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DIALOG

Miteinander reden heißt sich besser verstehen - Nr. 11 - Januar 2012

Nachbarschaftszeitschrift des Rhine Center und der Dow in Frankreich

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NAChhALtIgE ENtWICKLuNg

STYRON modernisiert

seine Rückhaltebecken

Im BLICKPuNKt

Diskretion und Beharrlichkeit als Markenzeichen

von Frauen in den Naturwissenschaften

Unter Beteiligung der Unternehmen des Industrieparks Rhine Center:

uNsERE PRoDuKtE uND sIE

Dow und RS Technik: ein guter Tipp

für die Sanierung von Rohrleitungen


Dialog

Editorial

Die herausforderungen

für 2012 meistern

Das wirtschaftliche Umfeld im

internationalen Jahr der Chemie 2011

ist in den letzten Monaten zunehmend

schwierig geworden. 2012 erwartet

uns mit zahlreichen Unsicherheiten,

die unsere Aussichten etwas trüben

werden. Sagen wir einmal, dass es uns

an Herausforderungen nicht mangeln

wird. Und trotzdem bleiben wir davon

überzeugt, dass wir sie meistern können.

Das Fachwissen unserer Teams

und die Vielfältigkeit unserer

Produktpalette zählen ganz klar zu

unseren Vorteilen. Wir wissen auch,

welch unverzichtbaren strategischen

Platz Frankreich und Deutschland

in unserer Unternehmensstrategie

einnehmen. In lokaler Hinsicht möchten

wir unterstreichen, wie sehr die

Umwandlung des Rhine Center in einen

Industriepark die Standorte Drusenheim

und Rheinmünster gestärkt hat.

Kurzum: Dow ist für den internationalen

Wettbewerb gut gerüstet. ■

Mary Beth Heydrick

Rhine Center

Site Operations Director

Ramon Melgarejo

Geschäftsführer

Dow France S.A.S.

Neues vom Standort

Schautag

der Chemie

Rund 1.000 gäste, darunter viele Familien, folgten am

24. september der Einladung des Industrieparks zum

„schautag der Chemie“. Auch zahlreiche „VIPs“ aus

Politik und Wirtschaft waren präsent.

In Rheinmünster waren die Infostände

von Dow, EVONIK und STYRON

umlagert – hier informierten die

Firmen über ihre Produkte und wie

die moderne Chemie das Leben im

Alltag verbessern kann. Die Themen

reichten von sauberem Wasser bis

hin zu modernen Kunststoffen.

Viele Besucher erkundeten das Werk

Rheinmünster per Werksrundfahrt.

Viel Zuspruch

Der Schautag gehörte zum

„Internationalen Jahr der Chemie“,

das die Vereinten Nationen für

2011 ausgerufen hatten. Dow ist

ein weltweit aktiver Partner dieser

Initiative. Viel Zuspruch fand das

Rahmenprogramm im Festzelt,

wo die örtlichen Vereine für

Verköstigung und Unterhaltung

sorgten. Dow-Werksleiterin Mary

Beth Heydrick freute sich zusammen

mit Uwe Leibnitz, STYRON, und

Richard Walther, EVONIK, über die

große Resonanz – und wertete

sie als „ein Zeichen für unsere

Verbundenheit mit der Region.“ ■


Preis für sicheres Arbeiten

Für die vielen Fremdfirmen, die im Rhine Center tätig sind, gelten dieselben strengen

sicherheitsstandards wie für Dow, stYRoN und EVoNIK.

Gemeinsam mit den Fremdfirmen

laufen seit Jahren regelmäßige

Schulungen für mehr Sicherheit

am Arbeitsplatz. Mit Erfolg: im

Herbst erhielten 20 deutsche und

französische Partnerfirmen dank

ihrer vorbildlichen Bilanz den

„Sicherheitspreis 2009/2010.“

„Drive to Zero“

Damit wurden dreimal so viel

Partnerfirmen ausgezeichnet wie

früher – ein Zeichen für den Erfolg

der Sicherheitsarbeit. Diese Sicherheit

muss täglich neu erarbeitet werden.

