Migros-Geschäftsbericht 2005

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Migros-Geschäftsbericht 2005

Jahresbericht/Finanzteil

2005


Migros Facts

KENNZAHLEN IN MIO. CHF 2005 2004

GRUPPENUMSATZ 20 385 20 303

Veränderung in % zum Vorjahr + 0,4 + 1,4


Kennzahlen

UMSÄTZE DER GENOSSENSCHAFTEN (Inland und Ausland) 14 621 14 651

Veränderung in % zum Vorjahr


– 0,2 + 2,5

EBITDA 1 460 1 397

in % vom Gruppenumsatz


7,2 6,9

EBIT 607 543

in % vom Gruppenumsatz


3,0 2,7

GRUPPENGEWINN 699 545

in % vom Gruppenumsatz


3,4 2,7

CASHFLOW 1 378 1 187

in % vom Gruppenumsatz


6,8 5,8

FREE CASHFLOW


319 301

INVESTITIONEN


1 127 996

BILANZSUMME 16 782 16 839

› Eigenkapital inkl. Minderheiten 9 634 8 928

› in % der Bilanzsumme


57,4 53,0

AUFWENDUNGEN FÜR KULTURELLE, SOZIALE UND

WIRTSCHAFTSPOLITISCHE ZWECKE


112 114

PERSONALBESTAND

Anzahl Personen Jahresdurchschnitt


81 049 82 272

MIGROS-GENOSSENSCHAFTER (Mitglieder) 1 982 033 1 957 804

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JAHRESBERICHT


Von links nach rechts:

Gisèle Girgis, Urs Riedener, Joerg Zulauf, Herbert Bolliger (Präsident der Generaldirektion), Claude Hauser (Präsident

der Verwaltung), Jakob Knüsel, Andreas Münch


Migros Facts

Bericht der Präsidenten

Wir senken die Preise und handeln in Respekt

vor Mensch, Tier und Natur

Mehr fürs Geld: Die Migros hat im vergangenen Jahr die Preise

um durchschnittlich 1,2 Prozent gesenkt.

Die Idee ist ebenso reizvoll wie naheliegend. Sie lautet: Alles unter einem Dach. Oder: Über

30 000 Artikel in einer einzigen Filiale und erst noch zum besten Preis-Leistungs-Verhältnis.

Das ist die Migros. Diesem Grundsatz bleiben wir auch in Zukunft treu. So wahren wir die

Interessen der fast zwei Millionen Genossenschafterinnen und Genossenschafter und sichern

die Vorteile, die sich daraus ergeben: Unsere Kundinnen und Kunden sparen Zeit, Geld und

verursachen weniger Einkaufsverkehr.

Deshalb haben wir im vergangenen Jahr entschieden, in die Telefonie einzusteigen und den

günstigsten Prepaid-Handytarif anzubieten. Das hat Bewegung in den Markt gebracht. Die

Preise kamen ins Rutschen. Nach wenigen Monaten telefonieren bereits über 170 000 Kunden

mit M-Budget Mobile.

Im letzten Jahr haben wir uns auch mit verschiedenen Produzenten auserlesener Produkte

zusammengetan und die Linie Sélection entwickelt. Wir bieten Spezialitäten an, die in der

Schweiz und in Europa mit viel Sorgfalt, oft in Handarbeit, hergestellt werden und für eine aus-

serordentliche Qualität stehen. Mit diesem neuen Sortiment für Feinschmecker runden wir un-

ser Angebot – bestehend aus der zu einem Vollsortiment ausgebauten Discount-Linie M-Budget,

den Engagement-Produkten, den Markenartikeln sowie den einzigartigen Eigenmarken – nach

oben ab.

Um dem Bekenntnis nach guter Qualität zu günstigen Preisen nachzukommen, haben wir

2005 die Preise im Durchschnitt um 1,2 Prozent gesenkt. Das Gleiche machen wir auch im lau-

fenden Jahr. Im Finanzplan sind erneut über 150 Millionen Franken für Preissenkungen vorge-

sehen.

Das wiederum können wir nur tun, wenn wir entschlossen die Kostensenkungs-Potenziale

ausschöpfen. Sei dies durch einen noch besseren Einsatz von neuen Technologien, durch eine

noch effizientere Logistik oder noch günstigere Konditionen bei der Beschaffung der Rohstoffe.

So haben wir letztes Jahr beispielsweise die tieferen Preise aus der Schweizer Brotgetreide-Ern-

te von 3,5 Millionen Franken konsequent mit Preisabschlägen auf einzelnen Brotsorten an die

Konsumenten weitergegeben.

63


Migros Facts

Im Kampf gegen ungerechtfertigt überhöhte Preise, verursacht durch politische Rahmenbedin-

gungen, haben wir die Wettbewerbskommission aufgefordert, zu zwei exemplarischen Fällen

(Kinder-Milchschnitte von Ferrero und Philadelphia-Käse von Kraft Foods) Stellung zu be-

ziehen. Die Antworten stehen noch aus. Inzwischen haben wir aber auch selbst gehandelt: Die

Milchschnitte führen wir seit Anfang Jahr als M-Budget-Produkt und Kraft Foods kommt uns

mit wesentlich tieferen Einstandspreisen entgegen.

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Zu Gottlieb Duttweilers Überzeugungen gehörte ja auch, den preistreibenden Zwischen-

handel möglichst auszuschalten. Auch diesem Credo bleiben wir treu. Im Fernen Osten haben

wir zusätzlich zu unserem Büro in Hongkong eines in Shanghai eröffnet. An diesen Standorten

pflegen wir den direkten Kontakt zu den auch für die Migros zunehmend wichtigeren Herstel-

lern in China.

Die Migros sorgt aber nicht nur mit Preissenkungen und den dafür notwendigen kämpfe-

rischen Massnahmen immer wieder für Schlagzeilen, sondern auch in einer ganz anderen Rolle:

als ethisch handelndes Unternehmen. Denn unser soziales und ökologisches Engagement ist bei-

spielhaft. Wir setzten uns für ökologische Produktionsbedingungen und verantwortungsvolle

Arbeitsbedingungen ein, aber auch dafür, dass wirtschaftliche Umstrukturierungen sozialver-

träglich erfolgen.

Dazu nur einige Beispiele: Wir sind mit unserem Umsatz von 1,67 Milliarden Franken der

grösste Anbieter von besonders nachhaltig hergestellten Produkten, die als verbindendes Sym-

bol mit dem Dachlabel Engagement gekennzeichnet sind. Oder: Vor einigen Monaten konnten

wir das zehnjährige Bestehen unseres eco-Programms feiern. Vor zehn Jahren hat die Migros

nämlich begonnen, ihr Textilsortiment Schritt für Schritt auf umweltgerechte Herstellungspro-

zesse umzustellen. Das heisst, die Lieferanten sind verpflichtet, strenge ökologische Richtlinien

einzuhalten. Inzwischen stammen gut 70 Prozent aller Kleider und Heimtextilien der Migros

aus dieser von unabhängigen Profis kontrollierten Produktion.

Zudem umfasst unser Einsatz ethische Projekte, die aktuelle Themen aufgreifen und vorbild-

liche Lösungen aufzeigen. So haben wir vor sechs Jahren in der südindischen Textilstadt Tirupur

die Migros-Kids-Schule eröffnet. Heute gehen dort 750 Kinder zur Schule. Als nächster Schritt

ist nun der Bau einer Kindertagesstätte geplant, die die Betreuung und Versorgung der Schüle-

rinnen und Schüler verbessert.


Migros Facts

Wir engagieren uns aber auch rund um den Globus für mehr Bewusstsein in sozialen Fragen.

Dabei geht es uns um bessere Arbeitsbedingungen. Zu diesem Zweck haben wir den Code of

Conduct, einen Verhaltenskodex, für unsere Lieferanten erstellt. Er umfasst im Wesentlichen

acht Grundsätze zum Wohl der Arbeiter, die jeder Produzent beachten muss, wenn er mit der

Migros zusammenarbeitet. Ende letzten Jahres haben wir entschieden, uns zusätzlich der Glo-

bal-Compact-Initiative der Uno anzuschliessen. Dabei handelt es sich um ein internationales

Netzwerk, das Staaten, NGOs und Wirtschaftsvertretern die Möglichkeit bietet, gemeinsam

nach Lösungen für globale Probleme zu suchen.

In diesem Sinn werden wir unsere Strategie so verantwortungsvoll wie nur möglich auch im

laufenden Jahr weiterverfolgen und gleichzeitig unsere Leaderposition ausbauen.

Dass sich die ganze Migros-Gruppe mit ihren zahlreichen Unternehmungen auch im ver-

gangenen Jahr so positiv entwickeln konnte, verdanken wir vor allem den engagierten Mitarbei-

terinnen und Mitarbeitern. Unser Dank gilt natürlich auch den zuverlässigen Geschäftspartnern

und allen Kundinnen und Kunden, die uns ihr Vertrauen schenken.

Claude Hauser, Herbert Bolliger,

Präsident Präsident

der Verwaltung (Verwaltungsrat) der Generaldirektion

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Migros Facts

Die Entwicklung der konsolidierten

20 000

15 000

10 000

5000

1500

1200

900

600

300

800

600

400

200

Gruppenergebnisse

GRUPPENUMSATZ (in Mio. CHF)

20 174 19 824 20 013 20 303 20 385

0 2001 2002 2003 2004 2005

EBITDA (in Mio. CHF)

1 284 1 268 1 290 1 397 1 460

0 2001 2002 2003 2004 2005

GRUPPENGEWINN (in Mio. CHF)

285 178 372 545 699

0 2001 2002 2003 2004 2005

66


Migros Facts

5000

4000

3000

2000

1000

120

90

60

30

1200

900

600

300

PERSONALAUFWAND (in Mio. CHF)

4 187 4 396 4 499 4 488 4 517

0 2001 2002 2003 2004 2005

KULTURPROZENT (in Mio. CHF)

120 123 114 114 112

0 2001 2002 2003 2004 2005

INVESTITIONEN (in Mio. CHF)

1 140 1 208 1 319 996 1 127

0 2001 2002 2003 2004 2005

80 000

60 000

40 000

20 000

300

200

100

PERSONALBESTAND (Anzahl Personen)

82 018 83 149 81 600 82 272 81 049

0 2001 2002 2003 2004 2005

0

–150

FREE CASHFLOW (in Mio. CHF)

202 43

–162

301

319

2001 2002 2003 2004 2005

67


Migros Facts

10 REGIONALE

GENOSSENSCHAFTEN

2005: 1 982 033 Mitglieder (+ 1,2 %)

AARE

439 061 Mitglieder

(+ 0,9 %)

BASEL

174 605 Mitglieder

(+ 0,5 %)

GENF

111 389 Mitglieder

(+ 0,7 %)

LUZERN

166 076 Mitglieder

(+ 2,9 %)

NEUENBURG-

FREIBURG

109 001 Mitglieder

(+ 4,4 %)

OSTSCHWEIZ

382 468 Mitglieder

(+ 0,9 %)

TESSIN

84 276 Mitglieder

(+ 0,9 %)

WA AD T

148 999 Mitglieder

(+ 1,6 %)

WALLIS

68 831 Mitglieder

(+ 1,6 %)

ZÜRICH

297 328 Mitglieder

(+ 0,6 %)

Die Migros-Gemeinschaft

DELEGIERTENVERSAMMLUNG

Präsident

100 Mitglieder aus zehn regionalen Genossenschaftsräten

10 Mitglieder aus zehn regionalen Verwaltungen

VERWALTUNG (VERWALTUNGSRAT)

Präsident

– Präsident der GD

– Je ein Vertreter der angeschlossenen Genossenschaften

– Zwei Mitarbeiter-Vertreter

– Sieben bis neun externe Mitglieder

Ausschüsse: Detailhandel Migros, Personalpolitik,

Personelles und Entschädigung, Finanzen, Audit

GENERALDIREKTION

Präsident der Generaldirektion

Stabsstellen

DEPARTEMENT I HR, Kulturelles und

Soziales, Freizeit

DEPARTEMENT II Marketing

DEPARTEMENT III Logistik und

Informatik

DEPARTEMENT IV Industrie

DEPARTEMENT V Finanzen

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Migros Facts

Delegiertenversammlung

AMTSDAUER 1. JULI 2004 BIS 30. JUNI 2008 (STAND 1. JANUAR 2006)

Büro der Delegiertenversammlung

Präsident: Kurt Pfister – Vizepräsidentin: Conchita Büchi, Migros Aare

Weitere Mitglieder: Nicolas Bürgisser, Migros Neuenburg-Freiburg – Charlotte Grant, Migros Zürich –

Johanna Widmer, Migros Genf

Die Delegiertenversammlung hat 2005 zweimal getagt.

Delegierte

MIGROS AARE

Aeby Walter, Worben

Agner-Heller Katharina, Liebefeld

Bhend Adrian, Grossaffoltern

Brogli Werner, Möhlin

Brönnimann Martin 1 , Thun

Büchi-Jucker Conchita, Schüpfen

Hausmann Ernesto, Widen

Lehmann Jean-Luc, Konolfingen

Meier-Bruhin Ruth, Ittigen

Nold-Meier Ursula, Köniz

Rothenbühler-Käsermann Corinne,

Muri

Santini Roland, Egliswil

Studer-Bussmann Lydia, Schönenwerd

Studer-Rohrer Beatrice, Bettlach

Sutter Hans Peter 2 , Krauchthal

Thomi-Keller Eva 3 , Biel

MIGROS BASEL

Böhi Dieter Dr., Liestal

Buser Monica, Tenniken

Gass Hanspeter, Basel

Limbeck Lothar, Pratteln

Linder Karl 1 , Basel

Mutschler Ernst, Basel

Sarbach Suzanne, Hagenthal-le-Bas

Vergeat Dagmar, Basel

Zuber Christian 2 , Soyhières

MIGROS GENF

Anthonioz Bernard 2 3 , Genève

Buchser-Theler Agnès, Genève

Gal Martine, Genève

Graisier-Stoeckli Monique, Genthod

Guy Chantal, Genève

Lawrence Graham, Vandœuvres

Seematter Violeta, Prangins

Tinguely-Oderbolz Monique, Vésenaz

Widmer-Wirth Johanna, Thônex

MIGROS LUZERN

Amstutz Gotthard 3 , Rothenburg

Arcon Christine 1 , Oberägeri

Betschart Marianne 2 , Emmenbrücke

Bühlmann Monica, Baar

Christen-Schuler Marie, Zug

Duss Roland, Zug

Gerhard-Frieden Ruth, Zug

Pfammatter Matthias, Meggen

Püntener Esther, Bürglen

MIGROS NEUENBURG-

FREIBURG

Berset-Oberson Monique, Vaulruz

Bürgisser Nicolas, Giffers

Caperos-Heer Agnès 2 , Neuchâtel

Dell’Acqua Dominique,

Chézard-St-Martin

Fellrath Nathalie, Marin

Guignard Eric, Neuchâtel

Hofner Jean-Patrice, Couvet

Virdis Yerly Dominique 3 , Marly

MIGROS OSTSCHWEIZ

Bont Hans-Ruedi 3 , Arbon

Cajochen-Forst Josef, Appenzell

Eberle-Signer Maria, Goldach

Grüninger Roland, Widnau

Hindermann Martin, Frauenfeld

Merlo Bertram, Pfäffikon

Mörtl-Luff Cindy, Hettlingen

Rickenmann Heinz 1 , Wattwil

Trüssel-Ackermann Barbara, Laax

Vögeli-Baldamus Claudia, Langwiesen

Wegmüller Hanspeter 2 , Winterthur

Wohlgenannt Norbert, Wolfurt

Wyss-Schlichtherle Birgit, Buchs

MIGROS TESSIN

Bernaschina Tiziano, Ascona

Cassina Giuseppe 2 , Cureggia

Ceschi Aldo, Minusio

Klaus Roberto, Viganello

Schmid Simone, Giubiasco

Vitta Christian, San Antonino

Scascighini Pia, Minusio

MIGROS WAADT

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Angéloz-Niedermann Doris, Echandens

Chappuis-Briaux Valérie,

Lussery-Villars

Duvoisin-Miéville Rose-Marie,

Bonvillars

Marendaz Bernard, Mathod

Pittet Bernard, Pampigny

Rochat Manuela 2 , Pully

Reymond-Candaux Paulette,

Le Brassus

Stern Werner, Pully

von Ritter Franca 1 , Lausanne

MIGROS WALLIS

Ceccarelli-Pitteloud Marie-Andrée 3 ,

Martigny

Kalbermatter Germaine, Baltschieder

Marcoz Sabine, Aproz

Mooser Trudy 2 , Baltschieder

Morand Christophe, Martigny

Morand Pascal, Monthey

Ruffiner André 1 , Leuk Stadt

MIGROS ZÜRICH

Büchel Tony 1 , Pfäffikon

Donau-Elsener Loredana, Zürich

Dudler Gertraud 2 , Greifensee

Grant Charlotte, Bülach

Hediger Esther, Greifensee

Koch Rolf 3 , Herrliberg

Meyer Marianne, Mellingen

Mohler Johanna, Schleinikon

Schönbächler-Baruffo Elisabeth,

Einsiedeln

Sieber Lüscher Martina, Horgen

Schweizer Helmer, Bassersdorf

Sigg Marcel, Uster

Zürcher Sergej, Zürich

1 Arbeitsgruppe «Geschäftsbericht

der Verwaltung»

2 Arbeitsgruppe «Besondere Geschäfte»

3 Arbeitsgruppe «Hilfsfonds»


Migros Facts

AMTSDAUER 1. JULI 2004 BIS 30. JUNI 2008

Präsident der Verwaltung

Claude Hauser 5

Präsident der Generaldirektion

Anton Scherrer (bis 30.6.05)

Herbert Bolliger (ab 1.7.05) 1, 5

Vertreter der angeschlossenen

Genossenschaften

AARE: Herbert Bolliger (bis 30.6.05)

Beat Zahnd (ab 1.7.05) 1

BASEL: Werner Krättli 1

GENF: Guy Vibourel 1

LUZERN: Ernst Weber,

Vizepräsident 1, 4, 5

Persönliche Angaben

der Mitglieder der Verwaltung

Doris Aebi, *1965, Schweizerin

Mitglied der Verwaltung seit 2003; Dr. phil.,

Executive Search Consultant; Mitinhaberin

von aebi + kuehni ag, Zürich

Max Alter, *1961, Schweizer

Mitglied der Verwaltung seit 2005; Geschäftsleiter

Genossenschaft; Migros Wallis, Martigny.

Christian Biland, *1956, Schweizer

Mitglied der Verwaltung seit 2001; Geschäftsleiter

Genossenschaft Migros Ostschweiz,

Gossau SG

Herbert Bolliger, *1953, Schweizer

Mitglied der Verwaltung seit 1997; Präsident

der Generaldirektion des Migros-Genossenschafts-Bundes,

Zürich; Verwaltungsratsmandate:

Migrosbank AG, Zürich (Präsident);

Hotelplan AG, Glattbrugg (Präsident); Globus-Gruppe,

Spreitenbach (Präsident); Limmatdruck

AG, Spreitenbach

Andrea Broggini, *1956, Schweizer

Mitglied der Verwaltung seit 2004; Dr. iur.

LL.M., Rechtsanwalt, Lugano; Verwaltungsratsmandate:

Gene rali (Schweiz) Holding, Adliswil;

Fondiara-SAI S.p.A., Florenz; March

Limited, Hamilton; Banca Euromobiliare (Suisse)

SA, Lugano

Philippe Bürki, *1958, Schweizer

Mitglied der Verwaltung seit 2003;

Geschäftsleiter Genossenschaft Migros

Waadt, Eclubens; Verwaltungsratsmandate:

Micarna SA, Bazenheid/Courtepin; Ilem SA,

Plan-les-ouates; andere Mandate: Fondation

Pré Vert du Signal de Bougy, Bougy-Villars

(Präsident des Stiftungsrats); Fondation Rey-

Willer, c/o Migros Vaud, Eclubens

Lorenzo Emma, *1957, Schweizer

Mitglied der Verwaltung seit 2004; Dipl. Ing.

ETH, MBA IMD; Geschäftsleiter Genossenschaft

Migros Tessin, San Antonino

Claude Hauser, *1942, Schweizer

Mitglied der Verwaltung seit 1984; Ökonom;

Präsident der Verwaltung des Migros-Genossenschafts-Bundes,

Zürich; Verwaltungsratsmandat:

Clinique Générale-Beaulieu, Genf

(Präsident); andere Mandate: CIES (The

Food Business Forum), Paris (Chairman of the

Board of Directors)

Verwaltung MGB (Verwaltungsrat)

NEUENBURG-FREIBURG:

Elie Amsellem (bis 30.8.05)

Fabrice Zumbrunnen (ab 1.9.05) 1

OSTSCHWEIZ: Christian Biland 1

TESSIN: Lorenzo Emma 1, 2

WA AD T: Philippe Bürki 1, 4

WALLIS: vakant bis 30.5.05

Roland Sprenger (1.6.05 bis 31.10.05)

Max Alter (ab 1.11.05) 1

ZÜRICH: Oswald Kessler 1

Vertreter der Mitarbeiter

Harold Sacher 4

Daniela Suter

Oswald Kessler, *1947, Schweizer

Mitglied der Verwaltung seit 2004; Geschäftsleiter

Genossenschaft Migros Zürich, Zürich;

andere Mandate: Migros-Pensionskasse, Zürich

(Stif tungsrat); Gottlieb Duttweiler Institut

GDI, Rüschlikon (Stiftungsrat)

Werner Krättli, *1951, Schweizer

Mitglied der Verwaltung seit 1996; Geschäftsleiter

Genossenschaft Migros Basel, Basel;

Verwaltungsratsmandat: Globus, Spreitenbach

Josef Leu, *1950, Schweizer

Mitglied der Verwaltung seit 1996; Ing. HTL;

Inhaber eines Landwirtschaftsbetriebes, Hohenrain;

Verwaltungsratsmandat: Hochdorf

Nutritec AG, Hochdorf; andere Mandate: Nationalrat

Salomé Paravicini, *1943, Schweizerin

Mitglied der Verwaltung seit 1984; Lic. iur.,

Rechtsanwältin, Genf; andere Mandate:

Schweizerischer Nationalfonds, Bern (Stiftungsrätin)

Emil Rebmann, *1938, Schweizer

Mitglied der Verwaltung seit 1996; Lic. oec.

HSG, MBA; selbstständig, Zufikon; Verwaltungsratsmandate:

Just Gruppe, Walzenhausen;

Leuthard Gruppe, Merenschwand;

Nussbaum Gruppe, Matzingen; Nauer AG,

Bremgarten AG; andere Mandate: AWI Anlagestiftung,

Winterthur (Stiftungsrat)

Thomas Rudolph, *1962, Deutscher

Mitglied der Verwaltung seit 2003; Prof. Dr.;

Professor für Marketing und internationales

Handelsmanagement, Direktor Institut für

Marketing und Handel, Universität St. Gallen;

Verwaltungsratsmandate: Otto’s AG, Sursee;

Jeko AG, Bern

Harold Sacher, *1946, Schweizer

Mitglied der Verwaltung seit 1996; Elektromechaniker;

Präsident Peko und Lako, Genossenschaft

Migros Aare, Schönbühl

Ursula Schoepfer, *1956, Schweizerin

Mitglied der Verwaltung seit 2004; Lic. rer.

pol., MBA, Ökonomin; Geschäftsführerin Dispopharm

Services GmbH, Basel; Verwaltungsratsmandate:

Medial D&P Ltd., Allschwil

(Präsidentin); Pharmatrans Sanaq AG, Basel

(Präsidentin)

Daniela Suter, *1956, Schweizerin

Mitglied der Verwaltung seit 2004; Verkaufsleiterin;

Leiterin Category Management,

Migros-Genossenschafts-Bund, Zürich

Externe, von der Migros-Gruppe

unabhängige Mitglieder

Doris Aebi, Vizepräsidentin 5

Andrea Broggini 3

Josef Leu 3

Salomé Paravicini 3

Emil Rebmann 3

Thomas Rudolph 2

Ursula Schoepfer 2

Gabriela Winkler 5

Heinz Winzeler 2

70

Guy Vibourel, *1951, Franzose

Mitglied der Verwaltung seit 2000; Ökonom;

Geschäftsleiter Genossenschaft Migros Genf,

Genf; Verwaltungsratsmandate: Centre Balexert

SA, Genf (Präsident); Ilem SA, Genf

(Präsident); Simga SA, Genf (Präsident), Migros-Verteilzentrum

Suhr MVS, Suhr; andere

Mandate: Migros France SA, Etrembières F

(Präsident der Generaldirektion); Stiftung Adele-Duttweiler-Preis,

Rüschlikon (Präsident);

Fondation Pré Vert du Signal de Bougy, Bougy-

Villars (Stiftungsrat)

Ernst Weber, *1949, Schweizer

Mitglied der Verwaltung seit 1997; Betriebsökonom

HWV; Geschäftsleiter Genossenschaft

Migros Luzern, Dierikon; Verwaltungsratsmandat:

Radio Pilatus AG, Luzern

Gabriela Winkler, *1953, Schweizerin

Mitglied der Verwaltung seit 2004; Dipl. sc.

nat. ETH; cert. Master Practitioner DVNLP;

Inhaberin Gabriela Winkler Kommunikationsberatung,

Oberglatt; andere Mandate: SSW

Management GmbH, Oberglatt (geschäftsführende

Präsidentin); asc webfactory GmbH,

Urdorf (geschäftsführende Mitinhaberin);

Kantonsrätin Zürich

Heinz Winzeler, *1951, Schweizer

Mitglied der Verwaltung seit 2003; Lic. oec.

HSG; Partner Von Graffenried AG, Zürich;

Verwaltungsratsmandate: Von Graffenried &

Partner AG, Zürich; Shockfish SA, Lausanne;

Sigma Holding AG, Zug; Trivon AG, Zug;

Von Hoff AG, Schlieren

Beat Zahnd, *1958, Schweizer

Mitglied der Verwaltung seit 2005; phil 1;

Geschäftsleiter Genossenschaft Migros Aare,

Schönbühl

Fabrice Zumbrunnen, *1969, Schweizer

Mitglied der Verwaltung seit 2005; Lic. ès

sciences économiques & sociales; Ökonom;

Geschäftsleiter Genossenschaft Migros Neuenburg-Freiburg

1 Ausschuss Detailhandel Migros

2 Finanzausschuss

3 Auditausschuss

4 Ausschuss Personalpolitik

5 Ausschuss Personelles und Entschädigung


Migros Facts

STAND: 1. JANUAR 2006

Präsident

Anton Scherrer (bis 30.6.05)

Herbert Bolliger (ab 1.7.05)

Vizepräsident

Joerg Zulauf,

Leiter Departement Finanzen

STAND 1. JANUAR 2006

Reto Battaglia

Leiter SQTS

Fredi Beutler

Leiter Personelles MGB

Jörg Brun

Leiter Food

Hans-Rudolf Castell

Leiter Human Resources

Jean-Claude d’Hondt

Generalsekretär

Peter Diethelm

Leiter Frische

Daniel Furrer

Leiter Non-Food

Monica Glisenti

Leiterin Corporate Communications

Hedy Graber

Leiterin Kultur und Soziales

Fritz Hähni

Leiter Immobilien

AMTSDAUER 1. JULI 2004 BIS 30. JUNI 2006

Direktionsbereiche MGB

André Knubel

Auditor Migros-Gruppe

Beda Ledergerber

Leiter Treasury M-Gemeinschaft

Ernst Marti

Leiter Marketing Services

Bernd Messerer

Leiter Controlling Migros-Gruppe

Bernhard Metzger

Leiter Logistik Transport

René Meyer

Leiter Logistik Bauwesen

Markus Neukom

Leiter Planung/Expansion

Andreas Niess

Leiter Accounting M-Gemeinschaft

Willi Rossi

Leiter Marketing-Systeme

Adrian Ryser

Leiter Treasury/Finanzen MGB

Kontrollstelle MGB

Mitglieder

PricewaterhouseCoopers AG – Walter Matzinger, Wetzikon ZH – Christian Meier, Toffen BE

Suppleanten

Kurt Ott, Räterschen ZH – Doris Weber

AMTSDAUER 1. JULI 2004 BIS 30. JUNI 2008

PricewaterhouseCoopers AG

Generaldirektion MGB

Gisèle Girgis,

Leiterin Departement

Human Resources,

Kulturelles und Soziales, Freizeit

Jakob Knüsel,

Leiter Departement Industrie

Konzernprüfer

Andreas Münch (ab 1.4.05;

1.1. bis 31.3.05 vakant)

Leiter Departement Logistik

und Informatik

Urs Riedener,

Leiter Departement Marketing

Martin Schläpfer

Leiter Wirtschaftspolitik

Thomas Schmutz

Leiter Koordination Klubschulen

Rudolf Schwarz

Leiter IT Services

Alex Sieber

Leiter Near-Food

Michael Spiess

Leiter Fachmärkte

Pierre-André Steim

Leiter Corporate Development

Reto Waidacher

Leiter Rechtsdienst

Roger Weber

Leiter Rechnungswesen &

Controlling MGB

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Migros Facts

Transparenz und Effizienz

Corporate Governance

Die Migros-Gemeinschaft, ein Genossenschaftsverband, funktioniert als eine Organisation,

in der Kompetenz, Transparenz und Effizienz ausgewogen vereinigt sind.

Die Delegiertenversammlung, die einer Generalversammlung entspricht, ist das oberste Or-

gan des Migros-Genossenschafts-Bundes (MGB). Sie besteht aus 110 Vertretern der zehn

angeschlossenen Genossenschaften und wird von einem unabhängigen Präsidenten geleitet.

Zu ihren Kompetenzen zählen insbesondere die Festsetzung und Änderung der Statuten, die

Wahl und Abberufung von Mitgliedern der Verwaltung, die Auflösung des MGB oder der

Zusammenschluss mit anderen Vereinigungen, die Genehmigung von Jahresbericht und -rech-

nung, die Entlastung der Verwaltung und der Generaldirektion sowie die Wahl und Abberu-

fung der Kontrollstelle.

Der Verwaltung (Verwaltungsrat) gehören unter anderen je ein Vertreter pro Genossen-

schaft (10) und annähernd so viele externe Verwaltungsräte (9) an. Geleitet von einem unabhän-

gigen Präsidenten, sind der Verwaltung unter anderem folgende, nicht delegierbare Aufgaben

vorbehalten: Verantwortung für die Gesamtleitung der Migros-Gemeinschaft; Festlegung der

geschäftlichen und ideellen Ziele des MGB und der Migros-Gemeinschaft sowie Überwachung

und Koordination bei der Verwirklichung dieser Ziele; Festlegung der Strategie und der Organi-

sation des MGB und der Migros-Gemeinschaft; Wahl und Abberufung des Präsidenten und der

Mitglieder der Generaldirektion.

Die Verwaltung überträgt die Geschäftsführung des MGB und die Koordination der Akti-

vitäten der Migros-Gemeinschaft an die Generaldirektion. Der Präsident der Generaldirektion

trägt die Gesamtverantwortung für die operationelle Geschäftsführung.

Für definierte Sachfragen setzt die Verwaltung permanente Ausschüsse ein. Diese erleich-

tern die Arbeit der Verwaltung bei der Analyse der Dossiers und bieten Unterstützung bei Ent-

scheidungen und Kontrollaufgaben. Es handelt sich um die folgenden Ausschüsse:

72


Migros Facts

AUDITAUSSCHUSS

Der Auditausschuss setzt sich aus vier von der Migros-Gruppe unabhängigen Mitgliedern der

Verwaltung zusammen. Die Pflichten und Befugnisse sind in der Richtlinie vom 1. Februar 2002

festgehalten, welche von der Verwaltung erlassen wurde. In Ausübung seiner Funktion hat er

unbeschränkt Zugang zum Management, zu den Geschäftsbüchern und Akten aller Firmen der

Migros-Gruppe. Der Auditausschuss unterstützt die Verwaltung bei der Überwachung der Re-

vision durch eine direkte Verbindung zur externen Revisionsstelle sowie zur internen Revision.

Die Hauptaufgaben des Auditausschusses umfassen unter anderem die Erarbeitung von Emp-

fehlungen zuhanden der Verwaltung betreffend Nomination einer externen Revisionsstelle;

die Besprechung der Revisionsverfahren, einschliesslich des vorgeschlagenen Umfangs und der

Ergebnisse der Revision; die regelmässige Informationsbeschaffung betreffend wichtige Ergeb-

nisse und Fortschreiten der Revisionen; die Präsentation der Schlussfolgerungen betreffend die

Genehmigung der finanziellen Berichterstattung zuhanden der Verwaltung; die Qualitätskon-

trolle der internen und externen Revision.

Der Auditausschuss berichtet regelmässig der Verwaltung über die Ergebnisse der Kontrolle

und schlägt gegebenenfalls entsprechende Massnahmen vor. Die Verantwortung für die Geneh-

migung der finanziellen Berichterstattung bleibt bei der Verwaltung.

Im Jahre 2005 wurden sechs Sitzungen abgehalten, an denen 45 Traktanden behandelt wurden.

FINANZAUSSCHUSS

Der Finanzausschuss stellt unter Berücksichtigung der verabschiedeten Strategien, Pläne und

Vorgaben der M-Gemeinschaft den Einsatz der verfügbaren Mittel des MGB und dessen Toch-

tergesellschaften sicher. Im Speziellen beurteilt er vorgeschlagene Käufe und Verkäufe von

Geschäften bzw. Geschäftsbereichen sowie Grossinvestitionen oder Desinvestitionen, soweit

diese in den Verantwortungsbereich der Verwaltung fallen.

2005 haben sich die vier Mitglieder des Finanzausschusses sechsmal getroffen und sich unter

anderem mit dem Finanzplan, der Finanzpolitik sowie mit verschiedenen Geschäften im Bereich

finanzieller Restrukturierung befasst.

AUSSCHUSS DETAILHANDEL MIGROS

Dieser Ausschuss ist für die Erarbeitung von Strategien als Antrag an die Verwaltung und für

Beschlüsse über Konzepte, Richtlinien und operative Pläne im Detailhandel zuständig. Er hat

folgende Aufgaben und Kompetenzen: Ausarbeitung von Strategien im Zusammenhang mit al-

len Bereichen des Waren- und Detailhandels des orangen M und diesbezügliche Antragstellung

zuhanden der Verwaltung; Festlegung von verbindlichen Massnahmeplänen, Prioritäten und

Aktivitäten zur Umsetzung der Budgets; Überwachung und Kontrolle der Budgets; Entscheid

über Massnahmen bei Abweichungen von Budgets.

Die 16 Mitglieder (sechs Mitglieder der Generaldirektion MGB und zehn Leiter der regio-

nalen Genossenschaften) trafen sich 2005 achtmal.

73


Migros Facts

AUSSCHUSS PERSONALPOLITIK

Diesem Ausschuss wurde 2005 kein Dossier übertragen.

AUSSCHUSS PERSONELLES UND ENTSCHÄDIGUNG

Dieser Ausschuss ist für die adäquate Besetzung der Verwaltung und die Festsetzung einer ent-

sprechenden Entschädigung besorgt.

Überdies unterstützt er die Verwaltung bei der optimalen Auswahl der Mitglieder der Gene-

raldirektion, der Verwaltungsräte der Tochterunternehmen des MGB und der Stiftungsräte der

M-Gemeinschaft sowie bei der Festsetzung der entsprechenden Entschädigung dieser Organe.

Im Laufe des Jahres 2005 haben sich die vier Mitglieder des Ausschusses zehnmal getrof-

fen. Dabei haben sie insbesondere folgende Themen behandelt: Rekrutierung des neuen Chefs

des Departements Logistik und Informatik; Zuweisung von Verwaltungsratsmandaten in den

Unternehmen und Stiftungen der Migros; Honorare und Sitzungsgelder für die Mandate inner-

halb der Migros-Organe; Salärbänder der oberen Kader; Gehälter der Generaldirektion; Bezie-

hungen zur G. und A. Duttweiler-Stiftung.

AUSSCHUSS AUSSCHUSS AUSSCHUSS

DETAILHANDEL M-PERSONAL- PERSONELLES UND

AUDITAUSSCHUSS FINANZAUSSCHUSS MIGROS POLITIK ENTSCHÄDIGUNG

ANZAHL MITGLIEDER 3–5 3–5 16 3–5 3–5

PRÄSIDIUM EXTERNES MITGLIED INTERNES ODER PRÄSIDENT INTERN ODER PRÄSIDENT

E. Rebmann EXTERNES MITGLIED GENERALDIREKTION EXTERN VERWALTUNGSRAT

H. Winzeler H. Bolliger E. Weber C. Hauser

ZUSAMMENSETZUNG EXTERNE MITGLIEDER EXTERNE MITGLIEDER 10 GENOSSEN- 1 GENOSSEN- 1 EXT. MITGLIED (MIN.)

MITGLIEDER A. Broggini (MIN. DIE HÄLFTE) SCHAFTSLEITER SCHAFTSLEITER G. Winkler

J. Leu Th. Rudolph 5 MITGLIEDER P. Bürki VIZEPRÄSIDENT VR

S. Paravicini U. Schoepfer GENERALDIREKTION 1 MITARBEITER- D. Aebi

INTERNES MITGLIED VERTRETER PRÄSIDENT

L. Emma H. Sacher GENERALDIREKTION

H. Bolliger

1 GENOSSEN-

SCHAFTSLEITER

E. Weber

(ab 26.1.2006)

EINSITZ BERATEND MITGLIED GD MITGLIED GD MITGLIED GD

(FINANZEN) (FINANZEN) (HR)

J. Zulauf J. Zulauf G. Girgis

Entschädigungen

GEHÄLTER DER GENERALDIREKTION

Die sechs Mitglieder der Generaldirektion des MGB (inklusive des Präsidenten) haben im Jahr

2005 insgesamt 3,7 Millionen Franken erhalten (2004: 3,6 Millionen Franken). Sie haben keine

Bonifikationen oder andere Entschädigungen bezogen.

74


Migros Facts

HONORARE DER MITGLIEDER DER VERWALTUNG

Die Mitglieder der Verwaltung des MGB haben im Jahr 2005 insgesamt 0,8 Millionen Franken

erhalten (2004: 0,9 Millionen), inklusive Sitzungsgelder Ausschüsse. Von dieser Summe sind

dem Präsidenten 0,36 Millionen Franken und den neun externen Mitgliedern 0,44 Millionen

Franken bezahlt worden.

Der Präsident der Generaldirektion und die Geschäftsleiter der angeschlossenen Genos-

senschaften haben in ihrer Eigenschaft als Verwaltungsräte des MGB keinerlei Entschädigung

erhalten.

REVISIONSHONORAR UND ZUSÄTZLICHE HONORARE

Für Dienstleistungen im Zusammenhang mit der Prüfung der Jahresrechnung sowie für andere

Dienstleistungen in den Bereichen Unternehmensbewertung, Steuerberatung, Rechnungsle-

gung, interne Revision und Sorgfaltsprüfungen stellten PwC und Mitreva in Rechnung:

PRÜFUNGS- SONSTIGE

DIENSTLEISTUNGEN DIENSTLEISTUNGEN TOTAL

( IN TAUSEND CHF)

PWC

Migros-Genossenschafts-Bund,

Globus-Gruppe, Hotelplan-Gruppe,

Migrosbank, Migros-Pensionskasse,

Anlagestiftung und konsolidierte

2005 2004 2005 2004 2005 2004

Jahresrechnung der Migros-Gruppe 2 158 1 915 864 1 207 3 022 3 122

MITREVA

Übrige Gruppengesellschaften 3 531 3 571 235 581 3 766 4 152

75


Migros Facts

NETTOERLÖSE AUS LIEFERUNGEN UND

LEISTUNGEN NACH SEGMENTEN 2005

276

(+41)

18 405

(+73)

14 400

(–25)

1 325

(–29)

235

18 332

Exporte Ausland Inland

GESAMTUMSATZ IN- UND AUSLAND

DER M-GENOSSENSCHAFTEN (in Mio. CHF)

TOTAL 14 621

221

(–5) 226

15 000

14 425

71,3 % Detailhandel

5,8 % Grosshandel

3,7 % Gastro

0,5 % Freizeit

0,8 % Bildung

8,6 % Reisen

7,1 % Brenn- und Treibstoffe

2,2 % Liegenschaftenerträge/

Übrige

Nettoerlöse aus Lieferungen und Leistungen (exkl. MwSt.) sind mit Dritten

erzielt und beinhalten keine gruppeninternen Transaktionen.

NETTOERLÖSE AUS LIEFERUNGEN UND LEISTUNGEN

NACH GEOGRAFISCHEN MÄRKTEN (in Mio. CHF)

20 000

15 000

10 000

5000

11 250

7500

3750

0 2005 2004

0 2005 2004

Ausland Inland

1 354

Umsätze

GESAMTUMSATZ IN- UND AUSLAND

DER GLOBUS-GRUPPE (in Mio. CHF)

TOTAL 1 106

9

(–3) 12

1200

900

600

300

1 097

(–74)

76

GESAMTUMSATZ MIGROS-GRUPPE

MIO. CHF 2005 2004

Genossenschaften Inland 14 400 14 425

Globus Inland 1 097 1 171

Migrol 1 464 1 248

Ex Libris 164 165

DETAILUMSATZ SCHWEIZ 17 125 17 009

Genossenschaften Ausland 221 226

Globus Ausland 9 12

DETAILUMSATZ AUSLAND 230 238

Industrie 4 620 4 479

Dienstleistungs- und

übrige Unternehmen 2 361 2 406

MGB 5 727 5 883

Andere betriebliche Erträge 379 382

Migros-interner Umsatz –10 057 – 10 094

GRUPPENUMSATZ 20 385 20 303

Aufteilung der Nettoumsätze (exkl. MwSt.) nach Einheiten oder nach

Bereichen. Diese Aufstellung bildet die Überleitung der generierten

externen und internen Nettoumsätze zum Gruppenumsatz mit Dritten ab.

1 171

0 2005 2004

GRUPPENUMSATZ NACH NETTO-

UMSÄTZEN UND ERTRÄGEN (in Mio. CHF)

TOTAL 20 385

379 382

(–3)

20 000

15 000

10 000

5000

20 006

(+85)

19 921

0 2005 2004

Andere betriebliche Erträge

Nettoerlöse aus Lieferungen und Leistungen


Migros Facts

Die Migros ist ein Grossinvestor

Zukunftsgerichtet investiert die Migros insbesondere

in die Erweiterung der Verkaufsflächen.

Mit über einer Milliarde Franken im Jahr 2005

zählt die Migros zu den grössten Investoren in der

Schweiz. Im Rahmen der strategischen Ausrichtung

investieren die Teilbereiche mit dem Ziel, eine

gesunde Entwicklung und ein sinnvolles Wachstum

zu ermöglichen. Die Genossenschaften konzentrieren

sich auf die Flächenerweiterung und die Revitalisierung

bestehender Verkaufsflächen. Die Industrie setzte den

Fokus auf jene Produktionsbereiche, die das Bestehen

im internationalen Wettbewerb fördern und die

Produktivität steigern. Das hohe Investitionsniveau

wird in den nächsten Jahren anhalten. Da die

Investitionen zum überwiegenden Teil in der Schweiz

erfolgen, wurden und werden damit nicht nur in der

Migros, sondern auch darüber hinaus Tausende von

Arbeitsplätzen gesichert.

BEREICH (MIO. CHF) 2005 2004

Genossenschaften 759 624

Logistik 25 24

MGB 57 43

Industrie 198 207

Globus-Gruppe 50 52

Übrige Migros-Unternehmen 38 46

TOTAL 1 127 996

Genossenschaften

Die Genossenschaften haben 2005 acht neue Verkaufsstandorte

eröffnet sowie vier Ersatzneubauten

und sieben grössere Umbauten mit Erweiterungen realisiert.

Hervorzuheben sind die drei neuen Obi/Fachmarktstandorte

Moosbühl BE, Bülach ZH und San

Anto nino TI, der neue MMM-Supermarkt im Wynecenter

Buchs AG sowie die Schlusseröffnung des beträchtlich

erweiterten Zentrums Zugerland. Dieses ist

nicht nur aus Kundensicht, sondern auch hinsichtlich

Investitionen

77

Raumplanung und Umweltschutz beispielhaft. Auch

an vielen anderen Standorten wurde gezielt in die qualitative

Aufwertung der Verkaufsstellen investiert.

Die wichtigste Investition im Bereich Freizeit betrifft

den neu eröffneten Fitnesspark-Hamam in Baden.

Die Investitionstätigkeit der Genossenschaften

wird auch im Jahr 2006 auf dem bisherigen Niveau weitergeführt.

Bei der Flächenexpansion gilt es, die Verzögerungen

wettzumachen, die auch im vergangenen

Jahr vor allem durch Einsprachen entstanden sind. Im

Vordergrund stehen folgende Projekte: EKZ Buchs-

Wynecenter (Gesamteröffnung), Obi und Fachmarkt

Oftringen sowie Obi in Winterthur Grüze.

Im Bereich Freizeit und Klubschulen laufen verschiedene

Projekte, die jedoch erst im Jahr 2007 eröffnet

werden.

MGB

Der MGB konzentriert seine Investitionsmittel auf

die Renovation von Liegenschaften sowie auf Erneuerungen

der IT-Infrastruktur.

Migros-Industrie

Im Wynenfeld in Buchs AG ist das Ausbauprojekt

«Allegro» erfolgreich abgeschlossen worden. Chocolat

Frey investierte insgesamt 46 Millionen Franken für

die Erhöhung der Produktionskapazität sowie die

strikte Trennung von «sauberen» und «schmutzigen»

Verarbeitungsschritten.

Estavayer Lait hat die Optimierung der internen

Logistik abgeschlossen. Nach einer Investition

von total 18,5 Millionen Franken für einen zweiten

Logis tiktunnel mit Pufferlager kann der Warenfluss

von uperisierten Produkten vollständig getrennt betrieben

werden.

Bischofszell Nahrungsmittel baut die Kompetenz

im Bereich aseptische Abfüllung von kohlesäurenfreien

Getränken in PET aus: Die Montage der

neuen, hochflexiblen Abfüllanlage für 14,9 Millionen


Migros Facts

Franken läuft auf Hochtouren, und die Linie wird Anfang

2006 in Betrieb genommen.

Nach Jahren intensiven Wachstums benötigt

Mibelle Cosmetics mehr Raum für Produktion und

Logistik. Für das Projekt «Grow+» wurden insgesamt

14,4 Millionen Franken aufgewendet. Die baulichen

Massnahmen erlauben ab 2006 ein weiteres Wachstum

und ermöglichen eine noch kostengünstigere Fabrikation

und Abfüllung.

Seba-Aproz optimiert die Produktions- und Abfüllprozesse.

Eine Erweiterung der Produktionsfläche

durch das Projekt «Extension Est», für das total 11,5

Millionen Franken verbaut werden, steigert ab 2006

die Produktivität und optimiert die Warenflüsse.

78

Der Gastrobelieferer Scana schliesst den Ausbau des

Lagers Regensdorf ab. Insgesamt wurden 12 Millionen

Franken für die Möglichkeit der Aufnahme von

zusätzlichen Sortimenten sowie die Einführung einer

Alltemperatur-Logistik aufgewendet.

Globus

Um den sich wandelnden Kundenbedürfnissen zu entsprechen,

richtet sich in der Globus-Gruppe der Fokus

auf die Erneuerung der Globus-Warenhäuser und

der Interio-Einrichtungshäuser bzw. -Boutiquen. Darüber

hinaus wird das Verkaufsstellennetz von Office

World um weitere Fachmärkte ergänzt.


Migros Facts

M-VERTRIEBSSTANDORTE

79

ANZAHL ANZAHL VERKAUFS- VERKAUFS-

STANDORTE STANDORTE FLÄCHEN (M 2 ) FLÄCHEN (M 2 )

2005 2004 2005 2004

Migros-Standorte M 289 290 189 915 188 513


M-VERTRIEBSLINIEN

MM 202 199 477 974 471 489

MMM 40 40 339 146 335 615

TOTAL 531 529 1 007 035 995 617

MParcs/Fachmarktcenter/Obi 41 39 198 589 165 302

Spezialläden (Fundgruben usw.) 13 14 4 987 5 084

TOTAL 54 53 203 576 170 386

Eigenständige Restaurants 5 5 1 312 1 312

TOTAL STANDORTE 590 587 1 211 923 1 167 315

Supermärkte M, MM und MMM 531 529 795 657 786 394

übrige Supermärkte 1 11 11 10 143 10 143

TOTAL SUPERMÄRKTE 542 540 805 800 796 537

Fachmärkte Do it + Garden 61 63 111 178 109 923

Micasa 39 41 77 363 73 210

sportXX 39 34 46 322 41 189

m-electronics 53 53 28 109 27 849

Obi-Baumarkt/Garten 7 4 53 252 27 942

TOTAL FACHMÄRKTE 199 195 316 224 280 113

Migros-Gastronomie M-Restaurants eigenständig 5 5 1 312 1 312


GENOSSENSCHAFTEN UND DIVERSE

M-Restaurants integriert 199 205 88 587 89 353

TOTAL RESTAURANTS 204 210 89 899 90 665

Detaillisten mit Migros-Produkten 90 89 31 011 30 338

Avec (29) (27) – –

Verkaufswagen 2 2 – –


DETAILHANDEL TOCHTERUNTERNEHMEN

Ex Libris (nur Inland) 119 117 11 039 10 879

Migrol

Tankstellen Total 317 321 – –

Migrol-Auto-Service/Migrol-Service 177 177 – –

Tankstellen (Automat) 140 144 – –

Migrol-Shops


(135) (135) 8 798 8 697

FREIZEIT-STANDORTE UND STIFTUNGEN

Fitnessparks, Fitnessanlagen und Sportparks 21 20

Bäderparks 1 1

Golfparks 6 6

TOTAL FREIZEIT 28 27

Stiftungen Park im Grünen 4 4

1 In MParcs/Fachmarktcenter und Spezialläden integriert

M-Vertriebsnetz 2005


Migros Facts

VERKAUFSFLÄCHE AUSLAND

80

ANZAHL ANZAHL VERKAUFS- VERKAUFS-

STANDORTE STANDORTE FLÄCHEN (M 2 ) FLÄCHEN (M 2 )

2005 2004 2005 2004

Frankreich (Migros France)

MMM Thoiry 1 1 6 100 6 100

MMM Etrembières 1 1 5 261 5 261

TOTAL FRANKREICH

Deutschland (GM Basel)

2 2 11 361 11 361

MM Lörrach 1 1 3 045 3 045

MM Bad Säckingen 1 1 1 490 1 490

MM Freiburg i.Br. 1 1 2 488 2 488

TOTAL DEUTSCHLAND


GLOBUS-VERTRIEBSNETZ 2005

VERTRIEBSSTANDORTE

3 3 7 023 7 023

Globus-Warenhäuser 13 13 81 148 82 168

Herren-Globus 22 22 10 371 10 357

Oviesse/ Globest – 12 – 6 376

Interio-Gruppe 21 25 41 935 43 034

Interio CH 20 21 40 325 39 991

Interio D 1 4 1 610 3 043

Office World CH 18 17 14 447 14 062

GLOBUS-GRUPPE 74 89 147 901 155 997


Migros Facts

Allgemeines zum Detailhandel der Migros

Die Migros festigt die führende Marktposition

Mit innovativen und kultigen Konzepten belebt die Migros den Markt. Damit konnten in

ausgewählten Warengruppen die Marktanteile weiter gesteigert werden.

Trotz einem leichten Rückgang der Kassenumsätze in den zehn Genossenschaften um 0,3 Pro-

zent auf 14,3 Milliarden Franken hat die Migros in ausgewählten Warengruppen ihre Markt-

anteile auch 2005 erhöht. Einen Wachstumsbeitrag leisteten 2005 die Sortimente der Bereiche

Near-Food, Convenience und die Fachmärkte sportXX und Obi. Unter der negativen Teuerung

litten insbesondere die Frischesortimente, aber auch die Bereiche Elektronik sowie Bekleidung.

Im Abschluss 2005 macht sich auch die Tatsache bemerkbar, dass die Migros im Super-/Verbrau-

chermarktskanal nur eine geringe Expansion ausweisen kann. Die Zunahme der Verkaufsfläche

um 44 608 Quadratmeter resultiert zum allergrössten Teil aus den drei neuen Obi-Filialen und

einigen neuen Fachmärkten. Das gesamte Verkaufsnetz umfasst neu 590 Standorte (+3) mit

1 211 923 Quadratmetern (+ 3,8 Prozent).

Auch 2005 ging die Revitalisierung des Migros-Filialnetzes weiter. Die vor drei Jahren ge-

startete Offensive bezüglich Um- und Ausbaus des bestehenden Filialnetzes wurde nochmals

intensiviert um den Kundinnen und Kunden eine verbesserte Einkaufsconvenience zu bieten,

ihnen die Orientierung in Laden und Regal weiter zu erleichtern und den Aufenthalt in unseren

Filialen noch angenehmer zu gestalten. Da diese Massnahmen bei Kundenbefragungen durch-

wegs positiv beurteilt werden, wird die Filialerneuerung durch die zehn Genossenschaften auch

in den nächsten Jahren vorangetrieben.

Trotz sinkenden Preisen bleibt die Schweiz ein Qualitätsmarkt.

Die Schweizer Kundschaft weiss nicht nur das erneuerte Filialnetz zu schätzen. Sie belohnt auch

die ständigen Bemühungen der Migros, das Waren- und Dienstleistungsangebot zu verbessern.

Dass die Migros dabei immer ihren Anspruch im Auge behält, die besten Leistungen auch zu den

besten Preisen anzubieten, zeigten zahlreichen Qualitätstest- und Preisvergleiche, die 2005 von

diversen unabhängigen Organisationen und Instituten durchgeführt wurden. Dass die Migros

durchaus bereit ist, zu Gunsten ihrer Kundschaft auch mal den unbequemen Weg einzuschlagen,

zeigte sich am Beispiel des Konflikts um die Kinder-Milchschnitte. Dies war 2005 nur ein Bei-

spiel dafür, wie sich die Migros tagtäglich für gerechte Konsumentenpreise einsetzt.

81


Migros Facts

Sowohl von diesen Bemühungen wie auch vom sich verändernden Konsumverhalten profitiert

das Online-Shopping. Auch im zweiten Jahr der Kooperation von Migros und LeShop.ch wuchs

dieser Bereich weiter. Das gemeinsam betriebene Portal war 2005 mit 47 Millionen Franken

Umsatz (+ 45 Prozent) der mit Abstand beliebteste Online-Einkaufskanal der Schweizer Kund-

schaft für Güter des täglichen Bedarfs.

Migros-Eigenmarken als Rückgrat einer erfolgreichen Strategie

Der Erfolg der Migros-Eigenmarken zeigt einmal mehr, welches Vertrauen die Kundschaft der

Migros-Qualität schenkt. So nahmen die Umsätze von Heidi, Léger, Anna’s Best, Total und auch

M-Budget sowie von Produkten aus den Programmen «Aus der Region für die Region» stark zu.

Diese Marken sind inzwischen so gut akzeptiert, dass sie in der Lage sind, internationale A-Mar-

ken unter Druck zu setzen, wie das Beispiel Energy-Drink eindrücklich zeigt.

Und auch die erfolgreichsten Schweizer Firmen ausserhalb des Detailhandels nutzen die

Plattform, welche ihnen die starken Migros-Eigenmarken bieten. Die Lancierung des M-Bud-

get-Mobile-Angebots, eines Discountangebots im Bereich Mobiltelefonie, welches gemeinsam

mit der Swisscom betrieben wird, zeigt das eindrücklich. In den dreieinhalb Monaten von der

Lancierung im September bis zum Jahresende 2005 konnte dieses Angebot 110 000 Kunden ge-

winnen, womit sämtliche Schätzungen bei weitem übertroffen wurden.

Im Oktober 2005 wurde die Premium-Eigenmarke Sélection, mit anfänglich rund 40 Arti-

keln und einer geplanten Ausweitung auf 100 Artikel bis Ende 2006, lanciert. Bei diesen beson-

deren Angeboten für Geniesser setzt die Migros auf höchste Qualitätsstandards und exklusive

Produkte mit interessanten Herkunftsgeschichten.

Die Schweizer Konsumentinnen und Konsumenten dürfen sich auch 2006 auf zahlreiche In-

novationen an ihrem bevorzugten Einkaufsort freuen. Auch weiterhin gilt das Programm «Die

Migros macht den Markt», welches 2006 unter dem Stichwort «Mehrwert» läuft.

82


Migros Facts

SCHWEIZER DETAILHANDEL

(QUELLE: CH-KONSUM, BAK BASEL ECONOMICS)

MRD. CHF 2001 2002 2003 2004 2005

Total* 84,8 84,7 84,6 85,8 86,9

Food 39,1 39,6 40,6 41,3 41,3

Non-Food* 45,7 45,1 44,0 44,5 45,5

* ohne Motorfahrzeuge, Treib- und Brennstoffe

MIGROS-UMSATZ INKL. GLOBUS FÜR BERECHNUNG

DER MARKTANTEILE

MRD. CHF 2001 2002 2003 2004 2005

Total 15,0 15,2 15,3 15,6 15,6

Food 9,4 9,6 10,1 10,4 10,3

Non-Food 5,6 5,6 5,2 5,3 5,2

MIGROS-UMSATZ OHNE GLOBUS FÜR BERECHNUNG

DER MARKTANTEILE

MRD. CHF 2001 2002 2003 2004 2005

Total 13,4 13,7 14,0 14,4 14,4

Food 9,2 9,4 9,8 10,1 10,1

Non-Food 4,2 4,3 4,1 4,3 4,2

Der Migros-Umsatz 2001 bis 2005 beinhaltet den Umsatz der

Genossenschaften (ohne Direkt-/Engroslieferungen, Detaillisten

mit Migros-Produkten, Autocenter/Tankstellen und Freizeitanlagen)

sowie die Umsätze der Ex Libris. Ab 2003 umfasst die Migros-

Kassenumsatz-Statistik die Umsätze der Vertriebssparten (Super-/

Verbraucher- und Fachmärkte) und Gastronomie (exkl. Partyservice

und Catering). Die Bruttoumsätze der Globus-Gruppe Inland sowie

der Ex Libris (Filialen und Online-Shop) wurden für die Berechnung

des Marktanteils ebenfalls berücksichtigt.

