RK E19 O berkassel – Bonn Oberkassel – Ramersdorf ...

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RK E19 O berkassel – Bonn Oberkassel – Ramersdorf ...

RK E19

O berkassel Bonn

Oberkassel Ramersdorf Küdinghoven

Pützchen Vilich Schwarzrheindorf Bonn

S-Bahn 62

Bonn, Hbf. Mo-Fr 7.30 + 10min. Sa 8.39, 8.54, 9,10, So 10.39, 19.39

Beuel, Bf. So 10.50

Beuel, Bf. So 11.05

Oberkassel Mitte 20 Minuten später Sa 8.58, 9.13, 9.31, So 11.13, 19.58

Streckenwanderung

3 Stunden und 51 Minuten reine Wanderzeit plus Stadtbesichtigung Bonn 1

Wir wandern in Oberkassel, S-Bahn-Haltestelle „-Mitte“ , ein paar Schritte zurück

nach Norden, biegen an der Schrägkreuzung rechts ab auf „Meerhausener

Straße“ und kurz darauf links ab auf „Am Stingenberg“.

uns stets links. Unweit von hier fand man die

O berkasseler Steinzeitmenschen.

Im Februar 1914 entdeckten Steinbrucharbeiter etwas oberhalb

dieser Stelle in einer Höhe von 99 m ein Grab aus der Jüngeren

Altsteinzeit (ca. 12000 v. C.). In einer mit Rötel gefärbten

Schicht lagen unter Basaltplatten die Skelette eines über 50 Jahre

alten Mannes und einer ca. 20 Jahre alten Frau nebst den

Überresten eines Hundes, welcher damit als eines der ältesten

Haustiere der Welt gilt. Ferner fanden sich verschiedene Tierreste

und zwei kleine geschnitzte Kunstgegenstände. Dieses

Doppelgrab ist das einzige seiner Art im Rheinland und noch

immer der bedeutendste Fund aus dieser Periode. Der Fund ist

im Rheinischen Landesmuseum in Bonn zu besichtigen.

*

Wir wandern linkshaltend hinauf zur

*** Rabenley, ein Steinbruch, in dem Basalt abgebaut wurde,

weswegen die Felswände schlanke Basaltsäulen aufweisen,

Wir benutzen einmal einen nach links führenden Stichweg, um uns an einer

Ansicht vom Steinbruch links auf den Pfad, den wir nun unterhalb rechts

oben verlaufenden breiten Weg parallel zu diesem am Hang benutzen. Es ist

auch ein **** Romantikweg. Dieser führt zudem durch außerordentlich artenreiche

**** Vegetation. Je nördlicher es geht, desto zersiedelter bieten

sich *** Ansichten vom Rheintal.


Wir halten uns stets links. Auf der Höhe erwartet uns manch netter Rastplatz.


2 Minuten später wandern wir zum romantisch im Felsen liegenden Teich

*** Blauer See mit artenreicher *** Vegetation.

Wir kehren um.

16 Minuten später wandern wir mit *** Ansicht des Komplexes in die Kommende

62 Min.

Ramersdorf.

*** Deutschordenskommende. Die ehemalige Kommende

Der heutige Bau ist ein Werk typischer Rheinromantik, wie sie

1885 verstanden sein wollte.


Die Ähnlichkeit zu Neuschwanstein bei Füssen ist deutlich,

wenngleich die Anlage auch hätte Vorbild sein können für

Walt-Disney-Filme, z. B. von Cinderella.

Wir gehen zuerst durchs romanische Doppeltor, halten uns links, vorbei

am Hauptbau mit Türmen, Zinnen, Spitzbogenfenstern

und gelangen danach zu den Steinfachwerkbauten mit dem Gasthof.

Wir kehren um und wandern auf gekommenem Weg bergab.

3 Minuten später wandern wir auf der Landstraße rechts.

3 Minuten später wandern wir an der Dreiergabelung „Am Bungert“ mitte auf

den Waldweg und bleiben nun Richtung haltend immer diesseits der Autobahn

auf *** romantischem Weg durch artenreiche *** Vegetation.