„Sicherheit ist und bleibt oberste

Priorität“, betonte Peter Schaub, Leiter

Einen der Höfe kaufte 1979 die

Südwestdeutsche Saatzucht und

begann dort 1982 mit der Maiszucht.

2008 gingen die Maiszuchtaktivitäten

an Dow AgroSciences (DAS) über.

Mais als Erfolgsstory

Erfolgreiche Azubis

Die Ausbildung im Rhine Center ist eine tolle Chance

für junge menschen. 2011 konnten die Auszubildenden

Lydia König und Annick Weisenbach (Chemielaborantinnen)

sowie Jonathan Bührer (Chemikant) ihre Ausbildung

mit einer guten Abschlussprüfung beenden.

König und Weisenbach erhielten einen Arbeitsvertrag

von STYRON, während Bührer nun bei Dow arbeitet.

Heute betreibt DAS in der Benshurst-

Siedlung eine Saatzuchtstation für Mais

des Arbeitsschutzes im Rhine Center,

bei der Preisverleihung. Prinzipiell

gilt das ehrgeizige Ziel „Drive to Zero

– null Vorfälle“ – was in manchen

Jahren schon erreicht wurde. ■

50 Jahre Benshursthöfe

Die „Benshurst-siedlung“ in Lichtenau feierte dieses Jahr ihr 50-jähriges

Bestehen. Dabei handelt es sich um fünf Aussiedlerhöfe, die ab 1961 fünf

Landwirten eine neue Existenz ermöglichten, wobei sich die höfe aus

kleinsten Anfängen zu blühenden Betrieben entwickelten.

mit fünfzehn festen Mitarbeitern sowie bis

zu 25 Saisonkräften. Bei der Organisation

der Feierstunde war auch Dr. Christian

Flachenecker, Leiter der DAS-Station, dabei.

Damit drückte DAS seine Verbundenheit mit

der Region aus. Dr. Flachenecker berichtete

über die wachsende Bedeutung von Mais

für die Landwirtschaft: „Mais hat eine

unglaubliche Erfolgsstory hingelegt.“ ■

Volker Stellrecht, Leiter der Ausbildung, ist sehr zufrieden.

Er lobt, wie selbstständig die Azubis sind, wobei sie sich

auch außerhalb der Ausbildung engagierten – etwa in der

Betriebssportgemeinschaft oder als Sicherheitsbeauftragte.

Stellrecht freut sich, dass die drei eine Festanstellung im

Industriepark gefunden haben. Am Ausbildungsprogramm

im Industriepark beteiligen sich neben Dow auch

die Partnerfirmen EVONIK und STYRON. ■

2/3


Dialog

Nachhaltige Entwicklung

▷ Sicherheit

STYRON modernisiert

seine Rückhaltebecken

umweltschutz und sicherheit haben Vorrang – unter

diesem motto wurden jetzt in der Produktionsanlage für

synthetisches Latex, die die Firma stYRoN im Industriepark

Rhine Center unterhält, zwei Rückhaltebecken modernisiert.

Diese Becken dienen für den Fall, dass in der Anlage

ein Feuer gelöscht werden muss, zur Aufnahme des

Löschwassers, das dann fachgerecht entsorgt werden kann.


Die beiden Becken wurden nach dem

neuesten Stand der Technik renoviert und

mit einem speziellen Zement versiegelt,

der besonders für Löschwasser, das mit

Chemikalien versetzt wurde, geeignet

ist. Eines der Becken erhielt sogar einen

doppelten Schutz in Form einer Auskleidung

mit Stahl. Uwe Leibnitz, Standortleiter der

STYRON im Industriepark, umschreibt diesen

Doppelschutz so: „Das ist wie der Hosenträger

zum Gürtel.“

Insgesamt investierte STYRON rund 180.000

Euro in das Projekt, wobei die Bauaufträge

vorrangig an Unternehmen aus der Region

gingen.