Marktanteile

Die Migros hält 17,9 Prozent Anteil am Schweizer Detailhandel

Im Bereich Lebensmittel liegt der Marktanteil der Migros-Gruppe bei 25 Prozent.

Der schweizerische Gesamtdetailhandelsumsatz ist im letzten Jahr um 1,2 Prozent auf 86,9 Milliarden

Franken gestiegen. Mit einem Umsatz von 15,6 Milliarden Franken weist die Migros

(inklusive Globus-Gruppe Inland und Ex Libris) einen Marktanteil von 17,9 Prozent auf. Ohne

Globus-Gruppe Inland liegt der Marktanteil der Migros inklusive Ex Libris bei 16,5 Prozent.

Das entspricht einem Umsatzrückgang von 0,2 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Im Bereich Lebensmittel

(inklusive Gastronomie) verzeichnet die Migros (ohne Globus-Gruppe Inland) einen

Anteil am Gesamtmarkt von 24,5 Prozent (inklusive Globus-Gruppe Inland sind es 25 Prozent).

30

20

10

30

20

10

MARKTANTEILE MIGROS (in %)

inkl. Ex Libris und Globus-Gruppe Inland

17,7 18,0 18,1 18,2 17,9

12,2 12,4 11,9 11,9 11,5

24,0 24,3 24,8 25,1 25,0

0 2001 2002 2003 2004 2005

Food Non-Food

MARKTANTEILE MIGROS (in %)

inkl. Ex Libris (exkl. Globus-Gruppe Inland)

15,8 16,2 16,5 16,8 16,5

9,2 9,5 9,4 9,6 9,3

23,5 23,8 24,3 24,5 24,5

0 2001 2002 2003 2004 2005

83


Migros Facts

Noch mehr Transparenz

Schon 2,164 Millionen Kundinnen und Kunden

kaufen mit der M-Cumulus-Karte ein.

Die Zahl der aktiven Cumulus-Kontoinhaberinnen

und -inhaber ist per Ende November 2005 um weitere

rund 100 000 auf nunmehr 2,164 Millionen gestiegen.

Der über die Cumulus-Karte erfasste Umsatzanteil

im Detailhandel liegt inzwischen bereits bei 73 Prozent,

was ein Plus von 1 Prozent gegenüber dem Vorjahr

bedeutet.

Eine Kontrolle des Eidgenössischen Datenschutzbeauftragten

bei M-Cumulus ergab einen «überwiegend

positiven» Befund. Einige vorgeschlagene

Anpassungen in den Allgemeinen Geschäftsbedingungen

erhöhen die Transparenz für die Kundschaft,

die im November darüber informiert wurde. Die Kundinnen

und Kunden wissen nun von der zuständigen

Stelle, dass bei M-Cumulus der Datenschutz und die

Datensicherheit gewährleistet sind.

Die Stimme der Kundinnen und Kunden

Innovative neue Technologien machen die

M-Infoline noch effizienter und leistungsfähiger.

Die Migros hat täglich 1,4 Millionen Kundinnen und

Kunden. Der Kundendienst ist darum ein erstrangiges

Anliegen. Seit dem 1. September 2005 können

Fragen, Anregungen und Kritik noch rascher und umfassender

bearbeitet werden. Durch einen neuen, externen

Partner mit erfahrenen Kundenberaterinnen

und -beratern sowie einer innovativen Call-Center-

Technologie konnten die Prozesse vereinfacht werden.

Dadurch ist die M-Infoline noch leistungsfähiger

geworden und so noch näher zu den Kundinnen und

Kunden gerückt.

M-Cumulus

M-Infoline

84

Das Datenschutzgütesiegel «GoodPriv@cy» konnte

im Juli 2005 mittels eines Wiederholungsaudits der

neutralen Zertifizierungsstelle SQS erneuert werden.

Auf www.m-cumulus.ch können Cumulus-Teilnehmer

seit September 2005 nach einem persönlichen

Log-in Einsicht in alle gesammelten Einkaufsdaten

nehmen. Sie haben somit volle Transparenz über die

gesammelten Informationen. Alle der Migros zur Verfügung

stehenden detaillierten Einkaufsdaten stehen

nun auch der Kundschaft zur Verfügung. Durch diese

Möglichkeit können zum Beispiel auch Kaufbelege

(Kassenzettel) für Versicherungs- oder Garantiefälle

ausgedruckt werden.

Die Cumulus-Infoline bearbeitete 2005 über

250 000 Kundenanliegen.

Sehr erfolgreich ist der Ausbau der Punktesammel-Partnerschaft

mit Migrol im Juni 2005 angelaufen.

Seither kann mit der Cumulus-Karte bei allen

bedienten Migrol-Stationen gepunktet werden. Dies

nicht nur beim Tanken, sondern auch im Shop und auf

allen anderen Migrol-Leistungen.

Rund 85 Prozent der insgesamt rund 90 000 Kundenanliegen

betreffen generelle Auskünfte und Informationen

zu Produkten wie Verfügbarkeit, Neulancierungen,

Werbung, Qualität oder Labels sowie zur Geschäfts-

und Wirtschaftspolitik der Migros. Die Anfragen

zu Produkten haben 2005 am stärksten zugenommen.

Auf besonders reges Interesse stiess etwa

das M-Budget-Handy. Sehr viele Bestellungen gingen

für die neue Broschüre über Zusatzstoffe in Lebensmitteln

ein.

Über 2000 Anregungen erreichten 2005 über

den M-Infoline-Kanal die Migros. Dies zeigt einmal

mehr, wie stark sich die Kundinnen und Kunden mit

der Migros verbunden fühlen.


Migros Facts

Wallis

Tessin

Neuenburg-

Freiburg

Genf

Basel

Waadt

Luzern

Ostschweiz

Zürich

Aare

Genf

(Frankreich)

Basel

(Deutschland)

Wallis

Tessin

Neuenburg-

Freiburg

Genf

Basel

Waadt

Luzern

Ostschweiz

Zürich

Aare

Die zehn Genossenschaften

GESAMTUMSATZ INLAND 2005

(in Mio. CHF, Total 14 400 Mio. CHF)

493

523

802

1 093

1 038

1 242

1 269

0 600 1200 1800 2400 3000

GESAMTUMSATZ AUSLAND 2005

(in Mio. CHF, Total 221 Mio. CHF)

0 30 60 90 120 150

3

19

INVESTITIONEN 2005

34

30

26

(in Mio. CHF, Total 701 Mio. CHF)

53

66

2 236

2 598

0 50 100 150 200

3 106

85

152

Genf

(Frankreich)

–4,4

69 Basel

(Deutschland)

3,4

87

155

228

GESAMTUMSATZ-VERÄNDERUNG 2005

(in % zum Vorjahr, Total –0,2%)

Wallis

Tessin

Neuenburg-

Freiburg

Genf

Basel

Waadt

Luzern

Ostschweiz

Zürich

Aare

Wallis

Tessin

Neuenburg-

Freiburg

Genf

Basel

Waadt

Luzern

Ostschweiz

Zürich

Aare

GESAMTUMSATZ-VERÄNDERUNG

AUSLAND 2005 (in % zum Vorjahr, Total –2,1%)

4 2 0 2 4

PERSONALBESTAND 2005

(Anzahl Personen im Jahresdurchschnitt)

2 374

2 029

3 321

3 974

3 982

–1,7

–0,4

–2,2

–0,9

–1,1

–2 –1,5 –1 –0,5 0 0,5 1,0 1,5 2

4 533

0,3

5 919

0,9

0,8

9 237

9 654

2,0

0 2400 4800 7200 9600 12 000

0,7

11 951


Migros Facts

MIGROS AARE

Mehrere Ausbauprojekte realisiert

-

Grundsätzlich erfreulich ist 2005 für die Migros Aare verlaufen, hat sie doch in einem stagnie-

renden Umfeld mit rückläufigen Verkaufspreisen weitere Marktanteile gewonnen. Erstmals in der

Geschichte der Migros Aare konnte Mitte November 2005 in Moosseedorf ein Obi-Fachmarkt

eröffnet werden, dessen Erfolg selbst Optimisten überraschte. Neben Umbauten wie in Stein, in

Wabern, in Huttwil und in Ostermundigen – samt Fitnesszentrum «Time Out» – gilt das Augen-

merk dem Totalumbau des Wynecenters in Buchs AG, wo Gartencenter, Migros-Supermarkt,

sportXX und m-electronics der Kundschaft übergeben werden konnten. Der Umbau des Zen-

trums geht aber noch bis am 6. Juni 2006 weiter.

Erfolgreich war auch der kleine Skilift für Kinder im Park im Grünen auf dem Gurten: Wäh-

rend den 66 Betriebstagen war die Anlage ein grosses Medienthema.

Mitte 2005 übernahm Beat Zahnd die Geschäftsführung der Genossenschaft Migros Aare,

nachdem der bisherige Geschäftsleiter Herbert Bolliger Präsident der MGB-Generaldirektion

geworden war.

86


Migros Facts

MIGROS BASEL

In Deutschland weiter gewachsen

Eine erfreuliche Umsatzzunahme konnte die Migros Basel vor allem in ihren drei Filialen in

Deutschland – in Lörrach, Bad Säckingen und Freiburg im Breisgau – verzeichnen. Im Nord-

westschweizer Stammgebiet lässt der Wirtschaftsaufschwung weiter auf sich warten. Trotzdem

wurden 2005 mehrere Bauprojekte realisiert. Im Juni wurde nach neunmonatiger Umbauzeit das

Einkaufszentrum MM Gelterkinden fertig gestellt. Ende Dezember zügelte der M Binningen an

seinen neuen Standort.

Für das Grossprojekt «Drachen» an einem strategisch optimalen Standort mitten in der Basler

City läuft die Planung betreffend Nutzung und Gestaltung. Ein neues Einkaufszentrum entsteht

in Bubendorf, und das Schönthal-Center in Füllinsdorf soll erweitert und saniert werden.

2005 feierte die Genossenschaft Migros Basel ihr 75-jähriges Bestehen mit zahlreichen Ge-

burtstagsaktionen für die Kundschaft, aber auch mit einem Personalfest.

Im Park im Grünen in Münchenstein wurde zum 25. Geburtstag das Restaurant Seegarten

ausgebaut.

MIGROS GENF

Nachhaltige Entwicklung unterstützt

In ihrem 60. Jahr war die Migros Genf an allen Fronten gefordert. Die Kaufkraft der Genfer Kon-

sumenten schwindet, und die Konkurrenz eröffnet neue Verkaufsflächen. Um den Verkauf zu för-

dern, wurde der Markt Fusterie renoviert, zudem wurde mit der Umwandlung des Supermarktes

Villereuse begonnen. Im M-Parc La Praille wurde eine Orientteppich-Micasa geschaffen. Am 27.

Oktober, dem Jubiläumstag, begab sich das gesamte Personal in die Filialen, um die Kunden zu

begrüssen, ihnen zu danken und Leckerbissen zu offerieren.

Um die Kommunikation zu verbessern, wurde eine regionale Internetsite lanciert. Zusammen

mit den Vereinten Nationen sowie Stadt und Kanton Genf beteiligte sich die Migros Genf an

einem Fest zu Gunsten nachhaltiger Entwicklung.

Intern stand das Jahr im Zeichen des Optimierungsprogramms «Opteam», mit dem Einspa-

rungen und neue Gewinnquellen gesucht werden. Im Bemühen um das Know-how der Mitarbeiter

konnte der erste Jahrgang von Diplomempfängern der Ausbildung «Qualifikation von Filial-Kas-

sierern/-innen» gefeiert werden. Diese berufliche Anerkennung wurde zusammen mit dem Kan-

ton entwickelt und führt zu einem kantonalen Fähigkeitsnachweis.

MIGROS LUZERN

Trotz Schwierigkeiten erfolgreich geblieben

Trotz schwieriger Wirtschaftslage, diversen Filialumbauten und -neubauten (Einkaufscenter

Zugerland Steinhausen, MM Meierhöfli Emmen, M Rigi-Märt Küssnacht und Fundgrube Die-

rikon) sowie sinkenden Preisen blickt die Genossenschaft Migros Luzern auf ein erfolgreiches

Geschäftsjahr zurück. Sie erwirtschaftete 2005 einen Nettoumsatz von 1,269 Milliarden Franken,

87


Migros Facts

0,8 Prozent mehr als im Vorjahr. Bereinigt man diesen Umsatz mit dem Viehhandel, den die Mi-

gros Luzern per Ende 2004 an die Micarna abgetreten hat, ergibt dies sogar eine Umsatzzunahme

von 2 Prozent (plus 25,5 Millionen Franken). Wird die Minusteuerung von 1,2 Prozent berück-

sichtigt, ergibt sich ein reales Umsatzwachstum von 3,2 Prozent.

88

Der Erfolg der Migros Luzern ist dem Engagement der 5800 Mitarbeitenden zu verdanken.

Ebenfalls sehr erfreulich ist, dass 2005 über 460 000 Kundinnen und Kunden mehr die Filialen

der Migros Luzern besucht haben: Insgesamt konnten über 29 Millionen direkte Kundenkontakte

verzeichnet werden – ein echter Vertrauensbeweis.

MIGROS NEUENBURG-FREIBURG

Umfangreiche Expansion und Renovationen geplant

Der Umsatz der Migros Neuenburg-Freiburg ging zwar 2005 gegenüber 2004 leicht zurück. Den-

noch konnte die Frequenz in den Filialen gehalten werden. Im gesamten Filialnetz wurden neue

Informatikinstrumente installiert. Mehrere Filialen wurden umgebaut oder erweitert, darunter

der MM Cernier, dessen Verkaufsfläche sich verdoppelte. Eine breit angelegte Kundenumfrage

hilft, die kommerziellen Massnahmen noch besser auf die Regionen und Filialen auszurichten.

Die Migros Neuenburg-Freiburg blickt zuversichtlich in die Zukunft: In den nächsten vier

Jahren werden über 250 Millionen Franken in das Expansions- und Renovationsprogramm des

Verkaufsnetzes investiert. 2006 werden bereits mehrere Projekte realisiert, vor allem die Totalre-

novation des MM Marly und die Eröffnung des neuen M Cormanon in Villars-sur-Glâne. In Tour-

de-Trême, Châtel-St-Denis, Düdingen und Avenches werden ebenfalls neue Verkaufspunkte er-

öffnet, und in der Neuenburger Uferregion werden wichtige Um- und Neubauprojekte in Marin,

Peseux und Portes-Rouges verwirklicht.

Am 1. September 2005 übernahm Fabrice Zumbrunnen als Nachfolger von Elie Amsellem die

Leitung der Genossenschaft Migros Neuenburg-Freiburg.

Am 30. Juli 2005 wurde Paul Bützberger zu seiner letzten Ruhestätte begleitet. Der Migros-

Pionier war Sekretär von Gottlieb Duttweiler und von 1949 bis 1973 erster Direktor der Migros

Neuenburg-Freiburg.

MIGROS OSTSCHWEIZ

Ladenerneuerungen zahlen sich aus

Im Geschäftsjahr 2005 hat die Migros Ostschweiz einen Gesamtumsatz von 2,236 Milliar-

den Franken erwirtschaftet, gegenüber dem Vorjahr bedeutet das einen Umsatzrückgang von

1,1 Prozent. Hauptgründe dafür sind die Minusteuerung auf dem Migros-Sortiment von 1,2 Pro-

zent sowie temporäre Umsatzeinbussen, die während der Umbauzeit zahlreicher Migros-Märkte

und Fachmärkte zu verzeichnen waren. Die steigenden Umsätze der bereits umgebauten Läden

zeigen, dass sich die Erneuerung auszahlt.

Generell entwickeln sich die Supermärkte, der umsatzstärkste Bereich der Migros Ostschweiz,

erfreulich. Dies obwohl die grenznahen Filialen unter dem Einkaufstourismus ins benachbarte

Ausland leiden. Insgesamt konnte die Migros Ostschweiz in ihrem Wirtschaftsgebiet den Markt-


Migros Facts

anteil auf hohem Niveau weiter ausbauen. Auf Kurs sind auch die Restaurants und der Partyser-

vice Bonaparty.

Schwieriger haben es die Fachmärkte: Noch immer ist bei grösseren Anschaffungen eine

zurückhaltende Konsumentenstimmung spürbar. Zudem haben zahlreiche Umbauten das Ergebnis

vorübergehend ungünstig beeinflusst. Die Investitionen in den Fachmarkt-Bereich werden jedoch

bald erste Früchte tragen. Am 29. März 2006 wird in Winterthur der erste Obi-Baumarkt der

Migros Ostschweiz eröffnet.

MIGROS TESSIN

In allen Bereichen zugelegt

Auch 2005 konnte die Genossenschaft Migros Tessin in allen Tätigkeitsbereichen wachsen. Die

Umsatzsteigerung im Detailhandel ist hauptsächlich auf die Eröffnung von zwei neuen Verkaufs-

stellen – Obi-Fachmarkt in San Antonino und Supermarkt in Grancia – zurückzuführen. Das

Programm zur Modernisierung des Vertriebsnetzes, das 2003 startete und 2005 die Filiale in Bel-

linzona betraf, hat ebenfalls zum guten Resultat beigetragen.

Auch der Erfolg der Strategie «In Ticino per il Ticino» hat sich bestätigt: Das Sortiment wur-

de mit der Linie «I nostrani del Ticino» erweitert. Durch die enge Zusammenarbeit mit Tessiner

Betrieben können vermehrt regional angebaute oder gezüchtete und nach traditioneller Rezeptur

hergestellte Produkte vermarktet werden.

Der Lastwagenpark der Genossenschaft Migros Tessin wurde teilweise erneuert und zählt

nun zehn neue Lastwagen, die mit umweltfreundlichen Motoren ausgestattet sind.

MIGROS WAADT

Kleine Filialen erneuert

Im Bestreben, nahe bei der Kundschaft zu sein und ihr das Leben zu erleichtern, hat sich die

Migros Waadt 2005 der Erneuerung ihrer kleinen Filialen gewidmet. Dass diese Filialen für die

täglichen Einkäufe sehr geschätzt werden, hat die Umfrage Kundissimo bei 11 000 Kunden klar

gezeigt. Auf der Grundlage dieser Umfrage wurden die Erneuerungen geplant. Der M Sainte-

Croix kam an einen neuen Standort und wurde vergrössert. Der M Yverdon im Süden der Stadt, in

einer Zone, die weitere Expansion verspricht, wurde eröffnet. Und schliesslich hat der M Athénée

im Stadtzentrum von Lausanne den M Marterey ersetzt, die älteste Filiale der Migros Waadt mit

nur 185 Quadratmetern Verkaufsfläche. In Lausanne wurden zudem zwei DMP (Detaillisten mit

Migros-Produkten) eröffnet. In Aigle entstand ein neuer Ableger der Klubschule Migros.

Während des ganzen Jahres 2005 wurden wichtige Ressourcen der Genossenschaft für die

Umwandlung der Produktionszentralen in Ecublens eingesetzt, wo die Hygienezertifizierung

BRC im Gang ist. Die bedeutende technologische Erneuerung wird eine noch leistungsfähigere

Versorgung des Verkaufsnetzes erlauben.

89


Migros Facts

MIGROS WALLIS

Halbe Milliarde erreicht

Die Genossenschaft Migros Wallis hat 2005 die erfreuliche Entwicklung der Vorjahre fortgesetzt.

Der Umsatz hat erstmals die symbolträchtige Marke von einer halben Milliarde Franken über-

schritten.

Die Migros Wallis feierte 2005 Jahr ihr 50-jähriges Jubiläum mit zahlreichen kommerziellen

und kulturellen Aktivitäten. In der Verwaltungs- und Verteilzentrale Martigny wurde ein Tag

der offenen Tür durchgeführt. Für das künftige Naturzentrum Pfyn spendete die Genossenschaft

250 000 Franken. Ein grosses Fest brachte im CERM von Martigny alle gegenwärtigen und pensi-

onierten Mitarbeiter der Migros Wallis und ihre Familien zusammen, und in Conthey versammel-

ten sich im November die Kader der Migros Wallis, ihre Partner und die kantonalen Behörden zu

einer offiziellen Jubiläumsfeier.

Die Genossenschaft hat dieses Jubiläum zum Anlass genommen, die Archive zu ordnen, damit

ihre Geschichte zurückverfolgt werden kann und um sie auf der neuen Internetsite www.migros-

valais.ch zu veröffentlichen.

90

Am 1. November 2005 übernahm Max Alter, zuvor Marketingchef Frischprodukte und Logis-

tikchef, als Nachfolger von Interimsdirektor Roland Sprenger die Leitung der Migros Wallis.

MIGROS ZÜRICH

Zwei neue Standorte eröffnet

Die Migros Zürich verzeichnete 2005 einen Umsatzzuwachs von 0,7 Prozent und eine Steigerung

der Kundenzahl um 1,6 Prozent auf rund 84 Millionen.

Zwei neue Migros-Standorte wurden Ende April eröffnet. Das Migros Center Bülach Süd mit

über 16 000 Quadratmetern Verkaufsfläche beherbergt neben dem Migros Super- und Verbraucher-

markt auch die Fachmärkte Obi, Micasa, sportXX, m-electronics sowie rund ein Dutzend Part-

nergeschäfte. An der Mühlegasse im Herzen Zürichs bietet die Migros Niederdorf Produkte des

täglichen Bedarfs und ein breites, auf die urbane Kundschaft abgestimmtes Take-away-Sortiment

an. Nach über 40 Jahren schloss im Sommer die Migros Schmiede Wiedikon – und wurde zwei Tage

später 80 Meter vom alten Standort entfernt mit doppelter Verkaufsfläche neu eröffnet.

Im Oktober fand die Gesamteröffnung des Migros-Sport- und -Erlebnisparks in Greifensee

statt. Neben den bereits 2004 eröffneten Fitness- und Kinderspielparks stehen auf über 200 000

Quadratmetern neu unter anderem ein Naturpool, Restaurant und Bar sowie Seminar- und Phy-

siotherapie-Räume zur Verfügung.

Unter dem Titel «Opus 1+» wurde ein umfassendes, internes Optimierungsprogramm gestartet,

welches die Migros Zürich für die Herausforderungen der nächsten Jahre vorbereitet und ihren

langfristigen Erfolg sichert.


Migros Facts

BIO

CHF 300,2 Mio. (+0,7 %)

Produkt aus biologischer Landwirtschaft.

Unabhängige Kontrolle.

MAX HAVELAAR

CHF 71,1 Mio. (+9,0 %)

Aus fairem Handel. Produziert nach sozialen

Kriterien. Unabhängige Kontrolle.

7-PUNKTE-FLEISCH-GARANTIE

CHF 637,7 Mio. (–9,6%)

Schweizer Fleisch. Kontrollierte,

artgerechte Haltung und Fütterung.

IP-SUISSE

CHF 238,9 Mio. (–2,4 %)

Aus naturnaher Schweizer Landwirtschaft.

Angebaut nach den Richtlinien

der IP-Suisse. Unabhängige Kontrolle.

MARINE STEWARDSHIP COUNCIL

(MSC)

CHF 17,8 Mio. (–4,8 %)

Produkt aus Fischerei, die Fischbestände

schont. Unabhängige Kontrolle.

DOLPHIN SAFE

CHF 29,7 Mio. (+1,7%)

Ökologie und Soziales

Thunfischfang, bei dem die Delphinbestände

geschont werden. Unabhängige Kontrolle.

Ethische Labels

FOREST STEWARDSHIP COUNCIL

(FSC)

CHF 50,9 Mio. (+19,5%)

Holz aus umwelt- und sozialverträglich

bewirtschafteten Wäldern. Unabhängige

Kontrolle.

ECO

CHF 342,0 Mio. (+2,4%)

Umweltfreundliche Produktion auf allen

Verarbeitungsstufen. Sichere Arbeitsbedingungen.

Unabhängige Kontrolle.

BIO-BAUMWOLLE

CHF 11,0 Mio. (+74,6%)

Baumwolle aus biologischem Anbau.

Immer nach Eco-Richtlinien verarbeitet.

Unabhängige Kontrolle.

Summe *

CHF 1 666,1 Mio. (–3,1%)

91

* Produkte, die zwei Labeln zugehörig sind (Migros-Bio +

Max Havelaar, Eco + Bio-Baumwolle), wurden in den

jeweiligen Labeln umsatzmässig miteinbezogen, jedoch im

Gesamtumsatz nur einmal gerechnet.


Migros Facts

Ökologisch, sozial, ethisch

Das Sortiment von Produkten unter der

Dachmarke Engagement wächst stetig.

Die Migros fasst unter der Dachmarke Engagement die

ökologischen, sozialen und ethischen Labels zusammen.

All diesen ist gemeinsam, dass die Anforderungen

an die jeweiligen Produkte klar über den gesetzlichen

Vorgaben liegen oder eine ökologische Best Practice

dahintersteht. Und alle Produktionssysteme werden

unabhängig von externen Instanzen kontrolliert.

Ein breites Sortiment von Food- und Non-Food-

Artikeln präsentiert sich unter der Dachmarke Engagement.

2005 hat die Migros für 1,666 Milliarden

Franken Produkte mit Mehrwert verkauft.

DIE EINZELNEN LABELS

Die Max Havelaar-Stiftung (Schweiz) hat im Frühjahr

erstmals fair gehandelte Non-Food-Produkte

ausgezeichnet, darunter auch drei Watteprodukte der

Migros.

Mit der die Knospe vergebenden Organisation

Bio Suisse wurde ein neuer Vertrag abgeschlossen. Inländische

Bio-Produkte der Migros stammen somit

ab 1. Januar 2006 ausschliesslich von mit der Knospe

zertifizierten Landwirtschaftsbetrieben.

Ein Jubiläum gab es beim Label Eco zu feiern:

Seit zehn Jahren steht Eco für die umweltfreundliche

Produktion in der textilen Verarbeitung. Heute

sind rund 70 Prozent der in der Migros verkauften

Kleider und 80 Prozent der Heimtextilien Eco-zertifiziert

– ein beachtlicher Beitrag, Ressourcen wie

Luft und Wasser zu schonen. Sichere und soziale Arbeitsbedingungen

sind aufgrund des Verhaltenskodexes

BSCI garantiert.

Engagement

92

IP-Suisse arbeitet beim Feldlerchenprojekt mit der

Vogelwarte Sempach zusammen. Die involvierten Getreideproduzenten

lassen in ihren Feldern absichtlich

Lücken stehen, in denen die Feldlerche nisten kann.

Damit leisten sie einen wichtigen Beitrag zur Erhaltung

dieser Vogelart. Mengenmässig ist die Migros

die grösste Abnehmerin des aus diesem Getreide gebackenen

Brotes.

Für die Herstellung von Papier braucht es grosse

Mengen Holz. Als erster Detailhändler in der Schweiz

bietet die Migros seit Herbst des vergangenen Jahres

Hygiene- und Haushaltspapier in FSC-Qualität an.

Bis im Januar 2006 wird der Grossteil des Sortimentes

auf FSC umgestellt.

Der Bio Marché in Zofingen findet alljährlich

im Juni statt. Die Migros engagierte sich bereits zum

sechsten Mal als Hauptsponsor und präsentierte an

rund zwanzig Marktständen während dreier Tage ihr

attraktives Bio-Sortiment. Auch für die Fair Trade

Fair Ende August in Bern wirkte die Migros als Patronatsmitglied.


Migros Facts

Bessere Arbeitsbedingungen

Soziale und ökologische Mindeststandards

Die Migros setzt bei den Arbeitsbedingungen auf

Kontrolle und Beratung der Lieferanten.

Die erste Version des von der Migros erarbeiteten

Verhaltenskodexes wurde Anfang 1999 an alle Bekleidungs-Lieferanten

weltweit verschickt. In Zusammenarbeit

mit der Clean Clothes Campaign Schweiz

und zwei weiteren Schweizer Unternehmen (Veillon

und Switcher) hat die Migros in den Jahren 2000 bis

2002 ein Pilotprojekt zur Umsetzung und Kontrolle

des Verhaltenskodexes in Südindien und China durchgeführt.

Die Erfahrungen daraus führten zu einem

neuen Verhaltenskodex, der allen Non-Food-Lieferanten

der Migros weltweit zugestellt wurde.

Der Verhaltenskodex der Migros wurde unter

dem Kürzel BSCI-Standards (BSCI steht für Business

Social Compliance Initiative) von der Foreign

Trade Association (FTA), der Dachorganisation des

europäischen Handels, im Wesentlichen übernommen.

Künftig kontrollieren alle Mitglieder der BSCI

gleich. Wichtige Handelshäuser (Otto Versand und

Karstadt-Quelle-Neckermann, Deutschland: Metro

Gruppe, International; Zara und Mango, Spanien;

Lintex, Schweden und andere) sind bereits dabei, weitere

können, sollen und werden mitziehen.

Der Kodex bezieht sich auf die Normen der Internationalen

Arbeitsorganisation (ILO) und regelt

unter anderem Fragen der Entlöhnung, der Arbeitszeiten,

der Gesundheitsvorsorge und der Sicherheit.

Er verbietet Diskriminierung, Kinder- und Zwangsarbeit.

Zudem schreibt er Gleichbehandlung und Versammlungsfreiheit

vor.

Bereits 145 Kontrollen

Sämtliche Lieferanten – dazu gehören unter anderen

die Hersteller von Spielwaren, Elektrogeräten, Kochtöpfen,

Bekleidungs- und Heimtextilien sowie von

Möbeln und Gartengeräten – müssen sich verpflichten,

diese sozialen Standards einzuhalten. Die Einhaltung

93

wird von professionellen Unternehmen kontrolliert,

die von der Social Accountability International (SAI),

einer weltweit anerkannten Nichtregierungsorganisation,

dazu berechtigt sind.

Die ersten Kontrollen – bis Ende 2005 waren es

bereits 145 – fanden in Ländern wie China und Indien

statt, wo unsoziale Arbeitsbedingungen noch oft festgestellt

werden.

Die Standards werden anhand von Firmendokumenten,

Management- und Mitarbeiterinterviews,

Untersuchungen und Messungen am Arbeitsplatz (zum

Beispiel Lärmmessungen) von zwei Auditoren überprüft.

Je nach Grösse der Fabrik dauert das ein bis zwei

Tage. Der Auditfragebogen umfasst 600 Fragen. Resultat

ist ein Auditbericht mit einem Massnahmenplan,

in dem für die einzelnen verlangten Änderungen Termine

gesetzt werden. Mit einem Re-Audit wird überprüft,

ob die Massnahmen umgesetzt wurden.

Die Handelspartner der Migros zeigen sich offen

und machen mit. Sie haben begriffen, dass sie dadurch

ihre Zukunft sichern: Sie verbessern ihre Wettbewerbsposition,

steigern durch das systematische Management

ihre Produktivität und können sogar Kosten

sparen. Ausserdem werden sie bei der Umsetzung der

Verbesserungsmassnahmen beraten und unterstützt.

Für das Jahr 2006 sind Kontrollen bei 300 Non-Food-

Lieferanten vorgesehen.

Auf einer Reise nach China erhielten schweizerische

Medienschaffende vor Ort Einblick in die Arbeitsbedingungen

bei den Lieferanten der Migros.

Nun sind die Lebensmittel dran.

Ab Januar 2006 gilt der Verhaltenskodex auch für die

Lebensmittelverarbeitungsindustrie. Der Umsetzung

im Food-Bereich sind im Jahr 2005 einige Testkontrollen

bei Landwirtschafts- und Abpackbetrieben in Südspanien,

Marokko, Peru und der Schweiz vorausgegangen.

Für das Jahr 2006 sind mindestens zehn Kontrollen

geplant, vorerst in Spanien und Marokko. Auf die


Migros Facts

Information und Beratung der Lieferanten wird grosser

Wert gelegt.

GENTECHNOLOGIE

Transparenz ist nötig

Alle Zutaten eines Produkts müssen bis zum

Produzenten zurückverfolgbar sein.

Die Schweizer Bevölkerung steht gentechnisch veränderten

Lebensmitteln skeptisch gegenüber. Die

Migros verzichtet deshalb so weit wie möglich auf

solche Produkte im Food-Bereich. Was simpel klingt,

ist in der Praxis nicht einfach umzusetzen. Denn es

gibt Zutaten wie etwa Maisstärke, bei welchen der

genveränderte Organismus im Endprodukt nicht

mehr nachweisbar ist. Die Migros verlangt deshalb

Transparenz bei der Entstehung eines Produkts und

die Rückverfolgbarkeit möglichst bis zum Produzenten.

Sie will sicher sein, gentechfreie Ware zu

kaufen und zu verkaufen.

Ab März 2006 ist die Deklarationspflicht für

alle mit Gentechnik hergestellten Produkte in der

Schweiz auch gesetzlich vorgeschrieben,

Die Labors der Migros führen regelmässig

Analysen bei Risikoprodukten durch. Je grösser die

Nachfrage nach natürlichen, nicht genveränderten

Produkten weltweit ist, desto grösser sind die Chancen,

langfristig gentechfreie Produkte beschaffen zu

können.

EUREPGAP

Auch kleine Produzenten sind dabei

Für die Schweizer Produktion wurde das System

Swissgap geschaffen.

Eurepgap entspricht der Integrierten Produktion (IP)

in der Landwirtschaft und deckt auch einzelne soziale

Aspekte ab. Mit einem speziellen Modul werden nun

94

auch kleine Produzenten, insbesondere in Entwicklungsländern,

in das System eingebunden. Eurepgap

wird heute in 60 Ländern umgesetzt und ist weltweit

der wichtigste Standard für die Landwirtschaft.

Die Schweizer Produktion wird über Swissgap,

ein gesamtschweizerisches System, abgedeckt. Swissgap

ist von Eurepgap anerkannt. Im Bereich Produktion

und Handelsbetriebe beginnt die Umsetzung in

den Bereichen Früchte, Gemüse und Kartoffeln im

Frühling 2006.

GFSI

(GLOBAL FOOD SAFETY INITIATIVE)

Lebensmittel werden sicherer

Wer der Migros verarbeitete Lebensmittel liefert,

braucht ein umfassendes Hygienemanagement.

GFSI, die Globale Initiative für Lebensmittelsicherheit,

steht für ein weltweit standardisiertes Vorgehen

bei der Umsetzung und der Kontrolle im Bereich der

Lebensmittelsicherheit. Dieses Vorgehen führt zu

einer höheren Effizienz bei der Durchsetzung dieser

Standards und damit zu einer höheren Lebensmittelsicherheit.

Vier Standards – darunter die Zertifikate

BRC (British Retail Consortium) und das aus Deutschland

stammende IFS (International Food Standard)

– sind als gleichwertig anerkannt und werden von vielen

Grossverteilern akzeptiert.

Die Migros-Lieferanten von verarbeiteten Lebensmitteln

sind nach einem GFSI-anerkannten Standard

zertifiziert oder befinden sich im Prozess der

Zertifizierung. Diese verlangt ein weit reichendes, detailliertes

Hygienemanagement.

Neu werden auch Standards für Futtermittel und

Verpackungen überarbeitet.


Migros Facts

SODIS

Trinkwasser für die Ärmsten

Die verblüffend einfache

Methode zur Desinfektion von Trinkwasser

wird weiter propagiert.

1,2 Milliarden Menschen haben keinen Zugang zu sauberem

Trinkwasser, und jedes Jahr sterben 2,2 Millionen

Menschen an Durchfall. Dagegen gibt es eine

ebenso einfache wie geniale Methode der solaren Desinfektion

von Trinkwasser namens Sodis.

Durchsichtige Plastik-Getränkeflaschen werden

mit Wasser gefüllt, verschlossen und während

sechs Stunden in die Sonne gelegt. Das Sonnenlicht

und die erhöhte Wassertemperatur zerstören krankheitserregende

Viren und Bakterien und machen das

Wasser trinkbar.

Die Sodis-Methode ist praktisch kostenlos; Geld

aber braucht es zur Verbreitung dieser Idee und zur

Schulung von lokalen Helfern. Gemeinsam mit Helvetas

unterstützt die Migros die Verbreitung von Sodis

während mindestens fünf Jahren mit insgesamt 1,5

Millionen Franken.

Anlässlich des Weltwassertages 2005 spendete

die Migros pro verkauftes Sixpack Aproz Classic 1

Franken für ein besonderes Sodis-Projekt in Sri Lanka.

Den Erlös von zirka 20 000 Franken setzt Helvetas

für die Schulung von Sodis-Ausbildnern ein. Sie

unterrichten die Menschen in Sri Lanka, vor allem

in den Gebieten, die im Dezember 2004 besonders

schwer vom Tsunami getroffen worden sind.

MIGROS KIDS SCHOOL

Zur Schule statt in die Fabrik

Auch Schweizer Kinder unterstützen mit der

Migros die Schule in Südindien.

Die Kinder kommen aus den Slums der südindischen

«Textilhauptstadt» Tirupur und aus den umliegenden

Ethische Projekte

95

Dörfern. Die Migros Kids School bietet ihnen eine Ausbildungsmöglichkeit,

damit sie nicht als billige Arbeitskräfte

in Fabriken landen. Dank der Schule können sie

sich später für Jobs in der Verwaltung, bei der Post, als

Bus- oder Taxichauffeur, bei der Bahn oder beim Militär

bewerben. Im Dezember 2000 wurde die Migros

Kids School in Tirupur für 200 Kinder eröffnet, heute

gehen dort bereits 800 Kinder zur Schule.

Die Schule wurde in Zusammenarbeit mit der

deutsch-indischen Organisation «Kids Foundation»

aufgebaut. Sie steht allen Kindern der Umgebung offen,

also nicht nur den Kindern der Textilarbeiterinnen,

die für die Migros Kleider herstellen. Die Migros finanzierte

aus dem «Fonds für gezielte Hilfe» die Land-

und Baukosten. Die indischen Lieferanten der Migros

beteiligen sich an den laufenden Kosten der Schule,

indem sie Etiketten kaufen, die auf ihren Produkten

angebracht werden. Ausserdem hat Lilibiggs, das Kinderprogramm

der Migros, mit einem Stickeralbum und

dazugehörigen Bildchen rund 120 000 Franken für die

Schule gesammelt. Das Geld wird für die Erweiterung

der Infrastruktur eingesetzt.

NACHHALTIGE PALMÖLPRODUKTION

Internationale Standards geprägt

Die Pionierrolle der Migros für umweltfreundliches

Palmöl zeigt weltweite Wirkung.

Als erstes Unternehmen weltweit konnte Migros vor

vier Jahren Margarine aus Palmöl anbieten, das ohne

Tropenwaldzerstörung gewonnen worden war. Palmöl

ist vielseitig verwendbar und taucht in einer Vielzahl

von Lebensmitteln, aber auch in Kosmetika und

Waschmitteln auf. Jahr für Jahr nimmt der weltweite

Verbrauch zu, und ein Ende des Booms ist nicht abzusehen.

Dies geht leider allzu oft zu Lasten der Natur

– und damit der Menschen, die darin leben. Denn für

Ölpalm-Plantagen werden vorab in Südostasien grosse

Flächen Tropenwald abgeholzt und niedergebrannt.


Migros Facts

Gemeinsam mit dem WWF hatte die Migros bereits im

Jahr 2000 eigene Kriterien für die nachhaltige Palmölproduktion

erarbeitet. Im November 2005 wurden

durch die internationale Organisation «Runder Tisch

für nachhaltiges Palmöl (RSPO)» in Singapur internationale

Kriterien für nachhaltiges Palmöl verabschiedet.

Die RSPO-Kriterien werden die Produktion eines

der wichtigsten Öle auf dem Markt verbessern. Da alle

am Palmölgeschäft Beteiligten bei RSPO vertreten

sind – ökologische und soziale Organisationen, Pflanzer,

Verarbeiter, Handel und Investoren –, sind die

Kriterien breit abgestützt. Die Migros war in diesem

Prozess federführend. Sie verwendet für die eigene

Nahrungsmittelindustrie bereits seit 2003 ausschliesslich

Palmöl, das auf nachhaltige Weise produziert wurde,

das heisst nachweislich ohne Zerstörung der Natur

und mit Respekt für den Menschen.

BIO-BAUMWOLLE AUS MALI

Biologisch und erst noch fair

Eine Ausstellung in der ganzen Schweiz unterstützt

das Bio-Baumwolle-Projekt in Afrika.

Der Anbau von Baumwolle in Entwicklungsländern

macht sich oft weder für die Umwelt noch für die Bauern

bezahlt. Das muss nicht sein: Es gibt umweltverträglich

hergestellte und fair gehandelte Baumwolle.

Das zeigt die Wanderausstellung «Cotton» von Helvetas,

die im Gewerbemuseum Winterthur gestartet

wurde und seitdem durch viele Orte in der deutschen

und französischen Schweiz getourt ist. Die Ausstellung

macht auf globale Zusammenhänge im Baumwollhandel

und auf die Vorteile von nachhaltigen Anbaumethoden

aufmerksam. Im Zentrum der Ausstellung steht

das Bio-Baumwolle-Projekt von Helvetas im westafrikanischen

Mali. Die Migros unterstützt dieses Projekt

finanziell und durch eine Abnahmegarantie für die

Bio-Baumwolle, die sie in ihren Produkten verarbeitet.

Das Staatssekretariat für Wirtschaft (Seco) und die

Migros sind die Hauptsponsoren der Ausstellung.

PANDAMOBIL

Naturschutz als Erlebnis

Ein umgebauter Migros-Verkaufswagen bringt

Schweizer Schülern ferne Natur näher.

Auch 2005 rollte das WWF-Pandamobil, eine mobile

Ausstellung in einem umgebauten Migros-Verkaufswagen,

kreuz und quer durch die Schweiz. Seit 27

96

Jahren vermittelt der Animator und Chauffeur Michel

Terrettaz den Schülerinnen und Schülern die Natur

auf engagierte und unterhaltende Art. Viertklässler

sitzen mitten in der Arktis auf Eisschollen und beobachten

Eisbären beim Jagen. Zwar besteht das Eis aus

Styropor, und die Tiere sind nur auf einem Bildschirm

zu sehen. Trotzdem hören die Kinder begeistert zu,

wenn der Animator anschaulich die Folgen des Klimawandels

für die Tiere der Arktis beschreibt.

Insgesamt wurden schon 290 000 Kinder im Pandamobil

in die verschiedensten Themenwelten versetzt.

Ab März 2006 wird es mit der neuen Ausstellung «Wasser

in Not» auf Tournee sein. Die Migros unterstützt

dieses Engagement des WWF als Hauptsponsor.

NOGAL

Vernetzter Naturschutz

Das von der Migros unterstützte Naturschutzgebiet

in Costa Rica wird Teil

eines internationalen «Bio-Korridors».

In Costa Rica wurde innerhalb einer Bananenplantage

von Chiquita ein Naturschutzgebiet geschaffen, das

Waldreservat Nogal. Migros, Chiquita und die deutsche

Gesellschaft für Technische Zusammenarbeit

(GTZ) beteiligen sich an den Kosten für Aufforstung,

Schutz der Flora und Fauna sowie für die Informationsarbeit.

In einem Schulungszentrum werden die Besucher

für Umweltanliegen sensibilisiert.

Das Gebiet beherbergt seltene Tiere wie den weissen

Milan und das Kapuzineräffchen. Wohin der Blick

auch fällt, überall ist Leben. Die riesigen alten Bäume

bieten vielen Tieren Schutz und Nahrung. Vögel zum

Beispiel ernähren sich von Insekten und Larven, die sie

hier vorfinden. Angesichts der Vielfalt von Pflanzen

auf jedem Quadratmeter lohnt sich auch der Schutz von

100 Hektaren allemal. Solche Naturoasen sind aus manchen

Gründen immer wichtiger. So machen hier zum

Beispiel Tausende von Zugvögeln halt.

Nun wird Nogal mit einem anderen Naturschutzgebiet

verbunden, damit die Tiere sich weiterbewegen

können. Dadurch können sie mit anderen

Populationen Nachkommen zeugen und verkümmern

genetisch nicht. Das sichert ihr Überleben langfristig.

Das Projekt wird nun Bestandteil des umfassenderen

Vorhabens eines mittelamerikanischen «Bio-Korridors»,

der von sechs Regierungen Zentralamerikas

ins Leben gerufen wurde und zum Ziel hat, die mittelamerikanische

Flora und Fauna zu vernetzen und so

besser zu schützen.


Migros Facts

Nachhaltigkeit und Umwelt (Ökologie)

NACHHALTIGKEIT

Mit einem Magazin zeigte die Migros, wie sie

zwischen wirtschaftlichen, ökologischen und sozialen

Ansprüchen ein Gleichgewicht findet.

Ein grosses «N» steht auf der Titelseite der Beilage, welche

dem «Migros-Magazin» mit einer Auflage von 2,5

Millionen Exemplaren beigelegt worden ist. Das «N»-

Magazin zeigt mit interessanten Beispielen und vielen

Bildern den Kundinnen und Kunden, was die Migros

für Umwelt und Gesellschaft alles unternimmt. Für

speziell an der nachhaltigen Entwicklung Interessierte

und Experten ist im Migros-Portal www.migros.ch

ein Fachbericht «Nachhaltigkeit» nach den Richtlinien

der Global Reporting Initiative (GRI) veröffentlicht

worden. Dank seinen umfassenden Informationen ist

dem Fachbericht das Prädikat «in Übereinstimmung

mit GRI» verliehen worden. Die Migros ist eine von

zwei Firmen in der Schweiz, welche diese Auszeichnung

erhalten haben.

Das Trägergremium Nachhaltigkeit hat für das

Jahr 2005 das Thema «Gesundheit» als Schwerpunkt

bestimmt. Viele Aktivitäten sind darauf gestartet

worden: Gesundheitsvorsorge in den Betrieben, Risikobeurteilung

des Arbeitsplatzes bei Schwangeren,

Gesundheitskurse in den Klubschulen, Velofahren zur

Arbeit. Mit dem Setzen von Schwerpunkten will die

Migros ihre Umwelt- und Sozialpolitik effizient konkretisieren.

UMWELT

Mobilität

Das Projekt «Mit dem Velo zur Arbeit» (Bike to work)

hat 1600 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in 21 Migros-

Betrieben mobilisiert. Wer während eines Monats an

mindestens der Hälfte der Arbeitstage mit dem Velo

oder kombiniert mit dem öffentlichen Verkehr pendelte,

97

war dabei. Das Mitmachen wurde durch attraktive

Wettbewerbspreise gefördert. Dieses Jahr war die

Migros als Pilotbetrieb dabei. Nächstes Jahr wird die

organisierende IG Velo alle Schweizer Unternehmen

zur Teilnahme einladen, und die Migros wird diese

Aktion wieder finanziell und pedalend unterstützen.

Benzinsparendes und sicheres Autofahren

kann gelernt werden in «Eco drive»-Kursen. Was

die Migros-Chauffeure schon lange können, sollen

auch die privaten Automobilisten anwenden. An der

rallye21 in Basel gewinnen diejenigen, welche eine

Rundstrecke am sparsamsten zurücklegen. Die Migros

unterstützte diesen Anlass und zeigte neben vielen

Engagement-Produkten auch die Biogaslastwagen der

Genossenschaft Migros Zürich.

Seit 2000 unterhält der MGB eine Partnerschaft

mit der Car-Sharing-Organisation Mobility. Jüngstes

Produkt dieser erfolgreichen Zusammenarbeit ist die

M-Budget-Kategorie. Die je zur Hälfte im M-Budget-

und im Mobility-Look gestalteten Fiat Panda sind

äusserst beliebt und gut ausgebucht. Damit die Mitarbeiterinnen

und Mitarbeiter ohne Auto zur Arbeit

kommen können und für Geschäftsfahrten trotzdem

mobil sind, schliessen immer mehr Migros-Genossenschaften

und Migros-Industriebetriebe einen entsprechenden

Vertrag mit Mobility ab, wie ihn der MGB

schon lange hat.

Der Gütertransport erfolgt auf der Strasse und

der Schiene. Die Migros ist der grösste private Einzelkunde

der SBB und transportiert in der Schweiz jährlich

über eine Million Tonnen mit der Bahn. Die Belieferung

der Filialen von den Betriebszentralen und

Verteilzentren aus erfolgt grösstenteils durch Lastwagen.

Die Genossenschaften arbeiten neu auch in diesem

Bereich mit der Energieagentur der Wirtschaft

zusammen. Verschiedene Massnahmen wie Erneuern

der Lastwagenflotte oder Einführen von alternativen

Treibstoffen werden getroffen, um den Ausstoss von

CO2 zu reduzieren.


Migros Facts

Abfall und Entsorgung

Die Genossenschaft Migros Zürich hat mit einem

Pilotprojekt gezeigt, wie durch professionelles

Ausschreiben von Abfallfraktionen die Kosten der

Entsorgung deutlich gesenkt werden können. Die

andern Genossenschaften liessen sich vom Erfolg

überzeugen und machen beim Projekt «Abfallbörse»

jetzt auch mit.

Die grosse Nachfrage nach der Extrabeilage

«Wertstoff Abfall» im «Migros-Magazin» machte

einen Nachdruck nötig. Kundinnen und Kunden

werden informiert, wie sie sich umweltfreundlich

verhalten können. Zudem wird gezeigt, wie die

Migros die jährlich bei ihr anfallenden 210 000 Tonnen

Abfälle entsorgt.

ENERGIE

Klimaschutz

Die Migros unterstützt das Kyoto-Protokoll und das

Schweizer CO2-Gesetz, welches den Ausstoss von

CO2 bis ins Jahr 2010 gegenüber 1990 um 10 Prozent

reduzieren will. Bei der Ausgestaltung einer CO2-Abgabe

hat sie sich im Rahmen des Vernehmlassungsverfahrens

für eine moderate Version eingesetzt.

Der rationelle Energieeinsatz hat bei der Migros

eine lange Tradition. Der aktuell hohe Ölpreis führt

dazu, dass Effizienzmassnahmen im Energiebereich

noch schneller rentabel werden, was weitere Impulse

für Verbrauchssenkungen ergibt. Die traditionelle Erfassung

des Verbrauchs wurde 2005 erstmals durch

eine Massnahmenerfassung ergänzt. Damit kann die

durch Massnahmen erreichte Energieeffizienz nachgewiesen

werden. Die Migros arbeitet mit der Energieagentur

der Wirtschaft zusammen. Die Migros-Industriebetriebe

und die Genossenschaften für ihre Filialen

haben 2004 mit dem Bund Zielvereinbarungen

abgeschlossen. 2005 sind die Betriebszentralen dazugekommen,

welche eine freiwillige Zielvereinbarung

im Brenn- und Treibstoffbereich anstreben.

98

Immer mehr Industriebetriebe stellen ihre Wärme-

und Dampfversorgung auf das weniger CO2-intensive

Erdgas um. Seit diesem Jahr setzt auch die Estavayer

Lait SA, eine der grössten Wärmeverbraucherinnen

der Migros, Gas als Brennstoff für ihre Dampfversorgung

ein.

Bei den neuen Kälteanlagen für die Einkaufszentren

verwendet die Migros vermehrt natürliche Kältemittel

(CO2 und NH3). Damit werden FCKW und

HFCKW, welche die Ozonschicht zerstören und zudem

ein grosses Treibhauspotenzial aufweisen, ersetzt.

Die Erfahrungen bis heute sind durchwegs positiv.

Elektrizität

In den Bereichen Produktkühlung und Beleuchtung

sind weitere Fortschritte erzielt worden. Mit neuen

Beleuchtungskonzepten für Super- und Fachmärkte

kann die Energieeffizienz deutlich gesteigert werden.

Die Migros hat für die Revision der Norm SIA 380/4,

welche den Elektrizitätsverbrauch im Hochbau regelt,

wichtige Grundlagen geliefert. Die neue Norm

bringt bei der Verkaufsbeleuchtung erstmals realistische,

aber auch ambitiöse Zielwerte.

Bauten

Bei allen Bauvorhaben will die Migros innovative

Energielösungen realisieren. Das 2003 lancierte Projekt

«Best Practice in der Haustechnik» ist auch dieses

Jahr weitergeführt worden. Einfache, bewährte und

energieeffiziente Haustechnikkonzepte und -anlagen

werden dokumentiert und kommen bei Um- und

Neubauten zur Anwendung. Mit der Eröffnung von

neuen Verkaufsflächen – vor allem der grossen Obi-

Fachmärkte in San Antonino, Schönbühl und Bülach

– entstanden aber auch bedeutende zusätzliche Energieverbraucher.


Migros Facts

Umweltkennzahlen 2005 2004 VERÄNDERUNG

MIGROS-GEMEINSCHAFT 1 ± %

Umsatz 1 [MIO. CHF] 24 874 24 917 –0,2 %

Elektrizität [MWH] 943 548 917 190 2,9 %

Elektrizität pro Umsatz [KWH/1000 CHF] 37,9 36,8 3,1 %

Wärme [MWH] 588 204 584 964 0,6 %

CO 2-Emissionen aus Brennstoffen und Treibstoffen [TONNEN] 140 643 141 880 –0,9 %

CO 2-Emissionen pro Umsatz [KG/1000 CHF] 5,65 5,69 –0,7 %

Trinkwasser [1000 M 3] 8 346 8 606 –3,0%

Betriebsabfall (ohne retournierte Kundenabfälle) [TONNEN] 200 667 201 160 –0,2 %

Stofflich verwerteter Anteil des Betriebsabfalls [%] 57,2 % 57,6% –0,5 %

Bahntransport (Binnentransport ganze Migros) [1000 KM] 10 489 11 132 –5,8 %


M-FILIALEN 2

Verkaufsfläche [M 2] 1 211 923 1 167 315 3,8 %

Elektrizität [MWH] 517 227 493 379 4,8 %

Elektrizität pro Verkaufsfläche [KWH/M 2] 427 423 1,0 %

Elektro-Grundverbrauch Filialen Typ 1 pro Verkaufsfläche 3 [KWH/M 2] 248 266 –6,8 %

Kältevergleichszahl Filialen Typ 1 3 [KWH/M 2 JAHR] 4 947 5 448 –9,2 %

Wärme [MWH] 131 192 137 683 –4,7 %

CO 2-Emissionen aus Brennstoffen [TONNEN] 29 163 30 333 –3,9 %

CO 2-Emissionen aus Brennstoffen pro Verkaufsfläche [KG/M 2] 24,1 26,0 –7,4 %

Trinkwasser [1000 M 3] 2 128 2 278 –6,6 %


M-BETRIEBSZENTRALEN, VERTEILZENTREN UND MGB

Elektrizität [MWH] 138 355 137 155 0,9 %

Wärme [MWH] 59 082 59 205 –0,2 %

CO 2-Emissionen aus Brennstoffen [TONNEN] 10 554 9 531 10,7 %

Trinkwasser [1000 M 3] 638 657 –2,8 %

Betriebsabfall (ohne Kundenabfälle) [TONNEN] 96 211 96 509 –0,3 %

Stofflich verwerteter Anteil des Betriebsabfalls [%] 55,7 % 56,2 % –0,4 %

Retournierte Kundenabfälle [TONNEN] 11 811 11 797 0,1 %

Fahrleistung LKW-Flotte der Betriebszentralen [1000 KM] 30 543 30 674 –0,4 %

CO 2-Emissionen LKW-Flotte der Betriebszentralen [TONNEN] 24 839 25 180 –1,4 %


M-INDUSTRIE

Produktion [TONNEN] 1 205 281 1 172 216 2,8 %

Elektrizität [MWH] 287 966 286 655 0,5 %

Elektrizität pro produzierte Tonne [KWH/TONNE] 239 245 –2,3 %

Wärme [MWH] 397 929 388 075 2,5 %

CO 2-Emissionen aus Brennstoffen [TONNEN] 76 087 76 836 –1,0 %

CO 2-Emissionen aus Brennstoffen pro produzierte Tonne [KG/TONNE] 63,1 65,5 –3,7 %

Trinkwasser [1000 M 3] 5 580 5 671 –1,6%

Betriebsabfall [TONNEN] 104 455 104 651 –0,2 %

Stofflich verwerteter Anteil des Betriebsabfalls [%] 58,5 % 59,0 % –0,5 %

Detaillierte Umweltzahlen und Kommentierung der Zielerreichung findet man auf www.migros.ch unter Nachhaltigkeit in der Sektio n U m w e lt .

1 Genossenschaften mit Filialen und Betriebszentralen sowie Industrie, Verteilzentren, MGB; Umsatz: Genossenschaften Inland, Industrie und MGB;

2 Erhebung nach neuem Erfassungskonzept ab 2002; 3 Typ-1-Filialen erfüllen messtechnische Minimalanforderungen; immer mehr ältere Filialen

mit eher höheren Energiewerten entsprechen Typ 1, wodurch die Kennzahlen noch schwanken (m: Laufmeter Kühlmöbel); Datenstand: Februar 2006

99


Migros Facts

Hohe Produktqualität garantieren

Qualitätssicherung/Food Safety

Die Verpackungen von Lebensmitteln werden

in Zukunft noch sicherer werden.

Die Migros betreibt ein umfangreiches Qualitätssicherungssystem.

Dieses definiert präventive Massnahmen,

die dem Ziel dienen, eine hohe Produktqualität

innerhalb der Sortimente zu garantieren. Das

Qualitätsmanagement koordiniert die Planung, Umsetzung

und Kontrolle dieser Qualitätssicherungsmassnahmen.

Im Mittelpunkt stand auch 2005 weiterhin die

Migration von Fremdstoffen aus Verpackungen in Lebensmittel,

insbesondere die Migration von Weichmachern

in PVC-Dichtungen von Metalldeckeln. In

einer Untersuchung wurden erhöhte Phtalatwerte

100

in Glaskonserven festgestellt, was zu einem Warenrückzug

führte. Dies zeigte auf, wie dringend es ist,

in diesem Verpackungsbereich alternative und sichere

Lösungen zu suchen.

Die Migros hat zusammen mit Swiss Quality

Testing Services (SQTS) einen Fragebogen zu Bedarfsgegenständen,

die mit Lebensmitteln in Kontakt

kommen, ausgearbeitet. Der Lieferant muss in diesem

Fragebogen die Zusammensetzung des Materials

offen legen und eine Unbedenklichkeitserklärung

ausfüllen. Nur wenn eine solche Erklärung vorliegt,

wird das Produkt in das Sortiment aufgenommen. Zudem

sollen Migros-Verpackungslieferanten zukünftig

nach dem BRC-IoP-Standard für Lebensmittelverpackungen

zertifiziert sein.