*** Ansicht von der Kommende.


durchs Friedhofstor, Trinkwasser, und rechtsdiagonal über den Friedhof.

2 Minuten später wandern wir in die Kirche von 80 Min.

Küdinghoven.

*** St. Gallus. Das Gotteshaus wurde 1144 erstmals erwähnt.

Das Langhaus. Linke Frontwand: Figur Jesu, klassizistisch.

Rechte Frontwand: Figur der Muttergottes, klassizistisch.


Linke Wand: 1. Figur des Josef, klassizistisch; 2. Fahne von

1909. Rechte Wand: 1. Fahne von 1909. 2. Figur des Gallus,

klassizistisch.

Die Turmkapelle: Kopie eines Altarsteins mit Gregorius

Maurus aus der Zeit zwischen 1358 und 1365.

Wir gehen aus dem linken Ausgang der Kirche hinaus, wandern rechts

5 Minuten später wandern wir hinter der Autobahnunterführung links und an

erster Gabelung rechts.

5 Minuten später wandern wir auf dem Querweg rechts und halten uns fortan

auf den angebotenen Waldwegen stets links und immer im bzw. am Wald

(auch wenn man glaubt, man gehe wieder zurück; man muss diesen Bogen

begehen).

6 Minuten später wandern wir am Fünferstern rechts auf „Am Ennertsbad“ .

6 Minuten später wandern wir über „Pützchens Chaussee“ und halten uns

links in 102 Min.

Pützchen.

Pützchen ist schon im Mittelalter ein Platz, an dem die hl. Adelheid aus dem nahen

Vilich sehr verehrt wird. An der hiesigen Quelle, dem Pützchen, der man Wunderkräfte

zuschreibt, haben sich Eremiten niedergelassen; zugleich bildet sich auch die erste Siedlung.

Eine Seelsorgestation gibt es allerdings erst seit 1679, die 1686 vom Karmeliterorden

eingenommen wird, der hier Kirche und Kloster errichtet. 1804 wird die Abtei

aufgehoben; alle Besitztümer werden verkauft. Der hier im Ort jährlich am Sonntag

nach Mariä Geburt stattfindende Markt Pützchens-Maat ist als größter Jahrmarkt des

Rheinlandes weithin bekannt leider aber zu schlimmem Rummel degradiert.

*

Wir kommen zuerst vorbei am

*** Basaltkreuz von 1684, mit Leidenswerkzeugen über der

Brunnenfassung, aus der das Wasser noch heute sprudelt. Die

Legende erzählt, dass die Äbtissin von Vilich, die hl.

Adelheidis (etwa 970-1015), an dieser Stelle den

Äbtissinnenstab in die Erde gestoßen hat. Sogleich sei Wasser

hervorgequollen und somit eine nimmer versiegende Quelle

entstanden, eben das Pützchen.

Wir wandern vorbei an dieser

*** Adelheidiskapelle, ein kleiner einschiffiger Bau aus dem

Jahre 1769; er birgt eine Figur der Adelheid.


Wir gehen über den Platz und entlang der Mauer; hinter der befindet sich das

** Karmelitenkloster, das 1887 durch einen Brand zerstört

wurde. Hauptgebäude und Barockportal sind erhalten geblieben;

das Kloster wurde 1803 aufgehoben.

2 Minuten später wandern wir in der Kirche

*** St. Adelheidis. Anstelle des Vorgängerbaues, einer Klosterkirche

der Karmeliter, wurde der heute bestehende rechteckige,

mit einer Flachtonne gedeckte, von Dachreiter bekrönte Saal

1724 fertiggestellt. Im reich verzierten Eingangsportal befindet

sich das Wappen des Kurfürsten Karl Philipp von der Pfalz, der

1724 starb. Die 1942 im Zweiten Weltkrieg bis auf die Außenmauern

zerstörte Kirche wurde rekonstruierend wiederhergestellt

und von Elmar Hillebrand sowie Theo Heiermann ausgestattet,

deren Altarretabel aus den übrigen Einrichtungsgegenständen

herausragt.