Der Vorfall von 1986

Der sicheren Rückhaltung von

Löschwasser in den Anlagen gilt seit

einem Vierteljahrhundert das besondere

Augenmerk der Chemieindustrie. Viele ältere

Anwohner des Rheins erinnern sich noch an

1986, als in einem Schweizer Chemiewerk

in Basel ein Großbrand ausbrach, der

anschließend gelöscht wurde. Über das

Löschwasser gelangten giftige Chemikalien

in den Rhein, die ein großes Fischsterben

auslösten. Mit der Rückhaltetechnik, wie

sie im Industriepark praktiziert wird, sollen

solche Unfälle vermieden werden.

Enge Zusammenarbeit

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Das Umweltschutz-Projekt ist auch ein

gutes Beispiel für die enge Zusammenarbeit

zwischen den Firmen Dow und STYRON

im Industriepark. Die Dow-Ingenieure der

Abteilung Engineering Solutions planten die

neuen Rückhaltebecken. Einen großen Beitrag

zum Gelingen leisteten auch Klaus Schiemann

und Joachim Koch, beide Mitarbeiter von Dow

in der Latex-Anlage…

Weitere Projekte werden folgen. Die Latex-

Anlage nahm schon 1967 ihren Betrieb auf

und wurde seitdem ständig modernisiert. Das

wird auch in Zukunft so sein. Uwe Leibnitz:

„Das ist wie mit einem Haus, das man ständig

in Schuss halten muss.“ ■


Dialog

Unternehmenskultur

Dow und seine 1001 Facetten Verpackungen

Im Rahmen des Internationalen Jahres der Chemie

konzipierte Dow eine interaktive Wanderausstellung,

die derzeit in ganz Europa unterwegs ist. An

jedem Standort des Konzerns können sich unsere

Mitarbeiter, aber auch externe Gäste, ein Bild von

den verschiedenen Produkten machen, die von Dow

zur Lösung umweltbezogener Herausforderungen

angeboten werden. In Lauterbourg lockte die

Ausstellung im Juni rund 300 Besucher von beiden

Seiten des Rheins an. Hier ein Rückblick auf eine

Erfolgsgeschichte.

Rohrleitungen

Körperpf ege-und Reinigungsmittel

Erneuerbare Energien

Erneuerbare Energien, Energieeffizienz, Verpackungen,

Haushalts- und Körperpfegeprodukte, Rohrleitungen

und Automobilzubehör gehören zu den Bereichen, in

denen Dow einen wesentlichen Beitrag leistet. Mit

diesen Themen konnte sich unsere Belegschaft in

der interaktiven Ausstellung auseinander setzen.

Durchaus stolz auf ihre Arbeit, haben die Mitarbeiter

selbst in der Ausstellung mitgewirkt und sich mit

attraktiven Bildern, Produktproben und Hightech-

Ständen eingebracht, auf denen eine Autowerkstatt,

ein Supermarkt und ein Badezimmer nachgebildet

sind. Dank der Präsentation (auf Deutsch und

auf Französisch) war die Besichtigung ein voller

Erfolg. Mitarbeiter der Werke von Drusenheim,

Erstein, Lauterbourg und Rheinmünster, Vertreter der

französischen und deutschen Gemeinden, die Schüler

der 9. Klassen des Collège von Lauterbourg, die Mitglieder

der Bürger-Dow Kontaktgruppen auf beiden Seiten des Rheins,

Anwohner sowie ehemalige Mitarbeiter konnten sich in aller Ruhe

umsehen. Die Veranstaltung bot nicht nur die Möglichkeit zu einem

Wissens- und Erfahrungsaustausch, sondern auch zu einem geselligen

Beisammensein.

