RK D22 - Kunstwanderungen

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RK D22 - Kunstwanderungen

RK D22

Rothenburg

Stadtrundgang

Wir gehen von Norden her in die Stadt, und zwar durch die

**** Klingenbastei aus der Zeit um 1587 mit einem Torturm.


Wir gehen im Inneren der Bastei links in den Komplex der Kirche

**** St. Wolfgang. Die 1483 erbaute so genannte Schäferkirche,

in der die Schäfer ihren Gottesdienst abzuhalten pflegten,

wurde 1586 in die Wehranlage der Klingenbastei einbezogen.

Der Hochaltar von 1514, aus der Riemenschneider-Werkstatt,

zeigt von links nach rechts die Figuren Sebastian, Wolfgang,

Rochus, und in der Predella: Jesus fällt unter dem Kreuz;

(oben) - das Felsenwunder (unten); Vorderseite rechts: Wolfgang

bewahrt den Felsen vor Machenschaften des Teufels

(oben) - Wolfgang befiehlt der nachgekommenen (Schäfer)kirche,

zu bleiben (unten); Rückseite links: Sebastian wird


von Pfeilen durchbohrt (oben) - das Volk verehrt Sebastian (unten);

Rückseite rechts: Rochus besucht Kranke (oben) - Rochus

stirbt im Kerker (unten).

Der linke Altar der Zeit um 1483 stellt dar die Muttergottes

(oben), Benedikt operiert den steinleidenden Kaiser (mitte), ein

Engel schüttet den Kelch der guten Taten, die Heinrich vollbracht

hat, in die Waage, um dem Teufel keine Chance einzuräumen

(unten); rechts: Das Wannenwunder des heiligen Nikolaus

(oben), Nikolaus beschenkt drei Jungfrauen (mitte), das

Schiffswunder (unten).

Der rechte Altar stammt aus der Zeit um 1516. Im Schrein

tangere“ mit Christus und Magdalena; in der Bekrönung stehen

Maria und Johannes Evangelist.

Linke Wandkapelle: Wolfgang, von 1489. Wir gehen links des

Hauptaltares durch die Pforte in die

Kasematten, später am Kirchenausgang vorbei und treppauf ins Torhäuschen

zum

Schäfertanzmuseum. Wir gehen aus dem Museum hinaus und links

treppauf zum

Geschützboden.

Wir gehen am Klingentorturm außen treppab und nun Richtung haltend immer

innen an der Stadtmauer entlang; kurz darauf gehen wir vorbei am

*** Strafturm,

kurz darauf vorbei am

*** Klosterturm,

kurz darauf an der Kreuzung mit einer *** Ansicht vom Klingentorturm

rechts und an der Kreuzung vor Nr. 9,

*** Fachwerkhaus mit Feuerleinserker

**** Reichsstadtmuseum (Nov.-März 13-16 Uhr, Apr.-Okt 10-17

Uhr) im ehemaligen Dominikanerkloster. Die Dominikaner kamen

1258 nach Rothenburg, doch noch im 15. Jh. wurde am

Bau des Klosters gearbeitet, wenngleich die Kirche zum Kloster

1270 errichtet war. Nach der Reformation wurde das Kloster

aufgelöst, die Kirche 1813 abgebrochen.


Außer der städtischen Kunst- und Gemäldesammlung hier sind

die Klosterküche, der Kreuzgang zu besichtigen, das Refektorium,

das Dormitorium sowie der Konventsaal mit 12 Tafeln der

Passionsgeschichte vom Meister der Rothenburger Passion.

*** Klosterhof, den Kräutergarten,

aus dem anderen Tor hinaus und auf der Quergasse rechts. – Später gehen wir

an der Kreuzung rechts auf die „Herrngasse“ und durchs

*** Burgtor mit einem Turm von 1365, einem Torhaus der

Zeit um 1470 sowie einem Vortor mit Wachhäuschen von 1596,


halten uns rechts nächst dem Mauerring mit *** Ansichten von Detwang im

Taubertal,

*** Ansichten vom Topplerschlösschen im Taubertal,


*** Ansichten von der Klingenbastei

und *** Ansichten vom Kappenzipfel.