2 Minuten später wandern wir an der Kreuzung links, an der Gabelung rechts,

weiter auf der Fahrstraße, an der Gabelung „Stadtbücherei“ sofort links, an

folgender Gabelung mit dem Papierkorb abermals links und halten uns rechts.

4 Minuten später wandern wir auf dem Querweg hinterm Schulhoftürchen

rechts und auf der Querstraße links nach „Vilich-Müldorf“ .

5 Minuten später wandern wir hinter der Schranke links.

3 Minuten später wandern wir linksversetzt über Querstraße sowie Autobahn.

3 Minuten später wandern wir an erster Abzweigung links.

10 Minuten später wandern wir auf der Querstraße rechts in 137 Min.

Vilich.

Der Ort besitzt Hinweise auf eine erste Burg am Ort, die auf das Jahr 942 zurückgehen,

als Kaiser Otto I. mit seinem Gefolge hier wohnt. In der 2. Hälfte des 10 Jhs. ist ein

Edelherr Megingoz bezeugt, der 1003 am Ort ein Kanonissenstift gründet, dem seine

Tochter Adelheid als Äbtissin vorsteht. Vilich ist somit die Urpfarre des Gebietes von

der Sieg bis hinter das Siebengebirge, wird von den deutschen Königen gefördert und

erhält 987 von Otto III. Immunität. Die Nonnen vermögen jedoch nicht zu verhindern,

dass das Stift bis zum Jahre 1311 derart in Zerfall gerät, dass Erzbischof Heinrich II.

von Köln der Nonnen Anzahl auf zwölf beschränkt. Nach Schädigungen in den Kriegswirren

der folgenden Jahrhunderte wird das Stift im Jahre 1804 säkularisiert.


1 Minute später wandern wir rechts durchs Törchen treppab und durch artenreiche

*** Vegetation auf *** idyllischem Weg vorbei an der, einen äußerst

*** romantischen Eindruck vermittelnden,

*** Burg Lede. Die Wasserburg, auch Dämonenhaushof oder

Schneckenburg genannt, war der Stammsitz des Vilicher Rittergeschlecht

von Schillink. Die Umfassungsmauern der Vorburg

und ein Turmrest sind von der ursprünglichen Burg des 14. Jhs.

noch übrig geblieben.

Die nach dem Truchsessischen Krieg, 1583, zerstörte Anlage

wurde am Anfang des 20. Jh. wieder aufgebaut.


Die hier zu beobachtende Rheinromantik offenbart sich nicht

nur im Gebäude sondern auch an den Bogenbrückchen, die über

den Wassergraben führen, sowie am aus dem Gebüsch hervor

lugenden benachbarten Fachwerkbau. Wir wandern zuerst vorbei am

Bruchsteinhaus, historisierend mit Treppenturm versehen, dann

vorbei am romanischen Hofportal der Zeit um 1200, vom ehemaligen

Fronhof in Oberdollendorf hierher transloziert, zum Gründerzeithaus.

2 Minuten später wandern wir auf der Landstraße links bergauf und halten uns

rechts, vorbei an Nr. 3 * Haus Stroof, das im 18. Jh. auf mittelalterlichen

Mauern errichtet wurde, Gasthof, vorbei an in der „Schillerstraße“ und an der

„Adelheidisstraße“ stehender

*** Kunst und Natur aus historischer Zeit; das ist rechts erbaute

Nr. 6, Schulhaus von 1787, mit dem Anbau von 1834, ein Mammutbaum,

und ein Wegkreuz von 1712 (am Chor der Kirche), sowie

auf dem Friedhof, Trinkwasser, mehrere neugotische Grabsteine.