Ziel erreicht

„Mit dieser Ausstellung wollten wir die Vielfalt der Produkte und Technologien

vorführen, die von Dow zur Lösung der Probleme unserer modernen

Gesellschaft wie Klimawandel, Energieversorgung, Ernährung oder sauberes

Trinkwasser bereitgestellt werden, und dieses Ziel haben wir erreicht“, betont

Werksleiter Bertrand Heidmann. Denn ein Teil der Mitarbeiter und externen

Besucher erfuhr zum ersten Mal etwas über die hier gezeigten Lösungen und

Innovationsleistungen. Nach zwei Tagen in Lauterbourg zog die Ausstellung

ins südfranzösische Valbonne weiter, wo sich ein Zentrum für Forschung und

Entwicklung von Dow befindet. ■


Er hat diesen Posten erst vor einigen Wochen

übernommen: Alasdair Hunter ist der neue

Verantwortliche bei Dow für Umweltschutz,

Gesundheit und Sicherheit (EHS, Environment,

Health & Safety) und zuständig für Frankreich und

Süddeutschland. „Diese Aufgabe fasziniert mich,“

erklärt er, „da wir ein ehrgeiziges Ziel anstreben:

‚Drive to Zero’: null Verletzungen, null Leckagen,

null Unfälle. Und wir sind auf dem besten Weg.

Unsere Leistung hinsichtlich der Sicherheit ist

sehr hoch.“

Um die Herausforderungen von EHS zu meistern,

muss man sich mit dem Räderwerk der Firma

auskennen. Alasdair, 49, hat den Großteil seiner

Karriere bei Dow verbracht. Der gebürtige

Schotte, begann am Dow-Standort King’s Lynn

im englischen Norfolk als Produktionsingenieur..

Danach nahm er eine Reihe von neuen

6/7

Alasdair Hunter:

Vom Stolz auch Schotte zu sein

Wie verbindet man Professionalität mit der Kunst des Lebens? Es ist

nicht einfach und einige schaffen dies besser als andere. Ehs Leader

Alasdair hunter gehört zur ersten gruppe, was nicht zuletzt an

seinen schottischen Wurzeln liegt. so verbindet er Pragmatismus mit

Lebensfreude.

Herausforderungen in der Firma an: Projektleiter,

Change Management Leader, Produktionsleiter,

Werksleiter, etc. Kurz ausgedrückt hat Alasdair eine

Vielseitigkeit als Manager entwickelt, die er auch

heute noch pfegt. Neben seinen EHS-Tätigkeiten

ist er für die Unternehmensintegration im Rhine

Center Industriepark sowie für dessen weitere

Entwicklung zuständig.


Wir sind auf dem besten

Weg. Unsere Leistung hinsichtlich der

Sicherheit ist sehr hoch.

Alasdair arbeitet seit fast zehn Jahren in

Rheinmünster und hat seinen Hauptwohnsitz in

Offendorf. Er hat drei Kinder und ist ganz und gar

in das örtliche Geschehen eingebunden. „Zum

ersten Mall lebe ich seit zehn Jahren am selben


Ort“, gibt er humorvoll zu. Und auch hier zeigt

er sich genauso beeindruckend vielseitig wie in

seinem Berufsleben. Er mag Sport und Kultur. So

interessiert er sich für Rugby, spielt Basketball

und macht Fitnesstraining. „Ich wandere auch

gerne, aber heute versorge ich lieber die Sportler

mit Getränken,“ lässt er uns wissen und beseitigt

so jeden Zweifel an seiner geglückten lokalen

Integration.

Alasdair hat trotz allem seine Wurzeln nicht

vergessen. Zweimal im Jahr organisiert er einen

schottischen Abend und baut somit auf seine Art

eine Brücke zwischen den beiden Kulturen, die

ihm sichtlich gefallen. Man könnte dies vielleicht

als seine ganz persönliche Glücksphilosophie

bezeichnen. ■


Dialog

Im Blickpunkt

Diskretion und Beharrlichkeit als Markenzeichen

von Frauen in den Naturwissenschaften

Wir alle kennen marie Curie, aber auch hunderte andere weniger berühmte und unbekannte Chemikerinnen

haben einen Beitrag zur Entwicklung dieser Wissenschaft geleistet und ihr ihren stempel aufgedrückt. In

diesem Jahr feiern wir das 100. Jubiläum der Verleihung des Nobelpreises an marie Curie. Es ist also eine gute

gelegenheit, einige Frauen vorzustellen, ohne die unser Alltagsleben ganz anders aussehen würde.

