforderungen

des Handwerks und der Kunden entsprach.

Im Laufe der Jahre wurden die technischen Mög-

lichkeiten erweitert und eröffneten immer mehr

individuelle Gestaltungsmöglichkeiten. Seit 2007

führt Tochter und Steinmetzmeisterin Jeanette

Götze das Unternehmen in ihrem Namen mit der

bekannten guten Arbeit weiter. Vom Entwurf über

die Gestaltung und Fertigung bis hin zur Aufstellung

des Grabmals werden vom Meisterbetrieb alle

Arbeiten fachgerecht ausgeführt.

In einfühlsamen Gesprächen werden die Trauernden

beraten, wenn es um die Auswahl des Steines

und seine Gestaltung geht, Wünsche werden vorab

in einem Computerentwurf ausgearbeitet, um den

Hinterbliebenen bei der Vorstellung zu helfen, wie

die Grabanlage später aussehen wird. Die umfangreiche

Grabmalausstellung zeigt die Vielfalt der

Materialien und Ausführungsmöglichkeiten. Bei

einem persönlichen Besuch oder auf der Internetseite

kann man sich hiervon schon einmal selbst

überzeugen.

Steinmetzmeisterin Jeanette Götze bei der

Arbeit.

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fotos: götze

Warum ein grabmal?

Einem guten Grabzeichen gelingt es nicht nur, die

einzigartige Identität des Verstorbenen zu bewahren

und Erinnerungen zu erhalten, sondern auch

für uns Hinterbliebene heilsam zu wirken. Es ist

ein Markstein an der Grenze des Lebens und lädt

ein zu Dialog, Trauer, Weinen, Stille.

Trauer ist ein Schmerz, der heilbar ist, wenn wir

ihm einen Ort zugestehen, an dem wir ihn erleben

und die Trauer verarbeiten können. Oft ist ein Grab

dafür der geeignete Ort und die individuelle Grabstätte

hilfreich, denn Rituale und Symbole geben

Menschen Halt.

grabStätten „Ohne grabpflege“?

Es ist den Hinterbliebenen beim Tod eines nahestehenden

Menschen oft nicht bewusst, welche

dramatische Tragweite alle zu schnell getroffenen

Entscheidungen für die nachfolgende Trauerbewältigung

haben. Erst nach einiger Zeit, wenn alle

Aktivitäten, Formalitäten und die Bestattung vorbei

sind, erfahren die Trauernden, dass das

urmenschliche Bedürfnis, „fürsorglich mit einem

geliebten Menschen umzugehen“, nach dessen

Tod nicht einfach endet.

Viele Trauernde entscheiden sich oftmals für eine

Bestattungsart ohne Grabpflege, weil sie nicht wis-

sen, wer dieses Grab einmal pflegen wird, oder

weil den Hinterbliebenen diese Pflege nicht zugemutet

werden soll.

Auf unseren Friedhöfen sehen wir jedoch, dass die

unvorbereitete und in Eile getroffene Entscheidung

für Grabstellen ohne Grabpflege in starkem

Widerspruch zu unserem Bedürfnis der Trauerbewältigung

steht. Schaut man sich um, so erkennt

man, dass auf anonymen Grabfeldern und sogenannten

Rasenfeldern trotz der nicht vorhandenen

Möglichkeiten dennoch Blumen und kleine Erinnerungsgegenstände

als „Trauergruß“ abgelegt

werden.

Trauernde brauchen Atmosphäre und die Möglichkeit,

ungestört an der Grabstätte einen inneren

Dialog mit ihrem Verstorbenen zu führen. Das für

ihn gestaltete Grabzeichen kann hierbei ein heilendes

Medium sein. Es gibt Grabstättenkonzepte,

welche Trauerrituale ermöglichen, aber auch von

der Pflegeverantwortung entlasten. Die langjährige

Erfahrung des Familienunternehmens hilft bei der

Entscheidungsfindung für eine hilfreiche Grabstättengestaltung

– ein Hauptanliegen des Traditionsunternehmens.

Der Steinmetz-Meisterbetrieb bearbeitet nicht nur

einen Stein und lässt daraus ein würdiges Grabmal

werden, sondern erkennt auch die Wünsche und

Sorgen von Trauernden, steht bei Fragen zur

� quadrat 11/2012 17

Bestattungsart, Grabstätte und Grabzeichen zur

Seite, zeigt Lösungen auf und setzt sie um.

Nach der Skizze erfolgt die Fertigung des Grabmals.

Dieses geschieht in der modern ausgestatteten

Werkstatt und erfolgt in mehreren Arbeitsgängen.

Die Steine werden auf Maß und in Form

gebracht und anschließend wird ihnen der richtige

Schliff gegeben.

Die Beschriftungen werden sowohl mit computer-

unterstützter Sandstrahltechnik als auch von Hand

ausgeführt, Bronzeschriften und -ornamente wer-

den in die vorbereitete Oberfläche eingesetzt. Die

Ausführung einer Inschrift oder einer Symbolik in

Naturstein erfordern sehr viel fachliches Können

und Geschick.

Material, Form und Beschriftung eines Grabmales

müssen harmonieren, jedes Detail sollte aufeinander

abgestimmt sein. Fachmännische Nachbeschriftungen,

Reparaturen oder Reinigen vorhandener

Grabmale gehören natürlich ebenfalls zu

den Leistungen des Unternehmens. Die Versetzarbeiten

auf dem Friedhof werden von qualifizierten

Mitarbeitern fachgerecht ausgeführt. Mit einem

fahrbaren Kran können die Steine sicher und effizient

an die Grabstelle gebracht oder von dort entfernt

werden.

Götze Grabmale fertigt und liefert stilvolle Grabmale

aus Naturstein, Inschriften und Ornamente,

Grabeinfassungen, Laternen, Vasen und Zubehör

für alle Friedhöfe und Grabarten in Goslar und

Umgebung. Gern berät Jeanette Götze Sie in

einem persönlichen Gespräch. (bs)

Jeanette Götze

Steinmetzmeisterin

Feldstraße 58 (Am neuen Friedhof)

38642 Goslar

Telefon 05321 22946

Fax 05321 23483

Öffnungszeiten: Montag bis Freitag 9.00 bis

12.30 Uhr und 14.00 bis 18.00 Uhr

www.goetze-grabmale.de

Samstags gern nach Vereinbarung


18

„…tot ist nur, wer

vergessen wird“

vOm „neunten“ mOnat

und umfriedeten höfen

Draußen fegt der Wind um die Hausecken,

die Blätter wirbeln umher, der erste Frost

hält Einzug. Keine Spur mehr vom „goldenen“

Oktober und der freudig erwartete Lichterglanz

des Dezembers ist noch ein paar Wochen

entfernt. Es ist November, und das ist noch der

freundlichste Name dieses Monats. Übernommen

von den Römern bedeutet er einfach neunter

Monat, da das neue Jahr im alten römischen

Kalender zwei Monate später begann. Erst seit

153 v. Chr. beginnen wir das Jahr im Januar. Andere

alte Namen für den November beschreiben diesen

Monat da schon etwas bildlicher, Schlachtmond,

Windmond oder Nebelung wurde er noch zu

Zeiten Karls des Großen genannt. Im Kirchenjahr,

das schon am ersten Advent beginnt, ist er der

letzte Monat und trägt den Beinamen Trauermonat.

Zu Recht, will man meinen, denn in keiner

anderen Zeit des Jahres befinden sich so viele

Gendenktage für unsere Verstorbenen. Sicher liegt

es auch nahe, sich in einer so dunklen Jahreszeit,

wenn die Natur sich für den Winter zur Ruhe

begibt, an die zu erinnern, die nicht mehr bei uns

sind, außer in unseren Herzen und Gedanken. Ehe

wir also im Dezember beginnen, mit viel Licht und

Freude auf Weihnachten zu warten, auf das neue

Jahr und darauf, dass die Tage wieder heller und

länger werden, werfen wir einen Blick auf die Dunkelheit.

andere Zeiten, andere länder…

Die Kelten feierten am 01. November, genauer in

der Nacht vom 31. Oktober auf den 01. November,

Samhain, die Nacht, von der sie glaubten, dass die

Grenzen zwischen dem Reich der Lebenden und

dem der Toten offen seien. Mit großen Feuern

schützten sie sich gegen die Geister ihrer Verstorbenen

und opferten dem Totengott. Mit der Christianisierung

wurde aus Samhain Allerheiligen, der

Gedenktag für alle, die einst vom jeweiligen Papst

heilig gesprochen wurden. Am Tag darauf erinnert

man sich dann in der Katholischen Kirche aller

Toten, der zweite Tag im November heißt somit

Allerseelen. Bunt und laut feiert man übrigens

vom 31. Oktober bis zum 3. November in Mexiko.

fotos: befnd schubert (4) / rainer golitz (1)


Drei Tage lang herrscht ausgelassenes Treiben an den Dios de los Muertes,

den Tagen der Toten. Im Gegensatz zu Europa sind das dort wirklich Tage

des Feierns. Die Menschen hoffen, dass die Seelen der verstorbenen Familienmitglieder

für diese Zeit nach Hause zurückkehren. Bunte Lichter in

den Fenstern und ein Weg aus Blüten sollen den Toten den Weg zu den richtigen

Häusern zeigen, es werden kleine Altäre aufgestellt und ein süßschmeckendes

Totenbrot kommt auf den Tisch. In evangelischen Gebieten

Deutschlands und der Schweiz begeht man am letzten Sonntag vor dem 1.

Advent den Ewigkeitssonntag oder auch Totensonntag, das Pendant zu Allerseelen.

Noch einen weiteren Gedenksonntag hat der November in Deutschland,

den Volkstrauertag. Er liegt immer am Sonntag vor Totensonntag und

hat eine recht bewegte Geschichte. Ursprünglich beging man ihn ab 1926

am fünften Sonntag vor Ostern zu Ehren der Gefallenen des Ersten Weltkrieges.

Die Nationalsozialisten machten aus ihm den „Heldengedenktag“

und legten ihn auf den Sonntag vor dem 16. März oder direkt auf den 16.

März, wenn dieser ein Sonntag war. Das war der Tag, an dem 1935 die Wehrpflicht

wieder eingeführt wurde. Seit 1952 liegt der Volkstrauertag nun im

November, am 33. Sonntag im Jahreskreis (kath.), am vorletzten Sonntag

des Kirchenjahres (ev.).

Orte der erinnerung

Plätze, die uns an unsere Toten erinnern, sind natürlich absolut individuell.

Das kann eine Bank im Park, der Stammtisch im Lieblingslokal, eine Lichtung

im Wald oder ein Möbelstück sein. Neben diesen ganz persönlichen

Orten spielen unsere Begräbnisstätten natürlich eine große Rolle. Die Menschen

der späten Jungsteinzeit setzten die Verstorbenen in großen Steingräbern

bei, in sogenannten Megalith- oder Hünengräbern. In der darauf

folgenden Bronzezeit ging man zu runden Erdanhäufungen, den Hügelgräbern,

über. Noch später lagen die Gräber dann rund um die Kirche, auf dem

Kirchhof oder einem außerhalb des Ortes gelegenen Friedhof mit Kapelle.

Friedhofsgärtnerei

19

Wolfgang Düe

L eben braucht erinnerung.

Ein liebevoll geschmücktes

Grab ist nicht nur letzte

Ruhestätte, sondern

auch ein Ort der Andacht,

Erinnerung und

des Zwiegesprächs. Die

Grabgestaltung ist dabei

ein sichtbarer Ausdruck

der Wertschätzung

und der engen Verbundenheit

zum

Verstorbenen über

den Tod hinaus.

Wir bieten Ihnen:

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• Grabpflege

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Schneiden der Pflanzen

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20

Wobei das Wort Friedhof ursprünglich nicht

meinte, was wir heute oft glauben. Seine Bedeu-

tung hatte nichts mit Frieden zu tun, sondern

kommt eigentlich aus dem althochdeutschen und

bezeichnete einen umfriedeten, also eingezäunten

Bereich. Seit dem 19. Jahrhundert haben sich

Friedhöfe fast zu Parkanlagen entwickelt, mal grö-

ßer, mal kleiner.

ZurüCk im kreiSlauf

Eine andere Form der Bestattung und auch des

Grabmals bieten die Friedwälder und Ruheforste.

Friedwälder gibt es in der Region zwei, einen bei

Königslutter im Elm, den anderen im Südharz bei

Bad Sachsa. Der nächste Ruheforst liegt am Klostergut

Heiningen bei Braunschweig. Diese viele

Hektar großen Gebiete mit altem Baumbestand

sind von Waldwegen durchzogen, es gibt Bänke

und Andachtsplätze und sogar kleine Seen. Begraben

wird die Asche in einer biologisch abbaubaren

Urne an den Wurzeln eines zu Lebzeiten ausgesuchten

Baumes, Steines oder auch Strauches.

Wie auf Friedhöfen hat man auch hier die Möglichkeit,

allein, zu zweit oder als Familie an einem

Platz bestattet zu werden. Weiterhin gibt es in den

Friedwäldern die Option eines „Freundeskreis-

Baumes“ für bis zu zehn Personen. Die Bestattungszeremonie

kann hier mit oder ohne kirchlichen

Beistand und nach ganz individuellen

Wünschen durchgeführt werden. Die Grabpflege

übernimmt der Wald selbst, der Tote kehrt in den

Kreislauf der Natur zurück.

Aber nicht jeder mag rauschende Blätter, manch

einem steht der Sinn eher nach rauschenden Wellen.

Auch das ist möglich. An Nord- und Ostsee

gibt es einige Seebestattungshäfen. Wer etwas

ganz Ausgefallenes lieber mag, muss allerdings

mit einer sehr viel weiteren Anreise rechnen. Seit

2004 gibt es vor Floridas Küste ein künstliches

Riff, so groß wie zwölf Fußballfelder. Dieser außergewöhnliche

Friedhof ist neben einer besonderen

letzten Ruhestätte für Menschen ein Ort des

Lebens für Riffbewohner und ein ganz besonderes

Taucherlebnis. Nicht ganz so weit ist der Weg in

die Schweiz, dort kann man seine Asche auf Bergund

Almwiesen verstreuen lassen.

mehr alS eine letZte ruheStätte

Was verbinden Sie ganz spontan mit einer Reise

nach Ägypten? Natürlich die Pyramiden und das

Tal der Könige. Das sind Orte großer historischer

Bedeutung und seit vielen Jahrzehnten auch touristische

Anziehungspunkte, letztendlich aber

Friedhöfe. Für den Besucher rückt hier jedoch der

geschichtliche Aspekt viel mehr in den Vordergrund,

weniger das morbide „Friedhofsgruseln“ á

la Hollywood. Die alten Bestattungsplätze der

Menschheit geben uns heute wichtige Hinweise

auf die Entwicklung der Kulturen und die einsti-


gen Lebensbedingungen, denn wie wir sterben und bestatten, sagt viel darüber

aus, wie wir leben. Das galt für die Menschen der Steinzeit ebenso wie für die

Völker des Altertums und für uns heute. Je länger der Zeitraum ist, der zwischen

uns und dem Entstehen der Grabstätte liegt, umso mehr verwandelt sich unser

Gedenken an die Verstorbenen in rein kulturelles Interesse. So denken wir beim

Betrachten eines Hünengrabes eher an das Leben in grauer Vorzeit und bei einer

Besichtigung des Tadsch Mahal beeindruckt den Besucher der Prunk, Luxus und

Reichtum mehr, als die Trauer des Großmoguls Shah Jahan um eine verstorbene

Frau. Ein besonderes Grab findet sich übrigens gleich hier bei uns in Goslar. Als

Kaiser Heinrich III. 1056 starb, wurde sein Leichnam nach Speyer überführt,

um dort im Dom neben dem seines Vaters beigesetzt zu werden. Da er aber zu

Lebzeiten am liebsten in der Kaiserpfalz in Goslar residiert hatte, begrub man

sein Herz in der Pfalzkirche St. Simon und Judas. Heute liegt Heinrichs Herz

unter einem Sarkophag in der St. Ulrich Kapelle der Kaiserpfalz. Historisch

bedeutsam mit leichtem Gruselfaktor, berührt es uns trotzdem nicht persönlich.

Ganz anders fühlt sich das an, wenn wir auf Grabstätten der neueren Geschichte

treffen. Vor Jahren war ich mit meinem Mann in Gentilino bei Montagnola am

Grab Hermann Hesses. Zwischen kunstvollen Mausoleen und Statuen sticht das

Grab des Dichters auf dem Friedhof Sant’ Abbondio gerade wegen seiner Bescheidenheit

heraus. Da ich Hesses Werke damals sehr gern gelesen hatte, war dieser

Besuch für mich mehr ein emotionales Erlebnis als historisch interessant.

Praxis für Physiotherapie

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22 quadrat 11/2012 � kultur 2

berühmte friedhöfe

Die Liste berühmter Friedhöfe ist lang. Bekannt

machen sie entweder ihr Alter, dort ruhende einzelne

Persönlichkeiten oder ihr monumentales

Erscheinungsbild. Die einen besichtigen wir eher

als Touristen, wie zum Beispiel das Grab Clemens

II., Papst von 1046 bis 1047, im Bamberger Dom,

denn es ist das einzige Papstgrab nördlich der

Alpen. Die anderen betreten wir aus ganz persönlichen

Gründen. So würde manch einer bei einem

Brasilienaufenthalt durchaus gern den Cemitério

do Morumbi in São Paulo besuchen, um das Grab

des Rennfahrers Ayrton Senna zu sehen, ein anderer

würde den Petrópoliser Friedhof Cemitério

Municipal mit der Ruhestätte des Schriftstellers

Stefan Zweig vorziehen. Doch muss man natürlich

gar nicht so weit reisen, um Personen der neueren

Geschichte zu gedenken. Auf dem Stuttgarter Ostfriedhof

befindet sich das Grab des ehemaligen

deutschen Arbeitgeberpräsidenten Hanns Martin

Schleyer und in Würzburg liegt auf dem Waldfriedhof

Petra Kelly. Hans Albers und Inge Meysel

haben ihre letzte Ruhestätte auf dem Ohlsdorfer

Friedhof bei Hamburg gefunden, der flächenmäßig

der größte Parkfriedhof der Welt ist. Der meistbesuchte

unter den vielen Friedhöfen der Welt ist

aber sicherlich der Pariser Friedhof Père Lachaise.

Neben Edith Piaf und Maria Callas ruhen hier

unter anderen Frederic Chopin, Jim Morrison,

Oscar Wilde und Marcel Proust. Das älteste Grab

hier ist das eines kleinen Mädchens. Gerade ein-

mal fünf Jahre war sie, als sie 1804 hier beigesetzt

wurde. Wir kennen sie nicht, trotzdem sticht

sie unter all den „Promis“ heraus, als stünde sie

für viele verstorbene Kinder.

Für viele stehen auch all die Mahnmale und

Gedenkstätten dieser Welt, und einige von ihnen

treffen uns immer wieder mitten ins Herz. Wenn

Sie schon einmal in Dachau oder Bergen Belsen

waren, die Terracottaarmee erblickt oder die Wachablösung

auf dem Nationalfriedhof Arlington erlebt

haben, dann kennen Sie dieses Gefühl. Sorgen wir

also dafür, dass unsere Toten nicht in Vergessenheit

geraten, sondern lassen wir sie in unseren

Herzen weiterleben. (sw)


kurz

angetippt

november

daS blaue einhOrn

glüCkauf- Saal,

an der marktkirChe 7,

ClauSthal-Zellerfeld

10. nOvember, 20.00 uhr

Mit Gesang und einer Vielzahl an Instrumenten

erzählt Das Blaue Einhorn

seine Geschichten vom Paradies: Das

Paradies als Verlust oder Sehnsucht,

als Exil oder ein Nirgends, ein Utopia,

eine Vision, aber auch gefundenes

Glück, Liebe und Rettung in greifbarer

Nähe.

Wie das Fabeltier in der Legende,

nach dem „Das Blaue Einhorn“ seinen

Namen hat, geht es seinen eigenen

Weg und lässt sich nicht einfangen,

festbinden oder in eine bestimmte

Genre-Schublade stecken. So ist in

mehr als 20 Jahren ein einzigartiges

Repertoire an traditionellen Liedern,

Chansons, Balkan- und Klezmertänzen,

Romaliedern, jiddischen Liedern,

griechischem Rembetiko, argentinischem

Tango, portugiesischem Fado,

Balladen und russischen Romanzen

entstanden, das für Das Blaue Einhorn

so typisch ist.

Die Lieder und Geschichten werden

von den Musikern aus den unterschiedlichsten

Weltwinkeln, Kulturen

und Zeiten zusammengetragen und in

Originalsprache und/oder in deutscher

Übersetzung oder Nachdichtung

neu hervorgebracht – durch eigene

Kompositionen oder neue wun-

dervolle Arrangements und Interpretationen.