Später gehen wir in den Bereich der ehemaligen

*** Burg. Die Burg der Grafen von Rothenburg-Comburg, die

bereits vor dem Jahre 1000 gestanden hat, ging nach deren Aussterben

an die Staufer über. Die an und um die Burg gebaute

Siedlung entwickelte sich zur späteren Reichsstadt.


Im Jahre 1356 zerstörte ein Erdbeben die Burg, die anschließend

als Steinbruch missbraucht wurde. Von der ursprünglichen

Festung sind nur noch die Unterteile der Mauer und das romanische

Tor vorhanden, das vom Burgtor überbaut ist. Die Anlage

besteht heute im Wesentlichen aus der Plattform.

Wir gehen weiter und haben eine *** Ansicht von der Kobolzeller Kirche im

Taubertal. – Später gehen wir vorbei am

*** Gärtnerhäuschen von 1627 mit schöner Blumenanlage


und kurz darauf in die

*** Blasiuskapelle, die aus staufischer Zeit geblieben ist. Die

Wandmalereien, um 1390, zeigen: Christus in der Mandorla

und viele andere kaum erkennbare Malereien. Am Bau sind im

Laufe der Jahrhunderte viele Veränderungen vorgenommen

worden.

*** Herrngasse mit schönen Häusern und Höfen rechts und rechts in die

*** Franziskanerkirche. Um 1285 begann man mit dem Bau

dieser ältesten Rothenburger Kirche. Der Chor ist von 1309.

Der Bau des Klosters und der Kirche zog sich bis ins 15. Jh.

hin. Langhaus und Chor der Kirche werden von einem Lettner

getrennt.

Wir gehen aus der Kirche hinaus, auf der „Herrngasse“ links, links auf das

*** Mittelalterliches Kriminalmuseum (9.30-18.30 Uhr). Im

Museum werden Folterinstrumente, Wappen, Urkunden, Siegel

u. a. der mittelalterlichen Rechtspflege gezeigt.

Wir gehen aus dem Museum hinaus und nach rechts in die

*** Johanniskirche. Das Gotteshaus der Johanniter war 1410

erbaut. Eine Veränderung des Kirchenraumes im Jahre 1604 hat

den Raum auf das heutige Erscheinungsbild gebracht.

Im Inneren, das einen uneinheitlichen Eindruck vermittelt, steht

eine barocke Strahlenmadonna. An den Wänden befinden sich

Epitaphe.


Wir gehen aus der Kirche hinaus, nach rechts, an der Kreuzung rechts auf die

„Untere Schmiedgasse“ und haben kurz darauf die Ideal-Ansicht von Rothenburgs

weltberühmte Winkel, dem

**** Plönlein, was so viel heißt wie Plänlein = Kleine Ebene;

der Brunnen ist aus dem Jahre 1607; dahinter steht oben der

*** Siebersturm, um 1385 auf einem Unterteil des 13. Jhs errichtet;

rechts unten befindet sich das

*** Kobolzeller Tor von 1360

mit dem

*** Kohlturm, ein Torturm aus dem 14. Jahrhundert.


Wir gehen an der Gabelung links und hinter dem Siebersturm rechts treppab.

Hier beginnt der

Kappenzipfel, jener Teil Rothenburgs, der so benannt wird, weil

die Stadt, aus der Luft betrachtet, so aussieht, als schließe sich

der Mauerring hier, um von nun an den Zipfel einer Kappe zu

bilden.

*** Wehrgang, der in seiner heutigen Form aus dem 14. Jh. ist,

und kurz darauf vorbei oberhalb der links stehenden

*** Rossmühle von 1516, die heute Jugendherberge ist.

*** Stöberleinsturm des 14. Jhs. mit vier Erkertürmchen

rechts treppab, queren den einen Weg, gehen auf dem Querweg bei rechter

*** Zehentscheune von 1699

*** Hegereiterhaus des 16. Jhs., das nach den Spitalbereitern

benannt wurde, welche Wächter waren, die Mauer, Gräben und

Wälle bewachten (der Name für das Haus ist aber irreführend;

in Wirklichkeit wohnten hier die Landverwalter des Spitals),


sowie vor dem rötlichen Hauptbau vom

*** Spital, das man 1574 zu bauen begonnen hat,

links und nun rechtshaltend zur

*** Spitalkirche. Die protestantische Heiliggeistkirche stammt

aus dem 14. Jh.