4 Minuten später wandern wir in die Kirche 189 Min.


**** St. Peter. Der Vorgängerbau der heutigen Anlage wurde

von 1020 bis 1040 als Grab- und Wallfahrtskirche für die Äbtissin

Adelheid errichtet, die 1015 starb. Die ehemalige Stiftskirche

zeigt sich heute im Wesentlichen im Stil der Bauzeit

zwischen 1260 und 1280.

Es handelt sich um eine großartige dreichorige Anlage mit einem

Querschiff und verkürztem Langhaus. Im Truchsessischen

Krieg, 1583, wurde das Langhaus zerstört. Bis in die Zeit um

1700 hat man nur die notwendigsten Arbeiten zum Erhalt der

Kirche verrichtet. Der romanisierende Turm ist um 1700 hochgeführt

worden. Die Kirche wurde 1944 zerstört und zwischen

1948 und 1966 wieder hergestellt.

Das Chorhaus. Am Bogen rechts ist die vergoldete Reliquienbüste

der Adelheid angebracht, erstmals im Jahre 1650 erwähnt.

Linker Querschiffarm. Figur der Muttergottes, ein Steinbildnis

der Zeit um 1430, kölnisch. Triumphkreuz von Tilman

Heysacker, aus der Zeit um 1500.

Rechter Querschiffarm: Grabstein mit Lebensbaum und Kreuz

aus dem 13. Jh.; vermutlich handelt es sich um die Grabplatte

der Äbtissin Elisabeth, die 1219 starb und das Adelheidis-

Chörchen erbauen ließ.

Adelheidischörchen, rechts vom Langhaus: Adelheidis-Sarkophag

aus Buntsandstein; der Deckel mit der hölzernen Liegefigur

der Adelheid wurde im 18. Jh. gefertigt. Das romanisierende

Taufbecken ist wahrscheinlich aus dem 16. Jh.

Das Langhaus. Die Holzfiguren, links: 1. Paulus; 2. Antonius;

rechts: 1. Petrus; 2. Benedikt, sämtlich 19. Jh.

Die Holzfiguren des Nikolaus und des Johannes Nepomuk sind

barock.

Wir gehen aus der Kirche hinaus, vor der * Immunitätsmauer der ehemaligen

Klosterkirche des 10. Jhs., in der die ummauerten Fenster der ehemaligen

Westkrypta sichtbar sind, rechts, vor dem ummauerten Friedhof links und

niederrheinische *** Auenlandschaft.


nun immer nächst dem Schwarzrheindorfer Bach durch außerordentlich alte

*** Baumlandschaft mit verschiedensten Sorten.

11 Minuten später wandern wir an der Kreuzung links auf asphaltierte „Bergheimer

Straße“.

3 Minuten später wandern wir rechts durch den Mauerdurchlass.

2 Minuten später wandern wir in die Kirche (Mo geschl.) von 166 Min.

Schwarzrheindorf.

Der Ort hat mit die weitest zurückgehende Geschichte der gesamten Region vorzuweisen.

Schon die Karolinger sichern an dieser Stelle, die damals noch ein Werth im Strom

gewesen ist, den Rheinübergang mit einer königlichen Burg, die schließlich von Pfalzgrafen

verwaltet wird. Nach dem Sturz des letzten Pfalzgrafen durch Erzbischof Anno

von Köln kommt das Gut an die Grafen von Wied. Die Weihe der Hauskapelle dieser

Burg des Erzbischofs Arnold von Wied nimmt Otto von Freising im Beisein König

Konrads III. im Jahre 1151 vor. Nach Arnolds Tod gründet seine Schwester Hedwig

hier ein Benediktinerkloster, dem beider Schwester Sophia als Äbtissin vorsteht. Im

späten Mittelalter wandelt man das Kloster in ein freiadliges Kanonissenstift um, dessen

Klostergebäude nach der Aufhebung des Stiftes im Jahre 1803 abgerissen werden. Der

Name » Schwarz« -Rheindorf, vom schwarzen Habit der Benediktinerinnen abgeleitet,

besteht seit dem Ende des 14. Jh. und dient zur Unterscheidung von Rheindorf auf dem

anderen Ufer.