Das Dresdner Quartett mit Paul Hoorn,

Florian Mayer, Andreas und Dietrich

Zöllner begeistert mit viel Gefühl und

Leidenschaft, erfrischender Spielfreude,

handwerklicher Virtuosität

und perfektem Zusammenspiel. 17,00

Euro (Vorverkauf und Ermäßigungen

möglich)Telefon 05323 2233.

keimZeit

fürStliCher marStall

WernigerOde

10. nOvember 2012, 20.00 uhr

Erstmals öffnen sich die Pforten des

Fürstlichen Marstalls Wernigerode für

ein Konzert der Kult-Band Keimzeit

zum neuen Album und 30-jährigen

Bühnenjubiläum mit dem sehnsuchtsvollen

Namen „Kolumbus“.

1982 eroberte das damalige Geschwister-Quartett

der Leisegangs die

Bühnen. 1990 das erste Album „Irrenhaus“,

1993 der Keimzeit-Hit „Kling

Klang“ und 1998 mit „Im elektromagnetischen

Feld“ zu neuen Ufern aufgebrochen.

Nun erobern sie mit ihrem zehnten

Studioalbum „Kolumbus“ die Bühnen

und 2012 steht ganz im Zeichen der

Jubiläumstournee. So wie der Weltentdecker

für Fernweh, Reisen, Sehnsucht,

Liebe, Schmerz und einen beharrlichen

Willen steht, so wird Keimzeit

auf der Kolumbus-Jubiläums-

Tournee das Publikum auf eine weite

Reise mitnehmen und sämtliche Facetten

ihrer musikalischen und textlichen

Vielfalt zelebrieren.

Keimzeit auf Reisen – und das seit

nunmehr 30 Jahren. Eintrittskarten

zum Preis von 22,50 Euro sind in der

Tourist-Information Wernigerode,

Marktplatz 10, erhältlich, Telefon

03943 5537835.

theater der naCht

„karneval der tiere“

familien-SOnntag, empfOhleneS

alter 8 (+/- 3) Jahre

kulturkraftWerk, gOSlar

11. nOvember, 15.00 uhr

Das Theater der Nacht, seit vielen

Jahren immer wieder Gast in unserem

Hause, kommt mit seiner neuesten Inszenierung

zu uns ins Kulturkraftwerk.

Freut Euch auf den Karneval der

Tiere vom französischen Komponisten

Camille Saint-Saëns. Was für ein

Fest! Schildkröte, Schwan, Krebse,

Hühner, Löwen und Schmetterlinge –

alle sind sie zum großen Karnevalsfest

gekommen. Zu der Komposition

von Camille Saint-Saëns erzählen wir

von einer ungewöhnlichen Wette:

Sind die Raubtiere überhaupt in der

Lage, mit den anderen Tieren zusammen

ein friedliches Fest zu feiern?

Mehr Informationen findet Ihr auf der

offiziellen Website vom Theater der

Nacht. Kids 5,00 Euro, Erwachsene

6,00 Euro; 1,00 Euro Ermäßigung im

Vorverkauf.

lila luder

kurpaCkung

Weltbühne heCkenbeCk,

bad ganderSheim

11. nOvember, 20.00 uhr

Halten Sie inne und atmen Sie tief

durch! Wird Ihnen auch manchmal alles

zu viel? Kein Wunder – wir befinden

uns im Zenit der Zeitenwende, im

Auge des Orkans, im Herbst des berüchtigten

Jahres 2012, in dem der

Maya-Kalender endet und uns zahlreiche

Weltuntergangs-Prophezeiungen

auf die Probe stellen: Ist das Modell

„Mensch“ veraltet und muss sich von

der Bildfläche verabschieden? Werden

wir jetzt „outgesourced“? Haben

wir genug von allem, vor allem von

kurz angetippt � quadrat 11/2012 23

uns selbst? Und wenn ja, haben wir

schon ein paar schmissige letzte Worte

parat, die dann in Stein gemeißelt

werden? Nehmen Sie eine Auszeit,

bevor Ihre Zeit aus ist, und gönnen

Sie sich bei all den Pflichten diese Kür

in Form der »KURPACKUNG« von und

mit Lila Luder, am Klavier begleitet

von Wolfgang Zettl. www.weltbuehne.info

99 luftballOnS

80er-Jahre-revue

mit der familie malente

kurSaal, bad harZburg

16. nOvember, 20.00 uhr

Die Familie Malente drückt wieder den

Rückspulknopf. Sie nimmt ihr Publikum

mit in eine Zeit, die so nah ist und

doch so fern, so vertraut und doch so

skurril: die 80er-Jahre. Das Jahrzehnt

der Schulterpolster und Bundfaltenhosen,

in dem man Dallas im Fernsehen

schaute und Musik von Kassetten hörte.

Und was für Musik: Die Familie Malente

gibt Gas und hat Spaß, mit Hits

von Nena, Modern Talking und Madonna.

Natürlich darf ein Ritt auf der Neuen

Deutschen Welle nicht fehlen.

FOTO: KULTURCLUB

Eine Musical Show mit der hochkomödiantischen

Familie, die die


24 quadrat 11/2012 � kurz angetippt

schönste Musik der 80er-Jahre paart

mit Witzen und Sketchen – alles natürlich

in Originalkostümen von „da-

da- damals“.

Weitere Informationen sind beim Kulturklub,

Telefon 05322 1888, oder unter

www.kulturklub-bad-harzburg.de

zu erhalten.

eiSZeit

am WOhnmObil-StellplatZ,

bad harZburg

17. nOvember biS 24. februar

Die bei Jung und Alt beliebte Frei-Eisbahn

bereichert auch in diesem Winter

das Freizeit- und Sportangebot

Bad Harzburgs. Am Wohnmobil-Stellplatz

in unmittelbarer Nähe der Sole-

Therme mit der Sauna-Erlebniswelt

beginnt am Samstag, 17. November,

wieder die „Eiszeit“.

Um 15.00 Uhr heißt es „Bahn frei!“

auf dem spiegelglatten Untergrund

der Frei-Eisbahn. Voraussichtlich bis

zum 24. Februar 2013 können die Besucher

auf schmalen Kufen mehr oder

weniger gelungene Kringel ins Eis

zeichnen. Am 06. Dezember verteilt

der Nikolaus, der um 15.00 Uhr mit

der Burgberg-Seilbahn in den Kurpark

schwebt, an der Eisbahn kleine Geschenke.

Wer seinen Nikolausstiefel

gefüllt haben möchte, kann ihn leer

am 04. und 05. Dezember an der Eisbahn

zu den Öffnungszeiten abgeben.

Am 24. Dezember fährt der Weihnachtsmann

von 10.00 bis 11.00 Uhr

Schlittschuh und verschenkt kleine

Gaben an die Kinder. Öffnungszeiten:

Montag bis Donnerstag 10.00 bis

18.00 Uhr (ab 8. Januar 2013 12.00

bis 18.00 Uhr); Freitag, Samstag

10.00 bis 21.00 Uhr; Sonntag 10.00

bis 18.00 Uhr; 24. Dezember 10.00

bis 12.00 Uhr; 25. und 26. Dezember

12.00 bis 20.00 Uhr; 31. Dezember

10.00 bis 15.00 Uhr; 01. Januar 2013

12.00 bis 20.00 Uhr.

Weitere Informationen bei der Tourist-Information,

Nordhäuser Straße

4, 38667 Bad Harzburg, Telefon 05322

75330, info@bad-harzburg.de und

www.bad-harzburg.de.

peer SteinbrüCk

frankenberger Winterabend

frankenberger kirChe, gOSlar

19. nOvember, 20.00 uhr

Der sozialdemokratische Politiker

Peer Steinbrück holt den bereits für

die Saison 2011/12 geplanten Vortrag

über „Gerechtes Wirtschaften im Europa

des 21. Jahrhunderts“ nach. Er

wird über das daueraktuelle Thema einer

europäischen Ordnung in der Kri-

se und die Chance ihrer Überwindung

sprechen. Peer Steinbrück (MdB) ist

bekannt für seine griffige Rhetorik,

die auch den politischen Gegner fesselt.

hiStOriSChe führung

auf dem grOSSen burgberg

Wandertreff am hauS der

natur, bad harZburg

24. nOvember, 11.00 uhr

Der Große Burgberg in Bad Harzburg

hat für die gesamte Harzregion eine

besondere historische Bedeutung.

Lange bevor Kaiser Heinrich IV. dort

oben die prächtige Harzburg errichten

ließ, stand auf der Bergkuppe der Überlieferung

nach eine Statue des sächsischen

Götzen Krodo. Kaiser Karl der

Große habe im Zuge der Christianisierung

der hier wohnenden Sachsen diese

Statue stürzen lassen.

Ihr Garten im Sommer –

für traumhafte Momente gemacht!

Einfach mal nach draußen verreisen! Traumhafte Ferien erleben vor

der eigenen Haustür. In einem Garten, den wir individuell

planen, kreativ gestalten und professionell anlegen. Mit Liebe

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FOTO: WEBER

Interessante Informationen zur Harzburg

und natürlich auch zum Götzen

Krodo werden alle Teilnehmer der

Themenwanderung von Horst Woick

erfahren. Die Kosten ohne die Seilbahn-Fahrt

betragen 2,00 Euro. Kurkarten-Inhaber

und Kinder bis zu

sechs Jahren nehmen kostenlos teil.

Horst Woick, Wanderführer und Vorsitzender

des Vereins Historischer

Burgberg, wird auf dem neuen Historischen

Rundweg Station an der wieder

errichteten Krodo-Statue machen

und die heidnischen Bräuche aus der

vorchristlichen Zeit erläutern. Die

Reste der Burganlagen mehrerer Könige

und Kaiser des Heiligen römischen

Reiches deutscher Nationen

werden aufgesucht, der sagenhafte

Fluchtbrunnen von Heinrich IV. erkundet

und die Geschichte des bekannten

Ganges nach Canossa bis in die

Zeit des Reichskanzlers von Bismarck

nachvollzogen. Der welfische Kaiser

Otto IV., Sohn Heinrich des Löwen,

verstarb nach einer Frühlingsdiät im

Mai 1218 auf der Harzburg an einem

mysteriösen Leiden. Vielleicht findet

sich bei der Führung eine Erklärung

für seinen Tod? Weitere Informationen

gibt es bei der Tourist-Information,

Nordhäuser Straße 4, 38667 Bad

Harzburg, Telefon 05322 75330,

info@bad-harzburg.de.

reiCh und

trOtZdem Sexy

muSikCOmedy mit Ole lehmann

bündheimer SChlOSS

24. nOvember, 20.00 uhr

Ole Lehmann ist angekommen im Leben.

Das Problem ist nur: Die anderen

sind es nicht! Ole hat tolle Freunde,

liebt seine Wahlheimat Berlin, und

die Arbeit macht ihm wahnsinnig viel

Spaß. Es könnte also alles so schön

sein, wären da nicht die anderen Menschen

um ihn herum. Die Singlefreunde

nörgeln die ganze Zeit herum, sie

seien so einsam. Die Mütter fahren

Crash-Car mit ihren Designer-Kinderwagen.

Und die Rentner wissen immer

alles besser, schließlich sind sie

die Ältesten. Ole Lehmann beobachtet

seine Mitmenschen ganz genau,

und ihm wird schnell klar, was ihnen

fehlt: Liebe, Romantik und vor allem

Spaß!

FOTO: KULTURCLUB

Dabei ist das Leben um so viel leichter,

schöner und lustiger, wenn man

seinen kalkweißen Alltag mit einer

knallbunten Lage Humor tapeziert.

Ein erotischer Anruf beim Pizza-Lieferanten,

Bauchreden beim Gynäkologen

oder beim Bäcker die Brötchen

als Louis de Funés bestellen, der Fantasie

sind hierbei keine Grenzen gesetzt.

Der perfekte Ohrwurm ist ebenfalls

ein guter Weg, seinen Alltag zu

verschönern: Für den ausgebildeten

Sänger ist Popmusik der Kleister, der

das Leben zusammenhält und so reiht

der Tenor die schönsten Perlen der

Popmusik zu einer ohrwurmtauglichen

Kette auf. Nach arm aber sexy,

ist reich und trotzdem sexy das neue

Motto seines Programms, und hier

reden wir nicht über Geld – jeder

wird sich nach diesem Programm ein

wenig reicher fühlen als zuvor. Und

trotzdem sexy. Weitere Informationen

sind beim Kulturklub, Telefon 05322

1888, oder unter www.kulturklubbad-harzburg.de

zu erhalten.

WeihnaChtSmarkt und

WeihnaChtSWald

marktplatZ und SChuhhOf,

gOSlar

vOm 28. nOvember

biS 30. deZember

Die wunderschöne Stadt Goslar mit

ihren historischen Fachwerkfassaden,

den engen Gassen und dem beschaulichen

Flair verzaubert das ganze Jahr

über ihre Besucher. Doch wenn es

draußen kalt und winterlich wird, erstrahlen

in Goslar ganz besondere

Lichter und machen die kleine Stadt

zu einem Anziehungspunkt für Tausende

von Besuchern aus Nah und

Fern, für Funk und Fernsehen und für

alle neuen und ehemaligen Goslarer,

die sich hier immer wieder treffen.

Zum Beispiel im Weihnachtswald. 40

zehn Meter hohe Fichten, von zehntausenden

kleiner Lämpchen illuminiert,

federnder Waldboden und die

mit beidem verbundene gemütliche

Atmosphäre lassen selbst bei erwiesenen

Weihnachtsmuffeln eine besondere

Stimmung aufkommen. Wer

bei winterlicher Kälte geschützt von

kurz angetippt � quadrat 11/2012 25

den tiefhängenden Zweigen die leckeren

Glühweinspezialitäten probiert,

alte und neue Freunde trifft und sich

ein bisschen Zeit nimmt, das Flair des

Waldes auf sich wirken zu lassen,

wird begeistert sein – und wiederkommen

wollen. Es soll ja Besucher

geben, die dennoch mehr von einem

Adventsbesuch erwarten. Das kunstvollste

Kunsthandwerk, die schönste

Weihnachtsmusik und der schönste

Blick auf die weihnachtliche Altstadt

warten gleich nebenan: Der Weihnachtsmarkt

bietet mehr als 80 liebevoll

gestaltete Gastronomie- und

Kunsthandwerkerstände. Sie sorgen

für Vielfalt vor einer einmaligen Kulisse.

fOkuS Wird 20..

..und alle Sind eingeladen

rObert-kOCh-SChule,

berliner StraSSe,

ClauSthal-Zellerfeld

01. deZember, 19.00 uhr

Wir feiern mit ‚FoKuS für FoKuS‘ eine

Veranstaltung, bei der FoKuS-Mitglieder

das Programm gestalten mit lustigen,

nachdenklichen, skurrilen und

sonstigen Wort-, Tat- und Musikbeiträgen.

Auch dieses Mal wird die Lokalpolitik

ebenso aufs Korn genommen

werden wie FoKuS selbst, das als

Geburtstagskind im Mittelpunkt stehen

wird. Natürlich muss man nicht

Mitglied sein, um diesen heiteren

Abend, der Akteuren wie Publikum

unendlich viel Spaß macht, miterleben

und mitfeiern zu dürfen.

Sie möchten kommen? Dann zahlen

Sie entweder einen Kostenbeitrag an

der Abendkasse oder Sie beteiligen

sich mit einem Beitrag für das anschließende

Büffet. Damit wir planen

können, melden Sie sich bitte an bis

spätestens Samstag, 17. November

bei Jutta Reusing oder Dorothea

Römpage, Telefon 05323 3077.


„Germany´s next topmodel“, spätestens seit der

Casting-Show mit Heidi Klum weiß die interes-

sierte Öffentlichkeit, worauf es im Model-Business

ankommt. Glamourwelt und harte Realität, der

Kampf mit den Pfunden und der Kampf um die

besten Jobs in den Fashion-Metropolen – eine

Szene mit sehr ambivalenten Aspekten von Schein

und Sein.

Model Levent Lüdke

Levent Lüdke aus Goslar hat sich vor eineinhalb

Jahren auf diesen Weg begeben. Levent wird in

diesem Monat 18 Jahre alt und besucht die 12.

Klasse des Christian-von-Dohm-Gymnasiums.

„Das Modeln“, sagt er, „ist mein großes Hobby,

eine große Leidenschaft.“

Die wichtigste Voraussetzung für eine Karriere ist

das Aussehen, und das können aussagekräftige

Fotos am besten dokumentieren. Levents Freund

„iCh WeiSS, WaS iCh erreiChen kann!“

Jonas Lenger, begeisterter Fotograf mit Profi-

Equipment, hat die ersten Aufnahmen gemacht,

in der Natur oder an ungewöhnlichen Orten. Entstanden

sind Fotos, die auch professionelle Modelagenturen

überzeugten. Damit war der erste Schritt

getan, um Levent einem breiteren Publikum vorzustellen

und seinen Bekanntheitsgrad zu erhöhen.

Das junge Model reizt das Kreative an der

Arbeit, mehr darzustellen als ein gelungenes Outfit.

Levent geht es um die Person hinter der Abbildung,

er möchte Gefühle und Empfindungen mit

aufs Bild bringen. Und ganz wichtig ist ihm dabei

das Feedback von Freunden und Fremden. Seine

Facebook-Seite: „Levent Lue (Model)“ gibt die

Möglichkeit, Fotos zu bewerten, Kritik oder Zustimmung

zu äußern. Bisher haben mehr als 3000 Personen

diese Seite „geliked“. Ob positive Resonanz

oder Gegenwind, beides sieht Levent als wichtige

Faktoren eines Selbstfindungs- und Reifeprozes-

ses. Seinen Weg möchte er konsequent verfolgen

und dabei die Schule nicht zu kurz kommen lassen.

Für Levent ist das kein Balanceakt, denn

Schule hat oberste Priorität. Professionelle Shootings

oder Teilnahmen an Castings finden nur in

den Ferien statt. So wie beim „Casablanca Model

Contest“ der legendären Jeans-Firma Levis in

Husum. Bei diesem Wettbewerb konnte sich das

Goslarer Jung-Model anhand der Bewertung eines

Online-Votings in einem bundesweiten Auswahlverfahren

mit 5000 Mitbewerbern durchsetzen. Er

gehörte zu den Top 30 und sicherte sich so die

Teilnahme an verschiedenen Live-Shows: großer

Auftritt vor etwa 500 Zuschauern. „Ziemlich aufgeregt“

war der damals 16-jährige und somit

jüngste Teilnehmer bei seinem ersten Walk über

den Laufsteg. Mit Hilfe eines Coachs und einer

perfekten Choreografie schaffte es Levent unter

die besten Zehn. „Da habe ich unheimlich viel

fotos: jonas lenger


gelernt, und es war ein tolles Erlebnis, sich vor einem größeren Publikum zu

präsentieren“. Und selbstverständlich steigen damit die Chancen, neue Aufträge

zu bekommen, die zu einer weiteren Bekanntheit beitragen.

Seit Januar 2012 ist Levent Lüdke mit seinem Profil (1,83 m, 63 kg) als Newcomer

für den Raum Niedersachsen in der Model-Kartei der Agentur Fischermen

vertreten. Er wurde abgebildet im Katalog von Fabulos shirts, einem Spezialanbieter

für Schülerklamotten. Ein von Freund Jonas geschossenes Foto

hat es zu einer Veröffentlichung in einer Ausgabe der Zeitschrift Chip gebracht.

Für den Online-Versand Skatedeluxe präsentiert Levent exklusive Sportbekleidung.

Trotz solcher Aufträge hat Levent seine Bodenhaftung nicht verloren.

Sein Vater ist Polizist und seine Mutter arbeitet im Einzelhandel. Der Sohn

plant nach dem Abitur in 2013 ein Studium an der Polizeiakademie Niedersachsen,

für das er die Bewerbung bereits abgeliefert hat. Familie – dazu

gehört auch seine ältere Schwester – ist für Levent wichtig und deshalb ist es

für ihn auch wichtig, dass seine Eltern ihn unterstützen und zu großen Veranstaltungen

wie dem Casablanca Model Contest begleiten.

Neben der Investition von Zeit und Geld erfordert das Modeln ein hohes Maß

an Disziplin und professionellen Arbeitstechniken. Deshalb heißt es weiterhin,

Erfahrungen sammeln, Fotografen und Agenturen auf sich aufmerksam machen

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– und Aufträge bekommen. Bei allem professionellen Ehrgeiz hat der Spaßfaktor

beim Modeln einen hohen Stellenwert. Im Alltag muss Levent auch Birgitt nicht Feuer, Residenzleitung

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„Latente Konstrukte“

auSStellung der kaiSerring-Stipendiatin ChriStiane feSer

Der Kaiserringträger John Baldessari hat sein

junges Pendant in der Kaiserring-Stipendi-

atin Christiane Feser. Eine Auswahl der

Arbeiten der Künstlerin sind zeitgleich mit der

Baldessari-Ausstellung im Mönchehaus Museum

für Moderne Kunst bis zum 27. Januar 2013 zu

sehen.