Der Chor. Das neugotische Gemälde im Fenster stellt Glaube,

Hoffnung und Liebe dar. – Auf dem Hauptaltar steht eine

Verkündigung (darunter). – Rechte Wand: Muttergottes, um

1320. – Außerdem im Chor: Taufstein von 1625 mit einem Deckel

von 1689. Den Korb der Kanzel zieren die vier Evangelisten.

Wir gehen aus der Kirche hinaus, geradeaus, auf dem quer verlaufenden

Wehrgang links des Stöberleinsturms links. Kurz darauf gehen wir im

*** Sauturm

Stöberleinsturm. Wir gehen nun immer nächst der Mauer an dieser entlang. –

Viel später gehen wir durchs

*** Kobolzeller Tor, einer Wehranlage mit Zwinger und vom

*** Kohlturm aus der Zeit um 1360 überragt.

Kurz darauf gehen wir an der Kreuzung hinter dem Kohlturm rechts treppauf,

der „Spitalgasse“, dann vorbei an Spitalkirche und Spitalhof, später durch die


**** Spitalbastei mit dem Spitaltorturm, die im 17. Jh. fertiggestellt

wurde. Das Spitaltor schlossen einst sieben Tore, deren

jedes zusätzlich mit einem Fallgitter versehen war. Die ineinander

übergreifenden Kreise der Bastei sind von Wallgängen umschlossen,

auf denen jegliches Verteidigungsgerät hat transportiert

werden können.

Wir gehen durch den gesamten Komplex zur *** Ansicht von der Spitaltorbastei.

– Wir kehren um, gehen im Bauch der Bastei links durch die Pforte,

sofort abermals links durch die Pforte ins Innere und dort treppauf ins

*** Bollwerk der Bastei.

*** Kasematten mit den Geschützständen

hinaus, halten uns unten im Graben rechts, entlang der Mauer, gehen kurz darauf

unter der Archebrücke rechts, steigen in der Bastei treppauf, gehen

*** Wehrgang des 14. Jhs.

entlang der

***** Stadtmauer. Die steinerne Wehr wurde zwischen 1350

und 1380 errichtet. Türme, Tortürme und Basteien verstärken

diesen äußeren Mauerring.

Viel später gehen wir vorbei oberhalb der

*** Gerlachsschmiede mit Wappen am steilen Giebel,


kurz darauf im Rödertorturm treppauf zur *** Ansicht von Rothenburg. Wir

stiegen ganz hinab zu ebener Erde, gehen durchs Rödertor aus der Stadt hinaus,

gehen weiter auf der „Ansbacher Straße“ und rechts auf den Friedhof mit

der

*** Friedhofskapelle, die 1562 geweiht, 1645 verwüstet, um

1650 wieder hergestellt wurde. Der Raum ist flach gedeckt und

besitzt einen dreiseitigen Chorschluss sowie eine Westempore

*** romantischen Friedhof mit Grabdenkmälern von Rothenburger

Patriziern, darunter der Trauernde Genius, von

Franz Schwanthaler.

Wir gehen aus dem Friedhof hinaus, auf gekommenem Weg zurück durchs

**** Rödertor. Die Torburg mit ihren Torhäuschen der Wachleute

und Zöllner um einen Vorhof herum wurde zwischen 1350

und 1380 erbaut.

Wir gehen geradeaus auf die „Rödergasse“ und vorbei am

*** Brunnen mit einer Säule von 1719, der mit Röderbogen

und Markusturm ein beliebtes Fotomotiv bildet,

*** Röderbogen der ersten, inneren Befestigung des 12. Jhs.


und dem angebauten

*** Markusturm der ersten, inneren Befestigung des 12. Jhs.

links auf „Alter Stadtgraben“ zur Nr. 26,

*** Handwerkerhäuschen (9-18, 20-21 Uhr), ehemalige Schusterwerkstätte

und Schusterwohnung.