Migros Facts

Food-/Near-Food-Sortiment

Die Frischprodukte sind der «Motor» der Super-/

Verbrauchermärkte und prägen das Ladenbild.

Brot und Convenience

Die 117 Migros-In-Store-Bäckereien und Migros-

Hausbäckereien zeigten sich am 16. Oktober 2005 von

ihrer sympathischsten Seite. Sie schufen das grösste

Butterzopf-M der Welt und verteilten in der Halle des

Zürcher Hauptbahnhofs über 4000 Zopfportionen an

ein begeistertes Publikum.

Die Haus- und In-Store-Bäckereien der Migros garantieren

für absolute Brotfrische und beste Qualität.

Anna’s Best, die sehr beliebte Migros-Marke für

Frisch-Convenience-Produkte, gehört zu den wichtigsten

Markenaufsteigern im Jahr 2005. Im September

wurde das neue India-Sortiment mit authentischen

Menukreationen lanciert. Die Frisch-Convenience-

Angebote in der Migros werden sehr geschätzt. Ein

Umsatzplus von über 4 Prozent gegenüber dem «Superjahr

2004» zeigt die grosse Akzeptanz von Anna’s

Best. Die wertmässigen Marktanteile liegen bei knapp

50 Prozent und haben dieses Jahr gegenüber der Konkurrenz

wieder massiv zugelegt.

Milchprodukte

Slimline war offizieller Co-Sponsor der Miss-Schweiz-

Wahl 2005 im September. Damit verbunden war eine

breit gefächerte Inseratekampagne. Miss Schweiz

Lauriane Gilliéron ist zudem in ihrem «Amtsjahr»

2005/2006 während zehn speziellen Slimline-Promotionstagen

in jeder Genossenschaft mindestens einmal

präsent und wird für weitere Werbeaktivitäten

eingesetzt.

Die Migros-Eigenmarkenjoghurts sind klar die

beliebtesten Joghurts der Schweiz: Auf sie entfielen bei

der im Herbst bei 500 Konsumenten durchgeführten

Promarca-Umfrage 32 Prozent der Nennungen.

Frische

101

Das Léger-Sortiment konnte die starke Position im

Bereich der fettreduzierten Käse auch 2005 halten.

Im Juni 2005 wurden neue Léger-Produkte in den

weiteren Sortimentsbereichen lanciert. Zurzeit sind

Artikel aus den Bereichen Fleisch, Convenience und

Tiefkühlprodukte in Léger-Qualität erhältlich. Weitere

Artikel sind zur Lancierung vorgesehen. Mit einer

nationalen Werbekampagne wurde die Bekanntheit

von Léger weiter verbessert und die Sortimentsausdehnung

bekannt gemacht. Die Verpackungen der

gesamten Linie wurden Anfang 2005 einem Redesign

unterzogen; das neue Design kommuniziert den Genussaspekt

noch stärker als bisher.

Heidi hat sich im zweiten Jahr nach der Lancierung

zur stärksten Eigenmarke im Milchproduktebereich

entwickelt: 52 Millionen Franken Jahresumsatz,

3,2 Prozent Umsatzanteil. 2005 gab es mehrere

neue Produkte wie Rahmglacé, Butter, Molke und

den Gstaader Bergkäse, die sich gut entwickeln. Heidi-Bergmilchprodukte

haben sich innert kurzer Zeit

zu einer fest etablierten Markengrösse bei Milchprodukten

entwickelt. Dazu trug neben 500 Degustationstagen

in grösseren Migros-Filialen und einem Messeauftritt

mit einem Holzchalet auch das Hauptsponsoring

beim «Heidi»-Musical in Walenstadt bei, das in

den Medien schweizweit grosse Beachtung fand.

Investitionen in neue Degustationsstände ermöglichten

einen professionellen, einheitlichen und

wirkungsvollen Auftritt in den Läden. Die mit allen

strategischen Eigenmarken und weiteren bedeutenden

Sortimenten durchgeführten Degustationen

zeigen die bestehende Sortimentskompetenz sowie

den Umfang und die Qualität der Eigenmarken.

Als Vorsichtsmassnahme gegen die Vogelgrippe

trat am 25. Oktober 2005 in der Schweiz ein Verbot

für Freilandhaltung von Geflügel in Kraft. Das Thema

fand in den Medien grosse Beachtung und verunsicherte

die Konsumenten. Dadurch ging die Eiernachfrage

leicht zurück, was sich vor allem bei den Import-


Migros Facts

eiern auswirkte. Nach rund drei Wochen entsprach

der Absatz aber bereits wieder den Vorjahreswerten.

Zehn Produkte von den insgesamt rund 40 Artikeln

der neuen Premium-Linie Sélection wurden im

Bereich Molkerei/Käse lanciert. Vor allem der Trüffel-Brie

und der Riesling & Sylvaner-Weichkäse sowie

die Crème Brûlée und die Crema Latte Macchiato

konnten sich auf Anhieb durchsetzen.

Preisabschläge auf dem gesamten Sortiment haben

die ausgezeichnete Entwicklung des Vorjahres gebremst.

Die Einführung weiterer sehr erfolgreicher M-

Budget-Produkte führte zusätzlich zu einem tie feren

Preisniveau. Die Resultate des Jahres 2004 konnten

darum nicht mehr ganz erreicht werden.

Fleisch, Charcuterie, Geflügel und Fisch

In der Schweizer Fleischbranche zeichnen sich grössere

Veränderungen ab, und wie andere Bereiche wird

auch der Fleischmarkt preissensibler. Die Migros hat

im Bereich Frischfleisch erfolgreich M-Budget-Produkte

lanciert, die Mehrumsätze generiert haben. Auf

der anderen Seite wurden auch im Frischfleischbereich

hochwertige Sélection-Produkte lanciert.

Im Bereich Charcuterie werden vermehrt auch

an sich höherpreisige Produkte wie Trockenfleisch

erfolgreich im Billigsegment platziert werden. Die

Migros hat die M-Budget-Charcuterie-Produkte massiv

ausgebaut und vor allem im Teilmarkt Wurstwaren

auf neue Kundenbedürfnisse reagiert. Generell wird

im Charcuterie-Bereich ein Trend zu grösseren und

transparenten Schalen beobachtet.

Nach der Sars-Epidemie in Asien 2004 erholte

sich der Geflügelmarkt im Lauf des Jahres 2005 zusehends.

Doch dann machte die Vogelgrippe Schlagzeilen,

was dazu führte, dass auch die Migros massive

Minderumsätze zu verzeichnen hatte. Die Ware

staute sich auf und blieb im Markt. Dabei wäre der

Geflügelmarkt eigentlich der dynamischste Bereich

im Fleischmarkt. Denn Geflügel entspricht modernen

Ernährungstrends und hat daher viel Potenzial für

Convenience-Produkte.

Im Fischbereich steht die Migros mit einem

Marktanteil von über 50 Prozent hervorragend da.

Dieses Profilierungssortiment hat zudem ein ausgezeichnetes

Qualitätsimage.

Früchte und Gemüse

Die Branchenlösung zur Reduktion der Acrylamidbildung

bei Kartoffeln wurde erfolgreich umgesetzt. Für

102

die Herstellung von gebratenen, gebackenen und frittierten

Kartoffelgerichten werden den Konsumenten

heute Kartoffeln, die sich aufgrund ihres geringen Zuckergehaltes

und einer fachgerechten Lagerung speziell

für diese Gerichte eignen, in separaten Beuteln

angeboten.

Die grossen Karottenlager der Ernte 2004 bauten

sich wegen der vielen schlechten Posten sehr

schnell ab. Die Zwiebelernte 2004 war eine Rekordernte.

Tiefe Verkaufspreise waren die Folge. Die Ernte

2005 war normal.

Beim Blattgemüse war der Jahresanfang 2005 geprägt

durch eisige Kälte und Schneefall bis nach Spanien.

Dies führte zu sehr hohen Preisen. Zahlreiche

Aktionen, so bei Blumenkohl, Broccoli und Fenchel,

mussten annulliert werden. Nach Ostern normalisierte

sich die Lage.

Im Sommer war die Tomatenschwemme ein

grosse Thema in der Presse. Trotz zahlreichen Aktivitäten

konnten die grossen Mengen nicht vollständig

vermarktet werden.

Das Kernobst – Äpfel und Birnen – war auch

2005 der Umsatzleader bei den Früchten. Nach der

sehr grossen Ernte 2004 zeichnete sich auch für die

Saison 2005 eine Grossernte mit Überschüssen ab.

Durch gezielte Eliminierungsmassnahmen, die im

neuen nationalen Vermarktungskonzept definiert

sind, konnte der Lagerbestand reduziert und dem Bedarf

angepasst werden. Im Trend sind die Sorten Gala

und Braeburn, weiterhin gut gefragt sind auch die M-

Budget-Äpfel.

Für die Sommerfrüchte waren die Wetterbedingungen

nicht optimal. Einzig bei den Aprikosen

gab es eine gute Ernte, und die Vermarktung konnte

wie geplant durchgeführt werden. Bei Kirschen und

Zwetschgen mussten zahlreiche Aktivitäten abgesagt

werden. Regenfälle beeinträchtigten die Qualität

massiv. Trotz zahlreichen Promotionen konnten in

der Hauptsaison nicht alle Erdbeeren abgesetzt werden;

mit der Kälte ab Mitte Juli wurden sie dann zur

Mangelware.

Der heftige Wirbelsturm in Florida hatte grossen

Einfluss auf die Früchte aus Übersee. Die grossen

Verspätungen der Schiffe erschwerten die Planung bei

Zitrusfrüchten und Bananen.


Migros Facts

Wohlfühlinseln laden zum Verweilen

Das Ladenkonzept «Beauty & Selfcare World»

bringt markante Steigerungen der Marktanteile.

Der Near-Food-Bereich realisierte 2005 in generell

stagnierenden bis leicht rückläufigen Märkten

weitere beachtliche Marktanteilssteigerungen. Im

direkten Vergleich mit der Hauptkonkurrenz ist

die Migros klare Gewinnerin. Die Stärkung der

Eigenmarkensortimente und die massvolle, aber

konsequente Einführung von A-Marken hat die

Sortimentskompetenz weiter erhöht.

Beauty & Selfcare

Der Verdrängungs- und Konzentrationsprozess im

Bereich Beauty & Selfcare schreitet weiter voran.

Markant über dem Marktwachstum von 2,5 Prozent

liegt der Bedarfsbereich Beauty mit einer Steigerung

von 12,4 Prozent. Dazu trugen vor allem der Launch

der neuen Sub-Line Zoe Moist Protect (Skin Care),

die Relaunches von Jana und Sun Look sowie die sehr

erfreulichen Resultate der Nivea-Einführung bei. Im

Bedarfsbereich Körperhygiene übernimmt die Migros

die Marktführerschaft vor allem dank verschiedenen

Relaunches im Male-Grooming-Geschäft sowie der

Einführung von Gillette. Im Teilmarkt Selfcare wurde

die dominante Marktstellung wertmässig auf 64,1

Prozent ausgebaut und weiter gefestigt. Hier wirkten

sich die Innovationen von Axanova, Pedic-Fusspflege

und die Neuheiten von Kneipp positiv aus.

Das attraktive neue Ladenkonzept «Beauty &

Selfcare World» wurde in allen Genossenschaften weiter

ausgebaut. Verschiedene interessante Standorte

verfügen aber noch nicht über den neuen Auftritt. Die

angenehme Wohlfühlinsel wird von den Konsumentinnen

sehr geschätzt und erhöht sowohl die Frequenz

als auch die Verweildauer. Die Migros-Gemeinschaft

verfügt aktuell über rund hundert solcher Standorte.

Near-Food

103

Homecare

Trotz mehrheitlich rückläufigen Märkten mit entsprechenden

Konsequenzen konnte auch im Bereich Homecare

(Waschen, Reinigen, Folienbeutel) die Marktstellung

weiter gefestigt werden. Nachhaltiges organisches

Wachstum in der neu geschaffenen Bedarfswelt

Homecare brachte klare Marktanteilsgewinne.

Zu diesem Wachstum haben die attraktiven Sortimente,

die Neupositionierung des Papiersortimentes

sowie die erfolgreiche Einführung mehrerer Innovationen

wie Handymatic und das neue Total beigetragen.

Durch Grosspromotionen an A-Standorten konnten

im Bereich Waschen bisherige «Category-Verweigerer»

für Migros-Produkte gewonnen werden.

Haushalt

Der Bereich Haushalt sieht sich ebenfalls mit einer stagnierenden

bis teilweise klar rückläufigen Marktentwicklung

konfrontiert. Speziell der Bereich Papeterie

stand 2005 unter hohem Preisdruck. Die Marktanteile

der Migros sind auf hohem Niveau stabil bis leicht

wachsend. Trotz aggressiven Wettbewerbsmassnahmen

konnten die Umsätze in den Bereichen Geschirr

und Haushalthilfen weiter ausgebaut werden. Der Bereich

Küche setzte verschiedene Akzente im Basissortiment

und konnte dadurch das gute Preis-Leistungs-

Verhältnis der Migros unter Beweis stellen. Im Papierserviettenmarkt

verfügt die Migros mit einem wertmässigen

Anteil von über 60 Prozent über eine hervorragende

Stellung.

Zusammen mit Office World konnten im Bereich

der Beschaffung wichtige Synergiepotenziale

erschlossen werden. Volumen- und Lieferantenbündelungen

brachten markante Effizienzsteigerungen.

Dazu trug auch die beispielhafte Zusammenarbeit mit

den Büros in Hongkong und Shanghai bei.


Migros Facts

Lilibiggs spielen erfolgreich mit

Die Migros ist in einem weiteren Bereich Marktleaderin

geworden: bei den Spielwaren.

Die Non-Food-Märkte sind 2005 erneut um 2 bis 3

Prozent geschrumpft. Die Expansion ausländischer

Modeketten im Schweizer Markt geht weiter. Das

Überangebot drückt auf Marge und Preise. Durch den

Markteintritt von Hard-Discountern geraten die ersten

Preislagen unter zusätzlichen Druck.

Die Anbieter modischer Oberbekleidung entdecken

zusehends den Wäschemarkt. Durch diese Entwicklung,

aber auch durch den verstärkten Marktauftritt

von Discountern, kommen die Preise für Wäsche

und Strumpfwaren unter Druck. Umso wichtiger

sind Promotionen, welche die Wahrnehmung und das

Preisimage bei der Kundschaft stützen. Kundenbefragungen

zeigen, dass diese Promotionen Frequenz

schaffen und die Kunden ein hohes Vertrauen in diese

Angebote setzen.

Die Migros konnte in den bearbeiteten Teilmärkten

ihre Marktstellung verteidigen, teilweise sogar

auf hohem Niveau noch ausbauen. Die Gesamtumsätze

gingen im Vergleich zu 2004 um 3 Prozent zurück.

Die Verkaufsflächen gingen um etwa 4 Prozent zurück.

Dies ist auf eine Umgewichtung von Flächen zu

Gunsten von anderen Sortimenten zurückzuführen.

2005 wurden die konzeptionellen Voraussetzungen

für Querbelieferungen von Fachmarktsortimenten

in den Super-/Verbrauchermarkt und umgekehrt

erarbeitet. Diese gehen 2006 in den Pilotbetrieb

und sollen 2007 breit umgesetzt werden.

Die Beschaffung wurde 2005 systematisch analysiert,

und es wurden Ziele und Massnahmenpläne

zur Beschaffungsoptimierung erarbeitet, welche 2006

Non-Food-Sortiment

104

umgesetzt werden. Ziel ist eine deutliche Lieferantenreduktion

und eine engere Zusammenarbeit mit den

weltweiten Partnern.

Bekleidung und Schuhe

Die Wäschesortimente sind stark etabliert im Markt

und gewinnen laufend Marktanteile dazu. Dabei

stützt sich die Migros im Wesentlichen auf die sehr

gut positionierten Eigenmarken, die durch ausgewählte

A-Marken ergänzt werden.

Für die Nachtwäschesortimente steht 2006 eine

umfassende Sortimentsüberarbeitung bevor; der Auftritt

soll sowohl inhaltlich wie vom Erscheinungsbild

her zeitgemässer und attraktiver werden.

Die im Frühjahr eingeführte Damenmodemarke

Tom Tailor musste infolge neuer Vertriebsstrategien

des Lieferanten bereits wieder abgelöst werden.

2006 werden neue Sortimentskonzepte in der

Damenoberbekleidung lanciert. Ein Bereich betrifft

die grossen Grössen, ein weiterer die Bedürfnisse der

modernen Kundin.

Die 2005 durch Sortimentswechsel verlorenen

Marktanteile in den Strumpfwarenbereichen bei

Herren und Kindern gilt es 2006 zurückzugewinnen.

Im insgesamt stark rückläufigen Baby- und Kindermarkt

konnte die Migros die Umsätze beinahe halten.

In der Herrenoberbekleidung zeichnen sich seit

Herbst 2005 die Resultate der strategischen Neuausrichtung

ab. Es ist gelungen, Umsätze auf gleicher Fläche

um mehrere Prozentpunkte zu steigern und einen

attraktiveren Auftritt in den Läden zu erreichen. 2006

wird es eine noch stärkere Konzentration auf die Warengruppen

Hemden, Jeans und Strickwaren geben.

Die Arbeiten an der Neuausrichtung des Strassenschuhesortiments

sind noch im Gang. Die Präsen-


Migros Facts

tationskonzepte für Freizeitschuhe wurden vollständig

überarbeitet, die Sortimente auf den aktuellen

Stand gebracht.

Spielwaren

Die Migros bietet ein attraktives Jahressortiment mit

Marken wie Barbie, Fisher Price, Duplo, Lego, Playmobil,

Ravensburger, MB, Hasbro usw. an. Saisonschwerpunkte

sind das Oster-, das Sommer- sowie

das Weihnachtsgeschäft, wofür jeweils die Flächen

und Sortimente massiv ausgeweitet werden. Weihnachten

beginnt bereits Ende Oktober für die Kinder,

denn dann erscheinen die Weihnachtskataloge. Das

40-seitige Geschenkbuch der Migros war wiederum

sehr attraktiv gestaltet mit den Kinderbotschaftern

Lilibiggs, welche die tolle Auswahl an Markenspielsachen

in Szene setzten. Dazu gab es lustige Rätsel und

105

attraktive Wettbewerbspreise. Das Geschenkbuch lag

der Migros-Presse bei und fand so den direkten Weg

in praktisch alle Schweizer Haushaltungen. An Weihnachten

verwandelten sich die grösseren Spielwarenabteilungen

in farbenfrohe Schlösschen mit Hugo, Nina

und Tobi als Bewohnern. Die Abteilungen mit der

grossen Auswahl an Markenspielwaren luden zum

Verweilen ein. Und mit etwas Glück konnte man die

Lilibiggs persönlich antreffen. Im November wurden

lustige Adventskalender verteilt und im Dezember

gab es gratis Schleckereien.

Die Anstrengungen waren erfolgreich. Die Migros

ist mit Abstand der erfolgreichste Lego-Verkäufer.

Und 2005 ist die Migros erstmals Marktleader im

traditionellen Spielwarenmarkt.


Migros Facts

DO IT + GARDEN

Die Soft-Bereiche blühen

Der Bau- und Freizeitkanal der Migros positioniert

sich neu und hebt sich von der Konkurrenz ab.

Der Schweizer Bau- und Freizeitmarkt befindet sich

weiterhin in einem starken Umbruch. Zusätzlichen

Druck lösen die kompetitiven Modelle der (deutschen)

Grossflächen-Baumärkte aus. Dies alles in einem wirtschaftlich

gedämpften Umfeld, welches der Branche

nur ein marginales Wachstum beschert hat. Dem gegenüber

steht aber eine anhaltende Marktflächenexpansion

von jährlich gut 10 Prozent in der Schweiz.

Die Folgen davon sind schwerwiegend und nachhaltig.

Die ersten Marktpreislagen im Sortiment haben

weiterhin an Stellenwert gewonnen, die aggressive

Intensivierung der Marktbearbeitung aller Marktteilnehmer

über den Preis hat markant zugenommen.

In diesem anspruchsvollen Umfeld konnte sich Do

it + Garden (D+G) flächenbereinigt gut behaupten. Die

starken Marktpositionen in den Soft-Bereichen wie Autozubehör,

Basteln, Malen, Gartenaccessoires, Pflanzenpflege

usw. konnten weiter ausgebaut werden.

Die strategische Neuausrichtung am Markt wurde

weiter vorangetrieben und abgeschlossen. Der neu

positionierte D+G-Auftritt ist ab Februar 2006 an ersten

Standorten im Mittelland umgesetzt. Dazu kommt

ein neuer Werbeauftritt, der sich im primär Preisflyerdominierten

Baumarktsegment wohltuend abhebt.

Der Trend zur nachhaltigen Forstwirtschaft

FSC hält an; die entsprechende Umstellung der Sortimente

läuft plangemäss. M-Budget hat sich auch im

Kanal D+G etabliert: 20 Artikel bringen etwa 1,5 Prozent

des Gesamtumsatzes

Das Trading-up im Gartenmöbel- und Grillsortiment

wirkte sich positiv aus: Trotz suboptimalem

Wetter konnte mit einem Plus von 6 Prozent ein überdurchschnittliches

Wachstum verzeichnet werden.

Für 2006 steht die Umsetzung bzw. Multiplizierung

der Neuausrichtung mit strategischer Profilierung

Fachmärkte

106

des D+G klar im Vordergrund. Neu setzt D+G im so

genannten Soft-Bereich verstärkt auf neue Sortimentsthemen

mit den Zielgruppen Frau, Familie und Kinder.

M-ELECTRONICS

Mobiltelefonie wächst rasant

Bereits 110 000 Kundinnen und Kunden

telefonieren mit M-Budget Mobile.

Der Schweizer Elektronikhandel war 2005 einem enormen

Wettbewerbsdruck ausgesetzt. Die Produktlebenszyklen

werden stetig kürzer, und die Innovationsdynamik

steigt. In diesem Umfeld geriet die Fachmarktsparte

m-electronics in der ersten Jahreshälfte

2005 unter enormen Margendruck, der erst im letzten

Quartal teilweise kompensiert werden konnte.

Die Notwendigkeit einer Neuausrichtung wurde

frühzeitig erkannt: Seit 1. September 2005 treibt

Frank Mades die strategische Neupositionierung voran.

Geschäftsbereiche wurden zum Teil umstrukturiert

und Verantwortlichkeiten neu verteilt.

Im Zuge der Veränderungen dominierte der

Launch von M-Budget Mobile im vierten Quartal die

Schlagzeilen: Mit dem ersten «No Frills»-Angebot

im Detailhandel verzeichnet der Bereich Mobiletelekommunikation

ein rasantes Wachstum. Ende 2005

telefonierten 110 000 zufriedene Kunden mit M-Budget

Mobile.

m-electronics verzeichnete im Geschäftsjahr

2005 einen Gesamtumsatz von 655 Millionen Franken.

Überproportionales Wachstum gab es – neben der mobilen

Kommunikation – vor allem in den klassischen

Bereichen Haushalts- und Unterhaltungselektronik.

2006 steht die Neusortimentierung im Zentrum:

Eine Profilierung soll vor allem in den Wachstumsbereichen

Flat-TV, Handheld-Audio/Video-Player und

Telekommunikation erfolgen. Ein deutlich erhöhter

Anteil an Eigenmarken wird die Differenzierung und

die Profitabilität unterstützen.


Migros Facts

MICASA

Neu eingerichtet

Die ersten Micasa-Filialen wurden nach einem

neuen Konzept gestaltet, weitere folgen.

Die für 2005 erwartete Nachfragezunahme bei Wohnungseinrichtungen

hat sich nicht eingestellt. Die immer

noch angespannte Konsumentenstimmung führte

einerseits zu Zurückhaltung bei Anschaffungen von

investiven Konsumgütern, andererseits zum Kauf von

günstigeren Artikeln. Mit der Umsetzung der Neuausrichtung

von Micasa wurden die Sortimente schlanker

und einfacher, und der Fokus wird auf ein starkes Preis-

Leistungs-Verhältnis gesetzt. Die Einstiegspreislagen

wurden verstärkt. Und mit dem neuen Wohnbuch im

Herbst wurden zwölf M-Budget-Artikel erfolgreich

eingeführt. Die Preise zahlreicher Artikel sind über

die letzten fünf Jahre bis zu 40 Prozent gesunken.

Mit dem neuen Kommunikationskonzept, welches

hauptsächlich die junge Familie anspricht, wurde die

Ausstrahlung von TV- und Radio-Spots gestartet. Dadurch

konnte der Bekanntheitsgrad von Micasa innerhalb

von einem Jahr markant gesteigert werden.

Das neue, ansprechende Filialkonzept mit einer

übersichtlichen, kundenfreundlich gegliederten Sortimentspräsentation

wurde im Herbst in der Filiale

Zugerland im Midi-Format und in der Filiale Schönbühl

im Maxi-Format umgesetzt. Für 2006 stehen

neue Micasa-Filialen in Amriswil, Winterthur-Grüze

und Oftringen auf dem Plan. Zudem werden bestehende

Micasa-Filialen wie Dreispitz Basel, La Praille

Genf, Sursee, Ebikon, Pizolpark und Volketswil nach

neuem Konzept schrittweise umgebaut.

OBI

Auf Expansion bauen

Mit der Eröffnung von drei neuen Baumärkten

mit Gartencenter wurde

das Vertriebsnetz deutlich ausgebaut.

2005 wurde drei neue Obi-Standorte eröffnet. Im

neuen Flagschiff in Schönbühl bei Bern kann nun auf

rund 11 000 Quadratmetern die ganze Sortimentskompetenz

in den vier Kernbereichen Bau, Heimwerken,

Wohnen und Garten erlebt werden. Mit San Antonino

wurde auch der italienischsprachige Wirtschaftsraum

im Tessin erschlossen. Nach langjährigen intensiven

Bemühungen konnten in Oftringen und Winterthur

die Bauarbeiten gestartet werden, womit das Vertriebsnetz

2006 auf neun Standorte anwachsen wird.

107

Oftringen und Winterthur setzen wie Bülach Süd und

Schönbühl das erfolgreiche Fachmarktcenter-Konzept

der Migros fort. Im Sinne eines vorteilhaften

One-Stop-Shoppings finden die Kunden neben dem

Obi-Baumarkt auch gleich weitere Migros-Fachmärkten

wie Micasa, sportXX oder m-electronics vor.

Im nur marginal gewachsenen Marktumfeld hat

sich Obi auch flächenbereinigt gut entwickelt. Insbesondere

zeigt der Profilierungsbereich Gartencenter

mit seinem stetigen Wachstum die gute Kundenresonanz.

Die nun auch in der Schweiz vermehrt einsetzende

aggressive Werbung über den Preis bei allen

Marktteilnehmern wird sich fortsetzen und den Wettbewerb

weiter verschärfen.

Mit den erfolgreich eingeführten Sortimentsbereichen

Küchen, Fitness und Büro wurde das Angebot

ergänzt. Das neue farbenorientierte Präsentationskonzept

in den neu eröffneten Verkaufsstellen

erleichtert den Kunden die Orientierung deutlich.

Für 2006 steht neben den Standorteröffnungen

und der fortlaufenden Umsetzung des neuen Präsentations-

und Servicekonzeptes vor allem die weitere

Standortsicherung im Vordergrund. Trotz der sehr

schwierigeren Bewilligungssituation für grossflächige

Fachmärkte wollen die Obi-Baumärkte in allen Wirtschaftsregionen

der Schweiz für die Kunden da sein.

SPORTXX

Immer besser im Rennen

Der Bekanntheitsgrad von sportXX hat sich in

zwei Jahren praktisch verdoppelt.

Das sportXX-Filialnetz wächst laufend: 2005 wurden

vier neue Filialen eröffnet, das sind jetzt insgesamt 39.

2006 werden wiederum zwei neue sportXX-Filialen

dazukommen.

Das Image bei den Kunden konnte signifikant

verbessert werden. Vor allem im Vergleich zur Konkurrenz

konnte insbesondere das qualitative Image

deutlich verbessert werden.

Der ungestützte Bekanntheitsgrad von sportXX

liegt inzwischen bei rund 20 Prozent – das ist zwar

immer noch tief, aber bereits um 10 Punkte höher als

noch vor zwei Jahren.

Die laufende Expansion, das gute Image und die

steigende Bekanntheit widerspiegeln sich auch in der

sehr positiven Ertragsentwicklung.


Migros Facts

FITNESSPARKS

50 000 Gäste fühlen sich wohl

Mit der Neueröffnung in Baden kann man in

15 Migros-Fitnessparks

trainieren und sich entspannen.

Grosszügige und modernste Wellnessoasen ganz im

Dienste der Gesundheit und des Wohlbefindens verbunden

mit einem konkurrenzlosen Preis-Leistungs-

Verhältnis – dies ist das Erfolgsrezept der 15 Migros-

Fitnessparks. Fitness- und Wellnessbegeisterte sollen

sich gleichermassen wohl fühlen, und tun es auch, wie

die Zahlen beweisen: Pro Jahr trainieren und entspannen

sich hier 50 000 Inhaberinnen und Inhaber von

Jahreskarten sowie Tagesgäste.

2005 sind weitere Highlights dazugekommen: Mit der

Eröffnung des Natur-Pools und des Hauptgebäudes

wurde das zweijährige Um- und Ausbauprojekt Milandia

in Greifensee abgeschlossen, in das insgesamt

30 Millionen Franken investiert wurden. Auf 200 000

Quadratmetern bietet der Sport- und Erlebnispark ein

breites Angebot für Jung und Alt.

Ende November 2005 wurden in Baden der 15.

Fitnesspark und ein Hamam eröffnet. Neben dem Hamam

gehört das 100 Quadratmeter grosse Kursbad,

in dem Aquafit-Kurse durchgeführt werden, zu den

Glanzpunkten der neuen Wellnessoase.

Wellness

GOLFPARKS

108

«Let’s play Golf»

Mit ihrem neuen Jugendförderungsprojekt

unterstreicht die Migros das Motto «Golf für alle».

Golf ist spannend und abwechslungsreich – es überrascht

also nicht, dass Golf von immer mehr Schweizerinnen

und Schweizern als schönster Sport bezeichnet

wird. Mit fünf Golfparks (18-, 9-, 6- und 3-Lochanlagen)

und einem Golfcampus mit einer 6-Loch-Anlage

sorgt die Migros für noch mehr Abwechslung.

Weiterhin ist die Nachfrage nach dem Frischluftspiel

mit dem kleinen weissen Ball ungebremst.

2005 wurden 2400 Platzreifeprüfungen abgenommen.

Auch die 18,5 Millionen Golfbälle, die auf den Driving

Ranges abgeschlagen wurden, unterstreichen die

wachsende Popularität des Golfsports.

Wie ernst die Migros ihr Motto «Golf für alle»

nimmt, zeigt sich auch beim Jugendförderungsprojekt

«Let’s play Golf», das 2005 ins Leben gerufen wurde.

Denn «Golf für alle» meint natürlich auch Golf für

Jugendliche. Rund 8000 Schülerinnen und Schüler in

der ganzen Schweiz haben bei «Let’s play Golf» mitgemacht.

Die 80 besten Jugendlichen haben beim nationalen

Finaltag in Otelfingen um den Sieg gespielt.

Das Projekt wird 2006 weitergeführt.


Migros Facts

Bessere Luft

In den Migros-Restaurants wurde das Thema

Rauchen aktiv angegangen.

Die Gastronomie Migros erreichte 2005 mit 688

Millionen Franken (ohne Mehrwertsteuer) den

budgetierten Jahresumsatz; er lag 0,6 Prozent unter

dem Vorjahr. Die Migros-Restaurants konnten ihren

Marktanteil von 55,3 Prozent (+ 0,1 Prozent) in der

Handelsgastronomie in einem schwierigen Jahr halten.

Die Migros-Gastronomie setzt konsequent auf

Frische und Qualität zu günstigen Preisen. Die vorher

in einigen ersten Genossenschaften angebotenen

Saisonpromotionen wurden 2005 in allen Restaurants

durchgeführt. Die drei Themen Spargeln/Erdbeeren,

Tomaten/Sommerfrüchte (Beeren) und Wild/Vermi-

LESHOP.CH/MIGROS-SHOP.CH

Schwarze Zahlen in Sicht

Der Umsatz des Online-Shops hat mit einem Plus

von 45 Prozent die Erwartungen übertroffen.

LeShop.ch und migros-shop.ch sind 2005 um weitere

45 Prozent auf 47,1 Millionen Franken Umsatz gewachsen

und haben damit die Erwartungen deutlich

übertroffen. Mit den neuen Fachboutiquen umfasst

das Sortiment 7500 Artikel.

2006 wird erstmals ein Quartalsabschluss mit

schwarzen Zahlen erwartet. Mit einem neuen Logistikzentrum

in der Westschweiz will das grösste

Schweizer Online-Einkaufszentrum die Grundlage

für weiteres Wachstum legen. Mit den kürzlich eingegliederten

Boutiquen wie Switcher, Urech und Boots

hat LeShop.ch einen wichtigen Schritt vom Supermarkt

in Richtung Einkaufszentrum getan.

Gastronomie

Übriger Detailhandel

109

celles werden 2006 durch den vierten Themenbereich

Kartoffeln/Äpfel ergänzt.

2005 wurde das Thema Rauchen angegangen.

Seit Mai 2005 läuft in allen Migros-Restaurants der

deutschen und welschen Schweiz die Kampagne «Mehr

Luft». Von 11.30 Uhr bis 13 Uhr werden im Raucherbereich

die Aschenbecher nur auf Verlangen abgegeben,

und mit Flyern und Tischstellern werden die Gäste

aufgefordert, wenn möglich in der Hauptessenszeit

aufs Rauchen zu verzichten. Die auf Freiwilligkeit basierende

Kampagne hatte eine gute Resonanz bei den

Gästen und die Luftqualität verbesserte sich in vielen

Restaurants.

Alwin Hollenstein, der langjährige Leiter der M-

Gastronomie, wurde 2005 pensioniert. Sein Nachfolger

ist André Hüsler.

Heute finden die Kunden bei LeShop.ch/migros-shop.

ch neben Migros-Produkten, Markenartikeln und

Frischwaren auch Kleider, Parfümerie, Schmuck oder

Do it + Garden-Artikel. Diese Sorti mentserweiterung

hat in den letzten zwei Jahren wesentlich zum

anhaltenden Wachstum beigetragen. Allein im Jahr

2005 wuchs der Kundenstamm um 25 000 neue

Haushalte. Trotz sinkenden Detailhandelspreisen

nahm der durchschnittliche Warenkorb um zehn auf

214 Franken zu.

KENNZAHLEN 2005 2004

Umsatz (in Mio. CHF) 47 33

Sortiment (Anzahl Artikel) 7 500 6 000

Durchschnittswert pro Bestellung

(in CHF) 214 204

Neukunden 25 800 23 900


Migros Facts

EX LIBRIS AG

Nummer eins im Musicdownload

Der Online-Handel wächst und wächst.

Im 2005 gestarteten

Musicdownload ist Ex Libris schon Marktführer.

In einem sprunghaften und kompetitiven Markt konnte

Ex Libris, der grösste Medienanbieter der Schweiz,

die Marktanteile weiter steigern. Mit 174 Millionen

Franken Bruttoumsatz wurde das Rekordergebnis des

Vorjahrs erreicht. Da die Preise rund 2 Prozent tiefer

lagen, waren die Sortimente für die Kundinnen und

Kunden noch attraktiver.

Das Filialgeschäft wurde auch 2005 weiterentwickelt,

und mit Umbauten und Renovationen wurden

Filialen modernisiert. Ex Libris verfügt nun über

ein flächendeckendes Netz von 120 Läden, die sich

in grossen Städten und Einkaufszentren, aber auch in

mittleren und kleineren Orten befinden. Das Filialnetz

wird 2006 weiter ausgebaut und optimiert.

Der seit 2000 betriebene Handel übers Internet

auf www.exlibris.ch ist zu einem der grössten und erfolgreichsten

Online-Shops der Schweiz gewachsen.

Durchschnittlich 1,1 Millionen Interessierte pro Monat

stöbern im multimedialen Vollsortiment mit mehr

als 2 Millionen Artikeln.

Um den Kunden in den Filialen einen zusätzlichen

Mehrwert zu bieten, beginnt Ex Libris nach einer

erfolgreichen Testphase 2006 mit der Einführung

eines Bestellservices in allen 120 Filialen auf der Basis

110

des Internetportals. Damit wird jeder Ex-Libris-Laden

ein Vollsortimenter mit einem multimedialen Angebot

von über 2 Millionen Produkten.

Der im ersten Quartal 2005 eingeführte Musicdownload-Shop

auf www.exlibris.ch hatte einen fulminanten

Start, und dieser moderne Distributionskanal

wurde rasch weiter ausgebaut. Im aktuellen, legalen

und virenfreien Angebot sind rund zwei Millionen

Songs zu finden, darunter auch das grösste Angebot

an Schweizer Künstlern. Damit ist Ex Libris die Nummer

eins im Schweizer Markt und gehört zu den weltweit

grössten Musicdownload-Shops.

Ex Libris investierte 2005 über 1,9 Millionen

Franken. Damit wurde die Attraktivität der Verkaufspunkte

im stationären und im Internethandel

weiter gesteigert sowie der Ausbau der Informatik

vorangetrieben.

Auch 2006 wird die strategische Ausrichtung

weiter auf eine marktorientierte, kundennahe und

nachhaltige Sortiments-, Preis- und Aktionspolitik gerichtet

sein. Die Weiterentwicklung wird durch organisches

Wachstum in den bestehenden Filialen, durch

Filialrenovationen und vor allem einen forcierten Ausbau

des Online-Geschäftes gesichert werden.

KENNZAHLEN 2005 2004

Umsatz (in Mio. CHF) 164 165

Anzahl Mitarbeitende 448 449

Ebitda (in Mio. CHF) 12,1 10,1

Investitionen (in Mio. CHF) 1,9 5,7


Migros Facts

Ertragskraft weiter gestärkt

Die Strategie, die Kräfte auf die starken Marken im Inland zu konzentrieren,

ist erfolgreich; die Globus-Gruppe konnte das Konzernergebnis erneut steigern.

111

Eine belebte Konsumentenstimmung, die Erneuerung von Geschäften und die Weiterentwick-

lung von Sortimenten und Markenstrategien brachten den Globus-Unternehmungen ein deut-

liches Umsatzwachstum. Dynamik zeigte vor allem das zweite Halbjahr 2005 mit einem der

besten Weihnachtsgeschäfte seit langem. Sämtliche Warengruppen profitierten vom Trend zu

wertigen, exklusiven Artikeln.

Die Globus-Warenhäuser (+2,5 Prozent), Herren Globus (+5,2 Prozent) und Interio (+2,2

Prozent) erarbeiteten ihr Wachstum auf unveränderter Verkaufsfläche. Office World (+2,1 Pro-

zent) steigerte den Umsatz bei leichter Expansion, wobei das Online-Geschäft um 15 Prozent

zunahm. Zusammen mit den Liegenschaftserträgen sowie diversen Umsätzen erzielten die De-

tailhandelsunternehmungen einen vergleichbaren Nettoumsatz von 1104,6 Millionen Franken,

was einem Wachstum von 2,5 Prozent entspricht.

Die im Vorjahr abgeschlossene Restrukturierung der Gruppe (Schliessung Oviesse und Glo-

best) sowie eine geänderte Buchungspraxis bei den Umsätzen von Drittpartnern verminderten

jedoch den Nettoumsatz der Gruppe im Vorjahresvergleich um 6,5 Prozent auf 1106,0 Millionen

Franken.

Globus-Gruppe

Erstmals von Altlasten befreit, steigerte die Globus-Gruppe 2005 das operative Ergebnis

(Ebit) um 33,5 Millionen Franken auf 35 Millionen Franken und übertraf damit die Erwartungen.

Alle Detailhandelsunternehmungen – Globus, Herren Globus, Office World und Interio – so-

wie die Liegenschaften-Betrieb AG haben zu dieser markanten Steigerung beigetragen. In allen

Unternehmungen wurden zudem Effizienzprojekte durchgeführt, welche die Betriebskosten

gegenüber dem Vorjahr senkten. Zusammen mit dem Finanzergebnis und den Steuern ergab sich

insgesamt ein Konzerngewinn von 33 Millionen Franken (2004: 13 Millionen Franken).

Grösstes Globus-Projekt des Berichtsjahres war die Neugestaltung des Flagship an der Bahn-

hofstrasse in Zürich, das Ende September nach 14-monatiger Umbauzeit in neuem Glanz eröffnet

wurde. Die Kundinnen und Kunden nahmen das Haus, in das 46 Millionen Franken investiert

werden waren, mit Begeisterung auf; sie honorierten auch die Verlegung der Parfümerie in den


Migros Facts

112

ersten Stock, wo eine Welt der Schönheit und des Wohlfühlens geschaffen wurde, mit Mehrum-

sätzen. Das Sortiment wurde vollständig überarbeitet und um 70 neue Marken erweitert.

2006 sind Umbauten im Globus in Lausanne (Parterre) und im Globus in Genf (Heim & Haus-

halt) geplant.

Die neue Ausrichtung von Herren Globus, die den weiteren Ausbau der Modekompetenz und

der Dienstleistungen zum Ziel hat, wurde in den grossen Filialen in Basel, Bern und Zürich mit

nachhaltigem Erfolg honoriert. Im Bereich Businessmode erzielten die erweiterten Hugo-Boss-

Shops, in der Freizeitmode die neu eingeführten, exklusiv von Herren Globus geführten Swiss-

Cross-Shops von Strellson markante Umsatzsteigerungen. Herren Globus plant eine weitere

Expansion; neue Standorte werden geprüft. 2005 wurde die Filiale in Vevey erneuert.

Office World baute sowohl das stationäre als auch das Online-Geschäft aus. Ende September

2005 wurde im Einkaufszentrum Zugerland mit bester Verkehrsanbindung der 18. Fachmarkt

eröffnet. Weitere Standorte werden gesucht und geprüft, um ein Verkaufsnetz mit nationaler

Präsenz zu realisieren. Die Funktionalitäten und das Sortiment des erfolgreichen office-world.

ch-shop wurden weiter ausgebaut.

Interio verlegte sein Einrichtungshaus in Emmenbrücke ins Einkaufszentrum Meierhöfli.

Das Geschäft mit einer frischen, jugendlichen Ausstrahlung wurde im März 2005 erfolgreich

eröffnet. Die Gestaltung des Hauses ist Vorbild für die weitere Erneuerung der Filialkette. 2006

ist der Umbau der umsatzstärksten Interio-Filiale in Dübendorf geplant.

Alles in allem hat die Globus-Gruppe im Bestreben, das finanzielle Fundament zu stärken und

die Ertragskraft zu steigern, einen weiteren Schritt vorwärts gemacht. Die positive Entwick-

lung bestätigt die Strategie, die Investitionstätigkeit auf die starken Marken im Inland – Globus,

Herren Globus, Interio und Office World – zu konzentrieren. 2006 wird ein wiederum gesteiger-

ter Gewinn erwartet.

ENTWICKLUNG NETTOUMSÄTZE 2005 2004 ABWEICHUNG

ohne Steuern (MWSt) ( MIO. CHF) ( MIO. CHF) ZUM VORJAHR

Globus-Warenhäuser 651,5 635,6 + 2,5 %

Herren-Globus 65,2 62,0 + 5,2 %

Interio Schweiz 258,1 252,5 + 2,2 %

Interio Deutschland 1 9,0 11,6 –22,3 %

Office World 101,2 99,2 +2,1 %

Übrige 2 19,6 16,5 + 18,5 %

GLOBUS-GRUPPE VERGLEICHBAR 1 104,6 1 077,4 + 2,5 %

Oviesse/Globest 3 1,4 69,4

Geänderte Buchungspraxis – 36,0

GLOBUS-GRUPPE TOTAL 1 106,0 1 182,8 – 6,5 %

1 Marktrückzug aus Deutschland

2 Liegenschaftserträge und diverse Umsätze

3 Restrukturierung der Gruppe (Schliessung Oviesse/Globest)

KENNZAHLEN 2005 2004

Umsatz (in Mio. CHF) 1 147,5 1 224,6

Anzahl Mitarbeitende 4 715 4 751

Ebitda (in Mio. CHF) 78,4 50,6

Investitionen (in Mio. CHF) 50,0 52,4


Migros Facts

Die Umsätze wachsen trotz Preissenkungen

Innovative Produkte, wie sie die Migros-Industrie laufend entwickelt,

sind einer der Erfolgsfaktoren der Migros.

Migros-Industrie

113

Trotz starken Preissenkungen konnte die Migros-Industrie auch 2005 weiter wachsen. Das Wachs-

tum im Migros-Kanal ist erfreulich, kam es doch trotz dem stark wachsenden Tiefpreissortiment M-

Budget, zunehmendem Importdruck und trotz Einführung weiterer A-Marken in einzelnen Sorti-

mentsbereichen zustande. Das prozentuale Wachstum der ausgelieferten Mengen war daher grösser

als das Umsatzwachstum in Franken. Zum internen Wachstum hat auch die Verschiebung des Kaf-

feegeschäftes vom MGB in die Industrie etwas beigetragen. Die gesamten Gastroumsätze liegen nur

etwa auf dem Niveau von 2004. Im Getränkebereich sieht es nach einem durchschnittlichen Sommer

gleich aus. Erfreulich ist die Entwicklung der Fleischumsätze, obschon im Geflügelbereich die Dis-

kussionen um die Vogelgrippe die Umsätze nicht beflügelten.

Von den Innovationen ist in erster Linie Delizio zu nennen. Das erfolgreiche Konzept hat das Kaf-

feegeschäft stark belebt, gibt es doch bereits mehr als 100 000 Besitzer von Delizio-Kaffeemaschinen,

welche regelmässig Kaffeekapseln in der Migros kaufen. Im Frischwarenbereich überzeugten Neu-

heiten wie die India- und Risotto-Linien im Anna’s-Best-Sortiment. Der Umsatz der Innovationen

aus der M-Industrie belief sich 2005 auf 448 Millionen Franken. Innovationen sind für die Migros

wichtig und haben darum in allen Industrieunternehmen einen besonders hohen Stellenwert.

Bei einem Nettoumsatz von total 4,53 Milliarden Franken wurde ein Wachstum von 2,9 Prozent

erreicht. Dabei ist zu berücksichtigen, dass die gesamte M-Industrie 2005 Preissenkungen in der

Grössenordnung von 55 Millionen Franken vorgenommen hat. Rohstoffbedingte Preissteigerungen

gab es nur in sehr wenigen Warenbereichen. Selbst Höchstpreise bei Haselnüssen und Mandeln konn-

ten praktisch nicht auf die Verkaufspreise umgewälzt werden

Das Wachstum der Migros-Industrie belief sich im Migros-Kanal auf 2,2 Prozent, und auf 20,1

Prozent im Export. Die gesamten Exportumsätze betrugen 291 Millionen Franken. Es werden gros-

se Anstrengungen unternommen, neben den Hauptmärkten in Deutschland und England auch andere

Märkte zu entwickeln. Die Exportumsätze wuchsen 2005 neu auch bei Jowa, Estavayer Lait und den

Migros-Betrieben Birsfelden, während die schon bisher wichtigsten Exportbetriebe Chocolat Frey,

Midor, Mibelle, Mifa und Bischofszell Nahrungsmittel ihre Positionen weiter ausbauten.

Im Gastrobereich sind Bischofszell Nahrungsmittel AG, Micarna SA, Mérat AG, Optigal SA und

Scana AG aktiv. Scana hat 2005 zum ersten Mal national auch Tiefkühlprodukte und im Rahmen eines

Versuches regional Glaces verkauft. Diese Aktivitäten werden 2006 forciert. Entsprechend der allge-

meinen Entwicklung im Bereich Gastro und institutionelle Abnehmer hat Scana einen leichten Um-


Migros Facts

MIGROS-INDUSTRIE: NETTOUMSÄTZE 2005 (in Mio. CHF)

Mérat & Cie. AG

Riseria Taverne SA

Walter Leuenberger AG

Seba Aproz SA

Mifa AG

Optigal SA

Mibelle AG

Scana Lebensmittel AG

MBB AG

Midor AG

Mifroma SA

Chocolat Frey AG

Bischofszell Nahrungsmittel AG

Estavayer Lait SA

Micarna SA

Jowa AG

18

19

22

113

157

167

197

209

213

237

328

339

657

681

0 100 200 300 400 500 600 700

745

114

satzrückgang um –2,2 Prozent zu verzeichnen. Das Umsatztotal im Grossverbrauchergeschäft durch

Direktbelieferungen aus der M-Industrie belief sich auf 243 Millionen Franken (+2,2 Prozent).

Das 2003 zur Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit gestartete Produktivitäts- und Kostenoptimierungsprogramm

«Avanti» ist, zumindest was die Analysephase betrifft, abgeschlossen. In einzelnen

Unternehmen wird es aber noch ein oder zwei Jahre dauern, bis das Programm umgesetzt ist.

Ohne dieses Programm wären die 2005 vorgenommenen und auch im nächsten Jahr geplanten Preissenkungen

nicht möglich gewesen. «Avanti» dürfte gesamthaft zu Kostensenkungen in der Grössenordnung

von 200 Millionen Franken geführt haben, wobei bereits Anschlussprogramme laufen.

Im Herbst 2005 wurde entschieden, die beiden Fleisch verarbeitenden Unternehmen Micarna SA

und Optigal SA auf Anfang 2006 zu fusionieren. Dies führt zu wesentlichen Synergieeffekten in den

Supportprozessen in Courtepin und vereinfacht die Marktbearbeitung sowohl im Migros- als auch im

Gastrokanal. Die sich daraus ergebenden Veränderungen werden im Rahmen einer Projektorganisation

unter Beizug der Personalkommission bis Ende 2006 umgesetzt.

Entsprechend den «Avanti»-Zielen hat sich der Personalbestand trotz erhöhten Produktionsvolumen

weiter verringert. 2005 wurden durchschnittlich 9990 Mitarbeitende beschäftigt, 1,5 Prozent

weniger als 2004. Erfreulicherweise konnte die Lehrlingsausbildung aber weiter intensiviert werden.

Insgesamt befanden sich 2005 315 Lehrlinge in 16 verschiedenen Berufen in Ausbildung.

2005 wurden in der Migros-Industrie brutto 198 Millionen Franken investiert. Die grossen Ausbauprojekte

bei Chocolat Frey und Estavayer Lait konnten abgeschlossen werden. Grössere Projekte

sind bei Micarna, Optigal, Mibelle, Mifa und Jowa in Realisierung. Bei Mifroma wird ein grösseres

Leitbildprojekt gestartet, das bis 2008 ausgeführt wird.

424


Migros Facts

BISCHOFSZELL NAHRUNGSMITTEL AG

«Culinarium» schmeckt den Kunden

Grossverbrauchergeschäft und Export kompensierten

den Rückgang im Schweizer Detailhandel.

Innovationen und Verbesserungen der Prozesse haben

Bischofszell Nahrungsmittel in einem anspruchsvollen

Umfeld ein sehr erfolgreiches Jahr ermöglicht.

Rückläufige Umsätze im Detailhandel Schweiz

konnten dank dem Wachstum des «Bischofszell Culinarium»,

der sehr erfolgreichen Verkaufsorganisation

im Grossverbraucherbereich, und steigenden Umsätzen

im Export kompensiert werden. Die strategischen

Geschäftseinheiten Fertiggerichte, Kartoffelprodukte

und Früchte zeigten dank innovativen Neukonzepten

alle erfreuliche Wachstumszahlen; einzig die Geschäftseinheit

Getränke erlitt einen Umsatzrückgang.

Die Kompetenz der Bischofszell Nahrungsmittel

AG, für die jeweiligen Kunden spezifische erfolgreiche

Konzepte zu entwickeln, wurde weiter ausgebaut und

wird auch in Zukunft die Basis des Erfolges sein.

KENNZAHLEN 2005 2004

Umsatz (in Mio. CHF) 424 422

Anzahl Produkteneuheiten 292 372

Exportumsatz (in Mio. CHF) 15 10

Anzahl Mitarbeitende (Ø Jahr) 868 909

CHOCOLAT FREY AG

Es war ein Schokoladenjahr

Ein starkes Weihnachtsgeschäft und überproportional

wachsende Exporte liessen die Rekorde purzeln.

Der Start ins Jahr war verhalten, doch in der zweiten

Jahreshälfte konnte Chocolat Frey stark zulegen und

2005 schliesslich mit Umsatz- und Absatzrekorden abschliessen.

Neben dem starken Weihnachtsgeschäft

war einmal mehr das überproportionale Wachstum im

Export ausschlaggebend für ein Schokoladenjahr.

Die Premium-Schokolade kommt an bei der internationalen

Kundschaft. Im Export entwickelten

sich vor allem die Märkte in Grossbritannien und in

Kanada, aber auch der Travel Retail ausserordentlich

erfreulich. Auf dem leicht rückläufigen Inland-Süsswarenmarkt

konnte Chocolat Frey die Vormachtsstellung

als Nummer 1 unter den Schweizer Schokoladenherstellern

klar halten, und in Teilmärkten, wie

bei den Pralinés, gab es erfreuliche Zuwachsraten.

Zudem arbeiten immer mehr Confiseure, Biskuit- und

Eiswarenhersteller in der Schweiz und im Ausland mit

115

Halbfabrikaten von Chocolat Frey, zum Beispiel für

Schokoladencouverturen.

Im Geschäftsfeld Kaugummi konnte das ausserordentliche

Vorjahresergebnis nochmals übertroffen

werden. Im Inland wirkte sich der nachhaltige Erfolg

des M-Budget-Kaugummis aus. Im Ausland konnte

auf sehr hohem Niveau – 60 Prozent Exportanteil

beim Kaugummi – trotz enormem Preisdruck noch

zugelegt werden.

Dank der Innovationskraft der Chocolat Frey

wurde die Kundschaft auch 2005 mit einer Vielzahl

von Neuheiten sowohl im Standard- wie im Saisongeschäft

– Ostern, Weihnachten – verwöhnt. Dem

Trend zur Grand-Cru-Schokolade wurde mit der Produktlinie

Le Monde du Cacao mit Kakaobohnen aus

Ghana, Venezuela und Ecuador entsprochen.

Das Jahr wurde durch die Preise bei Haselnüssen

und Mandeln, die ein exorbitant hohes Niveau

angenommen haben, negativ beeinflusst. Daneben

wirkte sich weiterhin der Preisdruck im Detailhandel

stark aus. Diesen Faktoren wurde mit einer weiteren

Produktivitätssteigerung und dem Abschluss

des zukunftsweisenden Ausbauprojektes «Allegro»

begegnet.

KENNZAHLEN 2005 2004

Umsatz (in Mio. CHF) 339 319

Anzahl Produkteneuheiten 255 255

Exportumsatz (in Mio. CHF) 92 71

Anzahl Mitarbeitende (Ø Jahr) 748 755

ESTAVAYER LAIT SA

Neuheiten bringen Erfolg

Innovationen und neue Märkte lassen den Umsatz

trotz Preissenkungen weiter steigen.

Der Schweizer Markt wird von anhaltenden Preissenkungen

geprägt. In diesem schwierigen Umfeld hat

Estavayer Lait 2005 ein Wachstum von über 3 Prozent

erzielt.

Zum Wachstum beigetragen hat die Lieferung

von Bio-Joghurt und von Milch mit hoher Pasteurisierung

an die Migros-Genossenschaften. Positiv haben

sich auch die Einführung der Logistikplattform

für Schweizer Weichkäse sowie die gute Entwicklung

der Online-Verkäufe über LeShop.ch/migros-shop.ch

ausgewirkt.

Im Exportbereich wurde in die neuen Märkte

Griechenland und Spanien vorgestossen, und in Frankreich

konnten grosse Supermarktketten als Kunden


Migros Facts

gewonnen werden. Als Neuheiten der Export-Premiummarke

Swiss Delice wurden Joghurt aus Bergmilch

und «Milk & Drink»-Milchgetränke lanciert.

Innovationen spielen eine wichtige Rolle: Gegen

7 Prozent des Umsatzes wurden 2005 mit neuen Produkten

realisiert. Schwerpunkte waren dabei «Milk

Mix»-Milchgetränke sowie die Ausweitung der M-

Budget-Linie auf die Milch.

KENNZAHLEN 2005 2004

Umsatz (in Mio. CHF) 657 637

Anzahl Produkteneuheiten 16 76

Exportumsatz (in Mio. CHF) 6 5

Anzahl Mitarbeitende (Ø Jahr) 622 598

JOWA AG

Gutes Brot ist frisch

Im Laden laufend gebackene Produkte werden bei

den Kundinnen und Kunden immer beliebter.

Die Jowa konnte 2005 ihre führende Stellung im

Schweizer Brot- und Backwarenmarkt weiter festigen

und den Umsatz auf ein neues Höchstniveau steigern.

Die konsequente Weiterführung der Frischestrategie

zahlt sich aus. So konnte 2005 erneut eine

Umsatzsteigerung mit in den Läden gebackenen Produkten

erzielt werden. Es wurden zahlreiche neue

Backstationen installiert. Und das In-Store-Bäckerei-

Sortiment wurde neu gestaltet und durch attraktive

Neuheiten ergänzt. Die über 75 Haus- und In-Store-

Bäckereien bildeten auch in der Kommunikation den

Schwerpunkt, zusammen mit «Brot Création».

Massgeblich zum Wachstum beigetragen haben

2005 auch die Migrol-Tankstellenshops – die Jowa

ist Lieferantin für die Backstationen in diesen Shops

– sowie der Export, wo mit einem internationalen

Markenartikelhersteller eine neue Zusammenarbeit

gestartet werden konnte.

Mit über 200 neuen Produktideen haben auch

die Innovationen zum Erfolg beigetragen, darunter

neue und monatlich wechselnde Frischpizzas, Plunderspezialitäten,

neue Berliner, die Pizzalinie Passione,

aber auch M-Budget-Produkte wie Frischbackbrötli

und Toastbrot.