Latente Konstrukte heißt die aktuelle Werkserie

von Christiane Feser und das ist auch der Titel

ihrer Ausstellung in Goslar. Der Duden nennt 13

Synonyme für den Begriff latent, das Internet

kennt sogar 56 verschiedene Auslegungen. Ob

man nun von „verborgen“, „verhüllt“ oder „verschleiert“

spricht, benannt wird der für den

Betrachter nicht sichtbare Gestaltungsverlauf. Der

Kunstpublizist Michael Stoeber beschreibt diese

verborgenen Konstruktionen von Christiane Feser

so: „Wir sehen eine von der Künstlerin inszenierte

Welt aus Papier und Fäden – sonst nichts“. Ein

konzentrierter, vielschichtiger Arbeitsprozess steht

am Anfang der Entstehung dieser Werke von Christiane

Feser. Das sind eine Vielzahl einzelner, aufeinander

folgender Arbeitsschritte, die sich zwar

fotos: mönchehaus / christiane feser


im Ablauf wiederholen, aber immer neue Ergebnisse

kreieren. Das Material Papier wird gefaltet

und fotografiert, das Foto durch erneutes Falten

verändert und aufgenommen – dieser Vorgang wiederholt

sich, auch mit materiellen Überarbeitungen

und Eingriffen bis zum endgültigen Werk.

„Der Fertigungsprozess“, so Stoeber, „ähnelt

einem Prozess des Findens und Erfindens, in dem

sich Plan und Zufall, rationales Kalkül und Intuition

die Waage halten.“ Um optisch vielfältige Eindrücke

zu erzeugen, nutzt Feser Papiere unterschiedlicher

Beschaffenheit und setzt bewusst

Lichteffekte beim Fotografieren ein, eine Interaktion

von plastischen und fotografischen Ausdrucksmitteln.

Feser, die 1977 in Würzburg geboren wurde, studierte

von 1999 bis 2006 „Visuelle Kommunikation“

an der Hochschule für Gestaltung in Offenbach.

1998 und 1999 wurde Christiane Feser mit

dem Deutschen Jugendfotopreis ausgezeichnet.

Nach der Teilnahme an ersten Ausstellungen in

Deutschland waren ihre Arbeiten ab 2007 auch

international gefragt, mit Beteiligungen an Ausstellungen

in verschiedenen europäischen Ländern,

in den USA oder in Südkorea. 2011 kaufte

das New Yorker Guggenheim Museum Bilder aus

der Konstrukt-Serie für seine Sammlung. Am

Anfang ihres künstlerischen Schaffens stand

jedoch die Skulptur vor der Hinwendung zur Fotografie.

Mit den fotografischen Arbeiten begann sie

bereits während des Studiums. Eine Serie

„Frauen“ zeigt Freundinnen der Künstlerin unge-

- Maler- und Lackierarbeiten

- Wandbelagsarbeiten

- Bodenbelagsarbeiten

- Fassadengestaltung

- Wärmedämmverbundsysteme

schminkt und im Alltagsoutfit. Mit den digitalen

Hilfsmitteln für die Porträtfotografie hat sie die

Aufnahmen bearbeitet und optimiert, um den

Betrachter für die Methoden der modernen Bildmedien

in Werbung und Mode zu sensibilisieren.

Vom Gegenständlichen führte ihr Weg zum

Ab strakten. Dem Falten von Papier, eine Werkserie

trägt auch den Titel „Falten“, folgte die Auseinandersetzung

mit den nun im Mönchehaus ausgestellten

latenten Konstrukten, deren Entstehungsprozess

ebenfalls vom Falten bestimmt wird. Für

kunst � quadrat 11/2012 29

die Goslarer Präsentation hat sich die Künstlerin

ein Modell der Räumlichkeiten im ehemaligen

Standesamt gebaut, um so die Hängung ihrer Bilder

zu konzipieren. An leuchtend gelb gestrichenen

Wänden, auch die Farbgebung wurde von der

Künstlerin bestimmt, sind nun die Konstrukte für

den Besucher sichtbar und eröffnen neue Facetten

des Mediums Fotografie. Für Michael Stoeber sind

das „Kompositionen von großem ästhetischen

Reiz“, entstanden als eine von der Künstlerin vor

der Kamera inszenierte eigene Wirklichkeit.

Zur Ausstellung ist ein umfangreicher Katalog

erschienen, außerdem bietet das Mönchehaus

eine Edition und eine handsignierte Offsetlithografie

an. Im Rahmen der Ausstellung ist auch ein

„Künstlergespräch“ mit Christiane Feser geplant.

Das Kaiserringstipendium für junge Kunst wird

seit 1984 vergeben, ist mit 5.000 Euro für einen

Ankauf dotiert und wird seit 2008 von der Stiftung

Niedersächsischer Volksbanken und Raiffeisenbanken

sowie der Volksbank Nordharz eG gefördert.

Christiane Fesers „Latente Konstrukte“ und die

Ausstellung des Kaiserringpreisträgers John Baldessari

sind bis zum 27. Januar 2013 im temporären

Domizil des Mönchehauses am Rosentor zu

sehen.

Öffnungszeiten Dienstag bis Sonntag 10.00 bis

17.00 Uhr. Weitere Informationen und Termine

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30 quadrat 11/2012 � kultur 2

Die Geschichte vom heiligen Martin ist mit

vielen Sitten und Gebräuchen verknüpft.

Kinder lieben den Laternenumzug zum

Martinstag, Erwachsene schätzen die Martinsgans

und im Rheinland fällt am 11.11. der Startschuss

für die fünfte Jahreszeit. Wer war dieser Martin,

der uns jedes Jahr an seinem Namenstag begegnet?

Etwa um 317 wurde Martin als Sohn eines römi-

schen Offiziers auf dem Gebiet des heutigen

Ungarn geboren. Schon seine Namensgebung,

Martin leitet sich vom Kriegsgott Mars ab, deutet

auf seine spätere berufliche Bestimmung hin.

Bereits mit 15 Jahren begann er seinen Dienst in

der römischen Armee, fühlte sich aber nicht zum

Soldaten berufen. Während seiner Zeit beim Militär

ereignete sich die bis heute bekannte

Geschichte: Martin auf seinem Pferd reitend trifft

auf einen Bettler. Da er nichts bei sich führt, das

er hätte abgeben können, nimmt er sein Schwert,

teilt seinen Soldatenmantel und gibt die eine

Hälfte dem Armen. Am nächsten

Tag soll Martin im Traum

Jesus Christus – bekleidet mit

der Mantelhälfte – erschienen

sein. Für Martin ein Zeichen,

zum glühenden Verfechter des

christlichen Glaubens zu werden.

Den Kaiser soll er mit folgenden

Worten um seine Entlassung

gebeten haben: „Bis

heute habe ich dir als Soldat

gedient, erlaube, dass ich in

Zukunft für Gott streite“. Aus

dem römischen Soldaten wird

ein Soldat Gottes, der im Volk

beliebt war und bis in unsere

Zeit als volkstümlicher Heiliger

verehrt wird. Im Jahr 372 wird Martin zum

Bischof von Tours geweiht. Erschrocken über die

Berufung in das hohe kirchliche Amt soll sich Martin,

der Legende nach, in einem Gänsestall versteckt

haben. So soll der Brauch des Martinsgansessens

entstanden sein. Der Heilige Martin starb

am 08. November 397 während einer Missionsreise

und wurde drei Tage später beerdigt. Sein

Leichnam wurde nach Tours zur Grablege überführt,

begleitet von einer Lichterprozession, dem

Martinsmarkt

in Hahndorf

Ursprung der späteren Laternenumzüge. Schon

wenige Jahre nach Martins Tod wurde der Tag seiner

Beerdigung als hoher christlicher Feiertag

begangen. Bei den festlichen Mahlen zum Martinstag

ließ man es sich kulinarisch noch mal richtig

gut gehen, bevor die vorweihnachtliche Fastenzeit

begann.

In dieser Tradition wird in Hahndorf am 11. und

12. November erstmals ein Martinsmarkt im Orts-

kern rund um die Kirche Sankt Kilian veranstaltet.

Martinsmarkt

Sankt Kilian

- Rund um die Kirche –

Samstag 10.November 2012

Ab 14.30 Uhr

Die Idee stammt von Thomas Schmidt und wird

zusammen mit der Pfarrgemeinde, Vereinen und

vielen weiteren Helfern und Unterstützern umgesetzt.

Entstanden ist ein anspruchsvolles Programm,

das neben dem eigentlichen Markttreiben

Kultur und Musik in den Mittelpunkt stellt und

alle Altersgruppen anspricht. Eröffnet wird der

Martinsmarkt um 14.30 Uhr in der Kirche mit der

Vorstellung des Heiligen Martins. Um 15.00 Uhr

entführt das Quartett „Mille Fleurs“ mit einer

Sonntag 11.November 2012

11. 11.00 – 16.00 Uhr (Sankt Martin kommt!)

gesungenen Version des Märchens „Sterntaler“

das Publikum ins Land der Träume und Phantasien.

Feurige Rhythmen präsentiert im Anschluss

das spanische Gitarrenduo, gefolgt von einem

Konzert der Flötengruppe Bornum. Abschluss und

Höhepunkt des ersten Tages bildet der Auftritt der

„Martinshörner“. Die Kabarettgruppe aus Oker

nimmt bei ihren Darbietungen in witzig-satirischer

Art „kirchliche Themen“ aufs Korn. Zum Ausklang

des ersten Tages gilt: Open End. Dabei ist für das

leibliche Wohl bestens gesorgt mit vielen kulinarischen

Leckerbissen, von den

süßen Crepes über eine deftige

Suppe bis hin zum knusprigen

Backschinken. Ein Spanferkel

garantiert zartes Fleisch

vom Schwein und der in Hahndorf

ansässige Schweinswirt

hat die Versorgung mit kalten

Getränken und heißem Glühwein

übernommen. Eine Weinverköstigung

mundet noch

besser mit einem leckeren

selbst gebackenen Flammkuchen.

Für die kleinen Gäste

bietet der Hahndorfer Martinsmarkt

viele interessante Aktivitäten.

In einem eigens aufgebauten

Jurte-Zelt der Pfadfinder wird an einem

flackernden Feuer Stockbrot gebacken. In Zusammenarbeit

mit dem Spielwarengeschäft Breustedt

können sich Kinder im Armbrustschießen üben

und erhalten auch kleine Geschenke. Als besondere

Attraktion unterhält der ehemalige Vorsitzende

des Kirchenvorstandes, Günter Burghardt,

Groß und Klein mit verblüffenden Zaubertricks.

Auf den Harz-Shattys können sich kleine Reiterinnen

und Reiter wie Sankt Martin fühlen oder bei

foto: gemeinde sankt kilian


einer Kutschfahrt das Terrain erkunden. Am Sonntag startet der zweite Tag

des Martinsmarktes mit einem Gottesdienst um 10.00 Uhr in der Kirche

Sankt Kilian unter Leitung von Pfarrer Thomas Exner und mit musikalischer

Begleitung der Gitarrengruppe Huiras. Um 14.00 Uhr präsentiert „Popchor`n“

eine bunte Palette bekannter Melodien.

Was wäre ein Sonntagnachmittag ohne Kaffee und Kuchen? Beim Martinsmarkt

gibt es selbstverständlich an beiden Tagen neben duftendem Kaffee

leckere Backwaren, die die Jerstedter Bäckerei Koch frisch aus der Backstube

liefert. Zu den Sponsoren des 1. Hahndorfer Martinsmarktes gehören

außerdem das Langelsheimer Unternehmen Rümenapp, die Sparkasse Goslar,

die Firma Bauelemente Torsten Heine und die Zimmerei Kluge aus

Vechelde. Unterstützt werden die Organisatoren auch von den vor Ort ansässigen

Firmen, dem Schlüsseldienst Christian Meineke und dem Malereifachbetrieb

Huwald. Die Axa-Agentur Jörg Linde sorgt dafür, dass der Martinsmarkt

– kostenfrei – versicherungstechnisch abgesichert ist.

Im Sinne des Heiligen Martins spielt auch der karitative Aspekt eine Rolle.

Den Reinerlös der Veranstaltung werden die Organisatoren für ein soziales

Projekt in Goslar spenden. Bleibt zu hoffen, dass am Martinswochenende in

Hahndorf die Sonne strahlt und sich die alte Bauernregel „Hat Martini einen

weißen Bart, wird der Winter lang und hart“ nicht bewahrheitet. (uju)

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Telefon 053 22 /9000


32

Entdecken Sie die Harzer Natur auf einer

unserer geführten Touren. Lernen Sie Bad

Harzburg und Goslar auf unseren Stadttouren

kennen oder fahren Sie mit uns eine

gemütliche Kaffee- oder Waldtour.

Unsere ganz besonderen Highlights sind:

• Single-Tour – die Tour ist Programm, nur für Singles

• Die Käste-Tour – moven zu den Kästeklippen

• Die Wölti-Tour mit Besichtigung der Klosterbrennerei

Wöltingerode

Goslarer Waldgaststätten-Tour – zum „Maltermeister

Turm“ oder zur „Steinberg Alm“

• Altstadt-Tour oder die große Walltour durch Goslar

entdecken Sie die versteckten Schönheiten der alten

Kaiserstadt

Unsere Tourenpreise liegen zwischen 25 und 85 Euro/p.P.

Rufen Sie uns an, wenn Sie ein Firmenevent planen oder

eine größere Gruppe sind. Wir helfen Ihnen gern bei der

Planung!

Herzog-Julius-Straße 84-86, 38667 Bad Harzburg

Telefon 05322 9052944, Telefax 05322 9021229

Sie wagen es!

Bevor man etwas Größeres angeht, tastet man

sich an die geplante Unternehmung heran. So

ist es wohl am besten, so macht es auch der

Verein Wolfshäger Steinway Tage. Der kleine Verein

wird mutig. Die Erfahrungen aus vielen Einzelkonzerten

fließen erstmalig in das Programm für die

Spielzeit 2012/13 ein.

Hoffnung für das Gelingen ziehen die Organisatoren

aus den Resultaten der bisherigen Veranstaltungen.

Sie konnten die Künstler überzeugen, weil sie mit

große Akribie, viel Leidenschaft, durchdachter Planung

und Organisation den Konzerten zum Erfolg

verholfen haben. Letztlich aber ist es der Steinway

Flügel, der alle bisherigen Protagonisten überzeugt

hat. Nur Minuten nach Ende eines jeden Konzertes

kam die Anregung und Zusage der Künstler, in der

nächsten Spielzeit wieder dabei zu sein.

Die Angebotspalette reicht vom hochklassigen

Adventskonzert bis zum Swing on Sunday. Näheres

kann man unter www.steinwaytage-wolfshagen.de

selbst nachlesen.

Im letzten Artikel über den Steinway Flügel in der

Ausgabe QUADRAT 04/2012 meinten wir, vom Bau

des Wolfshagener Flügels Nummer 125 787 im

Jahre 1904 berichten zu können. Das müssen wir

korrigieren: Der Klavierstimmer Sato – er stimmte

übrigens den Flügel für Lang Lang in Wolfsburg –

entdeckte an der Klaviatur das eingravierte Jahr

1897. Daneben, wie es sich gehört, prangt der

Schriftzug Steinway & Sons.

Den zahlreichen Sponsoren gebührt großer Dank

dafür, dass ein Dorf im Harz sich mit Steinway-Konzerten

in Zukunft etablieren kann. Solch ein Vorhaben

kann auch nur gelingen dank der treuen Besucher.

Ihre Werbung über die sprichwörtliche

Mund-zu-Mund-Propaganda ist unersetzlich. Der

Verein freut sich auf zahlreiche weitere Besucher.

Wer dabei sein möchte, den Steinway öfter erleben,

am liebsten „haben“ möchte: kein Problem. Durch

den Kauf von signierten Steinwaytasten kann man

„Mitmacher“ werden. Eine Taste erhält man für

88,00 Euro, zwei für 170,00 und drei kosten 238,00

Euro. Ein exquisites Geschenk ist es auf jeden Fall.

Informationen unter

Telefon 05326 4805

E-Mail: aj.bremer@t-online.de


Liebe Quadratleser,

wenn der Herbst Einzug hält, essen wir gern etwas Deftiges. Völlig normal,

bei Kälte können wir energiereiche Nahrung auch gut brauchen. Komme mir

bitte niemand mit Kalorien und diesem Blödsinn. Wenn es kalt wird, kommt

was Ordentliches auf den Teller, Basta!

Ein typischer Vertreter der Gattung deftig ist die Schweinehaxe. Ein großes

Eisbein wiegt etwa 1500 Gramm und ist eigentlich nicht zu schaffen. Eine

Haxe wiegt etwa 800 Gramm (die Hälfte ist Knochen und Schwarte), und man

erkennt sie daran, dass nur die Hälfte mit Schwarte bedeckt ist.

Die Haxe ist ein Muskel (Wade), der ständig beansprucht wird und daher sehr

hart ist. Aber wie alle festen Muskeln (zum Beispiel Bäckchen) belohnen sie

uns mit einem fantastischen Geschmackserlebnis, wenn wir ihnen nur die

ihnen gebührende Zeit geben.

kulinaria � quadrat 11/2012 33

Bei unserer Haxe sage ich Ihnen ganz einfach, lassen Sie sie von Ihrem Fleischer

vorbereiten. Der pökelt sie (das schmeckt bei Haxe einfach besser) und

kocht sie zwei Stunden vor. Sie legen sie dann zu Hause noch mal 90 Minuten

bei 130 Grad in den Ofen und geben dann noch mal 20 Minuten Vollgas,

wenn Sie eine krachende Kruste wünschen.

Sauerkraut dazu, Senf und Zwiebelbrot oder Kartoffeln und ein Gericht ist

fertig, das klasse schmeckt und garantiert gelingt.

Kann man nicht jeden Tag essen, aber ab und zu braucht der Körper so

etwas.

Einen schönen Herbst wünscht Ihr

Harald Leiste

foto: rotus pixelio.de


34 quadrat 07/2012 � platz genommen


platz genommen � quadrat 11/2012 35

ganz Privat FotoS: BERND SCHWARz, AuFGENoMMEN IM CAFè AM MARKt GoSLAR

Rudolf Götz und seine Ehefrau Edda Götz-Alms

Rudolf Götz, geborener Osteroder und Landtagsabgeordneter der CDU in Seesen, ist schon

seit 40 Jahren Mitglied der CDU und ebenso lange Ratsherr der Stadt Seesen. Sein politisches

Engagement und seine Zuverlässigkeit selbst in schwierigen Situationen haben ihm

parteiübergreifende Anerkennung eingebracht. Die Liste seiner Ämter und ehrenamtlichen

Tätigkeiten ist lang. Er ist Kreisvorsitzender des CDU-Kreisverbandes Goslar sowie stellvertretender

Vorsitzender des CDU-Landesverbandes Braunschweig, gehört dem Kreistag in Goslar

an und ist Fraktionsvorsitzender in Seesen. Weiteres Mandat ist die Mitgliedschaft im Großraumverband

Braunschweig. Im Niedersächsischen Landtag ist er Mitglied des Innenausschusses

und stellvertretender Vorsitzender des Wissenschaftsausschusses. Als ehrenamtlicher

Beauftragter der Niedersächsischen Landesregierung ist er für Spätaussiedler und Heimatvertriebene

zuständig.

Zusammen mit seiner Ehefrau Edda hat er auf dem Sofa im Café am Markt in Goslar Platz genommen,

um für Quadrat nicht nur politische Statements, sondern auch Privates preiszugeben.

Was treibt den Vater von zwei erfolgreichen Kindern und Großvater einer kleinen Enkelin

an und wie geht seine Frau damit um?

Sie sind in Osterode geboren, wie sind Sie Seesener

geworden?

Rudolf Götz: Schon als ich erst zwei Jahre alt war,

zogen meine Eltern in den Seesener Stadtteil Münchehof,

danach sind wir nochmal wegen der damals

herrschenden Wohnungsnot nach Langelsheim

umgezogen, dort gab es eine Wohnung für Landesbedienstete.

Mein Vater war Polizist. Ich hatte eine

wunderbare, glückliche Kindheit. Ich habe mit meinen

Freunden Fußball gespielt und die Innerste, die

durch Langelsheim fließt, erkundet. Wir haben uns

aus alten Säcken Zelte gebaut und uns als Abenteu-

rer gefühlt. Hauptsache war, draußen zu sein. Neun

Jahre später wurde ich zum Seesener, weil meine

Eltern dort ein Reihenhaus bezogen. Seitdem bin ich

Seesener mit Leib und Seele.

Sie sind beruflich zunächst in die Fußstapfen ihres

Vaters getreten und haben den Polizeidienst gewählt,

war das für Sie selbstverständlich?

Rudolf Götz: Nein, mein Großvater hat mich beeinflusst,

eigentlich wollte ich Landwirt werden. Er hat

mir geraten, wegen der Sicherheit in den Polizeidienst

zu gehen, was ich daraufhin auch tat und nie


36 quadrat 11/2012 � platz genommen

bereut habe. Die Ausbildung, die ich nach der Realschule

bei der Polizei begann, gab mir die Möglichkeit,

meiner großen Leidenschaft, dem Sport, zu frönen,

außerdem ist der Dienst sehr abwechslungsreich

und bietet die Möglichkeit, mit Menschen in Kontakt

zu treten. Bis zu meinem Einzug in den Landtag im

Jahr 2003 war ich als Polizeihauptkommissar im

Kriminal- und Ermittlungsdienst beim Polizeikommissariat

in Bad Gandersheim tätig.

Frau Götz, wo sind Sie geboren?