Wir gehen aus dem Museum hinaus und auf der Quergasse links. – Später

*** Baumeisterhaus, das um 1596 erbaut wurde und mit sieben

Tugenden sowie sieben Lastern (Kopien) nebst einem malerischen

Innenhof aufwarten kann.

Wir gehen nun auf den

***** Marktplatz. Dieser malerischste Platz der Welt und berühmteste

Deutschlands wird im Norden von der ehem. Ratstrinkstube,

im Osten von einer Reihe schöner alter Häuser, im

Süden vom reichsstädtischen Fleisch- und Tanzhaus sowie der

Marien-Apotheke, und im Westen vom Rathaus umschlossen.


Wir gehen hier sofort links und her zwischen links stehendem

*** Fleisch- und Tanzhaus, in dem bis ins 18. Jh. in der unteren

steinernen Halle des Fachwerkgebäudes Fleisch verkauft

wurde und dessen oberer Saal – mit schwerer gotischer Holzdecke

– als Aufführungsraum für fahrende Schauspieler diente,

und rechts stehendem

*** St.-Georgs-Brunnen von 1608, im Stil der Spätrenaissance

errichtet, mit dem Drachentöter auf der Säule.

Wir gehen vor der

*** Marien-Apotheke, ein gotisches Haus von 1488,


echts treppauf durch den Haupteingang ins

***** Rathaus. Im Jahre 1250 begann man mit dem Bau des

Komplexes, der Ende des 14. Jhs. vollendet war. Der gotische

Bau, wie ihn der Maler Hans Herlin auf dem Flügelaltar an St.

Jakob wiedergegeben hat, ist mit seinem westlichen Teil, den

der 60 m hohe Turm überragt, noch heute erhalten.

Im Keller liegen die Folterkammer und drei Gefängnisräume, in

deren einem Bürgermeister Heinrich Toppler im Jahre 1408

zwei Monate lang gefangen gehalten wurde, ehe man ihn hinrichtete.

1501 wurde der östliche Rathausteil durch Brand vernichtet.

Das dem erhaltenen gotischen Bauteil vorgelagerte Renaissance-Gebäude

entstand zwischen 1572 und 1578. Der wiederum

diesem Bau vorgesetzte barocke Arkadengang kam 1681

hinzu. Die optisch wie praktisch glückliche Lösung des in den

Renaissancebau einbezogenen Treppenturms mit der sehenswerten

Wendeltreppe im Inneren und dem vorgekragten Eckturm

beweist die Harmonie zwischen Gotik über Renaissance

zum Stil des Barock, wenn Baumeister dazu herausgefordert

werden, Denkmäler verschiedener Epochen miteinander in Einklang

zu bringen. Der Baumeister der Renaissance heißt Niko-


laus Hoffmann, der zuvor das Rathaus in Schweinfurt gebaut

hatte.

Wir gehen die *** Wendeltreppe hinauf,

links durch die Tür und geradeaus über den *** Vorplatz, der von einer

Balkendecke überspannt und mit Renaissanceportalen aufgelockert

ist, in dem im 30jährigen Krieg Gustav Adolf kurz vor

seinem Tod die letzten Vorbereitungen zum Endkampf gegen

Wallenstein traf.

Wir gehen danach in den *** Kaisersaal im gotischen Teil des Rathauses,

der eine gewaltige Holzdecke, Gerichtsschranken der

Zeit um 1585 besitzt und ein Relief des 14. Jhs., welches das

Jüngste Gericht darstellt.

Wir gehen hinauf auf den

*** Rathausturm, dessen gotische Struktur im Jahre 1555 renaissancehaft

verändert wurde. Von hier aus haben wir eine

**** Ansicht von Rothenburg und dem Hohenloher Land.

Vom Turm gehen wir auf gekommener Wendeltreppe hinab, aus dem Rathaus

hinaus, nach links und linkshaltend vorbei an rechts erbauter

*** Ratsherrntrinkstube von 1446 mit der Stadtuhr von 1683.

Die Meistertrunk-Vorstellung wird in den Fenstern neben der

Uhr seit dem Jahre 1910 gezeigt (täglich und stündlich von 11-15

Uhr, 21 und 22 Uhr). Sie geht auf die Begebenheit zurück, bei der

der Altbürgermeister Nusch auf Befehl Tillys über drei Liter

Wein auf einen Zug auszutrinken hatte, um die Stadt aus der

Gefahr der Zerstörung auszulösen.