***** St. Klemens.

Die 1151 geweihte Stiftskirche und Doppelkapelle mit kreuzförmigem

Grundriss wurde 1173 um zwei Joche nach Westen

verlängert.


die von einem Traufgesims abgeschlossen wird;


Sie diente einst als Verbindung zur ehemaligen Burg.

Die Unterkirche mit ihren Fresken von 1151


Das Chorhaus. In der Kuppelschale: Christusverherrlichung.

Darunter an den Wangen: Die vier Evangelisten sowie Paulus;

der Petrus gegenüber ist verlorengegangen. An der Chordecke:

Die Zerstörung Jerusalems (Ez. Kap. 1-5, 8-9) Vorne:

Ezechiels Berufung zum Propheten. Rechts: Gott (Wolke) im

Wagen (Rad) erscheint dem Ezechiel. Links: Symbolische Belagerung

Jerusalems. Hinten: fehlt.

Linker Querarm. Fensterwand: Kreuzigung mit Stephaton (gestielter

Essigschwamm) und Longinus (Lanze); rechts davon:

Der Hauptmann; und ganz links: Johannes mit Maria.


Darunter: Pilatus wäscht sich die Hände in Unschuld (links),

Soldaten würfeln um das Gewand Jesu (rechts). Die vier Teilbilder

des Gewölbes: Der Vollzug des Strafgerichts (Ez. Kap.

9,1 ff.). Links: Berufung des Gewappneten. Zum Fenster hin:

Die Unschuldigen werden gekennzeichnet. Rechts: Die Schuldigen

werden niedergemacht. Innen: Ezechiel und der Gottesbote

vor Jahwe. In den Nischen zur Vierung hin rechts wie

links: Königsgestalten.

Rechter Querarm. Fensterwand: Verklärung Christi auf dem

Berge Tabor. Christus zwischen Moses und Elias, die Jünger

am Boden.

Vierung rund ums Achteck in der Decke: Der Aufbau des vermessen.

Links: Ezechiel weiht den Brandopferaltar. Vorne: Im


Rückwärtiger Querbogen, überm Säulendurchgang zum Langhaus,

oben: Jesus vertreibt die Händler aus dem Tempel; rechts

darunter: Brustbild eines Engels; in den Fensterlaibungen rechts

Gottes über Ezechiel. Hinten: Ezechiel wird nach Jerusalem

entrückt. Rechts: Dort huldigt das Volk einem Götzenbild. Vorne:

Ezechiel sieht durch ein Loch in der Wand, wie das Volk

Tieren (Gewürm) Weiheopfer darbringt.

Die O berkirche mit Fresken um 1170


In der Kuppel: Christus und die vier Evangelistensymbole; darunter

liegen Arnold von Wied und seine Schwester Hedwig.

Links in der Kuppel: Johannes der Täufer und Stephanus; rechts

Mauritius, Cassius; Florentius, Malusius, Hippolytus. Im Geviert

an der Decke: Selige huldigen den Lamm Gottes.


Linke Wand: Johannes schreibt die Geheime Offenbarung (Gott

im Dornbusch).

Rechte Wand: Jesu Darstellung im Tempel.

*

Außerdem befindet sich in der Oberkirche an Kunstwerken eine

Muttergottesfigur, um 1625 (am Chorbogen). Der romanische

Taufstein aus Trachyt stammt aus dem 12. Jh. Wir gehen aus dem

Gotteshaus hinaus, vor dem Brunnen rechts und steigen treppauf in die

Zwerggalerie, von der man bis zur Kirche in Vilich blicken

kann. In diesem Gang ruhen 80 Kelchblock-Kapitelle auf Säulchen.

Ihr Schmuck reicht vom schlichten Würfelkapitell über

Blattwerkornamentik bis hin zu figürlichen Darstellungen, unter

den man Engel, Löwen, Affen, Drachen, Adler, Widder- und

Löwenköpfe entdecken kann.