Edda Götz-Alms: Ich bin in Engelade geboren, meine

Eltern hatten ein Geschäft im Ort. Ich muss wohl ein

ziemlicher Wirbelwind gewesen sein. Da meine

Eltern sich eher ein kleines „Karlchen“ gewünscht

haben, durfte ich mir jedoch einiges herausnehmen,

aber manchmal hatten sie es nicht einfach mit mir.

Wo haben Sie sich kennen gelernt?

Rudolf Götz: Wie die meisten unseres Alters haben

wir uns in der Disco, damals gab es in Seesen in der

Stadtschänke eine, kennengelernt.

Was gefiel Ihnen spontan an Ihrem späteren Mann?

Edda Götz-Alms: Mir gefiel sofort seine große, sport-

liche Statur, seine schönen Hände und – sein politisches

Engagement, von dem ich erst etwas später

erfuhr, machte ihn für mich noch attraktiver. Typisch

für ihn ist allerdings auch, dass er mich wegen einer

Veranstaltung der Jungen Union beim ersten Treffen

versetzte und stattdessen einen guten Freund

schickte, der mit mir den ganzen Abend tanzen

„musste“.

Was machen Sie beruflich?

Edda Götz-Alms: Ursprünglich wollte ich KFZ-

Mechanikerin werden, ein damals außergewöhnli-

cher Berufswunsch für ein Mädchen, ein Seesener

Autohändler hatte sogar schon Vorbereitungen getrof-

fen, mich einzustellen. Meine Mutter hat sich aber

im letzten Moment durchgesetzt und darauf bestanden,

dass ich etwas anderes mache, daher bin ich

meinem sozialen Interesse gefolgt und bin Sozialpädagogin

geworden. Im Jahr 1982 war eine Planstelle

an der Schule frei, ich bewarb mich und wurde zum

Glück genommen. Meine Arbeit mit den Kindern

beinhaltet hauptsächlich die Förderung der Konzentration,

der Ausdauer und der Wahrnehmung. Ich bin

meiner Mutter noch heute dankbar für ihr Veto bei

meiner Berufswahl, denn ich bin total glücklich in

meinem Beruf und gehe gern morgens zur Schule.

Die Arbeit mit Kindern macht großen Spaß, weil man

jeden Tag so ein ehrliches Feedback hat.

Herr Götz, Sie sind seit 40 Jahren in der Kommunalpolitik

tätig, wie sind Sie zu diese Tätigkeit gekommen,

was hat Sie dazu veranlasst, sich politisch zu

engagieren?

Rudolf Götz: Der Anlass war eigentlich ganz profan:

Als junger aktiver Sportler wollte ich den Bau einer

Tartan-Laufbahn im Seesener Stadium vorantreiben.

Ich dachte damals, dass ich durch mein Engagement

in der Politik darauf Einfluss nehmen könnte, was

letztlich auch richtig war. Es hat zwar noch etwas

gedauert, aber wir haben die Tartan-Bahn bekommen.

Politik ist auch das beharrliche Bohren harter

Bretter. Mein Interesse an Politik ist aber schon

durch die Familie vorgezeichnet gewesen. Mein

Großvater in Schlesien war als Sozialdemokrat im

Rat des Ortes tätig, es wurde zu Hause viel diskutiert,

aber die Geschichte hat leider gezeigt, dass es

zu wenig Demokraten gab, um die erste deutsche

Demokratie aufrecht zu erhalten, sodass es zu den

schlimmen zwölf Jahren der Nationalsozialisten

kam. Jedenfalls machte mir die politische Arbeit in

Seesen Spaß und es wurden im Laufe der Zeit natürlich

viele andere, vielleicht auch wichtigere Entscheidungen

getroffen, die ich als Ratsherr mitbestimmen

konnte. Ich bin, mit einer Unterbrechung,

seit 1981 Kreistagsabgeordneter und bin stolz auf

das Erreichte. Zum Einstieg in die Landespolitik hat

mir damals 2003 Dr. Hans-Georg Faust geraten, der

viele Jahre Mitglied des Bundestages war.

Wäre die Bundespolitik eine Option für Sie? Mit Ihrer

Erfahrung sind Sie doch geradezu prädestiniert, diesen

Schritt zu gehen.

Rudolf Götz: Die Bundespolitik war nie mein Ziel.

Das hat verschiedene Gründe. Erstens möchte ich

hier im kommunalen Bereich etwas für die Region

tun und zweitens ist Bundespolitik nicht mit Familie

zu vereinbaren, ich jedoch schätze es sehr, abends

zu Hause zu sein. Eine Wochenend-Ehe käme für

mich nicht in Frage.

Frau Götz-Alms, wie unterstützen Sie Ihren Mann,

begleiten Sie ihn zum Beispiel auf seinen Besuchen

im Wahlkreis?

Edda Götz-Alms: Ja, ich begleite ihn, wann immer

ich Gelegenheit dazu bekomme. Da ich selbst aus

einem Politikerhaushalt komme, mein Vater war in

der Kommunalpolitik tätig, diskutieren wir beiden

auf den Fahrten zu den Veranstaltungsorten oft im

Auto. Sein Wahlkreis umfasst ja ein großes Gebiet,

da hat man auf so einer Fahrt nach Bad Harzburg,

Clausthal-Zellerfeld oder St. Andreasberg schon mal

viel Zeit, sich auszutauschen. Da wir beide sehr gläubige

Menschen sind, besuchen wir sehr gern auch

die Kirchen im Wahlkreis.

Sie sind ehrenamtlicher Beauftragter der Niedersächsischen

Landesregierung für Spätaussiedler und

Heimatvertriebene. Welche Kontakte haben Sie zum

Beispiel nach Schlesien?

Rudolf Götz: Mein Vater war Breslauer. Es lag für

mich nahe, den Kontakt dorthin zu suchen und so

gibt es gute Verbindungen zur dortigen, relativ starken

Gruppe der deutschen Minderheit, aber auch zu

den dort lebenden Polen. Niedersachsen ist ja das

Patenland der vertriebenen Schlesier. Auch in Siebenbürgen

in Rumänien habe ich mittlerweile gute

Bekannte. Ich bemühe mich um eine Intensivierung

des Austausches. Überhaupt sollte man den Schatz

der Herkunftsprachen der Zuwanderer nutzen, ob

das nun Polnisch, Türkisch, Russisch oder eine der

anderen Sprachen ist. Junge Menschen, die in beiden

Sprachen zu Hause sind, werden von international

tätigen Unternehmen dringend gesucht und

entsprechend gut bezahlt.


Was sind Ihre größten politischen Erfolge im Harz?

Rudolf Götz: Nun, ich denke, da kann ich einiges

nachweisen. Ziehen wir doch einmal Bilanz, was ich

durch die Landesregierung und die eigene Fraktion

erreicht habe. In Bad Harzburg ist es zum Beispiel

die Verpflichtungsermächtigung für den Wandertag

2014 mit 100.000,- Euro, dann der Erhalt des NIG

(Niedersächsisches Internats Gymnasium). Mitgewirkt

habe ich bei der Kompromisslösung für die B4.

Diese Straße ist die große Tourismusachse von Vienenburg

über Bad Harzburg, Torfhaus, bis hin nach

Braunlage beziehungsweise St. Andreasberg. Ich bin

stolz darauf, dass das nun gelungen ist.

Der Tourismus kommt immer mehr in Schwung. Die

Aktivitäten auf Torfhaus beweisen das. Die Marienteichbaude

bekommt durch die neuen Eigner neues

Leben eingehaucht und durch verschiedene Maßnahmen

spürt man auch im Harz Aufbruchstimmung.

Es kommen wieder verstärkt junge Menschen,

angelockt durch interessante Sport-Konzepte, zu

uns. Der zwischenzeitliche Abwärtstrend ist gestoppt.

Ganz wichtig ist, dass die Dänen und Holländer wieder

zu uns kommen und Urlaub machen. Wir müssen

jetzt alle weiter arbeiten, um diese Trendwende zu

nutzen. Die Region muss weiter an ihrem Erfolg

arbeiten.

Die Aussage einiger Investoren haben mir Mut

gemacht, sie haben gesagt: Im Harz tut sich was, da

wollen wir dabei sein!

Sehen Sie sich auch einmal in Bad Harzburg um,

das ist doch die Bummelstadt schlechthin, man

kann in den Cafés wunderbaren Kuchen essen, die

Infrastruktur ist vorbildlich, alles ist nicht weit weg

und man kann in zehn Minuten von 250 Meter auf

800 Meter fahren, das ist faszinierend! Ich werde oft

gefragt, ob ich nicht nach Bad Harzburg ziehen

wolle, aber ich bin Seesener. Wenn ich keiner wäre,

würde ich sicherlich dort hinziehen.

Welche touristische Projekte haben Sie außerdem

angeschoben?

Rudolf Götz: In Braunlage habe ich das Projekt

Wurmberg Skizentrum und den Bikepark, die Downhill-Strecke,

politisch begleitet. Die Sommer-Rodelbahn

in Hahnenklee ist ebenfalls eine große Bereicherung

für den Fremdenverkehr und führt zur

Belebung. Weiter sind durch meine Gespräche bei

den Ministerien über eine Million Euro Fördergelder

in das Langlauf- und Biathlonleistungszentrum

geflossen, wo zum Beispiel Arnd Peiffer die Grundlage

für seine großen internationalen Erfolge gelegt

hat. Ich habe außerdem dazu beigetragen, dass die

Altenauer Brauerei durch Übernahme der Klosterkammer

erhalten geblieben ist. Besonders freue ich

mich, dass die Marktkirche in Clausthal umfassend

erneuert werden konnte. Im Gesundheitsbereich

wurde dafür gesorgt, dass vom Land für die Modernisierung

der Asklepios Kliniken in Bad Harzburg,

Goslar und Seesen Millionenbeträge bereitgestellt

werden konnten.

Welche Maßnahmen halten Sie in den nächsten Jahren

für unabdingbar?

Rudolf Götz: Besonders wichtig ist, dass die Haushalte

der Kommunen konsolidiert werden. Die

Zukunftsverträge in Goslar, mit dem Landkreis Goslar,

mit Braunlage und der mit der Samtgemeinde

Oberharz sind auf den Weg gebracht oder stehen vor

der Unterzeichnung. Das alles führt zu einer weitgehenden

Entschuldung und zu neuen Perspektiven,

auch wenn das unter großen Opfern geschieht. Das

ist der einzige Weg für uns und für den Harz: Fördern

indem man die Entschuldung umsetzt und fordern,

dass in den nächsten zehn Jahren eine Haushaltskonsolidierung

durchgeführt werden muss, damit wir

wieder finanzielle Bewegungsfreiheit erhalten.

Ich bin auch stolz darauf, dass Seesen, ähnlich wie

Bad Harzburg, einen ausgeglichenen Verwaltungshaushalt

hat, also auf dem laufenden Konten keine

platz genommen � quadrat 11/2012 37

Schulden aufgelaufen sind und Investitionen zulässt.

Ein Stichwort dazu ist die Städtebauförderung. In

Seesen haben wir die Grundschulen zu Ganztagsschulen

umgewandelt oder sind dabei. Das Krippenangebot

ist umfangreich, die geforderten 40 Prozent

werden jetzt schon erreicht. Es ist noch nicht alles

perfekt, aber wir freuen uns auch über kleine

Schritte.

Das klingt nach langen Arbeitstagen und mit Terminen

vollgepackten Wochenenden. Bleibt Ihnen bei

der knappem Freizeit noch Zeit für gemeinsame

Hobbys?

Edda Götz-Alms: Na ja, wir haben sowieso ganz individuelle

Hobbys. Ich schweiße, da kommt wieder die

alte Liebe zum handwerklichen Beruf durch, seit

einiger Zeit sind es Skulpturen aus Schrott. Mir

macht es einfach Spaß, aus altem Metall etwas

Neues, Schönes zu schaffen. Außerdem mache ich

gern Musik, das Spielen von Instrumenten ist so entspannend

und macht große Freude.

Rudolf Götz: Ich laufe lieber in der Natur. So ein bis

zwei Mal in der Woche schnüre ich die Laufschuhe,

um dann mal eine Stunde ganz für mich allein zu

sein. Das macht den Kopf frei und hält fit, außerdem

brauche ich das für meinen Kreislauf.

Meine großen Leidenschaften sind Geschichte und

Erdkunde. Schon in der Schule waren das meine

Lieblingsfächer. Ich habe dann von Ostpreußen

geträumt, von den baltischen Staaten wie Estland,

Lettland und Litauen, wo mein Vater im Krieg war.

Mein größter Wunsch ist es, irgendwann so viel Zeit

zu haben, dass ich mit meiner Frau im Wohnmobil

einmal um die Ostsee fahren kann, was ja heute

möglich ist. Eine gemeinsame Liebe von uns beiden

ist Berlin. Wir fahren oft dorthin, haben schon mehrfach

unseren Urlaub dort verbracht und die Stadt mit

dem Fahrrad ausgiebig erkundet. Wir haben hier im

Harz so viel wunderbare Natur, da braucht man

woanders nicht danach zu suchen. Berlin ist ein

angenehmer Kontrast dazu.

Welche Orte im Harz sind für Sie besonders oder

sogar magisch?

Rudolf Götz: Ich genieße es immer wieder auf dem

höchsten Berg Niedersachsens, dem Wurmberg, zu

stehen und die wunderbare Aussicht zu genießen.

Das gibt den nötigen Weitblick Richtung Hannover.

(bs)


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Seit zwei Jahren gibt es La Divina Beauty & Spa

im Vitalhotel am Stadtpark in Bad Harzburg

Entstanden aus den Wünschen unserer

Hotelgäste nach Beauty und Wellness

werden wir den hohen Ansprüchen

gerecht. Hochwertige und individuell

zusammengestellte Behandlungskonzepte mit

exklusiven Materialien wie der Dr. Baumann

Kosmetik Skin Ident sind die Basis für eine

erfolgreiche Behandlung.

La Divina und das Vitalhotel möchten sich auch für

Gäste aus Bad Harzburg und Umgebung öffnen.

Wunderschöne Day Spas für Sie und Ihn sowie

hochwertige Kosmetikbehandlungen, Fußpflege,

Nail Design und Körperkosmetik verwöhnen Sie.

Die Königsdisziplin sind die Ayurveda-

Abhyanga Massagen oder die Lomi Lomi Nui

Tempelmassagen. Auf Wunsch auch vierhändig

synchron massiert. Nach diesen Ritualen möchten

uns die Gäste fast nicht mehr verlassen.

Es macht Spaß, mit meinen

Mitarbeiterinnen Digdem Akgöl und

Jessica Duwe, beide staatlich geprüfte

Kosmetikerinnen, Behandlungen

zu gestalten und unsere Kunden zu

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Wohlbefinden, besonders in

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Wir freuen sich auf Ihren Besuch, gern

auch am Wochenende und am Abend.

Ihre Dagmar Marx

Wellness-Managerin (IHK), Wellness-Beraterin/

Masseurin, Kosmetikerin, Fußpflege (med.),

Dr. Baumann-Visagistin

La Divina Beauty & Spa

Institut im Vitalhotel am Stadtpark

Am Stadtpark 2 - 38667 Bad Harzburg

Telefon: 05322 780988

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Mobil: 0160 6685917

Email: info@divina-beauty-spa.de

Internet: divina-beauty-spa.de


men der in Salzgitter-Bad alteingesessenen

Elblinger-Elektronik GmbH, begann vor drei

Jahren ihre Distributionsaktivitäten mit Weinen

und Spirituosen. Man begann mit zwei Vertretun-

gen, heute sind es 82 Weinerzeuger auf Basis

norddeutscher Regionalvertretung, oder als

Deutschland-Generalvertretung. Hierbei handelt

es sich um Weine aus Spanien, Frankreich, Italien,

Deutschland und der Neuen Welt.

Auf Grund dieser starken Expansionsentwicklung

entschließt man sich dazu, im Februar diesen Jah-

res das benachbarte Grundstück der ehemaligen

Firma „Friebel Monego“ in Salzgitter-Bad, Lange

Wanne 27 zu erwerben. Nach entsprechenden

Renovierungs- und Sanierungsarbeiten, welche im

foto: evm-weindepot Das EVM-Weindepot, ein Tochterunterneh-

EVM-Weindepot

auf Expansionskurs

Oktober abgeschlossen

wurden, präsentiert

sich das Unternehmen

im neuen Glanz an dieser

Stelle. Mit dem

Zukauf des Gebäudes

ist das EVM-Weindepot

jetzt in der Lage, entsprechend

modernste

Logistik auf rund 1.800

Quadratmetern umzusetzen.

Sämtliche vertretenen

nationalen und internationalen

Weingüter werden

mit ihren Produkten

am Lager in

Salzgitter-Bad bevorratet.

Ein dementsprechendes

Palettenlager

mit annähernd 200.000

Flaschen wurde eingerichtet. Somit sind ständig

etwa 1.000 verschiedene Weine, Schaumweine

und Spirituosen ab Lager verfügbar. Als wichtige

Ergänzung des Profils werden Weingläser, Accessoires

und sogar Weinklimaschränke angeboten.

Feinste Olivenöle für den Profikoch oder die ambitionierte

Hausfrau findet man ebenso im Portfolio

der Genüsse.

In erster Linie sieht sich die Firma EVM-Weindepot

als starker Partner für die Gastronomie und

Hotellerie sowie weiterer gewerblicher Verbraucher.

Jedoch kann auch der private Weinliebhaber

von diesem breiten Sortiment Gebrauch machen.

Bei der Zusammenstellung des Sortiments war es

wichtig, eine zeitgemäße und attraktive Auswahl

zu bieten. Viele der Erzeugnisse haben Prämierun-

� quadrat 11/2012 39

gen erhalten, wie zum Beispiel Parker Punkte,

Gault Millau und Gambero Rosso.

Entscheidend dabei ist auch, dass auf ein bemer-

kenswertes Preis-Genussverhältnis geachtet

wurde. Ob ein prämierter Rheingauriesling in der

Literflasche oder der best-bewertete Rotwein Italiens,

für jede Stilrichtung und jeglichen Bedarf

ist ein lukratives Angebot der EVM geschaffen worden.

Kompetente Mitarbeiter beraten den Weinliebhaber

und helfen bei der Auswahl.

Ein weiteres Profil des Unternehmens ist die Möglichkeit,

die Mitarbeiter der gastronomischen

Kundschaft in Sachen Wein schulen zu lassen. Der

erfahrene Sommelier Peter Sonntag, welcher seit

mehr als 20 Jahren in der Branche zu Hause ist

und sich national zu den Besten seiner Zunft zählen

darf, führt diese Schulungen fachkundig und

mit viel Hintergrundwissen durch.

Gemeinsam mit Veronika Peters und weiteren Mitarbeitern

wird somit eine umfangreiche Fachkompetenz

vermittelt. Mit dem Monat November

beginnend werden Themenabende als feste monatliche

Institution auf den Weg gebracht. So kann

man die Weinkultur Italiens, Frankreichs oder

Spaniens schon in naher Zukunft im Rahmen von

großen Weintastings erleben. Im Zuge der Umbaumaßnahmen

sind auch zusätzliche fantastische

Räumlichkeiten entstanden, die jeder Veranstaltung

einen würdigen Rahmen verleihen. (bs)

EVM-Weindepot GmbH

Lange Wanne 25-27, 38259 Salzgitter-Bad

Tel. 05341 8212-31, Fax: 05341 8212-87

E-Mail: mail@evm-weindepot.de


40 quadrat 11/2012 � kulinaria

Backen wir’s an!

vOm grundnahrungSmittel Zum lifeStyle-prOdukt: brOt iSt längSt SalOnfähig –

niCht nur bei SpitZenkOCh JOhann lafer

gutes Brot mit Butter und Schnittlauch nicht

schätzt, viel Verständnis für das Essen überhaupt

entwickeln kann.“ Der Mann, der das sagte,

trägt keine Bäckerhose in Schwarz-Weiß-Pepita,

er trägt Mütze und heißt Johann Lafer. Der Fernsehkoch

und Chef vom „Val d’Or“ muss es wissen,

denn unter seinem Namen wurde noch bis Mitte

letzten Jahres ein Treffbrot (Treff ist Zwerghirse

aus Äthiopien) von der Wiener Feinbäckerei Heberer

bundesweit verkauft. Die Wiener Feinbäckerei

unterhält über 450 Filialen und gehört mit Kamps

und Steinecke zu den großen Back-Filialisten hierzulande.

Morgens um drei ist die Nacht vorbei. Dann zieht

sich der Bäcker eine karierte Hose an, begibt sich

in die Backstube und bearbeitet mit geschickten

Händen den vorbereiteten Teig. So war das früher.

Aber die Welt des Bäckers hat sich verändert. Von

Lounge-Stil, Wohlfühlatmosphäre und der Erlebniswelt

Bäckerei ist inzwischen die Rede. „Frontbaking“

nennt man das Neudeutsch. In Großstädten

dominieren die Back-Shops – so genannte Schnellbäcker.