Auf der einen Seite konnte der Umsatz mit M-

Budget-Produkten praktisch verdoppelt werden, auf

der anderen Seite mussten historische Höchstpreise

für wichtige Rohstoffe wie Haselnüsse und Mandeln

bezahlt werden. Die Jowa unternimmt auch deshalb

116

dauerhaft Anstrengungen für Kostenreduktionen, um

so die Konkurrenzfähigkeit zu erhalten.

Um die täglich geforderten hohen Qualitäten auch weiterhin

garantieren zu können, wurden 2005 alle acht

Regionalbäckereien, zusätzlich zur Teigwarenfabrik

und zur Mühle, nach BRC-Standard zertifiziert.

KENNZAHLEN 2005 2004

Umsatz (in Mio. CHF) 745 733

Anzahl Produkteneuheiten 252 169

Exportumsatz (in Mio. CHF) 12 7

Anzahl Mitarbeitende (Ø Jahr) 3 319 3 386

MÉRAT & CIE. AG

Spezialitäten für Restaurants

Der Fleischspezialist für die Gastronomie weitet

die Tätigkeit sukzessive auf die ganze Schweiz aus.

2005 war das erste volle Kalenderjahr der vollständigen

Integration der Firma Mérat in die Migros-Gemeinschaft.

Erste wichtige Synergiepotenziale mit

dem Mutterhaus Micarna konnten während des Jahres

realisiert werden, so unter anderem die Konzentration

gewisser Produktionen und die Vereinheitlichung

administrativer Abläufe. Die leicht geringere

Absatzmenge gegenüber dem Vorjahr (–0,9 Prozent)

resultiert aus diesem Umstand. Doch der Umsatz

konnte mit wertschöpfungsintensiveren Artikeln

gesteigert werden.

Mérat wird der Fleischspezialist für die Gastronomie

– sowohl für die Migros-Restaurants wie auch

für Kunden ausserhalb der Migros-Gemeinschaft.

Zusammen mit der Micarna wurde die entsprechende

Strategie erarbeitet und verabschiedet. Die Tätigkeiten

als Gastronomiespezialist werden sukzessive

auf die ganze Schweiz ausgeweitet werden. Dabei

versteht sich die Firma vor allem auch als Spezialitätenanbieter,

eben «typisch Mérat».

Ein automatisiertes Bestellsystem innerhalb der

Migros-Gemeinschaft für Artikel aus dem Hause Mérat

wurde im Dezember 2005 aufgeschaltet. Ausserdem

wird ab Januar 2006 für Teilbereiche der Firma

das System SAP eingeführt.

KENNZAHLEN 2005 2004

Umsatz (in Mio. CHF) 18 18

Anzahl Mitarbeitende (Ø Jahr) 35 36


Migros Facts

MIBELLE AG

Wachstum im Ausland

Bereits fast die Hälfte des Umsatzes wird

im Exportgeschäft erzielt.

In einem weiteren schwierigen Jahr konnte die Mibelle

den Umsatz um 2 Prozent steigern. Zum dritten Mal in

Folge konnte nur das grosse Wachstum im Export den

Minderumsatz in der Schweiz kompensieren. Damit

erzielte die Mibelle 2005 bereits 47 Prozent ihres

Umsatzes im Export. Sie wächst dort auf sehr kleiner

Basis seit Jahren zweistellig in Märkten, in denen die

grossen Kosmetik-Brands nur noch kleine einstellige

Zuwächse kennen.

Beim grössten Kunden der Mibelle, der Migros,

wirkte sich der volle Effekt der drei Markenwellen

aus. Die von der Mibelle produzierten Eigenmarken

der Migros müssen sich nun im Regal dem direkten

Vergleich mit den globalen Marken mit ihren raschen

Innovationskadenzen und grossen Werbebudgets stellen.

Trotz diesem Wettbewerb konnte der Umsatzrückgang

der Mibelle im Migros-Kanal im einstelligen

Bereich gehalten werden. Es ist damit zu rechnen, dass

mit der vierten Markenwelle der Umsatz der Mibelle

mit der Migros weiter zurückgehen wird.

Dank erheblichen Produktivitätssteigerungen

ist es gelungen, bedeutende Produktionen aus dem

Ausland in die Schweiz zurückzuholen. Das Umsatzwachstum

hat aber nicht genügt, um die mit der

Produktivitätssteigerung einhergehenden Arbeitsplatzreduktionen

kompensieren zu können.

KENNZAHLEN 2005 2004

Umsatz (in Mio. CHF) 197 194

Anzahl Produkteneuheiten 599 390

Exportumsatz (in Mio. CHF) 91 81

Anzahl Mitarbeitende (Ø Jahr) 477 472

MICARNA SA

«Ein gutes Stück besser»

Beim Leader im Schweizer Fleischmarkt wurden

die Weichen für die Zukunft gestellt.

Die Schweizer Fleischbranche spürte 2005 den Strukturwandel

intensiv. Die agrarpolitischen Reformen,

der Konzentrationsprozess wie auch der Preiskampf

gingen in hohem Tempo weiter. Die Micarna konnte

in diesem anspruchsvollen Marktumfeld ihre Marktführerschaft

weiter ausbauen; der Absatz in Tonnen

konnte um 8,1 Prozent, der Umsatz um 4,2 Prozent

117

erhöht werden. Mitte 2005 wurde das neue Micarna-

Logo präsentiert. Die Identifikation mit der M-Gemeinschaft

ist offensichtlich. Der gewählte Slogan

«Ein gutes Stück besser» ist gegen aussen ein Versprechen

an alle Marktpartner und gegen innen das tägliche

Leitmotiv. Der gesamte Unternehmensauftritt wurde

überarbeitet.

Der Qualitätsaspekt und die Arbeitssicherheit

wurden noch mehr verstärkt. Das neue Hygienekonzept

verpflichtet alle Mitarbeitenden und Kader der

Micarna SA zu regelmässigen Ausbildungen und Informationsveranstaltungen.

Im Januar 2005 wurde die Umstellung des Standortes

Courtepin auf SAP in Angriff genommen. Zusätzlich

wurden Optimierungen in den Produktionsprozessen

realisiert wie auch zwei neue Abpacklinien

in Betrieb genommen, womit das Kompetenzzentrum

Fleisch in Courtepin mit modernsten Technologien

ausgerüstet ist.

Am Standort Bazenheid wurde im Herbst 2005

die Erneuerung der Abpackerei «Wurstwaren» abgeschlossen.

Im Oktober wurde das neue Personalrestaurant

eröffnet.

Im Sommer 2005 nahm der Schweineschlachthof

der SBAG in Bazenheid offiziell den Betrieb auf.

Die Micarna ist am Aktienkapital beteiligt. Der modernste

Schlachthof Europas ist bezüglich des Umgangs

mit Tieren vorbildlich ausgerichtet und mit modernster

Robotertechnik ausgerüstet. Er erreicht eine

Schlachtleistung von 360 Schweinen pro Stunde.

Auf 1. Januar 2006 fusionierten die Optigal SA

und die Micarna SA. Dadurch werden Synergien genutzt,

Prozesse vereinfacht und Kosten gesenkt.

Seit 1. November 2005 ist Albert Baumann neuer

Unternehmensleiter; er trat die Nachfolge von Willi

Enderli an, der in den Ruhestand trat.

KENNZAHLEN 2005 2004

Umsatz (in Mio. CHF) 681 654

Anzahl Produkteneuheiten 29 69

Anzahl Mitarbeitende (Ø Jahr) 1 484 1 483

MIDOR AG

Marktanteile weiter gesteigert

Mit Eiswaren für die Gastronomie ist der

Aufbruch in einen neuen Absatzkanal gelungen.

Den Absatz konnte die Midor 2005 um rund 1,4 Prozent

steigern und damit in den Kategorien Biskuits,

Dauerbackwaren und Eiswaren die Marktanteile wei-


Migros Facts

ter verbessern. Andererseits drückt der Preiskampf

im Detailhandel auf die Umsätze. Total beträgt die

Minusteuerung auf dem Schweizer Sortiment rund

2,5 Prozent. Mit 46,8 Prozent Marktanteil in der Kategorie

Biskuits liegt die Migros weit über dem Fair

Share, Ähnliches gilt für die Kategorie Eiswaren.

Es gelingt der Midor, sowohl Artikel in der

Preiskategorie M-Budget zu entwickeln und auf den

Markt zu bringen wie auch qualitativ sehr hoch stehende

Produkte in den Premium Linien Crea d’Or,

Crème d’Or und Sélection herzustellen.

Mit den Eiswaren «i gelati» ist ein Aufbruch in

einen neuen Absatzkanal gelungen. Zusammen mit

dem Schwesterunternehmen Scana wurde ein Verkaufsversuch

mit einem Speiseeis-Sortiment von 15

Artikeln in 4-Liter-Dosen in Restaurants im Raum

Zürich durchgeführt. Gleichzeitig lief auch ein Test

mit Impuls-Eiswarenartikel in zwei Strandbädern.

Aufgrund der erfreulichen Resultate wird der Verkauf

ab 2006 auf die ganze Schweiz ausgedehnt.

KENNZAHLEN 2005 2004

Umsatz (in Mio. CHF) 237 238

Anzahl Produkteneuheiten 102 69

Exportumsatz (in Mio. CHF) 35 35

Anzahl Mitarbeitende (Ø Jahr) 644 660

MIFA AG

Strahlende Wirkung

Das beste Preis-Leistungs-Verhältnis macht Total

zum meistverkauften Waschmittel der Schweiz.

Im hart umkämpften Markt der Grosswaschmittel

konnte die Mifa mit den Marken Total und Elan

Marktanteile dazugewinnen. Total, die meistverkaufte

Schweizer Waschmittelmarke, belegte in einer unabhängigen

Konsumentenstudie der Promarca punkto

Preis-Leistungs-Verhältnis vor den führenden Marken

der internationalen Konzerne den ersten Platz.

Im Markt der Automatengeschirrspülmittel glänzte

die Mifa mit einer Weltneuheit unter der Marke

Handymatic. Die Oxi-Speed-Pulversachets werden

geschätzt dank der einfachen und hygienischen Dosierung

und der schnellen Auflösung, und sie zeigen

auch speziell bei Kurzprogrammen ihre strahlende

Wirkung.

Die internationale Nachfrage nach massgeschneiderten

Eigenmarken bei Wasch- und Reinigungsmitteln

hat zugenommen, darum produziert und

vertreibt die Mifa unter dem Motto «Innovation aus

118

einer Hand» auch Eigenmarken für Schlüsselkunden

in Deutschland, Frankreich und Österreich, welche

auch im letzten Jahr zu einem Zusatzvolumen führten.

Zusätzlich zum Exportumsatz der Mifa wurden über

die Swiss Industries GmbH, Division Mifa, weitere 8

Millionen Franken Umsatz erzielt.

Im Bereich der Fette wie auch bei den Margarinen

hat die Mifa deutlich Marktanteile dazugewonnen.

Das gesamte Sortiment wurde den stark gestiegenen

Konsumentenanforderungen in Sachen Ernährung

und Anwendung angepasst. Im Markt der Butterprodukte

erreichte die Halbfettbutter erneut ein starkes

Wachstum und ist nach wie vor das Leaderprodukt im

Léger-Bereich.

Der Absatz der Grossverbraucher-Produkte

konnte ebenfalls deutlich gesteigert werden. Bei

praktisch allen Produkten wurde der Forderung nach

Trans-Fettsäure-freien Fettstoffen entsprochen.

KENNZAHLEN 2005 2004

Umsatz (in Mio. CHF) 157 158

Anzahl Produkteneuheiten 81 57

Exportumsatz (in Mio. CHF) 14 16

Anzahl Mitarbeitende (Ø Jahr) 308 313

MIFROMA SA

Produktionslinien automatisiert

Der zunehmende Online-Handel und der Erfolg

von M-Budget machten Preisreduktionen wett.

Als Folge des Wettbewerbsdrucks wird der Schweizer

Käsemarkt stark von Preissenkungen bestimmt. Trotz

den Preisreduktionen konnte Mifroma 2005 gute Resultate

erzielen. Dies vor allem, weil sich der Absatz

über LeShop.ch/migros-shop.ch ausgesprochen positiv

entwickelt und weil der Erfolg der M-Budget-Linie,

deren Sortiment mit neuen Produkten erweitert

wurde, weiter wächst. Zudem wurden Käse aus der

Schweiz in Frankreich gut aufgenommen, was sehr

gute Exportergebnisse brachte.

Die Automatisierung der Produktionslinien wird

fortgesetzt. Eine Ausrüstungslinie für Gruyère wurde

komplett überarbeitet, womit das vollautomatische

Zuschneiden eingeführt werden konnte. Im September

2005 wurde die Produktion reorganisiert, um die

Verpackungslinien optimal nutzen zu können. 2005

wurde das Projekt «Fromipac» mit dem Bau eines automatischen

Lagers für Fertigprodukte und der Ausweitung

der Produktionsflächen gestartet.


Migros Facts

KENNZAHLEN 2005 2004

Umsatz (in Mio. CHF) 328 324

Anzahl Produkteneuheiten 65 50

Exportumsatz (in Mio. CHF) 10 7

Anzahl Mitarbeitende (Ø Jahr) 239 254

MIFROMA FRANCE SA

Schweizer Käse für Frankreich

Obwohl die Hard-Discounter

sich weiter ausbreiten, blieben gute Schweizer

Produkte gefragt.

Die Hard-Discounter breiten sich in Frankreich

weiter aus. Der Markt blieb in dieser Situation 2005

angespannt wie schon im Vorjahr. Dank der Qualität

der Produkte und der Dienstleistungen sowie

der starken Position von Mifroma im französischen

Markt konnten bei allen Sorten von Schweizer Käse

Zuwächse verzeichnet werden. Der Mangel an

Schweizer Emmentaler auf dem Markt liess die Einkaufspreise

steigen.

Bei der Linie der ultrafrischen Produkte hält

der Aufwärtstrend an. Das Sortiment reicht von verschiedenen

Joghurtvarianten wie gemischte, aus Alpenmilch

hergestellte und zweiteilige Joghurts bis zu

Desserts und Milchdrinks.

MIGROS-BETRIEBE BIRSFELDEN AG (MBB)

Kaffeekapseln boomen

Eine markante Steigerung des Detailhandelsgeschäfts

trug zu einem Rekordumsatz bei.

Die Migros-Betriebe Birsfelden AG verzeichnete

2005 umsatz- und ertragsmässig ihr bisher bestes Jahr.

Zum ersten Mal in der Geschichte des Unternehmens

überschritt der Umsatz die 200-Millionen-Franken-

Grenze deutlich.

Das Detailhandelsgeschäft entwickelte sich dank

dem Delizio-Kapselsystem und etlichen Neuheiten in

den Bereichen Trockenfrüchte, Nüsse und Gewürze

mit +18,5 Prozent weit über den Erwartungen.

Echter Schweizer Bohnenkaffee erfreute sich

2005 auch in Deutschland grosser Beliebtheit. Durch

eine Sortiments- und Distributionserweiterung der

Premium-Exportmarke konnten die Abverkäufe in

Deutschland mehr als verdoppelt werden.

119

Die Nähe zu den internationalen Beschaffungsmärkten

und eine umfassende Serviceleistung ermöglichten

2005 erstmalig einen Umsatz im Bereich Grosshandel

Rohware von rund 30 Millionen Franken.

Wachstumspotenziale zeichnen sich auch im

Gastrobereich ab. Neben Bohnenkaffee wurde die

Produktpalette mit diversen Engrospackungen in den

Bereichen Trockenpilze und Gewürze erweitert.

In einigen Beschaffungsmärkten sind die Rohstoffpreise

2005 markant gestiegen. So haben sich die

Preise für Rohkaffee, Haselnüsse, Mandeln und zahlreiche

Gewürze gegen Ende Jahr auf hohem Niveau

stabilisiert. Dank der langfristig angelegten Einkaufspolitik

konnte bisher auf breite Preisanpassungen verzichtet

werden.

Wichtige Meilensteine in der Entwicklung der

MBB setzten auch zahlreiche Grossprojekte. Im Frühjahr

2005 erfolgte die Einführung von SAP im ganzen

Betrieb. Bis Ende Jahr wurde erfolgreich an durchgängigen

Prozessstrukturen gearbeitet und wurden wo

nötig organisatorische Anpassungen vorgenommen.

Im gleichen Zeitraum wurden die MBB BRC- und IFSzertifiziert,

womit eine noch bessere Food Safety mit

entsprechender Rückverfolgbarkeit gewährleistet ist.

Ein Projekt zur Produktivitätssteigerung konnte

im Dezember 2005 abgeschlossen werden und wird

die MBB für die Herausforderungen der nächsten Jahre

rüsten.

KENNZAHLEN 2005 2004

Umsatz (in Mio. CHF) 213 167

Anzahl Produkteneuheiten 13 19

Exportumsatz (in Mio. CHF) 11 6

Anzahl Mitarbeitende (Ø Jahr) 358 328

OPTIGAL SA

Fusion mit Micarna vorbereitet

Die Vogelgrippe und ihre grosse Medienpräsenz

prägten das Geflügelgeschäft im Jahr 2005.

Der überraschende Hinschied von Unternehmensleiter

Beat Schwander im August 2005 bedeutete für

die Optigal den Verlust eines geschätzten Menschen.

Das Unternehmen orientierte sich unter der interimistischen

Leitung von Lutz von Strauss neu und fusionierte

per 1. Januar 2006 mit der Micarna SA. Gründe

für diesen Entscheid sind auch die veränderten

Marktanforderungen wie etwa durch die Agrarpolitik

2007 und die Ausrichtung 2011 mit den wegfallenden

Importkontingenten und der weiteren Liberalisie-


Migros Facts

rung. Auch können durch das Zusammengehen wichtige

Synergiepotenziale genutzt und Prozessabläufe

optimiert werden.

Die Ausbreitung der Vogelgrippe führte im Herbst

2005 zu einem grossen Medieninteresse an der Optigal.

Mit einem abgestuften Masterplan, vorbildlichen Präventivmassnahmen

wie auch professioneller Kommunikation

konnte das Konsumentenvertrauen in Schweizer

Geflügel aus Optigal-Produktion gestärkt werden.

Wesentliche Optimierungsmassnahmen konnten

2005 umgesetzt werden: Zur Verbesserung der Qualität,

der Produktivität und der Führung wurden im Rahmen

des Bauprojektes «Optifutura» die Abteilungen innerhalb

des Schlachtbetriebes erneuert sowie die Prozesse

und Abläufe neu optimiert. Bereits im März 2005

konnte Optigal die BRC-Zertifizierung feiern.

Ein zweiter Meilenstein war die Einführung der

neuen Verpackungslinie, der so genannten Tiefzug-

Verpackung. Dank dieser neuen Technologie findet

der Kunde seine Geflügelprodukte in einer modernen,

zeitgemässen Verpackung, die auch dem umfassenden

Informationsbedürfnis gerecht wird. Innerhalb des

Prozesses IT/Logistik wurde eine neue Zelle PPO

(Planification, Production, Ordonnancement) gebildet,

um prozessübergreifend und entlang der Wertschöpfungskette

– Lebendtiererzeugung, Produktion,

Verkauf – die Planung zu optimieren. Ebenfalls wurde

die Zentrale Warenwirtschaft (ZWW) in Angriff

genommen. Mit «Optitrans» wurde ein Projekt für

tierschutzkonforme Transporte gestartet, welches

gesamtschweizerisch führende Standards setzt.

KENNZAHLEN 2005 2004

Umsatz (in Mio. CHF) 167 164

Anzahl Produkteneuheiten 154 178

Exportumsatz (in Mio. CHF) 0,2 0,2

Anzahl Mitarbeitende (Ø Jahr) 438 495

RISERIA TAVERNE SA

Neue Produkte erobern die Märkte

Der Reismarkt wächst, doch der Preiskampf lässt

die Umsätze nicht mitwachsen.

Der Reismarkt hat sich im Schweizer Detailhandel

2005 um +4,8 Prozent verbessert. Der Preiskampf

führte jedoch dazu, dass die Umsätze in Franken

nicht gewachsen sind.

Die Migros konnte ihren Reis-Marktanteil in Kilogramm

um 1,5 Prozentpunkte steigern. Die Spitzenreiter

waren 2005 M-Budget-Reis, Max-Havelaar-Reis,

120

Bio-Reis und die verschiedenen Risottoreise. Das Sortiment

wurde durch drei neue Produkte ergänzt.

Der Export entwickelt sich nur langsam. Es

wurden weitere Exportprodukte unter dem Markennamen

«la riseria» entwickelt: drei Speisereis-Sorten,

drei Fertigmenü-Trockenmischungen und drei Fertigmenüs

mit vorgegartem Reis.

Für den Grossverbrauchermarkt wurde eine

leis tungsfähige Reisaufbereitungs- und Verpackungsanlage

in Betrieb genommen. Im Herbst wurde das

Nachaudit für die ISO- und BRC-Zertifzierung erfolgreich

bestanden.

KENNZAHLEN 2005 2004

Umsatz (in Mio. CHF) 19 20

Anzahl Produkteneuheiten 11 9

Exportumsatz (in Mio. CHF) 0,3 0,5

Anzahl Mitarbeitende (Ø Jahr) 24 25

SEBA APROZ SA

Mehr Wasser verkauft als je

Mit 215,8 Millionen Liter Mineralwasser wurde

der Rekord aus dem Hitzejahr 2003 gebrochen.

Der alte Verkaufsrekord des Hitzejahres 2003 wurde

2005 übertroffen: Es wurden 215,8 Millionen Liter

Mineralwässer vertrieben. Dieses ausserordentliche

Wachstum von 5,7 Prozent gegenüber 2004 hat die

Leaderstellung von Seba Aproz auf dem Markt verstärkt.

Das M-Budget-Mineralwasser hat ein Mengenwachstum

von gegen 45 Prozent erreicht. Der

Gesamtumsatz in Franken (–0,5 Prozent) konnte diesem

Wachstum nicht folgen. Angesichts des Drucks

auf den Umsatz wird die Wettbewerbsfähigkeit der

Seba Aproz durch professionelle Kontrolle des Betriebs

und durch Erhöhung der Produktivität (+12,5

Prozent) gestärkt.

Seba Aproz investiert auch in die Zukunft. 2005

wurde mit dem Bau eines Gebäudes begonnen, in dem

das Ausblasen und das Abfüllen der Flaschen getrennt

werden können. Seine Fertigstellung im vierten Quartal

2006 wird einen optimalen Warenfluss sowie ein

Ausblasen aller Flaschen in der Produktionslinie ermöglichen.

KENNZAHLEN 2005 2004

Umsatz (in Mio. CHF) 113 114

Anzahl Produkteneuheiten 7 7

Exportumsatz (in Mio. CHF) 0,3 0,3

Anzahl Mitarbeitende (Ø Jahr) 157 166


Migros Facts

WALTER LEUENBERGER AG

Senf für den Connaisseur

Der Ausbau und die Neugestaltung des Senfangebotes

steigerten den Absatz deutlich.

Das seit Jahrzehnten im Hause hergestellte Senfsortiment

wurde für den Migros-Kunden in Design und

Angebot neu gestaltet und erheblich ausgebaut. Der

Senfumsatz konnte mit der Einführung des neuen Sortiments

im August 2005 um mehr als 10 Prozent gesteigert

werden. Zusätzlich wurde die M-Budget-Linie

mit der 300-Gramm-Senftube verstärkt. In der Produktlinie

Le Connaisseur wurden sechs Spezialsenfe

in verschiedenen Geschmacksrichtungen lanciert.

Mit den Handelsprodukten der französischen Spezialitäten

Reine de Dijon und dem Original Münchner

Weisswurstsenf ist das Angebot für den Senfliebhaber

wesentlich erweitert worden.

121

Bei den Teigwaren wurde die Verlagerung der Langwarenproduktion

zur Jowa AG realisiert. Damit ist

die Produktion der Migros-Spaghetti, -Linguine und

-Maccaroni auf der im letzten Jahr in Buchs erstellten

modernsten Anlage in Europa konzentriert. Trotz

dieser Verlagerung konnte der Umsatz des Vorjahres

durch neue Produkte gehalten werden.

Dank neuen Produkten und Kunden konnte auch

das Exportgeschäft weiterentwickelt werden.

Mit der Verlagerung des Fertigwarenlagers in

das Migros-Verteilzentrum Suhr wurden die Logistikkosten

wesentlich gesenkt.

KENNZAHLEN 2005 2004

Umsatz (in Mio. CHF) 22 23

Anzahl Produkteneuheiten 8 35

Exportumsatz (in Mio. CHF) 5 5

Anzahl Mitarbeitende (Ø Jahr) 45 46


Migros Facts

Handelsunternehmen innerhalb der Industriegruppe

SCANA LEBENSMITTEL AG

Einheitliches Sortiment für die Schweiz

Das Schweizer Gastronomie-Kompetenz-Center

ist auch ins Tiefkühlgeschäft eingestiegen.

Die Konsumentenstimmung im Bereich Gastronomie

ist nach wie vor zurückhaltend. Zudem hatten die Unwetterschäden

in der Innerschweiz einen negativen

Einfluss auf den Tourismus. Dadurch lagen die Umsätze

2005 im Drittmarkt leicht unter jenen von 2004.

Demgegenüber konnten die Umsätze mit institutionellen

Betrieben leicht gesteigert werden. Erfreulich

entwickelte sich die Belieferung der M-Genossenschaften

und der Personalrestaurants der M-Betriebe.

Das ambitiöse Gesamtbudget konnte aber nicht erreicht

werden.

Im Mai 2005 erfolgte der Einstieg ins Tiefkühlgeschäft.

Damit kann die Scana ein komplettes Sortiment

für die Gastronomie in allen drei Temperaturbereichen

– ungekühlt, gekühlt, tiefgekühlt – anbieten.

Zusätzlich ist geplant, 2006 ins Glacegeschäft

einzusteigen. Damit kommt die Scana Lebensmittel

AG einem vielfach geäusserten Wunsch vor allem von

Grosskunden nach, welche ihre Einkäufe bündeln und

dadurch ihren Aufwand minimieren möchten.

122

Im Oktober 2005 wurde die Lagererweiterung in Regensdorf

in Betrieb genommen. Mit der Erweiterung

konnte die Situation in der Warenannahme verbessert

werden. Zusätzlich ist jetzt der dringend benötigte Lagerplatz

vorhanden, um wichtige strategische Zusatzsortimente

ins Angebot aufnehmen zu können. Dazu

gehören vor allem Produkte aus den Bereichen Bäckerei,

Getränke, Non-Food und Kioskartikel, aber auch

viele Produkte aus der Migros-Industrie.

Für die zusätzlichen neuen Verkaufssortimente

konnte im Depot Romanel nicht genügend Lagerplatz

bereitgestellt werden. Dies führte im Oktober

2005 zum Entschluss, das Depot Romanel aufzugeben

und in eine Kopfstation umzuwandeln. Die Kommissionierung

erfolgt neu ab Februar 2006 zentral in

Regensdorf, von wo die Ware mit Shuttletransporten

nach Romanel verschoben wird. Durch die Konzentration

in Regensdorf werden die Logistikabläufe

noch schlanker und effizienter, und es ist möglich, in

der ganzen Schweiz ein einheitliches Sortiment anzubieten.

KENNZAHLEN 2005 2004

Umsatz (in Mio. CHF) 209 213

Anzahl Mitarbeitende (Ø Jahr) 224 216


Migros Facts

Dienstleistungsunternehmen

Hotelplan AG

E-Business weiter auf dem Vormarsch

Das Internet wird als Informations- und Buchungskanal immer wichtiger,

weshalb das wichtigste Schweizer Online-Reiseportal mehrheitlich übernommen wurde.

123

Kundinnen und Kunden buchen anders und reisen anders. Dieser seit längerem beobachtete

Trend akzentuierte sich im Jahr 2005. Die zunehmende Bedeutung des Internets als Informa-

tions- und Buchungskanal spielt dabei eine wichtige Rolle. Die klassische Pauschalreise hinge-

gen verliert weiter Marktanteile. Zu den Herausforderungen gehörten erneut Terror und Natur-

katastrophen in den Reiseländern.

Der Konzerngewinn konnte auf 16,1 Millionen Franken gesteigert werden. Dies trotz einer

Umsatzabnahme von 3,6 Prozent auf 1728 Millionen Franken bei leicht erhöhter Bruttogewinn-

marge und reduzierten Aufwänden. Die Hotelplan-Gruppe beförderte 1,89 Millionen Reise -

gäs te – ein Minus von 5,4 Prozent.

Trotz Umsatzeinbussen in Holland und Italien stieg der Anteil der Auslandsgesellschaften

am Gesamterlös auf 58,6 Prozent. Dies vor allem dank guter Entwicklung der englischen Ing-

hams Travel. Terroranschläge am Roten Meer sowie die Naturkatastrophen in Südasien, auf der

Yucatán-Halbinsel und in den Südstaaten der USA beeinflussten vor allem die Entwicklung der

Gesellschaften in der Schweiz und in Italien negativ.

Mit der Mehrheitsübernahme an der Travelwindow AG mit dem wichtigsten Schweizer On-

line-Reiseportal travel.ch und dem dynamischen Ausbau von www.hotelplan.ch erlangte Hotel-

plan eine marktführende Position im rasch wachsenden Schweizer Online-Reisevertrieb.

Hotelplan Italien lanciert die neue Marke T-Club mit einem Angebot an exklusiven, kleinen

Hotels und Resorts an erstklassiger Lage. Die T-Club-Philosophie entspricht einem steigenden

Bedürfnis nach individuellen Ferien im gehobenen Segment. Die ersten sieben T-Clubs eröff-

neten auf den Malediven, in Belize, Antigua, Mauritius, Kenya, Marokko und Ägypten, weitere

folgen 2006 in Baja California, Mykonos, Sardinien und am Roten Meer.

Spontaner, kurzfristiger, individueller und flexibler – so zeigt sich der Wandel im Buchungs-

verhalten der Kunden in der Schweiz. Mit dem in Basel eröffneten Travel Mart ruft die Ho-

telplan Swiss Group eine neuartige Form des Reisebüros ins Leben. Das neue, grossflächige

Ladenkonzept ist markenneutral und besitzt die grösste Prospektauswahl der Schweiz, Reise-


Migros Facts

LIMMATDRUCK AG

Zwei Jubiläen gefeiert

Im Bereich Verpackungen wurde die führende

Stellung in der Schweiz und im Ausland ausgebaut.

Im Jahr des Doppeljubiläums feierten Limmatdruck

ihr 60-jähriges und die Tochtergesellschaft Zeiler ihr

75-jähriges Jubiläum. Höhepunkte waren ein grosser

Kunden- und ein emotionaler Mitarbeiteranlass.

Dem bekannten Künstler Bruno Weber, Spreitenbach,

wurde zudem ein Sponsorbetrag für die Fertigstellung

des Wassergartens überreicht. Die Gemeinde Köniz

erhielt den Hauptsponsorbetrag für das Kunstwerk

«The Guardian» der Künstlerin Margret Hugi-Lewis.

Der Bereich Verpackungen baute seine führende

Stellung in der Schweiz und im Ausland aus. Dazu

gehört eine Investition in eine neue 6-Farben-Bogendruckmaschine.

Die Teilnahme an der grössten internationalen

Verpackungsmesse Interpack im Rahmen

der Kooperation Copaco dient dem Ausbau des Exportgeschäftes.

Auch dieses Jahr wurde eine Verpackung

mit dem begehrten Swiss Star des Schweizerischen

Verpackungsinstituts SVI und zusätzlich mit

dem World Star der World Packaging Organization

ausgezeichnet. Es handelt sich um eine sechseckige

Verpackung mit einem Drehverschluss aus Karton.

Der Bereich Media Services wurde reorganisiert.

Eine Anzahl Stellen wurde von Spreitenbach

nach Zürich verlegt. Die Abonnentenverwaltung der

«Saisonküche» wurde an einen externen Dienstleister

ausgelagert. Die neuen Media Services bestehen aus

124

literatur und Internetzugang. In ungezwungener Atmosphäre kann sich der Kunde informieren

und beraten lassen.

Ebenso erstaunlich wie erfreulich ist der weitgehend erfolgte Wiederaufbau der touristischen

Infrastruktur in den thailändischen Ferienregionen, die von der Tsunami-Katastrophe betroffen

waren. Hotelplan ist von der Qualität dieser gastfreundlichen Ferienregion überzeugt und bietet

im Winter 2005/2006 mit der eigenen Ferien-Fluggesellschaft Belair den einzigen Nonstop-

Flug ab der Schweiz nach Phuket an.

KENNZAHLEN 2005 2004

Umsatz (in Mio. CHF) 1 728 1 792

Anzahl Mitarbeitende (Ø Jahr) 3 109 3 164

Ebit (in Mio. CHF) 26,7 24,9

den drei Geschäftsfeldern Electronic Production/

Print Services, Digitalprinting/Lettershop und Service

Center.

KENNZAHLEN 2005 2004

Umsatz (in Mio. CHF) 243 227

Anzahl Mitarbeitende (Ø Jahr) 572 569

Ebitda (in Mio. CHF) 20,6 21,3

Investitionen (in Mio. CHF) 6,2 9,7

MIGROL AG

Die Preise steigen stetig

Dienstleistungen spielen eine immer

grössere Rolle, wobei die Convenience Shops

im Vordergrund stehen.

Das Kerngeschäft der Migrol – der Verkauf und Vertrieb

von Brenn- und Treibstoffen – war auch 2005 geprägt

von einer markanten Verteuerung der Produkte.

Der Durchschnittspreis erhöhte sich im Vorjahresvergleich

um satte 40 Prozent, was die Konsumenten

von Heizöl am stärksten und direktesten spürten.

Für die Konsumenten von Treibstoffen wurden die

starken Preiserhöhungen der Produkte durch die Mineralölsteuer

abgedämpft, welche zusammen mit der

Mehrwertsteuer über 50 Prozent des Säulenpreises

ausmacht. Dennoch kostete ein Liter bleifreies Benzin

kurze Zeit nach den Wirbelstürmen in den USA

über 1.80 Franken, was einem historischen Rekord

entsprach.


Migros Facts

Die Verbraucher von Heizöl gewöhnten sich zusehends

an das hohe Preisniveau und passten ihre Bestellungen

wieder dem effektiven Verbrauch an. Dies

führte 2005 zu einer markanten Gesundung unseres

Heizölgeschäfts.

Wegen der anhaltend schwachen Aufstockung

der Explorations- und Raffineriekapazitäten in den

Förderländern ist für die nahe Zukunft mit keiner

Trendumkehr an der Preisfront zu rechnen.

Die Anzahl Tankstellen nahm 2005 um vier Stationen

auf 317 Standorte ab. Trotzdem gelang es, den

Absatz von Treibstoffen auf dem Vorjahresniveau

zu halten. Dynamisch entwickelten sich dagegen die

Dienstleistungen Shop, Car Wash und Auto-Reparaturwerkstätten,

welche insgesamt 220 Millionen

Franken Umsatz erzielten (+3,8 Prozent), wovon

über 175 Millionen Franken allein auf die Convenience

Shops entfielen. Für dieses Geschäft bedeutsam war

die Unterzeichnung des Joint-Venture-Vertrags mit

der Valora AG im Juni 2005 über die gemeinsame Nutzung

des Convenience-Formats Avec. Nach der 2005

weitgehend abgeschlossenen Planungsphase sorgt das

Avec-Format an den Migrol-Tankstellen und in kleinen

Bahnhofsläden (bis zu 120 Quadratmeter) für einen

einheitlichen Auftritt der Convenience-Shops mit

Migros-Produkten im Angebot.

Das Angebot des bereits 2004 an wenigen Tankstellen

eingeführten, umweltfreundlichen Greenlife

Plus (Diesel mit 5 Prozent Raps-Methyl-Ester-Beimischung)

konnte bis Ende 2005 stark ausgeweitet wer-

125

den. Mittlerweile wird dieses Produkt an allen Tankstellen

zwischen Genf und Winterthur sowie im Raum

Basel angeboten. Damit ist Migrol die erste schweizerische

Mineralölgesellschaft, die einen Treibstoff mit

biologischen Komponenten flächendeckend und für

alle Dieselfahrzeuge tauglich anbietet.

Seit Mitte 2005 können an allen bedienten Migrol-

Tankstellen beim Bezahlen an der Shopkasse mit allen

Zahlungsmitteln (Bargeld, Debit- und Kreditkarten

sowie Migrolcard) Cumulus-Bonuspunkte gesammelt

werden.

Der Grossteil der Investitionen floss 2005 wiederum

in das Tankstellennetz. Neben der Erneuerung

bestehender Tankstellen und der Errichtung neuer

Stationen gewinnt die Ausrüstung mit dem neuesten

Stand der Technik für Kassen und Waschanlagen

zunehmend an Bedeutung. Die Expansion im Tankstellennetz

wird von einem bis vor kurzem noch unbekannten

Phänomen gebremst: Die Baubewilligungen

für Tankstellen werden vermehrt rechtlich angefochten,

was trotz einem reichlichen Portfolio möglicher

neuer Standorte zu Bauverzögerungen und verspäteten

Neueröffnungen führt.

KENNZAHLEN 2005 2004

Absatz (in Tausend m3 ) 1 417 1 415

Umsatz (in Mio. CHF) 1 464 1 248

Anzahl Mitarbeitende (Ø Jahr) 302 318

Ebitda (in Mio. CHF) 39 40

Investitionen (in Mio. CHF) 18,0 15,3


Migros Facts

Preisbrecher auch im Wertschriftengeschäft

Die Migrosbank hat sich 2005 gut entwickelt und ihre Marktstellung weiter festigen können.

126

Der Bankenmarkt in der Schweiz war 2005 hauptsächlich durch zwei Aspekte geprägt. Zum

einen haben die positive Wirtschaftentwicklung und der Börsenaufschwung das in der Vergan-

genheit getrübte Vertrauen von Investoren und Anlegern wieder gestärkt. Das hat zu höheren

Umsätzen bei den Banken geführt. Zudem war die momentane Risikosituation im Kreditge-

schäft – nicht zuletzt wegen der nach wie vor sehr tiefen Zinsen – durchwegs günstig, und die

Banken mussten vergleichsweise wenige Rückstellungen bilden und Verluste tragen. Anderer-

seits hat sich der Konkurrenzkampf weiter verschärft. Im Markt für Finanzdienstleistungen

trifft in der Schweiz eine grosse Anzahl Wettbewerber mit relativ homogenen Angeboten auf

eine insgesamt nur noch mässig wachsende Nachfrage. Dies führt zwangsläufig zu einem Mar-

gendruck auf breiter Front. Im Kreditgeschäft kommt unter solchen Umständen noch dazu, dass

eine gewisse Gefahr besteht, zu hohe Risiken in Kauf zu nehmen, deren negative Auswirkungen

dann erst Jahre später zu Tage treten. Hier heisst es, den Grundsätzen einer soliden Kreditpoli-

tik treu zu bleiben und die strengen Anforderungen an die Bonität der Schuldnerschaft und die

Werthaltigkeit der Sicherheiten nicht einfach zu lockern.

Die Migrosbank hat sich 2005 gut entwickelt und ihre Marktstellung weiter festigen können.

Die Anzahl Kunden, die Ausleihungen und die Kundengelder haben zugenommen. Erfreuli-

cherweise übergeben immer mehr Kunden ihr Wertschriftendepot der Bank zur Verwaltung.

Die Anzahl der Vermögensverwaltungsdepots ist 2005 um 38 Prozent gestiegen. Das zeugt von

hohem Vertrauen der Kunden in die Kompetenz und Zuverlässigkeit der Bank.

Schon immer war die Migrosbank für günstige Konditionen bekannt. Bei den variablen Hy-

potheken und einem grossen Teil des Sparsortimentes hat sie gar die Rolle des unbestrittenen

Preisführers inne. Im vergangenen Jahr hat sie sich auch im Wertschriftengeschäft als Preis-

brecher engagiert. Erstmals wird in der Schweiz von einer Bank für Wertschriftenkäufe und

-verkäufe unabhängig von der Anzahl und dem Wert der Titel ein einheitlicher Tarif von nur 100

Franken für Aufträge über den Kundenberater und nur 40 Franken für Aufträge über das Inter-

net angewandt.

Migrosbank


Migros Facts

127

Die Bilanz zeigt im Vergleich zum Vorjahr ein Wachstum von 1,9 Prozent. Mit einer Bilanz-

summe von 28 Milliarden Franken gehört die Migrosbank zu den zehn grössten Banken der

Schweiz. Dank intensiven Verkaufsanstrengungen konnte der Geschäftsertrag um 5 Prozent

gesteigert werden. Alle drei Haupteinnahmekomponenten – Zinsen, Kommissionen und Han-

del – trugen zu diesem erfreulichen Ergebnis bei, wobei der Handelsertrag von den deutlichen

Kursgewinnen an den Börsen profitieren konnte. Die Kosten nahmen um 5,5 Prozent zu. Daraus

resultierte eine Zunahme des Bruttogewinns von 4,6 Prozent. Der ausgewiesene Reingewinn

belief sich auf 87 Millionen Franken. Eine wichtige Messgrösse für die Effizienz ist das Verhält-

nis von Geschäftsaufwand zu Geschäftsertrag (Cost/Incomeratio). Sie betrug im letzten Jahr

sehr gute 48,6 Prozent, womit die Migrosbank zu den Besten der Branche gehört.

Das Wachstum des Geschäftsvolumens und die hohe Profitabilität erlaubten es, zusätzliche Mit-

arbeiter anzustellen. Der Personalbestand erhöhte sich auf Vollzeit umgerechnet um 22 auf 1124.

Die Migrosbank hat auch im vergangenen Jahr erhebliche Mittel in ihre Zukunft investiert.

In Bülach, Frick, Genf und Uster wurden insgesamt fünf neue Filialen eröffnet. 2006 werden

die neuen Filialen in Solothurn und in Sursee ihre Tore öffnen. Das Firmenkundengeschäft wur-

de strategisch neu ausgerichtet. Die Kompetenzen wurden in fünf Regionen gebündelt, ein pro-

fessionelles Rating-System zur Beurteilung des Bonitäts- und Transaktionsrisikos eingeführt

und die risikogerechte Festlegung der Kreditkonditionen (Risk-Adjusted Pricing) konsequent

umgesetzt. Zur weiteren Effizienzsteigerung und Qualitätssicherung wurden massgebende

Fortschritte bei der Prozessoptimierung, der Standardisierung und der Systemunterstützung im

Kerngeschäft gemacht. Im Real Time Center (RTC) Bern, einem Gemeinschaftswerk mehrerer

Banken, wo auch die Migrosbank die Informatik entwickeln und betreiben lässt, wurde mit gros-

sem Engagement an der Modernisierung der Informatikplattform gearbeitet.

Die Migrosbank ist für die Zukunft gut gerüstet. Sie ist bereit, sich weiterhin mit Leiden-

schaft für ihre Kundinnen und Kunden einzusetzen. Die Geschäftsaussichten für das Jahr 2006

werden positiv beurteilt.

KENNZAHLEN 2005 2004

Bilanzsumme (in Mio. CHF) 28 000 27 410

Geschäftsertrag (in Mio. CHF) 528 503

Geschäftsaufwand (in Mio. CHF) 242 229

Bruttogewinn (in Mio. CHF) 286 274

Jahresgewinn (in Mio. CHF) 87 83

Eigenkapital (in Mio. CHF) 1 943 1 741

Eigenkapitalrendite (in %) 13,7 14,6

Anzahl Kunden 710 000 701 000

Anzahl Mitarbeitende (100 %) 1 124 1 102


Migros Facts

MIGROS-VERTEILZENTRALE SUHR AG

Ein Jahr der Rekorde

Die Effizienz wurde erheblich gesteigert, was sich

nachhaltig auf die Betriebskosten auswirkt.

Die Erweiterung der bestehenden Kommissionieranlage

und die damit verbundene Leistungserhöhung um

30 Prozent prägte das Jahr 2005 im Migros-Verteilzentrum

Suhr (MVS). Dies war eine der Massnahmen

des 2004 gestarteten Effizienzsteigerungsprogramms,

das im Dezember 2005 erfolgreich abgeschlossen

wurde. Das Resultat ist eine massive Produktivitätssteigerung

gegenüber den Vorjahren, die sich nachhaltig

mit einer jährlichen Entlastung der Betriebskosten

von 14 Millionen Franken auswirkt.

2005 war auch ein Jahr der Rekorde. So wurden

Spitzenwerte mit 9649 Paletten an einem Tag

erreicht, die mit 55 Bahnwagen und 260 Lastwagen

ausgeliefert wurden. Im Durchschnitt wurden pro

Tag 215 000 Handelseinheiten kommissioniert, 4725

Paletten mit 170 Lastwagen und 30 Bahnwagen an die

Verkaufstellen bzw. die regionalen Plattformen der

Migros ausgeliefert.

Rekordwerte wurden mit 3082 Paletten, die mit

98 Bahnwagen, und 2692 Paletten, die mit 107 LKWs

im MVS angeliefert wurden, auch bei den Warenanlieferungen

registriert. Die Aktionsbelieferungen erzielten

mit 619 000 Handelseinheiten und 7181 Paletten

ebenfalls einen Tagesspitzenwert.

Gesamthaft wurde die Umsatzmenge (Handelseinheiten)

gegenüber dem Vorjahr um 2,5 Prozent

gesteigert, die Qualitätsparameter und Servicelevels

verbessert und auf hohem Niveau stabilisiert.

Die neue Organisation mit neuem Management

und einer veränderten Personalpolitik ermöglichte

die Anpassungen der Mitarbeiterstrukturen an die aktuellen

Bedürfnisse und die Einführung sozialverträglicher

Schichtmodelle. Damit konnte das Verhältnis

der fest angestellten Mitarbeitenden zu temporären

Logistik und Informatik

128

Mitarbeitenden markant zu Gunsten der Festanstellungen

verändert werden.

MIGROS-VERTEILBETRIEB NEUENDORF AG

Grosse Umstellung abgeschlossen

Trotz aufwändigen Umstellungsphasen konnte

die Produktivität weiter gesteigert werden.

Mit dem Tiefkühlsortiment wurde 2005 das letzte

Sortiment auf das System Zentrale Warenwirtschaft

(ZWW) umgestellt. Diese Umstellung erfolgte dank

Sondereinsätzen ohne Lieferunterbruch. Damit konnte

die gesamte Umstellung auf ZWW erfolgreich abgeschlossen

werden.

Seit Mitte 2005 werden auch die Logistikdienstleistungen

für den Tiefkühlbereich nicht mehr

zu einem Prozenttarif auf dem Wert der ausgelieferten

Güter entschädigt, sondern aufgrund der erbrachten

Leistungen. Dieser prozess- und leistungsorientierte

Tarif soll dazu führen, dass entlang der

ganzen Wertschöpfungskette in Zusammenarbeit

mit dem Marketing MGB und der M-Industrie sämtliche

Abläufe optimiert und dadurch kostengünstiger

gestaltet werden.

Im November 2005 konnte termingerecht das

neue Logistikcenter für hängende Textilien in Volketswil

in Betrieb genommen werden. Die installierte

Hängendanlage hat eine Kapazität für 582 000 Bekleidungsteile

und verfügt über einen automatischen Sorter,

wo die einzelnen Kleidungsstücke filialgerecht

zugeteilt werden. Mit dieser Lösung können nun

sämtliche Textilien (hängend und liegend) ab einem

Standort für die ganze Schweiz ausgeliefert werden,

was die Logistikkosten beachtlich senkt.

Der Warenausstoss zu Belastungspreisen nahm

um 0,5 Prozent auf 3,136 Milliarden Franken zu.

Trotz den aufwändigen Umstellungsphasen konnte

eine Produktivitätssteigerung von 4,6 Prozent erzielt


Migros Facts

werden, was auch einen positiven Einfluss auf das erzielte

Ergebnis hatte.

LOGISTIK UND TRANSPORT

Transportvolumen wachsen weiter

Grosse Unterbrüche im Bahnverkehr zwangen

vorübergehend mehr Güter auf die Strasse.

Die Leitung des Direktionsbereichs Logistik Transport

des Migros-Genossenschafts-Bundes wurde am

1. Februar 2005 neu Bernhard Metzger übertragen.

Nationale Transporte

Die transportierten Volumen im Inland sind im Vergleich

zum Vorjahr wiederum gewachsen. Mit bis zu

400 Bahnwagen pro Tag blieb die Migros der wichtigste

private Kunde von SBB Cargo in der Schweiz.

Der Stromausfall und die Überschwemmungen, welche

das Bahnnetz in der Schweiz während mehrerer

Tage lahm gelegt hatten, stellten die Organisation

Logistik Transport vor ausserordentliche Herausforderungen.

Die Warenströme mussten kurzfristig vermehrt

auf die Strasse verlagert werden, damit für die

Kunden der Migros keine negativen Auswirkungen

spürbar waren und die Verfügbarkeit des Sortiments

in den Regalen der Verkaufsstellen jederzeit gewährleistet

werden konnte.

Die strategischen Parameter für die nationale

Transportlogistik der Migros wurden im Projekt

«Nationale Transportoptimierung» (Natro) festgelegt,

welches vom Ausschuss Detailhandel Anfang

Dezember 2005 verabschiedet wurde und ab 1. Januar

2006 umgesetzt wird. Ziel ist, die Transportabläufe

weiter zu optimieren und dadurch Kosten zu senken.

Zudem werden die Verantwortlichkeiten im Bereich

Transport innerhalb der Migros-Gemeinschaft verbindlich

geregelt.

Internationale Transporte

Mit der Einführung des Status «Zugelassener Empfänger»

in den Verteilzentren Neuendorf (Non-Food)

und Volketswil (Textil) konnte der Verzollungsprozess

optimiert werden, was die Transitzeiten für Importgüter

und auch die damit verbundenen Kosten

substanziell reduziert. Die Transportabläufe, insbesondere

für Güter aus Fernost, konnten weiter optimiert

werden. Für Importe von beispielsweise Bananen

konnte zudem zusammen mit den Migros-Genossenschaften

ein ökologisch wie ökonomisch intelligenter

Transportablauf entwickelt werden: Ganze

129

Zugkombinationen mit Bananen können wöchentlich

von Bremerhaven direkt in die Migros-Genossenschaften

abgerufen werden.

In Zusammenarbeit mit dem MGB-Marketing

und angelehnt an das Projekt «Natro» wurde im Beschaffungshandbuch

des MGB festgehalten, dass

inskünftig auch im grenzüberschreitenden Verkehr

vermehrt auf Basis «FCA» (Free Carrier) bzw. «FOB»

(Free on Board) beschafft werden soll, da die Migros

als grösster schweizerischer Detailhändler und Transporteur

auch über entsprechend gute Möglichkeiten

und bewährte Abkommen mit Transportpartnern und

Reedereien verfügt und dank ihres Volumens auch

ab verschiedenen Provenienzen in Übersee eigene

Sammeltransportdienste unterhält. Dadurch können

Transportkosten und -qualität vom Herkunfts- oder

Produktionsstandort bis ins Regal optimiert werden.

Migros-Tauschgeräte-Management (MTM)

Das am 1. Januar 2005 eingeführte neue Lademittel-

Management, das die Bewirtschaftung von über 7

Millionen Mehrweggebinden innerhalb der Migros-

Gemeinschaft zentral regelt, hat sich qualitativ erwartungsgemäss

positiv und kostenmässig sogar unter

den vereinbarten Vorgaben entwickelt. Die Anzahl

der beteiligten Partner konnte im Laufe des Jahres

um 15 Prozent auf insgesamt 700 erhöht werden. Die

Implementierung des dafür eingesetzten Tauschgeräte-Informationssystems

(TGIS), welches nach den

Spezifikationen der Migros in Zusammenarbeit mit

yellowworld, einer Tochterfirma der Schweizer Post,

entwickelt wurde, verlief erfolgreich.

IT-SERVICES

Und läuft und läuft und läuft

Die IT-Systeme der Migros laufen mit höchster Verfügbarkeit

– selbst wenn einmal der Strom ausfällt.

Es war am 22. Dezember 2005, zwei Tage vor Weihnachten.

Um 5 Uhr früh fiel in weiten Teilen der Stadt

Zürich der Strom aus. Der Blackout dauerte bis 6.30

Uhr. Das Migros-Rechenzentrum steht im betroffenen

Gebiet. Alle Computer liefen auf Hochtouren,

denn während dieser Zeit werden die Warennachschubpositionen

für die Belieferung aller Migros-Filialen

in der Schweiz mit Trockensortimenten, Non-

Food- und Near-Food-Artikeln errechnet und aufbereitet.

Ebenso werden ab dieser Zeit in den Migros-

Industrie-Unternehmen wichtige Produktionsdaten

benötigt. Die Systeme laufen auf Volllast wie sonst nie


Migros Facts

am Tage. Die Radiostationen, soweit sie noch Strom

hatten, meldeten: 22 000 Haushalte und Betriebe ohne

Strom, Trams und Trolleybusse blieben stehen.

Im Migros-Rechenzentrum lief alles einfach weiter.

Wie ist das möglich? Die mindestens viermal jährlich

auf ihre Funktionsfähigkeit getesteten USV (Batteriestapel

zur Gewährleistung der unterbruchsfreien

Stromversorgung) übernehmen sofort die Aufgaben

des Stromnetzes, sie überbrücken den Stromausfall in

Sekundenbruchteilen. Gleichzeitig springt der immer

auf Betriebstemperatur gehaltene Dieselmotor an. Er

löst die Sofortüberbrückung der USV-Anlage ab und

übernimmt die Stromversorgung der produktiven

Rechner wie auch der wichtigsten Arbeitsplatzstationen,

bis der Strom wieder aus der Steckdose verfügbar

wird. Die minutengetaktete Datenversorgung

der Verteilbetriebe, Betriebszentralen, Industrieunternehmen,

Filialen und Büroarbeitsplätze konnte gewährleistet

werden. Die Filialen verfügten über volle

Verkaufsgestelle an diesen Vorweihnachtstagen.

Dieses Beispiel zeigt, wie wichtig das Erreichen

der höchsten IT-System-Verfügbarkeit ist. 2005 betrug

die detailliert gemessene IT-System-Verfügbarkeit

der Kernapplikationen 99,97 Prozent, was eine

kumulierte ungeplante Ausfallzeit von zweieinhalb

Stunden über ein ganzes Jahr im 7-Tage-zu-24-Stunden-pro-Woche-Betrieb

ergibt. Dies war möglich

dank den Notstromsystemen und den redundant ausgelegten

IT-Rechnern.

Am 13. Juni 2005 wurde ein grosser Abschluss

gefeiert: An diesem Tag wurden die Tiefkühlprodukte-Artikel

als letztes Sortiment einer langen Kette

auf den SAP-Retail-ZWW-Systemen (Zentrale Warenwirtschaft)

aufgeschaltet und flächendeckend für

die ganze Schweiz in Betrieb gesetzt. Damit konnte

ein riesiges IT-Vereinheitlichungsprojekt zwei Jahre

vor dem geplanten Umstellungstermin abgeschlossen

werden. 2005 wurden noch verschiedene Feinjustierungen

am System vorgenommen. Diese konzentrierten

sich vor allem auf die Kundenserviceprozesse

im Fachmarktbereich und auf die Datenauswertung.

Nach einer Zwischenkonsolidierung mit der Entwicklung

zusätzlicher Funktionen wurde die Verbreitung

des einheitlichen Kassensystems in allen zehn Migros-

Genossenschaften im Competence Center bei der

Migros Luzern wieder aufgenommen und mit hoher

Kadenz vorangetrieben. Aktuell sind 66 Prozent aller

Kassen umgerüstet und in sechs von zehn Migros-

Genossenschaften ist das Projekt eines einheitlichen

Kassensystems vollständig umgesetzt. Die Verbreitung

des SAP-Retail-Systems für Frischesortimente

130

liegt in der Verantwortung der Migros Aare. Neben

den bisherigen Migros-Genossenschaften Aare, Luzern

und Zürich ist seit Oktober 2005 auch die Genossenschaft

Ostschweiz Nutzerin des Systems. Die

Vorbereitungen in den Romandie-Genossenschaften

sind gut auf Kurs.

Nichts geht mehr ohne leistungsfähige Telekommunikationseinrichtungen,

welche den ständig wachsenden

und sich in halbjährlichen Zyklen verdoppelnden

Datenverkehr gewährleisten müssen. Hier

wurden neue Wege beschritten, die sich bezüglich

verfügbarer Bandbreiten, aber auch Kosten enorm positiv

ausgewirkt haben. Seit Herbst 2005 wird der Migros-weite

Datenverkehr über zwei statt wie bisher

nur einen leistungsfähigen Anbieter mit modernster

Technologie abgewickelt. Viele Schweizer Unternehmen

sind dem Beispiel mittlerweile gefolgt.

Fünf Jahre konzentrierten sich alle IT-Aktivitäten

auf die Erneuerung und Vereinheitlichung der

Migros-IT-Landschaft in den Kerngeschäftsapplikationen

für den Handel und die Industrie. 2005 konnten

für weitere Bereiche neue, einheitliche Systeme in

Betrieb gesetzt werden. Dazu gehört das SAP-Campus-System

für Klubschulen, welches unter Regie der

Migros Ostschweiz läuft und auch dort in den zehn

Klubschulcentern mit rund 120 Arbeitstationen für

alle Funktionen einer Schuladministration erfolgreich

in Betrieb gesetzt wurde. Die Verbreitung des Systems

in Klubschulen anderer Migros-Genossenschaften ist

im Gang. Neben allen Migros-Industrie-Unternehmen

und dem MGB nutzen seit 2005 bzw. Anfang 2006

auch Betriebe wie MVS, MVN, MBB, Scana und die

Migrosbank zentral entwickelte und betriebene Supportsysteme

wie Personal-, Rechnungswesen oder

Logistik-Applikationen. Hotelplan betreibt seit 2005

das Reisegeschäft mit einer topmodernen SAP-Eigenentwicklung.

Im Immobilienbereich wurden für

wichtige Teilgebiete einheitliche Systeme gestartet,

für weitere Bereiche wie Transportdisposition und

zentrale Adressdatenbank liegen wegweisende Projektfreigaben

vor.