Wir gehen von der Galerie hinab, vor der * Zeder am Brunnen rechts, Gasthof

in der Nähe, durch die Mauerpforte, rechts treppab, linksversetzt über den

Asphaltquerweg, auf dem Querpfad inter dem Spielplatz rechts und auf dem

Querweg links.

15 Minuten später wandern wir unter der Brücke her, Gasthof, nach links an

ihr entlang, treppauf und auf der Brücke über den Rhein.

7 Minuten später wandern wir links treppab und vor dem Rhein rechts.

8 Minuten später wandern wir an der Lennèbüste rechts in 204 Min.

Bonn.

Bonn ist ursprünglich keltischer Siedlungsplatz; 69 n. C. wird es erstmals als römisches

Legionslager „castra Bonnensis“ genannt. Im 4. Jh. gibt es am Platze, wo heute der

Dom steht, eine erste Kirche. Im 8. Jh. entsteht dort eine „villa basilica“, um die sich die

Stadt bildet. 1244 befestigt Konrad von Hochstaden die Stadt. Bis 1600 ist Bonn Lan-


deshauptstadt des Kurstaates. Danach bauen die Kurfürsten Joseph Clemens und Clemens

August die Stadt zur prachtvollen Barockresidenz aus. 1786 eröffnet Max Franz

von Habsburg die erste Bonner Universität. 1794 wird Bonn französisch, 1815 preußisch.

1818 wird die Rheinische Friedrich-Wilhelm-Universität gegründet. Im Revolutionsjahr

1848 stellen sich Bonner Professoren an die Spitze der Bewegung, allen voran

der Dichter Gottfried Kinkel, der auf der Freitreppe des alten Rathauses die schwarzrotgoldene

Fahne schwingt. Sieben Gelehrte der Alma mater Bonnensis ziehen später in

die Frankfurter Paulskirche ein. Hundert Jahre später wird Bonn Sitz des parlamentarischen

Rates, 1949 Bundeshauptstadt.

*

Wir gehen zuerst rechtshaltend auf

*** Alter Zoll, eine Bastion des 17. Jhs.

Wir kehren um und wandern nun entlang den Gebäuden von 194 Min.

*** Kurfürstliche Residenz, seit 1818 Friedrich-Wilhelm-

Universität. Unter Kurfürst Josef Clemens (Kurfürst von 1688

1723) wurde 1697 nach Plänen des Enrico Zuccali der von

brandenburgischen Truppen zerstörte Vorgängerbau des Kurfürsten

Salentin von Isenburg als Vierflügelanlage in Rohbau

gebracht. Von 1715 bis 1723 errichtete Robert de Cotte unter

Mitplanung des Kurfürsten den kastellartigen Stadtpalast mit

Eckpavillons um einen Ehrenhof als Rokokoanlage. 1777 wurde

der Bau durch einen Brand bis auf die Grundmauern zerstört.

Der Hofgartenflügel wurde danach vereinfacht wieder aufgerichtet,

danach hat man mehrfach um- und angebaut. Die

stadtwärts gelegenen Flügel hat man erst 1926 in Anlehnung an

den vorhandenen Stil geschaffen.

2 Minuten später wandern wir in der Residenz rechts in Nr. 7,

*** Ägyptisches Museum (Di-So 12-18 Uhr, feiertags geschlossen).

Man wird schwerpunktmäßig über den Totenkult, den Jenseitsglauben,

religiöse Vorstellungen und das Alltagsleben der

Ägyptischen Hochkultur informiert.

Wir gehen aus dem Museum hinaus, nach rechts, über die Querstraße beim

*** Koblenzer Tor. Ursprünglich war der 1751 errichtete Bau

im Besitz des Michaelsordens, weswegen er auch Michaelstor

genannt wurde. Seine heutige Gestalt erhielt er unter Kurfürst

Clemens August (Kurfürst von 1723 1761). An der Planung

war Francois Cuvilliés beteiligt. Der zweigeschossige Torbau

von drei Achsen mit Attika und Balustrade ist zur Stadtseite hin

in Flachreliefform gehalten, die Hofseite mit dorischen bzw. ionischen

Doppelsäulen erbaut. Die Wappenkartusche und der

Skulpturenschmuck des Josef Ferretti zeigen die Personifikation

der vier Tugenden des Michaelsordens (Kopien) sowie die Figur

des Michael (Kopie).