Allein in Berlin gibt es 800 davon.

foto: fotolia.com © grecaud paul Ich zweifele daran, dass einer, der eine Scheibe

Wie wichtig den Deutschen das Brot ist, zeigt ein

Blick in die Statistik: Jeder Bundesbürger verzehrt

pro Jahr mehr als 80 Kilogramm und kann dabei

aus einem reichhaltigen Angebot schöpfen. In

keinem anderen Land der Welt ist die Vielfalt der

Backwaren so groß: 1.200 Sorten Brötchen, Hörnchen,

Brezeln und Stangen sowie mehr als 300

verschiedene Brotsorten kommen täglich frisch

duftend auf die Frühstückstische, werden als

Zwischenmahlzeit verzehrt oder sind Grundlage

eines herzhaft-kernigen Abendbrots.

Während die Kunden im Osten der Republik saftigwürzige

Roggenbrote bevorzugen, greift man im

Norden gern auf Schwarzbrot zurück. Die Süd-

deutschen bevorzugen hellere Teigwaren wie das

Schwaben- oder Frankenbrot.

Das Grundnahrungsmittel Brot hat eine lange

Geschichte. Laut ägyptischer Sage schuf der Gott

Osiris die Landwirtschaft und seine Frau Isis

machte Brot aus Gerste und Weizen. Die Griechen

übernahmen das Brotbacken von den Ägyptern und

verfeinerten die Technik. So waren denn auch die

ersten professionellen Bäcker in Rom griechische

Sklaven. Am Ende des Römischen Reiches genoss

der Beruf sogar Beamtenstatus, weil der Versorgung

der Bevölkerung mit Brot eine so große Bedeutung

beigemessen wurde. Dann fielen die germanischen

Vandalen vor rund 1.500 Jahren in Rom ein, die

ernährten sich noch hauptsächlich von Grütze –

und so setzte in Europa eine Rückentwicklung in

Landwirtschaft und Lebensmitte erzeugung ein.

Das Wissen um Getreideanbau, Mahlen und Backen

überlebte nur in großen Klös tern, in Frankreich

taucht der Beruf des Bäckers erst anno 1260 mit

laut ägyptiSCher Sage SChuf der gOtt OSiriS die landWirtSChaft und

Seine frau iSiS maChte brOt auS gerSte und WeiZen.

einer königlichen Charta wieder auf – und mit dem

Zunftwesen verbreitete sich die Brotkultur allmählich

wieder. Etymologisch bezeichnet Brot

ursprünglich das Gegorene; das kann mit Bierhefe,

Weinhefe oder Sauerteig geschehen. Letzterer wird

traditionell besonders bei Roggenbrot verwandt:


foto: fotolia.com © detailblick

Durch spontane Hefegärung eines Ansatzes von

Mehl und Wasser bilden sich Milch- und Essigsäu-

rebakterien, die den Teig lockern und geschmacklich

bestimmen.

Der Spaß fängt freilich schon bei der Wahl des

Mehls an. Es gibt Varianten des weißen Pulvers.

In jedem Haushalt findet sich Qualitätsweizenmehl

der Type „405“, damit kann man auch Brot

backen. Spannender wird es aber mit anderen Typen.

Hinter „1050“ verbirgt sich ein Weizenmehl, das in

Mischbrote gelangt. „815“ bezeichnet das hellste

Roggenmehl mit sehr wenig Schalenresten, „1890“

ist Roggenbackschrot.

Die Wahl der Mehltypen entscheidet mit über die

Bekömmlichkeit des Brotes. Aber diese Frage

muss jeder Bäcker − auch jeder Hausbäcker −

selbst entscheiden. Dazu sind außer Mehl und

Wasser vor allem Zeit, Ruhe und Sorgfalt wichtig.

Zumindest für Profis heißt dann Bäcker sein eben

doch wieder aufstehen, wenn andere gerade erst

nach Hause kommen. Die Herstellung und Verarbeitung

des wertvollen Rohstoffs erfordern viel

Sachkenntnis und eine gehörige Portion Finger-

spitzengefühl – so wie es offensichtlich die Bäckerei

Gaues mit Sitz in Hannover beweist. Backwaren

aus diesem „Traditionshaus“ waren letztes Jahr

sogar „Spiegel online“ eine Meldung wert: „Der

Traditionsbäcker Jochen Gaues aus Hannover liefert

fünfmal die Woche hochwertige Brote und Brötchen

die herStellung und ver arbeitung deS WertvOllen rOhStOffS erfOrdern viel

SaChkenntniS und eine gehörige pOrtiOn fingerSpitZengefühl

nach Berlin, unter anderem an das Luxushotel

Adlon und das Schloss Bellevue“. Der zurückge-

tretene Bundespräsident Christian Wulff und seine

Familie wollten wohl nicht auf ihre Brötchen aus

Hannover verzichten. Gaues beliefert darüber hinaus

„nach eigenen Angaben“, wie das Magazin schreibt,

„drei von neun deutsche Häuser, die drei Michelin-

Sterne haben.“ Kein Wunder, denn eine große Zahl

von Backwaren werden mit allerlei umtriebigen

Hilfsmittel versetzt; viele Bäcker mischen Treibmittel

bei, um das Volumen zu erhöhen, Emulgatoren,

um das Wasser optimal mit dem Fett zu verbinden,

Farbstoffe für den Vollkorn-Appeal,

Konservierungsstoffe gegen die Schimmelbildung

und nicht zuletzt Stabilisatoren, die das aufwendige

Sauerteigverfahren ersetzen. Der Brotkauf ist

Vertrauenssache geworden.

spitzmarke � quadrat 11/2012 41

Jahre in Bad Harzburg:

Spezialanstriche

zur Strahlungsreduzierung

(Mobiltelefone usw.)

Spezialanstriche

zur Geruchsreduzierung

(Tabak, Fett usw.)

Bodenbeläge

Malerarbeiten

Tapezierungen

Fassaden

Kleinaufträge

Asbestsanierung

Frank

Fabian

●Bodenbeläge

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Malermeister

Herzog-Julius-str. 53

38667 Bad HarzBurg

telefon: 05322/869319

telefax: 05322/784506

moBil 0176 211 16 812

malerfaBian@aol.com


42 quadrat 11/2012 � kulinaria

Die Geschicke dieser Bäckerei waren im März letzten

Jahres den Gazetten dann wieder eine Meldung

wert: „Die Kundschaft war illuster: Wulff, die Fuß-

ballnationalmannschaft und sogar Filmstar Leo-

nardo DiCaprio sollen hier ihre Brötchen bestellt

haben“, schrieb die „Hamburger Morgenpost“.

Weiter: „Nach Feststellung des Amtsgerichts Han-

nover steckte in den Dichtungen der Kühlschränke

Schwarzschimmel, über dem Kuchen schwebten von

toten Tieren übersäte Fliegenfallen und der Boden

war verdreckt und verfettet. Wegen drei gravierender

Hygienemängel ist die Bäckerei“ dann zu einer

Geldstrafe von 14.000 Euro verurteilt worden.

Tja, wie steht’s nun mit den Backwaren in der

gehobenen Gastronomie? Gerald Zogbaum, Chef

von der „Küchenwerkstatt“ in Hamburg-Uhlenhorst,

reicht nach Amuse-Gueule, dem kleinen

Gruß aus der Küche zum Auftakt des Essens, Olivenbrot

mit Olivenöl und Meersalz; oder Sauerteigbrot

mit Joghurtbutter; oder auch Meersalzbröt-

chen; „jeden Tag wird Brot gebacken“, war da zu

Sie lieben das Außergewöhnliche?

Nicht nur Standard?

Dann würde ich mich über einen unverbindlichen

Besuch in meinem Atelier sehr freuen.

„Geht nicht“, gibt’s bei mir nicht.

Dank modernster 3D CAD Technik kann ich Ihnen

so gut wie alles anfertigen.

gold- und platinschmiede

hören. Aber Rezepte werden nicht verraten, „auch

nicht an Stammgäste, auch nicht im Backkurs.“

Johann Lafer, Patron der Stromburg mit dem Restaurant

„Le Val d’Or“, backt „nur noch teilweise“

reZept: fOCaCCia mit knOblauChöl

PETER PFITZNER

Brot und Brötchen selbst. „Wir brauchen zuviel“,

lautet sein kurzes Statement. Mit seinen Rezepten

freilich ist er freigiebig. (ra)

Focaccia: 380 g Mehl in eine Schüssel geben und in der Mitte eine Mulde drücken. 7 g Hefe in

250 ml lauwarmem Wasser auflösen, zusammen mit 1 EL gehacktem Thymian, 1 EL Rosmarin und

0,5 TL Zucker in die Mulde geben und zu einem Teig verkneten. Den Teig zu einer Kugel formen.

Eine zweite Schüssel mit 2 EL Öl auspinseln und den Teig darin so lang herumrollen, bis das Olivenöl

völlig aufgesaugt ist. Den Teig zugedeckt an einem warmen Ort zirka 15 Minuten gehen lassen, bis

sich das Volumen verdoppelt hat. Anschließend durchkneten und nochmals 15 Minuten gehen lassen.

Den Teig in 4 Portionen teilen, zu einem dünnen Fladen rollen und von jeder Seite zirka 6 – 8 Minuten

grillen, bis der Fladen eine goldbraune Farbe bekommt.

Knoblauchöl: 70 ml Olivenöl mit der Hilfe eines Pürierstabes mit drei frischen, geschälten Knoblauchzehen

nicht zu fein pürieren mit Salz und schwarzem Pfeffer abschmecken. Das Knoblauchöl

gleichmäßig auf dem Focaccia verteilen.

Dazu passen gegrillte Tomaten- und Gurkenscheiben garniert mit schwarzen Olivenscheiben und

frischem Basilikum.

meisteratelier

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Heizungs- und Sanitär-

Fachbetrieb Werner

Buchholz ganz oben

Das Bad Harzburger Handwerksunternehmen

baut mit am Hotelressort Torfhaus. Unter

vielen Mitbewerbern wurde das im Jahr

1971 von Werner Buchholz gegründete Unterneh-

men ausgesucht, die fachgerechte Verrohrung der

kompletten Hotelanlage zu übernehmen.

Nicht zuletzt der gute Ruf und die Leistungsfähigkeit

des kleinen heimischen Fachbetriebes haben

den Ausschlag gegeben. Dessen Kundenstamm

befindet sich vorwiegend in Bad Harzburg und der

näheren Umgebung wie Goslar, Vienenburg oder

Braunlage. Gelegentlich werden auch Kunden oder

Baustellen in Sachsen-Anhalt, Braunschweig,

Salzgitter oder Peine bedient.

Die Belegschaft besteht zur Zeit aus den Geschäftsführern

Lutz Seiler und Christian Buchholz, einem

Meister, fünf Monteuren, einem Auszubildenden

sowie zwei Teilzeit-Bürokräften.

Zum Aufgabenfeld gehören alle Tätigkeiten der

klassischen Heizungs- und Sanitärinstallation,

Heizungsanlagen mit Gas- oder Ölfeuerung sowie

regenerative Energien, Blecharbeiten und Schornsteinsanierung

durch Verrohrung.

Für das Hotelresort Torfhaus werden die Versorgungsleitungen

für Heizung und Frischwasser erdverlegt.

Dieses geschieht teilweise durch Kanäle,

die unter der Straße hindurchführen. Die Straße

muss also nicht wieder aufgerissen werden.

Die Heizungsleitungen bestehen aus Stahl oder

PE-HD-Material, Vor- und Rücklaufleitung im isolierten

Doppelrohrpaket mit integriertem Leckwarnanzeiger.

Die Wasserleitungen bestehen ebenfalls

aus PE-HD und werden in 12-Meter-Stangen

oder im PE-Bereich in kleineren Dimensionen

auch in Ringleitungen verlegt.

Die Gesamtleitungslänge beläuft sich auf etwa

zwei Kilometer. Allein die Gewichte der Stahl-Doppelleitungen

sind enorm, so dass gute und zuverlässige

Logistik die Voraussetzung für reibungsloses

und fehlerfreies Arbeiten ist. Besonders die

jetzt im Herbst beginnenden schwierigen Wetterverhältnisse

mit Regen und möglicherweise

Schneefall verwandeln eine Baustelle schnell in

ein Schlammloch und machen die Erdarbeiten

nicht leichter. (bs)

Werner Buchholz GmbH

Heizungs- und Sanitärfachbetrieb

Herzog-Julius-Str. 46

38667 Bad Harzburg

Telefon: 05322 4473

24-Stunden-Notdienst 0171 2863647

43


Demnächst im cineplex Goslar

skyfall - 007

ab 1.11.2012 im Kino!

James Bonds Loyalität gegenüber M wird auf eine harte Probe gestellt, als seine

Vorgesetzte von ihrer Vergangenheit eingeholt wird – in Form verlorener Daten,

die alle in Terrorzellen eingeschleusten Agenten enttarnen könnten. Als daraufhin

die Zukunft des gesamten MI6 auf dem Spiel steht, muss 007 herausfinden, wer

es auf den Geheimdienst abgesehen hat und dem Verbrecher das Handwerk legen.

Doch der ist kein Unbekannter und aus eigener Erfahrung mit der Vorgehensweise

des MI6 vertraut …

Atemberaubende dritte Bond-Mission mit Daniel Craig als 007.

niko 2 - kleines rentier, Grosser helD

ab 1.11.2012 im Kino!

Rentierjunge Niko ist nicht gerade begeistert, als ihm seine Mutter ihren neuen

Partner samt Sohn vorstellt. Besonders sein kleiner Stiefbruder Jonni nervt ihn,

doch als der Kleine statt ihm entführt wird, setzt Niko alles daran, um ihn zu

retten – und stellt dabei fest, dass die ganze Rentierstaffel und damit das Weihnachtsfest

in großer Gefahr ist!

Turbulente Fortsetzung des weihnachtlichen Animations-Abenteuers.

cineplex Goslar

carl-zeiß-straße 1 · 38644 Goslar · tel. 0 18 05 - 54 66 47*

* Der anruf kostet 14 ct/min aus dem deutschen festnetz. mobilfunkhöchstpreis 42 ct/min.

Das Geheimnis Der feenflüGel

ab 15.11.2012 im Kino!

Die kleine, neugierige Fee Tinkerbell besucht verbotenerweise den wunderschönen

Winterwald. Dort entdeckt Tink, dass sie eine Schwester namens Periwinkle

hat. Nachdem die beiden viel Spaß in der Winterwelt hatten, will Tink ihrer

Schwester die Welt der Sommerfeen zeigen. Doch damit bringen sie ungewollt

die Jahreszeiten aus dem Lot. Als dadurch das ewige Eis der Winterwelt den

Feenstaubbaum bedroht, liegt es an Tinkerbell und ihren Freunden, die Zukunft

aller Feen zu retten.

Niedliches, wunderschönes Disney-Animations-Abenteuer.

breakinG Dawn - biss zum enDe Der nacht teil 2

ab 22.11.2012 im Kino!

Nach der Geburt ihrer Tochter und der Verwandlung zum Vampir hofft Bella, mit

ihrer neuen Familie in Frieden leben zu können. Doch die Volturi sind über Renesmees

Existenz entsetzt und beschließen, das Kind zu töten. Als die Cullens davon

erfahren, trommeln sie ihre Verbündeten zusammen, um ihre Tochter in einer

schicksalsträchtigen Schlacht zu beschützen.

Episches Finale der Twilight-Saga mit Kristen Stewart und Robert Pattinson.


das Ballett des BolsHoi

die saison 2012/2013

In Ihrem Cineplex

Sonntag, 11. November 2012 um 16:00 Uhr

SCHWANENSEE – Aufzeichnung

Sonntag, 25. November 2012 um 16:00 Uhr

DIE TOCHTER DES PHARAO – Live

Sonntag, 2. Dezember 2012 um 16:00 Uhr

DER NUSSKNACKER – Aufzeichnung

Sonntag, 27. Januar 2013 um 16:00 Uhr

LA BAYADÈRE – Live

Sonntag, 10. Februar 2013 um 16:00 Uhr

DON qUICHOTTE – Aufzeichnung

Sonntag, 31. März 2013 um 17:00 Uhr

DIE FRÜHLINGSWEIHE – Live

Sonntag, 12. Mai 2013 um 17:00 Uhr

ROMEO UND JULIA – Live

Du bist mein Kino

Medienpartner Medienpartner

Karten an der KinoKasse. Weitere informationen unter WWW.cineplex.de

Photo © Damir Yusupov

13. Okt.

27. Okt.

08. Dez.

15. Dez.

19. Jan.

16. Feb.

02. März

27. April

CLASART Classic präsentiert die Met-Saison 2012/2013

Live in High-Definition

Met

Opera im Kino

Gaetano Donizetti

L’ELISIR D’AMORE

Mit Anna Netrebko, Matthew Polenzani und

Mariusz Kwiecien. Dirigent: Maurizio Benini

Giuseppe Verdi

OTELLO

Mit Renée Fleming, Johan Botha und

Falk Struckmann. Dirigent: Semyon Bychkov

Giuseppe Verdi

UN BALLO IN MASCHERA

Mit Sondra Radvanovsky, Marcelo Álvarez und

Dmitri Hvorostovsky. Dirigent: Fabio Luisi

Giuseppe Verdi

AIDA

Mit Liudmyla Monastyrska, Olga Borodina und

Roberto Alagna. Dirigent: Fabio Luisi

Gaetano Donizetti

MARIA STUARDA

Mit Joyce DiDonato, Elza van den Heever und

Francesco Meli. Dirigent: Maurizio Benini

Giuseppe Verdi

RIGOLETTO

Mit Diana Damrau, Piotr Beczala und

����������������������������������������

Richard Wagner

PARSIFAL

Mit Katarina Dalayman, Jonas Kaufmann

und René Pape. Dirigent: Daniele Gatti

Georg Friedrich Händel

GIULIO CESARE IN EGITTO

Mit Natalie Dessay, Alice Coote und David Daniels

Dirigent: Harry Bicket

www.metimkino.de

weitere infos unter www.cineplex.De

The Met: Live in HD is made possible by a generous grant from its

founding sponsor

Neubauer Family Foundation

45

Marcelo Álvarez und

Dmitri Hvorostovsky in

Un ballo in maschera

PHOTO: BRIGITTE LACOMBE/METROPOLITAN OPERA

Global corporate sponsorship of The HD Broadcasts are

The Met: Live in HD is provided by supported by


46 quadrat 11/2012 � freizeit

Judith rennt los. Zusammen mit einer Gruppe

Teamgefährten läuft sie auf die Mitte der

Fußballfeld großen Wiese zu, wo der „Jug-

ger“ im Gras liegt – eine Art Staffelstab, den sie

mit ihren Kollegen aufnehmen und am gegneri-

schen Team vorbei hinter deren Startlinie bringen

muss, um Punkte zu sammeln. Das Spielfeld am

Waldrand wird vom Schein des Mondes beleuchtet,

schwach wird die Szenerie zusätzlich erhellt

von der Außenbeleuchtung des Hauses nebenan,

das sich am Rand des Bergdorfes Hohegeiß befindet.

Beide Mannschaften bestehen aus sieben

Erlebnistage

Personen. Junge Männer und Frauen, die als sogenannte

Teamer am Oberharzer Standort der erlebnispädagogischen

Einrichtung „erlebnistage“

arbeiten. Sie haben frei an diesem Wochenende

und sind auf der Suche nach neuen Ideen für das

Programm mit den Gästen der Einrichtung. Das

Spielprinzip von „Jugger“ ist vergleichbar mit

Rugby, bei Judith und ihren Kollegen kommt es

sehr gut an, auch wenn es bei der Jagd über die

nächtliche Wiese recht ruppig zugeht: Die Jugger-

Spieler bilden eine Gemeinschaft – und wie jede

Gemeinschaft braucht auch diese Regeln, um ein

vernünftiges Miteinander der Mitglieder zu ermöglichen

und den Spielspaß für alle zu bieten. „Darum

geht es im Kern ja auch bei den Erlebnistagen:

um Gemeinschaftsgefühl“, sagt Judith nach dem

Spiel, noch außer Atem. „Die Besuchergruppen

sollen nach ihrem Aufenthalt hier mit mehr Selbstbewusstsein

und der Erkenntnis abreisen, dass

man gemeinsam stärker ist – vorausgesetzt, man

kann sich aufeinander verlassen.“ Die 22-Jährige

aus Hannover hat in Hohegeiß ein Freiwilliges

Ökologisches Jahr absolviert.

„erlebnistage“ bietet vor allem Fahrten für Schul-

klassen, Gruppenreisen für Vereine, aber auch

Seminare für studentische Gruppen oder Auszubildende

an, die dort nach dem Prinzip der Erlebnispädagogik

gemeinsam einige Tage verbringen

– inmitten der Harzer Natur und mit allem, was

diese an sportlichem Programm bietet.

Die Einrichtung im Oberharz sowie drei weitere

gehören zur „Gesellschaft zur Förderung der Erlebnispädagogik“,

GFE, nach eigenen Angaben

Deutschlands größter gemeinnütziger Anbieter

erlebnispädagogischer Kurse, Programme und

Trainings – mit rund 30.000 Teilnehmern pro Jahr.

Seit 1986 ist der Stiftungsverein in der Erziehung

und Bildung von Kindern und Jugendlichen sowie

in der Aus- und Weiterbildung Erwachsener aktiv.