Neue IT-Technologien im Handel werden und

wurden in Zusammenarbeit mit dem M-Labor der Uni

St. Gallen (Prof. E. Fleisch) und wichtigen IT-Unternehmen

weiterverfolgt und auf mögliche Pilotprojekte

ausgerichtet. Da neue Technologien erfahrungsgemäss

eine lange Anlaufzeit benötigen, bis sie in die

breite Anwendung gehen können, wurden diese konsequent

in der internen «Entwicklungsfiliale» weiter

optimiert, ergänzt und ausgetestet.


Migros Facts

Mehr als ein Kostenfaktor

Immobilien – gleichzeitig bedeutendster Vermögensanteil

und kostenintensiver Produktionsfaktor

der Migros – werden zunehmend

als Ressourcenpotenzial wahrgenommen.

Mit zahlreichen, national gebündelten und abgestimmten

Ergebnisverbesserungs- bzw. Kostenoptimierungsprojekten

setzt sich die Migros-Gemeinschaft

aktiv mit dem Erfolgspotenzial von Immobilien

auseinander. Über innovative Lösungen und unternehmensweite

Standards geförderte Professionalisierung

des Immobilien-Managements zeigt sich vor allem im

Führen des Immobilien-Portfolios nach betriebswirtschaftlichen

Grundsätzen, in der Bereitstellung von

funktionalem Raum für das Kerngeschäft zu Marktpreisen

sowie in einer einheitlichen Bewirtschaftung

der Immobilien mit den Zielen Kostentransparenz

und Kostensenkung.

Mit dem in Umsetzung begriffenen Immobilienflächen-Management

für alle Unternehmen der

Migros-Gemeinschaft wird die Dokumentation beispielsweise

der Verkaufsflächen und übrigen Liegenschaftsflächen

der Migros wesentlich vereinfacht. Damit

wird ein präziser und kohärenter Nachweis über

das verfügbare Flächenpotenzial und dessen Nutzen

Immobilien

131

ermöglicht. Die Ressource Fläche als bedeutsame

Führungsgrösse für Marketing, Verkauf, Finanz- und

Rechnungswesen sowie Bau und Immobilienbewirtschaftung

wird neu mit einem einheitlichen Sys tem

und nach einheitlichen, normierten Regeln (SIA d165)

bewirtschaftet.

Die Voraussetzungen für die Implementierung

weiterer integrierter operativer Systeme für die kaufmännische,

technische und infrastrukturelle Liegenschaftenbewirtschaftung

in der M-Gemeinschaft sind

geschaffen. Ebenso wurde mit einem Pilotprojekt

«Gebündelte Beschaffung von Gütern und Dienstleistungen

im Bereiche Aufzugsanlagen» die Basis für ein

einheitliches Beschaffungsmanagement (Economy

of Scale) im Bauwesen und in der Immobilienbewirtschaftung

gelegt.

Als Competence Center Immobilien im MGB

nimmt der Direktionsbereich Immobilien neu auch die

Immobilien-Services für die Migrosbank wahr. Das

Zusammenarbeitsmodell auf Basis eines Service Level

Agreement beinhaltet alle Immobilien-Managementfunktionen

bzw. -aufgaben. So können sich die

Partner auf das Kerngeschäft konzentrieren und haben

einen Ansprechpartner für alle immobilienrelevanten

Aufgabenstellungen.


Migros Facts

MIGROS-PRESSE

Auflage weiter gesteigert

Die Migros-Presse hat gesamtschweizerisch

erstmals mehr als 3 Millionen Leser.

Im letzten Jahr vermochte die Migros-Presse die

Auflage massiv um insgesamt 12,3 Prozent zu steigern.

Neu liefern «Migros-Magazin», «Migros Magazine»

und «Azione» wöchentlich über 2,3 Millionen

Exemplare in die Schweizer Haushaltungen. Erstmals

konnte auch die Leserschaft auf über 3 Millionen

vergrössert werden. Das starke Wachstum hat

einerseits mit der Integration der Cumulus-Kommunikation

in die Eigenpresse und der Erschliessung

dieser Cumulus-Kunden als neue Abonnenten, andererseits

aber auch mit der gesteigerten Attraktivität

der Produkte zu tun.

KENNZAHLEN ZEITUNGEN AUFLAGE LESER

Migros-Magazin (Brückenbauer) 1 718 204 2 318 000

Migros Magazine (Construire) 544 262 579 000

Azione 97 642 107 000

TOTAL 2 360 108 3 004 000

Quellen: Wemf-Auflagenstatistik und Mach Basic 2005.

SAISONKÜCHE

Kochmagazine aufgefrischt

Die optisch und inhaltlich überarbeiteten

Rezeptzeitschriften der Migros erreichen 677 000

Leserinnen und Leser.

Die «Saisonküche», das sehr erfolgreiche, in drei

Sprachen erscheinende Kochmagazin der Migros,

wurde im Herbst 2005 in neuer Gestaltung und mit

einem optimierten Inhaltskonzept neu lanciert. Die

Auflage konnte im vergangenen Jahr auf fast 200 000

Exemplare gesteigert werden. Trotz einer leichten

Migros-Medien

132

Reduktion der Leserschaft bleibt die «Saisonküche»

die fünftgrösste Zeitschrift der Schweiz.

KENNZAHLEN AUFLAGE LESER

Saisonküche 146 008 503 000

Cuisine de Saison 39 319 139 000

Cucina di Stagione 12 880 35 000

TOTAL 198 207 677 000

Quellen: Wemf-Auflagenstatistik und Mach Basic 2005.

WWW.MIGROS.CH

Attraktivität gesteigert

Mit 370000 Besuchern in einem

einzigen Monat hat das Migros-Portal eine neue

Rekordmarke gesetzt.

Wie schon in den vergangenen Jahren nahm die Nutzung

des Migros-Portals weiter stark zu. Die Zahl

der Besuche auf www.migros.ch konnte von 3 Millionen

im Jahr 2004 auf rund 3,7 Millionen Besuche

gesteigert werden. Im Dezember wurde mit fast

370 000 Besuchen der höchste je in einem einzelnen

Monat erzielte Wert erreicht.

Die Attraktivität der Migros-Website konnte

weiter gesteigert werden. Unter anderem wurde der

Fokus stärker auf den meistbegehrten Inhalt des Migros-Portals

gelegt, die Produkte und Aktionen.

Am besten genutzt neben den Aktionen bleiben

Angebote aus dem Bereich Electronics/Multimedia

sowie die Stellenangebote.


Migros Facts

Sport, Kultur und Show

Gut für beide Seiten:

Das Sponsoring macht Veranstaltungen möglich –

und wirbt für die Migros.

Die Migros engagiert sich als Sponsor einer Vielzahl

von Veranstaltungen und Institutionen in allen Regionen

der Schweiz. Damit leistet sie ihren Beitrag zu

einer vielfältigen Veranstaltungslandschaft im Breiten-

und Nachwuchssport sowie in der populären Kultur.

Kundinnen und Kunden sowie Mitarbeiterinnen

und Mitarbeiter der Migros profitieren vom Sponsoring

auf vielfältige Weise, so etwa von vergünstigten

Ticketpreisen oder von attraktiven Dienstleistungen

und einem abwechslungsreichen Rahmenprogramm

an den Veranstaltungen selbst.

Die Migros konzentriert ihre Sponsoringaktivitäten

auf Veranstaltungen in den Bereichen Laufsport,

Inline-Skating, Ski, Kino, Rock/Pop-Open-Air-Festivals

sowie «Show und Spektakel».

2005 war die Migros bei folgenden Veranstaltungen

als Sponsor engagiert:

Laufsport

Hauptsponsor von zwölf der grössten Laufveranstaltungen

mit insgesamt rund 150 000 Teilnehmern in der

ganzen Schweiz.

Nachwuchssponsor des Schweizerischen Leichtathletik-Verbandes

als Laufsport-Dachorganisation

mit rund 300 000 Aktiven in der Schweiz.

Titelsponsor des «Migros Sprint» mit rund

40 000 Teilnehmern im Alter von 10 bis 16 Jahren in

der ganzen Schweiz.

Skisport

Titelsponsor des «Grand Prix Migros» mit rund 6500

Teilnehmern im Alter von 8 bis 15 Jahren und einem

Vielfachen an Begleitpersonen bei 14 Veranstaltungen

in der ganzen Schweiz.

Sponsoring

133

Hauptsponsor des jährlich stattfindenden Jugendskilagers

in der Lenk, in dessen Rahmen 600 Kinder aus

der ganzen Schweiz kostenlos eine Skilager-Woche in

der Lenk verbringen können.

Inline-Skating

Hauptsponsor des «Swiss Inline Cup» mit rund 25 000

Teilnehmern an acht Veranstaltungen in der ganzen

Schweiz.

Hauptsponsor des «Monday Night Skate» mit

über 100 000 Teilnehmern in mehreren Schweizer

Städten.

Open-Air-Festivals

Hauptsponsor von sechs der renommiertesten und

grössten Open-Air-Festivals mit insgesamt über

500 000 Besuchern in der ganzen Schweiz: St. Gallen,

Locarno, Gurten, Paléo, Zofingen und Gampel.

Kino

Sponsor von vier der grössten Open-Air-Kinos mit

insgesamt rund 180 000 Besuchern in der ganzen

Schweiz in Basel, Bern, Genf und Zürich.

Hauptsponsor der «Zauberlaterne», des Filmclubs

für Kinder von 7 bis 12 Jahren, mit 66 lokalen

Clubs und rund 26 000 Mitgliedern in der ganzen

Schweiz.

Show und Spektakel

Hauptsponsor aussergewöhnlicher Showproduktionen

wie «Heidi – Das Musical», «Salto Natale», «Akua» von

Karl’s kühner Gassenschau, «No Limits» von Marco

Rima und «Unbedingt» von Bagatello mit über 500 000

Zuschauern in verschiedenen Schweizer Städten.


Migros Facts

Auch am Sonntag wird gerne eingekauft

Im Kampf um bessere Rahmenbedingungen erzielte

der Schweizer Detailhandel 2005 erste Erfolge. Die

Migros engagiert sich weiterhin auf allen Ebenen,

damit die Preisdifferenzen gegenüber dem Ausland

kleiner werden.

Beliebte Sonntagsverkäufe

Politisch betrachtet war 2005 kein schlechtes Jahr für

den Schweizer Detailhandel. Das Schweizer Stimmvolk

nahm die Revision des Arbeitsgesetzes an, für

die sich die Migros an vorderster Front eingesetzt hatte.

1996 noch hatte in vergleichbarer Konstellation ein

Referendumskampf, bei dem sich ebenfalls alles um

den «heiligen» Sonntag drehte, noch mit einem überwältigenden

Sieg der Linken und der Kirchen geendet.

Am 27. November 2005 bekannten sich die grossen

Städte und Agglomerationen klar dazu, dass die

heutigen Sonntagsverkäufe in Bahnhöfen und Flughäfen

einem Bedürfnis entsprechen und der Status

quo beibehalten werden sollte. Nur dank diesen deutlichen

Ja-Mehrheiten, vorab aus Zürich, konnten jene

Regionen knapp überstimmt werden, die nicht von

der Sonntagsöffnung profitieren und die Vorlage ablehnten,

weil sie eben nichts zu verlieren hatten.

Sturmwarnung auf der «Hochpreisinsel»

Erste politische Konsequenzen haben die eidgenössischen

Räte erfreulicherweise im Kampf gegen preistreibende

Regulierungen und Vollzugsprobleme auf

dem Konsumgütermarkt gezogen. So räumten sie bei

der Behandlung des Binnenmarktgesetzes eine besonders

stossende Marktzutrittsschranke ab: In Zukunft

darf ein Produkt, dessen Zulassung vom jeweiligen

Kantonschemiker bewilligt worden ist, nicht mehr

von der gleichen Instanz eines andern Kantones abgelehnt

werden, was bisher leider häufig vorgekommen

ist. Auch beim Zollgesetz hat das Parlament gegen

Wirtschaftspolitik

134

bäuerlichen Widerstand die Signale auf mehr Wettbewerb

gestellt.

Beim wirtschaftspolitischen Megathema «Hochpreisinsel

Schweiz» sieht nun der Bundesrat ebenfalls

Handlungsbedarf, nachdem dieses Thema von

der Politik, der Wissenschaft und den Wirtschaftsverbänden

erstaunlich lange vernachlässig worden ist.

So ist die Regierung grundsätzlich bereit, das Cassis-de-Dijon-Prinzip

zu übernehmen, um unsinnige

Handelshemmnisse abzubauen. Allerdings konnte sie

sich nicht zu einer kohärenten Politik durchringen, im

Gegenteil. Sie will die nationale Patenterschöpfung

explizit im Patentrecht festschreiben und somit die

monopolistischen Alleinimporteure auch in Zukunft

schützen. Solange die Politik der Hochpreisinsel nur

halbherzig den Kampf ansagt, wird der Detailhandel

dem Projekt eines Mehrwertsteuer-Einheitssatzes

wenig Positives abgewinnen können. Der reduzierte

Satz auf Lebensmitteln ist einer der wenigen echten

Standortvorteile der Branche, die sich mit einem nach

wie vor zunehmenden Einkaufstourismus konfrontiert

sieht. Wenn künftig die Lebensmittel unter den

Einheitssatz von voraussichtlich 6 oder mehr Prozent

fallen, dürften sie in absehbarer Zeit sogar noch höher

besteuert werden als in Deutschland, weil wegen der

IV- und AHV-Finanzierungsprobleme weitere Drehungen

an der Mehrwertsteuer-Spirale politisch programmiert

sind. Die neue deutsche Bundesregierung

wagte es bei der jüngsten Mehrwertsteuererhöhung

bezeichnenderweise nicht, den Sondersatz von 7 Prozent

für Lebensmittel anzutasten.

Die Migros unterstützt die politischen Bestrebungen

integral, die preistreibenden Faktoren im

Konsumgütermarkt zum Wohl der Konsumentinnen

und Konsumenten abzubauen. Heute bestehen nebst

dem «Grenzschutz» verschiedene staatliche und private

Regulierungen, die den Wettbewerb ausschalten

und in der Schweiz zu einem massiv höheren Preisni-


Migros Facts

veau führen. Ferrero-Milchschnitten werden in deutschen

Läden unter dem Einstandspreis der Migros

angeboten. Die Migros hat diesen Fall nicht nur der

Wettbewerbskommission gemeldet, sie importierte

2005 auch erstmals Milchschnitten und Philadelphia-

Käse direkt aus dem Ausland.

Wetterleuchten in der Agrarpolitik

Als Hauptabnehmerin der Schweizer Landwirtschaft

ist die Aus- und Neugestaltung der eidgenössischen

Landwirtschaftspolitik für die Migros ein wirtschaftspolitisches

Kernthema. Mit der Agrarpolitik

2011 steht die vierte Reformetappe an. Diese ist aus

der Sicht der Abnehmer (Verarbeitung, Lebensmittelindustrie,

Detailhandel) nach wie vor zu stark auf

die Produktion fokussiert. Dem langfristigen Erhalt

einer leistungs- und wettbewerbsfähigen Schweizer

Nahrungsmittelindustrie wird zu wenig Rechnung getragen.

Auch die Interessen des Detailhandels werden

nicht angemessen berücksichtigt. Als Verarbei-

135

terin ist die Migros auf konkurrenzfähige Rohstoffpreise

gegenüber der EU-Konkurrenz angewiesen.

Besonders gravierend sind die rekordhohen staatlich

fixierten Futtergetreidepreise, welche die inländische

Fleischproduktion unverhältnismässig verteuern und

letztlich gefährden. Deshalb ist eine rasche Annäherung

der Rohstoffpreise an das EU-Niveau unabdingbar.

Indem die Migros Futtergetreide als Testlauf

erstmals direkt aus Deutschland importierte, trat sie

auch in diesem Fall den Tatbeweis an.

Schliesslich wehrt sich die Migros insbesondere

auch gegen die nach wie vor sehr hohen Regulierungskosten

und gegen unnötige Marktverzerrungen.

Sie drohen die Vorteile der Liberalisierung und die

Chancen, bestehende Marktpotenziale wahrnehmen

zu können, zunichte zu machen. Nur eine konsistente

Agrarpolitik und funktionierende Märkte garantieren

die Wettbewerbsfähigkeit der land- und ernährungswirtschaftlichen

Unternehmen – zum Wohl nicht zuletzt

auch der Beschäftigten.


Migros Facts

Vorbemerkung

Die seit vielen Jahrzehnten bestehende Personalstatistik

der Migros-Gruppe wurde im Jahr 2005 mit einem

neuen Informatiksystem ausgestattet, welches künftig

umfangreichere, detailliertere und schnellere Auswertungen

ermöglicht. Aufgrund der teilweisen Anpassung

von Erhebungs- und Berechnungsmethoden sind

die in diesem Jahresbericht aufgeführten Angaben zur

Anzahl der Beschäftigten nicht mit den früher publizierten

Zahlen vergleichbar. Insbesondere ersetzen

Durchschnittszahlen die bisherigen Stichtagszahlen,

wodurch saisonale Schwankungen in den Statistiken

besser berücksichtigt werden. Die Vorjahreszahlen

wurden wo nötig den neuen Definitionen angepasst.

80 000

40 000

20 000

10 000

Personelles und Human Resources

Personalbestand

ANZAHL BESCHÄFTIGTE

(Anzahl Personen und Vollzeitstellen)*

0 2001 2002 2003 2004

* inkl. Globus und Ausland Köpfe Vollzeitstellen

2001 2002 2003 2004 2005

Köpfe 84 602 85 733 84 184 82 272 81 049

Vollzeitstellen 63 479 63 746 61 916 61 158 59 934

Nach einem Höchststand im Jahr 2003 sanken die Personalzahlen

2005 zum dritten Mal in Folge (– 1,5 Prozent

Personen/–2,0 Prozent Vollzeitstellen). Diese

Entwicklung ist mit Ausnahme von einzelnen Industrie-

und Logistikbetrieben in allen Unternehmen der

Migros-Gruppe auszumachen.

136

Nicht zuletzt dank den in den letzten Jahren realisierten

Struktur- und Prozessoptimierungen (zentrale

Warenwirtschaft) konnten die Migros-Genossenschaften

ohne Beeinträchtigung der Dienstleistungsqualität

Personaleinsparungen erzielen. Die Globus-

Gruppe schloss die Umstrukturierung (Schliessung

Oviesse/Globest, Trennung von Auslandsgeschäften)

im Berichtsjahr ab.

Der Anteil Kader am Gesamtbestand betrug 5,5

Prozent.

60

55

50

ANTEIL FRAUEN

(Personen und Vollzeitstellen in %)*

58,5 58,8 58,8 59,2

51,9 51,7 51,8 52,3

2001 2002 2003 2004 2005

* Migros-Gruppe Inland, exkl. Globus Köpfe Vollzeitstellen

Der Anteil Frauen in der Migros betrug 2005 insgesamt

59,2 Prozent (auf Vollzeitstellen umgerechnet

52,3 Prozent). Während der durchschnittliche Frauenanteil

in den Industriebetrieben bei 33,5 Prozent

liegt, verfügen die zehn Migros-Genossenschaften

über einen Frauenanteil von rund 65 Prozent. Bei

Globus (in der Grafik nicht enthalten) beträgt der

Frauenanteil sogar über 70 Prozent.

63 563 Mitarbeitende der Migros-Gruppe sind

dem Migros-Landes-Gesamtarbeitsvertrag (L-GAV)

oder den Kaderanstellungsbedingungen (KAB) unterstellt.

Somit profitieren 82,5 Prozent (2004: 83

Prozent) der Migros Belegschaft im Inland von einem

sehr fortschrittlichen und im Detailhandel einzigartigen

Gesamtarbeitsvertrag. Auf Vollzeitstellen umgerechnet

sind 95,4 Prozent dem L-GAV unterstellt.


Migros Facts

100

85

70

ANTEIL L-GAV-/KAB-UNTERSTELLT

(Personen und Vollzeitstellen in %)*

2001 2002 2003 2004 2005

* Migros-Gruppe Inland, exkl. Globus Köpfe Vollzeitstellen

Nach mehreren Jahren mit sinkender Fluktuation ist die

Fluktuationsrate 2005 leicht auf 11,6 Prozent gestiegen

(2004: 10,6 Prozent). Die Struktur der Migros-Belegschaft

zeigt einen hohen Anteil an Mitarbeitenden

mit langjähriger Unternehmenszugehörigkeit. Knapp

ein Drittel der Mitarbeitenden arbeitet seit über zehn

Jahren bei der Migros, jeder fünfte Mitarbeitende ist

über 15 Jahre im Unternehmen beschäftigt.

18

14

94,3 96,5 95,9 96,0 95,4

76,3 81,8 81,4 83,0 82,5

FLUKTUATIONSRATE (in %)*

16,31 12,55 11,49 10,69 11,63

10

2001 2002 2003 2004 2005

* exkl. Globus

Gesundheit

Das Thema Gesundheit bildete 2005 einen wichtigen

Schwerpunkt. Durch die betriebliche Gesundheitsförderung

soll die Arbeits- und Gesundheitssituation

der Mitarbeitenden mit gezielten Massnahmen nachhaltig

verbessert werden. Diesem Leitgedanken folgend

fanden in allen Migros-Unternehmen zahlreiche

Aktivitäten zur Förderung der Gesundheit statt. Das

Schwergewicht lag im Bereich Bewegung, Ernährung

und Wohlbefinden. In den Organisationseinheiten

wurden die Ist-Situation erhoben, mit dem Kader

der Handlungsbedarf erörtert, Ziele definiert sowie

Massnahmen zur Verbesserung der Arbeits- und Gesundheitssituation

der Mitarbeitenden geplant und

umgesetzt. Oft wurde auch das Personal unmittelbar

in diesen Prozess einbezogen, indem in freiwilligen

Arbeitszirkeln Lösungsvorschläge zur Optimierung

137

von Belastungsfaktoren formuliert wurden. Ergänzend

wurden gruppenweit weitere Grundlagen und

Konzepte zur betrieblichen Gesundheitsförderung

zur Verfügung gestellt.

Die Betriebsgruppenlösung zur Verhütung von

Unfällen und arbeitsplatzbedingten Krankheiten für

verkaufs- und verkaufsnahe Betriebe wurde systematisch

und nachhaltig umgesetzt. Die kollektiven Lösungen

(Gefahrenermittlungen, Risikoanalysen, Ausbildungsunterlagen

usw.) wurden gemeinsam genutzt

und praxisgerecht in den Filialen eingesetzt. Der Erfolg

war schon nach kurzer Zeit messbar: Die Ausgaben

für Renten, Taggelder und Heilungskosten sind

erstmals rückläufig.

Um der ganzen Migros-Gruppe bei der Verhütung

von Unfällen und arbeitsplatzbedingten Krankheiten

sowie bei der Umsetzung der gesetzlichen Anforderungen

klare Grundlagen, Rahmenbedingungen

und praxisgerechte Werkzeuge zu bieten, wurde eine

neue, alle Branchen umfassende Betriebsgruppenlösung

Migros erarbeitet. Die Eidgenössische Koordinationskommission

für Arbeitssicherheit (EKAS) hat

diese Lösung eingehend geprüft und genehmigt. Aufgrund

der Erfahrungen bei der Umsetzung in den verschiedenen

Unternehmen werden die Unterlagen und

Werkzeuge laufend angepasst und ergänzt. Für die Erfassung

und Auswertung der Unfälle wird ein einheitliches

Management-Informationssystem eingerichtet.

Chancengleichheit

Chancengleichheit ist ein zentraler Grundsatz, der

in der Migros im L-GAV verankert ist. Die Migros

fördert die Verwirklichung der Chancengleichheit für

Frauen und Männer am Arbeitsplatz.

20

17,5

ANTEIL FRAUEN IM KADER (in %)*

18,49 18,51 19,0 19,57 19,59

15

2001 2002 2003 2004 2005

* exkl. Globus

Der Anteil Frauen im Kader innerhalb der Migros-

Gruppe hatte von 1998 (Einführung einer neuen Kadereinteilung)

bis 2004 kontinuierlich zugenommen

und betrug 2005 unverändert 19,6 Prozent. Die Um-


Migros Facts

setzung der Lohngleichheit für gleichwertige Arbeit

wird durch das funktions- und leistungsorientierte

Führungs- und Entlöhnungssystems M-FEE unterstützt.

Mit diesem System, das in der Migros-Gruppe

flächendeckend eingeführt wird, arbeiteten 2005 bereits

90 Prozent der Mitarbeitenden.

28

27

ANTEIL AUSLÄNDER (in %)*

26

2000

* Migros-Gruppe Inland

2001 2002 2003 2004

Die Migros-Unternehmen beschäftigten 2005 Personen

aus über 150 verschiedenen Nationen. Der Ausländeranteil

stieg leicht auf 28,2 Prozent (32,1 Prozent

der Männer, 25,6 Prozent der Frauen). Während

der Ausländeranteil in den Migros-Genossenschaften

und bei Globus leicht unter dem Durchschnitt liegt,

beträgt er bei den Industrie- und Logistikbetrieben

über 40 Prozent. Bei den Dienstleistungsunternehmen

der Migros-Gruppe liegt der Ausländeranteil bei

rund 15 Prozent.

60 Prozent der in der Migros-Gruppe beschäftigten

Ausländer stammen aus Ländern der EU,

grösstenteils aus den Nachbarländern sowie aus Portugal

und Spanien. Die Italiener bilden mit Abstand

die grösste Gruppe, gefolgt von den Franzosen. Bei

den Ausländern, welche von ausserhalb der EU stammen,

sind neben der Türkei die Balkanstaaten (Mazedonien,

Kroatien, Bosnien, Albanien) die wichtigsten

Herkunftsländer.

Die Migros-Unternehmen tragen der grossen

Vielfalt in der Belegschaft Rechnung und setzen sich

dafür ein, dass Benachteiligungen und Diskriminierungen

der Beschäftigten aufgrund von Persönlichkeitsmerkmalen

verhindert werden.

30

15

5

27,3 27,1 26,2 26,4 28,2

ALTERSSTRUKTUR

(Anteil Mitarbeitende nach Altersgruppen in %)*

4,5 9,11 27,67 23,81 22,55 12,01

0,35

5,2 10,34 21,11 27,31 22,34 12,35 1,35

< 20 20–24 25–34 35–44 45–54 55–62 > 62

* Migros-Gruppe Inland 1995 2005

138

Entsprechend der in der Gesellschaft zu beobachtenden

Entwicklung, bewegt sich auch die Alterskurve

der Migros-Mitarbeitenden nach oben. Im Zehnjahresvergleich

ist die Verschiebung des Durchschnittsalters

deutlich erkennbar. Um die Lücke zwischen

Entwicklung und Förderung junger Mitarbeitenden

und den Programmen für den Ausstieg aus dem Unternehmen

(Pensionsvorbereitung) zu schliessen, hat

der Migros-Genossenschafts-Bund ein «Midlife Power

Program» (MPP) entwickelt. MPP richtet sich

an 45- bis 55-jährige Mitarbeitende. Mit diesem Programm

soll der demografischen Entwicklung Rechnung

getragen und der Zielgruppe gleichzeitig zu

einem Empowerment verholfen werden.

Personalentwicklung

In Zeiten starker Marktdynamik ist die Migros gefordert,

in allen Bereichen die strategischen Kompetenzen

koordiniert umzusetzen. Einen entscheidenden

Faktor für den Erfolg bilden die Mitarbeiterinnen

und Mitarbeiter der Migros-Gruppe. Basis der

Personalentwicklung sind die implementierten und

bewährten systematischen Prozesse zur Personal- und

Laufbahnentwicklung. Strukturierte Modelle erlauben

eine kontinuierliche Potenzialevaluation und eine

den Neigungen der Mitarbeitenden und den Bedürfnissen

der Unternehmen gerechte Laufbahnplanung.

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter werden frühzeitig

für neue Funktionen identifiziert und gezielt auf die

künftige Aufgabe vorbereitet.

Das dynamische Umfeld erfordert nicht nur betriebswirtschaftliche

Methodenkompetenz, sondern

stellt ebenso hohe Anforderungen an die Kader im Zusammenhang

mit der Initiierung und Begleitung von

Veränderungsprozessen. Die Personal- und Organisationsentwicklung

begleitet diese Prozesse. Gleichzeitig

findet die Thematik vermehrt Aufmerksamkeit in

der Kaderausbildung.

Die Entwicklungen in der Arbeitswelt verlangen

noch höhere operative Effizienz von den Mitarbeitenden.

Personalentwicklung und Ausbildung tragen

diesem Umstand durch angepasste Lernformen und

Ausbildungskonzepte Rechnung. Einen wichtigen

Aspekt bildet dabei das Blended Learning. Diese Konzept

wird als Kombination von Präsenzangeboten und

Online-Lernprogrammen für die unterschiedlichsten

Zielgruppen angewendet. So wurden im vergangenen

Jahr unter anderem Ausbildungsprozesse in den Bereichen

Category Management, Arbeitssicherheit für

neue Mitarbeitende, betriebswirtschaftliches Grund-


Migros Facts

wissen sowie Führen mit Kennzahlen durch Blended

Learning ergänzt. In der Führungsausbildung erhöht

Blended Learning die Kontinuität des Lernprozesses

der modular aufgebauten Führungskurse durch kollaborative

Online-Methoden. Ein Online-Lernmanagementsystem

erlaubt die nachhaltige Betreuung

und Schulung der Teilnehmer zwischen den Präsenzmodulen.

Die Erfahrungen sind sehr positiv, und

die Migros-Gruppe entwickelt diese Thematik auch

2006 weiter.

Berufsbildung

2900 Lernende absolvieren zurzeit eine der 35 verschiedenen

Grundbildungen in 40 Bildungsbetrieben

der Migros-Gruppe. Mit Bildungsbeginn 2005 konnte

die Anzahl der Ausbildungsplätze nochmals um 200

bzw. 7 Prozent erhöht und die Vorbildrolle als grösste

Anbieterin von beruflichen Grundbildungen in der

Schweiz verstärkt werden.

Die positive Quote von 95,2 Prozent erfolgreicher

Prüfungsabsolventinnen und -absolventen war

auch 2005 Beweis für die starke Verankerung der Berufsbildung

in der Migros-Gruppe mit ihren qualitativ

hoch stehenden Ausbildungsaktivitäten und ihrer

kompetenten persönlichen Begleitung der Lernenden.

Die Berufsbildung der Migros-Gruppe setzt sich

laufend und aktiv mit der Entwicklung und Entfaltung

der Fach-, Sozial- und Methodenkompetenzen

der Lernenden auseinander und schafft professionelle

Rahmenbedingungen zur Unterstützung der für die

interne praktische Ausbildung verantwortlichen Mitarbeitenden.

Die Migros spielt eine aktive Rolle bei der Reform

der Grundbildungsberufe im Verkauf. Im Sommer

2005 konnte die Einführung der neuen Grundbildungen

der Detailhandelsfachleute sowie der Detailhandelsassistentinnen

und -assistenten reibungslos

vollzogen werden. Die Migros engagiert sich auch aktiv

in verschiedenen Projekten, Kommissionen, Gremien

und Arbeitsgruppen für das duale Bildungssystem

der Schweiz und arbeitet intensiv mit Bildungspartnern

zusammen.

Die Migros wird ihre wirtschaftliche und soziale

Verantwortung auch in Zukunft wahrnehmen und bietet

per August 2006 wiederum über 1100 neue Ausbildungsplätze

in den 40 Bildungsbetrieben an.

139

Sozialpartner, Soziales

Die Sozial- und Vertragspartnerschaft im Rahmen

des Landes-Gesamtarbeitsvertrages (L-GAV) konnte

durch eine Neufassung der Bestimmungen über die

Paritätische Kommission weiter vertieft werden. Mit

der Neufassung wurde eine Zusammensetzung der

Paritätischen Kommission festgeschrieben, die allen

Sozial- und Vertragspartnern eine absolute Gleichbehandlung

und eine gleichmässige Einflussnahme in

der Vertragsgemeinschaft garantiert. Auf eine Unterscheidung

nach Grösse, Bedeutung und politischem

Gewicht der einzelnen Arbeitnehmerorganisationen

wurde verzichtet. Neu sind der KV Schweiz, der

Metzgerei-Personal-Verband, die Gewerkschaft Syna

und die Landeskonferenz der Personalkommission

deshalb je mit einer Person vertreten. Unter allen Beteiligten

auf Arbeitnehmer- und Arbeitgeberseite bestand

Einigkeit, dass nicht Grösse oder Gewicht der

Organisation, sondern der Wille zu einer engen und

vertrauensvollen Zusammenarbeit für den Einsitz in

diesem Gremium massgebend sein muss. Dieser Wille

bildet die Basis dafür, dass die Paritätische Kommission

ihrer grossen Verantwortung bei der Umsetzung

des L-GAV gegenüber allen Mitarbeiterinnen und

Mitarbeitern der Migros gerecht werden kann.

Die erste grosse Bewährungsprobe hatte die Paritätische

Kommission in neuer Zusammensetzung

bei der Anpassung des L-GAV an das revidierte Bundesgesetz

über den Erwerbsersatz für Dienstleistende

und die Mutterschaft (EOG) zu bestehen. Sie hat

die Anpassungen des Vertrages, die durch die neuen

gesetzlichen Bestimmungen notwendig wurden, ganz

im Interesse einer besseren Vereinbarkeit von Beruf

und Familie vorgenommen. Nach der neuen Regelung

haben ab dem 1. Juli 2005 alle Mitarbeiterinnen Anspruch

auf 16 Wochen bezahlten Mutterschaftsurlaub

bei vollem Lohn. Und zwar auch dann, wenn eine Mitarbeiterin

keinen Anspruch auf Leistungen aus der

gesetzlichen Mutterschaftsversicherung hat, weil sie

nicht alle Voraussetzungen erfüllt. Vor dem L-GAV

sollen alle Mütter gleichgestellt sein. Gleichzeitig

wurden auch die Bestimmungen des L-GAV über die

Lohnzahlung während Dienstleistungen im Landesinteresse

(Militär, Zivildienst, Bevölkerungsschutz,

Rotkreuzdienst) an das revidierte EOG, die Armee

XXI und die Bevölkerungsschutzreform angepasst.

Die Dienstleistungen, die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter

im Landesinteresse erbringen, werden weiterhin

durch Lohnaufzahlungen honoriert. Die Ansprüche

sind neu zivilstandsunabhängig gefasst, um

jede Diskriminierung zu vermeiden. Mitarbeitende


Migros Facts

mit Unterhaltspflichten gegenüber Kindern erhalten

entsprechend dem familienpolitischen Credo des L-

GAV während der Rekrutenschule sowie während

Normal- und Beförderungsdiensten immer 100 Prozent

des bisherigen Lohnes.

Nach einem mehr als einjährigen Gesprächs- und

Verhandlungsprozess hat es die Gewerkschaft Unia

abgelehnt, auf der bewährten Grundlage des L-GAV,

der seit mehr als 20 Jahren für eine fortschrittliche und

verantwortungsvolle Vertrags-, Unternehmens- und

Personalpolitik steht, die gleichen Rechte und Pflichten

wie alle anderen Sozial- und Vertragspartner zu

übernehmen und diese als gleichberechtigte Partner

zu anerkennen. Obwohl die Gewerkschaft Unia im

Vertragsbereich des L-GAV über keine repräsentative

Mitgliederbasis verfügt, ist es zu bedauern, dass die

140

Bemühungen um eine vertrauensvolle und partnerschaftliche

Zusammenarbeit erfolglos geblieben sind.

Die Verhandlungen über die Lohnanpassungen

für das Jahr 2006 konnten nach vier Verhandlungsrunden

am 30. Oktober 2005 erfolgreich abgeschlossen

werden. Mit einer Bandbreite der Lohnanpassungen

zwischen 1,5 und 2,0 Prozent der Brutto-Lohnsumme

konnte ein tragfähiger Kompromiss erzielt werden.

Über die Lohnvereinbarungen mit den Personalkommissionen

auf Unternehmensebene wurden die Lohnerhöhungen

funktions- und leistungsorientiert umgesetzt.

Mit der Einführung von Referenzlöhnen von

bis zu 3500 Franken wurde zudem der Mindestlohn

erstmals regional differenziert und an die unterschiedlichen

Wirtschafts- und Lebensräume angepasst.

IN % 2001 2002 2003 2004 2005

Verhandelte Lohnerhöhung 2,5–3,5 3,25 1,25–1,75 1,5–2,0 1,5–2,0

Massgebende Teuerung

(Landesindex der Konsumentenpreise

per September des Vorjahres) 1,4 0,7 0,5 0,9 1,4


Migros Facts

KULTUR UND SOZIALES

Mehrwert für die Gesellschaft

Die Migros unterstützt Kultur, die Neugier

stiftet und das Verständnis

für Neues und Ungewöhnliches fördert.

In einer globalisierten Welt werden Fragen nach

Identität ausgeprägter. Zugleich erfährt das Thema

der Integration eine Zuspitzung. An beiden Scharnieren

leistet Kultur einen grundlegenden Beitrag zum

Gelingen – sie schafft Brückenschläge über die Zeitdimensionen

Vergangenheit, Gegenwart, Zukunft,

verbindet unterschiedliche kulturelle Kontexte, stiftet

Neugier und ist ideales Mittel zur Förderung des

Verständnisses für Neues und Ungewöhnliches.

Die Migros fördert Kultur und Soziales mit einer

Kontinuität, die ihresgleichen sucht. Kulturelle und soziale

Projekte sind nicht primär ein Wirtschaftsfaktor,

sondern stiften einen Mehrwert für die Gesellschaft.

Die Aktivitäten der Direktion Kultur und Soziales

sind vielfältig und breit gefächert. Sie fördert aktiv,

indem sie eigene Projekte realisiert und Lücken

schliesst, sie vernetzt sich mit starken Partnern und

sie unterstützt mit einer klaren Vergabepolitik im

Bereich Finanzierungsbeiträge. Der künstlerische

Nachwuchs wird mit Studienpreisen und Wettbewerben

gefördert.

Die Zusammenarbeit zwischen dem Migros-

Genossenschafts-Bund (MGB) und den Migros-Genossenschaften

ist klar geregelt und hat sich bewährt.

Der MGB engagiert sich prioritär bei Projekten von

schweizweiter Relevanz, während die Förderung lokaler

Kulturprojekte im Verantwortungsbereich der

regionalen Genossenschaften liegt.

Die Projekte entstehen im Spannungsfeld von

Tradition und Innovation. Sie haben ein klar defi-

Kulturprozent

141

niertes Zielpublikum und erreichen dank ihrer Vielfalt

breite Bevölkerungskreise. Zentrales Anliegen ist

dabei, den Menschen den Zugang zu heutigen künstlerischen

Ausdrucksformen zu ermöglichen: als Kulturschaffende

und als Publikum.

Die wichtigsten Aushängeschilder der Migros-

Kulturförderung sind die Projekte:

Das Migros-Museum für Gegenwartskunst

zeigte mit «Horizontal Memories» das erste Mal

Werke von Yoko Ono einem grösseren Publikum in

der Schweiz. Die Ausstellung stiess auf grosses Interesse

beim Publikum und bei den Medien.

«Im Hochhaus», die Kleinkunstbühne des Migros-

Kulturprozents im Hochhaus am Limmatplatz in Zürich,

feierte seine Wiedereröffnung nach einem Umbau

mit einem Galaabend. Das Publikum zeigte sich

begeistert ob dem Feuerwerk an Kleinkunstkönnen.

Grosse Musik mit grossen Orchestern für ein

grosses Publikum: Unter diesem Motto stehen die

Klubhaus-Konzerte und tragen damit die Handschrift

ihres künstlerischen Leiters Armin Brunner.

Thinkquest, der Internetwettbewerb für Jugendliche

zwischen 11 und 19 Jahren, fand mit der siebten,

erfolgreichen Durchführung seinen Abschluss. Seit

der Lancierung 1998 haben gegen 3000 Jugendliche

aus der ganzen Schweiz mitgemacht und dabei über

500 Websites realisiert.

Im Rahmen von conTAKT 05 gingen sechs Integrationsprojekte

über die Bühne. Die prämierten

Projekte waren gute Beispiele dafür, dass Integration

tatsächlich überall stattfindet: auf dem Markt, beim

Kochen, in der Kinderkrippe oder bei einem interkulturellen

Stadt-Orientierungslauf.

Schweizer Alpenmusik, zeitgenössisch interpretiert:

Mit dem Label Musiques Suisses engagiert

sich das Migros-Kulturprozent unter anderem als Ko-


Migros Facts

produzent der offiziellen CD des Festivals Alpentöne

und verhilft diesem spannenden Musikgenre zu vermehrter

Aufmerksamkeit.

Unsere Postproduktionsförderung für Schweizer

Filme trägt Früchte: Die von uns unterstützte Produktion

«Gambit» von Sabine Gisiger wurde mit einem Preis

der Filmkritik am Filmfestival in Locarno ausgezeichnet

und für den Schweizer Filmpreis 2005 nominiert.

«Avocado – Arance – Arte», «Teig – Tofu – Tanz»

oder «Thon – Thym – Théâtre»: In der ganzen Schweiz

und dreisprachig wurde im Herbst 2005 das einmalige

Engagement des Migros-Kulturprozents auf Tragtaschen

in die Läden und unter die Leute gebracht. Die

witzigen Wortspielereien kamen gut an: Einzelne Filialen

berichten von Tragtaschen-Hamsterkäufen.

KLUBSCHULEN

Bildung für alle

Mitreden auch in fremden Sprachen:

Fast die Hälfte der Teilnehmerstunden erzielt

die Klubschule mit Sprachkursen.

Die grösste Weiterbildungsinstitution der Schweiz

setzte auch 2005 ihren Auftrag, Bildung für alle, konsequent

um: Eine halbe Million Menschen haben vom

Angebot der Klubschule Migros profitiert und sich in

den Bereichen Karriere und Freizeit weitergebildet.

Mit 9,6 Millionen Teilnehmerstunden konnte 2005

das beachtliche Niveau von 2004 gehalten werden.

Das Bedürfnis der Bevölkerung in der Schweiz,

genauso mehrsprachig wie ihr Land zu werden, hält

an: 2005 wurden fast die Hälfte (46 Prozent) aller

Teilnehmerstunden der Klubschule Migros mit

Sprachkursen erzielt. Während die Zahlen der

Deutsch-, Französisch- und Italienischkurse auf hohem

Niveau stabil blieben, wurde in den Sprachen

Chinesisch, Arabisch und Russisch ein Anstieg von

10 Prozent erzielt. Die Klubschule Tessin hat in Zusammenarbeit

mit dem Is.I.A.O (Istituto Italiano per

l’Africa e l’Oriente) ein international anerkanntes Diplom

in chinesischer Sprache und Kultur eingeführt.

2005 hat die erste Klasse den dreijährigen Lehrgang

erfolgreich absolviert.

Die Nachfrage nach Sprachkursen für Immigrantinnen

und Immigranten in den jeweiligen Landessprachen

blieb stabil. Das Bundesamt für Zuwanderung,

Integration und Auswanderung (IMES) suchte

2005 bezüglich der Beurteilung von Sprachkompetenz

im Rahmen von Einbürgerungen die Zusammenarbeit

mit der Klubschule Migros. Die Koordinationsstelle

142

der Klubschulen hat das Bundesamt bei der Formulierung

von Empfehlungen zuhanden von Kantonen und

Gemeinden beraten.

Im Bereich der beruflichen Weiterbildung behauptet

sich die 2003 eingeführte Führungsausbildung

in einem wachsenden Konkurrenzumfeld mit

einem Marktanteil von 35 Prozent. Die Erfolgsquote

ist überdurchschnittlich: Mehr als 80 Prozent der

Teilnehmenden haben das Zertifikat Leadership SVF-

ASFC erhalten. Erstmals konnte die Führungsausbildung

in der Romandie angeboten werden; auch dort

sind die Prüfungsresultate überdurchschnittlich.

Merchandiser heisst der neue Lehrgang im

Bereich Marketing: eine Weiterbildung für ambitionierte

Fachleute im Detailhandel. Der Lehrgang

startete in Bern so erfolgreich, dass er 2006 auch in

weitere Städte exportiert wird. Der im Herbst 2004

lancierte Diplomlehrgang Marketingassistent hat sich

erfolgreich etabliert.

Dank einer deutlichen Steigerung der Teilnehmerstunden

konnte im Themenfeld Ausbildung für

Ausbildende die führende Marktposition weiter ausgebaut

werden. Das Ziel, die Marktführerschaft auch

bei den eidgenössischen Fachausweisen Ausbilderin/

Ausbilder zu halten, konnte trotz harter Konkurrenz

übertroffen werden: Ein Fünftel der Fachausweise

wurden bei der Klubschule erworben.

Der Schweizerische Verband für Weiterbildung

hat anlässlich mehrerer Inspektionen der Klubschule

erneut sehr hohe Ausbildungsstandards mit vorbildlicher

Qualität attestiert.

Das Label eduQua, welches die Qualität im Weiterbildungsmarkt

überprüft und zertifiziert, hat 2005

die didaktischen und fachlichen Anforderungen an

die Kursleitenden erhöht. Dies wird in den nächsten

Jahren innerhalb der Klubschule mit ihren 8000 Kursleitenden,

aber vor allem auch auf dem Markt zu einer

erhöhten Nachfrage nach dem SVEB-Zertifikat führen.

Der Einstiegsbereich Erwachsenenbildung dürfte

darum weiter wachsen.

Vor dem Hintergrund der immer noch rückläufigen

Zahlen des IT-Bildungsmarktes sowie der rasanten

technologischen Veränderungen hat der Bereich

Informatik seine Strategie überprüft und wo

notwendig angepasst. Auf Beginn des Schuljahres

2005/2006 wurden die Angebote für Power-User

und IT Professionals weiter ausgebaut. Unter anderem

wurden neue Lehrgänge zu Linux und Projektmanagement

lanciert.

Einen besonderen Schwerpunkt bildete 2005 das

Firmengeschäft. Mit Unternehmen wie der SBB oder


Migros Facts

der Mobiliar konnten neue und attraktive Kunden gewonnen

werden. Zudem erhielt die Klubschule als erste

Erwachsenenbildungsinstitution der Schweiz die

Goldzertifizierung von Microsoft.

Die Klubschule hat für jeden Geschmack einen

Kochkurs und seit 2005 auch für jedes Budget: Kochen

mit M-Budget-Produkten heisst das neueste Angebot.

2004 hat die drittgrösste Erwachsenenbildungsinstitution

Deutschlands, die TÜV-Akademie, die

Lizenz für den Lehrgang WellnessTrainer erworben.

Inzwischen wird der von der Klubschule Migros konzipierte

Lehrgang in den elf grössten deutschen Städten

erfolgreich durchgeführt.

Mitverantwortlich für die vielen positiven Entwicklungen

der Klubschule ist nicht zuletzt der Internetauftritt

der Klubschule als optimaler Informations-

und Verkaufskanal. Der neue HTML-Newsletter

informiert die Kunden gezielt über die Neuigkeiten.

Mit bereits 100 000 Anmeldungen via Internet konnte

dieser Verkaufskanal gegenüber dem Vorjahr um

mehr als 20 Prozent zulegen.

Nicht nur im Angebotsbereich, auch auf der

Ebene Organisation konnten 2005 zentrale Verbesserungen

realisiert werden. Die Klubschule Ostschweiz

konnte das neue nationale IT-System für die Teilnehmeradministration

in Betrieb nehmen. Seit Sommer

2005 werden sämtliche Kurse und Lehrgänge über

SAP Campus verkauft. Bis Ende 2007 werden mindestens

acht Genossenschaften dieses System einsetzen,

das wesentliche administrative Vereinfachungen

mit sich bringen wird.

MONTE-GENEROSO-BAHN AG

143

Attraktive Anlässe

Mit Events, gastronomischer Qualität und Spezialangeboten

geht es aufwärts am Monte Generoso.

Um das gute Image des Monte Generoso als attraktive

touristische Destination zu fördern, hat sich die

Unternehmenspolitik 2005 auf das Event-Marketing

konzentriert. Im Verlauf der Saison sind über 30 Veranstaltungen

in den Bereichen Gastronomie und Musik

durchgeführt worden. Für Kinder gab es einen Anlass

mit den Lilibiggs.

Vor allem bei Gruppen und in den Spezialbereichen

wie Hochzeiten zeigten sich positive Auswirkungen.

Trotz einem leichten Rückgang der Passagiere

(–2300) ist der Umsatz der Bahn um 2,7 Prozent

gestiegen; die Gastronomie wuchs um 8,6 Prozent.

Zu den 2005 eingeführten Neuheiten gehören

die Winteröffnungszeit vom 8. Dezember 2005 bis 8.

Januar 2006, nachdem die Bahn während drei Jahren

im Winter geschlossen worden ist, und die Einführung

des Halbtaxabonnements der Eisenbahnen.

Obwohl vor allem im Herbst das Wetter nicht

optimal war, hat die leichte touristische Erholung, die

im Tessin festgestellt worden ist, der Monte-Generoso-Bahn

das beste Resultat der letzten zehn Jahre

ermöglicht. Die registrierten Übernachtungen erhöhten

sich um 74,5 Prozent, die Erträge nahmen um

14,1 Prozent zu.

Im April 2005 hat Marco Bronzini als neuer Direktor

die Leitung der Monte-Generoso-Bahn von

Sergio Barenco übernommen. Es war ein Jahr des

Übergangs, in dem die Grundlagen gelegt wurden, um

in den nächsten Jahren eine Verbesserung des Images

und damit der Frequenzen zu erreichen.


Migros Facts

Aufteilung des Kulturprozents in einzelne Bereiche

MGB UND GM 2005 2004

MIO. CHF % MIO. CHF %

Kultur 25 22,3 28 24,5

Bildung 63 56,2 62 54,4

Soziales 5 4,5 4 3,6

Freizeit & Sport 11 9,8 12 10,5

Wirtschaftspolitik 2 1,8 2 1,7

Verwaltungskosten/Rückstellungen 6 5,4 6 5,3

TOTAL 112 100 114 100

MGB 2005 2004

MIO. CHF % MIO. CHF %

Kultur 15 35,7 18 40,9

Bildung 15 35,7 16 36,4

Soziales 3 7,1 2 4,5

Freizeit & Sport 5 11,9 5 11,4

Wirtschaftspolitik 2 4,8 1 2,3

Verwaltungskosten/Rückstellungen 2 4,8 2 4,5

TOTAL 42 100 44 100

Prozentuale Aufteilung Kulturprozent

22,3 % Kultur

56,2 % Bildung

4,5 % Soziales

9,8 % Freizeit & Sport

1,8 % Wirtschaftspolitik

5,4 % Verwaltungskosten/

Rückstellungen

144


Migros Facts

EUROCENTRES

Verständnis ohne Grenzen

Mit ihren weltweit 30 Sprachschulen trägt

die Stiftung Eurocentres dazu bei,

dass sich die Menschen besser verstehen.

In einem im Vergleich zum Vorjahr geopolitisch und

wirtschaftlich wieder freundlichen Umfeld entwickelten

sich die Eurocentres auch 2005 sehr erfreulich.

Die meisten Ziele konnten erreicht oder sogar übertroffen

werden. In fast allen Märkten ist es den Eurocentres

gelungen, ihre starke Stellung als Qualitätsanbieter

weiter auszubauen sowie in für die Zukunft

wichtigen Märkten die Ausgangsbasis für zukünftiges

Wachstum zu verstärken. Weniger erfreulich ist der

in den letzten Jahren stark zunehmende Preisdruck.

Um genügend Teilnehmer zu gewinnen, waren teilweise

aggressive Verkaufsmassnahmen nötig, die sich

jedoch negativ auf die Marge auswirkten.

Das Unterrichtsvolumen konnte 2005 gegen über

dem Vorjahr um 15 Prozent gesteigert werden. Insgesamt

besuchten mehr als 11 000 Teilnehmer aus der

ganzen Welt eine der 30 Schulen des weltweiten Eurocentres-Schulnetzwerks,

in denen Englisch, Französisch,

Spanisch, Deutsch, Italienisch und Japanisch

in elf Ländern unterrichtet werden.

Die zu Beginn des Jahres neu hinzugekommenen

Schulen in Cairns, Australien, und Auckland, Neuseeland,

haben sich erfolgreich entwickelt. In Vancouver

und Toronto sind die beiden Eurocentres-Schulen innerhalb

von nur vier Jahren quantitativ und qualitativ

in die Topliga der örtlichen Sprachschulen aufgestiegen.

Das Eurocentres-Schulgebäude in Brighton wurde

innerhalb weniger Monate rechtzeitig zur Hochsaison

renoviert. Seither ist ein überdurchschnittliches

Wachstum zu verzeichnen.

2005 wurde die 2002 beschlossene Neuausrichtung

der Eurocentres erfolgreich abgeschlossen. Dem

sorgfältigen und effizienten Umgang mit den Förder-

Stiftungen

145

mitteln des Migros-Kulturprozents wurde grösste Beachtung

geschenkt.

2006 wird ganz im Zeichen einer nachhaltigen

Weiterentwicklung der Eurocentres stehen. Dazu

gehören die fortgesetzte konzentrierte Bearbeitung

der Schlüsselmärkte und -regionen sowie der gezielte

Weiterausbau des Schulnetzwerks, so etwa mit einer

Eurocentres-Schule in Kapstadt, Südafrika.

Auch 2005 haben Mitarbeiter der Eurocentres

in verschiedenen internationalen Gremien zur akademischen

Weiterentwicklung und Vereinheitlichung

des Fremdsprachenlernens beigetragen. Speziell hervorzuheben

ist die Übernahme der Präsidentschaft

von der European Association for Quality Language

Services (Eaquals), einer der bedeutendsten privaten

Qualitätsvereinigungen für das Fremdsprachenlernen.

GOTTLIEB-UND-ADELE-DUTTWEILER-

STIFTUNG

Im Dienst des Gründers

Den Grundsätzen von Gottlieb und

Adele Duttweiler wird weiterhin nachgelebt.

«Um eine Instanz zu schaffen, die sich zu unseren

Lebzeiten und insbesondere nach unserem Ableben

dafür einsetzt, dass die von uns bei der Gründung

der Migros bezweckten Ziele von dieser erhalten

und weiterverfolgt werden, errichten wir hiermit die

Gottlieb-und-Adele-Duttweiler-Stiftung», heisst es

in der öffentlichen Urkunde vom 27. Dezember 1950.

Das Präsidium der Stiftung hat am 1. Januar 2005 Jules

Kyburz übernommen.

2005 fanden sechs Sitzungen statt. Ein Thema

war unter anderem die Anpassung der Lohnbandbreiten

für die Generaldirektion, die Geschäftsleitungen

der Konzerngesellschaften, der Genossenschaften

sowie für das obere Kader der Migros-Gemeinschaft.

Zudem wurde Einsicht genommen in das persönliche


Migros Facts

Archiv von Gottlieb und Adele Duttweiler, und dessen

zukünftige Betreuung wurde diskutiert. Über

verschiedene Entwicklungen innerhalb der Migros-

Gruppe liess sich der Stiftungsrat direkt von den zuständigen

Personen informieren.

In Ehren gedenkt die Gottlieb-und-Adele-

Duttweiler-Stiftung Jean Vannini und Peter Riesterer.

Jean Vannini, langjähriger Weggefährte von Gottlieb

Duttweiler und Mitglied der Stiftung, verstarb am

17. Juni 2005 im hohen Alter von 103 Jahren. Peter

Riesterer, verstorben am 5. Dezember 2005, war ein

langjähriger persönlicher Mitarbeiter von Gottlieb

Duttweiler. Er betreute im Auftrag von Adele

Duttweiler auch das persönliche Archiv.

GOTTLIEB DUTTWEILER INSTITUT (GDI)

Der Konsument im Mittelpunkt

Als Ort des Wissens und der Begegnung

konzentriert sich das GDI auf die Themenfelder

Handel, Konsum und gesellschaftlicher Wandel.

Das Gottlieb Duttweiler Institut (GDI) kann auf ein

erfolgreiches Jahr 2005 zurückblicken. Seit über vierzig

Jahren steht das GDI in Rüschlikon für unabhängige

Forschung in unkonventionellem Rahmen, bricht

Tabus und fördert quere und provokative Denkweisen.

So entstehen neue Ansätze und wegweisende

Ideen. Dank weltweiter Vernetzung bietet das GDI

eine Plattform des Wissens, auf der wirtschaftliche

und gesellschaftliche Themen am Puls der Zeit erforscht,

diskutiert und der Öffentlichkeit zugänglich

gemacht werden.

Hervorragend entwickelte sich die Medienpräsenz

des GDI im In- und Ausland. Die Medienresonanz

hat sich im Vergleich zum Vorjahr mehr als verdoppelt.

Dadurch hat sich auch die Wahrnehmung und

Positionierung in der Schweiz weiter verbessert. Die

wachsende Anzahl von nationalen und internationalen

Anfragen für Referate und Auftragsprojekte bestätigen

diesen Eindruck und belegen, dass das GDI

als Think-Tank und Wissenszentrum für Trends und

Forschung in seinen angestammten Bereichen anerkannt

und gefragt ist.

An der 55. Internationalen Handelstagung (IHT)

unter dem Titel «Neue Wege zum Wohlstand» wurden

Auswege aus der Ideenlosigkeit diskutiert. Der 6th

European Foodservice Summit, die Plattform für die

internationale Restaurantindustrie, zeichnete sich

erneut durch ein internationales Teilnehmerfeld aus.

Gäste aus 22 Nationen widmeten sich dem Thema

146

«Innovation and Re-Invention from the Core». Nicht

minder spannend verlief die praxisorientierte 2. Europäische

Channels-Tagung zum Thema «Erfolgreich

in der Multichannel-Welt». Besondere Highlights dabei

waren die geführten Study Tours in Zürich sowie

die fachspezifischen Workshops. Zum ersten Mal

fand der 1. Europäische Konsumententag zum Thema

«Generation Gold» statt. Fachreferenten aus Europa

setzten sich mit Fragen rund um die wachsenden Bedürfnisse

der Baby-Boomer-Generation im Alter auseinander.