Seit der Antike haben Chemikerinnen

Geschichte geschrieben. Nehmen

wir zum Beispiel die Technik des

Wasserbads. Wie viele Chemiker

wissen denn überhaupt, dass die

Erfindung auf die Prophetin Marie

zurückgeht, die im ägyptischen

Alexandria eine berühmte Alchimistin

war? Ihr Name ist lediglich in der

französischen Bezeichnung für

diese Erwärmungsmethode („bainmarie“)

überliefert worden. Viele

Jahrhunderte später ist Elisabeth

Fulham als erste professionelle

Forscherin der Neuzeit zu nennen.

Ihre Arbeiten aus der Zeit um

1794 haben die Grundlage für das

Verständnis der Katalyse gelegt, ein

Prozess, der auch heute noch häufig

angewandt wird. Dieses Verfahren

wird auch heute noch in großem

Umfang genutzt. Außerdem zeigen

ihre schriftlichen Aufzeichnungen,

dass es zu den Vorläufern der

Erfindung der Photographie (1826)

gehört, da es ihre Idee war, Bilder mit

Hilfe von Metallsalzen zu drucken.

Ihren Namen kennt aber heute

niemand mehr.

Von Marie Curie bis heute

Ab 1850 öffnet sich die Chemie

immer mehr den Frauen. Marie Curie

hat zum ersten Mal einen bleibenden

Eindruck hinterlassen. Nachdem

ihr ein erster Nobelpreis für Physik

verliehen wurde, erhielt sie 1911

zum zweiten Mal den Nobelpreis,

dieses Mal im Fach Chemie, wo sie

für die Entdeckung von zwei neuen

Elementen, dem Radium und dem

Polonium, ausgezeichnet wurde. Ihrer

Tochter, Irene Joliot-Curie, wurde 1935

der Nobelpreis für ihre Entdeckung

der künstlichen Radioaktivität

verliehen. 1964 ging der Nobelpreis

an die Britin Dorothy Crowfoot

Hodgkin, weil sie mit Röntgenstrahlen

wichtige biochemische Substanzen

bestimmen konnte. 2009 wurde

Ada Yonath für ihre Arbeit zur

Identifikation der Molekularstruktur

der Ribosomen durch die

Kristallographie mit dem Nobelpreis

ausgezeichnet. Dies ist eine

Erfindung, die neue Perspektiven

für die Entwicklung neuartiger

Antibiotika geöffnet hat. Dabei

bleiben all die Frauen unerwähnt,

die im Schatten ihrer Männer einen

wichtigen Beitrag zur chemischen

Revolution geleistet haben.

Heute arbeiten bei Dow in Frankreich

rund 400 Frauen in der Chemie tagaus

tagein an der Verbesserung unserer

Lebensumstände. ■

Marie Curie + 2 témoignages

coté femme + histoire de la chimie

contraste femmes avant et maintenant

grandes photos


“ Ich bin als Lead Analytic

specialist für unsere Standorte am

Oberrhein, also Erstein, Drusenheim,

Lauterbourg und Rheinmünster,

zuständig. Das sind acht

verschiedene Tätigkeitsbereiche.

Zwar sind Frauen öfter im Labor zu

finden, aber es gibt doch immer

mehr Kolleginnen, die auch in der

Produktion tätig sind und wichtige

Positionen auf globaler Ebene in

unserem Unternehmen ausfüllen.

Als Beispiel bei Dow wäre die

globale Leiterin der Abteilung

„Analytische Arbeitsprozesse“ zu

nennen.


sylvie marchal

“ Ich arbeite im Bereich ts&D,

d.h. technische unterstützung und

Development. Damit fungiere ich als

Schnittstelle zwischen den Kunden

und den Teams im Innendienst. Es ist

eine abwechslungsreiche Tätigkeit, für

die ich eine große Anpassungsfähigkeit

mitbringen muss, um mich jeden Tag

auf neue Probleme einzustellen.