„Wir wollen den erlebnispädagogischen Ansatz,

die Persönlichkeitsentwicklung durch Natur,

Sport, Touren und Projekte unter besonderer

Berücksichtigung ökologischer Aspekte in der

Öffentlichkeit verbreiten“, fasst Micha Baum das

GFE-Konzept zusammen. Der 22-jährige Würzburger

arbeitet im Leitungsteam der Hohegeißer Ein-

fotos: gfe


ichtung. „Das Projekt lebt von den Menschen, die

sich hier einbringen“, beschreibt er die offene

Struktur von „erlebnistage“. Micha ist durch seine

Kletter-Begeisterung auf die GFE gestoßen, dem

Schwerpunkt am Harzer Standort.

Schulklassen und Gästeverbände werden in der Zeit

in Hohegeiß von zwei Teamern betreut, die mit Lehrern

oder Gruppenleitern vorab die Programmschwerpunkte

besprechen, ansonsten aber selbstständig

und eigenverantwortlich die Inhalte planen und ausarbeiten.

Micha Baum: „Die Teamer sind als

Ansprechpartner für die gesamte Aufenthaltsdauer

mit der Gruppe zusammen.“ Weil sich der Stamm

der etwa 40 vor Ort aktiven Betreuer laufend erneuert,

werden die Gästegruppen stets von einem erfah-

Genießen Sie die erlesenen

Kuchenspezialitäten unseres

Konditormeisters oder die leckeren

Mittagsangebote. Machen Sie es

sich in unserem Boulevardcafé

gemütlich und verfolgen Sie

das geschäftige Treiben auf der

Altstadtstraße Hoher Weg und

rund um die Marktkirche.

� Baumkuchen

� Teegebäck

� Hexenbrot

� Schlesische Spezialitäten

� Pralinenspezialitäten

renen sowie einem Nachwuchs-Teamer betreut. Für

das Kochen oder Putzen sind die Gruppen in ihren

Selbstversorger-Unterkünften selbst verantwortlich

– die Teamer übernehmen die fachsportliche Aufsicht

während der gemeinsamen Aktionen. Am

Standort Harz bieten sich dafür auf 642 Metern

Höhe beste Möglichkeiten, die Natur zu erleben:

Wandern oder Klettern – abendliche Lagerfeuer oder

mehrtägige Abenteuer-Touren durch die Wälder. Und

im Winter natürlich Wintersport.

„Das Schöne ist das Prinzip der Gegenseitigkeit.

Wer hier arbeitet und den Gästen etwas vermittelt,

bildet sich gleichzeitig auch selbst fort“, sagt

Judith Tschipke. Neben dem ökologischen Jahr,

das sie in Hohegeiß absolviert hat, werden ebenfalls

ein Freiwilliges Soziales Jahr oder mehrwöchige

Praktika für Pädagogik-Studenten von Universitäten

oder Fachhochschulen angeboten.

Jeweils mit eigenen Inhalten, für die die Teamer

parallel zur Betreuung der Gäste Fortbildungen

und Projekte durchlaufen müssen. „Die Teamer

schließen für ihre Zeit hier einen Vertrag mit der

GFE“, erläutert Micha Baum.

Nico Schröder studiert Soziale Arbeit an der FH in

Brandenburg und berichtet: „Spaß und Gemeinsamkeit

kommen nicht zu kurz, allerdings muss

man auch Toleranz und Interesse an Kommunikation

mitbringen: Hier arbeiten ständig neue und

unterschiedliche Menschen zusammen.“ Nico ist

mit Anfang 30 einer der älteren Teamer in Hohegeiß.

Die jungen profitieren von seiner Erfahrung,

Barock-Café Anders � Hoher Weg 4 � 38640 Goslar

Telefon 05321/23814 � Telefax 05321/23824

strenge Hierarchien gibt es unter den Betreuern

aber nicht. „Hier kann jeder sagen, was er denkt.

Das Alter spielt dabei keine Rolle.“

Gegründet wurde die Gesellschaft zur Förderung

der Erlebnispädagogik auf Initiative von Prof. Dr.

Michael Jagenlauf und Hartmut Winter. Neben

ihren Visionen brachten beide berufliche Erfahrungen

mit – als Professor für Erwachsenenbildung an

der Helmut-Schmidt-Universität in Hamburg und

als Pädagoge und Seminarleiter in Schule, Lehrerausbildung

und -fortbildung. Die GFE ist ein

gemeinnütziger Verein, weshalb sie teilweise auch

auf ehrenamtliche Mitarbeit angewiesen ist. (ih)

Infos im Internet:www.erlebnistage.de/harz

www.barockcafé-anders.de

E-Mail: info@barockcafe-anders.de

Der Pfauensaal, ideal für Gruppen und Familienfeste Der Barocksaal mit Kamin von 1716

Caféhaus-Genuss pur

Busse

willkommen


48

kultur-kurz

meldungen

november

gOSlar – fOtOgrafiert

vOn uli Stein

auSStellung im gOSlarer muSeum

30. OktOber biS 24. februar 2013

So haben Sie Goslar noch nie gesehen!

Deutschlands bekanntester Cartoonist Uli

Stein – normalerweise zuständig für Mäuse,

Pinguine und zündende Pointen – zeigt

seine ganz individuelle Interpretation der alten

Kaiserstadt. Es sind nicht in erster Linie

die touristischen Hotspots, die den Schwerpunkt

der etwa 70 Aufnahmen – vom Tafelbild-

bis zum Großformat – ausmachen. Neben

Kaiserpfalz, Großem Heiligen Kreuz

oder Frankenberger Kirche findet sich vieles,

was selbst für Einheimische unbekannt

ist: der Eiskeller unter dem Ulrichschen Garten,

das verfallene Sanatorium auf dem Königsberg

oder faszinierende Detailaufnahmen

aus dem Magazin des Goslarer Museums.

Rechtzeitig zur Ausstellung erscheinen

ein Bildband und ein Kalender mit Goslar-Motiven

im Lappan-Verlag. Am 04. November

und am 02. Dezember ist Uli Stein

zu Signierstunden im Goslarer Museum zu

Gast.

verdi-puCCini

eine Operngala

kurSaal, bad harZburg

08. nOvember, 19.00 uhr

Oper – ein Gefühl, das in den Streichern und

Bläsern mitschwingt, aber vor allem interpretiert

wird durch Menschen. Und diese

Menschen singen von Gefühlen, die immer

gleich bleiben und alle ansprechen, die offen

dafür sind – von Liebe und Verlust, von

Eifersucht und Zorn. Mit Giuseppe Verdi und

Giacomo Puccini hat die Compagnia zwei

der größten italienischen Botschafter für

diese Welt der Gefühle im Programm.

Das Gala-Konzert gibt den zahlreichen treuen

Freunden des Ensembles die Gelegenheit,

Highlights aus dem Repertoire der

schönsten Verdi- und Puccini-Opern mit allen

auf Tournee befindlichen Solisten zu hören,

eingebettet in mitreißende Chor- und

Orchesterstücke.

axel braunS

frankenberger Winterabende

frankenberger kirChe, gOSlar

8. nOvember, 20.00 uhr

Der Schriftsteller Axel Brauns wird über sein

„Leben mit Autismus“ sprechen. Der Autor

von „Buntschatten und Fledermäuse“ verdeutlicht

die verheerenden Folgen der Ignoranz

gegenüber Menschen, die anders als

die „Normalbürger“ denken und handeln.

denniS rOWland & eaSt

WeSt eurOpean JaZZ

OrCheStra tWinS 2012

kulturkraftWerk, gOSlar

09. nOvember, 20.00 uhr

Hinter dem East West European Jazz Orchester

TWINS 2012 steht die Idee, junge

Musiker aus dem Ruhrgebiet mit Jazzern

aus den Partnerstädten Dortmunds – Rostov

Na Don (Russland) und Novi Sad (Serbien)

– zusammen zu bringen und Auftritte mit

herausragenden Solisten zu kombinieren.

In Goslar wird Dennis Rowland diese Big

Band leiten. Der charismatische Sänger mit

der vollen Stimme stand zusammen mit

weiteren Jazzgrößen auf der Bühne. Er

schätzt auch die kleinen, feinen Locations.

Wir lieben die großen Künstler in der Branche,

die ihre eigenen Wurzeln nicht vergessen

haben. Eintritt einschließlich MwSt. und


VVK-Gebühr: 30,00 Euro, ermäßigt

25,00 Euro.

Warum heiraten,

leaSing tut’S auCh

kabarett mit Stephan bauer

bündheimer SChlOSS

10. nOvember, 20.00 uhr

Nach sechs trostlosen Jahren als Single

ist Stephan Bauer endlich wieder

unter der Haube. Und was für eine

Granate! 25 Jahre alt, Traummaße,

klug und selbstständig: Ein Sechser

im Lotto. Trotzdem fühlt sich die neue

Beziehung aber nur an wie „3 Richtige

mit Zusatzzahl“. Neben einer jungen

Frau an der Seite fühlt sich Mann

plötzlich steinalt und mopsig. Jetzt ist

jungbleiben angesagt! Flatrate-Saufen,

Facebook und ausschweifende

Sexfantasien bei ihr treffen auf Ruhebedürfnis,

Bionahrung und Missionarsstellung

bei ihm. Bleibt die Frage,

warum man sich eine Partnerin sucht,

mit der man so wenige Gemeinsamkeiten

hat. Ein schonungsloses, treffsicheres

Kabarettprogramm über

Minderwertigkeitskomplexe und Generationskonflikte.

Weitere Informationen sind beim Kulturklub,

Telefon 05322 1888, oder unter

www.kulturklub-bad-harzburg.

de zu erhalten.

„flieder-reQuiem“

erStaufführung vOn paul

hindemithS Werk durCh daS

göttinger SymphOnie-

OrCheSter und die lutherkantOrei

bad harZburg

lutherkirChe

10. nOvember, 18.00 uhr

Ein selten aufgeführtes und aufwändiges

Werk mit dem Titel „When Lilacs

last in the door-yard bloom’d“ von

Paul Hindemith ist zu hören. Das Göttinger

Symphonieorchester und die

Lutherkantorei Bad Harzburg führen

eine Erstaufführung in der Braunschweigischen

Landeskirche auf.

FOTO: LUTHERKANTOREI

Das 60 Minuten dauernde Werk mit

dem Untertitel „Ein Requiem für diejenigen,

die wir lieben“ (1946) fußt auf

der Dichtung „Als Flieder jüngst mir

im Garten blüht“ des 1819 geborenen,

amerikanischen Dichters Walt Whitman.

Ein Einführungsabend findet

statt am Donnerstag, den 01. November

um 19.00 Uhr in der Wandelhalle

Bad Harzburg. Das Konzert wird unter

anderem gefördert von der Stiftung

Braunschweigischer Kulturbesitz und

vom Regionalverband Harz. Weitere

Auskünfte erteilt Karsten Krüger, Telefon

05322 8209056.

2. kaiSerpfalZ-

kOnZert

klaSSiSChe WunderWerke

kaiSerpfalZ gOSlar

10. nOvember, 19.30 uhr

Klassische Wunderwerke, hinter diesem

Titel verbergen sich wunderbare

Kompositionen von Joseph Haydn

(Sinfonie Nr. 96 D-Dur Hob I: 96 „The

Miracle“), Wolfgang Amadeus Mozart

(Konzert für Violine und Orchester Nr.

3 G-Dur KV 216) und Antonín Dvoˇrák.

(Böhmische Suite D-dur op. 39). Solist

des Violinkonzerts ist mit Konradin

Seitzer der aktuelle Konzertmeister

der Hamburgischen Staatsoper.

baumann & ClauSen

im himmel iSt der teufel lOS

kurSaal, bad harZburg

16. nOvember, 19.00 uhr

Der Wendepunkt der Zeiten ist gekommen!

Die Welt Deutschlands beliebtester

Bürokraten wird untergehen –

zumindest im Theater! Der Deutsche

Wetterdienst meldet die Apokalypse

verspätet und so bleiben Hans Werner

und Alfred nur noch zwei Stunden, das

Zeitliche zu regeln. Völlig auf sich gestellt,

bereiten sich Baumann und

Clausen auf ihr ganz persönliches Ende

vor! Nun stehen sie da, die alten

Freunde – sagen sich alles, was seit

Langem überfällig war und stellen

fest, dass es am Ende ihrer Tage noch

etliche Untätigkeiten auszuprobieren

gilt … Und das Publikum? Das ist mittendrin,

im Urknall der Baumann &

Clausen-Welt. Sie begleiten die beiden

Käffchenbrüder bis hin zum Schritt

vor das Jüngste Gericht! Doch diese

Frage wird im Stück noch beantwortet

werden müssen: Hat der Himmel

ein Herz für Bürokraten? Oder wird es

Alfred und Hans-Werner doch noch

gelingen, den Lauf des Schicksals zu

ändern und die Menschheit zu retten?

Ein schreiend komisches Schauspiel

mit Jens Lehrich und Frank Bremser.

defne Sahin grOup

JaZZ in der remiSe

WernigerOde

17. nOvember, 20.00 uhr

Die zwischen Berlin und Istanbul lebende

Sängerin und Komponistin entdeckte

in den USA als Sängerin ihrer

High School-Bigband die Liebe zum

Jazz; ihre Musik ist auch stark von

Aufenthalten in Brasilien, Spanien und

der Türkei geprägt. So fühlt sie sich im

Jazz, Bossa Nova, Pop und in der me-

werner &

habermalz

das sanitätshaus

technische orthopädie

Ihr kompetenter Partner

in allen

Gesundheitsfragen

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50 quadrat 11/2012 � kurz kulturmeldungen

diterranen Volksmusik zu Hause. An der

Universität der Künste Berlin und an der

Escola Superior de Musica Barcelona

studierte Defne Sahin Jazz-Gesang.

Während ihres Studiums erhielt sie ein

Stipendium der Heinrich-Böll-Stiftung.

3. Spieltag

kabarett-bundeSliga

till reinerS vS. patriCk Salmen

kulturkraftWerk, gOSlar

17. nOvember, 20.00 uhr

Der dritte Abend der vierten Saison der

Kabarett-Bundesliga ist voll dem Genre

Poetry-Slam gewidmet. Till Reiners, die

Wuttankstelle für aggressiv Gehemmte,

trifft auf Patrick Salmen, den König

Bronzebart, und den kaukasischen Knabenchor.

Ein Abend, der das jüngere

Kulturkraftwerkspublikum begeistern

wird – und alle Älteren, die sich darauf

freuen dürfen, dass die Generation

20/30+ mit Poetry Slam eine vollkommen

neue (Kunst-)Form des intelligenten

Kabaretts geboren hat. Er entlarvt

die Boshaftigkeit von Banalitäten. Es

geht um Politik und nicht um Guido

Westerwelle. Es geht darum, anzustacheln,

selbst denken zu wollen. Mit

staubtrockenem Humor und jeder Men-

Kommen�Sie�zur

ge Selbstironie spricht Patrick Salmen

(deutschsprachiger Meister im Poetry-

Slam) in seiner Lese-Show über die

Analogie zwischen Holzfällen und Empfindsamkeit,

über die Perversion von digitalem

Kaminfeuer, über den Nasendieb

und allerlei Absurditäten des Lebens.

Eintritt einschließlich MwSt. und

VVK-Gebühr 16,00 Euro, (ermäßigt

13,00 Euro).

„Spiel mir daS lied

vOm tOd“

kOnZert

St.-laurentiuS-kirChe, aStfeld

25. nOvember, 19.00 uhr

Lieder und Texte rund um das Thema

„Tod“ bringt das Duo JoP (Johannes

Hirschler und Peter Wieboldt) zu Gehör.

Der Bogen spannt sich von Heinz Rudolph

Kunze über Hannes Wader bis hin

zu Eric Clapton, und es gelingt den beiden

Pfarrern, das Thema „Tod“ mit verschiedenen

Instrumenten und ihrem

Gesang einfühlsam, nachdenklich, melancholisch,

aber auch ermutigend und

tröstend zu Gehör zu bringen. Ein Konzert,

das sich lohnt! Der Eintritt ist frei,

am Ausgang wird um eine Spende gebeten.

switch�it party

www.brille-wechsle-dich.de

www.switch-it.de

am�Samstag,�den�01.�Dezember�2012

in�der�Zeit�von�09.00�bis�17.00�Uhr

the beSt Of blaCk

gOSpel

gOSpelS auf höChStem niveau

Sankt StephaniekirChe

Obere kirChStraSSe 4, gOSlar

30. nOvember, 20.00 uhr

Mit dieser Zusammenführung der zwölf

angesagtesten Künstler präsentiert sich

hier die Creme de la Creme der Gospelmusikszene.

Die Musik von „The BEST

of Black Gospel“ steht für sehr bewegende,

feurige, aber auch emotionale

Stimmungen. Die Show ist atemberaubend

schön und ein Gospelklassiker

folgt auf den nächsten. Egal, ob bei „Oh

happy Day“, „Amazing Grace“, „Kumbaya“,

oder „Bridge over troubled Water“,

hier werden von Anfang bis Ende

hochkarätige Gospels von einem Chor

präsentiert, bei dem jedes einzelne Mitglied

zu den Besten seines Genres zählt.

4. Spieltag kabarettbundeSliga

peter vOllmer vS.

eCCO meineCke

kulturkraftWerk, gOSlar

01. deZember, 20.00 uhr

Der vierte Abend der vierten Saison der

Kabarett-Bundesliga bietet „echtes“

Kabarett, wie es sich viele Besucher der

Kabarett-Bundesliga wünschen – aber

Vorsicht. Kabarett kann und darf auch

unter die Haut gehen und provozieren.

Peter Vollmer, der charmante Bösewicht,

tritt an gegen Ecco Meinecke,

den Spaßguerillero im Smoking. Peter

Vollmer hat bundesweit schon ein halbes

Dutzend Kabarettpreise eingesammelt.

Er sieht aus wie eine Mischung

aus John Boy Walton und Harrison

Ford, kommt als harmloser Sympathieträger

daher, zelebriert aber einen rasiermesserscharfen

und bisweilen rabenschwarzen

Humor, der seine Wirkungstreffer

da setzt, wo es nachhaltig

wehtut. Die Presse sieht ein „pointensicheres,

ausgereiftes und spritziges

Programm“, stellt fest, der Mann sei

„ein Hammer“, spricht aber auch eine

deutliche Warnung aus: „Achtung,

Suchtgefahr!“

Eintritt einschließlich MwSt. und VVK-

Gebühr = 16,00 Euro, (ermässigt 13.00

Euro). (sw)

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84

quadrat 11 / 2012 � angelesen

ANGELESEN

NOVEMBER

VEGaN for fit

attiLa HiLdmaNN

BEckEr JoESt VoLk VErLaG

Warum kann man eine Diät nicht als

Wohlfühlprogramm gestalten? Als Programm,

mit dem man Übergewicht abbaut

und Defizite ausgleicht, mit dem

sich die Neigung zu Zivilisationskrankheiten

wirksam zurückbildet? Attila Hildmann

ist Deutschlands bekanntester

Vegankoch. Zweifach gewann er den

Titel „Bestes vegetarisches Kochbuch

des Jahres“. Millionen Zuschauer erlebten

bei Stefan Raab, Stern TV und Co.,

wie man mit Kürbispommes, Nudeln aus

Zucchini und Eis ohne Sahne und Milch

selbst passionierte Nicht­Vegetarier begeistert

und dabei ganz leicht abspeckt.

In „Vegan for Fit“ zeigt er seinen Lesern,

was man mit einem Rundum­Reset für

Körper und Geist in 30 Tagen erreicht.

Die verblüffenden Erfahrungen, die die

Teilnehmer in den Testreihen seiner

Facebook­Challenge 2012 mit dieser

Diät­Form gemacht haben, sprechen für

sich. Viele der Probanden kommen im

Beileger des Buchs ausführlich zu Wort.

wiNtEr dEr wELt: diE

JaHrHuNdErt-SaGa

kEN foLLEtt

LüBBE

Der Krieg ist vorbei, doch der Friede ist

trügerisch: In Deutschland verspricht

der Führer dem Volk eine große Zukunft.

In den USA kämpft der Präsident gegen

die Folgen der Weltwirtschaftskrise, und

in Russland zerbricht die Hoffnung der

Revolution unter dem Terror der Bolschewisten.

Der zweite Roman der Jahr­

hundert­Saga erzählt die Geschichte der

nächsten Generation der Familien aus

dem Buch „Sturz der Titanen“. Während

sich die einen in Verblendung und

Schuld verstricken, werden den anderen

die Augen geöffnet für das Unmenschliche,

das im Namen der Ideologie geschieht.

momENtum

roGEr wiLLEmSEN

fiScHEr

In diesem Buch fügt Roger Willemsen

ein Leben aus seinen Momenten zusammen.

Augenblicke von stimmungshafter

Intensität stehen neben bemerkenswerten

Situationen, Dialoge neben

Natur­ oder Kunstbetrachtungen, Gefahrenmomente

neben Augenblicken

der Liebe. Damit ist „Momentum“ nicht

nur ein sehr persönliches Buch der

Erinnerung, sondern zugleich eine einzigartige

Anleitung, die entscheidenden

Augenblicke unseres Lebens zu er­

kennen. Was sie eint, ist allein die

Prägnanz, mit der sie sich im Gedächtnis

erhalten haben. Sind sie das Glück?