Die neu konzipierte «Food for Thought»-Reihe

hat sich sehr gut eingeführt und erfreut sich grosser

Beliebtheit. Zu Wort kamen international anerkannte

Experten und Denker, die den Wandel unserer Zeit

auf den Punkt bringen. Lord Richard Layard («Macht

Wirtschaftswachstum die Menschen glücklich?»),

Howard Rheingold («Die wahre Revolution der Informationsgesellschaft»),

Jeremy Rifkin («Der europäische

Traum») und Paola Ghillani zusammen mit

Dieter Brandes («Von Preisen und Werten») haben für

intellektuelle Leckerbissen gesorgt.

Die Networking-Plattform für Trendsetter und

Querdenker «Pioneers» hat sich mit internationalen

Top-Referenten und Bestsellerautoren wie Cory

Doctorow («Tomorrow People»), Peter Wippermann

(«Forever Young») oder Malcolm Gladwell («Intuition

und Entscheidungen») etabliert und für ausgebuchte

Säle gesorgt.

Der Anlass für die Präsentation der Studie «Detailhandel

Schweiz 2015» im September erregte grosse

Aufmerksamkeit. Die Plätze waren schnell ausverkauft

und die Medien berichteten ausführlich über

die Thesen der Studie. Einen Grossaufmarsch von

Vertretern aus dem Ernährungs-, Gastro-, Hotel- und

Eventbereich gab es auch zum «Food Nations»-Anlass

im Juni.

Studien zu Altersfragen («Generation Gold»,

«Best-Age-Shoppers») sowie Ernährungstrends

(«Food Fictions») thematisieren wichtige Aspekte

des Handels und Konsumverhaltens. Die Nachfrage

nach GDI-Studien und der Studienverkauf laufen

ausgezeichnet. Zudem fragen Firmen vermehrt nach

Auftragsstudien. Ebenfalls erfreulich ist die sehr grosse

Nachfrage nach Vorträgen der GDI-Mitarbeiter in

der Schweiz und ganz Europa. So konnten 2005 rund

25 000 Zuhörer durch Vorträge erreicht werden.

Der Relaunch des Wissensmagazins «GDI Impuls»

lief nach Plan und wurde erfolgreich lanciert.

Das neue Erscheinungsbild und das aktualisierte

Textkonzept wurden von den Lesern äusserst posi-


Migros Facts

tiv aufgenommen. Dies wurde auch dadurch bestätigt,

dass keine Abonnemente gekündigt wurden, sondern

bereits in kurzer Zeit neue Abonnenten dazugewonnen

werden konnten.

Auch mit Begegnungen für Fremdveranstalter

und Firmen konnte das GDI seine Kompetenz als Konferenz-

und Veranstaltungsort markant ausbauen. Die

internen Verbesserungen und Qualitätsoptimierungen

haben bereits Früchte getragen. So konnten die Belegungszahlen

im Vergleich zum Jahr 2004 deutlich erhöht,

die Warenkosten im Bereich Food & Beverage

gesenkt und die Umsätze markant gesteigert werden.

Der Gesamterfolg 2005 bestätigt, dass das GDI

mit seiner offensiveren Marktausrichtung auf dem

richtigen Weg ist.

PARKS IM GRÜNEN

Immer wieder neue Attraktionen

In den vier von der Migros gestifteten Parkanlagen

finden attraktive Veranstaltungen statt.

Die Parks im Grünen bieten der Schweizer Bevölkerung

Raum für Erholung und Begegnungen. Die vier

Parks in Rüschlikon bei Zürich, in Münchenstein bei

Basel, auf dem Berner Hausberg Gurten und in Signal

de Bougy bei Lausanne sind eine Attraktion. Angegliederte

Restaurantbetriebe bieten Verpflegungsmöglichkeiten.

Hier finden auch von den regionalen Genossenschaften

organisierte Events und kulturelle Veranstaltungen

statt. Eine Dinosaurierausstellung in Münchenstein

etwa wurde von mehr als 700 000 Personen

besucht. Zum 25-jährigen Bestehen des Parks wurden

zudem das Restaurant ausgebaut und der Kinderspielplatz

erneuert.

Im Park auf dem Gurten wurde ein kleiner Skilift

aufgestellt, der Kinder während 66 Betriebstagen erfreute

und in den Medien viel Beachtung fand.

147

STIFTUNG ADELE-DUTTWEILER-PREIS

Nachhaltige Hilfe in Äthiopien

Für ihr soziales Engagement in Äthiopien

wurden Marie-Luise und David Röschli mit dem

Adele-Duttweiler-Preis ausgezeichnet.

Seit rund zwanzig Jahren setzt sich das Schweizer

Ehepaar Marie-Luise und David Röschli in der äthiopischen

Hauptstadt Addis Abeba für Kinder und Jugendliche

ein. Sie haben das Selam Center zu einem

der wichtigsten humanitären und sozialen Hilfswerke

in der 6-Millionen-Stadt aufgebaut und entwickeln es

laufend weiter

Im Selam Children’s Village konzentriert sich

Marie-Luise Röschli schwerpunktmässig auf die hauswirtschaftliche

Ausbildung junger Mädchen. In zwei

Dörfern wird über 420 Waisen ein Heim geboten. Im

Kindergarten, in zwei Tagesschulen mit Gymnasium

finden über 3700 Schülerinnen und Schüler eine Ausbildungsmöglichkeit.

Eine medizinische Klinik, in der

rund 120 Patienten täglich Hilfe finden, ein Babyhaus

für Findelkinder und Aidswaisen, Beschäftigungsmöglichkeiten

für Witwen sowie Projekte zur Ausbildung

und Resozialisierung von Strassenkindern in

Zusammenarbeit mit der Uno und mit Stadtbehörden

gehören mit dazu.

In den vergangenen Jahren hat David Röschli das

Selam Technical & Vocational Center aufgebaut, das

inzwischen nicht nur als Lehrwerkstatt, sondern auch

als technische Hochschule anerkannt ist. Rund 800

Jugendliche werden da zu Mechanikern, Schlossern,

Elektrikern und Schreinern ausgebildet und es werden

Basisprodukte (Wasserpumpen, Pflüge, Erntemaschinen,

Bienenkästen, Transportkarren, Baumate rial)

für die Entwicklung des Landes hergestellt.

Das von Marie-Luise und David Röschli

aufgebaute und geleitete Hilfswerk, bei dem insgesamt

6000 Menschen direkt profitieren, bietet rund 1400

äthiopischen Mitarbeitenden Arbeitsplätze. Ziel ist

es, Kindern und Jugendlichen sowohl Soforthilfe als

auch nachhaltige Hilfe zu bieten. Das Ehepaar Röschli

wurde in Anerkennung seines grossartigen Einsatzes

für Kinder und Jugendliche in Äthiopien mit dem

Adele-Duttweiler-Preis 2005 ausgezeichnet.


Migros-Gruppe

Stabiler Umsatz und Stärkung der Finanzkraft in

einem sich verändernden Umfeld

Die Migros-Gruppe konnte den Umsatz trotz weiter

gesenkten Verkaufspreisen in ihrem Kerngeschäft stabil

halten und die Marktanteile entsprechend verteidigen.

Die Migros stellt sich auf die veränderten Marktsituationen

ein und verbesserte mit verschiedenen

Optimierungsprogrammen in der Wertschöpfungskette

und Restrukturierungen ihr operatives Ergebnis.

Dank günstiger Finanzierung, Einsatz verschiedener

Finanzinstrumente und höherem Ergebnis der Migrosbank

verbesserte sich das Finanzergebnis wiederum.

Der Risikoüberwachung und der Verschuldung wurde

auch dieses Jahr weiterhin besondere Bedeutung zugemessen.

So konnte die Effektivverschuldung bei einem

Investitionsvolumen von gut 1,1 Milliarden Franken

reduziert und das Verhältnis Fremd-/Eigenkapital zu

Gunsten des Eigenkapitals weiter verbessert werden.

KENNZAHLEN (MIO. CHF) 2005 2004

Gruppenumsatz 20 385 20 303

Bruttomarge 40,3 % 40,5 %

EBITDA 1 460 1 397

EBIT 607 543

Finanzergebnis 203 103

Gruppengewinn 699 545

Cashflow 1 378 1 187

Free Cashflow 319 301

Selbstfinanzierungsgrad 138 % 140 %

Effektivverschuldung 4 133 4 400

Verschuldungsfaktor 3,0 3,7

Finanzierungsverhältnis 75 % 89 %

Reales Wachstum, aber mit tieferen Preisen

Die zehn regionalen Genossenschaften haben einen

Nettoumsatz von 14,621 Milliarden Franken erwirtschaftet.

Dies sind 30 Millionen Franken oder 0,2

Prozent weniger als im Vorjahr. Der Umsatzrückgang

ist vor allem auf gezielte Preissenkungen in der Höhe

von 170 Millionen Franken und die Ausweitung des

M-Budget-Sortiments zurückzuführen. Die Preise

des Migros-Warenkorbes sind um 1,2 Prozent gesunken,

während die Teuerung im Inland gemäss BFS 1,2

Prozent betrug. Die Flächenexpansion verbunden

mit zum Vorjahr gleich gebliebenen Durchschnitts-

Finanzieller Lagebericht

149

einkäufen führte zu diesem insgesamt guten Resultat.

Der Detailhandel Migros im Ausland reduzierte sich

um 5 Millionen auf 221 Millionen Franken und konnte

sich damit in schwierigem Umfeld behaupten.

Die Globus-Gruppe hat – verkaufs- und strukturbereinigt

– 2,5 Prozent oder 27 Millionen Franken

Umsatz zugelegt. Allerdings wird der Umsatz auf

Gruppenstufe durch die wegen Schliessung wegfallenden

Umsätze von Oviesse / Globus und eine veränderte

Buchungspraxis des Shop-in-Shop-Geschäftes

mit –77 Millionen Franken belastet.

Hotelplan musste einen Umsatzrückgang von 3,7

Prozent oder 66 Millionen Franken hinnehmen. Die

Preissensibilität auf dem Reiseveranstalter-Markt

bleibt hoch, die Dichte an nicht beeinflussbaren Ereignissen

wie Naturkatastrophen und Terrorakten

steigt. Besonders Hotelplan Schweiz und Italien spüren

die Auswirkungen. Vor diesem Hintergrund richtet

sich insbesondere Hotelplan Schweiz in den Bereichen

Touroperating, Marketing und Vertrieb neu

aus. Hotelplan England, hauptsächlich tätig im Wintergeschäft,

vermochte den Umsatz erneut zu steigern:

dieses Jahr um 5,3 Prozent. Die direkten Kosten

der Flutkatastrophe in Asien wurden der Hotelplan-

Gruppe durch eine optimale Versicherungsdeckung

weitgehend zurückerstattet.

Migrol wächst dank höheren Erdölpreisen um

17,3 Prozent auf 1464 Millionen Franken. Der hohe

Erdölpreis wirkt eher absatzhemmend – der Absatz in

Kubikmetern ist im Vergleich zum Vorjahr konstant

geblieben – und setzt die Margen unter Druck. Dies

konnte durch eine Optimierung des Produktmixes

erfolgreich aufgefangen werden. Migrol kann im gesamtschweizerischen

Markt die Marktanteile halten

und setzt verstärkt auf das zukunftsträchtige Shop-

Geschäft. Hier wurde im abgelaufenen Jahr die Zusammenarbeit

mit der Valora-Gruppe verstärkt.

Ex Libris hat mit einem Nettoumsatz von 164

Millionen Franken das Rekordergebnis des letzten

Jahres wiederholt. Neben dem boomenden Online-

Kanal hat insbesondere auch die Modernisierung des

Filialnetzes dazu beigetragen. Die Kunden konnten

von rund 2 Prozent günstigeren Preisen profitieren.

ZAHLENTEIL


Migros-Gruppe

Limmatdruck konnte mit plus 6,9 Prozent ebenfalls

beachtliche Fortschritte erzielen und ihre Stellung im

Verlags- wie auch im Verpackungsbereich festigen.

Die Industrie hat sowohl mit den Genossenschaften

wie auch in Drittmärkten im In- und Ausland

weiter erfreulich zugelegt. Trotz sinkendem Preisniveau

konnte ein Gesamtwachstum zum Vorjahr von

3,1 Prozent erzielt werden. Während das Grossverbrauchergeschäft

stagnierte, stiegen die Exportumsätze

um 16,2 Prozent auf 237 Millionen Franken.

Operative Ergebnisse durch Prozess- und

Strukturbereinigungen verbessert

Die operativen Ergebnisse wurden weiter verbessert.

Dazu beigetragen haben verschiedene Massnahmen

in den Prozessen und Strukturen. Mit dem Projekt

«Avanti» werden die Migros-Industrieunternehmen

systematisch durchleuchtet und Produktivitätssteigerungen

erzielt. Die Projektphase ist mittlerweile

bei allen Unternehmen abgeschlossen, in einzelnen

Unternehmen wurden die Massnahmen bereits vollständig

umgesetzt und Nachfolgeprogramme gestartet.

Die früher eingeführten Systeme der Zentralen

Warenwirtschaft arbeiten reibungslos. Die Logistik

wurde weiter optimiert und in Suhr, dem Zentrallager

für das Trockenwarensortiment, wurde ein Prozessverbesserungs-

und Effizienzsteigerungsprogramm

erfolgreich realisiert. Das Projekt «Performance»

überprüfte sämtliche Dienstleistungen des Migros-

Genossenschafts-Bundes und passte diese an die veränderten

Bedürfnisse der Gruppe an. Verschiedene

Genossenschaften arbeiten ebenfalls systematisch

an einer weiteren Steigerung der Effizienz in der

Leistungserbringung für den Kunden. Bereinigungen

und Konsolidierungen bei der Globus-Gruppe und

bei Hotelplan Schweiz führten zu weiteren Verbesserungen.

Die neuen Abläufe, die Überprüfung und Vereinheitlichung

von Prozessen wie auch Effizienzprogramme

zeigen entsprechend positive Auswirkungen

bei den Resultaten. Weitere Massnahmen sind notwendig,

um ein nachhaltiges Ergebnis im sich verändernden

Umfeld sicherzustellen. Dazu sind Schritte

mit dem Projekt «Success» bereits eingeleitet und werden

in den Genossenschaften konsequent umgesetzt.

Bruttomarge

Die Veränderung der Bruttomarge ergibt sich aus

Verschiebungen der Umsatzanteile zwischen den einzelnen

Unternehmen. Der Warenhandel der Migros

hat infolge Eigenproduktion eine grössere Bruttomarge.

Die Bereiche Dienstleistungsunternehmen und

150

übriger Handel (insbes. Migrol, Hotelplan, Globus,

Ex Libris) haben wegen fehlender Eigenproduktion

kleinere Bruttomargen, dafür auch weniger operative

Aufwendungen. Mit dem jährlich ändernden Mix ergeben

sich kleinere Verschiebungen. Verbesserungen

im Einkauf des Warenhandels werden weiterhin vollumfänglich

an die Kunden weitergegeben.

EBIT

Der Ebit konnte durch Optimierungen und nachhaltiges

Kostenmanagement um 64 Millionen Franken

gesteigert werden. Die operativen Aufwendungen

sind weniger angestiegen als der Umsatz. Im operativen

Aufwand erfolgt nur eine leichte Zunahme des

Personalaufwandes von 29 Millionen Franken, trotz

über dem Branchendurchschnitt gewährten Lohnerhöhungen

von 1,5 Prozent. Dies ist ein Resultat der sorgsamen

und verbesserten Planung und des optimierten

Einsatzes des Mitarbeiterbestandes sowie der durch

die Globus-Gruppe getätigten Unternehmensschliessungen.

Die Steigerung des Personalaufwandes zum

Vorjahr ist auf Rückstellungen für die Altersvorsorge

aus all den Optimierungsprogrammen zurückzuführen.

Der Personalaufwand, welcher neben den Löhnen

auch Pensionskassenbeiträge, Rückstellungen für

die AHV-Ersatzrenten und andere Sozialleistungen

beinhaltet, ist mit 55 Prozent neben dem Warenaufwand

der mit Abstand grösste Aufwandbereich der

Erfolgsrechnung.

Weiter vereinfachte Prozesse und die erwähnten

Sparanstrengungen führen zur Abnahme der anderen

betrieblichen Aufwendungen.

Die Abschreibungen bewegen sich auf Vorjahresniveau,

die Gesamtinvestitionen mit gut 1,1 Milliarden

Franken bewegen sich über dem Vorjahr. Eingesetzt

sind diese Investitionen vorwiegend bei den

Genossenschaften für neue, erweiterte und modernisierte

Verkaufsstandorte und bei der Industrie für die

Modernisierung und Kapazitätsausweitung der Produktionsanlagen.

Finanzergebnis durch Equity-Beteiligung,

Finanzrechnung und Finanztransaktionen

beinahe verdoppelt

Das Finanzergebnis konnte gegenüber dem Vorjahr

nochmals stark verbessert werden. Neben der günstigen

Zinssituation und der Reduktion der Nettofinanzschuld

trugen insbesondere Wertaufholungen

in Vorjahren wertberichtigter Beteiligungen, Beteiligungserträge

und Finanztransaktionen zur Verbesserung

bei. Die Zinskosten wurden, wo notwendig und


Migros-Gruppe

sinnvoll, mit Zinssatzswaps abgesichert und durch

Erträge aus dem Verkauf von Optionen auf Zinssatzswaps

weiter reduziert. Die bestehende Liquidität der

Migros-Gruppe dient der Sicherung der operativen

Flexibilität und wird entsprechend angelegt. Mit den

flüssigen Mitteln, Wertschriften und Geldanlagen

werden risikogerechte Erträge erwirtschaftet. Dazu

kommen zusätzliche Erträge aus der Equity-Beteiligung

der Migrosbank, die im Jahr 2005 das Verfahren

zur Berechnung des Pauschaldelkrederes an die neue

Praxis angepasst hat.

Steigender Cashflow von deutlich

über einer Milliarde

Der aus der Geschäftstätigkeit erwirtschaftete Geldzufluss

reicht aus, um alle Investitionen selbst zu finanzieren.

Die Migros hat das Ziel, den grössten Teil des

erwirtschafteten Cashflows wiederum in den Markt

für bestehende oder neue Geschäfte zu investieren. Die

erarbeiteten Mittel zeigen, dass die Fähigkeit, genügend

Mittel für zukünftige, langfristige Investitionen

zu erwirtschaften, vorhanden ist. Optimierungen bei

der Bilanzstruktur werden weiterverfolgt. Der Free

Cashflow wurde zur Stärkung der Bilanz verwendet,

indem Finanzschulden reduziert wurden.

1500

1200

900

600

300

CASHFLOW (in Mio. CHF)

1 168 1 103 1 005 1 187 1 378

0 2001 2002 2003 2004 2005

Wertorientierte Führung und Werte auch

in der Migros schaffen

Die wertorientierte Führung ist heute eine weit verbreitete

Form der finanziellen Unternehmensführung.

Die Ausrichtung an der Mehrwertschaffung ist für alle

Unternehmen, unabhängig von Tätigkeitsfeld, Unternehmensgrösse

oder Rechtsform von zentraler Bedeutung.

Auch die Migros hat sich zur Einführung dieses

Konzeptes als Basis für die finanzielle Führung entschlossen

und wendet dabei ein auf die Migros-Grup-

151

pe angepasstes Modell der wertorientierten Führung

an. Grundlage dafür ist, dass sich die Migros-Gruppe

in Bezug auf Wertschaffung und Effizienz wie alle anderen

Unternehmen verhalten muss. Oberstes Ziel für

die Migros ist dabei, über eine nachhaltige Wertschöpfung

den langfristigen Erfolg sicherzustellen. Dazu

werden differenzierte Ziele für die verschiedenen

Unternehmensbereiche gesetzt. In der Verwendung

der geschaffenen Werte unterscheidet sich die Migros

sodann von kapitalmarktorientierten Unternehmen.

Die geschaffenen finanziellen Werte stehen für die

Kunden, zur Sicherung von Arbeitsplätzen, für das

Kulturprozent oder für langfristige Investitionen in

wichtige Projekte zur Verfügung. Dazu gibt die Wertschöpfungsrechnung

weitere Informationen.

Das angewandte Konzept und dessen Instrumente

dienen nicht nur der Stärkung des Wertschöpfungsgedankens,

sondern verbessern auch Qualität

und Transparenz von Entscheidungen und stellen relevante

finanzielle Führungsinformationen sicher. So

wird ein stärkerer Fokus auf die nachhaltige Strategieumsetzung

sowie eine verstärkte Integration von strategischer

Planung, Finanz- und Investitionsplanung

erreicht werden. Jährliche Resultate, Budgets und

Pläne werden an vereinbarten Zielvorgaben gemessen

und neue Projekte werden entsprechend bewertet.

Bereichsspezifische Auswertungen mit differenzierten

Zielvorgaben erlauben zudem eine vertiefte

Beurteilung unserer Aktivitäten und Risiken und zeigen

die Wertschöpfung der entsprechenden Bereiche

oder Projekte auf. Angemessene Rendite, Wachstum

und Mehrwertschaffung als zentrale Grössen werden

somit Bestandteil der operativen Tätigkeit und stärken

unsere Einsatzkraft in einem immer härter werdenden

Konkurrenzumfeld. Dabei stehen die wichtige

Denkhaltung der wertorientierten Führung sowie die

positive Einstellung zur Steigerung der Attraktivität

stets im Vordergrund.

Finanzielles Risikomanagement

Das finanzielle Risikomanagement innerhalb der

Migros-Gruppe erfolgt nach einheitlichen, vom Management

festgelegten Grundsätzen und Richtlinien.

Diese betreffen die Sicherstellung und Bewirtschaftung

der liquiden Mittel, die Absicherung der Markt-,

Währungs-, Zins- und Kreditrisiken und die Beschaffung

kurz- und langfristiger Finanzierungen. Die Gesellschaften

der Migros-Gruppe sind für eine gesunde

Finanz- und Investitionspolitik selbst verantwortlich.

Das Treasury des Migros-Genossenschafts-Bundes

offeriert als gruppeninternes Bank- und Service-Cen-


Migros-Gruppe

ter den Genossenschaften und den MGB-Tochtergesellschaften

optimierte Lösungen für alle Liquiditäts-,

Finanzierungs- und Devisenbedürfnisse. Dadurch

erfolgen die Bewirtschaftung der Liquidität und die

kosteneffiziente Beschaffung von Devisen und Finanzierungen

zwecks Optimierung der Finanzmittel

mehrheitlich zentralisiert. Die Überwachung der Risiken

mit Limitensystemen und Sensitivitätsanalysen

sowie deren Bewirtschaftung erfolgen beim Migros-

Genossenschafts-Bund.

Liquiditätsmanagement

Zum Zweck der permanenten Gewährleistung der

Zahlungsbereitschaft der Gruppe führt der Migros-Genossenschafts-Bund

eine Nettoliquidität in der Grösse

von mindestens 4 Prozent des Gruppenumsatzes. Damit

werden ca. 72 Prozent der Gruppenliquidität durch

den Migros-Genossenschafts-Bund verwaltet.

− Geldmarkt- und Devisengeschäfte

Mindestens 50 Prozent der Liquidität des Migros-

Genossenschafts-Bundes werden im Rahmen der

Liquiditäts-, Devisen- und Zinspolitik zur Liquiditätsversorgung

der Gruppengesellschaften eingesetzt.

Als internes Bank- und Service-Center ist

der Migros-Genossenschafts-Bund zuständig für

alle Liquiditäts- und Devisenbedürfnisse der Migros-Gruppe.

Durch die Bündelung der internen

Fremdwährungsbedürfnisse können Devisentransaktionen

bezüglich Timing und Kosten optimiert

abgewickelt werden. Der Migros-Genossenschafts-

Bund offeriert seinen Partnern neben einer Kontokorrentlösung

in verschiedenen Währungen auch

die Möglichkeit, kurz- oder langfristige Finanzierungen

oder Anlagen zu tätigen.

− Anlageportfolio

Bis zu höchstens 50 Prozent der Liquidität des

Migros-Genossenschafts-Bundes werden im Rahmen

eines separaten Portfolios in Wertschriften

angelegt. Die vom Management vorgegebene Anlagepolitik

regelt mittels strategischer und taktischer

Asset Allocation die Aufteilung der Anlagen nach

Anlagekategorien, Märkten und Währungen.

Anlageportfolio 2005

Migros-Genossenschafts-Bund

152

Aufteilung Wertschriften nach Anlagekategorien

14 % Aktien

86 % Obligationen

Aufteilung Wertschriften nachWährungen

10 % Euro

9 % US-Dollar

6 % Übrige

75 % Schweizer Franken

Finanzierungsmanagement

Die Finanzierungspolitik setzt die Rahmenbedingungen

für die Aufnahme von kurz- und langfristigen

Finanzierungen am Geld- und Kapitalmarkt. Die Finanzierung

basiert grundsätzlich auf einem Drei-Säulen-Konzept:

den Anlagesparkonten der Migros-Mitarbeitenden,

Krediten und Darlehen von inländischen

und ausländischen Banken und institutionellen Investoren

sowie Kapitalmarktanleihen. Dank zentraler

Bündelung des Mittelbedarfs und A-Rating von Standard

& Poor’s erfolgt die Kapitalbeschaffung kostenminimal

und diversifiziert bezüglich Laufzeitenstaffelung

und Gegenparteien.

Die beiden für die Beschaffung von Fremdkapital

wichtigen Finanzkennzahlen haben sich gegenüber

dem Vorjahr nochmals stark verbessert: Der dynamische

Verschuldungsgrad von 1,36 Mal im Vorjahr

auf 1,04 Mal und der Zinsdeckungsgrad von 13,5 Mal

auf 16,6 Mal, beides dank Reduktion der Finanzschuld

und einem höheren EBITDA.


Migros-Gruppe

Aufteilung der Gruppenfinanzierung 2005

nach Gegenparteien

16 % Anleihen

53 % Mitarbeiter

31 % Banken/Dritte

Aufteilung der Gruppenfinanzierung

Mio. CHF nach Fälligkeiten (Status 31.12.2005)

400

300

200

100

0 2006 2007 2008 2009 2010 2011 2012 2013 2014

Banken/Dritte Anleihen

Bilanzmanagement

Das finanzielle Risikomanagement dient dem Zweck

der Erhaltung der starken Bilanz mit gesunden Bilanzrelationen.

Diese Aktivitäten basieren auf einem konservativen

Ansatz, der den strategischen Finanzzielen

«flexible und genügende Liquiditätsversorgung» und

«Minimierung der Risiken» vor dem «Erwirtschaften

einer maximalen Rendite» Vorrang einräumt. Mit

langfristiger Planung des Investitionsbedarfs wird eine

Strategie verfolgt, welche es erlaubt, die effektive

Verschuldung auf einem tiefen Stand und die Fälligkeiten

zeitlich gestaffelt zu halten. Damit soll auch

weiterhin die Unabhängigkeit der Migros-Gruppe sichergestellt

werden.

Die Bilanzstruktur der Migros-Gruppe ist weiterhin

gesund. Die Effektivverschuldung von 4,1 Milliarden

Franken vergleicht sich mit einer Bilanzsumme

von 16,8 Milliarden Franken und nahm um 267 Millionen

Franken ab. Bei einem Eigenkapitalzuwachs von

706 Millionen Franken konnte der Eigenkapitalanteil

am Gesamtkapital um 4,4 Prozentpunkte auf 57,4

Prozent verbessert werden. Auch der Grundsatz der

Fristenkongruenz, wonach das Eigenkapital zuzüglich

langfristigen Fremdkapitals das Anlagevermögen

decken soll, ist eingehalten.

153

Versicherungsmanagement

Der Versicherungsschutz für die Unternehmen und

Stiftungen der Migros-Gruppe wird durch Eigenversicherung

sowie durch Verträge mit privaten Versicherungsgesellschaften

und öffentlich-rechtlichen

Versicherungsanstalten gewährleistet.

Die Versicherungsabteilung des Migros-Genossenschafts-Bundes

tritt dabei gegenüber den Versicherungsgesellschaften

als «Versicherungs-In-House-

Broker» auf.

Dank Gruppenverträgen ist einerseits ein sehr

umfassender und weitgehender Deckungsumfang erhältlich

und andererseits sind hohe Deckungssummen

möglich. Dadurch ist auch sichergestellt, dass alle Migros-Unternehmen

über den bestmöglichen Versicherungsschutz

zu angemessenen Prämien verfügen.

Risikomanagement in Steuer- und

allgemeinen Rechtsfragen

Aufgrund der häufigen Änderungen im steuerlichen

und rechtlichen Umfeld steigt – auch im Sinne einer

verstärkten Corporate Governance – das allgemeine

Bedürfnis nach einer funktionierenden und effizienten

Risikokontrolle sowie Risikobewirtschaftung

und damit in erster Linie nach einem umfassenden,

gruppenweiten Überblick über latent drohende

und bestehende Risiken in Steuer- und allgemeinen

Rechtsfragen.

Wie in den vorangegangenen Jahren wurden

die Risiken innerhalb der Gruppe nach einheitlicher

Sys tematik erfasst und ausgewertet. In einem fortlaufenden

Prozess werden die verschiedenen Risikokategorien

und -arten analysiert und die entsprechenden

Massnahmen umgesetzt.

Zur Grösse und Komplexität der Migros-Gruppe

halten sich die Steuer- und allgemeinen Rechtsrisiken

in einem vertretbaren Rahmen.

Joerg Zulauf

Departement Finanzen


Migros-Gruppe

Wertschöpfungsrechnung

Eine nachhaltige Wertschöpfung und auf die Zukunft gerichtetes Bewirtschaften der verfügbaren Mittel soll auch

in schwierigen Zeiten die Sicherung des Unternehmens, der Arbeitsplätze wie auch der Leistungen an die öffentliche Hand

ermöglichen. Dabei sollen die Leistungen an unsere Kunden laufend gesteigert werden.

Entstehung

154

2005 2004

MIO. CHF % MIO. CHF %

Unternehmensleistung 20 385 100 20 303 100

Materialaufwand 12 160 60 12 082 59

Übriger Aufwand 1 207 6 1 335 7

BRUTTOWERTSCHÖPFUNG 7 018 34 6 886 34

Abschreibungen 853 4 854 4

NETTOWERTSCHÖPFUNG 6 165 30 6 032 30


Verwendung

an Mitarbeiter 4 517 73 4 488 74

an Kultur/Soziales (Kulturprozent) 112 2 114 2

an Kreditgeber 70 1 96 2

an öffentliche Hand 767 13 789 13

› Steuern 101 92

› Mehrwertsteuern 142 142

› Zölle/Gebühren/Abgaben 524 555

an Unternehmung (Selbstfinanzierung) 699 11 545 9

NETTOWERTSCHÖPFUNG 6 165 100 6 032 100


Kennzahlen zur Wertschöpfung 2005 2004 1

Bruttowertschöpfung je Ø Vollzeitstelle CHF 117 095 112 594

Nettowertschöpfung je Ø Vollzeitstelle CHF 102 863 98 630

Personalaufwand je Ø Vollzeitstelle CHF 75 366 73 384

Durchschnittliche Anzahl Vollzeitstellen 59 934 61 158

Die Zunahme der Unternehmungsleistung ist geprägt durch unterschiedliche Einflüsse. Auf hohem Niveau stabilisiert sich der

Umsatz im Detailhandel, liegt jedoch u.a. durch die rückläufige Entwicklung im Reisegeschäft gegenüber Vorjahr zurück. Den

Rückstand vermag aber das Brenn- und Treibstoffgeschäft dank höheren Erdölpreisen aufzuholen. Der Materialaufwand liegt

auch wegen der höheren Erdölpreise marktbedingt über dem Vorjahr. Nachhaltige Kostenbewirtschaftung gleicht diesen Effekt

aus, was eine über dem Vorjahr liegende Brutto- wie Nettowertschöpfung ergibt.

Bei der Verwendung der Nettowertschöpfung macht der Personalaufwand unverändert mit rund 73 Prozent den Hauptanteil aus.

Aufgrund der über dem Branchendurchschnitt gewährten Lohnerhöhungen von 1,5 Prozent, erforderlichen Anpassungen bei den

Sozialversicherungsprämien (Tariferhöhung für die Versicherung von Nicht-Berufsunfällen) sowie der einmalig gewährten Leistungsprämie

von CHF 500 pro festangestellten Mitarbeitenden nehmen die Personalkosten in absoluten Werten zum Vorjahr zu.

Die Verschiebung der prozentualen Strukturwerte ist somit eine direkte Folge des gegenüber Vorjahr um 28,3 Prozent gesteigerten

Gruppenergebnisses.

Die Brutto- wie Nettowertschöpfung je Vollzeitstelle liegen über den Vorjahreswerten, was zum Teil den erwähnten Effekten

im Personalaufwand zuzuschreiben ist. Des Weiteren trägt die laufende Optimierung der erforderlichen Personalressourcen an

die Marktverhältnisse zu einem strukturbedingten Rückgang im Personalbestand bei.

Die Unternehmensfortführung und die Innovationssicherung sind durch die permanente Ausrichtung der Wertschöpfungskette

an die dynamische Marktentwicklung anzupassen und durch Einbehaltung eines adäquaten Gewinnes weiterhin anzustreben.

1 Anpassung der Vorjahreswerte aufgrund der neuen, ab 1.1.2005 einheitlich und verbindlich anzuwendenden Berechnungsmethodik für den

Personalbestand resp. für die Vollzeitstellen innerhalb der Migros-Unternehmen.


Migros-Gruppe

5-Jahres-Kennzahlen Migros-Gruppe

KENNZAHLEN IN MIO. CHF 2001 2002 2003 2004 2005

155

GRUPPENUMSATZ 20 174 20 187

19 824 1 20 013 20 303 20 385

Veränderung in % zum Vorjahr


+ 2,6 + 0,1 + 1,0 + 1,4 + 0,4

EBITDA 1 284 1 268 1 290 1 397 1 460

in % vom Gruppenumsatz


6,4 6,4 6,5 6,9 7,2

EBIT 488 451 484 543 607

in % vom Gruppenumsatz


2,4 2,3 2,4 2,7 3,0

GRUPPENGEWINN 285 178 372 545 699

in % vom Gruppenumsatz


1,4 0,9 1,9 2,7 3,4

CASHFLOW 1 168 1 103 1 005 1 187 1 378

in % vom Gruppenumsatz


5,8 5,6 5,0 5,8 6,8

FREE CASHFLOW


202 43 – 162 301 319

INVESTITIONEN


1 140 1 208 1 319 996 1 127

UMLAUFVERMÖGEN 5 294 4 813 4 844 5 017 4 561

in % vom Gesamtvermögen


32,1 29,3 29,2 29,8 27,2

ANLAGEVERMÖGEN 11 194 11 611 11 744 11 822 12 221

in % vom Gesamtvermögen


67,9 70,7 70,8 70,2 72,8

KURZFRISTIGES FREMDKAPITAL 2 902 2 981 3 195 3 184 2 795

in % vom Gesamtkapital


17,6 18,2 19,3 18,9 16,7

LANGFRISTIGES FREMDKAPITAL 5 741 5 423 4 999 4 727 4 353

in % vom Gesamtkapital


34,8 33,0 30,1 28,1 26,0

EIGENKAPITAL 7 845 8 020 8 394

EIGENKAPITAL INKL. MINDERHEITEN 8 928 9 634

in % vom Gesamtkapital 47,6 48,8 50,6

in % vom Gesamtkapital inkl. Minderheiten


53,0 57,4

BILANZSUMME


AUFWENDUNGEN FÜR KULTURELLE, SOZIALE

16 488 16 424 16 588 16 839 16 782

UND WIRTSCHAFTSPOLITISCHE ZWECKE


PERSONALBESTAND KONSOLIDIERUNGSKREIS

120 123 114 114 112

› Anzahl Personen 31.12. 82 018 83 149 81 600 79 688

› Anzahl Personen Jahresdurchschnitt 2 82 272 81 049

› Vollzeitstellen 31.12. 60 103 62 400 60 571 59 812

› Vollzeitstellen 3 61 158 59 934

› Vollzeitstellen Jahresdurchschnitt


59 664 61 252 61 486 60 192

MIGROS-GENOSSENSCHAFTER (Mitglieder) 1 877 875 1 890 739 1 913 531 1 957 804 1 982 033

1 2002: Angepasster Vorjahreswert aufgrund neuer Umsatzdefinition Hotelplan-Gruppe.

2 + 3 2005: Neue, einheitlich angewendete Berechnungsmethode; Vorjahreswert 2004 angepasst.


Migros-Gruppe

Gruppenbilanz

156

ERLÄUTERUNGEN 31.12.2005 31.12.2004

Aktiven MIO. CHF MIO. CHF

UMLAUFVERMÖGEN

Flüssige Mittel 1/14 1 468 1 825

Wertschriften 2/14 450 510

Forderungen 3/14 738 745

Vorräte 4 1 800 1 825

Aktive Rechnungsabgrenzung 5 105 112

TOTAL UMLAUFVERMÖGEN 4 561 5 017


A NLAGEVERMÖGEN

Sachanlagen 6 9 846 9 615

Finanzanlagen 7/14 2 309 2 133

Immaterielle Anlagen 8 66 74

TOTAL ANLAGEVERMÖGEN 12 221 11 822


BILANZSUMME 16 782 16 839

Passiven

KURZFRISTIGES FREMDKAPITAL

Bankverbindlichkeiten 9/14 89 583

Sonstige Verbindlichkeiten 10/14 2 513 2 404

Passive Rechnungsabgrenzung 11 193 197

TOTAL KURZFRISTIGES FREMDKAPITAL


2 795 3 184

LANGFRISTIGES FREMDKAPITAL

Finanzverbindlichkeiten 12/14 3 163 3 483

Rückstellungen 13 1 190 1 244

TOTAL LANGFRISTIGES FREMDKAPITAL 4 353 4 727

TOTAL FREMDKAPITAL


7 148 7 911

EIGENKAPITAL

Genossenschaftskapital 20 20

Gewinnreserven 8 900 8 352

Gruppengewinn 699 545

EIGENKAPITAL EXKL. MINDERHEITSANTEILE 9 619 8 917

Minderheitsanteile 15 11

TOTAL EIGENKAPITAL INKL. MINDERHEITSANTEILE 9 634 8 928

BILANZSUMME 16 782 16 839


Migros-Gruppe

Gruppenerfolgsrechnung

157

ERLÄUTERUNGEN 2005 2004

MIO. CHF MIO. CHF

Nettoerlöse aus Lieferungen und Leistungen 14/15 20 006 19 921

Andere betriebliche Erträge 14/16 379 382

GRUPPENUMSATZ 20 385 20 303


Material- und Dienstleistungsaufwand der verkauften Produkte und Leistungen 12 160 12 082

BRUTTOGEWINN AUS BETRIEBLICHER TÄTIGKEIT


8 225 8 221

Personalaufwand 17 4 517 4 488

Betriebliche Abschreibungen 6/8 853 854

Andere betriebliche Aufwendungen 14/18/22 2 248 2 336

EBIT


607 543

Finanzergebnis 14/19 203 103

Übriges Ergebnis 20 19 32

GEWINN VOR STEUERN


829 678

Steuern 21 126 131

GEWINN


703 547

Minderheitsanteile –4 –2

GRUPPENGEWINN 699 545


Migros-Gruppe

Geschäftstätigkeit

Gruppengeldflussrechnung

158

ERLÄUTERUNGEN 2005 2004

MIO. CHF MIO. CHF

GRUPPENGEWINN 699 545

Minderheitsanteile 4 2

Abschreibungen auf:

› Sachanlagen 6 823 817

› Finanzanlagen –35 –3

› Immaterielles Anlagevermögen 8 28 30

Buchgewinne aus Verkäufen von Vermögensteilen –24 –20

Nicht liquiditätswirksamer Ertrag aus Equity-Beteiligungen –201 –155

Abnahme von Rückstellungen 13 –54 –170

GELDFLUSS AUS BETRIEBLICHER TÄTIGKEIT VOR

VERÄNDERUNG DES NETTOUMLAUFVERMÖGENS 1 240 1 046

Zunahme des betrieblichen Nettoumlaufvermögens 23 138 141

= GELDFLUSS AUS GESCHÄFTSTÄTIGKEIT (CASHFLOW)


Investitionstätigkeit

1 378 1 187

Investitionen in Sachanlagen 6 –1 101 –972

Veräusserung von Sachanlagen 67 102

Kauf von Beteiligungen 0 –10

Veräusserung von Beteiligungen 1 5

Investitionen in Beteiligungen von assoziierten Gesellschaften –7 0

Investitionen in immaterielle Anlagen 8 –20 –14

Veräusserung von immateriellen Anlagen 1 3

= GELDFLUSS AUS INVESTITIONSTÄTIGKEIT –1 059 –886

FREE CASHFLOW


Finanzierungstätigkeiten

319 301

Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten –487 –82

Finanzanlagen 65 99

Langfristige Finanzverbindlichkeiten –318 –89

Arbeitgeberbeitragsreserve (Fonds MGB) 0 21

= GELDFLUSS AUS FINANZIERUNGSTÄTIGKEIT –740 –51

WÄHRUNGSEINFLUSS AUF LIQUIDE MITTEL 4 –4

Liquide Mittel Anfang Jahr 2 335 2 089

Liquide Mittel Ende Jahr 1 918 2 335

= ABNAHME LIQUIDE MITTEL (Vorjahr Zunahme) –417 246


Zusammensetzung des Fonds

Liquide Mittel 1 468 1 825

Wertschriften 450 510

= FONDS LIQUIDE MITTEL UND WERTSCHRIFTEN 1 918 2 335


Migros-Gruppe

Veränderungen des konsolidierten Eigenkapitals

159

WERTE IN MIO. CHF KUMUL. TOTAL TOTAL

FREMD- EXKL. INKL.

GENOSSEN- EINBE- WÄHRUNGS- MINDER- MINDER- MINDER-

SCHAFTS- HALTENE DIFFE- HEITS- HEITS- HEITS-

KAPITAL GEWINNE RENZEN ANTEILE ANTEILE ANTEILE

EIGENKAPITAL 01.01.2004 20 8 380 -6 8 394 6 8 400

Veränderung Genossenschaftskapital

Jahresgewinn 545 545 2 547

Fremdwährungs-Umrechnungsdifferenzen

Dividenden

Konsolidierungskreisänderungen/

–1 –1 –1

Erhöhung Beteiligungsanteile 3 3

Erfolgsneutrale Veränderungen –21 –21 –21

EIGENKAPITAL 31.12.2004


20 8 904 –7 8 917 11 8 928

EIGENKAPITAL 01.01.2005

Veränderung Genossenschaftskapital

20 8 904 –7 8 917 11 8 928

Jahresgewinn 699 699 4 703

Fremdwährungs-Umrechnungsdifferenzen

Dividenden

Konsolidierungskreisänderungen/

3 3 3

Erhöhung Beteiligungsanteile

Erfolgsneutrale Veränderungen

–2 2 0

EIGENKAPITAL 31.12.2005 20 9 601 –2 9 619 15 9 634

Die erfolgsneutrale Veränderung des Eigenkapitals im Vorjahr erfolgte aufgrund einer Umwandlung eines Fonds bei der

Migros-Pensionskasse zu nicht bilanzierungsfähigen Arbeitgeberbeitragsreserven.

In der Position Einbehaltene Gewinne sind nicht ausschüttbare, gesetzliche Reserven in Höhe von CHF 89 Mio.

(Vorjahr CHF 71 Mio.) enthalten.


Genossenschaftskapital-Nachweis

der Migros-Gruppe

GENOSSENSCHAFTS-ANTEILSCHEINE ANTEILSCHEIN 10.– ANTEILSCHEIN 30.–

TOTAL

ANTEILSCHEINE

01.01.2005 1 957 615 466 1 958 081

Veränderung Anteilscheine 23 096 –249 22 847

31.12.2005


GENOSSENSCHAFTSKAPITAL IN TCHF

1 980 711 217 1 980 928

01.01.2005 19 576 14 19 590

Veränderung Genossenschaftskapital 231 –6 225

31.12.2005 19 807 8 19 815

GENOSSENSCHAFTSKAPITAL – STATUTARISCHE BESTIMMUNGEN

A NTEILSCHEINE: Jede Genossenschaft gibt Anteilscheine aus, die auf den Namen lauten.

HAFTUNG: Für die Verbindlichkeit der Genossenschaft haftet ausschliesslich das Genossenschaftsvermögen.

Jede persönliche Haftung der Genossenschafter ist ausgeschlossen.


Migros-Gruppe

Anhang zur Gruppenrechnung

Grundsätze der Rechnungslegung

Allgemeine Grundlagen der Rechnungslegung

Die Gruppenrechnung wird gemäss den Swiss GAAP

FER vorgenommen. Die der Konsolidierung zugrunde

liegenden Einzelabschlüsse werden nach einheitlichen

Grundsätzen erstellt.

Die Erstellung der Gruppenrechnung verlangt

von der Unternehmensleitung, Einschätzungen und

Annahmen zu treffen, welche die ausgewiesenen Vermögenswerte

und Verbindlichkeiten, Eventualverpflichtungen

im Zeitpunkt der Bilanzierung sowie Erträge

und Aufwendungen während der Berichtsperiode

beeinflussen. Wenn zu einem späteren Zeitpunkt

derartige Einschätzungen und Annahmen, welche

von der Unternehmensleitung im Zeitpunkt der Bilanzierung

nach bestem Wissen getroffen wurden, von

den tatsächlichen Gegebenheiten abweichen, werden

die ursprünglichen Einschätzungen und Annahmen in

jenem Berichtsjahr entsprechend angepasst, in dem

sich die Gegebenheiten geändert haben.

Konsolidierungsstichtag

Abschlussstichtag aller einbezogenen Unternehmen

ist der 31. Dezember, mit Ausnahme der Hotelplan-

Gruppe, deren Geschäftsjahr am 31. Oktober endet.

Konsolidierungskreis

In die Gruppenrechnung einbezogen sind alle Unternehmen,

welche durch die Migros-Gruppe direkt oder

indirekt kontrolliert werden. Kontrolle bedeutet die

Möglichkeit der massgebenden Beeinflussung der finanziellen

und operativen Geschäftstätigkeiten, um

daraus entsprechenden Nutzen ziehen zu können. Dies

ist üblicherweise der Fall, wenn die Migros-Gruppe direkt

oder indirekt mehr als 50 Prozent der Stimmrechte

einer Gesellschaft besitzt. Im Laufe des Berichtsjahres

erworbene oder veräusserte Gesellschaften werden ab

dem Datum der Übergabe der Kontrolle der Geschäftstätigkeiten

an die Migros-Gruppe und alle verkauften

Gesellschaften bis zum Veräusserungsdatum in die

Gruppenrechnung einbezogen resp. ausgeschlossen.

Aufgrund der unterschiedlichen Tätigkeit und

zur Wahrung der Bilanzklarheit wird die durch die M-

Gemeinschaft gehaltene Migrosbank von der Vollkonsolidierung

ausgeschlossen (s. Equity-Methode). Die

Migrosbank veröffentlicht ihre Jahresrechnung im eigenen

Geschäftsbericht.

160

Der Konsolidierungskreis ist im Anhang auf den Seiten

195 bis 200 dargestellt.

Konsolidierungsmethode

– Vollkonsolidierung

Der Einbezug der Gesellschaften erfolgt nach der

Methode der Vollkonsolidierung. Die Kapitalkonsolidierung

erfolgt nach der angelsächsischen Methode

(Purchase-Methode). Aktiven und Fremdkapital von

erworbenen Gesellschaften werden auf den Zeitpunkt

des Kontrollwechsels nach Gruppen-Grundsätzen

neu bewertet; Mehr- und Minderwerte werden

den betreffenden Bilanzpositionen zugeordnet und

die verbleibende Differenz zwischen dem Kaufpreis

sowie dem nach den Rechnungslegungs-Grundsätzen

der Gruppe ermittelten Eigenkapital, d.h. der Goodwill,

wird aktiviert und planmässig abgeschrieben.

Allfällige Beteiligungen von Dritten an vollkonsolidierten

Gesellschaften werden als Minderheiten am

Eigenkapital und am Erfolg separat ausgewiesen.

– Equity-Methode

Es bestehen kleinere Beteiligungen zwischen 20 und 50

Prozent an assoziierten Gesellschaften und Gemeinschaftsunternehmen.

Diese werden nach der Equity-

Methode (anteiliges Eigenkapital) in die Gruppenrechnung

integriert. Die Migrosbank wird nach der Equity-

Methode in die Gruppenrechnung einbezogen.

Übrige Beteiligungen

Alle übrigen Beteiligungen von weniger als 20 Prozent

werden zu den Anschaffungskosten abzüglich der

notwendigen Wertberichtigungen ausgewiesen und

in den Finanzanlagen geführt.

Veränderung des Konsolidierungskreises

Im Berichtsjahr ergaben sich folgende Änderungen,

die im Konsolidierungskreis berücksichtigt wurden:

ABGÄNGE

Globest AG, Rotkreuz LIQUIDIERT 21.07.2005

Parikos Reisen AG, Zürich LIQUIDIERT 31.03.2005

ZUGÄNGE

Interhome Nordic AB, Helsinki NEUGRÜNDUNG 31.10.2005

SSP Informatik AG, Zürich KAUF 01.05.2005

Travelwindow AG, Zürich KAUF 31.10.2005


Migros-Gruppe

KAPITALERHÖHUNG NEU BISHER

Hotelplan Intern. Reisorg. B.V. TEUR 6 042 2 042

ÄNDERUNG BETEILIGUNGSANTEIL NEU BISHER

Cevanova AG, Bern

(Equity-Konsolidierung) 50% 33,3%

ILEM SA, Carouge 34,4% 73%

FUSIONEN, NAMENSÄNDERUNGEN UND SITZVERLEGUNGEN

ESCO Reisen AG, Basel Fusion mit Hotelplan AG

ESCO Reisen GmbH, Lörrach Fusion mit ESCO-Reisen

Freiburg GmbH

Marti Reisebüro AG, Opfikon Fusion mit Hotelplan AG

Hotelplan Int. Reiseorg. Fusion mit ESCO-Reisen

GmbH, Freiburg i.Br. Freiburg GmbH

Hotel und Restaurant Fusion mit Magazine

Bristol AG, Bern zum Globus AG

Turisanda S.p.A., Milano Fusion mit

Hotelplan Italia S.p.A.

Gattinoni SRL, Lecco neu: Gattinoni

Travel Network s.r.l.

Hotelplan Organ. Internationale neu: Hotelplan S.A.S.,

de Voyages SA, Paris Mulhouse

FIRMEN IN LIQUIDATION

Ambassador Reisen AG, Solothurn

Ex Libris GmbH Deutschland, DE-Weil am Rhein

Interio GmbH, DE-Stuttgart

WEITERE VERÄNDERUNGEN – EREIGNIS NACH DEM BILANZSTICHTAG

Auf den 1. Januar 2006 wurden folgende Beteiligungen der

Hotelplan AG verkauft: M-travel Reisburo B.V. in NL-Rijswijk

und Reisburo Van Staalduinen B.V., NL-Gravenzande.

Gruppeninterne Beziehungen

Alle gruppeninternen Transaktionen, Beziehungen

und Zwischengewinne, mit Ausnahme der Zwischengewinne

auf Warenvorräten, werden im Rahmen

der Konsolidierung eliminiert. Auf die Eliminierung

der Zwischengewinne auf Vorräten wird verzichtet,

da sie einen unverhältnismässigen Aufwand mit sich

bringen würde und die gruppeninterne Verrechnung

zu Marktpreisen erfolgt.

Fremdwährungsumrechnung

In den Einzelgesellschaften werden Fremdwährungsaktivitäten

zu den entsprechenden Transaktionskursen

oder, falls sie durch Termingeschäfte kursgesichert

sind, zum Sicherungskurs umgerechnet.

In fremder Währung erstellte Jahresrechnungen

werden für die Gruppenrechnung zum Jahresendkurs

in Schweizer Franken umgerechnet. Die aus Wechselkursveränderungen

gegenüber dem Vorjahr entstehenden

Umrechnungsdifferenzen auf dem Nettover-

161

mögen werden mit dem konsolidierten Eigenkapital

verrechnet. Für die Umrechnung der Erfolgsrechnungen

werden Durchschnittskurse verwendet. Daraus

resultierende Kursdifferenzen werden im Eigenkapital

erfasst.

Bewertungsgrundsätze

– Flüssige Mittel

Flüssige Mittel beinhalten Kassenbestände, Callgelder

und Kontokorrente mit Banken und ähnlichen

Instituten. Fremdwährungsbestände sind zum Jahresendkurs

umgerechnet.

– Wertschriften

Die Wertschriften sind zu Kurswerten am Bilanzstichtag

bewertet. Sie sind kurzfristig realisierbar.

– Forderungen

Diese sind um die erkennbaren Verlustpositionen vermindert

(Einzelwertberichtigung).

– Warenvorräte

Die Warenvorräte sind zu Einstandswerten (Beschaffungs-

bzw. Herstellkosten) oder zum niedrigeren realisierbaren

Nettowert bewertet. Die Herstellkosten

setzen sich zusammen aus Rohmaterial, sonstigen direkten

Kosten und zurechenbaren Produktionsgemeinkosten.

Der Wertansatz für die wichtigsten Vorräte basiert

auf der Methode der gleitenden Durchschnitte.

– Sachanlagen

Grundstücke sind zum Anschaffungswert eingesetzt

und werden nicht abgeschrieben. Die übrigen Anlagen

werden zu den Anschaffungs- bzw. Herstellkosten abzüglich

betriebswirtschaftlich notwendiger Abschreibungen

(linear) ausgewiesen. Die Nutzungsdauer der

wesentlichen Anlagenkategorien:

Gebäude 40–50 Jahre

Installationen und technische Anlagen 12–20 Jahre

Übriges Sachanlagevermögen 3–12 Jahre

Die nach den vorstehenden Grundsätzen ermittelten

Bilanzwerte werden periodisch überprüft. Der Buchwert

von Vermögensgegenständen darf nicht über dem

erzielbaren Wert sein. Der erzielbare Wert eines Vermögensgegenstandes

entspricht dem höheren Wert aus

dem Nettoveräusserungswert oder Nutzwert. Eine notwendige

Reduktion des Buchwertes auf den niedrigeren

erzielbaren Betrag wird der Gruppenerfolgsrechnung

als ausserplanmässige Wertverminderung von Vermögenswerten

belastet. Reparaturen und Unterhaltskosten

werden laufend dem Gruppenergebnis belastet.


Migros-Gruppe

Leasing

Die Sachanlagen im Rahmen von Finanz-Leasing-Verträgen

werden über die geschätzte Nutzungsdauer abgeschrieben.

Bezahlte Mieten unter Operating-Leasing-Verträgen

werden erfolgswirksam über die Dauer

des Vertrags erfasst.

Finanzanlagen

Übrige nicht konsolidierte Beteiligungen sind zum

Anschaffungswert abzüglich allfällig notwendiger Abschreibungen

für nachhaltige Wertverminderungen

bilanziert.

Immaterielles Anlagevermögen

Das immaterielle Anlagevermögen enthält von Dritten

übernommene Lizenzen, Patente und ähnliche

Rechte, Leistungen für Software-Entwicklungen sowie

Goodwill.

Die Zugänge von Lizenzen, Patenten und ähnlichen

Rechten sowie Leistungen für Software-Entwicklungen

werden zu Anschaffungswerten erfasst.

Die aktivierten Werte werden jährlich auf Werthaltigkeit

überprüft und über die erwartete Nutzungsdauer

linear abgeschrieben.

Der Goodwill aus Kapitalkonsolidierung entspricht

der Differenz zwischen dem Erwerbspreis und

den «fair values» der akquirierten identifizierbaren

Vermögenswerte und Verbindlichkeiten.

Aufwendungen für Forschung und Entwicklung

werden nicht aktiviert, sondern direkt der Erfolgsrechnung

belastet.

Das immaterielle Anlagevermögen wird über

dessen wirtschaftliche Nutzungsdauer linear abgeschrieben.

Die wirtschaftliche Nutzungsdauer der

wichtigsten Kategorien beträgt:

Goodwill

5–10 Jahre

Lizenzen, Patente, ähnliche Rechte

5–10 Jahre

oder kürzere rechtliche oder wirtschaftliche Nutzungsdauer

Entwicklungskosten EDV

5–10 Jahre

oder kürzere rechtliche oder wirtschaftliche Nutzungsdauer

Rückstellungen

Rückstellungen werden gebildet, sofern eine gesetzliche

Pflicht oder eine Verpflichtung aus bisherigen

Ereignissen entstanden ist, die wahrscheinlich zu

einem Mittelabfluss führen wird und dieser zuverlässig

bewertet werden kann. Die gebildeten Rückstellungen

stellen die bestmögliche Einschätzung der

endgültigen Verpflichtung dar. Mögliche Verpflichtungen,

deren Existenz durch zukünftige Ereignisse

noch bestätigt werden muss oder deren Höhe nicht

162

zuverlässig eingeschätzt werden kann, werden den

Eventualverbindlichkeiten zugeordnet.

Steuern

Alle Ertragssteuern, die sich aufgrund der steuerlichen

Gewinne des Geschäftsjahres ergeben, sind der Erfolgsrechnung

belastet, unabhängig vom Zeitpunkt der

Fälligkeit. Darüber hinaus entstehen aufgrund der zeitlich

befristeten Abweichungen zwischen Steuer- und

Gruppenwerten Rückstellungen für latente Steuern.

Die Berechnung der latenten Steuerverbindlichkeiten

erfolgt aufgrund eines gesamtschweizerischen

Durchschnittssatzes von 21 Prozent wie im Vorjahr.

Der auf das Berichtsjahr entfallende Betrag wird in

der Erfolgsrechnung berücksichtigt. Latente Steuerguthaben

aus steuerlichen Verlustvorträgen werden

nicht aktiviert. Wo keine Ausschüttung von Gewinnen

vorgesehen ist, sind Quellensteuern und andere

Steuern auf mögliche spätere Ausschüttungen von zurückbehaltenen

Gewinnen der Gruppengesellschaften

nicht berücksichtigt, da diese Gewinne in der Regel

reinvestiert werden.

Methodenänderung und deren Auswirkung

Die Migrosbank wird nach der Equity-Methode in die

Gruppenrechnung einbezogen. Diese hat 2005 das Verfahren

zur Berechnung des Pauschaldelkrederes an die

neue Praxis angepasst. Dies führt zu einem einmaligen

Ertrag von CHF 63 Mio. (vgl. auch Erläuterungen unter

Ziffer 7 und 19).