Wir gehen gegenüber dem Parkplatz links in den

*** Lichthof des Rathauses, dessen Bedeutung für die Romantiker

und unter ihnen den Maler Wasse, dessen Rothenburg-

Bilder im Reichsstadtmuseum ausgestellt sind, seit jeher nicht

hoch genug einzuschätzen gewesen ist, einschließlich der Pforte,

die heute vielleicht das beliebteste Weihnachtspostkartenmotiv

der Welt ist und als Kulisse für mehr als einen Spielfilm hat

herhalten müssen.

Wir gehen hinter der Pforte rechts ins

*** Historiengewölbe (10-17 Uhr) mit Erinnerungen an die Zeit

des 30jährigen Krieges.

Wir gehen aus dem Gewölbe hinaus, nach rechts, aus dem Lichthof hinaus

und auf der Herrngasse rechts. Kurz darauf gehen wir vor dem

*** Röhrenbrunnen von 1615

rechts auf die Gasse und in die Kirche

**** St. Jakob. Die gotische Basilika erhielt zwischen 1311

und 1322 den langgezogenen Ostchor. Am Hauptschiff mit den

Türmen arbeitete man von 1373 bis 1436.


Von 1450 bis 1471 entstand der die Klingengasse überbrückende

Westchor.

Der langgestreckte Ostchor. Glasgemälde der Apsisfenster:

Marienleben, um 1400 (links), Szenen aus dem Leben Jesu,

von Propheten gerahmt, um 1350 (mitte), das Erlösungswerk

Christi in den Sakramenten, um 1400 (rechts).

**** Zwölfbotenaltar von 1466.


Der Altar zeigt inmitten vorzüglicher Schnitzereien einen Kruzifixus,

von je zwei Engeln gerahmt, die Unglaube und Zweifel

Hans Herlin aus Nördlingen; es sind Szenen aus dem Marienleben:

Verkündigung, Heimsuchung, Geburt, Beschneidung

(links), Anbetung, Darstellung im Tempel, Marientod (in zwei

Bildern).

In der Predella: Aussendung der zwölf Apostel = Boten, nach

denen der Altar benannt ist, mit interessanter Darstellung des

Petrus, den man hier mit Brille sieht, die gerade aufgekommen

war.

Die Rückseiten zeigen die Jakobus-Legende. Da man sich die

Flügel nach vorn geklappt denken muss, den Altar schließend,

ist das Programm folgendermaßen zu lesen: Predigt und Gefangennahme

des Jakobus (rechts innen oben); Enthauptung des

Heiligen (rechts außen oben); Die Leiche wird durchs Stadttor

des Pilgers nach Compostella zeigt der Wirt den Deutschen wegen

dieses Raubes an (nicht im Bild); Häscher holen die Pilger

ein und finden den goldenen Becher, + der Sohn des angeblichen

Räubers nimmt die Verantwortung auf sich und wird gehenkt

(rechts innen außen); die Pilger kehren zurück, + trotz

Erhängens wird der Sohn vom Vater noch lebend aufgefunden

(rechts außen unten); Der Richter verhört den Wirt, der aussagt,


der Gehenkte sei ebenso wenig lebendig wie die am

wird gehenkt, + Vater und Sohn kehren heim (links innen unten).

- Rückwand des Altars von oben nach unten: Weltenrichter

mit zwei Engeln; Maria mit Paradiespforte (links) und Johannes

mit Höllenrachen (rechts); Abendmahl (links) und Fußwaschung

(rechts); in der Predella: Schmerzensmann, Salvator,

Schweißtuch der Veronika, Engel. An den Flanken: Georg und

Sebastian (südlich), Katharina und Margaretha (nördlich).