„Das Leben kann man nicht verlängern,

aber wir können es verdichten“, meint

Roger Willemsen.

GEBraucHSaNwEiSuNG

für diE wELt

aNdrEaS aLtmaNN

PiPEr

Andreas Altmanns Summe seiner

Reise erfahrungen ist eine sinnlich­

furiose Auf forderung gegen die Stubenhockerei,

eine Hymne auf die Vielfalt

der Welt. Auf der einen Seite die

Einsamkeit ägyptischer Provinzhotels,

moderne Raubritter in Kolumbien, gefrorenes

Zahnputzwasser in Sibirien

oder gepökelter Schafskopf zum Früh­

stück, Hitze, Durchfall, Fieber und

Angst. Auf der anderen Seite die Zartheit

eines Abends in Kabul, die Freude

angelesen � quadrat 11/2012 51

beim Überlisten eines Grenz beamten,

die Großzügigkeit von Fremden, eine

Liebelei in der Wüste oder das Spätnachmittagslicht

über dem Berg Sinai.

Kaum jemand hat sich dem Zauber und

den Härten fremder Länder so ausgeliefert

wie Andreas Altmann, und seine

Anweisung ist nichts weniger als eine

wilde Liebeserklärung an das Reisen.

Er iSt wiEdEr da

timur VErmES

EicHBorN

Frühjahr 2011: Adolf Hitler erwacht auf

einem leeren Grundstück in Berlin­Mitte,

ohne Krieg, ohne Partei, ohne Eva. Im

tiefsten Frieden, unter Tausenden von

Ausländern und Angela Merkel. 66 Jahre

nach seinem vermeintlichen Ende

strandet jener kleine Mann mit dem

markanten Bärtchen in der Gegenwart,

um gegen jede Vernunft eine neue Karriere

im Fernsehen zu starten. Dieser

Hitler ist keine Witzfigur und gerade

deshalb erschreckend real − und das

Land, auf das er trifft, ist es auch: zynisch,

hemmungslos erfolgsgeil und

auch trotz Jahrzehnten deutscher Demokratie

vollkommen chancenlos gegenüber

dem Demagogen und der

Sucht nach Quoten, Klicks und „Gefällt

mir“­Buttons. Eine Persiflage? Eine

Satire? Polit­Comedy? All dies und

mehr: Timur Vermes Romandebüt geht

als literarisches Kabinettstück erster

Güte durch.


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Andreas

Gummich

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• Torten und Gebäck aus eigener Herstellung

• Herrliche Aussicht auf den Brocken

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SaraH wiENEr

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Draußen ist es kalt, die Tage werden

kürzer, und vor Weihnachten

will noch so viel erledigt sein.

Glücklich, wer sich jetzt täglich inspirieren

lässt von Sarah Wieners

Adventsküche. Dabei muss es

längst nicht immer Kaviar sein! Bei

einer schlichten Kartoffelsuppe

oder winterlichem Gemüseeintopf

lässt es sich genüsslich über das

Christfest sinnieren. Mit Sarah

Wieners nachhaltiger und gesunder

Küche bekommt die alte Fastenzeit

im Advent neue Nahrung.

Die „Adventsküche“ gibt es übrigens

als Buch mit zahlreichen

wunderschönen begleitenden Fotografien,

als Türchenkalender und

als Postkartenset mit 24 Karten

zum Verschicken.

EiN PLötzLicHEr

todESfaLL

JoaNNE k. rowLiNG

carLSEN

Nach Harry Potter zeigt sich J.K.

Row lings erster Roman für Erwachsene

aufwühlend, berührend

und spannend: Als Barry Fairbrother

mit Anfang vierzig plötzlich stirbt,

sind die Einwohner von Pagford geschockt.

Auf den ersten Blick ist die

englische Kleinstadt mit ihrem hübschen

Marktplatz und der alten Kirche

ein verträumtes und friedliches

Idyll, dem Aufregung fremd ist. Doch

trügt der Schein, denn hinter der

malerischen Fassade liegt die Stadt

im Krieg, einem Krieg zwischen arm

und reich, zwischen Kindern und ihren

Eltern, zwischen Frauen und

Ehemännern, zwischen Lehrern und

Schülern − und das Barrys Sitz im

Gemeinderat nun frei wird, schafft

den Nährboden für den größten

Krieg, den die Stadt je erlebt hat.

amimoNo HEiSSt

S trickEN

kNaur

Winterzeit ist Strickzeit – auch in

Japan! Eine illustre Auswahl der bekanntesten

Textil­Designerinnen und

­Designer aus dem „Land des Lächelns“

haben die verschiedenen

Projekte in diesem Buch entworfen

und zeigen mit ihnen einen einzigartigen

Querschnitt durch das aktuelle

japanische Stricken. Die zeitlosen

Pullover und Jacken, Stolen

und Mützen, Schals, Handwärmer

und Taschen bestechen durch ihre

reduzierte Machart, die auf Eleganz,

Natürlichkeit und Schlichtheit setzt.

Dank der präzisen Anleitungen und

der über 400 Fotos lassen sich die

Arbeiten schnell und leicht nach­

stricken. Dazu gibt es eine kurze

Einführung in die Techniken und

viele Anregungen für eigene Ideen.

EiNStEiNS

VErSPrEcHEN

ÀLEx roVira, fraNcESc

miraLLES

LiSt

Kurz vor seinem Tod machte Albert

Einstein eine revolutionäre Entdeckung:

Er fand heraus, was die

Welt im Innersten zusammenhält.

Doch behielt er dieses Wissen für

sich. Einsteins junge Biographin

Sarah und Drehbuchautor Javier

suchen nach dem Geheimnis des

Genies. Ihre magische Reise in die

Vergangenheit führt sie um die halbe

Welt, dabei stoßen sie auf ein Mädchen,

das Einsteinoffensichtlich viel

bedeutet hatte und seinem Leben

eine neue Wendung gab. (nm)


Foto: Hansi HoFFmann

Rod Stewart:

„Ich brauche dreimal

täglich Sex!“

Hansi Hoffmann, PR-manageR deR suPeRstaRs, eRinneRt sicH

Du kannst mir glauben, ich habe vor dieser

Operation eine Scheißangst!“ Rod Stewart

stocherte an diesem 30. April 2000 lustlos

im Züricher Geschnetzelten im Gourmet-Tempel

„Villa Schratt“ im österreichischen Ischgl. Mit fast

waidwunden Augen sah mich der Weltstar über

seine schmale Brille mit den grünen Gläsern an,

wurstelte mit einer Hand in seiner braun-gelben

Ananasfrisur. Seine neueste Errungenschaft, Penny

Lancaster, versuchte Rod mit einem zarten Kuss

auf die Wange zu trösten. In vier Stunden wird der

Weltstar auf der traditionellen Tiroler Idalp, auf

der „Top of the Mountains“-Bühne, vor knapp

20.000 Leuten seine Chartbreaker singen – von

„Maggie May“ und „Sailing“ bis „Hot

Legs“ und „Passion“. Sein letztes Konzert,

bevor er sich zwölf Tage später im

Cedars-Sinai-Medical Center von Los Angeles

den Spezialärzten anvertrauen wird,

die einen kalten Knoten aus seiner Schilddrüse

entfernen werden.

„Hört heute noch einmal gut hin, wenn ich

mit Volldampf meine Hits röhre“, schwadro-

nierte der Star im Kreis von Freunden am

runden Tisch mit der rotweißen Tisch decke.

„Vielleicht ist es das letzte Mal, dass ihr den

guten Rod live auf der Bühne herumspringen

seht und singen hört. Und wer macht meine

liebe Penny glücklich, wenn mir die Herrn

Doktoren die Freude am Sex wegschnippeln?

Ich kann weder ohne Musik noch ohne Sex

leben, dann fahre ich lieber zur Hölle!“

Es wurde ein furioses „Top of the Mountains“-

Konzert des Roderik David Stewart aus London-

Highgate. Sechs Zugaben verlangten die Fans bei

diesem historischen Open Air in 2.300 Metern

über dem Meeresspiegel inmitten einer schneeweißen

Bergwelt.

Sechs Monate Schonzeit nach der komplizierten

Operation in Los Angeles. Ein weiterer kleiner Ein-

griff folgte im Februar 2001, da doch nicht alles

so ganz glatt im berühmten Medical-Center gelau-

fen war. Doch weltweites Aufatmen der Stewart-

Fangemeinde, als Rod Stewart am 1. Juni mit un-

hoffmanns erzählungen � quadrat 11/2012 53

verkennbarer Reibeisenstimme in Las Vegas seine

Amerikatournee startete und an seiner Seite eine

überglückliche Penny Lancaster, die vorerst letzte

„Hot Legs“-Favoritin des unbestritten sexsüchtigen

Superstars.

Es war die Märklin-Spielzeugeisenbahn Spur H0,

die zweite Leidenschaft Stewarts nach dem Fußball,

die mich im Mai 1983 mit dem Weltstar zusammenbrachte.

Unser gemeinsamer Freund

Marcel Avram, internationaler Konzertveranstalter,

hatte vor dem Start der großen Deutschlandtournee

dem Sänger von meiner riesigen Märklin-

Anlage im Keller meines Frankfurter

Hauses erzählt – über 60 Loks und

mehr als 200 Waggons rollten durch

eine selbst gebastelte Landschaft auf

200 Meter Gleisstrecke mit 40

Weichen, Kreuzungen und unzähligen

Signalen.

„Hi, man, fährst du deine Anlage mit

einem elektronischen Stellpult oder

steuerst du noch per Hand“, war die

Begrüßung von Rod Stewart, als ich

von seinen Bodyguards in die zur

Künstlergarderobe umgestaltete

Mannschaftskabine in der Mün-

chener Olympiahalle gebracht wurde.

„Ich hab’ mir gerade ein Tastenstell-

pult für zwölf Gleise und 50 Signale

bauen lassen. Super, sag’ ich dir, hat

aber auch ein Vermögen gekos tet!“


54 quadrat 11/2012 � hoffmanns erzählungen

Eigentlich sollte es eines der ganz wenigen und

begehrten Interviews mit dem Weltstar für die

Tourneepromotion werden, aber zunächst musste

ich alle Details der riesigen Märklin-Anlage zur

Kenntnis nehmen, die er in seinem 300.000

Pfund teuren Landsitz im Cranbourne Court von

Windsor aufgebaut hatte. „Eigentlich bin ich ja

ein spätes Glückskind“, erinnerte sich Stewart auf

meine Frage, ob er von so einem Hobby schon als

Kind geträumt hätte. „Nein, erst einmal sah alles

Von deR Queen wuRde eR zum

„commandeR of tHe oRdeR of tHe

BRitisH emPiRe“ ausgezeicHnet.

nach einem ganz beschissenen Leben aus. Im letzen

Kriegsmonat knallte noch eine deutsche V-2-

Rakete in unser Nachbarhaus, dann wollte ich

Fußballstar werden, bekam auch einen Vertrag

mit acht Pfund Wochen-Gehalt vom Brentfort Club

in der zweiten Liga, wurde aber nie auf gestellt.

Doch bevor ich ausstieg, habe ich aus Rache noch

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C

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die Tochter vom Vereinspräsidenten entjungfert.

Dann trampte ich mit Gitarre als Straßensänger

durch Europa, bis mich in St. Tropez die Bullen

wegen Landstreicherei auswiesen und ich vom

Konsulat eine Fahrkarte dritter Klasse nach London

bekam.“

C

„Stimmt es eigentlich, dass C du lautstark in den

M

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Handzettel 02.pdf 1 10.10.12 17:21

Ein neuer König wurde geboren.

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Medien gemeckert hast, weil dich die Königin

noch nicht zum Ritter geschlagen hat“? forschte

ich. „Bis dahin war es noch ein weiter Weg“, erzählte

Rod weiter. „Zurück in London hab’ ich als

Schildermaler, als Zeitungsbote und sogar als

Leichenwäscher und Totengräber auf dem Zentral-

friedhof von Highgate gejobbt, bin mit wilden

Songs und Gitarre bei den Ostermärschen mitge-

Das Auto.


laufen und habe als „Rod the Mod“

in erfolglosen Kapellen Mundharmo-

nika gespielt oder stumm Rhythmus

geklatscht. Erst ’66 zog ich als Gitar-

rist mit den Beatles auf Tour, dann

’69 mit den Small Faces auf Deutsch-

land-Tournee; meine erste Platte

„Good Morning, little Schoolgirl“ wur-

de dann das Sprungbrett als Songwri-

ter und mit eigener Band, ein irrer,

wilder Haufen. Mit dem zog ich dann

durch die USA, Europa und Australien.

Daran hat sich bis heute nichts geändert:

Wir spielen, singen, saufen und

schlafen mit schönen Blondinen. Ich

brauche dreimal Sex am Tag – wenn’s

sich irgendwie anbietet!“

Die 8.000 Fans in der Münchener

Olympiahalle tobten vor Begeisterung,

als Rod Stewart nach über zwei Stunden durchge-

schwitzt aber glücklich von der Bühne ging. Drei

Zugaben musste er noch abliefern – nach „Do you

think I’m sexy“ und „Tonight I’m yours“ dann

endlich der brandneue Welthit „Baby Jane“. Nach

dem Jubelkonzert zog der „innere Kreis“ der Tour-

nee in die Stadt. Die Plattenfirma Warner und

Tourveranstalter Marcel Avram hatten zum Tou-

rauftakt und zur mehrfachen Goldverleihung in

den komplett reservierten Kitschtempel „Kay’s

Bistro“ am Viktualienmarkt eingeladen. Die stets

geschminkte und aufge donnerte Münchener Schi-

cki-Micki-Gallionsfigur Kay Pörtsching hatte sei-

nen In-Laden ganz in Pink gestaltet, vom Tischde-

kor mit Kerzen und Rosen bis hin zu rosa Tischdecken,

die bis zum Boden reichten. Die knapp 80

Gäste saßen eng beiein ander auf den schmalen

Stühlen. Für den Star war der Ehrenplatz auf dem

plüschigen Oma-Sofa am Kopfende des Ehrentisches

reserviert. Ich bekam einen Platz am Nebentisch,

zusammen mit den drei Bossen des Musikverlages.

Rod Stewart kam mit seinem Bodyguard

und mit ziemlicher Ver spätung zu seinem Fest. Mit

einem frechen, macho haften Grinsen zog er ein

lang beiniges Girlie hinter sich her, das ihn um einen

ganzen Kopf überragte. Das eindeutig erkennbare

Supergroupie hatte alles, was müde Musiker

in London joBBte eR aLs scHiLdeRmaLeR, aLs zeitungsBote und sogaR aLs

LeicHenwäscHeR und totengRäBeR.

wieder lebendig machen konnte: einen knallroten

Schmollmund, lange blonde Haare und Bella-Don-

na-Augen, eine schmale Taille, einen knapp ver-

deckten sexy Busen, Knack-Po, und aus einem Mi-

nirock, der mehr einem breiten Gürtel glich, staks-

ten zwei lange braungebrannte Beine.

„Nun hab’ ich auch in München mein Baby Jane

gefunden“, prahlte der Star und schob sich zu sei-

nem Ehrenplatz. „Baby Jane“ platzierte man an

den Rand des Ehrentisches. Nach der mit Gin ver-

feinerten Hummersuppe begannen in englischer

Sprache die Lobreden auf den Künstler. Der

Warner-Boss Siggi Loch präsentierte gleich vier

gerahmte Gold-Alben. Einige Fotografen schossen

in einem wilden Blitzlichtgewitter unzählige Fotos,

bevor sie von einem Bodyguard wieder aus dem

Lokal begleitet wurden. Alle Gäste hatten sich erhoben,

Standing Ovations für den Gefeierten.

Während des langen Beifalls der Jubler sah ich aus

dem Augenwinkel, wie „Baby Jane“ zwischen den

hoffmanns erzählungen � quadrat 11/2012 55

stehenden Männern links und rechts von ihr

unter das bodenlange Tischtuch rutschte. Natürlich

konnte ich mir denken, wohin ihre Unter-Tage-Wanderung

führen sollte. Und richtig!

Rod hatte ich gut im Blick, und während

sein Freund und Tourneeveranstalter Marcel

Avram nun zu seiner Elogen in dem ihm eigenen

rumänisch-jiddisch gefärbten Englisch

an gemeinsame Tage und Erfolge erinnerte,

zuckte Rod urplötzlich zusammen,

seine Augen begannen zu flackern, er

rutschte unruhig auf dem Oma-Sofa herum,

biss sich auf die Unterlippe, fuhr mit einer

Hand durch seine Gel-strotzende Ananasfrisur,

mit der anderen unter das Tischtuch.

Alle schauten zum Redner Marcel, keiner

bemerkte die sichtliche Erregung des Stars.

Gottlob war es keine kurze Rede, die wieder

mit Ovation bejubelt wurde – beste Gelegenheit

für „Baby Jane“, zwischen den

stehenden, klatschenden Tischnachbarn wieder

auf ihren Platz zu rutschen.

Bevor die Party endete, nahm ich „Baby Jane“ zur

Seite und fragte direkt nach ihrem Untergrund-

Ausflug. Unbekümmert und kess erklärte sie, dass

ein Bodyguard von Rod sie in der Konzertpause

gefragt habe, ob sie Rod gerne persönlich kennen

lernen wolle, ob sie „prudish“ – also prüde – sei

und Lust hätte, mit Rod nach der Show noch Party

zu machen. Mit frechem Augenaufschlag gestand

mir „Baby Jane“, dass sie immer für eine ausgeflippte

Party zu haben sei – und was dann noch

käme, das komme eben –, sei doch cool oder?

meinte das Girlie.

Bliebe noch nachzutragen: Rod Stewarts Reibei-

senstimme wurde mit einem Grammy, einem Brit-

Award und dem US-Music-Award ausgezeichnet,

er brachte 94 Singles und 48 Alben auf den Welt-

markt, ist Vater von sieben Kindern von fünf ver-

schiedenen Frauen und wurde von der Queen

dann doch noch zum „Commander of the Order

of the British Empire“ ausgezeichnet.

„Die wilden Zeiten sind vorbei“, verkündete Rod

Stewart jetzt. „Mick Jagger hat den kleineren Hin-

tern – und da stehen Frauen nun mal drauf. Ich

hab’ also keine Chance!“

Fotos: Hansi HoFFmann


86 56 quadrat 11 11/2012 / 2012 � � reingehört

REINGEHÖRT

NOVEMBER

Van MoRRisson

BoRn To sinG: no Plan B

BluE noTE

Vielleicht werden eines Tages unsere

Nachfahren versuchen, die Artefakte

unserer Zeit zu deuten, so wie wir es mit

den Höhlenmalereien und Pyramiden

tun. In ferner Zukunft werden sie in ihren

Museen mitleidig den Kopf schütteln,

den Blick auf Geldscheine, Zigaretten

und Sudoku-Hefte gewandt. Und dann

sind da noch diese Sonderausstellungen

zu grässlichen frühgeschichtlichen Phänomen

wie „Sklaverei“, „Kapitalismus“

und „Musik“. „Ja, haben die denn überhaupt

nichts hingekriegt?“ raunen sie,

als sie den Saal betreten, über dem das

Wort „Celtic Soul“ steht. Es schien sich

dabei um eine Art Zauber zu handeln,

deren bedeutsamster Anwender ein

kleiner Mann namens „Van Morrison“

gewesen zu sein schien. Dem war es irgendwie

gelungen, seine Stimme auf

schwarzes Plastik zu bannen, und wenn

er diese Stimme erklingen ließ und mit

kryptischen Versen die Luft füllte, verstummten

die Leute, damals wie jetzt,

hier, inmitten dieses Museums der Armseligkeiten,

um gebannt den Tönen zu

lauschen, die direkt in ihr Inneres fahren

und alles für immer verändern. Schweigend,

nicht mehr die, die sie mal waren,

verließen sie den Saal, unbedeutende

Punkte zwischen Himmel und Erde.

al jaRREau and THE

METRoPolE oRkEsT

liVE

concoRd

Al Jarreau schaffte es, als einziger Vokalist

in der Musikgeschichte Grammys

in den Kategorien Jazz, Pop und Rhythm’n’

Blues zu gewinnen. Und obwohl er mittlerweile

72 Jahre alt ist, ist seine Experimentierfreude

ungebrochen und führt

ihn immer wieder mit neuen musikalischen

Partnern zusammen. So wie auf

seinem neuen Live-Album. Mit dem von

Arrangeur Vince Mendoza geleiteten

53-köpfigen Orchester nahm er neue

Versionen von Erfolgsnummern wie „Água

de beber“, „Spain“, „We’re In This Love

Together“ und „After All“ auf. „Dieses

Orchester hat ihnen einen völlig neuen

Rahmen gegeben. Es wird deutlich, dass

man bereits existierende Musik neu beleben

und restaurieren kann“, verrät Al

Jarreau.