Personalvorsorge

In der Schweiz bestehen unabhängige Vorsorgeeinrichtungen

zu Gunsten der Mitarbeitenden, welche durch

Arbeitnehmer- und Arbeitgeberbeiträge finanziert

werden. Der Vorsorgeplan der Migros-Pensionskasse

beruht auf dem Leistungsprimat. Die meisten Mitarbeitenden

der Gruppe sind im Genuss von leistungsorientierten

Vorsorgeplänen, im Allgemeinen auf der

Basis vom letztbezogenen versicherten Einkommen

und der Beschäftigungsdauer. Der Arbeitgeber kann

im Falle einer Unterdeckung der Pensionskasse zu Sanierungsbeiträgen

verpflichtet werden.

Die Altersvorsorge ausländischer Gesellschaften

ist durch die jeweilige staatliche Institution sichergestellt.

Zusätzliche Verpflichtungen aus der ergänzenden

Altersvorsorge in Form von AHV-Übergangsrenten

(Pensionierung von Mann und Frau mit 63 Jahren)

sind in der Jahresrechnung berücksichtigt.


Migros-Gruppe

Die Migros-Pensionskasse schliesst ihre Jahresrechnungen

nach Swiss GAAP FER 26 ab. Gemäss der

überarbeiteten Fachempfehlung Swiss GAAP FER 16,

welche hier rückwirkend auf den 1.1.2005 angewendet

wird, sollen die Informationen von Swiss GAAP

FER 26 genutzt werden zur Klärung, ob zusätzlich zu

den berücksichtigten Beitragsleistungen der Migros-

Gruppe weiterer wirtschaftlicher Nutzen besteht

oder weitere wirtschaftliche Verpflichtungen vorliegen.

Die Frage der Klassifizierung in beitrags- und

leistungsorientierte Vorsorgepläne entfällt.

Erfassung von Erträgen, Kosten und

Aufwendungen

Der ausgewiesene Umsatz entspricht den erfolgten

Verkäufen und Lieferungen von Produkten und erbrachten

Leistungen an Dritte nach Abzug von Verkaufssteuern

und Rabatten. Abgrenzungen für Lieferanten-Boni

werden in derselben Periode verbucht

wie die zugehörigen Materialaufwendungen.

Transaktionen mit nahe stehenden Personen

(siehe Ziffer 14)

Die Geschäftstätigkeiten mit nahe stehenden Personen

werden zu marktkonformen Konditionen abgewickelt

und beinhalten keine aussergewöhnlichen

Transaktionen.

Grundsätze des finanziellen

Risikomanagements

Risikomanagement

Die Migros-Gruppe ist im Rahmen ihrer Geschäftstätigkeit

einer Vielzahl von Finanzrisiken ausgesetzt,

etwa im Zusammenhang mit Währungs- und Zinsrisiken,

Änderungen der Finanzierungsstruktur oder

Veränderungen der Preise am Aktienmarkt.

– Marktrisiko

Die Migros-Gruppe ist Marktrisiken ausgesetzt, welche

vorwiegend die Marktwerte der investierten liquiden

Mittel, Wertschriften und Beteiligungen betreffen.

Diese Risiken werden laufend überwacht.

In Übereinstimmung mit der internen Risikopolitik

werden derivative Instrumente eingesetzt, um einzelne

Risiken zu bewirtschaften und abzusichern. Die

Migros-Gruppe geht keine Finanztransaktionen ein,

welche zum Zeitpunkt des Abschlusses der Transaktion

ein nicht abschätzbares Risiko enthalten.

– Fremdwährungsrisiken

Als Detailhandelsgruppe mit vorwiegender Verkaufsaktivität

in der Schweiz erfolgt der Einkauf der Handelswaren

auch zu einem bedeutenden Ausmass im

163

Ausland und in Fremdwährung. Zudem bestehen Aktivitäten

im Ausland wie z.B. Hotelplan. Wechselkursschwankungen

können deshalb erheblichen Einfluss

auf die Erfolgsrechnung haben, vor allem in Form von

Transaktionsrisiken und in begrenztem Ausmass von

Umrechnungsrisiken.

Die Währungsrisiken werden laufend überwacht

und, wenn angebracht, werden Transaktionen

mit dem Ziel der Werterhaltung der Vermögenswerte

durchgeführt. Als Absicherungsinstrumente kommen

vor allem Devisentermingeschäfte zur Anwendung,

um gewisse in Fremdwährung erwartete Ausgaben

abzusichern.

– Zinsrisiken

Die Migros-Gruppe ist aufgrund der Volatilität der

Marktzinssätze einem Zinsrisiko ausgesetzt. Sichtguthaben,

Geldmarkt- und Obligationenanlagen unterliegen

einem Zinsrisiko, welches materielle Auswirkungen

auf die Vermögens- und Ertragslage der

Gruppe haben kann. Ebenso bestehen Zinsrisiken auf

der Finanzierungsseite, die sich aus variabel verzinslichen

Roll-over-Krediten von nationalen und internationalen

Banken, festverzinslichen Kapitalmarktaufnahmen

sowie aus variabel verzinslichen Mitarbeiteranlagen

zusammensetzen.

Falls notwendig werden die daraus resultierenden

Zinssatzrisiken mit Finanzinstrumenten wie

Interest Rate Swaps und Forward Rate Agreements

abgesichert.

– Aktienrisiko

Migros kauft in beschränktem Umfang Aktien zur

Anlage der liquiden Mittel. Dabei wird auf eine angemessene

Diversifikation der Aktienanlagen nach

Märkten, Titeln und Branchen geachtet. Risiken des

Wertverlustes werden durch Analysen vor dem Kauf,

durch Konzentration des Portfolios auf erstklassige

Wertschriften sowie durch laufende Überwachung der

Performance und Risiken der Investitionen reduziert.

– Commodities

Migros ist einem Preisrisiko ausgesetzt in Bezug auf

voraussichtliche Käufe von Commodities, die als Rohmaterialien

im Gruppengeschäft eingesetzt werden.

Zur Bewirtschaftung der Preisfluktuationen auf diesen

geplanten Käufen tätigt die Migros-Gruppe Warentermingeschäfte.

– Gegenparteirisiken

Die Gegenparteirisiken umfassen das Bonitätsrisiko

bei marktgängigen Wertschriften, das Ausfallrisiko

bei derivativen Finanzinstrumenten und das Kreditrisiko

auf Kontokorrentbeständen und Festgeldern.


Migros-Gruppe

Das Bonitätsrisiko wird reduziert, indem grundsätzlich

Obligationen von Schuldnern gekauft werden, die mindestens

ein A-Rating oder ein entsprechendes Rating

einer schweizerischen Grossbank aufweisen. In Einzelfällen

werden auch Obligationen von Schuldnern mit

einem tieferen Rating gekauft, allerdings erst nach eingehender

Analyse und positiver Beurteilung allfälliger

Risiken. Zur Vermeidung von Klumpenrisiken ist das

Obligationenportfolio breit diversifiziert. Das Ausfallrisiko

wird vermindert, indem als Gegenparteien nur

sehr gute Banken und Finanzinstitute gewählt werden.

Die Kreditrisiken werden mittels Limitensystem

streng überwacht und begrenzt. Die pro Gegenpartei

ausgesetzten Limiten basieren auf einem internen Rating,

welches auf der Basis eines offiziellen Ratings,

eines Grossbankenratings oder aufgrund eigener Analyse

vergeben wird.

– Liquiditätsrisiken

Die Gesellschaften der Migros-Gruppe sind für die

Bewirtschaftung der liquiden Mittel grundsätzlich

selbst verantwortlich. Die Anlage von nicht betriebsnotwendigen

liquiden Mitteln wie die Beschaffung

von Darlehen zur Überbrückung von Liquiditätsengpässen

wie auch zur Finanzierung von Investitionen

können zentral beim Migros-Genossenschafts-Bund

erfolgen, der die Funktion einer internen Bank einnimmt.

Diese Funktion erlaubt es dem Migros-Genossenschafts-Bund,

den Liquiditätsfluss innerhalb der

Gruppe mehrheitlich zu kontrollieren.

Für die jederzeitige Erfüllung der daraus entstehenden

Liquiditätsanforderungen werden vom

Migros-Genossenschafts-Bund ausreichende Barreserven

und leicht realisierbare Wertschriften gehalten.

Darüber hinaus erlaubt die Kreditwürdigkeit der

Gruppe die günstige Beschaffung von liquiden Mitteln

für Finanzierungstätigkeiten auf dem nationalen

und internationalen Kapitalmarkt.

Derivative Finanzinstrumente

Derivative Finanzinstrumente werden zur Optimierung

und Absicherung der Warenflüsse und der Finanzpositionen

im Rahmen des Asset- und Liability-

Managements der Gruppe eingesetzt.

Die Übersicht auf Seite 177 zeigt die angewendeten

derivativen Finanzinstrumente mit den zugrunde

liegenden Kontraktwerten und den positiven oder

negativen Brutto-Wiederbeschaffungswerten. Die

dargestellten Wiederbeschaffungswerte stellen die

Marktwerte zum Bilanzstichtag dar.

Die mittel- bis langfristigen Bankkredite sind in

der Regel variabel verzinslich. Wo sinnvoll, wird de-

164

ren Verzinsung mittels Interest Rate Swaps über die

Laufzeit fixiert. Ebenfalls werden geplante zukünftige

Mittelaufnahmen am Kapitalmarkt mit Interest

Rate Swaps teilweise oder ganz gegen einen potenziellen

Zinsanstieg abgesichert.

Risikomanagement spezifischer Einzelunternehmen

Migrosbank

Im Bereich des Bankgeschäfts kommt dem Risikomanagement

eine wichtige Rolle für den Unternehmenserfolg

zu. Deshalb wird die Wahrnehmung, Bewirtschaftung

und Steuerung der Risiken in der Migrosbank

als zentrale Kernkompetenz betrachtet und

gesamtheitlich vorgenommen. Die Überwachung der

primären Risikokategorien (Kreditrisiko, Finanzmarktrisiko,

operationelles Risiko inkl. IT-Sicherheit,

rechtliches Risiko und Compliance) erfolgt auf Geschäftsleitungsebene,

im Risk Council.

– Hotelplan

Das Geschäft eines Reiseveranstalters ist von kleinen

Margen geprägt. Dem stehen hohe Auslastungsrisiken

(Betten, Flüge) und zusätzlich Währungs- und Preisrisiken

gegenüber. Hier hat das Risikomanagement in

zweifacher Hinsicht eine zentrale Bedeutung: einerseits

um die Kalkulation zu sichern und andererseits

um Auslastungsrisiken zu optimieren. Die Gesamtüberwachung

erfolgt auf Gruppenleitungsebene.

Mit der Einführung eines Business Warehouse

kann nun im Flug- und Landrisiko eine verbesserte

Risikobewirtschaftung erfolgen. Das Business Warehouse

lässt als einheitliches Führungsinstrument für

die Hotelplangruppe Daten von unterschiedlichen

Systemen tagfertig darstellen. Eine weitere Optimierung

und entsprechende Anpassungen der Prozessorganisation

sind vorgesehen.

– Migrol

Bei Migrol kommen vor allem die Preis- und Währungsrisiken

des Ölgeschäftes zum Tragen. Diese

Risiken werden zum Teil über Währungs- und Warentermingeschäfte

abgesichert. Wo Absicherungsinstrumente

fehlen, werden durchschnittliche Erfahrungswerte

in die Kalkulation einbezogen.

Versicherungsmanagement

Generell wird aufgrund der vorliegenden Risikosituationen,

des möglichen Schadenpotenzials mit den Kriterien

Eintretenswahrscheinlichkeit und Schadenausmass

entschieden, ob ein Risiko selbstfinanziert, d.h.

über die «Eigenversicherung» getragen werden sollte,

oder ob dieses mit einer geeigneten Versicherung zu

überwälzen ist.


Migros-Gruppe

– Sach-/Betriebsunterbrechungsversicherung

Für die Sachrisiken (Feuer, Elementar, Einbruchdiebstahl,

Wasser, EDV) betreibt der MGB eine «Eigenversicherung»,

d.h., häufige Risiken bis zu einer gewissen

Summe werden selber getragen. Gross- und Katastrophenrisiken

sind über eine Gruppen-Police abgedeckt.

– Haftpflichtversicherung

Für alle zur Migros-Gruppe gehörenden Betriebe

besteht für Betriebshaftpflicht- und Produktehaftpflichtrisiken

Versicherungsschutz über einen Basis-

und einen Exzedenten-Vertrag.

165

– Transportversicherung

Die Importe und Exporte von Food- und Non-Food-

Produkten werden über eine «Eigenversicherungs-Lösung»

abgedeckt. Grossschäden sind über eine «Rückversicherung»

abgesichert.

– Motorfahrzeugversicherung

Für die obligatorische Haftpflichtversicherung und

die Kaskorisiken besteht eine Gruppen-Flotten-Versicherung.

– Übrige Risiken

Für Spezialrisiken wie Neu-/Umbauten, Maschinen,

Ausstellungen etc. bestehen je nach Risikosituation

und Versicherungswürdigkeit separate Policen.


Migros-Gruppe

Erläuterungen zur Gruppenbilanz

2005 2004

MIO. CHF MIO. CHF

1 FLÜSSIGE MITTEL

Kassa/Post/Bankbestände 665 644

Festgelder (mit Restlaufzeit unter 12 Monaten) 803 1 181

TOTAL


1 468 1 825

2 WERTSCHRIFTEN

Obligationen 360 428

Aktien 90 82

TOTAL


450 510

3 FORDERUNGEN

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 466 433

Übrige kurzfristige Forderungen 272 312

TOTAL


738 745

4 VORRÄTE

Rohmaterial, Hilfs- und Betriebsstoffe 274 276

Produkte in Arbeit 70 62

Handelsware 1 438 1 468

Pflichtlager 18 19

TOTAL


1 800 1 825

5 A KTIVE RECHNUNGSABGRENZUNG

Zinsen 11 15

Vorausbezahlte Aufwendungen 43 40

Übrige Abgrenzungen 51 57

TOTAL


105 112

166

> Der Festgeldbestand umfasst

u.a. eine Tranche von CHF 75 Mio.

(Vorjahr CHF 140 Mio.), die bei

der Migrosbank angelegt ist. Im

Vorjahr war der Bestand wegen

der anstehenden Rückzahlung einer

Anleihe von CHF 250 Mio. entsprechend

erhöht.


> Die Wertschriften des Umlauf -

vermögens dienen ebenfalls der

Liquiditätssicherung. Die

Bewertung erfolgt zu Marktwerten

am Bilanzstichtag. Die Zielsetzung

der Wertschriftenanlagen

besteht darin, eine positive Rendite

auf dem eingesetzten Kapital

zu erwirtschaften, welche langfristig

über den Refinanzierungskosten

der Migros-Gruppe liegt.

Im Berichtsjahr wurden fällige Obligationen

nicht erneuert.


> Die übrigen Forderungen

enthalten unter anderem Verrechnungssteuer-Guthaben,Vorauszahlungen

für Dienstleistungen,

Abrechnungskonten aus dem Liegenschaften-

und Personalbereich

sowie Guthaben aus dem Kontokorrentverkehr

mit Stiftungen.


> Die konsequente Bestandesführung,

u.a. durch die Zentrale

Warenwirtschaft, ergibt die Abnahme

per Bilanzstichtag.


Migros-Gruppe

167

6 SACHANLAGEN TECHN. ÜBRIGES TOTAL

(WERTE IN MIO. CHF) GRUNDSTÜCKE ANLAGEN U. SACHANL.- ANLAGEN SACHANLAGEVERMÖGEN

U. BAUTEN MASCHINEN VERMÖGEN IM BAU 2005 2004

ANSCHAFFUNGSWERTE

Stand 31.12.2004 8 456 9 012 1 654 349 19 471 19 300

Zugänge 154 460 102 385 1 101 972

Abgänge –113 –349 –101 –7 –570 –696

Umgliederungen 97 82 5 –184 0 –2

Währungsdifferenzen 2 1 1 – 4 –3

Veränderung Konsolidierungskreis – – – – – –100

STAND 31.12.2005 8 596 9 206 1 661 543 20 006 19 471

› davon Finanzleasing – – 2 – 2 5


ABSCHREIBUNGEN

Stand 31.12.2004 3 165 5 537 1 154 – 9 856 9 716

Laufendes Jahr 215 500 108 – 823 817

Abgänge –80 –345 –96 – –521 –610

Umgliederungen 19 –18 –1 – 0 –

Währungsdifferenzen 1 1 – – 2 –

Veränderung Konsolidierungskreis – – – – – –67

STAND 31.12.2005 3 320 5 675 1 165 – 10 160 9 856

BILANZWERT NETTO 31.12.2005 5 276 3 531 496 543 9 846 9 615

› davon Finanzleasing – – 1 – 1 3

IN DEN ANLAGEN SIND INVESTITIONEN FÜR DAS PROJEKT WESTSIDE ENTHALTEN.

Die Migros Aare beabsichtigt ein Freizeit- und Einkaufszentrum WESTside in Brünnen, westlich von Bern, zu realisieren.

WESTside ist eingebettet in die Gesamtüberbauung Bern-Brünnen, die Wohn- und Lebensraum für 2600 Menschen schafft und

mit S-Bahn, Tram-, Bus- und Autobahnanschluss über ein wegweisendes Verkehrskonzept verfügt. Mit Datum vom 12.8.2003

wurde dem Bauvorhaben WESTside vom Regierungsstatthalter die Gesamtbewilligung erteilt. Einsprachen bei den Beschwerdeinstanzen

Bau-, Verkehr- und Energiedirektion des Kantons Bern und Verwaltungsgericht wurden abgewiesen bzw. konnten

mit Projektänderungen erfüllt werden. 13 Beschwerdeführer/innen haben beim Schweizerischen Bundesgericht am 31.1.2005

Verwaltungsgerichtsbeschwerde eingereicht. Genau 127 Tage nach Eingang der Beschwerde entschied das Bundesgericht zu

Gunsten der Bauherrin Neue Brünnen AG (NBAG) und wies die Beschwerde ab. Die NBAG ist eine 100-prozentige Tochter der

Migros Aare. Das Gericht bestätigte, wie die drei Vorinstanzen, die Umweltverträglichkeit des Freizeit- und Einkaufszentrums.

Die Migros Aare hat über die NBAG per 31.12.2005 CHF 156,6 Mio. investiert und aktiviert. Rund 40% davon sind Land- und

Infrastrukturleistungen, 35% Planungs-/Baukosten und 25% Bauherrenleistungen. In diesen Investitionen sind Aufwendungen

für die Promotion (Verkauf und Vermietung von Teilbereichen) enthalten. Verwaltungsrat und Geschäftsleitung gehen davon

aus, dass das Projekt ohne wesentliche Änderungen realisierbar ist, Teilbereiche verkauft und mit den Vermietungen eine angemessene

Gesamtrendite erwirtschaftet werden kann.


WERTBERICHTIGUNGEN

Im Berichtsjahr wurden Werthaltigkeitstests auf spezifischen Anlagenobjekten durchgeführt. Infolgedessen resultierten Wertberichtigungen

auf den jeweiligen Buchwerten in Höhe von CHF 27 Mio., die in der Zeile Abschreibungen laufendes Jahr enthalten

sind.


BRANDVERSICHERUNGSWERTE

2005 2004

Mobilien 8 460 8 166

Immobilien


11 450 11 587

FINANZLEASING

In der Berichtsperiode sind Sachanlagen aus Finanzierungs-Leasing mit einem bilanzierten Nettowert von CHF 1 Mio. enthalten.

Die betreffenden Verbindlichkeiten sind mit CHF 1 Mio. unter Position 12 Finanzverbindlichkeiten – Banken und andere Kreditinstitute

– erfasst.


Migros-Gruppe

2005 2004

MIO. CHF MIO. CHF

7 F INANZANLAGEN

Langfristige Bankguthaben 148 145

Übrige langfristige Forderungen 106 174

Nach Equity-Methode bewertete Beteiligungen 1 951 1 747

Übrige nicht konsolidierte Beteiligungen 104 67

TOTAL


2 309 2 133

168

> Die langfristigen Bankguthaben

beinhalten unverändert zum

Vorjahr ordentliche und nachrangige

Darlehen von CHF 110 Mio.

an die Migrosbank. Die Gewährung

der nachrangigen Darlehen an

die Migrosbank steht im Zusammenhang

mit den Eigenkapitalvorschriften

laut Bankengesetz.

Die Abnahme der übrigen langfristigen

Forderungen ist durch

Darlehensrückzahlungen von Dritten

in Höhe von CHF 41 Mio.

begründet. In der Position sind

unter anderem Darlehen an Migros

nahe stehende Stiftungen im

Umfang von CHF 18 Mio. enthalten.

Equity-Beteiligungen: Die Position

enthält im Wesentlichen die

Beteiligung an der Migrosbank,

welche im Jahr 2005 das Verfahren

zur Berechnung des Pauschaldelkrederes

an die neue Praxis angepasst

hat, was die Equity-

Beteiligung zusätzlich erhöht.


8 I MMATERIELLE ANLAGEN LIZENZEN,

(WERTE IN MIO. CHF) ENTWICK- PATENTE, ORGANI- TOTAL

LUNGSKOSTEN VERLAGS- SATIONS- IMMATERIELLE ANLAGEN

(EDV) RECHTE GOODWILL KOSTEN 2005 2004

ANSCHAFFUNGSWERTE

Stand 31.12.2004 126 25 269 14 434 440

Zugänge 13 2 5 – 20 21

Abgänge –21 – –2 – –23 –11

Umgliederungen – – 1 – 1 2

Währungsdifferenzen – – 1 – 1 –

Veränderung Konsolidierungskreis – – – – – –18

STAND 31.12.2005


118 27 274 14 433 434

ABSCHREIBUNGEN

Stand 31.12.2004 88 18 247 7 360 352

Laufendes Jahr 15 3 8 2 28 30

Abgänge –20 – –2 – –22 –10

Umgliederungen – 1 – – 1 –

Währungsdifferenzen – – – – – –

Veränderung Konsolidierungskreis – – – – – –12

STAND 31.12.2005 83 22 253 9 367 360

BILANZWERT NETTO 31.12.2005 35 5 21 5 66 74

Entwicklungskosten (EDV): In Ausnahmefällen sind die selbst entwickelten EDV-Lösungen wie auch die zugekaufte Software

aktiviert und werden in 3 bis 5 Jahren amortisiert. Wesentliche Entwicklungskosten sind insbesondere SAP-Softwarelizenzen

sowie die Entwicklungskosten für ein Kassensystem.

Goodwill aus Kapitalkonsolidierung: Der Zugang beim Goodwill ist auf den erstmaligen Einbezug der Cevanova AG nach der

Equity-Methode sowie auf einen Unternehmenserwerb bei der Hotelplan-Gruppe (siehe Veränderung im Konsolidierungskreis)

zurückzuführen.


Migros-Gruppe

2005 2004

MIO. CHF MIO. CHF

9 BANKVERBINDLICHKEITEN

TOTAL


89 583

10 SONSTIGE VERBINDLICHKEITEN

Lieferungen und Leistungen 1 462 1 375

Personal- und M-Partizipationskonten 236 230

Übrige kurzfristige Verbindlichkeiten 815 799

TOTAL


2 513 2 404

11 PASSIVE RECHNUNGSABGRENZUNG

Kursgelder der Klubschulen 26 22

Mieten 2 2

Zinsen 45 55

Übrige Abgrenzungen 120 118

TOTAL


193 197

12 FINANZVERBINDLICHKEITEN

Obligationen-Anleihen

HERAUSGEBENDES

UNTERNEHMEN FÄLLIGKEIT LAUFZEIT ZINSSATZ

MGB 25.04.2008 2001–2008 3,75 350 350

MGB 03.05.2011 2004–2011 2,5 200 200

Total Obligationen-Anleihen 550 550

Grundpfandgesicherte Verbindlichkeiten 145 152

Personal-Anlagekonten 1 613 1 610

Banken und andere Kreditinstitute 724 1 025

Übrige Festgelder und Darlehen 131 146

TOTAL 3 163 3 483

169

> Die Bankverbindlichkeiten nehmen

aufgrund der planmässigen

Rückzahlung von zwei Anleihen

des MGB in Höhe von

CHF 500 Mio. im Berichtsjahr ab.


> Die Personalkonten werden zu

üblichen Kontokorrentsätzen

verzinst, während für die Partizipationskonten

ein Vorzugszins

zur Anwendung kommt.

Die Übrigen kurzfristigen Verbindlichkeiten

enthalten unter

anderem Vorauszahlungen von

Kunden, zu erwartende Garantieleistungen

und offene Mehrwertsteuer-Abgaben

sowie die

Verpflichtung aus dem M-Cumulus-

Programm gegenüber Kunden.


> Bei den Übrigen Abgrenzungen

sind im Wesentlichen Abgrenzungen

für Ferien- und Überzeitguthaben

von Mitarbeitenden, für kulturelle

Aktionen sowie für sonstige betriebliche

Aufwendungen enthalten.


> Die Personal-Anlagekonten

geniessen einen Vorzugszins und

sind für die Mitarbeitenden der

Migros-Gruppe eine beliebte Anlagemöglichkeit.

Die zur Verfügung

gestellten Gelder unterstehen

einer 3-monatigen Kündigungsfrist

für Bezüge über CHF 25 000.

Die Position Banken und andere

Kreditinstitute enthält Aufnahmen

in Schweizer Franken und in Euro.

Der Bestand Ende 2004 war

leicht erhöht, da damit ein Teil

der 2005 zur Rückzahlung anstehenden

Anleihen refinanziert wurde.


Migros-Gruppe

13 RÜCKSTELLUNGEN STEUER- U. M-AHV- ÜBRIGE ZWECK-

(WERTE IN MIO. CHF) LATENTE RECHTS- ERSATZ- PERSONAL- PA R A-

STEUERN FÄ LLE RENTE VORSORGE GRAPH ÜBRIGE TOTAL

Buchwert per 01.01.2004 696 46 369 28 8 267 1 414

Bildung (Zuführung) 47 18 14 2 2 91 174

Zugang Konsolidierungskreis – – – – – 1 1

Verwendung (Inanspruchnahme) – –7 –41 –4 –1 –92 –145

Abgang Konsolidierungskreis – – –1 – – –1 –2

Auflösung –7 –10 –30 –4 – –50 –101

Reklassifizierung – –27 – – – –70 –97

Währungsdifferenzen – – – – – – –

Buchwert per 31.12.2004 736 20 311 22 9 146 1 244


BUCHWERT PER 01.01.2005 736 20 311 22 9 146 1 244

Bildung (Zuführung) 30 4 29 7 2 62 134

Zugang Konsolidierungskreis – – – – – – –

Verwendung (Inanspruchnahme) – –14 –31 –4 –4 –79 –132

Abgang Konsolidierungskreis – – – – – – –

Auflösung –5 –2 –3 – –3 –43 –56

Reklassifizierung – – – – – – –

Währungsdifferenzen – – – – – – –

BUCHWERT PER 31.12.2005 761 8 306 25 4 86 1 190

170

Die Rückstellung für latente Steuern wird aus dem Unterschied der Eigenkapitalien gemäss den statutarischen Bilanzen und den

Werten der Konzernbilanz ermittelt. Im Berichtsjahr sind die latenten Steuern mit dem unveränderten durchschnittlichen Konzernsteuersatz

von 21 Prozent berechnet.

Die Migros-Unternehmen sind für die Übergangsjahre vom generellen Migros-Pensionierungsalter bis zum ordentlichen Rentenalter

zur Zahlung einer AHV-Überbrückungsrente verpflichtet. Die aufgelaufenen Verpflichtungen per Bilanzstichtag sind in

der Position M-AHV-Ersatzrente ausgewiesen.

Im Vorjahr musste die Rückstellung für die M-AHV-Ersatzrente aufgrund der genehmigten Statutenänderung wesentlich angepasst

werden. Dabei sind einerseits Übertragungen der laufenden Ersatzrenten an die MPK erfolgt, andererseits ergab die Erhöhung

des Rentenalters auf 63 Jahre eine Abnahme der erforderlichen Verbindlichkeiten.

Die übrigen Rückstellungen enthalten wesentlich Verbindlichkeiten für Schadenrisiken, die aufgrund der laufenden Beurteilung

zu entsprechenden Bildungen bzw. Auflösungen im Berichtsjahr führten.


Migros-Gruppe

14 NAHE STEHENDE PERSONEN STIFTUNGEN

(WERTE IN MIO. CHF) MIGROSBANK PERSONAL- UND GESELL-

U. STIFTUNGEN VORSORGE- SCHAFTEN IM

MIT KOMMERZ. STIF- RAHMEN DES TOTAL

BILANZ ZWECK TUNGEN KULTUR-% 2005 2004

Flüssige Mittel 179 – – 179 236

Wertschriften – – – 0 8

Forderungen 2 – 8 10 15

Verkäufe von Sachanlagen – – – – –

Finanzanlagen 156 – 18 174 171

(davon nachrangige Darlehen) (60) (60) (60)

Bankverbindlichkeiten (kfr.) 17 – – 17 14

Sonstige Verbindlichkeiten (kfr.) 1 80 6 87 86

Finanzverbindlichkeiten 45 42 – 87 111

ERFOLGSRECHNUNG

Nettoerlöse aus Lief. u. Leist. 4 6 9 19 13

Andere betriebliche Erträge 5 1 11 17 15

Andere betriebl. Aufwendungen – 34 10 44 42

FINANZERGEBNIS

Zinsertrag 8 – 6 14 15

Zinsaufwand 2 1 8 11 4

171

> In der konsolidierten Gruppenrechnung

sind nebenstehende

Forderungen und Verbindlichkeiten

sowie aus Transaktionen resultierende

Aufwendungen und Erträge

enthalten. Unter Einhaltung der

Swiss GAAP FER 15 werden sämtliche

Transaktionen mit nahe stehenden

Personen, welche in den Positionen

der Bilanz und Erfolgsrechnung

enthalten sind, ausgewiesen. Die

Transaktionen erfolgen zu marktkonformen

Bedingungen.


Migros-Gruppe

Erläuterungen zur Gruppenerfolgsrechnung

2005 2004

MIO. CHF MIO. CHF

15 NETTOERLÖSE AUS LIEFERUNGEN

UND LEISTUNGEN NACH BEREICHEN

Genossenschaften 14 505 14 539

Globus 1 104 1 181

Industrie 751 693

Handel & Logistik 3 432 3 283

MGB 214 225

TOTAL


20 006 19 921

15 NETTOERLÖSE AUS LIEFERUNGEN

UND LEISTUNGEN NACH SEGMENTEN

Detailhandel 14 262 14 374

Grosshandel 1 167 1 139

Gastro 734 745

Freizeit 100 95

Bildung 168 165

Reisen 1 717 1 784

Brenn- und Treibstoffe 1 413 1 206

Liegenschaftenerträge/Übrige 445 413

TOTAL 20 006 19 921

172

> Im Berichtsjahr erzielte Nettoerlöse

aus Lieferungen und

Leistungen mit Dritten gruppiert

nach Bereichen.

Bei der Globus-Gruppe ist der Umsatzrückgang

auf Verkaufs-

und Strukturbereinigungen zurückzuführen.

Die Zunahme bei der Industrie

ist grösstenteils durch die

gesteigerte Export-Tätigkeit begründet.

Im Bereich Handel &

Logistik verzeichnet die Migrol

dank höheren Erdölpreisen ein

entsprechendes Umsatzwachstum.


> Für eine höhere Transparenz

bezüglich Umsatzerzielung erfolgt

der Ausweis der Nettoerlöse aus

Lieferungen und Leistungen nach

Geschäftssegmenten. Mit dieser

Zusatzinformation erfolgt eine

gezielte Information zu den

einzelnen Geschäftstätigkeiten

der Migros-Gruppe.

Die Inhalte der einzelnen Segmente

sind wie folgt definiert:

- Detailhandel: Erlöse aus Verkaufsstellen

Migros, Globus, Ex

Libris und Tankstellenshops

- Grosshandel: Erlöse aus Warenverkauf

(Konsumgüter), welche

nicht über das eigene Verkaufsstellennetz

abgewickelt werden

- Gastro: Erlöse aus Restaurant-

und Hotel-Betrieben

- Freizeit: Erlöse aus Fitness-,

Wellness- und Golfparks

- Bildung: Erlöse aus Klubschulen

und kulturellen Veranstaltungen

- Reisen: Erlöse aus Ferien- und

Reisegeschäften

- Brenn- und Treibstoffe: Erlöse aus

dem Brenn- und Treibstoffgeschäft

- Liegenschaftenerträge/Übrige:

Erlöse aus Immobilienvermietung,

sowie wesentliche Erlöse aus

Druckereigewerbe und Transportdienstleistungen


Migros-Gruppe

2005 2004

MIO. CHF MIO. CHF

15 NETTOERLÖSE AUS LIEFERUNGEN

UND LEISTUNGEN NACH GEO-MÄRKTEN

Inland 18 405 18 332

Ausland 1 325 1 354

Export 276 235

TOTAL


20 006 19 921

16 ANDERE BETRIEBLICHE ERTRÄGE

Werbebeiträge 75 80

Aktionsbeiträge 77 82

Sonstige betriebliche Erträge 219 213

Aktivierte Eigenleistungen 8 7

TOTAL


379 382

17 PERSONALAUFWAND

Löhne und Gehälter 3 578 3 577

Altersvorsorge 747 711

Übrige Sozialleistungen 57 52

Übriger Personalaufwand 135 148

TOTAL


4 517 4 488

18 ANDERE BETRIEBLICHE AUFWENDUNGEN

Mieten 441 448

Anlagenunterhalt 340 366

Energie und Verbrauchsmaterial 394 407

Verwaltung 252 286

Werbung 445 440

Übriger Betriebsaufwand 376 389

TOTAL 2 248 2 336

173

> Die Nettoerlöse sind nach folgenden

Kriterien in Geo-Märkte

aufgeteilt:

- Inland = Umsatzerzielung in der

Schweiz

- Ausland = Umsatzerzielung der

Tochtergesellschaften im Ausland

- Export = Umsatzerzielung mit

Exportgeschäften von der Schweiz

ins Ausland

Die Zunahme beim Export ist wesentlich

auf die Industrie mit einer

Steigerung von 16,2% zum Vorjahr

zurückzuführen.


> In den sonstigen betrieblichen

Erträgen sind u.a. Erträge

aus Franchiseverträgen, aus Versicherungsleistungen

wie auch

Einnahmen von Personalrestaurants

enthalten.


> Die Migros-Unternehmen gewährten

im Jahr 2005 – individuell

und leistungsbezogen – eine

Lohnerhöhung von 1,5%. Dass der

Personalaufwand dennoch auf

Vorjahresniveau bleibt, ist das

Resultat der sorgsamen Planung

und des verbesserten Einsatzes

des Mitarbeiterbestandes.

Der übrige Personalaufwand enthält

wesentlich Lohnbelastungen

von temporär beschäftigten

Arbeitskräften, welche aufgrund

von erfolgreich abgeschlossenen

Grossprojekten im Vergleich

zum Vorjahr reduziert werden

konnten.


> Infolge des Abschlusses der

Zentralen Warenwirtschafts-

Projekte reduzieren sich die im

Verwaltungsaufwand enthaltenen

IT-Beratungskosten gegenüber

der Vorperiode.


Migros-Gruppe

2005 2004

MIO. CHF MIO. CHF

19 FINANZERGEBNIS

Erträge aus flüssigen Mitteln und Wertschriften 204 203

Erträge aus Equity-Beteiligungen 236 190

Übrige Beteiligungserträge 6 3

Wertaufholung auf Finanzanlagen 37 10

FINANZERTRAG 483 406

FINANZAUFWAND 280 303

TOTAL


203 103

20 ÜBRIGES ERGEBNIS

Gewinn aus Verkäufen von Anlagevermögen 25 20

Übrige Erträge 2 21

ÜBRIGER ERTRAG


27 41

Verlust aus Verkäufen von Anlagevermögen 6 6

Übriger Aufwand 2 3

ÜBRIGER AUFWAND 8 9

TOTAL


19 32

21 STEUERN

Laufende Ertragssteuern/Kapitalsteuern 101 92

Latente Steuern 25 39

TOTAL


126 131

22 AUFWENDUNGEN FÜR KULTURELLE, SOZIALE

UND WIRTSCHAFTSPOLITISCHE ZWECKE

Kultur 25 28

Bildung 63 62

Soziales 5 4

Freizeit und Sport 11 12

Wirtschaftspolitik 2 2

Verwaltung / Rückstellungen 6 6

TOTAL 112 114

174

> Die Erträge aus flüssigen

Mitteln und Wertschriften enthalten

realisierte und nicht realisierte

Fremdwährungsgewinne von

CHF 75,9 Mio. (Vorjahr 91,6 Mio.)

Equity-Beteiligungen: Die Position

enthält im Wesentlichen die

Beteiligung an der Migrosbank,

welche im Jahr 2005 das Verfahren

zur Berechnung des Pauschaldelkrederes

an die neue Praxis angepasst

hat.

Der Finanzaufwand enthält gleichfalls

realisierte und nicht

realisierte Fremdwährungsverluste

in Höhe von CHF 64,3 Mio. (Vorjahr

CHF 89,2 Mio.).


> Im Gewinn aus Verkäufen von

Anlagevermögen ist ein

Immobilienverkauf der Genossenschaft

Genf enthalten.


> Aufgrund der erfreulichen Ergebnisentwicklung

in den

einzelnen Unternehmen sind entsprechend

höhere Abgaben in

Form von Ertrags- und Kapitalsteuern

zu berücksichtigen.


> Diese Aufwendungen sind im betrieblichen

Aufwand enthalten.


Migros-Gruppe

Erläuterungen

zur Gruppengeldflussrechnung

175

GESCHÄFTSTÄTIGKEIT

Der Geldfluss aus betrieblicher Tätigkeit steigert sich zum Vorjahr um CHF +191 Mio. auf insgesamt CHF 1378 Mio. Dieser Zuwachs

ist auf die Gewinnsteigerung von 28,3 Prozent sowie die im Vorjahresvergleich geringere Abnahme bei den Rückstellungen

(Vorjahr CHF –170 Mio.) zurückzuführen.

2005 2004

MIO. CHF MIO. CHF

23 VERÄNDERUNG DES BETRIEBLICHEN

NETTOUMLAUFVERMÖGENS

Forderungen aus Lieferungen/Leistungen –35 –21

Sonstige Forderungen 41 57

Warenvorräte 23 36

Aktive Rechnungsabgrenzung 8 2

Verbindlichkeiten aus Lieferungen/Leistungen 89 –27

Sonstige Verbindlichkeiten 16 83

Passive Rechnungsabgrenzung –4 11

TOTAL 138 141

I NVESTITIONSTÄTIGKEIT

Wie im Vorjahr liegen die getätigten Investitionen wiederum über einer Milliarde Franken, wobei der Hauptanteil in Sachanlagen

investiert wurde. Die entsprechenden Vermögenszugänge sind in den jeweiligen Kategorien der Anlagenspiegel gemäss Punkt 6

und 8 der Erläuterungen ausgewiesen.

F INANZIERUNGSTÄTIGKEIT

Die planmässige Rückzahlung von im Berichtsjahr fälligen Anleihen führt zu einem Teil zur Abnahme bei den Verbindlichkeiten.

Der erwirtschaftete Free Cashflow sowie ein gezieltes Liquiditätsmanagement ermöglichen zusätzlich einen Abbau von Finanzverbindlichkeiten.


Migros-Gruppe

Sonstige Angaben

2005 2004

MIO. CHF MIO. CHF

E VENTUALVERPFLICHTUNGEN

Bürgschaften, Garantieverpflichtungen,

Pfandbestellungen zu Gunsten Dritter 76 110

› davon mit nahe stehenden Personen

Es bestehen bei der Hotelplan-Gruppe

Rückbauverpflichtungen in unbekannter Höhe bezüglich

eines Gebäudes. Diese können zum heutigen

Zeitpunkt nicht abschliessend quantifiziert werden.

Die Situation wird jährlich neu beurteilt.


3 7

VERPFÄNDUNGEN, ZESSIONEN,

EIGENTUMSVORBEHALTE

Buchwert der verpfändeten/abgetretenen Aktiven 1 064 952

› davon mit nahe stehenden Personen 379 412

Beanspruchung 305 267

› davon mit nahe stehenden Personen 96 97


WEITERE NICHT ZU BILANZIERENDE

VERPFLICHTUNGEN

Langfristig eingegangene Mietverträge 3 143 3 272

› davon mit nahe stehenden Personen 446 461

Baurechtsverträge 1 025 1 044

› davon mit nahe stehenden Personen 172 175

Langfristige Abnahmeverpflichtungen 62 82

176

> Bei den langfristigen Miet-

und Baurechtsverträgen handelt

es sich grösstenteils um eingegangene

Verpflichtungen zur langfristigen

Sicherung von Standorten

für Verkaufsstellen der

Genossenschaften.


Migros-Gruppe

DERIVATIVE FINANZINSTRUMENTE

WIEDERBESCHAFFUNGSWERTE KONTRAKT-

POSITIV NEGATIV VOLUMEN

IN MIO. CHF 2005 2004 2005 2004 2005 2004

ZINSINSTRUMENTE

Swaptions, Caps 0 0 35 51 2 778 2 434

ÜBRIGE DERIVATIVE

INSTRUMENTE

Terminkontrakte,

Stillhalteroptionen 5 4 2 9 53 60

Devisen


14 26 0 35 1 275 1 025

LEASINGVERPFLICHTUNGEN

AUS OPERATIVEN LEASINGGESCHÄFTEN

FÄ LLIGK EIT 2006 2007 2008 UND TOTAL

FOLGENDE GRUPPE

Mio. CHF 16 15 27 58


177

> Die variabel verzinslichen Bankkredite

werden teilweise mittels

Zinssatzswaps in fix verzinsliche

Verbindlichkeiten umgewandelt.

Mit Zinssatzswaps werden auch geplante

zukünftige Mittelaufnahmen

am Kapitalmarkt teilweise gegen

einen potenziellen Zinsanstieg abgesichert.

Devisentermingeschäfte

dienen der Absicherung der Währungsrisiken

des Wareneinkaufs,

Warenterminkontrakte der Absicherung

der Preisschwankungen beim

Einkauf von Kaffee und Heizöl.

Mit dem Verkauf von Swaptions (Optionen

auf Zinssatzswaps) und Caps

(Optionen auf Zinsobergrenzen)

werden zusätzliche Erträge zur

Reduktion der Zinskosten erwirtschaftet.

Stillhalteroptionen

sind zu 100% unterlegt und dienen

der Ertragsoptimierung der unterliegenden

Aktienpositionen.


> In den ausgewiesenen Verpflichtungen

sind Leasingverträge

aus der Hotelplan-

Gruppe für zwei Flugzeuge des

Typs Boeing B 757-200 ER und für

ein Flugzeug des Typs Boeing

B 767-300 ER enthalten. Diese

Leasingverträge sind auf

eine Dauer von 10 Jahren bzw.

3 Jahren abgeschlossen. Für den

Leasingvertrag mit einer Dauer

von 3 Jahren wurde die Option

einer Verlängerung um weitere

3 Jahre im Jahr 2005 eingelöst.

Die jährlichen Kosten aus den

Verbindlichkeiten von operativen

Leasinggeschäften

sind der Erfolgsrechnung, Position

Mieten, angelastet.

Im Jahre 2005 betragen sie CHF

19 Mio. (Vorjahr CHF 18 Mio.).


Migros-Gruppe

F REMDWÄHRUNGEN 2005 2004

Wesentliche Wechselkurse

BILANZ

1 USD US-Dollar 1,32 1,13

1 GBP Britisches Pfund 2,27 2,18

1 EUR Euro 1,55 1,54

ERFOLGSRECHNUNG

1 EUR


Euro 1,55 1,54

178

P ERSONALVORSORGE

In Übereinstimmung mit Swiss GAAP FER 16 ist die Arbeitgeberbeitragsreserve nicht aktiviert, da zum heutigen Zeitpunkt

keine Absicht besteht, einen wirtschaftlichen Nutzen aus diesen Reserven zu ziehen.

Die Vorsorgeansprüche der Versicherten der Migros-Pensionskasse sind mit einem Deckungsgrad nach FER 26 von 117,6 % per

31.12.20 05 voll gedeckt. Da die Wertschwankungsreserve der MPK aber noch nicht voll dotiert ist, kann keine im Sinne von FER

16 aktivierungsfähige Überdeckung ausgewiesen werden.

A RBEITGEBERBEI- VERWEN- ANDERE

TRAGSRESERVE (AGBR) NOMINAL- DUNGS- WERT- ERGEBNIS

(IN MIO. CHF) WERT VERZICHT BERICHTIG. BILANZ BILANZ BILANZ AUS AGBR

31.12.2005 31.12.2005 31.12.2005 31.12.2005 31.12.2004 31.12.2003 2005 2004

Vorsorgepläne ohne Über-/

Unterdeckung (MPK) 187 – – 187 176 153 11 23

WIRTSCHAFTLICHER ÜBER-/ AUF DIE VORSORGE-

NUTZEN/WIRTSCHAFT- UNTER- WIRTSCHAFTLICHER VERÄNDERUNG Z. PERIODE AUFWAND

LICHE VERPFLICHTUNG DECKUNG ANTEIL DES VJ BZW. ERFOLGS- ABGEGRENZTE IM PERSONAL-

UND VORSORGEAUFWAND GEM. FER 26 UNTERNEHMENS WIRKSAM IM GJ BEITRÄGE 1 AUFWAND

(IN MIO. CHF)

Vorsorgepläne ohne Über-/

31.12.2005 31.12.2005 31.12.2004 2005 2004

Unterdeckung (MPK) – – – – 747 747 711

1 Einschliesslich Ergebnis aus Arbeitgeberbeitragsreserve.

> Für die Umrechnung der

Erfolgsrechnungen wurden Durchschnittskurse

verwendet.


Migros-Gruppe

Bericht des Konzernprüfers

an die Verwaltung des

Migros-Genossenschafts-Bundes

Zürich

Bericht des Konzernprüfers

Als Konzernprüfer haben wir die konsolidierte Jahresrechnung (Bilanz, Erfolgsrechnung, Geldflussrechnung, Aufstellung

179

über die Veränderung des Eigenkapitals und Anhang, Seiten 156 bis 178 sowie der im Anhang publizierte Konsolidierungskreis)

der Migros-Gruppe für das am 31. Dezember 2005 abgeschlossene Geschäftsjahr geprüft. Die Jahresrechnungen der regionalen

Genossenschaften sowie eines wesentlichen Teils der übrigen Gesellschaften wurden durch die MITREVA Treuhand und

Revision AG geprüft.

Für die konsolidierte Jahresrechnung ist die Verwaltung verantwortlich, während unsere Aufgabe darin besteht, diese

zu prüfen und zu beurteilen. Wir bestätigen, dass wir die gesetzlichen Anforderungen hinsichtlich Befähigung und Unabhängig-

keit erfüllen.

Unsere Prüfung erfolgte nach den Schweizer Prüfungsstandards, wonach eine Prüfung so zu planen und durchzuführen ist, dass

wesentliche Fehlaussagen in der konsolidierten Jahresrechnung mit angemessener Sicherheit erkannt werden. Wir prüften

die Posten und Angaben der konsolidierten Jahresrechnung mittels Analysen und Erhebungen auf der Basis von Stichproben.

Ferner beurteilten wir die Anwendung der massgebenden Rechnungslegungsgrundsätze, die wesentlichen Bewertungsent-

scheide sowie die Darstellung der konsolidierten Jahresrechnung als Ganzes. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine

ausreichende Grundlage für unser Urteil bildet.

Gemäss unserer Beurteilung vermittelt die konsolidierte Jahresrechnung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes

Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage in Übereinstimmung mit den Swiss GA AP FER und entspricht dem schweize-

rischen Gesetz.

Wir empfehlen, die vorliegende konsolidierte Jahresrechnung zu genehmigen.

Zürich, 16. März 2006

PricewaterhouseCoopers AG

P. Brand H. Heiber


Migros-Gruppe

Migros-Pensionskasse

180

Die Migros-Pensionskasse ist eine vollautonome Vorsorgeeinrichtung, d.h., sie deckt alle Risiken selbst ab, ist nach dem

Leistungsprimat aufgebaut und wird mit Durchschnittsbeiträgen finanziert. Die Beiträge und Leistungen sind in einem einheitlichen

Reglement festgelegt.

Der Rechnungsabschluss der Migros-Pensionskasse wurde nach dem Rechnungslegungsstandard Swiss GA AP FER 26 erstellt.

Das ausgewiesene Vorsorgekapital beruht auf dem versicherungstechnischen Gutachten per 31. Dezember 2005.

Betriebsrechnung 2005 2004

MIO. CHF MIO. CHF

NETTOERGEBNIS AUS DEM VERSICHERUNGSTEIL –571,0 –506,1

Zufluss aus Beiträgen und Eintrittsleistungen 707,4 687,3

Abfluss für Leistungen und Vorbezüge –631,2 –577,4

Bildung Vorsorgekapitalien, technische Rückstellungen, Beitragsreserve –643,0 –612,0

Beiträge an Sicherheitsfonds


–4,2 –4,0

NETTOERGEBNIS AUS VERMÖGENSANLAGE 1 498,7 553,2

Ertrag aus operativen Aktiven 0,6 0,5

Zinsen auf Hypotheken 7,8 9,3

Ertrag und Wertveränderung auf Darlehen und Wertschriften 1 339,3 394,4

Ertrag und Wertveränderung auf Immobilien 162,9 160,7

Zinsaufwand –0,6 –0,5

Verwaltungsaufwand der Vermögensanlage


–11,3 –11,2

AUFLÖSUNG NICHT TECHNISCHE RÜCKSTELLUNGEN


0,1 7,2

VERWALTUNGSAUFWAND


–7,8 –7,6

ERTRAGSÜBERSCHUSS VOR VERÄNDERUNG WERTSCHWANKUNGSRESERVE


920,0 46,7

BILDUNG WERTSCHWANKUNGSRESERVE


–920,0 –46,7

ERTRAGSÜBERSCHUSS


0,0 0,0


Migros-Gruppe

181

Bilanz Migros-Pensionskasse 31.12.2005 31. 12. 2004

MIO. CHF MIO. CHF

Aktiven 15 686,3 14 102,1

VERMÖGENSANLAGEN 15 684,2 14 100,2


OPERATIVE AKTIVEN


66,7 72,6

KAPITALANLAGEN 15 617,5 14 027,6

Darlehen 503,5 554,8

Hypotheken 256,0 296,0

Anleihensobligationen 6 391,8 6 091,5

Aktien und ähnliche Wertschriften oder Beteiligungen 4 507,9 3 284,6

Alternative Anlagen 309,3 237,2

Immobilien 3 649,0 3 563,5

A KTIVE RECHNUNGSABGRENZUNG


2,1 1,9

Passiven 15 686,3 14 102,1

VERBINDLICHKEITEN


56,5 35,1

PASSIVE RECHNUNGSABGRENZUNG


9,1 9,7

ARBEITGEBER-BEITRAGSRESERVE


185,6 176,7

NICHT TECHNISCHE RÜCKSTELLUNGEN


91,5 91,6

VORSORGEKAPITALIEN UND TECHNISCHE RÜCKSTELLUNGEN 13 050,8 12 416,2

Vorsorgekapital Aktive Versicherte 6 082,7 6 034,4

Vorsorgekapital Rentner 5 774,6 5 225,3

Technische Rückstellungen


1 193,5 1 156,5

WERTSCHWANKUNGSRESERVE


2 292,8 1 372,8

FREIE MITTEL 0,0 0,0

Stand zu Beginn der Periode 0,0 0,0

Ertragsüberschuss 0,0 0,0


Migros-Gruppe

Erläuterungen zur Betriebsrechnung

und Bilanz der Migros-Pensionskasse

Betriebsrechnung

Das Nettoergebnis aus dem Versicherungsteil betrug

CHF –571,0 Mio. gegenüber CHF –506,1 Mio.

im Vorjahr. Darin eingeschlossen ist die Bildung einer

Rückstellung für die Absenkung des technischen

Zinssatzes von 4 % auf 3,75 %, was die Rechnung einmalig

mit CHF 461,5 Mio. belastete. Unter Berücksichtigung

der Vermögenserträge von CHF 1498,7

Mio. (CHF 553,2 Mio.), der Auflösung der nicht

technischen Rückstellungen von CHF 0,1 Mio. (CHF

7,2 Mio.) und des Verwaltungsaufwandes von CHF

7,8 Mio. (CHF 7,6 Mio.) resultierte ein Ertragsüberschuss

vor Veränderung der Wertschwankungsreserve

von CHF 920,0 Mio. (CHF 46,7 Mio.), was gegenüber

dem Vorjahr einer Ertragszunahme von CHF

873,3 Mio. entspricht. Dieses sehr gute Ergebnis

erklärt sich mit den hohen Vermögenserträgen bzw.

den Wertsteigerungen bei den Aktien, alternativen

Anlagen und Fremdwährungsobligationen. Der Überschuss

wurde vollumfänglich der Wertschwankungsreserve

zugeführt.

Anlageperformance und Risiko

In der Berichtsperiode wurde auf den gesamten Kapitalanlagen

eine Performance von 10,7 % (4,1 %) erzielt,

während die Anlagestrategie, basierend auf dem aktuellen

Anlagekonzept, eine Performance von lediglich

9,3 % erwarten liess. Für das gute Ergebnis ist vollständig

die taktische Ausrichtung des Vermögens, also die

Über- und Untergewichtung einzelner Anlagekategorien

gegenüber der Anlagestrategie, verantwortlich.

Das Risiko des Wertschriftenvermögens betrug 4,1%

und lag damit um 0,3 Prozentpunkte höher als dasjenige

der Anlagestrategie.

Im Jahresrückblick prägten folgende Faktoren

das Finanzmarktumfeld:

– Der Jahresanfang 2005 war von Zinsängsten geprägt.

Trotz weiter ansteigenden Energie- und Metallpreisen

sowie laufenden Zinserhöhungen der US-Notenbank

überwogen bis Jahresende die positiven Mel-

182

dungen. Die anfänglich verhaltenen Konjunkturprognosen

verbesserten sich laufend, Unternehmen

vermeldeten Rekordgewinne und die mittel- und

langfristigen Obligationenkurse litten kaum unter

dem Anstieg der Geldmarktsätze. Insgesamt kann

der Berichtszeitraum als das beste Anlagejahr seit

Beginn des Jahrzehnts bezeichnet werden.

– Der Swiss Performance Index (+35,6%) konnte als

Spiegelbild des Schweizer Aktienmarkts die beste

Performance seit 1997 ausweisen. Gute Gewinnausweise

vieler Unternehmungen und positive Zahlen

zum Wirtschaftswachstum liessen im Berichtsjahr

den Schweizer Markt in der europäischen Spitzengruppe

abschliessen. An den weltweiten Aktienmärkten

konnte die MPK ein Ergebnis von 28,5 %

erzielen. Die Berichtsperiode kann als das Jahr der

europäischen und vor allem der asiatischen Märkte

bezeichnet werden.

Die Renditen der Fremdwährungsobligationen waren

hauptsächlich im USD-Raum stark von den Währungsbewegungen

abhängig. So resultierte auf USD-Obligationen

eine Rendite von 17,8%, während die europäischen

Obligationen aufgrund der geringen Währungsbewegungen

und wegen des höheren Zinsniveaus eine

etwas tiefere Performance aufwiesen.

Bilanz

Bei Aktiven von CHF 15,7 Mrd. und Verpflichtungen

von CHF 13,4 Mrd. ergibt sich ein Vermögensüberschuss

von rund CHF 2,3 Mrd. (CHF + 0,9 Mrd.), was

einen Deckungsgrad von 117,6 % ergibt (111,1 %). Der

Vermögensüberschuss entspricht der Summe der ausgewiesenen

Wertschwankungsreserve, welche 14,6%

(9,7%) der Bilanzsumme beträgt. Die Zielgrösse dieser

Reserve wurde im Berichtsjahr zwecks Verbesserung

der Sicherheit der Kasse auf 17% angepasst (10,85%).

Aufgrund dessen erhöhte sich das Reservedefizit per Bilanzstichtag

auf CHF 373,9 Mio. (CHF +216,6 Mio.).

Alle laufenden und künftigen Ansprüche der

Versicherten sind voll gesichert.


Migros-Genossenschafts-Bund

KENNZAHLEN IN TAUSEND CHF 2001 2002 2003 2004 2005

NETTOUMSATZ 3 984 912 4 302 977 5 369 518 5 882 516 5 727 262

Veränderung in % zum Vorjahr +0,5 +8,0 +24,8 +9,6 –2,6


Kennzahlen über 5 Jahre

Migros-Genossenschafts-Bund

183

BETRIEBSERGEBNIS VOR ABSCHREIBUNGEN (EBITDA) 41 958 59 911 72 366 116 745 99 292

in % vom Umsatz


1,0 1,4 1,4 2,0 1,7

UNTERNEHMENSERGEBNIS 27 576 –48 713 68 020 127 180 126 011

in % vom Umsatz


0,7 –1,1 1,3 2,2 2,2

CASHFLOW1 168 052 245 160 –11 128 292 662 136 087

in % vom Nettoumsatz


4,2 5,7 –0,2 5,0 2,4

INVESTITIONEN


68 820 110 584 256 237 39 217 39 893

UMLAUFVERMÖGEN 3 115 083 2 756 201 2 909 302 3 074 732 2 816 131

in % vom Gesamtvermögen


47,1 41,9 45,4 45,4 43,8

ANLAGEVERMÖGEN 3 503 454 3 816 687 3 499 641 3 701 726 3 613 663

in % vom Gesamtvermögen


52,9 58,1 54,6 54,6 56,2

KURZFRISTIGES FREMDKAPITAL 1 500 259 1 722 888 1 924 633 1 979 580 1 737 114

in % vom Gesamtkapital


22,7 26,2 30,0 29,2 27,0

LANGFRISTIGES FREMDKAPITAL 3 779 861 3 560 896 3 127 186 3 313 174 3 083 565

in % vom Gesamtkapital


57,1 54,2 48,8 48,9 48,0

EIGENKAPITAL 1 338 417 1 289 104 1 357 124 1 483 704 1 609 115

in % vom Gesamtkapital


20,2 19,6 21,2 21,9 25,0

BILANZSUMME


6 618 537 6 572 888 6 408 943 6 776 458 6 429 794

AUFWENDUNGEN FÜR KULTURELLE, SOZIALE

UND WIRTSCHAFTSPOLITISCHE ZWECKE


47 944 48 874 45 754 44 407 41 963

DURCHSCHNITTLICHER PERSONALBESTAND

Anzahl Personen 1 644 1 774 1 860 2 095 1 985

(auf Vollzeit umgerechnet) (1 473) (1 609) (1730) (1951) (1 848)

1 Unternehmensergebnis + nicht geldwirksamer Aufwand – nicht geldwirksamer Ertrag


Migros-Genossenschafts-Bund

Bilanz Migros-Genossenschafts-Bund

Die vorliegende Jahresrechnung ist nach den aktienrechtlichen Vorschriften erstellt.