Linke Chorhauswand: Gewaltige Sakramentsnische, um 1390,

; die Nische wird von Magdalena (links) und Barbara (rechts)

gerahmt; darunter befindet sich die Grablegung Christi, von

Aposteln begleitet.

Grablegungsgemälde, von L. Kress, 1679. – Chorgestühl von

1514, darüber: Wappen Rothenburger Patrizier. – Skulptur des

Michael, von 1462.

In der Mitte: Taufstein aus gotischer Zeit.

Linkes Seitenschiff. Frontwand: Marienaltar aus der Riemenschneiderschule,

um 1520, mit der Krönung Mariens; auf den

Flügeln: Muttergottes (links) und Anna Selbdritt (rechts); in der

Predella: Marientod. – Außenwand: 1. Gemaltes Schlangenepitaph,

1597; 2. Kalvarienberggemälde; 3. Skulptur der Maria lactans,

um 1365; 4. Kapelle mit a) neugotischen Glasgemälden

von 1910/14 in den Fenstern, b) dem Gemälde der Taufe

a) neugotischen Glasgemälden von 1910/14, b) dem Gemälde

der Lazaruserweckung, von 1576, c) Golgathagemälde, 17. Jh.;

6. Am Eingangsbogen zu dieser Kapelle: Muttergottes, um

1365; 7. Schmerzensmann, um 1525.

Rechtes Seitenschiff. Frontwand: Altar des Ludwig von Toulouse,

um 1500; die Figur ist vielleicht ein Frühwerk Riemenschneiders;

auf den Flügeln befinden sich spätgotische Gemälde

mit Wundertaten des Heiligen. – Außenwand: 1. Dreifaltigkeitsgemälde,

16. Jh.; 2. Golgathagemälde, 16. Jh.; 3 Auferstehungsgemälde,

16. Jh.; 4. Jakobusfigur, um 1400; 5. Kapelle

mit einer Muttergottesfigur, um 1485, am Eingang rechts; –

Golgathagemälde, 1627 – Kreuzigungsepitaph, 1591.

Das Mittelschiff. Erster Pfeiler links: Figuren der Petrus, Paulus,

Johannes und eines Apostels, sämtlich um 1400. – Zweiter

Pfeiler links: neugotische Kanzel. – Vierter Pfeiler links:

Eustachius, um 1500, und Matthias, um 1415.


Der Westchor.

***** Heilig-Blut-Altar von Tilman Riemenschneider

Riemenschneider hat den Altar zwischen 1499 und 1505 geschnitzt,

um der Heilig-Blut-Reliquie einen würdigen Raum zu

geben, die sich in der Bergkristallkapsel des Reliquienkreuzes,

um 1270, befindet.

Dieses Abendmahl ist die großartigste geschnitzte Darstellung

der Leben-Jesu-Szene, die es gibt.


Der linke Altarflügel zeigt den Einzug Jesu in Jerusalem;


der rechte zeigt die Gethsemane-Nacht.

Das Gesprenge stammt von Erhard Harschner.

*** Gymnasium, ein Renaissancebau von 1593,


mit drei schönen Renaissanceportalen,

und vor im Garten stehender ehemaliger

** Sakristei der einstigen Michaelskapelle, die 1804 niedergelegt

wurde,


echts, auf der Quergasse links und an der Kreuzung rechts auf „Markt“. –

Querstraße auf „Milchmarkt“, kurz darauf links, vorbei am

*** Brunnen mit der Figur der Justitia,

über den „Kapellenplatz“. Kurz darauf gehen wir auf dem „Markt“ rechts,

queren eine Gasse und gehen kurz darauf rechts auf das „Sülzengäßchen“.

*** Weißer Turm von der inneren Stadtbefestigung,

mit angebautem

*** Judentanzhaus von 1613 und Gärtchen mit in die Mauer

eingelassenen jüdischen Grabsteinen.

*** Würzburger Tor, auch Galgentor genannt, ein Torturm

des 14. Jhs.,


treppauf, auf dem Wehrgang links

und nun immer auf dem Wehrgang.

Wir gehen viel später, am Ende des Wehrgangs,


treppab und linkshaltend zur Klingenbastei.

Rothenburg (Tauber 2)

RK D22

Ende

*

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