GodsPEEd You Black

EMPERoR

allElujaH! don‘T BEnd! ascEnd!

consTEllaTion

Die Instrumentalmusik des Musikerkollektivs

aus Montreal ist für seine

suggestive Kraft berühmt. Die seltenen

Konzerte der Band sind ein sehr intensives

Ereignis für jeden Menschen, der

empfänglich für Musik- und Gefühlsströme

ist, hautnah erlebt man zwischen

neun bis 15 unterschiedlichste Charaktere

miteinander interagieren, diverse

StreicherInnen, die überhaupt nicht

stoisch am Bühnenrand stehen, sondern

ein sich immer neu formierendes Zentrum

bilden, Gitarristen, Drummer, Bassisten

und mehr − sie erschaffen einen

Mahlstrom an Emotionalität, der vor der

Bühne regelmäßig zu Tränenausbrüchen

der Ergriffenheit führt. Nicht wenige

sprechen dabei von spirituellen Erfahrungen.

Dies ist ihr viertes Album, zehn

Jahre ligen zwischen diesem und dem

letzten. Werbung machen sie keine, Interviews

meidet die Band. Eigentlich

brechen sie jede gültige Marketingregel.

Kein Kalkül, sondern Haltung. Die vielleicht

einzige wirklich relevante und innovative

Band ihrer Zeit braucht keine

Worte, um ihren Protest deutlich hörbar zu

artikulieren. Drei Konzerte in Deutschland,

8., 9. und 10. November in Berlin und

Leipzig, danach vielleicht nie wieder in

Europa. Nutzen Sie diese Chance!

PETE sEEGER

a MoRE PERfEcT union

aPPlEsEEd

93 Jahre alt ist die amerikanische

Folk-Legende Pete Seeger inzwischen.

Über das Leben, auf das er zurückblicken

kann, sind zahlreiche Bücher

geschrieben, er selbst hat unzählige

Lieder zu nahezu allen Themen des

letzten Jahrhunderts geschrieben. Stets

hat er den Künstler als politisches Medium,

das Lied als Inhaltsträger verstanden.

Hier wird er von Größen wie Bruce

Springsteen, Steve Earle und Emmylou

Harris begleitet. Weder handelt es sich

bei dieser Veröffentlichung um einen

Altersaufguß, noch um eine halbgare

Marketingnummer. Pete Seeger macht

lediglich das, was er sein Leben lang ge-

tan hat: Lieder schrieben und singen, sie

den Menschen nahebringen, sich für

ihre Belange einsetzen, Frieden stiften,

Ungerechtigkeiten entgegenwirken. Und

was haben Sie die letzten Jahrzehnte so

getrieben?

GaRY MooRE

BluEs foR jiMi

EaGlE Rock

Live-Aufnahmen eines Jimi-Hendrix-

Memorial-Festes von 2007, auf dem

auch Mitch Mitchell und Billy Cox der

originalen Jimi Hendrix Experience mitwirkten.

Eigentlich nichts spektakuläres,

greift man bei Bedarf doch eher auf die

Originale von Hendrix zurück. Auf der

anderen Seite: Gary Moore war schon

immer irgendwie ein cooler Typ, ein

echter englischer Rocker, der über die

Gitarre zum Weltenbürger wurde. Einer

der Besten, wohl gemerkt und damit gehört

er zu den wenigen Musikern, die

Hendrix’ unvergleichlichem Gitarrenstil

gerecht wurden. Dies ist die packende

Hommage eines echten Meisters an einen

anderen. (ap)


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was Macht eigentlich norbert Pallasch?

„Ein Leben

voller Brüche“

Als ich ihn anrufe, um mich zu einem Interview mit ihm zu verabreden,

wusste ich aus der Redaktionskonferenz nur, dass er „ein hohes Tier bei

der Polizei in Bad Harzburg“ gewesen sei und nun schon lange pensio-

niert ist. „Pallasch“ meldet sich am anderen Ende der Leitung eine recht junge

frische Stimme, und ihr Besitzer ist – falls er nicht gerade keine Zeit habe

und sich seinen zahlreichen Hobbys widmen müsse – auch gern zu einem

Gespräch bereit.

Mit elf Jahren war die Kindheit vorbei

Norbert Pallasch, Jahrgang 1934, erlebte in Bad Harzburg seinen letzten

Berufsabschnitt als Erster Polizeihauptkommissar und war Dienstleiter für

öffentliche Sicherheit und Ordnung mit seinem selbsternannten Schwerpunkt

„Verkehrsberuhigung“. Doch bis er das geworden war, ging Pallasch einen steinernen

Weg und erfuhr in seiner Kindheit ein, wie er selbst sagt, „Leben voller

Brüche“.

Eine glückliche Jugend bis zum elften Lebensjahr verbringt er in seiner Geburtsstadt

Gleiwitz. Mit dem Eintreffen der Russen flieht die Mutter mit den drei

Söhnen im letzten Zug nach Westen – eine Reise, die zwei Monate dauern soll

und sich zu einer Odyssee gestaltet. „Mit dem Fluchtbeginn war meine Kindheit

mit elf Jahren zu Ende“, stellt Pallasch nachdenklich fest und erzählt dann

weiter von der beschwerlichen Zeit in Mecklenburg-Vorpommern, wo die kleine

Familie in einem Tagelöhnerhaus vor dem Bernstorffschen Schloss Unterschlupf

findet. Die russischen Besatzer teilen den Jungen zum Hüten der Kühe

und Schafe ein und lehren den Elfjährigen so ganz nebenbei den Umgang mit

einer Maschinenpistole. Schließlich wird er für zwei Jahre in die Dorfschule

aufgenommen, bis der Schulleiter ihn in ein Internat bei Hagenow vermittelt.

Ein Jahr darf er dort lernen, bis die Mutter erfährt, dass der Vater aus der

Kriegsgefangenschaft nach Hannover entlassen worden ist. Erneut beginnt eine

weitere Flucht in der Nacht über die Grenze in den Westen, wo der Vater eine

Anstellung im Lindener Hafen bekommen hat. 15 Jahre ist Pallasch damals

alt. Ohne schulischen Abschluss verdingt er sich bei einem Bauern, so lange,

bis er endlich eine Lehrstelle zum Klempner und Installateur bekommt. „Mein

Vater hat mir vieles beigebracht: das Rechnen, das Beschäftigen mit Literatur

und die Freude an all den Dingen, die ich seit meinem elften Lebensjahr nicht

mehr erfahren hatte“, so erzählt er, „ich war ein richtiger Autodidakt“.

Foto: tilman görres


der werdegang als Polizist

profile � quadrat 11/2012

59

Nach bestandener Lehre meldet Norbert Pallasch

sich bei der Polizei. Alle notwendigen Lehrgänge

absolviert er, besucht in Hiltrup/Münster die Fachhochschule

für öffentliche Verwaltung, Abschluss

als Diplom-Verwaltungswirt mit der Befähigung für

die Laufbahn „Gehobener Dienst Polizei, Eingangsstufe

Kommissar“. Damit hat er die Voraussetzung

erlangt, im gehobenen Dienst die Karriereleiter

aufzusteigen. So baut er 1966 zunächst

in Hannover den sogenannten Lagedienst mit auf

und mit dem Wunsch zum Kommissar stehen Versetzungen

ins Haus. So wird Norbert Pallasch

1968 Vize-Dienststellenleiter in Salzgitter, da sind

schon Sohn und Tochter geboren, bis er schließlich

1971 in Bad Harzburg als Oberkommissar

landet und später zum Hauptkommissar und

schließlich zum Ersten Polizeihauptkommissar

befördert wird.

„nie wieder eine viersPurige trasse“

In das „ Leben voller Brüche“ war nun Ruhe und

Kontinuität eingekehrt. 23 Jahre bleibt er in Bad

Harzburg bis zu seiner Pensionierung 1994. Er ist

Leiter für Sicherheit und Ordnung in der Öffentlichkeit

und für Verkehrsberuhigung. Bald ist er

Mitglied in vielen Ausschüssen; seine Meinung ist

gefragt, und er legt von Anfang an großen Wert auf

eine gute Zusammenarbeit mit der Kommune, die

er immer in alle Entscheidungsprozesse einbindet.

Stets ist er aufgeschlossen für neue Ideen. Darum


60

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Ruhetag

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liegt ihm heute wie schon zu seinem Amtsantritt

der Rückbau der B 4 sehr am Herzen. „In den

70er Jahren“, so sagt er, „hatte der Verkehr abso-

lut Priorität vor den Bedürfnissen der einzelnen

Bürger. Ein großer Fortschritt war schon die angedachte

Fahrgeschwindigkeit von 70 Stundenkilometer

auf 60 zu senken.“ Und so unterstützt er

die Bürgerinitiative von heute auch vehement:

„Ich bin dafür, dass Bad Harzburg nie wieder eine

vierspurige Trasse bekommt.“

nach der Pensionierung geht es weiter

Natürlich kann Norbert Pallasch viel aus seinen

23 Dienstjahren in Bad Harzburg erzählen. Besonders

bewegt hat ihn die Maueröffnung, zumal die

Inspektion der Grenze auch zu seinen Aufgaben

gehört hatte. Als er durchs Fernglas auf der „anderen

Seite“ einige Offiziere der NVA sieht, begibt er

sich dorthin, um sie zu begrüßen. Eiserne Mienen

sehen ihn an, bis einer von ihnen ebenso wie er

die Hand ausstreckt und alle nachziehen.

Dass Pallasch auch nach seiner Pensionierung

nicht die Hände in den Schoß legt, versteht sich

von selbst. Zunächst einmal ruft ihn Goslar zur

Mithilfe bei der Aufstellung für einen Kriminalpräventionsrat,

um in Zusammenarbeit mit Schulrat,

Richtern, Vereinen und Jugendpflegern Brennpunkte

durch sinnvolle Aktivitäten für Jugendliche

zu vermeiden. Vor vier Jahren starb Norbert

Pallaschs Ehefrau. Er fand in Gudrun

Stegemeyer noch einmal eine gleichgesinnte

Partnerin. Die Interessen der

beiden ergänzen sich vorzüglich.

wie ist wohl langeweile?

Heute, kurz vor seinem 79. Geburtstag,

wünscht sich Norbert Pallasch manchmal

den 36-Stunden-Tag. Den könne er unbedingt

bedienen. Der frühere 2000- und

4000-Meter Läufer hat sich zweimal wöchentlich

auf zwölf Kilometer dem Nordic Walking

verschrieben. Einmal pro Woche ist Tanzen bei

Rot-Gold Bad Harzburg angesagt; zweimal im

Monat wird gekegelt und „als Mann für alle Fälle“

hilft er der Lebensgefährtin auch in ihrem Haus

als Handwerker. „Eigentlich möchte ich gern wis-

sen, wie das ist, wenn man Langeweile hat“,

schmunzelt er. Und dann sind da ja auch noch

immer die vielen Reiseziele. Gerade erst kommen

sie von einer Donaukreuzfahrt zurück, davor, es ist

noch nicht lange her, schwamm Norbert Pallasch

auf Mallorca, wo die beiden immer entweder im

Frühsommer oder im Herbst Urlaub machen; im

Sommer wird die Nordseeinsel Föhr besucht, und

im Winter geht’s nach Seefeld. Und jetzt freut sich

Norbert Pallasch auf die weihnachtliche Zeit, in

der er gern zu Barockkonzerten in die Kirchen

geht. Außerdem wird viel gelesen: Heinrich dem

Löwen wie auch historischen Romanen gilt sein

größtes Interesse. An Balladen kann Norbert Pallasch

sich ebenso erfreuen wie an aller schöngeistigen

Literatur.

Und wenn ihm dann noch einmal Zeit bleibt, durch

Bad Harzburgs schöne Fußgängerzone zu gehen,

denkt er manchmal, dass er damals bei ihrem Bau

auch schon dabei war. So ist letztendlich aus dem

„Leben voller Brüche“ noch ein Leben geworden

voll weniger schönen, aber auch vielen positiven

Erfahrungen – und immer voll frischem Tatendrang.

Und ich hatte Glück, dass mein Gespräch

mit ihm gerade in eine Pause hineinpasste.

(babs)


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marunde � quadrat 11/2012 61


62 quadrat 11/2012 � quadratabend


7

in der Steinberg-Alm

„Zum Rösner“

1

4 5 6

8

Anfang Oktober luden QUADRAT und das Team der Steinberg

Alm "Zum Rösner" zum gemütlichen Umtrunk ein, um die Ausgabe

des Magazins willkommen zu heißen. Die Gäste freute es,

und gemeinsam feierte man die neue Ausgabe, kam bei Bier und

Wein ins Gespräch, knüpfte hier und da neue Kontakte und

tauschte Wissenswertes aus. Auf ein nächs tes Mal freut sich

schon jetzt Ihre QUADRAT-Redaktion!

Fotos: Bernd Schubert

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2 3

11

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12 13

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20 21

Fenster Steinberg Alm 1 Christian Brink 2 Frau Brinkmann, Frauke Keck-

Pergner 3 Irene Jordan, Petra Binnewies 4 Rainer Peschken, Peter Jordan

5 Rainer Golitz 6 Petra Binnewies 7 Otto Brinkmann und Gattin 8 Die nette

Dame vom Service 9 Marie-Luise Meiß, Henning Binnewies 10 Dr. Christian

Frees 11 Dieter Freesemann und Gattin 12 Holger Schaarschmidt und Tho-

mas Heidzig 13 Ursula Jung 14 Jürgen Dammann 15 Frau Brinkmann

16 Stefan Sobotta 17 Kaja Schwarz 18 Bärbel Straten 19 Diana und Marcus

Renken 20 Bernd Schwarz 21 Cornelia Meiß

Kleiner

Weihnachtsmarkt

am 24.11.

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20.00 Uhr

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16.00 Uhr

04. NovemBer

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vorab Mit Gastchor Joy aUs GronaU

franKenberGer Kirche Goslar

17.30 Uhr

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10. NovemBer

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weihnachtsaUsstellUnG

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10. NovemBer

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10. NovemBer

warUM heiraten, leasinG tUt´s aUch

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bünDheiMer schoss, baD harzbUrG

20.00 Uhr

11. NovemBer

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Goslars oberbürGerMeister über-

Gibt Die insiGnien Der Macht,

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11. NovemBer

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11. NovemBer

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bernD KraGe-sieber, Polit. Kabarett

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HerausGeBer

Quadrat Verlag

Goslar-Bad Harzburg

Ltd. & Co. KG

Am Breitenberg 111

38667 Bad Harzburg

Tel. 05322 3949

Fax 05322 51849

www.quadratdeutschland.de

verleGer

Bernd Schwarz (v.i.S.d.P.)

schwarz@quadratgoslar.de

redaKTioN

Tilman Görres (tg)

Ursula Jung (uju)

Bernd Schwarz (bs)

Stefan Sobotta (sts)

Sonja Weber (sw)

Gastautoren

Ingo Hinz (ih)

Barbara Vogg (babs)

Natascha Mester (nm)

Rüdiger Albert (ra)

André Pluskwa (ap)

emma Piehl (ep)

Lektorat

Tilman Görres

GesTalTuNG

Rainer Golitz

creaktiv GmbH & Co. KG, Goslar

FoTos

Bernd Schubert, Stefan Sobotta,

Bernd Schwarz, Hartmut Weber,

Ursula Jung, Rainer Golitz

aNzeiGeN/verTrieB

Bernd Schwarz

schwarz@quadratgoslar.de

Bärbel Straten

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Druckerei Wulf, Lüneburg

www.druckereiwulf.de

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Quadrat ist monatlich und kostenlos

im Harz erhältlich.

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Es gilt die Anzeigenpreisliste

Nr. 1/2011 vom 01.01.2011

Download: www.quadratgoslar.de

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beim Verlag. Nachdruck und Vervielfältigungen

(auch auszugsweise), Wiedergabe durch Film, Fernsehen,

Rundfunk sowie Speicherung auf elektronischen

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des Verlages. — Für unverlangt eingesandte Manuskripte

oder Fotos übernimmt der Verlag keine Haftung.

Mit Namen oder Initialen gekennzeichnete

Beiträge geben nicht unbedingt die Meinung des

Heraus gebers wieder.

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zwölf Monaten automatisch, eine zusätzliche Kündigung ist nicht erforderlich. Einfacher geht’s nicht! Es grüßt Sie herzlich Ihr QUADRAT-Team

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65 Jahre Compagnia d‘Opera Italiana di Milano

Festliche Operngala

Solisten, Chor und Orchester der

Compagnia d‘ Opera Italiana di Milano

Musikalische Leitung: Tamás Bolberitz

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Kursaal Bad Harzburg

weltberühmte Arien, Duette, Ensembles und Chöre

u.a. aus Rigoletto, La Traviata, La Bohème, Madame Butterfly, Tosca, Turandot

Der Wendepunkt der Zeiten ist gekommen!

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20.09.2012, 12:36

Donnerstag 08. November 2012 / 19:00 Uhr

Eine Verdi-Puccini -Operngala

Mit der Compagnia d `Opera Italiana di Milano

Sogar die Mayas haben das Ende der Welt vorhergesagt. So soll es nun auch bei Baumann & Clausen

geschehen. Die Welt Deutschlands beliebtester Bürokraten wird untergehen - zumindest im theater!

Der Deutsche Wetterdienst meldet die Apokalypse verspätet und so bleiben hans-Werner und Alfred nur

noch 2 Stunden, das zeitliche zu regeln. Völlig auf sich gestellt, bereiten sich Baumann und Clausen auf ihr

schlote productions, salzburg www.schlote.at, in Zusammenarbeit mit Konzertdirektion Landgraf

ganz persönliches Ende vor! Nun stehen sie da, die alten Freunde - sagen sie sich alles, was seit langem

überfällig war und stellen fest, dass es am Ende ihrer tage noch etliche Untätigkeiten auszuprobieren gilt


Und das Publikum? Das ist mittendrin, im Urknall der Baumann & Clausen-Welt. Sie begleiten die beiden

Käffchenbrüder mit, bis hin zum Schritt vor das Jüngste Gericht! Doch diese Frage wird im Stück noch

beantwortet werden müssen: hat der himmel ein herz für Bürokraten? Oder wird es Alfred und hans-

Werner doch noch gelingen den lauf des Schicksals zu ändern und die Menschheit zu retten?

Ein schreiend komisches Schauspiel mit Jens lehrich und Frank Bremser. Sehen Sie die Beiden in ihren

Paraderollen „Baumann und Clausen“. Mit ihrem vorherigen Bühnenprogramm „Die Wende in 90 Minuten“

begeisterten sie als "Ossi" und "Wessi" mehr als 150.000 zuschauer auf den deutschen theaterbühnen.

„Im himmel ist der teufel los“ startet im herbst 2011. Alle termine finden sie auf der Internetseite der

„Meisterbürokraten“: www.BaumannundClausen.de

KONzErtDIrEKtION SChlOtE

Warum lieben wir Oper? Warum können uns Kompositionen, die oft mehr als 100 Jahre alt sind,

so bewegen?

Oper ist vor allem anderen Gefühl, das zur Musik wird. Gefühl, das in den Streichern und Bläsern

mitschwingt, aber vor allem interpretiert wird durch Menschen. Und diese Menschen singen von

Gefühlen, die immer gleich bleiben und alle ansprechen, die offen dafür sind – von liebe und

Verlust, von Eifersucht und zorn. Mit Giuseppe Verdi und Giacomo Puccini hat die Compagnia

zwei der größten italienischen Botschafter für diese Welt der Gefühle im Programm.

Das Gala-Konzert gibt den zahlreichen treuen Freunden des Ensembles die Gelegenheit,

highlights aus dem repertoire der schönsten Verdi- und Puccini-Opern mit allen auf tournee

befindlichen Solisten zu hören, eingebettet in mitreißende Chor- und Orchesterstücke.

im hotel Achtermann Goslar

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www.odeon-theater.de

Telefon: 05321-319840


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Abenteuer-

kulisse

für Australienfans

Genießen Sie das Gefühl von Abenteuerurlaub

auf dem fernen Kontinent,

das sich gleich einstellt, wenn man

Außenbereich und Gastraum betritt.

Unsere Küchencrew produziert kein

Fastfood, sondern “Aussie-Food“, täglich

frisch und auf Bestellung. Wenn Sie

anschließend ins Kino gehen möchten,

planen Sie daher bitte etwas Zeit ein,

es lohnt sich!

Im Gastraum zwei australische Hütten,

die einem Abenteuerfilm entsprungen

sein könnten und Baumhäuser auf

Stelzen, die den Raum in zwei Ebenen

unterteilen, bieten unseren Gästen jetzt

auch separate Bereiche zum Feiern mit

Freunden, Kollegen oder einfach für

sich.

Zur Mittagspause nach Australien.

Wir bieten Ihnen wöchentlich wechselnde

Lunches zu Superpreisen.

Sonntagsbrunch für große und kleine

Abenteurer.

Von 10.00 bis 14.00 Uhr erhalten Sie

bei uns ein Brunch mit allem, was das

Herz begehrt, für gerade mal 12,00

Euro. Kinder bis einschließlich zwölf

Jahren zahlen 50 Cent pro Lebensalter.

“Veggies“ können an unserer Salatbar

grasen.

See ya!

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