In meinem Bereich gibt es nur wenige

Frauen und ab und zu werde ich von

den Kunden verwirrt angesehen,

weil sie mit dem Erscheinen eines

Mannes gerechnet haben… Aber mit

der Zeit konnte ich mich aufgrund

meiner Kompetenzen durchsetzen.

Intern haben Männer und Frauen

ebenfalls eine andere Sichtweise.

Ein Meinungsaustausch kann

sehr interessant und bereichernd

sein, selbst wenn ich in meiner

Berufslaufbahn oft zu kämpfen

hatte, bevor ich mir wirklich

Gehör verschaffen konnte


und

ernstgenommen wurde.

8/9

“ Ich arbeite im zentralen

Labor von Rheinmünster in der

technischen Analytik. Meine Arbeit

besteht unter anderem darin, die

gesamte in Europa hergestellte

Produktpalette an extrudierten

Polystyren-Schäumen zu testen und

bei der Umsetzung von verbesserten

Arbeitsprozessen in den Anlagen

zu helfen. Vor 25 Jahren begann ich

bei Dow, und meine tägliche Arbeit

bestand hauptsächlich aus manuellen

Tätigkeiten, mittlerweile habe ich

auch eine adminstrative Funktion

übernommen – eine Entscheidung,

die ich niemals bereut habe.

Noch nie hatte ich den Eindruck,

weniger geschätzt zu werden, nur weil

ich eine Frau bin. Meine Fähigkeiten

wurden immer angemessen anerkannt.

Nach der Geburt meines Sohnes

konnte ich meine Arbeitszeiten mit den

Familienbedürfnissen abstimmen.


Dow hat mich dabei sehr unterstützt.

Valeria Breveglieri-Bolze Andrea händel


Dialog

Unsere Produkte und Sie

Der Zugang

zu sauberem

Trinkwasser ist für uns

selbstverständlich.

Unsere sich immer weiter ins

Umland ausdehnenden Siedlungen

brauchen vor allen Dingen eines:

sauberes Trinkwasser.

Zwar können wir durch richtiges

Verhalten – Schließen des

Wasserhahns beim Zähneputzen

oder sparsame Bewässerung der

Gärten und Rasenflächen – einen

wichtigen Beitrag leisten, aber

die meisten Menschen sehen nicht,

dass die Hauptursache für die

Verschwendung von Trinkwasser

in der Kanalisation selbst liegt…

Dow und RS Technik:

ein guter Tipp für

die Sanierung von

Rohrleitungen

schwerwiegende wirtschaftliche

Argumente sprechen für die sanierung

unserer Abwasserleitungs- und

trinkwasserversorgungsnetze. Dow hat

in Zusammenarbeit mit der schweizer

Firma Rs technik eine ganz besondere

Anwendung entwickelt, die sowohl einen

Beitrag zur Kostensenkung als auch zur

nachhaltigen Entwicklung leistet.

Am Anfang stand ein Auftrag, bei dem die

Messlatte sehr hoch angesetzt war: Sanierung

der Leitungsinfrastruktur ohne aufwändige

Grabungen zum Austausch der Rohre. Das Ziel war

die Senkung der Gesamtkosten für die Arbeiten,

die Schonung der wertvollen Ressource, die das

Wasser inzwischen für uns alle geworden ist, die

Vermeidung langer Bauarbeiten und möglichst

wenig Unannehmlichkeiten für die Verbraucher.

Ohne eine Sanierung der Leitungsinfrastruktur

addieren sich die wirtschaftlichen und

ökologischen Schäden zu einer gehörigen

Summe. Man denke nur an den Trinkwasserverlust.

Nicht zu vergessen auch die Risiken, die von

einer Leckage in der Abwasserinfrastruktur, von

Überschwemmungen, von der Verstopfung

beschädigter Leitungen usw. ausgehen.

Eine Lebensdauer von 50 Jahren und noch länger...