*** Akademisches Kunstmuseum, das nicht mehr als solches

in Funktion ist (So-Fr 10-13, Do 16-18 Uhr; feiertags und im August

geschlossen). Hier befindet sich die Antikensammlung der Universität

Bonn. Von Troja bis Byzanz wird Kunst aus drei Jahrtausenden

vermittelt.

Der klassizistische Bau, 1824 als Anatomie der „Alma mater

Bonnensis“ errichtet, ist im Erdgeschoß rechteckig ummantelt


und mit einer von einem Zeltdach bekrönten Rotunde gedeckt.

In Kurfürstlicher Zeit befand sich hier die Hauptwasserkunst.

Der Entwurf von Friedrich Waesemann wurde von Schinkel

überarbeitet.

Wir gehen aus dem Museum hinaus, auf gekommenem Weg durch die Anlage

zurück, halten uns in der Anlage allerdings links, und wandern zu

*** Kurfürstliche Residenz, seit 1818 Friedrich-Wilhelm-

Universität. Unter Kurfürst Josef Clemens (Kurfürst von 1688

1723) wurde 1697 nach Plänen des Enrico Zuccali der von

brandenburgischen Truppen zerstörte Vorgängerbau des Kurfürsten

Salentin von Isenburg als Vierflügelanlage in Rohbau

gebracht. Von 1715 bis 1723 errichtete Robert de Cotte unter

Mitplanung des Kurfürsten den kastellartigen Stadtpalast mit

Eckpavillons um einen Ehrenhof als Rokokoanlage. 1777 wurde

der Bau durch einen Brand bis auf die Grundmauern zerstört.

Der Hofgartenflügel wurde danach vereinfacht wieder aufgerichtet,

danach hat man mehrfach um- und angebaut. Die

stadtwärts gelegenen Flügel hat man erst 1926 in Anlehnung an

den vorhandenen Stil geschaffen.

5 Minuten später wandern wir vorm Schloss links und halten uns rechts, mit

*** Ansicht vom

Hofgartenflügel, ein lang gestreckter dreigeschossiger Trakt

von 29 Achsen mit viergeschossigen Ecktürmen und von Laternen

bekrönten Schweifdächern. Der Balkon und die Figurennische

mit der Regina Pacis der Willem und Hendrik

Rottermondt, 1755, stammen von Robert de Cotte.

Schlosskapelle. Die ev. Universitätskirche ist ein Saalraum mit

Apsis und umlaufender Galerie, von Johann Heinrich Roth geplant

und nach 1777 erbaut. Nach Kriegszerstörung der Stuck

nur teilweise erneuert. Die Kanzel schuf Friedrich Waesemann

1818 (Rekonstruktion).

Beethovens Spuren sind aller Vergänglichkeit zum Opfer gefallen.

Es war die Orgel, die hier stand. Der Hoforganist und berühmte

Komponist Christian Gottlob Neefe unterrichtete an ihr

den kleinen Ludwig. Kapelle und Orgel bildeten die erste

Dienststelle des gerade vierzehnjährigen Beethoven. Er durfte

sich seitdem „Kurfürstlich-königlicher Hoforganist nennen.

Wir gehen aus der Kapelle hinaus, nach links und auf „Am Hof“ links, entlang

am Schloss, jetzt Universitätsgebäude, und halten Richtung.

4 Minuten später wandern wir rechts auf die „Gerhard-von-Are-Straße“.

4 Minuten später wandern wir in den

*** Hauptbahnhof, der 1883 errichtet wurde. 231 Min.

Oberkassel Bonn

RK E19

Ende

*


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Eine Posse aus der kommunalen Kultur

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Eine Weihnachtsgeschichte für Verliebte

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