184

Aktiven ERLÄUTERUNGEN 31.12.2005 31.12.2004

TCHF TCHF

UMLAUFVERMÖGEN

Flüssige Mittel und Festgelder 1 965 941 1 296 494

Wertschriften 2 404 873 367 854

Kfr. Forderungen: 3

› gegenüber Unternehmen der Gruppe 1 035 349 954 341

› aus Lieferungen und Leistungen

gegenüber Dritten 35 465 56 504

Andere kfr. Forderungen 4 98 147 95 883

Vorräte 5 228 549 261 294

Aktive Rechnungsabgrenzung 47 807 42 362

TOTAL UMLAUFVERMÖGEN


A NLAGEVERMÖGEN

F INANZANLAGEN

Lfr. Forderungen:

2 816 131 3 074 732

› gegenüber Unternehmen der Gruppe 6 1 491 565 1 497 750

› gegenüber Dritten 7 28 538 98 750

Beteiligungen: › an Unternehmen der Gruppe 8 1 728 339 1 728 280

› an Dritten 9 50 384 44 815

Sachanlagen 10 312 456 332 131

Immaterielle Anlagen 2 381 0

TOTAL ANLAGEVERMÖGEN 3 613 663 3 701 726

BILANZSUMME 6 429 794 6 776 458


Migros-Genossenschafts-Bund

185

Passiven ERLÄUTERUNGEN 31.12.2005 31.12.2004

TCHF TCHF

KURZFRISTIGES FREMDKAPITAL

Finanzverbindlichkeiten 11 0 500 000

Verbindlichkeiten: › gegenüber Unternehmen der Gruppe 12 1 116 376 839 479

› aus Lieferungen und Leistungen gegenüber Dritten 312 348 347 288

Andere kfr. Verbindlichkeiten 13 139 053 130 203

Personal- und M-Partizipationskonten 10 124 10 451

Kurzfristige Rückstellungen 14 92 163 75 802

Passive Rechnungsabgrenzung 67 050 76 357


TOTAL KURZFRISTIGES FREMDKAPITAL 1 737 114 1 979 580

LANGFRISTIGES FREMDKAPITAL

Verbindlichkeiten: › gegenüber Dritten 730 160 1 029 789

› gegenüber Unternehmen der Gruppe 80 000 85 000

Personal-Anlagekonten 15 1 612 900 1 512 444

Obligationen-Anleihen / Privatplatzierungen 16 550 000 550 000

Langfristige Rückstellungen 17 110 505 135 941

TOTAL LANGFRISTIGES FREMDKAPITAL 3 083 565 3 313 174

TOTAL FREMDKAPITAL


4 820 679 5 292 754

EIGENKAPITAL

Genossenschaftskapital 15 000 15 000

Gesetzliche Reserven 20 000 20 000

Sonstige Reserven 18 1 448 007 1 321 007

Bilanzgewinn 19 126 108 127 697

TOTAL EIGENKAPITAL 1 609 115 1 483 704

BILANZSUMME 6 429 794 6 776 458


Migros-Genossenschafts-Bund

Erfolgsrechnung

Migros-Genossenschafts-Bund

186

ERLÄUTERUNGEN 2005 2004

TCHF TCHF

Nettoumsatz 20 5 727 262 5 882 516

Sonstige Betriebserträge 21 406 949 406 642

GESAMTERTRAG AUS BETRIEBLICHER TÄTIGKEIT 6 134 211 6 289 158


Material-, Waren- und Dienstleistungsaufwand 5 356 393 5 480 650

BRUTTOGEWINN AUS BETRIEBLICHER TÄTIGKEIT


777 818 808 508

Personalaufwand 22 232 304 242 538

Werbeaufwand 23 280 289 271 497

Verwaltungs- und Betriebsaufwand 24 165 933 177 728

Betriebliche Abschreibungen 25 49 903 45 225

EBIT (ERGEBNIS VOR ZINSEN UND STEUERN)


49 389 71 520

Finanzergebnis 26 89 112 56 410

Übriges Ergebnis 27 521 5 920

GEWINN VOR STEUERN


139 022 133 850

Steuern 13 011 6 670

GEWINN 126 011 127 180


Migros-Genossenschafts-Bund

Erläuterungen zur

finanziellen Berichterstattung

Bilanz 31.12.2005 31.12.2004

1 FLÜSSIGE MITTEL UND FESTGELDER

TCHF TCHF

Flüssige Mittel 177 316 121 029

Festgelder 788 625 1 175 465

TOTAL


965 941 1 296 494

2 WERTSCHRIFTEN (zur Liquiditätshaltung)

Obligationen CHF Inland 161 797 165 843

Obligationen CHF Ausland 131 532 132 826

Obligationen Fremdwährung Ausland 53 558 42 392

Aktien Inland 10 587 16 668

Aktien Ausland 47 399 10 125

TOTAL


404 873 367 854

3 KURZFRISTIGE FORDERUNGEN

GEGENÜBER UNTERNEHMEN DER GRUPPE

TOTAL


1 035 349 954 341

4 ANDERE KURZFRISTIGE FORDERUNGEN

GEGENÜBER DRITTEN

Geldanlagen bei Nichtbanken 57 162 65 000

Personalvorsorgeeinrichtungen 223 0

Übrige 40 762 30 883

TOTAL


98 147 95 883

5 VORRÄTE

Handelsware 225 123 247 395

Übriges Material/Anzahlungen 3 426 13 899

TOTAL


228 549 261 294

187

> Von den Festgeldern sind CHF

75 Mio. (Vorjahr CHF 140 Mio.)

bei der Migrosbank angelegt.

Diese Position dient der Liquiditätshaltung

für die Migros-Gemeinschaft.

Der Vorjahresbestand

war wegen der anstehenden Rückzahlung

einer Anleihe von CHF 250 Mio.

entsprechend erhöht.


> Die Wertschriften des Umlaufvermögens

dienen der Liquiditätssicherung.

Die Bewertung

der Wertschriften erfolgt

zu Marktwerten am Bilanzstichtag.


> Der Leistungsaustausch innerhalb

der Gruppe wird bargeldlos über

ein Clearing-System abgerechnet,

das vom MGB betrieben wird. Der

Saldo resultiert aus dem entsprechenden

Kontokorrentverkehr.


> Geldanlagen bei Nichtbanken

setzen sich zusammen aus Darlehen

an Städte oder Kantone im Umfang

von 40 Mio. sowie aus Darlehen an

Unternehmen von CHF 17,2 Mio.

Die Position «Übrige» beinhaltet

Rückforderungen aus Verrechnungssteuern,

ausländische

Mehrwertsteuern, Guthaben aus

Kontokorrentverkehr mit Stiftungen

sowie diverse Vorschüsse.


> Die Vorräte beinhalten vorwiegend

die Bestände in den beiden

Zentrallagern Suhr und Neuendorf.


Migros-Genossenschafts-Bund

31.12.2005 31.12.2004

TCHF TCHF

6 LANGFRISTIGE FORDERUNGEN

GEGENÜBER UNTERNEHMEN DER GRUPPE

TOTAL


1 491 565 1 497 750

7 LANGFRISTIGE FORDERUNGEN

GEGENÜBER DRITTEN

TOTAL


28 538 98 750

8 BETEILIGUNGEN AN UNTERNEHMEN

DER GRUPPE

TOTAL


1 728 339 1 728 280

9 BETEILIGUNGEN AN DRITTEN

TOTAL


50 384 44 815

10 SACHANLAGEN

Grundstücke und Bauten 262 074 284 226

Technische Anlagen/Maschinen 44 446 42 187

Übrige Sachanlagen 3 674 2 660

Anlagen im Bau 2 262 3 058

TOTAL 312 456 332 131

188

> Davon sind CHF 110 Mio. ordentliche

und nachrangige Darlehen an

die Migrosbank gewährt.


> Hiervon entfallen unverändert

zum Vorjahr CHF 18 Mio. auf

Darlehen an Migros nahe stehende

Stiftungen sowie CHF 9 Mio.

auf Geldanlagen bei Kantonalbanken

(Vorjahr CHF 50 Mio.).


> Die Beteiligungen sind zu

Anschaffungskosten abzüglich der

notwendigen Abschreibungen

bilanziert.


> Die Position beinhaltet im

Wesentlichen die Beteiligung an

der Versicherungsgesellschaft

Generali (Schweiz) Holding AG und

zu einem kleineren Teil die

Beteiligung an der Migros Türk

Ticaret A.S. Die Generali-Aktien

stammen aus dem Verkauf der

Secura und sind bis 2006 gesperrt.

Die Saldoveränderung zum

Vorjahr resultiert vorwiegend aus

dem Kauf von Anteilen der Centravo

AG in Höhe von CHF 7,1 Mio.


> 2005 wurden für CHF 28,1 Mio.

Investitionen in Sachanlagen

getätigt. CHF 23,4 Mio. entfallen

davon auf Technische Anlagen/

Maschinen und hier insbesondere

auf den Ausbau der IT-Infrastruktur

sowie auf die Sanierung

der Haustechnik im Hochhaus am

Limmatplatz.


Migros-Genossenschafts-Bund

31.12.2005 31.12.2004

TCHF TCHF

11 FINANZVERBINDLICHKEITEN

TOTAL


0 500 000

12 VERBINDLICHKEITEN GEGENÜBER

UNTERNEHMEN DER GRUPPE (kurzfristig)

TOTAL


1 116 376 839 479

13 ANDERE KURZFRISTIGE VERBINDLICHKEITEN

GEGENÜBER DRITTEN

Personalvorsorgeeinrichtungen 74 297 69 966

AHV-Ausgleichskasse/Stiftungen 17 448 19 772

Migros-Geschenkgutscheine 35 517 34 305

Übrige 11 791 6 160

TOTAL


139 053 130 203

14 KURZFRISTIGE RÜCKSTELLUNGEN

Rückstellungen für

› Ertrags- und Kapitalsteuern 7 869 213

› Versicherungsschäden 5 163 4 804

› Gruppenrisiken 3 573 4 508

› Risiken für Waren- und Geldgeschäfte 28 344 35 710

› Sonstiges 47 214 30 567

TOTAL


92 163 75 802

15 PERSONAL-ANLAGEKONTEN

TOTAL


1 612 900 1 512 444

189

> Die Position betrifft Obligationen-Anleihen.

Im Berichtsjahr

wurden zwei Anleihen

über je CHF 250 Mio. planmässig

zurückbezahlt. Die Anleihen

mit einer Restlaufzeit von über

einem Jahr sind unter der

Position «Obligationen-Anleihen»

bilanziert (vgl. Erläuterung

16).


> Der Leistungsaustausch innerhalb

der Gruppe wird bargeldlos über

ein Clearing-System abgerechnet,

das vom MGB betrieben wird. Der

Saldo resultiert aus dem entsprechenden

Kontokorrentverkehr.


> Die Personalvorsorgeeinrichtung

hat einen Teil ihrer liquiden

Mittel beim MGB angelegt. Bei den

Geschenkgutscheinen handelt es

sich um verkaufte Gutscheine, welche

sich noch im Umlauf befinden.


> In den sonstigen Rückstellungen

ist unter anderem die Rückstellung

für die Mitarbeiterprämie 2005

von CHF 33 Mio. enthalten. Diese

wird im März 2006 ausbezahlt.


> Mitarbeiter der M-Gemeinschaft

haben Gelder mit 6-monatiger

Kündigungsfrist für Bezüge über

CHF 25 000 zur Verfügung gestellt.

Die Personal-Anlagekonten geniessen

einen Vorzugszins. Dieser

ist auf ein Guthaben von CHF

200 000 pro Mitarbeiter beschränkt

und entspricht dem variablen

Zinssatz für erste Hypotheken der

Migrosbank.

2005 übertrug die Genossenschaft

Migros Ostschweiz die Anlagekonten

ihrer Mitarbeitenden im Umfang

von rund CHF 100 Mio. an den MGB.


Migros-Genossenschafts-Bund

16 OBLIGATIONEN-ANLEIHEN/

PRIVATPLATZIERUNGEN

31.12.2005 31.12.2004

TCHF TCHF

FÄLLIGKEIT LAUFZEIT ZINSSATZ

25.04.2008 2001–2008 3,75 350 000 350 000

03.05.2011 2004–2011 2,5 200 000 200 000

TOTAL OBLIGATIONEN-ANLEIHEN


550 000 550 000

17 LANGFRISTIGE RÜCKSTELLUNGEN

Freiwillige Personalvorsorge 24 287 23 636

Versicherungsfonds 20 000 20 000

Allgemeine Geschäftsrisiken 61 218 87 305

Sonstiges 5 000 5 000

TOTAL


110 505 135 941

18 SONSTIGE RESERVEN

Vorjahr 1 321 007 1 302 007

+ Zuweisung aus Gewinnverwendung 127 000 19 000

TOTAL


1 448 007 1 321 007

19 BILANZGEWINN

Vorjahr 97 517

Jahresgewinn 126 011 127 180

TOTAL


126 108 127 697

190

> Die nebenstehenden Anleihen sind

an der Börse in Zürich kotiert.


> Für die Übergangsjahre vom generellen

M-Pensionierungsalter

bis zum ordentlichen Rentenalter

verpflichtet sich der MGB zur

Zahlung einer AHV-Überbrückungsrente.

Für diese aufgelaufenen

Verpflichtungen sowie für Renten

im Rahmen von Frühpensionierungen

sind entsprechende Rückstellungen

gebildet. Durch die Inanspruchnahme

der Rückstellungen für allgemeine

Geschäftsrisiken hat

sich der Bestand reduziert. Weiter

wurden 2005 Rückstellungen im

Betrag von CHF 4,6 Mio. aufgelöst.


> Die Zuweisung erfolgt jeweils

gemäss Beschluss der

Delegiertenversammlung.


> Der Antrag der Verwaltung zur

Verwendung des Bilanzgewinnes 2005

ist aus dem Anhang ersichtlich.


Migros-Genossenschafts-Bund

Erfolgsrechnung 2005 2004

20 NETTOUMSATZ

Nettoumsatz Warenhandel nach Kundenklassen:

TCHF TCHF

Dritte 191 517 203 521

Gruppengesellschaften 5 534 715 5 677 994

Nahe stehende Personen 1 030 1 001

TOTAL


5 727 262 5 882 516

21 SONSTIGE BETRIEBSERTRÄGE

Unternehmen der Gruppe:

› Aktions- und Werbebeiträge 174 587 171 779

› Übrige Erträge Gruppe 92 830 87 576

Dritte:

267 417 259 355

› Aktions- und Werbebeiträge 122 980 128 770

› Übrige Erträge Dritte 15 733 18 342

Aktivierte Eigenleistungen 819 175

TOTAL


406 949 406 642

22 PERSONALAUFWAND

Löhne 177 402 187 516

Sozialversicherungen 20 663 18 579

Personalvorsorgeeinrichtungen 22 666 23 787

Sonstiges 11 573 12 656

TOTAL


232 304 242 538

23 WERBEAUFWAND

TOTAL


280 289 271 497

191

> Die leicht rückläufigen Umsätze

mit den Gruppengesellschaften

resultierten überwiegend aus der

Verlagerung der Beschaffung

im Bereich Frische. Hier erfolgt

die Beschaffung zunehmend

direkt durch die Regionalgenossenschaften

oder die Industriebetriebe

der Migros.

Der Nettoumsatz wird neu analog

der Darstellung in der Gruppenrechnung

gegliedert. Das Vorjahr

wurde entsprechend angepasst.


> Die Lieferanten beteiligen sich

an den Kosten von Aktionen und

der Marktbearbeitung in Form von

Aktions- und Werbebeiträgen.


> Die Lohnerhöhung 2005 betrug

1,5 %, jedoch sank der

Personalbestand gegenüber dem

Vorjahr um rund 100 Mitarbeiter,

so dass der Personalaufwand

insgesamt um 4,2 % abgenommen hat.


> Für die Stärkung der Marke

Migros sowie Produkte- und

Aktionswerbung wurden 3 % mehr

aufgewendet als im Vorjahr.


Migros-Genossenschafts-Bund

2005 2004

TCHF TCHF

24 VERWALTUNGS- UND BETRIEBSAUFWAND

Miete/Baurechtszins 9 855 9 994

Anlagenunterhalt 22 676 25 592

Energie und Verbrauchsmaterial 6 025 5 740

Verwaltungsaufwand 73 725 86 493

Kulturelle Aufwendungen 15 065 15 320

Dienstleistungen 9 375 7 591

Übriger Aufwand 29 212 26 998

TOTAL


165 933 177 728

25 BETRIEBLICHE ABSCHREIBUNGEN

Grundstücke und Bauten 23 520 9 423

Technische Anlagen/Maschinen 21 975 25 811

Übrige Sachanlagen 1 618 4 612

Immaterielle Werte 2 790 3 479

Beteiligungen 0 1 900

TOTAL


49 903 45 225

26 FINANZERGEBNIS

Zinsertrag 82 360 94 045

Zinsaufwand –131 749 –141 530

Saldo Währungsdifferenzen 14 351 1 773

Wertschriftenerfolg 9 482 7 060

Beteiligungsertrag 114 668 95 062

TOTAL FINANZRECHNUNG


89 112 56 410

27 ÜBRIGES ERGEBNIS

Buchgewinn aus Abgängen von Sachanlagen 578 3 884

Buchverlust –58 –76

Ausserordentliche Erträge 1 2 112

TOTAL 521 5 920

192

> Durch den Abschluss der ZWW-

Projekte haben sich die im

Verwaltungsaufwand enthaltenen

IT-Beratungskosten weiter

vermindert.


> Die Abschreibungen erfolgen nach

handels- und steuerrechtlichen

Vorschriften. Im Jahr 2005 erfolgten

zusätzliche Wertberichtigungen

auf Immobilien in Höhe

von CHF 17 Mio.

Die Abschreibungen auf

immateri ellen Werten betreffen

Softwarelizenzen.


> Aufgrund des tiefen Zinsniveaus

sowie des Abbaus liquider Mittel

hat sich der Zinsertrag gegenüber

dem Vorjahr vermindert. Beim

Zinsaufwand wirken sich ebenfalls

die konstant tiefen Zinsen

sowie die Verminderung der Finanzverbindlichkeiten

positiv aus.


> Der Buchgewinn stammt vorwiegend

aus dem Verkauf von nicht mehr

benötigter IT-Hardware.

Der ausserordentliche Ertrag im

Vorjahr betrifft den Buchgewinn

aus dem Verkauf eines ausländischen

Logistikunternehmens.


Migros-Genossenschafts-Bund

R ECHNUNGSLEGUNGSNORM

Die Jahresrechnung des Migros-Genossenschafts-Bundes, Zürich, ist in Übereinstimmung mit den aktienrechtlichen

Vorschriften erstellt.

193

Informationen zur Bilanz 31.12.2005 31.12.2004

TCHF TCHF

BRANDVERSICHERUNGSWERTE:

Anhang

› Mobilien 252 183 217 866

› Immobilien 605 683 595 042


Nicht bilanzierte Leasing-Verbindlichkeiten


710 0

Aufgelöste Stille Reserven


0 44 417

Bürgschaften, Garantieverpflichtungen, Pfandbestellungen zu Gunsten Dritter


Eigentumsbeschränkung für eigene Verpflichtungen:

1 098 1 539

› Bilanzwert 126 879 128 172

› Pfandbelastung 20 000 20 000

› Beanspruchung


10 957 7 016

Verbindlichkeiten gegenüber Personalvorsorgeeinrichtungen 74 297 69 966

Beteiligungen: Siehe Verzeichnis der Migros-Unternehmen im Anhang zur Gruppenrechnung.


Verwendung des Bilanzgewinnes 2005

A NTRAG DER VERWALTUNG ÜBER DIE VERWENDUNG DES BILANZGEWINNES: TCHF

Gewinnvortrag vom Vorjahr

97

Gewinn des laufenden Jahres

126 011

BILANZGEWINN ZUR GENEHMIGUNG DURCH DIE DELEGIERTENVERSAMMLUNG 126 108

4 % Zins auf das Genossenschaftskapital MGB

600

Zuweisung an die sonstigen Reserven

125 000

VORTRAG AUF NEUE RECHNUNG


508

AUFWENDUNGEN FÜR KULTURELLE, SOZIALE 2005 2004

UND WIRTSCHAFTSPOLITISCHE ZWECKE TCHF TCHF

Kultur 14 792 17 813

Bildung 14 919 15 999

Soziales 3 060 2 614

Freizeit & Sport 5 226 4 746

Wirtschaftspolitik 1 529 857

Anteilmässige Verwaltungskosten/Rückstellungen 2 437 2 378

TOTAL 41 963 44 407


Migros-Genossenschafts-Bund

Bericht der Kontrollstelle an die

Delegiertenversammlung des

Migros-Genossenschafts-Bundes

Zürich

Bericht der Kontrollstelle

194

Als Kontrollstelle haben wir die Buchführung, die Jahresrechnung (Bilanz, Erfolgsrechnung und Anhang) sowie die Geschäfts-

führung des Migros-Genossenschafts-Bundes für das am 31. Dezember 2005 abgeschlossene Geschäftsjahr geprüft.

Für die Jahresrechnung und die Geschäftsführung ist die Verwaltung verantwortlich, während unsere Aufgabe darin

besteht, die Jahresrechnung und die Geschäftsführung zu prüfen und zu beurteilen. Wir bestätigen, dass wir die Anforderungen

hinsichtlich Befähigung und Unabhängigkeit erfüllen.

Unsere Prüfung erfolgte nach den Schweizer Prüfungsstandards, wonach eine Prüfung so zu planen und durchzuführen

ist, dass wesentliche Fehlaussagen in der Jahresrechnung mit angemessener Sicherheit erkannt werden. Wir prüften die Posten

und Angaben der Jahresrechnung mittels Analysen und Erhebungen auf der Basis von Stichproben. Ferner beurteilten wir

die Anwendung der massgebenden Rechnungslegungsgrundsätze, die wesentlichen Bewertungsentscheide sowie die Darstel-

lung der Jahresrechnung als Ganzes. Bei der Prüfung der Geschäftsführung wird beurteilt, ob die Voraussetzungen für eine

gesetzes- und statutenkonforme Geschäftsführung gegeben sind; dabei handelt es sich nicht um eine Zweckmässigkeitsprüfung.

Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine ausreichende Grundlage für unser Urteil bildet.

Gemäss unserer Beurteilung entsprechen die Buchführung, die Jahresrechnung und die Geschäftsführung sowie der

Antrag über die Verwendung des Bilanzgewinnes dem schweizerischen Gesetz und den Statuten. Ferner stellen wir fest, dass

die Jahresrechnung nach den aktienrechtlichen Vorschriften erstellt worden ist.

Wir empfehlen, die vorliegende Jahresrechnung zu genehmigen.

Die Kontrollstelle

W. Matzinger Ch. Meier

PricewaterhouseCoopers AG

P. Brand C. Föllmi

Zürich, 16. März 2006


Migros-Gruppe

Migros-Konsolidierungskreis

195

UNTERNEHMEN SITZ BETEILIGUNG GRUNDKAPITAL

IN % IN TAUSEND

G ENOSSENSCHAFTEN

Genossenschaft Migros Aare Moosseedorf CHF 4 390

Mass AG Suhr 100 CHF 100

Neue Brünnen AG Bern 100 CHF 1 000

Oppidum AG Bern 100 CHF 100

Shopping Center Brünnen AG Bern 100 CHF 918

Shoppyland, Shoppy Moosseedorf 100 CHF 100

Time-Out Moosseedorf 100 CHF 100

Genossenschaft Migros Basel Basel CHF 1 747

Migros Deutschland GmbH DE-Lörrach 100 EUR 5 120

Migros Freiburg GmbH DE-Lörrach 100 EUR 1 000

Migros Lörrach GmbH DE-Lörrach 100 EUR 520

Semiba AG Münchenstein 100 CHF 50

Société coopérative Migros Genève Carouge CHF 1 113

Centre Balexert SA Genève 100 CHF 500

Carou

ILEM SA

(weitere 17,2% im Besitze der Société coopérative Migros Vaud) Carouge 17,2 CHF 530

M-Etrembières SA Carouge 100 CHF 100

M-Thoiry SA Carouge 100 CHF 100

Migros France SAS FR-Etrembières 100 EUR 1 500

E.R.A.S.M. FR-Etrembières 100 EUR 100

Sogadis SA FR-Gaillard 100 EUR 38

Société des restaurants Migros S.à.r.l. FR-Etrembières 100 EUR 300

SCI Les Blanchardes FR-Etrembières 100 EUR 1

SCI M-Etrembières FR-Etrembières 100 EUR 1

SCI M-Thoiry FR-Etrembières 100 EUR 1

SCI Neydgalerie FR-Etrembières 100 EUR 1

SCI Neydloisirs FR-Etrembières 100 EUR 1

SCI Neydmigros FR-Etrembières 100 EUR 1

Genossenschaft Migros Luzern Dierikon CHF 1 660

Société coopérative Migros Neuchâtel-Fribourg Marin CHF 1 090

Genossenschaft Migros Ostschweiz Gossau CHF 3 824

Randenburg Immobilien AG Schaffhausen 71,24 CHF 400

Società cooperativa fra produttori e consumatori Migros-Ticino San Antonino CHF 843

Société coopérative Migros Valais Martigny CHF 683

Société coopérative Migros Vaud

ILEM SA

Ecublens CHF 1 490

(weitere 17,2 % im Besitze der Société coopérative Migros Genève) ge 17,2 CHF 530

Genossenschaft Migros Zürich Zürich CHF 2 974


Migros-Gruppe

196

UNTERNEHMEN SITZ BETEILIGUNG GRUNDKAPITAL

IN % IN TAUSEND

MIGROS-GENOSSENSCHAFTS-BUND Zürich CHF 15 000

im Besitze der regionalen Migros-Genossenschaften


BANK

Migrosbank (inkl. Zweigstellen) EK Zürich 100 CHF 700 000

Mileda Gesellschaft für Leasing und Privatdarlehen AG


Basel 100 CHF 1 000

DIVERSE

AG Einkaufszentrum Glatt-Zürich

(restliche 33,3 % im Besitze von Globus)

Betriebsgesellschaft Zentrum Glatt AG

Wallisellen 66,7 CHF 15 000

(restliche 25 % im Besitze von Globus) Wallisellen 75 CHF 200

Cevanova AG EK Bern 50 CHF 6 000

Ferrovia Monte Generoso SA NK Capolago 100 CHF 3 500

Immobiliengesellschaft Pereyvia AG Zürich 100 CHF 2 000

Kornhof GmbH

Migros Liegenschaften GmbH

(restliche 6 % im Besitze von:

Zürich 100 CHF 2 000

Genossenschaft Migros Basel 2 %, Migros Deutschland GmbH 4 %) DE-Lörrach 94 EUR 5 120

SA Pedemonte Melano Melano 100 CHF 50

SCI des Voirons FR-Cranves-Sales 100 EUR 991

S.I. Soleya SA Avry-sur-Matran 55 CHF 2 000

sportXX AG Zürich 100 CHF 1 000

SSP Informatik AG Zürich 100 CHF 1 00

TKL Tiefkühllager AG Neuendorf 100 CHF 2 500

EK = Equity-Konsolidierung

NK = nicht konsolidiert


Migros-Gruppe

197

UNTERNEHMEN SITZ BETEILIGUNG GRUNDKAPITAL

IN % IN TAUSEND

INDUSTRIEBETRIEBE

Bischofszell Nahrungsmittel AG Bischofszell 100 CHF 6 000

Chocolat Frey AG Buchs 100 CHF 4 000

Estavayer Lait SA Estavayer-le-Lac 100 CHF 3 500

Jowa AG inkl. Produktionsstätten Volketswil 100 CHF 10 000

Jowa France S.A.R.L. FR-Etrembières 100 EUR 750

Mibelle AG Buchs 100 CHF 2 000

Micarna SA inkl.

Micarna AG, Zweigniederlassung Bazenheid

Courtepin 100 CHF 8 000

Mérat & Cie AG Bern 100 CHF 50

Schlachtbetrieb St. Gallen AG EK Gossau 42,2 CHF 9 000

Midor AG Meilen 100 CHF 2 000

Mifa AG Frenkendorf Frenkendorf 100 CHF 2 000

Mifroma SA Ursy 100 CHF 3 000

Mifroma France SA FR-Chalamont 100 EUR 1 105

Migros-Betriebe Birsfelden AG Birsfelden 100 CHF 1 000

Optigal SA Courtepin 100 CHF 2 000

Riseria Taverne SA Taverne 100 CHF 100

Scana Lebensmittel AG Regensdorf 99,9 CHF 8 000

Seba Aproz SA Aproz 97,3 CHF 850

Swiss Industries GmbH DE-Weil am Rhein 100 EUR 125

Walter Leuenberger AG Huttwil 100 CHF 8 000

EK = Equity-Konsolidierung


Migros-Gruppe

198

UNTERNEHMEN SITZ BETEILIGUNG GRUNDKAPITAL

IN % IN TAUSEND

DIENSTLEISTUNGSUNTERNEHMEN

Ex Libris AG Dietikon 100 CHF 3 000

Ex Libris GmbH Deutschland in Liq. DE-Weil am Rhein 100 EUR 128

Hotelplan AG Opfikon 100 CHF 10 000

inkl. Tochtergesellschaften:

Schweiz › Belair Airlines AG Kloten 100 CHF 3 500

› Hotel Disentiserhof AG Disentis 99,5 CHF 3 000

› Interhome AG Opfikon 100 CHF 4 500

› Parcolago SA Opfikon 100 CHF 500

› RT Royal Tours SA Opfikon 100 CHF 100

› Travelwindow AG Zürich 60 CHF 100

› Utoring AG Opfikon 100 CHF 1 000

Belgien › Interhome SA Bruxelles 100 EUR 126

Deutschland › ESCO-Reisen Freiburg GmbH Freiburg i.Br. 100 EUR 256

› Fliegender Holländer GmbH Aachen 100 EUR 128

› Interhome (Deutschland) GmbH Düren 100 EUR 30

› Interhome GmbH Frankfurt 100 EUR 51

Finnland › Interhome Nordic AB Helsinki 100 EUR 50

Frankreich › Hotelplan Inghams Sarl Chamonix 100 EUR 8

› Hotelplan S.A.S. Mulhouse 100 EUR 305

› Interhome Gestion Sarl Paris 100 EUR 77

› Interhome Sarl Paris 100 EUR 122

› Mer et Soleil Provence SA Hyères 100 EUR 2 400

Griechenland › Horizontes Club Holidays Ltd. Athen 100 EUR 18

› Ikaros Village Enterprises SA Malia 100 EUR 3 240

Grossbritannien › Bladon Group PLC London 100 GBP 1 960

› Hotelplan Ltd. London 100 GBP 1 000

› Hotelplan (Transport) Ltd. London 100 GBP 2

› Hotelplan (UK Group) Ltd. London 100 GBP 500

› Interhome Ltd. Twickenham 100 GBP 50

› Westbury Travel Ltd. London 100 GBP 30

Italien › Casaclub SRL Siena 100 EUR 10

› Gattinoni Travel Network s.r.l. EK Lecco 34 EUR 855

› Horizonte Club Italia S.r.l. Milano 100 EUR 10

› Hotelplan Italia S.p.A. Milano 100 EUR 5 100

› Interhome Srl Milano 100 EUR 30

EK = Equity-Konsolidierung


Migros-Gruppe

199

UNTERNEHMEN SITZ BETEILIGUNG GRUNDKAPITAL

IN % IN TAUSEND

DIENSTLEISTUNGSUNTERNEHMEN (Fortsetzung)

Niederlande › Airplan C.V. EK Haarlem 50 EUR 23

› Brooks Beheermaatschappij B.V. Rijswijk 100 EUR 16

› Brooks Reisburo B.V. Rijswijk 100 EUR 45

› Hotelplan Internationale Reisorganisatie B.V. Rijswijk 100 EUR 6 042

› Interhome BV Rijswijk 100 EUR 70

› M-travel Reisburo B.V. Rijswijk 100 EUR 45

› Reisbureau Schoenmaeckers B.V. Maastricht 100 EUR 23

› Reisburo Van Staalduinen B.V. Gravenzande 80 EUR 25

› Zuid-Tours B.V. Zoetermeer 100 EUR 23

Österreich › Hotelplan Intern. Reiseorganisation GesmbH Innsbruck 100 EUR 36

› Interhome GesmbH Innsbruck 100 EUR 80

Polen › Interhome Sp z oo Warschau 64,7 PLN 200

› IHOM Sp z oo Warschau 96,8 PLN 1 000

Spanien › Horizonte Club España SA Barcelona 100 EUR 24

› Hotelplan España SA Cambrils 100 EUR 180

› Interhome Srl. Barcelona 100 EUR 70

› Playas des Sur de Cambrils SA Cambrils 100 EUR 1 533

Tschechien › Interhome Sro Brno 80 CZK 4 000

Tunesien › Horizonte Tunisie Sarl Midoun, Djerba 100 TND 50

USA › Interhome Inc. North Miami, Florida 100 USD 200

Limmatdruck AG Spreitenbach 100 CHF 6 000

Zeiler AG Spreitenbach 100 CHF 1 000

M-Cumulus Marketing Services AG Zürich 100 CHF 100

Migrol AG Zürich 100 CHF 52 000

Widmer AG Brenn- und Treibstoffe Oftringen 100 CHF 200

Migros (Hong Kong) Ltd. HK-Kowloon 100 HKD 100

Migros-Verteilbetrieb Neuendorf AG Neuendorf 100 CHF 4 500

Migros-Verteilzentrum Suhr AG Suhr 100 CHF 35 000

EK = Equity-Konsolidierung


Migros-Gruppe

200

UNTERNEHMEN SITZ BETEILIGUNG GRUNDKAPITAL

IN % IN TAUSEND

GLOBUS-GRUPPE

Magazine zum Globus Spreitenbach 100 CHF 62 228

AG Einkaufszentrum Glatt-Zürich Wallisellen 33,3 CHF 15 000

Betriebsgesellschaft Zentrum Glatt AG Wallisellen 25 CHF 200

Globi-Verlag Zürich 100 CHF 100

Globus Holding AG Spreitenbach 100 CHF 1 000

Globus Office World AG Zürich 100 CHF 1 000

Liegenschaften-Betrieb AG Spreitenbach 100 CHF 3 000


S TIFTUNGEN (nicht konsolidiert)

Fondation Mi-Terra Carouge

Fondation «Pré Vert du Signal de Bougy» Bougy-Villars VD

G.-und-A.-Duttweiler-Stiftung Zürich

G.F. Zeiler Stiftung Lenzburg

Migros-Pensionskasse Zürich

Pensionskasse der Globus-Unternehmungen Spreitenbach

Personalfürsorgestiftung der Scana Lebensmittel AG Regensdorf

Personalstiftung der Zeiler AG Lenzburg

Stiftung Adele-Duttweiler-Preis Rüschlikon

Stiftung für Europäische Sprach- und Bildungszentren (Eurocentres) Zürich

Stiftung «Gurten-Park im Grünen» Bern

Stiftung «Im Grüene»

Gottlieb Duttweiler Institut für wirtschaftliche und soziale Studien

Rüschlikon

Stiftung «Im Grünen» Münchenstein


Migros-Gruppe

Fachausdrücke in der Gruppenrechnung

CASHFLOW (GELDFLUSS AUS GESCHÄFTSTÄTIGKEIT)

Gruppengewinn + Abschreibungen + nicht liquiditätswirksame

Aufwendungen ./. nicht liquiditätswirksame Erträge

+/– die Veränderungen des betrieblichen Umlaufvermögens

CASHFLOW-MARGE

Cashflow (Geldfluss aus Geschäftstätigkeit) in % vom

Gruppenumsatz

CASH RATIO

Liquidität auf kurze Sicht. Flüssige Mittel im Verhältnis zum

kurzfristigen Fremdkapital.

CURRENT RATIO

Strukturelle Liquidität. Umlaufvermögen im Verhältnis zum

kurzfristigen Fremdkapital.

DETAILUMSATZ GENOSSENSCHAFTEN

Nettoumsätze (exkl. MwSt.) erzielt mit Dritten, nahe stehenden

Personen und konsolidierten Unternehmen. Zeigt die

Umsatzgenerierung aus Detailhandel, Grosshandel, Gastro,

Freizeit, Klubschule, Übrige auf.

DURCHSCHNITTLICHE ANZAHL VOLLZEITSTELLEN

Durchschnitt zwischen den Vollzeitstellen am Ende des

Vorjahres und per Bilanzstichtag

DYNAMISCHER VERSCHULDUNGSGRAD

Netto-Finanzschuld / EBITDA. Massstab für die Fähigkeit,

die Netto-Finanzschuld aus dem EBITDA zurückzuzahlen:

Ein Wert von 1,5x bedeutet, dass die Netto-Finanzschuld bei

gleich bleibendem EBITDA innerhalb von 1,5 Jahren zurückbezahlt

werden kann.

EBIT (EARNINGS BEFORE INTEREST AND TAXES)

Betriebsergebnis/Betriebsgewinn vor Zinsen und Steuern

EBITDA (EARNINGS BEFORE INTEREST, TAX,

DEPRECIATION AND AMORTIZATION)

Betriebsergebnis/Betriebsgewinn vor Zinsen, Steuern,

Abschreibungen auf Sachanlagen und immateriellem Anlagevermögen.

EFFEKTIVVERSCHULDUNG

Effektive Schulden per Bilanzstichtag. Schulden ./. Flüssige

Mittel + Forderungen.

F INANZIERUNGSVERHÄLTNIS (DEBIT EQUITY RATIO)

Fremdkapital/Eigenkapital. Je höher diese Kennzahl ist, umso

höher das Risiko für eine Gruppe: Schwierigkeiten könnten

entstehen, die Zinsen und Tilgungen der Finanzschulden

zu zahlen oder neue Finanzierungsmittel zu bekommen.

201

F REE CASHFLOW

Geldfluss aus Geschäftstätigkeit ./. Geldbedarf aus Investitionstätigkeit.

Massstab für die Flexibilität; je höher der

Free Cashflow, desto breiter der Spielraum für finanzpolitische

Entscheidungen der Geschäftsleitung.

GESAMTUMSATZ

Nettoumsätze (exkl. MwSt.) mit Dritten, nahe stehenden Personen

und konsolidierten Unternehmen. Erzielt auf Unternehmensstufe

oder Bereich (Bsp. Genossenschaften).

GRUPPENUMSATZ

Nettoerlöse aus Lieferungen und Leistungen (exkl. MwSt.)

und andere betriebliche Erträge der konsolidierten Migros-Unternehmen

erzielt mit Dritten und nahe stehenden Personen

I NVESTITIONEN

Neu- und Ersatzinvestitionen in materielles und immaterielles

Anlagevermögen

K ASSENUMSÄTZE GENOSSENSCHAFTEN

Kassenumsätze (inkl. MwSt.) der Verkaufs-Genossenschaften

aus den Geschäftsbereichen Supermarkt/Verbrauchermarkt,

Fachmarkt und Restaurants

NETTO-FINANZSCHULD

Summe der zinstragenden Verbindlichkeiten abzüglich flüssige

Mittel, Wertschriften und zinstragende Forderungen

PERSONALBESTAND

Anzahl Mitarbeitende per Stichtag

QUICK RATIO

Liquidität auf mittlere Sicht. Flüssige Mittel + kurzfristige

Forderungen im Verhältnis zum kurzfristigen Fremdkapital.

SELBSTFINANZIERUNGSGRAD

Verhältnis der Investitionen zum Unternehmens-Cashflow

UNTERNEHMENS-CASHFLOW

Unternehmensergebnis/Gruppengewinn + Abschreibungen als

Grundlage für die Berechnung des Selbstfinanzierungsgrades

VERSCHULDUNGSFAKTOR

Massstab für die Fähigkeit, die effektiven Schulden aus dem

Cashflow zu begleichen.

ZINSDECKUNGSGRAD (INTEREST COVERAGE)

EBITDA/Netto-Zinsaufwand: Massstab für die Fähigkeit,

den Netto-Zinsaufwand (Zinsaufwand abzüglich Erträge

aus flüssigen Mitteln und Wertschriften) mit dem EBITDA zu

begleichen.


Migros-Gruppe

AARE

Industriestrasse 20, 3321 Schönbühl

Tel. 031 858 81 11, Fax 031 859 24 83

Verwaltung (Präsident): Max Meyer

Geschäftsleitung: Herbert Bolliger

(bis 30.6.05), Beat Zahnd (ab 1.7.05)

Genossenschaftsrat (Präsidentin):

Ursula Nold-Meier

BASEL

Ruchfeldstrasse 11–17

4142 Münchenstein

Tel. 061 415 55 55, Fax 061 415 55 77

Verwaltung (Präsident):

Jacqueline Guggenbühl-Hertner

(bis 31.12.2005),

Rudolf Grüninger (ab 1.1.2006)

Geschäftsleitung: Werner Krättli

Genossenschaftsrat (Präsident):

Hanspeter Gass

www.migrosbasel.ch

GENF

rue Alexandre-Gavard 35

1227 Carouge

Tel. 022 307 51 11, Fax 022 307 51 50

Verwaltung (Präsident):

Marian Stepczynski

Geschäftsleitung: Guy Vibourel

Genossenschaftsrat (Präsidentin):

Chantal Guy

www.gmge.migros.ch

Adressen

MIGROS-GENOSSENSCHAFTS-BUND

LIMMATSTRASSE 152, POSTFACH 1766, 8031 ZÜRICH

TEL. 044 277 21 11, FAX 044 277 25 25, WWW.MIGROS.CH

Migros-Genossenschaften

Jede Genossenschaft publiziert einen eigenen Jahresbericht, der unter den nachfolgenden Adressen bezogen werden kann.

LUZERN

Industriestrasse 2, 6036 Dierikon

Tel. 041 455 71 11, Fax 041 455 71 71

Verwaltung (Präsident):

Markus Mosele

Geschäftsleitung: Ernst Weber

Genossenschaftsrat (Präsidentin):

Ruth Gerhard

www.migros-luzern.ch

NEUENBURG-FREIBURG

rue Fleur-de-Lys 26, 2074 Marin

Tel. 032 755 81 11, Fax 032 755 88 85

Verwaltung (Präsident):

Damien Piller

Geschäftsleitung: Elie Amsellen

(bis 31.8.05), Fabrice Zumbrunnen

(ab 1.9.05)

Genossenschaftsrat (Präsidentin):

Dominique Virdis Yerly

OSTSCHWEIZ

Industriestrasse 47, 9201 Gossau SG

Tel. 071 493 21 11, Fax 071 493 27 87

Verwaltung (Präsident): Andres Gut

Geschäftsleitung: Christian Biland

Genossenschaftsrat (Präsident):

Josef Cajochen-Forst

www.migros-ostschweiz.ch/gmos/

TESSIN

Postfach, 6592 San Antonino

Tel. 091 850 81 11, Fax 091 850 84 00

Verwaltung (Präsident):

Ulrich K. Hochstrasser

Geschäftsleitung: Lorenzo Emma

Genossenschaftsrat (Präsident):

Giuseppe Cassina

www.migrosticino.ch

WA A D T

Chemin du Dévent, 1024 Ecublens

Tel. 021 694 61 11, Fax 021 691 03 53

Verwaltung (Präsident):

Michel Renevey

Geschäftsleitung: Philippe Bürki

Genossenschaftsrat (Präsident):

Bernard Marendaz

202

WA LLIS

rue des Finettes 45, case postale 736,

1920 Martigny

Tel. 027 720 44 00, Fax 027 720 44 01

Verwaltung (Präsident):

Jean-René Germanier

Geschäftsleitung: Roland Sprenger

(a.i. bis 31.10.05), Max Alter (ab 1.11.05)

Genossenschaftsrat (Präsident):

Dominique Imhof

www.migros-valais.ch

ZÜRICH

Pfingstweidstrasse 101, 8021 Zürich

Tel. 044 278 51 11, Fax 044 278 58 86

Verwaltung (Präsident):

Christoph Stüssi

Geschäftsleitung: Oswald Kessler

Genossenschaftsrat

(Präsidentin): Loredana Donau


Migros-Gruppe

Migros-Industrie

BISCHOFSZELL

NAHRUNGSMITTEL AG

Industriestrasse 1, 9220 Bischofszell

Tel. 071 424 91 11, Fax 071 424 94 94

Produktion: Konserven, Fruchtsäfte,

Ice Tea,Tiefkühlprodukte, Konfitüren,

Kartoffelprodukte.

Unternehmensleitung: Mark Aegler

www.bina.ch

CHOCOLAT FREY AG

Bresteneggstrasse, 5033 Buchs

Tel. 062 836 26 26, Fax 062 836 25 01

Produktion: Schokolade, Confiserie-

Artikel, Kaugummi, Halbfabrikate.

Unternehmensleitung:

Wolfgang Brokatzky

www. chocolatfrey.ch

ESTAVAYER LAIT SA

Route de Payerne 2–4

1470 Estavayer-le-Lac

Tel. 026 664 91 11, Fax 026 664 91 21

Produktion: Milchprodukte, Käse,

Essig, Mayonnaise, Salatsaucen.

Unternehmensleitung: Gilles Oberson

www.elsa.ch

JOWA AG

Erlenwiesenstrasse 9, 8604 Volketswil

Tel. 044 947 91 11, Fax 044 947 97 96

Produktion: Brot-, Back-, Konditorei-,

Tiefkühlbackwaren und Pasta.

Unternehmensleitung:

Dietmar Löffler (bis 31.5.2005),

Martin Häuptli (ab 1.6.2005)

www.jowa.ch

M ÉRAT & CIE. AG

Mühlemattstrasse 55, 3007 Bern

Tel. 031 378 45 45, Fax 031 378 45 46

Fleisch, Fleischwaren und

artverwandte Produkte.

Unternehmensleitung: Willi Enderli

(bis 31.1.2005),

Peter Glanzmann (ab 1.2.2005)

www.merat.ch

M IBELLE AG

Bolimattstrasse 1, 5033 Buchs

Tel. 062 836 11 11, Fax 062 836 13 13

Produktion: Produkte zur Haut-,

Haar- und Mundpflege.

Unternehmensleitung: Sven Strunk

www.mibelle.ch

M ICARNA SA

1784 Courtepin

Tel. 026 684 91 11, Fax 026 684 10 31

Produktion: Frischfleisch, Charcuterie,

Geflügel, organische Dünger.

Unternehmensleitung:

Willi Enderli (bis 31.1.2005),

Albert Baumann (ab 1.2.2005)

www.micarna.ch

M IDOR AG

Bruechstrasse 70, 8706 Meilen

Tel. 044 925 81 11, Fax 044 925 84 84

Produktion: Biskuits, Eiswaren,

Apéro-Gebäck, Apéro-Nüsse,

Dessertpulver.

Unternehmensleitung:

Martin Häuptli (bis 31.5.2005),

Marcel Bühlmann (ab 1.6.2005)

www.midor.ch

M IFA AG

Rheinstrasse 99, 4402 Frenkendorf

Tel. 061 905 91 11, Fax 061 905 93 93

Produktion: Wasch- und Reinigungsmittel,

Speisemargarinen und -fette.

Unternehmensleitung: Luigi Pedrocchi

www.mifa.ch

203

M IFROMA SA

1670 Ursy

Tel. 021 909 11 11, Fax 021 909 11 00

Dienstleistungen: Einkauf, Reifung,

Lagerung, Verpackung von Käse.

Unternehmensleitung: Gilles Oberson

www.mifroma.ch

M IGROS BETRIEBE

BIRSFELDEN AG

Hafenstrasse 120, 4127 Birsfelden

Tel. 061 315 77 88, Fax 061 315 77 89

Beschaffung, Veredelung und Vermarktung

von Roh- und Handelswaren.

Produktion: Kaffee, Tee,

Trockenfrüchte, Nüsse, Gewürze,

Pilze, Kerne, Hülsenfrüchte.

Unternehmensleitung: Adrian Zigerli

www.m-bb.ch

R ISERIA TAV ER N E SA

v. Ponte Vecchio, 6807 Taverne

Tel. 091 935 73 00, Fax. 091 935 73 03

Dienstleistung: Veredelung von Reis

und Reisprodukten.

Unternehmensleitung: Ernst Amstutz

www.riseria.ch

SCANA LEBENSMITTEL AG

Althardstrasse 195

8105 Regensdorf-Zürich

Tel. 044 870 82 00, Fax 044 870 82 01

Dienstleistung: Distribution Food und

Non-Food im Grossverbrauchermarkt.

Unternehmensleitung:

Walter Hilti (bis 31.10.05),

Walter Brandenberger (ab 1.11.2005)

www.scana.ch


Migros-Gruppe

SEBA APROZ SA

Case postale 1248, 1951 Sion

Tel. 027 345 51 11, Fax 027 345 51 01

Produktion: Mineralwasser,

Softdrinks, Sirup.

Unternehmensleitung:

Michel Charbonnet

www.aproz.ch

SWISS INDUSTRIES GMBH

Hafenstrasse 45

D-79576 Weil s/Rhein

Tel. +49 7621 422 03 83 05

Fax +49 7621 422 03 83 06

Dienstleistungen: Produktion und

Handel mit Artikeln aller Art.

Unternehmensleitung: Luigi Pedrocchi

WALTER LEUENBERGER AG

Bernstrasse 18, 4950 Huttwil

Tel. 062 959 83 83, Fax 062 959 83 84

Produktion: Pasta, Senf.

Unternehmensleitung:

Dietmar Löffler (bis 31.5.2005),

Martin Häuptli (ab 1.6.2005)

www.walterleuenberger.ch

Dienstleistungsunternehmen

LIMMATDRUCK AG

Pfadackerstrasse 10, 8957 Spreitenbach

Tel. 056 417 51 11, Fax 056 417 53 84

Kompetenzzentrum für Medien,

Redaktionen/Verlage, Media Services,

Verpackungen.

Unternehmensleitung:

Jean-Pierre Pfister

www.limmatdruck.ch

M IGROL AG

Badenerstrasse 569, 8048 Zürich

Tel. 044 495 11 11, Fax 044 495 13 37

Dienstleistungen: Treib- und

Brennstoffhandel, Tankstellen, Auto-

Service-Betriebe, Tankrevisionen und

Anlagenbau.

Unternehmensleitung: Daniel Hofer

www.migrol.ch

M IGROSBANK

Seidengasse 12, 8023 Zürich

Tek. 044 229 81 11, 044 229 87 12

Alle Bankgeschäfte.

Unternehmensleitung: Harald Nedwed

www.migrosbank.ch

SQTS – SWISS QUALITY

T ESTING SERVICES

Grünaustrasse 23, 8953 Dietikon

Tel. 044 277 31 41, Fax 044 277 31 70

Qualitätssicherung für Lebensmittel,

Textilien und Konsumgüter.

Unternehmensleitung: Reto Battaglia

www.sqts.ch

Übriger Detailhandel

M IGROS-SHOP/LE SHOP SA

Chemin des Chalets 7

1279 Chavannes-de-Bogis

Tel. 022 960 89 99, Fax 022 960 89 98

Internetshop, Online-Detailhandel mit

Migros-Artikeln und Markenartikeln.

Unternehmensleitung:

Unternehmensleitung:

Christian D. Wanner

www.migros-shop.ch – www.leshop.ch

204

EX LIBRIS AG

Grünaustrasse 23, 8953 Dietikon

Tel. 044 743 72 72, Fax 044 743 72 30

Verkauf von Büchern, Tonträgern,

Videos, DVD und PC-Software;

Internetshop mit Music Download.

Unternehmensleitung: Peter Bamert

www.exlibris.ch

GLOBUS-GRUPPE

Industriestrasse 171, 8957 Spreitenbach

Tel. 058 455 21 11, Fax 058 455 21 10

Globus-Warenhäuser, Herren Globus,

Interio, Office World, Globi-Verlag.

Unternehmensleitung: Thomas Kern

www.globus-gruppe.ch

Logistik

M IGROS VERTEILZENTRUM

SUHR AG

Wynenfeldstrasse, 5034 Suhr

Tel. 062 855 61 11, Fax 062 855 62 77

Logistik, Lagerhaus.

Unternehmensleitung:

Daniel Waltenspühl

www.migros-mvs.ch

M IGROS-VERTEILBETRIEB

NEUENDORF AG

4623 Neuendorf

Tel. 062 388 71 11

Logistikbetrieb für Non-Food,

Near-Food und Tiefkühlprodukte.

Unternehmensleitung: Hans Kuhn

www.mvn.ch


Herzlichen Dank

Ammann Silvio, Ammann Tobias, Anderegg Roger, Andri, Anina, Arand Jessica, Ariel,

Arquint Men Duri,

Basil, Baumgartner Werner, Baur Gregory, Benard Mikael, Berger Rahel, Berghotel Muottas Muragl,

Bisig Elsbeth, Blum August, Borsani Fausta, Brotschi Urs,

Cadonau Hans Peter, Cavegn Andrea, Charcuterie Arles, Chresta Yvonne, Christen Willi E.,

Colby Anna, Community,

Dändliker Damaris, Dettling Michel,

Eggenberger Hanspeter,

Fanzun Jon, Flipp, Flum Noë, Herr Frach, Frau Frey,

Gantenbein Köbi, Ganz Daniel, Gerber Verena, Germania Antonella, Götz Erwin,

Hafner Nadja, Hess Martin, Howald Nora,

Jasper, Jens, Just Marcel,

Klossowska de Rola Setsuko, Knapp Claudia, Kovacic Nenad, Krone, Kunz Stefanie, Künzli Erich,

Ley Laura,

Mächler Jonas, Macor Bruno, Marini Guya, Meier Anna, Meier Martina, Morgenstern Anne, Moritz,

Restaurant Adlisberg, Rittener Pascal, Ruch Peter, Ruchti Ruth, Rueti Thomas,

Sarah, Schalow Tina, Schmid Rebecca, Schmid Noa, Schmidt Martina, Sigrist Josef, Simonett Dino,

Singh Satpal (Baba), SLS Illusion & Construction, Stampa Diego, Stücheli Basil,

Tellini Peter, Teuscher Vinni, Thelen Diego,

Van Orsouw Bob, Vogel Dorothée, Von Grünigen Anita, Von Grünigen Johann,

Von Tscharner Gian Batist,

Waldsburger Ruedi, Walter Jeannette, Wellnitz Andreas, Wettstein Kay, Wiederkehr Agnes.

Und allen, die wir vergessen haben.

François Halard

François Halard wurde im Jahr 1961 geboren, studierte an der Ecole des Arts Décoratifs in

Paris und begann im Jahr 1981 für «Décoration international» zu arbeiten. Später wurde er von

Alex Lieberman (Art-Director-Legende von Condé Nast USA) engagiert und zog nach

New York City, wo er Architektur und Porträt kombinierte und regelmässig für «Vogue US»,

«Vanity Fair», «GQ» und «House and Garden» tätig war. Darüber hinaus arbeitete er für

«Harper’s Bazaar».

In seinem persönlichen Werk beschäftigt er sich mit der Darstellung von Ateliers; so fotografierte

er die Studios von Jean-Charles Blais, Cy Twombly, Robert Rauschenberg, Julian Schnabel

und anderen bekannten Künstlern sowie das Vermächtnis von Beuys (cf. Video). Im Rahmen des

Fotofestivals von Arles 2003 bestritt er eine Einzelausstellung über das Haus von Malaparte.

Max Küng

*1969, arbeitet als Reporter für DAS MAGAZIN und liebt nebst der Migros: die Bündner Berge, den

Bird Chair von Harry Bertoia, die Arbeit «Haare» von Hans-Peter Feldmann, eine Passfahrt mit

dem Velo, die neue CD von Isobel Campbell, den Blick von einem bestimmten Balkon in Positano, ein

Glas Wein, den Geruch von frisch geschnittenem Gras. Und natürlich Frau und Kind: sehr, sehr.

MigrosGeschäftsbericht 2 0 0 5 Herzlichen Dank.


Impressum

MIGROS-GENOSSENSCHAFTS-BUND, Zürich

Gesamtverantwortung

MONICA GLISENTI, Corporate Communications, www.migros.ch

Konzept

STUDIO ACHERMANN, Zürich, BEDA ACHERMANN,

MARKUS BUCHER, CHRISTIAN KÄMMERLING, MONICA GLISENTI

Fotograf

FR ANÇOIS HALARD, New York

Artwork

STUDIO ACHERMANN, PATRICK ROPPEL, ADRIAN EHR AT,

FR ANZISKA KÖNIG, ALEXIS SAILE, Zürich

Text

MAX KÜNG, Basel

Bildredaktion / Koordination

BEATRICE MÄCHLER, MIA BONZANIGO, NORINA FREY, Zürich

Foto-Assistenz

CÉCIL MATHIEU, Paris, FELIX RODRIGUEZ, New York

Satz

ROGER FURRER, Zürich

Fotografische Prints

RONNY OCHSNER / TRICOLOR, Zürich

Pre Press

STR AUMANN AG, Dielsdorf

Druck

OFFSETDRUCK GOETZ AG, Geroldswil

Buchbinderei

EIBERT, Eschenbach

Informationspolitik

Die Migros-Gemeinschaft verfolgt eine offene Informationspolitik, sie publiziert

geprüfte Jahresberichte nach einheitlichem Standard. So weit wie möglich haben wir uns auch

an den Global-Reporting-Initiative-(GRI)-Standard gehalten.

MigrosGeschäftsbericht 2 0 0 5 Impressum.