Die von Dow vorgeschlagene Lösung wurde

vom Geschäftsbereich Dow Epoxy entwickelt.

Dabei wird ein neues Rohr direkt in das alte Rohr

eingezogen. RS Technik bietet Auftraggebern in

Gemeinden und Regionen sowie der Industrie

eine praktische Lösung, durch die dank einer

mobilen Einheit eine langlebige und haltbare

Verkleidung der Kanalisation gewährleistet ist.


Bei diesem effizienten, auf einem Lastwagen

montierten System wird nach Grob-

und Feinreinigung der Leitung ein mit

Expoxidharz getränkter Schlauchliner in

die vorhandene Rohrleitung geblasen und

die so eingezogene Verkleidung mit einem

Polymer überzogen. Geringer Aufwand,

große Wirkung! Die mit dieser Technologie

behandelte Infrastruktur kann eine etwa

50 Jahre längere Lebensdauer haben!

Man kann sich leicht vorstellen, dass die

Epoxy-Lösung durch ihre fexible Handhabung

auch maßgeschneiderte, punktuelle Eingriffe

erlaubt. Im Abwasserbereich können

Rohrleitungen mit einem Durchmesser von

60 cm bis – sage und schreibe – 10 m saniert

werden, aber auch eine Erneuerung von

Hausanschlüssen mit weitaus geringerem

Durchmesser sowie die Sanierung von

Zu- und Ableitungen großer öffentlicher

Einrichtungen und der Industrie sind möglich.

Ein enormes Potential

Rentablere und erleichterte Renovierungsarbeiten

Wasser ist eine wichtige Ressource,

und angesichts der weltweiten

demografischen Entwicklung und des

Weltwirtschaftswachstums wird es in Zukunft

noch an Bedeutung gewinnen. Deshalb

ist die Optimierung der vorhandenen

Leitungssysteme ebenso wichtig wie eine

vernünftige Aufbereitung unserer Abwässer.

Die Zahlen sprechen für sich: Die Gesamtlänge

der Abwasserleitungen in Europa beläuft

sich auf zwei Millionen Kilometer. 20%

der älteren Rohrleitungen müssen über

kurz oder lang ausgetauscht werden. Bei

dieser Rechnung bleiben die veralteten,

maroden Leitungsteile unberücksichtigt, die

komplett zu sanieren sind. Dies ist also ein

Markt, der über die nächsten Jahre nahezu

unerschöpfiche Möglichkeiten bietet.

Für den Erfolg des von Dow Epoxy

entwickelten Produktes spricht, dass

die Technik zwar in Europa entwickelt

wurde, aber inzwischen ihren Siegeszug

rund um den Erdball angetreten hat.

Das Rezept: eine gesunde Mischung aus

technischer Innovation, Investitionsrendite

und nachhaltiger Entwicklung. ■

Weitere Informationen zu diesem Thema

finden Sie auf der Internetseite unter:

www.rstechnik.com

10/11

Bei der Infrastruktur für

die Abwasserentsorgung

können wir uns keinen

Fehler leisten.

Was den schlechten Zustand

der Abwasserleitungen betrifft,

steckt ein Großteil der Bevölkerung

den Kopf in den Sand, frei nach dem Motto:

„Was ich nicht weiß, macht mich nicht heiß.“

So sind sich die Menschen in der

Regel der Existenz, geschweige denn

der Tragweite des Problems gar nicht

bewusst - es sei denn sie wurden selbst mit

einem Ausfall des Systems,

wie dem Bruch eines Abflussrohrs in

der Kanalisation, wobei Abwasser in

Trinkwasserleitungen gelangen kann,

der Überschwemmung ganzer Straßenzüge

oder mit einem Rückfluss der Abwässer in

Häuser und Betriebe, konfrontiert.

Nun ist aber eine zuverlässige Entsorgung

unserer Abwässer von großer Bedeutung

für unsere Gesundheit. Und in diesem

Punkt gibt die Situation Anlass zur Sorge.

Weshalb? Weil unsere Leitungssysteme

nicht mehr richtig funktionieren.


Dialog

Kontaktgruppe

Brücken

der Transparenz bauen

Die Kontaktgruppe Bürger – Dow des Werkes

Rheinmünster und das Comité consultatif von

Drusenheim trafen sich letzten Juni im Werk

Lauterbourg. Es eröffneten sich Chancen zu noch

größerer Interaktion zwischen den Werken, Ländern

und Anwohnern.

Auf dem Besuchsprogramm

standen die Vorstellung

der Spezialitäten dieses

Werks, ein Besuch in der

Coatings-Anlage, die fast 130

Zusatzstoffe für Farben und

Beschichtungen herstellt, und

die rund 3.000 Quadratmeter

große physikalisch-chemische

Waschanlage. Herr Armand

Timmel aus Dalhunden, Mitglied

des Bürgerberatungsgremiums

Drusenheim, freute sich über

„den herzlichen Empfang, die

Vorträge von Werksleiter Bertrand

Heidmann und Jean-Louis

Pfennig, dem Verantwortlichen

für Sicherheit und Umweltschutz,

sowie den lehrreichen

Rundgang“. Der Werksleiter

nutzte die Gelegenheit,

den grenzübergreifenden

Notfallplan vorzustellen, der

eine andere Art bilateraler

Zusammenarbeit darstellt.

Sowohl auf französischer als

auch auf deutscher Seite zeigten

sich die Besucher beeindruckt

von dem technischen Stand

der Anlagen, der Größe des

Areals und der Qualität und

Professionalität des Personals.

Man kann sicher sein, dass die

Büergerberatungsgremien den

Besuch, den Erfahrungsaustausch

und die Informationen für ihre

Gespräche mit den Anwohnern

der Werke in Rheinmünster,

Drusenheim und Lauterbourg

gerne nutzen werden. ■

Die Nachbarschaftszeitung des Rhine Center Nr. 11 - Januar 2012

Dow Deutschland Anlagengesellschaft mbH - Industriestr. 1 - 77836 Rheinmünster - Tel.: 00 49 7227 91 0 - Fax: 00 49 7227 91 2282

Dow France S.A.S. - B.P. 20 - 8, Route de Herrlisheim - 67410 Drusenheim - Frankreich - Tel.: 00 33 388 53 53 53 - Fax: 00 33 388 53 53 04

Geschäftsführer: Mary Beth Heydrick - Redaktion: Fabien Florence, Véronique Heller-Clauss, Alexander Hoffmann, Laurence Kolmer,

Anne-Rose Reif, Nicole Vetter, Virginie Wengler, Natalia Wichmann - Grafik und Produktion: Latitude Strasbourg

Fotonachweis: Lionel Barbe, Dow, Focalive, Rohm and Haas, Anne-Rose Reif, Shutterstock

Haben Sie Fragen oder Anregungen, erreichen Sie uns unter frcinfo@dow.com

Für mehr Informationen besuchen Sie uns im Internet auf www.dow.com

Die Kontaktgruppe Bürger -

Dow in Rheinmünster ist 20 Jahre alt!

Gegründet im Jahr 1991, ist das CAP (Community

Advisory Panel) in Rheinmünster längst erwachsen

geworden. Seit 20 Jahren trifft sich diese Gruppe von 15

engagierten Frauen und Männer drei Mal im Jahr,

erhält sehr viele Information von Dow, hört das

Neueste, tauscht sich mit den Anwohnern aus

und bringt diese Erkenntnisse in die Sitzungen

mit Dow ein… Ihre Mitwirkung mit einem

Informationsstand beim „Schautag der Chemie“

im Industriepark Rhine Center im letzten

September war ein deutliches Beispiel für die

gewachsene jahrelange gute Zusammenarbeit.

Wir gratulieren herzlich zum Jahrestag!

® TM Marke The Dow

Chemical Company

(„Dow“) oder verbundene

Unternehmen.

® Marke Dow AgroSciences LLC

STYRONTM : Marke STYRON LLC

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